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So also sollte unabhängiger Journalismus aussehen? Dass man, wie in der ganz normalen Politik auch, Parteien, Gruppen und Zusammenhänge sucht, statt sich EINMAL auf die Sache zu konzentrieren. Auf den einen Punkt, um den es gerade geht. Und danke, liebe Republik, ich fühle mich mal wieder total ernst genommen, wenn ich, wie ich meine, mein gutes Recht vertrete. Mein Recht, mich durch die von mir gewählte Legislative vertreten und nicht durch die Exekutive verwalten zu lassen. Wer verzichtet schon freiwillig gerne darauf, sich Verschwörungstheoretiker schimpfen zu lassen? Gerne doch. Jeder, der anders denkt, kommt in diese Schublade und weg damit. Bloss nicht, sich damit auseinandersetzen. Lieber betont man gefühlte 25 mal in einem Artikel, dass nur rechtsradikale, Spinner und Verschwörungstheoretiker solch einer saudummen Ansicht sein können. Merci Republik. Tschüss. Ich bedaure jeden Franken, den ich Euch je zukommen liess und bin nur froh, dass ich Euch nicht verschenkt habe. Da müsste ich mich zum Ärgern noch schämen.

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Chefredaktion
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Vielen Dank für Ihre Rückmeldung, A. V.. Welche Sache? Welcher Punkt?

Dagegen, für sein gutes Recht einzustehen, hat niemand was gesagt, weder in diesem Beitrag noch sonst irgendwo in der Republik, im Gegenteil, wir haben aus Achtsamkeit und Sorge für die Grundrechte einen Watchblog eingerichtet, vermerken dort u.a. allfällig unverhältnismässiges Vorgehen der Behörden gegen jedwelche Demos, haben die Machtfülle der Exekutive in Texten und Interviews besprochen und kritisiert, etc. pp.

Die Verteidigung von Grundrechten braucht keine Rechtsradikalen als Wortführer, das würden wir auch noch 30 mal betonen, wenn nötig. Die Grundrechte brauchen wachsame Bürger und Journalistinnen, die ganz genau hinschauen. Das ist unsere Aufgabe, und das tun wir. Danke für Ihre Unterstützung bis hierhin.

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Liebe Frau V., ich bin einer, der manchmal auch austeilt und über 'falsche Meinungen' spottet. Weil aber die Meinungsfreiheit nur dazu da ist, Leute mit 'falschen Meinungen' zu schützen - die amtlich bewilligten 'richtigen Meinungen' brauchen keinen Schutz - verstehe ich Sie schon ein bisschen.

Ich will nicht hören, dass es bei der Meinungsfreiheit keine Drittwirkung der Grundrechte gebe, aber wenn es die Meinungsfreiheit schon seit mehr als hundert Jahren gibt, sollte sie unterdessen auch in der Zivilgesellschaft angekommen sein und man auch Leuten mit 'falschen Meinungen' etwas Respekt entgegenbringen.

Einigen wir uns darauf, dass wir das gleiche Recht auf 'falsche Meinungen' haben. Einigen wir uns zweitens, dass wohl jeder von uns seine 'falsche Meinung' zu begründen versucht. Dazu stützen wir uns auf Fakten, die wir interpretieren und verknüpfen. Und einigen wir uns drittens - und das ist mir wichtig -, dass es keine falschen Fakten geben darf, denn falsche Fakten sind Lügen.

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Danke für diesen wichtigen Artikel.
Ich vermute, dass hinter diesem Mix von Empörung, Angst, berechtigter und fragwürdiger Kritik, undifferenzierten Behauptungen, Verschwörungsmärchen, Hetze gegen staatliche Institutionen und wissenschaftliche Erkenntnisse bis hin zu offen rechtsextremer Propaganda ein grosses Unbehagen angesichts sehr komplexer und unübersichtlicher Zusammenhänge unserer Welt steht. In einem solchen Spannungsfeld finden einfache Lösungen viele Anhänger.
Es ist für mich keine Frage, dass es bei diesen Demonstrationen Menschen gibt, die sich überzeugt für Freiheit, demokratische Grundrechte, kritisches und unabhängiges Denken einsetzen möchten. Leider stellen sie mit der offensichtlichen oder zumindest tolerierten Unterstützung von undifferenzierten populistischen Behauptungen, abstrusen Verschwörungstheorien und offen antidemokratischen und rechtsextremen Hetzern ihre eigenen Anliegen in Frage und spielen damit letztlich den Populisten und Faschisten in die Hände. So schaufeln sie der Freiheit, die sie zu verteidigen wähnen, selber das Grab.

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Merci für den bedachten Kommentar. Auch für mich ist es eine bleibende Frage, warum die besonnenen "normalen" Demonstrierenden, "die sich überzeugt für Freiheit, demokratische Grundrechte, kritisches und unabhängiges Denken einsetzen möchten", überhaupt vermuten, dies alles sei gerade insbesondere wegen der sehr massvollen Corona-Massnahmen in der Schweiz in Gefahr. Was geht da in der Wahrnehmung schief? Und warum legen sich besonnene Menschen so unbedarft mit Aluhüten, Verschwörungsgläubigen und Rechtsextremen ins gleiche Demo-Bett?

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Urs Fankhauser
Citoyen
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Eine Kundgebung, wo sich Rechtsextreme wie Fische im Wasser tummeln, ist toxisch. Ist das so schwer zu verstehen? Unbedarfte Leute dürfen dort die Ungeheuerlichkeit verbreiten, der Corona-Notstand erinnere gefährlich an Nazideutschland. Wurde jemand gefoltert? Wurden politische Gegner umgebracht oder ins KZ verfrachtet? Das Ganze ist nicht nur unsäglich dumm, es ist auch eine infame Beleidigung aller Opfer des Faschismus. Müssen wir uns mit solchen "Meinungen" tatsächlich auseinandersetzen? Oder mit dem Narrenzirkus von Aluhüten, esoterischen Verschwörungsaposteln, Impfgegnern und anderen Verwirrten? Wenn sich "normale Bürger*innen" an eine solche Kundgebung verirren, ist das für mich kein Anlass, an der Demokratie zu zweifeln. Viel eher zweifle ich an dieser behaupteten Normalität. Dass Leute wie Gates und Soros Dank ihrer Milliarden zuviel Einfluss haben - geschenkt. Aber daraus antisemitisch geprägte Verschwörungstheorien abzuleiten und von geheimen Weltregierungen zu schwafeln ist auf jeden Fall widerlich und ausserdem auch ziemlich simplizistisch und kindisch. Wenn berechtigte Kritik am Kapitalismus und an der Globalisierung in solche Kanäle umgeleitet werden: gute Nacht. Das Notstandsregime des BR ist nicht risikolos, es darf und muss hinterfragt werden. Dass sich die Bundesversammlung so rasch selbst entmachtet hat, ist diskussionswürdig. Aber solche Fragen möchte ich nicht ernsthaft mit Leuten diskutieren, die ihr Weltbild pfannenfertig aus Kanälen wie KenFM, Russia Today etc. beziehen.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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solche Texte wünsche ich mir von der Republik.

Neulich las ich amüsiert eine Kritik über Die Krönung, in der sich der Autor absolut sicher war, dass ich ein heimlicher Verschwörungstheoretiker bin. Er war so überzeugend, dass ich es selbst fast glaubte.
Was ist überhaupt eine Verschwörungstheorie? Manchmal wird der Begriff gegen jeden eingesetzt, der Autorität in Frage stellt, von herrschenden Paradigmen abweicht oder glaubt, dass versteckte Interessen unsere führenden Institutionen beeinflussen. Als solche ist er eine Möglichkeit, Dissens zu unterdrücken und diejenigen zu schikanieren, die versuchen, sich gegen Machtmissbrauch zu wehren. Man muss das kritische Denken nicht aufgeben, um zu glauben, dass mächtige Institutionen manchmal kollaborieren, sich verschwören, verschleiern und korrupt sind. Wenn das mit einer Verschwörungstheorie gemeint ist, dann sind offensichtlich einige dieser Theorien wahr. Erinnert sich jemand an Enron? Iran-Kontra? COINTELPRO? Vioxx? Irakische Massenvernichtungswaffen?
Während der Zeit von Covid-19 ist eine weitere Ebene der Verschwörungstheorie in den Vordergrund gerückt, die weit über spezifische Geschichten von Kollusion und Korruption hinausgeht und die Verschwörung als ein zentrales Erklärungsprinzip für die Funktionsweise der Welt darstellt. Angeheizt durch die autoritäre Reaktion auf die Pandemie (gerechtfertigt oder nicht, Abschottung, Quarantäne, Überwachung und Verfolgung, Zensur von Fehlinformationen, Aussetzung der Versammlungsfreiheit und anderer bürgerlicher Freiheiten usw. sind in der Tat autoritär), Diese Erz-Verschwörungstheorie geht davon aus, dass eine böse, machthungrige Kabale von Insidern die Pandemie absichtlich geschaffen hat oder sie zumindest rücksichtslos ausnutzt, um die Öffentlichkeit so zu erschrecken, dass sie eine totalitäre Weltregierung unter permanentem medizinischen Kriegsrecht, eine Neue Weltordnung (NWO), akzeptiert. Darüber hinaus zieht diese böse Gruppe, diese Illuminaten, die Fäden bei allen großen Regierungen, Unternehmen, den Vereinten Nationen, der WHO, der CDC, den Medien, den Geheimdiensten, den Banken und den NGOs. Mit anderen Worten, sie sagen, alles, was uns erzählt wird, sei eine Lüge, und die Welt sei vom Bösen beherrscht.
Was halte ich also von dieser Theorie? Ich halte sie Die Wahrheit eines Mythos hängt nicht
für einen Mythos. Und was ist ein Mythos? Ein
Mythos ist nicht dasselbe wie eine Fantasie oder
eine Täuschung. Mythen sind Vehikel der Wahrheit, und diese Wahrheit muss nicht wörtlich genommen werden. Die klassischen griechischen Mythen, zum Beispiel, erscheinen wie bloße Vergnügungen, bis man sie entschlüsselt, indem man jeden Gott mit psychosozialen Kräften in Verbindung bringt. Auf diese Weise bringen Mythen Licht in die Schatten und enthüllen, was verdrängt worden ist. Sie nehmen eine Wahrheit über die Psyche oder die Gesellschaft und formen sie zu einer Geschichte. Die Wahrheit eines Mythos hängt nicht davon ab, ob er objektiv überprüfbar ist. Das ist ein Grund, warum ich in Die Krönung gesagt habe, dass es mir nicht darum geht, die Verschwörungsgeschichte zu befürworten oder zu entlarven, sondern vielmehr darum, das zu betrachten, was sie beleuchtet. Schließlich ist sie weder beweisbar noch falsifizierbar.
davon ab, ob er objektiv überprüfbar ist.

Was ist an dem Verschwörungsmythos wahr? Unter seinem Buchstabenglauben vermittelt er wichtige Informationen, die wir auf gefährliche Weise ignorieren.
Erstens zeigt er das schockierende Ausmaß der öffentlichen Entfremdung von den Institutionen der Autorität. Bei allen politischen Kämpfen der Nachkriegszeit gab es zumindest einen breiten Konsens über grundlegende Fakten und darüber, wo Fakten zu finden sind. Die Schlüsselinstitutionen der Wissensproduktion - Wissenschaft und Journalismus - genossen breites öffentliches Vertrauen. Wenn die New York Times und die CBS Evening News sagten, Nordvietnam habe die Vereinigten Staaten im Golf von Tonkin angegriffen, so glaubten das die meisten Menschen. Wenn die Wissenschaft sagte, Atomkraft und DDT seien sicher, glaubten das die meisten Menschen auch. Bis zu einem gewissen Grad war dieses Vertrauen wohlverdient. Journalisten widersetzten sich manchmal den Interessen der Mächtigen, wie bei der Enthüllung des Massakers von My Lai durch Seymour Hersh oder der Berichterstattung von Woodward & Bernstein über Watergate. Die Wissenschaft, die an der Spitze des Vormarschs der Zivilisation stand, war bekannt für ihr objektives Streben nach Wissen unter Missachtung traditioneller religiöser Autoritäten sowie für ihre hochmütige Verachtung politischer und finanzieller Motive.
Heute ist das Vertrauen des breiten Konsenses in Wissenschaft und Journalismus zersplittert. Ich kenne einige hochgebildete Menschen, die glauben, die Erde sei flach. Wenn wir die Flach-Erdler und die zig Millionen Anhänger weniger extremer alternativer Erzählungen (historischer, medizinischer, politischer und wissenschaftlicher Art) als unwissend abtun, verwechseln wir Symptom mit Ursache. Ihr Vertrauensverlust ist ein deutliches Symptom für einen Verlust an Vertrauenswürdigkeit. Unsere Institutionen der Wissensproduktion haben das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederholt missbraucht, ebenso wie unsere politischen Institutionen. Nun werden viele Menschen ihnen nicht glauben, selbst wenn sie die Wahrheit sagen. Das muss für den skrupellosen Arzt, Wissenschaftler oder Beamten frustrierend sein. Für sie sieht das Problem aus, als ob die Öffentlichkeit verrückt geworden ist, als ob eine wachsende Flut von antiwissenschaftlicher Irrationalität die öffentliche Gesundheit gefährdet. Die Lösung bestünde aus dieser Perspektive darin, die Ignoranz zu bekämpfen. Es ist fast so, als sei Unwissenheit ein Virus (tatsächlich habe ich diesen Satz schon einmal gehört), das durch dieselbe Art von Quarantäne (zum Beispiel Zensur) kontrolliert werden muss, die wir auch auf das Coronavirus anwenden.
Ironischerweise durchdringt eine andere Art von Un-
wissenheit diese beiden Bemühungen:
Die Unkenntnis des Terrains. Welches ist das kranke
Gewebe, auf dem sich der Virus der Unwissenheit
einkauft? Der Verlust des Vertrauens in Wissenschaft,
Journalismus und Regierung spiegelt ihre lange
Korruption wider: ihre Arroganz und ihren Elitarismus, ihre Allianz mit Konzerninteressen und ihre institutionalisierte Unterdrückung abweichender Meinungen. Der Verschwörungsmythos verkörpert die Erkenntnis einer tiefen Kluft zwischen der öffentlichen Haltung unserer Leader und ihren wahren Beweggründen und Plänen. Er zeugt von einer politischen Kultur, die für den normalen Bürger undurchsichtig ist, von einer Welt der Geheimhaltung, des Images, der PR, des Spins, der Optik, der Gesprächsthemen, des Wahrnehmungsmanagements, des Erzählmanagements und der Informationskriegsführung. Kein Wunder, dass man vermutet, dass hinter den Vorhängen eine andere Realität operiert.
Zweitens gibt der Verschwörungsmythos einer authentischen Intuition (dass eine unmenschliche Macht die Welt regieren würde) eine erzählerische Form. Was könnte diese Macht sein?
Der Verschwörungsmythos verkörpert die Erkenntnis einer tiefen Kluft zwischen der öffentlichen Haltung unserer Leader und ihren wahren Beweggründen und Plänen

Der Verschwörungsmythos verortet diese Macht in einer Gruppe böswilliger menschlicher Wesen (die in einigen Versionen von außerirdischen oder dämonischen Wesen befehligt werden). Darin liegt ein gewisser psychologischer Komfort, denn jetzt gibt es in einer vertrauten Wir-gegen-die- Erzählung und Opfer-Täter-Retter-Psychologie jemanden, dem man die Schuld geben kann. Alternativ könnten wir die "unmenschliche Macht" in Systemen oder Ideologien lokalisieren, nicht in einer Gruppe von Verschwörern. Das ist psychologisch weniger lohnend, weil wir nicht mehr so leicht Gut gegen Böse identifizieren können; schließlich nehmen wir selbst an diesen Systemen teil, die unsere gesamte Gesellschaft
durchdringen. Systeme wie das auf Schulden
basierende Geldsystem, das Patriarchat, die
Vorherrschaft der Weißen oder der Kapitalismus
können nicht durch den Kampf gegen ihre
Verwalter beseitigt werden. Sie schaffen Rollen, die von Übeltätern besetzt sind, aber die Übeltäter sind Funktionäre; Marionetten, nicht Marionettenspieler. Die grundlegende Intuition von Verschwörungstheorien ist also wahr: dass diejenigen, von denen wir glauben, dass sie die Macht haben, nur Marionetten der wirklichen Macht in der Welt sind.
Vor einigen Wochen hatte ich ein Telefonat mit einer Person, die in der Obama-Administration eine hohe Position innehatte und die immer noch in elitären Kreisen kandidiert. Er sagte: "Es gibt niemanden, der den Bus fährt." Ich war eigentlich ein wenig enttäuscht, denn ein Teil von mir wünscht sich tatsächlich, das Problem wäre ein Haufen hinterhältiger Verschwörer. Und warum? Weil dann die Probleme unserer Welt recht einfach zu lösen wären, zumindest im Prinzip. Man müsste nur diese Bösewichte entlarven und eliminieren. Das ist die vorherrschende Hollywood- Formel, um das Unrecht der Welt wiedergutzumachen: Ein heldenhafter Champion konfrontiert und besiegt den Bösewicht, und alle leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Hmm, das ist die gleiche Grundformel, wie wenn man Krankheitserreger auf Keime schiebt und sie mit dem Arsenal der Medizin tötet, damit wir ein sicheres, gesundes Leben bis ans Ende unserer Tage führen können, oder wenn man die Terroristen tötet und die Einwanderer ausmauert und die Kriminellen einsperrt, alles wieder, damit wir ein sicheres, gesundes Leben bis ans Ende unserer Tage führen können. Verschwörungstheorien, die von derselben Vorlage geprägt sind, greifen auf eine unbewusste Orthodoxie zurück. Sie entstammen demselben mythischen Pantheon wie die sozialen Übel, gegen die sie protestieren. Wir könnten das Pantheon Trennung nennen, und eines seiner Hauptmotive ist der Krieg gegen das Andere.
Das soll nicht heißen, dass es so etwas wie einen Keim nicht gibt - oder eine Verschwörung. Watergate, COINTELPRO, Iran-Contra, Mercks Medikament Vioxx, Fords explodierende Pinto- Vertuschung, Lockheed-Martins Bestechungskampagne, Bayers wissentlicher Verkauf von HIV- kontaminiertem Blut und der Enron-Skandal zeigen, dass es Verschwörungen gibt, an denen mächtige Eliten beteiligt sind. Keiner der oben genannten Punkte ist jedoch ein Mythos: Ein Mythos ist etwas, das die Welt erklärt; er ist auf mysteriöse Weise größer als er selbst. So ist die Verschwörungstheorie des Kennedy-Attentats (die ich, zweifellos auf Kosten meiner Glaubwürdigkeit, als buchstäblich wahr
akzeptiere) ein Portal in das Reich der Mythen.
Der Verschwörungsmythos, den ich hier
anspreche, ist jedoch viel größer als jedes
dieser konkreten Beispiele: Er besagt, dass die Welt, wie wir sie kennen, das Ergebnis einer Verschwörung ist, deren böse Götter die Illuminati oder die Kontrolleure sind. Für die Gläubigen wird sie zu einem totalisierenden Diskurs, der jedes Ereignis in seine Begriffe fasst.
Systeme (...) können nicht durch den Kampf gegen ihre Verwalter beseitigt werden.
Ein Mythos ist etwas, das die Welt erklärt; er ist auf mysteriöse Weise größer als er selbst.

Es ist ein Mythos mit einem illustren Stammbaum, der zumindest bis in die Zeit der Gnostiker des ersten Jahrhunderts zurückreicht. Gnostiker glauben, dass ein böser Halbwüchsiger die materielle Welt aus einer bereits existierenden göttlichen Essenz schuf. Er schuf die Welt nach dem Bild seiner eigenen Verzerrung und stellt sich selbst als ihren wahren Gott und Herrscher vor.
Man braucht weder buchstäblich daran zu glauben, noch buchstäblich an eine die Welt beherrschende böse Kabale zu glauben, um aus diesem Mythos Einsicht zu gewinnen - Einsicht in die Arroganz der Mächtigen, zum Beispiel, oder in die Art der Verzerrung, die die Welt unserer Erfahrung färbt.
Was ist es, das die große Mehrheit der Menschheit dazu bringt, sich an ein System zu halten, das die Erde und die Menschheit in den Ruin treibt? Welche Macht hat uns in ihrer Gewalt? Es sind nicht nur die Verschwörungstheoretiker, die in einer Mythologie gefangen sind. Auch die Gesellschaft als Ganzes ist es. Ich nenne sie
die Mythologie der Trennung: Ich getrennt von
euch, Materie getrennt vom Geist, Mensch
getrennt von der Natur. Sie hält uns als diskrete
und getrennte Selbste in einem objektiven
Universum aus Kraft und Masse, Atomen und Leere. Weil wir (in diesem Mythos) von anderen Menschen und von der Natur getrennt sind, müssen wir unsere Konkurrenten beherrschen und die Natur beherrschen. Der Fortschritt besteht also darin, unsere Fähigkeit zu erhöhen, den Anderen zu beherrschen. Der Mythos erzählt die Geschichte der Menschheit als einen Aufstieg von einem Triumph zum nächsten, vom Feuer zur Domestizierung, von der Industrie zur Informationstechnologie, Gentechnik und Sozialwissenschaft, der ein kommendes Paradies der Kontrolle verspricht. Derselbe Mythos motiviert die Eroberung und Zerstörung der Natur und organisiert die Gesellschaft, um den gesamten Planeten in Geld zu verwandeln - eine Verschwörung ist nicht notwendig.
Die Mythologie der Trennung ist es, die das erzeugt, was ich in Die Krönung als "zivilisatorische Neigung" zur Kontrolle bezeichnet habe. Die Lösungsschablone besteht darin, bei jedem Problem etwas zu finden, das man kontrollieren kann - unter Quarantäne zu stellen, zu verfolgen, einzusperren, einzumauern, zu beherrschen oder zu töten. Wenn die Kontrolle versagt, wird mehr Kontrolle das Problem lösen. Um das soziale und materielle Paradies zu erreichen, muss man alles kontrollieren, jede Bewegung verfolgen, jedes Wort überwachen, jede Transaktion aufzeichnen. Dann kann es kein Verbrechen mehr geben, keine Ansteckung, keine Desinformation mehr. Wenn die gesamte herrschende Klasse diese Formel und diese Vision akzeptiert, wird sie in natürlicher Übereinstimmung handeln, um ihre Kontrolle zu verstärken. Es ist alles für das Allgemeinwohl. Wenn auch die Öffentlichkeit diese Formel akzeptiert, wird sie sich nicht widersetzen. Dies ist keine Verschwörung, auch wenn es sicherlich nach einer Verschwörung aussehen kann. Dies ist eine dritte Wahrheit innerhalb des Verschwörungsmythos. Die Ereignisse werden in der Tat in Richtung von mehr und mehr Kontrolle inszeniert, nur die orchestrierende Macht ist selbst ein Zeitgeist, eine Ideologie... ein Mythos.
Eine Verschwörung ohne Verschwörer
Lassen Sie uns den Verschwörungsmythos nicht einfach als Mythos abtun. Er ist nicht nur eine wichtige psychosoziale Diagnose, sondern enthüllt auch (was sonst nur schwer aus der offiziellen Mythologie zu erkennen ist) wie die wichtigsten Institutionen der Gesellschaft, obwohl fehlerhaft, uns immer näher an ein High-Tech-Paradies heranführen. Dieser dominante Mythos macht uns blind für die Datenpunkte, die die Verschwörungstheoretiker für ihre Erzählungen rekrutieren. Dazu
Ich nenne sie die Mythologie der Trennung: Ich getrennt von euch, Materie getrennt vom Geist, Mensch getrennt von der Natur.

könnten Dinge gehören wie die behördliche Vereinnahmung in der pharmazeutischen Industrie, Interessenkonflikte innerhalb der Organisationen des öffentlichen Gesundheitswesens, die zweifelhafte Wirksamkeit von Masken, die weitaus geringeren als die gehypten Todesraten, totalitäre Überreichweiten, der fragwürdige Nutzen der Abriegelung, Bedenken über nicht- ionisierende Frequenzen elektromagnetischer Strahlung, die Vorteile natürlicher und ganzheitlicher Ansätze zur Stärkung der Immunität, die Bioterrain-Theorie, die Gefahren der Zensur im Namen der "Bekämpfung der Desinformation" und so weiter. Es wäre schön, wenn man die zahlreichen stichhaltigen Punkte und legitimen Fragen aufwerfen könnte, die alternative Covid-Erzählungen ans Licht bringen, ohne als rechter Verschwörungstheoretiker eingestuft zu werden.
Die ganze Formulierung "rechter Verschwörungstheoretiker" ist etwas merkwürdig, da es traditionell die Linke ist, die am aufmerksamsten auf die Neigung der Mächtigen achtet, ihre Macht zu missbrauchen. Traditionell ist es die Linke, die korporativen Interessen gegenüber misstrauisch ist, - die uns dazu drängt, "Autorität in Frage zu stellen", und die in der Tat das Hauptopfer der Infiltration und Überwachung durch die Regierung ist. Wenn vor fünfzig Jahren jemand gesagt hätte: "Es gibt ein geheimes Programm namens COINTELPRO, das Bürgerrechtsgruppen ausspioniert und mit giftigen Briefen und fabrizierten Gerüchten Spaltungen in ihnen sät", wäre das nach heutigen Maßstäben eine Verschwörungstheorie gewesen. Dasselbe vor 25 Jahren mit: "Es gibt ein Geheimprogramm, in dem die CIA Drogenverkäufe in amerikanische Innenstädte erleichtert und das Geld zur Finanzierung rechter Paramilitärs in Mittelamerika verwendet. Dasselbe gilt für die Infiltration von Umweltgruppen und Friedensaktivisten durch die Regierung seit den 1980er Jahren. Oder in jüngerer Zeit mit der Infiltration der Standing Rock-Bewegung. Oder die jahrzehntelange Verschwörung der Immobilienbranche, Nachbarschaften neu abzuriegeln, um Schwarze fernzuhalten. Warum drängt die Linke angesichts dieser Geschichte plötzlich alle dazu, "dem Menschen" zu vertrauen - den Äußerungen der Pharmaunternehmen und der von der Pharmaindustrie finanzierten Organisationen wie der CDC und der WHO zu vertrauen? Warum wird die Skepsis gegenüber diesen Institutionen als "rechtsgerichtet" bezeichnet? Es ist nicht so, dass nur die Privilegierten durch den Lockdown "belästigt" werden. Es ist verheerend für das Leben von Dutzenden oder Hunderten von Millionen des globalen Prekariats. Das UN-Welternährungsprogramm warnt davor, dass bis Ende des Jahres 260 Millionen Menschen verhungern werden. Die meisten davon sind Schwarze und Braune in Afrika und Südasien. Man könnte argumentieren, dass die Beschränkung der Debatte auf epidemiologische Fragen der Sterblichkeit an sich schon eine privilegierte Haltung ist, die das Leiden derer auslöscht, die von vornherein am stärksten marginalisiert sind.
"Verschwörungstheorie" ist zu einem Begriff
der politischen Beschimpfung geworden, der
benutzt wird, um jede Ansicht zu
verunglimpfen, die vom Mainstream-Glauben
abweicht. Im Grunde kann jede Kritik an
dominanten Institutionen als Verschwörungstheorie verschmiert werden. In dieser Verleumdung liegt tatsächlich eine perverse Wahrheit. Wenn Sie beispielsweise glauben, dass Glyphosat tatsächlich gefährlich für die menschliche und ökologische Gesundheit ist, dann müssen Sie, wenn Sie logisch denken, auch glauben, dass Bayer/Monsanto diese Informationen unterdrückt oder ignoriert, und Sie müssen auch glauben, dass die Regierung, die Medien und das wissenschaftliche Establishment bis zu einem gewissen Grad an dieser Unterdrückung mitschuldig sind. Warum aber sehen wir keine NYT-Schlagzeilen wie "Monsanto Whistleblower enthüllt Gefahren von Glyphosat"?
Die Unterdrückung von Informationen kann ohne absichtliche Orchestrierung erfolgen. Im Laufe der Geschichte sind Hysterien, intellektuelle Modeerscheinungen und Massenwahn spontan
Die Unterdrückung von Informationen kann ohne absichtliche Orchestrierung erfolgen. (...) Dies ist rätselhafter, als die einfache Erklärung der Verschwörung zugibt.

gekommen und gegangen. Dies ist rätselhafter, als die einfache Erklärung der Verschwörung zugibt. Eine unbewusste Koordinierung von Handlungen kann sehr ähnlich wie eine Verschwörung aussehen, und die Grenze zwischen beiden ist verschwommen. Denken Sie an den Betrug mit Massenvernichtungswaffen (MVW), der als Vorwand für die Invasion des Irak diente. Vielleicht gab es in der Bush-Administration Leute, die wissentlich das gefälschte "Yellowcake"-Dokument benutzten, um zum Krieg aufzurufen; vielleicht wollten sie einfach sehr gerne glauben, dass die Dokumente echt waren, oder
vielleicht dachten sie: "Nun, das ist
fragwürdig, aber Saddam muss
Massenvernichtungswaffen haben,
und selbst wenn er sie nicht hat,
will er sie haben, also ist das Dokument im Grunde genommen wahr...". Die Menschen glauben leicht, was ihren Interessen dient oder zu ihrer bestehenden Weltanschauung passt.
In ähnlicher Weise brauchten die Medien wenig Ermutigung, um die Kriegstrommeln zu schlagen. Sie wussten bereits, was sie zu tun hatten, ohne Anweisungen erhalten zu müssen. Ich glaube nicht, dass sehr viele Journalisten tatsächlich an die Massenvernichtungswaffenlüge geglaubt haben. Sie gaben vor zu glauben, weil sie unbewusst wussten, dass dies die Erzählung des Establishments war. Das war es, was ihnen die Anerkennung als seriöse Journalisten einbringen würde. Das war es, was ihnen Zugang zur Macht verschaffen würde. Das würde es ihnen ermöglichen, ihre Arbeitsplätze zu behalten und ihre Karriere voranzutreiben. Aber vor allem gaben sie vor, zu glauben, weil alle anderen vorgaben, zu glauben. Es ist schwer, sich gegen den Zeitgeist zu stellen.
Der britische Wissenschaftler Rupert Sheldrake erzählte mir von einem Vortrag, den er vor einer Gruppe von Wissenschaftlern, die an einer angesehenen britischen Universität das Verhalten von Tieren erforschten, gehalten hatte.
Er sprach über seine Forschung an Hunden, die wissen, wann ihre Besitzer nach Hause kommen, und über andere telepathische Phänomene bei Haustieren. Der Vortrag wurde mit einer Art höflichem Schweigen aufgenommen. Aber in der folgenden Teepause kamen alle sechs Seminarteilnehmer (...die leitenden Wissenschaftler!) nacheinander zu ihm, und als sie sicher waren, dass niemand sonst zuhörte, erzählten sie ihm, dass auch sie solche Erfahrungen mit ihren eigenen Tieren gemacht hatten und dass sie davon überzeugt seinen, dass Telepathie ein echtes Phänomen sei, - dass sie aber nicht mit ihren Kollegen darüber sprechen könnten, weil sie alle so „geradlinig“ seien. Als Sheldrake realisierte, daß alle sechs ihm so ziemlich dasselbe erzählt hatten, sagte er zu ihnen: "Warum rückt ihr nicht raus? Ihr hättet alle so viel mehr Spaß!“
Er sagt, wenn er in einer wissenschaftlichen Einrichtung einen Vortrag hält, würden sich ihm danach fast immer Wissenschaftler nähern, die ihm erzählen, dass sie persönliche Erfahrungen gemacht hätten, die sie von der Realität psychischer oder spiritueller Phänomene überzeugen, dass sie aber diese nicht mit ihren Kollegen besprechen können, aus Angst, für seltsam gehalten zu werden.
Es handelt sich hier nicht um eine bewusste Verschwörung zur Unterdrückung psychischer Phänomene. Diese sechs Wissenschaftler kamen nicht vorher zusammen und beschlossen, Informationen zu unterdrücken, von denen sie wussten, dass sie real waren. Sie behalten ihre Meinung für sich, weil diese die Normen ihrer Subkultur, die grundlegenden Paradigmen die die Wissenschaft begrenzen, verletzen würde - und der sehr realen Gefahr eines Karriereschadens wegen. Die Verfolgung und Verleumdung, die gegen Sheldrake selbst gerichtet ist, zeigt, was mit einem Wissenschaftler geschieht, der sich offen von der offiziellen wissenschaftlichen Realität distanziert. Man könnte also immer noch sagen, dass eine Verschwörung im Gange ist, aber ihr Täter ist eine Kultur, ein System und eine Geschichte.
Die Menschen glauben leicht, was ihren Interessen dient oder zu ihrer bestehenden Weltanschauung passt.

Ist dies, oder eine absichtlich konspirative Agenda, eine befriedigendere Erklärung für die schein- bar unaufhaltsamen Trends (die keineswegs mit Covid begannen) in Richtung Überwachung, Verfolgung, Distanzierung, Keimphobie, Sicherheitsbesessenheit und die Digitalisierung / Indoorisierung von Unterhaltung, Erholung und Geselligkeit? Wenn der Täter tatsächlich eine kulturelle Mythologie und ein kulturelles System ist, dann bieten uns Verschwörungstheorien ein falsches Ziel, eine Ablenkung. Das Heilmittel kann nicht darin bestehen, diejenigen aufzudecken und zur Strecke zu bringen, die uns diese Trends aufgezwungen haben. Natürlich gibt es in unserer Welt viele schlechte Akteure, erbarmungslose Menschen, die abscheuliche Taten begehen. Aber haben sie das System und die Mythologie der Trennung geschaffen oder nutzen sie es nur aus? Sicherlich sollten solche Menschen aufgehalten werden, aber wenn das alles ist, was wir tun, und die Bedingungen, die sie hervorbringen, unverändert lassen, werden wir einen endlosen Krieg führen. So wie in der Bioterrain-Theorie Keime Symptome und Ausbeuter von krankem Gewebe sind, so sind auch konspirative Kabalen Symptome und Ausbeuter einer kranken Gesellschaft: einer Gesellschaft, die von der Mentalität des Krieges, der Angst, der Trennung und der Kontrolle vergiftet ist. Diese tiefe Ideologie, der Mythos der Trennung, entzieht sich jeder Erfindungskraft. Die Illuminaten, falls es sie gibt, sind nicht ihre Autoren; es ist wahrer zu sagen, dass die Mythologie ihr Autor ist. Wir erschaffen nicht unsere Mythen; sie erschaffen uns.
Auf welcher Seite stehen Sie?
Am Ende habe ich immer noch nicht gesagt, ob ich den Verschwörungsmythos der Neuen Weltordnung für wahr halte oder nicht. Nun, eigentlich doch, das habe ich. Ich habe gesagt, dass er als Mythos wahr ist, unabhängig von seiner Übereinstimmung mit überprüfbaren Fakten. Aber was ist mit den Fakten? Kommen Sie, Charles, sagen Sie uns, gibt es tatsächlich eine Verschwörung hinter der Covid-Sache, oder nicht? Es muss eine objektive Tatsache in dieser Geschichte geben. Sind Chemtrails so eine Geschichte? Wurde SARS-COV2 gentechnisch verändert? Ist die Mikrowellenstrahlung von Mobilfunkmasten ein Faktor? Bringen Impfstoffe Viren aus tierischen Zellkulturen in den Menschen ein? Leitet Bill Gates eine Machtergreifung in Form des medizinischen Kriegsrechts ein? Beherrscht eine luziferische Elite die Welt? Wahr oder falsch? Ja oder nein?
Auf diese Frage würde ich mit einer anderen
antworten: Da ich in keiner dieser Fragen ein
Experte bin, - warum wollen Sie wissen, was
ich denke? Könnte es sein, dass Sie mich auf
die eine oder andere Seite eines Informationskrieges stellen wollen? Dann werden Sie wissen, ob es in Ordnung ist, diesen Aufsatz gut zu finden, ihn zu teilen oder mich in Ihrer Podcast- Sammlung zu haben. In einer Wir-gegen-den-Krieg-Mentalität ist es das Wichtigste zu wissen, auf welcher Seite jemand steht, damit man dem Feind nicht Hilfe und Trost spendet.
Aha - Charles muss auf der anderen Seite stehen. Denn er hat eine falsche Äquivalenz zwischen - von Fachleuten überprüften, evidenzbasierten, respektablen wissenschaftlichen - Erkenntnissen auf der einen Seite und verrückten Verschwörungstheorien auf der anderen Seite geschaffen.
Aha - Charles muss auf der anderen Seite stehen. Denn er hat eine falsche Äquivalenz zwischen Unternehmens-Regierung-NWO-Propaganda auf der einen Seite und mutigen Informanten und Dissidenten, die ihre Karriere für die Wahrheit riskieren, auf der anderen Seite geschaffen.
Können Sie sehen, wie totalisierend die Kriegsmentalität sein kann?
Könnte es sein, dass Sie mich auf die eine oder andere Seite eines Informationskrieges stellen wollen?

Die Kriegsmentalität sättigt unsere polarisierte Gesellschaft, die sich Fortschritt als Folge des Sieges vorstellt - Sieg über einen Virus, über die Ignoranten, über die Linken, über die Rechten, über die psychopathischen Eliten, über Donald Trump, über die weiße Vorherrschaft, über die liberalen Eliten....
Jede Seite benutzt die gleiche Formel, und diese Formel erfordert einen Feind. Also teilen wir uns selber zwangsläufig auf in „uns und sie“, wobei wir 99% unserer Energien in einem fruchtlosen Tauziehen verbrauchen und nicht ein
einziges Mal vermuten, dass die wahre
böse Macht die Formel selbst sein könnte.
Das soll nicht heißen, dass wir den Konflikt
irgendwie aus den menschlichen
Angelegenheiten verbannen sollen. Es geht
darum, eine Mythologie in Frage zu stellen, die von beiden Seiten angenommen wird, - die jedes Problem in den Begriffen des Konflikts begreift. Kampf und Konflikt haben ihren Platz, aber andere Handlungsstränge sind möglich. Es gibt andere Wege zur Heilung und zur Gerechtigkeit.
Ein Aufruf zur Demut
Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass die Ereignisse sich scheinbar selbst organisieren, um die Geschichte, die Sie über die Welt halten, zu bestätigen? Auswahl- und Bestätigungsverzerrungen erklären einiges davon, aber ich glaube, es ist auch etwas Seltsameres am Werk. Wenn wir in tiefen Glauben oder tiefe Paranoia verfallen, scheint es, als ob dieser Zustand bestätigende Ereignisse anzieht. Die Realität organisiert sich so, dass sie mit unseren Geschichten übereinstimmt. In gewisser Weise IST dies eine Verschwörung, nur keine, die von der Menschheit verübt wird. Das könnte eine dritte Wahrheit sein, die der Verschwörungsmythos birgt: die Präsenz einer organisierenden Intelligenz hinter den Ereignissen unseres Lebens.
Dies impliziert in keiner Weise das New-Age-Nostrum, dass Überzeugungen Realität schaffen. Vielmehr ist es so, dass sich Realität und Glaube gegenseitiG. K.onstruieren und sich als ein kohärentes Ganzes entwickeln. Die intime, geheimnisvolle Verbindung zwischen Mythos und Realität bedeutet, dass der Glaube nie wirklich ein Sklave der Tatsachen ist. Wir sind der Souverän der Tatsachen - was nicht bedeutet, dass wir ihr Schöpfer sind. Ihr Souverän zu sein bedeutet nicht, ihr Tyrann zu sein, sie zu missachten und zu überwältigen.
Der weise Monarch achtet auf ein widerspenstiges Subjekt, wie zum Beispiel eine Tatsache, die sich der Erzählung widersetzt. Vielleicht ist es einfach ein gestörter Unruhestifter, wie eine einfache Lüge, aber vielleicht signalisiert es Disharmonie im Königreich. Vielleicht ist das Königreich nicht mehr legitim. Vielleicht ist der Mythos nicht mehr wahr.
Es könnte durchaus sein, dass die lautstarken Angriffe auf Covids Dissens unter Verwendung der "Verschwörungstheorie"-Verleumdung die Schwäche der orthodoxen Paradigmen signalisieren, die sie aufrechtzuerhalten suchen.
Wenn dem so ist, bedeutet das auch nicht, dass die orthodoxen Paradigmen alle falsch sind. Der Sprung von einer Gewissheit zur anderen überspringt den heiligen Boden der Ungewissheit, des Nichtwissens, der Demut, auf den wirklich neue Informationen gelangen können. Was die Experten aller Überzeugungen eint, ist ihre Gewissheit. Wer ist vertrauenswürdig? Am Ende ist es der Mensch, der die Demut besitzt, zu erkennen, wann er sich geirrt hat.
Jede Seite benutzt die gleiche Formel, und diese Formel erfordert einen Feind. Also teilen wir uns selber zwangsläufig auf in „uns und sie“ ...

Der Sprung von einer Gewissheit zur anderen überspringt den heiligen Boden der Ungewissheit, des Nichtwissens, der Demut, auf den wirklich neue Informationen gelangen können.
Denjenigen, die jede Information kate-
gorisch ablehnen, die die konventionelle
Medizin, die Abschließungspolitik,
Impfstoffe usw. ernsthaft in Frage stellt,
möchte ich die Frage stellen: Brauchen
Sie so hohe Mauern um Ihr Königreich?
Anstatt diese widerspenstigen Subjekte zu verbannen, - würde es schaden, ihnen eine Audienz zu gewähren? Wäre es so gefährlich, vielleicht ein anderes Königreich zu bereisen, geführt nicht von Ihrem eigenen loyalen Minister, sondern von den intelligentesten und einladendsten Partisanen der anderen Seite?
Wenn Sie kein Interesse daran haben, die Stunden zu verbringen, die Sie brauchen werden, um die daraus folgenden abweichenden Meinungen aufzunehmen, - gut. Ich wäre auch lieber in meinem Garten. Aber wenn Sie in diesen Fragen ein Partisan sind, was schadet es dann, feindliches Gebiet zu besuchen? Normalerweise tun Partisanen so etwas nicht. Sie verlassen sich auf die Berichte ihrer eigenen Führer über den Feind. Wenn sie etwas über die Ansichten von Robert F. Kennedy Jr. oder Judy Mikovitz wissen, dann nur durch die Linse von jemandem, der sie entlarvt. Hören Sie sich also Kennedy an oder, wenn Sie Hochschulabsolventen bevorzugen, David Katz, Zach Bush oder Christiane Northrup.
Ich möchte die gleiche Einladung an diejenigen richten, die die konventionelle Sichtweise ablehnen. Finden Sie die skrupellosesten Mainstream-Ärzte und Wissenschaftler, die Sie finden können, und tauchen Sie in ihre Welt ein. Nehmen Sie die Haltung eines respektvollen Gastes ein, nicht die eines feindlichen Spions. Wenn Sie das tun, garantiere ich Ihnen, dass Sie auf Datenpunkte stoßen werden, die jede Erzählung, mit der Sie gekommen sind, in Frage stellen. Die Pracht der konventionellen Virologie, die Wunder der Chemie, die Generationen von Wissenschaftlern entdeckt haben, die Intelligenz und Aufrichtigkeit der meisten dieser Wissenschaftler und der echte Altruismus von Mitarbeitern des Gesundheitswesens an der vordersten Front, die angesichts des großen Risikos für sich selbst keinen politischen oder finanziellen Interessenkonflikt haben, müssen Teil jeder zufriedenstellenden Erzählung sein.
Nachdem ich zwei Monate lang wie besessen nach einer solchen gesucht habe, habe ich noch keine zufriedenstellende Erzählung gefunden, die jeden Datenpunkt berücksichtigt. Das bedeutet nicht, dass ich nichts unternehmen soll, denn schließlich ist Wissen nie sicher. Aber in dem Wirbelwind konkurrierender Erzählungen und der darunter liegenden disjunkten Mythologien können wir nach einer Handlung suchen, die Sinn macht, egal welche Seite Recht hat. Wir können nach Wahrheiten suchen, die vom Rauch und vom Geschrei der Schlacht verschleiert werden. Wir können Annahmen in Frage stellen, die beide Seiten für selbstverständlich halten, und wir können Fragen stellen, die keine Seite stellt. Da wir uns mit keiner der beiden Seiten identifizieren, können wir von beiden Seiten Erkenntnisse gewinnen. Indem wir alle Stimmen, auch die der Marginalisierten, in die Gesellschaft einbringen, können wir einen breiteren gesellschaftlichen Konsens aufbauen und beginnen, die Polarisierung zu heilen, die unsere Gesellschaft zerreißt und lähmt.

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Liebe Frau H., haben Sie mit der republik einen Buchvertrag abgeschlossen?

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Nein.

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Es liegt Weisheit in der Begrenzung.

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Liebe Frau H.: Ich bin beeindruckt und erstaunt ... Haben Sie das alles heute Morgen, als Gedanken zu diesem Artikel aufgeschrieben?

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Leserin
·

Redakteure, bitte helft. Ist Charles Eisenstein ein Verschwörungsbeschwörer?
Eine Suchende.

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Chefredaktion
·
· editiert

Danke für Ihre Frage, Frau Hauschild-Horlacher. Soweit ich sein Werk überblicke, kann ich das nicht erkennen. Er ist ein Aktivist und Philosoph und stellt wichtige und richtige Fragen, z.B. hier: "Auch der gern zitierte Kulturphilosoph Charles Eisenstein, ein Vordenker der Occupy-Bewegung, fragt sich, ob der intensivmedizinische Aufschub des Todes nicht in Wahrheit eine Entfremdung vom Leben ist: Ist die Technizität der Lebensrettung, das verzweifelte Anschliessen der Infizierten an Beatmungsgeräte, nicht der Beweis dafür, dass die liberale Gesellschaft den kulturell eingebetteten Tod beseitigt und die familiäre Geborgenheit durch Apparate ersetzt hat?" Dass jemand von Fake-News-Schleudern und anderen zweifelhaften Personen vereinnahmt wird (wie Eisenstein von Pete Evans z.B.), macht ihn noch nicht zum Verschwörungsbeschwörer. Es kommt immer auch darauf an, wie man sich dazu verhält, ob man z.B. ein Geschäftsmodell daraus macht.

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Leserin
·
· editiert

Die Länge, ja, die ist überwältigend und sollte hier nicht so zelebriert werden, aber frau kann ja einfach weniger anzeigen lassen. Besser jedoch: den Essay lesen. Frau H. ist (wie andere Diskutierende siehe oben und unten) auf der Kippe, der Republik den Rücken zu kehren. In ihrem Fall weil diese sich noch immer nicht mit einem Weisen wie Charles Eisenstein auseinandergesetzt hat. Sie hat sich wohl gedacht: Ich bin Verlegerin, und das soll keine Worthülse bleiben, also darf ich Eisenstein hier am frühen Morgen publizieren. Bravo! Provozieren hilft manchmal. Aber hier: hat es überhaupt wer wirklich bemerkt? Länge hin oder her? Falls Sie Zeit finden, lesen Sie den langen Beitrag. Es ist der beste und wichtigste in dieser Diskussion. charleseisenstein.org ist überhaupt ein guter Ort.

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Den Beitrag habe ich gelesen, bevor ich meinen Kommentar zu seiner Länge schrieb. Es gibt darin keinen Hinweis, dass der Text nicht von B. H. stammt. d.h. man muss Eisenstein kennen, um das überhaupt zu bemerken. Was ich nicht tue. Was mir einzig auffiel: dass der Text irgendwo herauskopiert worden sein muss, weil die (vermeintliche) Autorin sich nicht einmal die Mühe nahm, die Zwischentitel wieder so zu platzieren, dass sie den Text strukturieren, statt ihn zu zerreissen. Diese Art der Präsentation ohne Quellenangabe, ohne Strukturierung empfinde ich nicht als Bereicherung, sondern als Zumutung, die mir schlagartig jede Lust raubt, mich nach einer ersten Kenntnisnahme noch weiter mit dem Inhalt auseinanderzusetzen.

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Und wieder mal einer dieser Schwätzerartikel, dessen Meinungsmache sich hinter Titeln diffuser, pardon: diverser Fachleute versteckt. Wenn man sich in der Schweiz umschaut, leben hier doch Linke, Rechte, Gescheite, Spinner, vermeintlich Gebildete, Esotheriker und was der liebe Gott sonst noch alles geschaffen hat. Da ist es doch nur logisch, dass man an einer Demonstration, die sich gegen Massnahmen wendet, welche uns alle betreffen, eben auch die ganze Palette antrifft. Und natürlich kann man sich dann als Journalist diesen und jenen heraussuchen und psychologisch oder politisch sezieren, wenn man bestimmte Ziele erreichen oder Informationen kolportieren will – genau wie das jenen Journalisten vorgeworfen wird, die im ach so bösen Netz ihre Verschwörungstheorien verbreiten. Die Autorin verkennt – oder verschweigt – dabei, dass es ebendiese Arbeitsweise der Mainstreammedien – zu denen ich mit einiger Ernüchterung auch die «Republik» zählen muss – ist, welche denkende, misstrauische, neugierige und kritische Mitmenschen dazu bringt, sich ebenda, in diesem Netz, das eine Fülle an Informationen jeder Art bietet, das Wissen zu suchen, das ihnen sonst unterschlagen wird. Und sie begeht den grössten Fehler, den ein Medienschaffender sich vorwerfen lassen kann: sie verkauft ihre Leser bzw. jene, die sich auch anderweitig informieren, für dumm, traut ihnen nicht zu, sich über verschiedene Kanäle eine eigene und valable Meinung zu bilden.

Ich selbst habe begonnen, diese ach so gefährlichen Alternativquellen zu nutzen, nachdem die offiziellen, von unseren Gebührengeldern finanzierten Organe davor warnten, sich anderswo als bei ihnen oder von der Regierung genehmigten und verifizierten Quellen zu informieren. Wer solches von sich gibt, so etwas verlangt, hat etwas zu verbergen. Auf Empfehlung eines Kollegen habe ich nun die «Republik» abonniert – und werde mein Abbonnement nach dem vierten unbedarften Artikel wie dem vorliegenden auch wieder künden. Dies ist nicht Journalismus, das ist plumpe Meinungsmache und eine Beleidigung meiner Intelligenz. Schade für ein Produkt mit Anspruch.

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Advocatus diaboli
·

Sie scheinen zur wachsenden Gruppe von Menschen zu gehören, die nicht zwischen Meinungen und Tatsachen unterscheiden können. Eine Meinung ist beispielsweise die Aussage, dass Sie den schottischen Whisky für besser als den amerikanischen halten. Es ist allerdings keine Meinung, wenn Sie behaupten, dass sämtliche schottischen Whiskys in Tat und Wahrheit im Vatikan gebrannt werden. Es ist ganz einfach Bullshit. Zu einer mehr oder weniger gesicherten Tatsache kann man keine Meinung haben. Der Kern und die Gemeinsamkeit aller Verschwörungstheorien ist, dass sie genau auf solchen Bullshit-Behauptungen beruhen.
Es bleibt Ihnen selbstverständlich unbenommen, zu glauben, was Sie wollen. Aber Sie sollten es dann auch als das deklarieren, was es ist: Glaube (und eben keine Meinung).

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· editiert

Ehrliche Frage: was sind "Mainstream-Medien"? Definition? Beispiele? Oder ist das nur so ein lächerlicher Diskussions-Killer, ein sinnleeres Totschlag-Wort von euch "Verschwörungsgläubigen" (siehste, ich beherrsche diese Killerphrasen auch;-) ?

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Um in der Schweiz zu bleiben: Tages-Anzeiger? NZZ? SRF? Blick? BAZ? Sind das für Sie genügend Totschlag-Worte? Leider haben wir nicht mehr allzu viele «unabhängige» Verlagshäuser in der Schweiz. Gerade heute bringt der TA komplett sinnentleert die Schlagzeile auf seiner Titelseite, dass erstmals ein Säugling mutmasslich an Corona verstorben sei. Das arme Kind hatte eine Hirnhautentzüdung, die besipielsweise auch von Errergern verursacht wir, die von Zecken übertragen werden. Und es wurde mit einem der nicht sehr zuverlässigen Tests positiv auf das Virus getestet. Das ist einfach nur verantwortungslose Panikmache.

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Ähm, dieser Artikel spricht genau über Menschen wie Sie. Selbstverständlich können sie dem Artikel also nicht zustimmen. Sie haben sich aus irgendeinem Grund aus der Realität ausgeklinkt. Es gibt auch keine Möglichkeit, Sie da zurückzuholen, das wollen Sie entweder selber dann wieder einmal, oder dann tschüss... Wären Sie noch in der Realität verankert, welche die grundlegende Verschiedenheit und Widersprüche der wilden Mischung der Demonstrierenden als nicht kompatibel erkennen könnte, würden Sie wie die Mehrheit - immer noch die grosse Mehrheit und durchaus selber denkende Menschen - ausschliessen, dass es Sinn macht, mit Rechtsextremen, abgehobenen Esoterikern, etc. auf den gelichen Platz zu stehen. Denn so oder so bleiben die auf dem Platz ein Minderheitentrupp. Ich würde die Problematik und das grundsätzliche Misstrauen gegenüber der Welt dieser Personen eher in der Persönlichkeit und der Psyche suchen.

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Sie bestehen darauf, dass Sie sich Ihre eigene Meinung bilden können und sich darum breit informieren wollen. Und dann künden Sie Ihr Abo der Republik, weil sie Ihre Meinung nicht bestätigt. Finden Sie das nicht ein bisschen widersprüchlich, lieber Herr S.?

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Leserin
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Nein, Herr S., bleiben Sie bitte bei der Republik. Sie ist unverzichtbar. Wo sonst könnten wir so diskutieren?

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"Bitte Belege einfügen"!
Schubladisierungen ohne jeglichen Belege am laufenden Meter. Das ist mir zu wenig, liebe Republik!

Das Bemühen irgendwelcher (umstrittenen?) Experten mit ihren persönlichen (nicht-peer-reviewten!) Einschätzungen über die angeblichen Gesinnungen und ideologischen Zugehörigkeiten irgendwelcher Dritter ist wenig überzeugend. V. a. wenn mensch aus Erfahrung weiss, wie es immer wieder solche Experten gibt, die selber eine politische Agenda fahren und wenig von Objektivität halten.

Bei der Analyse von Meinungen, Ideologien, politischen Richtungen etc. spielen die subjektive Wahrnehmung und die persönlichen Überzeugungen der beobachtenden Experten durchaus eine grössere Rolle, als bei naturwissenschaftlichen oder technischen Themen. (Was sind denn z. B. die politischen Überzeugungen eurer Experten? – Leute, die die Bezeichnung "rechts" so verwenden, als wäre dies eine Verwerfliche Haltung, sind vielleicht nicht ganz unproblematisch. – Und ich bin gemäss der eigentlichen historischen Bedeutung des Begriffs und auch entspr. der heute gängigen Skala ein Linker, je nach Thema moderat oder sogar radikal.) #bubble

(Mal abgesehen davon, dass Recherchen und Berichten dieser Art wohl kaum ein repräsentatives Sample zu Grunde liegen dürfte - was natürlich nicht von einem Magazin zu erwarten ist.)

Daher sollten doch mehrere unterschiedliche (Experten-)Einschätzungen dargelegt werden. Oder noch besser: Interviewt doch einige Teilnehmer und lasst sie in eigenen Worten erklären, was ihre Motive sind und was sie konkret von bestimmten anderen Teilnehmern halten.

Und wenn ihr mal endlich erklären könntet, wieso Bill Gates eben doch eine entscheidende und durchaus bedenkliche Rolle in der aktuellen Corona-Krise spielt, würde das auch niemandem Schaden. (Oder glaubt ihr nicht, dass relevante Geldgeber einen starken Einfluss auf Forschung und Tätigkeit von Organisatonen haben?)

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Elia Blülle
Journalist @Republik
·
· editiert

Herr S. Danke für Ihren Kommentar. Als jemand der sich an der Universität mit den besprochenen Phänomenen befasst hat, kann ich Ihnen sagen, dass die befragten Wissenschaftler*innen den geistes- und sozialwissenschaftlichen Diskurs in diesen Fragen sehr gut repräsentieren. That said: Die Forschung auf dem Gebiet ist noch sehr jung.

Noch eine Randbemerkung: Ihrem Vorwurf, dass im Artikel die Bezeichnung «rechts» als verwerfliche Haltung dargestellt werde, fehlt jegliche Grundlage. Ignaz Bearth wird als Rechtsextremer und das Magazin «compact» als rechtspopulistisch bezeichnet. Beide Zuschreibungen sind absolut korrekt. Wenn Sie das anders sehen, bin ich gespannt auf Ihre Argumentation.

Zu Bill-Gates: Seien Stiftung wurde in verschiedenen Medien immer wieder kritisiert und seine Rolle hinterfragt. Zum Beispiel hier. Grundsätzlich spannend. Nur: Wir glauben nicht, dass Bill Gates im Moment das wichtigste Thema ist – und lassen uns das auch nicht auf die Agenda diktieren, weil ein paar einflussreiche Verschwörungstheoretiker irgendwelche kruden Theorien streuen.

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Leser
·

Wie etliche Leser enttäuscht auch mich dieser Beitrag. Würde ich die TAZ lesen wollen.. aber gerade von REPUBLIK würde ich mehr Differenzieren und Analysieren erwarten. Das gilt auch für Reaktionen der Chefredaktion (obschon löblich dass sie sich outet).
Wann immer das Wort „angeblich“ verwendet wird, steckt mehr dahinter, dass weiss inzwischen der kritische, sich in verschiedensten Quellen (ja, Mainstream und anderen) informierende und informierte Leser.
Daniele Ganser ist ein äusserst seriöser Historiker und Friedensforscher, spezialisiert in verdeckter Kriegsführung. Das machte ihn für manche Arbeitgeber zum „zu heissen Eisen“, sie liessen ihn fallen wie eine heisse Kartoffel. Aber seriöse Gegenthesen zu seinen Beobachtungen (u.a. WTC 7, Ukraine-Putsch, illegale Kriege der NATO etc.) bleiben inmer aus, auch in diesem REPUBLIK Beitrag. Wer sich „KenFm im Gespräch“ öfter angeschaut hat, stellt einen sehr hohen, vielseitigen und vielthematischen journalistischen Anspruch der Eingeladenen und der Plattform fest.
Hier in diesem Beitrag stattdessen eine billige Kategorisierung solcher kritischer Denker. Genau das macht jene viel interessanter und glaubwürdig.

Mein Anspruch an REPUBLIK ist höher.

Schöne Pfingsten an alle!

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Elia Blülle
Journalist @Republik
·
· editiert

Herr Müller, Der Witz an Verschwörungsmythen ist, dass man sie nicht widerlegen kann. Das macht sie zu einem so mächtigen Instrument.

Zu KenFm: Der Typ missachtet sämtliche journalistische Standards. Wenn ich so arbeiten würde, fände ich keinen Job mehr bei einem seriösen Medium. Es gibt mittlerweile duzende Faktenchecks, die seine Behauptungen untersucht haben. Zum Beispiel: hier und hier. Sie haben Recht, ich habe auf KenFm auch schon das eine oder andere spannende Gespräch gefunden, das sich nicht um Verschwörungsmythen dreht. Aber: Wenn ich mir in einem Restaurant drei Mal eine üble Lebensmittelvergiftung eingefangen habe, gehe ich da nicht mehr hin, auch wenn die Vorspeise vielleicht ganz ok war. KenFm profiliert sich explizit mit gefährlichen Verschwörungsmythen. Das ist ihr Geschäftsmodell.

Zu Ganser: Nein, Daniel Ganser ist kein seriöser Historiker. Seine Quellenlage ist oft sehr selektiv und dünn. Viele seiner Arbeiten halten eine Methodenüberprüfung nicht stand. Philippe Wampfler hat das hier anhand eines Beispiels sehr gut aufgeführt. Man könnte solche Checks bei duzender seiner Schriften anwenden und käme oft zum selben Resultat.

Unsere Aufgabe ist es, Dinge auch beim Namen zu nennen. Es geht nicht darum, kritische Stimmen zu unterdrücken. Das ist ein grosses Missverständnis. Aber die Zeiten sind vorüber, in denen sich Egozentriker unter dem Deckmantel des Journalismus und der Wissenschaft ungestört mit kruden Mythen Aufmerksamkeit verschaffen, ohne das ihnen jemand dazwischenfährt.

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Zu @TeamKenFM und den verlinkten sog. Faktenchecks: Nach einem Ausstieg der USA ist die Bill & Melinda Gates Stiftung an erster Stelle der Geldgeber.

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Charles Olivier
Lernender
·
· editiert

Wo bleibt der anfängliche Mut der Republik? Welche Ängste bewegen Euch, einen solch wirren Artikel zu publizieren, der selbst verschwörungstheoretische Spuren beinhaltet? Dieser Feldzug gegen die sogenannten Coronagegner ist ja nun geradezu absurd, erleichtert mir aber meinen Entscheid, mich als Verleger, Gönner, Abonnent und Leser. der Republik zurückzuziehen.

Schade, die Überheblichkeit hat Einzug gehalten, wohleschützt durch die vollständige Redaktionsfreiheit, die Euch von uns anvertraut wurde.

Wo bleibt der investigative Journalismus, wenn ihr mit gefärbter Brille über den Bundesplatz geht? Ich war einst selbst dort, als Bürger und Beobachter. ich wollte wissen, was da wirklich vorgeht. Ich habe noch viel mehr gesehen als das, was da in gehässigem, tendenziösem Ton unpräzise geschildert wird. Zum Beispiel sah ich, dass die Plätze nicht nach Stunden, sondern bereits 15 Minuten nach Beginn der Mahnwache (so heisst Gagneux Aufruf) polizeilich geräumt wurden.

Dafür zitiert Anina Ritscher ausgerechnet Wolfgang Storz mit «Nicht klar ist, ob sie damit eine politische Agenda verfolgen.» Klingt das nicht auch nach Verschwörungstheorie?

Zudem diffamiert Frau Ritscher reihenweise Medien, welche all jenen dienen, welche in den Mainstream-Medien keinen Raum für ihre oft sehr fundierten freien Meinungsäusserungen finden. Doch damit werden Meinungen ausgegrenzt. Eine journalistische Todsünde.

Willkommen im Elfenbeinturm der konformen Presse, liebe Republik.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
·

Guten Tag Herr Olivier

Wenn Sie unsere Publikation regelmässig verfolgen, dann wissen sie, dass wir durchaus einen sehr kritischen Blick auf die bundesrätliche, wie auch lokale Corona-Politik legen. Ich erspare mir den Aufwand, mit Links um mich zu werfen. Unsere Aufgabe als Journalisten ist es, zeitgenössische Phänomene einzuordnen. Das hat unsere freie Autorin sehr gut gemacht, wie ich finde. Ausserdem diffamiert Sie die zitierten Plattformen nicht, sondern ordnet mit einer klaren Haltung und Terminologie ein, die so auch in den Kommunikations- und Politikwissenschaften verwendet wird.

Ich wünsche einen guten Abend.

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Charles Olivier
Lernender
·
· editiert

Vielen Dank für Ihren Kommentar, Herr Blülle. Sie scheinen an Inputs der Leser nicht wirklich interessiert zu sein und bestärken mich in meinem Entscheid, die Republik zu verlassen.

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Leserin
·

Sagen Sie mir bitte noch rasch, welchem Medium Sie stattdessen den Vorzug geben werden.

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Der letzte Abschnitt...
«Einen Tag nach der Demo postet Ignaz Bearth in den Chat der «Corona Rebellen»: «Ihr seid SPITZE – herzlichen Dank für über 23’000 Abonnenten auf meinem YouTube Kanal.»
... ist die perfekte Überleitung zum Interview mit Medienministerin Sommaruga.

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Das ist genau der Punkt. Vor 20 Jahren noch musste sich so ein Hanswurst vor einen Bahnhof stellen, und wenn es gut lief, hatte er am Ende des Tags vielleicht 50 Exemplare seines im Kopierladen vervielfältigten Pamphlets an Passant*innen verteilt. Heute darf er sich über 23‘000 Abonnenten freuen.
Und wir reden hier von einem vergleichsweise Erfolglosen.

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Vielen Dank für diesen Text der mir aus dem Herzen spricht.
Schlussendlich ist es eine 'Verschwörung' des Systems, nicht eine Verschwörung der Reptiloiden (um mal einen der Klassiker zu nennen). Und dieses System teilt Menschen in Verlierer (wenig Geld) und Gewinner (viel Geld) ein. Und sämtliche Parteien und Medien übernehmen bzw. missbrauchen mehr oder weniger unreflektiert diesen Grundsatz, um ihre eigenen Anliegen durchzudrücken.
Viele dieser systemkritischen Leute sehen sich zurecht durch niemanden vertreten und suchen daher ihr neues Zuhause an dubiosen Orten oder auch zB. bei Sekten.
Wir müssen aber keine Angst vor Leuten haben, die unser System ablehnen. Wir müssen eher Angst vor Leuten haben, die unser System nicht jeden TaG. K.ritisch hinterfragen.

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Wenn wir hier in einer pervertierten Scheindemokratie leben würden, könnte ich die "Systemkritiker" ja verstehen. Wir leben aber in einer der am feinsten austarierten Demokratien dieses Planeten, die für so gut wie jedes Partikular-Interesse noch ein warmes Plätzchen findet und eine Möglichkeit, dieses zu vertreten (das geht von Verboten nicht vorhandener Minarette bis zum Erhalt von Kuhhörnern...). Die "Systemkritiker" suggerieren jedoch, dass es all diese demokratischen Mittel und Wege nicht gäbe. Das finde ich kurios, v. a. angesichts der echten Systemfehler in solchen Vorzeigedemokratien wie USA, Grossbritannien und Brasilien.

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Die Demokratie ist keine Anarchie. Demokratie ist die schlimmstmögliche Form für die Minderheit, da diese nie gewinnt. ;)

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Zitat:
«Diese Medien reklamieren für sich, journalistisch zu sein. Das sind sie aber nicht, auch wenn ihre Produzenten mit journalistischen Mitteln arbeiten. Sie verfolgen das Ziel, ihre Weltdeutung zu verbreiten», sagt der Sozial­wissen­schaftler und Publizist Wolfgang Storz.

Dieser Satz könnte sich genauso auf die sogenannten "Mainstreammedien" beziehen. Vielleicht hat der eine oder andere noch die eine oder andere "Anstalt" Sendung im ZDF präsent, in der die transatlantischen und neoliberalen Thinktanks und ihre Verbindungen oder besser Verflechtungen mit den Chefredaktionen, Politik etc beleuchtet wurden.

Inhaltliche Auseinandersetzung, zB gerade auch mit der zunehmenden Privatisierung der WHO durch eine bekannte Stiftung, wäre vielleicht eine journalistische Aufgabe die mehr Früchte bringen würde als dies Bashing hier.

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Chefredaktion
·

Ich fand diese "Anstalt"-Sendung ausgezeichnet, da bin ich ganz bei Ihnen. Wo ich nicht bei Ihnen bin: Kritik, kritische Auseinandersetzung immer gleich als "Bashing" zu bezeichnen. Das ist m.E. Ausdruck eines demokratiefeindlichen Befindlichkeits-Individualismus. Die Kritik an der WHO bilden wir fortlaufend ab und werden sie bestimmt auch noch vertiefen.

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Ein Artikel voll Bezeichnungen, die unbeachtet des Inhaltes ein abwertendes Urteil über Menschen und Meinungen ausdrücken: Verschwörungstheoretiker, rechtsextrem, antisemitisch usw. Alles wird undifferenziert in einen Kübel geworfen und pauschal verurteilt.
Kein einziges Mal wird inhaltlich begründet, weshalb ein so hartes Urteil gefällt wird. Kein einziges Mal wird Verständnis für die verunsicherten Menschen gesucht. So werden Fronten verhärtet und Feindbilder geschaffen.
Wünschen würde ich mir Artikel, die aus liebevoller Mitmenschlichkeit geschrieben wurden. Angstmacherei, Verurteilungen, Schuldzuweisungen sind das Gegenteil davon: Wegbereiter einer lieblosen Gesellschaft, die auf Autorität, Gehorsam und gegenseitigem Misstrauen basiert.
Ich gehe davon aus, dass die Autorin genau das nicht möchte. Um es zu verhindern, sollte sie aber ganz anders schreiben.

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Olivia Kühni
Journalistin Republik
·

Lieber Herr Suter

Persönlich gefiel mir genau das an diesem Text: dass die Autorin zwar die Haltungen der Porträtierten ungeschönt und direkt benennt, auch die Risiken mancher Weltbilder aufzeigt, aber - nach meiner Wahrnehmung - nie abwertend oder bösartig über die Menschen dahinter spricht.

Für mich spricht aus dem Text ein grosser Respekt für andere Menschen - aber eine glasklare Haltung. Das trifft man nicht oft, und es hat mich beeindruckt.

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Sehr geehrte Frau Kühni
Meinen Sie das ernst? Sind für Sie die Bezeichnungen Verschwörungstheoretiker, Antisemit, Rechtsextremer respektvoll und nicht abwertend? Damit die Haltung der Autorin bei mir glasklar ankommen könnte, müsste sie viel mehr auf Inhalte eingehen und weniger Emotionen vernebeln.

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Hübsch ist doch auch das da: Andreas Popp gibt ARD ein Interview zum Thema von Verschwörungstheorien und Widerstand gegen Intransparenz und Unvernunft :
https://www.youtube.com/watch?v=o7dXStYV2Z8
Man und frau bilde sich ein eigenes Urteil. Warum kommt die Republik fast gleich konformistisch daher wie die ARD ?

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· editiert

Ach lieber Herr Schaerer, lesen Sie doch mal die Kommentare unter dem verlinkten Video. Das ist ja genau das, was hier angeprangert wird.
Da hagelt es nur so von "Systemling", "Lügenpresse" et al. Der ganze Kanal ist keinen Deut besser.
"Wir erleben die letzten Atemzüge der BRD -Xavier Naidoo im Interview mit Eva Hermann." - ist das etwa vertrauenswürdig?

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Unternehmer
·

Leider schon wieder so ein sinnentleerter viel zu langer Artikel welcher wieder nur ganz oberflächlich und undifferenziert über die Teilnehmer an Demonstrationen herzieht die sich für unsere in der Verfassung stehende Rechtsordnung und Rechtsstaatlichkeit stark machen. Inzwischen hätte für mich ein einmonatiges Probeabo der Republik gereicht. Aber ich war mal wieder so mutig und hab mir gleich ein Jahr gegeben. Aber ohne Verlängerung.... für mich sieht unabhängiger Journalismus mit Hintergrundrecherchen anders aus. In gewissem Masse könnte man sich bei der Republik eine Scheibe „Echo der Zeit“ abschneiden. Aber für diese Sendung zahle ich ja inzwischen auch einen Stutz pro Tag und neu sogar drei mal.

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Wieso ist es denn so wahnsinnig nötig, sich gerade jetzt demonstrierend "für die Rechtsordnung und Rechtsstaatlichkeit der Schweiz starkzumachen"? Diese war und ist nicht in Gefahr. Also jedenfalls nicht durch die äusserst besonnenen und durchdachten Corona-Massnahmen. Ist da nicht viel uninformierte Hysterie dabei?

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Unternehmer
·

Durchdachte Corona-Massnahmen sind das nur insofern, dass man die Branchen in den Ruin treibt welche am wenigsten zum BIP beitragen. Sie sind also nicht so relevant. Wenn man andere relevantere Industriezweige, Allen voran die Bauwirtschaft, lahmgelegt hätte, wären wohl mehr auf der Strasse. Darum war das wohl sehr durchdachtes Kalkül des BR. Hier herrschte schreiende Ungerechtigkeit und Willkür.
Auch hinter der ganzen Unterhaltungs- und Tourismusindustrie stehen viele Schicksale. Die meisten Vertreter dieser Branchen fallen eben Branchenbedingt durch die Maschen der Corona begleitenden Unterstützungsmassnahmen. Speziell wegen der Rechtsformen und Mitarbeiterzahlen dieser Unternehmen. Diese Leute setzen sich nun für Gerechtigkeit und Gleichbehandlung ein. Und eben diese zieht man nun überall und enttäuschenderweise auch in diesem Magazin durch den Kakao, statt sich mal im Detail mit ein zwei Fällen vertieft auseinanderzusetzen. Aber das wäre wohl zu viel Arbeit. Man müsste sich Zeit nehmen und die sichere Schreibstube verlassen....
Nur ein kleines Beispiel für die Willkür welche mich als Unternehmer auf die Strasse bringen müsste, wenn ich denn von demonstrieren was hielte:
Wieso zum Teufel sollen Vermieter von Geschäftsliegenschaften auf 60% der Mieteinnahmen verzichten wenn die Banken für die Hypotheken dieser Liegenschaften munter weiterhin 100% der Hypothekarzinsen kassieren können? Wo die Logik aufhört beginnt die Willkür und diese muss bekämpft werden. Egal ob CO2, Corona oder Pest.

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Leserin
·

Mir stellen sich andere Fragen. 1. Was ist falsch daran, das hinterlistige Finanzkapital und die steuerverweigernden Grosskonzerne beim Namen zu nennen? Sollen wir denn für immer deren Geiseln bleiben? - 2. Ist denn eine Friedenspolitik gegenüber Russland und allen anderen Nationen nicht unabdingbar? - 3. Hat die Occupy-Bewegung wirklich gerufen: „Wir sind das eine Prozent“? - 4. Sollten wir Israel-Kritik, historisches Verständnis und Solidarität mit Opfern jeglichen Rassismus nicht koexistieren lassen können? - 5. Wozu die vielen Gänsefüsschen und Konjunktive I der zweifelnden Redewidergabe? - 6. Ist jeder eine Sozialdarwinistin, der oder die anerkennt, dass mit den Naturgewalten nicht zu spassen ist? - 7. Wissen wir nicht schon einiges darüber, dass neue Viren auch entstehen, weil wir die Natur unterschätzen und rabiat mit ihr (mit uns) umgehen? - Wollen wir mit solchen Analysen ein weiteres Prozent der Ahnungslosen und Unzufriedenen aus Ignaz‘ Klauen zerren? Oder will die Republik mehr Menschen in die Ecke der Verschwörungstheoretiker treiben (wie mit Ganser geschehen) und aus der heraus gern in den Topf der Mainstream-Medien geworfen werden? Ich traue der Autorin zu, dass sie es auf Widerspruch anlegt, wie andere Macherinnen es in den vergangenen Tagen taten. Die Sache ist zu ernst, um nicht zu widersprechen.

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Das Finanzkapital ist nicht hinterlistig, und die Konzerne verweigern nicht die Steuern. Beide nutzen die Prämisse des Kapitalismus, wonach Eigennutz der Allgemeinheit nutzt. Sie sind ständig ihre Einnahmen am Optimieren, und nutzen dazu vornehmlich legale Mittel.
Würden wir eine Initiative zustande bringen, welche die Unternehmenssteuern und die Finanzmarktregulierung nur auf den Stand der 70er Jahre bringen möchte, hätte sie keine Chance auf eine Mehrheit. Zu tief verankert ist dieser Glaube in unserer Gesellschaft.
Von Kindesbeinen an werden wir mit Werbebotschaften bombardiert, welche uns aggressiv aufdrängen, dass wir uns individuell über die Masse erheben müssen, indem wir, je nach Fall, das billigste, edelste, oder auch bloss das auffälligste Produkt kaufen. Für die meisten Menschen ist es offensichtlich, dass dies blosse Marktschreierei ist, aber wegen der unaufhörlichen Wiederholung bleibt eben doch was hängen.
Vom Kindergarten bis zum Abschluss der Berufsbildung, wird uns eingetrichtert, dass wir nur eine Chance haben, wenn wir besser, schneller, smarter sind als andere.
Diese Mechanismen verhindern, dass wir eine solidarische Gemeinschaft aufbauen können, nicht die gierigen Banker oder Manager. Die faschistoiden Rechtsideologien sind bloss eine Akzentuierung dieser Doktrin, und darum inhärent im Kapitalismus enthalten.
Ein erster Schritt müsste sein, die Werbeindustrie massiv einzuschränken, und damit den Irrglauben, der Wert eines Menschen lasse sich an seinem Besitz festmachen, abzuschwächen. Aber darüber redet nun wirklich niemand.

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Advocatus diaboli
·

Wenn Sie nach der Lektüre dieses Artikels Ihre Fragen immer noch völliG. K.ontextlos stellen und beispielsweise vom "hinterlistigen Finanzkapital" sprechen, sollten Sie den Artikel vielleicht nochmals lesen. Nur so eine Anregung.

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Leserin
·

Es geht mir darum, lieber Herr H., auch nach mehrmaligem Lesen: Im Kontext der verfilzten Corona-Protesters die Quentchen Sinn zu finden, die auch vernünftige Menschen dazu verleiten, sich solche Videos anzuschauen (ich schau sie mir selber manchmal an, meine Neugier ist stärker als alles) und am Ende dann noch auf die Strasse zu gehen, wenn die Wirklichkeit sie längst eingeholt hat. Es gibt sie. Ich möchte vernünftige Menschen im vernünftigen Diskurs erleben, sie können uns anregen. Ich möchte sie nicht ausgrenzen
.
Finanzkapitalisten, die einige von uns sehr reich machen können und deren einige sogar an der Virenkrise verdienten und die Zerstörung der Biosphäre beschleunigen werden, während sie ein paar Milliarden Menschen ärmer machen und Millionen gerade jetzt in den Hunger treiben werden, haben sehr listige Anwälte. Hinterlist trifft es für mich einfach am besten. Ich tät sie gern ausgrenzen. Danke für Ihren Widerspruch.

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Herr H.: Ich finde Ihre Antwort an Frau Hauschild reichlich arrogant. Sie spricht hier m. E. ganz zentrale Hintergründe an, welche ich im Beitrag von Frau Ritscher leider vermisse. Frau Ritscher bedient sich hier vielleicht ähnlicher Plakatierungen, welche sie - ebenfalls leicht arrogant - den, von ihr Kritisierten, Kreisen unterstellt.?..

Es geht mir hier nicht um die Frage, ob die behördlichen Massnahmen angemessen waren, oder nicht (ich finde sie durchaus angemessen), sondern um die Frage, wie wir mit Andersdenkenden umgehen. Viele sog. 'Verschwörungstheorien' haben wie bereits gesagt, durchaus ihren wahren Kern.

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Danke für diesen anregenden und informativen Beitrag. Klar, dass im Dialogteil dann Jaulen und Wehklagen herrscht.

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Gefällt mir auch.
Aber das Wort "Malwiederstand" werde ich wohl nie verstehen. Frau Google konnte auch nicht helfen und bot "Im Bann der Pharaonin" an über jemanden, der seit 3'500 Jahren keinen Sex mehr hatte. Oder die "Chronik der Verfluchten" mit "mal wieder stand das Fenster offen". Huereluschtig und hilft doch nicht weiter.

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Grüezi Herr O. Das war als Wortspiel geplant, eine Zusammensetzung aus "mal wieder" und "Widerstand" (so habe ich es jedenfalls verstanden, ich war bei der Kreation nicht dabei). Ich sehe den Einwand und verstehe ihn. Zu kompliziert, zu verkopft, zu huereluschtig. Ich werde, auch in letzter Minute, wie bei diesem Titel, genauer hinschauen künftig. Herzlich, DM

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Wieso kündigt ihr das ganze an mit "Ihr werft immer alle in einen Topf! So lautet die Kritik, wenn «Hygiene-Demos» Thema sind. Also haben wir etwas genauer in den Topf geschaut.", wenn ihr euch danach wieder nur auf die wenigen Spinner konzentriert?

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Was, wenn das ein repräsentatives Sample war?

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Alternativlos
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Als junge Person habe ich nicht das Gefühl, dass die vielen Verschwörungstheorien und Missinformationen etwas grundlegend neues sind. Ich möchte gerne ein Beispiel aufzeigen welches vermutlich so manche Person betreffen und angreifen wird, Religion. Ich erinnere mich leider nicht mehr an die Serie, aber es gab in etwa folgendes Szenario in einen Zeichentrickfilm.

Ein extrem religiöser Nebencharakter landet in einer alternativen religionslosen Welt in der Psychiatrie. Dort fängt ein Gespräch über Gott an. Der Psychiater fragt, wer ist den dieser "Gott"? Der Charakter: "Gott" ist überall, er beschützt mich und überwacht mich. Der Psychiater fragt, ob den dieser "Gott" auch jetzt in diesem leeren Therapiezimmer ist. Der Charakter trägt nach, ja "Gott" ist auch in diesem Raum. Er ist sieht alles was ich mache. Der Psychiater fragt, ob er den mit Gott sprechen kann. Der Charakter sagt ja, selbstverständlich. Manchmal höre er auch seine Stimme. Der Psychiater hat seine Diagnose gestellt, der Charakter hat Schizophrenie und gehört in die Therapie.
Wenn man nun Gott durch den Namen H. oder Ursula ersetzt, dann wäre der Psychiater wohl nicht so falsch unterwegs.

Nun zum Thema. Auch die Religion, fernab der Wissenschaft und der Fakten ist universal akzeptiert, verbreitet und weitgehend institutionalisiert. Dies trotz der Absenz der wissenschaftlichen Methoden. Die Religionen sind massiv verbreitet, ein Grossteil der Bevölkerung glaubt daran, hält sich daran, unterstützt diese mit Geld und Zeit, obwohl die Faktenlage absolut anders ist. Wenn wir solche grundlegend falschen Ansichten, ich würde sie sogar Lügen nennen, in unserer Gesellschaft akzeptieren, dann ist doch der Hopfen und Malz verloren. Die Erde ist Flach? Warum nicht. 5G löst Corona aus? Gott wollte es als Strafe für unsere Sünden. Bill Gates möchte uns via WHO Mikrochips einpflanzen? Genau! Oder mein Favorit; alle Vögel sind staatliche Überwachungsdrohnen und während dem angeblichen Corona Virus mussten die Batterien ausgetauscht werden.

Der Kreativität und den Missinformationsmethodiken sind keine Grenzen gesetzt. Die meisten Menschen sind naiv und glauben an alles mögliche und unmögliche. Wenn man dies den Kindern von klein auf beibringt wird es noch viel fataler.

Wo ist der Unterschied zu früher? Früher gab es weniger Quellen der angeblichen Wahrheit. Heute sind die Informationsquellen diversifiziert, komplex, unabhängig von Geld und absolut dezentral. Jeder einzelne kann heute eine Missinformationskampagne starten und eine nie dagewesene Menschenmenge in allen Ecken der Welt erreichen.

Was kann man machen? Ehrlich gesagt, keine Ahnung...

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Lieber Anonymous

Meine Hypothese: Der Mensch kann nicht gut mit Unwissen umgehen. Er möchte eine einfach erklärbare und nachvollziehbare Welt.

Meine Behauptung: Aus diesem Grund haben gewisse Ideologien, wie auch Religionen und Verschwörungstheorien schon immer eine gewisse Beachtung gefunden.
(Hier Verschwörungstheorie gemeint als: Eine oder ein paar wenige Personen im Hintergrund sind an der Weltmacht interessiert oder beherrschen diese bereits. Wie aktuell die Bill Gates-Theorie oder schon etwas älter die Protokolle der Weisen von Zion.)

Meine Frage: Hat mit zunehmender Bildung die Religiosität abgenommen?
Wenn ja, wie ist die aktuelle Strömung hin zu Erklärungstheorien zu erklären?
Wenn nein, was hat die Abkehr grosser Teile der Bevölkerung von Religionen (im Vergleich zum Beispiel zum Mittelalter) bewogen?

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Ihr hattet RECHT - und hattet RECHT - und habt wieder RECHT ...
"Doch die Demonstranten verbindet weit mehr, als es auf den ersten Blick scheint: ihre Informationsquellen. Youtuber und Quacksalber in sozialen Netzwerken und alternativen Medien kultivieren seit Jahren den ideologischen Boden, auf dem der Protest in dieser Krise wächst. Und organisiert werden die Demonstrationen in Chats, in denen auch in der Schweiz offen Rechtsextreme mitmischen – was die wenigsten «Corona-Rebellen» stört. Der Topf, in dem niemand sein will, ist also weniger das Problem als die Mittel und Methoden, wie dieser Topf angeheizt und aufgekocht wird." (Euer Aufmacher)
Um "kritisch einordnen" zu können, brauche ich (am einfachsten nur) einen Topf - und dann schreibe ich über den Topf ... - Diejenigen, die so blöd sind, sich in dem "toxischen" Topf wieder zu finden, sind ja selbst schuld; - sie könnten sich stattdessen ja auch hinter gescheiten Kategorisierungen und undifferenzierten Schmähreden über 'die Anderen' und "ihre Informationsquellen" verbarikadieren.

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Werter Herr Pierrot (oder Herr H.? Macht mich immer ein bisschen unsicher. Was ist der Vor- und was der Nachname?)
Und wo stehen Sie? Ich bin auch ein kritischer Geist und kritisiere gerne und viel, aber dazwischen muss man sich auch zu erkennen geben, sich selber auch angreifbar machen. Sonst wird Kritik zur Abschätzigkeit. Also bekennen Sie Farbe: wo stehen Sie? Was glauben Sie von dem ganzen Gugus, wo sind Ihre Werte, was ist Ihnen wichtig, und wozu bringen Sie sich hier ein?

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"Youtuber und Quacksalber kultivieren die ideologische Melange der «Corona Rebellen» seit Jahren."
Was heisst das? Was wird damit gesagt?
Ich kann den Satz nur als Ausdruck grosser Hilflosigkeit gegenüber den thematisierten gesellschaftlichen Phänomenen verstehen. Der Satz lässt sich auch als eine Form der Verschwörungsbehauptung interpretieren, eine Theorie steht nicht dahinter, sondern sehr oberflächliche Beobachtungen. Der ganze Text ist ein polemisches Sammelsurium von Behauptungen. Intelligente und differenzierte journalistische Arbeit sieht anders aus.
Ich wurde in den letzten Wochen regelmäßig von solch überflüssigen Texten in der R enttäuscht. Lasst euch bitte mehr Zeit, den Dingen auf den Grund zu gehen, nüchtern und sachlich! Und überlegt euch bei jedem Satz, was er aussagt.

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Chefredaktion
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Ich kann Sie beruhigen, Herr Leimbacher. Wir legen nicht nur jeden Satz, sondern jedes Wort auf die Goldwaage. Nicht nur in diesem Beitrag. Das ist unser Job. Kann auch mal schief gehen, keine Frage. In diesem BeitraG. K.ann ich das aber nicht erkennen. (Bei der Titelsetzung haben wir eher zu viel abgewogen.) Der von Ihnen zitierte Satz sagt genau das, was er sagt. Die Youtuber und Wortführer sind im Beitrag benannt. Wo der Beitrag unbelegte Behauptungen enthält, müssten Sie bitte konkret benennen. Ein gutes Wochenende wünsche ich Ihnen.

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Sie können und müssen mich nicht beruhigen, Herr M. Dass sie jedes Wort auf die Goldwage legen ist einfach Unsinn und einfach so hingeplappert, denn nur schon dieser erste Satz ihrer Antwort beweist, dass sie das nicht tun, denn sie implizieren damit, dass ich mich beunruhige. Im Gegenteil.

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Ich kenne eine Mutter, die mit ihrer ganzen Familie bei den ersten zwei Demos in Bern war. Den konkreten Grund dazu kann ich tatsächlich auch nicht nachvollziehen, insofern spricht mir der Artikel aus dem Herzen. Auch die Besorgnis über steigenden Nationalismus/Rassendenken/.. teile ich. Zwei Sachen allerdings erstaunen mich:

  1. dieser Mutter ihrer Schilderung nach waren bei diesen Demos mehrheitlich Familien und ältere Frauen, die friedlich und distanziert für wasauchimmer einstanden. Ist das korrekt? Ihrem Artikel entnehmen ich, dass eigentlich ein grosses Rudel Hippies und 5G-Gegner da war, mit einigen Skinheads. Von 'normalen Besorgten' lese ich wenig.

  2. Gleichzeitig höre ich von anderen (ohne Zusammenhang zur Demo), dass die Ikea in Lyssach auch bei schönem Wetter und an Wochentagen so gedrängt voll ist, dass Abstand halten unmöglich ist. In Neuchâtel treffen sich 200 Betrunkene und ignorieren so ziemlich alles der Covid-Verordnung, die Polizei greift wegen agressivem Verhalten der 'Fehlbaren' aber nicht durch. Auch 1000 Personen an einem Fussballspiel nahe Lausanne werden nicht aufgelöst. Wo ist das die Verhältnismässigkeit? Muss man einfach agressiv genug auftreten, um trotz Verstoss gegen das Gesetz durchzukommen? Das finde ich dann die noch viel erschreckendere Option, als dass irgendwelche Verschwörungstheorien unter einem gewaltfreien und doch recht (zahlenmässig!) limitierten Publikum geteilt werden...

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Die möglichen Gefahren für Demokratien, welche von den genannten Propaganda- und Desinformationskanälen und deren Anhängerschaften ausgehen, können nicht oft genug betont werden. Gerade wenn rechtsextremes Gedankengut beginnt, darin einen Nährboden zu finden, ist Widerspruch und Aufklärung Pflicht. In diesem Sinne besten Dank für den Artikel.

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Ein Mal mehr lese ich traurigen Tribalismus statt Reportage.
Achtung: Verschwörungstheorien sind wie Zombies. Hochansteckend. Darum lese ich hier vom erbitterten Widerstand der Guten, Wahrhaftigen und der Autorität der „Wissenschaft“.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Herr K., Haben Sie gemerkt, dass in diesem Beitrag Demonstranten zu Wort kommen und ihre Perspektiven Platz erhalten?

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"Ihre Perspektiven" - Sie meinen meine Perspektiven. Nein, Sie massen sich an, meine Perspektive zu kennen. Und danke für das Framing als Verschwörungstheoretiker.
Gerne verweise ich dazu auf einen früheren Beitrag-

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Ich glaube, dass viele Corona-Kritiker keiner Gruppierung oder Ideologie angehören, sondern, dass sie einfach kritisch gegenüber gewissen Entscheidungen stehen.

  • Als am 11. Mai die Schulen wieder geöffnet wurden, hat das zürcher Volksschulamt abweichend vom BR eine Höchstzahl von 15 Schülern verordnet und die Schulen mussten entsprechende Schutzkonzepte verfassen und einreichen. Folglich hatten einige Schüler nur am Vormittag Unterricht, andere jeden zweiten Tag etc. Warum das zürcher VSA selbstätitg solche Regeln einführt, weiss ich nicht.

  • Das Bauamt Zürich (Lindenhofstrasse) hat während der Corona-Zeit die Planausschreibungen ausgesetzt, aber neue Baugesuche weiterhin entgegengenommen, wie wenn nichts wäre! Der Bund hat verordnet, alle nicht-dringlichen Verfahren zu sistieren, dazu gehören auch Bauplanungen. Trotzdem hat das Bauamt in Eigenregie eine asymmetrische Regelung eingeführt, die zu mehr Aufwand für Baurekurrenten führt, weil bei Wiederöffnung der Planauflage alle Baugesuche auf einmal bearbeitet werden müssen, bei Einhaltung der gleichen gesetzlichen Fristen natürlich!
    Übrigens verlangt das Bauamt aktuell sogar das Hinterlegen der persönlichen Daten, damit die digitale Planeinsicht gewährleistet werden kann. Das geht doch einfach nicht! JEDE Person kann Pläne einsehen, vor der Corona-Zeit war keine persönliche Identifikation nötig und es gibt keinen Grund, dies zu ändern!

Dies sind nur zwei selber erlebte Beispiele, die mir zeigen, dass doch einzelne Personen kreativ sind - und zwar nicht im Guten - und Prozesse zu den eigenen Gunsten modifizieren.
So halte ich es für denkbar, dass trotz "Bundes-Freiwilligkeit"

  • der ZVV vorschreibt, welche Apps auf dem eigenen Smartphone zu laufen haben und ob eine Maske getragen werden muss;

  • dass gewisse Arbeitgeber selbttätig gewisse Impfungen vorschreiben, natürlich "zum Schutz der Mitarbeitenden"

  • viele Geschäfte kein Bargeld mehr akzeptieren
    etc.

Für diese kritischen Gedanken muss man keiner einzigen der im Artikel genannten Gruppierungen angehören.

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Chefredaktion
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· editiert

Absolut nicht, Herr Dietschi, da muss jetzt sehr, sehr genau hingeschaut werden. Wir versuchen das systematisch (Watchblog) und spezifisch (z.B. schlechte CH-Vorbereitung auf Pandemie, staatliche Impf-Milliarden ohne Auflagen, Ungereimtheiten in Pflegezentren) zu thematisieren. Derart konkrete und rationale Kritikpunkte wie Sie sie nennen finden sich jedoch in der Breite nicht an diesen Demonstrationen, sonst würden wir sie aufgreifen. Es geht allerdings (auch in diesem Beitrag) sowieso nicht darum, einzelne Protestierende und ihre Motive zu delegitimieren, sondern spontane und bereits bestehende Strukturen und ihre Drahtzieher und Wortführer dahinter zu beleuchten. Das ist unsere zentralste Aufgabe als Journalistinnen und das werden wir auch weiter tun – in alle Richtungen.

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Danke für diesen ausgezeichneten Beitrag!

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Unglaublich! Aufklärung und Logik haben offensichtlich nichts gebracht, oder es sind Einzelfälle, welche die Medien gerne bewirtschaften und es ist, wie „Büssi“ sagte: Früher hatte jedes Dorf seinen Dorftrottel und heute treffen sich diese im Internet und sehen, sie sind nicht alleine! Bleibt anzufügen, dass diese im Internet offensichtlich abmachen, sich auf dem Bundesplatz zu treffen.
PS: Ist die Erde nun rund oder flach?, oder: Weshalb war bisher noch niemand auf dem Mond? - Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

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Verzeihung, Herr D‘Angelo, da muss ich kurz was dazwischen rufen: Der sog. „Dorftrottel“ war oft ein Mensch mit geistiger Behinderung, einer über den man sich lustig machen konnte. Die leben heute oft in Institutionen und lustig macht sich schon lange niemand mehr über sie. Die Leute, von denen Sie schreiben, gelten kaum als „behindert“. Sie setzen ihre Intelligenz zur Kompensation ihrer erfahrenen Unbedeutsamkeit, vielleicht von erlittenen Verletzungen oder der Komplexität des Lebens und dieser Welt ganz allgemein ein. Und dabei verrennen sie sich derart, dass sie innerlich vereinsamen und unheimlich froh sind, wenn sie andere treffen, denen es auch so ergeht.

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Srp
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· editiert

Demonstrant:

«Wer kritisch hinterfragt, wird als Verschwörungstheoretiker diffarmiert!»

Journalist:
Hinterfragt kritisch, dass

  • sich unter den Veranstaltern einschlägig bekannte Rechtsextremisten befinden

  • in der Telegram-Gruppe auch Holocaustleugnung nicht widersprochen wird

  • eine Grussbotschaft Xavier Naidoos unter den Mitgliedern bejubelt wird

  • an den Demos krude Thesen über "Zwangsimpfung", "NWO", Bill Gates etc verbreitet werden
    ...

Demonstrant:
Bezichtigt den Journalisten, "nicht kritisch" zu sein, bzw. eine "NATO-konforme Agenda" zu verbreiten.

Soviel zu diesen Leuten und ihrer Vorstellung von "Kritik".

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das scheint mir etwas sehr vereinfacht ? alles was nicht mainstream ist =verschwörungstheoretiker.

ich habe republik abonniert, weil ich mir etwas differenziertere artikel gewünscht hätte.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Herr Schräg. Das wird in diesem Satz in keiner Passage behauptet. Und noch eine erstgemeinte Frage: Was ist genau der Mainstream? Seriöser Journalismus, der sich gewissen methodischen und handwerklichen Regeln verpflichten muss? Das habe ich bis heute noch nicht begriffen.

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Das «politisch entleert» lässt sich wohl damit erklären, dass überwiegend auf religiöser Ebene argumentiert wird. Da muss man sich dann auch nicht um wissenschaftliche Erkenntnisse oder gesellschaftliche Realitäten kümmern. Das macht eine Diskussion schwierig. Darum ist es auch sinnvoller von Verschwörungsmythen zu sprechen (im Gegensatz zu wissenschaftlichen Theorien ) wie bereits in der Republik erwähnt.

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Anderer 60
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· editiert

Am 15.5. beim Zytglogge sah man, im Unterschied zur Leer-Demo im Bundesplatz, eine Lehr-Demokratie der Jungen mit der Klima-Mini-Demo.

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Tausend Dank für diesen toll recherchierten Artikel über eine gefährliche Entwicklung!

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Das letzte Zitat im Beitrag von Wolfgang Storz führt zum Titel hin: mal-wieder-Widerstand;-) Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Menschen gegen das „System“ aufbegehren und sich gleichzeitig der einschlägigen Kanäle wie Youtube, Facebook oder auch Telegram bedienen. So ähnlich wie Nr.45, der sich Twitter bedient um es nun gleichzeitig zu bekämpfen.
Ich versuche den Diskurs mit allen Menschen zu pflegen, solange sie dafür erreichbar sind. Leider gelingt es nicht immer in die jeweilige Blase vorzudringen...

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Märchentante*onkel
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· editiert

Die ganze Diskussion hier wirft einige grundsätzliche Fragen zur redaktionellen Ausrichtung der Republik auf. Es ist vermutlich normal, dass ein junges Medium Spannungen ausgesetzt ist. Wohin gehört es? Wem gehört es? Was will es erreichen? Ich denke, es ist mehr als nur ein Marketing-Gag, dass uns VerlegerInnen die Republik gehört, es ist tatsächlich so, weil wir ja ihr Wirken finanzieren. Ohne uns gäbe es sie nicht. In diesem Finanzieren liegt eine Verantwortung: Wir wollen die Redaktion fördern, wir wollen ihr Vertrauen schenken, wir sollen aber auch grosszügig damit umgehen, dass bestimmte Artikel nicht unseren Ansichten entsprechen. Letztlich macht es die Republik spannender, dass wir uns an bestimmten Artikeln reiben, weil wir nicht der gleichen Ansicht sind. Schreiben wir dann im Forum, was uns an bestimmten Artikeln missfällt, sei es auch nur eine abschätzige Tonlage, ohne jedoch das Kind mit dem Bade auszuschütten. Es wäre öde, wenn die Republik eine online-WOZ wäre, weil es sie ja bereits gibt. Irgendwie hat es die NZZ über die Jahrzehnte gut hingekriegt, auch einfach ExpertInnen in irgendeinem Bereich die Gelegenheit zu geben, fundiert und differenziert zu ihrem Thema zu schreiben. Dass die NZZ aufgrund ihrer politischen Ausrichtung für viele (leider auch für mich) inakzeptabel ist, brauche ich hier nicht auszuführen.

Was hindert uns daran, ExpertInnen einzuladen, sachlich, nüchtern, differenziert, oder auch emotional über ihr Fachgebiet zu schreiben?

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„Abgrenzung, Vereinfachung und Relativierung“

Schon vom ersten Tag an war der Auftritt der „R“ geprägt von Selbstbewusstsein und Arroganz. „Wir brauchen zwei Millionen, darunter machen wir es nicht“, so tönte es ungefähr, und „wir legen jedes Wort auf die Goldwaage…“, oder „wir sind stolz darauf, eine Redaktion zu haben, die mit der eisernen Einhaltung journalistischer Handwerksregeln erfolgreich ist.“
Das Konzept und die Haltung gefielen mir, darum war ich als Abonnent von Beginn an dabei. Der clevere Marketinggag, die Abonnenten als Redaktionsmitglieder zu bezeichnen, schmeichelte mir wie vermutlich den meisten „Geldgebern“.
Da ich noch vor zwei Jahren mit der „Zeit“, dem „Tagi“, der „NZZ“ und zeitweise der WOZ“ medial überflutet war und darum nur selten ausgesuchte Artikel der „R“ las, war meine Mitgliedschaft eher symbolischer Natur. Nun bin ich abstinenter geworden und beschränke mich als Abonnent auf zwei der erstgenannten Medien und kam in den letzten Monaten öfters dazu, in die „R“ zu blicken und sogar ab und zu einen Artikel zu kommentieren.
Dieser Brief ist eine private Standortbestimmung und Differenzierung meiner eher oberflächlichen Kommentare, denn die Medienlandschaft hat sich in den letzten Jahren so radikal verändert, dass ein einfacher, traditioneller Medienkonsum nicht mehr verantwortbar ist. Wer nur seine Meinung bestätigt haben will, kann sich Medienkonsum sparen. Zudem hat sich mein Budget so verkleinert, dass ich mir symbolische Mitgliedschaften nicht mehr leiste. Wenn ich für ein Medium bezahle, will ich nüchterne und sachliche Information, Aufklärung die in die Tiefe geht und die ich auf anderem Weg nicht erhalte. Ich brauche keine Bestätigung meiner politischen Haltung. Ich erfahre alles über andere Plattformen, wenn nötig, nur muss ich dann eine massive Filtrierarbeit leisten, damit das Sachliche und Nüchterne übrigbleibt. Oft bleibt nichts übrig, aber das ist sowieso wesentlicher Teil privater journalistischer Arbeit. Mit ein wenig Routine und politischem Gespür erhalte ich innert Kürze die nötigen Informationen zu Personen oder Aussagen, um sie einordnen zu können. Ich lese einen Artikel zu einem brandaktuellen Thema, recherchiere zum Autor und erhalte innert Sekunden dutzende Informationen zu seiner Vergangenheit und seinem Umfeld, unter anderem beispielsweise, dass er vor Jahren in einem AFD nahen Organ eine Aussage gemacht hat, und schon ist klar, dass er von einem wesentlichen Teil der Medien und sicher auch von der „R“ in die Tabuzone gerückt wird. Für oberflächliche Infos über KENFM, den Rubikon, die Köppelsche Weltwoche und unzählige andere der „alternativen“ Medien brauche ich die „R“ nicht.
Die journalistischen Mechanismen sind so offensichtlich.
Ich nehme nun den aktuellen Artikel „Der Malwiederstand“ von Anina Ritscher zum Anlass, meine Standortbestimmung zu präzisieren.
Der Artikel hat mich geärgert und ich habe vorschnell einen kritischen Kommentar gepostet ohne genauer zu wissen, was den Ärger ausgelöst hat. Das hole ich nach.
Im Artikel erkenne ich drei Hauptaussagen, resp. Methoden, teil versteckt, teils offensichtlich. Das sind

  • Abgrenzung

  • Vereinfachung

  • Relativierung
    Wesentliche inhaltliche Aussagen zu den „Coronarebellen“, wie der Titel verspricht, werden für gut informierte Leser keine gemacht. Der Artikel liefert nicht, was ich von einem mitfinanzierten Medium erwarte.
    Die Autorin will sich deutlich abgrenzen von den Menschen, die gegen die Corona-Massnahmen protestieren. Vergleichbare Artikel der „R“ der letzten Wochen belegen, dass es eine Position der ganzen Redaktion ist. Die Abgrenzung geschieht einerseits durch politische Zuordnungen. Der Begriff der „Rechtsextremen“ fällt häufig und die Nähe vieler Gruppierungen zur rechten oder antisemitischen Szene wird behauptet. Dagegen seien sicher keine Linksautonomen oder feministische Gruppierungen aktiv. Wie kommt die Autorin zu dieser Information?
    Diese Zuordnungen sind nur stellenweise nachvollziehbar. Sie prägen aber durch die Häufung der Aussagen ein Stimmungsbild dieser „Coronarebellen“, das erstens als Gesamteindruck nicht belegbar ist und zweitens im Text selber an anderen Stellen wieder relativiert wird.
    Mit dieser politischen Zuordnung wird einerseits die Position der Autorin definiert, andererseits die Positionierung der „R“. Was sich jedoch nicht eindeutig politisch zuordnen lässt, so eine der Aussagen, wird als „politisch entleert“ deklassiert.
    Aus dieser Positionierung heraus geschehen jedoch offensichtliche Unterstellungen und Vereinfachungen. Es werden apolitische Gruppierungen beispielsweise im Gesundheits- oder Ernährungsbereich ohne Belege rechten Gruppierungen zugeordnet. Die Autorin sucht gezielt die Zusammenhänge und Verbindungen um ihre Positionierungen zu festigen.
    „Doch die Wider¬sprüche sind kleiner, als sie zunächst scheinen. Was verbindet diese Menschen?“
    Es ist naheliegend, dass es in allen wie auch immer gearteten Gruppierungen Idioten gibt, auch in linken Journalismuskollektiven. Wer also sucht, wird sicher fündig. Impfgegner, Vegetarier, Grüne und alle möglichen Phantasten, die sich mit ihrer Präsenz an diesen Demos outen, werden mit prägnanten Sätzen so in denselben Topf geworfen, dass man eine Verschwörung dahinter vermuten muss.
    „Teilnehmende dort wie hier haben kaum Berührungs¬ängste, was Rechts¬extreme angeht.“
    „Youtuber und Quacksalber kultivieren die ideologische Melange der «Corona Rebellen» seit Jahren“
    „Sie verfolgen das Ziel, ihre Weltdeutung zu verbreiten.“
    Diese Zuordnungen und Klassifizierungen einzelner Personen und Gruppierungen könnten spannend sein, wenn sie differenzierter und ausführlicher belegt worden wären. In diesem Fall würde es aber viel komplizierter, denn es gibt rechte wie linke Vegetarier, es gibt linke wie rechte Umweltschützer, es gibt linke wie rechte Impfkritiker. Es gibt sogar linke Linke und rechte Linke. So eine Recherche würde vermutlich das offenliegende Weltbild und politische Reinheitsideal der „R“ zu stark verunsichern.
    „Zu den Verschwörungsideologien kommen bei den aktuellen Demos die Impfgegner. Auch ihre Argumentation ist anschluss¬fähig für rechte Positionen, so Peter Bierl“.
    Der kurze Abschnitt mit diesem Satz war ein Auslöser meines Ärgers, denn ich könnte ein Impfkritiker sein. Verdammt, ich bin auch ein Grüner, sogar Parteimitglied. Bin ich jetzt auch Faschist? Bin ich damit auch ein Impfgegner? Nur schon die Nennung einer Gruppierung mit einem populären Begriff deklassiert sie. Sprachgebrauch ist Machtausübung. Ich werde leichtfertig in die Nähe Rechtsextremer oder sogar Rassehygienikern geschoben, das ist eine unerträgliche Polemisierung.
    Wir haben uns als Familie jahrelang mit unseren Kinderärzten und über Fachliteratur über die Notwendigkeit und die Gefahren der Impfungen unserer Kinder auseinandergesetzt. Das ist ein komplexes und umstrittenes Gebiet, das selbst unter Ärzten kontrovers diskutiert wird. Wir haben uns selber und die Kinder impfen lassen, wo wir es als sinnvoll erachteten. Ob wir einem Impfzwang bei Corona folgen würden, ist fraglich. Dann würde ich vielleicht auch auf die Strasse gehen. Ein kontroverses und sensibles Thema ist es für uns geblieben, das Verkürzungen und polemische Zuordnungen nicht erträgt.
    Das ist nur eine in einer Auflistung verschiedenster deklassierter Gruppierungen.

Neben diesen Vereinfachungen und Unterstellungen erlebe ich die Beschreibung der einzelnen Menschen bei den „chaotischen“ Demos als erstaunlich arrogant. Die Autorin erscheint wie eine Ausserirdische, die die Niederungen des gemeinen Volkes besucht.
„… jongliert eine Frau im Batikrock
…spielt ein Mann mit zotteligem Haar Querflöte
….sitzt er mit Gitarre auf dem Pflaster¬stein, trällert…
...steht in der Sonne ein Mann in blauem Leinen¬hemd, vor dem Bauch ein Schild…
…schlendert in grüner Funktions¬kleidung über den Bären¬platz….“
Es wird durch diese durch den ganzen Text eingestreuten Impressionen deutlich, dass die Autorin diese Menschen in ihren Anliegen und in ihrer Empörung nicht ernst nimmt, vermutlich verachtet, oder vielleicht vor ihnen sogar Angst hat? Was nicht eindeutig zuzuordnen ist, weckt Furcht.
„…weiterwächst, kann es gefährlich werden…
….ist die Inhalts¬leere die grösste Gefahr..
…das könne in Gewalt umschlagen,…“
Mich erinnern diese Beschreibungen an den hilflosen Umgang der Presse und Öffentlichkeit mit den ersten Hippies vor mehr als 50 Jahren, oder an den Schrecken gegenüber den Punks der 80er Jahre. Wäre es der Autorin lieber, wenn die Coronarebellen wie die Linksautonomen in strategischen Gruppen mit Steinen Fenster einwerfen, von einem Megafongeschrei von So-li-da-ri-tät geleitet, oder im Stechschritt und uniform in eine Richtung marschieren?
Vermutlich haben weder die Autorin noch die Mehrzahl der Redaktion die chaotischen und apolitischen Szenen im Bunker von 1969, die VV’s der 80er Jahre im Volkshaus und das heterogene Publikum an früheren Demos erlebt. Denn dann könnten sie etwas distanzierter, nüchterner mit den „Coronarebellen“ umgehen und sich auch sorgfältiger um die Empörung dieser Menschen bemühen.
Abgrenzung und Vereinfachung bedingen sich häufig. Ich brauche ein Feindbild, um mich selber orientieren zu können und die eigene Position zu klären und zu bestätigen. Und wenn kein Feind sichtbar ist, suche ich dort, wo es am einfachsten geht. Es werden also Zusammenhänge gesucht und ein Feindbild zusammenkonstruiert, wo nichts dergleichen an Gemeinsamkeit vorhanden ist.
Der Text hat einen aufklärerischen Impetus. Er gibt vor, über eine Szene zu informieren und über Gefahren aufzuklären.
„Diese verkürzte Kapitalismus¬kritik ist anfällig für Verschwörungs¬mythen.“
Der Text beschwört somit im Grunde das, vor dem er vorgibt zu warnen, nämlich Verschwörung.
Er liefert, und das wird in den mehr als 200 Kommentaren schon deutlich, einerseits eine simple Bestätigung für alle, die mit der Autorin das Heu auf derselben Bühne haben, die mitklatschen, wenn das hilflose Häufchen auf dem Bundeplatz beleidigt wird. Andererseits enttäuscht er diejenigen, die differenziertere Informationen suchen und sich nicht mit schematischen Positionierungen zufrieden geben.
Was ich der Autorin aber zugute halten muss ist die Auflösung des Feindbildes im Chaos der Erscheinungen und Beschreibungen. Sie relativiert immer wieder mit eingestreuten Bemerkungen die Bösartigkeit der beobachteten Szene, währendem sie ihren verachtenden Blick von oben herab auf sie geworfen hat. Arrogant ist die „R“ geblieben, eiserne journalistische Regeln sind jedoch nur Ideale.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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· editiert

So kann man den Artikel lesen. Das ist Ihre Interpretation. Fair enough. Ich erachte sie als grundlegend falsch. Nur einer Ihrer Nebenbemerkung möchte ich dezidiert widersprechen: Unsere Autorin hat in diesem Text keine Menschen beleidigt.

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· editiert

Da stimme ich jetzt nicht überein, Herr Blülle. Eine Interpretation 'grundlegend falsch' zu nennen, scheint mir reichlich anmassend. Eine Interpretation kann mit der eigenen nicht übereinstimmen. Falsch ist sie deswegen nicht. Richtig oder falsch betrifft faktenbezogene Aussagen. Interpretationen sind Meinungen, individuelle Auslegungen: 'so kommt es bei mir an'.
Herr Leimbacher hat, wie ich finde, eine reflektierte und sehr differenzierte Kritik geschrieben, für die er Zeit und Mühe aufgewendet hat. Darin kann man auch Wertschätzung sehen und ein Kompliment, auch wenn der Inhalt kritisch ist. Für etwas, das einem gleichgültig ist, wendet man nicht soviel Engagement auf.
Auf solche Kritiken in ihren Kommentarspalten dürfte die Republik stolz sein, und es wundert mich, wieso ich dafür kein Upvote geben kann, ohne dass der Downvote-Zähler gleichzeitig mit hochspringt.

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Louis Gantner
Pandemie Anfänger
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· editiert

Ich mag den Beitrag - auch wenn mir jetzt übel und schwindlig ist! Den Titel allerdings verstehe ich auch nicht! - @Redaktion: wie kann verhindert werden, dass der Dialog (sic!) für lange Monologe missbraucht wird?

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Es gibt wohl so etwas wie ein "Demokratieparadox": Je mehr Freiheiten eine Demokratie gewährt, desto mehr Leute behaupten, sie lebten nicht in einer Demokratie. Die starken Minderheitenschutz-Regelungen, welche in diesen Demokratien bestehen, lassen auch nicht immer die (gleichen) Minderheiten unterlegen sein in ihren Interessen. Es kann also weder Demokratieschwäche noch andere politische Anliegen sein, das die Leute auf diese Demos treibt. Wie im Artikel erläutert, ist es im Gegenteil eine eigentliche "politische Leere", die erkennbar ist. Ausser "die da oben, wir da unten" ist nichts.
Die Gefahr wird im Artikel vor allem darin gesehen, dass nach jedem aktuellen Hype ein etwas grösseres Publikum entsteht, das sich an diese emotional geladenen Mythen andockt. Und die "Alternativmedien" damit Maacht erhalten könnten. Es wäre schon so, doch ich glaube nicht, dass es grösser wird. Es braucht nämlich schon besondere Eigenschaften Persönlichkeitsmerkmale, damit diese "Alternativmedien" attraktiv sind und es bleiben: eine normale Persönlichkeitsstruktur aber nicht sehr hohe Intelligenz/Bildung. Oder gute Intelligenz/Bildung, aber eine auffällige Persönlichkeitsstruktur. Zum Beispiel ausgeprägtes Misstrauen. Dies entsteht nicht einfach in Relation zu gemachten schlechten Erfahrungen, das ist eine verbreitete Falschannahme. Es ist nicht das "benachteiligte Milieu". Es ist die individuelle Person, die dazu neigt. Nicht zuletzt deshalb haben solche Gruppierungen innert kurzer Zeit meist grosse interne Streitereien: Grundsätzliches Misstrauen ist eben grundsätzlich und nicht an Inhalte gebunden. Es wird auch in der allergrössten gerechten sozialen Situation nicht zu einem stabil vertrauensvollen, offenen und belastbaren Verhalten. Menschen mit ADHS gehören auch zu eher grundsätzlich misstrauischen Persoenen, weil ihre eingeschränkte Verarbeitungskapazität ihnen von Lebensbeginn an viele Misserfolge bereitet, die sie nicht als selbstgemachtes Problem erkennen (können). Oder der paranaoide Schizophrene wird immer paranoid reagieren. Es gibt dazwischen viele nicht direkt pathologisch einstufbare Menschen, die Mühe haben mit Informationsverarbeitung und -einordnung. Der "esoterische" Teil ist nicht an Misstrauen gebunden, sondern an "Übervertrauen", eine eher infantile Persönlichkeitsstruktur. Es gibt eine grosse, "natürliche, meist mütterliche Instanz", an die das gebunden wird.
Ich finde, die Aufarbeitung der psychologischen Dimension kommt allgemein medial zu kurz bei diesem Phänomen. Am Ende könnte es sein, dass sie das allermeiste erklärt.

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Signal
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Mir sticht dieser Fehler immer „wieder“ ins Auge: Es heisst „Malwiderstand“, weil es nichts mit „Wiederholung“ zu tun hat, sondern eben mit „Widerstand“, „Widerspruch“, also Gegendruck ... ich schätze die Artikel der Republik sehr, aber bevor ich weiterlesen kann, wollte ich Euch bitten, diesen Fehler baldmöglichst zu ändern ... mit herzlichen Grüssen, eine Deutschlehrerin, die weder „Deutschleererin“-:) noch „Deutschlernerin“ (obwohl ich jeden Tag wieder etwas Neues lerne (!) und mein Glas lieber halbvoll als halbleer (!) sehe.

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Leserin
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Spiel an sich ist zweckfrei. Die Freiheit des intelligenten Spiels mit Worten ist, weil sie nicht zu Kalauern oder Blödelei führen soll, ein wenig mehr eingeschränkt. Gestern kamen die meisten von uns in der Diskussion schnell darauf, dass der Titel eben doch mit Wiederholung zu tun hat, weil es um immer MAL WIEDER herumstehende, einstehende, widerstehende Zeitgenossen geht, die vielen unter uns auf die Nerven gehen, uns ein Unbehagen bereiten, weil sie immer MAL WIEDER auftauchen und danach scheinbar in der Versenkung verschwinden. Viele Diskussionsteilnehmerinnen dachten weiter und kamen dann zum Wesentlichen: dass die Demonstrierenden zwischendurch nicht aus der Welt verschwinden, dass wir sie als Menschen ernst nehmen müssen, nicht nur immer mal wieder. So gesehen könnte ich mich heute mit Ihnen verbinden, tu es aber nicht. Denn C. M. (siehe unten) hat sich ja längst für die unglückliche Titelzeile entschuldigt, die nicht allen runterging wie das sprichwörtliche Öl. Gönnen wir ihm und den anderen Macherinnen doch ihre Pfingsten. Ich bin lieber gespannt auf die nächste Ausgabe.

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Demonstrierende Pflegefachfrau
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Ärzte, Virologen, Epidemiologen und Wissenschaftler die anderer Meinung sind, habt ihr vergessen in eurem Artikel zu erwähnen.

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Ich halte dies weitgehend für einen guten Beitrag aber er wirft auch einige Fragen auf, unter anderem weil er selten explizit Stellung nimmt. Doch ich würde in der Republik sehr gerne eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Fragen lesen. Existieren solche Beiträge vielleicht bereits? (Die folgenden Fragen sind kein rhetorisches Mittel, ich kann sie selbst tatsächlich nicht abschliessend beantworten.)

Zum Kontext:

Ich halte RT bei bestimmten Themen tatsächlich für vertrauenswürdig. Ich mache mir gleichzeitiG. K.eine Illusionen, nach welchen Kriterien diese Themen ausgewählt werden. Bin ich nun nach Standard dieses Artikels Opfer "russischer Propaganda" geworden? (1.) Ist CNBC ein "amerikanischer Propagandasender"? (2.)

In Deutschland gebe es keine Demokratie. Es würden Eliten herrschen, die gegen das Volk regierten.

Ist die Implikation, diese Aussage gehe in die falsche Richtung oder wird sie dafür kritisiert, dass sie zu extrem ist? (3.)
Wenn nicht auf Deutschland, trifft diese Aussage vielleicht auf die USA zu, zumindest auf Bundesebene? (4.)
(https://scholar.princeton.edu/sites…cs.doc.pdf)
Ist die EU ausreichend demokratisch? (5.)
(https://diem25.org/)

Deutschland sei ein Vasall der USA

Ist das der Fall? (6.)

«Imperium USA»

Ist das eine angebrachte Charakterisierung amerikanischer Aussenpolitik? (7.)

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Chefredaktion
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Meine persönliche Meinung und Ihren Ball etwas spielerisch aufgenommen: 1. Nein. 2. Nein, da nicht staatlich. 3. Zweiteres. 4. Möglich. 5. Nein. 6. Nein, aber der sogenannte "Westen" (lange) abhängig vom 7. Ja. – Ich fand diesen [diesen beitrag von anina ritscher] (https://www.republik.ch/2020/03/03/…denn-jetzt) auch gut und differenziert, wir hatten auch mehrere Berichte über Fox-News und das US-Mediensystem und empfehle darüber hinaus das Augenmerk auf dieses wohl immer noch grösste private gesteuerte Propaganda-Imperium zu legen, insbesondere auch im Zusammenhang mit der Klimakrise.

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Leserin
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Frau J. fragte sich gestern in dieser Diskussion (siehe weiter unten), warum sie für einen Beitrag „kein Upvote geben kann, ohne dass der Downvote-Zähler gleichzeitig mit hochspringt.“
Jetzt bin ich aber froh, dass ich nicht die einzige bin, der so etwas aufgefallen ist. Meine Wahrnehmung deutet jedoch darauf hin, dass der gegenläufige Zähler meist erst zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang aufholt. Verschwörungsmythos? Wie geht es Ihnen, den anderen „Verlegerinnen“, damit?

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Vielleicht darf ich aus der Techniker-Ecke dazu noch ein bisschen Erhellendes beitragen, um den Verschwörungsglauben zu entkräften: Grund ist nachweislich ein technischer. Besonders bei frischen Kommentaren können, während Sie noch lasen, bereits Verlegerinnen ein Votum abgegeben haben. Ihr Votum holt dann vom Server den aktuellen Stand ab (inklusive Ihrer Stimme).

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Ich finde es sehr unheimlich und auch gefährlich, dass Rechtsextreme bei der ganzen Sache mitwirken. Was mich aber stört ist, dass immer wieder gern mit dem Finger auf "die" Verschwörungstheoretiker gezeigt wird. Ich finde es wichtig, über die ganze Coronasache diskutieren zu dürfen. Diese Diskussion fehlt mir auch in den Medien. Anstatt zu beschreiben, wie gefährlich die Rechteextremen, Esotheriker etc sind, wäre es für mich interessant zu lesen, was die professionellen Journalisten denn konkret zu gewissen Themen denken! Zum Beispiel dazu, welche Gefahren und Chancen es in der Beziehung zwischen Bill Gates und der WHO gibt?!

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Ja, ein bunter Haufen ist es bei diesen Corona Demos. Aber die Farbe Braun stach halt schon heraus, auch wenn ein Teil der Teilnehmer nicht in dieses Spektrum gehörte. Ich frage mich wie diese dennoch zusammen mit den Bräunlichen demonstrieren konnten.
Noch eine Anmerkung zu den Verschwörungsfantasien. Leider ist die offizielle Kommunikation oft auch von Halbwahrheiten, Inkongruenzen und bewussten Täuschungen durchdrungen, was dann die Entstehung von Verschwörungsmythen begünstigt. Ein in die Jahre gekommener Fall aber exemplarisch ist die Behauptung der US-Behörden, sie hätten Mohammed Attas Pass in den Trümmern des WTC gefunden: ein Steilpass für die wildesten Verschwörungstheorien...

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Michel Rebosura
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Da heuer erneut an das Pfingstwunder gedacht wird, fiel mir folgender Text ein, der letztes Jahr anlässlich des letztjährigen Schwerpunkts zu Verschwörungstheorien «Sie fragen ja nur» verfasst worden ist und mir hier deshalb gut zu passen scheint:

Wenn nun Leute, die VT vertreten, andere auffordern auf sie vorurteilslos zuzugehen, dann müssten diese dieselbe Vorurteilslosigkeit aufweisen. Also keine Vorverdächtigungen und Vorverurteilungen von angeblichen «Feinden» oder «bösen Mächten» (USA, CIA, usw.).

Sondern eine skeptische, selbst-kritische, ergebnisoffene Forschung, bei der das Ergebnis auf signifikanten empirischen Evidenzen und validen (wissenschafts-)logischer Argumenten beruht.

Doch häufig beobachtet man die Gleichzeitigkeit von Skepsis gegenüber offiziellen und medialen Berichten und Gewissheit und Vertrauen gegenüber Verdächtigungen und alternativen Medien. Gegenüber der einen Seite hält man also die Skepsis hoch und gegenüber der anderen wirft man sie über Bord.

Das Problem ist, dass solche VT letzten Endes der wissenschaftlichen Aufklärung von realen Verschwörungen einen Bärendienst erweisen.

Wenn sie also von anderen kritisches Bewusstsein gegenüber offiziellen und medialen Berichten verlangen, dann sollten sie - um nicht selbst in Widerspruch zu geraten und dadurch unglaubwürdig zu werden - dasselbe kritische Bewusstsein gegenüber VT und alternativen Medien haben.

Alles andere läuft auf einen endlosen Grabenkrieg hinaus. Denn auch wenn sie aufeinander zugehen und miteinander sprechen würden, wäre es, als würden beide Seiten zwei «inkommensurable» also unübersetzbare und unvereinbare Sprachen sprechen.

Nur ein Pfingstwunder, wie die Gabe der unverständlichen Zungenrede (Glossolalie) oder plötzlich in fremden Sprachen sprechen zu können (Xenoglossie), könnte die ausweglose Situation (Aporie) noch retten.

Der Schwerpunkt besteht übrigens aus den drei Teilen:

  1. «Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Verschwörungs­theorien» von Mark Eisenegger und Lisa Schwaiger

  2. «Die Methode Ganser» von Michael Butter

  3. «Manipulative Musik» von Thomas Bächli

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Naturwissenschaftler
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Danke Herr Rebosura für den Hinweis - ich probiere es also so nochmals um die Information an den Mann bzw. die Frau zu bringen:
swissmedic link:
link
BGA link:
link

Sehr geehrter Herr Schaerer - vielleicht hilft Ihnen das weiter:

NaClO2 in bester p.a. qualität (für die Analyse) können Sie z.B. bei Merck für CHF 172.- pro kG. K.aufen in grösseren Mengen wird es noch deutlich billiger.
Aus diesem 1 kG. K.önnen Sie 1493 L einer 0.3%-igen Chlordioxid-Lösung herstellen, d.h. die Grundstoffe kosten Sie 12 Rappen pro Liter.
Diese fertige Lösung oder auch das Zweikomponentengemisch wird für Preise zwischen 27.90 Euro / Liter und 170 Euro / Liter als Wundermittel angepriesen: "Natur total" - aus dem Industriekessel von Merck mit einer Gewinnmarge zwischen 24'000 % und 147'000 % - da wird selbst Novartis blass vor Neid.

Sie müssen selbst wissen, ob Sie sich freiwillig mit ClO2 verätzen wollen, ob Sie gefährliche Krankheiten mit Zuckerperlen behandeln wollen und damit irrevrsible Schäden riskieren möchten, oder ob sie linksrum gerührtes ("levitiertes") Hahnenwasser zu Heilzwecken für astronomische Preise kaufen wollen - das ist Ihr gutes Recht. Diese extrem simple Masche bewirkt in erster Linie eine Gesundung der Bankkonten der Gurus die das vertreiben.
Einen Placebo-Effekt kann es immer geben, eine kausale, wissenschaftlich begründete
Ursache-WirkungsbeziehunG. K.ann ich nicht sehen. Leichtgläubigen Menschen, die die realen Gefahren aus welchen Gründen auch immer nicht erkennen können oder wollen so ein Wundermittel aus Gewinnstreben oder Geltungsdrang aufzuschwätzen ist für mich kriminell und sollte geahndet werden.

freundliche Grüsse

D. Häussinger

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Sicher werde ich die Republik nicht kündigen. Schon darum weil ernsthafte Bemühungen da sind, faktengetreu und respektvoll zu berichten.

Dies ist in " Der Malwiederstand" sicher nicht vollumfänglich gelungen. Wie könnte der Artikel sonst soviel Bitterkeit und Enttäuschung auslösen?
Die Mischung von Stimmungsbild und Information scheint mir hier ungeschickt gehandhabt.

Das Gedankengut von manchen der Demo-Teilnehmer und Organisatoren und vor allem die Art wie das Gedankengut verbreitet wird, finde ich sehr besorgniserregend. Gut darüber mehr zu wissen!

Die Art wie Aussehen und Benehmen von gewissen Demonstrantinnen jedoch beschrieben werden, finde ich unnötiG. K.ränkend.

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Wer sich selbst mal ein Bild der Demos machen will: Jetzt live aus Stuttgart.
https://www.youtube.com/watch?v=F0V…bcastemail

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Danke. Wirre Sache, um es mal nett auszudrücken. Livemitschrift für die Republik:

  • Beginnt mit "Ihr seid toll" und Musik.

  • Telegram wird vorgeschlagen durch den Streamer weil alles zensuriert würde. Dann zurück zum Speaker:

  • "Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, ich stelle Fragen." Hach.

  • "Die Bevölkerung wird gespalten."

  • "Wir ersticken vor Schutzmassnahmen."

  • "Lassen Sie keine Zwangsimpfung zu."

  • "Schneller Ausbau der 5G-Technologie..."

  • "Wollen Sie aus uns digitale Zombies machen?"

  • "Wer zuviele Dinge fragt, wird als Verschwörungstheoretiker bezeichnet"

  • "Ich kann nichts dafür, ich sehe keinen Extremisten vor mir."

  • "Wenn ich gehört habe, "Klimaleugner" bin ich zusammengezuckt" [wegen holocaust] "wer will schon ein Leugner sein".

  • "In dem Begriff Hygiene ist die Suggestion, dass wir schmutzig sind. [...] dass uns Politiker zeigen müssen, wie wir Hände waschen - das ist eine Erniedrigung."

  • "Wer eine Maskenpflicht anordnet oder verlängert, tut dies im Wissen, dass diese Masken gesundheitsschädlich sind!"

  • "Die atmen die ganze Zeit verbrauchte Luft ein." (Anmerkung: 🤣🤣🤣🤣)

  • "Maskenpflicht ist eine Nötigung und ist strafbar."

  • "Ich habe auch wirtschaftliche Ängste. [...] dass es bergab laufen wird."

  • "Umweltschädliche Elektroautos"

  • "Ich glaube nicht, dass es ihnen um unsere Gesundheit geht."

  • "so wenige Infizierte"

  • Der Beweis kann nicht erbracht werden, dass die Massnahmen etwas gebracht hätten]

  • Schadensersatzklagen

  • Fragen Sie sich bitte weiter: [...] Was passiert mit den Kindern

  • "Merkel hat die NWO Neue Weltordnung als notwendig programmiert"

  • "Wir fragen lediglich"

  • "Wir sind ganz sicher keine Antisemiten"

  • Sieht keine politischen Richtungen rechts/links

  • "Wir wollen eine Möglichkeit, unsere Zukunft selbst zu gestalten."

  • Zitiert Elon Musk, das sei "Faschismus"

  • Frieden, Freiheit, vom Schöpfer gegebene Selbstverantwortung

  • Cut zum Streamer, ist so wie ich verstehe ein Restream mit zwischenzeitlichen Kommentaren. Der eigentliche Kanal ist hier zu finden: https://www.youtube.com/channel/UCX…QeMChYo42w
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  • Musikintermezzo
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  • Grussbotschaft via Video von Rüdiger Dahlke, "ganzheitliche Medizin" und so https://de.wikipedia.org/wiki/Ruediger_Dahlke

  • Kein Ton

  • "Kann nicht selbst kommen wegen Grenzschliessungen"

  • Lebendigkeit, Aufwachen

  • "wir müssen bei uns anfangen"

  • "*Einheitsmedien"

  • "Ausgrenzen als "Verschwörungstheoretiker"

  • "Diffamierung als Schwäche: Das ist Projektion." (Anmerkung: "I know what you are, but what am I?")

  • Meditieren, in sich gehen

  • Grundgesetz ist wichtig, stolz sein

  • Urvertrauen, Einheitserfahrungen

  • Yoga, Tai Chi, Qigong... Geist und Körper verbinden

  • "Da ist immer ein Virus da, wir können die Wirtschaft doch nicht jedes Jahr an die Wand fahren."

  • "Dieses Jahr war es von der Sterblichkeit viel weniger als vor ein paar Jahren."

  • Vitamin D als Faktor für Gesundheit (Anmerkung: hier scheint er zumindest recht zu haben)

  • Bezeichnung von Vitamin D als Hormon D, Eso-Geschwurbel

  • "Ich nehme einfach nicht Teil an Grippewellen."

  • Pflanzliche Nahrung ist besser. (Anmerkung: hat er auch recht 🤣)

  • Fasten als Heilung

  • "Drosten mit seinem Killervirus"

  • Pflanzliche Nahrung ist besser.

  • "Wir können ein Weltwunder bewirken."

  • Massentierzuchthäuser, Milliarden Tiere werden gequält.

  • Medikamente sind böse.

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  • "Nächste Demos":

  • "Ich habe für den 7.6.2020 Grossdemo Leonberg 50'000 Personen angemeldet."

  • Rudolf Steiner, Waldorfschule

  • "Spirituelle Aktionskunst"

  • Freiheitsvirus, die ganze Welt soll uns sehen

  • "Die Welt wartet auf uns."
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  • "Zeigt, dass ihr das ganze auch würdigt"

  • "Rudolf Steiner hat in Stuttgart vor 100 Jahren angefangen"

  • "Lasst uns miteinander tanzen"

  • Musikintermezzo, Leute tanzen.
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  • Cut zum Restreamer "Bittel TV" aus der Schweiz

  • Spielt Video aus der Schweiz ein in den Stream ein, zu den Mahnwachen aus der Schweiz: https://www.youtube.com/watch?v=QTddivLLEhM

Mein vorläufiges Fazit nach 30min: Das sind gutartige Spinner, meinen es nicht böse.
Da ist etwas für jeden dabei, gleichzeitig gibt es im Streamchat ganz klar Leute, die gewisse Einlagen peinlich finden (Fleisch, Tanzen). Sofern es in der Schweiz ähnlich zugeht, blendet der Artikel der Republik den esoterischen Krimskrams extrem aus.

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