Sie fragen ja nur

Unser Schwerpunkt zu Verschwörungstheorien. Wer sie verbreitet. Wie sie sich weiterverbreiten. Und warum sie verfangen. Diskutieren Sie mit!

13.04.2019

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Wenn die Welt zu interessant wird, um sie dem Zufall zu überlassen, dann blühen Verschwörungs­theorien. Was, wenn das alles zusammenhängt? Was, wenn doch jemand die Fäden zieht? Und was, wenn es unglaublich klingt – und trotzdem stimmt? Wir fragen ja nur.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Verschwörungstheorien

Mark Eisenegger und Lisa Schwaiger von der Universität Zürich liefern Hintergründe zur Verbreitung von Verschwörungstheorien in der Schweiz.


Die Methode Ganser

Für unseren Schwerpunkt hat sich Michael Butter mit den Argumenten, den Strategien und dem Netzwerk des Schweizer Historikers Daniele Ganser befasst.


Musik als Manipulation

Und Tomas Bächli analysiert, wie Hintergrund­musik unsere Gefühle beeinflussen kann (eine Methode, deren sich auch die Republik schon bedient hat). Anschauungs­beispiel: ein Youtube-Zusammenschnitt.


Liebe Verlegerinnen und Verleger: Ihre Meinung zu diesem Schwerpunkt interessiert uns sehr. Wo widersprechen Sie? Fehlt ein zentraler Aspekt? Wir freuen uns auf Ihre Perspektive.

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M. S.
· editiert

Warum Prof. Michael Butter wenig geeignet war, um das Thema Ganser zu behandeln: (Quelle)

  1. Butter arbeitet zum Thema VT i. A. "viel zu einseitig[...] und zu wenig differenzier[t]" (S. 485). "Vor allem die apriorische Festlegung auf Verschwörungstheorien als falsches Wissen führt Butter zu inkonsistenten Argumentationen und bedient zumindest teilweise undifferenzierte Pauschalurteile [...], die der Komplexität dieses Phänomens in keinster Weise gerecht werden" (S. 485)

  2. Butter arbeitet bzgl. Ganser "an zentralen Stellen selbst selektiv" (S. 485). Er unterstellt Ganser fälschlicherweise, dieser würde nicht auf die umstrittene Echtheit des berüchtigten U. S. Army Field Manual 30-31B hinweisen. Stattdessen behauptet Butter mit Berufung auf sehr fragwürdige bis untaugliche Quellen, dass dieses Dokument eine klare Fälschung sei, was aber keineswegs als gesichert gelten kann. (vgl. S. 480-481)

  3. "Insgesamt entsteht der Eindruck, dass [butters buch *"nichts ist wie es scheint". über verschwörungstheorien* (2018)] mit heißer Nadel gestickt wurde und dem Autor nicht genügend Zeit blieb, um auf elementare Begriffsarbeit, Tiefenschärfe und logische Stringenz zu achten" (S. 485).

  4. Butters Argumentation basiert auf der Ausblendung "wichtige[r] wissenschaftliche[r] Literatur zum Thema" (S. 478).

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Kann es tatsächlich sein, dass nach 500 und mehr Posts immer noch niemand definiert hat, was ein Verschwörungstheoretiker denn so ganz genau ist?
Oder habe ich etwas überlesen?
Kann man denn wirklich ernsthaft darüber diskutieren ob Ganser unter diese Bezeichnung fällt, wenn der Begriff nicht geklärt und mehrheitsfähig einheitlich akzeptiert wird?

Also:
Wo finde ich eine kristallklare, interpretationsfreie Definition dessen was ein Verschörungstheoretiker ist und was nicht. Danke!

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Nach über 500 Wortmeldungen - die ich nicht alle gelesen, aber doch mehr oder weniger mitverfolgt habe, komme ich für mich zum Fazit, dass ich diese Debatte ebenso quälend wie aufschlussreich fand.
Das Thema an sich - wie Verschwörungstheorien entstehen und funktionieren - interessiert mich vor allem als psychologisches Phänomen, als eine Spielart des menschlichen Geistes um mit dem Chaos, der Unberechenbarkeit, den unüberschaubaren und unkontrollierbaren Komplexitäten zurecht zu kommen.

Die einzelnen VT und ihre Anhänger interessieren mich dabei eigentlich gar nicht. Und deshalb fand ich es auch schade, dass die Debatte fast nur darüber geführt wurde, was stimmt oder nicht und wer recht hat.

Hingegen fand ich es enorm spannend, die VT- Mechanismen hier quasi in Echtzeit zu beobachten und durch einige Kommentatoren vorgeführt zu bekommen. Ich habe viel gelernt dabei.

Deshalb möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bedanken bei der Republik für diesen Schwerpunkt und bei den Kommentierenden für die Beiträge.

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H. S.
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Wenn Sie repräsentativ für die Republik-Leserschaft sind, hat die ganze Debatte rein gar nichts gebracht, denn genau hier waren wir schon ganz am Anfang. Wer VT als "psychologisches Phänomen" versteht und sich für die "einzelnen VT und ihre Anhänger" gar nicht interessiert, ist ein beklagenswertes Opfer der Desinformation.

Ich versuch's halt doch noch mal mit einem Argument, einem der unwiderlegbaren Art - auch wenn es scheint, dass Sie selbst gegen solche immun sind: Anfänglich war die amerikanisch-israelische Einmischung in die Destabilisierung Syriens eine Theorie - allerdings eine sehr plausible. Seit der Publikation der gehackten E-Mails von Hilary Clinton durch Wikileaks ist diese Verschwörung gegen Assad keine Theorie mehr, sondern eine bewiesene Tatsache.

Für eine Untersuchung braucht es zuerst immer Theorien - wer das Aufstellen von Theorien ablehnt, will keine Untersuchungen und damit keine Aufklärung. So einfach ist das.

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Ja, Herr S., ich bin eben geistig nicht auf Ihrer Höhe, aber Sie müssen sich darum nicht weiter kümmern und es auch nicht persönlich nehmen.

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"Unser Schwerpunkt zu Verschwörungstheorien. Wer sie verbreitet. Wie sie sich weiterverbreiten. Und warum sie verfangen. Diskutieren Sie mit!"

Ganz oben auf der Seite.

Was ich von Journalismus erwarte ist für Sie bestimmt nicht interessant und ganz sicher kein Grund mit mir zu streiten.

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H. S.
· editiert

Nach beinahe 500 Wortmeldungen wäre es wohl bald einmal an der Zeit, dass sich die Republik-Redaktion einmal direkt äussern würde - zum Thema, nicht zur Art und Schlüssigkeit der Wortmeldungen. Und vielleicht auch darüber, wie weit sie sich von ihrem selbsternannten Verteidiger M. R. vertreten fühlt, der die "Debatte" stark prägte, indem er geschätzte drei Viertel der Wortmeldungen generierte bzw. provozierte - ohne zum Thema selbst etwas zu sagen.

Da würde mich vor allem die Beurteilung von Autoren interessieren, die ihre Fähigkeit zur Reflexion und Analyse schon unter Beweis gestellt haben, wie D. Binswanger, C. Seibt, u.a.

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Genau, darüber hätte ich auch gerne Klarheit und nicht nur philosophisches, in manchen Teilen für mich als Nicht-Akademiker unverständliches Geschwurbel.
Einfach mal eine handfeste Stellungnahme und klar Kante zeigen, aber so dass man es versteht.

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Dieser dumme, primitive Artikel über Verschwörungstheorien betrachte ich als Tiefpunkt. Bei Ganser werden Haare in der Suppe gesucht anstatt dass man sich sachlich und kritisch fundiert mit seinen Thesen auseinander setzt. Dass er sich für Frieden einsetzt, keine andern Länder angegriffen werden dürfen ohne UNO Mandat, darauf aufmerksam macht, was sich seit 9/11 zum Negativen verändert hat, all das scheint auch für die "Republik" absolut langweilig und überhaupt kein Thema zu sein. Leute, die zu 9/11 kritische Fragen stellen, gelten auch in dieser Zeitung als Spinner. Dafür werden einem spitzfindig und haarklein Fehler in der Argumentationskette hochnäsig vorgehalten. Und man zieht es vor, hochtrabende intellektuelle Exkurse zu führen. (Es werden Kant und Hegel zitiert! Man möchte schreien!!!) Dazu habe ich diese Zeitung nun wirklich nicht abonniert. Eigentlich hiess es ja mal, die Republik wolle "andern" Journalismus betreiben. Auch dort hinschauen wo sonst niemand hinschaut, aus welchen Gründen auch immer. (Ideologisch, Interessenskonflikte etc.). Das scheint nicht der Fall zu sein. Man zieht es vor, selbstverliebt um die eigene Klugheit zu kreisen. Aber macht nix, es gibt Schlimmeres.

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A. P.
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Edit: Achtung! Emotionaler Destruktivismus meinerseits:

Zeit Bilanz zu ziehen:

  • Natokritik ist ein No-Go Thema, auf welches entweder gar nicht, oder wenn, aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen, immer im Verweis zu 9/11 endet.

  • "Verschwörungstheoretiker" sind "Dämonen", welche es auf die Aufklärung, Demokratie und Meinungsfreiheit abgesehen haben.

  • Wer darüber spricht, wie die Welt idealerweise sein sollte, ist in Beweispflicht.

  • Wer zu 9/11 eine offene Frage stellt, darf in allen anderen Aussagen nicht mehr ernst genommen werden.

  • Klassische Medien verfolgen ein edles Ziel, niemals besondere Interessen.

  • Verschwörungstheoretiker wie Ganser, begehen absichtlich Fehler. In den klassischen Medien geschieht dies, wenn überhaupt, unbeabsichtigt.

  • Wer nicht der allgemeinen Auffassung folgt, greift zu unlauteren Mitteln.

  • Die Fehler der klassischen Medien sind geringfügig, jene der "Anderen" enorm.

  • Anerkannte Wissenschaftler und Kulturträger stützen die Meinung der klassischen Medien.

  • Wer die Berichterstattung in Zweifel zieht, leugnet automatisch Wissenschaft, Aufklärung und muss die Auffassung vertreten, 9/11 wäre inszeniert.

  • Wer offene Fragen stellt, macht sich zum Verschwörungstheoretiker.

  • Bei unbequemen Meinungen ist der Angriff auf die Person (Ganser) legitim, bei Linientreue, nicht.

  • Auf positive Botschaften von "Verschwörungstheoretikern" wird mit keinem Wort eingegangen oder übergangen: Stärkung des UNO Gewaltverbots, Kritik an der Maxime "Responsibility to Protect", welche jedwede Schweinerei rechtfertigt, noch ist eine Debatte über Ethik erwünscht, da nicht empirisch verifizierbar.

  • Wir wollen keine Debatte.

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A. P.
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Um meiner eigenen emotional/destruktiven Bilanz am Ende, doch noch etwas sinnvolles entgegenzusetzen und um die herzlichen Ratschläge, für welche ich dankbar bin, entsprechend zu würdigen, versuche ich nun positiv Bilanz über die wichtigsten Punkte zu ziehen, die ich in und mit der Debatte gelernt habe. Jeder, der gerne möchte, ist eingeladen in positiver Weise, Korrekturen oder Anregungen anzubringen oder auch gänzlich neu zu verfassen.

  • Polarisierende Themen sind schwierige Themen. Die "Maximalforderung" zu stellen, um am Ende auf den Kompromiss zu hoffen, ist keine gute Strategie. Worte, Formulierungen müssen sorgfältig erarbeitet sein.

  • Das Thema VT greift tief ins eigene Weltbild ein. Eine Debatte darüber, steht unter keinem guten Stern, wenn das "Klima" nicht entsprechend offen oder bereits vorgegeben ist.

  • Ich kann mir vorstellen, dass die entsprechende Frustration, welche eine solche Debatte auslösen kann, Menschen dazu bringen kann, sich ganz aus den "klassischen Medien" zurückzuziehen. Die Republik-Artikelreihe also auch die gegenteilige Wirkung entfalten kann, als eigentlich angedacht.

  • In einer längeren Debatte, sollte man Versuchen, wieder zu sich selbst zu finden, wenn man sich in einer Negativ-Spirale von sich selbst wegbewegt. Schwierig, ich weiss. Eine mögliche Lösung könnte darin bestehen, eine grössere Toleranzschwelle, bei entsprechenden Inkonsistenzen bei sich selbst und dem Gegenüber.

  • Emotionalen Abstand gewinnen.

  • Dekonstruktivismus und Polemik vermeiden.

  • Ausklinken, wenn es zu sehr an die emotionale Substanz geht.

Wünschen täte ich mir, etwas mehr Menschenfreundlichkeit und Liebe, Idealismus und Statement zum friedlichen Zusammenleben in den Medien, statt nackte Tatsachen zu Mord, Totschlag und Krieg in täglichen Häppchen serviert.
Auch wenn man natürlich nicht den Boten erschiessen soll, sollte man trotzdem ein gewisses militärisches Interesse an Medien nicht kategorisch ausschliessen.

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Wunderbar, Herr P.! Ich mag Ihre nachdenklichen wie bedenkenswerten Worte sehr.

Falls Sie jemals die Zeit und Musse finden, ein philosophisches Buch zu diesem Thema (Weltbild, Lebensform, Skepsis, Gewissheit) zu lesen, möchte ich Ihnen gerne Wittgensteins Über Gewissheit ans Herz legen. Es ist eins meiner Lieblingsbücher.

Auf ein besseres, konviviales Klima! M.

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Anonymous
Ich kommentiere nicht auf Google
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Oi oi oi, Herr P., jetzt greifen Sie aber in die Vollen! Bisher war Ihre Argumentation doch sehr betont um Sachlichkeit bemüht. Was hat denn Sie plötzlich so in die Sätze gebracht? Darf man wenigstens um eine Belegstelle pro obige Behauptung/Unterstellung bitten?

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Lieber Anonymus,
Ich bin nicht in die Sätze gekommen, ich war eigentlich um eine offensichtliche Überbetonung, Überzeichnung, Sarkasmus und etwas schwarzen Humor bemüht, welche den beiden verhärteten Fronten, VT und klassische Medien zugrunde liegen, sowohl auch an einigen Diskussionssträngen, welche ich selber geführt habe oder begegnet bin. Einen gewissen Unterhaltungswert, auch wenn das Thema durchaus ernst ist, hat die ganze Sache ja doch. Dies ist mir dann wohl misslungen?

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Guter Beitrag. Danke. Zum Thema Ganser und VT nur so viel: Anstatt durch Suggestivfragen und Hinweise auf angebliche Ungereimtheiten etc. Verwirrung zu stiften, wäre es doch sehr nützlich wenn uns Herr Ganser seine Version über das was tatsächlich passiert ist liefern würde.
Der Zweck der Uebung ist ja klar. Zu implizieren dass dunkle Mächte in der US Regierung oder das Welt-Judentum das ganze inszeniert haben und nicht islamistische Terroristen.
Schön wenn uns Herr Ganser helfen würde, wie eine solch monströse Verschwörung geplant, organisiert, durchgeführt und dann geheimgehalten werden konnte. Dies wohlgemerkt in einem Land wo vergleichsweise harmlose sexuelle Eskapaden ihrer Präsidenten nicht unter dem Deckel gehalten werden können.

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Bitte unterstellen Sie dem lieben Herr Ganser nicht (ohne Belege) solche Absichten.

Zu Ihrer Forderung nach einer (zur offiziellen VT alternativen) VT aus dem Munde Gansers: Eine (zugegebermassen geklaute) Analogie:

Vom Gerichtsmediziner, der feststellt, dass die Todesursache nicht natürlicher Art sein kann, wird niemand verlangen, er müsse Täter, Tatwaffe und Tathergang benennen können, bevor man seinen Argumenten glauben schenken könne.

(Wenn Sie Ganser bzgl. 9/11 nicht übereugt hat, schauen Sie doch mal bei "ae911truth" vorbei.)

Dem Argument, so grosse Verschwörungen seien nicht möglich, stelle ich gerne das Argument gegenüber, so viele unwahrscheinliche Umstände, wie sie für 9/11 dokumentiert sind, sind nicht möglich. Beide Argument sind falsch. Es ist nur unwahrscheinlich, nicht unmöglich. Die physikalischen Begründungen zu den Zusammenstürzen der 3 Türme sind da viel sicherer.

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Wenn Ganser das erklären würde, wäre er ein Verschwörungstheoretiker, denn das weiss er genau so wenig wie wir alle. Da er eben nur kritisch fragt ist er kein Verschwörungstheoretiker. Das ist der wesentliche Unterschied. Erinnern wir uns doch bitte: Fakt bei 9/11 ist: 1. Zwei Flieger sind in die Türme geflogen. 2. Etwas später sind die senkrecht eingestürzt mit nahezu Fallgeschwindigkeit. 3 Ein weiteres Haus ist eingestürzt. Wer was gemacht hat ist Spekulation. Die Beweise wurden entsorgt und geheimgehalten. Verschwörungstheorien sind nur problematisch, weil sie auf einem Nährboden von Vertuschungen, Unwahrheiten und nachträglichen Zugeständnissen unter dem Druck der Fakten entstehen. Die Verschwörungstheorien sind nur das Spiegelbild davon. Das kann auch Butter nicht schönreden.

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Anonymous
Heinrich
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Ich bin durchwegs nicht ein Gläubiger von Verschwörungstheorieren. Aber es gibt auch hier in unserem schönen Land durchaus Vorgänge, welche durchaus in diese Richtung zeigen, so diese denn jemand so benennen will.
Ich möchte einmal die Frage stellen, weshalb sich viele dagegen auflehnen, zu glauben, es gäbe "Verschwörungen"? Die Frage ist doch grundsätzlich: Ab wann ist ein Vorgang eine "Verschwörung" oder kann dafür auch ein Synonym für "Lobbyismus, Insider, SauhäfeliSaudeckeli" etc. stehen? Oder darf dies in unserem gesellschaftlichen Verständnis einfach nicht sein, weil sonst eine ganze Ordnung in sich zusammenbrechen würde?

Ich möchte ein mir bekanntes Beispiel geben. Es ist ein Zitat eines hochdotierten, hochgeschätzten Schweizer Rechtsprofessors.
Die Frage war, ob ein Leasing- oder ein Kaufvertrag vorlag, unsere Seite hatte dem Gericht klar ein Kaufvertrag vorgelegt. Die Gegenseite war eine Leasinggesellschaft. Das Bundesgericht hatte diesbezüglich bereits früher in einem anderen Fall klar entschieden (in unserem Sinne), weshalb der Prozess angestrebt wurde:
"Im Ergebnis ist es die Auffassung der in dieser Sache befassten Gerichte, den Parteiwillen (wonach die Leasinggeberin Eigentum erwerben soll) zu schützen, auch wenn er gegen sachenrechtliche Prinzipien verstösst. Dafür werden diese Prinzipien solange umgebogen, bis sie passen!"
Es wurde also der Wille der Leasinggeberin geschützt, obwohl ein Kaufvertrag vorlag (nicht der Leasinggeberin!)
Wäre der Prozess durch unsere Partei gewonnen worden, wären die Leasingverträge der Leasinggeberin ungültig geworden. Dies durfte nicht sein und wurde in einem Gespräch bestätigt.
Ist dies nun Verschwörung, Unrecht oder was? Was ist damit, wenn Gerichte und Behörden offensichtlich gegen geltende Rechtsprechung und Recht verstossen?

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Wieso werden Verbrecher wie T. Blair, G. Schröder (sogar mit öffentlichem Geständnis) und Co. nicht vor Gericht gestellt? (Bei den Amis wissen wir ja, dass sie sich nicht um internationales Recht scheren.)

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H. S.
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Melde mich doch nochmals zurück, da ich endlich auch noch kurz in den dritten Beitrag der VT-Serie geschaut habe. Ich bin echt schockiert: Dümmer, einseitiger, voreingenommener und manipulativer geht es ja kaum mehr! Jetzt soll auch noch die Musik schuld daran sein, dass Gansers Überlegungen seinen dummen "Anhängern" einleuchten(!). Da hat sich die Republik noch selbst unterboten.

Ich habe schon Diverses von Ganser gesehen, aber noch nie einen musikunterlegten Vortrag. Da hat die Republik glaub's tief in YouTube graben müssen, um auf ihn zu stossen. Selbst als notorischer Skeptiker kann ich sagen, dass Gansers Vorträge vor allem durch die Kraft seiner logischen Argumente überzeugen - die suggestive Wirkung von Musik zu verwenden hat er nicht nötig. Ihm das zu unterstellen ist eine reine, perfide Mache der Republik.

Diese ganze VT-Trilogie ist wirklich von unterirdischer Qualität und unüberbietbarer Voreingenommenheit und Einseitigkeit. Bin als Verleger mehr als enttäuscht und schäme mich fremd. Bei solchem Versagen des "Qualitätsjournalismus" ist es kein Wunder, wenn sich viele Leute nur noch von Youtube informieren lassen. Bin auch bald soweit.

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Genau! Nur schon der Titel ist eine Frechheit! "Sie (Die Deppen) fragen ja nur." Warum wird Ganser, der für Frieden einsteht, an den Pranger gestellt? Warum werden Haare in der Suppe gesucht obwohl er bei vielem recht hat? Liebe Republik, recherchiert doch mal, wie viele Journalisten Mitglieder transatlantischer Vereinigungen sind oder waren. Aber das ist natürlich auch wieder eine Verschwörungstheorie....

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Ganser ist ein begnadeter Manipulator. Ob bewusst kalkulierend (mit welcher Absicht?) oder eher unbewusst-intuitiv (aus welchem Grund?) , vermag ich nicht zu beurteilen, tut aber letztendlich auch nichts zur Sache. Auf jeden Fall scheinen (auch intelligente) Menschen scharenweise auf seine raffinierte, verführerische Demagogie reinzufallen. Deshalb ist es nahe liegend, kritisch über seine Machenschaften zu berichten. Allerdings bringen bekanntlich in solchen Fällen auch die argumentativ bestechendsten Aufklärungs-Versuche kaum etwas, bzw. bestärken sie die Leute oft erst recht in ihrem Wahn. So gesehen kann man sich schon fragen, ob es überhaupt Sinn macht, kritisch über solche irrationalen Phänomene zu berichten.....

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Was Butter in seinem Artikel Ganser vorwirft, tut er als Amerikanist (Wikipedia) genauso auch, einfach aus der anderen Sicht. Er pickt Aussagen des Gegners heraus, falsifiziert sie und steckt ihn in die Ecke der Verschwörungstheoretiker. Alles was einem nicht passt ist Verschwörungstheorie? Nein das ist mir zu einfach, zu billig und ich fühle mich da auch etwas für Dumm verkauft.

Zur Aufklärung der offensichtlich offenen Fragen zu 9/11 und anderen Themen trägt er nichts bei. Es gibt aber zahlreiche andere unbestrittene Fakten die Ganser immer wieder erwähnt und insbesondere die Nato kritisiert: Beispiel völkerrechtliche Verbot andere Länder anzugreifen. Warum nehmen das andere Medien nicht auf? Stattdessen wird einfach wochen- und monatelang Kriegsreportage als allabendliche Unterhaltung betrieben, bis keiner mehr weiss was, wo, wie, warum und überhaupt….

Auch die alternativen Medien gefallen mir nicht und machen mich stutzig. Sie sind zwar Nährboden für Verschwörungstheorien was aber nicht unbedingt Zweck sein muss. Vielmehr befindet sich die Medienlandschaft im Wandel. Traditionelle Medien werden von mächtigen politischen Gruppierungen aufgekauft oder anderweitig ideologisch oder kommerziell beherrscht. Wenn auch dadurch nicht jeder Artikel per se schlecht und als Propaganda abgetan werden soll, besteht doch mindestens ein kleines Misstrauen hängen.

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A. P.
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Danke für Ihren Beitrag. Zur Frage, warum die Medien keine Kritik zur Nato aufnehmen möchten, kann man nur spekulieren.
Als Fakt kann man sehen, dass das Schweizer Radio selbst, militärische Interessen an Radiostationen anführt (1911). 1914 128 private Radiokonzessionen aus militärischen Gründen suspendiert wurden, 1915 Militärische Versuche mit Radio-Stationen durchgeführt wurden und 1914-1918 sämtliche Radioaktivitäten rein militärischer Natur waren --> Quelle (Seite 6). Ob und wie viel von diesen militärischen Interessen an Medien in der Neuzeit noch vorhanden ist, wird nicht gesprochen. So muss das militärische Interesse an Medien folglich eine Verschwörungstheorie sein. Leider.

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H. S.
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Ostern (Teil 1/2) – Zeit, um auf den eigentlichen Zeck des VT-Dings zu sprechen zu kommen. Ja, es geht um nichts weniger als um Krieg und Frieden.
Es ist ja augenfällig, dass es sich bei den sogenannten "V-Theoretikern" bevorzugt um Exponenten der Friedensbewegung handelt - und bei denen, die diesen Begriff ständig im Mund tragen, um Leute mit hoher Affinität zu den Haupt-Aggressoren der jüngeren Vergangenheit: USA, Israel und NATO.

Die Mechanismen, nach denen die heutigen Kriege ablaufen, sind immer die gleichen und sollten mittlerweile allgemein bekannt sein. Bei Teilen der Republik-Redaktion und ihrer Fangemeinde scheint das aber erstaunlicherweise nicht der Fall zu sein. Deshalb das bekannte und bewährte Drehbuch der Inszenierung eines Krieges nochmals in Kürze (Der Platz fehlt mir leider für Beispiele, aber noch jeder der vielen Kriege der neuern Zeit - d.h. im Zeitalter der heutigen Massenmedien - folgte diesem Muster):

  1. Vorbereitung durch systematisches Schlechtreden des anzugreifenden Landes. Bewährtes Narrativ: Verteufelung des dortigen „Regimes“, von dem man das gebeutelte Volk befreien sollte. Neuerdings auch Sanktionen aller Art.

  2. Leserbriefe und Zeitungskommentare, dass man nicht mehr länger zusehen und endlich mal etwas Mutiges tun sollte.

  3. Setzen von Ultimaten und/oder roter Linien

  4. Provozieren oder Inszenieren eines Ereignisses, das diese verletzt

  5. Bombardieren, bevor Fragen zu 4. auftauchen

  6. Pflege der Kriegsbegeisterung durch eingebettete Journalisten

Das alles muss in einem beschränkten Zeitraum ablaufen, sonst verpufft die Wirkung. Das geht nicht ohne effizientes Zusammenwirken aller wichtigen Akteure (Regierungen, Geheimdienste, Wirtschaftsführer, Meinungsmacher, Medien) – also genau das, was unter dem Begriff „Verschwörung“ zu subsummieren ist. (Definition: Eine „V." liegt vor, wenn mehr als zwei Menschen die gleiche versteckte Agenda verfolgen, egal ob explizit abgesprochen oder nicht.)

Fortsetzung siehe Ostern Teil 2/2

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Also wenn ich sie richtig verstehe:
Wenn «die Medien» beispielsweise Menschenrechtsverletzungen der Russischen Armee kritisieren, ist das quasi «Phase 1» der Kriegsvorbereitung der «Kriegstreiber» (NATO/USA/Israel) gegen Russland.
Was ist nun, wenn «die Medien» beispielsweise Menschenrechtsverletzungen der USA in Guantanamo kritisieren? Ist das nun auch «eine Kampagne», um die Bevölkerung auf einen Krieg gegen die USA einzuschwören?
Ich frage der Konsequenz halber. Ansonsten könnte der Eindruck entstehen, es ginge ihnen lediglich darum, Kritik gegen «die Falschen» zu delegitimieren. Und genau damit habe ich Mühe. Diejenigen, die sich immer am lautesten darüber beklagen, für «unbequeme Kritik» als Verschwörungstheoretiker diffarmiert zu werden, sind meist die ersten, die in jeder Kritik in die «falsche» Richtung gleich eine «NATO-Agenda» oder gleich Kriegsvorbereitung erkennen.

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H. S.
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Ja, ich unterscheide durchaus zwischen "Richtigen" und "Falschen", bzw. zwischen Tätern und Opfer, wenn Sie erlauben. Die Aggressoren der letzten 30 Jahre sind ja ziemlich genau und objektiv identifizier- und benennbar.
Zudem sind wir hier beim Thema VT: Noch jeder, den ich in Talskshows und ähnlichem diesen Begriff als Totschlagargument gebrauchen hörte, war ein Vertreter oder Verteidiger eines dieser Aggressoren. Oder kennen Sie ein Gegenbeispiel?

Natürlich gehört das systematische Schlechtreden von Russland auch zur Vorbereitung kommender Kriege, Stupid!

Sie sehen, ich kann das Antworten nicht lassen ... derart naiven - aus den Likes zu schliessen aber bei einigen dennoch verfangenden - Blödsinn kann ich halt einfach nicht stehen lassen.

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H. S.
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Ostern (Teil 2/2) - Im Kern einer V. bestehen sicher auch explizite Absprachen (vgl. z.B. gehackte Hilary-E-mails in der Vorberitung der Destabilisierung Syriens), die äusseren Kreise (namentlich Journalisten) kooperieren dann automatisch oder unter subtilem Druck. Und jetzt sind wir wieder beim Thema: Ein effizientes Druckmittel ist die VT-Keule - ein Damokles-Schwert, das über jedem Journalisten hängt. Denn wer sich Gedanken zu Kriegslügen und versteckten Agenden macht und damit den reibungslosen Ablauf der Kriegsinszenierung stört wird einfach zum „V-Theoretiker“ gestempelt und damit mundtot gemacht. Perfide aber zugleich effizient ist dieses Instrument deshalb, weil es in der Konflikt- bzw. Friedensforschung in der Natur der Sache liegt, sich Gedanken zu diesen V.-Kreisen zu machen, was nicht ohne Hypothesen und Theorien geht. Es ist deshalb ein Leichtes, jedem Friedensforscher oder Recherche-Journalisten, der sich etwas zu weit vorwagt und zu unbequemen Schlüssen kommt, den Titel "V-Theoretiker" überzustülpen.

Ganser und Jebsen sind beide eloquente und unerschrockene Friedensforscher bzw.–aktivisten mit Überzeugungspotential, also echt gefährlich für die Kriegstreiber. Deshalb ihre Kaltstellung als V-Theoretiker in allen Mainstream-Medien - Republik und WOZ inklusive, leider.

Noch ein Wort zu den übrigen, jeweils im gleichen Atemzug auch erwähnten harmlosen V-Theoretikern wie Flatearther, etc.: Deren Funktion ist nur Staffage. Ihre Beimengung und Vermischung hat zum Ziel, die Friedensaktivisten in die Absurditäten-Ecke zu stellen.

Und zum Schluss noch dies: Der Grund, weshalb ich soviel meiner Lebenszeit für diese unergiebigen Diskussionen auf dieser Plattform hergab und mich der wenig hilfreichen Kritik naiver Besserwisser aussetzte, ist der: Ich erachte es als meine Pflicht, wenigstens ein kleines Sandkörnchen im Getriebe dieser Kriegsmaschinerie zu sein.

Das waren meine Schlussworte, ich verabschiede mich aus dieser Diskussion.

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Die Herren Ganser und vor allem Jebsen ernsthaft als «unerschrockene Friedensforscher» zu bezeichnen, sollte nicht unwidersprochen sein: Das sind sie nicht. Eloquent hingegen sind sie überdurchschnittlich.
Und WOZ und Republik sollen ihre Publikationen danach ausrichten, «Kriegstreiber» zu unterstützen? Excusez, aber das wirkt nur lächerlich.

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H. S.
· editiert

In dieser Phase der Diskussion, nach zig-fachem Hin-und Her von Argumenten, bringt ein Widersprechen ohne jegliche Begründung relativ wenig.

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B. W.
· editiert

Lieber Herr S.
Ist Ihnen in Ihrer offensichtlich allumfassenden Überlegenheit schon mal der Gedanke gekommen, dass sie nicht von den "Mainstream-Medien", sondern von Ihren Youtube-Gurus angelogen werden?
Oder ist Ihnen als angeblich " notorischer Skeptiker" etwa entgangen, dass Ganser und Co. mitnichten "Friedensaktivisten", sondern schlicht und einfach Spinner mit überbordendem Geltungsdrang und/oder eigener politischer Agenda (Antisemitismus, z.B.) sind?

edit: Unnötiges auf persönlicher Ebene gelöscht.

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H. S.
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Danke für das Votum, jetzt kommen wir dem Kern der Sache doch langsam näher und mir wird vieles klarer. Denn da haben wir sie ja wieder, die simple Formel "Israelkritik = Antisemitismus = VT = Spinner", die allem Anschein nach schon bei der Konzeption der Trilogie als Maxime oder Dogma feststand, und die es offenbar auf Teufel-komm-raus zu beweisen galt. Dogmen und Aufklärung vertragen sich aber grundsätzlich nicht. Zumindest ein Fragezeichen hinter diese Formel zu setzten hätte man von Journalisten, die sich als unabhängige Aufklärer verstehen, wohl noch erwarten dürfen!?

Danke, aber ich brauche niemandes Rat, um glaubwürdige von unglaubwürdigen Informationsquellen unterscheiden zu können - da ich niemals glaube, sondern immer zu verstehen versuche. Meine Kunden bezahlen mich nämlich nicht für Glaubenssätze, sondern für nützliche, gut begründete Analysen und Prognosen. Die gleichen logischen Approaches versuche ich auch auf politische Problemstellungen anzuwenden. Tut mir leid, wenn das als "allumfassende Überlegenheit" rüberkommt, aber als beratender Ingenieur ist es wahrscheinlich eine "Deformation professionelle", sich eindeutig auszudrücken. Wischi-waschi bringt niemandem etwas.

Ich finde es einfach schade, dass von Ihnen und der Republik-Redaktion nicht auf Argumente eingegangen wird. Aber so lange da dogmatische Denkverbote bestehen ist das zumindest irgendwie verständlich.

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Lieber Herr S., vielen Dank für Ihre Kommentare. Treffender kann man es nicht sagen. Insbesondere ihre beiden Osterbeiträge sind eine Wucht! Ich werde sie archivieren. Mir ist ohnehin schleierfhaft, was bei manchen Linken im Kopf vorgeht. Michael Lüders, der ausgezeichnete Arabienkenner, hat es in einem Interview auf den Punkt gebracht:
https://www.youtube.com/watch?v=soJ17VgcLRY
Auch die Berichterstattung der WOZ zum Syrienkrieg.....schlimm. Man spielt den nützlichen Idioten für den Westen. Gerade von diesen Medien wurde m.W. nie die ganz einfache Frage gestellt, ob denn in Syrien die ach so guten Rebellen auch unterstützt worden wären, wenn Assads Regime mit den USA/NATO freudschaftlich verbunden wäre. Stichwort "Timber sycamore".
https://www.nytimes.com/2017/08/02/…trump.html
Dies wurde vom VT D.Ganser erwähnt. Gehört jetzt in den Augen der VT-Bekämpfer die New York Times auch zu den VTs?
Leider werden wir nun nichts mehr hören von den VT-Bekämpfern, denn sobald die Argumente ausgehen, verweigert man einfach den Dialog, nicht wahr Herr Blülle und Herr Fuchs?

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Danke für das Feedback, Herr A. Angesichts der bei jedem Votum - auch bei jenen, von denen man meint, dass sie eigentlich unwiderlegbar sein sollten - unverzüglich erscheinenden Dislikes ist man ja manchmal nicht mehr sicher, ob man selber spinnt oder all die andern. Danke auch für die Links.

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Lieber Herr S., Sie meinen wohl Karfreitag und Ostern. Pfingsten («50. Tag» der Osterzeit) ist heuer erst am 9. Juni. Dies nur so am Rande. Da Sie sich ja als «Experte» in Sachen Religion ausgeben.

Passend daher, wie Ganser für alle stellvertretend als «Opferlamm» inszeniert wird. Als «Ketzer», der von «Inquisitoren» verurteilt wird. Als «Häretiker», der die «Orthodoxie» verletzte und «Tabus» anrührte. Als «Aufklärer», der bloss die «Glaubensgemeinschaft» erleuchten wollte.

Sie stellen eine «Endlosschlaufe» fest, also eine «Echokammer» und «Filterblase». Und werfen den Redaktionen «Denkverbote» vor, also Zensur, und den Journalist*innen, ob dem Reputations-Risiko, Selbstzensur.

Doch als Lösung propagieren Sie selbst Zensur. Wenn Sie den Begriff «VT» auf den «Index Prohibitorum» stellen wollen. Und dazu noch - wenn auch scherzhaft - alttestamentarische Strafen fordern.

Aber neben dem normativen Kampfbegriff «VT», der voreilig oder aus Machtinteresse ein Urteil fällt, gibt es auch einen deskriptiven Begriff, der anhand definierter Kriterien, eine Theorie als «VT» ausweist. Kriterien wie Methodik, Validität, Plausibilität und Objektivität.

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Lieber Herr R., ich fühle mich ertappt. Stimmt, ich habe Karfreitag und Pfingsten verwechselt. Religion gehört zugegebenermassen nicht zu den Gebieten, auf welchen ich mich als Experte bezeichnen darf.
Mit VT beschäftige mich aber schon eine ganze Weile. Ich darf z.B. sagen, die angebliche Verschwörung der Russen gegen Hilary Clinton schon von Anfang als "Verschwörung" und Fake erkannt zu haben, was sich jetzt im Mueller Bericht bestätigt. Aber Sie werden schon wieder einen super-schlauen Kommentar dazu finden.
Mit dem letzten Abschnitt bin ich einverstanden, der Rest ist mir aber ziemlich unverständlich. Aber Sie werden schon recht haben.

Was Ganser betrifft: Der ist hier nur zum Diskussionsthema geworden, weil ihn die Republik unverständlicherweise als Paradebeispiel eines V-Theoretikers ausgewählt hat. Ich meine, von Ihnen in einem früheren Votum gehört zu haben, dass auch Sie die Arbeiten von Ganser nicht kennen(?). Was sollen also Ihre ewigen Einwände in der Diskussion um Ganser? Nehmen Sie es mir nicht übel, aber es scheint mir, dass Sie die in meinem Votum von heute morgen aufgeführten 4 Grundsätze der Anti-V-V-Theortiker ziemlich buchstabengetrau befolgen.

Noch zu ihrem Teil 3/3: Sie scheinen eigentlich das gleiche zu sagen wie ich, geben sich aber grösste Mühe, es nicht als Zustimmung, sondern als Widerspruch erscheinen zu lassen. Ich bin als Skeptiker geboren und übernehme von andern - egal von wem und auf welche Gebiet - nur, was mir plausibel erscheint und einleuchtet. Was Sie als endlosen Grabenkrieg bezeichnen, ist bei mir die Endlosschlaufe. Nur möchte ich zu dessen Überwindung nicht auf einer Wunder warten, sondern habe den Glauben an die aufklärerische Kraft guter Argumente und die Vernunft der Menschheit noch nicht ganz aufgegeben.
In diesem Sinn wünsche ich Ihnen eine schöne Auffahrt.

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Anonymous
Ich kommentiere nicht auf Google
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· editiert

Sehr geehrter Herr S.
Sie haben mir weiter unten eine Frage gestellt, auf die Sie eine Antwort haben sollen: ja, ich kenne Daniele Gansers Ansichten nur von You-Tube-Videos her, (die Sie selber allerdings als ernstzunehmende Informationsquelle hingestellt haben). Ich wage aber zu behaupten, dass wir beide von Butter wahrscheinlich noch weniger wissen als ich von Ganser, und trotzdem nennen Sie ihn dubios und zweifeln seine Qualifikation an. Und dann wettern Sie hier über eine sogenannte VT-Inquisition.
Wer Sätze sagt wie:

Ich darf z.B. sagen, die angebliche Verschwörung der Russen gegen
Hilary Clinton schon von Anfang als "Verschwörung" und Fake erkannt
zu haben

diskreditiert sich in meinen Augen selber. Wer eine "Verschwörung" schon zu erkennen meint, bevor die Fakten untersucht sind, kann das eigentlich nur auf dem Boden eines a-priori-'Wissens', wo denn die Guten und die Bösen hocken, also aufgrund eines Vor-Urteils. Und weshalb gerade Ihr Vorurteil berechtigter oder gewichtiger sein sollte als das eines beliebigen Andern erschliesst sich mir nicht.
Die ganze Debatte hier kommt mir zunehmend wie ein Kinderstreit vor, wo man sich gegenseitig um die Ohren haut, dass der andere zuerst gehauen habe. Ob das noch etwas bringt?

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3/3 Wenn nun Leute, die VT vertreten, andere auffordern auf sie vorurteilslos zuzugehen, dann müssten diese dieselbe Vorurteilslosigkeit aufweisen. Also keine Vorverdächtigungen und Vorverurteilungen von angeblichen «Feinden» oder «bösen Mächten» (USA, CIA, usw.).

Sondern eine skeptische, selbst-kritische, ergebnisoffene Forschung, bei der das Ergebnis auf signifikanten empirischen Evidenzen und validen (wissenschafts-)logischer Argumenten beruht.

Doch häufig beobachtet man die Gleichzeitigkeit von Skepsis gegenüber offiziellen und medialen Berichten und Gewissheit und Vertrauen gegenüber Verdächtigungen und alternativen Medien. Gegenüber der einen Seite hält man also die Skepsis hoch und gegenüber der anderen wirft man sie über Bord.

Das Problem ist, dass solche VT letzten Endes der wissenschaftlichen Aufklärung von realen Verschwörungen einen Bärendienst erweisen.

Wenn sie also von anderen kritisches Bewusstsein gegenüber offiziellen und medialen Berichten verlangen, dann sollten sie - um nicht selbst in Widerspruch zu geraten und dadurch unglaubwürdig zu werden - dasselbe kritische Bewusstsein gegenüber VT und alternativen Medien haben.

Alles andere läuft auf einen endlosen Grabenkrieg hinaus. Denn auch wenn sie aufeinander zugehen und miteinander sprechen würden, wäre es, als würden beide Seiten zwei «inkommensurable» also unübersetzbare und unvereinbare Sprachen sprechen.

Nur ein Pfingstwunder, wie die Gabe der unverständlichen Zungenrede (Glossolalie) oder plötzlich in fremden Sprachen sprechen zu können (Xenoglossie), könnte die ausweglose Situation (Aporie) noch retten.

In diesem Sinne schöne Ostern und - wenn es soweit ist - Pfingsten!

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H. S.
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Gratuliere! Die vielen Likes, die Sie zu Ihren Voten jeweils in kürzester Zeit generieren können, zeigen mir die Überzeugungskraft Ihrer messerscharfen Argumente. Dumm nur, dass ich sie höchstens zur Hälfte verstehe.

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2/3 Karl Popper prägte mit seiner Schrift «Die offene Gesellschaft und ihre Feinde» (1945) lange vor der CIA der 60er die negativen Konnotation des Begriffs «VT». Er erlebte am eigenen Leib, was Verschwörungstheorien gerade im Zusammenhang mit Nationalismus und Antisemitismus Schlimmes anrichten können. Er ging ins Exil, doch viele Familienangehörige kamen ums Leben.

Weil es nicht nur beim unschuldigen Fragen blieb, sondern zu handfesten Antworten führte. Als sich das Unschuldslamm als reissender Wolf entpuppte.

Mit Verweis auf Lenin, Mussolini und Hitler schrieb er:

Ein wichtiger Zug der Verschwörungstheorie der Gesellschaft ist, daß sie zu wirklichen Verschwörungen ermutigt. Doch eine kritische Untersuchung zeigt, daß Verschwörungen kaum je ihr Ziel erreichen. […] Sie alle wurden Verschwörer, weil sie unkritisch an eine Verschwörungstheorie der Gesellschaft glaubten. (K. R. Popper: Auf der Suche nach einer besseren Welt)

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H. S.
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Es wäre schön wenn Popper recht hätte (er spricht allerdings von der "Verschwörungtheorie einer Gesellschaft", was mir etwas anderes zu sein scheint als wie der begriff aktuell verwendet wird).

Aber die Realität zeig ein andres Bild: Verschwörungen steuern die (Kriegs-)Geschichte. Wenn immer ein militärisch stärkeres Land ein schwächeres angriff, basierte der Eintritt in den Krieg jeweils auf einer dreisten Lüge. Das gilt seit dem ersten Weltkrieg, wahrscheinlich sogar früher (aber da gabe es noch nicht die gleichen Massenmedien). Die wirksame Verbreitung von Kriegslügen kann ein Einzelner nicht bewerksteligen - da müssen zwangsläufig explizite oder implizite Koalitionen (aus (Regierungen, Geheimdiemste, Meinungsführer, "Qualitäts-Medien") kooperativ am Werk sein, was man durchaus treffend als Verschwörungen bezeichnen kann (auch wenn dazu niemand einen Schwur leistete).

Im Nachhinein wurden die Kriegslügen von kritischen Historikern und Konflikt- bzw. Friedensforschern noch immer aufgedeckt. Schwieriger ist es, sie in Echtzeit zu erkennen, denn da machen jeweils alle wichtigen oben genannten Players in ihrer Verbreitung mit. Eine Methode dieser irgendwie verschwörten (oder auch nur aus Eigennutz kooperierenden)Kreise ist es, jeden, der das anders sieht oder auch nur unbequeme Fragen stellt, mundtot zu machen, indem man ihn als nicht ernst zu nehmenden V-theoretiker diffamiert.

Es ist die Aufgabe kritischer Journalisten, solche Mechanismen in Echt-Zeit und innert nützlicher Frist aufzudecken.

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Grüezi Herr R.,
Ein sehr guter valider Punkt, um darüber nachzudenken.
Es erscheint mir aber auch nicht zielführend, daraus den Schluss zu ziehen, ganzen Gruppierungen Urteilsvermögen und Vernunft abzusprechen. Dies führt, meiner Ansicht nach, in die selbe dunkle Ecke. Nämlich zu Zensur, Denkverboten, Meinungsfiltern, Gleichmacherei, Propaganda, Hetze etc., welches wiederum den Weg für noch weit Schlimmeres ebnen würde. Natürlich ist dies astreiner Fatalismus. In diesem Falle aber, denke ich, insoweit legitim, da Sie selbst auch, auf das schlimmst Mögliche zielen.

Wohlverstanden, der Einwand bezieht sich einzig auf Ihr Argument, nicht ihre Person oder Einstellung. Sie zeigen Bereitschaft zur offenen Diskussion, was ich für vorbildlich und den richtigen Weg halte. Hierfür nochmal ein aufrichtiges Dankeschön! Bei polarisierenden Themen wie diesem, in dieser Form, keine Selbstverständlichkeit.
Ich behaupte, ein gewisser gegenseitiger Respekt und Dialog ist der Schlüssel zum Erfolg und nicht die Mittel der Ausgrenzung, Ächtung und Regulierung. Es ist mein Eindruck, dass Sie und Ich, uns darin einig sein könnten.

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Warum genau wählt die Republik Michael Butter als Experten für Verschwörungstheorien und bringt dazu diesen Artikel zu Danièle Gansers Arbeit? Ich frage ja nur.....?!

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H. S.
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Pfingsten bietet sich dazu an, Einkehr zu halten und Bilanz zu ziehen – hat doch diese Aufregung über VT auch stark religiöse Züge. Es scheint eine Glaubensrichtung zu geben, die sich auf folgende Grundsätze beruft:

  1. Verschwörungstheoretiker sind immer die andern.

  2. VT sind ansteckend, sie könnten deine Denkfähigkeit beschädigen.

  3. V-theoretiker sind böse, sie wollen dich dumm machen!

  4. Wegen Punkt 2 und 3: Halte dich fern von Verschwörungstheoretikern, sonst könntest du selbst zu einem werden.

Wie aber erkennt man V-theoretiker unter Berücksichtigung von Punkt 4? Ganz einfach, indem man sich auf die „Qualitätsmedien“ verlässt und im Zweifelsfall in Wikipedia nachschaut. Nur nie direkt hinschauen, das könnte blind machen!

Wir befinden uns in dieser Diskussion über VT also auf einer Endlosschlaufe. Sie liesse sich nur durchbrechen, wenn gute Journalisten einmal den Mut hätten, nach den Konstrukteuren dieser Schlaufe, ihren Motiven und Methoden zu recherchieren. Es muss sie ja geben – diese Inquisitoren, die die Macht und den Einfluss haben, darüber zu entscheiden, wer ein V-theoretiker ist und wer nicht – denn Ihre Auswirkungen sind real: Diskreditierende Wikipedia-Einträge, zerstörte Karrieren kritischer Aufklärer und Denkverbote in den Redaktionen.

Ich habe deshalb Verständnis für die armen Journis, die sich nicht zu nah an dieses Thema wagen, denn es ist effektiv gefährlich: Ein falsches Wort und – schwupps - ist man selber als V-theoretiker geächtet und kann sich die erhoffte Karriere in einem grösseren Medienhaus ins Kamin schreiben. So lange dies alles aber im Dunkeln bleibt, so lange wird es – zu Recht – auch sogenannte VT geben.

Ich beantrage deshalb, den Begriff „VT“ zum Unwort des Jahrzehnts zu küren und es aus den Redaktionsstuben zu verbannen. Und jeden Journalisten mit 70 Stockhieben zu bestrafen, der es noch verwendet – es sei diese er tue es im Dienst der Aufklärung, d. h. zur Zerschneidung der oben beschriebenen Endlosschlaufe.

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M. S.
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Ein Teil der Erklärung: Wikipedia. Falls Sie es noch nicht kennen, gönnen Sie sich doch Wikihausen von Markus Fiedler und Dirk Pohlmann. Die beiden Doku-Filme zuerst, dann die nummerierten Episoden der Reihe nach (Wer die Reihenfolge nicht einhält, verpasst diverse Bezüge/Storylines.)

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Sehr geehrter Herr S.,
Ich finde Sie treffen den Nagel auf den Kopf.
Es ist gefährlich für Journalisten, sich mit gewissen Themen zu beschäftigen. Schon ein Interview oder ein Vortrag mit/vor den „falschen“ Personen reicht aus, um genau zu wissen, wie der Journalist angeblich tickt.
Dass ein Journalist sich mit verschieden Meinungen zu einem Thema auseinandersetzten sollte, um die Grenze der eigenen „bubble“ zu durchbrechen, ist bei gewissen Themen Tabu und ein echtes Berufsrisiko.
Dass diese „Zensur“ in den Köpfen bei den sogenannten Qualitätsmedien zieht, ist weithin bekannt, dass allerdings ein unabhängiges Magazin wie die Republik ins gleiche Horn bläst, ist für mich eine leise Enttäuschung. Aber wie Sie schon sagten, kann ein Wikipedia-Eintrag ausreichen um auch unabhängige Journalisten zu diffamieren und mundtot zu machen.
Seit wann der Begriff „Verschwöhrungstheoretiker“ benutzt wird, und von wem er unter welchen Umständen gegen wen gezielt eingesetzt wurde und wird, ist bekannt. John F. Kennedy lässt grüssen.

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A. P.
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Ich stimme dem Punkt der Selbstzensur zu. Allerdings würde ich mit der Republik nicht so hart ins Gericht gehen. Bei aller Kritik, die ich für die Artikelreihe habe, würde ich der Republik das "gut gemeint" nicht absprechen und einige Punkte, welche angebracht werden sind valide, z.B. der mangelhafte Umgang mit Quellen und suggestiv Fragen.

Allerdings muss man in diesem Zusammenhang erwähnen, dass in den klassischen Medien, oft auch Sätze aus dem Zusammenhang gerissen werden und die direkte Quellenangabe, bzw. in welchem Kontext dies gesagt wurde, schuldig bleibt.

Ein gutes Beispiel im Zusammenhang mit Ganser -> Arena - Trumps Krieg gegen die Medien
Erwähnenswert ist, dass Textzeilen ohne Hintergrund und Zusammenhang zitiert werden, sprachliche Manipulationstechniken angewendet werden, die Sendung kaum etwas zum eigentlichen Thema zu bieten hatte und die Gästewahl bestenfalls unausgewogen war.

Edit: Mir ist ein Fehler unterlaufen, Ganser hält die Zeitung mit den 5 Buchstaben für ein zitierfähiges Medium.

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Grüezi Herr S.,
Ich erlaube mir nur auf einen Punkt bezüglich Wikipedia einzugehen. Wikipedia bietet sehr oft, jedoch nicht immer, einen sehr guten Überblick. Dem Ansatz, das Wikipedia ideologisch in eine bestimmte Richtung geprägt sein soll, würde ich widersprechen. Natürlich gibt es sogenannte "Edit Wars" und einige ideologisch in eine gewisse Richtung geprägte Autoren. Jedoch werden diese m. E. durch die grosse Anzahl der Autoren und aus deren unterschiedlichen ideologischen Prägungen resultierende "Schwarmintelligenz", wie auch durch die Transparenz, welche Wikipedia zur Entstehungsgeschichte eines Artikels bietet, neutralisiert. Wichtig erscheint mir, Wikipedia richtig zu lesen. Dazu gehört auch immer ein Blick in die Diskussionsseite und Versionsgeschichte. Dadurch werden Konfliktsituationen verschiedener Ideologien oder Denkschulen schnell klar.
Auch das Konzept der fast freien Texte, finde ich mehr als begrüssenswert.

Als positives Beispiel möchte ich den Artikel zum Bürgerkrieg in Syrien anführen, welcher weit mehr Überblick und Informationsgehalt bietet, als dies in den klassischen Medien der Fall ist.

Erwähnenswert zu meiner Person, bzw. meiner ideologischen Prägung und deren Einordnung ist, dass ich ein überzeugter Verfechter von Open-Source Konzepten bin und diese sowohl privat, wie auch geschäftlich konsequent einsetze.

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M. S.
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Das sehe ich viel kritischer. Die vielen Autoren garantieren gar nichts (denn die wenigsten sind aktiv). Haben Sie sich mal eingehender mit Wikipedia und dem dysfunktionalen Machtsystem dahinter beschäftigt? Meiner Einschätzung nach sind Wikipedia-Artikel zu politischen und anderen Themen, die irgendwelche Interessen tangieren, mit extremer (!) Vorsicht zu genissen.

Deshalb sollte sich jeder Wikipedia-Nutzer die Serie Wikihausen zumindest aber die beiden Doku-Filme von Markus Fiedler (ebenda) ansehen. Sie werden staunen!

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Damit wir uns nicht falsch verstehen: Grundsätzlich schätze ich Wikipedia. Ich habe es in diesem Zusammenhang nur erwähnt, weil es Ganser und andern Opfern der VT-Inquisition offenbar unmöglich ist, ihren sie als V-Theoretiker diskreditierenden Eintrag zu korrigieren. Das zeigt doch auch eine problematische Seite von Wikipedia: Es fehlt insbesondere ein Recht auf Persönlichkeitsschutz und ein objektives Schiedsgericht, wo man diesen einklagen kann. Man ist der VT-Inqusition offenbar einfach ausgeliefert.

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A. P.
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Ganser, Jebsen und den übrigen verdächtigen Onlinemedien und Personen, ist, m. E., vor allem gemein, dass Sie Kritik an den alteingesessenen Medien üben. Manchmal sogar bis ins Absurde. Ich sehe das Problem vor allem dort, dass Sie damit in ein Wespennest stechen und diejenigen Menschen vereinen, welche den "offiziellen" Begründungen für gewisse Ereignisse (nicht nur 9/11), bereits schon vor Ganser, KenFM etc. skeptisch gegenüberstanden. Neu ist nur, dass sich diese Menschen nun formieren und organisieren. Wie jede andere Bewegung/Ideologie auch, hat diese Ihre Vordenker. Dies nun auf "Ganser und seine Anhänger" zu reduzieren, finde ich wenig zielführend.

Die Frage, welche sich für mich dabei stellt, ist, was sollen Leser und Konsumenten der "seriösen" Medien tun, wenn ein Thema, welches wichtig erscheint

  • zu wenig/gar nicht angegangen wird.

  • der allgm. Tenor zu wenig Informationsgehalt bietet, bzw. nicht plausibel erscheint.

  • der Mainstream, subjektiv der falschen Denkschule folgt. (z. B. dem Neoliberalismus)

  • keine Alternativen bietet.

  • Themen bis zur Unkenntlichkeit "zerstückelt" werden.

  • Geopolitische Themen gerne mit "humanitären Eingriff" und Demokratisierung maskiert werden.

  • gegen die wirtschaftlichen Interessen, der grossen Verlage arbeitet.

Wer sich auch nur eine dieser Frage stellt, wird von Ganser, Jebsen etc. bedient. Gegenwärtig ist die Lage so, dass man schon fast automatisch auf diese Meinungsträger stossen wird.

Die grosse Frage, wie Konsumenten den nun zu Ihren Informationen kommen und wie sie diese Überprüfen könnten, bleibt unbehandelt. Uneingeschränktes Vertrauen in grosse Medienhäuser und Nachrichtenagenturen, erscheint mir auch kein valides Argument zu sein.

Wie ich es in Erinnerung habe, war doch ein Argument zur Gründung der Republik, wirtschaftliche Unabhängigkeit und dem "Einheitsbrei" etwas entgegenzusetzen. Zumindest ist dies der Grund, warum ich Leser der Republik bin und dafür auch gerne bezahle.

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Bei Ganser und Jebsen (als auch anderen) stellt sich auch die spannende Frage nach dem möglichen Zusammenhang von Anthroposophie, Esoterik und Verschwörungstheorie. Denn beide besuchten die Steiner- bzw. Waldorfschule.

Dazu der Religionsexperte Georg Schmid im «Kontext» von "relinfo".

Beide waren auch geladene Gäste an der Tagung «Terror, Lüge und Wahrheit» im anthroposophischen Veranstaltungsort «Scala».

Gegen diesen Trend in der eigenen Bewegung und die Vereinnahmung durch die Verschwörungstheoretiker formiert sich nun Widerstand. Man wolle nichts mit diesen "terribles simplificateurs" zu tun haben.

Henning Kullak-Ublick, Vorstand im Bund der Freien Waldorfschulen, spricht von einem «apokalyptischen Grundgruseln», das die Verschwörungstheorien hervorruften, um die Komplexität der Welt auf die Machenschaften verborgener Mächte zu reduzieren. Dabei seien solide Kenntnisse über unsere moderne Gesellschaft gefragt.

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H. S.
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Herr R., merken Sie denn nicht, welche Verschwörungstheorien sie da wieder entwickeln? Wie ich schon mal festgestellt habe: Für die selbsternannten VT-Experten sind Versschwörungstheoretiker grundsätzlich immer die andern.

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Herr R., Anthroposophie und Esokterik kann man bei den kriminellen Machenschaften von mächtigen Leuten wirklich weglassen. Ganser und Jebsen sprechen Themen an, wie einflussreiche Kreise im Hintergrund agieren. Sie füllen die Lücken, welche von den Leitmedien, aus welchen Gründen auch immer, nicht gefüllt werden und sie treffen manchmal ins Schwarze. Ken Jebsen führte vor einiger Zeit ein Interview
https://www.youtube.com/watch?v=9MrKsF4QSmE
mit dem Sohn des 1977 ermordeten Generalbundesanwaltes Sigfried Buback, Michael Buback. Dieser Herr ist alles andere als ein Verschwörungstheoretiker. Er ist ein besonnener Mann, der viele Jahre an die Staatsautoritäten glaubte und überzeugt war, dass alles mit rechten Dingen zu und her geht. Ich kann hier nicht in Details gehen. Sie können sich das Video selber ansehen. Tatsache ist: Sobald staatliche Organe in kriminelle Taten verwickelt sind, kann es sein dass dies nicht richtig aufgeklärt wird. Da gibt es viele, gut recherchierte Fälle, keine Fakenews, sondern von aufrechten, mutigen Untersuchungsrichtern und Staatsanwälten ermittelte Fälle, die der Wahrheit sehr nahe kamen.
Ich habe gerade ein Buch von Regine Igel gelesen "Terrorjahre". Es handelt von den Terrorjahren in Italien. Lesen Sie zur Abwechslung mal sowas. Das würde nicht schaden. Der mehrfache Ministerpräs. Andreotti war ein Musterbeispiel des eiskalten, berechnenden Politikers, der alle Register der verdeckten Machtspiele beherrschte.
Und hier noch ein Beispiel über die Machenschaften des "tiefen Staates":
https://de.wikipedia.org/wiki/Itavia-Flug_870. (Anthroposophie und Esoterik können Sie sich sparen! Da wurden ohne mit der Wimper zu zucken eiskalt unschuldige Menschen umgebracht)
Das alles sind keine Fakenews und Verschwörungstheorien sondern Tatsachen.
Aber eben, diese Taten wurden bis heute nicht 100% sauber geklärt, weil staatliche Organe darin verwickelt waren. Man muss schon ziemlich naiv sein wenn man dies nicht sieht.

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Lieber Herr A., Sie bringen da offenbar einige Dinge durcheinander. Es geht nicht darum, dass bestimmte Kriminelle einen Hang zu «Anthroposophie und Esoterik» hätten, sondern gewisse «Verschwörungstheoretiker».

Aber gut lesen Sie auch Bücher und schauen nicht nur Youtube-Videos. Sie schreiben zu Regine Igels Buch:

Das alles sind keine Fakenews und Verschwörungstheorien sondern Tatsachen.

Also erkundige ich mich kurz, um mir ein Bild von Regine Igel zu machen und lese u.a. folgendes:

über Igels Terrorjahre wie andere neuere Arbeiten, sie „enttäuschen vielfach, versteifen sich auf Verschwörungstheorien und setzen sich mit dem aktuellen Forschungsstand nur unzulänglich auseinander“.

Ausfluss einer „gigantischen Verschwörungstheorie“, die in vielen italienischen Publikationen über das Nachkriegsitalien zu finden sei.

Igel leiste „alles andere als eine seriöse beziehungsgeschichtliche Untersuchung der beiden Organisationen“; es gehe ihr „vor allem um die Skandalisierung vorgeblicher Versäumnisse der Geschichtswissenschaft“.

Im „investigativen Überschwang“ mische sie mit den Ergebnissen parlamentarischer Untersuchungen „rein spekulative, teilweise jeder politischen Logik zuwiderlaufende Vermutungen über eine Verstrickung sämtlicher zeitgenössisch tätiger Geheimdienste in die Terrorismus-Problematik“.

„verschwimmt“ der Autorin laut Kellerhoff „die Grenze zwischen seriöser Aktenrecherche und Verschwörungstheorien manchmal stark“; ihn „stören ihre oft allzu locker formulierten Andeutungen, die dem Ernst der Sache unangemessen“ seien.

verstricke sich Igel oft in verschwörungstheoretischen Andeutungen, und Fakten, die die Hauptthese nicht stützen, würden konsequent ausgeblendet.

Soviel zu ihren «Tatsachen». Tatsachen sind Ergebnis logisch valider Schlussfolgerungen basierend auf Prämissen, die u.a. wissenschaftlich eruierte empirische Evidenzen enthalten.

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U. K.
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Neue Weltordnung eine verblüffende Synchronizität. In Wikipedia las ich soeben, dass George H. W. Bush, die Formulierung „Neue Weltordnung“ in einer Rede am 11. September 1990 benutzte (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_…gstheorie).
Auf den Tag genau elf Jahre vor den Anschlägen des World Trade Centers. Und diese Anschläge 9/11 führten zweifelsohne zu einer „Neuen Weltordnung".
Damit will ich nicht suggerieren, dass G. H. W. Bush für 9/11 verantwortlich ist. Aber "die Geister" die man rief, wird man so leicht nicht wieder los . . . .

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Oliver Fuchs
Community @Republik.
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Was möchten Sie denn suggerieren, Herr K.?

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Gute Frage Herr Fuchs. Die Familie Bush ist in die Irakkriege sowie in 9/11 verstrickt. G. W. Bush nur schon deshalb, weil er als damaliger Präsident auf die Anschläge reagieren musste. Und sein Vater prägte den Begriff der neuen Weltordnung. Dies alles ergibt eine sonderbare Mischung, mit sonderbaren Resultaten. Dies wiederum zeigt sich, aus meiner Sicht, in Sychronizitäten, worauf ich hinweisen wollte. Meine persönliche Meinung zu 9/11 ist unklar. Aber die offizielle Version ist für mich wenig glaubwürdig. Dieselbe Regierung die sich gegen den Irak verschwor und sich dabei irrte, untersuchte 9/11. Diese Regierung war nicht unbefangen . . . .

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Herr Butter, analysieren und hinterfragen Sie doch WTC7 !

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Ich find es interessant, dass Butter mit der gleichen Art von suggerierender „Objektivität“ argumentiert, die er Ganser, vielleicht zu Recht, unterstellt. Der „gut belegte Beweis“, dass Jebsen ein Antisemit sein soll, bleibt er zudem auch schuldig.
Auch wenn dies vielleicht nicht dem Titel entsprochen hätte, würde Butter besser darlegen, wieso die offizielle Theorie stimmt in seinen Augen, anstatt die Argumente seiner „Gegner“ zu entkräften. Was übrigens auch nicht dem Titel entspricht:)
Insgesamt finde ich es schade, dass die Republik auf „Experten“ zurückgreift, die, wie es den Anschein macht, einen persönlichen oder ideologischen Feldzug führen. In meinen Augen war dies noch nie zielführend, Schawinski lässt grüssen.

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M. S.
· editiert

(Zur Verteidigung Ken Jebsens:

Der "Beweis", dass Jebsen ein Antisemit sein soll, ist ein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat aus einer privaten E-Mail, die etwas schluderig geschrieben worden ist. H. M. Broder hat diese Gelegeheit genutzt, um durch bösartige Fehlinterpretation eine Kampagne gegen Jebsen zu starten.

Jebsen ist zwar äusserst israelkritisch (zuweilen auch zu einseitig), aber er ist sicher kein Antisemit. Das erkennt jeder, der seine Publikationen etwas länger verfolgt.

Ausserdem werden die gern von Jebsen zitierten Juden, die ebenfalls sehr kritisch gegenüber Israel sind, von Leuten wie Broder selber als Antisemiten betitelt (obwohl sie selber Juden sind!). Das sagt eigentlich alles.

Und all diejenigen, die immer mit dem Vorwurf des strukturellen Antisemitismus und versteckter Codes kommen, haben mehrheitlich einen an der Waffel.)

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Und all diejenigen, die immer mit dem Vorwurf [...] versteckter Codes kommen, haben mehrheitlich einen an der Waffel.

Der war so gut, dass ich kurz lachen musste. Diese versteckte Ironie!

Aber zur eigentlichen Sache. Nämlich zu ihrer "Verteidigung von Ken Jebsen" gibt es dieses aufklärende Interview.

Fangen wir beim Antisemitismus an, welche Beispiele gibt es hier?
In seinem Beitrag »Zionistischer Rassismus« von 2012 finden sich alle Formen des Antisemitismus. Er benutzt darin eine Umwegkommunikation, das heißt, er spricht nicht von »Juden«, sondern von »Zionisten«.

Was sagt Jebsen denn über Zionisten?
Jebsen behauptet, dass es in den USA eine zionistische Lobby gibt, die die Medien und Hollywood kontrolliert. Er setzt die NS-Politik mit der israelischen Politik gleich und sagt sogar, dass der Zionismus am Ende identisch mit der Rassenideologie der Nationalsozialisten sei. Er sagt, dass das, was Hitler mit den Juden nicht gelungen sei, jetzt von radikalen Zionisten bei den Palästinensern erreicht würde und benutzt dafür das Wort »Endlösung«.

Und Sie behaupten, er meint mit Zionisten eigentlich »Juden«?
Es ist interessant: Er versucht, immer von »Zionisten« zu sprechen, oft spricht er im Nebensatz dann aber doch von »Juden«.

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Liebe Redaktion
Anonyme Einwürfe mehren sich.
Ist es sinnvoll, dass Beiträge von Menschen, die nicht zu ihrer Meinung stehen möchten, publiziert werden? Meines Erachtens kann solches zum Gift werden.

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Oliver Fuchs
Community @Republik.
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Danke für die Frage. Da sich einige Verlegerinnen daran stossen, dass Ihre Beiträge (unter Umständen) auf Google auffindbar sind, lassen wir das vorerst so. Wir prüfen Lösungen dafür.

Die Möglichkeit anonym zu debattieren soll grundsätzlich bestehen bleiben - bei gewissen Debatten ist sie wertvoll. Aber andere Debatten wollen wir künftig dezidiert mit Namenspflicht führen.

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Grüezi Herr Fuchs,
Das wäre simpel zu bewerkstelligen. Es sind ja "nur" die Nutzerprofile, welche auf Google gelistet werden. Fügen sie im Template ihres CMS nach <head> folgendenes ein: <meta name="robots" content="noindex"> und schon werden die so gekennzeichneten Seiten nicht mehr auf Google gelistet.
Falls es für die Nutzerprofile keine dezidierte Templateseite gibt, wäre mit 2-3 Zeilen PHP-Code mittels if Anweisung die Sache schnell gerichtet.

[aufnahme in den suchindex mit "noindex" blockieren] (https://support.google.com/webmaste…3710?hl=de)

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Anonymous
Ich kommentiere nicht auf Google
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· editiert

Sehr geehrter Herr Fuchs
Was meinen Sie mit: unter Umständen? In der selbstverständlichen Annahme, hier in einem geschlossenen Rahmen zu kommentieren, habe ich ursprünglich unter meinem Klarnamen geschrieben. Grundsätzlich schreibe ich nichts, wozu ich nicht mit Namen stehen könnte, aber ich will doch einigermassen die Kontrolle darüber haben, was mit meinen Meinungsäusserungen passiert. Dass ich gleich nach dem ersten Schritt in die (vermeintliche) Republik-Öffentlichkeit von jemandem auf meine Meinungsäusserung angesprochen wurde, der mich in einem vollkommen anderen Zusammenhang auf Google gesucht hatte, mit der Republik aber absolut nichts am Hut hat, hat mich verblüfft und aufgebracht. Etwas mehr Datenschutz stünde der Republik m.E. gut an. Im Minimum müsste wählbar sein, ob man mit seiner Meinungsäusserung auf Google gelistet werden will.
Ich habe einen Kompromiss gesucht, so gut es mir als Einzelner möglich war. Aber die Ursache des Problems liegt nicht bei mir. Für mich kommt Namenspflicht erst in Frage, wenn die Republik den Schutz nach aussen gewährleisten kann oder besser wohl will. Ich muss meine Duftmarke nicht an jedem Baum hinterlassen, und ich mag auch nicht dazu gezwungen werden.
Danke.

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Ich finde die Republik hat hier ein schönes 3er Pack zum Thema Verschwörungstheorie bereitgestellt. Immerhin gibt es bereits (Stand 17.04.19) 288 Kommentare. Dies alleine bestätigt doch die Relevanz. Die Dimension der Kommentare überwältigt mich regelrecht, faszinierend schaue ich in diese Parallelwelt von Gewissheiten, Gross-Medien Vertuschung u.a. Wow, da manifestiert sich ja eine wunderbare, kreative Welt. Finde es wirklich spannend mit welchen unerbittlichen Überzeugungen hier gekämpft wird. Ohne Zynik und doppelten Boden, finde ich solche thematische Schwerpunkte wichtig und geben mir die Gewissheit, dass ich nicht der Einzige bin, welcher die Aufklärung über die trendige Soros Verschwörungen stellt.

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Was wenn in den Groß-Medien an Inhalt und Nicht-Inhalt, keine Sekunde.. ..kein Wort mehr,
bzw. von "führenden" und insgesamt so auch von oppositionellen Politikern, wie auch ihr Auftreten bis hin zur Kritik an ihnenInninen mehr dem Zufall überlassen ist...

...und so Dinge fortgeführt, (wieder)eingeFÜHRT werden können die längst keiner mehr will bzw. wollte bzw. als bald oder bereits überwunden geglaubt schienen.. ..und ein ÜBERforcierter Kampf dagegen sogar bei all dem ( und das in der Mehrzahl unfreiwillig, weil medial der Teufel dazu an die Wand gemalt) sogar noch dabei (und wie gewollt von längst hinfälliger Banken-, Fond- bzw. Konzern-umsatz o. -gewinn-Größe) hilft? ...Was wenn man nicht mehr über Stolz, Einschüchterung, Besserheit und Ängste in die verschiedensten Kriege, sondern neu - auch "dank" der immer besser u. schneller ausgeWERTeten BigData, natürlich immer besserer PR-Einrichtungen und Medien nun überall (bis rein in die Badewanne mit einem wassergeschützen Smartphone mit Internet- und Newsanschluss) - über das Gute + ebenfalls Besserheit (als jeweils der Andere), Einschüchterung und (unsichtbarere) Ängste, gezogen bzw. man daran immer besser vorbeigeleitet wird?
Eben für eine Verlängerung bzw. sogar für eine Ausweitung dessen, was Keiner mehr will bzw. man darüber auch seine Groß-Schuld gut auf den Bürger übertragen kann, und so zb. die Großumweltverschmutzer/Klimaänderer (nicht Länder, sondern Papiere- und Konzern-Eigentümer) für Zusatzgewinne bzw. für ihren Gewinn- oder längst überkommenen Existenzerhalt, wie auch für die den Erhalt der kürzlich stark vergrößerten Bedienung aus Staatskassen, betrieben wird...

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@ J. H.
Was wenn Jan gar nicht Ihr Vorname und H. eine Metapher ist?
Was wenn Sie uns gar nichts mitteilen, sondern nur schreiben wollen?
Gruss

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Könnte so sein, ist aber nicht so. Und was nun wenn Sie mir nicht glauben? ;)

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H. S.
· editiert

Und noch etwas: Das Paradebeispiel einer aktuellen VT mit breiter Anhängerschaft und weitreichnden weltpolitischen Folgen ist ja die behauptete Einmischng des Kreml in die USA-Wahlen zugunsten von Trump. Da wurde über Trolle, Köche, Oligarchen und Verbindungen bis hinauf zu Putin himself zusammenphantasiert und -konstuiert was das Zeug hielt. Trotz fehlenden Fakten und fehlender Plausibilität ist diese Theorie im westlichen Mainstream zur felsenfesten Überzeugung geworden - auch für die Republik. Viele lassen sich auch heute noch, nach dem Negativ-Ergebnis der Mueller-Untersuchung, nicht von Ihrem Glauben abbringen.
Aber kein Wort davon in der fraglichen Artikelserie - nur die alte Leier über Ganser und Flatearther. Dabei wäre dieses Thema für die Republik eine gute Gelegenheit gewesen, einmal die eigene Rolle in der Verbreitung von VT und Fake-News kritisch zu hinterfragen.

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Apropos US-Wahlmanipulation: Crosscheck: Wurden die Stimmen von Tausenden Amerikanern nicht gezählt? (ab 17:23)

Pssst! Das hat nicht Ganser erfunden, das bringt sogar die ARD. Wenn das mal nicht wirkliche Wahlmanipulation ist...

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Erzählen Sie keinen Stuss. Die Republik, wie auch die meisten anderen seriösen, europäischen Medien haben die «Trump-Collusion» nie als Fakt dargestellt, über die laufende Untersuchungen und auch deren Ergebnisse berichtet.

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H. S.
· editiert

Etwas weniger Selbstherrlichkeit und etwas mehr Respekt gegenübe der Verlegerschaft wäre von einem journalistischen Grünschnabel wie Sie schon angebracht.
Ich habe ganz klar nicht von der Trump-Collusion gesprochen (da waren die Medien wohlweislich vorsichtiger, man will sich ja nicht mit dem US-Präsidenten in einen Rechtsstreit verwickeln), sondern von den haltlosen Beschuldigungen an Russland und seine Exponenten, wo es weit weniger Zurückhaltung gab. Für seine Einmischung gibt es genausowenig Beweise wie für eine Trump-Collusion. Die Republik hat sie aber immer wieder als allgemein bekannte Tatsache dargestellt. Ich könnte Dutzende von Beispielen nennen, es fehlt mir nur Zeit und Lust, in den Archiven zu wühlen.

(Ich weiss schon, was jetzt kommt: Der Mueller habe nur die T-C untersucht. Aber erstens kann man das eine nicht getrennt vom anderen untersuchen, und zweitens hätte Mueller das noch so gerne publik gemacht, wenn er etwas gegen Russland gefunden hätte)

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Immer wieder lese ich kritische Artikel zu Ganser. Noch nie habe ich jedoch einen gelesen, wo Ganser mit Vorwürfen direkt konfrontiert wird und er darauf Antworten oder sich erklären kann. Könnte die Republik das mal machen? Das fände ich lesenswert.

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Genau das hätte ich von der Republik in einer Artikelserie über VT von anfang an erwartet. Das bisherige war einfach nur eine unglaublich schwache Leistung.

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Es ist ja nicht nur Daniele Ganser, der zu 9/11 Fragen stellt:

Berechtigte Fragen.

Und um eine Verschwörungstheorie handelt es sich bei 9/11 sowieso, entweder die offizielle mit dem Verschwörer Bin Laden oder eine alternative Theorie, die (Teile der) Regierung explizit oder implizit beschuldigt.
Es geht doch primär darum, die Argumente dieser Skeptiker zu prüfen: Bei 9/11 ist die Frage herausstechend, wie diese drei Gebäude symmetrisch durch den Weg des grössten Widerstands zusammenstürzen konnten. Da sollen sich doch Physiker und Bauingenieure dazu äussern. Die Repulik ist ja häufiger an der ETH.
Das Label "Verschwörungstheorie" sagt ja nichts über die Gültigkeit der Theorie aus.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
·

Nein, darum geht es nicht, weil wir, wie die meisten etablierten und seriösen Historiker*innen nicht bezweifeln, dass 9/11 ein Terroranschlag war. Es mag Lücken gebe, Unsicherheiten, mögliche Fehleinschätzungen, wie bei jedem Ereignis, dass man in der Retrospektive betrachtet. Am Ende behandeln die Geschichtswissenschaften aber immer das Gesamtbild – und daraus ergibt sich auch bei 9/11 eine eindeutige Schlussfolgerung.

Aber prove me wrong. Die Skeptiker sollen selber seriöse, wissenschaftlich und richtig aufgearbeitet Beweise erbringen, dass die Version, welche vom allergrössten Teil der Historiker*innen geteilt wird, falsch ist.

Das ist Ihnen, soweit ich weiss, bisher nicht gelungen. Und deshalb gibt es auch keinen Grund zum Anlass, zu bezweifeln, dass 9/11 etwas anderes als ein Terroranschlag war.

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Grüezi Herr Blülle,
Dass stimmt so jetzt aber auch nicht. Bei 9/11 gibt es keine Lücken, sondern ein Untersuchungsbericht, welcher schlampig und in Eile erstellt wurde. Dies wurde bereits mehrfach von verschieden Seiten, wie ich finde, glaubhaft dargelegt.
Ich glaube auch nicht, dass die grosse Mehrheit der Skeptiker einen Terroranschlag in Frage stellt.
Grundsätzlich aber wurde die Stahlskelette der Türme so ausgelegt, dass diese einen Flugzeugeinschlag standhalten sollten, was offenbar auch der Fall war, denn ansonsten wären die Türme an der schwächsten Stelle eingeknickt und nicht gerade nach unten eingestürzt. Brennendes Kerosin bringt aber nicht genügend Temperatur um Stahl zu schmelzen. hier.
Eine Theorie, welche das geschmolzene Metall erklären kann, ist die Aluminiumtheorie, welche kurz zusammengefasst, vermutet, dass in den Türmen durch das brennende Kerosin ein "Hochofeneffekt" entstanden ist, welcher zuerst das Aluminium der Flugzeuge geschmolzen hat und dieses dann mit dem Wasser der Sprinkleranlagen reagiert hat. Brennendes Aluminium+Wasser
Auch WTC 7 wirft Fragen auf, wenn nämlich der Wegfall eines Trägers und "normales" Feuer ein Gebäude einstürzen lassen, dann sollten wir uns dringend Fragen, ob die Bauweise und statischen Berechnungen, welche bei 1000en anderen Gebäuden weltweit zum Einsatz kommen, einfachsten Sicherheitsanforderungen genügt.
Ich finde schon, dass das Einfordern korrekter Daten auch Sache der Presse ist, welche sich gerne die vierte Gewalt nennt. Ein bisschen gesunde Skepsis ist angebracht, was aber nicht automatisch heissen muss, wie immer wieder suggeriert wird, die amerkianische Regierung hätte alles inszeniert.
Störend empfinde ich aber trotzdem das blinde Vertrauen in die amerikanische Regierung, welches m. E, tatsächlich immer wieder in der Presse zu beobachten ist.

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(unsichtbar)
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Da Sie selber Journalist sind, ist Ihnen sicher der amerikanische Journalist I.F.Stone ein Begriff. Ein berühmtes Zitat von ihm lautet: "Jede Regierung wird von Lügnern betrieben und nichts von dem was sie sagen sollte geglaubt werden."
Er nahm seinen Beruf ernst und betrieb ihn mit Leidenschaft.
I.F.Stone hat kurze Zeit nach dem "Zwischenfall im Golf von Tonkin", was den Vietnamkrieg auslöste, die Behauptung der Regierung, sie sei von Nordvietnam angegriffen worden, als Lüge entlarvt. Vermutlich wurde er damals von den meisten Leuten als Verschwörungstheoretiker beschimpft.
All die mutigen Leute, die in den frühen Jahren gegen diesen Krieg protestierten mit Argumenten, wurden verunglimpft und mit Unterstellungen eingedeckt. Denn alle grossen Med.(New York Times etc.) machten bei der Vertuschung dieser Lüge mit! Das ist jetzt keine Verschwörungstehorie sondern belegt mit Fakten.
Jahre später war klar: dieser Leute hatten recht. Die Regierung hat gelogen, und wie! Ein Journalist wie Sie sollte misstrauisch sein, kritische Fragen stellen, nachhaken und sich nicht zufrieden geben mit offiziellen Erklärungen. Man könnte Bände füllen mit offiziellen Erklärungen von Regierungen, egal welcher Couleur, die allesamt erlogen sind. Ich habe die "Republik" abonniert, um Beiträge von so kritischen, unbequemen Journalisten zu lesen, wie es I.F.Stone war. (z.B. die Story über den Bündner Bau-Kartellskandal war exzellent! Allein dafür hat sich das Abo gelohnt). Auf Platitüden (die offizielle Erklärung sagt dies, sagt das, etc., kann ich verzichten,dafür brauche ich sicher keinen Journalisten. Das kann ich selber googeln. Zu 9/11: Wissen Sie z.B. dass drei Professoren des Worcester Polytechnic Institut schockiert waren, als sie feststellten dass Blei verdampft war, Molybden geschmolzen und dass sie Stahlteile fanden, die über 2000 Grad Celsius heiss wurden? Nur schon mit diesen physikalischen Feststellungen fällt die offizielle Geschichte auseinander. Also: recherchieren Sie!!

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Die meisten Historiker/innen sagen Sie. Es geht eben nicht um Mehrheiten. Gut wäre eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Behauptungen/Fragen, die im Raum stehen, wie insb. zum Zusammensturz der Gebäude.

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U. K.
· editiert

Wenn man Verschwörungstheorien an Butter&Ganser fest machen will, dann wäre ein ehrliches Streitgespräch zwischen ihnen (ohne Schawinski!) möglicherweise sehr interessant gewesen. Dies hätte neue Erkenntnisse ermöglichen können. Diese Chance wurde leider nicht genutzt.

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Butter hat ja angeblich schon bei Infosperber und Bodo Schickentanz, die ich beide nur wärmstens empfehlen kann, gekniffen.

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«Wenn die Welt zu interessant wird, um sie dem Zufall zu überlassen, dann blühen Verschwörungstheorien. Was, wenn das alles zusammenhängt? Was, wenn doch jemand die Fäden zieht? Und was, wenn es unglaublich klingt – und trotzdem stimmt? Wir fragen ja nur.»

Jetzt widmet sich also auch noch die «Republik» dem Thema Verschwörungstheorien. Weshalb, erfährt man nicht. Und: Wer nach oben zitiertem Einstieg Schlimmes befürchtet, wird nicht enttäuscht. Was folgt, ist über weite Strecken derselbe Nonsense zu Hintergründen, Ursachen und Folgen von Verschwörungstheorien, den man in den letzten Jahren schon x-fach anderswo gelesen hat. Auch die «Republik» unterteilt die Medienlandschaft in herkömmliche, seriöse und alternative bzw. VT-Produkte. Man liest dasselbe Ganser-Bashing von Michael Butter, das man schon zig Mal bei anderen gelesen hat. Man liest eine Musik-Analyse, die rein gar nichts Neues oder Spannendes bringt.

Was soll das, liebes Republik-Team? Weshalb käut ihr wieder, was wir schon x-fach gelesen haben? Weshalb lasst ihr die üblichen Verdächtigen schreiben, statt euch selbst Gedanken zu machen? Weshalb bringt ihr nicht unterschiedliche Sichtweisen? Was mich vor allem interessiert: Bis wo sind kritische Fragen einfach kritische Fragen (wie sie hoffentlich jeder Journalist und Wissenschaftler stellt), ab wann sind es Verschwörungstheorien?

Keine Bange, diesen Einwurf muss man nicht ernst nehmen. Denn: Ich frage ja nur.

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Was wenn in den Groß-Medien an Inhalt und Nicht-Inhalt, keine Sekunde.. ..kein Wort mehr,
bzw. von "führenden" und insgesamt so auch von oppositionellen Politikern, wie auch ihr Auftreten bis hin zur Kritik an ihnenInninen mehr dem Zufall überlassen ist...

...und so Dinge fortgeführt, (wieder)eingeFÜHRT werden können die längst keiner mehr will bzw. wollte bzw. als bald oder bereits überwunden geglaubt schienen.. ..und ein ÜBERforcierter Kampf dagegen sogar bei all dem ( und das in der Mehrzahl unfreiwillig, weil medial der Teufel dazu an die Wand gemalt) sogar noch dabei (und wie gewollt von längst hinfälliger Banken-, Fond- bzw. Konzern-umsatz o. -gewinn-Größe) hilft? ...Was wenn man nicht mehr über Stolz, Einschüchterung, Besserheit und Ängste in die verschiedensten Kriege, sondern neu - auch "dank" der immer besser u. schneller ausgeWERTeten BigData, natürlich immer besserer PR-Einrichtungen und Medien nun überall (bis rein in die Badewanne mit einem wassergeschützen Smartphone mit Internet- und Newsanschluss) - über das Gute + ebenfalls Besserheit (als jeweils der Andere), Einschüchterung und (unsichtbarere) Ängste, gezogen bzw. man daran immer besser vorbeigeleitet wird?
Eben für eine Verlängerung bzw. sogar für eine Ausweitung dessen, was Keiner mehr will bzw. man darüber auch seine Groß-Schuld gut auf den Bürger übertragen kann, und so zb. die Großumweltverschmutzer/Klimaänderer (nicht Länder, sondern Papiere- und Konzern-Eigentümer) für Zusatzgewinne bzw. für ihren Gewinn- oder längst überkommenen Existenzerhalt, wie auch für die den Erhalt der kürzlich stark vergrößerten Bedienung aus Staatskassen, betrieben wird...

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Anonymous
Ich kommentiere nicht auf Google
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Sehr geehrter Herr H., wäre es vielleicht möglich, Ihre Sätze weniger zu verschachteln? So ist nicht verständlich, was Sie eigentlich sagen wollen. Ein Satz, ein Gedanke ist altersunabhängig keine schlechte Zielvorgabe. Sich um Verständlichkeit bemühen ist auch ein Akt der Höflichkeit.

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Mir wird richtig schlecht, wenn ich das alles lese.

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Mir auch.. ..immer mehr Angst um die noch halbheile Welt und um das, was man in dieser gezielt beförderten Massenhysterie wohl recht bald schon noch so erleben darf, und das im alltäglichen Leben. Fakt eins dabei: Der übertriebene (abgeleitete, gelenkt, wie auch ganz selbständig durch das Internet) Schutz vor dem oder dem (Kampf gegen das oder das), befördert genau (und wie auch gewollt) das Bekämpfte. So in der Aufregung Altes, was keiner von allen Seiten möchte, gut und ruhig weiter andauern, fortgeführt, ja sogar wieder vermehrt ausgebaut werden kann.

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Solche Gefühlsbekundungen haben wenig Informationsgehalt für die anderen Diskussionsteilnehmer. Es wird ja nicht mal klar, ob Sie die Kommentare oder die Artikel meinen (und selbst wenn das klar wäre, wäre das eine wenigsagende Pauschalisierung).

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Offensichtlich ist die Identifikation mit Ganser und dessen Positionen bei seinen Anhängern so gross, dass jede Kritik an ihm als persönlicher Angriff empfunden wird.

Dies sieht man einmal mehr an den emotionalen Reaktionen hier im Republik-Forum: Auf die sachliche Kritik an Dr. Gansers unwissenschaftlicher Arbeitsweise und seiner Nähe zu fragwürdigen Gestalten wird nicht eingegangen, stattdessen wird jegliche Kritik pauschal zur «Diffarmierung» umgedeutet.

Meist sind es die selben, die jede kleinste Kritik (ob berechtigt oder nicht) an Russland reflexartig als «russophobe NATO-Kriegshetze» niederschreien und an der besagten Kritik einen Beleg für die «NATO-freundliche Agenda» des Journalisten/Mediums sehen.

Ironischerweise halten sich diese Leute dann noch für besonders «kritisch».

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M. S.
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Sie haben sicher nicht Unrecht, aber viele (mich eingeschlossen) dürften vor allem von den sehr undimplomatischen Darstellungen eines Prof. Butters o. ä. getriggert sein, weniger von der berechtigten Kritik an gewissen Methoden Gansers.

Ein weiterer Grund zur Ärgernis ist die generelle Einseitigkeit solcher Artikel. Ich glaube deren Ursache sind erstens die Angst gewisser Journalisten, sich bei Verschwörungstheoretikern mit dem VT-Virus anzustecken, weshalb Sie nie mit einem solchen reden würden. Zweitens sind es die Arroganz und Selbstüberschätzung, die manchen nicht erlauben , ihr "gesichertes" Wissen grundlegend zu hinterfragen.

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Wegen eines Leserbeitrags las ich den Beitrag im infosperber https://www.infosperber.ch/Gesellsc…ien-kneift
und muss sagen, dass es die Position vonProf. Butter extrem schwächt, dass er hier den Infosperber angreift und sowohl Interview als auch schriftliche Antwort auf schriftliche Fragen verweigert, obwohl im Infosperber nichts gebracht worden wäre das er zuvor nicht abgesegnet hätte.
Wenn ein Dialog mit einem halbwegs vernünftigen Medium nicht mehr möglich ist, spricht alles für Befangenheit und Verfangenheit in Vorurteilen. Sehr schade.

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Naja, haben Sie die Kritikpunkte dort mal durchgelesen? Die sind ganz offensichtlich an die Fangemeinde von Herr Ganser gerichtet. Echtes Interesse an einem kritischen Dialog mit Herrn Butter kann ich da nicht erkennen.

Da hat sich der InfoSperber wohl instrumentalisieren lassen, kein Wunder fällt die Antwort knapp aus. Wären die Kritikpunkte eigenständig und keine Rechtfertigungsliste für Herr Ganser, dann würde ich Ihnen Recht geben.

Aber so? "Dieselgate" als Beispiel einer erfolgreich geheim gehaltenen Verschwörung? Gesucht, gefunden!

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(unsichtbar)
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Ich habe das Buch NATO-Geheimarmeen intensiv durchgelesen.
Passagen aus dem Vorwort von Prof. Dr. Kreis, Universität Basel:
"Das vorliegende Buch befasst sich mit den NATO-Geheimarmeen, welche in den 1950er-Jahren aufgebaut wurden und die im Falle einer Besetzung Westeuropas durch die Sowjetunion den Widerstand gegen die Besatzer hätten anführen, aber auch innenpolitische Stabilität sichern sollen. Die «Gladio»-Organisation wurde im Juli 1990 bekannt, als im Rahmen einer Ermittlung gegen rechtsextreme Terroraktivitäten im Archiv des italienischen Geheimdienstes entsprechende Hinweise gefunden wurden.  Die Forschung zum Buch basiert auf einer Doktorarbeit. Es ist selten, dass eine schweizerische Doktorarbeit auf dem hart umkämpften internationalen Markt für Sachbücher viele Tausend Mal verkauft wird. Diesem beachtlichen Buch über den Terror und die NATO-Geheimarmeen ist dies gelungen. (...) Das Buch erschien bislang auf Englisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Französisch, Türkisch, Russisch, Griechisch, Slowenisch, Estnisch und noch inweiteren Sprachen. "Denn wie kann ein Historiker das Geheime und Verborgene, ja auch das Kriminelle der internationalen Politik untersuchen und sauber aufarbeiten, wo doch per definitionem die geheimen Dokumente für die Forschung nicht zugänglich sind, und zwar gerade in den sensibelsten Bereichen, also der verdeckten Kriegsführung und globalen Militärstrategie?" Dieses Buch zumindest, das die Verbrechen der verdeckten Stay-behind-Armeen der NATO teils aufdeckt, ist immer noch ein internationaer Bestseller der historischen Fachliteratur und wird lediglich von rechtslastigen Pseudowissenschaftern in Zweifel gezogen - wenn man beim letzteren Personenkreis überhaupt von "wissenschaftlich" sprechen kann. In dieser Klientel sehe ich die wahren Verschwörungstheoretiker.

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Das stimmt nicht. Unter Historiker*innen wurde das Werk stark kritisiert: https://medium.com/@phwampfler/gans…365d16f285

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Wenn es hier schon um Personen und deren Arbeitsweise geht, bin ich so frech und verweise auf die Kritik an Ihrer Arbeitsweise. Das scheint mir gerechtfertigt, da Sie ja offenbar durchaus auch emotional involviert sind und es nicht bei der sachlichen Kritik belassen.

http://www.stefan-schaer.ch/2018/03…senschaft/

Sie können sich jegliche Antwort gerne sparen, Sie sind ja in der Folge schon zu Wort gekommen. Dieser Kommentar richtet sich an die anderen Leser und dient der Einordnung Ihrer Beiträge.

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(Teil 1) Der Begriff „Verschwörungstheoretiker“ wird in vielen Zusammenhängen als Kampfbegriff verwendet, siehe Anmerkung von Herrn Eisenegger. In der Mainstream Presse wird der Begriff oft zur Stigmatisierung verwendet. Durch dieses Labelling erspart man sich dann, die Auseinandersetzung mit den Anliegen dieser Person. Erstaunlicherweise hat die Republik es im Vorspann bzw. Ankündigung unterlassen, im Zusammenhang mit der Person Ganser diesen Begriff zu thematisieren, er wird also ohne weitere Diskussion in der Republik als “Verschwörungstheoretiker” geführt. In Teil drei wird uns dann der “Verschwörungstheoretiker” Ganser im Video fortgeführt. Dort setzt man sich dann aber nicht etwa mit seinen Argumenten im Video auseinander. Nein, das unterlässt man großzügig. Statt sich mit der Hauptsache zu befassen, also die Aussagen im Video einem Faktencheck zu unterziehen, darf der arme Musicus Tomas Bächli, dessen Beiträge ich sonst sehr schätze, nicht viel Relevantes zur Musik sagen (siehe sein Fazit).

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Lieber Herr H.
Es ging mir in meiner Untersuchung zur Hintergrundmusik nicht um die Thesen von Ganser, denen ich zu einem grossen Teil zustimme, Auch die Ansichten, die ich nicht teile (Syrien/Ukraine) sind diskutabel und keineswegs skandalös. Es ist auch legitim, über die die Ungereimtheiten von 9/11 zu recherchieren. Was mich hingegen irritiert, ist die manipulative Art und Weise, wie Ganser uns seine Ansichten serviert. Da spielt in diesem Video die Hintergrundmusik eine zentrale Rolle. Seltsam: dort wo ich mit ihm völlig einig bin (wie etwa beim Chileputsch 1973) stört mich das musikalische Geraune am meisten.

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M. S.
· editiert

Einen Moment mal! Sie selbst haben geschrieben:

Als ich per E-Mail nachfragte, wer diese Fassung hergestellt habe, konnte mir Daniele Ganser keine Antwort geben; er wisse nicht, von wem diese Bearbeitung stamme. Das Video ist allerdings auf Gansers Website verlinkt.

Hier kommt es so rüber, als hätte Ganser das Video selber gemacht. Das ist irreführend.

Wenn Sie diesen Artikel geschrieben haben, weil Sie denken, dass Sie damit der Mehrheit der Leserschaft etwas Neues erzählen, dann scheint es fragwürdig, Ganser zu unterstellen, er kenne diese Problematik, während Sie bei der Mehrheit der Leser das Gegenteil annehmen.

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Spannender als das Ganser Bashing fand ich in „Europa im Erdölrausch“ von Ganser zu lesen, was er zur „Verschwörungsfrage“ meint. Verschwörung ist eine geheime Absprache. Irgendwer wird die 9/11 wohl geheim geplant haben, seien es Islamisten oder andere Kreise. Nun gibt es verschiedene Theorien, wer sich verschwört hat. Fragwürdig, das eine als Verschwörungstheorie anzuprangern - um das andere als nicht-aufgeklärte Wahrheit durchzuwinken...?

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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1.) Das ist kein «Ganser Bashing», sonder die kritische Auseinandersetzung mit einer Person, die höchst fragwürdige Theorien verbreitet, die eine wissenschaftliche Methodenüberprüfung in vielen Punkten nicht standhalten.

2.) Nein, es gibt keine verschiedenen Theorien. Es gibt gewisse Differenzen in der historischen Auswertung der Quellen, die im Moment zur Verfügung stehen. Aber es gibt keine einzige seriöse historische Arbeit, die bestreitet, dass 9/11 ein islamistisch motivierter Terroranschlag war. Alle anderen Theorien basieren auf nicht existenten oder nicht validierten Quellen und sind deshalb nicht wissenschaftlich.

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Wie würden Sie denn die Wissenschaftlichkeit des NIST-Reports einschätzen, wenn dessen abhängige Urheber sich (auf Nachfrage hin - aus Gründen der nationalen Sicherheit) weigern, die Parameter, die sie ihren Simulationen zu Grunde gelegt haben, zu veröffentlichen?

Und wie wissenschaftlich ist ein 9/11-Commission-Report, der auf Folteraussagen basiert?!

Und wie wissenschaftlich muss ein Bericht sein, dessen Urheber/Mitwirkende sich davon distanzieren?!

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Hier kommt ein immens wichtiges Problem zum Vorschein:

Vorstellung: Wenn etwas den Stempel seriös und wissenschaftlich bekommt, dann muss es ja so sein.

Diese Vorstllung ist falsch. Dummerweise schützt kein Titel und keine noch so herausragende Publikations-Historie und auch keine Peer-Reviews mit Sicherheit davor, Unsinn zu vertreten oder wichtige Dinge auszulassen.

Man kann noch so lange sagen, die serösen Historiker gehen alle davon aus, dass World Trade Center 7 an 9/11 durch Bürobrände symmetrisch eingestürzt ist, denn so steht es ja in den seriösen Quellen (NIST-Report).

Wenn man aber eine Ebene weiter geht, und aus diversen vernünftig und physikalisch bergründeten Aussagen zum Schluss kommt, dass das NIST einen Unsinn zusammenbastelt und die Öffentlichkeit für dumm verkaufen will, dann wird man sich herzlich wenig dafür interessieren, dass die Mehrheit der Historiker (die wahrscheinlich ähnlich gut über Physik bescheid wissen, wie viele 9/11-Skeptiker) sich in wissenschaftlicher Weise und Handwerklich korrekt auf die seriösen Quellen gestützt haben.

Zur Illustration:
Leute wie Schawinski stellen sich auf den Standpunkt, 9/11 sei geklärt und dann begründen sie dies mit dem NIST-Report, der aber gerade selber ja der Ursprung der Diskussion unter den Kritikern der offiziellen Verschwörungstheorie ist.
Das ist genau wie, wenn sich ein Christ darauf beruft, Jesus sei könne über Wasser gehen, denn so steht es ja in der Bibel, dieser Christ aber partout nicht akzeptieren will, dass man am Wahrheitsgehalt der Bibel zweifeln kann (insbesondere wenn physikalische Gesetze dies implizieren).

Da kann man als Zuschauer dieses Spektakels nur noch über solch zwanghaftes aktives Nicht-Verstehen-Wollen lachen.

PS: Natürlich sind Wissenschaft und Religion nicht gleichzusetzen, aber es gibt eben auch "Wissenschaft" die eben nicht wissenschaftlich ist, sondern nur so dargestellt wird.

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Daniele Ganser aber auch viele Verschwörungstheorien im Bereich der Impfgegner, Flatearth etc. sind extrem gefährlich für unsere Gesellschaft. Denn sie untergraben letztendlich das Vertrauen in die seriöse, peer-reviewte Wissenschaft und öffnen Tür und Tor für ‘alternative Fakten’. Diese sind - ironischerweise - eben nicht kritikfähig wie echte Wissenschaft. Das heisst letztendlich wird der Fortschrittsmotor unserer modernen Gesellschaft abgewürgt...

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M. S.
· editiert

Untergräbt Ganser die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft, wenn er Statik-Professoren zu WTC7 befragt? Oder untergräbt er die Glaubwürdigkeit derjenigen Wissenschaftler, die bei der 9/11-Untersuchung gepfuscht haben (und derjenigen, die dieser Untersuchung blind geglaubt haben)?!

BTW: Wenn Ganser extrem gefährlich wäre, wie gefährlich sind dann Leute wie Bush oder Obama? Also meines Wissens gehen keine Hunderthausende Menschenleben auf Gansers Konto...

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Sehr geehrter Herr Butter
Dass Herr Ganser sich zu vermarkten weiss und mit seinen Büchern sowie Vorträgen viel Geld verdient, ist sicher richtig. Das muss mich aber gar nicht interessieren und er ist auch nicht mein Guru.
Mich interessieren die Untersuchungsergebnisse zu den Anschlägen des 11.September 2001. Wer sich damit näher befasst hat, weiss dass es unzählige Ungereimtheiten gibt.
Wenn es bei diesem Kriminalfall eine polizeilich korrekte Untersuchung gegeben hätte, dann wären die offiziellen Erkenntnisse von jedem Gericht abgegewiesen worden.
Es gibt bei diesem Kriminalfall sehr viele Merkwürdigkeiten.

Ich erwähne zwei Fakten:
Fakt 1:
Die Deutsche Bank beauftragte nach den Anschlägen die Firma "RJ Lee Group", welche spezialisiert ist auf Materialanalysen, für die Gebäude-Versicherung nachzuweisen dass die erheblichen Schäden am damaligen "Deutsche Bank Gebäude" wegen den Einstürzen der WTC Türme entstand. Im ersten Untersuchungbericht aus dem Jahr 2003 steht, dass der WTC-Staub die fast 150-fache Menge an Metallstaub enthält wie dies bei ähnlichen Einstürzen üblich ist. (Normal sind 0,04 Prozent, beim WTC Staub waren es 5,87 Prozent).

Und dies erklärt auch Fakt 2:
Im Staub der eingestürzten WTC-Türme wurden mikroskopisch kleine Stahlkügelchen gefunden (spherical iron). Diese winzigen Partikel können nur entstehen wenn Stahl geschmolzen wird. (physikalisches Gesetz) Das steht im offiziellen Bericht des USGS (United States Geological Survey), einer wissenschaftlichen Behörde des Innenministeriums der USA.

Diese Angaben habe ich dem Buch "9/11 unmasked" entnommen. Quellenangaben sind darin vorhanden.
Und nun bitte ich Sie, Herr Butter, widerlegen Sie in wissenschaftlich korrekter Art und Weise diese Fakten. Konzentrieren Sie sich auf die Sache, nicht auf die Personen. Aktzeptieren Sie als Leitlinie nur die physikalischen Gesetze. Ueberzeugen Sie mich, dass die obigen Fakten keine Fakten sind sondern Verschwörungstheorien. Gerne erwarte ich Ihre Antwort.

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Beim Absturz der Swissair Maschine in Halifax fand man auch ganz viele kleine Stahlkügelchen bei den Wrackteilen und ging von einem vermeintlichen Terroranschlag, u.a. mit Schrotflinten, aus. Es stellte sich dann aber heraus, dass eine grosse Lieferung an Kugelschreiber Kugeln im Frachtraum war. Die Moral der Geschichte: Fakten sind nur im richtigen Kontext richtig zu interpretieren. Hier setzen VT an, indem sie bewusst den Leuten einen lückenhaften oder gar falschen Kontext mit den richtigen Fakten liefern. Ein Mensch, der sich nicht vom Fach auskennt ist also geneigt diesen durchaus plausiblen Theorien zu glauben, da er den Kontext oft nicht kennt oder nicht versteht. Es braucht also seriöse Wissenschaft und vor allem das breite Vertrauen der Gesellschaft in diese um VT die Existenzgrundlage zu nehmen.

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M. S.
· editiert

Das ist ja mal eine ausgesprochen originelle Pauschalisierung - nicht.

Warum unterstellen Sie einer Gruppe von Menschen, die sie mehrheitlich nicht kennen, pauschal böse Absichten ("bewusst ... einen lückenhaften oder gar falschen Kontext ... liefern")?

Informieren Sie sich mal, was der Begriff Verschwörungstheoretiker eigentlich heisst und entscheiden Sie dann, ob Sie nicht auch einer sind.

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Die Methode Ganser

@Professor Michael Butter:

Wieso reden Sie nur über und nicht mit Daniele Ganser, Ken Jebsen und Bodo Schickentanz? Gemäss Herrn Schickentanz, hat dieser Sie mehrfach kontaktiert, um mit Ihnen eine sachliche Diskussion über z. B. 9/11 oder JFK-Mord zu führen. Getrauen Sie sich nicht, einfach um mal über ein konkretes Thema zu reden? Oder haben Sie zu viel um die Ohren? (Jaja, ich weiss, das sind Suggestivfragen; aber sie sind ernst gemeint!)

Sie mögen mit vielem, was Sie sagen, Recht haben, aber Sie haben noch immer nicht verstanden, wieso sich so viele Leute bei Ihnen beschweren. Mir scheint einfach, Sie schaffen es nicht, über Ihre fachspezifische Perspektive (Sie sehen VT ja als kulturelles Phänomen) hinauszuschauen. Und deshalb sollten Sie mit Ihren Kritikern und anderen Fach-Spezialisten (z. B. Ganser hat immerhin zum Thema verdeckte Kriegsführung seine Doktorarbeit geschrieben) reden.

Wenn es uns um die konkrete Wahrheitsfindung geht, muss jede Verschwörungstheorie separat beurteilt werden, allein aufgrund der Fakten und der historischen Erkenntnisse. Fragen stellen muss immer erlaubt sein - und zwar ohne dass man als VT diskreditiert wird. Dumme Fragen und unsinnige Thesen kann man immer sachlich (ohne auf Personen zu zielen) widerlegen.
Wenn Sie aber lieber an Ihrer Verschwörungstheorien-Theorie basteln, weil Sie dafür bezahlt werden/wurden (weil Sie - wie Ganser und alle anderen auch - ja auch von etwas leben müssen), dann ist das Ihre Sache. Sie müssen sich dann aber nicht wurdern, wenn Sie ständig Kritik dafür erhalten, weil andere Leute mehr an der konkreten Wahrheitsfindung interessiert sind und diesbezüglich (aufgrund ihres jeweilegen (Un-)Wissensstands) zu anderen Einschätzungen kommen.

M. M. n. leisten Sie dieser Diskussion einen Bärendienst, weil sie keinen Milimeter von Ihrem Standpunkt abrücken und diverse offiziellen (Verschwörungs-)Theorien vertreten, obwohl Sie zu wenig über die konkreten Ereignisse wissen.

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Ihre Rechtfertigung von einer Flut von hate speech, ein shitstorm also, ist

weil andere Leute mehr an der konkreten Wahrheitsfindung interessiert sind und diesbezüglich (aufgrund ihres jeweilegen (Un-)Wissensstands) zu anderen Einschätzungen kommen.

Nach meiner Diskursethik nicht gerade die feine Art und einer konstruktiven Debatte und „Wahrheitsförderung“ absolut nicht förderlich.

Auf Argumente folgen Gegenargumente. Auf die wiederum Gegenargumente folgen können. Das nennt sich Diskurs. Aufgrund von Argumenten wird man - wenn man sie aufgrund der Validität akzeptiert - die Perspektive wechseln und vom Standpunkt abrücken.

Nich aufgrund persönlicher Begegnungen und emotionaler Reaktionen (das funktioniert vielleicht für Menschen die auf Charismatiker*innen positiv reagieren).

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M. S.
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Mein obiger Kommentar impliziert, dass ich es nicht als objektive Tatsache beruteile, dass Prof. M. Butter "einer Flut von hate speech" ausgesetzt war.

Ich kenne genug Fälle, wo Leute nicht zwischen berechtigter Kritk und Hass unterscheiden und sich einfach gerne als Opfer von bösen Internet-Trolls inszenieren, um nicht auf Kritik eingehen zu müssen. Dass ich Prof. Butters Einschätzungen gegenüber ziemlich kritisch eingestellt bin, liegt hauptsächlich an dessen vergangenen öffentlichen Auftritten, nicht an einer unfairen Herangehensweise meinerseits.

Dass mir hier eine Rechtfertigung von plumpem Hass unterstellt wird, zeugt (meiner Meinung nach) nicht gerade von einer ausserordentlich bewundernswerten Diskursethik.

Wenn Sie diesbezüglich auf Ihrer Lesart meines Kommentares beharren wollen, ist das Ihnen natürlich freigestellt.

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