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Aus der Redaktion

Der Dialog ist umgezogen

Wir haben die Dialogfunktion umgebaut. Zeit, diese Seite hier in den verdienten Ruhestand zu schicken. Sie bleibt als Archiv online.

17.12.2018

Mehr Übersicht, mehr Struktur: Das finden Sie auf der neuen Dialogseite.

Wir werden diesen alten «Dialog mit der Redaktion» selbstverständlich online lassen. Die Kommentarfunktion ist aber deaktiviert. Hier können Sie das Lob, die Kritik, die Wünsche und den Austausch aus über einem halben Jahr im Leben der Republik nachlesen.

In diesem Sinne: Danke für Ihre Beiträge – und wir freuen uns, Sie am neuen Ort wiederzusehen!

Wenn Sie schon hier sind …

… treffen Sie eine Entscheidung: Wollen Sie, dass die noch junge Republik weiterhin unabhängigen Journalismus betreiben kann? Wir sind niemandem verpflichtet ausser unseren Leserinnen, unserem Gewissen und dem Kampf gegen die Langeweile. Weder Oligarchen noch Werbetreibende haben einen Einfluss auf unsere Berichterstattung. Doch das funktioniert nur, wenn viele uns dabei unterstützen. 18’310 tun dies bereits.


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Habe eben das Abonnement verlängert.

Mit ein wenig Glück - dieses Mal - zwingt uns der NR nun doch nicht, Werbung zu schauen. Anderenfalls müsstet ihr die Abteilung TV dringend und sofort ausbauen!

Übrigens, wo ist Konstantin Seibt? Auch ein, für einmal kurzer Artikel, würde mich freuen. Er ist nicht unschuldig daran, dass ich hier bin. Ich hoffe, es ist nichts schlimmes oder dass ihr ihm gekündigt habt. Auch "KEINE LUST" könnte ich noch für ein paar Monate dulden...

Ich wünsche Euch schöne Festtage.

Fritz G.

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Oliver Fuchs
Community-Redaktor
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Lieber Herr G., vielen Dank für Ihre Treue! Werbung ist und bleibt für uns eiN. N.o-Go, keine Sorge.

Zu Kollege Seibt: Keine Angst, der ist nicht verschwunden. Er hat sich in letzter Zeit viel um Internes (zum Beispiel die Verlängerungskampagne) gekümmert - und er ist Vater geworden. Ich kann aber so viel verraten: Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass Sie noch vor Jahresende noch etwas Neues von ihm lesen. ;-)

Ihnen auch schöne Festtage!

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H. A.
· editiert
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Zum Kurzbriefing (Woche 50/2018) der Redaktion: In Japan werdeN. N.icht nur Frauen an Universitäten systematisch diskriminiert, vor kurzem wurde auch bekannt, dass Behörden die Anzahl Mitarbeiter mit Behinderung künstlich erhöht haben um als vorbildlich bezüglich Diversity zu erscheinen. Quelle: https://thediplomat.com/2018/08/jap…ng-quotas/
Japan ist und bleibt sehr korrupt - dass in Fukushima das stark verseuchte Kühlwasser zur Zeit wieder ins Meer abgelassen wird passt dazu...

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Es ist irritierend, dass bei dem sehr guten und aktuellen Artikel von Michael Steinberger nicht direkt unter dem Titel auf die Originalversion hingewiesen (und gelinkt) wird. Entweder Sie imitieren ohne Grund die doofen Spielchen von anzeigenfinanzierten Produkten, oder Sie habeN. N.och nicht so ganz verstanden, wie das Web funktioniert.

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Nein, war bloss ein Versäumnis. Danke für den Hinweis! Link auf das Original ist drin. Allerdings dort, wo wir es für richtig halten: in der Autorenbox am Ende der Übersetzung. LG CM

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Sorry, fühlt sich immer noch wie "wir verschweigen dir etwas wichtiges, damit du nicht woanders hin klickst " an: Die Leserin will das Original statt der Übersetzung lesen, nicht zusätzlich, wenn sie die Übersetzung schon durch hat. Hinten ist ganz klar falsch, wenn es um Leserbedürfnisse, Nützlichkeit, Seriösität geht.

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H. A.
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H. A.
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A. Soros:

"... eine offene Gesellschaft ... [ist] die einzige Gesellschaft ... , in der man als Jude leben kann ..."

G. Biland:

"Man kombiniere wirtschaftliches Interesse und politische Motivation: Am besten spekuliert es sich in offenen Gesellschaften."

Impliziert: Der Jude lebt (nur) von der "Spekulation" und manipuliert Gesellschaften so, dass er damit noch reicher wird.

Her Biland, Sie verbreiten kaum verhüllt klassische anti-semitische Stereotypen. Ich bin gespannt, ob derart dumpfe Hetzreden hier toleriert werden ...

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Anonymous
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J. S.
Ruedi von Känel
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Guten Tag miteinander
Gestern sind auf Makroskop zwei Beiträge zum Thema erschienen, die m.E. den Sachverhalt auf treffende Weise darstellen: "Macrons Politik à la Blair und Clinton"
Von Larry Elliott, erschienen im Guardian vom 6. Dez. 2018 (übersetzt ins Deutsche) sowie "Macrons monarchischer Moment" von Erich Jochem.

  • Elliott zeigt, wie der französische Präsident die Steuern für die Reichen gesenkt, aber die Sparpolitik beibehalten hat - eine gescheiterte Politik, die so nicht aufgehen kann. Und er sagt, dass eine Gegenreaktion unvermeidlich war.
    Ferner weist er darauf hin, dass das eigentliche Vorbild von Macron Gerhard Schröder war (der Vorgänger von Angela Merkel), der in den frühen 2000er Jahren in Deutschland harte Arbeitsmarkt- und Sozialreformen durchführte, um die grösste Volkswirtschaft Europas wettbewerbsfähiger zu machen. Diese Reformen haben Deutschland zwar einen grossen Handelsbilanzüberschuss und eine niedrige Arbeitslosigkeit gebracht, dies aber mit dem Preis von Lohnkürzungen und Kaufkraftreduktion für die deutschen Arbeitnehmer.

  • Jochem weist in seinem Beitrag darauf hin, dass Macron aus seiner Vorliebe für den Monarchismus keinen Hehl macht und zitiert ihn aus einem Interview von 2015:
    „Il y a dans le processus démocratique et dans son fonctionnement un absent. Dans la politique française, cet absent est la figure du roi, dont je pense fondamentalement que le peuple français n’a pas voulu la mort []
    Auf Deutsch: „In demokratischen Gesellschaften klafft eine Lücke. In Frankreich ist diese Lücke der fehlende König, dessen Tod, da bin ich mir sicher, das französische Volk nicht gewollt hat…“
    Die Rede ist von Ludwig XVI., dem im Zuge der Französischen Revolution enthaupteten Monarchen, als desseN. N.achfolger im Geiste sich Macron gerne sieht und – wie zuletzt bei seiner Fernsehansprache an die Nation hinter vergoldetem Schreibtisch – gerne inszeniert.
    Auslöser für die Französische Revolution – der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte – war bekanntlich eine geplante Steuerreform, die die schon in Armut lebende Bevölkerung noch weiter in den Ruin getrieben hätte.

P.S. Makroskop ist eine kostenpflichtige Webseite.

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Aufstand der Peripherie
besten Dank für das "Manifest", Herr Binswanger, ich kannte es überhaupt noch nicht.

Europa gibt es nun, es "steht" nach vielen Jahren, es ist ein Faktum.
Die Sache mit dem " Establishment" wie wir es kennen, stimmt irgendwie nicht mehr, dafür gibt es immer neue Indizien. Mir wurde das zum ersten Mal bei der Nicht Wahl von Hillary Clinton in Amerika klar.
Die Ungewissheit, mit der "Bevölkerungen" offenbar an neuen Schwellen stehen ist wirklich offensichtlich. Niemand weiss genau wohin, zwar stimmt doch irgendwie alles, aber trotzdem ist der Alltag oft ungewiss. Diese Ungewissheit trägt sicher ihren Teil zu den Unruhen bei. Es gibt unsere bisherige Ordnung und die funktioniert manchmal nicht so optimal, um zufrieden zu sein.
Für mich persönlich ist das ein guter Weg, statt Revolutionen und Gewalt eiN. N.eues "Manifest" zu gründen und so verantwortlich geplante neue Wege auf zu gleisen, salopp gesagt .....mit "Europa" eine neue 2. Phase zu starten.
Dazu braucht es Bereitschaft "Anderes" zu akzeptieren und sich damit auseinander zu setzen.

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Aufstand der Peripherie
Guten Tag Herr Binswanger
Ich weiss nicht, was genau Sie in dem von Ihnen verlinkten Video (im ersten Abschnitt) dreimal haben anschauen müssen, um es zu glauben. Meines Erachtens jedenfalls nicht "wie eine berittene Polizeieskadron durch die Pariser rue de Bretagne galoppiert, um eine Gruppe von Demonstranten zu zersprengen". Im Hintergrund sehe ich nämlich keine Gruppe von Demonsrierenden sondern einen Polizeitrupp, schwarz bekleidet mit Helmen und langen Plexiglas-Schildern. Die berittene Polizei kommt von hinten, die Fuss-Polizei weicht eilends nach links und rechts aus. Im Vordergrund, als die Reiter näher kommen und an der Kamera vorbeigalloppieren, sind kaum Menschen zu sehen. Weiter nach rechts auch nicht. Einige Schaulustige vielleicht und Journalisten oder Reporter, die fotografieren und filmen.
Haben wir denselben Film gesehen?

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liebe Frau Kempf, die Bilder laufen sehr rasch, doch irgendwie gibt es soviel verschrottete Autos und zerschlagenen Fensterscheiben ausser den vielen Toten und Verletzten. Es ist nicht zu übersehen, dass es in Paris wirklich Unruhen gibt, überhaupt überall soviel Durcheinander an der Tagesordung ist, dass man sich inzwischen vorstellen kann, wie Revolutionen entstanden sind...nicht im Geschichtsbuch, genau vor unserer Nase und das sind jetzt nicht Islamisten.

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Guten Abend Frau A.
Es ist mir nicht ganz klar geworden, worauf Sie hinaus wollen.
Ich beziehe mich in meinem Kommentar nämlich ausschliesslich auf besagtes Video, welches Herr Binswanger verlinkte. Selbst wenn die Bilder "sehr rasch" laufen, haben Sie doch stets die Möglichkeit, das Video anzuhalten oder es sich - wie Herr Binswanger - mehrmals anzusehen - am besten ohne Ton.
Warum das wichtig ist? - Es ist wichtig, weil unsere Wahrnehmung tagtäglich in vielerlei Hinsicht beeinflusst wird. Wir kriegen über Online- und Printmedien oder über das Fernsehen Bilder gezeigt und irgendwer suggeriert uns auch noch gleich, WAS wir sehen und WIE wir es interpretieren müssen. Da die Bilder, Filme oder Ausschnitte daraus immer auch selektiv gezeigt und gesendet werden, können wir uns hiermit ohnehin schon kein umfassendes eigenes Bild machen. Wir scheinen darauf angewiesen zu sein, das zu glauben, was uns gefüttert wird - es sei denn, wir machen uns eigenständig auf die Suche nach den paar Brocken Wahrheit, die uns überhaupt zugänglich sind. Und wenn man zum Suchenden wird, wird man mithin auch zum Fragenden. Dann ändert der Fokus und es ändert die Wahrnehmung der Dinge. Man liest anders, man schaut anders hin, man hört anders hin. Und genau darum geht es: Wach sein, aufmerksam sein, Fragen stellen.
Ich äussere mich nicht zu den in gelben Westen gekleideten Demonstrierenden in Frankreich. Ich habe hierzu viel zu wenig recherchiert. Ich äussere mich zum verlinkten Video .
Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende!
Freundlich grüsst
Ingrid Kempf

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Ich hatte letztes Jahr das Vergnügen, mit einer Praktikantin aus Genf zusammenzuarbeiten und bin begeistert von ihrer Lebenslust, ihrem Humor und ihrem Sozialkämpfertum, die sie aus ihrer frankophon-städtischen Umgebung aufgesogen haben muss, wie Muttermilch, auch wenn ihre Mutter Deutsche ist und auch wenn sie sich für Politik überhaupt nicht interessiert.
Über die Franzosen, die nach Genf kommen sagte sie einmal kritisch, dass die immer reklamieren würden.
Da scheint also viel Wahres daran zu sein am Französischen Revoluzzer-Gen, das mit dem ebenso starken Massloses Feiern-Gen um Einfluss auf die Französische Seele und Befindlichkeit wetteifert!
In der Übergangszone zwischen der Deutschen Arbeits-Disziplin mit einem "Leben für die Arbeit" und der Französischen Auffassung von "Arbeiten, um zu leben" liegeN. N.icht Welten, sondern zuerst der Thurgau, dann irgendwann Bern und schliesslich eben Genf...

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H. A.
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Oliver Fuchs
Community-Redaktor
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Ich habe den doppelten Beitrag entfernt.

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lieber Herr A.
ich finde es auch schade, wenn Kontakte einfach verloren gehen und lasse Ihnen gerne meine mail-Adresse zukommen.
Infosperber.ch und nachdenkseiten.de kennen Leserbriefe, leider nicht rubikon.news. Aber die könnten sowas vielleicht auch einrichten. Diskussionen sind ohnehin ergiebiger unter Lesern mit ähnlichem Ziel und Hintergrundwissen. Auch bei KenFM gibt es Diskussionen.
Ich habe mich hier nur geäussert, weil ich viele Darstellungen als sehr manipulativ und oberflächlich betrachtete.
Wer sich die Mühe macht, kritische Texte hochkarätiger Autoren zu lesen oder entsprechende videos anzuschauen, wird Massenmedien, Universitätsspezialisten und Politiker einfacher durchschauen. Für mich stellt sich daher die Frage, ob und wie denn Menschen überhaupt dazu gebracht werden, sich informieren zu wollen. Die Republik hatte ich unterstützt, weil ich geglaubt hatte, dass sie dies anstreben würde. Nun, ich und wohl einige andere habe sich offensichtlich getäuscht.
Im Footer meiner mails verweise ich seit einem Jahr auf kritische Personen, Bücher, internetseiten, mit kaum einem feedback... Kritische Anregungen in Vereinen wurdeN. N.ie positiv augenommen, mails an Institutionen blieben unbeantwortet. Ich bin Skorpion und kann es nicht immer lassen, Fragen zu stellen. Das ist kurzfristig aber nie erfolgreich: man betrachtet mich als pinggligen Störefried. Es scheint, dass nur ähnliche astrologische Konstitutionen meine Intentionen verstehen können oder dass es den Schweizern einfach noch zu gut geht. Das heisst wohl: bis zur Krise zuwarten, dienigen unterstützen, welche sich der Lüge widersetzen und sich nicht durch schöne Namen voN. N.GOs einlullen lassen...

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Oliver Fuchs
Community-Redaktor
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Ich verbinde Sie beide gerne per Mail, damit Sie sich dort weiterhin und vertieft austauschen können. Habe ich Ihr Einverständnis dafür?

Betreffend der Plattform für Ihre Beitäge, kann ich Wordpress sehr empfehlen: https://de.wordpress.com

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Das erste, was ich täglich bei der ersten Tasse Kaffee lese, ist der Newsletter und bei der zweiten Tasse gehe ich zum Feed und lese den vielversprechendsten Text aus... Aber manchmal finde ich den im Feed gar nicht, wie heute der Artikel über Frauen in der Politik.
Muss ich daraus schliessen, dass der Feed händisch zusammen geklebt wird und ein übernächtigter Redaktionsmensch eben manchmal etwas vergisst?

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Oliver Fuchs
Community-Redaktor
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Danke für die Frage!

Der Artikel ist im Feed, gleich an zweiter Stelle nach dem Newsletter: https://www.republik.ch/feed

Der Feed wird, anders als die Magazinfront automatisch erstellt.

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«An der Bar» mit Cloé Jans

Das Thema der Unterhaltung finde ich interessant, relevant und wichtig. Mit der Auswahl der Gesprächspartnerin hätte ich jedoch etwas mehr inhaltliche Kompetenz gewünscht. Cloé Jans arbeitet bei einem Marktforschungsinstitut, in dem sie sich mit eidgenössichen Abstimmungen und dem Credit Suisse Sorgenbarometer befasst (Webseite). Gäbe es nicht AkademikerInnen, die sich mit Umwälzungen von Parteiensystemen, der Abschwächung von Volksparteien, Elektoratsverschiebungen und auch der Schweizer Parteienlandschaft besser auskennen? Mir fällt da spontan Prof. Dr. Silja H. ein, die sich genau mit diesen Themen beschäftigt und ihr im Frühjahr bereits interviewt habt. Ich fand die Ausführungen von Frau Jans meist eher oberflächlich und ich denke, dass eine Person, die sich beruflich mehr mit diesen Themen auseinandersetzt für dieses Thema spannender gewesen wäre.

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Klimacode: Eine Phantastische Dokumentation. Da sollte ein Buch oder eine Fernsehdoku drauss werden.

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A. C.
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Bezüglich 'Gilets Jaunes' und Reichensteuer in Frankreich bleibt doch auch anzumerken, dass die Schweiz als frankophones Nachbarsland noch immer die Pauschalsteuer kennt und dadurch zu Ungleichheit beiträgt. Die Pauschalsteuer gehört schweizweit abgeschafft.

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Der Grund fuer die Pauschalsteuer war, dass es zu schwierig sei, die Einkommen der internationalen Leute zu erfassen. Nun. Mit dem internationalen, irgendwie obligatorischen Steuerdatenausgleich ist dieses Argument hinfaellig geworden.

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Das war ja nicht der "Grund", nur die beschönigende Begründung für legalisierte Steuerhinterziehung. Aber jetzt ist das wirklich hinfällig!

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Liebes Republik-Team

Nun will ich mich doch noch einmal zur Teilen-Funktion äussern. Es stört mich sehr, dass ihr mir mit Whatsapp, Fb und Twitter drei Services vorschreibt und ich eigentlich nur beim Mail die Wahlfreiheit des Dienstes habe. Bei der App fehlt mir die Browserleiste und der Link ist nur über Umwege zu kopieren.

Warum nutzt ihr nicht die interne Teilenfunktion von Smarphones? Oder wenigstens ein "Link in die Zwischenablage" Button (statt Twitter, wer braucht schon Twitter ausser Journalisten und die Politikerinnen??)

Liebe Grüsse und merci für eure Arbeit

Aurel

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Oliver Fuchs
Community-Redaktor
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Guten Morgen. Danke für das Feedback. Aber ich bin ein wenig verwirrt. Die App nutzt die interne Teilenfunktion, auf Android und iOS, bereits.

  • Den Link bekommen Sie in der App via "Teilen" und dann "Link in die Zwischenablage kopieren".

  • Haben Sie die aktuelle Version installiert?

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Thomas Preusse
Entwickelnder Journalist
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Haben da leider etwas inkonsequent programmiert. Beim Artikel teilen wird die Teilfunktion des Betriebssystem genutzt. Bei z.B. KommentareN. N.icht.

Habs als Bug erfasst: #231

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Progressiver Neoliberalismus (Fortsetzung)

Auf den Begriff gebracht wird voN. N.ancy Fraser eiN. N.eoliberalismus, der sich zwar als aufgeklärt und gesellschaftlich harmonieträchtig versteht und darstellt, in der Tiefenstruktur aber weitgehend dem höchst parteilicheN. N.eoliberalen Ökonomismus verhaftet bleibt – unabhängig davon, ob seine Protagonisten dies erkennen oder an ihre harmonistische, von realen gesellschaftlichen Konflikten weitestgehend abstrahierende Rhetorik selbst glauben. Nach Hillary Clinton in den USA verkörpert Emmanuel Macron diesen progressiveN. N.eoliberalismus m.E. exemplarisch für die Europäische Union des Lissabonner Vertrags. Von daher ist auch die bisherige Macron-Euphorie bei den (übrigen) EU-Granden zu deuten. Seit Lissabon tendiert die EU chronisch zur Konfusion eines fortschrittlichen bürgergesellschaftlichen Universalismus (Ihre treffliche Kurzformel: «republikanische égalité») mit der vor- oder gegenaufklärerischen Metaphysik des freien Marktes, wie sie fast schon doktrinär in den vier unantastbaren Grundfreiheiten des gemeinsamen Markts institutionalisiert ist. Die «Entzauberung des Hoffnungsträgers Macron» repräsentiert insofern die Entzauberung der ganzen harmonistischen Wirtschaftsdoktrin der EU. Dementsprechend gross ist in Brüssel das Entsetzen.

Die persönliche Integrität von Macron würde ich wohlgemerkt nicht bezweifeln, wohl aber, wie weit ihm in seiner «progressiv-neoliberalen» Gutgläubigkeit die oben angesprochene Differenz zwischen der (universalistischen) zivilisatorischen Ordnung der Dinge und der (strukturell parteilichen, also partikularistischen) neoliberalen Doktrin von «Wohlstand für alle durch nationale Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Standortwettbewerb» bewusst ist oder ebeN. N.icht. Auf begrenztes Differenz- und Konfliktbewusstsein weist hin, wie sehr Macron offenbar selbst vom Aufbegehren der Bürger überrascht ist. Viele Franzosen sind da wesentlich konfliktbewusster, da sie vom neoliberalen Harmonieglauben kaum infiziert sind.

Um den Kreis zur historisch gewachsenen französischen Protestkultur zu schliessen: Falls die Bevölkerung Frankreichs nachhaltige oder sogar revolutionäre politische Umdenkprozesse wirklich jeweils früher als andere Gesellschaften erfasst hat, so mag die Gelbwesten-Bewegung ein erstes Zeichen dafür sein, dass die neoliberale Doktrin ihre weltweite Ordnungsmacht zu verlieren im Begriff ist und womöglich bereits auf dem Sterbebett liegt.

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H. A.
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Gewiss ist „progressiver Neoliberalismus“ ein selbstwidersprüchlicher Begriff, also ein hölzernes Eisen, Herr A.! Er gibt sich als kulturell und gesellschaftlich fortschrittlich aus, transportiert aber unter der rhetorischen Oberfläche den marktradikal zugespitzten (Finanz-) Kapitalismus. Aber haben Sie nicht bemerkt, dass Nancy Frasers Ausdruck durchaus auch selbstironisch gemeint ist?

Wer meine systematischen Auseinandersetzungen mit dem Neoliberalismus kennt (etwa im Buch „Integrative Wirtschaftsethik“), wird wissen, dass ich ihn seit 30 Jahren oder länger ganz in Ihrer Weise kritisch sehe. Adressaten Ihrer kritischen Ausführungen wären hingegen eben die Protagonisten dieser selbstwidersprüchlichen Programmatik, deren zeitweiser politischer Erfolg ja gerade auf der harmonistischen Vernebelung aller realen sozioökonomischen Konflikte beruht.

Auch mit der Skepsis gegenüber der Gelbwesten-Bewegung gebe ich Ihnen ein Stück weit recht: Die Perspektive einer zivilisatorisch fortschrittlichen Bewegung ist erst eine Option; ob und wie weit sie eingelöst wird oder das Ganze in systemblindem Aktivismus endet, ist vorerst offen. Das wird sich wohl erst in einigen Jahren rückblickend genauer erkennen lassen.

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Da füge ich mich gern an!

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Aufstand der Peripherie – gegen den «progressiveN. N.eoliberalismus»!

Danke für diese überzeugende Interpretation der Gelbwesten-Bewegung, Herr Binswanger. Soweit ich es einschätzen kann, trifft auf der beobachtbaren Ebene alles zu, was Sie aufzeigen. Doch ich bin mir nicht ganz sicher, ob damit auch die tieferliegenden Zusammenhänge voll erfasst sind.

Zunächst halte ich Ihre Kernthese für sehr richtig und wichtig: In der Breite der Protestbewegung spiegelt sich vermutlich vor allem die Enttäuschung der durchaus hart arbeitenden unteren Mittelschicht über eine Reformpolitik, die chronisch einseitig zu Gunsten des renditesuchenden Kapitals im internationalen Standortwettbewerb und zu Lasten der breiten Bevölkerung läuft. Gewiss schwimmen im Proteststrom auch «identitäre» bis «proto-faschistische» (David Graeber) Gruppen mit, die es davon zu unterscheiden gilt. Aber wer die Gelbwesten-Bewegung pauschal dem Rechtspopulismus zuordnet und/oder als irrational abtut, verkennt ihre sachlichen Hintergründe, insbesondere die immer einseitigere Verteilung der Früchte der ökonomischen Entwicklung. Die Bürger_innen sind in solchen Dingen mehrheitlich nicht blöd und beobachten genau, was vor sich geht. Von daher ist die Gelbwesten-Bewegung kein «Backlash», sondern im Kern zu deuten als zivilisatorisch fortschrittlicher Bürgerprotest gegen die realpolitisch herrschende neoliberale Weltsicht und die ihr entsprechende Austeritätspolitik, wie sie mit Macrons Reformen innenpolitisch und vonseiten der EU-Kommission seit der Finanzkrise zuerst gegenüber Griechenland, aktuell gegen Italien und demnächst womöglich auch noch gegen Frankreich geübt wird.

Aus dieser Sicht braucht man sich – und jetzt komme ich zu meinem Punkt – keineswegs darüber zu wundern, dass die französische Protestbewegung nun ausgerechnet den Hoffnungsträger Emmanuel Macron trifft, und es kurzerhand so zu deuten, dass sie insofern «Symptom einer urfranzösischen Schizophrenie» des politischen Frankreichs sei, wie Sie es formulieren und protestgeschichtlich zu erklären versuchen. Das mag zwar mitspielen, aber der analytische Fehler steckt m.E. schon in Ihrem ersten Satz unter dem ersten Zwischentitel «Entzauberung des Hoffnungsträgers»:

«Vor gut anderthalb Jahren trat Emmanuel Macron auf die Weltbühne als historische Führerfigur eines Aufstands der Mitte, der den Rechtspopulismus besiegt».

Diese aus der damaligen französischen Wahlkonstellation entstandene Annahme selbst ist es, die m.E. der Entzauberung bedarf! Denn Macrons Programm ist weniger das «hoffnungsvolle Gegenmodell» und nachhaltige Gegenprogramm gegen den Rechtspopulismus als vielmehr wie überall Teil seiner Ursachen, und zwar von Anfang an. Am besten bringt das vielleicht Nancy Frasers Begriff des «progressiveN. N.eoliberalismus» auf den Begriff (nachzulesen hier:
https://www.blaetter.de/archiv/jahr…beralismus).
-- Fortsetzung folgt! --

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Danke für dieses Stück erstklassigen Journalismus.
Viele Zusamhenhänge sind mir jetzt klarer.
Wer viel in Frankreich unterwegs ist, kann erkennen, wie ausgezehrt die Provinz ist und wie dort, wo es keinen Tourismus gibt, alles zerbröselt. Aufgelassene Fabriken, Bahnhöfe, Dörfer, Tankstellen, Läden, Cafés, Restaurants. Fast nur noch alte Menschen bestimmen das Strassenbild.
Es wird schwer, diese Gebiete wieder in bewohnbare Lebensräume auch für die jüngeren zu verwandeln.

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H. A.
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H. A.
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«An der Bar» mit Monika Bolliger

Ich habe das Interview fast zu Ende gehört, weil vor dem Zugsfenster die idyllische Emmentalerlandschaft vorbeizog. Ich hätte mir Frau Bolliger präsizer und weniger einseitig gewünscht.

Der Umsturz der iranischen demokratischen Regierung Mossadegh wird zwar beiläufig erwähnt, hingegeN. N.icht, dass er primär nur einen von iranischen käuflichen Politikern ungerechten Vertrag zulasten des Volkes korrigieren wollte, erst als letzte Massnahme verstaatlichte. Nun, eine Verstaatlichung widerspricht natürlich den Wirtschaftgesetzen, würde aber vielleicht auch ausländische Profiteure zurückhaltender machen, mit korrupten Politikern Verträge abzuschliessen. Der vom amerikanischen Geheimdienst durchgeführte Umsturz mit Einsetzung des Diktator-Marionette Schah war sicher nicht legitim. Wer ist also primär verantwortlich für die jetzige Macht der Mullahs? Iran FÜHLT sich nicht vom Westen verarscht, er WURDE und WIRD verarscht. Wen wundert's, dass er um seine Sicherheit besorgt ist. Würde er sich von den amerikanischen Big Companies schön ausnützen lassen, den Amerikanern für wertlose US-Dollars billiges Öl verkaufen, wäre alles in Butter, wären Grösse und Religion kein Problem.
Demokratiedefizit? Dass ich nicht lache. Klar haben die Mullahs zuviel Macht. Ohne Repression aus dem Ausland wären sie kaum an die Macht gekommen und wohl auch wieder längst weggewählt. Die Iraner sind nicht religiöser als die Schweizer Christen. Immerhin gibt es im Iran eine gewisse demokratische Struktur. Frauen fahren Autos und führen selbstständig Geschäfte, können einfach die Scheidung einfordern und sind dann besser gestellt als die Schweizerfrauen, für aussehelichen Verkehr gibt’s die Ehe auf Zeit, in Tehran existiert eine im Internet offene Schwulenszene. Wie ist das in Saudiarabien??? Wie steht es mit der Berücksichtung der einzelnen Bürgerstimmen im ach so demokratischen Amerika, wo Politiker, Zeitung und Ausbildungen alle nur die Interessen der Reichen vertreten?
Gemäss der NZZ-Korrespondentin ist der Iran durch seine Provokation der Saudis für den Krieg im Yemen (weshalb soll ich das glauben, wo sind die chronologischen Details?) und somit generell für die Misere im Nahen Osten verantwortlich. Na, offenbar ist es etwas komplizierter... und zwischen zwischen den Zeilen kann der schon Informierte auch Anderes lesen, aber der Tenor ist klar: Iran ist schuld, und damit natürlich im Hintergrund die bösen Russen.

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und der zweite Teil...
Saudiarabien war zwar eine Oligarchie, pardon, Familienherrschaft, und ist jetzt eine Diktatur. So schlimm ist das nicht, man kann das gut verstehen, es gibt auch Businesswomen von Gattes Gnaden. Mohamman Bin Salman ist halt ein Heisssporn, ungeschickt, plump, vergleichbar wohl mit Trump. Offenbar kann aber der US-Geheimdienst und die amerikanische Waffen-, Öl-, Banken- und Industrielobby mit beiden gut leben, lenken sie doch die mediale Entrüstung auf einzelne Personen hin und von den eigentlichen Machtverhältnissen ab. Die Abkommen und massiven finanziellen Verflechtungen der USA mit Saudiarabien, das Interesse der USA an einer Destabilisierung und Krieg in der Region, die unbeschränkten Möglichkeiten der Geheimdienste sind keiner Zeile wert. Keine Erklärung auch, weshalb Assad vom Freund zum Feind der Amerikaner mutierte (er war immerhin Diktator eines prosperierenden und schuldenlosen Landes, wehrte sich halt gegen Pipeline-Diktate und Einflussnahme der Amerikaner, wollte sein Öl nicht ausschliesslich gegen Petrodollars verkaufen. Parallelen zu Lybien bieten sich an. Unwesentlich??? Die Frage ist, ob sich eiN. N.icht-diktatorisches Land der amerikanischen Einflussnahme durch ThinkTanks, NGOs, Stiftungen, politische und militärische Erpressung überhaupt entziehen kann. Wohl nicht. Die von der amerikanischen Spitzenpolitikern Victoria Nuland offiziell bestätigten 5 Milliarden Dollars für den Regime-Change in der Ukraine spricht eine deutliche Sprache? Um Demokratie und Rechte für die LGBT-community zu bringen? Wohl kaum, da könnten die USA in ihrem eigenen Land erst ein Vorbild werden.

Wer sich informieren will, fundiert und spannend, ist mit Michael Lüders' Büchern gut beraten, eines echteN. N.ahostexperten, nicht eines Propagandisten oder falls die Zeit dazu nicht reicht, mit einem wirklich aussagekräftigen Interview. Auch Jürgen Todenhöfer, Karin Leukfeld, Paul Schreyer, Rainer Mausfeld, Jens B., Daniele Ganser, Urs Gasche, Ulrich Mies, Ernst Wolff, Elias Davisson oder in den USA Noam Chomsky wagen darzustellen, was den Finanzeliten missfällt und werden deshalb als "Verschwörungstheoretiker" verunglimpft. Eine Auseinandersetzung mit den kritischen und begründeten Thesen findet natürlich nicht statt. 9/11 lässt grüssen.

Michael Lüders über Saudi-Arabien, Iran & Syrien: Armageddon im Orient
https://www.youtube.com/watch?v=1HY…N8&t=1445s

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Anonymous
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Guten Tag Frau H.

Herzlichen Dank für Ihre ausgewogene Berichterstattung welche mir von RA Stefan Bernard gesendet wurde.
Nach tendenziösen Medieninformationen werden Leute in meiner Situation weitgehend ausgegrenzt. Logische mögliche Konsequenzen sind Ihnen sicher bekannt. Deshalb scheint mir eine Zusammenarbeit von mutigen Medienschaffenden mit Hafterfahrenen zu keiner Zeit sinnvoller als heute. Auch Kono W. (Richterbeisser) ist begeistert von Ihrem Bericht. Wir werden für die REPUBLIK werben.

Beste Grüsse
A. Z.

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Merci Herr Binswanger. Das hab ich genau gebraucht.

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Mir fehlen zwei Punkte bei diesem Artikel:

  1. Wie repräsentativ sind diese 42 Forderungen, welche da immer wieder auftauchen?

  2. Wie sehr wird diese Bewegung von ausländischen Kräften beeinflusst (oder ebeN. N.icht)?

Ich selbst habe bei eigenen Recherchen auch noch keine klare Antwort darauf erhalten. Vielleicht wurden sie deshalb auch ausgeklammert?

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Lieber Herr M., lieber Herr Biland. Erlauben Sie mir der Frage nach den ausländischen ManipulationeN. N.achzugehen. Ich glaube wir müssen hier präzise nach Plattform unterscheiden. Facebook ist derzeit die Hauptmobilisierungsplattform der GiletJaunes. Hier gibt es wenig Anzeichen von ausländischer Einwirkung, zumal Herr Zuckerberg (dem VernehmeN. N.ach) solche Einflüsse mit Künstlicher Intelligenz zu stoppen versucht (zumindest was die Werbung anbelangt). Mobilisiert wird über die "Facebook Gruppen" und das Live-Format "Facebook Live", diese Inhaltstypen werden algorithmisch bevorzugt, weshalb die Newsfeeds vieler französischer Facebook-User derzeit gerade geflutet werden von Aufnahmen und Gruppenaktionen der GiletJaunes. Ausländische Einmischung findet sich eher auf Twitter. Allerdings konnte noch keine konzertierte, koordinierte AktioN. N.achgewiesen werden. Es twittern sowohl polnische Nationalisten, als auch türkische Breaking News, AfD-nahe Accounts sowie Alt-Right-Trolle zu den GiletsJaunes-Protesten. Relativ unkoordiniert. Paul Watson, der für das rechtsextreme Infowars arbeitet und 1 Million Follower hat, hat 8 Tweets zu GiletJaunes abgesetzt. Ich würde daher sagen, es gibt durchaus internationale Accounts mit grosser Reichweite, die derzeit zu Frankreich twittern. Aber nicht in einer "Astroturfing"-Aktion, um ein Momentum kreieren. Zumindest ist es noch nicht nachgewiesen. Ich empfehle auch die interessante Lektüre voN. N.etzpolitik: https://netzpolitik.org/2018/ein-bo…nsdebatte/ 2017 gab es aber durchaus orchestrierte Versuche gegen den damaligen Kandidaten Emmanuel Macron der internationalen Rechten (vorbereitet auf "Discord") mit dem Ziel Frankreich zu destabilisieren und Emmanuel Macron zu verhindern. Diese könnten vielleicht wieder auf den Zug springen.

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Das sind beides legitime Fragen. So weit ich weiss, sind diese 42 Forderungen wenig repräsentativ. Sie zirkulieren im Netz, sind aber nicht das Ergebnis einer Konsultation, Abstimmung oder sonst etwas. Was die echten Forderungen sind, so scheint mir, lässt sich bisher nur aus Statements, Reportagen, Social Media-Beiträgen filtern - mit der entsprechenden Unschärfe. Da steht die "Kaufkraft" ganz massiv im Zentrum, soviel ist klar.
Was ausländische (russische) Manipulationen anbelangt, so scheinen sie tatsächlich zu existieren, aber es ist schwer vorstellbar, dass sie eine wichtige Rolle spielen. Der Ort der Bewegung ist die Strasse, und da kann man keine ausländischen Trolls hinschicken. Auch die wichtigsten Stimmen auf Facebook sind echt.

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Der Artikel über die Situation in Frankreich ist sehr gut zusammengefasst und zeigt die verwirrende Komplexität des Phänomens der "gilets jaunes" sehr gut auf.
Aus der Sicht eines Frankophilen, der im Languedoc seit über zwanzig Jahren einen pied-à-terre hat, möchte ich einige Gedanken dazu äussern.
Ich habe mich sehr mit der Geschichte dieser Region befasst und kann die gesellschaftspoltisichen Veränderungen seit über zwanzig Jahren beobachten, natürlich immer in der Rolle des "étranger" und mit einem begrenzten Blick auf ein begrenztes Gebiet.
Dass die französische Bevölkerung eine lange Tradition mit Aufständen hat, ist bekannt. In Südfrankreich sind vor allem die Aufstände der "Camisards" in den CévenneN. N.och in der kollektiven Erinnerung. Und bereits vor über 100 Jahren hat sich der Aufstand der Weinbauern angesichts der damaligen Kommunikationsmöglichkeiten erstaunlich rasch ausgeweitet. Er wurde dann brutal niedergeschlagen. Eine Wunde, die bis heute nachwirkt. Dass die neuen sozialen Medien in der aktuellen Situation eine ganz entscheidende Rolle spielen, kann wohl nicht genug betont werden.
Was mich immer fasziniert - weil ich es nicht nachvollziehen kann - ist die Ambivalenz der französischen Bevölkerung gegenüber ihrem "König". Sie suchen, geniessen und brauchen den Herrscher und seinen unsäglichen Pomp und wollen ihn gleichzeitig auf dem Schaffott sehen.
Die Infrastruktur wurde im Languedoc in den letzten Jahren sehr verbessert, nicht zuletzt auch mit Hilfe der EU. Es ist auch eine Tatsche, dass die Gemeinden für die Bevölkerung einen Service bieten, der in einigen Bereichen besser ist als bei uns in der Schweiz.
Wenn man Berichte hört von maroder Infrastruktur und darnieder liegendem Service public, zum Beispiel in England und in Italien, so erstaunt der Aufstand in Frankreich schon. Aber eben, die Tatsache, dass viele Menschen in Frankreich prekär leben müssen und dass Niedriglohnarbeit ein grosses Problem ist, wiegt offensichtlich viel schwerer.
Grundsätzlich vermute ich aber als treibende Kraft hinter diesem Aufstand den Ausdruck eines lang angestauten Unmuts über die immer offensichtlichere soziale und ökologische Destruktivität des neoliberalen Kapitalismus. An der Lösung dieser drängenden und fundamentalen Frage wird sich die Zukunft Frankreichs und Europas entscheiden.

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Lieber Herr Binswanger, vielen Dank für den Artikel. Eine kleine Bemerkung bzgl diesem Satz: 'Der Slogan, dass das Ende des Monats für die normale Bevölkerung das grössere Problem sei als das (ökologische) Ende der Welt, bringt den Sachverhalt auf den Punkt.'
Entweder ist mir dieser Slogan entgangen, oder er wird hier falsch aufgegriffen: Dieses Wochenende stand überall: 'la fin du mois, la fin du monde, (c'est) le même combat' (gross auf facebook und Mediapart dieses Wochenende). Ob Sie den Satz nun den bobos parisiens zuschieben wollen und den Rest anders darstellen wollen, überlasse ich Ihnen. Allerdings ist meine Wahrnehmung, dass der Sachverhalt genau durch die nicht-Hierarchisierung der beiden Probleme auf den Punkt gebracht wird.

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hier noch ein Link zu einer guten Diskussion, die das obige Thema (und weitere) aufgreift - auf Französisch, hoffe, das klappt: https://www.youtube.com/watch?v=3km…e&index=20

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Herr Binswanger, das ist nobel von Ihnen, dass Sie auf den Artikel von David Graeber hinweisen, obwohl dieser genau das ins Zentrum stellt, von dem die Republik, auch Sie, nichts wissen wollen: Die finanzialisierte Wirtschaft, in deren Zentrum die private Kreditgeld-Schöpfung steht. Solange hier keine System-Reform angepackt wird, wird die SegregatioN. N.ur immer zunehmen.

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