Debatte

Was verändert sich auf die lange Sicht?

Das Forum zu den langfristigen Datentrends. Diskutieren Sie mit den Autoren.

29.07.2019

Wir sind die Republik. Ein digitales Magazin für Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur – und ein Projekt gegen die Wahrscheinlichkeit: Wir wollen im winzigen Schweizer Markt ausschliesslich von unseren Leserinnen finanziert sein. Wollen Sie Teil dieses Abenteuers sein?

«Auf lange Sicht» ist der datengetriebene Denk­anstoss der Republik. Wir erforschen die Wirtschaft mit dem Weitwinkel­objektiv und gehen den tektonischen Veränderungen von Politik und Gesellschaft nach.

Welche Veränderungen sollen uns zu denken geben? Worüber sollen wir als Nächstes berichten? Wie beurteilen Sie unsere Arbeit?

Wir freuen uns auf Ihre Einschätzungen, Einwürfe und Einwände. Der aktuelle Beitrag: «Wie wollen Sie die lange Sicht haben?».

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Sehr geehrter Herr Schmid Herzlichen Dank für die tolle Aufarbeitung der Daten. Es fehlt jedoch die saisonale Aufstellung unseres Energiebedarfes, d.h. z.B. monatlich Energieveebräuche. Daraus wird ersichtlich, dass wir nicht unr ein Klimaproblem haben, sondern auch noch eine Stromblackoutproblem. Gemäss Bundesamt für Bevölkerungsschutz, das grösste Risiko der Schweiz. Letzlich sind sowohl das Klimaproblem als auch das Stromblackoutproblem eine Folge unseres verschwendersichen Umgangs mit Energie oder ganz allgemein mit Ressourcen. Ich habe mich bei der Republik schon mehrfach beschwert, dass sie nicht über die Lösungen berichtet. Damit meine ich vor allem, die Rahmenbedingungen, die zu einem derartigen Fehlverhalten führen. Meiner Ansicht nach braucht es kurzfristig nur zwei entscheidende Korrekturen. Die Einführung einer Energie-Lenkungsabagbe mit Rückerstattung pro Kopf und die Erhöhung der Regelleistung (Reservehaltung von Strom duch Ab- und Zuschaltung von Strom) von 1 GW auf 4 GW und dass an diesem Markt jedermann teilnehmen kann. Ich kann nicht nach vollziehen, warum man es in der Republik nicht schafft, einfach einmal eine faktenbasierte Diskussion über Lösugen zu führen. Nur das aufzeigen von Lösungen bringt uns weiter. Die Panik ist längst gross genug, sie muss nicht weiter geschürt werden. In der Feuerwehr hies es, stehe still und sammle dich.

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Aus meiner Sicht wäre es wichtig, einige Schwerpunkte regelmässig zu behandeln, weiterzuentwickeln und diese zu Markenzeichen zu machen.
Ganz dringlich scheint mir das Umweltthema zu sein: Einerseits ist die Problematik sehr aktuell, wird mit Sicherheit immer dringlicher und dramatischer. Anderseits wächst die Gefahr, dass die junge Generation aus Mangel an konkreten Resultaten resigniert, sich wieder aus dem Diskurs abmeldet und auch in unproduktiver Weise radikalisiert.
Der Schritt von der Einsicht in die Problematik und die Notwendigkeit umfassender Massnahmen ist in diesem Fall besonders komplex und schwierig zu machen: Einerseits sind grundsätzliche, schwierige Änderungen der wirtschaftlichen und politischen Systeme notwendig und anderseits bleibt keine Zeit zu verlieren um die minimalen Temperaturvorgaben nicht hoffnungslos zu verfehlen. Die Problemstellung ist derart komplex, dass ein Zusammenspiel aller einsichtiger Menschen Voraussetzung dafür ist, den heiklen Gratweg zwischen den hohen Ansprüchen an die grundsätzlichen Systemveränderungen und den kleinen pragmatischen Schritten zu finden und umzusetzen. Hier hätte nach meiner Meinung die Republik eine Aufgabe und grosse Chance, nicht nur um sich zu profilieren, sondern auch einen echten Beitrag zu leisten bei der Lösung einer der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit!
Persönlich wäre ich gerne bereit, einen Beitrag zu leisten, sei es mit Inputs oder auch finanziellen Beiträgen zu vertieften Recherchen.

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Liebe Verlegerinnen und Verleger

Herzlichen Dank für die vielen Rückmeldungen im Rahmen dieser Debatte! Wir nehmen die Inputs gerne auf und versuchen, in den nächsten zwölf Monaten darauf einzugehen.

  • Auf der methodischen Seite nehme ich vor allem die Aufforderung mit, noch eingehender über das Fazit zu sprechen, das sich aus der Datenanalyse ergibt. Was für persönliche oder politische Handlungen drängen sich auf? Warum ist das wichtig, was muss ändern?

  • Thematisch wurde oft Biologie/Artenvielfalt, Landwirtschaft/Ernährung, Klimawandel, Gesundheit/Gesundheitssystem und Konsum und dessen Folgen genannt. Wir werden gerne in diese Richtung gehen und einige dieser Themen in nächster Zeit vertiefen.

Wir bewegen uns damit stärker hin zu alltagsnahen Problemen und Fragestellungen, die auf das umweltbewusste und gesellschaftlich verantwortungsvolle Handeln von uns Einzelnen, aber auch des Kollektivs abzielen. Ich freue mich auf diesen zusätzlichen Fokus, dem wir ergänzend zum bisherigen Ansatz – Daten aufzeigen, Methoden diskutieren, unterschiedliche Sichtweisen aufzeigen – mehr Gewicht geben.

Die diversen einzelnen Themeninputs, darunter etwa Verkehr, Tourismus, Bildung, Globalisierung, Subventionen, Spenden, sind natürlich ebenfalls notiert.

Herzlich
Simon Schmid

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Ich hätte gerne ab und zu eine positiv Statistik, wenn es die denn gibt. Welche Bereiche unserer Gesellschaft verändern sich positiv. Vielleicht auch eine gut recherchierte Serie, was und wie ich konkret Gutes tun kann. Welche NGO sind empfehlenswert? Welche Tätigkeiten im Alltag haben einen grossen Effekt? Auf was soll ich mich mittel- bis langfristig konzentrieren, wenn ich etwas positiv verändern möchte? z.B. Klimaprojekte fördern vs. lokale Vereinsarbeit (Gemeinschaft fördern) vs. Integrationshilfe vs. wenig Plastik verbrauchen vs. einen "guten" Job ausüben usw. Ich lese oft Negatives und frage mich dann, und jetzt?? Was soll/kann ich jetzt tun und was ist das Intelligenteste zu tun?! Was ist der Effekt, wenn ich mein Pensum auf 80% reduziere, damit ich freitags protestieren gehen kann? Oder lieber sparen und spenden? usw usf....

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Bitte keine Umfragen mehr machen!
Mich ödet diese genossenschaftliche Ängstlichkeit des "sich absichern Wollens" an.
Macht doch einfach das, worauf IHR Lust habt und schreibt über das, was EUCH interessiert! Dann wird der Funke der Begeisterung schon rüber springen auf die LeserInnenschaft, da bin ich mir ziemlich sicher.
Mit den PolitikerInnen-Portraits im Stil von "Langweilig, aber seriös" ist das jetzt für meinen Geschmack weniger gut gelungen, aber ich kann eh nicht alles mitverfolgen, was Ihr täglich rauslässt!
Wenn wenig interessante Früchte heranreifen, kann ich mir den Aufwand des Erntens sparen und dafür in anderen Medien fündig werden, z.B. auf arte, oder auf srf, oder im Tages Anzeiger, oder auf Watson.
Und dazwischen immer wieder mal in der "Republik"!
Ihr solltet mehr gemeinschaftlich denken im Sinne von einer Vielfalt, in der sich mehrere Medien gegenseitig ergänzen und sich auch aufeinander beziehen können!
Jedes Medium hat ja seine Vor- und Nachteile.
Und so läuft das Genossenschaftsmodell mit seinen Umfragen und Generalversammlungen Gefahr, mit dieser Basisdemokratie sehr schwerfällig werden...

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Ich kenne das von einer Bioladen-Genossenschaft her:
Als "eigenmächtig dreinschiessender" Mitarbeiter hatte ich den Plausch an Bio-Mangos und Apfelbananen aus Kamerun, die ich im Gestell mit dem Schild "Bio, Kamerun" anpreisen konnte.
"Bio" geht also bis nach Kamerun! Unser Netzwerk der Nachhaltigkeit umspannt Afrika und die Welt!
Mengenmässig fiel der Verkauf dieser Luxus-Früchte nicht ins Gewicht.
Dafür war meiner Ansicht nach ihr symbolischer Wert umso höher!
Der Transport der symbolträchtigen "Früchte der Internationalen Solidarität" per Flugzeug kollidierte nun aber mit den genossenschaftlichen Richtlinien betreffend Transport.
Und so erhoben sich erboste GenossenschafterInnen an der nächsten Generalversammlung und lamentierten über diesen ungeheuerlichen SÜNDENFALL. "Bio, Kamerun" und "Bio, Uganda" (Ananas) wurden von der Verwaltung im Anschluss an die GV schuldbewusst und politisch korrekt aus dem Sortiment gestrichen.
Die ökologisch korrekt per Schiff gelieferten Ananas an Feiertagen (Ausnahmebewilligung!) kommen seither grün und unreif ins Regal, machen dann einen Farbwechsel zu braun durch und landen schliesslich -verfault- auf dem Kompost, nachdem sie einige KundInnen enttäuscht und hässig gemacht haben...
Dann gibt es aber in der Stadt auf der anderen Seite der Bahnlinie einen Bioladen mit einem privaten Inhaber, der cool und weltoffen drauf ist.
Im Laden läuft tolle World Music, was Stimmung bringt!
Das ist keine Warenhaus-Hintergrundberieselung, sondern etwas für das Gefühl und fürs Herz!
Auch eine Art "Nahrung", einfach für die Seele und nicht für den Bauch...
In der Genossenschaft endeten alle meine Versuche, eine solche World Music in den Ladenalltag rein zu bringen am unerbittlichen "Niet!" der gestrengen "Demeter-Fraktion", verstärkt durch AnhängerInnen einer kontemplativen Ruhe, wie im Zen-Kloster...
"Der Andere" aber MACHTE ES EINFACH, weil es ihm so gefiel!
Und mir gefällt das auch!
Ich gehe trotzdem im Genossenschafts-Bioladen einkaufen, weil mir der näher liegt und weil viele Produkte dort günstiger sind.
Ich versuchte nur einmal, mit "dem Anderen" einen Preisvergleich anzustellen.
Der zuckte nur mit den Schultern und sah mich dabei mitleidig an:
"Ja, das mag sein. Aber bei uns zahlst Du halt so viel (mit Musik)."

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Lesenswert, unbestritten. Ich selber würde sehr gerne einmal mehr über den Subventionsdschungel in der CH erfahren. Fakten, Zahlen...

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Eure Beiträge sind lesenswert und anregend. Der Gebrauch der verschiedenen Grafiken steigert Informationsgehalt und Attraktivität. Sie sind eine der Vorteile eines Online Mediums.

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Ich lese die lange Sicht gerne und finde sie meist sehr lesenswert. Ich mag zu den datenbasierten Visualisierungen entsprechende Expertisen. Zudem erfahre ich gerne die Methoden der Datenaufbereitung.
Weitere für mich interessante Themen:

  • Zusammenhang "Klimawandel, Überbevölkerung, Wohlstand"

  • Abfallwirtschaft: Wie viel von welcher Art Abfall produziert unsere Wegwerfgesellschaft und wohin geht der Abfall (soweit überhaupt bekannt)?

  • Daten über den Äther: Welche Radiowellen von UKW (soll abgeschaltet werden) bis 5G (wird grad eingeschaltet) fliegen uns für welche Datenmengen und wofür um die Ohren – mit welchen Folgen?

  • Gesundheitsdaten: Wer sammelt welche Gesundheitsdaten (was lagern unsere Krankenkassen wo über ihre Versicherten) wie transparent und zu welchem Zweck? Stichworte: E-Health, personalisierte Medizin, Gesundheitstracker, Forschung...

  • Direktimport aus China: Fast eine halbe Milliarde Franken Umsatz macht Aliexpress alleine in der Schweiz. Fast so viel wie Amazon.de. Wish & Co. holen auf. Facts und Figures über das geänderte Konsumverhalten der Schweizer und seine Folgen (Rückgang im Schweizer Handel, Schadstoffe in den importierten Produkten, Vollzug hat keine Handhabe...)

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Thomas Luder
Thomas Luder
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Die lange Sicht ist immer sehr interessant und lesenswert.
Ich würde gerne etwas lesen über unsere Nahrung: Da in der Schweiz ja noch immer Gentechnisch veränderte Objekte verboten sind. Wird es schwieriger solches Getreide, Soja, etc. für die Nahrungsmittelindustrie zu erhalten? Woher kommt das alles und wie wird das angebaut?

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Weiter so! Diese Reihe ist eine der wichtigsten der „Republik“, weil: datenunterlegt und echt informativ. Wichtiger als stark subjektiv gefärbte Reportagen.

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Die lange Sicht der Dinge ist sehr informativ. Die Schlussfolgerungen, Ausblicke auf Möglichkeiten der Reaktion auf unerwünschte Entwicklungen sind allerdings sehr rudimentär. Es ist mir klar, dass solche Einordnungen noch viel schwieriger sind als das Auswerten der z. T. uneinheitlichen Statistiken, aber die Artikel enden oft etwas abrupt und lassen einen etwas ratlos zurück. Was war die Fragestellung und was wurde beantwortet?
Es wäre auch wünschenswert wenn neben den Zahlen auch konkrete Beispiele eingearbeitet oder als externe Artikel verlinkt würden. In der Regel lassen sich Statistiken weit besser erfassen, wenn die Auswirkungen des Geschehens mit exemplarischen Situationsbeschreibungen von den Rändern und der Mitte illustriert werden.
Interessant wäre auch die Veränderung der allgemeinen Lebenssituation über die Zeit zu verfolgen. Was waren die Probleme der verschiedenen Generationen? Wie hat sich das Leben in der Schweiz im Laufe der Zeit verändert, und warum?

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Die Artikelserie "Auf lange Sicht" gehört für mich zu den sicheren Lesewerten, sowohl was die Themen angeht (die mich entweder eh interessieren oder mir neue Augen öffnen) als auch was Präsentation und Stil angeht: eingängige (zumeist...) Darstellungen und sachliche, unprätentiöse Kommentare ohne Dünkel, die die Lektüre zur Freude machen.

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Ich lese die "lange Sicht" sehr gerne. Ein anderer Blick im Schweizer Journalismus. Wie andere, die hier schon kommentiert haben, wünsche ich mir mehr Infos zur Biodiversität, zum Verlust von Arten, Lebensräumen und genetischer Vielfalt, und zu weiteren ökologischen Themen (erneuerbare Energie z.B.).
Auch gesellschaftlich relevant sind Darstellungen zum Gesundheitswesen, die erklären, woher die stetig steigenden Krankenkassenprämien kommen.
Ein Thema, das bisher in der "Republik" noch kaum behandelt wurde: Spenden und Stiftungswesen. Vielleicht könnte mal eine Kolumne aufgrund von Datenreihen über Stiftungen, ihre Vergabungen und ihr Vermögen des Center for Philanthropy Studies der Uni Basel entstehen. Einige grundlegende Zahlen siehe https://ceps.unibas.ch/de/praxistra…in-zahlen/

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Ich wünsche mir einen quantitativen Blick auf die Entwicklung von Gesetzesartikeln.

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Ich bin grundsätzlich sehr zufrieden mit dem blog. - Wünsche mir trotzdem eine diversere lange Sicht bei Umweltthemen. Z.B. Mikroplasik, PCB, Biodiversität (hier natürlich Insektensterben ganz oben), Mobilität von Schwermetallen. Alles eigentlich Themen die indirekt mit dem Klimawanden zusammenhängen.

Danke fürs nachfragen.

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B. W.
Verleger
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Spannende Themen für mich wäre 1. Benutzerverhalten in Social Medien, 2. Benutzerverhalten in Online-Handel und die Verdrängung von Offline-Handel, 3. Bevölkerungsschwund in Berggebieten bzw. Beschäftigung, Altersstruktur der Bewohner

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Bin sehr zufrieden mit der Entwicklung von "Auf lange Sicht" und freue mich stets auf weitere Einsichten. Gerade diejenigen, die einen Einblick geben in das (Kunst-)Handwerk der Methodik sehe ich als wichtigen Beitrag zur Aufklärung oder Literacy. Die Schwerpunkte soziale Ungleichheit und Klimawandel fand und finde ich sehr wichtig.

Wenn es ein Wunschkonzert gäbe, fände ich spontan folgende Themengebiete bearbeitenswert:

  • Neoliberalismus: Reaganomics, Thatcherismus, Washington Consensus, GATT

  • Allgemein Policy-Konsequenzen: Gerade die nicht intendierten (zB USRs oder Migrations- und Integrationspolitik)!

  • Klimawandel: Da er nun für viele spürbar Tatsache ist, gerne Fallbeispiele für Prevention, Mitigation & Adaptation

  • Technologien: Retrospektive Technikfolgenabschätzung, Energiebereich, Digitalisierung

  • Produktion: Strukturwandel, Globalisierung, Freihandel etc.

  • Konsum: Veränderungen im Konsumverhalten, was bringt kritischer Konsum (etwa anhand Fallbeispiele wie Boykotten)

  • Medizin, Lebensstil und Demographie: Impfungen und Epidemiologie, Verbreitung psychischer Krankheiten, Gesundheit und Überflussgesellschaft etc.

  • Bildung: HarmoS, Bologna-Prozess, Tertiarisierung, Lebenslanges Lernen, Zertifikate-Inflation

Gerne auch in Richtung konstruktivem Journalismus: Alternative Wirtschaftsformen (zB Genossenschaften, Postwachstum oder Kreislaufwirtschaft), Anbauformen (zB Bio oder Permakultur), Lebensformen usw. - Ausmass, Potenzial und Viabilität.

Auf alle Fälle vielen Dank ans Team!

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  • Ich wünsche mir noch mehr “Unterhaltung”. Kurze ‘dumme’ Artikel, bei denen nicht nachgedacht werden muss.

  • Vor Allem: gewinnt Leser, Geld und Abonnenten. Damit wir noch lange können.

  • Schön ist die Ironie, und mit noch mehr Augenzwinkern wären auch Themen wie Rechte Nzz-ler, Wirtschaft und Klimawandel erträglicher. Wenns schon nichts mehr zu sagen gibt ist auch mal ein Witz willkommen :-)

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Was für mich seit geraumer Zeit die wichtigsten Themen sind:

  • Klimawandel, und was ich bzw. mein Umfeld dagegen tun kann: Co2-Fussabdruck senken etc. Bleiben Sie bitte da dran, wir haben nur eine Welt...

  • Was ich bis jetzt vermisst habe, vielleicht habe ich es ev. übersehen: Gedanken darüber, welche Folgen (positive und negative) es hat, wenn das Wirtschaftswachstum - hoffentlich bald - definitiv negativ wird. Ich kann das Mantra "Die Wirtschaft muss immer wachsen" so nicht mehr akzeptieren.

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"Auf lange Sicht" ist für mich Pflichtlektüre. Ein Thema kann immer wieder überraschende Einblicke geben, wenn man einen Schritt zurücksteht und den Zeithorizont erweitert. Obwohl die Grafiken interessant sind, kann man sich darin auch verlieren. Sie sind wohl wichtig, das geschriebene Wort macht aber den Unterschied aus.

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Auf lange Sicht bietet mir immer wieder interessante Einblicke in ein bestimmtes Thema.
Was mich auch noch interessieren würde, wären regelmässige Auswertungen des Abstimmungsverhaltens unserer Bundesparlamentarier in den Parlamentsabstimmungen, fokussiert darauf, wie ihr Abstimmungsverhalten ein Engagement für die Bedürfnisse der Lebenswelt der Mittel- und der Wenigverdiener (die erst zu definieren wären) erkennen lässt.

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U. A.
Interessierter Leser
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Aha - ich kann nur einen Artikel einbringen - einen Kommentar zu einem anderen Input kann ich nicht von einem eigenen Input trennen - da habt Ihr noch ein kleines Projekt vor Euch, schätze ich.

Also denn - dies war eine Replik auf ein Input eines anderen Lesers: Die Idee, das erarbeitete Material in weiteren Artikeln oder in Interviews weiter zu vertiefen finde ich sehr attraktiv. Unbedingt.

Und von meiner Seite her: Hier geht es oft um konkrete Daten (ist ja auch Datengetrieben), mich interessieren jeweils auch Themen aus der Psychologie oder der Psychiatrie, aus dem Sozialen und dem Leben zwischen den konkreten Dingen.
Konkret:

  • BurnOut wird plötzlich als "Volks-Krankheit" wahrgenommen - was hat sich in unserer Wahrnehmung verändert? Ist dies darstellbar?

  • Gibt es andere "Modekrankheiten"?

  • Früher las ich im Zug ein Buch, heute im Mobiltelefon. Eine oft geäusserte Aussage: die Leute würden heute nicht mehr miteinander reden, aus meiner Sicht hat sich im Zug nichts verändert. Gibt es dazu Statistiken?

  • Wie ist das Engagement von jungen Menschen für politische Themen? Vor einem Jahr noch wurde bemängelt, die Jugend engagiere sich nicht. Aus meiner Sicht stimmte dies nie, allerdings gab es schon Schwankungen. Gibt es dazu Daten?

So, das wären in etwa Themen, die mich interessieren würden.

Auf jeden Fall Danke für diese Kolumne, eine der besseren in der Republik.

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Nur kurz: "die lange Sicht" ist spannend, ich habe zu wenig Zeit, sie zu lesen. Mir hat die frühere "Wirtschaft" sehr gut getan (wo kann ich das sonst lesen) Warum jetzt auch hier der "gute alte" Claude Longchamp auftauchen muss?: keine Idee. Gibt es nicht endlich eine moderne Frau, die Polittrend-Beobachterin und Analystin ist?, der ich heute über die Schulter schauen könnte. Das ist im Moment das Wichtigste. Weiteres folgt, wenn Zeit und mehr Ruhe vorhanden

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Irmi Seidl!!

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Auch bei mir gehört "die lange Sicht" jeweils zur Pflichtlektüre :-). Was mich interessieren würde: Die Veränderung der Arbeit / Arbeitsmodelle (Stichwort new work bzw. Digitalisierung) sowie die Veränderung des Freizeitverhaltens (inkl. unbezahlte Arbeit - mal unabhängig von der gender Frage) sowie die Veränderung des Ferien- bzw. Reiseverhaltens.

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Ich lese „die lange Sicht“ immer mit grossem Interesse – nicht nur die Visualisierung sondern auch die Kommentare und Interpretation. Diese Analysen zeigen wie man aus Daten zu einer Bewertung kommen kann (Faktenanalyse statt vorgefasste Meinung) – und schliesslich auch zu Massnahmen und die Extrapolation der möglichen Auswirkungen von Massnahmen.
Man sagt ja, wir leben in einem „Digitalen Zeitalter“ – die Datenanalysten sind sozusagen die Spin Doctors dieser Zeit.
Mich würde ein Blick in die Werkstatt eines Datenanalysten interessieren.

  • wie beziehen Sie die Daten – Quellen, Formate -,

  • welche Werkzeuge kommen für die Bereinigung, Aufarbeitung und Visualisierung zum Einsatz.
    Ja, die lange Sicht ist eine Bereicherung für die Republik!

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Die Darlegungen in dieser Rubrik überzeugen in Form und Inhalt - vielleicht wäre es eine Versuchreihe wert, den vielfältigen Blick aus den vier Sprachecken der Schweiz auf das, was uns verbindet bzw. uns trennt, sichtbar, sogar greifbar zu machen. Gerade auf diesem Feld geht es auch um ein wechselseitiges Verstehen der (oder um ein Aneinander-Vorbeireden über die) gleichen Fakten. Nur Mut! Und neue Abonnenten aus allen vier Ecken, das wünsche ich Euch.

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D. R.
· editiert

Also was grafische Darstellung angeht hat mich der Artikel zur Mehrwertsteuer Masche hell begeistert. So was haben auch meine Freunde noch kaum gesehen.

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Die Rubrik schätze ich sehr. Gerne noch etwas weniger wirtschaftslastig. Beispielsweise wären Statistiken zur Biodiversität spannend: jüngst gelesen, die sei in der Stadt inzwischen höher als in der Agglo und in Landwirtschaftsgebieten?! Oder zum Artensterben. Oder zum Selbstversorgungsgrad der Schweiz mit Nahrungsmitteln einerseits und zu den Geldflüssen in der Landwirtschaft andererseits; subventionieren wir Milchseen? Generell zu den Absurditäten der Landwirtschaft: stimmt es z.B., dass Fischzucht als Industrie gilt und daher geeignete Schweineställe nicht umnutzbar sind, obwohl wir hierzulande die Nachfrage nach rotem Fleisch relativ gut abdecken, die nach dem gesünderen Fisch hingegen fast gar nicht, trotz Überfischung der Weltmeere (die eine separate Statistik verdiente)? OK: auch Landwirtschaft ist Wirtschaft...

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Mehr zu Biodiversität würde ich mir auch wünschen. Bis die Republik soweit ist: aktion-vielfalt.ch macht genau das. Ein Studentenblog von mir mit KollegInnen.

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Fische sind keine landwirtschaftlichen Nutztiere, aber s. da.

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Auf lange Sicht ist eines der Highlights meiner Republik-Lektüren. Ich lerne jedesmal etwas Neues und die Erkenntnisse helfen mir, auch andere Artikel/Zeitungen etc. kritischer zu lesen. Besonders toll finde ich die interaktiven Grafiken, bei denen ich selbst herumspielen und ausprobieren kann. Die Themen sollen in der angestrebten Breite weiter entwickelt werden, gerne auch als Hintergrund- und Zusatzinformation zu aktuellen Fragestellungen.

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In einer Welt zunehmender Fakenews stellt die Rubrik "Auf lange Sicht" ein wunderbares Gegengift dar. Themen für die Zukunft gibt es unzählige: Entwicklung der Produktivität, der Löhne, der Immobilienpreise, der Gesundheitskosten, des Verkehrs usw. - das meiste wohl auch eher wirtschaftslastig. Entsprechende Zahlen sind jedoch die Voraussetzung für eine gute Politik. Viel Erfolg!

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Auf lange Sicht wäre es wunderbar, wenn alle Artikel auch offline verfügbar wären, da ich kein Handy-Abonnement besitze und trotzdem alles gerne auch unterwegs lese.

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Ich lade mir die Artikel häufig zuhause in den Webbrowser. Wenn man dann einmal von oben nach unten durchrollt (was dann die Bilder lädt) kann man das später dann wunderbar offline lesen. Leider (für diesen Fall) werden Bilder und Grafiken erst geladen, wenn sie ins "Blickfeld" geraten.

Gab es nicht auch die Option, eine PDF-Datei vom Artikel zu generieren (ich mag mich an den Bericht zu den technischen Problemen dazu erinnern) - das wäre auch eine Lösung.

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"Auf lange Sicht" ist für mich die spannendste Rubrik der Republik. Wie soll sie weiterentwickelt werden? Mich interessieren Themen der Gesellschaftsentwicklung und solche aus der Wissenschaft. Unser Umgang mit giftigen Produkten, mit schwierigen Beziehungen, mit potenziell tödlichen Ideologien sind Hinweise auf mögliche Themen. Oder besser positiv formuliert: wo leben wir gesünder, wie nimmt die weltweite Verständigung zu, wie entwickelt sich die kritische Denkhaltung im Verlauf der Zeit.

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Was ich an der langen Sicht mag:

  • datenbasierte Fakten anstatt Meinungen

  • manchmal (für mich) überraschende Erkenntnisse dank breiterer und/oder neutralerer Sicht auf Daten

  • hilft mit, Themen zu versachlichen

Was mir fehlt:

  • die Fakten sind da, aber „so what“?

  • die Kolumne generiert viel Material welches in Interviews, Vertiefungsartikeln, politischen Analysen/Kommentaren verwendet werden könnte, momentan aber nicht genutzt wird. Da hat es viel viel Potential

  • einfacherer Zugang zu den bisherigen Analysen (klar, ich kann mit genügend Geduld die alten Analysen wieder finden, aber strukturiert wäre hilfreich)

  • „what if“-Analysen (ähnlich wie zweiter Punkt) in Bezug auf politische Vorstösse etc

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Bezüglich Strukturierung sollten auch die Kommentare nachträglich mit weniger Aufwand eindeutiger dem jeweiligen Artikel zugeordnet werden können.

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Mir will scheinen, dass die Republik mit immer noch feinerem Tuning kaum wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Abonnentenzahlen nimmt. Letztlich führt wohl kein Weg daran vorbei, dass das Budget auf die Realität angepasst werden muss, nicht wahr?
Ich denke, dass die Republik richtig liegt, dass es einfach Zeit braucht.
Mittlerweile müssen wir als Leser ein Stück weit selber entscheiden, wieviel (CHF) uns das Produkt wert ist. Ich für meinen Teil ziehe es jederzeit jeder anderen, grossen Tageszeitung vor, die viel zu viele, zum Teil recht oberflächliche Artikel publiziert.
Und nun noch meine ganz persönliche Meinung:

  • Ich halte sehr wenig von Projektionen in die Zukunft aufgrund von statistischen Auswertungen.

  • Auch mein Bezug zur Kunst ist eher unterentwickelt :-). Diese Art von Artikeln überspringe ich jeweils.

  • Dagegen würde ich mir mehr von der Art des sehr berührenden Podcast aus Knonau wünschen.
    Im Ganzen: Herzlichen Dank für dieses Produkt und den unternehmerischen Mut zur Umsetzung.

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"Auf lange Sicht" ist für mich die interessanteste und beste Kolumne, dicht gefolgt von den Gerichtsreportagen.
Bleiben Sie objektiv und inhaltlich vielfältig. Wesentliche Änderungen sind nicht nötig. Weiter so und besten Dank.

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Ich finde diese Rubrik super und lese sie gerne. Ein paar Ideen für zukünftige Themen wären:

  • Medizin (z.B. Medikamentenkosten - was ist massgebend, Entwicklungskosten oder Angebot-und-Nachfage?)

  • Technologie (z.B. verschiedene Umwelteinflüsse neuer Technologien - CO2 Ausstoss Produktion, Rohstoff-Verbrauch, Landnutzung für Produktion, Transportwege für Bauteile und Fertigprodukte, Arbeitsbedingungen, Lässt sich ein Klima ROI berechnen?. ...)

  • Biologie (Insektensterben, Biodiversität,...), Agronomie (Dünger- und Pestizid-Einsatz über die Zeit, Wie können wir Tierwohl messen?, ...).

  • Chemie/ Geologie/ Technologie (Welche Elemente kommen auf der Erde in welchen Mengen vor und welche Elemente werden wie stark genutzt.)

Auf lange Sicht wäre cool, wenn sich Grafiken/ Datensätze von Lesenden filtern liessen um Vergleiche machen zu können und sich intensiver mit den Daten auseinandersetzen zu können.

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Ergänzend zu Klima: CO2-Bilanz von Einheiten (legal entities) wie Gebäude, Fahrzeuge, Unternehmen, politische Gemeinden ...

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Ich verzichte gerne auf diese Geometrieorgien. Journalismus bedeutet für mich im Kern die Aufbereitung von Kern-Information durch Nachdenken über die Frage: Was ist das Wesentliche? – Praktisch könnte das heissen: Die vielen, vielen bunten Smarties werden aus dem Text gekippt und durch einen Link erschlossen für den, der sich Sozialstatistik in extenso gerne schon zum Frühstück gönnt. Mir genügt ein Drei-Minuten-Ei; für die grossen Menüs gehe ich in die Bibliothek oder die Buchhandlung.

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Ich habe von der Republik insgesamt einen zwielichtigen bis negativen Eindruck, doch die Rubrik "Auf lange Sicht" gefällt mir sehr gut. Hier erhalte ich seriöse Information über die Probleme, die uns alle beschäftigen. Die Beiträge sind recht differenziert und weniger reisserisch, sie zeigen mir die Komplexität der Problematik und hetzen nicht gegen Akteure. So kann ich sagen, ich bin zufrieden, grosse Aenderungen braucht es nicht. Vermutlich steht die Rubrik aber unter Druck, mehr Aufmerksamkeit zu generieren, weil das Publikum mehr Action und Emotion will. Widerstehen Sie diesem Druck! Das ist mein Anliegen.

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Die Rubrik ist super! Es ist immer was zu lernen dabei. Themen gibt es noch zuhauf. Warum nicht mehr über Forschung schreiben, zB aus Medizin&Biologie? Wissen schaffen ist immer gut.

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Dem schliesse ich mich an.
Eine Ergänzung zu den Visualisierungen, die ich in der Regel gut gelungen finde: mit Streudiagrammen kann ich persönlich am wenigsten anfangen, und bei den Karten, z.B. in 'Wo die reichen Kerle wohnen' habe ich schmerzlich die Darstellung wie in einer 'normalen' Zeitung vermisst, wo man alle drei Karten gleichzeitig im Blick haben kann. Ich lese die Republik in der Regel auf einem normal grossen Bildschirm, aber auch hier sehe ich immer nur eine Karte aufs Mal, und wenn man dann bspw. die Angaben zu einer Region über alle drei Karten hinweg vergleichen will, gibt es eine endlose Scrollerei. Nebeneinander würde die Darstellung wohl zu klein, aber vielleicht gäbe es eine Möglichkeit, den Zwischentext zwecks Grafikvergleich temporär auszublenden oder eine andere schlaue Idee?

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Ich lese die lange Sicht immer und mir gefällt die Entwicklung in den letzten Monaten sowie die Themenvielfalt. Ab und zu sind die Grafiken auf dem Smartphone etwas schwierig zu lesen, das ist meine einzige Kritik.

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Ich lese auf lange Sicht sehr gerne. Ich finde die Beiträge mehrheitlich interessant. Allerdings stört mich immer wieder die Einseitigkeit: es werden ausschliesslich statistische Verfahren verwendet, die teilweise mehr zu hinterfragen wären (insbesondere der Datenkorpus, die Datenaufbereitung u.a.m.). Was ich vermisse, sind auch theoretisch fundierte Perspektiven und Beiträge. Ich würde mir wünschen, dass es zu den einzelnen Themen mehrere Beiträge gibt, die die Themen auch aus den unterschieldichen theoretischen Perspektiven verschiedener Disziplinen (Geschichte, Soziologie, Politikwissenschaften, Ökonomie) betrachten.

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Wie möchte ich die lange Sicht haben?

Am meisten fehlt es mir persönlich an Daten, die den Klimawandel einerseits und Handlungsoptionen andererseits in Bezug bringen - ganz allgemein, nicht als Kritik an der langen Sicht gemeint.

Aber diese Rubrik wäre geeignet, hier möglicherweise Pionierarbeit zu leisten. Zum Klimawandel sind einige globale Eckpunkte gut dokumentiert, wie etwa das von Greta Thunberg letzte Woche in Paris wieder angemahnte verbleibende „Budget“ an CO2-Freisetzung. Dazu schon schwieriger im Bezug zu verstehen sind die einigermassen unabwendbaren grossen Zuwächse an CO2-Freisetzungen durch Wohlstandsentwicklung in China, Indien, Afrika.

Bei den Massnahmen hingegen ist das Einzig leicht Verständliche: was aktuell getan wird, reicht hinten und vorne nicht (und vieles, was medial laut daher kommt, wie etwa E-Mobilität, ist in der möglichen Gesamtwirkung bescheiden).

Jedoch einen Eindruck zu gewinnen, wie sich die Grössenordnungen der Handlungsoptionen zueinander und zum Gesamtproblem verhalten, ist extrem schwierig. Aufforstung, Vermoorung, Mobilitätseinschränkung, Energiewandel, Sequestrierung, Ernährungsumstellung etc. - was dovon hat wieviel Potential? Einzelne Datenpunkte gibts immer wieder zu lesen, aber sie in verständliche Bezüge zueinander zu setzen, das wäre eine datenjournalistische Grosstat!

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Ich finde, Sie entwickeln das Produkt hervorragend. Weiter so!

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A. G.
· editiert

Kleine Gemeinden geben häufiger extreme Resultate. Siehe Law of large numbers

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Zur Info: Gleich der erste Link "Gini-Koeffizienten" des Artikels gibt einen 404 Fehler zurück.

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Danke! Fixen wir gleich.

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Spannend wie immer! Trotzdem werden hier zwei unsichere Kennziffern kombiniert. Gemeinde als Darstellungsgrösse passt nicht, weil Gemeinden politisch/geografische Grössen sind. Hätte Glarus keine Gemeindefusion gemacht, sähe das ziemlich anders aus... Und Steuereinkommen von nicht Selbstständigerwerbenden sind nicht vergleichbar mit den Steuerzahlen Selbständigerwerbender... Das ist für die Statistik unschön, aber schweizerische Realität.

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Einkommen - pro Kopf, oder?
Wie habt Ihr Familieneinkommen umgerechnet?

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Interessante Analyse - vielen Dank!

Unter "Intensive Konkurrenz - Abgewählte Nationalräte" steht: "... mit einem absoluten Spitzenwert von 23 Sitzen oder 11,5 Prozent im Jahr 2011."
Diese Zahlen passen für mich nicht zur Grafik: Waren es nicht eher 29 Sitze oder 14.5 Prozent? 23 wäre ja tiefer als die 24 bei 2015. Und 1999 scheint auch ein hoher Wert zu haben. Waren das weniger als die 29 von 2011?

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Merci für die Frage!
Die Aussage ist unterhalb der Grafik wohl etwas ungeschickt platziert - sie bezieht sich aber nicht auf diese Grafik. In der Grafik wird gezeigt: Wie viele NR wurden abgewählt. Die Aussage ist: Wie viele Sitze wechselten die Partei. Das ist nicht ganz dasselbe. Sorry für die Verwirrung.
Herzlichen Gruss

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Schade, dass es nicht klappt, jedem Thema dieser Reihe eine eigene Diskussionsseite zu geben. Bei über 800 Beiträgen ist kaum auszumachen, welcher Kommentar wozu gehört.

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Interessante Statistiken, doch was mich zusätzlich interessiert ist; was beziehen die abgewählten und zurückgetretenen National- und Ständeräte? Welche Pensionen beziehen sie danach über welche Zeitspanne und unter welchen Bedingungen? Ich bitte um eine detaillierte Antwort, denn das scheint mir ein wichtiges Thema zu sein.

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Wie kommen Sie darauf, dass Parlamentarier nach Rücktritt oder Abwahl eine Pension bekommen? Es sind ja Fälle bekannt geworden, wo Parlamentarier nach der Abwahl in finanzielle Nöte kamen und dann vorübergehend eine Unterstützung beziehen konnten (das ist keine Pension).

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Danke für die Antwort. Dann gilt also grundsätzlich, dass es identisch funktioniert wie bei einem Job in der Wirtschaft. Wer "entlassen" wird oder freiwillig ein Mandat abgibt erhält ab dem Datum des Austritts keine weitere Bezahlung vom "Arbeitgeber" Bund, richtig? Ausgenommen in seltenen Härtefällen.

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Die letzte Grafik sollte wohl mit Legislaturen statt Sessionen betitel werden: "Adieu Sesselkleber - Parlamentarier, die bereits vier oder mehr Sessionen (HIER LEGISLATUREN) in Bern sind"

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Merci für den Hinweis! Ein Flüchtigkeitsfehler unsererseits.

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Wenn man Statistiken liebt, kann man aus den einfachsten Dinge einen Artikel generieren. In diesem Fall ist der Informationsgehalt gleich Null. Schade!

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B. J.
· editiert

Sehe ich nicht ganz so. Ich finde bspw. die Dynamik, die Herr W. oben anspricht, mit dem tendenziell jünger werden der Parlamentarier*innen und dem - wie ich meine verstanden zu haben - in der Tendenz zunehmend schnelleren Wechsel ganz spannend. Was bedeutet das für eine Gesellschaft?

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(unsichtbar)
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Der Inhalt des Schlusssatzes «sonst wird die Ökonomie am Ende zur Esoterik» ist m. M. n. längst eingetroffen; ein Wissenschaftsfeld, in dem die Widerlegung des «homo oeconomicus» ein Nobelpreis wert ist, zeigt, dass in diesem Bereich alles und nichts gilt. – Das ist auch das Merkmal von Esoterik. Mathematik wäre ebenfalls Esoterik, wenn z. B. der Satz des Pythagoras widerlegt würde.

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Sehr interessanter Artikel, anschaulich formuliert. Danke.

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Eine wichtige Erkenntnis. Eine, die man immer im Bewusstsein behalten muss.

Die Wirtschaftswissenschaften tätigen Beobachtungen, die immer auch auf das Verhalten des beobachteten Systems einwirken. Im (kybernetisch-)systemtheoretischen Jargon auch „positive Rückkopplung“ genannt. Etwas, das im Extremfall - gerade bei Prognosen - auf eine self fulfilling prophecy (Otto Neurath) hinausläuft.

Augenfällig wird dies, da Wirtschaftswissenschaften stark verkoppelt sind mit Wirtschaftspolitik. Letztere sich also in ihren Entscheidungen und ihrem Verhalten auf das Wissen von ersterer bezieht. Dies im Gegensatz etwa zur Physik, wo es keine entsprechende „Physikpolitik“ gibt - ausser man betrachtet „Technologie“ als solche.

Deshalb ist die Wirtschaftswissenschaft - wie alle Sozialwissenschaften - nicht nur eine deskriptive, sondern auch und v. a. eine normative Wissenschaft. Trotz aller Bemühungen sich durch Mathematisierung den Anschein einer „reinen“ Wissenschaft zu geben. Auf die Gefahr hin einen „Modellplatonismus“ (Hans Albert) zu betreiben.

Zum Schluss dieser Anmerkungen eine Frage: Welchen Einfluss hatte im Schweizer Fall die Geldpolitik der Nationalbank während der Finanz- und Währungskrise? Bzw. welche Einfluss hatten die SECO-Modelle auf die Entscheidungen der Nationalbank? Die Vermutung ist, dass diese die Währungspolitik beeinflusste, dergestalt, dass die Volkswirtschaft das prognostizierte Potenzial mehr oder weniger ausschöpfen konnte. Dahingehend wäre auch interessant, auf welchen „politischen“ Kriterien gewisse Variabeln des komplexen Kalküls beruhen.

Eine weitere anschliessende Vermutung ist, dass das komplexe Modell sich stärker an den „realen“, also auch realpolitischen Gegebenheiten orientiert, so dass die „Trends“ eher das „reale“ Potenzial wiedergeben, als dass es der „idealisierte“ Trend machen würde. Während etwa für Italien normativ doch eher das Ideal wünschbar bleibt (Stichwort „Arbeitslosenzahlen“). Dadurch aber umso stärker Wunsch und Wirklichkeit auseinanderfallen.

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Ciao Michel

Ich finde übrigens den Begriff der Performativität hier ziemlich treffend. Dieser entstammt ursprünglich den Sozialwissenschaften / Linguistik (don't ask the details, ist zu lange her :-) aber wurde auf die Ökonomik bereits öfters gewinnbringend angewendet.

Bzgl. der SNB / Seco-Frage: Die SNB ist in dieser Hinsicht ziemlich unabhängig vom Bund und hat ihre eigenen Modelle. Vor einer geldpolitischen Entscheidung diverse Modelle herangezogen, um sich ein Urteil über die Lage zu bilden. Die Politik spielt da relativ wenig mit hinein. Wie man in den Grafiken sieht, ist die Frage bzgl des Wirtschaftspotenzials in der Schweiz ja auch nicht wahnsinnig kontrovers, da die Abweichungen verhältnismässig gering sind.

Herzlich
Simon

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Hallo Simon. Ja, „Performativität“ passt hier tatsächlich gut. Das Thema wäre wohl ein eigener Artikel wert. Etwa ausgehend von der Akteur-Netzwerk-Soziologie Bruno Latours zur Wirtschafts- und Marktsoziologie Michel Callons (von dem ich am Rande mal etwas gelesen habe). Denn oft ist man entweder zu (ignorant) idealistisch und hat nur die idealen Theorien und formalen Modelle im Blick oder zu (naiv) empiristisch und nimmt positivistisch das Beobachtete als schlicht gegeben an. Da tut etwas Konstruktivismus oder Systemtheorie gut, um der Komplexität sozialer(!) Phänomene und ihrer „Faktizität“ gerecht zu werden.

Zu Seco, KOF und Nationalbank: Ist es nicht eigentlich erstaunlich, dass linearer und komplexer Trend kaum eine Diskrepanz ausweisen und dass trotz Krisen, v. a. Finanz- und Währungskrise, das BIP stetig linear wuchs? Was sind die Gründe für diesen „Sonderweg Schweiz“? Wenn es denn einer ist. Deshalb fragte ich nach der Währungspolitik der SNB, da diese eine grosse Rolle für Produktion und Export hat - gerade während der akuten Phase der Finanzkrise. Oder betreffen die Effekte „bloss“ die +/-2% Differenz?

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Philippe Kramer
Schüler, Chefredaktor Magazin Quint
·

Genau für solche Beiträge bin ich Verleger der Republik!

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Auf lange Sicht werden wir wieder Atomkraftwerke bauen.

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Es erstaunt mich sehr, dass zum Maximalpunkt nur gerade 8 mal soviel verbraucht wurde wie 1910, und zwar trotz einer fast Verdoppelung der Bevölkerung. Da hätte ich viel mehr erwartet mit all den Handys, Autos, PCsPCs und Klimaanlagen.

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Irgendwie stimmt die Rechnung auch nicht: eine Schokolade anheben-den Bodensee anheben. Das soll 8x mehr sein?!

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Da haben Sie sich etwas verlesen. 1 Schokolade anheben steht für 1 Joule. Sie glauben ja wohl nicht dass die ganze Schweiz in einem Jahr mit nur 1 Joule auskäme. Ein Petajoule sind 1 mit 15 Nullen. In der Graphik sieht man, dass um 1915 etwas über 100 Petajoule verbraucht wurden. Im Maximum sind es etwas über 800 Petajoule. Daher 1:8

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Ein Denkanstoss: Wie soll der im Artikel angedachte Energiekonsum via Elektroautos sinken, wenn die Schweizer Kraftwerke die Elektroautos nicht fördern? Das ewz schweigt sie gar tot aufgrund der von der Stadt geforderten Gegenmassnahmen zum Autoverkehr. Effizientes und praktisches Laden wird einem nicht leicht gemacht, schon gar nicht wenn man kein Hausbesitzer ist. Auch andere neue energieeffiziente Modelle werden in der Schweiz nicht umgesetzt. Die Politik sollte endlich eingreifen und für Kraftwerke neue Rahmenbedingungen setzen, damit solche Modelle überhaupt möglich werden. Man spricht und debattiert seit über 20 Jahren darüber, getan hat sich noch nichts. Da stellt es mir die Nackenhaare auf. Nochmals, wie will der Bund die 2050-Ziele erreichen? Und die Stadt Zürich ihre 2030-Ziele? Jetzt in echt, bitte.

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Die Stadt Züri setzt auf ÖV und Fahrrad. Das mag für den innerstädtischen Verkehr eine Lösung sein aber nicht für die Pendler. Pendler sind aber in Züri nicht stimmberechtigt.

EV‘s werden nicht alle Probleme lösen. Die empa hat eine spannende Analyse gemacht. 70% der Fahrten in der Schweiz machen nur 30% der Laufleistung aus. D.h. ein kleiner Teil der Fahrzeugflotte ist für den grössten Teil der CO2-Emissionen verantwortlich. Diese Vielfahrer umzustellen ist der Schlüssel zur CO2-Reduktion. Dort wären Anreize für LNG/CNG-LKWs bzw. das Verbot von Diesel-LKWs im Transitverkehr der Schlüssel

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Danke Anonymous, guter Input. Ein Zulassungsstopp für Dieselfahrzeuge wird hoffentlich bald Realität.

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Wieder eine schöne Übersicht. Es zeigt deutlich wie wichtig die Elektromobilität im Strassenverkehr (ob Elektroautos nun reine Batterie- oder H2 Brennstoffzellen-Elektroautos sind, ist völlig irrelevant). Wichtig ist das dies gefördert und gefordert, sprich gesetzlich vorangetrieben wird.

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Ich sprach von der makroökonomischen Sicht bis 2050. Wie heute Wasserstoff erstellt wird, ist bis dann nicht mehr so bedeutend. Auch dass PV Zellen heute in China mit Kohlestrohm erzeugt werden ist bis dann nur noch sekundär. Zentral ist dass selbst wenn all unser Strohm erneuerbar sein wird, die Mobilität immer noch enorm viel ausmacht. Das war mir in dem Ausmass nicht bewusst.

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Es wird grösste Anstrengungen und außerordentliche politische Unterstützung benötigen, um bis 2050 im globalen Maßstab genügend erneuerbaren Strom bereitzustellen. Warum sollen wir diese Herkulesaufgabe mit Brennstoffzellen-Autos drei mal schwieriger machen, zumal die Batterieautos bereits heute sehr gut funktionieren? Bis 2050 werden EAutos noch besser, inkl. Herstellungsprozess und Recycling.

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Interessanter Artikel, danke. Es wäre noch wichtig zu wissen welchem Betrag die 1% und die 0.01% Grenzen entsprechen und wie viele Personen in die jeweilige Kategorie fallen.

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Schön, dass Ihnen der Artikel gefallen hat. Danke auch für den Hinweis. Hier die Zahlen dazu:

Um zum Top 1% zu gehören, war 2015 ein Vermögen von knapp 4 Millionen Franken nötig. Um in den Club des Top 0.01% zu kommen, waren knapp 117 Millionen nötig. Die Analyse basiert auf ca. 5 Millionen Vermögenssteuerpflichtigen in der Schweiz (wobei ein Ehepaar jeweils ein Steuersubjekt ist). 1% sind also rund 50'000 Steuerpflichtige, und 0.01% wären dann noch 500 Steuerpflichtige.

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Nicht nur in den USA zeigt sich eine deutlich selektive Responsivität der Politik zulasten einkommensschwächerer Bevölkerungsteile. Für Deutschland ebenso gem. dieser Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales: https://www.bmas.de/DE/Service/Medi…ungen.html

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Vielen Dank für den Hinweis auf die deutsche Studie!

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Die Superreichen sind nicht richtig erfasst. Entgegen der neuen Gesetzeslage, welche ein Erfassen der Einkommen und Vermoegen aufgrund des OECD Datenaustausches zuliesse, haben die zugewanderten Superreichen immer noch pauschale Steuerabkommen. Nicht nur hier. Das ist zB in England auch genauso.
In dieser Hinsicht waere das Verhaeltnis von Internen zu Eingewanderten interessant .

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Tatsächlich sind in der Schweiz seit jeher auch viele Ausländer unter den Reichen.
Meine Schätzungen auf Basis der Daten aus der direkten Bundessteuer zeigen jedoch auch: Der Anteil der Pauschalbesteuerten Personen unter den Spitzenverdienern (Top 0.1%) ist seit 1970 konstant tief bei unter 5% (S. 26 im verlinkten Paper).

Dennoch führt die Pauschalbesteuerung natürlich zu Messfehlern, vor allem bei den Einkommen. Viele Vermögenswerte müssten im Prinzip erfasst sein, da sie teilweise für die Berechnung der Pauschalbesteuerung eine Rolle spielen (z.B. bei Yachten). Es ist aber nicht immer klar, wie da die Praxis der Steuerbehörden ist.

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Ja, vielen Dank. Der Link funktioniert nicht, er zeigt auf eine Dropbox. Es macht ja durchaus Sinn dass die ausgetauschten Steuerdaten dem liefernden Land entsprechen. Viele Länder erheben keine Vermögenssteuern, daher ist das Vermögen wahrscheinlich auch nicht in den Daten enthalten. Die Frage ist dann eher wie der Datenaustausch überhaupt geht. Denn so eine pauschalbesteuerte Person ist ja bei uns angemeldet und nicht anderswo. Und die zB 100 Millionen an Platten- oder Werbeeinnahmen erscheinen nirgendwo in einer Steuerdatei, ausser als Ausgabe einer Firma. Diese Bankdaten bekommen wir aus den OECD Laendern, ausser den USA. Nein?

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Vielen Dank für die Kontextualisierung der Datenlage! Zur Veranschaulichung dieser Daten finde ich Pen's Parade eindrücklich, in der "alle Menschen eines Landes sortiert nach ihrem Einkommen und mit Körpermaßen entsprechend ihrer Einkommenshöhe nacheinander an einer Zuschauertribüne vorbei hinein in ein Stadion marschieren". Man könnte dann auch zeigen, wie diese Paradierenden mit der Zeit gewachsen sind.

Für die USA gibt es etwa folgende Grafik von "The Atlantic".

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Schön, dass Ihnen der Artikel gefallen hat. Ja, die Pen's Parade ist eine gute Veranschaulichung der Vermögensverteilung und des Konzepts des Top 1%. Bestimmt finden auch andere Leser diesen Hinweis interessant.

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Interessanter Artikel, wenn auch Fragen offen bleiben. Wie sieht das mit der ganzen Welt aus, mit Schwellenländern wie z.B Türkei, Malaysia, Brasilien oder Ägypten? Mit Kleptokratien in Asien oder Afrika? Fehlt hier einfach das Zahlenmaterial?

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Schön, dass Ihnen der Artikel gefallen hat. Tatsächlich war der Fokus hier auf westliche Demokratien gelegt, zu welchen auch die Schweiz zählt. Natürlich wäre es interessant, auch andere Gesellschaften näher zu beleuchten um zu verstehen, welche Rolle Gesellschaftsform und wirtschaftlicher Entwicklungsstand spielen. Wie sie aber richtig vermuten, hängt dies vom Zahlenmaterial ab. Diese Forschung basiert auf langen Reihen von Vermögensdaten, welche in der Regel vom Fiskus kommen. Wo es diesen nicht gab, fehlen oftmals saubere Daten.

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Anstieg des Vermögensanteils der Superreichen: Man müsste die Zusammensetzung dieser Gruppe der Superreichen etwas genauer ausleuchten - vorallem in der Schweiz. Wir hatten in den letzten 30-40 Jahren viele extrem reiche Zuwanderer !

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Tatsächlich sind in der Schweiz seit jeher auch viele Ausländer unter den Reichen. Durch die stärkere internationale Verflechtung dürfte deren Anteil unter den Millionären und Top-Verdienern zugenommen haben. Genaue Zahlen fehlen leider, aber Daten aus der AHV-Statistik und aus der direkten Bundessteuer deuten darauf hin, dass dies zumindest bei den Topeinkommen der Fall ist.
Meine Schätzungen auf Basis der Daten aus der direkten Bundessteuer zeigen jedoch auch: Der Anteil der Pauschalbesteuerten Personen unter den Spitzenverdienern (Top 0.1%) ist seit 1970 konstant tief bei unter 5% (S. 26).

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Sehr gute Darstellung. Zu "eigentlich könnten uns diese Leute egal sein" kann ich nur sagen: die Leute sind mir auch egal. Aber nicht die 8% des schweizer Gesamtvermögens, welches die 800 Leute kontrollieren. Das ist so nicht richtig. Das schadet der Kohäsion in unserer Gesellschaft.

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Ja, darin sehe ich auch die grösste Gefahr, wenn die Reichsten reicher werden.

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Guten Morgen
Zitat aus dem Artikel: "Erst in den letzten 100 Jahren stieg sie – in einer Form, die als «Hockey­schläger» bekannt geworden ist, mit einem langen Schaft und einer spitz nach oben zulaufenden Schaufel. Die Temperaturen sind notabene rekonstruiert, also indirekt geschätzt."
Herr Bastani hat meines Erachtens zu erwähnen vergessen, dass im November 2009 einige tausend E-Mails der Climate Research Unit, CRU, der Uni East Anglia geleakt / gehackt worden waren, die unter anderem darauf hinwiesen, dass der "Hockey-Stick" durch einen wissenschaftlichen Kunstgriff (genannt "trick") beim Bearbeiten / Darstellen der gesammelten Daten zustande gekommen sei, "(...) to hide the decline" - um den Rückgang / die Abnahme (der weltweit gemessenen Temperaturen, Anm.d.V.) zu verstecken. Das Zitat stammt von Phil Jones, der nach dem Climatgate-Skandal als Chef des CRU zurücktrat.
Quellen hierfür finden sich unendlich viele - auch in den Qualitätsmedien. Hier, als Beispiele, zwei Links:
https://www.youtube.com/watch?v=8BQpciw8suk
https://www.focus.de/wissen/klima/k…62321.html
Und? Was zeigt uns das jetzt? - Es zeigt erstens, dass der "Hockey-Stick" weiterhin bemüht wird, um die Argumente von CRU und IPCC wasserdicht zu machen. Es zeigt zweitens, dass die ForscherInnen und WissenschaftlerInnen sich betreffend der Ursachen und Hintergründe zu den Veränderungen des Klimas weiterhin nicht einig sind. Und drittens zeigt es, dass wissenschaftliche "tricks" oder eben Manipulationen irgendwelcher Art sich bei Themen mit solcher Tragweite nicht sehr gut machen. Prof. Tim Ball (Dept. of Climatology, University of Winnipeg) meinte zum Skandal: "If it's fraud they (Jones et al., Anm.d.V.) should be in jail; if it's incompetence they should be fired".
Ob mit oder ohne "Hockey-Stick": Wir Menschen haben eine Verantwortung gegenüber dieser Erde, die uns hervor gebracht hat und die uns ernährt. Mit für alle gleichermassen geltenden globalen Massnahmen für oder gegen etwas kann und muss man sich auseinandersetzen und sich auch streiten dürfen - erst recht dann, wenn der Verdacht im Raum steht, dass die verwendeten Daten entweder inkorrekt erhoben, falsch interpretiert oder gar manipuliert worden sein könnten. Und erst recht dann, wenn wir als Menschen allfällige Massnahmen, in welche Richtung auch immer, berappen sollen.

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Zum ersten: das Glätten von Kurven (auch lineare Regression genannt) ist üblich in der Wissenschaft, da sich Zusammenhänge in der Natur kaum je durch ein Formel der Form y = a*x+b beschreiben lassen, solche Regressionen sichg aber gut eignen, um Korrelationen abzubilden. Hier aber wurden offenbar in einer Messreihe Daten, die nach unten zeigten, durch Daten, die nach oben zeigten, ersetzt, ohne dass klar gemacht wurde, weshalb diese angeblichen outlyers einfach entfernt und wodurch sie ersetzt wurden. Aber: das waren offenbar zwei oder drei Wissenschaftler der Universität von East Anglia, und das Ganze liegt schon etwas zurück. Ich nehme nicht an, dass die heutigen Aussagen der Klimaforscher auf diesen Zahlen beruhen. Beweisen Sie mir das Gegenteil.

Das ist auch nicht Ihr Argument: Ihr Argument ist, dass die Hockeyschaufel alleine aus diesen geschönten Daten abgeleitet wird. Und das scheint nun nicht der Fall zu sein. Die Zahlen in dem von Ihnen zitierten Youtube-Film enden nämlich im Jahre 2000, während die Hockeyschaufel der Republik die Zeit nachher abbildet. Ich habe das Ganze nicht sehr tief recherchiert, sondern nur Ihre beiden Zitate angeschaut/gelesen, habe aber schon ein bisschen den Eindruck, dass hier Interessensgruppen einen Fehltritt von ein paar Wissenschaftlern (die offenbar auch zurücktreten mussten) nützen, um einfach alle Aussagen von allen Klimaforschern in Zweifel zu ziehen, ohne sich mit ihnen sachlich zu befassen. Diese Technik erinnert ein wenig an die Informationsstrategie von RT. Ich würde mich freuen, wenn alle Wissenschaftler falsch lägen und CO2 keinen Einfluss auf die Erdtemperatur hätte. Um das zu glauben, brauchte ich aber etas Handfesteres als die Tatsache, dass vor mehr als 10 Jahren zwei oder drei überehrgeizige Wissnsnchaftler eine Kurve fälschten.

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Guten Abend Herr Hegetschweiler
Nein, ich finde nicht, der Hockey-Stick werde allein aus diesen inkorrekt dargestellten bzw. weggelassenen Proxy-Daten abgeleitet.
Die beteiligten Wissenschaftler konnten sich die starken Abweichungen der Proxies nicht erklären, also liessen sie diese Abweichungen ab 1960 einfach weg.
Ja, die Geschichte liegt zehn Jahre zurück. Jedoch: Wenn in der Wissenschaft so gearbeitet werden darf oder soll (was nicht in unser Konzept passt, wird aussen vor gelassen), dann muss sich diese Wissenschaft gefallen lassen, dass man ihre Recherchen und Methoden in Frage stellt. Immerhin war die Climate Research Unit, CRU, massgeblich am IPCC-Bericht mitbeteiligt (es ging also nicht nur um zwei oder drei fehlbare Wissenschaftler). Und dieser Bericht trägt wiederum massgeblich dazu bei, wie die Medien uns Nicht-WissenschaftlerInnen und unsere PolitikerInnen über die Veränderungen im Klima auf der Welt informieren. Und diese Informationen wiederum haben einen massgeblichen Einfluss darauf, wann, wo, welche Massnahmen ergriffen oder umgesetzt werden.
Ich mache mir, ehrlich gestanden, ums CO2 keine allzu grossen Sorgen. Die Erde geht damit um, wie sie mit jeder Warm- und Eiszeit umgegangen ist - pragmatisch, praktisch, gut. Was mir eher Sorgen bereiten könnte, ist, dass wir Menschen, ob all der Klima-Wandel-Debatten vielleicht vergessen, wo und wie jeder von uns etwas zum Erhalt unserer Um- und Mitwelt tun können - jetzt.

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Sie haben in diesem Artikel viele Worte gelesen, aber die wichtigsten drei fehlten. Seit je beruht jede funktionierende Gemeinschaft auf diesen drei Worten. Liebende sagen sie zueinander. Gute Politiker sagen sie ihren Wählern, gute Priester ihrer Gemeinde, gute Eltern ihrem Kind. Sie lauten: Fürchte dich nicht! – Wir von der Republik glauben, dass auch im Journalismus gilt, was Franklin D. Roosevelt einst zur Politik sagte: «Wir haben nichts zu fürchten als die Furcht selbst.»

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