Genossenschaftsrat

Wir sind Teil der Lösung

Bei der laufenden Urabstimmung stellen sich drei aktuelle Genossenschafts­rätinnen zur Wahl für den Vorstand. Wie es dazu kam und was das für Sie und den Genossenschaftsrat bedeutet.

Von Ihrem Genossenschaftsrat, 10.07.2023

Teilen4 Beiträge4
Synthetische Stimme
0:00 / 5:08

Als im Frühjahr bekannt wurde, dass der Vorstand der Project R Genossenschaft neu besetzt werden muss, meldeten wir uns mit einem Statement zu Wort. Es war uns ein Anliegen, die Gesamt­erneuerung der strategischen Gremien kritisch zu begleiten und Ihnen zu erklären, auf welche Punkte wir dabei besonders achten würden. Und wir versprachen Ihnen, den dafür notwendigen Prozess nach Kräften zu unterstützen.

Zum Genossenschaftsrat

Der Genossenschaftsrat besteht aus 30 Mitgliedern von Project R und sichert die Beteiligung aller Genossenschafts­mitglieder am Unter­nehmen. Die verschiedenen Aufgaben des Rates sind detailliert in den Statuten geregelt – dazu gehören etwa die Vorberatung von Urabstimmungen oder die Stellung­nahme zu Geschäfts­berichten und Jahres­abschlüssen. Ausserdem beaufsichtigt und berät der Genossenschafts­rat den Vorstand. Auf die Inhalte der «Republik» nimmt der Rat keinen direkten Einfluss, es gilt die Redaktions­freiheit.

Der Rat trifft sich zu mindestens zwei Plenar­sitzungen im Jahr und berichtet jeweils darüber. Zudem gibt es verschiedene Arbeits­gruppen, die sich regel­mässiger unter dem Jahr treffen – so hat die Arbeits­gruppe «Finance and Legal» die Aufgabe, jeweils im Spät­sommer den Jahres­abschluss zu prüfen.

Als Mitglied der Genossenschaft haben Sie das Recht, das Sitzungs­protokoll der Plenar­sitzungen einzusehen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an ratspraesidium@project-r.construction.

Unter Zeitdruck

Konkret bedeutete das, dass der Genossenschaftsrat von Beginn an in der Findungs­kommission für die Nachfolge des Vorstands vertreten war und sich dort mit eigenen Vorschlägen einbrachte. Eine Heraus­forderung war die feste Deadline, auf die wir hinarbeiteten: Gemäss Handels­register­amt muss der durch die Vakanzen im Vorstand bestehende «Organisations­mangel» bis zum 31. Juli 2023 behoben werden. Eine Wahl von mindestens drei neuen Vorstands­mitgliedern würde noch im Juli stattfinden müssen.

Mit vereinten Kräften setzten wir uns innerhalb der Findungs­kommission dafür ein, für die gewünschten Profile passende Kandidatinnen zu finden. In der ersten Juniwoche stand dann aber fest, dass wir, trotz sehr qualifizierter Interessenten, mehr Zeit für eine sorgfältige Rekrutierung benötigen würden. Schliesslich sollen die Kandidatinnen nicht nur inhaltlich passen, sondern auch als Gremium funktionieren.

Parallel zur laufenden Rekrutierung haben wir innerhalb der Findungs­kommission deshalb einen Vorschlag erarbeitet, der die Stabilität des Vorstands sichert, dem Rekrutierungs­prozess mehr Zeit verschafft – und den Genossenschafts­rat ganz direkt betrifft: Neben einem bereits rekrutierten Kandidaten stellen sich drei Mitglieder aus unserem Gremium als Kandidatinnen zur Wahl.

Kandidaturen aus dem Genossenschaftsrat

Die Überlegung dahinter war eine dreifache: Erstens kennen die drei Kandidatinnen das Unter­nehmen bereits seit Jahren und haben es im Rahmen von verschiedenen Arbeits­gruppen auch teils intensiv begleitet. Zweitens wurden alle, wie auch der Rest unseres Rates, durch die Urabstimmung gewählt – sind also durch Ihre Stimmen legitimiert. Und drittens bringen sie berufliche und persönliche Erfahrungen und Qualifikationen mit, die im Vorstand gegenwärtig gebraucht werden.

Der Vorschlag der Findungs­kommission sieht vor, dass die drei interimistisch Teil des Vorstands und des Verwaltungs­rats werden. Das Ziel ist, das laufende Rekrutierungs­verfahren weiterzu­führen, um ein breit aufgestelltes und langfristig orientiertes Führungs­gremium zur Wahl vorzuschlagen. Der frühest­mögliche Zeitpunkt dafür ist die ordentliche Urabstimmung im kommenden November.

Diese Lösung stellt die Kontinuität des Gremiums sicher und hat den zusätzlichen Vorteil, dass Michel Huissoud, der neu zur Project R Genossenschaft und zur Republik AG stösst, bei der Einarbeitung von drei erfahrenen Personen aus dem Genossenschafts­rat unterstützt wird, welche die statutarischen Prozesse der Genossenschaft sowie die Republik sehr gut kennen und über lange Zeit begleitet haben.

Unsere Wahl­empfehlung

Wir empfehlen Ihnen also den Neuzugang Michel Huissoud sowie die drei bisherigen Genossenschafts­rätinnen Karin Landolt, Nina Scheu und Roger Staub wärmstens zur Wahl. Im Falle einer Wahl müssten die drei Mitglieder aus dem Rat zurück­treten, so wie dies in den Statuten vorgesehen ist. Eine Leerstelle im Rat wird es aber nicht geben. An ihre Stelle rücken jene drei Personen nach, die bei der letzten Wahl das nächst­beste Resultat erreicht haben.

Sie stellen sich zur Wahl: Michel Huissoud, Nina Scheu, Karin Landolt und Roger Staub (von links). Anne Gabriel-Jürgensen

Das Genossenschaftsrats­präsidium hat sich im Rahmen der Findungs­kommission für den oben stehenden Vorschlag stark­gemacht, und auch die restlichen Mitglieder des Rates sind überzeugt, dass auf diese Weise die Interessen der gesamten Genossenschaft best­möglich gewahrt werden können. Karin Landolt, Nina Scheu und Roger Staub werden zwar im Rat fehlen. Doch wir sind überzeugt, dass ihre Unter­stützung im Vorstand zur Stabilität unserer Genossenschaft beitragen und den Weg für eine länger­fristige Lösung ebnen wird.

Unsere Arbeit endet damit nicht. Natürlich werden wir auch den neuen Vorstand und Verwaltungsrat unter­stützen. Insbesondere das Genossenschaftsrats­präsidium wird seine tragende Rolle als Bindeglied zwischen dem Vorstand und dem Genossenschafts­rat auch nach der ausser­ordentlichen Urabstimmung wahrnehmen.

Die nächste ordentliche Plenar­sitzung findet am 28. Oktober in Zürich statt. Sollten Sie Anliegen, Anregungen oder Wünsche haben, melden Sie sich gerne im Dialog oder direkt beim Präsidium (ratspraesidium@project-r.construction).

Vielen Dank für Ihr Vertrauen!