Freitag, 3. Februar

Schönen guten Abend.

Dieses Wochen­ende könnten Sie eine alte Bekannte wiedersehen. Mit anderen Augen vielleicht.

ins wochenende

Valentine in Vevey

Es ist einer der grossen Werk­zyklen der Moderne. Und einer der umstrittensten. Zwischen 1913 und 1915 hat der Schweizer Künstler Ferdinand Hodler seine Geliebte Valentine Godé-Darel viele Dutzend Male porträtiert – auf dem Kranken- und Sterbe­bett. Die Bilder gelten als Höhe­punkt in Hodlers Schaffen, es sind kanonisch gewordene künstlerische Auseinander­setzungen mit den grossen Themen Liebe und Tod.

Aber sie sind auch: eine Grenz­überschreitung.

Heute hat im Musée Jenisch in Vevey die Ausstellung «Ferdinand Hodler. Revoir Valentine» eröffnet, die die wichtigsten Werke dieses Zyklus zeigt. Wir empfehlen: anschauen – aber unbedingt Schweizer Literatur dazu lesen. Autorinnen wie Erica Pedretti (1984/86) und Martina Clavadetscher (2022) haben Hodler nämlich ihre eigene, feministische Perspektive entgegen­gehalten. Wie das bei Clavadetscher klingt? Voilà.

Heute fanden die sogenannten Von-Wattenwyl-Gespräche der Bundesrats­parteien statt. Was das ist, haben wir kürzlich im Journal ausgeführt. Stellt sich raus, wir haben Lese­stoff zu allen Agenda­punkten.

aus dem archiv

Unser Spick­zettel

Sie sind Fraktions­chef einer grossen Schweizer Partei und müssen heute in Bern als profunder Kenner der Lage in der Ukraine, im Iran sowie in Kosovo, der Wirtschafts­lage, der Energie­politik, der Europa­politik, der Migration und der Bundes­finanzen glänzen? Kein Problem!

Falls Sie heute einen Schlechten hatten: Lag es vielleicht am Caramel-Hazel­nut-Extra­shot-Pumpkin-Java-Chip-Cookies-Latte?

Verdammt! Milde Röstung

Eigentlich ist es allgemein bekannt: Der Kaffee bei Starbucks schmeckt schlecht und ist überteuert. Immerhin, so meinte man bisher, kann er, was ein Kaffee können muss: Er macht wach. Doch nun stellt sich heraus, dass er noch nicht einmal das richtig gut kann. Ein Starbucks-Cappuccino hat nur einen Bruchteil des Koffein­gehalts eines Cappuccinos der Kaffee­kette Costa. Dies hat eine am Mittwoch veröffentlichte Untersuchung der britischen Konsumenten­organisation Which? ergeben.

Doch wie viel Koffein ist überhaupt gesund? Die europäische Lebensmittel­behörde EFSA empfiehlt, nicht mehr als 400 Milligramm Koffein pro Tag zu konsumieren. Das entspricht etwa einem Costa-Cappuccino. Oder sechs (!) Starbucks-Cappuccinos. Falls Sie also konsequent Starbucks-Kaffee trinken, erhalten Sie zwar schlechten Kaffee zu einem überteuerten Preis – aber immerhin verringern Sie das Risiko einer Über­dosis.

Sie hätten also auch Wasser trinken können. Muss man auch erst mal verdauen.

wort zum samstag

Neulich im Achtsamkeits-Seminar

Julia Trachsel arbeitet als freie Illustratorin in Luzern. Eine ihrer Spezialitäten: Bilder zum Sprechen zu bringen.

Und zum Schluss: Lust, was zu unternehmen?

Veranstaltung

Die Klima­krise ist hier. Die Lage ist ernst. Was tun?

Mit dieser Frage haben wir das Republik-Klima­labor gestartet, denn auch der Journalismus kann und muss mehr leisten, um seiner Verantwortung in Krisen­zeiten gerecht zu werden. Ein besonderes Anliegen ist es uns im Klima­labor, Raum für Austausch und Dialog zu schaffen.

Deshalb wollen wir am Montag, dem 27. Februar, in Zürich mit Ihnen diskutieren, was es zu tun gilt, wenn die Welt brennt.

Sind Sie dabei? Hier entlang für die Details.

Schönes Wochenende.

Ihre Crew der Republik

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