Danke für Ihre Neugier! Dieser Artikel wurde für Sie von einem grosszügigen Mitglied unserer 21 439 Verlegerinnen und Verleger freigeschaltet. Kommen Sie ebenfalls an Bord!

Adam Quadroni hofft, dass es einen Weg zurück in sein altes Leben gibt. Aber so recht glauben kann er es nicht.

Lügt Quadroni?

Lügt Quadroni?

Warum wir nach über sechzig Interviews, Hunderten Seiten Aktenstudium und tagelangen Gesprächen mit Adam Quadroni keinen Anlass haben, an seinen Darstellungen zu zweifeln.

Von Gion-Mattias Durband, Anja Conzett, Ariel Hauptmeier (Text) und Yves Bachmann (Bild), 26.04.2018

  

Als wir diese Geschichte schrieben, wurden wir oft gewarnt: vor der Hauptfigur unserer Geschichte, Adam Quadroni.

Zwar waren die Warnungen fast durchgehend vage, dafür aber deutlich: Wir sollten gut aufpassen, dass wir ihm nicht auf den Leim gehen. Bei ihm stimme nicht viel zusammen. Man höre da so einiges.

Wir haben uns bemüht, gut aufzupassen. Wegen der Warnungen. Aber auch wegen der kantonalen Wahlen – Andreas Felix, mutmasslich ein zentraler Akteur des Kartells, will diesen Juni in den Regierungsrat des Kantons Graubünden gewählt werden. Genau wie Jon Domenic Parolini, der offenbar bereits 2009 über das Kartell Bescheid wusste und nicht handelte. Beide dementieren das.

Es wäre unverantwortlich, Politikern, die Graubünden regieren wollen, den schwerwiegenden Vorwurf zu machen, dass sie das Kartell geduldet oder sogar mitorganisiert haben, wenn solche Vorwürfe einfach aus der Luft gegriffen wären.

Um das Fazit vorwegzunehmen: Wir danken allen, die uns zur Vorsicht mahnten, befürchten aber, dass viele davon falsch informiert sind. Wir sind in den letzten Wochen noch einmal jedem Detail nachgegangen, das wir überprüfen konnten. Und zu keinem Zeitpunkt der Recherche gab es einen Anlass, der uns an der Glaubwürdigkeit von Adam Quadroni zweifeln liess, dem Whistleblower, unserer zentralen Quelle. Eine Faktenwidrigkeit, ein Ausweichen, ein Widerspruch? Haben wir nicht entdeckt.

Und das gilt nicht nur für die letzten Wochen. Denn der Beginn dieser Recherche reicht Jahre zurück.

Gion-Mattias Durband, einer der Autoren, war lange Redaktor bei der «Südostschweiz». Zum ersten Mal hört er Ende Oktober 2012 von dem Baukartell, als die Wettbewerbskommission die Büros der Baumeister im Unterengadin durchsucht. Damals berichten seine Kollegen über die Razzia.

Durband selbst interviewt Adam Quadroni zum ersten Mal im Mai 2014. Sein erster Eindruck: Der Mann ist freundlich, aber auch kauzig. Gefärbt wurde dieser Eindruck durch das Gerede unter den Kollegen in der Redaktion. Auch sie hatten viele Gerüchte gehört, auch sie haben gewarnt: Aufpassen!

Einige Tage nachdem der Artikel damals erschienen ist, ruft Durband den Bauunternehmer Roland Conrad an, um dessen Sicht der Dinge zu hören. Conrad begrüsst ihn am Telefon mit den Worten: «Dann sind Sie der, der diesen Saich geschrieben hat?»

In den folgenden Jahren behält Durband das Thema im Auge und meldet sich in unregelmässigen Abständen bei Adam Quadroni. Ohne dass dieser sich zurückmeldet. (So ärgerlich das auch für einen Journalisten ist, es ist kein schlechtes Zeichen für die Glaubwürdigkeit eines Zeugen: Er drängt nicht in die Presse.)

Quadroni bricht sein Schweigen erst, nachdem etwas passiert ist, im Herbst 2017. Er ruft Durband an und berichtet ihm vom Einsatz des Sonderkommandos und von seiner Einlieferung in die Psychiatrie. Durband beginnt zu recherchieren. Er liest Hunderte Seiten Gerichtsentscheide, Gutachten, Polizeiakten, Untersuchungsberichte. Er interviewt Quadroni etliche Stunden zu allen Details.

Am 13. Januar 2018 erscheint sein Artikel «Sie wollen mich versorgen» in der «Südostschweiz». Quadronis Name erscheint in dem Text nicht. Durband gibt ihm das Pseudonym Niklas T. – um Quadronis Töchter zu schützen. (Weswegen eine der Töchter ihren Vater später fragt, warum er nicht mit richtigem Namen in der Zeitung auftauche.) Auch viele andere Akteure sind in dem Text nicht mit ihrem Namen genannt, etwa Polizeichef Tinet Schmidt und Richter Orlando Zegg. Der Grund ist die im Lokaljournalismus verbreitete Zurückhaltung darin, Einzelpersonen zu exponieren.

Im Februar 2018 wird Durband bei der «Südostschweiz» entlassen. Er hat keinen Anlass zu glauben, dass seine Berichterstattung über das Kartell etwas damit zu tun hat; bei der «Südostschweiz» werden in jener Zeit mehrere Stellen abgebaut.

Einen Tag nach seiner Kündigung kontaktiert ihn seine ehemalige Kollegin Anja Conzett, unterdessen Reporterin bei der Republik, die unabhängig von ihm begonnen hat, dem Baukartell nachzugehen. Die zwei beschliessen, die Geschichte gemeinsam zu recherchieren. Autor Ariel Hauptmeier koordiniert vom Headquarter aus.

Noch einmal rollen Durband und Conzett den Fall von Anfang an auf. Mehrere Tage lang interviewen sie Adam Quadroni in seinem Haus in Ramosch. Sie sichten weitere Akten und recherchieren im Umfeld des Whistleblowers.

Zig Gespräche müssen «off the record» geführt werden. Weil die Leute darauf bestehen, nicht namentlich genannt zu werden.

Auffallend ist, dass alle Zeugen, die zu ihren Aussagen stehen, nicht aus dem Tal stammen. Beispielsweise Quadronis deutsche Hausärztin Dr. Zürcher oder René Dobler, Geschäftsführer jener Stiftung, die in Scuol die Jugendherberge errichtet hat.

Oder auch Bauer August Koller, bei dem Quadroni die Kühe füttert. «Adam Quadroni würde keiner Fliege etwas zuleide tun», sagt Koller. Einer sterbenden Kuh habe Quadroni so lange den Kopf gehalten, bis sie ihren letzten Atemzug machte. Bauer Koller stammt aus dem Thurgau. Er sagt: «Es ist unfassbar, was hier oben geschieht.»

Unter dem Deckmantel der Anonymität hingegen hören wir oft harte Anschuldigungen. Etwa, Quadroni habe sich nie um seine Kinder gekümmert – und habe sich so gut wie nie bei den Elterngesprächen in der Schule blicken lassen. Wir prüfen das in der Schule nach. Stimmt nicht, Adam Quadroni war fast immer bei den Elterngesprächen.

Und so geht es weiter. Hier eine anonyme E-Mail an Reporter Durband, nach seinem Artikel vom Januar 2018: «Es ist eine Zumutung, wie Sie einen Betrüger, Lügner und Psychopathen wie A. Q. so in Schutz nehmen. Es gibt im Kanton wohl kaum jemanden, der so viele Geschäftsfreunde, Verwandte, Bekannte wie auch etliche Steuerzahler um Hunderttausende, ja Millionen betrogen hat. Recherchieren Sie mal richtig. Dies ist kein Leserbrief und nur für Sie bestimmt.»

Ein anonymer Anruf, wenige Tage später: Quadroni sei ein Betrüger, der viele Leute um ihr Geld gebracht habe. Rückfrage: Was genau er getan habe? Wörtliche Antwort: «Das kann ich Ihnen nicht sagen. Aber der hat mächtig Dreck am Stecken.»

Oder kürzlich. Wir sprechen mit zwei hochrangigen Personen aus Chur, beide sind mit dem Fall vertraut. Sie sagen zu Reporterin Conzett: «Lassen Sie die Finger davon, Sie werden sie sich sonst verbrennen.» Beim ersten Mal ist es ein gut gemeinter Rat. Beim zweiten Mal eine Drohung.

Die Interviews

Wie gesagt: Die Republik konnte in den Aussagen Adam Quadronis keine Widersprüche entdecken.

Es gibt weitere Gründe, die für ihn sprechen:

– Seine Schilderungen sind voller Details. Wer etwas erfindet, redet nur von den Hauptsachen. Er lässt all das Nebensächliche weg, all die verwirrenden, eigentlich unwichtigen Einzelheiten. Die erfundene Erzählung bleibt merkwürdig blass. Polizeiliche Ermittler wissen seit langem: Je farbiger, je detailreicher, je «granularer» eine Aussage ist, desto glaubwürdiger ist sie. Adam Quadroni beschreibt sehr granular. Ein Beispiel: Quadroni erzählt, wie die Sekretärin des Tiefbauamtes, die 2009 seine Unterlagen kopierte, recht lange braucht, weil sie erst die vielen Heftklammern entfernen musste. Als Quadroni diese Unterlagen der Republik zeigt, haben sie oben links jene Löcher, die vom Entfernen von Heftklammern zeugen.

Eines von zahlreichen Gesprächen: Adam Quadroni (rechts) in der Redaktion der Republik mit Anja Conzett und Gion-Mattias Durband. Republik

– Seine Schilderungen sind in sich stimmig. Ein alter Trick, um Lügnern auf die Schliche zu kommen, sind überraschende Nachfragen, in die man kleine Fehler einbaut. Beispiel. «Als Andreas Felix das eine Mal eine Submittentenversammlung geleitet hat …» Sofort unterbricht Quadroni: «Nein, es waren drei Mal.» Und genau das hat er zuvor auch immer gesagt – er habe Andreas Felix dreimal gesehen, wie dieser eine Submittentenversammlung geleitet hat.

– Seine Schwester, Jacqueline Mischol. Sicher steht sie auf der Seite ihres Bruders und ist Partei. Dennoch hat sie aus nächster Nähe die Vorgänge auf dem gemeinsamen Anwesen erlebt – und bestätigt Adam Quadronis Darstellung in allen Details. Eigens getrennt geführte, stundenlange Interviews ergaben keinen Widerspruch zwischen ihren und seinen Schilderungen.

– Gewiss: Erinnerungen können trügen, Vergangenes wird fortlaufend neu interpretiert aus dem neuen Licht der jeweiligen Gegenwart. Gut möglich, dass sich andere an weit zurückliegende Einzelheiten anders erinnern als Adam Quadroni. Doch: Er schont sich nicht. Er gibt von sich aus Unangenehmes zu. Die starken Beruhigungsmittel, die er lange nahm. Details zum Streit mit der Gattin. Dass er mit den Sozialversicherungsbeiträgen zeitweise im Rückstand war. Diese Kanten, diese Makel – und wie er dazu steht –, auch das macht ihn echt.

– Quadroni wirkt aufrichtig. Ja, auch auf das Bauchgefühl darf sich eine Rechercheurin verlassen. Menschen kommunizieren nicht nur mit Worten, auch über feinste, nicht bewusst wahrnehmbare Nuancen, mittels Blicken, Mimik und Körpersprache. All das ergibt einen unbewussten Gesamteindruck. Wie schaut jemand, redet jemand? Hält er oder sie den Blickkontakt bei heiklen Fragen? Auch hier besteht Adam Quadroni jeden Test.

Die Kontrahenten

Nicht zuletzt wird Adam Quadronis Geschichte just durch seine Widersacher gestützt – die sich wiederholt in belegbare Widersprüche verstrickt haben:

– Im kantonalen Tiefbauamt von Chur heisst es, die 2009 von Quadroni vorgelegten Unterlagen seien damals «über zehn Jahre alt» gewesen. Jon Domenic Parolini, der Gemeindepräsident von Scuol, heute Regierungsrat, erinnert sich im nicht autorisierten Interview, dass die Dokumente «bis 2004» zurückreichten. Beides ist falsch. Sie reichten zurück bis 2006 – sagt die Weko.

– Mal hiess es aus dem kantonalen Tiefbauamt Chur, besagte Unterlagen seien «nicht ausgehändigt» worden. Dann wieder heisst es: Die Vorwürfe waren «zu schwach dokumentiert». Beides nachzulesen in früheren Veröffentlichungen der «Südostschweiz».

– Zur Erinnerung: Im Gespräch mit der Republik bestreitet der ehemalige Bezirksrichter Georg Buchli, je etwas mit dem Kartell zu tun gehabt zu haben. Doch die Unterlagen, die uns vorliegen, sprechen eine andere Sprache. Die Baufirma Gebrüder Buchli in Sent ist regelmässig auf den Listen mit den Preisabsprachen verzeichnet. Sogar namentlich aufgeführt ist der ehemalige Bezirksrichter auf den Einladungen zu den Vorversammlungen. Etwa 2006. Dort wird als Ansprechpartner «Sachbearbeiter: Buchli Georg» genannt.

– Der Bauunternehmer Roland Conrad gegenüber der Republik: Er habe nie jemanden aufgefordert, die Preise zu erhöhen. Fax vom 17. März 2006, Briefkopf seiner Firma, der Foffa Conrad SA, Nummer 081 851 40 41, Betreff: Offerte Zindel: «Cher Adam, eu pens cha pousch dozzar ün po eir quista pusiziun!» Auf Deutsch: «Ich denke, du kannst auch diese Position ein bisschen erhöhen!»

Ein Fax von Roland Conrad an Adam Quadroni mit der Aufforderung, den Preis für eine Offerte zu erhöhen.

– Noch etwas ist merkwürdig. Es gibt einen Brief aus dem Jahr 2012 an die Weko, es ist jener Brief, der die Untersuchung ins Rollen brachte und die Identität des Whistleblowers Adam Quadroni offenbarte. Dieses Anschreiben zieht der Bauunternehmer Roland Conrad beim Interview mit der Republik ungefragt aus der Schublade und zeigt es der Reporterin. Woher hat er es? Es ging nur an die Weko und an den Kanton. Sah sich dort etwa tatsächlich einer der Beamten bemüssigt, den Brief an den darin beschuldigten Bauunternehmer zu schicken?

– Andreas Felix, seit über fünfundzwanzig Jahren beim Baumeisterverband, seit zehn Jahren als Geschäftsführer, wird nicht müde zu behaupten, er habe von den Preisabsprachen nichts mitbekommen. Telefonat mit Armin Dürst, der im Auftrag des Baumeisterverbandes wiederholt jene Sitzungen leitete, an denen Preisabsprachen stattfanden.

Republik: «Gemäss Andreas Felix wusste der Verband nichts von den Absprachen. Dann müssten Sie als Berechnungsleiter ja auf eigene Faust gehandelt haben, hinter dem Rücken des Verbandes. Das wäre ja komisch.»

Armin Dürst: «Da habe ich mich auch gefragt. Wir hatten den Auftrag zu den Vorversammlungen, natürlich hat der Verband ...» Er unterbricht sich. Dann: «Ich bin mir nicht mehr sicher. Früher war es gang und gäbe.»

Alles in allem: Wir halten die Darstellung von Quadroni für glaubwürdig – und glaubwürdiger als die Darstellung der Verantwortlichen.

Mit anderen Worten: Der Kanton Graubünden hat ein Problem.

Ein rechtsstaatlicher Albtraum

Es war schon immer so. Wie so vieles in Graubünden. Der Föhn, die Berge, der Tratsch. Wer Arbeit gibt, hat das Sagen. Schliesslich weiss er, was gut ist für die Leute. Und so gelten für ihn andere Gesetze. Gesetze, die er selber schreibt, hinter verschlossenen Türen, mit Männern, die so sind wie er, Patrons in Amt und Ehren.

Bis ein Mann eines Tages beschloss, dass es nicht mehr so sein soll.

Er hat teuer dafür bezahlt.

Adam Quadroni ist misstrauisch geworden. Die Mauscheleien, die Hinterhalte, die amtlichen Übergriffe haben ihre Spuren hinterlassen. Begegnet man ihm zum ersten Mal, dann dauert es, bis man sein Vertrauen gewinnt. Minutenlang starrt er einem lauernd in die Augen. Bald schämt er sich für seinen Argwohn. «Verzeiht.»

Er hat es am eigenen Leib erfahren. Wie der Strudel aus Gerüchten, der Sog aus Verleumdungen darin mündete, dass grundsätzliche Garantien des Rechtsstaates verhandelbar sind. Hat erlebt, wie das Recht zum Recht des Stärkeren wurde. Bei ihm ist er wahr geworden, der rechtsstaatliche Albtraum.

Sein Fall wirkt wie eine Verschwörung. Doch es gibt ihn nicht, den Bösewicht, den einen Schuft, den Schurken, der im Hintergrund die Strippen zieht. Nein, es ist banaler: Ein Mann fällt in Ungnade in einer eng gestrickten Gesellschaft. Man hört dieses, man hört jenes, schon legt sich ein Bild über die Realität, schon behandelt man den andern so, wie man ihn glaubt zu kennen. Schnell wird aus einem Einzelgänger ein Sonderling. Ein Eigenbrötler zum Geächteten. Zum Nestbeschmutzer.

Der Ruf, ein Nestbeschmutzer zu sein, hat in der Schweiz eine lange Halbwertszeit. Die unselige Tradition, jene, die aufbegehren, mundtot zu machen, sie reicht bis in die Gegenwart.

Man hat Adam Quadroni ruiniert, drangsaliert, ihn festgesetzt wie einen Terroristen. Man hat ihm seine professionelle Integrität genommen, die Unversehrtheit seines Zuhauses, die Würde seiner Person. Viele andere wären durchgedreht. Adam Quadroni ist nicht durchgedreht.

Er hofft, dass es einen Weg zurück in sein altes Leben gibt. Aber so recht glauben kann er es nicht.

Debatte: Stellt der Bündner Bauskandal das Schweizer Milizsystem infrage?

Und: Werden in der Schweiz Whistleblower genügend geschützt? Wie weit kann Zivilcourage gehen? Sind Kartelle die liberale Planwirtschaft, und ist der freie Markt letztlich eine Utopie? Hier geht es zur Debatte.

  




Schön, Sie hier unten wieder zu sehen! Es wäre uns eine Freude, wenn Sie bei der Republik Verlegerin oder Verleger würden. Wir versprechen Ihnen dafür Journalismus ohne Kompromisse: ohne Schnörkel, ohne Werbung, ohne Ausreden bei Fehlern. Erfahren Sie mehr.

Dieser Artikel ist Teil einer Serie. Werden Sie Verleger, um alle Episoden zu lesen.