Dialog

Beiträge zu «Was Sie zur Lage der Republik wissen müssen»



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Kurz: mir ist die richtige journalistische Arbeit am Wichtigsten. Themenformulieren, Recherchieren, Formulieren, Redigieren und Publizieren. Ich glaube an die Idee, und bin froh, wenn Ihr Euch vom "Bashing" der lieben Kolleginnen aus Tamedia und NZZ, die es ja echt drauf haben, heikle Punkte herauszuziehen und zu vergrössern (warum eigentlich), nicht irritieren lässt. Macht weiter!! Womit ich nicht so viel anfangen kann, sind Eure Debatten-Mitteilungen. Es kommt mir vor, wie Rollenspiele: Debatte an Spät-68er-VVs: wohin wollen wir. Vielleicht bin ich langsam zu alt für söttigs: ich möchte einfach gerne weiterhin!!!! ein gutes journalistisches Produkt!!! Danke!

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Danke Ihnen. Wir geben unser Bestes!

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Liebe Republikanerinnen und Republikaner
Stichwort Baukartell: Ich lese in der Südostschweiz dass der umstrittene (?) Regionalberichtspräsident Zegg Strafanzeige gegen den Anwalt von Quadroni gestellt hätte. Ich warte gespannt auf Euere Version!
Mit den besten Grüssen
Hans-Peter T.

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C. F.
Spezialist Digitales Lernen
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Liebe Republik,

Mein ganz grosses Anliegen: Die Republik muss weiterleben. Punkt.

Der Grund ist einfach: Sie ist ein Gegenkonzept zur aktuellen Medienlandschaft und damit in der Schweiz einzigartig. Von ihren Leserinnen finanziert, um finanziell unabhängig zu sein. Bewusst ausschliesslich digital unterwegs, im ständigen online-Dialog mit den Verlegerinnen und damit die Digitalisierung nutzend, diese Disruption, die so viele der anderen Medien zu erwürgen droht. Und mit hohen Ansprüchen an die eigene Qualität.

Ob das gelingt? Bis jetzt kann es niemand sagen, ihr selbst treibt die Frage im März auf die Spitze. Projekt gegen die Unwahrscheinlichkeit, wie ihr immer wieder betont. Und hier kommt das Grossartige daran: Wer gründet ein Unternehmen in der Annahme, dass Scheitern wahrscheinlicher ist, als erfolgreich zu sein und zu bleiben? Und genau dazu möchte ich euch gratulieren. Es ist unendlich einfach, vom eigenen PC zu Hause aus Kritik zu üben, den Eindruck zu haben, man wisse, wie es (besser) gehen würde. Damit meine ich nicht, dass Kritik nicht berechtigt ist, vielmehr geht es um den Unterschied, eine Entscheidung zu treffen in einem Game oder in der Realität. Ihr sitzt nicht vor den Steuerknüppeln in einem Adventurespiel oder in einem Escape-Room, eure Entscheidungen haben Konsequenzen, ihr spürt diese, positiv oder negativ. Dass ihr die Republik herausgebt, Tag für Tag, auch jetzt, wo sich die Lage anspannt, dass ihr eure Schaffenskraft und euer Herzblut reinlegt in das Projekt, an das ihr glaubt, das ist für mich, was euch auszeichnet. Natürlich macht man Fehler und ihr habt auch zahlreiche gemacht, meine Mit-Verleger*innen haben euch darauf aufmerksam gemacht. Der Punkt ist, dass es ohne Fehler gar nicht geht. Um erfolgreich zu bleiben, müsst ihr ständig Ringen, alles in Frage stellen, Korrekturen vornehmen, ohne den Charakter eures Produkts zu gefährden. Von meinem früheren Boss habe ich gelernt: Get things done! Ihr habt’s getan.

Ob es sinnvoll ist, alles auf eine Karte zu setzen und bei Nichterreichen der von euch selbst festgelegten Marken, Ende März das Lichterlöschen einzuleiten, weiss ich nicht. Ich persönlich würde wohl eher versuchen, Anpassungen zu machen. Aber ich weiss auch, dass man damit seine eigene Identität leicht zerstören kann. Ihr produziert dieses Ding, also ist es auch an euch zu beurteilen, ab welchem Punkt die Selbstaufgabe beginnen würde.

Gerade deshalb: Die Republik muss weiterleben!

PS. Mein Beitrag: Ich verlängere mein Abo (klar) und verschenke drei weitere. Bei allen diesen dreien besteht die reelle Chance auf Verlängerung.

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Liebe Republik

ja, sterben ist wahrlich keine Option ! Wenn ich nur schon daran denke, was in der kurzen Zeit alles angestossen und aufgedeckt wurde. Die Republik darf einfach nicht verschwinden, obwohl ( und gerade auch weil ) das einigen zupass käme.
Ich habe darum bewusst das Risiko eingegangen, meinen Einsatz zu verlieren und diesen sogar noch aufgestockt. Einfach, weil ich mir die Medienlandschaft ohne Republik nicht mehr vorstellen kann und will.
Ob es taktisch geschickt war, die Leser auf die Möglichkeit des Verlustes aufmerksam zu machen ? Ich weiss es nicht. Ich bin jedoch auch für Klartext, alles andere wäre atypisch für die Republik.
Zum neuen Jahr wünsche ich der Republik daher hauptsächlich ein langes Leben und danke im Nachhinein dafür, dass Ihr seit der Geburt der Republik so viel meiner Zeit beansprucht habt mit oft sehr langen, aber auch sehr interessanten Artikeln.

Mit erwartungsvollen Grüßen
Christian Stalder

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Liebe Republik, beim Lesen der Kommentare zum Thema Feuilleton und Light-Version des Abos (war es hier oder in einer anderen Diskussion im Dialog?) kam mir eine Idee: Obwohl ich verstehe, weshalb Ihr das Feuilleton vollständig ins Magazin integriert habt, könnte man sich doch trotzdem überlegen, einen wöchentlichen oder monatlichen Feuilleton-Newsletter zu den Feuilleton-Artikel an Interessierte zu verschicken und dies als Abo-Option anzubieten. Ich würde ein solches Light-Abo-mit-Fokus gerne an Leute verschenken, die entweder politisch etwas weniger interessiert sind oder mit dem Stil und der Ausrichtung der Republik vielleicht etwas Mühe hätten. Durch das Lesen des Feuilleton-Newsletters und der Feuilleton-Artikel bekämen sie Einblick ins Magazin; die eine oder der andere würde sich vielleicht dann auch für den Rest der Republik interessieren, sobald sie/er sich ans Format gewöhnt hat und sich das Leben ohne Republik nicht mehr vorstellen kann...

In den ersten Monaten der Republik las ich fast alles, dafür habe ich jetzt aber die Zeit nicht mehr. Manchmal fände ich ein etwas sachlicherer Stil angebrachter... Aber ganz grundsätzlich: Es braucht Euch! Macht weiter so! Ich hoffe sehr, dass Ihr (mit unserer Unterstützung natürlich durch Mund-zu-Mund-Propaganda, Geschenkabos, etc.) die nötige Finanzierung mobilisieren könnt.

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Und vergessen Sie nicht Die Plattform Xing für den deutschsprachigen Raum...

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Die Republik wird gefunden und ist nicht wird nicht auf dem Tablett serviert. ..., und genau das ist das Problem, Mund zu Mund Propaganda ist harte Arbeit ausserhalb der Redaktion. Geht zu den Leuten auch ausserhalb von Zürich, haltet Vorträge, bittet Schriftsteller Artikel zu schreiben und fokussiert euch. Verabschiedet euch von täglichen News und kommt dafür einmal in der Woche mit speziellen News. Seit aktiver auf anderen Kanälen (linkedin 3 Monate letzter Artikel, bring jede Woche eine Kurzartikel mit Verweis auf die Zeitschrift, ebenso auf Twitter, FB, usw. und zwar überall das gleiche) und bringt vielleicht auch mal einen Artikel auf Englisch oder von anderen Zeitschriften.

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A. C.
Märchentante*onkel
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Gibt es irgendwo Kleinplakate mit Kärtchen und Links drauf, die wir beziehen könnten, um sie an Unis, Fachhochschulen, Migros/Coop/Dorfplatz-Anschlagsbrettern, Kantinen am Arbeitsplatz an gut sichtbaren Orten aufzuhängen?
Das würde praktisch nichts kosten und maximum Aufmerksamkeit generieren.

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Carla Allenbach
Campaignerin
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Liebe Frau C., danke für Ihre Idee. Derzeit haben wir noch keine Plakate. Sobald wir Plakate oder ähnliches haben, werden wir das aufschalten. Was wir bereits haben, sind Sticker und Karten mit dem Manifest-Text drauf. Wenn Sie solche haben möchten, können Sie sich gerne bei kontakt@republik.ch melden.

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Das kann ich noch ergänzen: Wir haben die Karton-Hänger, die auch in Bussen und Trams gehangen haben, wieder zurück, da sie ja inzwischen abgehängt wurden. Wir könnten Ihnen von diesen welche schicken - allenfalls ist dabei zu beachten, dass dies wirklich "Werbeplakate" sind, und somit vllt. nicht überall gewünscht oder erlaubt.

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A. Z.
Texter & Touristiker
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Nach langem Überlegen habe ich das Abo verlängert. Aber richtig überzeugt bin ich eigentlich nicht.

Meines Erachtens könnte bei der Republik gespart werden, ohne gleich hochdramatisch mit der Schliessung zu drohen. Zum Beispiel könnte der Lohn von fürstlichen CHF 8000 mal temporär etwas runtergesetzt werden. Muss ja nicht gleich die Hälfte sein, das sicher nicht - auch wenn es übrigens viele Leute gibt, die für CHF 4000 pro Monat zu 100 % arbeiten.

Dazu kommt: Wenn sich die Republik mal in ein Thema verbissen hat, dann wird das ewig zerfleischt und intensiv darauf rumgekaut - egal, ob es in der Zwischenzeit wichtigere, interessantere oder aktuellere Themen gibt. Finde ich schade. Und etwas ermüdend.

Nun denn, ich drücke die Daumen für die Zukunft des Magazins. Die Republik ist ein wichtiges Gegengewicht zum furchtbar eingedampften Medien-Einheitsbrei in der Schweiz, deshalb auch mein Engagement.

Aber wenn sie weg wäre - ganz ehrlich, ich würde sie eigentlich nicht vermissen. Zu unwichtig und beliebig sind die Themen, zu ausschweifend und langatmig die Berichterstattung, zu luxuriös der Lebensstil.

Ziemlich bitter, eigentlich.

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Sciur Z.: in ihrem Beitrag lese ich alle Wünsche. Und wünsche mir, dass Sie das Gegengewicht, wie Sie es nennen, weiterhin unterstützen, per la bilancia così necessesaria

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Guten Tag Herr Z.

Danke für Ihre Kritik; die müssen wir so entgegennehmen. Und natürlich hat die Publizistik noch viel Luft nach oben, das braucht aber auch seine Zeit, die entwickelt man nicht in zwei Jahren.

Ich hoffe aber trotzdem, wir konnten Sie mit dem einen oder anderen Artikel überzeugen. Wir geben unsere bestes.

Noch einmal zu den Löhnen: Wir haben einen Einheitslohn von 8000 CHF auf 100 Stellenprozente – und beziehen keinen 13 Monatslohn. Das ist in Zürich Branchenstandard. Die wenigsten arbeiten 100 Prozent. Klar: Der Einheitslohn führt dazu, dass einige etwas zu viel verdienen. Andere aber viel, viel weniger, als ihnen aufgrund ihrer Erfahrung, ihres Alters und ihrer akademischen Titeln zustehen würde. Zudem: In unserem Team arbeiten einige Kollegen*innen, die mit ihren Löhnen Familien ernähren müssen und nicht einfach so schnell auf ihren Lohn verzichten könnten.

Die Republik ist ein ideologisch motiviertes Projekt, trotzdem muss sie auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig bleiben, ansonsten kann sie die hohe Qualität nicht aufrechterhalten. Wir haben imm gesagt, das Journalismus kostet – und darum werden auch die Mitarbeiterinnen und vor allem auch die freischaffenden Journalisteninnen branchengerecht bezahlt.

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Ich habe mein Abo bereits verlängert. Es hat mich gefreut, wie Clara Vuillemin im Doppelpunkt Roger Schawinski Paroli geboten hat.
Weniger gut, fand ich den Mist, den Solmaz Khorsand in der Zeit absondern durfte. Sorry, ich sag's jetzt ein bisschen hart. Reichen die 8000.- pro Monat (in Wien) nicht? Muss man sich als Republik Journalistin so noch ein Zubrot verdienen?
https://www.zeit.de/2019/52/zuerich…ion-utopie

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B. J.
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Mit hat der Titel auch nicht geschmeckt, den Beitrag an sich fand ich als Nicht-Zürcherin, die in der grossen, kalten, perfekten Stadt studiert hat, aber ziemlich treffend und gar nicht Mist.

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Titel werden zudem oft nicht von den Autor*innen gesetzt, sondern von den Redaktionen. Keine Ahnung, wie es die Zeit damit hält.

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Definition von Verachtung in Wikipedia: "Verachtung ist eine starke Geringschätzung, basierend auf der bewussten oder unbewussten Überzeugung des Unwertes der von ihr betroffenen Personen (auch Personengruppen) oder Institutionen." Und so klingt es nicht nur im Titel, sondern auch aus fast jeder ihrer Zeilen. Sind das die JournalistInnen, die ich in der Republik lesen will, bzw. für die ich mein sauer verdientes Geld ausgeben will? Ist eine solche Hasspredigt ok, nur weil sie wortgewaltig daherkommt, und sich gegen Zürich richtet? Da macht's ja nichts. Denen geht es ja eh gut. Man kann mir jetzt vorwerfen, man sei mir auf den Schlips getreten, aber nach 15 Jahren Ehe mit einer Iranerin und seit einigen Jahren in einer Beziehung mit einer Amerikanerin ist mit meinem Zürcher Schlips schon alles mögliche angestellt worden :-) Oft hat's mich geärgert, oft hat's gestimmt.

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Christof Moser
Chefredaktion
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Solmaz Khorsand ist 40% bei uns. Selbstverständlich darf sie bei diesem Pensum für andere Medien tätig sein.

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Thema KomplizInnen (Stand 657): ich glaube irgendwo gelesen zu haben, dass das Team erst im März die KomplizInnen "einsetzen" will, kann aber diese Info nicht finden, vielleicht erinnere ich mich auch falsch. Erst im März fände ich sowohl schade wie auch zu spät. Was ist der Plan?

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Carla Allenbach
Campaignerin
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Liebe Frau T.,
danke für Ihre Nachfrage. Die Anzahl Komplizinnen und Komplizen freut uns ungemein! Jetzt sind es schon 660. Alle Komplizinnen, die das Formular ausgefüllt haben, werden noch dieses Jahr von uns lesen. Wir werden über das weitere Vorgehen informieren: was bereits jetzt getan werden kann und was wir für Januar/Februar/März planen.

Januar und Februar wollen wir als Vorbereitungsphase für den März nutzen. Die meiste Kraft wollen wir dann in den März stecken. Wir werden also die Zeit bis Anfang März nutzen, um uns für die Kampagne vorzubereiten und alle Komplizinnen für den März einzustimmen.

Hier finden Sie das Komplizen-Formular: https://www.republik.ch/umfrage/1-minute

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Vielen Dank, Frau Allenbach.

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Liebe Republik,
auch ich finde, dass ihr ein enorm wichtiger Player in der Schweizer Medienlandschaft seid, die sich leider zunehmend zu einem Einheitsbrei entwickelt und sich für meinen Geschmack zu sehr in Richtung Unterhaltung bewegt, statt Aufklärung und Information zu bieten. Da bildet die Republik einen Kontrast.

Jetzt wurde ja bereits viel darüber gesprochen wie Republik wirtschaftlich in Zukunft aussehen wird, mich würde als Leser interessieren wie die inhaltliche Zukunft der Republik aussehen wird? Es gab doch mal eine Abstimmung wie sich die Republik verändern soll - wenn ich mich richtig erinnere hiess es da, dass man zum Beispiel vermehrt auch in Audioproduktionen einsteigen möchte -> wie sieht der Stand hier beispielsweise aus? Gibt es irgendwo eine Roadmap, wo man als Verleger sieht, was man in Zukunft von der Republik inhaltlich erwarten kann? Neue Gefässe, Veränderungen bei bestehenden Gefässen, Podcasts, Artikel vorgelesen etc.?

PS: Wo finde ich die Ergebnisse dieser Abstimmung von damals?

PPS: Die beiden Gefässe "Was diese Woche wichtig war" und "Briefing aus Bern" finde ich sehr toll! Wenn die Zeit wieder mal knapp ist, kann man sich trotzdem einen sehr schönen Überblick verschaffen über die aktuellen Geschehnisse. Ausserdem finde ich es super, dass ihr die News auch kontextualisiert (was, warum, wie gehts weiter).

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Clara Vuillemin
Co-Founder, Verwaltungsrat und Vorstand
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Lieber Herr F.,
Ihr Interesse an der inhaltlichen Weiterentwicklung freut mich sehr. Wir werden uns noch vor März zusammen mit Ihnen (also unseren Verlegerinnen) über die Zukunft der Republik (nicht nur ökonomisch) austauschen. Genaueres folgt bald. (Und ich mag die Idee einer öffentlichen Roadmap!)
Zur Abstimmung von vor einem Jahr: Wir haben den damals aktuellen Stand des Irrtums im März 2019 zusammengefasst und dabei auch die wichtigsten Erkenntnisse aus der Umfrage publiziert.

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Ich finde es ziemlich deprimierend, dass nun mit dem Stop der Arbeiten gedroht wird, ohne dafür zwingende Gründe zu nennen. Es liest sich fast so, als ob die MacherInnen nur mit einem Mehrmillionenbudget wirklich an der Vision arbeiten wollen. Naja, ich glaube nach wie vor an die Idee und habe mein Abo verlängert...

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Clara Vuillemin
Co-Founder, Verwaltungsrat und Vorstand
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· editiert

Lieber Herr Studer,
Vielen Dank, dass Sie Ihr Abo verlängert haben.
Ich nehme an, Sie haben unser Q&A zur Lage der Republik gelesen? Sonst finden Sie dort vielleicht Antworten.
Ansonsten nehme ich zur Kenntnis, dass wir die Gründe für die aktuelle Strategie noch nicht genug gut dargelegt haben. Da werden wir noch nachlegen.
Danke für das Interesse und die Geduld.

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Tanja Messerli
Präsidentin Genossenschaftsrat
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· editiert

Sie sprechen etwas an, was wir im Genossenschaftsrat oft diskutiert haben. Ich bin froh, ist es unserem Gremium in den letzten Monaten gelungen, aus diesem Eindruck heraus Fragen zu stellen, mit denen sich die Macherinnen und Macher an der Front von Republik und Project R intensiv auseinandersetzten. Vieles davon hat Einzug gefunden in die Kommunikation, und viele Beschlüsse zum weiteren Vorgehen sind darauf zurückzuführen. Es ist gut zu lesen, dass Sie immer noch an die Idee glauben und gleichzeitig verstehe ich, dass Ihnen die gewählte Strategie nicht zwingend (richtig) erscheint. Auch wenn ich das deprimierende Element an der Situation bestens kenne, bin ich überzeugt, dass es genau der Idealismus der Verleger wie Ihnen ist, der der Idee zum Durchbruch und vor allem zur Langfristigkeit verhelfen kann. Vielen Dank für die Erneuerung der Mitgliedschaft!

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Vor einer Woche hat die Universität Bern Ihrer höchst angesehenen und auch schweizweit bekannten Gerichtsreporterin Birgitte Hürlimann die Ehrendoktorwürde verliehen. Ich vermisse in der Republik eine entsprechende Ehrenmeldung. Es kommt ja nicht alle Tage vor, dass eine Journalistin eine solche Auszeichung erhält!

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Christof Moser
Chefredaktion
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Sehr geehrter Herr T., danke für die Rückmeldung. Zu Ehren von Frau Dr. Dr. Hürlimann sind wir mit ihrer Lieblingsgeschichte in unsere kleine Serie "Lieblingsgeschichten" gestartet und haben im Samstagsnewsletter Anfang Dezember das republikanische Gratulationszeremoniell vollzogen.

Morgen wird unsere Gerichtsreporterin Brigitte Hürlimann Doctor iuris honoris causa! Die Uni Bern verleiht ihr diese Würde, weil sie «sich nicht gescheut hat, es in ihrem Einsatz für eine unabhängige und qualitativ hochstehende Justizberichterstattung auch mit den Mächtigen in Politik und Medien aufzunehmen». Wir freuen uns und gratulieren! Mehr über die Arbeit von Frau Ehrendoktorin Brigitte Hürlimann erfahren Sie in diesem Artikel von Januar 2018: 30 Jahre vor Gericht.

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War mir entgangen, sorry!

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Mich interessieren die auf 2.2 Mio veranschlagten Geldgeber/innen.
Bzw. gibt es Verbindungen zu anderen Verlagshäusern? Verlinkt die Republik auch TA-Artikel oder zeigt Tamedia Interesse an Republik-Artikeln? Ich habe z. B. noch nie einen in #12 gelesen.

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B. J.
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In der morgendlichen News-Letter vom Tagi wird unter 'Das Beste der anderen' gelegentlich auf einen Republik-Artikel hingewiesen. Auch im Beobachter gab es schon mehrfach Hinweise oder einen aufgegriffenen und weitergeführten Beitrag. Ich denke aber nicht, das sich das direkt finanziell abbildet.

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Ich denke eher an Breitenwirkung, auf die Republik aumerksam machen.

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Christof Moser
Chefredaktion
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Danke für die Frage. Die neuen Investoren sind unter Republik.ch/aktionariat zu finden, Elia Blülle hat weiter unten die Seite verlinkt. Die weiteren Gelder stammen Stand jetzt aus der Verlegerschaft, mit Verlagen haben wir keine Verbindung.

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Ich hab nun das Abo doch noch erneuert. Wie ihr wisst, geschieht das nur zur Unterstützung des Projektes, weil ich mit einer digitalen nicht anfreunden konnte und mir zudem bei Euch zu viele "Einzelaufreger" thematisiert werden, wo ich mir nach der Lektüre jeweils sage: "OK, die Welt ist voller Missstände, und da wird einer mehr beschrieben, aber ehrlich, was soll ich jetzt damit machen?"

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Christof Moser
Chefredaktion
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Vielen Dank, Herr S. Über Missstände aufklären ist eine Kernaufgabe von Journalismus. Was könnten wir für Sie besser machen? (Abgesehen vom Digitalen – aber Sie kennen ja die bequeme PDF-Funktion?)

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Wo kann ich die Liste der finanziell unterstützenden Institutionen oder Firmen einsehen? Mich interessiert z.B. ob Tamedia auch darunter ist.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Können Sie uns sagen, was Sie damit meinen?

Hier finden Sie die Informationen zum Aktionariat.

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Mich interessieren die auf 2.2 Mio veranschlagten Geldgeber/innen.

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Mit der Republik den Tag beginnen, ist mir ein Bedürfnis geworden, gibt mir Geborgenheit.
Ein Gefühl der Zugehörigkeit dank eures glaubwürdigen Journalismus, der macht mein Leben reicher. Nun mein aber: Ich finde die Diashows von Nahr überflüssig. Eure Fotos bezogen auf die Reportagen hingegen grossartig. Republik zahl ich bis Dezember 2020. Weitermachen!

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Danke! Das spornt uns an!

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Hilfe, ich will erneuern!!! Ich suche seit langem wie ich das machen kann !!!! dass es mit App nicht geht (wo man eigentlich so was sucht!! ) habe ich kapiert!!! Da werd ihr viele verlieren!!! Man will nicht ewigs suchen!!!! Hilfe!!!! Schickt den Verlegern Erneuerungsmails!!!!

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Coucou Anne! ;-)
Auf der Online-Version im Web-Browser gehts. Habs dort recht schnell gefunden.
Liebe Grüsse
:-)

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H. B.
Rentner
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Angesichts der wenig erfreulichen Situation der Republik braucht es beherzte Entscheidungen. Und dies kann für mich nur heissen : Mein Abo verlängern und ein zweites verschenken. Einmal ganz abgesehen vom hohen demokratiestützenden und -belebenden Wert der Republik müsste ich mich der Halbherzigkeit bezichtigen, einerseits die alle Masse übersteigende Werbeflut, mit welcher die ungebändigte Konsumlawine am Rollen gehalten wird, zu verurteilen und dann einem hervorragenden publizistischen Medium, das eben dieser Werbung entsagt, die Unterstützung zu entziehen. Ebenso halbherzig wäre es, die tagtägliche Verschwendung wertvoller Ressourcen für die papierbasierte Verbreitung boulevardjournalistischer Beliebigkeiten zu bedauern und dann die ausschliesslich Internetbasierte Republik sterben zu lassen. Dreimal im Monat auf den ersten oder dann wenigstens auf den zweiten Deziliter Wein beim Restaurantbesuch verzichten und schon ist das Abo finanziert. Und zudem bleibt so der Geist klar für die immer spannende und geistanregende Lektüre. Die kommenden Herausforderungen an unsere Gesellschaft ertragen keine Halbherzigkeiten mehr !

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Wow. Danke, Herr B., für Ihre Grossherzigkeit: Wir werden im nächsten Jahr ziemlich Gas geben müssen, um 3,6 Liter Wein in Ihrem Kopf zu ersetzen. Wir werden es versuchen!

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H. B.
Rentner
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Ihr schafft das ! Zwar war das mit dem Wein eher als Anregung für Andere, die noch zögern, gedacht. Selber meide ich nach Möglichkeit sowohl den Restaurantbesuch aus finanziellen Gründen als auch den Wein aus Einsicht in die vielfältige Wirkungsweise von Alkohol im Metabolismus des menschlichen Organismus, auch wenn es heisst ‚In vino veritas‘ ;-)

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Ich bin für eine Republik Wochenzeitung, als einmal pro Woche. Komme nicht zum Lesen schade...............

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Mein Tipp:

  • Sie könnten die Artikel mit den Lesezeichen speichern.

  • Abonnieren Sie den Samstagsnewsletter, dann werden Sie jeweils einmal in der Woche mit alle Highlights versorgt – quasi eine Wochenzeitung :).

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Der andere Tipp: Grämen Sie sich nicht, dass Sie nicht zum Lesen kommen. Das zeigt, dass Sie ein interessantes, zumindest ausgefülltes Leben haben.
Und abonnieren Sie trotzdem. Mit Journalismus verhält es sich so wie in der Anekdote des Physikers Vieles Bohr, der ein Hufeisen über der Tür seines Hauses hatte und gefragt wurde, ob er an solchen Aberglauben glaube. Worauf Bohr sagte: "Natürlich nicht. Aber man hat mir versichert, dass das Hufeisen auch dann wirkt, wenn man nicht daran glaubt."
So wirkt auch Journalismus als Institution, wenn man ihn nicht liest.

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Ich lese die Republik auch sehr gerne, es ist eine andere Art von Journalismus. Das sagt mir zu. Ich fände die Idee auch gut, erst mal zuzusagen zu einer Aboverlängerung, den Betrag aber erst zu bezahlen oder von der Kreditkarte abzubuchen, wenn es sicher ist, dass die Republik weiterhin besteht.

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Dann warten Sie noch etwas bis März! Dann sollte es im grossen Ganzen abzusehen sein! (Machen Sie sich einen Eintrag im Kalender!)

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Ja Gottfried Stutz! Dann mal über den Tellerrand hinausgucken: ein zweites
Crowdfunding, Gesuche beim Bund, beim Kanton Zürich, der Stadt Zürich,
bei der Journalistengewerkschaft u.a., etwas tun, nicht abwarten bis der
Dampfer sinkt!

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Wir geben unser Bestes! Versprochen!

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Was würdet Ihr sagen, wenn die «Republik» Ende März tatsächlich – um in der Schiff-Metaphorik zu bleiben – unterginge, die Crew zeitgleich von Bord und (wie damals Constantin Seibt sagte) eine einsame Insel aufsuchen müsste? Woran wäre sie gescheitert?
So, wie der aktuelle Aufruf an Verlegerinnen und potentielle Geldgeberinnen klingt, hätte es daran gelegen haben können, dass das Publikum / die Leserschaft ‘es-einfach-nicht-wollte’, sprich zu wenig im Freundeskreis für die gute Sache tat, das Ganze letztlich zu halbherzig mittrug. Diese in der Rhetorik auch mitschwingende Botschaft war, was mich störte und dazu brachte, stark auf das inhaltliche, journalistische Produkt zu fokussieren und der Redaktion dafür auch die Verantwortung zuzuschreiben. Generell würde ich das nicht als «projizieren» von «inhaltlichen Erwartungen» bezeichnen, sondern legitime Erwartungen an eine Redaktion.

Gleichzeitig, ja, muss man das Ganze wieder einordnen und sagen: Das «project R» lancierte ein erstes Projekt, das da die «Republik» wäre – in groben Zügen – der Aufbau eines Online Magazins mit einer Redaktion und einer Dialogcommunity, was den «Journalismus ins 21. Jahrhundert tragen» soll. Du sagst ja selbst, dass es im Prinzip mehrere Ebenen des Projekts gibt, inklusive Genossenschaftsrat und partizipatives Element.
Diese «Gleichzeitigkeit» macht es in einer Aussenwahrnehmung aber wiederum schwierig, «das Unternehmen» vom «Produkt Republik» zu trennen. Das hat auch damit zu tun, dass erstens die Rhetorik für die Idee mitunter auch durch Autoren der Redaktion mitgestaltet wurde, und zweitens, dass es ja auch personell Durchlässigkeiten zwischen operativem und journalistischem Geschäft gibt oder gab. (Daraus entsteht dann wohl auch das Problem des adäquaten Adressaten für Kritik.)

Ich bedanke mich also für die ausführliche Antwort und stimme auch zu: «Stoffe», «Texte», «(Theater)Stücke»…. Essays, Reportagen…. Geschmackssache. Und die Erwartung an so genannte Primeurs, auch wenn sie mit «sowas wie Primeurs» bezeichnet werden, haben im News-Ticker-Zeitalter zu Recht einen schalen Beigeschmack und gehören vielleicht in die mentale Nostalgie-Vitrine von altgedienten Journalisten, die den Pullover mit Ellenbogenschonern anziehen, wenn ihre Enkelkinder zu Besuch kommen.

Aber zurück zur Ausgangsfrage, die ja eigentlich einer extremen Sorge entspringt, einer Haltung auch des es-darf-doch-nicht-wahr-sein-dass-die-Republik-ein-so-kurzes-Dasein-gehabt-werden-haben-könnte!
Was würdet Ihr für Erklärungen abgeben, wenn die «Republik» tatsächlich scheiterte?

Damit verbunden habe ich drei Fragen, die gerade deshalb miteinander verknüpft sind, weil es ja ein mehrschichtiges Projekt ist:

  1. Hat die «Republik» ihre publizistische Nische gefunden?

  2. Habt Ihr alle Möglichkeiten des Partizipativen ausgeschöpft?

  3. Habt Ihr alle Möglichkeiten eines digitalen Mediums im nicht mehr ganz so frischen 21. Jahrhundert ausgeschöpft?

(Innerlich alle diese Fragen für Euch im Futur II formulieren: Werden wir alle Möglichkeiten des… ausgeschöpft haben?)

Und jetzt folgen wohlfeile Ratschläge auf dem Jahresschlussmarkt der Dialogcommunity:

Wenn Ihr ein partizipatives Projekt namens «Republik» wollt, dann sollte jetzt jede/r Genossenschaftsrätin sofort die Mehrzweckhalle oder das Vereinslokal in ihrem Dorf buchen und dort eine «Republik»-Veranstaltung zur Themensammlung machen: Was beschäftigt die Menschen vor Ort? Worüber wollen sie etwas wissen? Was sind Themen, die ihnen unter den Nägeln brennen? Wo fühlen sie sich nicht abgeholt mit ihren eigenen Vorstellungen für die Zukunft? --> Diese Themen sammeln und in die redaktionelle Arbeit hineintragen, Texte produzieren, Resultate des Abends gleich online stellen, mit einem Video-Team wieder kommen.
Schulklassen! Staatskunde gleich mit «Republik» und Medienkompetenz verbinden, politische Bildung extended. «Vierte Gewalt», was heisst das? Workshops machen und ihre Ideen für Texte abholen. Einzelne dürfen dann für ihre Lehrabschlussprüfung oder Maturaarbeit auf der «Republik»-Red. zusammen mit einem Profi einen Text, ein Hörstück, ein kurzes Video entwerfen. Show der entstandenen Produkte an den verschiedenen Schulen wie eine Jugend-Polit-Tournée, zum Beispiel an Einbürgerungsfeiern und Schulabschlussanlässen, Elternabenden und während den Lesewochen.

…to be continued… (von Euch!)

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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· editiert

Liebe Ariane

Danke für deine ausgefeilten Beiträge und die guten Inputs. Werden wir aufnehmen.

Gerne gehe ich aus publizistischer Sicht auf deine Fragen ein, die gut gestellt sind, aber schwierig zu beantworten. Denn: Unsere Publizistik ist kein starres Programm, sondern entwickelt sich dynamisch und orientiert sich nicht an klar formulierten Zielen. Das heisst, eine Evaluation ist extrem schwierig und subjektiv.

Deshalb werde ich die Fragen aus meiner persönlichen Sicht beurteilen. Ich werde dies auch im Präsens tun, weil ich die «Futur- II-Analyse» als Genre doof finde und ich zum momentanen Zeitpunkt sehr zuversichtlich bin, was den Fortbestand der Republik anbelangt. Viel lieber möchte ich mich mit der Frage beschäftigen, wie sich die Republik publizistisch in der Zukunft (die nächsten Jahre) verbessern könnte.

Hat die «Republik» ihre publizistische Nische gefunden?

Die Republik wollte und will kein Nischenprodukt sein. Wir haben den Anspruch eine breite Bevölkerung mit einem breiten Angebot zu überzeugen. Aber konkret zu deiner Frage: Ja, ich glaube wir haben eine Nische gefunden. Wir wollen mit tiefem, gut erzähltem, anspruchsvollem Journalismus überzeugen. Das war immer und wird der publizistische Kern bleiben. In diesem Bereich gibt es in der CH noch viel Luft nach oben. Zudem: Kein anderes Medium in der Schweiz pflegt eine so enge Beziehung zur Leserschaft wie die Republik – auch eine Nische.

Habt Ihr alle Möglichkeiten des Partizipativen ausgeschöpft?

Nein, haben wir definitiv noch nicht. Davon sind wir weit entfernt. Aber das braucht auch Zeit. Eine stringente und gute Publizistik entwickelt man nicht in zwei, sondern in zehn oder mehr Jahren. An Ideen mangelt es uns nicht. Ich sehe (im Moment) Luft nach oben in folgenden Punkten:

  • Crowd-Knowledge: Können wir noch viel besser nutzen. In der Republik-Community gibt es unfassbar viele sehr kluge Köpfe, deren Wissen wir noch besser abholen könnte, als wir das im Moment tun.

  • Crowd-Sourcing: Können wir auch noch besser nutzen. Wir könnten unsere Community noch besser in Recherchen integrieren.

  • Meta: Ich glaube, wir sollten im Dialog mit unserer Leserschaft publizistische Entscheidungen und handwerkliches Vorgehen noch ausführlicher erklären, als wir das heute bereits tun. In diesem Punkt geht auch noch mehr.

Habt Ihr alle Möglichkeiten eines digitalen Mediums im nicht mehr ganz so frischen 21. Jahrhundert ausgeschöpft?

Natürlich nicht. Wäre ja auch schade. Finde aber für den Stand unserer Ressourcen sind wir auf einem sehr guten Weg. Auch hier: Es gibt ganz viele Ideen, die wir in nächster Zeit angehen möchten. (Bald werden wir dazu mehr erzählen.)

Ich hoffe, dass ich aus redaktioneller Sicht einiger deiner Fragen beantworten konnte. Wenn du noch mehr wissen möchtest, bin ich gespannt auf weitere Anmerkungen und Inputs.

Elia

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Philippe Kramer
Vizepräsident Project R Genossenschaft
·

Liebe A. T.

Nicht alle Ihre Fragen kann ich Ihnen beantworten, aber zu den letzten Vorschlägen kann ich gerne etwas erzählen. Wir als Genossenschaftsrat sind in allen möglichen Bereichen am Mitdenken, wie wir Project R und die Republik unterstützen können - besonders in dieser Zeit. Ich selber bin in der AG Zukunft des Genossenschaftsrates und wir befassen uns damit, welche Projekte Project R neben der Republik (auch angebunden an die Republik) lancieren könnte (auch mit dem Ziel, dadurch zusätzliche Verleger*innen zu gewinnen).

Dabei ist gerade die Zusammenarbeit mit Schulen ein zentraler Faktor - wir arbeiten daran! Zu deiner Idee mit den Republik-Veranstaltungen: Auch dort arbeiten wir konzeptionell daran - mehr mit dem Fokus inhaltliche Diskussionen zu Themen, die in der Repiblik gerade aktuell sind, zu fördern. (Hier finden Sie mehr Informationen zu unserer Arbeit: https://www.republik.ch/2019/10/04/…h-viel-vor)

Redaktionell können und möchen wir der Redaktion nicht ins Handwerk fallen (da sind wir zuwenig im Tagesgeschäft drinn und die Republik muss ihre Unabhängigkeit wahren) Zudem glaube ich, dass besonders in den letzten Wochen die Republik mit ihren Artikeln die Wünsche der Leser*innen auch wirklich erfüllte.
Alle Ihre Ideen trage ich natürlich an unsere nächste Sitzung!

Ich glaube, dass die Republik inhaltlich zukunftsfähig aufgestellt ist. Was fehlt ist das Marketing. Und da arbeitet Project R auf Hochtouren und wir im GR versuchen das nach Kräften zu unterstützen. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass die Republik nicht bloss eine Zweijahres-Fliege bleibt!

Konnte ich Ihre Fragen zumindest teilweise beantworten?

Liebe Grüsse
Philippe

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Worüber ich anfangs skeptisch war und was ich über die Zeit immer mehr zu schätzen gelernt habe, ist das 5-Uhr-Morgen-Mail - sozusagen ein täglich-frisches Amuse-Bouche aus der Republik-Küche. Auch an Tagen, an denen wenig (oder keine) Lese-Zeit verfügbar ist: die paar Minuten für das Überfliegen des News-Letter finden sich immer. Schon die herzlich-bestimmte Begrüssungsformel hebt die Stimmung in den allermeisten Fällen. Die Beschreibung des Tagesmenus: animierend - nicht zu lang, nicht zu kurz. Der abschliessende Gruss für den Tag: selten ohne Lächeln auf den Lippen. Weltklasse.

Diese tägliche Freude versuche ich in den nächsten Wochen etwas aktiver in meinem Umfeld zu teilen - dies als kleiner Beitrag zu Vergrösserung der Verlegerschaft.

Weiter so!

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Herr S. – you made my day! Vor zwei Jahren musste ich ziemlich kämpfen, um den täglichen Newsletter im Konzept zu verankern. Und heute - nun, ich werde allen ehemals Unwilligen Ihren Beitrag unter die unwillige Nase halten!

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Jetzt mal unabhängig von den kongreten Vorschlägen zum Überlebenskampf der Republik ein grundlegender Gedanke:
Mir geht es primär - wirklich primär - darum, den Journalismus, wie ihn die Republik praktiziert, zu unterstützen, bzw. zu ermöglichen und zu fördern. Für unsere von allen Seiten bedrängte Demokratie ist dieser Journalismus genau so wichtig, wie eine freie, unabhängige Rechtssprechung usw. und sollte zu unseren Grundbedürfnissen gehören.
Dafür bin ich als Verleger bereit, mehr als den Basispreis für das Abo zu bezahlen und der Republik zusätzliche Unterstützung zukommen zu lassen.
Ob ich jetzt drei Artikel pro Tag oder acht Artikel pro Woche dafür als Gegenleistung gekomme, ist für mich sekundär.
Hauptsache die Republik lebt nach ihrem Manifest. Und das ist mir viel Wert, im doppelten Sinne des Wortes.
Ich wünsche der Republik, dass ihr Fortbestand gesichert wird und dass sie damit eine Zukunft hat.
Gibt es Verlegerinnen, die gleich oder ähnlich denken wie ich?

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Anonym
ichfürchte...
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Voll einverstanden. Ich für mich habe gemerkt, dass ich lieber weniger Artikel habe als mehr. Das kann ich nämlich tatsächlich auch täglich lesen (Zeit ist beschränkt), und mangels Alternativen lese ich dann auch diejenigen Artikel, welche mich auf den ersten Blick nicht interessiert haben. Und das sind meistens die besten, merke ich im Nachhinein. Auf jeden Fall ist es (fast) jeden Tag ein grosse, schöne Horizont-Erweiterung.
Auch nach einem Jahr freue ich mich darum wirklich jeden Morgen auf die neuen Artikel. (Und die Diskussions-Beiträge).

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ich sehe das genau gleich, merci!

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schliesse mich an

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Herr R. Das freut uns!

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Beim Lesen der Diskussionen hier bekomme ich den Eindruck, dass zwar viele konstruktive und kreative und durchaus auch machbare Vorschläge genannt werden, um die Republik erfolgreicher zu machen und die Redaktion dann aber vor allem argumentiert, weshalb sie darauf nicht eintreten können/wollen. Ich hoffe, dass sie doch erkennt, welches Potenzial in diesen vielen Verlegerinnen-Köpfen steckt, die hier gratis Marketing-Ideen liefern. Nehmt ihre Ideen in eure Marketinkmassnahmen-Planung auf und setzt so viel wie möglich davon um. Nach dem Crowdfunding das Crowdmarketing sozusagen.

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Christof Moser
Chefredaktion
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· editiert

Danke für die Rückmeldung. Das wäre ein falscher Eindruck. Die Redaktion kann das gar nicht entscheiden. Wir Teammitglieder spiegeln unsere Überlegungen zurück, einige Inputs haben wir ja auch schon mal durchdacht. Daraus entsteht hier dann bestenfalls ein Dialog, der Ideen weiterentwickelt. Alle Vorschläge werden aufgenommen. Wir freuen uns enorm über die Diskussion mit Ihnen allen hier, das gibt Energie. Und 500 Komplizinnen sind ja bereits jetzt schon dabei, die Republik bekannter zu machen (verrückt – in nur 53 Stunden!). Das wird ein buntes und fröhliches Crowdmarketing (wie Sie es so schön nennen) in den nächsten 110 Tagen!

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Sie haben Recht. Man sagt viel zu schnell aber. Aber ... ach was, Sie haben Recht.

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Mal eine Frage/Empfehlung, könntet ihr evtl. leicht vergünstigte Abos über ein Portal wie qoqa.ch raushauen? Es muss keine grosse Vergünstigung sein, wenn ihr eure Story rüberbringen könnt. Die haben eine recht grosse Stammkunden-Datenbank und bringen zum Teil auch Deutschschweiz spezifische Deals. Ich war mal an einem Event von ihnen, sympathische Mitarbeiter.

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Christof Moser
Chefredaktion
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· editiert

Danke für den Input. Unser Standpunkt bislang: wir kopieren die Rabattschlacht-Angebote unserer Mitbewerber nicht. Teilweise wird dabei Journalismus regelrecht verramscht. Unsere Strategie: 240 Franken ist das, was wir brauchen, um bei rund 24'000 Verlegerinnen Break even zu erreichen (oder 22/Monat). Wer weniger zahlen kann, kann das mit Begründung tun, weil wir niemanden ausschliessen wollen. Wer mehr bezahlen kann, darf mehr bezahlen. Was auch gegen Vergünstigungsangebote spricht aus unserer Sicht: es ist unfair, am Schluss x verschiedene Preismodelle zu haben, bei denen es letztlich für Sie als Verleger mehr oder weniger Zufall ist, wo Sie dann genau landen.

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Anonym
· editiert

Das mit qoqa finde ich eine super Idee von meiner Anonymous-Kollegin, da gäbe es ja noch ähnliche Plattformen wie deinDeal und groupon etc. Natürlich sollten die Abos nicht verramscht werden aber solche Plattformen bringen tatsächlich den Vorteil bekannter zu werden und in kürzester Zeit komplett neue Verlegerinnen zu akquirieren, von welchen dann sicher auch wieder einige zum Normalpreis verlängern werden.

Es geht bei dieser Massnahme nicht so sehr um einen günstigeren Preis sondern vielmehr um den riesigen Adressstamm der Plattformen mit vielen potentiellen Neuverlegerinnen, die bis dahin noch gar nie von der Republik gehört haben. Mehr Reichweite halt.

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Anonym
· editiert

Guten Abend und danke für das Feedback. Ich kann das gut nachvollziehen und möchte die Republik Abos keinesfalls verramscht sehen. Es wäre aber eine Möglichkeit eine neue Leserschaft zu gewinnen. Wie mich, ich war schon lange leicht interessiert und habe den Schritt zur Verlegerin doch nie gemacht bis ich das Abo geschenkt bekommen habe. Ich hätte noch einen zusätzlichen "Chlapf" gebraucht. Das kann auch nur ein winzig kleines Extra sein oder sogar ohne etwas wenn ihr dort einfach nur die "Rettungsnot"anbringen könnt..

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Gibt es eigentlich Bestreben, die Republik mehrsprachig zu produzieren? Natürlich würde das Mehrkosten generieren, jedoch auch die potentielle Leserschaft massiv erhöhen - im Fall von Französisch um etwa ein Drittel. Die inhaltliche Relevanz ist sowieso schon gegeben. Ausserdem wünsche ich mir in der Schweiz ganz allgemein mehr kulturelle Durchmischung der Sprachregionen.

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Christof Moser
Chefredaktion
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· editiert

Danke für die Frage, Herr Z. Diese Durchmischung wünschen wir uns publizistisch auch. Betriebswirtschaftlich ist das aber fast nicht zu stemmen und viele von uns genauer angeschaute Projekte sind daran gescheitert. Das Problem ist: Texte von französisch auf deutsch zu übersetzen, reicht nicht. Man muss ihn quasi neu schreiben, weil der Aufbau eines journalistischen Beitrags, der Rhythmus der Sprache etc. extrem unterschiedlich sind. Was wir tun: Dem Westschweizer Medien-Start-up Bon pour la tête Beiträge zur Verfügung stellen zur Übersetzung und die Übersetzung entweder selber publizieren oder auf sie verlinken. Wie aktuell bei der Schadensbilanz von Ignazio Cassis.. Wenn wir als Republik wirtschaftlich dereinst stabil sind, werden wir solche Zusammenarbeiten sicher weiterentwickeln wollen. Auch die Project R Genossenschaft könnte dann vielleicht in diesem Bereich aktiv werden. Demokratiepolitisch ist der heutige Zustand der Segregation zwischen Deutsch- und Westschweiz aber auch dem Tessin unhaltbar.

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Die Deutschschweiz subventioniert bereits bei der SRF die anderen Sprachregionen. Das dürfte bei der Republik nicht viel anders sein. Eine bessere Chance besteht in deutschsprachigen Regionen

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Bei SRF werden extra Inhalte für andere Sprachregionen produziert. Bei der Republik müsste man in erster Linie einfach Artikel übersetzen. Wird bei eingekauften Artikeln ja auch gemacht. Deshalb meine ich ja, dass die inhaltliche Relevanz schon gegeben ist - oder ist die Republik inhaltlich ihrer Meinung nach deutschschweizerisch?
Vielleicht sehe ich das aber auch zu einfach, ich habe keine genaue Vorstellung mit welchen Aufwänden hierfür gerechnet werden müsste.

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Christian Zurbuchen
Digitaler Personalentwickler / Verleger
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Da ich in dieser Debatte und auch auf der Webseite der Republik nichts gefunden habe: ich möchte gerne ein paar Informationen zur Social-Media-Strategie der Republik erhalten. Ich habe "uns" auf LinkedIn beispielsweise vergeblich gesucht.

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Hallo. Danke für die Frage! LinkedIn gibt es, aber liegt etwas brach. Erstens, weil wir kaum Jemanden mit unseren Versuchen auf republik.ch lockten. Zweitens weil uns ein bisschen die Zeit (und die guten Ideen) fehlen. Hier die Seite:
https://www.linkedin.com/company/republik-magazine

Zur Social-Strategie im Allgemeinen: Würde ich gerne demnächst einen Meta-Artikel schreiben. Geben Sie mir ein paar Tage, dann haue ich in die Tasten. 😊

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Danke für die Information. Habe euch tatsächlich nicht sofort gefunden. Mein Fehler.

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Ging mir heute genau gleich. Auf LinkedIn gesucht und nichts gefunden.

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Anonym
ichfürchte...
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Zum Thema Geld sammeln : ich habe nun das Abo verlängert, mit dem Risiko, im Frühling Euch trotzdem nicht mehr lesen zu können. Dieses Risiko dürfte m. E. viele Interessent*innen von einem Abo abhalten. Ich meine, Ihr solltet auch diese Leute an Bord holen. Bietet doch ein "Risikofrei Abonnement" an: gültig ab sofort, Bezahlung im April (falls Republik dann noch lebt).
mfg
p. s. ich leide mit Euch und beneide die Optimistinnen

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Patrick Venetz
Software-Entwickler @Republik
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Witzig. Eine Geld-Nicht-Abbuch-Garantie!

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Den Witz an diesem wohl gut gemeinten Vorschlag kann ich nicht erkennen. Angenommen das Ziel von 19'000 Verlegern wird knapp nicht erreicht - wofür werden dann die doch über 4 Millionen Franken verwendet? Vielleicht habe ich was übersehen, jedoch konnte ich keine Erläuterungen dazu finden...

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Ich habe gerade festgestellt, dass innerhalb von 24 Stunden - dienstag mittag bis mittwoch mittag - sich die Anzahl am 31.3.2020 gültige Abos um 447 und das Kapital (Investorengelder, Spenden und Förder­beiträge) etwa um 35'000.- erhöht haben.
Solte diese Entwicklung ungebrochen weitergehen, was natürlich aus diversen Gründen nicht möglich ist, hätte die Republik am 31.3.2020 knapp 50.000 zusätzliche aktive Abos und fast 4 Millionen frisches Geld. Das bedeutet: wenn das Wachtumstempo über die verbleibenden 110 Tage sich durchschnittlich bei einem Drittel des heutigen stabilisieren würde, wären die gesetzten Ziele erreicht. Ich vermute mal, dass Daten unmittelbar nach der Ankündigung im Newsletter am montag abend nur sehr bedingt belastbar sind. Mich haben sie trotzdem ein wenig optimistisch gestimmt.

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Patrick Venetz
Software-Entwickler @Republik
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«Der Optimist hat nicht weniger oft unrecht als der Pessimist. Aber er lebt froher.»

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Liebe Republik,
ich begrüße Ihr Understatement normalerweise sehr, aber diese noble Zurückhaltung im Verkauf müssen Sie langsam aufgeben um gegen die krakeelende Konkurrenz anzukommen. Um ehrlich zu sein: Ihr Weg, die Leserschaft mit hochwertigen Artikeln und fundierter Recherche anzulocken, geht einfach zu langsam.
Nein, Sie müssen nicht Inserate schalten. Es gibt heute viele kreative Möglichkeiten Marketing und Einnahmen zu koppeln.
Ich habe Ihnen dazu schon Ende Juni ein paar Ideen geschickt.
Ich drücke fest die Daumen, dass wir doch noch die Kurve kriegen.

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Lieber Herr Egger, wir werden in den kommenden Monaten einige Ihrer Hinweise vom Juni beherzigen und umsetzen - auch wenn es damals mit einem Treffen nicht geklappt hat. Vor allem mit Blick auf die Reichweite und Kraft unserer Verleger und insbesondere Komplizinnen haben wir einiges vor. Und auch LinkedIn werden wir nochmals optimieren. Herzlichen Dank also für Ihr Hirn und Ihr Herz in der Unterstützung der Republik!

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Es braucht euch in unserer Medienlandschaft!
Darum werde an Bord bleiben, auch wenn die Aussicht auf einen Untergang im März Realität werden kann.
Wobei: Wieso droht ihr die Republik gleich selbst zu versenken wenn die erwähnten Bedingungen nicht erfüllt werden? Das hat für mich eher einen "trotzigen" Anstrich, und ist nicht wirklich geeignet um neue Verleger zu akquirieren. Gibt es wirklich keine Alternativen?
Ich für meinen Teil könnte zum Beispiel auch sehr gut mit "nur" 3 Ausgaben pro Woche leben. Weniger ist mehr!

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Christof Moser
Chefredaktion
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Danke für Ihre Rückmeldung, Herr Rohrbach. Ohne Wachstum bleibt uns unternehmerisch keine Alternative zur Schliessung. Auch eine Absenkung des Angebots würde zu Leserverlusten führen, das wir dann kaum mehr wieder aufholen könnten. Wir haben die Spirale des Todes bei Stagnation oder Schrumpfen versucht im Briefing zur Lage der Republik zu erklären, haben Sie das gelesen? Danke für Ihre Nachfragen!

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J. W.
· editiert

Auch mich hat der Newsletter erstmal erschreckt und das formulierte Ultimatum empfinde ich auch als Druck. Allerdings: wirklich überrascht bin ich nicht, denn allen Beteiligten musste klar sein, dass die Republik ein Experiment ist und erst die Praxis zeigen muss, ob das Geschäftsmodell funktioniert.
Für mich ist die wichtigste Referenz für unabhängigen Journalismus nach wie vor die WOZ, welche ich seit Jahrzehnten abonniert habe und mit Gewinn lese. (Wie bei der Republik lese ich nicht alles, da mich nicht alles interessieren muss, aber es hat genügend wichtige Artikel, die Informationen vermitteln, welche ich anderswo nicht finde.) Klar lassen sich die beiden Geschäftsmodelle (gedruckte Wochenzeitung - täglich erscheinendes Online-Magazin) nicht einfach vergleichen. Immerhin zeigt die WOZ, dass auch mit Werbung ein unabhängiger Journalismus möglich ist - warum das bei der Republik nicht gehen könnte, habe ich noch nicht wirklich verstanden. Allerdings vermute ich, dass die JournalistInnen der Republik nicht erfreut wären, wenn sie zum Einheitslohn der WOZ arbeiten müssten. Das kann ich durchaus verstehen, umso mehr respektiere ich die Leute der WOZ, die trotz allem ihren guten Job machen.

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Nachtrag; natürliche verlängere ich mein Jahresabo, auch mit dem Risiko, dass ein Teil des Geldes dann weg ist...

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Danke für das Vertrauen und die Wandelanleihe! Entschuldigung für das schlechte Wortspiel.

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Rita Schäfer
Softwareentwicklerin, Designerin
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Die idee ist nicht neu; Synergien nutzen (IT, globale Themen) und ein Crowdfunding in D/Ö für eine zusätzliche landesspezifische Redaktionen starten, damit u.a. D/Ö politische Themen abgedeckt werden können.

Eine Republik nicht durch Landesgrenze begrenzt!

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Das würde ich mir natürlich auch wünschen, aber so etwas lässt sich vermutlich nur mit der doppelten Zahl an Mitarbeitern stemmen. Die Reichweite wäre dann aber wesentlich größer.

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A. T.
· editiert

Liebe Republik

Es gibt da meiner Meinung nach ein grundlegendes Missverständnis von Seiten der Redaktion:
Viele, die ihr Abo zahlen, wollen hier auf originelle Weise über (vernachlässigte) Themen informiert werden. Das kann mit der Rhetorik der "Rettung der Demokratie" gewürzt und mit Idealismus versüsst werden - d'accord. Aber den teils schwurbligen bis todernsten Duktus dieses Überbaus verbuche ich unter Marketing.
Funktioniert dieses Marketing noch seit dem so genannten "Weltrekord" für Crowdfunding? Offenbar nicht.
Dennoch hat die "Republik" die anfängliche Rhetorik von Crew-Schiff-Abenteuer-Risiko-drohender-Untergang neu durch "Kämpfen" und "Gefahr" ersetzt und bleibt dabei, dass "wir" Verleger*innen letztlich in der Pflicht und Verantwortung für dieses grossartige Projekt stünden. Das ist ein fatales Missverständnis: Viele wollen einfach lesen und erwarten Service (!) und können getrost darauf verzichten, nebenbei "Komplizin" einer Weltenrettung zu sein.

Einige Bekannte von mir haben der "Republik" den Rücken gekehrt, weil sie hier schlicht zu wenig Stoff, zu wenig intellektuelles oder informatives Futter fanden. Und weil es sie störte, dass sich die Red. in zwei drei wenige Gross-Storys verhakte, die in der Leserschaft nur Fans oder Kopfschüttler zuliessen. Weil hier trotz Nicht-Tagesjournalismus auch sowas wie Primeurs vermisst wurden. Weil es öfter mal vorkam, dass die Themensetzung willkürlich und selbstgefällig war. Weil das Lektorat machtlos gegenüber der heiligen "Autorschaft" schien. Weil der Output, die Geschwindigkeit, die Dichte an guten Texten zu klein war.

Diese Leistungen aber zu erbringen, wäre die Aufgabe des Journalismus, den die "Republik" angetreten ist, auf neue Grundlagen zu stellen. Ihr müsst mit Euren Stoffen überzeugen. Das ist Euer Kapital und Marketingpotential - auch über die Bezahlschranke hinaus. (Und vergesst "Stücke", ihr schreibt "Texte". Streicht bitte auch die "Themenführerschaft" und sprecht vielleicht von "Ressortverantwortung" oder "Themenverantwortung", aber das nur nebenbei.)

Ich zahle für guten Journalismus. Ich zahle für Themen, die zwar bekannt sind, aber klug neu eingeordnet werden (öfter zwar spannende Themen, aber die differenzierte Einordnung vermisst). Ich zahle für Themen, die sonst zu kurz kommen (wobei ich z. Bsp. die Dringlichkeit von Selbsterfahrungen in Penetrationskursen für Frauen nicht sehe). Ich zahle dafür, dass sich andere Zeit nehmen, echt etwas zu versuchen, um neue Fakten heranzuschaffen. Ich zahle auch für gescheite Kolumnen (für angestrengt humorige weniger).
Ich zahle auch für Idealismus und eine gute Sache, einmal im Jahr. Diese Sache aber wirklich gut zu machen, liegt in Eurer Verantwortung und in Euren Texten.

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Christof Moser
Chefredaktion
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· editiert

Vielen Dank für die Rückmeldung, die Kritik und die Anregungen.

Und deine Meinung. Zunächst wäre zu klären, ob die "Redaktion" die richtige Adressatin ist deiner Zeilen. Ich glaube, du wendest dich in vielen Dingen eher ans "Unternehmen", das ja auch der Absender ist der Kommunikation, auf die du reagierst. Was vielleicht auch das angebliche "Missverständnis" der Redaktion erklärt.

Gerne gehe ich auf die verschiedenen Punkte ein. Vorausschicken muss ich, dass ich persönlich nicht alles so eindeutig sehe wie du. Zum Beispiel glaube ich, dass die Qualität eines zeitgemässen Journalismus nicht einfach ausschliesslich von "uns" abhängt (obwohl wir die Verantwortung selbstverständlich und absolut und uneingeschränkt übernehmen), sondern auch vom "wir" – partizipativer Journalismus ist ein wichtiges publizistisches Bauelement der Zukunft.

Zum "Missverständnis": Die Republik ist ja nicht nur ein Magazin (worauf du deine inhaltlichen Erwartungen projezierst), sondern auch ein Unternehmen (AG) mit partizipativem Fundament (Genossenschaft). Und ausserdem ein Entwicklungsprojekt für den Journalismus des 21. Jahrhunderts.

Genauso entscheidend wie gute Beiträge zu publizieren ist das Entwickeln eines funktionierenden Geschäftsmodells. Denn das eine gibts nicht ohne das andere.

Deshalb ist der Dialog auch in der Geschäftsstrategie eines leserfinanzierten Mediums zentrales Element: weil die Unterstützung und das Engagement der Leser (nicht bloss finanziell) zentrales Element der Geschäftsstrategie ist. (Aus publizistischer und demokratiepolitischer Perspektive ists der republikanische Wettbewerb der besten Argumente – das macht den Dialog zum Perfect Match des gesamten Unterfangens.)

Selbstverständlich kann man auch einfach an Bord sein, um zu lesen. Dann kann man "Weltrettung" und ähnlichem eigentlich relativ gut ausweichen: den Project R-Newsletter abbestellen, keine Kampagnen-Seiten besuchen oder Komplizen-Buttons drücken. Die Republik ist ein Ort der freien Entscheidungen. Und redaktioneller Output, Campaigning und Genossenschaftsaktivitäten nutzen verschiedene Kanäle und Gefässe, die in weiten Teilen jeder und jede nach eigenen Präferenzen ein- oder ausblenden kann.

Allerdings:

– die Meta-Ebene, das Reden übers Handwerk, die Entstehung von Journalismus ist ein integraler Bestandteil der Republik. Und dies aus guten Gründen: auch die Eidgenössische Medienkommission hält dies für die Bildung eines Bewusstseins für Journalismus (und seiner Herstellungsbedingungen und -kosten) in der Öffentlichkeit für unabdingbar. Was du für Pathos halten magst, halten wir für Sensibilisierung. Und todernst? Nun, für sehr lustig halte ich den Zustand des Mediensystems und des öffentlichen Diskurses nicht.

– die Republik ist nicht als Einbahnstrasse konzipiert: wenn dein "Bekannter" nicht hin und wieder unter "gute Stoffe" geschrieben hat, dass er das jetzt "guten Stoff" fand (oder auch das Gegenteil: was er schlecht fand), ist es eher unwahrscheinlich, dass wir das richtige Medium für ihn sind: weil wir uns ohne seine Rückmeldungen von ihm weg entwickeln werden. Schweigendes Publikum ist für uns eine Herausforderung, z.B. um die Kulturberichterstattung richtig zu justieren: sie hat oftmals null Echo im Dialog. Als Redaktion, die den inhaltlichen Erfolg qualitativ und nicht quantitativ misst, ist das eine richtig harte Knacknuss.

Womit wir beim Inhalt sind. Nun, dass die inhaltliche Qualität und die Blattlinie zunächst zu stark geschwankt hat: geschenkt. Das Übliche: Die Redaktion musste sich einspielen, das Magazin (Gehäuse) und die Publizistik (Inhalte) kennen lernen. Auch die richtige Flughöhe (Aktualität vs. Hintergrund) ist nicht im Voraus planbar, sie muss nach und nach ertastet werden. Allerdings auch das Unübliche: Das Team (29 FTE) musste nicht nur das Magazin bauen und entwickeln (auf das du deine Erwartungen projezierst, mit gutem Recht, natürlich), sondern auch die Genossenschaft, das Unternehmen, die Plattform, den Dialog ... – weil alles mit allem zusammenhängt, das eine nicht ohne das andere zu haben ist. Oder anders gesagt: wenn es für dich (und andere) inhaltlich nicht reichte (Perspektive Magazin), haben wir dafür vielleicht das Unternehmen stabilisiert (Perspektive Unternehmen). Oder den Genossenschaftsrat aufgestartet (Perspektive Genossenschaft). Ohne das eine wäre das andere ... aber ich wiederhole mich.

Jedenfalls: wir hatten viel zu tun. Viel gleichzeitig. Das wird noch eine zeitlang so bleiben, bis wir stabil sind. Wir entschuldigen uns für alle daraus entstehenden Unannehmlichkeiten in der Verlagsetage.

Zurück zum Magazin. Damit wir lernen können, hilft uns eher die systematische Positivliste statt episodische Negativerwähnung weiter: was hat denn gefallen? Was waren konkret "gute Stoffe"? (Ich finde ja übrigens "Stoff" ganz schlimm, viel, viel schlimmer als "Stücke", Stoff klingt nach Filz und wärmende Einigkeit und Stück nach Puzzleteil und kantiger Klarheit).

Zum "Kapital und Marketingpotential": So einfach ist es natürlich nicht. Ein konkretes Beispiel: Das Baukartell hat uns viele neue Verleger gebracht. Viele sind nach einigen Monaten aber auch wieder gegangen, mit der häufigst genannten Begründung, man habe jede Woche eine solche Recherche erwartet. Das können wir natürlich nicht bieten. Kein Medium in der Schweiz kann das. Aber wir müssen das erklären. Nicht unbedingt für uns als Republik, sondern für den Journalismus. Womit wir wieder beim Dialog sind. Bei Meta. Beim Einbinden. Beim gemeinsamen Aufbauen und Entwickeln. Es geht eben nur gemeinsam oder gar nicht. Und weil das fundamental richtig ist, ist es manchmal auch richtig, "Bekannte" zu verlieren, die nicht das grosse Ganze sehen (können, wollen, ...).

So genannte Primeurs halte ich im aktuellen Mediensystem übrigens für ein sehr zweifelhaftes journalistisches Produkt. Und Ressorts in einer komplexen Welt für die falsche Redaktionsstruktur. Deshalb entwickeln wir Neues. Das auch nur nebenbei.

Danke nochmals für die Zuschrift, liebe Grüsse und auf weiteren Austausch.

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Was würdet Ihr sagen, wenn die «Republik» Ende März tatsächlich – um in der Schiff-Metaphorik zu bleiben – unterginge, die Crew zeitgleich von Bord und (wie damals Constantin Seibt sagte) eine einsame Insel aufsuchen müsste? Woran wäre sie gescheitert?
So, wie der aktuelle Aufruf an Verlegerinnen und potentielle Geldgeberinnen klingt, hätte es daran gelegen haben können, dass das Publikum / die Leserschaft ‘es-einfach-nicht-wollte’, sprich zu wenig im Freundeskreis für die gute Sache tat, das Ganze letztlich zu halbherzig mittrug. Diese in der Rhetorik auch mitschwingende Botschaft war, was mich störte und dazu brachte, stark auf das inhaltliche, journalistische Produkt zu fokussieren und der Redaktion dafür auch die Verantwortung zuzuschreiben. Generell würde ich das nicht als «projizieren» von «inhaltlichen Erwartungen» bezeichnen, sondern legitime Erwartungen an eine Redaktion.

Gleichzeitig, ja, muss man das Ganze wieder einordnen und sagen: Das «project R» lancierte ein erstes Projekt, das da die «Republik» wäre – in groben Zügen – der Aufbau eines Online Magazins mit einer Redaktion und einer Dialogcommunity, was den «Journalismus ins 21. Jahrhundert tragen» soll. Du sagst ja selbst, dass es im Prinzip mehrere Ebenen des Projekts gibt, inklusive Genossenschaftsrat und partizipatives Element.
Diese «Gleichzeitigkeit» macht es in einer Aussenwahrnehmung aber wiederum schwierig, «das Unternehmen» vom «Produkt Republik» zu trennen. Das hat auch damit zu tun, dass erstens die Rhetorik für die Idee mitunter auch durch Autoren der Redaktion mitgestaltet wurde, und zweitens, dass es ja auch personell Durchlässigkeiten zwischen operativem und journalistischem Geschäft gibt oder gab. (Daraus entsteht dann wohl auch das Problem des adäquaten Adressaten für Kritik.)

Ich bedanke mich also für die ausführliche Antwort und stimme auch zu: «Stoffe», «Texte», «(Theater)Stücke»…. Essays, Reportagen…. Geschmackssache. Und die Erwartung an so genannte Primeurs, auch wenn sie mit «sowas wie Primeurs» bezeichnet werden, haben im News-Ticker-Zeitalter zu Recht einen schalen Beigeschmack und gehören vielleicht in die mentale Nostalgie-Vitrine von altgedienten Journalisten, die den Pullover mit Ellenbogenschonern anziehen, wenn ihre Enkelkinder zu Besuch kommen.

Aber zurück zur Ausgangsfrage, die ja eigentlich einer extremen Sorge entspringt, einer Haltung auch des es-darf-doch-nicht-wahr-sein-dass-die-Republik-ein-so-kurzes-Dasein-gehabt-werden-haben-könnte!
Was würdet Ihr für Erklärungen abgeben, wenn die «Republik» tatsächlich scheiterte?

Damit verbunden habe ich drei Fragen, die gerade deshalb miteinander verknüpft sind, weil es ja ein mehrschichtiges Projekt ist:

  1. Hat die «Republik» ihre publizistische Nische gefunden?

  2. Habt Ihr alle Möglichkeiten des Partizipativen ausgeschöpft?

  3. Habt Ihr alle Möglichkeiten eines digitalen Mediums im nicht mehr ganz so frischen 21. Jahrhundert ausgeschöpft?

(Innerlich alle diese Fragen für Euch im Futur II formulieren: Werden wir alle Möglichkeiten des… ausgeschöpft haben?)

Und jetzt folgen wohlfeile Ratschläge auf dem Jahresschlussmarkt der Dialogcommunity:

Wenn Ihr ein partizipatives Projekt namens «Republik» wollt, dann sollte jetzt jede/r Genossenschaftsrätin sofort die Mehrzweckhalle oder das Vereinslokal in ihrem Dorf buchen und dort eine «Republik»-Veranstaltung zur Themensammlung machen: Was beschäftigt die Menschen vor Ort? Worüber wollen sie etwas wissen? Was sind Themen, die ihnen unter den Nägeln brennen? Wo fühlen sie sich nicht abgeholt mit ihren eigenen Vorstellungen für die Zukunft? --> Diese Themen sammeln und in die redaktionelle Arbeit hineintragen, Texte produzieren, Resultate des Abends gleich online stellen, mit einem Video-Team wieder kommen.
Schulklassen! Staatskunde gleich mit «Republik» und Medienkompetenz verbinden, politische Bildung extended. «Vierte Gewalt», was heisst das? Workshops machen und ihre Ideen für Texte abholen. Einzelne dürfen dann für ihre Lehrabschlussprüfung oder Maturaarbeit auf der «Republik»-Red. zusammen mit einem Profi einen Text, ein Hörstück, ein kurzes Video entwerfen. Show der entstandenen Produkte an den verschiedenen Schulen wie eine Jugend-Polit-Tournée, zum Beispiel an Einbürgerungsfeiern und Schulabschlussanlässen, Elternabenden und während den Lesewochen.

…to be continued… (von Euch!)

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Ursula Ramseier
Rechtsanwältin
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Ich bin Verlegerin der ersten Stunde und habe es seither auf ganze drei Diskussionsbeiträge gebracht - ich gehöre also zu den stillen Leserinnen. Das allenfalls drohende Ende der Republik lässt nun auch mich in die Tasten greifen. Ich wollte zu Beginn einfach ein interessantes Projekt unterstützen. Nach der Serie zum Bündner Baukartell sagte ich mir, dass ich das Abo Ende 2018 auf jeden Fall ein erstes Mal verlängern würde, unabhängig davon, wie das Magazin sich bis dahin weiter entwickeln würde, denn so etwas braucht es einfach in der Schweiz. Und jetzt, nochmals ein Jahr später, verlängere ich aus Überzeugung am Gesamtprodukt, nicht wegen einzelner Artikel oder Autorinnen. Nach meinem Empfinden hat sich die Republik nach einer langen Aufbauphase mit vielen Schwankungen in den letzten Monaten sehr stabilisiert, mit einer konstant guten, ausgewogenen Mischung von Themen und Beiträgen. Ich finde nun jede Woche mehrere Artikel, die mich interessieren, und mehrere, die mich nicht interessieren, die ich aber versehentlich auch lese und dann doch auch interessant finde, und natürlich auch einiges, was ich wirklich nicht anklicke, aber das ist auch okay so. Einige (aus meiner Sicht) Tiefschläge werden durch etliche Highlights in wirklich tollen Rubriken und/oder von äusserst kompetente Autorinnen und Autoren längstens aufgewogen. Ich finde, die Republik braucht es, und ich würde sie sehr vermissen. Viel zur Rettung beitragen, kann ich, ausser mit einer freiwilligen Erhöhung des Abobeitrags, leider nicht. Mögliche Abo-Kandidatinnen und -kandidaten in meinem Umfeld sind bereits mit von der Partie.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
·

Danke für Ihre warmen Worte und die Unterstützung. Das motiviert!

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B. S.
· editiert

Ich bin auf Ihre Bitte hin zurückgekehrt, weil es doch schade wäre, wenn Sie eingingen.

Speziell hoffe ich, dass Sie grossartigen Datenjournalismus à la The Pudding oder NZZ Data bringen (von mir aus darf es gerne auch ein bisschen verspielt sein) . Das wäre bei mir weiterhin ganz oben auf der Wunschliste.

Ich bin gespannt, was ich dieses Mal antreffen werde und drücke die Daumen!

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Elia Blülle
Journalist @Republik
·

Welcome back! Die Republik hat mit Marie-José Kolly die wohl talentierteste Schweizer Datenjournalisten verpflichtet. Sie beginnt im neuen Jahr. Ich hoffe, wir können Sie mit dem einen oder anderen Projekt überraschen.

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Hmmm in 3 Monaten schliesst die Republik vielleicht wegen der finanziellen Situation aber es werden noch neue Leute angestellt? Klingt für mich widersprüchlich. Auch wenn ich es natürlich toll finde, wenn gute Leute bei der Republik schreiben. Für die Abonnenten, von denen gewünscht wird, dass sie 240.- bezahlen, auch wenn es nur für 3 Monate ist, finde ich das nicht so fair.

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Liebes Republik-Team,
danke für die offenen und direkten Worte. Die Misere überrascht mich leider nicht wirklich, da ich seit Sommer 18 (Bündner Skandal) Euch lese und im Januar bei der Kampagne „Verleger“ geworden bin. Mich stört hier der mangelnde Fokus, das schöngeistige Gelaber und vor allem die Randthemen. In 2019 habe ich mir mehrfach nach Diskussionen hier gedacht ich lasse das Abo auslaufen, da ihr es scheinbar nicht notwendig habt

Eine neue Marketing-Stelle löst das Problem für mich nicht. Der einzige Grund für eine Erneuerung des Abos wäre für mich, wenn ihr redaktionell wieder relevant werdet. Was habt ihr Euch vorgenommen? Ich hoffe doch, dass nächste Woche eine überzeugende und nachhaltige Reportage startet. Mit Eurer Personalzahl wären Reda (redder61) und InsideParadeplatz eine Macht gegen Tagi & NZZ. Gerade die Kritik der beiden (links & rechts) sollte Euch zur tiefen Reflexion anregen

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Lieber Herr S.
Herzlichen Dank für das Feedback! Können Sie noch etwas ausführen, welche Artikel sie als relevant empfinden und welche nicht? Gerne auch anhand von Beispielen. Und ebenfalls: Wie wichtig ist Ihnen Hintergrund- im Vergleich zu Investigativjournalismus?
Merci und herzlichen Gruss

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Lieber Herr Schmid, ich habe mir heute das Archiv 2019 der Republik angesehen. Mir ist eher der Investigativjournalismus wichtig. Der hat es in der Schweiz schwer, da es viele gegenseitige Abhängigkeiten gibt. Zu Ihren Fragen:

Relevanz: In 2019 fand ich die E-Voting Story gut. Da waren wenige dran. Zudem die Diskussion zum Kosmos, Spiess-Heglin

Irrelevant: Beizentouren. Neue Erzählformen. An der Bar. Podcasts. Bilderbände

Ärgerlich:

  1. OK MWSt-Kriminalität. Der Artikel war "aufgewärmt" was der Spiegel schon vor einigen Jahren publiziert hat. Keine neuen Erkenntnisse oder der Schweizer Bezug (wovon es einiges gibt).

  2. Mike/Brian: Opfersicht der Familie. Kritik an der Justiz unglaubwürdig (Familie ist scheinbar genauso wenig in der Realität wieder der Strafvollzug)

  3. Migros: Langatmig, wenig Neues. Keine insights und keine Kooperation in der Westschweiz (Freiburg) wo der wirkliche Skandal weiterläuft

Datenjournalismus: Gut gestartet aber Tagi und andere haben aufgeholt. Irgendwie ist das Thema nicht mehr so dynamisch.

Zudem fehlte mir der Investigativreport in 2019. ETH war ja nett aber ähnlich wie Mike/Brian die Sicht einer widersprüchlichen Professorin. Beide Seiten haben Fehler gemacht. NZZ auf der einen, Tagi/Republik auf der anderen Seite.

Lernt doch mal ein wenig von insideparade Platz , die mit viel weniger Infrastruktur, Personal etc. in 2018 und 2019 (Raiffeisen, Iqbal Khan etc.) viel mehr erreicht haben. Ihr reibt Euch in Schönheit auf.

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Luzi Schucan
Unternehmer
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· editiert

Vorweg: ich bin wie viele Mit-Verlegende über alle Massen für Eure Arbeit dankbar - und die ganz offenbar eingelegten "Extra Meilen"!

Unternehmerisch schüttle ich immer mehr den Kopf.

Mein provokatives Bild:

  • Da haben ein paar junge, junggebliebene, enthusiastische, verängstigte Medienschaffende eine rasend erfolgreiche Crowdfunding Kampagne.

  • In der Hitze des Gefechts werden (ohne Not!) stetig neue Meilensteine versprochen ("Noch ein Redaktor für XYZ usw.").

  • Dann wird mit der viel zu grossen Kelle angerührt, und es entsteht eine für die Umstände und den Zweck eine personell überbesetzte und zu laute Echokammer am Nabel der Schweiz, inmitten des egomanen Zürich. Pfründe werden sofort und ohne Verzögerung verteidigt, sobald sie geschaffen werden.

  • Und nun wird, trotz schon fast einem Jahr klaren und deutlichen Zeichen (ich erinnere mich gerade an diese Diskussion), ganz erstaunt und entsetzt um Rettung der Einnahmenseite gebettelt - mit der Drohung, am Tag X zuzumachen. Die Ausgabenseite wird in dem heutigen Aufruf nicht mit einem Wort erwähnt.

Natürlich ist alles überhaupt nicht so.

Hänge ich aber diesem Bild nach, dann kommt mir die Assoziation von mir als Teenager im fatalistischen Drama.

Ich erwarte von "meiner Republik" mehr Grips als "Zahle! oder das Unternehmen wird geordnet aufgelöst!".

Ich bitte darum, dass zwischen der aktuellen Initiative ("Auf Biegen und Brechen die durch bisherigen GW aufgelaufenen Kosten decken") und der angedrohten ("Sonst dicht machen") ein dritter Weg zumindest versucht wird. Mir schwebt ein schlanker Phönix aus der Asche vor. Er würde zumindest meiner ursprünglichen Annahme über die Republik mehr ähneln. Ich würde dabei vehement "Lean Startup" empfehlen.

Ich bin sicher, dass sowohl die eine Verlegerin oder der andere Verleger offen wäre für gewisse Abstriche, um die erarbeiteten Assets (Infrastruktur, Netzwerk, Teile des Teams) für etwas lebensfähigeres und selbsttragendes zu retten.

Ich bin beeindruckt von Eurem Nervenkostüm. Ich bin nicht der einzige nörgelnde und besserwisserische und dreinredende Verleger!
Danke für Eure sensationelle Arbeit und Eure Nerven wie Bandnudeln!

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Luzi Schucan
Unternehmer
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Update / Nachgefasst

Es sind inzwischen 11 Wochen vergangen.

Ich habe noch nirgends eine Relativierung der schmollbotschaft „entweder Ihr zahlt oder wir vernichten alles“ von Euch gelesen.

Bleibt ihr also allen Ernstes dabei?

Ich möchte gerne eine offizielle Antwort, um über meine Abo-Verlängerung zu entschuldigen.

Bin auf dem Weg in die Gessnerallee 😉 und freue mich auf alle mitdiskutierenden, denen ich da mal in Fleisch und Blut begegnen kann.

Nichtsdestotrotz bitte ich um eine schriftliche Stellungnahme!

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Clara Vuillemin
Co-Founder, Verwaltungsrat und Vorstand
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Lieber Herr Schucan

Mit diesem Bild sind Sie nicht alleine.

Hätten wir nach dem Crowdfunding ein bisschen weniger gleichzeitig anreissen können? Ja. Wäre das schlau gewesen? Ja, wahrscheinlich.

Jetzt geht es jedoch darum, die Republik in eine nachhaltige, finanzielle Zukunft zu steuern.

Daran arbeiten wir.

Deshalb haben wir im letzten Jahr über eine Million aus dem jährlichen Budget gespart. Und sind im laufenden Jahr schon wieder unter Budget.

Und deshalb machen wir diese Kommunikation.

Denn was wir brauchen, ist Wachstum. Mehr Mitglieder, mehr Abonnenten. Alte treue und neue mutige.

Denn erstens: guter Journalismus kostet. Und wir wollen einen Unterscheid machen, und den machen wir nicht mit einem Schrumpfprodukt. Aber meine Kolleginnen haben diese Frage hier schon ausführlich beantwortet.

Und zweitens: Wir sind (noch) nicht stabil bei 18‘500 Verlegerinnen. Wenn wir die Erneuerungsrate und Verkaufszahlen des letzen Jahres extrapolieren, hätten wir nächstes Jahr weniger Verleger als heute. Und übernächstes noch weniger. Da können wir schon sparen, aber wenn wir es nicht schaffen, wieder zu wachsen, dann können wir jedes Jahr weiter sparen bis es uns nicht mehr gibt.

Und drittens: Wenn wir die Ziele bis Ende März nicht erreichen, dann ist es extrem unwahrscheinlich, dass wir sie bis im April oder Mai oder Juni erreichen.

Und diese Ziele sind zwar extrem ambitioniert, aber leider auch das, was es braucht, wenn wir langfristig eine Zukunft haben wollen. Egal, ob mit einem Budget von 6 oder 5 oder 4 Millionen.

Nur, mit einem Budget von zwischen 5.5 und 6 Millionen aktuell sehen wir eine sehr gute Chance diese Ziele zu erreichen. Mit einem halbierten Team und viel schlechteren Produkt sehen wir die Chance nicht.

Wir kämpfen. Und wir tun das auf unsere Art: transparent und gemeinsam mit unseren Mitgliedern. Denn thats the point von leserfinanziertem Journalismus: wir schaffen das gemeinsam oder gar nicht.

P.S. Und einfach, damit es gesagt ist: entsetzt sind wir nicht und betteln tun wir auch nicht.

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Eure Argumentation von Wachstum erinnert an ein x-beliebiges Unternehmen, das um eine Kapitalerhöhung bittet. Der Hauptfehler daran ist, dass ihr vom Ende her argumentiert: nachdem die Redaktion ohne Bedarf aufgeblasen wurde, behauptet ihr, dass ihr ohne diese «aufgeblasene» Team nur ein sehr viel schlechteres Produkt herstellen könnt. Der Beleg für diese Behauptung fehlt. Oder habt ihr unter den Verlegerinnen eine Umfrage gemacht, bei der herausgekommen ist, dass die LeserInnen sofort abspringen würden, sobald einige Artikel weniger erscheinen würden? Ich würde behaupten, es ist gerade umgekehrt: die meisten VerlegerInnen – vermutlich generell VielleserInnen – würden es euch nicht verübeln, sie hätten etwas weniger zu lesen, dafür gelegentlich ein paar wirklich gute Artikel (wie zum Beispiel ausnahmslos diejenigen von Constantin Seibt) und vielleicht auch mal ein paar Primeurs. Da gab es wenige in den ersten zwei Jahren. Der Friss oder Stirb-Newsletter hat mich deshalb sehr verärgert. Nicht nur vom ganzen Duktus und vom Inhalt her, sondern auch, weil ihr es geschafft habt, ein nicht nur qualitativ, sondern auch finanziell gut aufgestelltes Produkt in nicht einmal zwei Jahren in Grund und Boden zu fahren. Selbst wenn ihr das Ziel bis Ende März erreichen solltet (ich wünsche es mir sehr), ist schon jetzt absehbar, dass ihr im kommenden Dezember den nächsten Bettelbrief verschicken müsst. Wenn ihr schon von Wachstum redet: Das Angebot folgt der Nachfrage, und nicht umgekehrt.

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U. G.
Fachspezialist Bahnproduktion SBB
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Etwas zu den Spenden: könntet ihr monatliche Spenden ermöglichen? Ich bin neben den 240 Franken jährlich durchaus bereit 20Fr pro Monat zu spenden, aber nicht gleich die Risikomitgliedschaft zu verdoppeln.

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Erica Dubach Spiegler
Geschäftsleiterin
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Das ist ein spannender Ansatz, den ich gerne so in die Vorschläge aufnehmen werde. Danke!

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U. G.
Fachspezialist Bahnproduktion SBB
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Gibt es da ein Update?

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seit 2018