Die Republik ist nur so stark wie ihre Community. Werden Sie ein Teil davon und lassen Sie uns miteinander reden. Kommen Sie jetzt an Bord!

DatenschutzFAQErste-Hilfe-Team: kontakt@republik.ch.



vom Spielfeldrand
·

Ist die Konsequenz aus der politischen Entscheidung ohne Wenn und Aber für Google, dass massenhaft Studentenwohnungen gebaut, günstige Wohnungen für Doktorierende und weiterhin Besetzungen grosszügig toleriert werden für all die Tüftlerinnen und Kreative in Ausbildung und in der Aufbauphase? Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Stadt und Kanton der Komplexität der Ansiedlungspolitik nicht gewachsen sind. Kann man von Kronenhallesog sprechen? Endlich in einer anderen Sphäre angekommen? Werden die Pendlerstrecken massiv ausgebaut und vergünstigt, damit die gewöhnlichen Leute von ihren Wohn- an ihre Arbeitsplätze kommen? Gilt das Prinzip der kurzen Wege nur für Googler (u.a.)? Fragen über Fragen.

20
/
2
Vielleserin
·

Was mich nach diesem Bericht so ratlos zurücklässt: Ich weiss schlicht und einfach nicht mehr, welche Partei überhaupt noch wählbar ist. Rot-Linke-Regierung, die sich verhält wie die FDP - nein danke. Mit viel gutem Willen kann man noch davon ausgehen, dass das alles gut gemeint war im Sinne von Wirtschaftsförderung und Steuersubstrat erhöhen. Aber wenn eine Regierung dann noch verweigert, Transparenz zu schaffen und Auskünfte verweigert, ist das Fass endgültig übergelaufen.

64
/
2
Leser*in
·

Wie wäre es mit der AL? Ihre Themen sind unter anderem: Recht auf Wohnen, keine Steuergeschenke, Planung für Menschen, einen Lohn zum Leben, Gesundheit für alle.

21
/
2
Vielleserin
·

Danke für den Tipp. Leider gibt es die AL in meinem derzeitigen Wohnkanton nicht mehr. Und mein Problem ist ja nicht, dass ich keine Partei finde, deren Programm mir gefällt, sondern dass die gewählten Politikerinnen in der Realität dann eben nicht dem Programm gemäss entscheiden und handeln. Da scheint mir die links-grün regierte Stadt Zürich, in der ich viele Jahre gelebt habe, ein gutes Beispiel.

12
/
1
Simon Reber
Software Entwickler, Familienvater
·

Es ist, glaube ich, ein Gewöhnungs- und Optimierungsprozess.
Es war ja nicht per se schlecht Google nach Zürich zu holen.
Nur sollte man nach der erfolgreichen Anwerbung auch Leistung verlangen, wenn die Einarbeitung abgeschlossen ist.
Wenn der neue Mitarbeiter dann unverhältnismässige Forderungen stellt, sollte man sich wieder trennen.
Diese Konsolidierung wurde bei Google ganz klar unterlassen und es besteht wenig Hoffnung, dass sie ohne öffentlichen Druck eingeleitet wird.

54
/
0

Google-Vertreter werden in Luxushotels hofiert, während Journalisten 3000 Franken für ein paar Dokumente verrechnet werden. Google verfolgt dich zwar im Internet, aber bei der Bürosuche wird Google von Standortförderern verfolgt. Zürich träumt vom Innovationsschub und erntet eine Mietexplosion. #GrüeziGoogle #ByeByeKMU

45
/
1

Bei all diesen Szenen, die skandalisiert werden, dachte ich immer: Züri normal. Ob nun Google, Fifa oder UBS/CS. Immer dasselbe. Und wer glaubt, ohne Rot-Grün wärs anders rausgekommen: You dreamer you!

37
/
0

Hä Mister Anonym 1, to solve the situation, what is the first sing you sink of?

6
/
1
· editiert

Google und Zürich sind ja nur die Spitze des Eisberges. Denn die Schweiz, insbesondere Zürich, ist schon lange ein neoliberaler Traum für steueroptimierende Konzerne, Vereine und Personen.

Und die politisch-publizistische Öffentlichkeit war denn auch jedesmal mächtig stolz im globalen Steuer- und Standortwettbewerb oberste Plätze in den Rankings für Lebensqualität, Innovation und teuerstem Quadratmeter zu belegen, auf ihren Banken-, Finanz- und Forschungsplatz. Trotz Provinzialität, Alpen-Reduit und Geistlose Landesverteidigung. Wir sind mehr als Berge, Skitourismus, Schokolade, Käse und Schwarzkonten für die Dr. No's dieser Welt.

Man fühlte sich ganz vorne, ganz gross in der Welt, baute selbstbewusst grosse Opern-, Theater- und Kunsthäuser, zahlte lächelnd überteuerte Cappuccinos und Macha-Tees, fühlte sich auf der Bahnhofstrasse und dem Paradeplatz flanierend kreativ und singulär, als kosmopolitischer Hipster mit Dutt, Bart und Fixie oder weltenbummelnde Carrie-Bradshaw-Verschnitt, die jeden Gucchi- oder H&M-Laden und Starbucks in der Welt kannte.

Da wir alle das Internet feierten und die digitalen Plattformen benutzt haben, hat man auch den Zuzug von Tech-Firmen beklatscht – wenn man nicht gerade Globalisierungskritiker war und am WEF demonstrieren gegangen ist – und baute Fast-Wolkenkratzer, Technoparks und Co-Working Spaces.

Ja, der Schweizer Sonderweg und Arbeitsethos (gegen 6 Wochen Ferien; Teilzeitarbeit und 4-Tage-Woche? Igitt!). Wirtschafts- und sozialliberal, aber bitte nicht zu sozial und divers, wir sind ja anständig eigenverantwortlich, im Zweifel anti-etatistisch, marktradikal und auf Austerität, sprich Sparsamkeit bedacht. Wir leben ja im Steuerparadies, wo uns das Bankgeheimnis heilig ist.

Eingelullt in der meritokratischen Illusion sind wir für absolut freie Geld-, Waren- und Dienstleistungsfreizügigkeit, aber bei Personen, tja, nicht ganz so freizügig. Nicht-westlichen, nicht-weissen, nicht-christlichen, nicht-reichen, nicht-bürgerlichen wird das Leben schwer gemacht. Schicken wir erst mal Schweizermacher und Versicherungsdetektive und erstellen eine Fiche. Auf Pull-Here folgen Push-Backs.

Neben billigen Gastarbeitern, die man holte, ausbeutete und gleich wieder abschieben wollte, kommen reiche Expats, die man anlockte, aber wenn sie für die Neidgenossen zu viel oder zu dominant wurden (mag sich noch jemand an die antideutsche Hetze erinnern?), ebenfalls wieder abschieben wollte.

Flüchtlingen und Asylbewerbern begegnet man a priori mit Misstrauen und im Zweifelsfall sagt man "Nein". Steuerflüchtlinge und Oligarchen schiebt man aber gleich noch eine Gold Card hinterher.

Wer nun über Google & Co. und Gentrifizierung klagt, der muss folgerichtig das ganze (globale) neoliberale und kapitalistische System hinterfragen, von dem wir uns seit Jahrzehnten wie die Made im Speck Europas ganz gut leben liessen. Alles andere wäre bestenfalls kurzsichtig und oberflächlich, schlimmstenfalls heuchlerisch oder naiv.

42
/
0
Mathematiker
·

Gab es schon Versuche, die „Mauer des Schweigens“ aufzuweichen mit Anfragen in den Parlamenten von Stadt und Kanton? Ergebnis? – Wäre wohl einen Versuch wert, und dann nachhaken!! – Die Entwicklung insgesamt ist ein sehr zweifelhafter Leistungsausweis für die letzten zwanzig Jahre rot-grüner Politik ...

31
/
1
Franziska Oliver
Leidenschaftliche Leserin
·

Grossartig, diese gründlich recherchierte Serie! Das Stadtklima hat sich sehr verändert, und ich stelle an mir fest wie "intolerant" ich gegenüber den englisch und spanisch sprechenden jungen Leuten werde, die ich in den ÖV belausche sehr gut verstehe. Es sind viele viele dierser Techies dabei. Gleichzeitig verschwinden die alten Leute aus der Stadt, und das ist ein grosser Verlust. Für sie selber auch, denn eine bedeutender Teil der älteren Bevölkerungen wurde wegen der Abrisse für Neubauten aus ihrer "Heimat" im Quartier an den Stadtrand "verbannt". Wann gebietet die Politik diesem Trend endlich Einhalt, und wie ist es möglich, dass unsere sozialdemokratische Stadtpräsidentin sehr viel dazu beigetragen und nichts zur Lösung zu bieten hat?!

30
/
2
interessierter Leser
·

Es nützte wohl kaum etwas, Google etc. aus Zürich zu vertreiben, wie es die AutorInnen implizit empfehlen, denn es gibt genug Konkurrenzstandorte in Europa mit vergleichbaren Steuerrulings. Zielführender sind internationale Regulierungen insbesondere der EU. Wenn die Monopol- und Kartellgesetzgebung auch auf Big Tech angewandt würde, würde Google vielleicht wieder zur Firma, die sie war, als man sie nach Zürich lockte.

24
/
0
"Physiker"
·

Aber es könnte Zürich nützen...

4
/
0

Fazit: Wer bezahlbare Wohnungen, Platz fürs lokale Gewerbe, eine vielfältige Kulturlandschaft und ein nachhaltiges Gewinnsteuersubstrat für Zürich will, muss Google aus der Stadt schmeissen. Alles andere ist Symbolpolitik.

19
/
4
· editiert

Ja und Nein, denn das wäre nur Symptombekämpfung. Die systemischen Ursachen liegen tiefer und greifen weiter zurück. Neoliberalismus, De-Industrialisierung, Dienstleistungsgesellschaft, Finanzialisierung, Globalisierung, Steuer- und Standortwettbewerb, "Neue Zuwanderung", …

20
/
0

Absolut. Aber irgendwo muss man ja anfangen.

1
/
2
Bernhard Wehrli
Leser
·
· editiert

Besser: Google richtig besteuern, und administrativ gleich behandeln wie andere Firmen

18
/
0

Das würde wahrscheinlich auch auf einen Wegzug hinauslaufen.

4
/
0
google-Vermeider
·

Danke für diese tolle Serie. Aufgrund der Recherchen bin ich erstaunt, dass die Republik-App den Tracker "Google Firebase Analytics" nutzt. Gibt es da einen guten Grund?

20
/
0
Patrick Venetz
Republik
·
· editiert

Ja, wir nutzen das Päckli in der Android-App «nur» zum Verschicken von Push-Notifications (aber weder Analytics noch Tracking). Es gibt Vorschläge für Alternativen.

5
/
4

Zitat aus der Google Firebase Dokumentation "Get started" (Hervorhebungen MV):
"This quickstart shows you how to add Google Analytics to your app and begin logging events.
Google Analytics collects usage and behavior data for your app. The SDK logs two primary types of information:
Events: What is happening in your app, such as user actions, system events, or errors.
User properties: Attributes you define to describe segments of your user base, such as language preference or geographic location.
Analytics automatically logs some events and user properties; you don't need to add any code to enable them."
Also: Auch wenn die Republik das Päckli "nur" zum Versenden von Push-Nachrichten verwendet und die Daten, die durch dessen Verwendung zu Google fliessen, nicht anschaut, sie fliessen trotzdem zu Google.
Was kostet die Behebung dieser Dateninkontinenz? Ich bin gern bereit, mich an einer Spendenaktion zu deren Behebung zu beteiligen.
(Auch wenn ich die App gar nicht nutze.)

17
/
0
Republikaner
·

Danke für diesen super recherchierten Artikel! Was ich mich auch noch frage: Welcher Anteil der Zürcher Drittstaatenarbeitsbewilligungen geht an Google? Gibt es hierzu Zahlen?

19
/
0

Danke für die Ausführung zu Zürich. Wir leben seit 2008 im damals schön verschlafenen Kreis 2 unweit des Löwenbräu Areals in Zürich. Bis etwa 2015 hat man bemerkt wie Google sich langsam breit macht. Das Löwenbräu war ab etwa da, zu 95% Google. Massive Areal Überwachung und eine ‚FBI Privatsecurity‘ welche dir sehr schnell zu spüren gibt, dass man hier nicht willkommen ist.
In den letzten zwei drei Jahren hat sich das alles exponential hochgeschaukelt. Was da an der Europa Allee abgeht, ist meiner Meinung nach eine Vorschau auf das was in Downtown Frisco momentan abgeht. Ein Schweizer Tech Kollege erzählte mir von Salaten in Tassen für 12 $ und Crime Scenes mit Blutlachen direkt neben ihrem Convetion Center. Zum Kreis 4 würde hier die immer noch presente Drogenszene und die überstylt teuren Cafés an der Allee gut ins Gentrifzierungs Bild passen, körbel!
Ja, Google sollte uns an ihren Hippie Ideen, welche nur für Zoogler gelten, teilhaben lassen-free Google Ebikes für die Stadt? Lasst uns auf die Rutschbahnen! Ich sags hier nochmals, Never trust a Hippie✊🏻

19
/
1
IT-Unternehmer, Informatik Prof. i.R.
·

Danke für die vertiefte Recherche und die Darstellung der ersten Auswirkungen des Lebens in einer digitalen Kolonie. Dafür allein Google verantwortlich zu machen oder die Wirtschaftsförderung des Kantons Zürich, greift allerdings viel zu kurz. Immerhin hat man damit über 5000 gut dotierte Jobs in der Schweiz geschaffen und da die Leute im Normalfall nicht ein Leben lang bei Google verbleiben, auch ein Reservoir an Fachkräften für die heimische IT-Industrie zur Verfügung.
Letztere hat es sich leider in den letzten zwei Jahrzehnten sehr leicht gemacht, indem man mit Dienstleistungen für Fremdprodukte gut verdiente und Eigenentwicklungen vernachlässigte. Für Startups die dies versuchten, gab es zudem in der Schweiz keinerlei Möglichkeiten, um an Investorengelder zu gelangen, die eine weltweite Skalierung erlaubt hätten.
Das grösste Problem ist, dass die Politik auf höchster Ebene die Problematik und den Ernst der Situation noch immer nicht begriffen haben und alle angedachten Massnahmen nicht zielführend sind. Ein Blick auf die Dienstleistungsbilanz der Schweiz sollte uns zu Sofoertmassnahmen veranlassen. https://data.snb.ch/de/topics/aube/…(T0,T1,VS)

17
/
0
vom Spielfeldrand
·

Wäre ich Politikerin, gewählte Volksvertreterin, müsste ich mich nach dieser Serie fragen: weiss ich nun, was ich über Googles Anwesenheit, die Auswirkungen auf mein Gemeinwesen und meine Wählerinnenbasis wissen muss?
Es ist doch wie mit Neubauquartieren irgendwo im Land - man freut sich auf die Neuzuzüger und rechnet nicht mit den Infrastrukturkosten. Werden diese im Fall von G aus dem Steuersubstrat der Angestellten bezahlt? Und wie ist es mit den Stromlieferverträgen - wer hat sich gefragt, in welcher Position G stände im Falle eines Engpasses - wer legt die Rangfolge fest (der nächste Winter kommt bestimmt. Da die SVP nichts mit der EU zu tun haben will - liefern dann deren Stromproduktionsfirmen?) Strom für G wichtiger als Strom für Bahn und Tram, wichtiger als für Spitäler? Wie ist das für Techfirmen, wenn stundenweise (nur schon Minutenweise) der Strom ausfällt? Sage mir niemand, darüber sei noch nie gesprochen worden!
Wagt sich niemand zu beschweren, niemand Transparenz zu fordern, weil alle, wirklich alle, in allen Lebens- und Arbeitsbereichen sich irgendwo mehr oder weniger von G abhängig gemacht haben? Ist ein Leben ohne G noch weniger vorstellbar als die Klimakatastrophe? Ich habe schon andernorts die Frage gestellt - wie steht's mit der Klimabilanz von G, was sind die harten Fakten: Stromverbrauch, graue Energie, Entsorgung von Techmüll (wohin mit all den noch gar nicht so alt gewordenen, veralteten Geräten?), Verbrauch seltene Erden (selbstverständlich Zertifikat aus fairem Handel, keine Sklaven- oder Kinderarbeit, keine Schmiergelder, keine Zahlung an menschenmordende Potentaten. )Wem werden die Folgen der Gentrifizierung berechnet - und mit Folgen meine ich für einmal die Entsorgung der abgerissenen Wohnungen, die Oekobilanz der neuen Wohnungen. Und was ist mit den auseinandergerissenen, seit Jahrzehnten gewachsenen Nachbarschaften? Ueberall muss wohl der Staat in die Lücken springen. (Ahja, da gibt's ja so Nachbarschaftsinitiativen von Staat und Kirche, auch die Verwaltung von Defiziten generiert Arbeitsplätze, für all die, die nicht in der Techbranche arbeiten können oder wollen...) Und der sozial fortschrittlichen Stadt Zürich (danke Raphael Golta) kommen die Armen abhanden, irgendwo in die Peripherie, irgendwohin wo die SVP regiert und die Ansprüche dieser Armen (Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen) mit Forderungen zum Aufbrauchen der Pensionskasse vor der Pensionierung quittiert. Genau, das ist ja auch noch ein Problem, niemand will Aemter übernehmen in den Gemeinden und so kommt es, dass die Amtsinhaberinnen oft nicht ganz genau auf dem Laufenden sind über die Gesetze die gelten (v.a. wenn es Arme betrifft) Irgendwie geht all das einfach überhaupt nicht auf. Nachdenken geht auch nicht, alles viel zu kompliziert, ineinander verfilzt. Oder nicht verfilzt, aber so verhängt, dass wenn ein Stein umkippt, ganz viele umkippen und im ganzen Chaos niemand wer weiss wer angefangen hat, wer zuständig ist - ja und die Blaulichtorganisationen sind auch jetzt schon überlastet - wo wird das enden?

16
/
0
Vielleserin
·
· editiert

Liebe Frau D., ich kann Ihre Aussagen - vor allem was die Zustände auf dem Land und in mittelgrossen Agglomerationsgemeinden betrifft - nur bestätigen. Inwiefern solche Missstände immer nur aufgrund fehlendem gesetzlichem Fachwissen besteht und inwiefern Vetternwirtschaft im Spiel ist, kann ich nicht beurteilen. Um es kurz zu machen nur 2 bei mir gut dokumentierte Ereignisse:
Unsere Gemeinde hat es nicht geschafft, die 10 Jahresfrist einzuhalten, um das kantonale Baugesetzt umzusetzen. Sowas spricht sich schnell herum mit dem Resultat, dass kurz vor Änderung der BNO (Bau- und Nutzungsordnung der Gemeinde) alle Mehrfachautobesitzer ihre Vorgärten zubetoniert haben. Mit der neuen Gesetzgebung wäre das nicht mehr möglich gewesen, da eine Grünflächenziffer nicht mehr überschritten werden darf. Dieselbe Bauverwaltung schaut "versehentlich" weg, wenn sie im Zusammenhang mit einem Baugesuch unerlaubte Bauten sieht. Publiziert ein Baugesuch, ohne dass die Baute ausgesteckt ist. Futiert sich nicht, dass der Baugesuchsteller nachweislich und für die Bauverwaltung kontrollierbar, sogar im Baugesuch etwas zusammenlügt. Der Gemeinderat schreibt dann in der Baubewilligung: "Aufgrund der kooperativen Zusammenarbeit wird auf eine Busse verzichtet".
Dieselbe Gemeinde erlaubt einer Erbengemeinschaft nach Ausschlagung des Erbes noch 14 Tage Gegenstände aus der Wohnung zu entfernen. Zurück bleibt nur noch Müll, der nicht mal mehr von einem Brockenhaus angenommen würde. Den Konkursbeamten interessiert das nicht. (Zitat): "Dann müssen Sie sich halt einen Anwalt nehmen".
Es gibt für eine Demokratie nichts Schädlicheres, als wenn Bürger kein Vertrauen mehr haben in Politik und Verwaltung. Die wandern dann ab, nicht nur zur SVP, auch zu den Verschwörungs-Schwurblern.

6
/
0

Ich hoffe, dass diese Recherche weit über die Republik-Leserschaft hinaus grosse Reichweite erzielt.

18
/
3

Danke für diese spannende, aufschlussreiche Serie! Sehr wertvoll. Besonders auch mit der Option, die Beiträge zu hören… grandioses Gesamtpaket, bravo!

13
/
0

Vielen Dank, liebe Heidi, dein Kompliment freut uns sehr!

1
/
0

Sehr sehr gerne, liebe Bettina. Und: auch wenn er sich nicht aktiv im Dialog beteiligt, soll ich im Namen meines lieben Mannes das Kompliment grad noch "verdoppeln" ... er ist Verleger seit dem ersten Tag und total begeistert von der Substanz und Relevanz der Recherche.

1
/
0

Es dürfe nicht sein, dass Expats von Google und Co. die Stadt übernehmen.

Wir riefen Expats, und es kamen (reiche) Menschen. Und auf diese die Gentrifizierung – what a surprise!

Aber Google nun als Sündenbock für die schon zuvor, daneben und, wer weiss, danach in Gang gesetzten Prozess der Verdrängung zu verdammen und zu verjagen, wäre auch too much, find ich.

16
/
4

Die Probleme nach der historischen Wahl waren gross: Rezension, offene Drogen­szene, Abwanderung.

Ich hoffe fürs Feuilleton, auch dieses Blattes, dass Rezensionen kein grosses Problem darstellen. Auch wenn diese selbst in der Krise sind. Und wenn, dann ist die Nennung in einer Reihe mit der offenen Drogenszene und der Abwanderung schon starker Tobak. ;-)

11
/
0

Sehr geehrte/r Frau/Herr Anonym, wenn Sie wüssten, wie wir uns manchmal mit Rezensionen herumschlagen... 😉 - ganz herzlichen Dank für den Hinweis, Korrektur ist erfolgt

5
/
0

Es ist Don Dinero el poderoso Caballero, der auch links der politischen Mitte die Hirne vernebelt.

Die gut bürgerliche Profitgier schwappt auch tief in die Sozialdemokratie ebenso wie auch die Idee vom Wachstum und anschliessender Sintflut.

Kommt dazu, dass im links-grünen Zürich die Neoliberalen mit ihren Milliarden sagen, wo's lang geht. Die FDP als Brandbeschleuniger. Es ist schon ein Weilchen her, als der heutige Ständerat Matthias Michel (FDP), damals Regierungsrat von der "Greater Zurich Area" (GZA), der sich auch Zug anschloss, schwadronierte als das Versprechen für die Zukunft.

Zukunft gibt's immer, fragt sich nur für wen. Und es fragt sich auch, wie ausgeglichen und fair Wirtschaft laufen soll als Grundlage für eine Gesellschaft nicht nur für gehätschelte Unternehmen und Milliardäre, sondern fürs Gemeinwohl mit akzeptablen Unterschieden zwischen arm und reich.

Dieser Massstab ging verloren. Immerhin nicht der Sozialdemokraten wegen.

11
/
0
"Physiker"
·

Vielen Dank für diese grossartige Serie. Meine Beobachtungen:

  1. Bezüglich der magelhaften Auskunft der Behörden und Regierungen: Aroganz der Macht egal welche politische Couleur und egal was im Parteiprogramm steht.

  2. Für Arbeitsplätze und Steuern, letztlich unseren Reichtum, tun alle Parteien alles, ausser die Protestparteien ganz links und rechts.

  3. Positiv betrachtet: Google ist nicht Glencore, und damit ist für mich der Ruf des Zü-Kantons enorm viel besser als des Zu-Kantons.

  4. Ebenfalls positiv: Ich nehme an, die Expats und ihre Einkommenssteuern richten sozial und oekologisch gesehen in Zürich weniger Schaden an als z.B. im Silicon Valley und in San Francisco.

14
/
3
Bernhard Wehrli
Leser
·
· editiert

Google weniger schlimm als Glencore? Ein gewagter Vergleich. Google verkauft unsere Privatsphäre als Rohstoff. Glencore baut ganz traditionell Kupfer und Kobalt ab.

11
/
2
"Physiker"
·
· editiert

Der Abbau von Kupfer und Kobalt durch Glencore schadet Menschen ganz direkt, wie im Bericht der WOZ beschrieben mit dem für uns interessanten Titel https://www.woz.ch/2043/glencore-im…r-republik. Dafür übernimmt der Konzern aber nicht die Verantwortung sondern setzt ganze Länder unter Druck, in diesem Fall im Kongo.
Schlimmer scheint mir die Rolle von Glencore bei der Kohle: https://konzernverantwortung.ch/bei…kolumbien/
Hier noch die Glencore-Infos von Public Eye: https://www.publiceye.ch/de/tag/glencore <edit> und vom HEKS: https://www.heks.ch/glencore
Deshalb für mich im sozial-oekologischen Vergleich schon viel lieber Google.

7
/
0

Ironie ein
...also der fotografische Blick durch ein Bürofenster, der die offenbar mit grünen Pflänzli betriebene Google Cloud sowie den Hinterkopf eines hart arbeitenden Googlianers medial exponiert, ist ein eklatanter Einbruch in die heilige Privatsphäre von Google.
Skandal!
Ironie aus

10
/
0

Ob es um Kunstsammlungen geht, die FIFA oder Google, etc.. Mauchs Cüpli-SP versagt auf allen Ebenen wenn es darum geht kritisch zu sein und Klartext zu reden.

12
/
2
Partner in einer Software-Klitsche
·
· editiert

Obwohl ich gut bezahle, finde ich kaum neue Leute auf dem Markt.

sagt Herr Bourgeois.

Er sollte möglicherweise nicht den Lohn zum Vergleich mit Google heranziehen.

Viele Ingenieure haben andere Prioritäten als Geld (genug ist es ja eh oft). Wir haben durchaus Bewerber, die bei Google nicht mehr zufrieden sind und dafür einen Median-Lohn akzeptieren.

8
/
2

Disney und etliche weitere US-Tech-Konzerne

Micky Mouse und Techno?

Und könnte man sich mal entscheiden, ob man Meta oder Facebook (und Alphabet oder Google) schreibt? Oder erklären warum man mal das eine, mal das andere nimmt?

9
/
8

micky mouse unterhält ein eigenes research lab in zusammenarbeit mit der eth: https://studios.disneyresearch.com
auch dort steckt einiges an technologie dahinter

2
/
0

Diese Beiträge über Google in Zürich sind ein weiterer Grund, die Republik weiter zu unterstützen. Hoffentlich merken das auch künftige neue Abonnenten.
Was mich immer wieder erschreckt, sind öffentliche Verwaltungen und politisch Verantwortliche, die sich wie hier Stadt/Kanton Zürich über die Art und Weise ihrer Zusammenarbeit/Kumpanei mit einem grossen Konzern ausschweigen, sobald sie über Details angefragt werden. Schweigen hat immer auch Gründe, die aber für die Öffentlichkeit plausibel sein sollten. Natürlich ist es gut für eine Gemeinde/Stadt, neue Arbeitsplätze zu schaffen, aber nur wenn entsprechende Gewinnsteuern bezahlt werden müssen und wenn nicht nur Hochqualifizierte Leute dabei Arbeit finden. Wenn aber Grosskonzerne mit astronomischen Gewinnzahlen eine Monopol/Sonderstellung wie jetzt Google in Zürich erhalten, scheint dies regelmässig nicht zu funktionieren. Das ist auch in meiner Wohngegend Basel so, wo offensichtlich alles getan wird, um die Pharmakonzerne bei der Stange zu halten. Ich möchte lieber nicht wissen, was zwischen Behörden/Verwaltung und den hiesigen Konzernen abgemacht und vereinbart wird für den Erhalt eines sog. Standortvorteils. Die Folgen tragen jeweils diejenigen Bürger, deren Anfangseinkommen (Google Zürich) unter Fr. 100000.-- liegt.
Im weitern halte ich das Sponsoring der ETH durch Google für sehr problematisch. Wo bleibt da die wissenschaftliche Unabhängigkeit unserer wichtigsten Hochschule?

0
/
0

google. ist für Zürich in allen Belangen ein Segen. Die ganze Welt buhlt um solche Unternehmen und um solche Arbeitsplätze. Die Folgeaufträge, Steuereinnahmen der hohen Löhne, know-how-Transfer etc sind rundwegs positiv.

0
/
0