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Beiträge zu «Die entblösste Nation»

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Anonymous
Fritz Hofer
·

Es ist traurig, dass hier die Antisemitismuskeule gebraucht wird.
Silberstein, egal welche Nationalität und Religion er hat, hat 2017 nachweislich eine Schmutzkampagne gegen Kurz gemacht. Und das Strache-Video entstand genau 2017, es ist also naheliegend Silberstein dahinter zu vermuten. Dies hat nichts mit Antisemitismus zu tun.

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Hi Fritz Hofer. Ich stimme dem völlig zu. Kann nicht verstehen wer diesen Kommentar disliked

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Das Filmmaterial der Staatsanwaltschaft zu übergeben, hätte ebenso Verantwortung bedeutet. Wir sehen und hören nur den Teil, der veröffentlicht wurde. Ob diese Situation dem Vertrauen gedient hat, darf bezweifelt werden. Letztendlich zwingt es die politisch wirkenden Menschen sich nur noch mehr abzuschotten und im Kreise Ihresgleichen zu bewegen um nicht Gefahr zu laufen, dass jemand mittels kleiner versteckten AlexaBox das Gespräch mitverfolgt.
In diesem Fall, wurde wohl eher die «4te Macht» dazu benutzt etwas aufzudecke(l)n.
Was bleibt ist ein schaler Geschmack. Ganz egal aus welcher Perspekte.

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Wie heisst es so schön: Die Wahrheit kommt irgendwann ans Licht. Gut so, denn damit kann sich kein Wähler rechts populistischer Parteien mehr den Mantel des Protestwählers anziehen. Denn, sie wissen, was sie tun!
Übrigens: Wer wissen will, wie gute Satire funktioniert, kann "Willkommen Österreich" von gestern Abend nachschauen. Herrlich, wie Stermann - Grissemann das Video nachstellen.

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Es mag sein, dass der Fall Tal Silberstein von Antisemiten benutzt wird. Es ist aber doch ziemlich verkürzt zu sagen, dass wenn Kunz die FPÖ mit Silberstein vergleicht, er eine antisemitische Chiffre braucht. Was Silberstein tat, ist - völlig unabhängig davon, wer er ist - ein Riesenskandal, genau wie die ganze Anti-Kurz-Kampagne der SPÖe problematisch, um nicht zu sagen widerlich ist. Auch Ihre Autorin stellt ja Kurz in eine Reihe mit den Rechtnationalen. Ich weise einfach darauf hin, dass Kreisky drei SS-Minister in seinem Kabinett hatte, dass er Friedrich Peter, den FPOe-Führer und Nazi gegen Wiesenthal verteidigte, Wiesenthal Zusammenarbeit mit der Gestapo vorwarf und die Juden ein mieses Volk nannte. Kreisky und nicht die Türkisen (saeinerzeit noch Schwarzen) haben die FPOe salonfähig gemacht. Als die OPEC-Minister in Wien als Geiseln genommen wurden, liess Kreiky die Geiselnehmer ausfliegen, unter der Bedingung, dass sie die österreichischen Geiseln freilassen. Die SPÖ mit ihrer Günstlingswirtschaft in Wien ist in Sachen Korruption und Rechtsdrall (Burgenland) durchaus mit der FPÔe vergleichbar, auch wenn man am 1. Mai auf dem Rathausplatz "Brüder zur Sonne, zur Freiheit" singt, das ist reine Folklore und Augenwischerei. Ich finde es auch höchst problematisch, dass Kunz mit Strache eine Koalition einging, er darf aber sicher darauf hinweisen, dass die ÖVP nicht einfach die Bösen und die Sozialisten die Lichtgestalten sind, und dazu darf er auch den Fall Silberstein erwähnen.

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Mir wird einfach nur schlecht, wenn ich solche Videos sehe und den Text von Frau Khorsand lese. Es ist immer dasselbe Theater in Österreich: die Politik ist widerlich (und erst die Männer in der Politik!), die Presse ist widerlich, der Antisemitismus ist widerlich. Es tut mir auch so leid für die guten und klugen Leute in Osterreich, die ich kenne und schätze. Als Ex-Österreicherin schäme ich mich fremd. Warum kriegt dieses wunderschöne Land nicht endlich mal eine anständige Regierung hin?

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Die Antwort auf Ihre abschließende Frage habe ich auch lange gesucht... und letztendlich auch gefunden. Ich musste lange und tief graben.
Falls Sie (oder jemand hier) Interesse haben, kann ich mein Essay dazu gerne teilen.

Und glauben Sie mir: Dieses Fremdschämen dauert in Ö schon länger als Sie glauben:

"Ich habe mich mein Lebtag geschämt, ein Österreicher zu sein, und nie mich dieser Scham geschämt, wissend, dass sie der bessere Patriotismus sei."
Karl Kraus (Die Fackel - ca. 1920)

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So schön, Danke!

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lieber Herr Egger, ich wanderte als junge Deutsche Bürgerin in die Schweiz aus, weil ich mich schämte "Deutsche" zu sein...kritikfähig zu bleiben, ist der erste Schritt zur Besserung, dh. über Fehler zu reflektieren und zu wissen, wie man es besser machen soll. Egal in welchem Staat, sind es immert die einzelnen Bürger, die eine Regierung wählen und dann dazu stehen sollen, bzw, sie wieder abwählen, wenn es nicht stimmt, bevor es zu spät ist. Erst das ist fatal und irreversibel, so habe ich es mir wenigstens als Deutsche ein Leben lang gemerkt....solange man etwas ändert ist das doch gut.....für Österreich

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Ich würde Ihr Essay gerne lesen. Wie machen wir das? Und Kraus.... ja, das passt zu ihm.

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Welche Nation hat sich noch nicht entbösst?
Übrigens: Nicht wir Querulanten führen unser sehr gut organisieres Verbrechen vor, das macht die Überzeugungstäterschaft hervorragend selber. Wir Amokrentner, St.-Ursen-Brandstifter, Richterbeisser usw. haben diese Leute lediglich dazu provoziert.

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Durch einen Klaps auf den Hinterkopf und eine moralische Standpauke wird das braune Gedankengut nicht verschwinden. Leider.
Die genauere Beleuchtung der (B)österreicher hat Frau Khorsand ja schon letztes Jahr in einem Artikel hier durchgeführt. Danke auch dafür.
Es wird auch nicht lange dauern, bis sich die FPÖ von diesem Schlag erholt hat. In den Burschenschaften des Landes wird schon der Nachwuchs für die nächste Generation an starräugig blickenden Seitenscheitelträgern gezüchtet.
Bisher konnten wir uns darauf verlassen, dass keiner (außer Haider) intelligent genug war, um sich länger in der Spitzenpolitik zu halten.
Mir bleibt jetzt nichts anderes als mich zurückzulehnen und genüsslich zu beobachten wie unsere noch-Regierung von einer Peinlichkeit in die nächste stolpert. Auch das ist typisch österreichisch.

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Sie haben recht - leider.

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Ein gutes Beispiel wie die Republik auch auf hochaktuelle, und wirklich relevante Neuigkeiten rasch und in der nötigen Tiefe eingehen kann.

P.s. danke an die Macher des Videos für den wunderbar ehrlichen Einblick in die Weltansicht dieser Menschen!

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Ja, Anlass, Inhalt, Tiefe und Timing passen unglaublich gut. Ich habe mir eine solche Aktualitäts-Frage beim Brand von Notre-Dame gestellt und jetzt eine überzeugende Antwort bekommen. Weiter so!

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Im Unterschied zu vielen anderen Artikel macht dieser den Eindruck eines „gefundenen Fressens“. Er könnte auf Ibiza geschrieben worden sein.

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Wieso das denn? Diesen Eindruck teile ich mitnichten.

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Ich bemängle die Tonalität und die etwas gesucht anmutende Argumentation des Textes. Tobt da so was wie ein Originalitätswettbewerb? Aber: Man muss nich immer einer Meinung sein.

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P. K.
· editiert

Wie kommt es, dass bei dem enormen Skandal, der das Potential einer grundsätzlichen Infragestellung demokratischer Institutionen hat, in einem ersten Kommentar über «Silberstein» geschrieben wird? Oder in anderen wir darüber diskutiert, ob da «ein Falle gestellt» wurde. Viel eher sollte man sich fragen, wie es kommt, dass solche «Gestalten» überhaupt in politische Ämter gewählt werden können, obwohl man, wenn man ihnen schon im Vorfeld genau zugehört, sofort gemerkt hätte, dass die keinesfalls wählbar waren. Kein Mensch kann sich wirklich «verstecken»! Versucht er dieses nämlich, so ist das immer von aussen erkennbar! Man muss lediglich vor allem auf die Nebesätze hören und sich die Gestiken anschauen. Jeder verrät sich immer selber. Diese Methode kann auch im übrigen auch auf die Politker in unseren Lande angewendet werden.

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Weil die Ideologie der FPÖ nun wirklich nicht erst durch dieses Video bekannt wurde. Wer sich jetzt schockiert gibt über diese Ideologie, war entweder blind oder ein Heuchler.

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Ja Moment, suggeriert die Republik hier etwa, die Silberstein Affaire sei harmloser weil der Haupttäter Jude war? Was genau ist antisemitisch wenn Kurz den Vorfall mit jener Affaire in Verbindung bringt? Bei Silberstein ging es um übelstes Spielen mit Feuer um die FPÖ anzuschwärzen. Hier wurde der FPÖ eine Falle gestellt. Dass Strache reintappt macht ihn komplett untauglich für jedes politische Amt, aber den Vergleich zu Siberstein macht es nicht antisemitisch.

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In vino veritas - dass er „reingetappt“ ist, wie sie es nennen, macht ihn nicht untauglich, sondern seine menschenverachtende, egomane und folglich völlig antidemokratische Gesinnung, lieber Herr B.

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Eben genau nicht, das ist ja mein Punkt. Seine Gesinnung ist doch nicht menschenverachtender als die einer Le Pen und eines Köppels. Viele in Europa wählen genau solche Leute, genau wegen der Ideologie. Da kann man lange auf dislike clicken, doch ändert das die Resultate nicht. Da die Exponenten absägen wird diese braune Ideologie nicht einfach beenden. Daher finde ich das Geschrei um Strache übertrieben. Er war bereit, korrupt zu agieren, deshalb wurde er jetzt geschmissen, nicht wegen seiner Ideologie. Aber antisemische Propaganda betreiben um sie einem politischen Gegner in die Schuhe zu schieben ist doch mindestens so kriminell, oder etwa nicht?

Nennen Sie mich doch bitte nicht lieb oder sonstwie ohne mich zu kennen. Es geht hier um den Austausch von Meinungen nicht um Bewertungen von Kommentatoren.

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Das Video ist von 2017. Der Falter wurde vor einem Jahr darüber informiert. Andere Medien vermutlich auch. Kurz musste davon gehört haben. Sollte man ihn mal danach fragen.

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Danke Solmaz Khorsand für diese erste Einschätzung! Gerade Kurz‘ x-mal verschobene erste Rede war(n) unglaublich(er Schmarrn). Gefühlt in der letzten Minute kam er erst auf das Video zu sprechen. Der Rest war vorgezogener Wahlkampf.

Auch Kurz’ heutige Ansprache... Ein einziges (Kommunikations-)Theater. Nur Van der Bellen hob sich da hervor (auch wenn genau dies seine Rolle ist).

Auch ich empfehle daher sehr Strobls rhetorische Analyse von Kurz‘ politischer Rede (und hier ihr Vergleich mit Straches und Van der Bellens Rede).

Bin gespannt auf weitere Berichte von Dir.

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Grüezi Herr Rebosura
Stimme absolut zu. Erschreckend ist aber auch die Hilflosigkeit (Ohnmacht?), die hinter dem Zitat von Van der Bellen resp. seiner Rolle steckt. „... . Österreich ist nicht so“ müsste ergänzt werden mit „ ... und - Auch Österreich ist auch so“. Vielleicht ein Widerspruch oder paradox. ... .
Beste Grüsse, K. A.

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Lieber Herr Appenzeller, ja, man kann diese Aussage als Ausdruck der Ohnmacht interpretieren - oder als Machtwort. Und Sie haben recht, was die notwendige Ergänzung anbelangt. Der offenbare Widerspruch liesse sich aber auflösen, in dem man auf die interne Vielfalt des Gegenstands hinweist. Ein Teil Österreichs ist nicht so, ein anderer Teil ist so.

Die Wirklichkeit, das Land und die Gesellschaft sind also komplex und bedürfen der Ambivalenz- und Ambiguitätstoleranz.

Die Frage ist dann, welcher Teil deskriptiv grösser ist oder normativ schwerer wiegt. Denn Van der Bellens Aussagen:

So sind wir nicht!
So ist Österreich einfach nicht!

sind im Imperativ geschrieben. Sie können daher als normativ kraftvoller Appell - immerhin ist er Bundespräsident - gelesen werden, sich an die eigenen Ideale, Werte, Normen zu erinnern. Also an die selbst-gegebene Verfassung und verfassungsrechtlichen Grundlagen der Institutionen und den gesellschaftlichen Auftrag der Politiker*innen.

Übersetzt hiesse dies also:

So sollen (und wollen) wir nicht sein!
So soll Österreich einfach nicht sein!

Somit ist es vielleicht kein Entweder-Oder, sondern ein Sowohl-Als-auch. Ohnmacht angesichts des Seins, der deskriptiv realen Zustände, die niemand alleine kontrollieren kann und Machtwort hinsichtlich des Sollens, der präskriptiven idealen Werte, die das Fundament des Selbst-Verständnisses sind.

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