Die Republik ist nur so stark wie ihre Community. Werden Sie ein Teil davon und lassen Sie uns miteinander reden. Kommen Sie jetzt an Bord!

DatenschutzFAQErste-Hilfe-Team: kontakt@republik.ch.



Bildung ist eine enorm wichtige und nährende Quelle.

Hier gibt es eine sehr interessante Vision des Cardano Netzwerks.

https://africa.cardano.org/

0
/
0

Diese Frau weiss, wovon sie spricht. Es ist ja ein sehr trauriges Kapitel, dass - nicht nur Frankreich - die ehemaligen Kolonialmächte, nachdem sie, gezwungen durch die Weltmeinung und vor allem durch die damalige Sowjetunion, endlich ihre afrikanischen Kolonien "in die Unabhängigkeit entlliessen", dies nur dem Schein nach taten. Am Schlimmsen war ja die Einmischung Belgiens im Kongo: Sie haben ja mit Hilfe der CIA den mutigen, sehr gebildeten ersten frei gewählten Präsidenten, der die wirkliche und nicht nur die "erklärte" Unabhängihkeit seines Landes wollte, brutal ermorden und durch einen genehmen Diktator für ihre Interessen ersetzen lassen.
Und so geht die Ausbeutung, wie Frau Nathalie Yamb überzeugend schildert, einfach mit neuen Tricks und mit gekauften Leuten unvermindert weiter.
Frau Yamb ist eine sehr engagierte, selber überlegende und kritisch denkende, kurz eine grossartige Frau. Hoffentlich findet sie endich bei uns wie in Afrika Gehör, denn sie will, dass diese Länder endlich wirklich und nicht nur formal unabhängig werden, was ja eigentlich eine Schweizer Regierung unterstützen sollte. Aber wie deren Verhalten bei der Abstimmung über die Konzernverantwortungsinitiative gezeigt hat, unterstützt sie lieber die Interessen der Konzerne. Wann hört diese Dauerkolonisierung endlich auf!?
Liebe Fau Yamb, es gibt viele Menschen in der Schweiz, die so denken wie Sie. Nur leider haben - vorläufig noch - die andern die Macht in Händen. Ihnen wünsche ich weiterhin so viel Kraft, Ausdauer und Willen, damit sich die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung in Afrika und weltweit durchsetzen können. Vielen Dank für Ihren unermüdlichen, selblosen Einsatz!!

79
/
2

In diesem eindrücklichen Porträt einer mutigen und engagierten Frau werden die komplexen Verflechtungen und weiter bestehenden massiven Einflussnahmen der ehemaligen Kolonialmächte – und da zähle ich die Schweiz als sehr profitierende Mitläuferin dazu – sehr erhellend aufgezeigt. Einige Zusammenhänge sind mir deutlicher geworden. Und auch wenn die Verflechtungen sehr kompliziert sind, so gibt es keinen Zweifel, dass weiterhin enorme Ungerechtigkeiten bestehen, Menschenrechtsverletzungen in Kauf genommen werden, Korruption geduldet und gefördert wird und grosse Abhängigkeiten aufrecht erhalten werden.
Es müsste vielleicht noch deutlicher gesagt werden, dass die rechtsextremen PolitikerInnen in verschiedenen Ländern der sog. ersten Welt aus ganz anderen Gründen als die von Frau Yamb erwähnten gegen die Entwicklungshilfe wettern. Es geht ihnen sicher nicht um das Wohl der AfrikanerInnen. Auch wenn sie die Migration vordergründig bekämpfen, so sind ihnen MigrantInnen als rassistische Feindbilder sehr willkommen und dienen so ihrem Machterhalt. Und die Wirtschaft, das zeigt ja auch die Politik von Cassis, möchten in der sog. Entwicklungshilfe nur dort zahlen, wo grosser Profit zurückkommt.
Die Rolle von Russland und vor allem von China wird in diesem Beitrag nur am Rande erwähnt. Ich fürchte, dass Afrika hier vom Regen in die Traufe gerät. Viele Berichte weisen jedenfalls darauf hin, dass China im Begriff ist, Afrika mit seinen ungeheuren Ressourcen zu seinem eigenen Profit und Machtzuwachs zu übernehmen.
Der Kolonialismus scheint kein Ende nehmen zu wollen.

44
/
0

Vielen Dank für diesen Artikel.
Derzeit arbeite ich für eine Hilfsorganisation in Westafrika. Viele der Aussagen im Artikel sprechen mir aus der Seele und bestätigen meine Beobachtungen vor Ort.
Ich war so enttäuscht, dass meine schweizer Wahlheimat die Konzernverantwortungsinitiative nicht durchsetzen konnte. Es wäre ein Meilenstein für eine ernsthafte Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten und die dringend notwendige Regulierung von ausbeuterischen Praktiken gegenüber der Zivilbevölkerung gewesen.
Die Unterscheidung zwischen staatlicher und privater Entwicklungshilfe halte ich ebenfalls für dringend notwendig. Ich halte staatliche Entwicklungshilfe eher für eine Form von Korruption, Schweigegeld, Trostpflaster usw. als einen strukturellen, nachhaltigen Nutzen für die Armutsbekämpfung und Entwicklung zu erkennen.
Europa nimmt sich Ressourcen, schottet seine Märkte ab und schickt im Zweifelsfall Rüstungsgüter in Krisengebiete. Ich kritisiere diese Praktiken wenn ich in Europa bin, weil sie nichts mit meinen Werten zu tun haben, die ich durchaus auch mit Europa assoziiere. Ich unterstützte private Entwicklungshilfe und schicke mich auch mal selbst als Unterstützung im Kamp gegen Armut und Hunger, aber auch als Zeichen, dass europäische Solidarität eben nicht aus pervertierte Staatshilfe, Druck und Zwang und Ausbeutung besteht.
Mein erster Einsatz in Westafrika hat meine Sichtweise in allen Punkten bestärkt. Neu hinzu gekommen ist meine Ablehnung des FCFA und der Francafrique, die ich für reine Blockade- und Bereicherungspolitik halte und moralisch verkommenen Elementen wie Boko Haram und dem IS den Boden ebenen und die Türen öffnen. Natürlich soweit weg, dass Europäer einerseits betrübt den Kopf schütteln und andererseits unbeteiligt mit den Schultern zucken können.

39
/
0

Besten Dank für diesen Artikel. Wenn ich mir die Geschichte meines Grossvaters vor Augen führe, welcher jahrelang für eine belgische Palmöl-Firma in den 1920er Jahren im damaligen belgisch Kongo gearbeitet hat, dann wundern mich die im Artikel beschriebenen Zustände nicht.

De facto wurden die Strukturen und Mechanismen des Kolonialismus nie wirklich beseitigt. Sie haben einfach nur andere Gesichter und Kompensationsmechanismen. Erschütternd ist ja die Tatsache, dass seit Generation Jahrtausend alte Kulturen und innerhalb kurzer Zeit vollständig zerstört wurden. Dieses Vakum wird noch immer ausgenutzt, von wem und wie auch immer.

Fact ist auch, dass wir alle davon profitieren. Viele von uns haben aber nur einen Bezug zu Afrika: über die Edelmetalle, welche in unseren Handys eingebaut sind. Und auf diese verzichtet die Mehrheit nicht. Handel auf Augenhöhe mit Afrika war nie unser Ziel, auch wenn es uns so präsentiert wird. Denn wenn das so wäre, dann könnten viele von uns sich keine elektronischen Apparate für den Alltag leisten. Das würde heissen "Verzicht-zugunsten-von", und das ist das allerletzte was wir wollen. Dem andern soll es auch gut gehen, aber mir besser. Und so geht es nicht.

Danke für den Mut und ihre Offenheit, Frau Yamb.

39
/
0

Vielen Dank für dieses sehr informative Interview zu einem Thema, über das man in der Schweiz selten Aufschlussreiches liest. Eine Bemerkung zur staatlichen Entwicklungshilfe: Vielleicht könnte man hier noch ein wenig mehr differenzieren. In der Schweiz zum Beispiel werden auch Programme privater Entwicklungsorganisationen über Bundesgelder finanziert. Man kann also die private und die staatliche Entwicklungshilfe nicht so einfach auseinander dividieren. Viel Entwicklungshilfe-Geld fliesst mittlerweile auch direkt zu privaten multinationalen Unternehmen, mit dem ihre Aktivitäten in Empfängerländern gefördert werden sollen. Was hier genau wie in Bezug auf welche Ziele für wen genau nützlich oder schädlich ist, verdiente vielleicht noch eine etwas genauere Analyse.

31
/
1

Danke für diese klaren Worte. Diesem Thema, bin ich letztes mal, bei Jean Ziegler begegnet. Er benennt den weitergehenden, verdeckten Kololnialusmus ebenfalls.
Es ist gut, dass darüber informiert wird. Wir alle (nicht nur die afrikanische Bevölkerung) müssen wissen! Die KVI sagte viel aus, die Hoffnung, dass einige und wer weiss vielleicht sind es irgendwann genug, des „Volkes“ begreiffen, dass wir alle zusammen gehören, besteht.
Informationen dazu, wer beeinflusst durch was. Wieviel Geld geht in welchen Lobbismus ist von grösster Wichtigkeit!
Darum Danke Frau Yamb, danke Republik!

28
/
0
X. D.
Student der Geschichtswissenschaften
·

Spannend dazu wäre eine Analyse zur Position Chinas in Afrika, was ich mir sehr wünschen würde!

24
/
1

Gutes Interview! Im Umgang mit Afrika (aber nicht nur) zeigt sich die von der FDP viel gerühmte Eigenverantwortung der Unternehmer. Siehe übrigens auch "Anstalt" vom ZDF zum Thema Schoggi vom letzten Dienstag. Da hilft der Rücktritt von Petra Gössi auch nicht weiter.

20
/
0

Wer mehr über das Thema erfahren möchte, dem kann ich das Buch In Afrika: Reise in die Zukunft von Alex Perry nur wärmstens empfehlen. Mein Bild von Afrika hat dieses Buch jedenfalls gründlich geändert.
Sein Fazit: Afrika wäre längst in der Lage sich selbst zu helfen, wenn man es endlich in Ruhe lassen würde.

15
/
0

Zu Fazit: Sehe ich auch so, gleichwohl wie unsere Landwirtschaft.

1
/
0

Vielleicht gibt es zu viel Schwarz-Weiss-Denken, wenn man von Afrika spricht?

Seit Frantz Fanon 1961 "die verdammten dieser Erde" geschrieben hat, hat sich wenig geändert: "Die nationale [afrikanische] Bourgeoise, liiert mit Europa, bleibt fest entschlossen, von der Situation zu profitieren. Die riesigen Gewinne, die sie durch die Ausbeutung des Volkes [und seiner natürlichen ressourcen] gewinnt, werden ins Ausland exportiert. Die junge nationale Bourgeoise misstraut dem Regime, das sie errichtet hat, oft mehr als die ausländischen Gesellschaften. Sie weigert sich, auf dem nationalen Boden zu investieren, und zeigt gegenüber dem Staat, der sie schützt und ernährt, eine bemerkenswerte Undankbarkeit. Auf europäischen Märkten erwirbt sie ausländische Börsenwerte, verbringt das Wochenende in Paris oder in Hamburg.“

Der Kolonialherr hat die Politik befreundeten Afrikanern überlassen, um einem wahren Kampf um Afrikas Eigenständigkeit zuvor zu kommen. Wurden bei der "Unabhängkeit" 1960 die kolonial angeeigneten Eigentumsrechte umverteilt? Genau so Verträge, die kolonile Eigentumsrechte aufrecht erhalten, habe ich lange gesucht - danke für den Link!

Wir müssen nicht zwischen dunkel- oder hellhäutigen Menschen unterscheiden, sondern zwischen Leuten, welche mit aller Kraft Privilegien auskosten und erhalten wollen (hier mag schwarz und weiss gut zusammenarbeiten), und Leuten, die für eine liberale und ausgeglichenere Wirtschaft kämpfen. Afrikanische Politiker, welche (kolonial-aufgebaute) europäische Unternehmen enteignen wollten, wurden in Zeiten vom "kalten Krieg" wohl einfach als Sozialisten diffamiert und mit Unterstützung eines ausländischen Gemeindienstes irgend ein General zum Herrscher geputscht. Es würde mich freuen, wenn die Republik diese etwas pauschale Annahme etwas fundierter thematisieren kann. (Und mit Nathalie Yamb würde ich gerne alternative Währungskonzepte diskutieren, danke für diese CFA-Kritik!)

15
/
0

War dieser Lorenz Furrer nicht das Vorbild für Baby Jails Tubel Trophy ?
Eine mutige und starke Frau, auch wenn man nicht mit allem einverstanden sein muss.
Guinea hat seit seiner Loslösung vom CFA ganz sicher keine Fortschritte gemacht, sondern orientiert sich weiter nach unten im Index der menschlichen Entwicklung - Platz 178 von 189.
Dass sich die Rechtsextremen für eine Beendigung der Entwicklungshilfe einsetzen,hat leider auch ein "Gschmäckle" insofern, dass dies den Geldgebern dieser Gruppieungen die Installation von Diktatoren und Diktatorinnen bedeutend erleichtern würde; ein gerne vergessenes Beispiel ist Liberia, das mit US-Geldern scheinbar als unabhängiger Staat unterstützt wurde - und sogar vom KKK Spenden erhielt !
Ich finde es sehr gut, dass Frau Yamb das Gespräch mit Europa nicht verweigert, warne aber explizit vor China, das in Schwarzafrika mit seiner Politik durch seinen dümmlichen Rassismus mehr Probleme schafft als das heutige Frankreich.

12
/
2

Hier noch etwas für unsere "Kultur"freunde:
https://www.dw.com/en/the-racist-fa…a-46223068

0
/
1
Joerg Hofstetter
Wissenschaftler
·

Danke für diesen sehr spannenden Einblick. Die politischen Interessen Europas sind G. Und neben denen Europas spielen weitere grosse Interessen (z.B. Chinas, der USA, transnationaler Organisationen etc.) ebenfalls eine bedeutende Rolle für Afrika.

10
/
0

Interessant, Frankreich ist in Europa auf der Seite der Jammerer und Subventionsbezueger, und macht in Afrika immer noch auf Kolonialmacht. Allerdings dazu passend, die von Frankreich gewünschte Mittelmeerunion, unter dem Vorsitz von Frankreich natürlich.
Was die EU auch noch macht, ist die subventionierten Agrarueberschuesse in Afrika auf den Markt werfen, um so lokale Bauern zu demotivieren. Die können natürlich nicht günstiger produzieren, wie containerweise abgeladene Hühner oder sonst was. Während wir uns gut und grosszügig fühlen dürfen den armen Afrikanern mit ein paar Hühnern zu helfen. Bei uns in der Schweiz ist es noch dicker. Wenn sich Konzerne bei uns von Grosszügigkeit umreissen lassen und ein paar Hühner in ein Krisengebiet liefern/spenden, dürfen sie zur (gewichtsmaessigen) Kompensation 1A argentinisches, oder paraguaiisches Weide-Rinderfleich importieren. Lieb von denen sich zumindest grosszügig zu fühlen.
Es ist eher unwahrscheinlich, dass sich die wohlfuehl Entwicklungshelfer von ihren Wirtschaftsgespänchen trennen.

8
/
1

Völliger Quatsch. Frankreich und Italien, die treibenden Kräfte der angedachten Mittelmeerunion sind beide Nettobezahler.

7
/
1
S. H.
· editiert

Nicht deckungsgleich, aber fast identisch. Gestern auf arte/ard:
"Boom und Crash", ein Film von Rupert Russell. Der Umgang des Westen mit Rohstoffen an der Börse und die folgenschweren Auswirkungen davon auf die Welt.

9
/
2
Rolf Müller
Action Anthropologist
·

So funktioniert er also, der moderne Kolonialismus nach der erkämpften "Unabhängigkeit" ehemaliger Kolonien...
Die brutale Grobschlächtigkeit der Sklaverei ist abgelöst worden von der sogenannten "Hilfe für Afrika", mit "Governmental Organisations", Multinationalen Konzernen, Uber, Google, Amazon, Facebook usw.
Und dann gibt es weiterhin eine Pseudo-Alternative mit China und Russland, die sich ebenfalls "modernisiert" haben.
Für afrikanische Autonomien bedeuten diese Entwicklungen nichts Gutes, bzw. eine Fortführung von Bedeutung und Status ganz unten der globalen Macht-Pyramiden, mit den Supermächten an den Spitzen.
Da die erste, zweite und dritte Industrialisierung dort passierte, wo die Energie produziert werden konnte, also entlang der Fluss-Läufe, oder dort, wo die Kohlevorkommen lagerten, wird sich die vierte Industrialisierung dort ereignen, wo die "Erneuerbaren Energien" geerntet werden können, allen voran aus Sonne und Wind.
Das wird dort sein, wo Wüsten zuverlässige, solare Bandenergie fliessen lassen, also beispielsweise in der Sahara, in der Atacama-Wüste, in Newada, in den Wüsten Austaliens, usw.
Mit seinem ungeheuren Sonnen-Reichtum hält Afrika die "Trumpfkarte für die Zukunft" in der Hand! In Marokko hat mit dem ersten solarthermischen Grosskraftwerk diese Zukunft bereits begonnen, und deutsche Ingenieure haben mit Know How und Technik dabei mitgeholfen, IM AUFTRAG der Afrikaner.

2
/
0
Rolf Müller
Action Anthropologist
·

Und noch eine Zugebe über solarthermische Kraftwerke:
https://www.youtube.com/watch?v=ZvdENQ5KMjo

1
/
0

… und immer noch lohnt es sich den Film von Wagenhöfer aus dem Jahre 2008 anzuschauen.
Frau Yamb wünsche ich ein langes Leben.

3
/
2
Anonym 1
· editiert

Nach dem Patzer mit dem Polizisten (ich hoffe Sie haben sich das Video angeschaut und überlegen sich vlt. Foucault zu lesen), finde ich das hier einen wirklich kritischen Artikel, vielen Dank.

2
/
4
seit 2018

Republik AG
Sihlhallenstrasse 1
8004 Zürich
Schweiz

kontakt@republik.ch
Medieninformationen

Der Republik Code ist Open Source