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Pieter Van Eenoge

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Verschwörungs­theorien

Wie entstehen sie? Wie verbreiten sich Verschwörungs­theorien? Und was für eine Rolle spielen Medien? Hintergründe zum Phänomen von Expertinnen der Universität Zürich.

Von Mark Eisenegger und Lisa Schwaiger, 13.04.2019

Verschwörungs­theorien gab es zwar schon immer, dennoch wird die Verbreitung durch den digitalen Medien­wandel stark vereinfacht. Social-Media-Plattformen machen es möglich, dass Beiträge – ohne Prüfung auf deren Wahrheits­gehalt – von jedermann geteilt werden können. Zudem befeuern die Logiken von Social Media (wie zum Beispiel Algorithmen) die Verbreitung von polarisierenden, überraschenden und irritierenden Inhalten, wie es auch bei Verschwörungs­theorien der Fall ist.

Verschwörungs­theorien erklären Ereignisse, die eigentlich komplex und unabhängig voneinander passieren, als miteinander verknüpft und von mächtigen Personen oder Personen­gruppen/Organisationen (in der Regel Eliten) im Geheimen gesteuert (Bale, 2007; Clarke, 2002; Douglas & Sutton, 2011; alle detaillierten Literatur­angaben am Ende des Textes). So zum Beispiel die Theorie, dass der Bund der Freimaurer im Gespann mit Mächtigen der Welt an einer neuen Weltordnung arbeiten würde. Die Theorien stehen häufig in Opposition zu wissenschaftlichen Erkenntnissen oder Fakten, können sich ausnahmsweise aber auch bewahrheiten, wie beispielsweise die Watergate-Affäre rund um US-Präsident Nixon (Anton et al., 2014).

Falsch wäre es, an dieser Stelle Angst zu schüren und die Problematik rund um Verschwörungs­theorien grösser zu machen, als sie – zumindest in der Schweiz – ist. Genauso falsch wäre es zu sagen, dass keine potenziellen Gefahren von der Verbreitung von Verschwörungs­theorien ausgehen.

Vor allem in Zeiten gesellschaftlicher Krisen und Unsicherheit suchen Menschen nach Antworten und werden möglicherweise misstrauisch gegenüber (politischen) Eliten. Ein gesellschaftliches Problem entsteht dann, wenn Verschwörungs­theorien und bewusste Desinformation instrumentalisiert und strategisch von Personen des öffentlichen Lebens eingesetzt werden, um Ängste in der Bevölkerung zu schüren und Gruppen gegeneinander aufzuhetzen. Versuche, Unwahrheiten aufzuklären, können das Verschwörungs­denken dann sogar noch bestärken. Vorsicht ist ausserdem geboten, wenn Begriffe wie «Verschwörungs­theoretiker» als Kampfbegriff verwendet werden.

1. Warum verfangen Verschwörungs­theorien?

Verschwörungs­theorien versehen schicksalhafte Ereignisse mit Sinn, wenn der Rückgriff auf göttliche Fügung in der säkularisierten Gesellschaft für viele Menschen nicht mehr plausibel erscheint (Robertson, 2016). In diesem Sinn können Verschwörungs­theorien auch als eine Art Ersatz­religion verstanden werden. Historisch haben sie im Prozess der Modernisierung und Säkularisierung deshalb nochmals an Bedeutung gewonnen.

Gerade in Krisenzeiten blühen Verschwörungs­theorien. Wenn sich in der Gesellschaft Unsicherheit breitmacht oder sich ganze Bevölkerungs­schichten auf dem ökonomischen Abstieg wähnen, sind Verschwörungs­theorien ein Mittel, neue Orientierung zu schaffen. Sie liefern einfache Erklärungen und orientierungsstiftende Feindbilder in Zeiten des Umbruchs (Anton et al., 2014).

2. Sind «Fake News» und Verschwörungs­theorien identisch?

Nein, dabei handelt es sich um Phänomene, die trennscharf gesehen werden müssen. Unter «Fake News» versteht man bewusste Desinformation, also aktuelle, falsche Nachrichten, die mit Täuschungs­absicht verbreitet werden (Zimmermann & Kohring, 2018). Teilweise gibt es Überschneidungen zwischen dieser Art von Desinformation und Verschwörungs­theorien, zumal einzelne (Falsch-)Nachrichten Bestandteile umfassenderer Verschwörungs­theorien darstellen können. So beispielsweise die vermeintliche Aufdeckung von Falsch­nachrichten in «Mainstream­medien», die von bestimmten Gruppierungen als Teil einer bewussten Verschwörung politischer und medialer Eliten gedeutet werden.

3. Kann man Verschwörungs­theorien überhaupt argumentativ entkräften?

Dazu gibt es widersprüchliche Forschungs­ergebnisse. Einerseits werden die Effekte solcher Versuche kontraproduktiv bewertet, weil sie als weitere Bestätigung für die Verschwörung gedeutet werden können (Castanho Silva et al., 2017; Kovic et al., 2019). Andererseits belegen Studien, dass sogenanntes debunking, also das Aufdecken und Aufklären von Falsch­informationen und Verschwörungs­theorien, die Wirkung desinformativer Inhalte bei den Nutzerinnen und Nutzern abschwächt (Bode & Vraga, 2018; Warner & Neville-Shepard, 2014).

4. Womit hängt der Glaube an Verschwörungs­theorien zusammen?

Generell wird der Glaube an Verschwörungs­theorien neben psychologischen Ursachen durch gefühlte Unsicherheit, Machtlosigkeit und Misstrauen hinsichtlich der Politik und der Regierung beeinflusst (Anthony & Moulding, 2018; Bode & Vraga, 2018; Kim & Cao, 2016). Die Forschung liefert Belege dafür, dass der Glaube an Verschwörungen mit dem Glauben an «Fake News» (Anthony & Moulding, 2018) und populistischen Einstellungen (Castanho Silva et al., 2017) zusammenhängt. Rechtskonservativ eingestellte Menschen konsumieren solche Inhalte mehr und teilen sie in Social Media auch häufiger (Guess et al., 2018). Dies dürfte allerdings auch ein Zeitgeist­phänomen sein, hat die Kritik am gesellschaftlichen Establishment von rechtskonservativer Seite seit Ausbruch der Finanzkrise doch stark zugenommen. Von der politischen Einstellung hängt auch ab, welche Verschwörungs­theorien «bevorzugt» werden (Hollander, 2018; Nefes, 2015; Wood & Gray, 2019). So glauben bestimmte politische Milieus eher Verschwörungs­theorien, die gegen das gegnerische Lager gerichtet sind (Hollander, 2018). Das Verbreiten von Verschwörungs­theorien (und desinformativen Nachrichten) wird deshalb auch als politisches Machtmittel genutzt, mit dem Ziel, die Bürgerinnen und Bürger gegen «die anderen» zu richten, wie es zum Beispiel bei dem russischen Nachrichten­medium «Russia Today» der Fall ist (Yablokov, 2015).

5. Gibt es Belege, die zeigen, dass die Verbreitung von Verschwörungs­theorien konkrete Auswirkungen hat?

Es gibt experimentelle Studien, die zeigen, dass der Konsum von Videos mit verschwörungs­theoretischen Inhalten soziale Konsequenzen nach sich ziehen kann. So senken zum Beispiel Verschwörungs­theorien mit Bezug zu Regierungen bei den Nutzer­gruppen die Bereitschaft, sich für Politik zu engagieren. Verschwörungs­theorien zum Klimawandel wiederum reduzieren die Bereitschaft, auf den eigenen ökologischen Fuss­abdruck zu achten (Jolley & Douglas, 2014) oder sich in Form von Spenden oder Petitionen für den Klimaschutz zu engagieren (van der Linden, 2015).

6. Eignen sich die sogenannten Social Media speziell für die Verbreitung von Verschwörungs­theorien?

Social Media ermöglichen es jedermann, Inhalte aufzubereiten und ungeprüft zu verbreiten. Und sie sind von ihrer Funktions­logik her betrachtet Emotions­medien. Ihre Algorithmen werden darauf hin optimiert, impulsive, niederschwellige Reaktionen ihrer Nutzer zu provozieren. Genau dies unterstützen Verschwörungs­theorien: Sie sind stark emotionalisierend, polarisierend und häufig irritierend und besitzen entsprechend hohen Nachrichten­wert (Konkes & Lester, 2015). Dies korreliert mit vielen Nutzer­reaktionen (Sunstein & Vermeule, 2009; Zollo et al., 2015). Durch die Logik der Plattformen können einzelne Beiträge in Social Media breit zirkulieren, insbesondere dann, wenn sie von populären Akteuren verbreitet werden. Auch wenn das Phänomen der «Echokammern» in der Forschung mittlerweile etwas relativiert wird, so erleichtert das digitale Netz doch die soziale Homophilie, das heisst die Möglichkeit, dass Gleichgesinnte unter sich bleiben. In solch abgeschotteten Communitys stossen Verschwörungs­theorien auf einen besonders günstigen Nährboden (Warner & Neville-Shepard, 2014).

7. Wie weit sind konspirative Onlinemedien in der Schweiz verbreitet?

Während sich die aktuelle Forschung vor allem auf das US-amerikanische Umfeld bezieht, besteht hierzu noch Forschungs­bedarf. Dabei gibt es durchaus einschlägige Onlinemedien. Sogenannte «alternative Medien» werden häufig (aber nicht nur) von Laien ohne journalistische Ausbildung betrieben und positionieren sich als Alternative oder auch Opposition zu etablierten Leitmedien und generell zum Establishment. Unter den Sammelbegriff «alternative Medien» fallen auch Newssites, die vermeintliche Verschwörungs­theorien verbreiten. Insgesamt kann die Bedeutung verschwörungs­theoretischer News-Websites in der Schweiz derzeit als noch relativ gering eingestuft werden (fög, 2017). Schweizer Nachrichten­seiten, die verschwörungs­theoretische Inhalte verbreiten, lassen sich an einer Hand abzählen, wenn auch die Verbreitung einzelner Beiträge über Social-Media-Plattformen nicht zu unterschätzen ist.

8. Woran liegt dieser vergleichsweise geringe Einfluss?

Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Erstens verfügt die Schweiz trotz Ressourcen­abbau im Journalismus immer noch über ein vergleichsweise intaktes System professioneller journalistischer Informations­medien. Die Chance ist deshalb gross, dass desinformative Inhalte durch Leitmedien mit einer kritischen Bericht­erstattung sanktioniert werden. Zweitens scheint die Kleinräumigkeit der föderalistischen Schweiz die Verbreitung desinformativer Inhalte einzudämmen. Die soziale Kontrolle ist offenbar so gross, dass zweifelhafte Inhalte nicht einfach ungestraft verbreitet werden können. Und drittens sorgt die vergleichsweise geringe politische Polarisierung dafür, dass in der Schweiz weniger abgeschottete «Echokammern» bestehen, in denen sich Verschwörungs­theorien ungehindert hochschaukeln können.

9. Alles halb so wild also hierzulande?

Bagatellisieren darf man das Phänomen keinesfalls. Die Reichweiten einzelner «Alternativ­medien» in der Schweiz sind durchaus substanziell. Knapp 368’000 monatliche Zugriffe (Quelle: SimilarWeb) zählt beispielsweise die Schweizer Website Legitim.ch, sie erreicht Leserinnen und Leser aus der Schweiz, Österreich und Deutschland. «Uncut-News» schafft es auf etwa 650’000 Visits pro Monat und übertrifft damit das journalistische Online­angebot der «Südostschweiz» mit 550’000 monatlichen Zugriffen. «Alles-schallundrauch.blogspot.com» wird im Schnitt sogar über eine Million Mal im Monat aufgerufen und setzt zudem auf die Verbreitung von Beiträgen über Plattformen wie Facebook, Twitter und Youtube.

10. Wie hängen Aufrufe der Websites und die Weitergabe per Social Media zusammen?

Internationale Studien zeigen, dass desinformative Nachrichten­seiten zwar nur selten sehr hohe Zugriffs­raten erzielen. Aber genau dank der Unterstützung durch die sozialen Plattformen wie Facebook, Twitter oder Youtube können einzelne Beiträge stark viral gehen und erhebliche gesellschaftliche Resonanz finden (Fletcher et al., 2018). So zum Beispiel ein Video über «Chemtrails» (von Flugzeugen verstreute Giftwolken) aus dem Jahr 2017 auf der Facebook-Seite von Legitim.ch, das etwa 4000-mal geteilt und 146’000-mal aufgerufen wurde. Zum Vergleich: Unter den geteilten Facebook-Beiträgen klassischer Schweizer Informations­medien liegt der Durchschnitt bei etwa 30 Shares. Share-Counts im vierstelligen Bereich sind eine grosse Seltenheit.

11. Wie gut sind Alternativmedien mit verschwörungs­theoretischem Charakter untereinander vernetzt?

Sehr gut. Sie «spielen einander die Bälle zu» und steigern dadurch ihre Reichweiten. Auch übernehmen hiesige Alternativ­medien die Funktion als Rezeptoren für internationale Anbieter entsprechender Inhalte. «Alles Schall und Rauch» verlinkt beispielsweise auf ein Video von «RT (Russia Today) Deutsch», «Uncut-News» auf Youtube-Videos der Plattform «KenFM» oder Kanäle wie «Der fehlende Part». Algorithmen auf Youtube schlagen gleichzeitig weitere Videos vor, die ähnliche und weitere potenzielle Verschwörungen behandeln und so dem Zuseher die Verbindung unterschiedlicher Ereignisse noch plausibler erscheinen lassen. Die nächste Verschwörungs­theorie ist nur einen Klick entfernt. So wird Neugier geweckt, was zu einer direkten «Sogwirkung» des Konsums von Verschwörungsvideos führt.

12. Welche Rolle spielen ausländische Alternativmedien hierzulande?

Sie erreichen substanzielle Reichweiten. Die Website «KenFM» wird beispielsweise ca. 55’000-mal im Monat aus der Schweiz aufgerufen. Die von Ken Jebsen betriebene Seite vermittelt, vor allem in Form von Videos, Themen aus Politik (zum Beispiel Macht­missbrauch der Eliten), Wirtschaft (zum Beispiel die in privaten Händen liegenden und gesteuerten Zentral­banken) und Wissenschaft (zum Beispiel die vermeintliche «Klimawandel-Lüge»). Einzelne Beiträge erzielen eine erstaunliche Resonanz: so etwa ein einstündiges Video zum politischen System in Deutschland («Ein System kollabiert») mit rund 288’000 Aufrufen, wonach politische Eliten das Medien­system steuern und einen «bösen» Plan verfolgen.

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Zu den Autorinnen

Mark Eisenegger (@Mark_Eisenegger) ist Professor, Lisa Schwaiger (@SchwaigerLisa) Assistentin am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IKMZ) der Universität Zürich (@uzh_ikmz). Beide sind zudem am fög tätig – dem Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich (@foegUZH).

Die zitierte Literatur

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A. Anton, M. Schetsche & M. K. Walter (2014). Einleitung: Wirklichkeits­konstruktion zwischen Orthodoxie und Heterodoxie – zur Wissens­soziologie von Verschwörungs­theorien. In A. Anton, M. Schetsche & M. K. Walter (Hg.): «Konspiration. Soziologie des Verschwörungsdenkens». Wiesbaden: Springer VS.

J. M. Bale (2007): «Political Paranoia v. Political Realism: On Distinguishing Between Bogus Conspiracy Theories and Genuine Conspiratorial Politics». Patterns of Prejudice, 41 (1), 45–60.

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F. Zollo, P-K. Novak, M. Del Vicario, A. Bessi, I. Mozetic, A. Scala & W. Quattrociocchi (2015): «Emotional Dynamics in the Age of Misinformation». PLoS One, 10 (9).

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… aber die wichtigsten drei fehlten. Seit je beruht jede funktionierende Gemeinschaft auf diesen drei Worten. Liebende sagen sie zueinander. Gute Politiker sagen sie ihren Wählern, gute Priester ihrer Gemeinde, gute Eltern ihrem Kind. Sie lauten: Fürchte dich nicht! – Wir von der Republik glauben, dass auch im Journalismus gilt, was Franklin D. Roosevelt einst zur Politik sagte: «Wir haben nichts zu fürchten als die Furcht selbst.»


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