Aus der Redaktion

Der Dialog ist umgezogen

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17.12.2018

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Wir werden diesen alten «Dialog mit der Redaktion» selbstverständlich online lassen. Die Kommentarfunktion ist aber deaktiviert. Hier können Sie das Lob, die Kritik, die Wünsche und den Austausch aus über einem halben Jahr im Leben der Republik nachlesen.

In diesem Sinne: Danke für Ihre Beiträge – und wir freuen uns, Sie am neuen Ort wiederzusehen!

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Diese Diskussion ist geschlossen.

Lieber Dennis B., erlauben Sie mir zwei, drei Anmerkungen zu Ihrem Kommentar über die Departements-Verteilung.
Parmelin hat im VBS nichts erreicht und wird auch an der neuen Wirkungsstätte nichts erreichen, weil ihm die geistige Weit- und Übersicht fehlt, ist geschenkt.
Viola Amherd hat jedoch das Potenzial, um für die Sicherheit der Schweiz ein Glücksfall zu werden. Als gescheite, bodenständige Frau kann sie im VBS die NZZ Lügen strafen, welche ihr in einer Einschätzung die Fähigkeit für grosse Strategieentwicklungen und Visionen absprach. Amherd ist in der Lage, im VBS einen längst fälligen Paradigmenwechsel zu vollziehen. Anstatt Milliarden in unnütze Waffensysteme und Flugzeuganschaffungen zu investieren, kann sie sich auf zwei Bereiche konzentrieren, welche die Schweiz und ihre Bevölkerung real bedrohen, den Terrorismus und die Cybersicherheit. Dazu ist die Truppe von einer Feierabend-Milizorganisation in professionelle Einheiten umzubauen. Das Ganze bedeutet viel Abbau von veraltetem Material und unnützen Milizionären und gezielten Aufbau von Know-how und neuen human resources (neuem professionellem Personal).
Frau Amherd ist Mut, Freude und Engagement bei ihrer neuen, herausfordernden Tätigkeit zu wünschen.

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Lieber H. S., Ihren Worten kann ich mich anschliessen. Für das VBS ist die Departementsverteilung ein Glücksfall.

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Sehr geehrte Redaktion

Ich finde es sehr bedauerlich, dass Kommentare nicht pro Artikel abgegeben werden können. Das aktuelle System, bei dem entweder mit einem Autor oder mit der gesamten Redaktion "diskutiert" werden kann, macht es unmöglich die Gesamtheit aller Kommentare zu einem spezifischen Artikel zu überblicken. Eine echte Diskussion aller Kommentierenden zum selben Artikel ist dadurch faktisch nicht möglich. Auch muss man bei gewissen Kommentaren als Leser raten, zu welchem Artikel Stellung bezogen wurde. Weiter finde ich es durchaus spannend, nachdem Lesen eines Artikels die Meinung der Leser zu sehen - ohne dass ich mir dazu komplizierte Suchalgorithmen ausdenken muss.

Gibt es einen bestimmten Grund, dass das System so implementiert wurde, wie es jetzt ist? Wird das so bleiben? Oder gibt es Pläne das System zu ändern?

P.S. Falls das Thema schon behandelt wurde, dann habe ich das schlicht übersehen.

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Eine Suchfunktion wäre wirklich praktisch, mittlerweile ist es recht mühsam alte Artikel wieder zu finden.

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Ich bekomme beim Lesen des Artikels rund um den Zuger Justizdirektor den Eindruck, dass es um die Verletzung der Unabhängigkeit der Justiz wie auch der Pressefreiheit geht. In diesem Sinne dreht sich das Thema nicht nur um ein kleines Delikt, sondern um weit problematischere Verstösse, die danach erfolgt sind. Dass die Republik darüber berichtet, finde ich überaus wichtig und richtig. Bleibt zu hoffen, dass die damit angetönte Brisanz bald belegt werden kann.

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(durch User zurückgezogen)

Ich würde gerne einzelne Beiträge als Favorit kennzeichnen können um später einfach darauf zurückzugreifen.
Danke
Ralph Egli

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Das Interview zum Thema Prostitution zeichnet sich durch analytische Stringenz aus. Gute Fragen und fachlich-, sachliche Antworten, die aufklären und nicht zu Stigmatisierung und Repression der in diesem Beruf tätigen Frauen beitragen.

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Ein ganz dickes Lob für den Artikel "Bombe mit Zeitzünder"! Super recherchiert, super geschrieben!
Dafür braucht es die Republik, QED!

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Sen-sa-tio-nell! Das Interview mit Carla del Ponte. Gratulation an alle Beteiligten, super Job! Ich hätte nicht gedacht, dass mir diese Frau noch mal sympatisch werden würde. Ich meine, Hochachtung für ihre Arbeit und ihren Mut hatte ich schon immer. Aber sympathisch? Nun, Roger de Weck hat innert 2-3 Minuten den „Weg zu ihrem Kopf gefunden“. Der Aufmacher ist zwar attraktiv, aber auch etwas irreführend. Die Kernerkenntnisse für mich sind: Der politische Wille ist nicht da, um in Syrien zu ermitteln oder den Krieg zu beenden. Und, die UNO war noch nie so schwach wie heute. Ich hoffe, dass die Leistungen von Frau del Ponte und der Kommission später noch ihre Anerkennung und Verwendung finden werden.

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O je – wie gerne glaubte ich, dass Thomas Hebsgaard Recht habe. Hat er in seineM. H.auptunkt auch – dass es vorteilhafter ist, gegen den Klimawandel energisch vorzugehen, als es nicht zu tun, steht außer Frage. Es lässt sich aber bezweifeln, ob sich das auch in ökonomischen Kennzahlen ausdrücken lässt.
Aber Hebsgaard verwendet falsche Zahlen:

  • Am einem gewissen Wohlstandsniveau sänken die CO2-Emissionen, im Falle der Schweiz sei das Maximum bereits 1973 erreicht gewesen. Hier rechnet Hebsgaard mit den Zahlen, die auf dem Territorium des jeweiligen Landes ausgestoßen werden. In einer Klammer fügt er an: «(zählt man allerdings den CO2-Ausstoss, der bei der Produktion von importierten Waren anfällt – die sogenannte graue Energie –, hinzu, dann sieht die Statistik für die reichen Länder nicht mehr so vorteilhaft aus)». Das ist genau der Punkt. Betrachtet man die territorialen Emissionen, liegt die Schweiz im globalen Pro-Kopf-Mittelfeld, und unter den OECD-Ländern steht sie sogar sehr gut da (was die klimapolitischen Bremser zu betonen nicht müde werden). Aber in einer globalisierten Wirtschaft ist das eine unsinnige Betrachtung. Berücksichtigt man die «grauen» Emissionen, so liegen die Gesamtemissionen, die der Schweizer Konsum weltweit verursacht, mehr als dreimal so hoch und pro Kopf gleich hoch wie in den USA. Die Emissionen reicher Länder gehen nicht wegen technischer Fortschritte zurück, sondern weil diese Länder sich deindustrialisieren und ihre Verschmutzung in neu industrialisierte Länder auslagern.

  • Das IPCC habe geschrieben, dass es «zwischen 0,04 und 0,14 Prozent des globalen BIP kosten werde, den Temperaturanstieg auf weniger als 2 Grad zu begrenzen». Nein: Das IPCC hat geschrieben, die Wachstumsreduktion betrüge 0,04 bis 0,14 Prozent pro Jahr. Das ist etwas anderes: Indem das IPCC «reduction of consumption growth» zur Messgröße für «Kosten» nimmt, trifft es eine Wertannahme, die es eigentlich nicht treffen dürfte: Es erklärt maximales BIP-Wachstum für wünschbar.

  • Schließlich zitiert Hebsgaard Zaki Yamani: «Die Steinzeit endete nicht aus Mangel an Steinen, und das Erdölzeitalter wird nicht wegen Erdölmangel zu Ende gehen.» Ein guter Spruch, zugegeben – aber: Erstens gab es in der Steinzeit keine Steinlobby, und es gab auch keine Regierungen, die unter dem Druck einer Steinlobby hätten stehen können. Zweitens verbrauchen wir heute – pro Kopf – sehr viel mehr Steine als in der Steinzeit. Das ist ein häufiges Muster der Technikgeschichte, das eben auch ein Steven Pinker übersieht: Neue Techniken lösen alte oftmals nicht ab, sondern treten zu ihnen hinzu. Es besteht die Gefahr, dass wir die neuen erneuerbaren Energien nicht anstelle von, sondern zusätzlich zu den fossilen nutzen.

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Ich vermisse weiterhin die sehr zentralen Umweltthemen. Klimawandel, könnte ja nur unsere Zivilisation in Schieflage bringen, kommt nicht vor, könnte cig Beispiele anführen. Ich fände das fürs erste wichtiger als Kultur, da es um unsere Lebensgrundlage geht.

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Und wieder einmal bringt es Jacqueline Badran auf den Punkt. Ich bin auch zuversichtlich, dass inzwischen eine Mehrheit der Bevölkerung - über alle Parteien hinweg - erkannt hat, dass der Raubtierkapitalismus auf Boden und Grundinfrastruktur angewendet immer zulasten der Bevölkerung geht. Eine Abstimmung zur Verschärfung der Lex Koller hat gute Chancen.

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Es ist kalt geworden in Europa. Und in der Schweizer Republik auch.

Mag sein, das John Dalhuisen ein "Produkt" des Kalten Krieges ist, "aufgewachsen in dem Glauben, dass Kapitalismus, Demokratie, Liberalismus sich durchsetzen werden.» Wir sind viele, die das nicht so naiv sehen und nie so gesehen haben. Europa hat Menschenrechte in die Welt exportiert? "Imperialistisch" verhalten hat sich Europa immer wieder, ja, aber Menschenrechte exportiert? Wohl eher Waffen!?

Und zur Zeit vor und nach 2006 zu sagen: "...es waren die ruhigen Jahre." nur weil sich Fluchtdramen nicht direkt vor unserer Haustüre abspielten, ist für einen, der sich seit Jahren mit Menschenrechts- und Flüchtlingsfragen auseinandersetzt, schon sehr, sehr ignorant.

Die rechtspopulistischen Bestrebungen, die Menschenrechte zu beschneiden, haben weit vorher begonnen, bzw. nie aufgehört. Und dass wir heute ein grauenhaftes Problem mit dem Erstarken rechter Bewegungen haben, geht nicht darauf zurück, dass wir auf Menschenrechte beharren, sondern weil PolitikerInnen aus populistischen Gründen bereit sind, klare Positionen aufzugeben.

«Die Menschenrechtsbewegung ist zum Opfer ihres Erfolgs geworden»?

Wie bitte? – Von der Republik erwarte ich schärfere Rückfragen bei solchen Aussagen. Europa macht es sich einfach – und Dalhuisen auch. Das Asylrecht strenger anwenden? Und dann als Beispiel Ghana nehmen, wo die Fluchtgründe eher wirtschaftlich-existenzieller Natur sind?

Asylzentren in Afrika? Weitere Flüchtlingslager in diesen Ländern aufbauen? Und daran glauben, dass Verfolgte sich in diese Lager begeben? Das soll etwas an der Situation ändern? Und: Kann sich noch jemand daran erinnern, dass es mal ein Botschaftsasyl gab?
Europa könnte helfen, indem wir AUFHÖREN auszubeuten. KEIN Mensch flieht, weil er oder sie ein bisschen Bock auf Lustig hat. Hunderttausende Menschen leben an Füssen von Vulkanen, in Erdbeben- oder Seebebenzonen. Auch nach grössten Katastrophen versuchen sie möglichst zurück in ihre Dörfer oder Städte zu gehen. Selbst im Sperrgebiet von Tschernobyl leben noch Tausende von Menschen. – Menschen flüchten, wenn sie keine Perspektive mehr haben oder weil sie verfolgt werden.
Darum: Ich bin enttäuscht von diesem Artikel. Offensichtlich soll er nur eines: Diesen „Produkten des kalten Krieges“ das Gewissen erleichtern. So kommt mir das vor.
No way. Asylrecht bleibt Asylrecht, Menschenrechte bleiben Menschenrechte. Verfolgte dürfen nicht an die Staaten zurückgeschickt werden, aus denen sie geflüchtet sind.

Und die Menschen, die auf die Menschenrechte pochen, sind nicht naiv. Sondern sind nicht bereit, dieses einzige Fundament herzugeben, auf dem ein demokratisches Miteinander möglich ist.

Es ist schon lange kalt in Europa. Und in der Schweiz auch. Und es wird eine Kälte kommen, an der nicht nur Flüchtlinge erfrieren werden, wenn wir jetzt nicht alle unsere Stimme erheben gegen eine Relativierung der Menschenrechte – auch in der Republik.

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Ein Super-Artikel über den Planungswahnsinn in Biel, lieber Urs Bruderer, und mit einer netten Schlusspointe. Überhaupt sind Sie ein Riesengewinn für die Republik,
sagt die ehemalige SRF-Kollegin.

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Le Matin: «Tamedia-Journalistinnen» … heisst, hier gab es keine männlichen Journalisten?
Hätten Sie «Journalisten» geschrieben, wären alle gemeint gewesen.

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Wir verwenden in aller Regel abwechselnd beide Geschlechter, in alles Texten.

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Das ist ehrenwert, grammatikalisch aber zuviel des Guten. Und, wie in diesem Fall schön dokumentiert, irreführend. »Ein generisches Maskulinum ist die Verwendung eines maskulinen Substantivs oder Pronomens, wenn das Geschlecht der bezeichneten Personen unbekannt oder nicht relevant ist oder wenn männliche wie weibliche Personen gemeint sind.« (Wikipedia; Duden etc. natürlich ganz analog)

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Ganz abgesehen davon, dass ich den Klartext von Jacqueline Badran und ihre Kompetenz schätze: die Bilder sind einfach einmal mehr klasse! Kompliment an die Bildredaktion!

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Der Schweizer Waffenexport ist so unnötig wie der von Ueli M. als beste Armee der Welt bezeichnete Feierabend-Club, der sich aus gut bezahlten Beamten und sich langweilenden Milizsoldaten zusammensetzt.
Es gilt nach wie vor, was Franz Hohler vor Jahrzehnten schon erkannte: Anstatt Waffen zu produzieren, sollten die Schweizer Waffenschmieden sich neu ausrichten und Nihilit, den Kleber, der nichts klebt, herstellen. Folgen: Arbeitsplätze werden erhalten, die Schweizer Wirtschaft zeichnet sich weltweit durch ihre Innovationskraft aus und die Eidgenossenschaft kann als vertrauenswürdiger und neutraler Akteur auf internationalem Parkett auftreten.

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(durch User zurückgezogen)
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Eine Analyse zu Herrn Soros wäre bestimmt interessant - genauso wie zu allen philantropischen Milliardär_innen. Darum geht es im Artikel "Welcome to Switzerland, Mr Soros!" aber nicht. Hier geht es darum, wie im Vorfeld einer wichtigen nationalen Abstimmung Falschmeldungen aus dem internationalen Verschwörungstheorienmilieu beigezogen werden. Es wäre schön, wenn die #soros-hater den Fokus eines Artikels verstehen würden und nicht mit #whataboutism um sich schlagen müssten.

Merci Republik fürs nachvollziehen, wie aus einem Mückenschiess (Cervalatprominenz postet) ein echter Elefant (Editorial eines nationalen Meinungsmachers) gemacht wurde.

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(durch User zurückgezogen)

Am frühen Morgen über diese Pascale Beariswyl zu lesen, war eine Wohltat. Obwohl ihre Einschätzung unserer Weltfamiliensituation zutiefst beunruhigend ist - natürlich keine Überraschung - ist die Existenz einer so intelligenten, engagierten und uns allen zugewandten Persönlichkeit für mich doch beruhigend. Ich möchte mich gerne anlehnen... einen kurzen Moment. Und ihr dann alles Gute wünschen und Mut zusprechen.

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Den Vortrag von Michal Kosinski habe ich mir auch angehört und war ähnlich verstört wie Adrienne F. es in ihrem Artikel ausdrückt. Dieses moralisierende, von oben herab hat mich wahnsinnig gestört.
Im Nachhinein hätte ich ihn gerne gefragt, ob denn die absolute Freigabe aller Daten zum Wohle aller nicht auch für andere Güter gelten sollte: Geld und andere immaterielle Güter (z.B. geistiges Eigentum) machen wir ja schliesslich auch nicht für alle verfügbar, sondern es gibt ein Recht auf Privatbesitz. Wie egoistisch! Nach seiner Logik wäre es dann ja auch unmoralisch, dass er sein Geld einfach selbst behält und nicht den Bedürftigen zur Verfügung stellt.
Aber es ist doch immer wieder (erschreckend) erstaunlich, wie es eine Person mit entsprechendem Charme und Charisma schafft, einen ganzen Hörsaal voller Leute so zu beeinflussen, dass man seinen extremen Positionen so wenig entgegensetzt. Während der Fragerunde habe ich mich denn auch ein bisschen "gelähmt" gefühlt angesichts der ganzen vorwurfsvollen, moralisierenden Argumentation und die guten Gegenargumente sind mir erst hinterher eingefallen.

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Bei der Republik scheint eine Menge Netz-Kompetenz vorhanden zu sein. Ich würde mir wünschen, dass die Belegschaft mal ihre ganze Nerd-Kompetenz ungebremst auf die Verleger loslässt. Sonst werden technische oder IT-lastige Themen immer stark vereinfacht, also "für Dummies" abgehandelt ohne das "für Nerds"-Pendant.

Als Format könnte ich mir eine Kolumne, einen Podcast oder einfach mal eine Stimme aus der IT-Abteilung der Republik vorstellen :-)

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Brillanter Artikel zur Soros-Paranoia, Christof Moser! Unglaublich wie rasch eine leere Behauptung, zu einer "Tatsache" werden kann.
Milliardäre, die durch die Hintertür versuchen, die öffentliche Meinung zu beeinflussen? Mit dem Kauf von Wochen- und Lokalzeitungen, der Finanzierung von Abschottungsorganisationen, dem Kapern einer "Volks"-Partei etc.? Solche Strippenzieher gibt es in der Schweiz wirklich, nur heissen unsere Schmalspur-Alpen-Versionen nicht Soros, sondern Blocher, F. oder Tettamanti...

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So deprimierend die klaren Aussagen von Carla del Ponte zur internationalen Strafjustiz auch waren, das Interview war grossartig: Roger de Weck war sehr gut vorbereitet, die Fragen gingen in die Tiefe, er hörte zu, fragte nach, präzisierte und wagte auch zu insistieren. Und Carla del Ponte antwortete nicht nur kompetent, sondern auch sehr offen und unverblümt. Und das während fast 50 Minuten. Welch ein Unterschied zu dem, was uns heute in der Tagespresse meist geboten wird.
Herzlichen Dank, liebes Team von der Republik!

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Monogamie ist Sklaverei: Zum Inhalt habe ich kein Urteil abzugeben - Jedem das Seine...
Was mich allerdings ziemlich stört und was ich in der Republik eigentlich nicht finden möchte, ist diese Art von Selfie-Journalismus. Persönliche Erfahrungen sind für die Allgemeinheit selten interessant und schon gar nicht relevant. Und der Versuch des Autors, seinen Egoismus zur Philosophie zu erklären, hilft da auch nicht. Er bleibt auf dem Niveau eines überlangen Facebook-Posts...

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Freue mich, wenn die Republik wieder einen gut recherchierten Artikel bringt, der mir Zusammenhänge aufzeigt, die mir andere Zeitungen kaum mehr bieten. Und wenn‘s kühler wird lassen wir das Thema Sex doch einfach wieder sein. Es bietet mir keine Einsichten - höchstens Ansichten

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Was soll denn dieser Artikel zu RR Villiger (Zug)?? Geht ihr jetzt auf dieses Niveau. Gibt es bei der Republik nichts Wichtigeres mehr als ein fehlender Fahrausweis und einen nachlässigen Regierungsrat?? Dann ist es schade um alle anderen Artikel. Aber dann kann ich verzichten.

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Hallo Victor. Ich verstehe deinen Unmut. Mehr als Villiger interessiert mich die Luzerner Staatsanwalt. Die Vermengung der Kompetenzen von Staatsanwaltschaften stört mich aus Gründen der Rechtsstaatlichkeit schon eine geraume Weile. Jeder zweifelhafte Fall soll daher beleuchtet werden. Mit der Zeit kann so das Recht wieder zurecht gerückt werden.

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Ja klar bin ich auch für Rechtsstaatlichkeit. Aber wenn eine Strafverfolgungsbehörde bei solchen Lappalien nicht weiter ermittelt, dann schwächt das den Rechtsstaat in keiner Weise. Im Gegenteil. Ich kam schon mehrfach in den „Genuss“ eines Rechtsstaates mit Herz, der bei kleineren Verkehrsübertretungen einfach Gnade vor Recht ergehen liess. Das stärkt enorm das Gefühl in einem Staat zu leben, der Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden kann. Das Gegenteil davon erleben wir in diktatorischen Regimen.

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B. in der Republik? Damit gebt ihr mir ein Stück Heimat zurück. Wie mir die Republik immer mehr zur Heimat wird. Ich war schon immer der Sentimentalen einer. Wird im Alter nicht besser. Wieso sollte es?

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Wer auch immer den Newsletter schreibt: Er ist grossartig und er ist für mich oft das Tages-Beste der Republik. Der Newsletter enthält oft den Wortwitz, die Cleverness und die Nonkonformität, die Frech- und Unbekümmertheit, welche ich in den Artikeln manchmal etwas vermisse.
Wenn ihr einen Orden zu vergeben habt: Ich würde ihn den/dem/der Newsletterschreiber(n)/-innen schenken!

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Ganz persönliche Rückmeldung:
Mir persönlich hat es in der letzten Zeit zu viele Kulurbeiträge in der Republik... Danach suche ich hier nicht, und ich finde es deshalb auch immer etwas schade wenn dann plötzlich die Hälfte der wenigen Artikel, die täglich erscheinen (und die ich allesamt lese), Kulturthemen betreffen.
IMHO gibt es bereits viele gute Formate um sich zu Kunst, Literatur, Theater, Film, ... zu informieren. Von der Republik wünsche ich mir Reportagen, Recherchen, Kommentare, Einschätzungen, ... und keine "Leichtkost".

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Liebe Republik, für das Wohlergehen und die Zukunftssicherung des Mediums: es darf auch einmal nur ein Artikel pro Tag sein (sogar wünschenswert). Es ist schliesslich nicht so, dass wir zu wenig zu lesen hätten. Was ich damit sagen will: Bitte fokussiert euch auf die grossen Stories, auf Qualitätsjournalismus, auf "Eye-Opener", auf Erkenntnisse, welche sonst nirgends zu lesen sind. Alles andere kann ja schliesslich sonst überall gelesen werden. Nutzt die Sommerpause bitte lieber für tiefgründige Recherchen - mit Fokus auf wenige, hochstehende Artikel.

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Vielen Dank für das Interview mit Paul R. Es ordnet vieles, was bezüglich Verhandlungen mit der EU im Sommer lief, wieder richtig ein.

Bin ich der einzige, der befürchtet, dass nach dem Abgang von R. die Gewerkschaften an Boden verlieren werden? Kaum jemand aM. H.orizont, der derart eloquent und hart die Interessen vertritt...

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Jacqueline Badran ist grossartig! Danke.

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Der Fall Villiger ist auch ein Fall Luzerner Staatsanwaltschaft. Das stinkt bis hier nach Italien und zwar zünftig. Dranbleiben!

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Meine Tochter und ihr Lebenspartner haben mir zu meinem ungeraden runden Geburtstag kürzlich ein Jahresabo der Republik geschenkt. Ich muss gestehen, dass ich die Existenz der Republik nicht auf dem SchirM. H.atte und ich zunächst nicht wusste, ob ich mich in meiner zeitungsabobefreiten Welt darüber freuen sollte. Dabei lese ich, zwischen Buchdeckeln aufgewachsen, recht viel und kaufe pro Woche ein Buch. Aber nach der Blocher-Übernahme kündigte ich mein BaZ-Abo – wen wundert’s. Markus Somm, der mir wenig später vorgestellt wurde, sagte ich ins Gesicht, dass ich heute in einer Zeitung nicht das lesen will, was ich gestern schon online erfahren habe. Die SVP-Ausrichtung einer Stadtzeitung ist nicht mein Ding und kann in Basel auch nicht überleben. An deren Ausrichtung stört mich die politische und noch viel mehr die medienmanipulative. Somm lässt bzw. liess Helmut Hubacher Kolumnen schreiben, um noch einige Basler bei der Stange zu halten und Ausgewogenheit zu simulieren. Dass Hubacher das mitgemacht hat, wundert mich. Aber die Leser sind nicht dumm und haben sich verabschiedet. Eine NZZ ist auch politisch positioniert, aber man bekommt wenigstens mehr Fakten serviert und dazu wesentlich differenziertere Kommentare.

Und nun also die Republik: Soll ich mir die Zeit nehmen, mich da rein vertiefen und die langen Artikel lesen? Mein de facto Schwiegersohn ist ein ausgesprochen analytisch denkender und gleichzeitig sehr emotionaler Mensch und beide, er und meine Tochter, die kennen mich doch sehr gut. Die schenken mir doch sicher was Sinnvolles. Also schau ich dem geschenkten Gaul doch mal ins Maul. Und siehe da, ich lese spannende Artikel, analytisch sehr gut aufbereitet, frisch und geradezu frech geschrieben. Auch ist ein gewisser hedonistischer Zug nicht zu verkennen. Man spürt geradezu die Begeisterung der Macher. Das ist sehr ansteckend.

Nun habe ich gerade das Interview von Roger de Weck mit Carla del Ponte gesehen. Beide und die Aufnahmetechnik haben es geschafft, mich in den ersten zwei Minuten zu knacken. Vom traurigen und deprimierenden Inhalt mal abgesehen, die Frau ist schlicht der Hammer. Offen und kritisch an der Sache orientiert. Zu tiefst sympathisch. Sie bleibt an der Sache dran, ohne sich zu verbeissen. Sie ist hoch emotional und zu tiefst rational zugleich. Daniel Kahneman (Thinking, Fast and Slow) hätte seine Freude an ihr. Und sie bleibt bei allem Übel in Syrien und anderswo optimistisch.

Carla del Ponte ist geradezu eine Galionsfigur der Republik. Go ahead, kann ich nur sagen und danke für euer Engagement!

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Liebe Leidgenossen: empört euch! Die ach so hoch propagierte humanitäre Tradition der Schweiz gerät mehr denn je zur Farce. Die Politiker und die CEOs der Waffenschmieden, die mit der Lockerung der Waffenexporte Leid und Tod mitverursachen, sollen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verklagt werden. Egal, ob sie dafür verurteilt werden oder nicht, könnte so Öffentlichkeit geschafft und der Zynismus dieser Menschen entlarvt werden.

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Vielen Dank an die Redaktion der Republik. Als Bürger und Verleger bin ich stolz auf unsere Zeitung.

Ein Anliegen an die Redaktion habe ich:
In der gestrigen Abstimmungsarena zur Vollgeldinitiative wurde erneut klar, dass reichlich Verwirrung herrscht und elementare Fakten ungenügend veröffentlicht sind. Mein Fokus liegt da auf der Tatsache, dass gemäss Umfragen über 60% der Stimmbürger immer noch meinen, dass unsere Nationalbank das Schweizergeld schöpfe, dass aber heute erst etwa 35% für die VGI stimmen würden. Viele Bürger sind also nicht aufgeklärt darüber, dass 90% unseres Geldes von den Privatbanken kostenlos in Umlauf gesetzt wird. Kostenlos nur für die Bank, denn der Kreditnehmer muss ja Zinsen für dieses nicht real existierende Geld bezahlen und muss später seine Schuld mit Vollgeld, das er erwirtschaftet hat, tilgen. Wüssten die Stimmbürger um diesen märchenhaften Mechanismus der Geldvermehrung durch Banken, so würden sie höchst wahrscheinlich der VGI zustimmen. Denn diese will ja genau diesen Missstand beheben und dem bereits anno 1891 in der Verfassung festgeschriebenen Volkswillen wieder Geltung verschaffen, der da lautete "Das Recht zur Ausgabe von Banknoten und anderen gleichartigen Geldzeichen steht ausschließlich dem Bunde zu." Dies galt von 1891 bis zur Verfassungsreform 1999, wo der Begriff "andere gleichartige Geldzeichen" diskussionslos aus der Verfassung gestrichen und damit die vorerwähnte wundersame Geldschöpfung der Privatbanken legalisiert wurde. Eigentlich eine ungeheuerliche Rechtsungleichheit, denn wenn andere Rechtspersonen sowas täten, würden sie als Falschmünzer hart verurteilt.

Ich würde mich freuen, wenn diesem Tatbestand mehr Raum gegeben würde, denn um diesen zu begreifen muss man weder Dummy noch Nerd sein. Gesunder Menschenverstand genügt.
Herzlichen Dank !

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Liebe, Sex, Beziehung: Ausgenommen das Interview mit dem Psychologen Guy Bodenmann, wird das an und für sich interessante Thema oberflächlich und boulevardesk abgehandelt, um nicht zu sagen ziemlich seicht. Die journalistische Qualität enttäuscht mich. Solche Selbsterfahrungs und Fremdgeschichten tragen nichts zur Vertiefung des Themas bei.

PS Lieber Herr Seibt, ich vermisse sie. Ihretwegen bin ich Republik Leserin geworden. Weil ihre Artikel im Tagi so aussergewöhnlich gut waren. Auch wenn ich inzwischen viele gute Journalistinnen und Journalisten in der Republik kennengelernt habe, wünschte ich mir wieder einmal einen Beitrag von ihnen.

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Sinn und Unsinn eines „Dialogs mit der Redaktion“

Ich finde es schade, dass der „Dialog mit der Redaktion“ immer mehr zu einem Forum verkommt, in welchem ein paar Verleger (es sind mehrheitlich männliche) sich intellektuelle Gefechte liefern. Mit der Zeit wird die Diskussion derart insiderisch und personenbezogen, dass sie rein gar nichts mehr mit einem „Dialog mit der Redaktion“ zu tun hat und, auf mich zumindest, abstossend wirkt.

Dann finde ich die immer wieder vorkommende Lamentierei von ein paar enttäuschten VerlegInnen, das Abonnement nicht zu erneuern, weil ein Artikel nicht ihrem Weltbild entspricht, bemühend und unfair. Denn der/die unzufriedenen VerlegerIn kann schmollen, toben und protestieren und schliesslich auch sein Abonnement aufkünden - aber die Redaktion soll immer höflich bleiben? Das hat mit Dialog rein gar nichts zu tun.

Deshalb meine Bitte: Wem ein Artikel nicht gefällt soll nicht einfach zur Keule des „Gesinnungsjournalismus“ greifen. Das ist beleidigennd und gehört sich nicht. Und wer sein Abonnement nicht erneuern möchte, soll es tun, aber bitte nicht mit diesem Gepolter. Das ist einfach unanständig. Also - einfach Leine ziehen und anderswo seine Zelte aufbauen, wo es besser passt!

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Anonym
Hans Hansson
·

Liebste Republik.
Ich bin Euch emotional so verbunden wie nie einem Medium zuvor und wahrscheinlich danach. Ich liebe Eure Inhalte, mit all ihren Eigenheiten. Ihr habt Charakter. Ihr habt Glaubwürdigkeit. Meines Erachtens mindestens das zweite essentiell für einen Medienbrand heute. Konspirativer Habitus mit gleichzeitiger Transparenz ist unwahrscheinlich sexy. Jetzt grad. Whatever. Aber macht doch bitte den Login für Faule und Paranoide einfacher. Die lustigen Wörter sind nur ein Mal lustig, höchstens. Eine banale, rudimentäre App würde all meine Probleme lösen. Ich will morgens im Tram Euch lesen und nicht Reuters oder unausgegorenen Quark. Darf ich Cookies nicht nicht mögen und trotzdem verlegerische Qualitätskontrolle ausüben? Ich weiss nicht ob ich damit alleine bin. Aber diese minimale Hürde hält mich davon ab regelmässig zu lesen. Wie die fünf Rappen für den Plastiksack.
Cheers!

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Ein starkes Interview! Mit einer Carla del Ponte, die authentisch wirkt und nichts unversucht lässt, dass die Welt vielleicht ein wenig gerechter ist und wird. Beeindruckend ihr Werdegang und ihr Engagement für den Frieden. Und sie scheut sich nicht, Kritik an der Bundesanwaltschaft zu üben. Die Kritik ist ja auch berechtigt, in Anbetracht der Flops, die es gegeben hat. De Weck hat seine Stärken ausgespielt, die da sind: Zuhören und inhaltlich relevante Fragen zu stellen. Alles in allem: So stellt man sich informative Medienarbeit vor. Besten Dank.

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Zur miserablen Energiebilanz des Flugverkehrs: Klar sollten die Ticketpreise den immensen Schaden irgendwie reflektieren, den die Fliegerei der Umwelt antut. Aber was vor allem der Schweiz fehlt, ist eine Alternative zum Flug.

Zwar kann man nicht verlangen, wie die Urgrosseltern nach New York oder Shanghai per Schiff zu reisen. Aber nach Skandinavien und Griechenland geht das sehr wohl. Dorthin muss man nicht fliegen. Zu den übrigen Destinationen Europas gab es vor Jahren Nachtzüge. Ausser nach Wien, Budapest, Prag, Berlin und Hamburg sind diese alle verschwunden.

Die SBB sollte den Auftrag bekommen, Richtung Westen und Süden wieder Nachtzüge anzubieten, mit modernem Komfort wie die NightJets der ÖBB, um das Reisesegment zwischen Billigbus und Geschäftsreise abzuholen, um wenigstens denjenigen Schweizern, die etwas gegen die Klimakatastrophe unternehmen wollen, eine Alternative anzubieten.

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Hey. kein Wort über den katastrophalen Aussenminister Cassis? Der grösste Verlierer in dieser Verteilung ist der Rest der Welt. Die Schweiz verliert ihre Position als Vermittler in weltbewegenden Konflikten mit einem Engschädel wie Cassis. Hier im Ausland vermissen wir grosse internationale Figuren wie Ogi, Calmy-Rey und B.

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K. W.
· editiert

Könnt ihr mir sagen weshalb ich nun auch bei der Republik mit der Übelkeit K. in echt konfrontiert werde?
Nur schon die Ankündigung (ich höre mir das nicht an!) lässt mir schlecht werden.

Ein Text über ihn (auch ein Buch) ist ok. Aber seine Stimme zu wiedergeben ist genau das was er will. Egal wie kritisch. Es gibt Grenzen mit wem man spricht und wem man ein Wort zugesteht.
Auch wenn ihr über Chemniz streitet, er kokettiert mit den Nazis, damit danach die Republik ihn damit konfrontiert. So funktionieren Populisten und sogar ihr fällt darauf rein. Und so wie das angekündigt wird, wisst ihr das sogar.

Ein Hetzer wie K. sollte ignoriert oder kritisiert werden, aber nich konfrontiert, weil das ist sein Elexier.

Seit ihr der Journalistischen Freundschaft verfallen? Und damit meine ich nicht K. sondern Ryser (ah er arbeitet bei der Republik...).

Einer eurer Verleger

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Was mich im Moment am meisten umtreibt: Wie können wir hier im Kanton Zürich den Klimawandel stoppen, und zwar sofort? Brauchen wir neue Gesetze (z.B. Verbot der 5 verschiedenen Päcklifahrer-Unternehmer, Tranporte nur noch per Velo; Verbot der fossilen Autos etc.)? Eine Standesinitiative nach Bern (z.B. Verbot der Kerosin-Flüge)? Was meint die Wissenschaft dazu? Ich war eben am schwindenden Rhônegletscher und mich hat eine Endzeitstimmung erfasst... Was können wir Heutigen tun für eine lebenswerte Zukunft?

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Guten Morgen

Morgen ist die erste Bundestratswahl seit Gründung der Republik - ;) - und heute der (erste?) Artikel dazu.
Mir fällt auf, dass es keine Diskussion zur sog. Zauberformel gibt. (gar keine? Oder keine in meiner Filterblase?) Jedenfalls stellt sich mir schon die Frage, warum eigentlich 1 CVP und 2 FDP und nicht umgekehrt?
Und damit auch eine Frage für den Journalismus: Was ist Non-Mainstreamjournalismus? Diese Frage aufzubringen? Oder sie eben nicht aufzubringen? Jedenfalls habe ich von der Republik da schon etwas mehr erwartet.

Beste Grüsse, K.A.

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Elia Blülle
Redaktion Republik
·
· editiert

Guten Tag Herr Appenzeller

Wir haben durchaus zu den Bundesratswahlen geschrieben. Ich empfehlen Ihnen zum Beispiel das Porträt zur FDP-Favoritin Karin K. S. oder den Text zu Viola Amherd. Und in diesem Kommentar ist Urs Bruderer auch auf das Konkordanzsystem eingegangen.

Zur Zauberformel. Gab bei uns auf der Redaktion keine Diskussion dazu. Aber wieso die CVP angesichts ihrer Wähleranteile zwei Sitze bekommen soll, erscheint mir schleierhaft. Wenn die Prognosen zutreffen, muss man sich nach den nächsten Wahlen eher fragen, ob die CVP noch Anrecht hat auf einen BR-Sitz.

Mainstreamjournalismus ist ein Kampfbegriff, den ich so nicht verwenden würde. Wir richten unsere Themensetzung nach der Relevanz, Originalität und Tiefe. Wir haben begrenzte Ressourcen und setzten die so ein, dass wir eine möglichst breites journalistisches Angebot schaffen können, das auch ein breites Publik interessiert. Dass dabei immer mal wieder eine Frage runterfällt, ist selbsterklärend.

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Liebe Republikanerinnen und Republikaner, liebe Redaktion

IM. H.eutigen Newsletter wird auf die wiederkehrende Forderung der Verlegerschaft eingegangen, die "Leichtes" fordert. Ich möchte deshalb eine Lanze für das "Schwere" brechen. Das Schwere fordert, ist sperrig, erfordert Konzentration, Wille, Ausdauer. Es gilt, einem Gedankengang um mehr als nur eine Ecke zu folgen.

Ich schätze die Schwere der Republik. Sie schafft Tiefgang, ist entfernt vom Oberflächlichen. Sie liefert kein "snackable content" und ist die Gegenveranstaltung von Watson, 20 Minuten und Twitterperlen.

Die Medienlandschaft braucht ein Gegengewicht. Und das muss schwer sein. Ohne Tiefe keine Höhe. Amen.

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D. C.
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Zu "Es brodelt in der Youtube-Hölle"
Eines vorweg, ich finde es gut, das der Artikel auf dieses Thema hinweist. Wie wär's denn mit einer Serie zur Frage, wie viele Algorithmen heutzutage unser Leben beeinflussen, oft ohne, dass wir uns dessen bewusst sind?

Nun zum, euphemistisch formuliert, weniger Guten. Mit Peterson und Damore wurden ausgerechnet zwei Personen als Beispiele gewählt, die in erster Linie ein Beispiel für die linke Variante von Fake News sind. Dies, weil beiden Leuten permanent undifferenzierte Aussagen in den Mund gelegt werden, die diese so nicht gemacht haben. Auch hier im Artikel.

Eine Ursache dafür ist, dass Menschen sehr viel Mühe mit der Interpretation statistischer Aussagen haben, nicht zuletzt auch viele geisteswissenschaftlich geprägte Journalisten. Hier ein super Artikel, der auf das ewig gleiche Missverständnis hinweist, Aussagen über Populationsdurchschnitte seien irgendwie Aussagen über Individuuen dieser Populationen. https://medium.com/@s8mb/understand…3394f3512c Bereits hier scheitert ein grosser Teil der Berichterstattung kläglich, unabhängig davon, was man sonst von den gemachten Aussagen hält. Der Rest des "Pseudowissenschaft"-Vorwurfs ist oft vor allem in einem "weil nicht sein kann, was nicht sein darf"-Irrtum begründet.

Gerade ein Peterson wird nicht müde, zu betonen, dass er keine Aussagen über Individuen macht, sondern über Durchschnittswerte. Leider ist er nun zum Feindbild linker Kreise geworden, weshalb die meiste Berichterstattung über ihn sich darauf konzentriert, sich mit seinem Phantom Spiegelgefechte zu liefern, statt sich mit den Thesen auseinanderzusetzen, die der streitbare Professor effektiv von sich gibt. Wer mal Zeit hat, hier ein legendäres Channel 4 Interview als exemplarisches Beispiel dieses "so what you're saying, is"-Pseudojournalismus: https://youtu.be/aMcjxSThD54

Ich bin zufällig via YT auf Peterson gestossen und habe diverse Interviews und Debatten gesehen, an denen er teilgenommen hat. In manchen Punkte würde ich ihm zustimmen, in anderen nicht. Von der Rechten wird er glorifiziert, weil er oft eloquent gegen Linke austeilt deren Unzulänglichkeiten blossstellt. Von der Linken wird er verteufelt, weil die Lust am sexistischen Monster grösser ist, als die intellektuelle Integrität, sich mit seinen Thesen auseinanderzusetzen, statt mit seinem Zerrbild. Es hat etwas Tragisches, wie er angesichts dieses linken intellektuellen Versagens wohl nach Rechts gedriftet ist und nun quasi von diesem Monsterimage zehrt. I.d.R. halte ich nicht viel davon, der Linken quasi die Verantwortung zu geben für das bedrohliche Anwachsen extrem-rechter Kreise, aber Peterson und Damore scheinen mir so Beispiele, wo effektiv eine Hexenjagd stattfindet bzw. stattfand, die nichts mehr mit der Realität zu tun hat und moderatere Leute abstösst und zur Polarisierung beiträgt.

Oh, mir gehen die Zeichen aus. Naja, zum Schluss eine Bitte: liebe Republik, werdet nicht zu einer linken Weltwoche.

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E. N.
· editiert

Der Kommentar zum Vortrag von Kosinski war für mich sehr heilsam, da er Dinge wieder ins Lot rückte. Ich war am Montag auch am Vortrag, der mich unglaublich verstört hinterlassen hat. Ähnlich wie bei der Autorin teilten die wenigen Gesprächspartner nach der Veranstaltung meine Gefühle nicht. Im Gegenteil, es war Begeisterung zu spüren. Eine Art Begeisterung wie als man das erste Mal mit dem iPhone herumspielte. Für mich war die Präsentation und die Q&A überhaupt nicht kohärent. Zuerst war es informativ und kritisch, beim Q&A kam er dann plötzlich in eine Art Rausch und die kritische Haltung war weg. Es gab nur noch eine Meinung und es stand nichts zur Diskussion. Jeder Versuch die Privatsphäre zu schützen soll unrealistisch sein und wir werden dafür bezahlen müssen. Mit Leben und Geld.

Deshalb danke ich Adrienne F. vielmals für die wieder etwas hergestellte Ordnung. Es braucht diesen besonnenen Blick auf die Sache. Und wie auch der Autorin ist für mich absolut unklar warum man an der ZHAW eine solche Haltung indirekt stützen kann.

"Wie kann eine Hochschule wie die ZHAW einem Technologie-Evangelisten, der keinen Hehl aus seiner Agenda macht, eine derart unkritische Plattform bieten?"

Ich studiere Psychologie und hatte die Erwartung, dass ein bekanntes Institut für Psychologie, den Menschen in dieser Debatte stärker einbeziehen würde. Etwas beschämend ist auch, dass Kosinski als Psychologe bezeichnet wird. Er weiss zwar wie man Maschinen programmiert, die sexuelle Orientierung aufgrund eines Fotos beurteilen können, hat aber kein Verständnis vom Menschsein und ein unglaublich scheussliches Menschenbild.

Danke Republik!

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Klaus H.
· editiert

1990 ging ich von Westdeutschland in die DDR. Die Mauer war gefallen, die Euphorie war groß, der Respekt gegenüber der Volksrevolution riesig. Wir Wessis freuten uns auf die Revolutionäre. Kohl würde jetzt auch endlich gestürzt. Aber der war gewieft: Jeder DDR-Bürger bekam 100 DM Begrüßungsgeld. Die Revolution gegen Kohl wurde vertagt.

Medizinisches Fachpersonal ging in den Westen. Alarm!, Unterversorgung im Osten. Mein Arbeitgeber gab mir unbezahlten Urlaub, meine Kollegen übernahmen meine Arbeit und ich ging in eine DDR-Klinik. Ich erspare uns die Details vor Ort, nicht die Reaktion der Ost-Kollegen. Bist du arbeitslos und möchtest uns den Arbeitsplatz wegnehmen? Nein, ich bin vorübergehend da, möchte eine Lücke füllen und gehe dann auch wieder zurück. Oder: Ja, ein privilegierter Wessi, der sich unbezahlten Urlaub nehmen kann. Sorry, dass ich „rübergemacht“ habe. Ich war gerne nach ein paar Monaten wieder zu Hause.

Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit haben einen anderen Hintergrund. Kanzler Kohl hatte damals als Gegenkandidaten Lafontaine, dessen Konzept heute visionär erscheint. Doch der Weg der eigenen Entwicklung der DDR, die einzige Möglichkeit, wie die Betriebe hätten überleben können, war für die DDR-Bürger keine Option. Das war zu komplex, die DM war leichter versprochen. Und mit der schnellen DM konnte man auch vermeiden, sich mit der eigenen Geschichte auseinandersetzen zu müssen.

Im Westen haben wir uns mit unserer Elterngeneration bis auf Blut bekämpft. Wir haben Selbstkritik eingefordert über ihre Nazivergangenheit. Genau diese Abrechnung fehlt im Osten bis heute. Aber das konnten wir Wessis ja nicht einfordern, wir wollten ja nicht wie Sieger oder Besatzer auftreten. Dafür gab es Ostalgie-Shows mit Carmen Nebel im Fernsehen und Ostalgie-Filme wie „Go Trabbi Go“ im Kino. Nein, es war nicht alles schlecht in der DDR. Das war der gleiche Spruch wie über die Nazi-Zeit und die Autobahnen. Kein Wunder, dass die ethisch-moralischen Kategorien komplett wirr waren und sind.

Die Ostdeutschen fordern Respekt für Ihre Lebensleistung ein? Den gibt es erst, wenn klar ist, was sie dazu bewogen hat, eine Diktatur zu leben. Ohne Schmerz geht diese Analyse nicht, und diese Schmerzerfahrung fehlt uns bis heute.

„Was ist das für ein Deutschland? Eines mit dichten Grenzen.“ Was für eine irre Antwort in der Reportage. Dichte Grenzen, wie in der DDR. Diese Antwort kann man nur geben, wenn man existentielle Angst vor dem Offenen hat. Das Offene ist das freie Leben.

Das Fremde ist eigentlich nicht der Migrant, der ist der Prügelknabe. Das eigentlich Fremde ist der Kosmopolit. Aber der Kosmopolit ist nicht totzukriegen. Die Grenzen kriegt man nie mehr dicht, wenn man die Welt kennengelernt hat. Die lässt sich keiner nehmen.

P.S.: Die soziologischen Untersuchungen sind Legende, dass die Frauen den Osten verlassen haben für ein neues Leben und die Männer zurückblieben. Im Schmerz? Im Frust? IM. H.ass? Ein Männerthema, nicht nur für Ossis.

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Planet versus Portemonnaie: sehr entttäuschend, dieser Artikel. Er beginnt mit einer sehr umfassend gemeinten Aussage von Uffe Elbæ und will diese dann anhand eines ziemlich isolierten Aspekts widerlegt haben. CO2 ist nur einer von vielen Faktoren, mit denen wir unsere Umwelt schädigen. Und - ja - der CO2 Ausstoss lässt sich auf Null reduzieren, ohne das Wirtschaftswachstum zu beeinträchtigen. CO2 Ausstoss ist aber auch keine Ressource an sich sondern ein Abfallprodukt der Verbrennung von fossilem Brennstoff. Es geht also um Energie; die einzige Ressource, bezüglich derer unser Planet KEIN geschlossenenes System ist, weil ständig Nachschub von der Sonne kommt. Alles andere ist begrenzt. Selbst wenn wir bei allen Rohstoffen eine 100% Recycling-Quote erreichten, könnte die Wirtschaft nicht unbegrenzt weiterwachsen. Ein Wirtschaftsmodell ohne Wachstum muss her. Uffe Elbæ behält also Recht.

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Liebe Republik,
Liebe Hanna Wick und Thomas Preusse,

Vielen Dank, dass ihr mit "Einblick in die Blackbox" (so hiess es heute morgen noch, oder irre ich mich?) dieses Themas annehmt.
Den Text finde ich super, der Einstieg mit dem Vergleich über die Jaquard-Maschine gelungen.
Die interaktive Einbindung und Visualisierung/Generierung der Javasacript-Beispiele ist an sich auch wirklich grossartig!

Aber ich bin 99% überzeugt, dass diese Beispiele eben genau keinen Einblick in die Blackbox geben können, sondern nur zum Zeitvertreib für die taugen, die ihn schon haben. Warum?

Es wird viel zuviel vorausgesetzt in diesen Abschnittchen!

Ich bin zwar seit 35 Jahren Softwareentwickler, aber ich kann mich gut daran erinnern (bei mir selber und kurz darauf beim Erklären des Programmierens für einen Freund), dass der entscheidende Schritt war, ein paar grundsätzliche Konzepte und Abstraktionen zu begreifen, die ihr hier einfach so hinwerft: "Array", "Schlaufe", "Zwischenspeicher", "Variable". Und "etwas tun": wer macht denn was womit?

Ihr vergesst völlig, dass der einzige Zugang, den Nicht-Programmiererinnen zu "Formeln" wie x = x + 3 haben, die Schul-Mathematik ist. Und in dem Kontext sind Zuweisungen erst mal Unsinn, schlicht Gleichungen die nicht stimmen, umhüllt von Chrüsimüsi und seltsamen Klammern.

Solche Beispiele sind lösbar für Leute, die schon vorher angefangen haben zu programmieren, und die Konzepte bereits kennen.

Aber wenn der Titel "Einblick" verspricht, können diese Beispiele nur frustriertes Achselzucken bei denen auslösen, die ihn eben nicht bereits haben. Das finde ich jammerschade - weil der Jaquard-Automat und die Lochkarte so ein anschaulicher Einstieg wäre. Ich denke, ihr müsstet das behutsamer angehen, sonst verliert ihr die Leute gleich wieder und bestätigt ihnen, was viele von sich (fälschlicherweise!) denken: "das ist halt doch nichts für mich".

Nun, vielleicht täusche ich mich und es gibt hier heftigen Widerspruch zu dieser Einschätzung. Ich würde mich freuen, wenn es so wäre, denn dass die Schwellen zum Verständnis der "Blackbox" abgebaut werden müssen, ist keine Frage. Ich hoffe, die Republik bleibt an dem Thema dran!

Gruss von Lukas

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Ich bin von den bisherigen Artikeln zum Thema Liebe, Sex und Beziehungsgestaltung entteuscht. Sie bleiben alle auf der diskriptiven Ebene, das bringt mich als Leserin nicht weiter. Dass einige Menschen lieber monigam und andere in offener Beziehung leben, weiss ich auch ohne Republik. Was mir fehlt ist ein Erklärungansatz. Warum nicht Psychologen, die bindungsorientiert arbeiten nach Gründen für diese Unterschiede fragen z.b Kristen von Sydov oder Tabea Freitag - sie haben zu Verbindung von Sexualität und Bindungstilen recherchert. Oder die Geschichte der freien Liebe, die im Mittelalter anfängt, aus der soziologischen Perspektive aufzeigen. Ich warte auf ein Interview mit Eva Illouz und hoffe, dass Republik das Niveau der Recherchen in dem genannten Thema anheben kann.

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Entwicklungslabor

Alles in Frage stellen / 10. Oktober 2018
Solange die Republik sich täglich die Frage stellt, was optimiert werden kann, wird es ein Genuss sein, diese zu lesen. Optimiert werden könnte aus meiner Sicht die Behandlung und Vertiefung von aktuellen politischen und wirtschaftlichen Themen. Das heisst, weniger Konservenjournalismus und noch mehr investigativer Journalismus. Da die wirtschaftliche Entwicklung massgeblich die gesellschaftliche Entwicklung beeinflusst, sollten wirtschaftliche Themen global und national noch stärker abgehandelt werden.

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Jaqueline Badran bringt vieles einfach und klar auf den Punkt. Gebt ihr in der Republik so viel Raum und Stimme wie ihr könnt. Sie rückt vieles ins rechte Licht.

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Liebe Adrienne, besten Dank für deine Analyse zur E-ID, die sehr gelungen ist. Es ist ein Armutszeugnis, dass die reiche Schweiz mit ihren Unis und "Brains" keine staatliche E-ID wie z. B. Estland zustande bringt, bzw. dass die Parlamentarier auch hier blind dem Markt vertrauen. Die jetzige Richtung der Diskussion bringt wohl nur eine weitere Totgeburt.

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Die Susi Geschichte:
Hach ist das ja eindrücklich! Zum Beispiel: "tanzen, bis die Substanzen, von denen sie die Nase voll haben, in den Venen versickert sind" - hihi. Soooo cuuul! Die Provinz aus Züri ercoolt sich also in N.Y. Und die Eroootik - kaum zu glauben!! Soviel Style!!!

Oder:

Ich habe keine Lust in einer Zeitung, die sich halbwegs von einem durchschnittlichen "Lifestyle" Blatt unterscheiden will, solches überdrehtes Zeug zu lesen. Wenn jemand ihre oder seine Sehnsucht nach "Weltstadt" nicht anders bewältigen kann als eine solche Schreibe zu pflegen, möchte ich mir das schlimmstenfalls gegen Entlöhnung anhören aber nicht noch dafür bezahlen.

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Geschätzter Herr Künzler

Es ist sogar noch viel schlimmer als Sie denken – die Autorenschaft kommt nicht aus Zürich, sondern aus dem Prättigau. .

Schicken Sie Ihre IBan – ich schicke Ihnen 20 Franken fürs Lesen meines Artikels. Oder ich lade Sie auf einen Drink an der Rothaus-Bar ein.
Ihre Entscheidung.

Beste Grüsse aus der tiefsten Provinz, die man sich vorstellen kann
Anja Conzett

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Nach dieser Selbstgeisselung von euch wegen dieser App und dem Anmeldeprozess muss ich jetzt mal klarstellen: Euer Anmeldeprozess ist für einen normalen Mediennutzer das Beste, was ich je erlebt habe! Vielleicht hört ihr die stille, zufriedene Mehrheit vor lauter Lärmer nicht...

Und bezüglich App. Wenn ich den App-Friedhof der meisten Smartphones anschaue, ist ein Shortcut auf deM. H.omescreen und dafür eine gut funktionierende Webapp sowieso die bessere Lösung.

Darum, liebes IT-Team, klar die richtigen Prioritäten gesetzt! Danke für die cleveren Lösungen. Ihr macht unser Leben einfacher, auch wenn wir zum eigenen Glück manchmal anders denken müssen...

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A. C.
· editiert

Bezüglich 'Gilets Jaunes' und Reichensteuer in Frankreich bleibt doch auch anzumerken, dass die Schweiz als frankophones Nachbarsland noch immer die Pauschalsteuer kennt und dadurch zu Ungleichheit beiträgt. Die Pauschalsteuer gehört schweizweit abgeschafft.

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Besten Dank für Ihren aufschlussreichen Artikel über das Tagesanzeiger - Geschäftsgebaren!
Mir stellt sich die Frage, wie ich als langjähriger Abonnent der Zeitung meinen Protest gegen den zunehmenden journalistischen Einheitsbrei generell, gegen die Tagesanzeiger - Machenschaften im Speziellen ausdrücken kann. Die Kündigung des Abos als kleiner Schritt?

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Mit der Baukartell-Reportage habt ihr gehörig Wellen geschlagen und auf die Republik aufmerksam gemacht. Der Bericht über die Bündner Wahlen führt die hohe Qualität der Berichterstattung weiter.
Freude habe ich besonders an den bissigen Interviews, in diesem Fall mit Polizeikommandant S. Eine solche Hartnäckigkeit und das beharrliche Nachfragen bei offensichtlich schwachsinnigen Antworten vermisse ich viel zu häufig in der (Schweizer) Medienlandschaft.
Ich habe oftmals das Gefühl, Journalisten werden einfach als Wiedergabemedium wahrgenommen. Ausgewogene Berichterstattung heisst aber eben auch, nicht einfach unkritisch alles weiterzugeben, sondern gezielt auf Unklarheiten und falsche Aussagen hinzuweisen. Da seid ihr auf einem sehr guten Weg, weiter so!

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Lieber Herr Seibt
Eigentlich habe ich Ihretwegen sofort nach Bekanntwerden Ihrer Absichten. Die Republik abonniert.
Ich erfreue mich an Ihren Newslettern, frage mich aber, ob Sie wieder an einer gaaanz grossen ‚Geschichte ‚ schreiben oder, was ich bedauern würde, sich aufs Newsletter schreiben beschränken wollen?
Gott sei Dank gibt es viele Gründe, der Republik treu zu bleiben, aber ein bisschen vermisse ich Ihre Artikel schon...
Oder hab ich schlecht aufgepasst???

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Ein Gespräch über Krieg und Frieden, das sich gewaschen hat. Habe Zusammenhänge erklärt bekommen, die für mich neu und erhellend sind. Dies gilt sowohl für den Dreissigjährigen Krieg als auch den Syrienkonflikt. Grosses Kompliment an die beiden Gesprächsteilnehmer.

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D. C.
· editiert

Zu "Klageweiber"
Es ist aber auch eine viel zu wenig diskutierte Ungerechtigkeit, wie das Patriarchat für schlechtes Licht beim Selfie sorgt!

Im Ernst, ich hatte bei diesem Artikel etwas Mühe festzustellen, welche Einstellung die Autorin diesem Trend gegenüber hat, was ihr Fazit ist. Manche Passagen ("Instagram-Filter") deuten darauf hin, dass Sie es nicht ganz ernst nimmt. Andererseits verblüfft es, solch pubertärem Gepose so viel Platz einzuräumen ohne es als solches zu outen. Emo-Teenies in der Weltschmerzpose, das ist ja als Jugendphase ok, hatten wohl viele von uns. Das dann aber gleich wieder zum feministischen Kampf verklären und überhöhen zu müssen, vorgetragen von privilegierten US Highschool-/College-Kindern die unter Zuhilfenahme ihrer IPhone Xs erklären, wie ihr Schicksal aufgrund ihres Geschlechts doch zu den härtesten der Welt zählt, da landet man schnell beim negativ konnotierten Tumblr-Feminismus.

Wenn sowas nicht bloss als seichte Unterhaltung gedacht ist, fände ich es gut, in Zukunft bei solchen Artikeln etwas genauer zu erfahren, wie die Autorin das Phänomen einordnet, da kann man dann einverstanden sein damit oder auch nicht und seine eigene Perspektive hinterfragen. So aber hatte es zwar ein paar kleine Ironiespitzen, kam aber letztlich doch unkritisch und selektiv rüber (unerreichbare Ideale stehen ganz unsexistisch beiden Geschlechtern in Hülle und Fülle zur Verfügung und der vermeintliche Gegensatz in der Beurteilung von zelebrierter Traurigkeit bei Männen und Frauen ist auch keiner, bzw. da könnte man auch darauf eingehen, wie verpönt es ist, wenn Männer sich über irgendwas beschweren oder Trauer zeigen). Ohne die (von mir halluzinierten?) Ironiemomente, wär's dann wieder klarer gewesen, unabhängig davon, was man von der Aussage hält.

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Vom Aufstieg des autoritären Staates: puahhh, schlicht geniale Analyse über Macht und Niedertracht. Ich habe das mit Polen und Ungarn nie ganz verstanden oder wahrhaben wollen. Ich konnte mir bis heute einfach nicht vorstellen, dass Völker, die sozusagen aus der Scheisse zur Chance eines besseren, freiheitlicheren Lebens kamen, sich wieder irgendwelchen Lügenpetern und Heilsbringern andienen. Als wären sie Junkies, die einfach nicht von der Droge Blut, Schweiss und Tränen wegkommen.

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A. T.
· editiert

Gewichtungen in der «Republik»

Das Feuilleton ist gestartet, was inhaltlich sehr begrüssenswert ist. Da die Redaktion allgemein so furchtlos und offenherzig um Rückmeldung auf ihr Tun bittet, möchte ich ein paar Beobachtungen in den Raum stellen. Diese betreffen in erster Linie die neue formale Präsentation der «Republik», welche mich aber ins Nachdenken darüber bringt, welche inhaltlichen Gewichtungen die Redaktion vorgenommen hat.

Neu gibt es nun vier anwählbare, sagen wir mal, «Reiter» auf der Startseite: Magazin, Feuilleton, Feed, Rubriken (ich gucke mir das immer auf dem smartphone an).

  • Wenn ich das «Magazin» anwähle, sehe ich die Kacheln mit (nur vermeintlich) allen Artikeln.

  • Wähle ich «Feuilleton» an, dann sehe ich die Kacheln, teils die gleichen wie unter «Magazin», welche dem «Feuilleton» zugerechnet wurden, plus neue Artikel.
    Das ergibt eine meines Erachtens etwas seltsame Trennung. Denn das Feuilleton gehört ja nunmal auch zum Magazin, erhält hier aber fast einen Parallel-Magazin-Status. Gleichzeitig ist ja den LeserInnen auch klar geworden, dass schon seit Beginn der Republik einige Artikel erschienen sind, die dem neuen Feuilleton zugerechnet würden, ohne dass sie so geheissen hätten (ein gutes Beispiel seit dem Feuilleton ist «Borderland»).

  • Gut, dann wähle ich also den «Feed» an, worin ich abermals alle Artikel finde wie unter «Magazin», aber in anderer Darstellungsform, plus die Newsletter. Und zusätzlich weitere Texte, die weder unter Feuilleton noch unter Magazin erschienen. Man muss wissen, dass diese Texte hier zu finden sind, sonst verpasst man sie einfach.
    Das ist bedauerlich, das Verpassen, aber in der jetzigen Ordnung, worin einiges verdoppelt, anderes erst zusätzlich auftaucht, wenn der Rest schon verdreifacht ist, unvermeidlich ist.

  • Als letztes wähle ich noch die «Rubriken» an. Darin finde ich aus dem «Magazin» nur diejenigen Artikel, die einer Rubrik zuzuordnen sind. Alle andern haben keine ‘Verschlagwortung’ und sind nicht sichtbar.

  • Das Feuilleton hat eigene inhaltliche Schlagworte, was ein Novum für Artikel in der «Republik» ist. Dort kann man sich thematisch orientieren.

  • Schliesslich folgen noch die neu eingeführten Ameisen, die ebenfalls eine inhaltliche Ordnung bekamen.

  • Weiter unten abermals (zum vierten Mal in gewissem Sinne) die «neuesten Beiträge».
    Unter «Rubriken» sehe ich nicht, was an Themen im «Magazin» bisher abgedeckt und geleistet wurde.

Die formale Präsentation auf der Startseite mit den vier anwählbaren «Reitern» - Magazin, Feuilleton, Feed, Rubriken – weckt den Eindruck, dass das Feuilleton keine neue Rubrik innerhalb des Magazins ist, sondern eine inhaltlich klar strukturierte Enklave (mir fällt kein besseres Wort ein) der «Republik». Dagegen fällt meines Erachtens das «Magazin» mit seinen nicht sichtbaren inhaltlichen Schwerpunkten formal ab.

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Karin K.-Sutter - habe selten so gefroren

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Bin neuer Abonnent. In Basel verlieren wir zwei Medien (BAZ und Tageswoche). Nur noch „Onlinereports“ hält sich tapfer. Bisher musste ich über die NZZ lesen, was in Basel relevant war. Georg Kreis empfiehlt „Republik“ als Kontrapunkt. Baue darauf und freue mich auf eine bessere Republik, als die zahlreichen Schnellschuss Internet–Portale. Ihrn Beitrag zur Winterthurer Moschee fand ich gut.
Alles Gute für die Zukunft der Republik.

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Links in Texten sollten sich in einem neuen Fenster öffnen. Hin- und herklicken finde ich sehr mühsam.

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Zu "Was diese Woche Wichtig War"
Die Spendenaktion um Kylie Jenner zur Milliarde zu verhelfen, sei eine satirische Aktion eines Komikers gewesen, hab ich irgendwo gelesen. Weiss nicht, ob es stimmt, klingt aber naheliegend. Könnte man recherchieren, bevor man das weiterverbreitet, da das doch ein ganz anderes Licht auf die Aktion werfen würde.

Unabhängig davon: "Superreiche Person ist jung und wird als superreich anerkannt", ist das tatsächlich etwas, das für Die Republik wichtig war, diese Woche? Ist es nicht ein journalistischer Zirkelschluss, den Jenners Medienaufmerksamkeit zu widmen, weil sie Medienaufmerksamkeit kriegen?

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Zum George Soros-Artikel:

Die Einflussnahme von reichen Menschen und Regierungen erschreckt scheinbar viele Menschen - auch hier in der Diskussion. Ich kann hier nur wiederholen was manche Gestalten an meiner Haustür mir immer wieder einzureden versuchen: "Erwachet!"

George Soros ist einfach der perfekte Antagonist. Und: Er ist nur eine Einzelperson. Mit der kann man sich gut anlegen. Den kann man leicht diffamieren ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Es legt sich ja niemand (ausser er will politischen Selbstmord begehen) mit Volkswagen, der Deutschen Bank, der NSA, den Ratingagenturen, der Mont-Pelerin-Gesellschaft ... (Liste bitte selbst ergänzen) an.
Das soll Soros nicht freisprechen. Seinen ReichtuM. H.at er ja nicht ohne Skrupellosigkeit erreicht.

Was mir persönlich Angst macht ist die Art und Weise der Kommunikation.
Ich bekomme mittlerweile richtiggehend Beklemmungsgefühle, wenn ich sehe wie die Argumente der Rattenfänger den Ängstlichen ihre Menschlichkeit rauben.

Ich finde es gut, dass Sie den Pfad von Fake-News nachzeichnen. Danke für den Artikel. Leider findet man so etwas nicht in unseren Printmedien...eigentlich eine Schande.

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Den Artikel bezüglich Monogamie und moderne Sklaverei finde ich persönlich deplatziert. Was ist das Ziel der Republik? Qualitativer Journalismus, oder Artikel von faktenlosen, persönlichen Überzeugungen, welche den Zeitgeist der Postmoderne als normativ erstrebenswert verkaufen wollen? „In der langen Sicht“ zeigen sich die wahren Werte, welches ein Medium vertreten (möchte). Ich hoffe weiterhin, dass es wenigstens die Republik schafft, die faktenorientierte Qualität und Ausgewogenheit der Artikel wieder her- und über den subjektiven Einstellungen zu stellen.

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Planet versus Portemonnaie: Das ist nichts anderes als das Schönreden eines fundamentalen Problems. Eine Reduktion des CO2-Ausstosses heisst nicht, dass die Erwärmung abnimmt, sondern nur, dass sie sich verlangsamt. AusserdeM. H.errscht ja nicht Kommunismus, wo es eine planwirtschaftliche Steuerung der Gesamtwirtschaft gibt, sondern Kapitalismus, wo es immer um den kurzfristigen Vorteil geht, was der Artikel ja selber als grösstes Problem antönt, aber aus Zweckoptimismus nicht vertiefet, sondern sich mit der Feststellung begnügt, dass führende Ökonomen wie Stern gegen diese Auffasung ankämpfen. Es ist wie beim Rauchen: Wirklich gesund ist nur, wenn man ganz damit aufhört, ansonsten bleibt immer die Ungewissheit, ob man eines Tages nicht vielleicht doch daran stirbt.

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(durch User zurückgezogen)

Nach einigen Monaten Republik ist der Trend ziemlich klar. Was mir aber bisher eindeutig fehlt ist Kultur, Literatur, Kolumne. Wir haben Nahr statt Nuhr! Humor darf nicht völlig fehlen! Es gab zwar eine Handvoll witziger Zeichnungen, aber das sit schon eine Weile her.

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(durch User zurückgezogen)

Das Gespräch mit Carla del Ponte ist intensivst beeindruckend.
Roger de Weck hat das Interview überzeugend genutzt.
Zum Glück gibt es Menschen wie Carla del Ponte, die nicht aufhören, für mehr Gerechtigkeit zu kämpfen. Danke.

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Wahre Worte! Der Kapialismus ist eine gute Sache, WENN er auch für den Schaden aufkommt, den er anrichtet! Z.B. ausgesteuerte Personen über 50...Migration...psychische Erkrankungen, die von Seite IV nicht mehr getragen werden...Klimawandel etc.
Vielleicht sollten liberale Vertreter die immer wieder angepriesene Eigenverantwortung auch gegenüber Kapitalisten aufnehmen.

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Das Prostitutiotns-Interview ist ein NO-GO! Allein mit Befragung des FIZ, dessen Positionen rein gewrkschaftlich-anwaltschaftlich sind, kann man sich kein differenziertes Bild machen. Diese Aussagen hab ich hundertfach gehört und rein gar nichts Neues gelesen. Dafür bezahle ich die Republik nicht! ich hab selber eine Frauen NGO-gegründet und geleitet, kenne die Szene sehr gut. Es gibt derzeit schlicht keine Organisation, die mit dem Business arbeitet UND eine etwas weiteren intellektuellen Horizont hätte. Merkt der Journalist denn nicht, dass er zwar ständig Antworten hört, die die Selbstbestimmung der Frau fordern und die KritikerInnen als die FRauen zu Opfern degradierend - aber dass jede Antwort auch enthält, dass die Gesellschaft die Rahmenbedingungen für Prostitution schlecht halt, stimatisiere, moralisiere, und es auch schlecht möglich sei für ausländische Prostituierte, auszusteigen, etc... Kurz: Sie werden schlecht behandelt und viele möchten eigentlich aussteigen. Was ist das anderes, als die Beschreibung von "Opfern"?
Glauben die FIZ-Frauen ernsthaft, dass wenn die Rahmenbedigungen und die moralische Akzeptanz genauso gut wie bei einer vorbildlich organisierten Reinigungsbranche wären, dann noch auch nur ein Bruchteil anschaffen gehen würden?? Die sollen beim FIZ zuerst alle mindestens einen Monat selber Klos putzen gehen und dann einen Monat "Sexarbeit" machen. Denn dann wüssten sie nämlich erst, wovon sie reden.
Bitte so nicht, das ist reiner Gefälligkeitsjournalismus.

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Liebe Frau P., ich glaube, «die FIZ-Frauen» wissen aus ihrer alltäglichen Arbeit ziemlich gut, wovon sie reden.
Dass Frau Angelini eine andere Position vertritt als die Frauenzentrale in ihrer Kampagne ist offensichtlich und Ausgangslage für dieses Interview: Die letzten zwei Wochen (und ein paar Wochen davor auch schon im SonntagsBlick) kam die Frauenzentrale ziemlich breit und ohne grosse kritische Einwände zu einiger medialer Präsenz. Ihre Positionen erwähne ich in der Einleitung und verlinke auf die Kampagnenplattform. Ich habe Frau Angelini mit den Argumenten der Frauenzentrale konfrontiert, um eine Gegenposition zu hören und zu präsentieren. Damit muss man nicht einverstanden sein. Aber es erweitert die Debatte um eine, wie ich meine, bisher ungehörte Position.
viele Grüsse
ch.

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Verloren im Nirgendwo
Danke für diesen Bericht. Ich fand den toll. Vielen Dank, dass nun auch etwas Rock n'Roll Attitüde in die Republik kommt. Und nicht nur der Heilige Ernst.

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Danke für diesen sehr guten Artikel zur Enthüllung der Rolle der Weltwiche/Köppel/SVP bei der Verbreitung von Lügen. USA Alltag ist in der Schweiz arriviert!

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Guten Tag.

  1. „Welcome to Switzerland Mr Soros!“ - Für genau solche Recherchen werde ich der Republik treu bleiben. Danke.

  2. Heute suchte ich auf der Der Bund-Website vergeblich nach einem Link für Feedback. Unglaublich! Schliesslich fand ich mit einigem Aufwand einen auf der Tamedia-Seite und brachte mein Anliegen ein, Antwort, wenn sie denn kommt, steht noch aus. Ihren Link für Feedback jedoch bieten Sie grad direkt unterhalb des Artikels an: Chapeau! So soll es sein!

Herzlich

Stefan W., Bern

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Guten Morgen Republik Team

Gut schreibt Ihr auch einen Artikel zu dem Iran/USA Konflikt.
Nicht gut ist, dass der Artikel über den wichtigen Erdölexporteur Iran im Konflikt mit den USA zur Hauptsache auf der Aussage von einem Mitarbeiter der NGO „ICG“ basiert, und Erdöl in diesem Artikel nicht mal andeutungsweise ein Thema ist.
(ICG wurde laut Wikipedia vom USA Milliardär Georges Soros gegründet und hat im Beirat nebst Chevron, Schell und anderen, auch Personen die nicht genannt werden wollen)
Ist das eine vertrauenswürdige, neutrale Informationsbasis in einem Konflikt wo zu den bekannten Konflikt- Themen (Atom, Regime etc.) Erdöl eine nicht thematisierte aber mindestens ebenso entscheidende Basis bildet? ( Remember Irak und andere Pechvögel )
Die Neutralität dieser Informationsquelle muss ganz klar in Frage gestellt werden!!!
Förderlich wäre in diesem Artikel auch ein geschichtlicher Bezug zum Iran.
z.B das die USA vor gut 60 Jahren schon einmal einen Regime Change im Iran durgeführt hat, damit sie wieder eine bessere Kontrolle über das Erdöl im Iran kriegten.

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Justizdirektor: Vielleicht wäre die Brisanz des Artikels ohne die superprovisotische Verfügung klarer, aber so frage ich mich, ob es nicht wichtigere Themen gäbe?

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Ich bin begeistert und dankbar, endlich umfassend informiert zu werden! Weiter so in langen und kurzen Texten - ich lese alles!

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Lauber gelingt es, sehr souverän und überlegt zu wirken. Nur, als er nach der Qualität der Anklageschriften gefragt wird, lässt er sich kurz aus der Reserve locken. Mich hat er überzeugt.

Nicht durchgehend überzeugend finde ich den harten Interviewstil der Republik. Die Bundesanwaltschaft hat genügend wunde Punkte, wo man nachbohren kann. Allerdings machen die Interviewer häufig am entscheidenden Punkt Halt, indem sie Lauber (teils unnötig persönliche) Vorwürfe machen, anstatt die drängenden Folgefragen zu stellen - was seine Stellungnahmen wiederum erleichtert.

Ausserdem wirkt es eher unqualifiziert als kritisch, dem Bundesanwalt die Qualität des IS-Gesetzes oder die Strafbarkeit von Terrorpropoganda zum Vorwurf zu machen.

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Danke für das ausgezeichnete Interview mit Paul R., wahrlich eine Tour d’Horizon und die Erkenntnis: Der grosse Bogen und die kleinen Schritte der Machbarkeit müssen sich nicht widersprechen. Für meinen Alltag in der Berufsfachschule, wo es manchmal wenig zu diskutieren gibt (zB. bei 100% Zustimmung zur Selbstbestimmungsinitiative in manchen Klassen), merk’ ich mir zur Ermunterung:
“...die wirtschaftlich-gesellschaftliche Integrationsmaschine läuft (...) Sie spiegelt sich in der Fussball-Nati, aber auch in der Arbeitswelt oder den Heiratsstatistiken.”

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J. S.
· editiert

Ein Input/Gedanke zum Artikel "Die Mär vom selbstbestimmten Sexgewerbe":

Der Artikel könnte genauso "Die Mär vom selbstbestimmten Putzfrauengewerbe" heissen. Fast durchgängig. Doch dann kommt das:

"... Diese Tätigkeit, bei der die Integrität des Körpers auf die intimste Art verletzt wird – und wie wenige Prostituierte haben sich wirklich freiwillig dafür entschieden? –, mit Kloputzen oder mit Landarbeit zu vergleichen, wie es Rebecca Angelini tut, ist unsensibel, zynisch. Es ist wichtig, die Frauen zu stärken, doch nicht mit einer Beschönigung des Status quo, als handle es sich bei der Prostitution um Arbeit wie jede andere, sondern mit Aussteige- und Präventivprogrammen. ... "

Dies ist eine Wertung. Eine gefährliche, wie ich finde. Die den Fokus weg vom eigentlichen Problem lenkt. Dass Menschen weltweit Dinge tun, die ihre Würde auf übelste Art verletzen, ist nicht ein auf die Prostitution beschränktes Problem. Vielleicht müsste man Prostituierte nicht mit Putzfrauen hierzulande vergleichen, sondern mit Näherinnen in Bangladesch?
Wieso ist es schlimmer, wenn eine Frau sich entscheidet, lieber eine Stunde emotionslosen Sex zu haben, als acht Stunden dreckige WCs zu putzen?

Diese Argumentation zeigt ein zutiefst problematisches Frauenbild. Nämlich, dass Frauen keinen Sex ohne emotionale Bindung wollen. Dass sie keine Lust besitzen. Das ist ein rückständiges Frauenbild. Und genau diese Haltung macht die Stigmatisierung der sehr wohl existierenden Frauen, welche freiwillig Sexarbeit anbieten, erst möglich.

So wird eine Diskussion über den Kern des Problems verunmöglicht. Ich finde es genau so zynisch, die Not einer osteuropäischen Prostituierten über die Not eines afrikanischen Minenarbeiters zu stellen. Nur, weil sie ihren Körper verkauft, und er seine Gesundheit.

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Die Beiträge zur Justiz wären für mich der wichtigste Grund das Republik-Abo zu verlängern. Wieder ein grossartiges Thema. Sehr gut, dass Brigitte H. dranbleibt, auch wenn das Gericht auf stur schaltet. Schon die Geschichte mit den Strafbefehlen von Dominique Strebel war sehr erhellend. Gewisse Staatsanwaltschaften im Kanton Zürich haben seither öfters mit Journalisten zu tun...

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