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Leser*in
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Liebe Republik, was hat es mit den Zitaten der Autoren Binswanger und Ryser im heutigen NZZ-Artikel auf sich? Sind die korrekt zitiert oder aus dem Zusammenhang gerissen? Leider macht die NZZ nicht transparent, wo sie die Aussagen her hat. Ich nahm an aus dem Schweizer Journalist, konnte aber nichts finden im Netz.

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Auch wenn es richtig ist, bei der eigenen Berichterstattung zum Fall Canonica in den Ausstand zu treten, so wäre eine Stellungnahme bei den nun im Raum stehenden Vorwürfen - selbst wenn die Intention der NZZ nicht zu 100% uneigennützig sein mag - dringend notwendig. Auch um den Verdacht, aktiver oder schweigender Teil des hier angeprangerten strukturellen Sexismus und toxischen Betriebskultur gewesen zu sein, zu entkräften. Konkret geht es um folgende Passagen:

Nicht erwähnt wurde, dass diese beiden Autoren Finn Canonica öffentlich verteidigten, als er von anderen längst kritisiert wurde. Das Branchenmagazin «Schweizer Journalist» veröffentlichte nämlich bereits Ende 2014 einen Artikel, in dem Mitarbeiter anonym über ein «unerträgliches Klima der Angst» klagten, ohne dass dies bei Tamedia Folgen gehabt hätte.

Auch Daniel Binswanger, ehemals Stellvertreter Canonicas beim «Magazin» und heute Co-Chef der «Republik», wollte von den Vorwürfen nichts wissen. In einer Replik tat er sie pauschal als «Polemik» ab: Die «Magazin»-Redaktion biete «privilegierte Bedingungen», und wenn es dort wirklich so unerträglich wäre, hätte es längst Kündigungen geben müssen. Sein heutiger Kollege Daniel Ryser führte die «Tiraden» gegen das «Magazin» und Canonica zwei Jahre später auf «Neid» und «Verletzungen» zurück. Dass Finn Canonica so lange unbehelligt blieb, hat er nicht nur der Tamedia-Unternehmensleitung zu verdanken, die nun überall in der Kritik steht.

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Daniel Binswanger
Co-Chefredaktor
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Liebe(r) Anonym 15,

Diese NZZ-Polemik ist vollkommen haltlos. Ich habe die Tamedia 2017 verlassen, um mich an der Gründung der Republik zu beteiligen - und ich kann Ihnen versichern, dass die Tamedia- und Republik-Betriebskultur nichts miteinander zu tun haben.
Die NZZ stellt meine Rolle falsch dar: Ich bin nie stellvertretender Chef-Redakteur gewesen und habe nie irgendwelche Führungsverantwortung innegehabt.
Verblüffend ist das Ausmass der Desinformations-Strategie der NZZ: Sie wirft der Republik mangelnde Transparenz vor und befördert mich faktenwidrig zum Vize-Chefredaktor. Sie verschweigt hingegen, dass NZZ-Redaktor Martin B. tatsächlich als stellvertretender Chefredakteur amtiert hat und dass NZZ-Redakteurin Birgit Schmid und NZZamSonntag-Redaktor Sacha Batthyany mit der Leitung der Redaktion betraut waren.

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Ich habe das Magazin 2014 wegen Finn Canonica verlassen und das 2016 in einem Interview mit dem Schweizer Journalist auch so dargelegt. Das Zitat von 2017 bezieht sich auf den Umstand, den ich damals konstatierte, dass trotz breitem Geschnöde über das Magazin in der Branche offenbar jede:r Journalist:in in diesem Land trotzdem sofort dort schreiben will, wenn Canonica anruft. Darauf bezog sich der Neid: Dass viel Kritik am Magazin, wie belanglos es G. sei, mit Neid zu tun habe. Es bezog sich nicht auf diese Art von Vorwürfen, die nun erhoben wurden. Wenn die NZZ das heute für Republik-Bashing missbraucht, kann ich ihr auch nicht helfen. Ich war drei Jahre beim Magazin, 2011 bis 2014, und kann ehrlich gesagt nicht viel Gutes über die Zeit dort sagen. Dass ich schweigender Teil irgendeiner Kultur gewesen sein mag, ist, entschuldigen Sie den Ausdruck, geradezu lachhaft. Ich war der letzte und der jüngste, der damals in ein völlig vergiftetes Team kam, und der erste, der dann ging. Bald darauf fiel das ganze damalige Team auseinander.

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Nach vielen Jahren habe ich auf Anfang März mein Abo gekündigt. Das Abo-Team wollte von mir wissen weshalb. Den Ausschlag gaben die Kolumnen von Suter und Somm in der Sonntags-Zeitung. Das wöchentliche Biden Bashing von Suter und seine Trump Lobhudelei gingen nur noch auf den Wecker. Und das Libertäre Geschwurbel von Somm war kaum auszuhalten. Aber schon länger ist mir der qualitative Verlust und die zunehmende Beliebigkeit der redaktionellen Inhalte aufgefallen.

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Auch ich habe mich als Leserin mehrfach zu den Beiträgen von Herrn Somm geäussert, aber nie eine substantielle Antwort bekommen. Damit war es aus mit der Sonntagszeitung.

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Wenn man all die Kommentare liest, könnte man auf die Idee kommen, dass Geld gezahlt wird, damit Herrn Somms Artikel gebracht werden. Es ist ja offensichtlich, dass bei allen publizistischen Unternehmungen von Herrn Somm Geld von Blochers und anverwandter Kreise im Hintergrund wirkt.

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Ich habe eine "Kündigung light" vollzogen und habe nur noch ein online-Abo. Aus den gleichen Gründen: Ich habe keine Veranlassung, einen Medienkonzern über Gebühr zu unterstützen, der sich kontinuierlich nach rechts entwickelt hat. Individuelle "Psychohygiene" ist also durchaus möglich. Aber die medienpolitische Situation können wir kaum beeinflussen. Natürlich bewirkt jedeR von uns etwas, indem wir die Republik unterstützen - oder die WoZ ( oder auch beide). Aber die Reichweitenunterschiede zu TAM sind so massiv, dass insgesamt bei mir doch der Eindruck entsteht, dass für das gesamte Segment der links, linksliberal und grün Wählenden eine (print)medienpolitische Wüste entsteht. Zeitungen entstanden ursprünglich in den Städten und richteten sich lange Zeit primär an ein gebildetes, städtisches Publikum. Dieses Profil hat heute von den "klassischen" Zeitungen eigentlich nur noch die NZZ mit einer deutlich bürgerlichen bis rechtsbürgerlichen Ausrichtung. Die meisten Städte wählen heute aber mehrheitlich linksgrün - ohne Zeitungen, die darüber eine konstruktiv-kritische Öffentlichkeit herstellen. Ich empfinde dies als einen grossen Verlust. Wenn wir heute die dominanten Printmedien anschauen (und das öffentlich-rechtliche Fernsehen würde ich auch in diesen Topf werfen) entsteht das Bild einer Schweiz, die auf dem Land in einem EFH lebt, zwei Autos pro Haushalt besitzt ( eines davon ein SUV), darauf wartet, dass die EU untergeht und der Klimawandel von selbst verschwindet...

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Mir ist es auch ganz genau so gegangen. Habe aus den gleichen Gründen per Ende Februar die Sonntags-Zeitung gekündigt.

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Vielleser, Vater und Hausmann
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Welche tages-Alternativen bleiben einem in der Schweizer Zeitungslandschaft noch

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Da wurde mit enormem Fleiss alles zusammengetragen, was irgendwie negativ für den Tagi sein kann. Manches ist negativ, anderes nicht und einiges aufgeblasen.

Zum Beispiel das Geschichtlein vom Hausbesuch. Bei uns gab es den Auftrag, krankgeschriebenen Mitarbeiter:innen einen solchen zu machen. Man könne ja einen Blumenstrauss bringen. Das spreche sich herum und senke die Zahl der Krankentage enorm.

Rundschläge wecken Zweifel und schaden am Ende der Sache, denn sicher lief es mit Frau Roshani total schief. Allerdings fragt man sich schon, warum sie so lange in der Hölle blieb, wenn doch andere in Scharen kündigten.

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Bettina Hamilton-Irvine
Co-Chefredaktorin
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Lieber Anonymous, nein, es war leider nicht nötig, Dinge aufzublasen, denn die Recherche zeigt (wie übrigens auch Recherchen in anderen Medien), dass es ein strukturelles Problem gibt. Wenn fast 80 Frauen sich über Sexismus beschweren und nichts geschieht, muss man nicht mehr lange suchen. Und: Eine Mitarbeiterin unangekündigt in ihrem Zuhause zu besuchen, ist eine absolute Grenzüberschreitung - umso mehr, wenn diese aus psychischen Gründen krankgeschrieben ist, weil sie genau unter der übergriffigen Person leidet. Es ist interessant, dass selbst die Verantwortlichen zu erkennen scheinen, dass das an Stalking grenzt, und Sie es trotzdem als nichts abtun.

Und zu Ihrer Frage, warum Frau Roshani so lange blieb, wenn es doch so schlimm war: Lesen Sie doch bitte unseren zweiten heutigen Beitrag zum Thema. Herzlich und ein schönes Wochenende, Bettina Hamilton-Irvine

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Rolf Kurath
rolfkurath.ch
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Danke Ihnen für diese umfassende und hoffentlich abschliessende Berichterstattung in dieser Sache. Das Einzige, was ich nach gefühlten zehn Medienbeiträgen noch nicht verstehe: Weshalb hat Frau Roshani diese toxische Beziehung während 20 Jahren erduldet? Da hilft mir der zweite Beitrag , der inhaltlich nichts Neues ist für mich, nicht weiter.

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Liebe Frau Hamilton-Irvine. Ich tue nichts als "nichts" ab. Diesen Vorwurf verstehe ich wirklich nicht. Dass man nicht mehr lange suchen muss, wenn sich eine so grosse Zahl von Mitarbeiterinnen beschwert, stimmt sicher. Umso weniger braucht es den Rundschlag mit der reisserischen Ankündigung im Newsletter.

Ich relativiere auch nicht "alles", sondern etwas, das Beispiel Hausbesuch. Solche waren gang und gäbe und sind es wahrscheinlich auch heute noch. Und glauben Sie wirklich, dass im Arbeitsunfähigkeitszeugnis stand, dass die Arbeitnehmerin aus psychischen Gründen krankgeschrieben sei? Es war sicher eine blosse Krankschreibung, die aus sich heraus einen Hausbesuch nicht verbot. (Und, 'tschuldigung, kennen Sie den Trick wirklich nicht, dass man das zugibt, das am wenigsten problematisch ist, um alles andere umso glaubwürdiger zu bestreiten?)

Die Frage, weshalb Frau Roshani so lange geblieben sei, soll perfid sein. Immer gleich die grösste Kanone nehmen. Aber eine Begründung fand ich nicht. Stattdessen wird dargelegt, wie schlimm die Belästigungen etc. seien, was natürlich stimmt, aber eben keinen logischen Bezug zum Vorwurf der Perfidität hat. Dass die Täterschaft die Tat abstreitet, ist doch normal. Niemand begeht in einer gestörten Beziehung Unrecht, um das dann zuzugeben. Wenn einen das Abstreiten, Gaslighting genannt, durcheinander bringt, so fragt man doch in der Familie oder beim Partner um Rat und nimmt sich einen Anwalt. Und dass Frau Roshani ein hilfloses Gaslighting-Opfer gewesen sein soll, müsste man noch plausibel machen. Darum wieder: andere kündigten in Scharen. Also...

Und bevor noch weitere Vorwürfe und Unterstellungen kommen: Ich wurde hinausgemobbt, vor Unterstellten zusammengestaucht, lächerlich gemacht etc. etc., bekam aber gute Beurteilungen, weil ich die Ziele erfüllte und die Unterstellten förderte. (Ich wusste, was Recht und was Unrecht war und holte mir anwaltlichen Rat. Dieser empfahl, Sandbagging zu betreiben, d.h. wirklich nur erreichbare Ziele zu nennen.) Kündigen konnte ich nicht, weil ich in einem staatlichen Monopolberuf war, und nicht, weil mir jemand hätte sagen müssen, dass die konzertierten Gemeinheiten unrechtmässig seien. Ich war kein armes Opfer, das die Welt nicht mehr verstand, sondern musste durchhalten. Deshalb meine angeblich so perfide Frage. Eines Tages war es dann genug. Ich wurde krankgeschrieben usw. usf. Es folgten Gutachten, ob bei mir der Frontallappen geschädigt sei (echt, das wurde gefragt). Und heraus kam, dass alle Schrauben gut angezogen und ich umgänglich und mein IQ hoch sei, aber man in diesen Verhältnissen krank werden und der Arbeitskonflikt deshalb gelöst werden müsse. Dann der Rechtsweg und ein finanziell ordentlichen Abgang.

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Oli Kamer
Softwareentwickler
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Also sorry, der Moment, wo bei mir jemand kontrollieren kommt, wenn ich krankgeschrieben bin, ist der Moment des Jobwechsels. Sollte es begründete Zweifel geben, kann man ja immer noch der Besuch bei der Vertrauensärztin vorschreiben.

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Verlegerin
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Das ist die konsequente Entwicklung in einem Unternehmen, in dem Mitarbeitende nichts anderes als Kostenfaktoren sind.

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Simon Reber
Software Entwickler, Familienvater
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Es gibt Unternehmen, welche zum Ziel haben ein Produkt herzustellen, dieses zu verkaufen, um mit dem Gewinn ihre Mitarbeiter zu entlöhnen und das Produkt zu verbessern.
Und es gibt Unternehmen, welche zum Ziel haben, ihren Aktionären eine Rente auszurichten, egal mit welchen Mitteln.

Tamedia gehört ohne jeden Zweifel zur zweiten Kategorie. Dass das Unternehmen Zeitungen produziert, ist eine völlige Nebensache. Es könnte genauso gut mit Immobilien handeln, Drogen verkaufen oder Bordelle betreiben.
So ist es auch kein Wunder, dass die Mitarbeiter nur als, leider notwendiger, Kostenfaktor wahrgenommen werden, denen nicht mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird, als unbedingt nötig.

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„Wer ein Anliegen hat, muss ein Ticket lösen – und kann von Glück reden, wenn nach ein paar Tagen Kontakt mit ihr aufgenommen wird“ – aus eigener Erfahrung: Das ist wohl – neben Supinos Einstellungen und Signalen – sowas wie der Kern der Sache. Das HR ist viel zu weit weg von den Angestellten, niemand weiss genau, wer für was zuständig ist.

Natürlich sind in erster Linie die Führungskräfte für die Kultur in einem Unternehmen verantwortlich. Aber ein HR, das auch für die Mitarbeiter da ist und nicht nur für den Konzern, könnte da sicher nicht unentscheidend Einfluss nehmen.

Leider wurde das TA/TX-HR komplett zu einer möglichst billigen und bedeutungslosen Personalbuchhaltung wegoptimiert.

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Der Begriff HR (human ressources) gehört genau so geächtet wie andere „N“-Wörter, weil es Menschen zu Objekten degradiert, die man beliebig besitzen, benutzen, wegwerfen oder zerstören kann. Wann endlich wird mit dieser Ächtung dieses abwertenden Jargons begonnen?

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Wie hat es ein Kollege von mir einmal so treffend gesagt: "Es heisst human resources weil Ressourcen ausgebeutet und abgebaut werden."

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Bei meinem Arbeitgeber, einem bekannten internationalen Grosskonzern, ist der neue Modebegriff „People & Culture“. Ich nehme an, dass sich dieser Begriff in den kommenden Jahren überall verbreiten wird, genauso wie das mit „Human Resources“ vor Jahren geschehen ist, dem „Personalabteilung“ weichen musste. Ob sich durch den Namenswechsel die Betrachtungsweise der Mitarbeiterin verbessern wird wage ich zu bezweifeln, zumindest in Grossbetrieben wie meinem Arbeitgeber ist die Distanz zwischen Mitarbeiterin und Abteilung denke ich einfach zu gross. Z.B. wird ein Teil von P&C bei meinem Arbeitgeber im Near-Shoring irgendwo im östlichen Europa betrieben.

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Leider ist dieses Verhalten der HR Abteilung nicht die Ausnahme, sondern die Regel. HR agiert vor allem als verlängerter Arm der Geschäftsleitung.

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Da haben Sie auch wieder recht: Natürlich vertritt das HR am Ende die Firma, als Gegenpart gäbe es vielleicht die Gewerkschaft.

Und so fällt es eben doch wieder auf den VR und die Geschäftsleitung zurück. Diese bestimmen am Ende, wie das HR aufgestellt ist und wie es agiert.

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aus eigener Erfahrung…
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Hier kann ich nur zustimmen bzw. ergänzen:

  1. Das HR schützt in erster Linie die Firma, bzw die Führungskräfte, nicht die Mitarbeitenden. Sollte es eine externe Stelle, an die man sich wenden kann, hat diese in der Regel keinen Hebel in die Organisation hinein, sondern kann bestenfalls dazu beitragen, den Abgang oder die Versetzung halbwegs würdig zu gestalten.

  2. Mobbing ist ein Begriff, der etwas inflationär verwendet wird. Aus juristischer Sicht braucht es extrem viel, dass man zum Urteil „Das war Mobbing“ gelangt. Im einen Fall, den ich miterlebt habe, ging es um wiederholte Abwertung von Mitarbeitenden und Missbrauch einer Machtposition, und war am Ende juristisch gesehen „kein Mobbing“. Die Person wurde jedoch versetzt und verlor ihre Führungsfunktion. Aber sie wurde nicht entlassen, und das Ganze hatte keinen Impact auf den Lohn.

  3. Wir sollten uns vielleicht von der naiven Vorstellung verabschieden, dass eine AG in erster Linie dazu da ist, der Gesellschaft mit einem guten Produkt oder einer relevanten Dienstleistung zu dienen. Eine AG ist in erster Linie ihren Aktionären verpflichtet, und die generelle Erwartung ist eine Eigenkapitalrendite von mind. 10%. Wurde uns so an der Berner Fachhochschule im Grundkurs Betriebswirtschaft beigebracht. In diesem Sinne macht TX Media alles „richtig“. Auch Corporate Social Responsability Aktionen sind unter dieser Prämisse zu sehen: was dient den Aktionären? Firmen sind keine Wohltätigkeitsorganisationen, und so lange ein Staat keine Vorgaben Richtung mehr Verantwortung macht, ändert sich das auch nicht.
    Nicht dass ich das alles gut fände…aber manchmal ist es wichtig, den Fakten ins Auge zu sehen…

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Die Führungsmängel sind offensichtlich. Wollte TX ihre Glaubwürdigkeit wirklich nachhaltig retten, müsste sie die gesamte Führungsriege austauschen. Mit dieser chauvinistischen Führung aber und auch inhaltlich schaufelt sie sich als ehemals linke Zeitung ihr eigenes Grab.

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wir haben auch vor zwei jahren unser Bund-Abo, unser Leibblatt, gekündigt. diese art journalismus und der mediale geldadel zogen uns den letzten nerv.

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Wie kann der Journalismus eines Medienverlages noch glaubwürdig sein, wenn dieser selbst sämtliche Prinzipien verletzt, die für das Funktionieren einer demokratischen Öffentlichkeit essentiell sind? Wirklichkeitsgetreue Aussagen, Kontrollmechanismen der Macht, Respekt für das Gegenüber, Meinungsäusserungsfreiheit. Wenn den Journalist:innen bei der Tamedia etwas an ihrem Beruf liegt, sollten sie den Rücktritt der gesamten Führungsetage verlangen und den ganzen Laden am Besten gleich selbst übernehmen. Befreit diesen Verlag von seinen Verlegern (kein generisches Maskulinum)!

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interessierter Leser
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Ich bin im Dilemma: einerseits gleicht sich Der BUND immer mehr 20-Minuten an und rutscht noch mehr nach rechts, andererseits hätte ich doch noch gerne eine Lokalzeitung auf Papier. Die HAUPTSTADT ist immerhin am Entstehen. Irgendeinmal reicht es dann mit dem BUND … Offenbar sind die Unternehmensziele von TX nur noch finanzieller Art?

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Ich habe den Tagi schon seit längerem gekündigt. Ich muss keine Zeitung abonnieren, welche qualitativ nicht viel besser ist als die Gratiszeitungen. Wirklich gute kritische Artikel habe ich zuletzt schmerzlich vermisst. Auch die Vorfälle mit dem Personal, insbesondere mit dem weiblichen, verwundert mich nicht wirklich. Es passt!

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Wenn Sie das Abo schon lange gekündigt haben, haben sie vermutlich die hervorragende internationale Recherche über die weltweiten Meinungsmanipulationen eines israelischen Unternehmens verpasst. Die grosse Zentralredaktion ermöglicht eben auch, jahrelang an einer Story dranzubleiben. Ob die Lokalteile schwächer G. sind, kann ich aber aus meiner Solothurner Sicht nicht beurteilen.

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Abonnentin von Republik u Tagesanzeiger
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Da auch das Investigativ-Team der SRF beteiligt war, kam dies in aller Ausführlichkeit auch am Schweizer Radio und lässt sich zu meiner Freude jederzeit nachhören. Ach, Sie spüren sicher, wo mein Herz schlägt...

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Die Enthüllungen sind tatsächlich nicht zu beschönigen. Und dass die Vorfälle aufgeklärt werden, ist wichtig . Einfach aus Protest das Abo kündigen, finde ich falsch. Ich bin froh, dass es noch Zeitungen gibt, die ausführliche Reportagen schreiben (wie z.B. auch die Republik). Und wie z.B. diese Woche im Tagi die Recherchen zu der Zerstörung der demokratischen Strukturen mittels sozialer Medien durch Desinformationskampagnen weltweit.
Eine Stadt ohne Tageszeitung empfinde ich als trostlos. Und wer bloss 1:1 seine Meinung lesen will, kann ja ausschliesslich sein Parteiblatt lesen. Ob dies gut ist für eine Demokratie, wage ich zu bezweifeln.

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Ich bin ganz Ihrer Meinung, Frau S. Ich habe immer noch ein Tagi-E-Paper-Abo, weil eben, ohne lokale Nachrichten und diverse Meinungen möchte ich es auch nicht machen. Mein grosses Dilemma ist allerdings: Will ich tatsächlich ein Produkt kaufen von dem ich weiss, dass es unter unguten Bedingungen hergestellt wird? Nein, will ich nicht (gilt für mich für alle Konsumgüter). Sehr oft lässt sich mit ein bisschen oder auch mal viel Aufwand eine gute Alternative finden. Bei einer Tageszeitung, die durch ein Medienmonopol publiziert wird (was der Tagi klar ist) wirds aber unmöglich. Es gibt schlicht keine Alternative. Ich warte ja sehnsüchtigst auf Republik-Lokalausgaben.

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ich auch!

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Simon Reber
Software Entwickler, Familienvater
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Wenn genügend Leute das Abo kündigen, dann fällt das Geschäftsmodell Supinos.
In einer Marktwirtschaft gibt es leider nichts anderes, um solchem Gebaren Einhalt zu gebieten.
Es ist schlicht nicht verboten, sexistisch und machtgeil zu sein.
Verboten ist nur, den Besitz vermögender Leute zu klauen, deren verschwenderisches Leben zu stören oder ihnen die ungeschminkte Wahrheit entgegenzuschleudern (dass sie Parasiten und keine ehrbaren Bürger sind) ...

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Wenn genügend Leute das Abo künden, werden aber auch ein paar gute JournalistInnen, PolygrafInnen, DruckerInnen, ZeitungsverträgerInnen usw. arbeitslos.

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Das Hauptproblem ist die Führungskultur. Sie ist nicht nur bei TX/Tamedia ein Problem. Ich habe in meiner langjährigen Laufbahn bei unterschiedlichen Arbeitgebern in der Branche wiederholt die Erfahrung gemacht, dass Konflikte ignoriert, ausgesessen oder die Verantwortung dafür an untere Chargen delegiert wurden. Schlechte Führung ist Nährboden für schlimmes Mobbing und eine vergiftete Atmosphäre. Beides habe ich erlebt. Motivierte und fähige Angestellte ziehen von dannen. Solche Chefs aber machen einfach weiter. Ihre Vernetzung nach oben stützt sie, vom HR haben sie nichts zu befürchten. Wer sich ihnen entgegenstellt wird ausgebremst oder kaltgestellt. Solche Chefs führen auf die eigene Macht und die Agenda im Hintergrund bedacht – und im Geiste ihrer Väter. Nur funktioniert Letzteres in der stressigen, anspruchsvollen und sich rasch wandelnden Medienwelt nicht mehr. Konflikte löst man nicht mit Druck und Manipulationen. Und dann sind da noch die Frauen, die mit ihren Anliegen nerven. Mann lässt sich seine Privilegien nicht gerne beschneiden. Ich bin Anuschka Roshani für ihren Gang an die Öffentlichkeit dankbar. Die Berichterstattung über den Fall scheint mir keineswegs aufgebauscht. Wer seine Arbeit liebt, redet sich manches schön und versucht einiges, um Veränderungen herbeizuführen. Bis es nicht mehr geht.

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Das Problem von Führungskräften, die dafür nicht geeignet sind, ist virulent und überall feststellbar. In Unternehmen, oder generell in der Wirtschaft, haben vornehmlich Männer Führungspositionen inne, die sie aufgrund von Seilschaften bekommen haben. Selbst in Gewerkschaften ist es nicht anders. Probleme und Krisen aktiv anzugehen und sie vor allem respektvoll und für alle Beteiligten gerecht zu lösen, gehört nicht zu Stärken in Führungsriegen. Meist werden Probleme, welcher Art auch immer, ausgesessen oder damit gelöst, dass Firmen das Arbeitsverhältnis mit Angestellten auflösen, die vorher nicht stromlinienförmig funktioniert haben oder sich gegen interne Missstände zur Wehr gesetzt haben; nicht zuletzt dann, wenn Angestellte schon länger krankgeschrieben waren. Dies wird dann von Firmen als Kündigungsgrund vorgeschoben.
Was ich mich frage, ist, wieso ein Finn Canonica derart lange Chefredaktor sein konnte? Weshalb hat die Belegschaft in einem sich links-liberal schimpfenden Team nicht Stellung bezogen und sich gegen den Führungsstil von Canonica gewehrt, wenn die Vorwürfe von Roshani zutreffen sollten? Es fällt auf, dass nicht zuletzt in der Medienbranche stetig neue Vorwürfe von persönlichkeitsverletzendem, sexistischem Inhalt auftauchen. Wieso wurde überall so lange geschwiegen? Mir scheint, dass in den Verlags- und Redaktionsstuben ein Klima der Angst und Einschüchterung vorherrscht und nicht ein Betriebsklima, wo sich Menschen entfalten können und ernst genommen werden. Ein Armutszeugnis erster Güte, auch unter dem Gesichtspunkt von glaubwürdigen Publikationen. Wie können Journalisten unbefangen über Themen schreiben, die in ihrem jeweiligen Betrieb im Argen liegt? Beim Tagi merke ich nur zu gut, wie eine oberflächliche Boulevard-Schreibe, gepaart mit Einzelschicksalen, Einzug hält, ohne Reflexion auf soziologisch relevante Entwicklungen. Kein Ruhmesblatt für die Vierte Gewalt im Staat.

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Stimme 100% zu. Ich sehe in diesem Artikel gewisse Parallelen zur Artikelserie über die Missstände an der ETH.

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Dennis Bühler
Autor Bundeshaus
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Liebe(r) Anonym 13, weil ich ja einer der Autoren sowohl dieses Tamedia-Artikels als auch der vor bald vier Jahren erschienenen Serie über die ETH – https://www.republik.ch/2019/03/19/…en-der-eth – bin (und beiden Organisationen weiterhin auf die Finger schauen möchte), nimmt mich nun natürlich wunder: Welche Parallelen sehen Sie – können Sie das etwas genauer ausführen? Beste Grüsse & guten Start in die Woche, Dennis Bühler

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Leser*in
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Genau, wie können z.B. die Autoren der Magglingen-Protokolle mit gutem Gewissen fürs Tagi-Magi schreiben?

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Supino lechzt nach Rendite nicht nach Qualitätsjournalismus. Diesen gibt es zwar vereinzelt im Konzern, aber mir erscheint er ein Deckmantel für Supinos "wahre" Triebfedern, die da lauten: Geld, Macht und soziales Ansehen.

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Rudolf Weiler
Literat, Enthusiast und Feedbäcker
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Jaja schon klar.

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Publius
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Ich kopiere hier meinen Kommentar von letztem Jahr:

Quasi jeden Februar, wenn ich in den Skiferien weile, macht Verlegerkollege Supino wieder Schlagzeilen in der Republik. Die „Sabotage am Fliessband der Realität“ war der Artikel, der mich zum Verleger werden liess, die „Tamedia“-Serie letztes Jahr hat bei mir grosses Unbehagen verursacht, und nun dieses Ruhmesblatt…

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Die Zeiten der bedeutenden Printmedien sind eh längst vorbei! Wo sind die Leitartikel, die man sich wöchentlich erwartungsvoll zu Gemüte führte einer Nationalzeitung, des unabhängigen Tagesanzeigers oder der Weltwoche selig? Auch jene der Parteiblätter? Auch wenn sie damit nicht einig gingen.
Am eindruckvollsten lässt sich das am Niedergang des Feuilletons ablesen. Es ist ein Jammer aber eine Tatsache oder nennen sie einen Autor, dessen Artikel sie nicht verpassen wollten! Was lesenswert ist, suchen sie sich heute mehr oder weniger geschickt im Netz zusammen...
Nachtrag: was noch zu ergänzen wäre: es dürfen natürlich auch Autorinnen(!) genannt werden. Dass ich das übersehen habe, ist meinem Jahrgang geschuldet und mein Intellekt ist noch nicht so geschärft...
(édit : Nachtrag)

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Ich kann Ihnen einen Autor nennen: Ane Hebeisen. Er hat in meinen Augen immer sehr tolle Artikel in einer bildhaften, anspruchsvollen aber auch immer gut verständlichen Sprache für „der kleine Bund“ geschrieben.

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Rudolf Weiler
Literat, Enthusiast und Feedbäcker
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... oder Paul Jandl NZZ Feuilleton 31.1.23 "Wien erstarrt zur Mumie"--eine Delikatesse!

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Anfang 2019 wunderte ich mich über die Baugespanne auf der Wiese vor der Sihlhölzli-Turnhalle – ich ging davon aus, dass Herters Bau wie alle Herter-Bauten unter Schutz stehen. Was sollte hier gebaut werden? Ich ging der Sache nach und stiess auf eine versteckte Medienmitteilung des Stadtrats gemäss welcher die Stadt Zürich die öffentliche Parkanlage mit einem Baurechtsvertrag über 10 Jahre (und Option über weitere 10 Jahre) an die Trägerschaft der jüdischen Mädchenschule vergeben hatte. Ich fand darüber weder eine Gemeinderatsdebatte noch irgendwelche (kritischen) Medienartikel. Also wandte ich mich per Mail an den zuständigen Stadtradt, Filippo Leutenegger, und bat um Auskunft, wie es möglich sei, dass die Stadt unter Schutz stehenden öffentlichen Grund und Boden einer geschlechtergetrennten Schule zur Verfügung stellt, die zudem regelmässig von der kantonalen Kontrolle gerügt wurde, weil der Unterricht nicht dem kantonalen Lehrplan entspricht.

Ich erhielt von Leutenegger eine Reihe von typischen Beschwichtigungmails, die in vielen Worten nichts sagten und auch nicht auf meine Frage eingingen, ob er sich bewusst sei, mit diesem Entscheid ein Präjudiz zu schaffen, auf das sich auch islamistische Kitas oder christliche Sekten berufen können.

Vor allem aber empfand ich die Nacht-und-Nebel-Aktion ohne öffentliche Information verstörend und erzählte die Story einem befreundeten Tagi-Journalisten. Dieser fiel aus fast allen Wolken und fand (wie ich), dieser politische Skandal gehöre an die Öffentlichkeit. An der Redaktionssitzung sei beschlossen worden, diese Story zu bringen, und die Lokalredaktion werde sich der Sache annehmen, informierte er mich einige Tage später.

Als der Primeur drei Wochen später noch immer nicht erschienen war, fragte ich bei meinem Bekannten nach. Er schäme sich, so dessen Antwort, aber die Sache sei druckreif gewesen, als der Tamedia-Verlag – also nicht die Tagi-Redaktion! – die Veröffentlichung untersagte.

Zwei Monate später traf ich einen alten Bekannten, der mittlerweile für die GLP im Stadtrat sitzt. Ich sei mit einem seiner Kollegen im Clinch gelegen, sagte ich. Als er erfuhr, um welchen Clinch und welchen Kollegen es ging, meinte er nur: «Hör mir bloss auf damit, wir hatten im Stadtrat riesige Lämpe, weil wir einfach vor vollendete Tatsachen gestellt wurden.»

Vor knapp einem Jahr unterhielt ich mich mit einem Grünen Zürcher Stadtrat und sprach ihn auf das mittlerweile fertig gebaute Provisorium an (das manche an ein Gefängnis erinnert und damit Dürrenmatts berühmte Parabel von der Schweiz als Gefängnis in Erinnerung ruft). Nein, auch er sei nicht der Meinung, dass die Stadt fundamentalistisch-religiöse Gruppen auf der Suche nach Schulraum zu unterstützen habe – und schon gar nicht mit heimat- oder denkmalgeschütztem Areal. Ich solle mich überdies damit abfinden, dass dieses «Providurium» nicht, wie im Baurechtsvertrag festgelegt, nach spätestens 20 Jahren wieder entfernt und der Park wieder öffentlich zugänglich werde: «Das bliibt, punkt.»

Mittlerweile wurde Filippo Leutenegger für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt. Sein undemokratisches Vorgehen (böse Zungen würden von Klientelpolitik sprechen) blieb ohne Folgen, weil der Verlag der wichtigsten Tageszeitung Zürichs seiner Redaktion verboten hatte, das K. beim Namen zu nennen. Vermieden wurde dadurch ein handfester politischer Skandal, der Leutenegger wohl die Wiederwahl gekostet hätte – hätte der Tagi seine journalistische Pflicht erfüllt.

Canonicas Hakenkreuze mögen in hohem Masse unangebracht und degoutant sein – sind für mich aber ein Tamedia-internes Problem. Viel gravierender finde ich es, wenn Tamedia-Zeitungen vom Verlag daran gehindert werden, ihre für die Demokratie lebenswichtige Rolle einzunehmen. Was jammern wir über Zensur, wenn die interne Zensur beim grössten Verlag dafür sorgt, gar nichts publiziert werden kann, das betroffene Kreise gerne zensieren würden?

(Fairerweise merke ich an, dass der Verlag den Artikel untertrückte, weil er einen antisemitischen Shitstorm befürchtete respektive einen Shitstorm, bei dem es um die jüdische Mädchenschule gegangen wäre und nicht um Leuteneggers kurzsichtigen Söihäfeli-Söiteckeli-Deal. Auch das kein Ruhmesblatt für eine überregionale Tageszeitung…

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Es ist eben gerade, weil der Journalismus Öffentlichkeit herstellt, Missstände anprangert und die dafür Verantwortlichen benennt so, dass aufgrund dieses Arbeitsauftrags die Mentalität der Chefs der Redaktionsstuben sich breit macht, die in Richtung Überheblichkeit, Unfehlbarkeit und Machtgefühl tendiert, was die Sensibilität des Verhaltens gegenüber den Mitarbeiterinnen klein hält.

So sind eben ehemals fleissig recherchierende Journalisten oft schlechte Chefs, weil ihr Erfolg ihre Sozialkompetenzen abschleift. Fall sie denn solche überhaupt hatten früher. Oder vielleicht sind die Sozialkompetenzen beim Chef nicht so gefragt, wie immer wieder von zuoberst betont wird, weil dort der Profit den Ton angibt.

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Vielen Dank Dennis & Boas für diese wertvolle Recherche. Ihr betreibt wichtige Aufklärungsarbeit und der Weg ist noch lang. Bleibt dran!

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schreiber in öffentlicher debatte
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Für R. M. (und andere im selben Dilemma): Auch ich war mal eifriger "Bund"-Leser, sogar -Schreiber... Versuchen Sie es doch mal mit dem Journal B, gibt es 10 Jahre länger als "Hauptstadt", die sich auch nicht grosse Mühe gibt, darauf hinzuweisen, was bezeichnend ist. Klar, nicht die schöne alte Version auf Papier, aber die wird ohnehin in der Medien-Supp(in)e ertränkt.

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Beobachter
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Als früherer Abonnent (in den 80er Jahren) der Weltwoche und Lokalzeitungen habe ich heute kein Zeitungsabonnement mehr. Lese gerne beim Kaffee Tagi, NZZ und lokale Blätter aber zum Glück gibt es heute die Möglichkeit sich viel breiter zu informieren, z.B. neben der immer deutschen Informationen, fremdsprachige Sender z. B. von NHK, Al Jazeera, BBC, RTV, u.v.m. einer verständlicher Sprache die jeweilige Sicht kundtun.

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Hat dieser Titel gerade eine neue Bedeutung erhalten? Bzw. gleiche Bedeutung, aber anderes Subjekt 🫢

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Ich bin heute auf diesen älteren Beitrag (https://www.republik.ch/dialog?t=ar…order=DATE
) gestossen, weil ich mich bei der aktuellen Debatte zu Causa "Canonica-Roshani-TX-Supino" seit Tagen frage, wie der Verleger Supino tickt, was ihn antreibt. Ich werde je länger je mehr den Verdacht nicht los, dass beim Tagi der Fisch vom Kopf her stinkt - und zwar von ganz oben.

Dieses Portrait klärt zwar einige meiner Fragen, aber leider nicht alle. Im Portrait wurde nur seine unternehmerische Denkweise und sein Ehrgeiz aufgrund seiner Herkunft beschrieben. Doch welches Weltbild hat dieser Mann (politisch, Geschlechterverständnis)? Treibt ihn nur die Profitmaximierung und der Ehrgeiz nach Macht an oder steckt noch mehr dahinter?

Interessant, dass sich Supino als Verteidiger der 4. Gewalt im Staat sieht (s. sein gerne verwendetes Zitat «Information ist etwas, was irgend­jemand nicht gedruckt sehen möchte; alles andere ist Werbung.» ). Warum greift er dann regelmässig in die redaktionelle Arbeit seiner Blätter ein und unterdrückt Artikel, bzw. straft Journalist*innen ab, die Dinge ans Tageslicht brachten, die vermutlich in seinen gesellschaftlichen Kreisen unbequem sein könnten? Sein zweifelhafter Auftritt beim letzten "Belegschafts-Meeting" ist jedenfalls unsäglich.

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Sabine Muth
Vielleserin
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· editiert

Dazu auch der aktuelle Podcast von "Zeit Verbrechen" über den Fall Dieter Wendler, ausserdem 11km Podcast der Tagesschau zum Fall Reichelt und Reschke Fernsehen vom 16.02.2023 in der ARD Mediathek, ebenfalls zu Reichelt.

Da wird einem kotzübel...

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