«Challenge Accepted»-Newsletter

Das Klimalabor zum Anfassen

12.06.2023

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Guten Tag!

Der Sommer ist da. Und es wird noch besser:

Ende Juni erscheint ein 44-seitiges Sonderheft der Republik. Mit Highlights aus dem Klimalabor und unserer Bericht­erstattung zur Klimakrise in den vergangenen Monaten.

Es ist einerseits: ein Heft, das Ihnen Freude bereiten soll. Eines, das Sie immer mal wieder in die Hand nehmen und darin stöbern können. Beim Frühstück und in schlaflosen Nächten. Im Freibad oder auf einer langen Zugfahrt.

Es ist aber vor allem: eine unaufdringliche Einladung, ins Gespräch zu kommen. Über Angst vor der Katastrophe und sturen Optimismus. Darüber, wo die Klimakrise für uns spürbar ist. Und welche Fragen sie aufwirft. Über die Pflicht, nicht aufzugeben. Darüber, wie wir Freude an veganer Ernährung finden können. Und wie wir uns die Lust auf die Zukunft erhalten.

Denn eins haben wir von Ihnen in den vergangenen Monaten immer wieder gehört: Wie kann ich andere Menschen – in meiner Familie, meinem Freundeskreis, bei der Arbeit – auf die Dringlichkeit der Klimakrise aufmerksam machen? Wie kann ich vermitteln, was wir alle tun können, wie kann ich andere ermuntern, Teil der Lösung zu werden?

Unser Sonderheft soll dabei helfen: als Ausgangspunkt für Gespräche.

Das Heft – inklusive eines Exemplars zum Weitergeben – ist für Mitglieder der Republik kostenlos.

Wenn Sie noch kein Abo bei der Republik haben, können Sie das entweder rasch ändern, oder Sie halten ab Ende Juni Ausschau nach einem Exemplar – die Hefte liegen in zahlreichen Cafés und an anderen öffentlichen Orten in der ganzen Deutschschweiz auf.

Sonderheft bestellen

🇨🇭 Klima-Abstimmung: Zweiter Anlauf

Am Sonntag stimmt die Schweiz über das Klimaschutz­gesetz ab. Letzte Umfragen deuten darauf hin, dass das Stimmvolk die Vorlage annehmen wird. Dennoch bleibt die Erinnerung an das CO2-Gesetz präsent, das vor zwei Jahren überraschend an der Urne gescheitert ist.

Das neue Gesetz verpflichtet den Bund, Treibhausgas­emissionen bis im Jahr 2050 auf netto null zu senken. Es legt Etappen­ziele fest und sieht Förder­mittel in Höhe von 3,2 Milliarden Franken vor – für den Ersatz von Öl- und Gasheizungen sowie für Betriebe, die ihre Produktion auf umwelt­schonendere Prozesse umstellen.

Gelingt der Schweiz im zweiten Anlauf ein Schritt nach vorne in der Klimapolitik? Oder schafft es die SVP erneut, ein Klimagesetz mit dem Kosten­argument zu verhindern? Lesen Sie dazu die Einordnung von Priscilla Imboden.

🤩 Was uns anderswo gefallen hat

  • Wir freuen uns sehr, dass das Klimalabor auf der Shortlist für den
    K3-Preis steht, den renommiertesten Preis für Klima­kommunikation im deutsch­sprachigen Raum. Ein Blick auf die Liste der Nominierten lohnt sich. Schön zu sehen, dass gerade viele darüber nachdenken, was Journalismus in der Klimakrise leisten sollte – und Neues ausprobieren.

  • Das Online-Magazin «Das Lamm» setzt das Schweizer Klimaschutz­gesetz in den globalen Kontext. Es beschreibt Klimaschutz als «das grösste Gefangenen­dilemma aller Zeiten» und erklärt, warum Gesetze den Rahmen schaffen, in dem alle – Privatpersonen, Firmen, Staaten – darauf vertrauen können, dass sich klimafreundliches Verhalten letztlich lohnt.

  • Erhellende Gedanken zu «Schein­klimaschutz» in diesem Vortrag von Reinhard Steurer, der in Wien zur politischen Dimension der Klimakrise forscht. Steurer meint: So tun, als würden wir Klimaschutz ernst nehmen, während wir an der Verschmutzung festhalten. Unternehmen und Politiker tun es, um sich selber besser erscheinen zu lassen. Einzel­personen tun es, um sich besser zu fühlen. Und beides zusammen führt zur gefährlichen Illusion, dass wir ja genug tun, dass ja alles gut kommt.

Bis bald wieder.

Liebe Grüsse
Ihre Klimalabor-Crew: David Bauer, Elia Blülle, Theresa Leisgang


PS: Alles zum Klimalabor und wie es weitergeht, finden Sie auch jederzeit unter republik.ch/klimalabor.

PPS: Haben Sie noch etwas Zeit? Dann möchten wir Ihnen diesen Text von Elia Blülle ans Herz legen: ein liberales Plädoyer für mehr Mut zum Verbot in der Klimapolitik.

PPPS: Sie haben eine Frage oder wollen uns etwas mitteilen? Antworten Sie ganz einfach auf diese E-Mail, oder schreiben Sie uns jederzeit an klimalabor@republik.ch.

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