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Auch wenn mich beim Lesen - oder selber Formulieren - von Mutmassungen meist ein mulmiges Gefühl befällt, überwiegt beim Lesen dieses Artikels die Freude über die Zivilcourage und den Mut von Frau Keller, ihren männlichen Physikprofessorkollegen und der ETH mit ihren unverblümten Äusserungen die Stirn zu bieten, bei weitem. Ich erwarte gespannt die Reaktion der Kritisierten und hoffe, dass der offenbar erwiesenermassen hervorragende wissenschaftliche Ruf der bewundernswerten Kritikerin sie vor unheilvollen Vergeltungsmassnahmen schützen wird.

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lieber Her B.
die werte Frau Keller hat vor Jahren eine dermassen miserable Vorlesung gehalten, dass sie ihr weggenommen werden musste.
die arme Frau Carollo hat bei den Dienstleistungsangestellten der ETH einen miserablen Ruf, weil sie Fehler immer bei anderen sucht und sofort haltlose Vorwürfe erhebt, wenn ihr etwas nicht in den Kram passt.
beide Tatsachen habe ich selbst recherchiert. ich kenne meine Quellen persönlich, eine männlich, eine weiblich. beide haben das am eigenen Leibe erlebt, aber auch beobachtet, wie es anderen widerfuhr.
ich ziehe nun aber nicht den Schluss, dass Frau Keller oder Frau Carollo im Unrecht seien, auch wenn ich persönlich überzeugt bin, dass der Vorwurf von Frau Keller in dieser Allgemeinheit nicht zutrifft.
da mir weitere Informationen aus weiteren Quellen vorliegen, die beispielsweise in der Biologie jahrzehntelanges massives Fehlverhalten eines Professors gegenüber seinen Doktorandinnen belegen, wovor Bewerberinnen sogar von Dienstleistungsangestellten gewarnt werden, sehe ich vor allem das Problem, dass Schwarze Schafe die Unfähigkeit und den Unwillen der Verantwortlichen schamlos ausnutzen, um ihr dreckiges Spiel zu treiben.
Frau Keller hat zweifelsfrei recht, dass dieser Saustall ausgemistet gehört.
Frau Carollo hat sich gemäss meinen Quellen nichts zu schulden kommen lassen, was auch nur im Entferntesten eine Kündigung rechtfertigen würde.
es ist vielmehr so, dass beide halt einfach unbequeme Typen sind, die laufend die Anstandsregeln der zwischenmenschlichen Kommunikation gegenüber Untergebenen und Unterlegenen derart massiv brechen, dass die Opfer fassungs- und hilflos zusammenklappen. das offenbart charakterliche Mängel, welche die ETH wohl in Kauf nehmen muss, wenn sie sich deren herausragende Forschungsresultate ans Revers heften möchte.
diese Charakterschwächen sind unerheblich, wenn man die gravierenden, systematischen und extrem schädlichen Verstösse der Gegenspieler von Frau Carollo betrachtet, welche die Artikelserie belegt.
ein ganz schlechtes Licht auf einige diese Gegenspieler wirft auch ihre Weigerung, den Fragenkatalog der Republik-Journalisten nicht zu beantworten.
Meiner Meinung nach sollte man den alten Zustand wieder herstellen, indem man u.a. die Auflösung des Instituts für Astronomie rückgängig macht.
Ich war trotz des wichtigen Inhalts mit den drei Artikeln nicht zufrieden, weil sie schlecht geschrieben sind: Die drei Autoren kennen den Unterschied zwischen reflexiven und intransitiven Verben nicht, die Wortwahl wirkt oft unbeholfen, die Darstellung ist lausig, und es ist mehr als ärgerlich, dass keine vollständige Fassung existiert, sondern der konzentrierte Leser mit Telenovala-Elementen gequält wird. in einer besseren Schülerzeitung wären das sprachliche und formale Niveau der drei Artikel angemessen. man kann den Autoren allerdings zugute halten, dass sie noch jung sind.

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Lieber Herr M.

Ich verstehe nicht, warum Sie Ihren Beitrag als Antwort auf den meinigen veröffentlichen, will aber trotzdem kurz darauf eingehen. Ich kenne die Gegebenheit, dass hervorragende Forschungstätigkeit nicht auch mit begnadeter Lehrtätigkeit gepaart sein muss. Ich weiss zudem, dass hochintelligente Menschen auch schwierige Menschen sein können. Im Übrigen bemühe ich mich, meine Wahrnehmungen explizit aus meiner Subjektivität heraus zu äussern, was sprachlich zwar etwas aufwendiger ist und bei der Schilderung von Gehörtem aus dritter Quelle den Konjunktiv erfordert, aber so den objektiven Wahrheitsanspruch zu vermeiden versucht und so der gewaltfreien Kommunikation dienen soll. Mit der selben Absicht versuche ich auch Zuschreibungen zu vermeiden indem ich
offenbare, was diese subjektiven Wahrnehmungen gefühlsmässig bei mir bewirken. Ich schreibe Ihnen dies, weil mir Ihre harsche Kritik an den drei AutorInnen inhaltlich und auch von der Form her, nämlich der Zuschreibung und der Feststellung der Tatsächlichkeit, missfällt.

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A. H.
· editiert

Hat man die dreiteilige Reportage gelesen, wird man zu denselben Schlüssen kommen wie Ursula Keller. Man kann Frau Keller für ihre mutigen und pointierten Aussagen nur gratulieren. Ich hoffe, sie findet für ihre Forderungen auch bei den männlichen Kollegen Unterstützung.

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Ein starkes Stück Republik mit würdigem Abschluss. Ursula Kellers Interview ist geradezu exemplarisch dafür, wohin guter Journalismus führt: Zu gesunder Demokratie und Mut zum Ungehorsam, wenn es dem Allgemeinwohl und der Gerechtigkeit förderlich ist.

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Habe die Artikelserie ETH aufmerksam und kritisch gelesen; das Recherche-Team und vor allem die mutigen Aussagen von Frau Prof. Keller verdienen Anerkennung und Bestnoten!

Die Leserkommentare sind grossmehrheitlich sehr differenziert und erwarten, verlangen bzw. erhoffen einen Entscheid des ETH-Rates, der hilft, die verkrusteten Strukturen aufzubrechen und zeitgemäss zu überarbeiten. Ich auch. Sonst; dranbleiben, Republik!

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Was für eine mutige Person!
Und wie tief wir doch noch immer stecken im patriarchalen Sumpf.
Ja, eine parlamentarische Untersuchung braucht es hier...

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Wow, diese Frau traut sich was, Hut ab und Verbeugung.
Bin mal gespannt, was da noch alles kommt.

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Selten ein so aufrichtiges Interview gelesen - klar und furchtlos in der Aussage! Der happige Vorwurf der Korruption, nämlich die intransparente Vergabe von Steuergeldern und der Missbrauch der eigenen Position steht nun im Raum und muss spezifiziert und untersucht werden.

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Bleibt zu hoffen, dass sie jetzt nicht als Nächstes rausgeworfen wird, weil sie "unangenehm" wird.

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Danke der Republik für diese ausgezeichnete dreiteilige Serie zum Fall an der ETH. Mich hat der Fall von Anfang an – sehr unangenehm – beschäftigt. Einerseits die zahlreichen Missstände, die in der Betreuung von Doktorierende herrschen und andererseits die Unfähigkeit einer Institution mit einer solchen Situation korrekt umzugehen. Nachdem ganz offensichtlich gravierende Mängel in der Untersuchung des Falls Carollo klar nachgewiesen werden können, würde ich mir für die ETH wünschen, dass der Präsident auf seinen Entscheid, die Entlassung der Professorin Carollo beim ETH-Rat zu beantragen, zurückkommt und der Fall korrekt untersucht wird. Auch dachte ich: Wo bleiben die Stimmen aus der Professorenschaft? Ein grosser Dank an Professorin Ursula Keller, die hier Klartext redet.

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MUTIG! Hoffentlich wird dieses Interview Anlass um endlich Licht, Transparenz und Respekt (Gleichwertihkeit!) in die ETH zu bringen.

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Gruezi Frau Keller - als Nichtgstudierter bewundere ich ihren Mut, die grundsätzlichen Probleme an der ETH klar und deutlich zu benennen. Die ETH als Elfenbein Turm ist anscheinend unantastbar - ich hoffe nur, dass Sie mit Ihren Ausführungen nicht in Teufels Küche kommen. Jemand wie Sie hätte die ETH an der Spitze verdient. Jemand der nicht nur die Spitzenwissenschaft forciert, sondern auch den Menschen und die Gleichberechtigung genügend beachtet. Ich wünsche Ihnen alles Gute - und ja, ich bin stolz, dass es solche Frauen wie Sie gibt.
B. G.

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Frau Prof. Keller: ^Es wird bei jeder Gelegenheit Stimmung gegen die «schwierige Person» gemacht. Bei sämtlichen Mehrheits­entscheiden unterliegt sie – und hat ihre Niederlagen zu akzeptieren, denn Demokratie steht ja über allem.^
Dafür gibt es doch ein Wort: Mobbing.
Die Recherche und das Interview - genial. Danke.

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Gratulation, Ursula Keller, für Klartext und Mut. Gut, dass noch jemand die ETH als Haifischbecken empfindet und zudem mit Gesicht und Name hinsteht... Es geht hier (das auch als Antwort auf andere Beiträge) nicht um Schuld, sondern darum eine abgeschottete Kultur aus dem Dunkel zu holen, Vorgänge zu beleuchten, vor denen die Öffentlichkeit und die Politik die Augen verschliessen. Die ETH Zürich ist tatsächlich eine "geschützte Werkstätte", die unter Heimatschutz steht, weil sie dem Image der Schweiz so gut tut. Sie kostet die Steuerzahlenden aber auch ziemlich viel. Wir finanzieren eine renommierte Hochschule, aber auch die tollen ausländischen Professoren, die an die ETH kommen, weil hier die Drittmittelbeschaffung nicht gar so erdrückend ist wie etwa in den USA. Und wir finanzieren auch die Selbstherrlichkeiten und Selbstüberschätzungen emeritierter Professoren und späterer Ombudsmänner.
Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung müssen der ETH dringend auf die Finger schauen und nachhaltig dafür sorgen, dass heute gämgige und bewährte Verhaltensregeln und Transparenz, dass Corporate Governance auch hier eingehalten werden und man nicht ex cathedra darauf spurcken kann, nur weil die Methode aus der verpönten Privatwirtschaft kommt. Die Opfer des abgeschotteten Laisser-faire und des Nicht-Hinschauens sind nicht immer Frauen, aber auffälligerweise doch eher.
Neu ist das alles nicht. Man erinnere sich z.B. an den Fall des ETH-Präsidenten Ernst Hafen. Sicher ist er ungeschickt und unbedarft vorgegangen, aber er wollte etwas ändern, mehr Kontrolle den Departementen gegenüber einführen z.B. - und er stiess auf den allererbittertsten Widerstand der Professorenschaft, die sich in ihrem Stolz verletzt sah und in ihrer Eitelkeit gekränkt.
Nun sind die Behörden der Oberaufsicht gefordert!

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Ich hoffe, der Fall geht schlussendlich ans Bundesgericht. Die ETH dürfte wohl kaum die einzige selbstherrliche Universität sein.

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Hervorragend wie sich Frau Keller zu diesem Fall äussert und die seit Jahren ungelösten Probleme an der ETH aufzeigt. Eine profunde Analyse. Ob sich damit etwas bewegen wird, kann allerdings bezweifelt werden, denn bei einem Verhältnis von jetzt noch 26 zu 1 sind die Machtverhältnisse zu einseitig und die Abneigung Fehlverhalten zuzugeben wahrscheinlich nicht vorhanden. Da muss unbedingt Druck von aussen aufgebaut werden und das wäre legitim es geht schliesslich um Steuergelder und den Ruf unserer ETH.

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Ja, und danke Ursula Keller für diesen couragierten Auftritt !

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Mit der Republik fühlt man sich gleich ein bisschen wohler in diesem Land, das doch mächtig stolz auf seine Universitäten ist !

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Dieses Interview bestätigt auf eindrückliche Weise, dass der "Fall" Carollo eigentlich ein "Fall" ETH ist. Es bestätigt mir zudem, dass die Recherche tatsächliche Misstände aufgedeckt hat. Ganz egal, ob die Vorwürfe gegen Carollo zutreffen oder nicht, das Mobbing, das diese Frau in geballter Wucht traf, ohne, dass ihr ein einziges Mal rechtliches Gehör verschafft wurde, wäre an sich schon ein Thema. Hinzu kommen all die anderen Ungeheuerlichkeiten. Dass Sexismus nach wie vor ein Thema ist erstaunt nicht weiter. Schon eher, dass ein kleiner Machtzirkel innerhalb einer Institution, die von Steuergeldern finanziert wird, ungehindert und auf korrupte Weise instransparente Entscheidungen zu seinen Gunsten fällen kann. Ganz zu schweigen vom absolut skandalösen Amtsmissbrauch der Involvierten, von den Absprachen des Ombudsmannes und seiner Vernetzung mit dem inneren Klüngel, vom intriganten Vorgehen Einzelner aus Eigeninteresse, von der mangelnden Corporate Governance inkl. überarbeitungsbedürftigen Richtlinien. Danke, Republik, für diese Recherche. Ein Armutszeugnis ist es für die anderen Medien, die die anonymen und ungeprüften Vorwürfe einfach unhinterfragt übernommen haben. Ganz nach dem Prinzip, wenn genügend es sagen, wirds schon stimmen. Das ist übrigens auch die Strategie der neuen Rechten, die damit, wie wir wissen, dank gezielt gestreuten Fake News in den social media sehr erfolgreich ist.

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(durch User zurückgezogen)

Sehr interessanter Beitrag! Und ich bin sicher, dass Professorin Keller Recht hat. Mit einem männlichen Professor wäre man anders umgesprungen. Die ganze Affäre ist ein Lehrstück in Sexismus und Neid.
Die Probleme von Doktoranden wurden schlicht einfach instrumentalisiert, was eigentlich das Schlimmste an allem ist. Die Situation für Doktoranden hat sich nämlich nicht verbessert. Was auch zeigt, dass es der Hochschule gar nie darum ging etwas Grundlegendes zu ändern.
Ich habe selber in verschiedenen Funktionen an der ETH gearbeitet in der Forschung und der Verwaltung. Vordergründig ist die ETH super, es gibt sehr viel Positives und Einzigartiges an dieser Hochschule. Hinter der Kulisse strotzt es aber nur so von elitärem Gehabe und Machismus. Es wäre an der Zeit, dass die ETH wieder näher zum Boden kommt, egalitärer und transparenter wird, damit wissenschaftliche Höhenflüge wieder möglich werden ohne all den faden Beigeschmack.

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Irgendwie bin ich immer noch so in halber Schockstarre über das Gelesene. Bis anhin war ich der festen Überzeugung, dass sich die geistige Elite der ETHZ eines Levels an Verstand, Intelligenz und Weitsicht bedienen darf. Der Fall Carollo zeichnet aber ein 180° entgegengesetztes Bild. Missgunst, Neid, Mobbing, fehlende Mangementfähigkeiten und eine unglaubliche Inkompetenz in Sachen Führung zeichnen die Führungsriege der ETHZ aus. Wieso greift unser Arbeitsrecht, unser Rechtssystem in diesem Fall nicht? Wieso hält die oberste Aufsichtsbehörde (der Bundesrat) die Füsse still?
Als Mitglied eines Managementteams einer KMU weiss ich nur so viel: Wenn wir mit unseren Mitarbeitern so umgehen würden, hätten wir sehr schnell Rechtsstreitigkeiten im Hause.
Was ich jedoch nicht verstehe ist, wieso Frau Carollo die Füsse so lange still hält und sich nicht proaktiv gegen diese Vorwürfe wehrt? Es mag sein, dass grosser Ehrgeiz und ein starker Wille nicht immer auf Gegenliebe stossen und mitunter zu Führungsproblemen führen. Aber diese Eigenschaften ins Negative zu verdrehen um sich selber Vorteile zu verschaffen und sich zusätzlich auch noch der Führungsverantwortung zu entziehen ist einer geistigen Elite einer Universität nicht würdig. Punkt.

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Die Artikel haben viele wichtige Fragen aufgeworfen, darunter auch die, ob Frau Carollo von der ETH Administration ungerecht behandelt wurde. Diesen Fragen und den Vorwürfen von Frau Keller muss unbedingt nachgegangen werden. Als jemand, der eine solche Situation an der ETH selbst miterlebt habt, muss ich allerdings auch sagen, dass ich es erschreckend finde, wie wenig in den Artikeln und von Frau Keller auf die Doktoranden eingegangen wird. Nur mit Frust lässt sich nicht erklären, weshalb 12 Doktoranden anscheinend ähnliche Aussagen gemacht haben. Durch meine Erfahrung und die Geschichten, die ich von anderen Doktoranden aus mehreren anderen Gruppen gehört habe, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die Aussagen der 12 Doktoranden von Frau Carollo der Wahrheit entsprachen. Doktoranden sind in einer unmöglichen Position: Damit sie vor Repressalien geschützt sind, müssen ihre Aussagen anonym bleiben. Damit werden ihre Aussagen aber sofort angreifbar und können als eine Frustreaktion abgetan werden. Diese Problematik wird auch nicht durch die von Herrn Mesot vorgeschlagene Doppelbetreuung gelöst.

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Guten Tag - auch wenn sie hier anonym unterwegs sind....
Frau Keller ist sehr wohl auf die Situation der sich in Ausbildung befindenden eingegangen und fordert das einzig Richtige:
klare Vorgaben und Richtlinien;
ein HR das diesen Namen verdient;
solch wichtige Aufgabenfelder nicht in Personalunion;
Transparenz;

Eine Ombudsstelle die diesen Namen verdient, denn sonst ist jede/r Betroffene (auf fast jeder Stufe - auch in Ausbildung) in einer hoffungslosen Situation und Willkür steht Tür und Tor offen.

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... aber einzig gestützt auf anonyme Aussagen eine Professorin entlassen geht halt einfach nicht ...

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Natürlich nicht. (Das habe ich auch nicht behauptet.)

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Anonym
Philipp Kammerlander
·

Liebe Kommentatoren der Republik
Bitte vor lauter Lobgesang auf das Ausscheren von Frau Prof. Keller und die Kritikfreudigkeit der Republik das eigene kritische Lesen der Artikel nicht vergessen.
Frau Prof. Keller bedient in diesem Interview das Klischee der Departemente Physik und Chemie als Altherrenclubs, wo Frauen unerwünscht sind. Das klingt für mich mindestens so frustriert wie die aus den Testimonials zitierten Stellen der Doktorierenden, die in den bisherigen drei Teilen der Serie zu finden sind.
Die Behauptung, ein Mann, dem gleiche Vorwürfe gemacht werden, wäre vermutlich sogar „reingewaschen“ worden, selbst wenn er „nachweisbar schuldig“ gewesen wäre, ist sehr dreist. Wie schnell man Männer vorverurteilt, denen Missbrauch (ob sexueller oder anderer Natur) vorgeworfen wird, konnten wir in den letzten Jahren zur Genüge beobachten.
Dieser Rundumschlag hinterlässt bei mir einen bitteren Nachgeschmack, weil die Vorwürfe nicht bei der zu Recht verlangten Transparenz in den Strukturen, Entscheidungsprozessen und Geldflüssen enden. Frau Prof. Keller erschwert mit ihren Nebelpetarden („Korruption“, „Eines Tages werden sie es entweder auf sie oder auf mich absehen.“) die wichtige Diskussion um die eigentlichen Themen, um welche es in der Serie von Artikeln geht.
Schade. Dieses Interview war aus meiner Sicht nicht der gelungene Abschluss einer Serie, sondern eine Verzettelung derjenigen.

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Im Gegenteil - dieses Interview ordnet die Artikel richtig ein - und enthält einige sicher richtige Feststellungen. Insbesondere dass die Auflösung des Astronomie Instituts sicher völlig überzogen war, dass der Frauenanteil zu gering ist, und dass die ETH die Professorin vorverurteilt hat. Das sind Schauprozesse und Ausdruck von Willkür.

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R. P.
· editiert

Männer reagieren extrem empfindlich, wenn sie entweder bei Frauen nicht ankommen (wie viele der gekränkten gestörten Massaker-Gewalttäter) oder wenn eine Frau ihnen unerwartet Widerstand in den Interessen entgegenbringt. (Hier indirekt, weil ein Vorfall gegen die Frau vorliegt). Es entsteht mehr oder weniger bewusst ein Bedürfnis nach bestrafen. Entsprechend verzerrt sich die Wahrnehmung maximal, gemäss dem "Confiramtion Bias": Es wird nur noch als "richtig" und "wahrscheinlich" empfunden, was die Einstellung bestätigt, die man schon hat. Es ist zT ein Konkurrenz- und Wettbewerbsverhalten im Zusammenspiel mit männlichen Hormonen, zum guten Teil aber der völlig verinnerlichte Machtanspruch, also Sozialisation. Dass einzelne Frauen in Männergruppen oft dieses Verhalten gegenüber anderen Frauen mit übernehmen, ist bekannt. Zum Glück nimmt das nun ab und die Solidarität zu. So ist es nun möglich und wird auch gehört, dass Frau Keller offen dagegen antritt, bzw. öffentlich spricht. Natürlich braucht es immer noch sehr viel Mut! Bei vielen Männern um sie herum kommt die Einsicht nämlich wohl nie: Macht verhindert Reflexion.

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Schuld an der drohenden Entlassung von prof. Carollo ist also nicht ihr Fehlverhalten sondern grassierender Sexismus an der ETH?

Ich stimme vollkommen mit prof. Keller überein, dass prof. Carollo einen Fairen Prozess verdient (und umso mehr was Führungskompetenz von ProfessorInnen an der ETH und Transparenz anbelangt). Ob jedoch Sexismus der treibende Grund für die drohende Entlassung von prof. Carollo ist, muss genauso sorgfältig untersucht werden wie die Vorwürfe gegen sie selbst. Der einzige “Beweis” den prof. Keller liefert, ist die unbelegte Aussage, dass im akademischen Umfeld häufiger gegen Frauen vorgegangen wird, als gegen Männer.
Gleich darauf folgt der Einschub der Republik, dass Frauen an der ETH und insbesondere im Physikdepartement untervertreten sind. Der geringe Frauenanteil in MINT Fächern (insbesondere in Mathematik-lastigen, wie Physik) liesse sich allerdings problemlos wissenschaftlich erklären, ohne auf die Sexismus-Krücke zurückzugreifen(Ceci et al., 2015).
Es scheint fast, als würde die Republik die Hexenjagd auf prof. Carollo durch ihre eigene auf die ETH ersetzen. Die ursprüngliche Recherche war wirklich vielversprechend, aber das finde ich enttäuschend.

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Hanna Wick
· editiert

grundsätzlich einverstanden.
ein kleiner einwand allerdings zu ceci et al. deren studie ist keinesfalls eine problemlose wissenschaftliche erklärung für den mint-frauenmangel. es gibt eine vielzahl weiterer studien zum thema, die dem befund teilweise widersprechen, teilweise andere gründe anführen etc.
das problem ist facettenreich und nicht so simpel, wie das ehepaar williams/ceci es oft deutet.
siehe zb das buch „inferior“ von angela saini und meinen artikel hier:
https://www.zeit.de/2019/11/gleichs…ik-technik
oder den hier https://www.nzz.ch/wissen/wissensch…1.17867959
oder den neusten befund des SNF
https://nzzas.nzz.ch/wissen/schweiz…ld.1467692

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Grüezi Frau Wick

Bitte entschuldigen sie die späte Antwort. Ich konnte eine der Quellen anfangs nicht finden.

Die Studie von Ceci (et al) (1) ist keine alleinige Begründung/Beweis für den geringeren Anteil an Frauen in MINT Fächern. Soweit stimme ich ihnen zu. Die Metaanalyse besagt, dass Männer und Frauen -auch unabhängig von Sozialisierung- unterschiedliche Interessen haben. Männer zeigen dabei im Schnitt ein stärkeres Interesse an Technischen und Mathematischen dingen (effect size z.t grösser als 1!). (Ich sage nicht, dass Erziehung keinen Einfluss hat -das wäre lächerlich- doch die angeborenen Präferenzen zu ignorieren wäre ebenso falsch.) Dies wirkt sich auf die Wahl eines Studienganges aus, was bedeutet dass wir -selbst in einer 100% Sexismusfreien Gesellschaft- keine 50/50 Verteilung von Männern und Frauen in allen Studiengängen (oder Berufen) hätten. (Wichtig!: Ich behaupte nicht, dass es keinen Sexismus gibt. Wenn Sexismus allerdings als Begründung für einen Sachverhalt benutzt wird, muss dies genauso belegt werden, wie alle anderen Begründungen auch.)

In dieser Replik werde ich auf ihren Artikel eingehen, da sich NZZ Artikel 1 nicht auf die Anzahl Studierende bezieht und ich auf NZZ Artikel 2 keinen zugriff habe. Beim lesen ihres Artikels sind mir zwei Ungereimtheiten aufgefallen. Ich werde sie mit “Can vs. Want” und “Chancengleichheit vs. Resultategleichheit” betiteln.

Can vs. Want
Am meisten aufgefallen ist mir, dass sie nirgends auf die angeborenen Interessenunterschiede zwischen Männern und Frauen eingehen. Sie beschreiben, dass Mädchen und Jungen in Mint Fächern gleich gut abschneiden (Fähigkeit), aber dass sich weniger Mädchen für ein Naturwissenschaftliches Studium entscheiden (Präferenz). Daraus folgern sie, dass die “richtigen” Interessen von Mädchen gefördert (man könnte auch sagen manipuliert) werden müssen, um diesen Präferenzunterschied auszugleichen. Sie begründen dies Volkswirtschaftlich (was aber kein Interesse auf das persönliche Wahlverhalten haben soll) und damit, dass sich in Mathematiklastigen Berufen mehr Geld verdienen liesse. Wenn man den Studiengang nach Verdienstmöglichkeiten wählen würde, so müsste man wohl eher Jus oder Wirtschaft als Naturwissenschaften studieren. (Mit Präferenzunterschieden lassen sich übrigens sehr viele der statistischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen erklären. Roy Baumeister hat dazu einen extrem lesenswerten Vortrag gegeben (2).)
An einem Punkt gehen sie darauf ein, dass Mädchen in Mint Fächern willkürlicher bewertet werden als Jungen (Fähigkeit). Ich nehme an sie beziehen sich dabei auf Lavy et al., 2009 (3). Dem würde ich aber die OECD (2015, «Pisastudie») Metastudie entgegenhalten, dass Mädchen bei gleicher Leistung grundsätzlich bessere Noten erhalten als Jungen (Metastudie mit Noten aus 30 Ländern und knapp 100 Jahren). Dieser unterschied ist allerdings kleiner bei MINT Fächern(4).

Ihr Artikel schliesst mit der Aussage, dass die Träume von Mädchen verändert werden, damit sie sich ganz “frei und selbstbestimmt” für einen Mint- Beruf entscheiden können. Wie Freiheit und Selbstbestimmung durch die gezielte Veränderung/Manipulation der Träume einer Bevölkerungsgruppe erreicht werden sollen, hat sich mir bei der Lektüre allerdings nicht erschlossen.


Resultategleichheit vs Chancengelichheit

Bildung sollte allen Lernenden möglichst die gleichen Chancen bieten, die Welt zu Begreifen.

Die Chance die Welt durch eine Studium der Naturwissenschaften zu verstehen, steht allerdings jedem in der Schweiz offen, der eine Matur hat (Chancengleicheit). Dies sind wie geschrieben 44% Mädchen und 34% Jungen. Mehr Mädchen haben also die Chance Naturwissenschaften zu studieren. Sie benutzen allerdings den geringeren Anteil junger Frauen die sich für ein Naturwissenschaftliches Studium entschliessen (Resultategleichheit), als eine Begründung für eine exklusive (Interessens-)Mädchenförderung in Mint-Fächern. Um eine Chancengleichheit zu erzielen müssten also eigentlich Jungen gefördert werden, bis der Anteil der Maturanden gleich hoch ist wie bei den Mädchen. Sie widmen dem in ihrem Artikel einen einzigen Satz.
Psychologisch gesehen ist dies wenig erstaunlich, da wir (als Gesellschaft) Männer eher als aktiv und Frauen eher als passiv wahrnehmen(5). Dies führt dazu, dass Männer als kompetenter angesehen werden, was zur überdurchschnittlichen Vergabe von Preisen, Forschungsgeldern, etc. führen würde. Allerdings führ dies auch dazu, dass wir Versagen von Männern (und Jungen) eher als selbstverschuldet ansehen, ihnen weniger Mitleid entgegenbringen und sie schlussendlich auch weniger Förderung erhalten(5). Der Artikel spiegelt diese Tendenz wieder, wie unsere Gesellschaft die hunderte Programme zur Interessenförderung von Mädchen in Mint-Programmen hat, aber nur wenige Buben-exklusive Programme zur Leseförderung (die eine wichtige Schulische Kompetenz darstellt) kennt.

  1. https://onlinelibrary.wiley.com/doi….etrds0388

  2. https://psy.fsu.edu/~baumeistertice…outmen.htm

  3. https://www.nber.org/papers/w20909

  4. https://www.oecd.org/pisa/keyfindin…er-eng.pdf

  5. Tania Reynolds, Paper under review. Ich habe die Autorin allerdings angefragt und sie hat mir das Paper zugesendet. Wenn sie Interesse haben, kann ich es ihnen gerne weiterleiten. Ansonsten kann ich sehr den Heterodox academy Podcast empfehlen, in dem sie über ihre Forschung Spricht.

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Zur Transparenz gehört auch offen zu legen ob man sich mit fem Tagi abgesprochen unf getimt hat...

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Wie kommen Sie darauf? Die Republik spricht sich nie mit anderen Medien ab (und zum «Tages-Anzeiger» stehen wir in freundschaftlicher Konkurrenz).

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(...ausser bei gemeinsamen Recherchen, vermute ich, siehe Dopingaffaire(?))

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Mit Verspätung (aber immerhin noch vor dem republikfreien Sonntag;-) der Link für eine Kontext-Sendung von SRF2Kultur: "Tandem" – Aline Rickli, Ursula Keller und die Wissenschaft" vom 14.10.18.
Interessante und persönliche Reflexionen von zwei klugen Frauen, als Ergänzung zum mutigen und erhellenden Interview mit Ursula Keller.
https://www.srf.ch/play/radio/redir…56efed8584

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Die Lawine ist losgetreten...

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Anonym
acc@eml.cc
·
· editiert

Auch diese Vorwürfe müssen untersucht bzw. belegt werden.

Edit: Ich finds übrigens interessant, mit allen Kollegen mit denen ich über solche Sachen rede (egal ob über MJ, metoo, Doktoranden, Professoren) und die sich überhaupt nicht damit befasst haben sagen alle unisono das gleiche: "Ja weisch, vo irgendwoher chömmed ja so Vorwürf."

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Der Arikel ist gut recherchiert. Aber am Schluss kommt die reisserische Schlagzeile: «Die ETH, ein Haifischteich». Ich selber konnte nirgends so frei atmen wie an der ETH. Die damaligen "Töcherschülerinnen" hat man vor 50 Jahren vor der ETH gewarnt. Die Männer seien nicht nett mit den Mädchen. Trotzig gingen wir doch hin. Zum Glück. Es war eine Befreiung. Ist es denn nicht möglich Missstände - so sie denn vorhanden sind- aufzudecken und zu beheben, ohne gleich so zu pauschalisieren?

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R. P.
· editiert

Ich denke, Ihre (unbewusste) Strategie war eben, sich mit den Männernormen zu solidarisieren. Das ermöglicht, sich als "auserwählte, fähigere Frau" zu fühlen, bringt sicheren Erfolg, weil man als "Ausnahmefrau" selbstverständlich als Vorzeigemodell für die etablierten Männerbünde und deren angebliche "Offenheit" dient, hat aber den Preis, dass frau sich konstant von anderen Frauen abgrenzen muss. Bürgerliche Frauen haben sehr oft diesen Weg gewählt und oft auch ein Leben lang nicht eingesehen, dass sie "benutzt" werden, um gerade die Missstände nicht aufdecken zu müssen. Solche Dynamiken funktionieren selbstverstädndlich nicht bewusst, sondern nach impliziten persönlichen "Kosten-Nutzen"-Rechnungen, die jeder Mensch städnig macht.

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A. B.
· editiert

Wenn eine Frau in dieser Sache eine etwas andere Sichtweise hat, dann kann man sie unmöglich ernst nehmen, weil sie ja ganz offensichtlich durch die Männernormen indoktriniert ist, bzw. wie eine skrupellose Kollaborateurin aus lauter Eigennutz ihre Geschlechtsgenossinnen verrät? Hmmm.....

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Sind Sie Professorin an der ETH, Frau I.?

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Intransparenz ist nicht gleich Korruption. Wenn Frau Prof. Keller Beweise für Korruption in ihrem Departement hätte, dann wäre es ihre Pflicht, die Polizei zu informieren. Falls diese Beweise fehlen, buche ich das unter übler Nachrede gegenüber Kollegen und Arbeitgeber.

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Grüezi Herr Wehrli

Natürlich habe Sie völlig recht in juristischer Sicht. Aber Sie vollziehen einen Ebenenwechsel von Korruption als gesellschaftliches Phänomen zu Straftatbestand Korruption. Ich bin mir sicher, Frau Keller möchte auf der ersten Ebene gelesen werden. Oder nicht ... ?

Mit besten Grüssen, K.A.

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Ich sehe in "Fall ETH" bisher keine Evidenz für irgendwelche Korruption.

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Zum ersten finde ich die Recherche der Republik nicht so repetitiv und reisserisch wie andere Kommentatoren. Klar wird sie nicht den Pulitzerpreis gewinnen, aber es war wohl nach dem persönlichkeitsverletzenden Mobbing-Artikel der NZZ am Sonntag aus dem Jahre 2017 richtig, einmal die Perspektive der Professorin zu zeigen.

Zum zweiten bin ich nicht einverstanden mit Frau Professor Keller, wenn sie in ihrem interessanten Interview sagt, dass auch im Personalbereich die Unschuldvermutung gelte., Es gibt durchaus Fälle, wo das Klima unerträglich geworden ist, ohne dass man eine Schuldige finden kann. In solchen Fällen muss eine Entlassung eines/einer Beteiligten möglich sein, wenn das auch für die Betroffene eine persönliche Katastrophe ist. Ob das hier der Fall ist, kann ich nicht beurteilen. Ich kann nur sagen, dass ich RA Rüssli persönlich kenne und weiss, dass er top-seriös und unabhängig ist. Die Kritik an seinem Bericht, den ich nicht kenne, stimmt mich deshalb zuerst einmal misstrauisch.

Und zum dritten scheinen wir hier einen Fall zu haben, wo sich eine Vorgesetzte extrem für die Förderung ihrer Mitarbeiterinnen einsetzt und auch extrem viel fordert, aber offensichtlich in der Wortwahl nicht immer diplomatisch oder politisch korrekt ist. In der heutigen Zeit, wo Respekt und einander-nicht-Wehtun die höchsten aller Tugenden sind, geht das nicht. Ich war als Vorgesetzter ähnlich und eckte auch an. Man fördert, wenn man so vorgeht, wie man gegen die Professorin vorgegangen ist, Vorgesetzte, die das Vokabular der polirical correctness beherrschen, den HR-new speak pflegen und so das Ego ihrer Untergebenen schonen, sie aber auch nicht fordern. Der Hass einer Doktorandin, die bei einer immer verständnisvoll und sanft agiernden Professorin scheitert, ist am Schluss aber nicht kleiner, nur kann sie ihn weniger in der Institution ausagieren, weil sie keine Verbündeten im Departement findet, die die Frau mit der scharfen Zunge, welche sie wahrscheinlich auch an den Fakultätssitzungen nicht im Zaun hielt, auch loswenden wollen. Fazit: Hast du eine scharfe Zunge, arbeite nicht beim Staat oder in einem Grossbetrieb, sondern irgendwo, wo du dir deine Kunden auswählen kannst und die scharfe Zunge ein asset ist. Geht aber wohl bei Astrophysik, wo man teure Computer und Teleskope zur Verfügung haben muss, nicht so leicht.

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Ich finde die Berichterstattung fokussiert etwas einseitig auf die Fehler der ETH. Kann man machen; aber gleich über vier Artikel hinweg?

Ich hatte während meines Studiums Vorlesungen bei Prof. Felicitas Pauss. Online finde ich sie überall als ordentliche Professorin des Departements aufgeführt. Wie haben die Autoren ordentliche Professuren am Departement ermittelt?

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Lieber Herr L., besten Dank für Ihre Kritik und Ihre Frage. Wir haben es nun nochmal überprüft: Felicitas Pauss hielt ihre Abschiedsvorstellung im November 2016, sie ist seither emeritiert.

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Danke! Ich sehe, dass die meisten Seiten die ich konsultiert hatte sind seit 2014 nicht mehr aktualisiert worden sind...

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Warum kommt mir das so bekannt vor? Nebst dem unfairen Vorgehen, den Verschleierungen und dem Verfolgen von Eigeninteressen hat das Diskriminieren von Frauen System - gerade in den oberen Chargen. Sah frau zum Beispiel im Bundesrat.

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Interessant und im Kernpunkt der Gleichbehandlung kann ich Frau Keller nur recht geben. Aber eine Frage bleibt unbeantwortet: wie sollen Abteilungen, Schulen, Institutionen mit Whistleblowers umgehen? Rechtsstaatlichkeit ist ein Prinzip das wir hochhalten sollten, es ist aber nicht des Ei des Columbus wenn es um einen gerechten oder mindestens respektvollen Umgang mit Menschen geht. Und hier wurde vielleicht wieder einmal gefragt "wie kann ich das Problem am schnellsten aus der Welt schaffen" anstatt sich mit der Problematik auseinanderzusetzen und mindestens ansatzweise eine langfristige Lösung anzustreben.

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Beeindruckendes Interview! - nur eine kleine Korrektur: Anna Goeldi ist nicht verbrannt worden, sondern mit dem Schwert hingerichtet (nicht, dass das an der hier verhandelten Sache etwas aenderte, aber trotzdem... :)

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Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben die Stelle korrigiert.

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Falls mein anderer Kommentar nach "Männerbashing" riecht: Selbstverständlich kann kein konkreter Mann (Mensch) etwas für seine Sozialisation, in diesem Alter ist man Kind und Adoleszenter und wählt nicht aus. Und unkontrollierte Macht macht immer träge und gierig, durchaus auch Frauen. Die sind nun eben aber gerade noch selten an solchen Positionen.

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Oh wow, was für ein krasses Interwiew....! Der neue Hochschulleiter wird ganz schön gefordert in seinen ersten 100 Tagen, hat er sich wohl auch etwas anders vorgestellt.... Bin auf das nächste öffentliche Statement der ETH gespannt!

Die Erweiterung dieser Geschichte um den Gender-Aspekt macht sie jetzt aber auch nicht gerade einfacher und übersichtlicher. Mein Gut-Böse-Schema wird gerade arg strapaziert! Liebe Republik, könnt Ihr Euch nicht etwas kundenfreundlicher gebärden, und Euch, wie alle anderen auch, einfach an die bekannten und allseits beliebten Narrative halten, bei denen sich die Leser wohl fühlen, und zu denen wir alle gut gelaunt mitklatschen können, statt uns mit so komplizierten, vielschichtigen Plots zu verwirren?

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Wann ist Schluss mit ETH? Ich mag 1 - 2 solche Texte lesen, dann Nachfassen ein paar Wochen später - aber nicht 4 Tage Schwerpunkt!

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Ich hingegen mag gut noch einen lesen.

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Dieses Interview fokussiert auf Frau Prof. Keller und lässt sie ausführlich zu Wort kommen. Sie ist kompetent, spricht aus dem innersten Zirkel, ist direkt und offen. Es sind Ersthandinformationen, die ich sehr schätze.
Sehr guter Artikel!

Die langatmige, zusammengeschwurbelte , romanartige Recherche zum gleichen Thema fand ich fad. Sie hat mit den journalistischen Mitteln der Zerstückelung, und des Suspense gearbeitet, die dem Thema in keiner Art gerecht wurden.

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Anonym
acc@eml.cc
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Der 3-Teiler war für für mich eine einzige Enttäuschung, allein schon wegen den unzähligen, mantramässigen Wiederholungen.

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(durch User zurückgezogen)

Auch mich beeindruckt die aufrichtige Courage von Ursula Keller. Dass sie Männer an der ETH so pauschalisiert verurteilt, hingegen weniger. Ich habe Frau Keller in Debatten schon mit ebendem Engagement erlebt, aber differenzierter. Warum nicht hier?

Zudem verwässert die Diskussion über Forschungsmittel das eigentliche Problem der Doktorierendembetreuung und dessen Handhabe durch die ETH-Leitung. Frau Kellers Idee, die personelle Führung des akademischen Mittelbaus unternehmerisch zu gestalen, gefällt mir nicht. Ich habe die Befürchtung, dass die zT. ohnehin schon ausgeprägte Entfremdung durch ProfessorIn und Doktorierende noch verstärkt wird und zu mehr Überarbeitung etc. führt. ProfessorInnen sollten aus meiner Sicht dafür weiterhin die Verantwortung tragen und (deutlich) stärker wahrnehmen.

Gleichzeitig wäre dieses Interview ohne den theatralischen, schwarzmalerischen und vor allem einseitigen Dreiteiler der letzten Tage redaktionell deutlich wertvoller gewesen. Frau Keller bezieht mit grösster Klarheit Stellung im Bezug auf strukturelle Probleme in Transparenz und im Prozessmanagement die durchaus einer eigenen Debatte bedürfen.

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