Die Republik ist nur so stark wie ihre Community. Werden Sie ein Teil davon und lassen Sie uns miteinander reden. Kommen Sie jetzt an Bord!

DatenschutzFAQErste-Hilfe-Team: kontakt@republik.ch.



Theologin/Seelsorgerin
·
· editiert

Vier Gedanken:

  1. Eine der für meinen Geschmack schönsten Verfilmungen ist

1976: Die kleine Meerjungfrau oder Die kleine Seejungfrau (Malá mořská víla), ČSSR, Regie: Zdeněk Liška mit Miroslava Šafránková als Meernixe und Libuše Šafránková. In diesem Märchenfilm treten die Meerjungfrauen mit langen, blauen Gewändern auf. Der Meereskönig erwähnt, dass die Existenz von Schwänzen bei Meerjungfrauen ein dummer Irrglaube der Menschen sei. Allerdings ist die Verwandlung der Nixe mit Menschenbeinen wie bei Andersen ein großes Opfer. Die tragischen Inhalte des Märchens werden, ähnlich der Verfilmung von Bytschkow, dargestellt.

(aus dem Wikipediaartikel zu Hans Christian Andersen, Meerjungfrau)

  1. Wenn ich richtig erinnere, verarbeitet Andersen in einigen seiner Märchen die Problematik, dass er seine Homosexualität nicht leben/eingestehen durfte, weil Tabuthema.

  2. Was in Märchenfiguren und deren Wohl- oder Weheergehen hineingelesen wird, sagt auch was über diejenigen aus, die hineinlesen.

  3. Dass mit einer Arielle of Colour die Sagen um Wasserwesen wieder geöffnet werden für deren Internationalität, finde ich grossartig.

Für den Buchtipp danke. Das klingt lesenswert.

Edit: Rechtschreibung.

10
/
1

"Das ist die Motivation für ihr Handeln. Dafür nimmt sie jedes Risiko in Kauf. Nicht für einen Prinzen. Er wird nur irgendwann Mittel zum Zweck für ein Leben am Land. Eine Neben­sache. Mehr nicht. Das grosse Ziel ist etwas anderes, das Abenteuer in einer fremden Welt. Ein Leben in Freiheit. Sie will «mehr»".

Aus einer nicht feministischen Perspektive, sehe ich die Geschichte etwas romantischer, und entspannter. Was sind denn Abenteuer in einer fremden Welt? Sind es nicht wilde, leidenschaftliche Beziehungen, welche das Leben zum Abenteuer machen? Unabhängig davon mit welchem Geschlecht man sich identifiziert? Ein Leben in Freiheit, schlisst Romantik nicht aus. Als nicht Feminist, mache ich in diesen Fabelgeschichten zwischen Prinz und Prinzessin keine grossen Unterschiede, weil sie für mich gleichwertige Archetypen darstellen.
Prinz oder Prinzessin nur Mittel zum Zweck? Ja, kann Frau so sehen, ist aber sehr schade, weil dabei viel Spass verloren geht. Das Abenteuer Beziehung kann freudig genossen werden und ist "nur eine Station" auf dem Weg von "sie will mehr" oder ein Leben in Freiheit.
Fazit: Das grosse Abenteuer des Lebens besteht darin: "Lieben und Leben lassen ohne Einschränkung und Bedauern". Dies erzeugt Spannung, Abenteuer und befreit.

7
/
1

Late to the party, dafür mit einem tollen Buch-Tipp: https://www.suhrkamp.de/buch/simone…3518472767
Sowas von badass!

0
/
0
Tomas Bächli
freier Mitarbeiter
·

Die Stimme im Trailer erinnert mich übrigens irgendwie an Whitney Houston, Zufall oder Absicht?

1
/
1

Die Literaturwissenschaftlerin Bea Lundt hat verschiedenste Beiträge zu Undine und weiteren Nixen und Meerjungfrauen recherchiert: https://bea-lundt.de/forschungsschwerpunkte/

1
/
1