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Danke, für den Beitrag. Könnte es sein, dass die Menschen in Gaza nicht von Grund auf minderwertig, aggressiv und barbarisch sind? Schade dass es Mut braucht, um diesen Bericht zu veröffentlichen. Es sind keine einfachen Zeiten für Leute, die aktuell die Hamas und die Politik Israels kritisieren.

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Angesichts dieses unfassbaren Elendes und Leides wirken Worte schal und irgendwie falsch. Gleichwohl möchte ich Frau Hamilton-Irvine meinen grossen Dank aussprechen, hilft uns ein solcher Bericht vielleicht doch etwas, in all die vielen hektischen Nachrichten, die uns überfluten und hilflos machen, das Wesentliche zu sehen: dass wir uns mit all unseren Kräften dafür einsetzen, damit Menschen einander nicht immer wieder solches Leid, solchen Schmerz und solche Gewalt antun. Ich denke an die Menschen im Gaza-Streifen. Ich denke an unsere Freunde in Israel und all die vielen anderen Menschen in ihrem Land, die sich ein Leben lang für eine gerechtere Gesellschaft und ein friedliches Zusammenleben eingesetzt haben. Und ich denke an die Menschen in der Ukraine und in all den anderen – vergessenen – Gegenden auf unserer Erde, die Tag für Tag der Gewalt und der sinnlosen Zerstörung ausgesetzt sind.

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Vielen herzlichen Dank für diese Worte, aus denen viel Menschlichkeit spricht.

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Danke Herr Kienholz, Sie haben Worte gefunden, die mir aus der Seele sprechen. Selber bin ich immer öfter sprachlos.

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Erstaunlich und unverständlich, dass Mostafa kein einziges Mal die Hamas erwähnt, die dieses grosse Unglück über ihn gebracht haben. Und kein Wort über den 7. Oktober, den zeitlichen Auslöser des jetzigen Krieges.

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Sehr geehrte Frau R., erst einmal: Sie wissen nicht, ob er Hamas vielleicht erwähnt hat, wir diese Passagen aber bewusst nicht ausgewählt haben beim Kuratieren des Artikels. Und dann: Es gibt verschiedene Gründe, wieso es für Palästinenser zurzeit heikel ist, über Hamas zu sprechen. Wenn sie sich kritisch äussern, ist das einerseits gefährlich für sie. Andererseits fürchten sich auch viele, dass ihre Aussagen dann von Israel verwendet werden, um den Krieg zu rechtfertigen und somit ihre eigene Bombardierung. Schliesslich scheint es mir auch angezeigt, zu reflektieren, dass eine Person, die in Lebensgefahr ist, in Angst lebt, kaum mehr Wasser und das Nötigste zum Leben mehr hat und nie weiss, ob sie und ihre Kinder morgen noch aufwachen, dass so eine Person ihre ganze Kraft zum Überleben aufwenden muss. Mostafa sagt es ja selber: Wir denken nur noch ans Überleben.

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Verstehe, das macht Sinn. Nur ist der Krieg selbstverständlich gerechtfertigt, mit oder ohne Aussagen zur Hamas von Mostafa. Sie wissen natürlich, dass auch on Israel gerade nur ein Gedanke vorherrscht, nämlich genau der gleiche wie bei Mostafa: überleben.

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Wow, das war jetzt eine absolut abstossende Aussage von Ihnen. Nein, verantwortlich für die Bomben ist derjenige der sie abwirft. Was auch immer die Hamas getan hat befreit Israel nicht seiner freien Handlungsfähigkeit und Verantwortung. Oder wie wäre es damit: "warum erwähnt keines der Opfer vom 7. Oktober die Jahrzehntelange Unterdrückung und fortlaufende Enteignung der Palästinenser, den Auslöser dieses Terroranschlags?" Das ist genauso falsch wie ihre Aussage.

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Soviel Empathielosigkeit ist erstaunlich und unverständlich.

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Darum geht's nicht. Sondern darum, dass bei dem Text, den chats oder WhatsApps, der Kontext vollkommen fehlt. Mustafa muss doch unglaublich wütend sein auf die Verursacher seines Elends, und doch erwähnt er sie mit keinem Wort.

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Lic. rer. soc.
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In Anbetracht der Grausamkeit der Hamas nicht nur gegenüber Juden, sondern gegenüber von allen, die sich ihnen in den Weg stellen, würde er damit nicht nur sein Leben, sondern allen voran das Leben seiner Kinder riskieren. Es kursieren auf Twitter gerade Videos aus dem Gaza auf denen man sieht, wie Heckenschützen Frauen und Kinder niederschiessen, die in den Süden des Gazastreifens flüchten und dabei weisse Flaggen hochhalten. Ich will mir nicht vorstellen, was die mit Menschen und ihren Angehörigen machen, die sie für "Verräter" halten.

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Der Spiegel hat vor kurzem einen erstaunlichen Artikel hervorgebracht, den ich auch der Republikredaktion zum Lesen empfehle. (Falls nicht schon getan). Ursprünglich war die Frage, warum die politische Führung der Hamas in Katar sitzt (auf Betreiben der USA und Israels, um eine bessere Kontrolle aber auch bessere Verhandlungsmöglichkeiten mit der Hamas zu haben. Ursprünglich sass sie in Teheran.). Und wie sich Frau Baerbock nach allen Regeln der Kunst blamierte (weil sie es nicht wusste).

https://www.spiegel.de/ausland/krie…-so-app-sh

Interessant ist, was der zeitliche Auslöser aus Sicht der Hamas war.

Den Plan soll er vor gut zwei Jahren gefasst haben, angestachelt von einer Auseinandersetzung in der symbolträchtigen Aksa-Moschee in Jerusalem, im Mai 2021. Israelische Sicherheitskräfte hatten dort Palästinenser auseinandergetrieben, die sich zu Zehntausenden versammelt hatten. Sie wollten nicht weichen, weil ihre Häuser und ihr Land angeblich von der Räumung durch israelische Siedler bedroht gewesen seien. Die Bilder von geschlagenen, gedemütigten Muslimen hätten den Ausschlag gegeben, glauben Nachrichtendienstler.

-> damit stellt sich die Frage, wer ist tatsächlich der Verursacher des Elends im Gazastreifen? Und zwar nicht nur auf den aktuellen Konflikt bezogen sondern auch generell.
-> Menschen, die im Wohlstand leben, neigen seltener dazu, unter einem radikalen Regime zu leben....

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Nein, das geht vollkommen an der Sache vorbei. Das einzige Ziel der Hamas ist die Auslöschung Israels. Es ist vollkommen egal, wer wann wo auf dem Tempelberg betet oder nicht. Auch wenn Israel 50% seines Territoriums abtreten würde, bleibt das ausgesprochene Vorhaben von Hamas der Tod aller Israelis und Juden. Vor nichts fürchtet sich Hamas mehr als vor dem Frieden mit Israel. Im Gegensatz zu Mostafa. Bezüglich Wohlstand: die Hamas ist unermesslich reich.

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Karin Landolt
Vorstands- und VR-Mitglied
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Diese Dokumentation macht einfach nur sprachlos. Wie wichtig ist doch die journalistische Arbeit. Danke Bettina Hamilton-Irvine.

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Urs Anton Löpfe
Entschwender
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· editiert

Mich macht Ihr Kommentar auch sprachlos.
Die eigentliche Frage ist doch, was müssen wir tun, dass es auf der Welt nicht zu derart schrecklichen Dingen kommt.
Als Aufgabe der Republik sehe ich vor allem einen konstruktiven, positiven Journalismus zu pflegen der auf Schuldzuweisungen verzichtet und die Zusammenabeit über alle Grenzen hinweg fördert.
Im Landkreis Mainz-Bingen ist es uns gelungen im Klimabereich über alle politischen Grenzen hinweg einen gemeinsamen Weg zu finden.
Ich habe nach wier vor gross Hoffnung, dass es eine Mehrheit der Palistensern und Israelis gelingt, einen konstruktiven Weg zu finden.
Dazu gehört auch eine Berichterstattung, die uns nicht nur diesen grauen vor Augen führt.
Was wir brauchen ist ein positiver und konstruktiven Journalismus der Lösungen aufzeigt.
Da gibt es bei der Republik noch viel Luft nach oben.

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Musikerin & Autorin
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Guten Tag Herr Löpfe! Im Artikel berichtet ein Mensch grausame Erlebnisse aus dem Krieg und hier äussert jemand tiefe Betroffenheit darüber. Ich halte das für eine ziemlich schlechte Gelegenheit, um für Ihr persönliches Umweltschutzprojekt Werbung zu machen. Ich glaube, damit erzeugen Sie eher Widerwillen. Bei mir jedenfalls. Vielleicht wäre es generell gut, mal ein bisschen zurück zu schrauben mit diesem "Schaut her, was ich hier Tolles mache!", wenn Sie bei anderen Menschen Interesse erzeugen wollen.

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Lieber Herr Löpfe, vielleicht haben Sie das Buch Kohelet im AT einmal gelesen, oder doch einzelne Verse gehört: Alles hat seine Zeit ....
Es gibt auch die Zeit vom Aushalten, Ertragen, Erdulden, gelähmt sein, die Zeit der Ohnmacht und der Trauer.
In solchen Zeiten, die wir jetzt erleben, wirken Ihre Werbeauftritte für Energiezellen und konstruktive Gespräche wie sehr, sehr unbeholfene Versuche, die bittere Realität des Krieges zu übertünchen. Ihre Hinweise kommen zur falschen Zeit.

Dank an Bettina Hamilton-Irvine für diesen so schmerzlichen, unendlich traurigen Artikel, der die Realität des Krieges ungeschminkt darstellt.

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Wirtschaftshistoriker
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Die Sprachnachrichten aus dem Innersten vom Gaza geben dem Grauen, dem die Palästinenser hilflos ausgesetzt sind, eine bildhafte Ahnung. Richtig nachvollziehen kann das niemand. Und da gibt es tatsächlich Schreiberinnen der Republik, welche in kaum übertreffbarer Selbstgerechtigkeit vom leidvollen Gaza-Journalisten Kritik an der Terror-Organisation Hamas verlangen. Dabei geht es ums nackte Ueberleben. Nichts anderes dokumentieren glaubhaft die Sprachnachrichten von Mostafa. Danke und viel Kraft an alle auf allen Seiten, die so unmenschliches Leid erfahren.

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Vergessen Sie bitte nicht, dass es auch in Israel ums nackte Ueberleben geht, nämlich um die Existenz Israels.

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Multifunktional
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Diese Angst besteht in Israel, aber sie ist nicht begründet. Solange Israel unter dem Schutz der USA steht, passiert da gar nichts. Sogar mit den Nachbarstaaten werden Friedensverträge geschlossen. Die Hamas kann in ihren Statuten noch lange die Vernichtung Isrsels stehen haben, erreichen wird sie es nicht, da sie viel zu schwach ist im Vergleich zu Israel.
Israel kann sich nur selber zerstören: nämlich indem es durch unverhältnismässige Gewalt gegen die palästinensische Bevölkerung und die illegale Siedlungspolitik den Weg zum Frieden zerstört und vielleicht irgendwann den Bogen so überspannt, dass es zu einer Explosion kommt. Kennen Sie das Märchen vom Fischer seiner Frau, die Wünsche zugute hatte und nie genug bekam? König, Kaiser waren nicht genug. Als sie sich schliesslich wünschte Gott zu sein, erwachte sie wieder in der alten Fischerhütte. So kommt mir manchmal Israel vor: noch mehr und noch mehr Land. Der einzige Weg für einen nachhaltigen Frieden und damit eine gesicherte Existenz Israels wäre ein fairer Friedensvertrag auf Augenhöhe mit den Palästinensern.

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Das gibt aber Israel nicht das Recht bei den Palästinensern alles kurz und klein zu schlagen. Die Palästinenser haben das selbe Existenzrecht wie die Israelis.

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Ich finde es falsch und menschenunwürdig, den jetzigen verzweifelten Kampf ums Überleben der Bevölkerung im Gazastreifen mit dem Existenzrecht Israels zu vergleichen. Wer jetzt in Israel am meisten leiden dürfte, sind die Angehörigen der getöteten Siedler und der nach Gaza verschleppten Geiseln. Nicht zu vergessen, die Familienangehörigen der aktuell in und um Gaza kämpfenden israelischen Soldaten/innen.

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Urs Anton Löpfe
Entschwender
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· editiert

Ich musste mich überwinden diese Berichte zu lesen. Die Tragik ist, dass es solche katastrophalen Zustände an vielen Orten auf der Welt gibt und ich einige davon selbst besucht habe.
Ein Lichtblick ist, dass sich die Menschen sich gegenseitig stützen und nicht übereinander herfallen.
Ebenso ein Lichtblick ist, dass die Schuldzuweisungen aufhören und der Wunsch nach einen friedlichen und normalen Leben mit ausreichend Wasser, Essen, einer funktionierenden Abwasserversorgung usw. überwiegen.
Letztlich geht es um ein friedliches konstruktives Zusammenleben.
Was mich stört in der Republik, der NZZ oder SRF, dass mehrheitlich über dies Schrecken berichtet wird und dann das grosse Wehklagen ausbricht und eine Haltung Wir können ja doch nichts tun oder noch einfacher, die anderen sind Schuld.
Dies Haltung nützt den Menschen, die nun wirklich nichts mehr tun können, gar nichts.
Das ständige vor Augen führen des Grauens, ohne Hoffnung zu wecken und Lösungen zur Disskussion zu stellen schein mir wenig konstruktiv.
Aus eigener Erfahrung, weiss ich, dass es möglich ist zu Handeln, auch z.B. um eine Klimakrise abzuwenden.
Dabei zeigen gerade die Menschen, die eine solche Katastrophe durchleben, dass sie sich zu Gemeinschaften zusammen schliessen und die Hoffnung nicht aufgeben.

Ich kann die Redaktion der Republik nur bitten einen positiven und konstruktiven Journalismus zu pflegen und auf Schuldzuweisungen, mit Berichten über katastrophale Zustände ohne Lösungsvorschläge möglichst zu verzichten.

Es fehlt mir auch die Frage, was können wir für Euch tun.

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Mit Verlaub, Herr Löpfe, aber erstens gibt es für mich in diesem niederschmetternden Bericht eines Betroffenen aus Gaza keine einzige Schuldzuweisung, derer sich die Republik hier mitschuldig machen würde, und zweitens ist ihr x-ter Verweis auf die Problemlösung der Energieversorgung in Ihrem Landkreis mindestens diesmal komplett neben dem Thema und wirkt -Achtung Untertreibung- deplatziert, weil es den Eindruck macht, Sie verstünden nicht, dass es in der Größenordnung der Problematik einen Unterschied vom Faktor unendlich gibt zwischen Israel/Gaza und Mainz Bingen, auch wenn klar ist, was Sie damit sagen wollen.

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Ohne Untertreibung muss man sagen: Den Bericht eines Betroffenen aus Gaza zu instrumentalisieren, um das eigene Energieprojekt zu bewerben, ist nicht nur deplatziert, sondern einfach nur degoutant.

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Urs Anton Löpfe
Entschwender
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Hoffnung macht im Bericht, dass Menschen, die sich in einer sochen Katastophe befinden, sich nicht in Schuldzuweisungen verstricken und die verbliebenen Gemeinschaften sich gegenseitig unterstützen.
Es geht um diese menschlichen Werte.
Wir werden die die grossen Probleme der Menschheit nur lösen, wenn es gelingt in Gemeinschaften zu denken und handeln.

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Lucia Herrmann
Community @ Republik
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Guten Morgen Herr Löpfe
An anderer Stelle hier im Dialog wurde bereits ähnliches geschrieben, ich möchte das Votum von T. W. unterstreichen: Es ist mir komplett unverständlich, wie man nach der Lektüre dieses Berichts aus Gaza so einen Schwenk zu den eigenen positiven Erfahrungen mit einem Energieprojekt machen kann. Ihr Wunsch nach konstruktivem und lösungsorientiertem Journalismus in allen Ehren, aber es ist die Aufgabe des Journalismus über Missstände zu berichten, auch wenn die Konfrontation damit kaum auszuhalten ist.

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Leserin
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Der Bericht macht mich sprachlos. Aber die Tränen treibt mir dann endgültig in die Augen das Obige:
Liebe Republik, liebe Lucia, liebe Verlegende, nur soviel, ich mag eigentlich nicht offtopic etc., aber konstruktiver, kreativer Journalismus hat mehr als nur eine Aufgabe.

Löpfes Werbung ist ostinat, ja, und deplaziert. Auch ich verdrehe manchmal die Augen. Aber man kann auch persönlich mit ihm seine Werbung evaluieren, ohne ihn blosszustellen. Lasst uns in unserer Trauer nicht noch derart banal streiten. Jedes trauert auf seine oder ihre Art; manche von uns können ihren Narzissmus unterdrücken.

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Grüezi Frau Herrmann
Es gibt dazu auch wissenschaftlich belegt andere Ansichten. Auch die Republik wird sich letztlich an ihrem Erfolg messen müssen.

Wir werden sehen.

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Schon in schrecklicher Stimmung nach dem mehrmals unterbrochenen Lesen des Berichts aus Gaza – grossen Dank an den Unbekannten und an Bettina Hamilton-Irvine – bin ich nun erschüttert über die Arroganz, in der einer hier die Debatte mehrmals und trotz Ordnungsrufen missbraucht für Propaganda für ein sicher gutes kleines lokales Energieprojekt in Deutschland, als wäre etwas Ähnliches aktuell ein Beitrag zur Verbesserung der Lage der Menschen in Gaza. Wo war dieser Besserwisser denn, als die Zeit für ein derartiges Projekt in Gaza vielleicht günstiger gewesen wäre, wenn die israelische Regierung und die Hamas das überhaupt zugelassen hätten?
Und Frage an die community: Müssen wir uns weitere Wortmeldungen von diesem Herrn gefallen lassen? Dem Recht auf Meinungsäusserung wurde in seinem Fall bereits umfangreich Genüge getan. Ich denke, es reicht, Moderation.
EDIT: Typos.

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Musikerin & Autorin
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Sehe ich auch so. Liebe Moderation, könntet Ihr nicht weitere Beiträge, die Herr Löpfe zu seinem Projekt postet, verbergen? Inzwischen haben sicher alle, die es wollen (und nicht wollen) mitgekriegt, dass er ein seiner Ansicht nach supertolles Projekt hat und können sich direkt an ihn wenden, wenn sie mehr dazu wissen wollen. Ich empfinde das von ihm schon seit längerer Zeit betriebene Dauerposten dazu als Spam. Und die Dialog-Etikette der Republik schliesst ja Werbung im Dialog aus.

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Ich kann die Redaktion der Republik nur bitten einen positiven und konstruktiven Journalismus zu pflegen und auf Schuldzuweisungen, mit Berichten über katastrophale Zustände ohne Lösungsvorschläge möglichst zu verzichten.

Sie lesen einen Beitrag, der Ihr Vermögen, kognitive Dissonanzen aufzulösen, sprengt, und Ihr Schluss ist: Solche Art von Information darf nicht sein?

"Shooting the messenger" sagt Ihnen vielleicht etwas...

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Urs Anton Löpfe
Entschwender
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Wie kommen Sie darauf, dass solche Beiträge nicht sein dürfen.
Ich schlage nur vor das Positive selbst in einem solchen Grauen auch zu erwähnen und vielleicht Vorschläge zu machen, welchen Beitrag kann ich/wir leisten um das Grauen zu beenden und in Zukunft zu vermeiden.

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Gahts no?!? Spam in den Republikkommentaren... ihr projektlein mit der AFD hat absolut nichts mit dem Thema zu tun!
Edit: Ich würde meinen das verstösst doch gegen die Regel 1 in der Etikette: keine Werbung.

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Souri Thalong
Community-Support
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Der Beitrag überstrapaziert den thematischen Rahmen, da haben Sie recht. Meine Kollegin Lucia Herrmann hat entsprechend darauf reagiert.

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Ein tief berührender, verdienstvoller Perspektivenwechsel, vielen Dank dafür.
Es ist Allgemeinwissen: Der Gaza-Streifen ist seit vielen Jahren ein Gefängnis mit mehr als 2 Millionen Insassen, von denen nur ein kleiner Bruchteil Mitglieder der Hamas sind. Deren Wahlerfolg in den palästinensischen Parlamentswahlen von 2006 wurde u.a. dadurch erklärt, dass die israelische Regierung dem ein Jahre zuvor gewählten Arafat-Nachfolger Mahmoud Abbas nicht den Hauch eines ihn legitimierenden Verhandlungserfolgs liess.
Die Hamas wurde in ihren Anfängen von Israel gefördert mit dem Ziel, Arafats Fatah zu schwächen und und die palästinensische Seite insgesamt als Verhandlungspartner zu disqualifizieren. Seither wurde das Hamas-Regime in Gaza durch das Durchwinken ausländischer Unterstützung gezielt toleriert. So konnte sich Netanjahu, der nie eine Zweistaaten-Lösung wollte, allen ernsthaften Verhandlungen entziehen und den Siedlungsbau im Westjordanland mit dem Fernziel Annexion vorantreiben. Damit wurde das Klima geschaffen, das der Terror-Tat der Hamas in den Augen mancher Palästinenser:innen den Charakter eines Gefängnis-Ausbruchs oder eines Notwehr-Exzesses verleiht. Wer masst sich an, es ihnen in ihrer völlig ausweglosen, verzweifelten Situation zu verargen?
Die schrankenlose Gewaltreaktion der Netanjahu Regierung hingegen (einer Regierung, die von besonnenen israelischen Stimmen wie Omri Boehm oder Moshe Zuckerman als Verbrecherbande qualifiziert wird), diese Rache-Orgie hat den unverhüllten Charakter eines Genozids-Versuchs. Die Vernichtung der Hamas als Ziel? Eine monströse Dummheit, wenn man sich vorstellt, was das gegenwärtige Geschehen in den Köpfen jener Kinder anstellt, die das Inferno überleben.
(Ich schreibe das als jemand, der zu verschiedenen Zeitpunkten insgesamt eineinviertel Jahre im Dienst verschiedener internationaler Organisationen in der Region gearbeitet hat und dabei mit allen Seiten des Konflikts Kontakt hatte.)

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Martin Hafen
Präventionsfachmann, Soziologe
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Danke für den Mut, den Leser:innen auch einen Blick auf diese Seite des Schreckens zu ermöglichen, der die Region wieder einmal überzieht. Hat es vor der Publikation dieses Tagebuchs in der Redaktion eine Auseinandersetzung zur Frage gegeben, ob sich die Republik durch diesen Beitrag des Antisemitismus verdächtig macht? Dieser Vorwurf wird in diesen Tagen ja schnell geäussert, wenn vor dem Hintergrund des Hamas-Terrors in Israel auf die Folgen der Aktionen des Staates Israel im Gaza-Streifen hingewiesen wird.

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Lieber Hafen, wir überlegen und diskutieren in jedem Fall, natürlich auch in diesem, sehr, sehr sorgfältig, was wir tun, wo wir hinschauen und wie wir berichten. Sie haben recht, die Debatte ist zurzeit extrem aufgeheizt und es werden teilweise die absurdesten Vorwürfe an den absurdesten Stellen geäussert. Eine absolute Spitze dieser Absurdität stellte beispielsweise ein kürzlicher NZZ-Artikel dar, der Daniel Binswanger der Israel-Feindlichkeit beschuldigte, notabene im Zusammenhang mit einem Kommentar, der den Titel "Wir sind alle Israeli" trug - und verwies dabei unter anderem darauf, Binswanger habe einen Israeli zititert, um sich damit Legitimität zu verschaffen. Es scheint mir gerade in der aktuellen Situation enorm wichtig, dass wir trotzdem der ganzen Erregung darauf achten, präzise mit Sprache umzugehen. Antisemitismus ist Diskriminierung oder Gewalt gegen Jüdinnen, die sich spezifisch gegen sie als Jüdinnen richtet. Einen solchen Vorwurf zu erheben im Zusammenhang mit einem Augenzeugenbericht aus Gaza, der das Leid der Menschen im Krieg schildert, wäre so falsch wie zynisch und muss ganz entschieden zurückgewiesen werden.

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Sie erwähnen die präzise Sprache. Das ist in der gegenwärtigen Situation sicherlich keine leichte Herausforderung.
Ich bin in Ihrem Artikel über einen Begriff gestolpert, aber angesichts des Grauens, das sich in ihrem Artikel auftut, wollte ich hier zunächst keinen Begriffsverwendungs-Nörgeleikommentar schreiben.
Aber dann: Begriffe haben oft Bedeutungshoheits-Macht mit der sie eine einseitige Sicht der Dinge begünstigen. Ich nehme Ihren Ball also gerne auf :-) :

Den von der UN verwendeten Begriff Relocation Order / Umsiedlungsbefehl nicht als Teil des Zitats der UN, sondern als Teil des Artikel-Texts zu verwenden, hat mich irritiert. Israel hat beschlossen, Nord-Gaza besonders intensiv anzugreifen, womit gerade angesichts der "Human-Shield" Taktik der Hamas zivile Opfer absehbar waren, und hat deshalb die Bevölkerung im Vorfeld gewarnt, und dazu aufgerufen, nach Süden zu fliehen, weil dort – ebenfalls eine wichtige Information – weniger intensive Angriffe stattfinden würden. Hilfreich oder nicht, realistisch oder nicht, heuchlerisch oder nicht: Das war ein Sicherheits-Appell. Umsiedlungsbefehl entspringt dem zunächst im arabischen Raum propagierten Narrativ, dass es sich um eine langfristige Vertreibung handeln würde. Diese Meinung kann man haben oder nicht. Und man kann die teilweise nicht neutrale Sprache der UN begrüssen oder nicht. In einem neutralen Artikel sollte sie aber als Aussage deklariert sein, und nicht als neutrale Tatsache.

Und immerhin: nachdem mir die Übernahme des Begriffs etwas einseitig vorkam, war ich erleichtert, dass im nächsten Abschnitt genau beschrieben wird, was Sache ist: Vor ein paar Tagen bereits hat Israel die Bewohnerinnen des nördlichen Gazastreifens aufgerufen, das Gebiet innerhalb von 24 Stunden zu räumen und in den Süden zu flüchten.

Vielen Dank für den Artikel. Und nochmals: angesichts des Grauens in dem Artikel und der Schwierigkeit hier überhaupt noch irgendwie korrekt zu berichten, ist meine Anmerkung natürlich nur ein Detail.

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Dieser Artikel hat mich zum weinen gebracht. Unfassbar dieses Leid und die Welt schaut zu. Mir fehlen die Worte. Danke für diesen erschütternden Bericht.

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Mitglied Genossenschaftsrat Project R
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Uff, das sitzt.
Mit all den Kurznachrichtendiensten könnte ich die Geschehnisse fragmentiert und ungefiltert mitverfolgen - eine Überforderung, die ich mir nicht mehr antun will. Berichte, wie jene der UN hingegen, bleiben nüchtern und abstrakt.
Der Artikel ist unglaublich nahbar aber kuratiert und eingeordnet - so funktioniert also das journalistische Format dazwischen.

Ich stelle mir vor, dass ein solches Format für Journalist*innen relativ belastend ist. Wie war es, über längere Zeit um Nachrichten von Mostafa bangen zu müssen?

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Vielen Dank für diese Rückmeldung. Der direkte Austausch mit einer Person, die mitten aus dem Kriegsgeschehen berichtet, war einerseits sehr interessant für mich. Andererseits hat er das Ganze natürlich auch auf einer ganz anderen Ebene real gemacht. In den Medien zu lesen, wie viele Personen bisher gestorben sind, ist das eine. Eine Sprachnachricht im Ohr zu haben von einem Menschen, der vor Verzweiflung weint, weil er um das Leben seiner Kinder bangt, ist nochmals etwas anderes. Man wird sich auch auf brutale Art und Weise seiner eigenen unfassbaren Privilegien bewusst.

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Multifunktional
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In meinem privaten Umfeld sind die Sympathien klar "pro Palästina". Nach den Massakern der Hamas wurde ich gefragt, auf "welcher Seite" ich stehen würde, worauf ich antwortete, "auf der Seite des Friedens". Beide Seiten hätten ihre Berechtigung und der Konflikt sei komplizierter als reines "Gut und Böse". Dazu stehe ich im Prinzip noch immer. Doch mit jedem Tag der Bombardierungen wird es schwieriger, diese Position zu verteidigen. Ich kann nicht mehr mit gutem Gewissen dagegen halten und relativierend auf die schwierige Situation Israels verweisen, wenn mir Nachrichten und Bilder aus Gaza zugeschickt werden. Ich flüchte mich in Schweigen, will ich doch die Hoffnung auf Frieden irgendwann nicht aufgeben und nicht in ein Schwarz-Weiss-Denken fallen. Im alten Testament steht etwas von "Auge um Auge, Zahn um Zahn". Ist ein israelisches Auge wirklich x-mal mehr wert als ein palästinensisches? So schrecklich die Massaker der Hamas waren - so inakzeptabel ist das Vorgehen der israelischen Armee in Gaza und die Verantwortlichen gehören unabhängig ihrer Nationalität und dem damit einhergehenden internationalen, inoffiziellen "Schutzstatus" vor ein Kriegsverbrechertribunal.

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"Auge um Auge..." ist eine fatale Fehlübersetzung eines Rechtssatzes, der Ausgleich statt Rache forderte . Es sollte heissen: "Aug für Aug, Zahn für Zahn".

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Multifunktional
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… der Sinn bleibt der gleiche, oder? „Wie du mir, so ich dir“.

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Lic. rer. soc.
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· editiert

Ich kann nicht mehr mit gutem Gewissen dagegen halten und relativierend auf die schwierige Situation Israels verweisen, wenn mir Nachrichten und Bilder aus Gaza zugeschickt werden.
Mir geht es ähnlich. Dann schaue ich mir die Bilder unter hamas (bindestrich) massacre (punkt) net an (ich schreibe den Link absichtlich nicht aus) und überlege, was passieren würde, wenn Israel jetzt einseitig einem Waffenstillstand zustimmen würde, während Gaza weiter mit Raketen auf israelische Städte und Wohnquartiere schiesst und Hamas-Führer in ihren Luxusquartieren weit weg des Kriegsgeschehens herumpraschauern, sie würden erst aufhören mit Juden töten, wenn es auf der ganzen Welt keinen lebendigen Juden mehr gäbe.
Wer sonst ausser der IDF wäre bereit, die Hamas zu stoppen?

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Aber sie stoppen Sie ja garnicht, sie töten in der grossen Mehrheit ZivilistInnen, haben sie das auch schon gemerkt? (Hamas Bindestrich Massaker, klingt echt seriös ja).

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So sehe ich das auch.

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Verlegerin
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Der Bericht des direkt betroffenen Mostafa ist aufwühlend in allen Ausführungen und in der grossen Lücke. Ich möchte fast vom H-Wort sprechen, das dem Betroffenen fehlt. Oder das V-Wort. Es ist menschenmöglich und wäre kein Wunder, dass die Bevölkerung in Gaza das Beschreiben ihrer eigenen Situation überfordert.

Ist es real, dass Mostafa niemals erwartet hat, von der Hamas - der eigenen Gebietsverwaltung - Benzin, Wasser, Nahrung durch das Tunnelsystem sowie Schutz im rettenden Tunnelsystem zu bekommen?

Ist es real, die Zuständigkeit der Hamas zu kennen und sie nicht nach deren Verantwortung bei der Milderung der Umstände der Bevölkerung zu fragen?

Ist es real, die nächsten Nachbarn nicht um Zusammenhalt zu fragen, um die Nutzer des Tunnelsystems zu bestechen für das Überleben der eigenen Familien?

Ist es real, Israel gleichzeitig als Feind und als einzige Verantwortung zu sehen?

In welcher Wirklichkeit sind alle diese Inhalte real?

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Liebe Frau H., ich bin mir nicht sicher, ob Sie das ernst meinen, aber mit der Frage, wieso Mostafa nicht die Nutzer des Tunnelsystems besticht für das Überleben der eigenen Familie, scheinen Sie die Realität dieses Krieges massiv zu verkennen. Die Tunnel sind die Kommandozentralen der Hamas-Extremisten, wo diese Waffen und Munition lagern und von wo aus sie Raketen abschiessen. Entsprechend ist es natürlich eines der zentralen Ziele der israelischen Armee, diese Tunnel zu finden und zu zerstören, was auch bereits vielerorts geschehen ist. (Zur Frage, wie sie das genau tun, hat der Tagesspiegel übrigens gestern einen interessanten Artikel publiziert, der sich allerdings hinter einer Paywall befindet.) Dazu werden unter anderem so genannte Schwammbomben einsetzt, welche eine chemische Reaktion auslösen und die Tunnel verstopfen. Abgesehen davon, dass die Annahme ziemlich realitätsfremd ist, man könne einfach jemanden bestechen und werde dann in die Kommandozentrale von Extremisten gelassen: Ist das wirklich ein Ort, an den Sie Ihre Familie würden hinbringen wollen?

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Verlegerin
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Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich meine die Fragen ernst, weil ich nicht verstehe. Ihre Erklärung bietet den Ansatz einer Antwort. Ich erwarte nicht alle Antworten.Ich habe erwartet, dass mit diesem Krieg eine bestimmte Hoffnung zu Ende gegangen ist oder eine Perspektive geendet hat. Dass die Bevölkerung etwas versucht hat, was nun vereitelt ist. Dass sie benennen können, was das war. Worauf sie sich verlassen haben, was nun nicht mehr da ist.

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Zur Frage, wie sie das genau tun, hat der Tagesspiegel übrigens gestern einen interessanten Artikel publiziert, der sich allerdings hinter einer Paywall befindet.

Hier kann der erwähnte Artikel ohne Paywall gelesen werden: https://archive.is/20231101164056/h…14021.html

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"Physiker"
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Ich habe mir das auch überlegt, bis ich einige Interviews mit Hamas-Vertretern hörte. Sie sagten ihr Ziel sei es Israel zu vernichten mit allen Mitteln, auch wenn die eigene palestinensische vollständig getötet würde, denn diese seien ja denn Martyrer. Es scheint mir klar, dass solche Leute ihre Schutzräume und Tunnels gar nicht zur Verfügung stellen. Auch wenn es wohl auch gemässigtere Hamas gibt.

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Verlegerin
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An die Downvotenden: Der Grund für die Bewertung interessiert mich.

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Die Hamas um Kooperation zu bitten .. das ist der lokale Gorilla. Was haben sie anzubieten ? Lokale Waehrung ? USD ? Brauchen die nicht, und sonst koennen sie auch um ihre Spende bitten ohne etwas dafuer zu geben. Zudem sollte man sich fragen ob die Tunnels der Hamas sicherer sind, oder allenfalls sogar noch exponierter.

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Von Anfang an war die schreckliche Befürchtung, dass Verteidigung dieser Art unbeschreibliches Leiden bringt.
Das Einzige was den Menschen im Gaza in ihrer Todesangst bleibt ist eine Stimme, die um Hilfe schreit und betet. Unsere Herzen sollen bluten, wenn wir diese Stimme hören. Und an alle die Stimmen mahnen, die verstummt sind. Wenigstens sollen wir Zeugen sein.

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Und während wir das lesen, wurde gerade der Haupteingang des Al Shifa Hospitals bombardiert! Das Indonesische Spital wurde von Bomben beschädigt. Ein Blutbad überall! Ich verstehe es nicht, wie kann man noch lange reden und warten? Auf was? Israel muss sofort zu einer Feuerpause gezwungen werden!

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-Ohne Freilassung der Geiseln, keine Feuerpause.-

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Nethanyahu weiss ganz genau, dass es keine Freilassung aller Geiseln geben wird. Er wird nicht aufhören. Die Frage ist, wie lange unsere Regierung und der Rest der Welt ihm noch dabei zuschauen werden. Sie haben gesagt, sie werden sie töten wie Tiere. Alle haben diese Aussage verurteilt, aber niemand stoppt sie dabei, jetzt wo sie es tun.

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Unter dem Al Shifa Spital befindet sich die Hauptzentrale der Hamas. "Blutbad überall" ist eine Angabe von Hamas, ähnlich wie bei den angeblich 500 Toten nach der fehlgeleiteten Rakete. Vorsicht mit den unbestätigte Informationen!

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In dem Fall: Volle Kraft voraus Herr R.! Villeicht sitzen auch noch die 240 Geiseln darunter!

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Der linke (woke, queere) Antisemitismus in der Debatte zu diesem Beitrag ist bestürzend und lässt einen fassungslos und tieftraurig zurück, ebenso wie das menschliche Leid in Israel und Palästina. Da geht wirklich jede Hoffnung verloren. Ein friedliches Wochenende den Privilegierten in den geheizten Schweizer Stuben.

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Wo sehen Sie konkrete "linken (woken, queeren) Antisemitismus"? Ohne konkrete Hinweise ist ihre Aussage eine pauschale Verallgemeinerung und Verurteilung über die Debattierenden hier, und geht so nicht in Ordnung.

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Überall dort, wo Tote in Israel weniger wert sind als Tote in Palästina und mit “Kontext” argumentiert wird. Also in gefühlt 4/5 der Beträge. Die Negierung des Universellen in den Menschenrechten ist ein Kern der woken Ideologie. Ich wollte bloss meiner Bestürzung und Trauer Ausdruck vermitteln. Antisemitismus ist Mainstream, und das leider auch links. Friedliches Wochenende.

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Ich glaube nicht, dass es hier einen beabsichtigen Antisemitismus gibt, ich würde es eher Naivität nennen. M.E. hat Herr Binswanger mit seiner differenzierten Kolumne vom 14.10. schon alles gesagt und in den Leserkommentaren Stellung bezogen. Es scheint mir erschreckenderweise überhaupt nicht angekommen zu sein bei einem grossen Teil der Leserschaft (oder eher Kommentierenden), von der ich mich immer mehr zu entfernen scheine. Dass die israelische Regierung eine destruktive Politik betrieben hat und diese weg muss, wird wohl von niemandem hier bestritten. Die Realität ist nun mal aber so, wie sie ist: Israel wurde auf bestialische Weise angegriffen und wird weiter attackiert. Die Hammas MUSS weg, es wird keine Zukunft geben mit ihr. Dieses Dilemma gibt es, ob es uns passt oder nicht und es ist leicht, vom warmen Sessel aus moralisch zu sein. Mit "ich halte die andere Wange hin" gewinnt in der Realität niemand einen Blumentopf. Niemand hier hat die Verantwortung für die Sicherheit der Bevölkerung in Israel. Wir können leicht kritisieren und Vorschläge machen, die nie auf dem Prüfstand stehen werden und vielleicht (oder ziemlich sicher) noch viel grösseres Leid verursachen würden.

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Mir ist ehrlich gesagt nicht bewusst gewesen, dass es ein zentrales Problem bei der Betrachtung der Situation im Westjordanland bzw Gazas gibt. Dem des Status' und damit den internationel Verpflichtungen Israels.

Der Tagi hat den folgenden Beitrag dazu gewidmet:
https://www.tagesanzeiger.ch/gastbe…5425616770

Zentral ist dabei folgender Absatz:

Das Vermeiden einer völkerrechtlichen Einordnung der Hamas war kein Versehen des Bundesrats, ebenso wenig wie sein Stillschweigen zum Status des seit 2007 von der Hamas weitgehend selbstständig verwalteten Gazastreifens. Im Nachgang der bestialischen Verbrechen des 7. Oktober 2023 meiden Politik und auch die Fachwelt weiterhin klare Aussagen zur Frage, was Hamas und Gaza genau sind.

Völkerrechtlich (also aus Sicht der wenigen Staaten, die Palästina nicht anerkannt haben - allerdings ist das der gesamte Westen und damit der in der Region weltpolitisch einzig relevante Teil) könnte sowohl Gaza als auch das Westjordanland rechtliches Niemandsland sein.

So, wie sich das teilweise liest, wurde zwar für Israel nach dem Zusammenbruch des britischen Mandats ein rechtlicher Status gefunden, für die palästinensischen Gebiete jedoch nicht.
Folgt man diesem Argumentationsstrang, dann würde dort einzig das Recht des Stärkeren gelten. Menschenleben hätten keinen Wert - die Regeln der UN dürften nur für Mitgliedsstaaten (bzw Staatengebilde im Allgemeinen) gelten. Gaza wäre (völkerrechtlich betrachtet) aber ausserhalb des UN-Zuständigkeitsbereiches.

Wäre es möglich, wenn sich die Redaktion mit diesem Thema befasst?

Es muss doch eine rechtlich valide Einordnung des Status von Gaza/Hamas sowie dem Westjordanland/PLO geben. Und davon abgeleitet die Rechte und Pflichten des Staates Israel.

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Da wird die Frage aufgeworfen, warum sich die Person im bisweilen stockdunklen Gazastreifen unter Todesgefahr keine Gedanken über die Hamas und deren Terror macht. Wenn man ihre Whatsapp-Mitteilungen und die darin zu spürende Dringlichkeit liest, wird schnell klar, dass die Problemlage weit über die Metaebene Israel/Palästina hinausgeht. Das ist die Stärke dieses Beitrags, der sich mit journalistischem Variantentum hervortut.

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Religionspädagoge
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Langsam zeigt sich, wozu Menschen mit Macht imstande sind. Wir sollten uns alle fürchten.
Liebe als einzige Kraft, die noch helfen könnte, wird gerade erwürgt. Wird sie je auferstehen?

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· editiert

Besonders jetzt dürfen wir die Liebe im Sinne von Caritas nicht aufgeben.
Mostafa schreibt wie die Liebe ein letztes Gefühl von Menschlichkeit gibt.
(Im Bericht vom 21.10 um 20.50 Uhr)

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Religionspädagoge
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Ja. Liebe ohne Macht. Ohnmächtige Liebe.

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Kritischer Leser
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„Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, sich weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht dumm machen zu lassen.". - Theodor W. Adorno.
Was mir in dem eindrücklichen, aus vielen Bruchstücken zusammengestellten Text, gefehlt hat, ist der Hinweis auf die Täter. Die Hamas, die in Verfolgung ihrer Ziele bewusst in Kauf nahm, dass die Israelis einmal mehr, wie schon so viele Male zuvor, mit überwältigender Gewalt Rache nehmen würden für das Massaker, das ihre Kämpfer vorwiegend unter der Zivilbevölkerung der israelischen Umgebung des Gazastreifens angerichtet haben. Eine Rache, die überwiegend die Zivilbevölkerung des Gazastreifens traf, und bereits über 8000 Todesopfer, darunter über 3000 Kinder, gefordert hat. Und Israel, das einmal mehr der tödlichen Illusion nachgab, Frieden und Sicherheit für die eigene Bevölkerung mit Gewalt herbeibomben zu können. Israel ist mit Gewalt errichtet worden und hat über Jahrzehnte versucht, die Palästinenser mit Gewalt dazu zu bewegen, ihren Widerstand gegen ihr Dasein als Flüchtlinge, als Bewohner des grössten Freiluftgefängnisses der Welt in Gaza, als staatenlose Bevölkerung im Westjordanland unter israelischer Besatzung, ihr Dasein als Zweitklassbürger in Israel selber zu akzeptieren. Die Gewalttaten der Hamas haben einmal mehr bewiesen, dass das nicht funktionieren kann und wird. Selbst wenn es gelingen sollte, die Hamas "auszuschalten", ihre Führungspersonen zu "eliminieren", ist das keine Garantie dafür, dass sie nicht umgehend von einer anderen Widerstands-Organisation abgelöst wird, die wenn möglich noch radikaler agiert.
Typischerweise hat Israel keine Vorstellung davon, was dieser Krieg bewirken soll; Wenn es denn ein Krieg ist, und nicht einmal mehr ein unfassbares, unverzeihliches Massaker. Was wir in dieser Situation tun können, ist nur, für eine sofortige Waffenruhe einzustehen, für Verhandlungen über die Freilassung der Geiseln, für die Sicherstellung der Versorgung der Zivllbevölkerung von Gaza. Mittelfristig liegt es nicht zuletzt auch in der Verantwortung der Bevölkerungen der Länder des Westens, der für die Etablierung Israels verantwortlich zeichnete, sich für eine dauerhafte Lösung dieses Konflikts einzusetzen. Eine Lösung, die Israelis wie Palästinensern ein Leben in Sicherheit und Frieden ermöglichen muss. Ich kann es nur einmal mehr wiederholen: Sicherheit und Frieden kann es nur für beide Seiten geben. Beide Seiten müssen der Versuchung widerstehen, Gewalt einzusetzen, die nur zu Gegengewalt führen kann und nichts löst. Insbesonders brauchen die Menschen im Gazastreifen und in der Westbank wie die Palästinenser in den umliegenden Staaten eine politische Perspektive anstelle blosser Widerstandsaktionen, die angesichts der ungleichen Machtverhältnisse nur auf sie zurückschlagen können.

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Verstoerend finde ich eher, dass sich die Europaer noch mit dem Verbot der Hamas beschaeftigen. Das ist ja sehr gut, bring aber grad nicht so viel. Ein Bisschen appelieren ist ja nett, Verhandlungen vorschlagen ist auch lieb ...
Der Kriegsverbrecher hat einen Namen. Dafuer gibt es Sanktionen, sei das nun fuer die Regierung einen internationalen Haftbefehl auszusetzen, Abkoppeln des Bankensystems, usw .. wenn sich die Verantwortlichen entschloessen. Die wirtschaftlichen Beziehungen sind scheint's zumindest jetzt noch wichtiger.

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Religionspädagoge
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· editiert

Fremdes Leid ist immer ein Leid, das ich mir selber zufüge. Jede Verletzung der Würde kommt einer Selbstentwürdigung gleich.“
Thomas Gröbly. Einen Augenblick staunen. 2023 (2) S. 124 (edition volleshaus).

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Meine Ohnmacht lähmt mich und ich denke gerade über die Adjektive menschlich und tierisch nach. Mir ist tierisch wesentlich lieber.

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anonyme Verlegerin
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· editiert

Helfen die Kategorien wirklich weiter? Sollten wir wirklich diese Sprachekategorien des Krieges, der Spaltung und letzlich der Gewalt übernehmen?

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(von der Moderation verborgen)
Lucia Herrmann
Community @ Republik
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Verborgen: Bitte bleiben Sie bei Ihrer Kritik differenziert, einfache kausale Erklärungen werden der Komplexität dieses Krieges nicht gerecht. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an kontakt@republik.ch

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Dann verbergen Sie bitte auch die Anschuldigungen des Verlegers, der mich hier öffentlich der Propagierung einer Verschwöhrungstheorie der "jüdischen Weltverschwörung" anschuldigen darf! Der mir unterstellt mich strafbar gegen das Antirassismusgesetz zu machen, und die Taten der Hamas zu verharmlosen. Das ist eine ungheure Unterstellung und genauso wenig differenziert! Es sind letztendlich immer die selben Versuche, die Menschen die sich mit dem palästinensischen Volk solidarisieren, zu kriminalisieren und unter Generalverdacht zu stellen. DAS ist genauso unhaltbar! Wird aber in sämtlichen Medien praktiziert. Kriegspropagandisten dürfen überall als Saubermänner auftreten, da schreit kein Hahn danach, da wird keine Aussage verifiziert! Denjenigen die das Verbrechen gegen die Menschlichkeit anprangern, wird jedoch kontinuierlich vorgeworfen, Gewalt zu verharmlosen, ja sogar zu befürworten. Das ist doch eine totale Verdrehung der Tatsachen! Wenn das der Kampf gegen Antisemitismus sein soll, wenn so Frieden erreicht werden soll, dann habe ich jegliche Hoffnung verloren.

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Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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(von der Moderation verborgen)
Multifunktional
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Herr M., mit Ihren Anschuldigungen gegen Frau Schaffner gehen Sie entschieden zu weit. Von Ihren Interpretationen (zionistisches geostrategisches Projekt, dreckige Juden usw.) steht nicht einmal annähernd etwas im Post von Frau Schaffner.
Das Gegenteil von Antisemitismus ist nicht Kritiklosigkeit gegenüber Israel als jüdischem Staat sondern Gleichwertigkeit. Gleichwertigkeit bedeutet aber auch, dass die gleichen Wertmassstäbe angesetzt werden, wie bei jedem anderen Staat und dass Kritik geäussert werden darf, wenn dieser Staat gegen diese Massstäbe (Völkerrecht, Kriegsrecht, Menschenrechte) verstösst.
Möglich, dass das Kanalprojekt, auf das sich Frau Schaffner bezieht, nicht gebaut werden soll und dass keine aktuellen Pläne bestehen, dies zu tun. Es ist aber auch das Gegenteil möglich. Israel wäre nicht der erste Staat, der ein solches Bauprojekt umsetzt, auch wenn es zum Nachteil der Nachbarstaaten ist. Denken Sie nur an das Staumauerprojekt am Oberlauf des Nils oder ähnliche Projekte in China. Kritik an einem solchen Projekt hat rein gar nichts mit Antisemitismus zu tun.

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Geht's eigentlich noch?! Ich halte die anderen Staaten für kein bischen besser, schon garnicht die USA und Saudiarabien! Wollen Sie mich wegen Hassreden gegen diese etwa auch anklagen? Ich blende garnichts aus, ich sehe nur, wie all diese Geschehnisse jetzt missbraucht werden, von jedem der sich ein Stück des Kuchens davon verspricht! Und apropos Leugnen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit, ja da steht Israel tatsächlich grade auf Platz 1, hat die Greuel der Hamas leider schon weit in den Schatten zurück gestellt. Und um noch einmal etwas klar zu stellen: Israel hat nicht das Monopol auf die JüdInnen dieser Welt!

p.s. und anstatt mir den Mund verbieten zu wollen, widerlegen Sie meine Argumente wenn Sie können. Ich bin für jede Diskussion offen. Aber wenn Sie glauben, diese unterbinden oder gar verbieten zu können, haben Sie sich geirrt, noch leben wir in einem demokratischen Land.

edit: p.s.

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Souri Thalong
Community-Support
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(Beitrag verborgen: Beinhaltete konkrete Vorwürfe gegen eine andere Person, die ohne Kontext – da erster Beitrag des Threads auch verborgen – schwierig einzuordnen sind.)

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Köchin
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Und? Was mache ich jetzt?

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Leid vor Ort best möglich vermindern und verhindern, denn das kann man als Einzelperson sehr wohl beeinflussen.

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Danke Herr S. Wenn wir alle nicht länger unterschätzen, was wir als Individuen beitragen können, wird sich langsam etwas ändern.
Auch wenn das in der jetzigen Zeit aussichtslos scheint.

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(von der Moderation verborgen)
Souri Thalong
Community-Support
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(Beitrag verborgen: Bezog sich auf einen anderen Beitrag, der inzwischen nicht mehr verfügbar ist.)

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