Dialog

Beiträge zu «Der Malwiederstand»



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Ich bin ein bisschen spät mit der Frage, aber sie kam grad wieder an die Oberfläche: Was bedeutet der Titel? Ich kapiers einfach nicht. Weder hinter- noch vordersinnig.

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Ich verstehe den Titel so: "wieder mal ein Widerstand". Also im Sinne von, schon wieder ein Widerstand gegen xy.

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Danke! Inzwischen hat mir auch jmd von der Republik auf die Sprünge geholfen. Ich hatte sprachlich in völlig andern trüben Gewässern gefischt, von „malen“ über „mahlen“, merkwürdigen Anspielungen auf orthografische Schwächen etc. 😎

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Dann würde ich doch ganz gerne wissen, wie die Redaktion der Republik zu den Erkenntnissen (nicht Meinungen) von Wissenschaftern wie Prof. Bakhdi, Prof. Streeck, Dr. Wodarg, John Ioannidis und vielen anderen steht und weshalb ihre Veröffentlichungen kaum ein Echo gefunden haben. Und ganz nebenbei: die Behauptung, «dass ein hoher Anteil jüngerer Personen in Schweizer Intensivstationen landet», ist nur mit einer so nicht auf ihre Unabhängigkeit verifizierbaren Quelle belegt. Wenn wir davon ausgehen, dass sie stimmt, kann die Ursache für eine Verlegung in die IPS in einer grossen und allenfalls nicht begründeten Angst vor einem schweren Krankheitsverlauf, einem besseren Finazergebnis der Spitäler, nicht genutzten, aber bereitgestellten IPS-Betten usw. liegen. Es wäre Aufgabe der Medien, diesen Vermutungen nachzugehen. Der Krankheitsverlauf belegt aber auch gemäss dieser Quelle die in den letzten Wochen und Monaten gewonnene Erkenntnis, dass Covid-19 vor allem für ältere Menschen mit teilweise sehr schweren Krankheiten eine Gefahr darstellt. Ganz seltsam erscheint, dass nun, nach drei Wochen Lockerungen und keinerlei Anzeichen für eine Verbreitung der oder höhere Gefährdung durch die Krankheit, mit von den Medien verbreiteten seltsamen Botschaften die Panik erhalten bleiben soll: Jüngere sind doch betroffen, Kinder verbreiten das Virus in grösserem Ausmasse, Aerosole sind gefährlicher als vermutet etc. Dazu gehört auch die Meldung, dass Masken nun doch schützen sollen (dies aufgrund von Tests in professionellem, medizinischem Setting, wo der Situation angepasste Masken von Berufsleuten in einem Hoch-Risiko-Umfeld getragen werden, was selbstverständlich einer Infektion vorbeugt) oder die Meldung, dass in England eine grosse Zahl an Menschen jüngeren Alters an Covid verstorben sein sollen – hier wird nur die Übersterblichkeit beachtet, ohne dass man erfährt, woran die Menschen gestorben sind (an den Massnahmen oder an der Krankheit?) noch welcher Ethnie sie angehören – eine Detail, das gerade bei der Behandlung dieser Krankheit eine Rolle zu spielen scheint.
Und noch zu Ihrer Antwort betreffend des Todes älterer Menschen, dessen Akzeptanz Ihrem Verständnis von Journalismus widerspricht: Wie steht es denn mit den Menschen, die gestorben sind und sterben werden, weil man ihnen eine notwendige Behandlung aufgrund der seltsamen Prioriätensetzung verweigert hat? Die sich nicht trauten, einenArzt aufzusuchen oder die, noch schlimmer, nicht vorgelassen wurden? Sind das Kollateralschäden, die Ihr journalistisches Verständnis nonchalant akzeptieren kann?

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Nun, auf mich wirkt der Text auch beim zweiten Mal lesen wie eine Erzählung. Kurzweilig zu lesen, farbig. Den Text als einen arroganten Rundumschlag zu verstehen, scheint mir übertrieben. Ein Kompliment an die Autorin, gerne lese ich hier mehr von ihr! Bravo!

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D. H.
Naturwissenschaftler
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· editiert

Danke Herr R. für den Hinweis - ich probiere es also so nochmals um die Information an den Mann bzw. die Frau zu bringen:
swissmedic link:
link
BGA link:
link

Sehr geehrter Herr Schaerer - vielleicht hilft Ihnen das weiter:

NaClO2 in bester p.a. qualität (für die Analyse) können Sie z.B. bei Merck für CHF 172.- pro kG. K.aufen in grösseren Mengen wird es noch deutlich billiger.
Aus diesem 1 kG. K.önnen Sie 1493 L einer 0.3%-igen Chlordioxid-Lösung herstellen, d.h. die Grundstoffe kosten Sie 12 Rappen pro Liter.
Diese fertige Lösung oder auch das Zweikomponentengemisch wird für Preise zwischen 27.90 Euro / Liter und 170 Euro / Liter als Wundermittel angepriesen: "Natur total" - aus dem Industriekessel von Merck mit einer Gewinnmarge zwischen 24'000 % und 147'000 % - da wird selbst Novartis blass vor Neid.

Sie müssen selbst wissen, ob Sie sich freiwillig mit ClO2 verätzen wollen, ob Sie gefährliche Krankheiten mit Zuckerperlen behandeln wollen und damit irrevrsible Schäden riskieren möchten, oder ob sie linksrum gerührtes ("levitiertes") Hahnenwasser zu Heilzwecken für astronomische Preise kaufen wollen - das ist Ihr gutes Recht. Diese extrem simple Masche bewirkt in erster Linie eine Gesundung der Bankkonten der Gurus die das vertreiben.
Einen Placebo-Effekt kann es immer geben, eine kausale, wissenschaftlich begründete
Ursache-WirkungsbeziehunG. K.ann ich nicht sehen. Leichtgläubigen Menschen, die die realen Gefahren aus welchen Gründen auch immer nicht erkennen können oder wollen so ein Wundermittel aus Gewinnstreben oder Geltungsdrang aufzuschwätzen ist für mich kriminell und sollte geahndet werden.

freundliche Grüsse

D. Häussinger

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Sehr geehrter Herr Häussinger
Vielen Dank für Ihre freundlichen Hinweise. Ja, das ist die industrielle Perspektive. Mich verätzen tue ich nicht, auch nicht durch die sehr sorgfältige Verwendung des so genannten MMS (eigentlich eine blödsinnige Bezeichnung); Ihre anderen Seitenhiebe zuckerperlen an mir ab wie Wasser an einer Ente. Im Gegenzug zu meiner Lebenspraxis verdienen die Gurus der Schulmedizin an mir fast nichts. Mit der Möglichkeit, dass manche 'Alternative' nix taugt und es Gurus dafür gibt, haben Sie schon recht, aber die gibt es überall und das ist nicht der wesentliche Punkt, der in der Schwäche des Paradigmas liegt, welches die heutige Naturwissenschaft zelebriert. Nicht jeder Versuch zu einer Alternative ist sinnvoll, aber es ist sinnvoll, nach Alternativen zu suchen. Sie könnten mal im Internet schauen unter meinem Namen nach einem Artikel "Book Review: Edward O. Wilson. 1998. Consilience: the Unity of Knowledge. Alfred A. Knopf, New York". Das habe ich vor mehr als 20 Jahren geschrieben und es wird seit einiger Zeit in der scientific community ziemlich intensiv diskutiert.
Mit bestem Gruss
Alec Schaerer

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...zum Einstieg "zottelige Haare" und ein Batik-Shirt und später der Satz
"Zwar gibt es diverse Anknüpfungs­punkte zwischen Natur­heilern und Neonazis, zwischen Antisemitinnen und Verschwörungs­ideologinnen, zwischen Globalisierungs­kritikerinnen und «Lügenpresse»-Rufern."
und obendrauf eine fundierte Alyse über die Verwendung von MMS...chapeau,
you make my day

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Frau J. fragte sich gestern in dieser Diskussion (siehe weiter unten), warum sie für einen Beitrag „kein Upvote geben kann, ohne dass der Downvote-Zähler gleichzeitig mit hochspringt.“
Jetzt bin ich aber froh, dass ich nicht die einzige bin, der so etwas aufgefallen ist. Meine Wahrnehmung deutet jedoch darauf hin, dass der gegenläufige Zähler meist erst zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang aufholt. Verschwörungsmythos? Wie geht es Ihnen, den anderen „Verlegerinnen“, damit?

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Vielleicht darf ich aus der Techniker-Ecke dazu noch ein bisschen Erhellendes beitragen, um den Verschwörungsglauben zu entkräften: Grund ist nachweislich ein technischer. Besonders bei frischen Kommentaren können, während Sie noch lasen, bereits Verlegerinnen ein Votum abgegeben haben. Ihr Votum holt dann vom Server den aktuellen Stand ab (inklusive Ihrer Stimme).

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Kann man sich auch ganz ohne Verschwörungsglauben fragen. Ist ja nicht die einzige Ungereimtheit an diesem Votingsystem. Aber merci fürs Nachdoppeln und die Antwort.

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A. C.
Märchentante*onkel
·
· editiert

Die ganze Diskussion hier wirft einige grundsätzliche Fragen zur redaktionellen Ausrichtung der Republik auf. Es ist vermutlich normal, dass ein junges Medium Spannungen ausgesetzt ist. Wohin gehört es? Wem gehört es? Was will es erreichen? Ich denke, es ist mehr als nur ein Marketing-Gag, dass uns VerlegerInnen die Republik gehört, es ist tatsächlich so, weil wir ja ihr Wirken finanzieren. Ohne uns gäbe es sie nicht. In diesem Finanzieren liegt eine Verantwortung: Wir wollen die Redaktion fördern, wir wollen ihr Vertrauen schenken, wir sollen aber auch grosszügig damit umgehen, dass bestimmte Artikel nicht unseren Ansichten entsprechen. Letztlich macht es die Republik spannender, dass wir uns an bestimmten Artikeln reiben, weil wir nicht der gleichen Ansicht sind. Schreiben wir dann im Forum, was uns an bestimmten Artikeln missfällt, sei es auch nur eine abschätzige Tonlage, ohne jedoch das Kind mit dem Bade auszuschütten. Es wäre öde, wenn die Republik eine online-WOZ wäre, weil es sie ja bereits gibt. Irgendwie hat es die NZZ über die Jahrzehnte gut hingekriegt, auch einfach ExpertInnen in irgendeinem Bereich die Gelegenheit zu geben, fundiert und differenziert zu ihrem Thema zu schreiben. Dass die NZZ aufgrund ihrer politischen Ausrichtung für viele (leider auch für mich) inakzeptabel ist, brauche ich hier nicht auszuführen.

Was hindert uns daran, ExpertInnen einzuladen, sachlich, nüchtern, differenziert, oder auch emotional über ihr Fachgebiet zu schreiben?

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S. P.
neuer Leser
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Als ich den Artikel "Der Malwiederstand" gelesen hatte, hat es mir weh getan. Subjektiv: wie abschätzig wird da mit den z. T. auch sinnvollen Ansichten umgegangen. Nach der Lektüre vieler Kommentare hier und den Redaktions-Antworten glaube ich zu verstehen, dass es Ziel der Republik war, die Vielfalt, Eigenheit, Schwer-Einordenbarkeit des Geschehens zu erfassen zu beschreiben, zu sichten, vielleicht auch, soweit schon möglich, zu bewerten.

Dennoch bleibt Unzufriedenheit mit dem Artikel. Ich persönlich komme aus der kirchlichen Jugendarbeit in den 80er Jahren, Friedens- und eine-Welt-Bewegung, habe mich da weiterentwickelt und verbinde heute zweierlei: im Blick auf das Außen, Gesellschaft, Politik, bin ich Kapitalismus-Gegner, aber nicht Markt-Gegner, und - wie hoffentlich alle hier - Faschismus-Gegner. Also gemeinsam mit Rechtsextremen ohne klare Abgrenzung von denen auf die Straße zu gehen, das geht gar nicht. Und: im Blick auf das Innen, die Psyche, fühle ich mich verbunden mit der humanistischen Psychologie, der körperorientierten Psychotherapie (Reich, Lowen, Boyesen) und entsprechend distanziert bis ablehnend stehe ich der Schulmedizin gegenüber.

Ich schätze Ideen wie:

  • Gerechtigkeit muss immer wieder aktiv hergestellt werden

  • Eigentum hat nur seinen Sinn, wo es der Kreativität, der Gestaltung dient

  • Eigentum, das zu groß ist und zur Machtausübung dient, ist illegitim

  • Frieden zwischen Völkern geht analog wie Frieden zwischen einzelnen Menschen und wie Frieden mit mir

  • Gefühle und Körperverfassungen hängen zusammen, sind analog

  • Hinter den sichtbaren Geschehnissen gibt es eine Schicht, die vom System her zu verstehen ist (im Sinne von systemisch, Familien-Aufstellungen, Aufstellungen anderer Gruppen, Zusammenhänge), die gefühlt wahrgenommen werden kann

  • dies und anderes entzieht sich der Vernunft

  • es gibt ein Sterben und Wiedergeboren-Werden und eine Wirkung des Geschehenen

  • Krankheiten haben ihren Sinn, zeigen mir etwas. Wenn ich dies verstehe, kann ich sie am leichtesten loslassen

Und nun lese ich Sätze in dem Artikel, die bei einzelner Betrachtung ganz ok sind, aber doch als Diffamierung rüberkommen. Zwei Beispiele: "Stark vertreten ist ein alternatives, esoterisches und globali­sierungs­kritisches Milieu." "Zwar gibt es diverse Anknüpfungs­punkte zwischen Natur­heilern und Neonazis, zwischen Antisemitinnen und Verschwörungs­ideologinnen, zwischen Globalisierungs­kritikerinnen und «Lügenpresse»-Rufern."

Da der Artikel ja recht kritisch ist gegenüber den Menschen auf jenen Demos, kommt bei mir eben nicht nur an: Stark vertreten sind xy, sondern: diese problematische Demo, diese problematischen Menschen sind xy. Und dann fehlt eine Differenzierung. Unter der Überschrift Esoterik gibts viel Unsinn, aber auch viel sinnvolles. Siehe oben. Aber der Unterschied wird im Artikel nicht gemacht, nicht mal versucht. An anderer Stelle, im Rahmen eines Zitats (von dem sich die Autorin keineswegs distanziert): steht dann: "sowie die Idee, Krankheit sei eine Prüfung". Ich distanziere mich wie gesagt vom Rechtsextremismus (in dem Kontext steht nämlich das Zitat). Aber hallo: die Idee, dass Krankheit eine Prüfung sei, werden sie in den meisten Religionen wiederfinden.

Mein Eindruck ist da eher, die Republik bewegt sich in dem Rahmen von Vernunft, Machbarkeit, Planbarkeit. Und daher ganz konkret die Frage an die Redaktion: wie halten Sie es mit allem was über das empirisch erfassbare, über Vernunft, Machbarkeit, Planbarkeit, also über den Horizont der Aufklärung hinausgeht? Können Sie dies anerkennen? Ernstnehmen? Stichwörter: systemisches Arbeiten (s.o.), Wiedergeburt, Analogie Körper-Psyche, Sinnhaftigkeit unseres Daseins im Leben, Kreisläufe, Verbundenheit mit der Natur, Beseeltheit der Natur ... bis hin zur Magie.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Die von Ihnen gestellte Frage können wir nicht als Redaktion beantworten. Ganz grundsätzlich: Wir stützen unsere Berichterstattung auf evidenzbasierte Kriterien.

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So wie beispielsweise Goethe in Faust? (Smile).

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S. P.
neuer Leser
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Danke für Ihre Klarstellung.

Bitte bedenken Sie: mit meinen Ansichten stehe ich nicht allein. Es gibt viele Menschen, die der Schulmedizin kritisch gegenüberstehen, die Körper und Seele verbunden sehen, gute Erfahrungen mit Aufstellungen gemacht haben u. a. Das gibt es seit Jahrzehnten. Bitte berücksichtigen Sie dies in Ihrem Blick auf die Gesellschaft.

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Das Problem mit den evidenzbasierten Kriterien ist, dass sie nur begrenzt sinnvoll sind. Sie können keine Gewissheit bieten bei den Fragen des Kontextes, wie Herr P. sie stellt und Frau H. sie auch hat. Es gibt keine empirischen Evidenzen, durch welche sich kategoriale Fehler entdecken liessen; keine Empirie kann die Kriterien zur Beurteilung von Daten liefern. Eine sinnvolle LösunG. K.ann nur auf der Ebene des absolut selbsttransparenten Denkens liegen. Das ist – allen Unkenrufen zum Trotz – möglich. Die Frage ist wer sich dafür ernsthaft interessiert.

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Danke Herr P. für diesen differenzierten Kommentar. Sie sprechen mir aus dem Herzen und ich bin gespannt auf die Antwort der Redaktion auf Ihre Fragen.

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Ja, ein bunter Haufen ist es bei diesen Corona Demos. Aber die Farbe Braun stach halt schon heraus, auch wenn ein Teil der Teilnehmer nicht in dieses Spektrum gehörte. Ich frage mich wie diese dennoch zusammen mit den Bräunlichen demonstrieren konnten.
Noch eine Anmerkung zu den Verschwörungsfantasien. Leider ist die offizielle Kommunikation oft auch von Halbwahrheiten, Inkongruenzen und bewussten Täuschungen durchdrungen, was dann die Entstehung von Verschwörungsmythen begünstigt. Ein in die Jahre gekommener Fall aber exemplarisch ist die Behauptung der US-Behörden, sie hätten Mohammed Attas Pass in den Trümmern des WTC gefunden: ein Steilpass für die wildesten Verschwörungstheorien...

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Ich lese in dem Artikel zwischen den Zeilen die Aussage: "Liebe Leser, geht nicht an diese Demos. Es hat dort böse Leute".

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Ich lese aus dem Artikel: "Unsere Leser würden nie an eine solche Demo gehen."

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D. H.
Naturwissenschaftler
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· editiert
(unsichtbar)
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Anonym
Demonstrierende Pflegefachfrau
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Ärzte, Virologen, Epidemiologen und Wissenschaftler die anderer Meinung sind, habt ihr vergessen in eurem Artikel zu erwähnen.

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Diese “Experten anderer Meinung” sind eigentlich nir relevant wenn sie evidenzbasiert Argumentieren und mit falsifizierbaren Studien anecken. Ansonsten sind sie zwar “vom Fach”, handen aber nicht in der Sphäre wissenschaftlicher Relevanz.
Übrigens: Haben sie schon mal eine wissenschaftliche, peer reviewed Studie gelesen, worin die Autoren von “Fakten” sprechen; Es gibt keine umgangssprachlichen “Fakten” in der Wissenschaft.

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Ich finde es sehr unheimlich und auch gefährlich, dass Rechtsextreme bei der ganzen Sache mitwirken. Was mich aber stört ist, dass immer wieder gern mit dem Finger auf "die" Verschwörungstheoretiker gezeigt wird. Ich finde es wichtig, über die ganze Coronasache diskutieren zu dürfen. Diese Diskussion fehlt mir auch in den Medien. Anstatt zu beschreiben, wie gefährlich die Rechteextremen, Esotheriker etc sind, wäre es für mich interessant zu lesen, was die professionellen Journalisten denn konkret zu gewissen Themen denken! Zum Beispiel dazu, welche Gefahren und Chancen es in der Beziehung zwischen Bill Gates und der WHO gibt?!

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Christof Moser
Chefredaktion
·
· editiert

Zunächst einmal haben wir uns darauf konzentriert, die Risiken zu beleuchten, die unsere Regierungen in Europa im Wettlauf um einen Impfstoff eingehen. Das ist aktuell viel relevanter für uns als Bürger als die WHO.

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Da bin ich anderer Meinung. Es hat ja einen deutlichen Zusammenhang!

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Anonym
Srp
·
· editiert

Demonstrant:

«Wer kritisch hinterfragt, wird als Verschwörungstheoretiker diffarmiert!»

Journalist:
Hinterfragt kritisch, dass

  • sich unter den Veranstaltern einschlägig bekannte Rechtsextremisten befinden

  • in der Telegram-Gruppe auch Holocaustleugnung nicht widersprochen wird

  • eine Grussbotschaft Xavier Naidoos unter den Mitgliedern bejubelt wird

  • an den Demos krude Thesen über "Zwangsimpfung", "NWO", Bill Gates etc verbreitet werden
    ...

Demonstrant:
Bezichtigt den Journalisten, "nicht kritisch" zu sein, bzw. eine "NATO-konforme Agenda" zu verbreiten.

Soviel zu diesen Leuten und ihrer Vorstellung von "Kritik".

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Ach das finden Sie so wichtig, jetzt hab ich kapiert, sorry. Natürlich bin ich mit Ihnen auch hier skeptisch und kritisch in beide Richtungen. Allerdings stellte ich meine Ohren im März 2020 einmal mehr auf (Bericht von Hulsey et al.). Ich werde dieser Entwicklung weiter folgen, ohne irgendeinem Dogma anzuhängen.

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M. R.
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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(Ich nehme an, ihr Post bezieht sich auf diesen Thread.)

Natürlich ist das wichtig. Dies war schliesslich die Ausgangsfrage. Sie lautete, ob das Misstrauen gegenüber den Einen das Vertrauen gegenüber den Anderen impliziert und ob Kritik nur in die eine Richtung gehen kann.

Gut zu hören, dass Sie ebenfalls den Aussagen «9/11 was an inside job» und «WTC7 wurde gesprengt» keinen Glauben schenken, sondern kritisch beurteilen. Und damit auch die «Methode Ganser» kritisieren, die scheinbar «nur fragt» – aber mit Gansers Aussage «WTC7 wurde gesprengt» nun ebenfalls explizit als «Verschwörungsmythos» zu bezeichnen ist.

Inwiefern ihre Beschreibung der Menschen als «bunter Haufen», der «potentiell Manipuliermasse» sei, welche «Bestätigungswissen» aufsitze, nicht «spöttisch» sein soll, müssten Sie uns ebenfalls noch verraten.

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Ja, auf diesen Thread, könnten Sie das bitte für mich aufräumen? Danke!
Korrektur: Das war IHRE bohrende Frage, Nicht DIE AUSGANGSfrage.
Wer ist „uns“? — The Royal WE?
Ich habe noch keinen Grund, Ganser zu kritisieren, warte einfach was noch kommt.. Ich möchte ihn nicht missen, halte seine Fragen so gut aus wie die Ihrigen.
Entsprechend wohlwollend erwähnte ich „die neuen Blumenkinder“, nicht nur den offensichtlich auch mit mühsamen Zeitgenossen durchmischten bunten Haufen. Den wir dennoch ernst nehmen müssen. Null Geringschätzung! Freude an bunter Demokratie.
„Bestätigungswissen“ bezog ich auf mich selbst. Ganser sagte MIR damals nichts Neues in jenem Buch. ‚Aufsitzen“ und Spott kamen nicht von mir.
Lieber Herr R., ab jetzt bitte kategorisch nur noch mündlich. Der Draht zwischen uns läuft sonst heiss vor Reibungsverlusten. Es geht auch entspannter.
Grossen Dank!

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Herr R., diese FormulierunG. K.önnte von Ihnen sein: "keinen Glauben schenken, sondern kritisch beurteilen" :-) ... In unserem Philosophie-Seminar, vor gefühlten 40 Jahren, konnten wir auf einen solchen Satz-Ausschnitt ohne weiteres eine ganze Stunde verwenden ...

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Hoppla! 239 Kommentare im Dialog. Habe mich diagonal durchgeklickt ... und mir fiel auf, dass oft ganz schnell (Hick-Hack) auf Beiträge geantwortet wird mit Formulierungen wie "ich erachte das als falsch" oder "als grundlegend falsch". Ich möchte gerne daran erinnern, dass wer anders denkt, nicht automatisch falsch liegen muss.

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D. M.
72, viermal ex-Beruflerin
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Was? diagonal durchgeblickt und eine Quintessenz gefunden/formuliert? Wow! Wie haben Sie das geschafft? Zum Glück gibt es (so hoffe ich es wenigstens, bzw. hoffe darauf, dass meine Wahrnehmung nicht ganz falsch ist) unter den Republik-Lesenden und v.a. -Machenden, auch noch ein paar weniger "Sportliche"?!

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Was ein Buchstabe so ausmachen kann!
D. M. : k vs. b. :-(
P. H.: i vs. y ;-)

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... ein gutes Beispiel für Sabin Balli's explizite oberflächliche Einsicht, D. M. :-)
... wie eben dies hier auch ;-)

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malwiederstand /malwiderstand. hab ich da ein wortspiel verpasst ?

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D. M.
72, viermal ex-Beruflerin
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Verpasst haben Sie gar nichts. Es ist mit dieser Wort-Kon-Stellation wunderbar, auch immer wieder noch einmal neu zu "spielen?", formen, tun. Jedenfalls hilft mir das, wenn ich mit der Flughöhe, die hier manche Kommentare und Auseinander-Setzungen erreicht haben, nicht mehr mitkomme, neu gewöhnlichen Wort-Boden zu gewinnen.

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Sicher werde ich die Republik nicht kündigen. Schon darum weil ernsthafte Bemühungen da sind, faktengetreu und respektvoll zu berichten.

Dies ist in " Der Malwiederstand" sicher nicht vollumfänglich gelungen. Wie könnte der Artikel sonst soviel Bitterkeit und Enttäuschung auslösen?
Die Mischung von Stimmungsbild und Information scheint mir hier ungeschickt gehandhabt.

Das Gedankengut von manchen der Demo-Teilnehmer und Organisatoren und vor allem die Art wie das Gedankengut verbreitet wird, finde ich sehr besorgniserregend. Gut darüber mehr zu wissen!

Die Art wie Aussehen und Benehmen von gewissen Demonstrantinnen jedoch beschrieben werden, finde ich unnötiG. K.ränkend.

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Ich sehe nicht, wie der Schluss “Enttäuschung & Bitterkeit” —>” Artikel ist nocht faktenbasiert” , richtig sein kann.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Danke für Ihren differenzierten Kommentar.

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vielen dank mario leimbacher für ihre stellungsname. genau aus diesem grunde werde auch ich die republik nicht weiter abonnieren.
schade, ich hatte freude teil einer zeitung zu sein, welche recherchiert und informiert, aber dieser artikel und auch jene von herrn binswanger sind es dass ich diesen eindruck nicht mehr habe.

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„Abgrenzung, Vereinfachung und Relativierung“

Schon vom ersten Tag an war der Auftritt der „R“ geprägt von Selbstbewusstsein und Arroganz. „Wir brauchen zwei Millionen, darunter machen wir es nicht“, so tönte es ungefähr, und „wir legen jedes Wort auf die Goldwaage…“, oder „wir sind stolz darauf, eine Redaktion zu haben, die mit der eisernen Einhaltung journalistischer Handwerksregeln erfolgreich ist.“
Das Konzept und die Haltung gefielen mir, darum war ich als Abonnent von Beginn an dabei. Der clevere Marketinggag, die Abonnenten als Redaktionsmitglieder zu bezeichnen, schmeichelte mir wie vermutlich den meisten „Geldgebern“.
Da ich noch vor zwei Jahren mit der „Zeit“, dem „Tagi“, der „NZZ“ und zeitweise der WOZ“ medial überflutet war und darum nur selten ausgesuchte Artikel der „R“ las, war meine Mitgliedschaft eher symbolischer Natur. Nun bin ich abstinenter geworden und beschränke mich als Abonnent auf zwei der erstgenannten Medien und kam in den letzten Monaten öfters dazu, in die „R“ zu blicken und sogar ab und zu einen Artikel zu kommentieren.
Dieser Brief ist eine private Standortbestimmung und Differenzierung meiner eher oberflächlichen Kommentare, denn die Medienlandschaft hat sich in den letzten Jahren so radikal verändert, dass ein einfacher, traditioneller Medienkonsum nicht mehr verantwortbar ist. Wer nur seine Meinung bestätigt haben will, kann sich Medienkonsum sparen. Zudem hat sich mein Budget so verkleinert, dass ich mir symbolische Mitgliedschaften nicht mehr leiste. Wenn ich für ein Medium bezahle, will ich nüchterne und sachliche Information, Aufklärung die in die Tiefe geht und die ich auf anderem Weg nicht erhalte. Ich brauche keine Bestätigung meiner politischen Haltung. Ich erfahre alles über andere Plattformen, wenn nötig, nur muss ich dann eine massive Filtrierarbeit leisten, damit das Sachliche und Nüchterne übrigbleibt. Oft bleibt nichts übrig, aber das ist sowieso wesentlicher Teil privater journalistischer Arbeit. Mit ein wenig Routine und politischem Gespür erhalte ich innert Kürze die nötigen Informationen zu Personen oder Aussagen, um sie einordnen zu können. Ich lese einen Artikel zu einem brandaktuellen Thema, recherchiere zum Autor und erhalte innert Sekunden dutzende Informationen zu seiner Vergangenheit und seinem Umfeld, unter anderem beispielsweise, dass er vor Jahren in einem AFD nahen Organ eine Aussage gemacht hat, und schon ist klar, dass er von einem wesentlichen Teil der Medien und sicher auch von der „R“ in die Tabuzone gerückt wird. Für oberflächliche Infos über KENFM, den Rubikon, die Köppelsche Weltwoche und unzählige andere der „alternativen“ Medien brauche ich die „R“ nicht.
Die journalistischen Mechanismen sind so offensichtlich.
Ich nehme nun den aktuellen Artikel „Der Malwiederstand“ von Anina Ritscher zum Anlass, meine Standortbestimmung zu präzisieren.
Der Artikel hat mich geärgert und ich habe vorschnell einen kritischen Kommentar gepostet ohne genauer zu wissen, was den Ärger ausgelöst hat. Das hole ich nach.
Im Artikel erkenne ich drei Hauptaussagen, resp. Methoden, teil versteckt, teils offensichtlich. Das sind

  • Abgrenzung

  • Vereinfachung

  • Relativierung
    Wesentliche inhaltliche Aussagen zu den „Coronarebellen“, wie der Titel verspricht, werden für gut informierte Leser keine gemacht. Der Artikel liefert nicht, was ich von einem mitfinanzierten Medium erwarte.
    Die Autorin will sich deutlich abgrenzen von den Menschen, die gegen die Corona-Massnahmen protestieren. Vergleichbare Artikel der „R“ der letzten Wochen belegen, dass es eine Position der ganzen Redaktion ist. Die Abgrenzung geschieht einerseits durch politische Zuordnungen. Der Begriff der „Rechtsextremen“ fällt häufig und die Nähe vieler Gruppierungen zur rechten oder antisemitischen Szene wird behauptet. Dagegen seien sicher keine Linksautonomen oder feministische Gruppierungen aktiv. Wie kommt die Autorin zu dieser Information?
    Diese Zuordnungen sind nur stellenweise nachvollziehbar. Sie prägen aber durch die Häufung der Aussagen ein Stimmungsbild dieser „Coronarebellen“, das erstens als Gesamteindruck nicht belegbar ist und zweitens im Text selber an anderen Stellen wieder relativiert wird.
    Mit dieser politischen Zuordnung wird einerseits die Position der Autorin definiert, andererseits die Positionierung der „R“. Was sich jedoch nicht eindeutig politisch zuordnen lässt, so eine der Aussagen, wird als „politisch entleert“ deklassiert.
    Aus dieser Positionierung heraus geschehen jedoch offensichtliche Unterstellungen und Vereinfachungen. Es werden apolitische Gruppierungen beispielsweise im Gesundheits- oder Ernährungsbereich ohne Belege rechten Gruppierungen zugeordnet. Die Autorin sucht gezielt die Zusammenhänge und Verbindungen um ihre Positionierungen zu festigen.
    „Doch die Wider¬sprüche sind kleiner, als sie zunächst scheinen. Was verbindet diese Menschen?“
    Es ist naheliegend, dass es in allen wie auch immer gearteten Gruppierungen Idioten gibt, auch in linken Journalismuskollektiven. Wer also sucht, wird sicher fündig. Impfgegner, Vegetarier, Grüne und alle möglichen Phantasten, die sich mit ihrer Präsenz an diesen Demos outen, werden mit prägnanten Sätzen so in denselben Topf geworfen, dass man eine Verschwörung dahinter vermuten muss.
    „Teilnehmende dort wie hier haben kaum Berührungs¬ängste, was Rechts¬extreme angeht.“
    „Youtuber und Quacksalber kultivieren die ideologische Melange der «Corona Rebellen» seit Jahren“
    „Sie verfolgen das Ziel, ihre Weltdeutung zu verbreiten.“
    Diese Zuordnungen und Klassifizierungen einzelner Personen und Gruppierungen könnten spannend sein, wenn sie differenzierter und ausführlicher belegt worden wären. In diesem Fall würde es aber viel komplizierter, denn es gibt rechte wie linke Vegetarier, es gibt linke wie rechte Umweltschützer, es gibt linke wie rechte Impfkritiker. Es gibt sogar linke Linke und rechte Linke. So eine Recherche würde vermutlich das offenliegende Weltbild und politische Reinheitsideal der „R“ zu stark verunsichern.
    „Zu den Verschwörungsideologien kommen bei den aktuellen Demos die Impfgegner. Auch ihre Argumentation ist anschluss¬fähig für rechte Positionen, so Peter Bierl“.
    Der kurze Abschnitt mit diesem Satz war ein Auslöser meines Ärgers, denn ich könnte ein Impfkritiker sein. Verdammt, ich bin auch ein Grüner, sogar Parteimitglied. Bin ich jetzt auch Faschist? Bin ich damit auch ein Impfgegner? Nur schon die Nennung einer Gruppierung mit einem populären Begriff deklassiert sie. Sprachgebrauch ist Machtausübung. Ich werde leichtfertig in die Nähe Rechtsextremer oder sogar Rassehygienikern geschoben, das ist eine unerträgliche Polemisierung.
    Wir haben uns als Familie jahrelang mit unseren Kinderärzten und über Fachliteratur über die Notwendigkeit und die Gefahren der Impfungen unserer Kinder auseinandergesetzt. Das ist ein komplexes und umstrittenes Gebiet, das selbst unter Ärzten kontrovers diskutiert wird. Wir haben uns selber und die Kinder impfen lassen, wo wir es als sinnvoll erachteten. Ob wir einem Impfzwang bei Corona folgen würden, ist fraglich. Dann würde ich vielleicht auch auf die Strasse gehen. Ein kontroverses und sensibles Thema ist es für uns geblieben, das Verkürzungen und polemische Zuordnungen nicht erträgt.
    Das ist nur eine in einer Auflistung verschiedenster deklassierter Gruppierungen.

Neben diesen Vereinfachungen und Unterstellungen erlebe ich die Beschreibung der einzelnen Menschen bei den „chaotischen“ Demos als erstaunlich arrogant. Die Autorin erscheint wie eine Ausserirdische, die die Niederungen des gemeinen Volkes besucht.
„… jongliert eine Frau im Batikrock
…spielt ein Mann mit zotteligem Haar Querflöte
….sitzt er mit Gitarre auf dem Pflaster¬stein, trällert…
...steht in der Sonne ein Mann in blauem Leinen¬hemd, vor dem Bauch ein Schild…
…schlendert in grüner Funktions¬kleidung über den Bären¬platz….“
Es wird durch diese durch den ganzen Text eingestreuten Impressionen deutlich, dass die Autorin diese Menschen in ihren Anliegen und in ihrer Empörung nicht ernst nimmt, vermutlich verachtet, oder vielleicht vor ihnen sogar Angst hat? Was nicht eindeutig zuzuordnen ist, weckt Furcht.
„…weiterwächst, kann es gefährlich werden…
….ist die Inhalts¬leere die grösste Gefahr..
…das könne in Gewalt umschlagen,…“
Mich erinnern diese Beschreibungen an den hilflosen Umgang der Presse und Öffentlichkeit mit den ersten Hippies vor mehr als 50 Jahren, oder an den Schrecken gegenüber den Punks der 80er Jahre. Wäre es der Autorin lieber, wenn die Coronarebellen wie die Linksautonomen in strategischen Gruppen mit Steinen Fenster einwerfen, von einem Megafongeschrei von So-li-da-ri-tät geleitet, oder im Stechschritt und uniform in eine Richtung marschieren?
Vermutlich haben weder die Autorin noch die Mehrzahl der Redaktion die chaotischen und apolitischen Szenen im Bunker von 1969, die VV’s der 80er Jahre im Volkshaus und das heterogene Publikum an früheren Demos erlebt. Denn dann könnten sie etwas distanzierter, nüchterner mit den „Coronarebellen“ umgehen und sich auch sorgfältiger um die Empörung dieser Menschen bemühen.
Abgrenzung und Vereinfachung bedingen sich häufig. Ich brauche ein Feindbild, um mich selber orientieren zu können und die eigene Position zu klären und zu bestätigen. Und wenn kein Feind sichtbar ist, suche ich dort, wo es am einfachsten geht. Es werden also Zusammenhänge gesucht und ein Feindbild zusammenkonstruiert, wo nichts dergleichen an Gemeinsamkeit vorhanden ist.
Der Text hat einen aufklärerischen Impetus. Er gibt vor, über eine Szene zu informieren und über Gefahren aufzuklären.
„Diese verkürzte Kapitalismus¬kritik ist anfällig für Verschwörungs¬mythen.“
Der Text beschwört somit im Grunde das, vor dem er vorgibt zu warnen, nämlich Verschwörung.
Er liefert, und das wird in den mehr als 200 Kommentaren schon deutlich, einerseits eine simple Bestätigung für alle, die mit der Autorin das Heu auf derselben Bühne haben, die mitklatschen, wenn das hilflose Häufchen auf dem Bundeplatz beleidigt wird. Andererseits enttäuscht er diejenigen, die differenziertere Informationen suchen und sich nicht mit schematischen Positionierungen zufrieden geben.
Was ich der Autorin aber zugute halten muss ist die Auflösung des Feindbildes im Chaos der Erscheinungen und Beschreibungen. Sie relativiert immer wieder mit eingestreuten Bemerkungen die Bösartigkeit der beobachteten Szene, währendem sie ihren verachtenden Blick von oben herab auf sie geworfen hat. Arrogant ist die „R“ geblieben, eiserne journalistische Regeln sind jedoch nur Ideale.

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Herzlichen Dank, Mario Leimbacher. Genau die Qualität Ihres Beitrages würde ich mir von der "R" wünschen bzw. erwarten.

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S. P.
neuer Leser
·

Zitat: "dass die Autorin diese Menschen in ihren Anliegen und in ihrer Empörung nicht ernst nimmt, ..."
Ja, so hab ich das auch empfunden. Sie versucht nicht, den Sinngehalt, der auch drinsteckt, herauszufiltern und zu würdigen.

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P. H.
· editiert

Wow ! - Herzlichen Dank dafür, die Mühe auf sich zu nehmen, dies alles einmal ausführlich auseinander- und in Zusammenhänge zu setzen, die über den Erlebnisbereich der jüngsten Generation hinausgehen. Erfahrung (statt nur Erlebnis ;) macht manchmal schon eine 'Differenz' ...

  • und dies in einer Sprache, die auch wesentlich über "+1"/"-1" hinausgeht;

  • obwohl diese up/down-Skalen immerhin eine nette Show redaktioneller Selbstbespiegelung geben ;-)

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Elia Blülle
Journalist @Republik
·
· editiert

So kann man den Artikel lesen. Das ist Ihre Interpretation. Fair enough. Ich erachte sie als grundlegend falsch. Nur einer Ihrer Nebenbemerkung möchte ich dezidiert widersprechen: Unsere Autorin hat in diesem Text keine Menschen beleidigt.

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Charles Olivier
Lernender
·
· editiert

Doch, Herr Blülle, die Autorin hat Viele beleidigt und mit Ihrem Kommentar unterstützen Sie dies. Lesen Sie bitte den wertvollen Beitrag von Mario Leimbacher genauer. Er spricht offensichtlich vielen aus dem Herzen. Auch mir, denn ich gehöre ebenfalls zu jenen, die sich ein Leben lang dem Erhalt unserer Biospäre und einer gerechten sozialen Ordnung gewidmet haben und dafür sogar auf die Strasse gingen. Auch für nachfolgende Generationen. Das brauchte oft mehr Mut als bloss aus einer noch gut beheizten Redaktionsstube die Meinungen der Leser zu be-urteilen. Wo doch vorerst Respekt vor den Menschen und dann Zuhören angesagt und angemessen wäre.

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B. J.
· editiert

Da stimme ich jetzt nicht überein, Herr Blülle. Eine Interpretation 'grundlegend falsch' zu nennen, scheint mir reichlich anmassend. Eine Interpretation kann mit der eigenen nicht übereinstimmen. Falsch ist sie deswegen nicht. Richtig oder falsch betrifft faktenbezogene Aussagen. Interpretationen sind Meinungen, individuelle Auslegungen: 'so kommt es bei mir an'.
Herr Leimbacher hat, wie ich finde, eine reflektierte und sehr differenzierte Kritik geschrieben, für die er Zeit und Mühe aufgewendet hat. Darin kann man auch Wertschätzung sehen und ein Kompliment, auch wenn der Inhalt kritisch ist. Für etwas, das einem gleichgültig ist, wendet man nicht soviel Engagement auf.
Auf solche Kritiken in ihren Kommentarspalten dürfte die Republik stolz sein, und es wundert mich, wieso ich dafür kein Upvote geben kann, ohne dass der Downvote-Zähler gleichzeitig mit hochspringt.

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D. M.
72, viermal ex-Beruflerin
·

Danke Elia Blülle:)!: ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kreativität und Energie zum Texten, bzw. möglichst wenig Energie-Verlust beim Wahrnehmen unser aller Kommentare, gerade auf dieser Seite! Danke!

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Unglaublich! Aufklärung und Logik haben offensichtlich nichts gebracht, oder es sind Einzelfälle, welche die Medien gerne bewirtschaften und es ist, wie „Büssi“ sagte: Früher hatte jedes Dorf seinen Dorftrottel und heute treffen sich diese im Internet und sehen, sie sind nicht alleine! Bleibt anzufügen, dass diese im Internet offensichtlich abmachen, sich auf dem Bundesplatz zu treffen.
PS: Ist die Erde nun rund oder flach?, oder: Weshalb war bisher noch niemand auf dem Mond? - Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

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D. M.
72, viermal ex-Beruflerin
·

In diesem Punkt ist "Büssi" für mich überhaupt nicht massgebend, im Gegenteil! Mit seiner Allergie wäre er ja ohnehin als Aussätziger deklariert worden und auch zusammen mit uns "In-Sätzigen" im Internet versammelt oder was?- So geht es wohl nicht. Oder doch? was mir nämlich zu denken gibt, ist, dass eine ganze Generation (65-100) erst fast im Vergessen landete, dann vor ein paar Tagen gnädigst mit einem Nebensatz von Herrn Berset wieder "gerne das Sozialleben aufnehmen dürfen/sollen/müssen...", sogar diejenigen, die nicht einmal Enkel hüten!: mein nicht sehr optimistischer Eindruck ist, dass die anfänglich überüberschwängliche Solidarität zwischen den Generationen überhaupt nicht mehr existiert, zumindest sehr gefährdet ist. Das gehört nicht zu diesem Artikel, es kam mir nur gerade eben sehr deutlich in mein Pfingst-Hirn.

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Ja, da stimme ich zu. Meine Generation wird es noch viel schwerer haben. Schon jetzt beziehen Rentner auf Kosten der Erwerbstätigen zu hohe Rentenleistungen und ca. im Jahr 2045 werden zwei Erwerbstätige einen Rentner (auch mich) durchfüttern müssen. Der Generationenvertrag ist zu einer einseitigen Angelegenheit geworden und eine Anpassung verhindert die immer grössere Anzahl Rentner. So werden die Rentner immer mehr als Übel gesehen. Wenn das so weitergeht, werden abwerende Bemerkungen gegenüber Alten bald die Regel sein. Schrecklich! Nun sind gute allgemeinverträgliche Lösungen gefragt. Keine leichte Sache!

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Verzeihung, Herr D‘Angelo, da muss ich kurz was dazwischen rufen: Der sog. „Dorftrottel“ war oft ein Mensch mit geistiger Behinderung, einer über den man sich lustig machen konnte. Die leben heute oft in Institutionen und lustig macht sich schon lange niemand mehr über sie. Die Leute, von denen Sie schreiben, gelten kaum als „behindert“. Sie setzen ihre Intelligenz zur Kompensation ihrer erfahrenen Unbedeutsamkeit, vielleicht von erlittenen Verletzungen oder der Komplexität des Lebens und dieser Welt ganz allgemein ein. Und dabei verrennen sie sich derart, dass sie innerlich vereinsamen und unheimlich froh sind, wenn sie andere treffen, denen es auch so ergeht.

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D. M.
72, viermal ex-Beruflerin
·

Da haben Sie aber die von Markus D'Angelo benutzte Büssi-Aeusserung mit dem Dorftrottel wunderbar geschönt und meiner Meinung nach auch noch zum Schlechten hin "er-klärt". Zum Glück leben Menschen mit Beeinträchtigungen längstens nicht nur in Institutionen, sondern auch mitten unter uns: gesund, vernünftig, kreativ, nützlich mit Freude am Leben und augenblicklich sehr engagiert, mit dem, was jetzt wieder neu möglich ist, Gegenwart zu gestalten! Solche Menschen sind für mich massgebend und diese sind zum Glück in der Mehrheit.

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Von Menschen mit Einschränkungen spreche ich nicht. Mir geht es v.a. um den Kern der Aussage, dass es diesen „Spinnern“ an einem Korrektiv fehlt. Sie sind nicht mehr gezwungen, ihre Meinung in einen Gesamtkontext zu stellen, sondern finden im Internet zwei, drei Gleichgesinnte und fühlen sich so in ihrer Ansicht bestätigt.

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Wer sich selbst mal ein Bild der Demos machen will: Jetzt live aus Stuttgart.
https://www.youtube.com/watch?v=F0V…bcastemail

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D. W.
· editiert

Danke. Wirre Sache, um es mal nett auszudrücken. Livemitschrift für die Republik:

  • Beginnt mit "Ihr seid toll" und Musik.

  • Telegram wird vorgeschlagen durch den Streamer weil alles zensuriert würde. Dann zurück zum Speaker:

  • "Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, ich stelle Fragen." Hach.

  • "Die Bevölkerung wird gespalten."

  • "Wir ersticken vor Schutzmassnahmen."

  • "Lassen Sie keine Zwangsimpfung zu."

  • "Schneller Ausbau der 5G-Technologie..."

  • "Wollen Sie aus uns digitale Zombies machen?"

  • "Wer zuviele Dinge fragt, wird als Verschwörungstheoretiker bezeichnet"

  • "Ich kann nichts dafür, ich sehe keinen Extremisten vor mir."

  • "Wenn ich gehört habe, "Klimaleugner" bin ich zusammengezuckt" [wegen holocaust] "wer will schon ein Leugner sein".

  • "In dem Begriff Hygiene ist die Suggestion, dass wir schmutzig sind. [...] dass uns Politiker zeigen müssen, wie wir Hände waschen - das ist eine Erniedrigung."

  • "Wer eine Maskenpflicht anordnet oder verlängert, tut dies im Wissen, dass diese Masken gesundheitsschädlich sind!"

  • "Die atmen die ganze Zeit verbrauchte Luft ein." (Anmerkung: 🤣🤣🤣🤣)

  • "Maskenpflicht ist eine Nötigung und ist strafbar."

  • "Ich habe auch wirtschaftliche Ängste. [...] dass es bergab laufen wird."

  • "Umweltschädliche Elektroautos"

  • "Ich glaube nicht, dass es ihnen um unsere Gesundheit geht."

  • "so wenige Infizierte"

  • Der Beweis kann nicht erbracht werden, dass die Massnahmen etwas gebracht hätten]

  • Schadensersatzklagen

  • Fragen Sie sich bitte weiter: [...] Was passiert mit den Kindern

  • "Merkel hat die NWO Neue Weltordnung als notwendig programmiert"

  • "Wir fragen lediglich"

  • "Wir sind ganz sicher keine Antisemiten"

  • Sieht keine politischen Richtungen rechts/links

  • "Wir wollen eine Möglichkeit, unsere Zukunft selbst zu gestalten."

  • Zitiert Elon Musk, das sei "Faschismus"

  • Frieden, Freiheit, vom Schöpfer gegebene Selbstverantwortung

  • Cut zum Streamer, ist so wie ich verstehe ein Restream mit zwischenzeitlichen Kommentaren. Der eigentliche Kanal ist hier zu finden: https://www.youtube.com/channel/UCX…QeMChYo42w
    _

  • Musikintermezzo
    _

  • Grussbotschaft via Video von Rüdiger Dahlke, "ganzheitliche Medizin" und so https://de.wikipedia.org/wiki/Ruediger_Dahlke

  • Kein Ton

  • "Kann nicht selbst kommen wegen Grenzschliessungen"

  • Lebendigkeit, Aufwachen

  • "wir müssen bei uns anfangen"

  • "*Einheitsmedien"

  • "Ausgrenzen als "Verschwörungstheoretiker"

  • "Diffamierung als Schwäche: Das ist Projektion." (Anmerkung: "I know what you are, but what am I?")

  • Meditieren, in sich gehen

  • Grundgesetz ist wichtig, stolz sein

  • Urvertrauen, Einheitserfahrungen

  • Yoga, Tai Chi, Qigong... Geist und Körper verbinden

  • "Da ist immer ein Virus da, wir können die Wirtschaft doch nicht jedes Jahr an die Wand fahren."

  • "Dieses Jahr war es von der Sterblichkeit viel weniger als vor ein paar Jahren."

  • Vitamin D als Faktor für Gesundheit (Anmerkung: hier scheint er zumindest recht zu haben)

  • Bezeichnung von Vitamin D als Hormon D, Eso-Geschwurbel

  • "Ich nehme einfach nicht Teil an Grippewellen."

  • Pflanzliche Nahrung ist besser. (Anmerkung: hat er auch recht 🤣)

  • Fasten als Heilung

  • "Drosten mit seinem Killervirus"

  • Pflanzliche Nahrung ist besser.

  • "Wir können ein Weltwunder bewirken."

  • Massentierzuchthäuser, Milliarden Tiere werden gequält.

  • Medikamente sind böse.

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  • "Nächste Demos":

  • "Ich habe für den 7.6.2020 Grossdemo Leonberg 50'000 Personen angemeldet."

  • Rudolf Steiner, Waldorfschule

  • "Spirituelle Aktionskunst"

  • Freiheitsvirus, die ganze Welt soll uns sehen

  • "Die Welt wartet auf uns."
    _

  • "Zeigt, dass ihr das ganze auch würdigt"

  • "Rudolf Steiner hat in Stuttgart vor 100 Jahren angefangen"

  • "Lasst uns miteinander tanzen"

  • Musikintermezzo, Leute tanzen.
    _

  • Cut zum Restreamer "Bittel TV" aus der Schweiz

  • Spielt Video aus der Schweiz ein in den Stream ein, zu den Mahnwachen aus der Schweiz: https://www.youtube.com/watch?v=QTddivLLEhM

Mein vorläufiges Fazit nach 30min: Das sind gutartige Spinner, meinen es nicht böse.
Da ist etwas für jeden dabei, gleichzeitig gibt es im Streamchat ganz klar Leute, die gewisse Einlagen peinlich finden (Fleisch, Tanzen). Sofern es in der Schweiz ähnlich zugeht, blendet der Artikel der Republik den esoterischen Krimskrams extrem aus.

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Sie waren nicht vor Ort, ich auch nicht. Ihr Protokoll der Tonspur beschreibt nur einen Aspekt der Versammlung. Welche Transparente wurden gezeigt? Auf welche Aussagen wurde wie reagiert? Über all dies und viele weitere Details sagt ihr Protokoll: nichts. Es ist also im besten Fall einfach oberflächlich, daraus Schlüsse zu ziehen. "Gutartige Spinner, die meinen es nicht böse". Ach ja? Tönt für mich in etwa wie der Hundehalter, der 5 Sekunden, bevor sein Köter zubeisst, noch gesagt hat: "Keine Angst, er will nur spielen"

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D. H.
Naturwissenschaftler
·

Danke für diesen hintergründigen und differenzierten Artikel - auch mit dem sperrigen Titel kann ich leben. Was mich freut sind die regen Stellungnahmen der Redaktion in dieser Diskussion - weiter so!
Ein winziger Kritikpunkt: Wissenschaftlich ist die Beschreibung von MMS als "hochgiftiges Chlorgemisch" oder "Chlorlösung" nicht korrekt. Es handelt sich um eine 28%ige Lösung von Natriumchlorit NaClO2 (nicht zu verwechseln mit Natriumchlorid, NaCl!) die durch Zugabe von Säure bei tiefem pH-Wert zu Chlordioxyd (ClO2) und Natriumchlorid disproportioniert. Chlordioxyd ist ein industriell massenhaft genutztes Bleichmittel (Trinkwasser, Abwasseraufbereitung, Zellstoffbleiche, in den USA auch zur Entkeimung von Geflügelfleisch "Chlorhühnchen"), das aber eben gerade KEIN molekulares Chlorgas (Cl2) enthält und deswegen in vieler Hinsicht der Chlorbleiche mit vielen toxischen Nebenprodukten überlegen ist.
Für den Menschen ist Chlordioxid trotzdem hochtoxisch (Kategorie 4), es wirkt ätzend auf Augen, Haut und Atemwege und kann irreversible Schäden und den Tod verursachen.
10 min Wikipediarecherche hätten dafür genügt und damit wären Sie auch wissenschaftlich auf der sicheren Seite...
freundliche Grüsse

Daniel

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Merci für den Kommentar. Ich habe das Richtig verstanden: «Chlorgemisch» impliziert, dass die Mischung Chlorgas enthalten würde?

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D. H.
Naturwissenschaftler
·
· editiert

Lieber Herr Fuchs,
"Chlorgemisch" ist eigentlich kein sinnvolles Wort - es sei denn sie würden auf die Isotopen 35Cl und 37Cl anspielen. Auf jeden Fall erweckt es den Eindruck, als würde es um Chlorgas gehen (Assiziationen zum 1. Weltkrieg, Cl2-Einsatz in Ypern etc.) oder eine wässrige Lösung von Cl2 - beides ist nicht in MMS enthalten.

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Lieber Herr H.
Sie haben vieles berichtigt, aber Ihr Satz, wonach Natriumchlorit NaClO2 "durch Zugabe von Säure bei tiefem pH-Wert zu Chlordioxyd (ClO2) und Natriumchlorid disproportioniert" ist sehr seltsam. Da fehlen noch einige wesentliche Details. Vielleicht werden die Zusammenhänge hier klarer:
https://lbry.tv/@Kalcker:7/100-Covi…Aememi-1:2
Über 100 geheite covid Patienten mit CDS von den Ärzten der AEMEMI in Ecuador
Es geht überhaupt nicht um die direkte Anwendung von Chlordioxid, das tatsächlich hochtoxisch ist. Das MMS wird oft - auch in Wikipedia - ungenau beschrieben.

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D. H.
Naturwissenschaftler
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Sehr geehrter Herr Schaerer,

doch genau darum geht es. Bei der "Aktivierung" von MMS entsteht das hochtoxische Chlordioxyd in wässriger Lösung. Wenn Sie da andere, belastbare Informationen haben, dann lassen Sie uns das gerne wissen. Die website die Sie angeben ist eine pseudo-wissen-schaftliche Werbung für Chlordioxid der übelsten Sorte. Die Vertreiber von MMS wurden von den Strafverfolgungsbehörden verschiedener Länder u.a. wegen Quacksalberei und Verabreichung nicht zugelassener Arzneimittel verurteilt und auch des BAG hat eine dringende Warnung erlassen (letzter Update am 15.3.2011). Leider wird diese Strafverfolgung nicht mit der Härte und Konsequenz geführt, die ich mir in so einem Fall von skrupelloser Bereicherung auf Kosten der Gesundheit einiger Einfaltspinsel wünschen würde.
(Quellen siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Natri…Verwendung)
mit freundlichen Grüssen

D. H.

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D. M.
72, viermal ex-Beruflerin
·

Gerne möchte ich an dieser Stelle einmal nachfragen: Gibt es unter den Republik-Verlegenden, Lesenden... einige, die sich auch am Abstimmungskampf 2013 beteiligt haben? So ganz anders scheint mir das Gewusel ja nicht zu sein-oder? Damals (und auch schon bei früheren Themen) galt: möglichst alles wahrnehmen aber dann: bewusst auch "sein lassen". Da ich mich als Doppel-Risiko aus reiner Vernunft für mich und meine Nächsten strikt an das "Bleib Zuhause" gehalten habe, kann ich allerdings das Geschehen "Jetzt" nicht "körperlich" wahrnehmen und quasi einigermassen sinnvoll vergleichen. Ich bin also (auch) auf diese Art Berichterstattungen angewiesen. Danke!! Im übrigen bin ich hier "at home" Anlaufstelle für einige Freund*innen und Verwandte meiner "Enkel-Generation", die in Bern leben und eigentlich eher darum bemüht waren/sind, mit allerlei Aktionen ihr Aussenleben, ihre Lebensfreude wieder anzukurbeln. Unter ihnen ist eine Gruppe von gehörlosen Menschen, die die Gunst der Stunde (das heisst, dass jetzt Art, Weise, Sinn von Gebärdensprache so deutlich vor aller Augen geführt wurde) nutzten, um in Bern rundherum Übersetzungen der Geschehnisse weiterzugeben. Zweimal wurde ich um die Bedeutung von Bibelstellen gefragt (offenbar wurde BR/BAG mit dem Galaterbrief "Ihr seid zur Freiheit berufen" kritisiert); mehrmals durfte ich wie eine richtig "alte Schachtel" reagieren: "aber so etwas gab es schon früher, macht Euer Ding weiter, sucht doch bitte nach Menschen, Aktionen, die anders sind, die mehr an Vielfalt, Farben, neuen Möglichkeiten suchen". Worauf sich einige am "Mal-wieder/wider-Stand" (mit grosser Freude an allen Wortspielen und Wortrealitäten beteiligten, wie übrigens schon im letzten Sommer anlässlich der Frauendemo und der Klimademo, nur damals mit sehr viel mehr Menschen (eben auch mit unsereins). Also, der langen Rede kurzer Sinn: ich hoffe immer noch auf das neue, andere, aber mindestens so spannende Aufleben der Kreativ-Ideen von 2019 im 2020!; freue mich wieder neu, auch davon zu hören/lesen, denn dass wir ü70... alle gerade nicht so direkt körperlich teilnehmen können/wollen, bzw. noch an neuen Formen von Demo herumdenken, ist schwierig.

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M. R.
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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· editiert

Weitere (frei zugängliche) Artikel zu den «Corona-Rebellen» in der Schweiz:

Was mich etwas irritierte an «Der Malwiederstand» ist die signifikante Abwesenheit der Zeitschrift «Zeitpunkt» unter der Ägide von Christoph Pfluger. Magazin wie Person sind massgeblich am Framing der Pandemie und Organisation der «Mahnwachen» beteiligt, inkl. Aufrufe über Soziale Medien, Adresslisten lokaler Koordinator*innen, Telegram-Gruppen usw. Vergleiche dazu den frei zugänglichen Artikel «Der ‹Corona-Verharmloser›: Christoph Pfluger und die Kritik an seinen streitbaren Aussagen» (sz, 3.4.2020).

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D. M.
72, viermal ex-Beruflerin
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Ja, wissen Sie was? Meine Vermutung ist: der hatte selber Angst vor einer Ansteckung! wollte sich womöglich (als Doppel-Risiko) selber "vernünftig schützen"?. Es gibt ja z.B. das "Vorbild" D.T (wobei ich ja eigentlich den hier herum nie nennen wollte, aber halt...), der das aus noch anderen Gründen sehr sehr souverän macht: sich für alle sichtbar exponieren, aber eben eigentlich "unsichtbar schützen". Das Malaria-Mittel anpreisen, selber nicht nehmen, aber als "Versucherlis" nach Brasilien schicken?!

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M. R.
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Kleines Missverständnis. Mich irritiert nicht die leibhaftige Abwesenheit von Christoph Pfluger an einer solchen «Mahnwache», sondern die signifikante Abwesenheit der Zeitschrift «Zeitpunkt» unter seiner Ägide im Artikel «Der Malwiederstand», da er zu den massgeblichen(?) Organisatoren oder Treiber dieser «Bewegung» gehört.

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M. R.
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
·
· editiert

Erstaunlich (nicht) wie sich die Argumentationsmuster malwiederholen. Man vergleiche nur die Diskussion zum letztjährigen Schwerpunkt «Sie fragen ja nur», der aus drei Teilen besteht:

  1. «Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Verschwörungs­theorien» von Mark Eisenegger und Lisa Schwaiger

  2. «Die Methode Ganser» von Michael Butter

  3. «Manipulative Musik» von Thomas Bächli

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Danke für den Hinweis auf alte ähnliche Argumente, Herr R. Wäre ich vor einem Jahr schon „Verlegerin“ gewesen, hätte ich gestern weniger Erwartungen, weniger Illusionen gehabt und weniger Enttäuschung erlebt. Wer den Sündenregister der CIA allein im zwanzigsten Jahrhundert ignoriert und der NATO sowie USA-Strategen wie Brzezinski vertraut, setzt sich natürlich der Gefahr aus, diesen Mächten und ihren Vasallen nur das Beste zuzutrauen. Ich halte mich lieber an Assange und Snowden. Und Merkels Enttäuschung. Das Buch „Illegale Kriege der NATO“ (meine erste Begegnung mit Ganser) hielt für mich schon bei seinem Erscheinen nur noch Bestätigungswissen bereit, nichts wirklich Neues. Ich bin ihm also nicht zum Opfer gefallen, inzwischen aber sicher, dass Ganser auch danach richtige Fragen stellt. Und höre genau und kritisch hin. Danke für Ihr Insistieren.

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M. R.
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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· editiert

Sind Sie der Meinung, dass, wer den Verschwörungsmythen und -Ideologien etwa rund um USA, CIA, NATO misstraut, diesen dadurch gleich vertraut, ja sogar «nur das Beste» zutraut?

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M. R.
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
·
· editiert

Da heuer erneut an das Pfingstwunder gedacht wird, fiel mir folgender Text ein, der letztes Jahr anlässlich des letztjährigen Schwerpunkts zu Verschwörungstheorien «Sie fragen ja nur» verfasst worden ist und mir hier deshalb gut zu passen scheint:

Wenn nun Leute, die VT vertreten, andere auffordern auf sie vorurteilslos zuzugehen, dann müssten diese dieselbe Vorurteilslosigkeit aufweisen. Also keine Vorverdächtigungen und Vorverurteilungen von angeblichen «Feinden» oder «bösen Mächten» (USA, CIA, usw.).

Sondern eine skeptische, selbst-kritische, ergebnisoffene Forschung, bei der das Ergebnis auf signifikanten empirischen Evidenzen und validen (wissenschafts-)logischer Argumenten beruht.

Doch häufig beobachtet man die Gleichzeitigkeit von Skepsis gegenüber offiziellen und medialen Berichten und Gewissheit und Vertrauen gegenüber Verdächtigungen und alternativen Medien. Gegenüber der einen Seite hält man also die Skepsis hoch und gegenüber der anderen wirft man sie über Bord.

Das Problem ist, dass solche VT letzten Endes der wissenschaftlichen Aufklärung von realen Verschwörungen einen Bärendienst erweisen.

Wenn sie also von anderen kritisches Bewusstsein gegenüber offiziellen und medialen Berichten verlangen, dann sollten sie - um nicht selbst in Widerspruch zu geraten und dadurch unglaubwürdig zu werden - dasselbe kritische Bewusstsein gegenüber VT und alternativen Medien haben.

Alles andere läuft auf einen endlosen Grabenkrieg hinaus. Denn auch wenn sie aufeinander zugehen und miteinander sprechen würden, wäre es, als würden beide Seiten zwei «inkommensurable» also unübersetzbare und unvereinbare Sprachen sprechen.

Nur ein Pfingstwunder, wie die Gabe der unverständlichen Zungenrede (Glossolalie) oder plötzlich in fremden Sprachen sprechen zu können (Xenoglossie), könnte die ausweglose Situation (Aporie) noch retten.

Der Schwerpunkt besteht übrigens aus den drei Teilen:

  1. «Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Verschwörungs­theorien» von Mark Eisenegger und Lisa Schwaiger

  2. «Die Methode Ganser» von Michael Butter

  3. «Manipulative Musik» von Thomas Bächli

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Lieber Herr R. - da auch Sie an den methodischen Fragen interessiert sind möchte ich Sie dazu anregen, meine letzte Antwort an Elia Blülle unter dem Thema "Früher hatten wir Religionskriege, jetzt haben wir Paradigmenkriege auf allen Ebenen und in allen Bereichen …" in Betracht zu ziehen. Gern lese ich Ihre Stellungnahme dazu.
So wie die Meinungen jetzt verfestigt sind, steht uns tatsächlich ein endloser Grabenkrieg bevor. Aber mit formalen Forderungen wie Vorurteilslosigkeit und Ergebnisoffenheit lässt sich dem Problem nicht beikommen. Es gibt keine empirischen Evidenzen, durch welche sich kategoriale Fehler entdecken liessen; keine Empirie kann die Kriterien zur Beurteilung von Daten liefern. Eine sinnvolle LösunG. K.ann nur auf der Ebene des absolut selbsttransparenten Denkens liegen. Das ist – allen Unkenrufen zum Trotz – möglich. Die Frage ist wer sich dafür ernsthaft interessiert. Vermutlich sind es nicht jene, die vom Halbdunkel profitieren.

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M. R.
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Wie sähe also «eine sinnvolle Lösung» der Konflikte in der Corona-Pandemie «auf der Ebene des absolut selbsttransparenten Denkens» aus?

  • Wie würde das «absolut selbsttransparente Denken» die Bevölkerung im Allgemeinen und die Hochrisikogruppe im Speziellen schützen?

  • Aufgrund welcher Kriterien würde man sich für oder gegen diese oder jene Massnahme entscheiden?

  • Für und gegen welche Massnahme hätte man sich entschieden?

  • Müsste das «absolut selbsttransparente Denken» nicht auch ein «kritisches Bewusstsein» gegenüber «Verschwörungsmythen - und Ideologien» und «alternativen Medien» sein?

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Ein Mal mehr lese ich traurigen Tribalismus statt Reportage.
Achtung: Verschwörungstheorien sind wie Zombies. Hochansteckend. Darum lese ich hier vom erbitterten Widerstand der Guten, Wahrhaftigen und der Autorität der „Wissenschaft“.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Herr K., Haben Sie gemerkt, dass in diesem Beitrag Demonstranten zu Wort kommen und ihre Perspektiven Platz erhalten?

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A. K.
· editiert

"Ihre Perspektiven" - Sie meinen meine Perspektiven. Nein, Sie massen sich an, meine Perspektive zu kennen. Und danke für das Framing als Verschwörungstheoretiker.
Gerne verweise ich dazu auf einen früheren Beitrag-

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Wie etliche Leser enttäuscht auch mich dieser Beitrag. Würde ich die TAZ lesen wollen.. aber gerade von REPUBLIK würde ich mehr Differenzieren und Analysieren erwarten. Das gilt auch für Reaktionen der Chefredaktion (obschon löblich dass sie sich outet).
Wann immer das Wort „angeblich“ verwendet wird, steckt mehr dahinter, dass weiss inzwischen der kritische, sich in verschiedensten Quellen (ja, Mainstream und anderen) informierende und informierte Leser.
Daniele Ganser ist ein äusserst seriöser Historiker und Friedensforscher, spezialisiert in verdeckter Kriegsführung. Das machte ihn für manche Arbeitgeber zum „zu heissen Eisen“, sie liessen ihn fallen wie eine heisse Kartoffel. Aber seriöse Gegenthesen zu seinen Beobachtungen (u.a. WTC 7, Ukraine-Putsch, illegale Kriege der NATO etc.) bleiben inmer aus, auch in diesem REPUBLIK Beitrag. Wer sich „KenFm im Gespräch“ öfter angeschaut hat, stellt einen sehr hohen, vielseitigen und vielthematischen journalistischen Anspruch der Eingeladenen und der Plattform fest.
Hier in diesem Beitrag stattdessen eine billige Kategorisierung solcher kritischer Denker. Genau das macht jene viel interessanter und glaubwürdig.

Mein Anspruch an REPUBLIK ist höher.

Schöne Pfingsten an alle!

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Elia Blülle
Journalist @Republik
·
· editiert

Herr Müller, Der Witz an Verschwörungsmythen ist, dass man sie nicht widerlegen kann. Das macht sie zu einem so mächtigen Instrument.

Zu KenFm: Der Typ missachtet sämtliche journalistische Standards. Wenn ich so arbeiten würde, fände ich keinen Job mehr bei einem seriösen Medium. Es gibt mittlerweile duzende Faktenchecks, die seine Behauptungen untersucht haben. Zum Beispiel: hier und hier. Sie haben Recht, ich habe auf KenFm auch schon das eine oder andere spannende Gespräch gefunden, das sich nicht um Verschwörungsmythen dreht. Aber: Wenn ich mir in einem Restaurant drei Mal eine üble Lebensmittelvergiftung eingefangen habe, gehe ich da nicht mehr hin, auch wenn die Vorspeise vielleicht ganz ok war. KenFm profiliert sich explizit mit gefährlichen Verschwörungsmythen. Das ist ihr Geschäftsmodell.

Zu Ganser: Nein, Daniel Ganser ist kein seriöser Historiker. Seine Quellenlage ist oft sehr selektiv und dünn. Viele seiner Arbeiten halten eine Methodenüberprüfung nicht stand. Philippe Wampfler hat das hier anhand eines Beispiels sehr gut aufgeführt. Man könnte solche Checks bei duzender seiner Schriften anwenden und käme oft zum selben Resultat.

Unsere Aufgabe ist es, Dinge auch beim Namen zu nennen. Es geht nicht darum, kritische Stimmen zu unterdrücken. Das ist ein grosses Missverständnis. Aber die Zeiten sind vorüber, in denen sich Egozentriker unter dem Deckmantel des Journalismus und der Wissenschaft ungestört mit kruden Mythen Aufmerksamkeit verschaffen, ohne das ihnen jemand dazwischenfährt.

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Wow, von wem sprechen Sie da? Vielleicht von jemandem, der Minuten mit Stunden verwechselt? Die Minuten, welche der Mahnwache auf dem Bundesplatz zugestanden wurden?

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Zu @TeamKenFM und den verlinkten sog. Faktenchecks: Nach einem Ausstieg der USA ist die Bill & Melinda Gates Stiftung an erster Stelle der Geldgeber.

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Ich glaube, dass viele Corona-Kritiker keiner Gruppierung oder Ideologie angehören, sondern, dass sie einfach kritisch gegenüber gewissen Entscheidungen stehen.

  • Als am 11. Mai die Schulen wieder geöffnet wurden, hat das zürcher Volksschulamt abweichend vom BR eine Höchstzahl von 15 Schülern verordnet und die Schulen mussten entsprechende Schutzkonzepte verfassen und einreichen. Folglich hatten einige Schüler nur am Vormittag Unterricht, andere jeden zweiten Tag etc. Warum das zürcher VSA selbstätitg solche Regeln einführt, weiss ich nicht.

  • Das Bauamt Zürich (Lindenhofstrasse) hat während der Corona-Zeit die Planausschreibungen ausgesetzt, aber neue Baugesuche weiterhin entgegengenommen, wie wenn nichts wäre! Der Bund hat verordnet, alle nicht-dringlichen Verfahren zu sistieren, dazu gehören auch Bauplanungen. Trotzdem hat das Bauamt in Eigenregie eine asymmetrische Regelung eingeführt, die zu mehr Aufwand für Baurekurrenten führt, weil bei Wiederöffnung der Planauflage alle Baugesuche auf einmal bearbeitet werden müssen, bei Einhaltung der gleichen gesetzlichen Fristen natürlich!
    Übrigens verlangt das Bauamt aktuell sogar das Hinterlegen der persönlichen Daten, damit die digitale Planeinsicht gewährleistet werden kann. Das geht doch einfach nicht! JEDE Person kann Pläne einsehen, vor der Corona-Zeit war keine persönliche Identifikation nötig und es gibt keinen Grund, dies zu ändern!

Dies sind nur zwei selber erlebte Beispiele, die mir zeigen, dass doch einzelne Personen kreativ sind - und zwar nicht im Guten - und Prozesse zu den eigenen Gunsten modifizieren.
So halte ich es für denkbar, dass trotz "Bundes-Freiwilligkeit"

  • der ZVV vorschreibt, welche Apps auf dem eigenen Smartphone zu laufen haben und ob eine Maske getragen werden muss;

  • dass gewisse Arbeitgeber selbttätig gewisse Impfungen vorschreiben, natürlich "zum Schutz der Mitarbeitenden"

  • viele Geschäfte kein Bargeld mehr akzeptieren
    etc.

Für diese kritischen Gedanken muss man keiner einzigen der im Artikel genannten Gruppierungen angehören.

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Christof Moser
Chefredaktion
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· editiert

Absolut nicht, Herr Dietschi, da muss jetzt sehr, sehr genau hingeschaut werden. Wir versuchen das systematisch (Watchblog) und spezifisch (z.B. schlechte CH-Vorbereitung auf Pandemie, staatliche Impf-Milliarden ohne Auflagen, Ungereimtheiten in Pflegezentren) zu thematisieren. Derart konkrete und rationale Kritikpunkte wie Sie sie nennen finden sich jedoch in der Breite nicht an diesen Demonstrationen, sonst würden wir sie aufgreifen. Es geht allerdings (auch in diesem Beitrag) sowieso nicht darum, einzelne Protestierende und ihre Motive zu delegitimieren, sondern spontane und bereits bestehende Strukturen und ihre Drahtzieher und Wortführer dahinter zu beleuchten. Das ist unsere zentralste Aufgabe als Journalistinnen und das werden wir auch weiter tun – in alle Richtungen.

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Danke Herr Moser für ihr Statement, welches ich unterstütze.
Die "konkreten und rationalen Kritikpunkte" gehen leider unter, wenn Büsser und andere über mögliche Gruppierungen und wirre Aussagen schreiben und bloggen (was ich der Republik nicht unterstelle, damit das auch klar ist).
So möchte ich die Republik motivieren, wie Sie es geschrieben haben, "sehr genau hinzuschauen" und sich auf konkrete Folgen der diversen Gesetztesänderungen und -erweiterungen zu fokussieren, die nun im Rahmen der "Normalisierung" erfolgen.

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Wunsch für ein hohes Diskussionsniveau:
Ich wüsste gern, ob ich mit diesem Thema allein dastehe: Unsere Diskussion gestern uferte aus, und mir selber nahm es den Ärmel rein. Mir kann man aber jederzeit über mein Profil eine persönliche Antwort schicken, während fast alle, denen ich etwas nicht immer für alle Interessantes sagen wollte, nur hier erreichbar waren. Ich meine, so sammelt sich vieles in einem Forum an, das dem hohen Anspruch vieler „Verlegerinnen“ und Redakteure nicht genügt, weil die Diskussion sich ab Zeitpunkt x nur noch im Kreis dreht Ich bitte alle sich betroffen fühlenden Mitmenschen hier zu überlegen, ob sie nicht doch ein Postfächlein mit ihrem Profil verlinken wollen. Dia-log ist nämlich meist viel besser als Marktplatz.

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Anonym
Alternativlos
·

Werfen sie einmal einen Blick auf Hackernews. Dort geht es wie auf dem Bazar zu und her, jedoch wird alles nicht relevante schnell "downgevotetet". So sollten wir es auch in der Republik machen. Es fehlt dann nur noch ein Algorithmus aus dem Verhältniss, up-down-votes und der vergangenen Zeit. Dann sind die hochwertigen Beiträge oben und die weniger relevanten unten.

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D. M.
72, viermal ex-Beruflerin
·

Im Augenblick hätte ich gerne für einige Zeit schlicht und einfach wieder vielfältiges "Marktplatz-Schnuppern": einfach so! Aber danke für die Anregung. Sobald logos wieder ein wenig "Fleisch" wird (könnte ja sein), könnte ich mich wohl für Dia-log-Fächer erwärmen.

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Ihr hattet RECHT - und hattet RECHT - und habt wieder RECHT ...
"Doch die Demonstranten verbindet weit mehr, als es auf den ersten Blick scheint: ihre Informationsquellen. Youtuber und Quacksalber in sozialen Netzwerken und alternativen Medien kultivieren seit Jahren den ideologischen Boden, auf dem der Protest in dieser Krise wächst. Und organisiert werden die Demonstrationen in Chats, in denen auch in der Schweiz offen Rechtsextreme mitmischen – was die wenigsten «Corona-Rebellen» stört. Der Topf, in dem niemand sein will, ist also weniger das Problem als die Mittel und Methoden, wie dieser Topf angeheizt und aufgekocht wird." (Euer Aufmacher)
Um "kritisch einordnen" zu können, brauche ich (am einfachsten nur) einen Topf - und dann schreibe ich über den Topf ... - Diejenigen, die so blöd sind, sich in dem "toxischen" Topf wieder zu finden, sind ja selbst schuld; - sie könnten sich stattdessen ja auch hinter gescheiten Kategorisierungen und undifferenzierten Schmähreden über 'die Anderen' und "ihre Informationsquellen" verbarikadieren.

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Werter Herr Pierrot (oder Herr H.? Macht mich immer ein bisschen unsicher. Was ist der Vor- und was der Nachname?)
Und wo stehen Sie? Ich bin auch ein kritischer Geist und kritisiere gerne und viel, aber dazwischen muss man sich auch zu erkennen geben, sich selber auch angreifbar machen. Sonst wird Kritik zur Abschätzigkeit. Also bekennen Sie Farbe: wo stehen Sie? Was glauben Sie von dem ganzen Gugus, wo sind Ihre Werte, was ist Ihnen wichtig, und wozu bringen Sie sich hier ein?

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P. H.
· editiert

Werte Frau J. (mein Name ist H. ;)
Ihre Nachfrage freut mich sehr - und beschämt mich ein bisschen, weil mir bewusst wird, dass meine letzten Beiträge insofern zu kurz sind, als ich mich zu implizite auf eine lange Diskussion mit der Redaktion der REPUBLIK beziehe.
Dabei geht es mir eben nicht darum, in Sachfragen Positionen zu beziehen und über 'das eine oder andere Lager' ("die Anderen") zu urteilen. Das ist meiner Ansicht nach im Allgemeinen und gans besonders in dieser aktuellen, sogenannten Corona-Krise nicht nur journalistisch nachlässig und ungenügend, sondern für unsere MeinungsbildunG. K.ontraproduktiv und gefährlich, weil es eine gesellschaftliche Spaltung befördert, die natürlich seit geraumer Zeit von unterschiedlichen (populistischen und 'anti-populistischen') Agenten betrieben wird, aber gerade in der aktuell zugespitzten Situation politisch-gesellschaftlich katastrophale Auswirkungen hat.
Leider hat sich die REPUBLIK in ein Fahrwasser gleiten lassen, in dem sie sehr beschränkte und einseitige Positionen allzu unkritisch verbreitet und andererseits andere Positionen gar nicht zu Wort kommen lässt oder allzu leichtfertig disqualifiziert oder diskreditiert.
Warum mich das nicht kalt lässt und um Ihnen zu zeigen, "wo ich stehe", füge ich hier einige (teils mehrfach wiederholte) Zitate aus meinen früheren Beiträgen (Anfang April) ein:

  1. "Noch vor 14 Tagen habe ich eine grössere Aktion bei meinen Bekannten gemacht, um die REPUBLIK zu propagieren, weil ich diese Publikation / dieses journalistische Projekt als sehr differenziert, themenorientiert, tiefschürfend, kritisch/selbstkritisch kennengelernt habe
    Im Rückblick muss ich jedoch feststellen, dass die REPUBLIK in diesem alles beherrschenden Thema nur (und wirklich praktisch nur !) die offizielle, in Blickwinkel und Strategie extrem eingeschränkte, Doktrin nachbetet ! - manchmal ein bisschen aufgeschönt durch pressespiegelartige Übersichten.
    < Braucht es dafür eine REPUBLIK ? Das machen doch schon alle anderen …
    < Ich bin mir wohl bewusst, welche Arbeit und Engagement hinter Euren Publikationen stehen.
    < Aber das genügt in dieser Situation einfach nicht: Noch so ein Organ - vielleicht ein bisschen qualitätvoller …"

  2. "Ich akzeptiere die Massnahmen des Bundes als nachvollziehbar und verhältnismässig bei den gegebenen Umständen (Anfangs April).
    Das ändert aber nichts daran, dass die Massnahmen auf äusserst dürftigen und durchaus fragwürdigen Statistiken und 'wissenschaftlichen' Untersuchungen und entsprechenden Resultaten / Stellungnahmen basieren.
    . Das müsste eigentlich bedeuten, dass diese Grundlagen dringend hinterfragt und durch zuverlässigere Untersuchungen relativiert und verbessert werden.
    Eine Trauergeschichte beim Umgang mit der konkreten Situation der Menschen:
    . Die Behörden beschränken sich absolut auf logistische, seuchenpolizeiliche Strategien und Massnahmen - und dann in der Folge auf Abfederung der extrem einschneidenden Massnahmen
    . Um die Gesundheit der Menschen - aller Menschen - kümmert sich 'keine Sau' !
    . Offiziell gibt es nur KAMPF GEGEN die Krankheit / den Virus - also
    . Niemand spricht (offiziell) von den vielen vielen Möglichkeiten, wie die Menschen mit unterschiedlichsten Mitteln
    < Ich kann die [offiziellen] Generalstabsübungen durchaus nachvollziehen und finde sie persönlich in der CH noch einigermassen angemessen.
    < Was ich nicht nachvollziehen kann, ist diese scheuklappenartige, teils echt menschenverachtende Eindimensionalität sowohl der Massnahmen als auch der zugehörigen Berichterstattung
    < selbst bei der REPUBLIK."

  3. Aber es geht gar nicht darum, jemanden zu verurteilen. Es geht darum, aufmerksam zu werden auf die aktuellen Gefährdungen der Demokratie und des gesellschaftlichen Zusammen­lebens. Es geht um uns, heute!
    Wir bräuchten dringendst eine Diskussionsplattform, auf der wir 'wie erwachsene Menschen(;)' alle Aspekte unserer aktuellen Situation (Corona / Wirtschaft / Politik / Umwelt / Flüchtlinge / Demokratie / ...) differenziert wahrnehmen und mündig auch kontrovers diskutieren könnten.
    Natürlich ist das ein immenser Anspruch - aber ich glaube nicht, dass wir uns als ganze Gesellschaft 'etwas Billigeres' leisten können / sollten.

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Urs Fankhauser
Citoyen
·
· editiert

Eine Kundgebung, wo sich Rechtsextreme wie Fische im Wasser tummeln, ist toxisch. Ist das so schwer zu verstehen? Unbedarfte Leute dürfen dort die Ungeheuerlichkeit verbreiten, der Corona-Notstand erinnere gefährlich an Nazideutschland. Wurde jemand gefoltert? Wurden politische Gegner umgebracht oder ins KZ verfrachtet? Das Ganze ist nicht nur unsäglich dumm, es ist auch eine infame Beleidigung aller Opfer des Faschismus. Müssen wir uns mit solchen "Meinungen" tatsächlich auseinandersetzen? Oder mit dem Narrenzirkus von Aluhüten, esoterischen Verschwörungsaposteln, Impfgegnern und anderen Verwirrten? Wenn sich "normale Bürger*innen" an eine solche Kundgebung verirren, ist das für mich kein Anlass, an der Demokratie zu zweifeln. Viel eher zweifle ich an dieser behaupteten Normalität. Dass Leute wie Gates und Soros Dank ihrer Milliarden zuviel Einfluss haben - geschenkt. Aber daraus antisemitisch geprägte Verschwörungstheorien abzuleiten und von geheimen Weltregierungen zu schwafeln ist auf jeden Fall widerlich und ausserdem auch ziemlich simplizistisch und kindisch. Wenn berechtigte Kritik am Kapitalismus und an der Globalisierung in solche Kanäle umgeleitet werden: gute Nacht. Das Notstandsregime des BR ist nicht risikolos, es darf und muss hinterfragt werden. Dass sich die Bundesversammlung so rasch selbst entmachtet hat, ist diskussionswürdig. Aber solche Fragen möchte ich nicht ernsthaft mit Leuten diskutieren, die ihr Weltbild pfannenfertig aus Kanälen wie KenFM, Russia Today etc. beziehen.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Zitat:
«Diese Medien reklamieren für sich, journalistisch zu sein. Das sind sie aber nicht, auch wenn ihre Produzenten mit journalistischen Mitteln arbeiten. Sie verfolgen das Ziel, ihre Weltdeutung zu verbreiten», sagt der Sozial­wissen­schaftler und Publizist Wolfgang Storz.

Dieser Satz könnte sich genauso auf die sogenannten "Mainstreammedien" beziehen. Vielleicht hat der eine oder andere noch die eine oder andere "Anstalt" Sendung im ZDF präsent, in der die transatlantischen und neoliberalen Thinktanks und ihre Verbindungen oder besser Verflechtungen mit den Chefredaktionen, Politik etc beleuchtet wurden.

Inhaltliche Auseinandersetzung, zB gerade auch mit der zunehmenden Privatisierung der WHO durch eine bekannte Stiftung, wäre vielleicht eine journalistische Aufgabe die mehr Früchte bringen würde als dies Bashing hier.

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Christof Moser
Chefredaktion
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Ich fand diese "Anstalt"-Sendung ausgezeichnet, da bin ich ganz bei Ihnen. Wo ich nicht bei Ihnen bin: Kritik, kritische Auseinandersetzung immer gleich als "Bashing" zu bezeichnen. Das ist m.E. Ausdruck eines demokratiefeindlichen Befindlichkeits-Individualismus. Die Kritik an der WHO bilden wir fortlaufend ab und werden sie bestimmt auch noch vertiefen.

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"Ein Mann mit zotteligem Haar trällert, es prangen Schweizerkreuze, Bier aus Plastik­bechern und es wird "gesäuselt" und nicht gesagt".

Bashing ist vielleicht zu stark, der Artikel ist durchaus auch informativ, aber dieser Stil... würde man so zB von einem G7 Gipfel berichten? Merkel säuselt "Es ist alternativlos" ?
Das Menschen so das Gefühl kriegen es passiere etwas Unheimliches (schon länger) ist da eigentlich völlig normal.

Das Problem ist schon der Mix, zugegeben, und Abgrenzung von Chemtrailern, Holocaustleugnern und ähnlichem wäre angesagt, aber das heisst nicht das zB G5 im Weltraum mit tausenden Satelliten vielleicht doch eine Diskussion mit Moratorium verdienen würde und man den Einfluss der verschiedenen privaten Blackrocks und Stiftungen auf die Gesellschaft genauer anschaut. Aber dank den Extremisten wird oft gleich die Diskussion abgetan.

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"Bitte Belege einfügen"!
Schubladisierungen ohne jeglichen Belege am laufenden Meter. Das ist mir zu wenig, liebe Republik!

Das Bemühen irgendwelcher (umstrittenen?) Experten mit ihren persönlichen (nicht-peer-reviewten!) Einschätzungen über die angeblichen Gesinnungen und ideologischen Zugehörigkeiten irgendwelcher Dritter ist wenig überzeugend. V. a. wenn mensch aus Erfahrung weiss, wie es immer wieder solche Experten gibt, die selber eine politische Agenda fahren und wenig von Objektivität halten.

Bei der Analyse von Meinungen, Ideologien, politischen Richtungen etc. spielen die subjektive Wahrnehmung und die persönlichen Überzeugungen der beobachtenden Experten durchaus eine grössere Rolle, als bei naturwissenschaftlichen oder technischen Themen. (Was sind denn z. B. die politischen Überzeugungen eurer Experten? – Leute, die die Bezeichnung "rechts" so verwenden, als wäre dies eine Verwerfliche Haltung, sind vielleicht nicht ganz unproblematisch. – Und ich bin gemäss der eigentlichen historischen Bedeutung des Begriffs und auch entspr. der heute gängigen Skala ein Linker, je nach Thema moderat oder sogar radikal.) #bubble

(Mal abgesehen davon, dass Recherchen und Berichten dieser Art wohl kaum ein repräsentatives Sample zu Grunde liegen dürfte - was natürlich nicht von einem Magazin zu erwarten ist.)

Daher sollten doch mehrere unterschiedliche (Experten-)Einschätzungen dargelegt werden. Oder noch besser: Interviewt doch einige Teilnehmer und lasst sie in eigenen Worten erklären, was ihre Motive sind und was sie konkret von bestimmten anderen Teilnehmern halten.

Und wenn ihr mal endlich erklären könntet, wieso Bill Gates eben doch eine entscheidende und durchaus bedenkliche Rolle in der aktuellen Corona-Krise spielt, würde das auch niemandem Schaden. (Oder glaubt ihr nicht, dass relevante Geldgeber einen starken Einfluss auf Forschung und Tätigkeit von Organisatonen haben?)

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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· editiert

Herr S. Danke für Ihren Kommentar. Als jemand der sich an der Universität mit den besprochenen Phänomenen befasst hat, kann ich Ihnen sagen, dass die befragten Wissenschaftler*innen den geistes- und sozialwissenschaftlichen Diskurs in diesen Fragen sehr gut repräsentieren. That said: Die Forschung auf dem Gebiet ist noch sehr jung.

Noch eine Randbemerkung: Ihrem Vorwurf, dass im Artikel die Bezeichnung «rechts» als verwerfliche Haltung dargestellt werde, fehlt jegliche Grundlage. Ignaz Bearth wird als Rechtsextremer und das Magazin «compact» als rechtspopulistisch bezeichnet. Beide Zuschreibungen sind absolut korrekt. Wenn Sie das anders sehen, bin ich gespannt auf Ihre Argumentation.

Zu Bill-Gates: Seien Stiftung wurde in verschiedenen Medien immer wieder kritisiert und seine Rolle hinterfragt. Zum Beispiel hier. Grundsätzlich spannend. Nur: Wir glauben nicht, dass Bill Gates im Moment das wichtigste Thema ist – und lassen uns das auch nicht auf die Agenda diktieren, weil ein paar einflussreiche Verschwörungstheoretiker irgendwelche kruden Theorien streuen.

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M. S.
· editiert

Lieber Herr Blülle

Meine Antwort kommt zu spät, aber ich kann immerhin noch richtigstellen, was nötig ist:

Ich kann nicht über Ihre Kompetenz bzgl. irgendwelchen "Phänomenen" urteilen (Worauf beziehen Sie sich überhaupt genau?), aber ich lehne mich wohl nicht allzu sehr aus dem Fenster, wenn ich die Vermutung äussere, dass in den entsprechenden Wissenschftszweigen gewisse (linke) Haltungen dominant sind - zumindest aber übervertreten gemessen an der Gesamtbevölkerung, daher "#bubble". (Oder haben Sie das Gefühl, dass z. B. Gender-Studies-Studierte zu 25-30 % SVP wählen? Ich eher nicht. You get the point!)

Ihrem Vorwurf, dass im Artikel die Bezeichnung «rechts» als verwerfliche Haltung dargestellt werde, fehlt jegliche Grundlage.

Ich habe nie behauptet, im Artikel würde das so behauptet. (Die Anführungszeichen rühren daher, dass ich diese Kategorisierung als zweifelhaft betrachte, insb. so wie sie von jenen Experten bzw. den Medien, die sie zitieren, gehandhabt wird.) Ich bezog mich auf andere Äusserungen der genannten Experten (auch wenn ich jetzt keine Quellen dazu angeben kann). - Da liegt wohl ein Missverständnis vor.

Folglich erübrigt sich auch, was Sie mutmasslich im Folgenden andeuten wollten;

Ignaz Bearth wird als Rechtsextremer und das Magazin «compact» als rechtspopulistisch bezeichnet. Beide Zuschreibungen sind absolut korrekt. Wenn Sie das anders sehen, bin ich gespannt auf Ihre Argumentation.

Sie können schon sagen, dass Bill Gates nicht das relevanteste Thema sei (Warum bekommt er dann aber 9 min. gratis Sendezeit bei den "Tagesthemen", um seinen persönlichen Wunsch zu verbreiten, die Mehrheit der Weltbevölkerung wegen Corona zu impfen? - Scheinbar messen ihm Ihre Kollegen in der BRD mehr Gewicht zu als Sie.), ABER wenn mensch andere kritisiert, weil sie diesem Bill Gates eine ungerechtfertigt grosse Rolle in der aktuellen Lage zuschreiben oder wenn mensch gar so tut, als wären die ganzen Theorien zu Gates' Einfluss absurde Märchen, dann sollte Mensch nicht so unfair sein und verschweigen, dass Herr Gates eben doch rund 15 % der WHO-Gelder beisteuert. Mensch kann nicht einfach den zentralen Fakt, hinter der These des Gegenübers ignorieren. Das ist unredlich und macht (zumindest die kritischen) Leser zu Recht misstrauisch. Und das ist so geschehen in diversen Medienberichten, so auch hier, wenn ich mich nicht irre.

Edit: Wortwahl konstruktiver gestaltet.

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Charles Olivier
Lernender
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· editiert

Wo bleibt der anfängliche Mut der Republik? Welche Ängste bewegen Euch, einen solch wirren Artikel zu publizieren, der selbst verschwörungstheoretische Spuren beinhaltet? Dieser Feldzug gegen die sogenannten Coronagegner ist ja nun geradezu absurd, erleichtert mir aber meinen Entscheid, mich als Verleger, Gönner, Abonnent und Leser. der Republik zurückzuziehen.

Schade, die Überheblichkeit hat Einzug gehalten, wohleschützt durch die vollständige Redaktionsfreiheit, die Euch von uns anvertraut wurde.

Wo bleibt der investigative Journalismus, wenn ihr mit gefärbter Brille über den Bundesplatz geht? Ich war einst selbst dort, als Bürger und Beobachter. ich wollte wissen, was da wirklich vorgeht. Ich habe noch viel mehr gesehen als das, was da in gehässigem, tendenziösem Ton unpräzise geschildert wird. Zum Beispiel sah ich, dass die Plätze nicht nach Stunden, sondern bereits 15 Minuten nach Beginn der Mahnwache (so heisst Gagneux Aufruf) polizeilich geräumt wurden.

Dafür zitiert Anina Ritscher ausgerechnet Wolfgang Storz mit «Nicht klar ist, ob sie damit eine politische Agenda verfolgen.» Klingt das nicht auch nach Verschwörungstheorie?

Zudem diffamiert Frau Ritscher reihenweise Medien, welche all jenen dienen, welche in den Mainstream-Medien keinen Raum für ihre oft sehr fundierten freien Meinungsäusserungen finden. Doch damit werden Meinungen ausgegrenzt. Eine journalistische Todsünde.

Willkommen im Elfenbeinturm der konformen Presse, liebe Republik.

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Ich würde hier gerne eine Lanze für Ritschers Aussage brechen: Was sie damit meint ist genau was sie sagt. Nämlich dass nicht klar ist ob hinter gewissen Kanälen ein politisches Projekt steht. Nicht mehr nicht weniger.

Es geht darum, dass der einschlägige Diskurs sich in einen politischen und einen apolitischen unterteilen lässt. Nicht jede Verschwörungstheorie ist bereits Propaganda, aber viele sind es.

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Christof Moser
Chefredaktion
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Ein elementarer Punkt, auf den Sie hinweisen, Herr O. Und ein weiterer Beleg dafür, wie in vielerlei Hinsicht sauber und nachvollziehbar die Autorin gearbeitet hat.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Guten Tag Herr Olivier

Wenn Sie unsere Publikation regelmässig verfolgen, dann wissen sie, dass wir durchaus einen sehr kritischen Blick auf die bundesrätliche, wie auch lokale Corona-Politik legen. Ich erspare mir den Aufwand, mit Links um mich zu werfen. Unsere Aufgabe als Journalisten ist es, zeitgenössische Phänomene einzuordnen. Das hat unsere freie Autorin sehr gut gemacht, wie ich finde. Ausserdem diffamiert Sie die zitierten Plattformen nicht, sondern ordnet mit einer klaren Haltung und Terminologie ein, die so auch in den Kommunikations- und Politikwissenschaften verwendet wird.

Ich wünsche einen guten Abend.

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Charles Olivier
Lernender
·
· editiert

Vielen Dank für Ihren Kommentar, Herr Blülle. Sie scheinen an Inputs der Leser nicht wirklich interessiert zu sein und bestärken mich in meinem Entscheid, die Republik zu verlassen.

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Dem kann ich nur zustimmen. Und was hatten wir nicht alles an verwerflichen Verschwörungstheorien, vertreten durch seriöse Medien und die Politik: Saddams Giftwaffenfabrik, Syriens Diktatur, Vietnam, die Konzentrationslager der Serben im Kosovo… Hat sich alles als Lüge herausgestellt, mit der man die Zustimmung der Bürger zu illegalen staatlichen Aktionen zu erreichen versuchte. Meinungsvielfalt ist ein wertvolles Gut. Aber wo sie in Meinungsmache und tendenziöse Manipulation absinkt, muss man ihr im Sinne von «Die Freiheit des einzelnen reicht so weit, bis sie die Freiheit des anderen tangiert» als ernst zu nehmende Zeitung einen Riegel schieben.

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Herzlichen Dank für Ihren Sukkurs, lieber A. S.. ich habe ihn gerne gehlesen und stelle erneut etwas Bedenkliches fest: An den Up's und Down's im Dialog sieht man seit einiger Zeit, dass es in der Republik-Gemeinde eine grosse Gruppe geben muss, die jeglicher Kritik an der Redaktion sofort widerspricht. Das sehen Sie auch an den Klicks zu Ihrem Beitrag. Dies ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine leicht überprüfbare Tatsache. So man zählen kann und mag. ;-)
Alles Gründe für meinen Rückzug von der Republik.

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So also sollte unabhängiger Journalismus aussehen? Dass man, wie in der ganz normalen Politik auch, Parteien, Gruppen und Zusammenhänge sucht, statt sich EINMAL auf die Sache zu konzentrieren. Auf den einen Punkt, um den es gerade geht. Und danke, liebe Republik, ich fühle mich mal wieder total ernst genommen, wenn ich, wie ich meine, mein gutes Recht vertrete. Mein Recht, mich durch die von mir gewählte Legislative vertreten und nicht durch die Exekutive verwalten zu lassen. Wer verzichtet schon freiwillig gerne darauf, sich Verschwörungstheoretiker schimpfen zu lassen? Gerne doch. Jeder, der anders denkt, kommt in diese Schublade und weg damit. Bloss nicht, sich damit auseinandersetzen. Lieber betont man gefühlte 25 mal in einem Artikel, dass nur rechtsradikale, Spinner und Verschwörungstheoretiker solch einer saudummen Ansicht sein können. Merci Republik. Tschüss. Ich bedaure jeden Franken, den ich Euch je zukommen liess und bin nur froh, dass ich Euch nicht verschenkt habe. Da müsste ich mich zum Ärgern noch schämen.

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Guten Tag, Herr V. Bevor Sie sich verabschieden, würde mich doch noch interessieren, was Sie meinen, mit dem «einen Punkt, um den es gerade geht» und den wir offenbar ignorieren? Was meinen Sie mit: «Mein Recht, mich durch die von mir gewählte Legislative vertreten und nicht durch die Exekutive verwalten zu lassen.» Die Aussergewöhnliche Lage nach Epidemiengesetz? Den Abbruch der Frühlingssession? Ich möchte verstehen.

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Es geht wohl um bedrohte Grundrechte.

Wie wir nun sehen, hat der BR extrem viel Macht, die auch missbraucht werden könnte. Und es wäre m. M. n. in jeder ausserordentlichen Lage nötig, zu untersuchen, inwiefern Massnahmen, die Grundrechte massivst beschneiden/ausserkraftsetzen, gerechtfertigt waren.

Und offenbar besteht mehr oder weniger weit verbreiteter Zweifel an der Gefährlichkeit von Covid-19 und der Wirksamkeit von Gegenmassnahmen.

Das sollte mensch ernstnehmen, auch wenn mensch anderer Meinung ist. Folglich sollten auch die Teilnehmer an solchen Demos ernstgenommen werden und nicht auf Vorrat mit irgendwelchen Vorwürfen verunglimpft werden.

Insgesamt wären m. M. n. rechtliche Innovationen bzgl. Ausnahmezustand u. Ä. nötig. Dazu könnte die Republik ja etwas/mehr machen.

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Wieso kündigt ihr das ganze an mit "Ihr werft immer alle in einen Topf! So lautet die Kritik, wenn «Hygiene-Demos» Thema sind. Also haben wir etwas genauer in den Topf geschaut.", wenn ihr euch danach wieder nur auf die wenigen Spinner konzentriert?

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Was, wenn das ein repräsentatives Sample war?

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War es aber nicht. Wer mal auf so einer Demo war, weiss das. Auch fällt dem kritischen Leser auf, dass der Artikel zwar viel behauptet, aber nicht, dass die Menschenauslese repräsentativ war.

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Und wieder mal einer dieser Schwätzerartikel, dessen Meinungsmache sich hinter Titeln diffuser, pardon: diverser Fachleute versteckt. Wenn man sich in der Schweiz umschaut, leben hier doch Linke, Rechte, Gescheite, Spinner, vermeintlich Gebildete, Esotheriker und was der liebe Gott sonst noch alles geschaffen hat. Da ist es doch nur logisch, dass man an einer Demonstration, die sich gegen Massnahmen wendet, welche uns alle betreffen, eben auch die ganze Palette antrifft. Und natürlich kann man sich dann als Journalist diesen und jenen heraussuchen und psychologisch oder politisch sezieren, wenn man bestimmte Ziele erreichen oder Informationen kolportieren will – genau wie das jenen Journalisten vorgeworfen wird, die im ach so bösen Netz ihre Verschwörungstheorien verbreiten. Die Autorin verkennt – oder verschweigt – dabei, dass es ebendiese Arbeitsweise der Mainstreammedien – zu denen ich mit einiger Ernüchterung auch die «Republik» zählen muss – ist, welche denkende, misstrauische, neugierige und kritische Mitmenschen dazu bringt, sich ebenda, in diesem Netz, das eine Fülle an Informationen jeder Art bietet, das Wissen zu suchen, das ihnen sonst unterschlagen wird. Und sie begeht den grössten Fehler, den ein Medienschaffender sich vorwerfen lassen kann: sie verkauft ihre Leser bzw. jene, die sich auch anderweitig informieren, für dumm, traut ihnen nicht zu, sich über verschiedene Kanäle eine eigene und valable Meinung zu bilden.

Ich selbst habe begonnen, diese ach so gefährlichen Alternativquellen zu nutzen, nachdem die offiziellen, von unseren Gebührengeldern finanzierten Organe davor warnten, sich anderswo als bei ihnen oder von der Regierung genehmigten und verifizierten Quellen zu informieren. Wer solches von sich gibt, so etwas verlangt, hat etwas zu verbergen. Auf Empfehlung eines Kollegen habe ich nun die «Republik» abonniert – und werde mein Abbonnement nach dem vierten unbedarften Artikel wie dem vorliegenden auch wieder künden. Dies ist nicht Journalismus, das ist plumpe Meinungsmache und eine Beleidigung meiner Intelligenz. Schade für ein Produkt mit Anspruch.

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Sie bestehen darauf, dass Sie sich Ihre eigene Meinung bilden können und sich darum breit informieren wollen. Und dann künden Sie Ihr Abo der Republik, weil sie Ihre Meinung nicht bestätigt. Finden Sie das nicht ein bisschen widersprüchlich, lieber Herr S.?

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Lieber Herr Fuchs

Danke für die Anregung. Nein eigentlich finde ich hier keinen Widerspruch. Einen Artikel wie den «Malwiederstand» kommentarlos zu veröffentlichen und so als redaktionelle Meinung zu platzieren, ordnet für mich die Republik recht eindeutig ein. Dies finanziell zu unterstützen kann ich mir nicht leisten und dazu bin ich auch nicht bereit. Da informiere ich mich lieber auf den offiziellen Seiten von Gesundheitsorganisationen und über weitere, frei zugängliche Kanäle oder, wenn's denn sein muss, sogar via NZZ, die in den letzten Tagen mindestens klar gekennzeichnete Meinungsbeiträge verschiedener Seiten publiziert hat. Bei der Republik habe ich bisher zu diesem Thema nur belangloses Geschwätz finden können. Schade.

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A. H.
Advocatus diaboli
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Sie scheinen zur wachsenden Gruppe von Menschen zu gehören, die nicht zwischen Meinungen und Tatsachen unterscheiden können. Eine Meinung ist beispielsweise die Aussage, dass Sie den schottischen Whisky für besser als den amerikanischen halten. Es ist allerdings keine Meinung, wenn Sie behaupten, dass sämtliche schottischen Whiskys in Tat und Wahrheit im Vatikan gebrannt werden. Es ist ganz einfach Bullshit. Zu einer mehr oder weniger gesicherten Tatsache kann man keine Meinung haben. Der Kern und die Gemeinsamkeit aller Verschwörungstheorien ist, dass sie genau auf solchen Bullshit-Behauptungen beruhen.
Es bleibt Ihnen selbstverständlich unbenommen, zu glauben, was Sie wollen. Aber Sie sollten es dann auch als das deklarieren, was es ist: Glaube (und eben keine Meinung).

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Tatsache: Stand heute (04.06.2020) sind im ganzen Kanton Zürich 120 Menschen "an Corona" gestorben. Laut wolframalpha.com sind das 0.008% der Bevölkerung. Bis auf 13 von diesen 120 waren alle Gestorbenen über 70 Jahre alt.
Quelle

Meinung: Ein hochgefährliches Virus ist im Anmarsch und wir müssen sofort alles dichtmachen und Grundrechte über Bord werfen.

Aber klar doch, Leute die das ganze Theater nur im geringsten kritisieren oder übertrieben finden, sind entweder Verschwörungstheoretiker oder kennen den Unterschied zwischen Tatsache und Meinung nicht.

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Ich nehme an Sie beziehen sich hier auf Frankfurts Bullshitbegriff, den verwenden sie jedoch falsch. "Bullshit" ist nicht analog zu einer Meinung (also einem Geisteszustand) sondern eine Art Aussagen zu tätigen. Bullshitting passiert wenn Aussagen ganz losgelöst von den eigenen Meinungen getätigt werden. (Die Geschwister von Bullshit sind Aussagen Treffen, Lügen, Fragen etc.) Ich kann sehr gut lügen: "Aller Scotch wird im Vatikan gebrannt", denn ich weiss dass das falsch ist.

Die These dass Verschwörungstheoretiker alle bullshit verbreiten ist zumindest steil. (Menschen glauben das Zeug wirklich)

Sie beschränken gleichzeitig den Begriff der Meinung auf ästhetische Urteile (vielleicht würden Sie auch moralische ins Reich der Meinung verbannen?) damit implizierend, dass diese keine Tatsachen, jenseits Ihres Geschmacks ausdrücken.
Eine MeinunG. K.ann aber durchaus wahr oder falsch sein. Ich bin beispielsweise der Meinung dass Donald Trump schockierend enge Beziehungen zum organisierten Verbrechen hat, das ist eine Meinung weil mir die Evidenz dazu fehlt, ich werfe sie noch so gerne anhand das Gegenteil indizierender Tatsachen über den Haufen.

Wer weiss vielleicht ist Whisky (im Schnitt) ja auch einfach tatsächlich besser als Whiskey?

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solche Texte wünsche ich mir von der Republik.

Neulich las ich amüsiert eine Kritik über Die Krönung, in der sich der Autor absolut sicher war, dass ich ein heimlicher Verschwörungstheoretiker bin. Er war so überzeugend, dass ich es selbst fast glaubte.
Was ist überhaupt eine Verschwörungstheorie? Manchmal wird der Begriff gegen jeden eingesetzt, der Autorität in Frage stellt, von herrschenden Paradigmen abweicht oder glaubt, dass versteckte Interessen unsere führenden Institutionen beeinflussen. Als solche ist er eine Möglichkeit, Dissens zu unterdrücken und diejenigen zu schikanieren, die versuchen, sich gegen Machtmissbrauch zu wehren. Man muss das kritische Denken nicht aufgeben, um zu glauben, dass mächtige Institutionen manchmal kollaborieren, sich verschwören, verschleiern und korrupt sind. Wenn das mit einer Verschwörungstheorie gemeint ist, dann sind offensichtlich einige dieser Theorien wahr. Erinnert sich jemand an Enron? Iran-Kontra? COINTELPRO? Vioxx? Irakische Massenvernichtungswaffen?
Während der Zeit von Covid-19 ist eine weitere Ebene der Verschwörungstheorie in den Vordergrund gerückt, die weit über spezifische Geschichten von Kollusion und Korruption hinausgeht und die Verschwörung als ein zentrales Erklärungsprinzip für die Funktionsweise der Welt darstellt. Angeheizt durch die autoritäre Reaktion auf die Pandemie (gerechtfertigt oder nicht, Abschottung, Quarantäne, Überwachung und Verfolgung, Zensur von Fehlinformationen, Aussetzung der Versammlungsfreiheit und anderer bürgerlicher Freiheiten usw. sind in der Tat autoritär), Diese Erz-Verschwörungstheorie geht davon aus, dass eine böse, machthungrige Kabale von Insidern die Pandemie absichtlich geschaffen hat oder sie zumindest rücksichtslos ausnutzt, um die Öffentlichkeit so zu erschrecken, dass sie eine totalitäre Weltregierung unter permanentem medizinischen Kriegsrecht, eine Neue Weltordnung (NWO), akzeptiert. Darüber hinaus zieht diese böse Gruppe, diese Illuminaten, die Fäden bei allen großen Regierungen, Unternehmen, den Vereinten Nationen, der WHO, der CDC, den Medien, den Geheimdiensten, den Banken und den NGOs. Mit anderen Worten, sie sagen, alles, was uns erzählt wird, sei eine Lüge, und die Welt sei vom Bösen beherrscht.
Was halte ich also von dieser Theorie? Ich halte sie Die Wahrheit eines Mythos hängt nicht
für einen Mythos. Und was ist ein Mythos? Ein
Mythos ist nicht dasselbe wie eine Fantasie oder
eine Täuschung. Mythen sind Vehikel der Wahrheit, und diese Wahrheit muss nicht wörtlich genommen werden. Die klassischen griechischen Mythen, zum Beispiel, erscheinen wie bloße Vergnügungen, bis man sie entschlüsselt, indem man jeden Gott mit psychosozialen Kräften in Verbindung bringt. Auf diese Weise bringen Mythen Licht in die Schatten und enthüllen, was verdrängt worden ist. Sie nehmen eine Wahrheit über die Psyche oder die Gesellschaft und formen sie zu einer Geschichte. Die Wahrheit eines Mythos hängt nicht davon ab, ob er objektiv überprüfbar ist. Das ist ein Grund, warum ich in Die Krönung gesagt habe, dass es mir nicht darum geht, die Verschwörungsgeschichte zu befürworten oder zu entlarven, sondern vielmehr darum, das zu betrachten, was sie beleuchtet. Schließlich ist sie weder beweisbar noch falsifizierbar.
davon ab, ob er objektiv überprüfbar ist.

Was ist an dem Verschwörungsmythos wahr? Unter seinem Buchstabenglauben vermittelt er wichtige Informationen, die wir auf gefährliche Weise ignorieren.
Erstens zeigt er das schockierende Ausmaß der öffentlichen Entfremdung von den Institutionen der Autorität. Bei allen politischen Kämpfen der Nachkriegszeit gab es zumindest einen breiten Konsens über grundlegende Fakten und darüber, wo Fakten zu finden sind. Die Schlüsselinstitutionen der Wissensproduktion - Wissenschaft und Journalismus - genossen breites öffentliches Vertrauen. Wenn die New York Times und die CBS Evening News sagten, Nordvietnam habe die Vereinigten Staaten im Golf von Tonkin angegriffen, so glaubten das die meisten Menschen. Wenn die Wissenschaft sagte, Atomkraft und DDT seien sicher, glaubten das die meisten Menschen auch. Bis zu einem gewissen Grad war dieses Vertrauen wohlverdient. Journalisten widersetzten sich manchmal den Interessen der Mächtigen, wie bei der Enthüllung des Massakers von My Lai durch Seymour Hersh oder der Berichterstattung von Woodward & Bernstein über Watergate. Die Wissenschaft, die an der Spitze des Vormarschs der Zivilisation stand, war bekannt für ihr objektives Streben nach Wissen unter Missachtung traditioneller religiöser Autoritäten sowie für ihre hochmütige Verachtung politischer und finanzieller Motive.
Heute ist das Vertrauen des breiten Konsenses in Wissenschaft und Journalismus zersplittert. Ich kenne einige hochgebildete Menschen, die glauben, die Erde sei flach. Wenn wir die Flach-Erdler und die zig Millionen Anhänger weniger extremer alternativer Erzählungen (historischer, medizinischer, politischer und wissenschaftlicher Art) als unwissend abtun, verwechseln wir Symptom mit Ursache. Ihr Vertrauensverlust ist ein deutliches Symptom für einen Verlust an Vertrauenswürdigkeit. Unsere Institutionen der Wissensproduktion haben das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederholt missbraucht, ebenso wie unsere politischen Institutionen. Nun werden viele Menschen ihnen nicht glauben, selbst wenn sie die Wahrheit sagen. Das muss für den skrupellosen Arzt, Wissenschaftler oder Beamten frustrierend sein. Für sie sieht das Problem aus, als ob die Öffentlichkeit verrückt geworden ist, als ob eine wachsende Flut von antiwissenschaftlicher Irrationalität die öffentliche Gesundheit gefährdet. Die Lösung bestünde aus dieser Perspektive darin, die Ignoranz zu bekämpfen. Es ist fast so, als sei Unwissenheit ein Virus (tatsächlich habe ich diesen Satz schon einmal gehört), das durch dieselbe Art von Quarantäne (zum Beispiel Zensur) kontrolliert werden muss, die wir auch auf das Coronavirus anwenden.
Ironischerweise durchdringt eine andere Art von Un-
wissenheit diese beiden Bemühungen:
Die Unkenntnis des Terrains. Welches ist das kranke
Gewebe, auf dem sich der Virus der Unwissenheit
einkauft? Der Verlust des Vertrauens in Wissenschaft,
Journalismus und Regierung spiegelt ihre lange
Korruption wider: ihre Arroganz und ihren Elitarismus, ihre Allianz mit Konzerninteressen und ihre institutionalisierte Unterdrückung abweichender Meinungen. Der Verschwörungsmythos verkörpert die Erkenntnis einer tiefen Kluft zwischen der öffentlichen Haltung unserer Leader und ihren wahren Beweggründen und Plänen. Er zeugt von einer politischen Kultur, die für den normalen Bürger undurchsichtig ist, von einer Welt der Geheimhaltung, des Images, der PR, des Spins, der Optik, der Gesprächsthemen, des Wahrnehmungsmanagements, des Erzählmanagements und der Informationskriegsführung. Kein Wunder, dass man vermutet, dass hinter den Vorhängen eine andere Realität operiert.
Zweitens gibt der Verschwörungsmythos einer authentischen Intuition (dass eine unmenschliche Macht die Welt regieren würde) eine erzählerische Form. Was könnte diese Macht sein?
Der Verschwörungsmythos verkörpert die Erkenntnis einer tiefen Kluft zwischen der öffentlichen Haltung unserer Leader und ihren wahren Beweggründen und Plänen

Der Verschwörungsmythos verortet diese Macht in einer Gruppe böswilliger menschlicher Wesen (die in einigen Versionen von außerirdischen oder dämonischen Wesen befehligt werden). Darin liegt ein gewisser psychologischer Komfort, denn jetzt gibt es in einer vertrauten Wir-gegen-die- Erzählung und Opfer-Täter-Retter-Psychologie jemanden, dem man die Schuld geben kann. Alternativ könnten wir die "unmenschliche Macht" in Systemen oder Ideologien lokalisieren, nicht in einer Gruppe von Verschwörern. Das ist psychologisch weniger lohnend, weil wir nicht mehr so leicht Gut gegen Böse identifizieren können; schließlich nehmen wir selbst an diesen Systemen teil, die unsere gesamte Gesellschaft
durchdringen. Systeme wie das auf Schulden
basierende Geldsystem, das Patriarchat, die
Vorherrschaft der Weißen oder der Kapitalismus
können nicht durch den Kampf gegen ihre
Verwalter beseitigt werden. Sie schaffen Rollen, die von Übeltätern besetzt sind, aber die Übeltäter sind Funktionäre; Marionetten, nicht Marionettenspieler. Die grundlegende Intuition von Verschwörungstheorien ist also wahr: dass diejenigen, von denen wir glauben, dass sie die Macht haben, nur Marionetten der wirklichen Macht in der Welt sind.
Vor einigen Wochen hatte ich ein Telefonat mit einer Person, die in der Obama-Administration eine hohe Position innehatte und die immer noch in elitären Kreisen kandidiert. Er sagte: "Es gibt niemanden, der den Bus fährt." Ich war eigentlich ein wenig enttäuscht, denn ein Teil von mir wünscht sich tatsächlich, das Problem wäre ein Haufen hinterhältiger Verschwörer. Und warum? Weil dann die Probleme unserer Welt recht einfach zu lösen wären, zumindest im Prinzip. Man müsste nur diese Bösewichte entlarven und eliminieren. Das ist die vorherrschende Hollywood- Formel, um das Unrecht der Welt wiedergutzumachen: Ein heldenhafter Champion konfrontiert und besiegt den Bösewicht, und alle leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Hmm, das ist die gleiche Grundformel, wie wenn man Krankheitserreger auf Keime schiebt und sie mit dem Arsenal der Medizin tötet, damit wir ein sicheres, gesundes Leben bis ans Ende unserer Tage führen können, oder wenn man die Terroristen tötet und die Einwanderer ausmauert und die Kriminellen einsperrt, alles wieder, damit wir ein sicheres, gesundes Leben bis ans Ende unserer Tage führen können. Verschwörungstheorien, die von derselben Vorlage geprägt sind, greifen auf eine unbewusste Orthodoxie zurück. Sie entstammen demselben mythischen Pantheon wie die sozialen Übel, gegen die sie protestieren. Wir könnten das Pantheon Trennung nennen, und eines seiner Hauptmotive ist der Krieg gegen das Andere.
Das soll nicht heißen, dass es so etwas wie einen Keim nicht gibt - oder eine Verschwörung. Watergate, COINTELPRO, Iran-Contra, Mercks Medikament Vioxx, Fords explodierende Pinto- Vertuschung, Lockheed-Martins Bestechungskampagne, Bayers wissentlicher Verkauf von HIV- kontaminiertem Blut und der Enron-Skandal zeigen, dass es Verschwörungen gibt, an denen mächtige Eliten beteiligt sind. Keiner der oben genannten Punkte ist jedoch ein Mythos: Ein Mythos ist etwas, das die Welt erklärt; er ist auf mysteriöse Weise größer als er selbst. So ist die Verschwörungstheorie des Kennedy-Attentats (die ich, zweifellos auf Kosten meiner Glaubwürdigkeit, als buchstäblich wahr
akzeptiere) ein Portal in das Reich der Mythen.
Der Verschwörungsmythos, den ich hier
anspreche, ist jedoch viel größer als jedes
dieser konkreten Beispiele: Er besagt, dass die Welt, wie wir sie kennen, das Ergebnis einer Verschwörung ist, deren böse Götter die Illuminati oder die Kontrolleure sind. Für die Gläubigen wird sie zu einem totalisierenden Diskurs, der jedes Ereignis in seine Begriffe fasst.
Systeme (...) können nicht durch den Kampf gegen ihre Verwalter beseitigt werden.
Ein Mythos ist etwas, das die Welt erklärt; er ist auf mysteriöse Weise größer als er selbst.

Es ist ein Mythos mit einem illustren Stammbaum, der zumindest bis in die Zeit der Gnostiker des ersten Jahrhunderts zurückreicht. Gnostiker glauben, dass ein böser Halbwüchsiger die materielle Welt aus einer bereits existierenden göttlichen Essenz schuf. Er schuf die Welt nach dem Bild seiner eigenen Verzerrung und stellt sich selbst als ihren wahren Gott und Herrscher vor.
Man braucht weder buchstäblich daran zu glauben, noch buchstäblich an eine die Welt beherrschende böse Kabale zu glauben, um aus diesem Mythos Einsicht zu gewinnen - Einsicht in die Arroganz der Mächtigen, zum Beispiel, oder in die Art der Verzerrung, die die Welt unserer Erfahrung färbt.
Was ist es, das die große Mehrheit der Menschheit dazu bringt, sich an ein System zu halten, das die Erde und die Menschheit in den Ruin treibt? Welche Macht hat uns in ihrer Gewalt? Es sind nicht nur die Verschwörungstheoretiker, die in einer Mythologie gefangen sind. Auch die Gesellschaft als Ganzes ist es. Ich nenne sie
die Mythologie der Trennung: Ich getrennt von
euch, Materie getrennt vom Geist, Mensch
getrennt von der Natur. Sie hält uns als diskrete
und getrennte Selbste in einem objektiven
Universum aus Kraft und Masse, Atomen und Leere. Weil wir (in diesem Mythos) von anderen Menschen und von der Natur getrennt sind, müssen wir unsere Konkurrenten beherrschen und die Natur beherrschen. Der Fortschritt besteht also darin, unsere Fähigkeit zu erhöhen, den Anderen zu beherrschen. Der Mythos erzählt die Geschichte der Menschheit als einen Aufstieg von einem Triumph zum nächsten, vom Feuer zur Domestizierung, von der Industrie zur Informationstechnologie, Gentechnik und Sozialwissenschaft, der ein kommendes Paradies der Kontrolle verspricht. Derselbe Mythos motiviert die Eroberung und Zerstörung der Natur und organisiert die Gesellschaft, um den gesamten Planeten in Geld zu verwandeln - eine Verschwörung ist nicht notwendig.
Die Mythologie der Trennung ist es, die das erzeugt, was ich in Die Krönung als "zivilisatorische Neigung" zur Kontrolle bezeichnet habe. Die Lösungsschablone besteht darin, bei jedem Problem etwas zu finden, das man kontrollieren kann - unter Quarantäne zu stellen, zu verfolgen, einzusperren, einzumauern, zu beherrschen oder zu töten. Wenn die Kontrolle versagt, wird mehr Kontrolle das Problem lösen. Um das soziale und materielle Paradies zu erreichen, muss man alles kontrollieren, jede Bewegung verfolgen, jedes Wort überwachen, jede Transaktion aufzeichnen. Dann kann es kein Verbrechen mehr geben, keine Ansteckung, keine Desinformation mehr. Wenn die gesamte herrschende Klasse diese Formel und diese Vision akzeptiert, wird sie in natürlicher Übereinstimmung handeln, um ihre Kontrolle zu verstärken. Es ist alles für das Allgemeinwohl. Wenn auch die Öffentlichkeit diese Formel akzeptiert, wird sie sich nicht widersetzen. Dies ist keine Verschwörung, auch wenn es sicherlich nach einer Verschwörung aussehen kann. Dies ist eine dritte Wahrheit innerhalb des Verschwörungsmythos. Die Ereignisse werden in der Tat in Richtung von mehr und mehr Kontrolle inszeniert, nur die orchestrierende Macht ist selbst ein Zeitgeist, eine Ideologie... ein Mythos.
Eine Verschwörung ohne Verschwörer
Lassen Sie uns den Verschwörungsmythos nicht einfach als Mythos abtun. Er ist nicht nur eine wichtige psychosoziale Diagnose, sondern enthüllt auch (was sonst nur schwer aus der offiziellen Mythologie zu erkennen ist) wie die wichtigsten Institutionen der Gesellschaft, obwohl fehlerhaft, uns immer näher an ein High-Tech-Paradies heranführen. Dieser dominante Mythos macht uns blind für die Datenpunkte, die die Verschwörungstheoretiker für ihre Erzählungen rekrutieren. Dazu
Ich nenne sie die Mythologie der Trennung: Ich getrennt von euch, Materie getrennt vom Geist, Mensch getrennt von der Natur.

könnten Dinge gehören wie die behördliche Vereinnahmung in der pharmazeutischen Industrie, Interessenkonflikte innerhalb der Organisationen des öffentlichen Gesundheitswesens, die zweifelhafte Wirksamkeit von Masken, die weitaus geringeren als die gehypten Todesraten, totalitäre Überreichweiten, der fragwürdige Nutzen der Abriegelung, Bedenken über nicht- ionisierende Frequenzen elektromagnetischer Strahlung, die Vorteile natürlicher und ganzheitlicher Ansätze zur Stärkung der Immunität, die Bioterrain-Theorie, die Gefahren der Zensur im Namen der "Bekämpfung der Desinformation" und so weiter. Es wäre schön, wenn man die zahlreichen stichhaltigen Punkte und legitimen Fragen aufwerfen könnte, die alternative Covid-Erzählungen ans Licht bringen, ohne als rechter Verschwörungstheoretiker eingestuft zu werden.
Die ganze Formulierung "rechter Verschwörungstheoretiker" ist etwas merkwürdig, da es traditionell die Linke ist, die am aufmerksamsten auf die Neigung der Mächtigen achtet, ihre Macht zu missbrauchen. Traditionell ist es die Linke, die korporativen Interessen gegenüber misstrauisch ist, - die uns dazu drängt, "Autorität in Frage zu stellen", und die in der Tat das Hauptopfer der Infiltration und Überwachung durch die Regierung ist. Wenn vor fünfzig Jahren jemand gesagt hätte: "Es gibt ein geheimes Programm namens COINTELPRO, das Bürgerrechtsgruppen ausspioniert und mit giftigen Briefen und fabrizierten Gerüchten Spaltungen in ihnen sät", wäre das nach heutigen Maßstäben eine Verschwörungstheorie gewesen. Dasselbe vor 25 Jahren mit: "Es gibt ein Geheimprogramm, in dem die CIA Drogenverkäufe in amerikanische Innenstädte erleichtert und das Geld zur Finanzierung rechter Paramilitärs in Mittelamerika verwendet. Dasselbe gilt für die Infiltration von Umweltgruppen und Friedensaktivisten durch die Regierung seit den 1980er Jahren. Oder in jüngerer Zeit mit der Infiltration der Standing Rock-Bewegung. Oder die jahrzehntelange Verschwörung der Immobilienbranche, Nachbarschaften neu abzuriegeln, um Schwarze fernzuhalten. Warum drängt die Linke angesichts dieser Geschichte plötzlich alle dazu, "dem Menschen" zu vertrauen - den Äußerungen der Pharmaunternehmen und der von der Pharmaindustrie finanzierten Organisationen wie der CDC und der WHO zu vertrauen? Warum wird die Skepsis gegenüber diesen Institutionen als "rechtsgerichtet" bezeichnet? Es ist nicht so, dass nur die Privilegierten durch den Lockdown "belästigt" werden. Es ist verheerend für das Leben von Dutzenden oder Hunderten von Millionen des globalen Prekariats. Das UN-Welternährungsprogramm warnt davor, dass bis Ende des Jahres 260 Millionen Menschen verhungern werden. Die meisten davon sind Schwarze und Braune in Afrika und Südasien. Man könnte argumentieren, dass die Beschränkung der Debatte auf epidemiologische Fragen der Sterblichkeit an sich schon eine privilegierte Haltung ist, die das Leiden derer auslöscht, die von vornherein am stärksten marginalisiert sind.
"Verschwörungstheorie" ist zu einem Begriff
der politischen Beschimpfung geworden, der
benutzt wird, um jede Ansicht zu
verunglimpfen, die vom Mainstream-Glauben
abweicht. Im Grunde kann jede Kritik an
dominanten Institutionen als Verschwörungstheorie verschmiert werden. In dieser Verleumdung liegt tatsächlich eine perverse Wahrheit. Wenn Sie beispielsweise glauben, dass Glyphosat tatsächlich gefährlich für die menschliche und ökologische Gesundheit ist, dann müssen Sie, wenn Sie logisch denken, auch glauben, dass Bayer/Monsanto diese Informationen unterdrückt oder ignoriert, und Sie müssen auch glauben, dass die Regierung, die Medien und das wissenschaftliche Establishment bis zu einem gewissen Grad an dieser Unterdrückung mitschuldig sind. Warum aber sehen wir keine NYT-Schlagzeilen wie "Monsanto Whistleblower enthüllt Gefahren von Glyphosat"?
Die Unterdrückung von Informationen kann ohne absichtliche Orchestrierung erfolgen. Im Laufe der Geschichte sind Hysterien, intellektuelle Modeerscheinungen und Massenwahn spontan
Die Unterdrückung von Informationen kann ohne absichtliche Orchestrierung erfolgen. (...) Dies ist rätselhafter, als die einfache Erklärung der Verschwörung zugibt.

gekommen und gegangen. Dies ist rätselhafter, als die einfache Erklärung der Verschwörung zugibt. Eine unbewusste Koordinierung von Handlungen kann sehr ähnlich wie eine Verschwörung aussehen, und die Grenze zwischen beiden ist verschwommen. Denken Sie an den Betrug mit Massenvernichtungswaffen (MVW), der als Vorwand für die Invasion des Irak diente. Vielleicht gab es in der Bush-Administration Leute, die wissentlich das gefälschte "Yellowcake"-Dokument benutzten, um zum Krieg aufzurufen; vielleicht wollten sie einfach sehr gerne glauben, dass die Dokumente echt waren, oder
vielleicht dachten sie: "Nun, das ist
fragwürdig, aber Saddam muss
Massenvernichtungswaffen haben,
und selbst wenn er sie nicht hat,
will er sie haben, also ist das Dokument im Grunde genommen wahr...". Die Menschen glauben leicht, was ihren Interessen dient oder zu ihrer bestehenden Weltanschauung passt.
In ähnlicher Weise brauchten die Medien wenig Ermutigung, um die Kriegstrommeln zu schlagen. Sie wussten bereits, was sie zu tun hatten, ohne Anweisungen erhalten zu müssen. Ich glaube nicht, dass sehr viele Journalisten tatsächlich an die Massenvernichtungswaffenlüge geglaubt haben. Sie gaben vor zu glauben, weil sie unbewusst wussten, dass dies die Erzählung des Establishments war. Das war es, was ihnen die Anerkennung als seriöse Journalisten einbringen würde. Das war es, was ihnen Zugang zur Macht verschaffen würde. Das würde es ihnen ermöglichen, ihre Arbeitsplätze zu behalten und ihre Karriere voranzutreiben. Aber vor allem gaben sie vor, zu glauben, weil alle anderen vorgaben, zu glauben. Es ist schwer, sich gegen den Zeitgeist zu stellen.
Der britische Wissenschaftler Rupert Sheldrake erzählte mir von einem Vortrag, den er vor einer Gruppe von Wissenschaftlern, die an einer angesehenen britischen Universität das Verhalten von Tieren erforschten, gehalten hatte.
Er sprach über seine Forschung an Hunden, die wissen, wann ihre Besitzer nach Hause kommen, und über andere telepathische Phänomene bei Haustieren. Der Vortrag wurde mit einer Art höflichem Schweigen aufgenommen. Aber in der folgenden Teepause kamen alle sechs Seminarteilnehmer (...die leitenden Wissenschaftler!) nacheinander zu ihm, und als sie sicher waren, dass niemand sonst zuhörte, erzählten sie ihm, dass auch sie solche Erfahrungen mit ihren eigenen Tieren gemacht hatten und dass sie davon überzeugt seinen, dass Telepathie ein echtes Phänomen sei, - dass sie aber nicht mit ihren Kollegen darüber sprechen könnten, weil sie alle so „geradlinig“ seien. Als Sheldrake realisierte, daß alle sechs ihm so ziemlich dasselbe erzählt hatten, sagte er zu ihnen: "Warum rückt ihr nicht raus? Ihr hättet alle so viel mehr Spaß!“
Er sagt, wenn er in einer wissenschaftlichen Einrichtung einen Vortrag hält, würden sich ihm danach fast immer Wissenschaftler nähern, die ihm erzählen, dass sie persönliche Erfahrungen gemacht hätten, die sie von der Realität psychischer oder spiritueller Phänomene überzeugen, dass sie aber diese nicht mit ihren Kollegen besprechen können, aus Angst, für seltsam gehalten zu werden.
Es handelt sich hier nicht um eine bewusste Verschwörung zur Unterdrückung psychischer Phänomene. Diese sechs Wissenschaftler kamen nicht vorher zusammen und beschlossen, Informationen zu unterdrücken, von denen sie wussten, dass sie real waren. Sie behalten ihre Meinung für sich, weil diese die Normen ihrer Subkultur, die grundlegenden Paradigmen die die Wissenschaft begrenzen, verletzen würde - und der sehr realen Gefahr eines Karriereschadens wegen. Die Verfolgung und Verleumdung, die gegen Sheldrake selbst gerichtet ist, zeigt, was mit einem Wissenschaftler geschieht, der sich offen von der offiziellen wissenschaftlichen Realität distanziert. Man könnte also immer noch sagen, dass eine Verschwörung im Gange ist, aber ihr Täter ist eine Kultur, ein System und eine Geschichte.
Die Menschen glauben leicht, was ihren Interessen dient oder zu ihrer bestehenden Weltanschauung passt.

Ist dies, oder eine absichtlich konspirative Agenda, eine befriedigendere Erklärung für die schein- bar unaufhaltsamen Trends (die keineswegs mit Covid begannen) in Richtung Überwachung, Verfolgung, Distanzierung, Keimphobie, Sicherheitsbesessenheit und die Digitalisierung / Indoorisierung von Unterhaltung, Erholung und Geselligkeit? Wenn der Täter tatsächlich eine kulturelle Mythologie und ein kulturelles System ist, dann bieten uns Verschwörungstheorien ein falsches Ziel, eine Ablenkung. Das Heilmittel kann nicht darin bestehen, diejenigen aufzudecken und zur Strecke zu bringen, die uns diese Trends aufgezwungen haben. Natürlich gibt es in unserer Welt viele schlechte Akteure, erbarmungslose Menschen, die abscheuliche Taten begehen. Aber haben sie das System und die Mythologie der Trennung geschaffen oder nutzen sie es nur aus? Sicherlich sollten solche Menschen aufgehalten werden, aber wenn das alles ist, was wir tun, und die Bedingungen, die sie hervorbringen, unverändert lassen, werden wir einen endlosen Krieg führen. So wie in der Bioterrain-Theorie Keime Symptome und Ausbeuter von krankem Gewebe sind, so sind auch konspirative Kabalen Symptome und Ausbeuter einer kranken Gesellschaft: einer Gesellschaft, die von der Mentalität des Krieges, der Angst, der Trennung und der Kontrolle vergiftet ist. Diese tiefe Ideologie, der Mythos der Trennung, entzieht sich jeder Erfindungskraft. Die Illuminaten, falls es sie gibt, sind nicht ihre Autoren; es ist wahrer zu sagen, dass die Mythologie ihr Autor ist. Wir erschaffen nicht unsere Mythen; sie erschaffen uns.
Auf welcher Seite stehen Sie?
Am Ende habe ich immer noch nicht gesagt, ob ich den Verschwörungsmythos der Neuen Weltordnung für wahr halte oder nicht. Nun, eigentlich doch, das habe ich. Ich habe gesagt, dass er als Mythos wahr ist, unabhängig von seiner Übereinstimmung mit überprüfbaren Fakten. Aber was ist mit den Fakten? Kommen Sie, Charles, sagen Sie uns, gibt es tatsächlich eine Verschwörung hinter der Covid-Sache, oder nicht? Es muss eine objektive Tatsache in dieser Geschichte geben. Sind Chemtrails so eine Geschichte? Wurde SARS-COV2 gentechnisch verändert? Ist die Mikrowellenstrahlung von Mobilfunkmasten ein Faktor? Bringen Impfstoffe Viren aus tierischen Zellkulturen in den Menschen ein? Leitet Bill Gates eine Machtergreifung in Form des medizinischen Kriegsrechts ein? Beherrscht eine luziferische Elite die Welt? Wahr oder falsch? Ja oder nein?
Auf diese Frage würde ich mit einer anderen
antworten: Da ich in keiner dieser Fragen ein
Experte bin, - warum wollen Sie wissen, was
ich denke? Könnte es sein, dass Sie mich auf
die eine oder andere Seite eines Informationskrieges stellen wollen? Dann werden Sie wissen, ob es in Ordnung ist, diesen Aufsatz gut zu finden, ihn zu teilen oder mich in Ihrer Podcast- Sammlung zu haben. In einer Wir-gegen-den-Krieg-Mentalität ist es das Wichtigste zu wissen, auf welcher Seite jemand steht, damit man dem Feind nicht Hilfe und Trost spendet.
Aha - Charles muss auf der anderen Seite stehen. Denn er hat eine falsche Äquivalenz zwischen - von Fachleuten überprüften, evidenzbasierten, respektablen wissenschaftlichen - Erkenntnissen auf der einen Seite und verrückten Verschwörungstheorien auf der anderen Seite geschaffen.
Aha - Charles muss auf der anderen Seite stehen. Denn er hat eine falsche Äquivalenz zwischen Unternehmens-Regierung-NWO-Propaganda auf der einen Seite und mutigen Informanten und Dissidenten, die ihre Karriere für die Wahrheit riskieren, auf der anderen Seite geschaffen.
Können Sie sehen, wie totalisierend die Kriegsmentalität sein kann?
Könnte es sein, dass Sie mich auf die eine oder andere Seite eines Informationskrieges stellen wollen?

Die Kriegsmentalität sättigt unsere polarisierte Gesellschaft, die sich Fortschritt als Folge des Sieges vorstellt - Sieg über einen Virus, über die Ignoranten, über die Linken, über die Rechten, über die psychopathischen Eliten, über Donald Trump, über die weiße Vorherrschaft, über die liberalen Eliten....
Jede Seite benutzt die gleiche Formel, und diese Formel erfordert einen Feind. Also teilen wir uns selber zwangsläufig auf in „uns und sie“, wobei wir 99% unserer Energien in einem fruchtlosen Tauziehen verbrauchen und nicht ein
einziges Mal vermuten, dass die wahre
böse Macht die Formel selbst sein könnte.
Das soll nicht heißen, dass wir den Konflikt
irgendwie aus den menschlichen
Angelegenheiten verbannen sollen. Es geht
darum, eine Mythologie in Frage zu stellen, die von beiden Seiten angenommen wird, - die jedes Problem in den Begriffen des Konflikts begreift. Kampf und Konflikt haben ihren Platz, aber andere Handlungsstränge sind möglich. Es gibt andere Wege zur Heilung und zur Gerechtigkeit.
Ein Aufruf zur Demut
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass die Ereignisse sich scheinbar selbst organisieren, um die Geschichte, die Sie über die Welt halten, zu bestätigen? Auswahl- und Bestätigungsverzerrungen erklären einiges davon, aber ich glaube, es ist auch etwas Seltsameres am Werk. Wenn wir in tiefen Glauben oder tiefe Paranoia verfallen, scheint es, als ob dieser Zustand bestätigende Ereignisse anzieht. Die Realität organisiert sich so, dass sie mit unseren Geschichten übereinstimmt. In gewisser Weise IST dies eine Verschwörung, nur keine, die von der Menschheit verübt wird. Das könnte eine dritte Wahrheit sein, die der Verschwörungsmythos birgt: die Präsenz einer organisierenden Intelligenz hinter den Ereignissen unseres Lebens.
Dies impliziert in keiner Weise das New-Age-Nostrum, dass Überzeugungen Realität schaffen. Vielmehr ist es so, dass sich Realität und Glaube gegenseitiG. K.onstruieren und sich als ein kohärentes Ganzes entwickeln. Die intime, geheimnisvolle Verbindung zwischen Mythos und Realität bedeutet, dass der Glaube nie wirklich ein Sklave der Tatsachen ist. Wir sind der Souverän der Tatsachen - was nicht bedeutet, dass wir ihr Schöpfer sind. Ihr Souverän zu sein bedeutet nicht, ihr Tyrann zu sein, sie zu missachten und zu überwältigen.
Der weise Monarch achtet auf ein widerspenstiges Subjekt, wie zum Beispiel eine Tatsache, die sich der Erzählung widersetzt. Vielleicht ist es einfach ein gestörter Unruhestifter, wie eine einfache Lüge, aber vielleicht signalisiert es Disharmonie im Königreich. Vielleicht ist das Königreich nicht mehr legitim. Vielleicht ist der Mythos nicht mehr wahr.
Es könnte durchaus sein, dass die lautstarken Angriffe auf Covids Dissens unter Verwendung der "Verschwörungstheorie"-Verleumdung die Schwäche der orthodoxen Paradigmen signalisieren, die sie aufrechtzuerhalten suchen.
Wenn dem so ist, bedeutet das auch nicht, dass die orthodoxen Paradigmen alle falsch sind. Der Sprung von einer Gewissheit zur anderen überspringt den heiligen Boden der Ungewissheit, des Nichtwissens, der Demut, auf den wirklich neue Informationen gelangen können. Was die Experten aller Überzeugungen eint, ist ihre Gewissheit. Wer ist vertrauenswürdig? Am Ende ist es der Mensch, der die Demut besitzt, zu erkennen, wann er sich geirrt hat.
Jede Seite benutzt die gleiche Formel, und diese Formel erfordert einen Feind. Also teilen wir uns selber zwangsläufig auf in „uns und sie“ ...

Der Sprung von einer Gewissheit zur anderen überspringt den heiligen Boden der Ungewissheit, des Nichtwissens, der Demut, auf den wirklich neue Informationen gelangen können.
Denjenigen, die jede Information kate-
gorisch ablehnen, die die konventionelle
Medizin, die Abschließungspolitik,
Impfstoffe usw. ernsthaft in Frage stellt,
möchte ich die Frage stellen: Brauchen
Sie so hohe Mauern um Ihr Königreich?
Anstatt diese widerspenstigen Subjekte zu verbannen, - würde es schaden, ihnen eine Audienz zu gewähren? Wäre es so gefährlich, vielleicht ein anderes Königreich zu bereisen, geführt nicht von Ihrem eigenen loyalen Minister, sondern von den intelligentesten und einladendsten Partisanen der anderen Seite?
Wenn Sie kein Interesse daran haben, die Stunden zu verbringen, die Sie brauchen werden, um die daraus folgenden abweichenden Meinungen aufzunehmen, - gut. Ich wäre auch lieber in meinem Garten. Aber wenn Sie in diesen Fragen ein Partisan sind, was schadet es dann, feindliches Gebiet zu besuchen? Normalerweise tun Partisanen so etwas nicht. Sie verlassen sich auf die Berichte ihrer eigenen Führer über den Feind. Wenn sie etwas über die Ansichten von Robert F. Kennedy Jr. oder Judy Mikovitz wissen, dann nur durch die Linse von jemandem, der sie entlarvt. Hören Sie sich also Kennedy an oder, wenn Sie Hochschulabsolventen bevorzugen, David Katz, Zach Bush oder Christiane Northrup.
Ich möchte die gleiche Einladung an diejenigen richten, die die konventionelle Sichtweise ablehnen. Finden Sie die skrupellosesten Mainstream-Ärzte und Wissenschaftler, die Sie finden können, und tauchen Sie in ihre Welt ein. Nehmen Sie die Haltung eines respektvollen Gastes ein, nicht die eines feindlichen Spions. Wenn Sie das tun, garantiere ich Ihnen, dass Sie auf Datenpunkte stoßen werden, die jede Erzählung, mit der Sie gekommen sind, in Frage stellen. Die Pracht der konventionellen Virologie, die Wunder der Chemie, die Generationen von Wissenschaftlern entdeckt haben, die Intelligenz und Aufrichtigkeit der meisten dieser Wissenschaftler und der echte Altruismus von Mitarbeitern des Gesundheitswesens an der vordersten Front, die angesichts des großen Risikos für sich selbst keinen politischen oder finanziellen Interessenkonflikt haben, müssen Teil jeder zufriedenstellenden Erzählung sein.
Nachdem ich zwei Monate lang wie besessen nach einer solchen gesucht habe, habe ich noch keine zufriedenstellende Erzählung gefunden, die jeden Datenpunkt berücksichtigt. Das bedeutet nicht, dass ich nichts unternehmen soll, denn schließlich ist Wissen nie sicher. Aber in dem Wirbelwind konkurrierender Erzählungen und der darunter liegenden disjunkten Mythologien können wir nach einer Handlung suchen, die Sinn macht, egal welche Seite Recht hat. Wir können nach Wahrheiten suchen, die vom Rauch und vom Geschrei der Schlacht verschleiert werden. Wir können Annahmen in Frage stellen, die beide Seiten für selbstverständlich halten, und wir können Fragen stellen, die keine Seite stellt. Da wir uns mit keiner der beiden Seiten identifizieren, können wir von beiden Seiten Erkenntnisse gewinnen. Indem wir alle Stimmen, auch die der Marginalisierten, in die Gesellschaft einbringen, können wir einen breiteren gesellschaftlichen Konsens aufbauen und beginnen, die Polarisierung zu heilen, die unsere Gesellschaft zerreißt und lähmt.

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E. H. H.
Leserin
·
· editiert

Die Länge, ja, die ist überwältigend und sollte hier nicht so zelebriert werden, aber frau kann ja einfach weniger anzeigen lassen. Besser jedoch: den Essay lesen. Frau H. ist (wie andere Diskutierende siehe oben und unten) auf der Kippe, der Republik den Rücken zu kehren. In ihrem Fall weil diese sich noch immer nicht mit einem Weisen wie Charles Eisenstein auseinandergesetzt hat. Sie hat sich wohl gedacht: Ich bin Verlegerin, und das soll keine Worthülse bleiben, also darf ich Eisenstein hier am frühen Morgen publizieren. Bravo! Provozieren hilft manchmal. Aber hier: hat es überhaupt wer wirklich bemerkt? Länge hin oder her? Falls Sie Zeit finden, lesen Sie den langen Beitrag. Es ist der beste und wichtigste in dieser Diskussion. charleseisenstein.org ist überhaupt ein guter Ort.

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Den Beitrag habe ich gelesen, bevor ich meinen Kommentar zu seiner Länge schrieb. Es gibt darin keinen Hinweis, dass der Text nicht von B. H. stammt. d.h. man muss Eisenstein kennen, um das überhaupt zu bemerken. Was ich nicht tue. Was mir einzig auffiel: dass der Text irgendwo herauskopiert worden sein muss, weil die (vermeintliche) Autorin sich nicht einmal die Mühe nahm, die Zwischentitel wieder so zu platzieren, dass sie den Text strukturieren, statt ihn zu zerreissen. Diese Art der Präsentation ohne Quellenangabe, ohne Strukturierung empfinde ich nicht als Bereicherung, sondern als Zumutung, die mir schlagartig jede Lust raubt, mich nach einer ersten Kenntnisnahme noch weiter mit dem Inhalt auseinanderzusetzen.

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