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Hallo Herr Spring Ich erachte Ihren Beitrag als sehr gute Ergänzung zu meinem Beitrag. Ich hoffe es löst eine interne Diskussion aus. Wie bei Ihnen gehört die Republik zu der von mir geschätzten Medien, für die ich auch bereit bin zu zahlen. In meinem Fall kann ich das nur, weil ich zu den heute noch priviligierten gehöre, die über ein Art Grundeinkommen verfügen.

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Werbeeinnahmen in Milliardenhöhe fliessen ins Silicon Valley bzw. in die Steueroasen in denen die Internetgiganten keine Steuern zahlen. Und der Bund will den Verlegern Rabatte auf dem Porto gewähren? Das ist doch lächerlich. Wann erwachen wir endlich? Einige Branchen hats schon erwischt (z. B. Musikindustrie), andere sind bedroht (Detailhandel, Taxi, Print...auch die Finanzbranche wird noch umgepflügt werden). M. E. Gibt es nur eine vernünftige Reaktion : die kommerzielle Nutzung des Internet muss reguliert werden. Es braucht Regeln, Steuern, Vorschriften und Abgaben, genau wie in der Realwirtschaft. Das Taxigesetz ist alles andere als perfekt, aber die Richtung stimmt. Eine gute Massnahme wäre eine Abgabe auf internationalen Finanztransaktionen (auch auf Mikrotransaktionen), eine digitale Umsatzsteuer. Damit liessen sich rückwärtsgewandte Rettungsaktionen wenigstens finanzieren.

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T. F.
Meeresbiologe, Fotograf
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· editiert

Ich erlaube mir mal einen ketzerischen Einwurf. Werbung soll den Konsum steigern. Richtig? Der weltweite Konsum sollte aber dringend vermindert werden. Natürlich kann man auch Werbung für Produkte machen, die dem ökologischen Kollaps entgegenwirken. Nur sind wir davon weit entfernt. Ich frage mich also, ob es zwingend ist, dass Medienhäuser ihre Produkte über den Verkauf von Werbeplatz finanzieren? Ein anachronistisches Geschäftsmodell?

Die «Republik» beweist, das es auch anders geht. Nicht einfach, aber gottlob dank Com­mit­ment der Leserschaft möglich. Ganz abgesehen davon, dass eine Publikation ohne Werbung frei ist von publizistischen Ansprüchen derjenigen, die Geld für Werbung ausgeben.

Das Commitment der Leserschaft steht wahrscheinlich in direkter Abhängigkeit von der journalistischen Qualität des Produkts. Oder täusche ich mich da? Falls dem so ist, sollten die grossen Medienhäuser in sich gehen.

Zum Abschluss ein Vorschlag: Ich wünsche mir schon lange ein Medien-GA. Damit könnte ich mich mit einem einzigen Login bei allen Medien im Verbund einloggen und alle Artikel lesen. Wahlweise mit oder ohne Zugang zum Archiv. Abgerechnet wird pro Artikel innerhalb des Verbundes. So, wie das ja bei den Verkehrverbunden auch geht.

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Vielen herzlichen Dank für Ihren Beitrag, Herr F. Ich stimme Ihnen zu. Und die Idee des Medien-GAs ist spannend. Sie stellen sich also vor, dass die Medien in einem solchen Verbund entsprechend ihrer Grösse beziehungsweise Anzahl Artikel einen Teil des Verkaufspreises erhalten würden?

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T. F.
Meeresbiologe, Fotograf
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Ja genau. Ein Login für alle Medientitel im Verbund, einmal bezahlen und alle Artikel sind für mich frei. Abgerechnet wird pro Artikel. Die Verbundserver merken ja, wie viele Artikel ich von welchem Titel angschaut habe. Just food for thoughts.

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Ich glaube, ein solches "Medien-GA" gibt es bereits, aber nur für professionell arbeitende JournalistInnen, die Zugriff auf alle publizierten Artikel in (fast?) allen Schweizer Medien haben... ziemlich cool!

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T. F.
Meeresbiologe, Fotograf
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Ja, gibt's. Schweizer Medien Datenbank SMD. Zum Glück gibt's das Bahn-GA für alle. Aber im ernst, ich würde für ein Zeitungs-GA schon 1500 Stutz pro Jahr zahlen. Je nach Titelangebot, natürlich.

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Was hier gefordert wird ist ein Grundeinkommen für Medienschaffende. Was es aber braucht ist ein Grundeinkomen für die Leserschaft. Dadurch wird es möglich, dass die Leser nicht mehr unter ständig Stress stehen ein Mindesteinkommen zu erzielen. Lesen heisst vor allem Fakenews aus zu filtern. Dabei sind im eigentlichen Sinn nicht einmal die Fakenews das Problem, sondern das nicht geschriebene und somit nicht gelesene. Seit Monaten versuche ich in der Republik bekannt zu machen, dass wir Rssourcen-Lenkungsabgaben brauchen und diese pro Kopf zurück zu erstatten seien. Dies Rückerstattung ist leltztlich ein Grundeinkommen für alle und nicht nur für Medienschaffende. Ein Grundeinkommen von 2200 CHF pro Monat lässt sich ohne weiteres finanzieren durch Ressourcen-Lenkungsabgaben, in einer ersten Phase z.B. Energie-Lenkungsabgaben. Solange 10 vor 10 und viele andere private Medien einseitig nur über eine CO2 Abgabe (die kleine Schwester der Energie-Lenkungsabgabe) berichten und nicht auch über die Rückerstattung pro Kopf an die Bevölkerung, werde ich mich mit allen Mitteln gegen ein Grundeinkommen, nur für eine Elite von Medienschaffenden wehren. Ich bitte die Redaktion dringend darüber zu diskutieren, ob es sich hier nicht um ein sehr einseitiges und elitäres Denken handelt.

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S. H.
Beobachter
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Medienvielfalt muss nicht mehr unterstützt werden. Die Vielfalt der Medien ist verwirrend gross. Medienvertrauen wünsche ich mir. Vielleicht ein Zusammenschluss vieler traditioneller und neuartiger Medien. Ein "Ubermedium", das Meinungsvielfalt und Wahrhaftigkeit garantiert?

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Danke für Ihren Beitrag, Herr H. Jedoch sehe ich das ganz anders als Sie: Medienvielfalt erachte ich als elementar für eine funktionierende Demokratie. Kritische Stimmen, verschiedene Stimmen, die verschiedene Aspekte beleuchten und Macht hinterfragen können, sind zentral. Ein "Ubermedium" hingegen wäre aus den gleichen Gründen enorm gefährlich, auch wenn der Gedanke für einige vielleicht verlockend erscheint.

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S. H.
Beobachter
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· editiert

Frau Hamilton-Irvine. Ich halte Medienvielfalt ebenfalls für wichtig und elementar. Die Vielfalt ist aber unterdessen in ein unüberschaubares Wirrwarr übergegangen, jede/r kann seine (wirren) Ideen in die Welt hinausposaunen (so wie ich es hier gerade mache).
Ehrlich gesagt bin ich bei Republik- Artikeln nicht immer sicher, wie ich sie einordnen soll, als einsame linke Rufe in der Wüste, oder als Teil der Meinungsvielfalt. Ich wäre wirklich froh, wenn Journalist/innen ihre Beiträge in einem internen Auswahlverfahren vor einem grossen Team rechtfertigen müssten.
Trotzdem wünsche ich Euch Journalist*/innen einen besseren Lohn als den Uber- Fahrern.

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Mir ist nicht ganz klar, wieso die Medienförderung nicht von der Rendite, Höhe der Dividenden oder des Gewinns abhängig sein kann. Wäre es nicht ziemlich einfach dies im Gesetz zu ermöglichen und in Verordnungen sinnvolle Grenzwerte zu setzen?

Sonst kann der Bund den Aktionären das Geld ja auch gleich direkt aufs private Konto überweisen.

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«Subventionen, das zeigt die Land­wirtschaft, funktionieren wie Drogen», heisst es darin: «Einmal angefixt, kommt man nicht mehr los von ihnen.»

Interessant. Geld von Google annehmen ist dann also OK?

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Lieber Anonymous, worauf sprechen Sie an mit dem Hinweis auf "Geld von Google annehmen"? Normalerweise schnappt Google ja den Verlagen die Werbungen weg und streicht selber Geld ein, statt Geld zu geben.

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  • Ich beziehe mich auf diesen Artikel: https://www.republik.ch/2018/10/15/…ezen-wurde
    Obschon Millionenbeträge von Google neben Subventionen vermutlich klein aussehen finde ich staatliche Subventionen vertretbarer als Gelder von amerikanischen Grosskonzernen.

  • Klar, unter dem Strich streicht Google zünftig ein.

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