Der Turmbau zu Arles

Kunstmäzenin Maja Hoffmann hat eine Ausstellungs­anlage eröffnet, die mehr sein will als ein Museum: ein Kreativ-Campus, ein Thinktank, ein Ort der Zukunfts­visionen. Und darin versteckt sich sogar Globalisierungskritik.

Von Laura Helena Wurth (Text) und Karla Hiraldo Voleau (Bilder), 28.07.2021

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Der Bau von Stararchitekt Frank Gehry reflektiert das Morgenlicht.
Metallflächen bringen den Bau auch im Inneren zum Funkeln.

Der glitzernde Turm, über den so lange so heftig gestritten wurde, dass man schon Angst hatte, der alte Superstar-Architekt Frank Gehry werde den Bau womöglich gar nicht mehr überleben, ist nun also da. In Arles, einer kleinen Stadt in Südfrankreich, 90 Kilometer nordwestlich von Marseille. Verträumte Gassen, Plätze und schöne antike Bauten gibt es hier – und Geschäfte, die Strohhüte und weite, weisse Leinen­kleidung an Künstlerinnen verkaufen oder solche, die es gerne wären.

«Weich» und «offen» sollte sich der Turm in diese Kulisse einfügen, das hatte sich Gehry schon vor zehn Jahren gewünscht, als ihn Roche-Erbin Maja Hoffmann zum ersten Mal in die Provence schleppte. Und dem damals 82-Jährigen erklärte, was sie hier in Arles so vorhatte: Die Luma Foundation (ein Akronym aus den Vornamen von Hoffmanns Kindern Lukas und Marina), die 2004 in Zürich gegründet wurde und vor allem zeitgenössische Kunst­ausstellungen realisiert, sollte eine Zweigstelle in Südfrankreich bekommen, die sich den grossen Heraus­forderungen der Zukunft stellt – Kunst mit Architektur, Wissenschaft und sogar Aktivismus und Umwelt­schutz verbindet.

Ein brachliegendes elf Hektaren grosses Bahngelände am Rande der historischen Altstadt wurde dafür gefunden und beherbergt nun eben nicht nur Ausstellungen, sondern auch Wohnungen, Ateliers und einen Thinktank, das sogenannte Luma Atelier. Doch offenbar vertraute man nicht auf die alleinige Strahl­kraft der von Architektin Annabelle Selldorf zwischen 2014 und 2021 sehr schön umgebauten Industrie­hallen, in denen einst Züge parkierten und repariert wurden. Es mussten der nun 92-jährige Frank Gehry aus Amerika und sein Turm her, in dem 11’000 reflektierende Edelstahl­quader verbaut wurden. Im Abendlicht soll er funkeln wie van Goghs Sternen­nacht und seine Trommel­form an das nahe gelegene Amphitheater erinnern.

Nun müssen viele beim Anblick des 56 Meter hohen Teils leider eher an eine zerknüllte Coca-Cola-Dose denken. Aber auch diese, wie soll man sagen, «Star-Architecture-Kritik» kommt eigentlich für niemanden wirklich überraschend daher.

Toilettenkacheln aus Algen

Frank Gehry und sein berühmter Name stehen für den sogenannten Bilbao-Effekt, der wirtschaftlich herunter­gekommene Städte vor dem Ruin rettet, weil reiche Menschen aus dem Ausland Geld in einen verrückten Museums­bau stecken und damit wohlhabende Touristen anlocken. Wie damals in den 1990er-Jahren, als Gehry für die Solomon R. Guggenheim Foundation einen Ufo-artigen Kunsttempel an die nordspanische Küste verpflanzte. Auch Maja Hoffmann entspricht mit ihren Schweizer-Pharmakonzern-Geldern in vieler Hinsicht wohl dem Klischee des Eindringlings: In Arles stehen in manchen Vierteln den Bewohnerinnen im Schnitt weniger als 1000 Euro im Monat zur Verfügung, bei der Europawahl im Jahr 2019 wählten 32 Prozent der Bevölkerung die rechtsextreme Partei Rassemblement National.

Doch ein richtiger Eindringling ist Maja Hoffmann genau genommen nicht. Sie verbrachte einen Grossteil ihrer Kindheit und Jugend in der Camargue, weil ihr Vater Luc Hoffmann, studierter und promovierter Ornithologe, hier seit den 1950er-Jahren Vögel beobachtete. Und ihr lange vor der Eröffnung der neuen Luma Foundation bereits mehrere Hotels und Immobilien in der Stadt gehörten, etwas ausserhalb betreibt sie mittler­weile ein kleines Biorestaurant.

Man sollte sich dieses Turmprojekt deshalb einmal genauer anschauen – und vielleicht auch nach anderen Ansatz­punkten suchen, um es in den gegen­wärtigen Architektur- und Kunst­diskurs einzuordnen, als sich wieder einmal über übergriffige teure Architektur zu beschweren.

In den, nun ja, Toiletten des glitzernden Turms wurden beispielsweise Kacheln verlegt, die der bereits erwähnte Thinktank, das Atelier Luma, aus gepressten Algen oder Salz gewonnen hat. In der Nähe von Arles gibt es Salinen, die auch in Zukunft in Material­forschungen einbezogen werden sollen, die auf regionale Ressourcen und Umwelt­verträglichkeit setzen. Fliesen in Toiletten mögen ein kleiner Baustein in der globalen Bauindustrie sein, die laut einer Uno-Studie 38 Prozent der globalen Erwärmung ausmacht und deren CO2-Emissionen in den letzten Jahren stetig gestiegen sind. Aber immerhin findet man solche Details, über denen man für einen Moment die Frage vergisst, warum Maja Hoffmann ausgerechnet Frank Gehry mit dem Entwurf für eine Kultur­institution der Zukunft in Arles beauftragen musste.

Ein Nachlass, der über die Grenzen geht

Die Kunstsammlerin Maja Hoffmann sammelt anders. Dafür ist sie weit über die Schweizer Landesgrenzen hinaus bekannt. Sie konzentriert sich nicht auf einzelne Werke, betrachtet Kunst niemals ohne Kontext und akquiriert deshalb schon mal ganze Ausstellungen oder auch Archive. Sie sind es, die das Herzstück der Luma Foundation ausmachen. In Arles sind sogar ein paar von ihnen im Unter­geschoss des Turms beheimatet, was denn auch mehr als ein schönes Sinnbild dafür ist, wie fundamental diese Archive für die Ausrichtung der neuen Kulturstätte in Südfrankreich sind – und eines ganz besonders: der Nachlass von Édouard Glissant.

Glissant wurde 1928 im Nordosten von Martinique in Sainte-Marie geboren und starb im Februar 2011 in Paris. Als Schriftsteller, Dichter und Philosoph verfasste er unter anderem die Abhandlungen «Traktat über die Welt» (1999), «Kultur und Identität. Ansätze zu einer Poetik der Vielheit» (2005) und «Philosophie de la Relation» (2009). Im September erscheint «Die Philosophie der Weltbeziehung» in der deutschen Übersetzung im Verlag das Wunderhorn. Der Autor gilt als grosser Vordenker postkolonialer Identität, und nur ein Bruchteil seiner Arbeit wurde bisher aus dem Französischen übersetzt, obwohl er wie kaum ein zweiter Schriftsteller und Philosoph unsere Gegenwart voraus­sah. Glissant nähert sich der Vernetzung der Welt anders an, als man das von europäischen Denkern gewohnt ist, und lieferte sogar einen interessanten Ansatz, wie eine Kultur­institution des 21. Jahrhunderts aussehen sollte.

Wer sich jetzt eine umfassende Sammlung von Notiz­büchern, Privat­fotos oder Zeichnungen vorstellt, die hier in der Keller-Dunkelheit in Vitrinen ausgestellt werden, wird vielleicht enttäuscht sein. Es gibt nur ein paar körnige, aber gut restaurierte Video­aufzeichnungen und ganz wenige Bücher, die allesamt aber ein schönes und auch persönliches Zeugnis von der Geistes­grösse Glissants ablegen. Der Kurator Hans Ulrich Obrist, der auch im kuratorischen Beirat der Luma Foundation sitzt, hat sie zusammen­gestellt. Glissant war sein Mentor, sagt Obrist, sie sollen sogar jeden Morgen miteinander telefoniert haben, bis Glissant 2011 verstarb.

Von der sonnendurchfluteten Haupthalle …
… geht es via Wendeltreppen schneckengleich in die Höhe.
Park-Oase mit Teich.
Unterwegs im Skatepark der Künstlerin Koo Jeong A.

Globalität statt Globalisierung

Der kreolische Philosoph Glissant beschreibt ein Denken in Spuren. So wie sich die Kultur seiner Ahnen, die als Sklaven verschleppt wurden, auf der Karibikinsel Martinique, auf der er 1928 geboren wurde, nur in Spuren, verzweigt und vermischt mit anderen Erzählungen, weitergeben konnte. Im Gegensatz dazu stehen die grossen Gründungs­mythen, die den meisten europäischen Kulturen zugrunde liegen und auf deren Basis territoriale Ansprüche geltend gemacht werden. Passend zum häufig von den Böen des Mistrals gepeitschten Provence-Ortes Arles, spielen der Wind und die Landschaft bei Glissant eine grosse Rolle. Von ihnen leitet er viele seiner Denkmuster und Bilder ab. Er bezieht sich dabei oft auf die Insel­landschaft der Karibik. Das Bild des Archipels, das immer umspült ist und vom Austausch geprägt, stellt er dem Bild des in sich geschlossenen Mittel­meeres entgegen, das an den Rändern fest verschlossen ist – und auch von Arles aus in der Ferne am Horizont aufleuchtet.

Glissants Denken liefert auf die vielleicht poetischste Art und Weise die lebens­praktischsten Ansätze, wie sich Kulturen miteinander verbinden können, ohne sich zu überlagern oder wie in einem melting pot aufzulösen. Obrist hat es so zusammen­gefasst: «Glissant hat uns Möglichkeiten eines globalen Austauschs aufgezeigt, die die Kultur nicht homogenisieren, sondern eine Differenz produzieren, aus der Neues entstehen kann.» In «Kultur und Identität. Ansätze zu einer Poetik der Vielheit» schreibt Glissant, dass das Chaos schön ist, «wenn man all seine Bestand­teile als gleich notwendig betrachtet». Und ganz Ähnliches versucht Maja Hoffmann in Arles augenscheinlich auch zu realisieren.

In den ehemaligen Eisenbahn­werkstätten sind 11’000 Quadratmeter Ausstellungs­fläche, ein Café, das Luma Atelier sowie Wohnungen und Studios für Künstlerinnen untergebracht. Es gibt eine Gemeinschafts­küche, zweimal jährlich eine grosse Ideen­konferenz, die «Luma Days» mit Gästen wie dem Architekten Rem Koolhaas, dem Video­künstler Arthur Jafa oder dem Queer-Theoretiker Paul B. Preciado. Im September finden sie bereits zum fünften Mal statt. Unter dem Titel «Recompose: Roadmap for Possible Worlds» wird dort laut darüber nachgedacht, wie es mit der Gesellschaft und der Wirtschaft und überhaupt allem wohl am besten weitergehen könnte. Nichts davon gruppiert sich bisher um eine grosse Blockbuster-Ausstellung. Die verschiedenen Disziplinen werden programmatisch miteinander verschränkt, um Kultur als Ganzes zu fassen.

Glissant hat diese zunehmende Vernetzung auf zwei Begriffe gebracht. Er sprach vom kapitalistischen Projekt der «Globalisierung», die nichts Neues produziere, weil sie sich einer liberalen Logik des Marktes unterwerfe. Dagegen engagierte er sich für die «Globalität». Globalität bezieht sich auf das «produktive Potenzial durch schöpferische Wechsel­wirkungen zwischen den Kulturen». Er führt dafür gern das Beispiel des Jazz an, für den man afrikanische Rhythmen mit europäischen Instrumenten aufgreift und daraus etwas Neues schafft.

Gleichzeitig fordert Glissant allerdings auch das Recht auf opacité, also auf Undurchsichtigkeit, ein. Nicht jeder Mensch muss verstanden werden. Kulturelle Vernetzung basiert unweigerlich auf Miss­verständnissen und auf Fehl­annahmen. Glissant stellt sich gegen einen Glauben an Einheit und Ganzheit. Weil diese Erzählungen immer nur dazu führen, andere auszuschliessen und die eigene Geschichte runder und glatter zu gestalten. Und so lässt sich vielleicht auch der Ansatz der Luma Foundation als ein Versuch verstehen, ins Opake abzutauchen. «Die Leute verstanden nicht, was wir machen wollen, weil wir es selbst nicht wussten», sagt der Direktor Mustapha Bouhayati in einem Interview. Es klingt wie ein Bekenntnis zur Opazität von Glissant.

Glissant selber hat 2006 in Paris das Institut du Tout-Monde gegründet, um «die kulturelle und soziale Praxis der Kreolisierung» – die Verschränkung verschiedener Kulturen – zu fördern. Dazu gehört auch das Musée du Tout-Monde, das über keinen eigenen Standort – und erst recht keinen eigenen Gehry-Bau – verfügen sollte, sondern als Wander­museum von Paris nach Peru, Haiti, Jamaika und in die Dominikanische Republik zieht. Die Sammlung des Museums konzentriert sich auf Malerinnen und Bild­hauerinnen aus der Karibik, die in Europa und Frankreich gearbeitet haben, aber auch auf junge Positionen aus dem karibischen Raum.

Heute wirken die Aktivitäten des Museums und des Instituts etwas eingeschlafen. Die letzte Ausstellung war 2016. Umso mehr fragt man sich aber, ob Glissants Ideen nicht vielleicht in Arles wieder aufleben werden. Ob die Luma Foundation eine Bühne für Künstlerinnen wird, die nicht dem westlichen Kanon entsprechen, auf der man Unterschiede und Unein­deutig­keiten, ja das Chaos aushält, das Glissant als Voraussetzung für die Schönheit und Vielstimmigkeit einer sich konstant verändernden Welt sah?

Visionäres Potenzial

Wenn man sich die sogenannte «Core Group» der Foundation anschaut, sieht es leider so aus, als würde Maja Hoffmann nach wie vor auf den klassischen, weissen Kanon setzen. Sie besteht aus den Künstlern Liam Gillick und Philippe Parreno sowie den Kuratorinnen Beatrix Ruf, Tom Eccles und eben Hans Ulrich Obrist, die allesamt in der uns sehr vertrauten Kunstwelt verankert sind. Auch überall sonst bleiben die grossen Namen nicht aus. Als Antwort auf das schnecken­förmige Treppenhaus im glitzernden Turm von Gehry hat der Objekt­künstler Carsten Höller Rutschen gebaut, auf denen man durch das Gebäude sausen kann. Das macht er schon seit Jahrzehnten.

Selfie via Decke: Der Spiegel von Olafur Eliasson auf der 2. Etage.
Der Mosaikboden der deutschen Künstlerin Kerstin Brätsch.

Unter der Decke dreht sich ein Spiegel von Olafur Eliasson. Und in einem grossen Saal läuft Christian Marclays «The Clock». Ein 24-Stunden-Film, der aus Szenen bekannter Filme zusammen­geschnitten wurde, in denen auf die eine oder andere Art und Weise Uhrzeiten angezeigt werden, die der ablaufenden Spielzeit von Marclays Film entsprechen. Die Arbeit gibt es mittlerweile auch seit elf Jahren. Für Philippe Parreno wurde sogar ein Raum mit besonderer Akustik entworfen, in dem er die Video­installation «Danny / No More Reality» zeigt. Bevor man sich jedoch in die digitalen Welten des französischen Künstlers verliert, sollte man lieber im Auditorium vorbeischauen.

Dort hat die mittlerweile 96-jährige Künstlerin Etel Adnan eine Wand grossflächig mit Keramik­kacheln tapeziert, die den Mistral einfangen sollen, der durch die Bäume streift. In den Hallen ist in diesen Tagen auch die Oper «L’Apocalypse arabe» zu sehen, die auf dem gleichnamigen Gedicht­band von Etel Adnan basiert, die 1925 in Beirut geboren wurde, in Paris und in den USA Philosophie studierte und bis zum Ausbruch des Bürger­krieges als Feuilleton­redaktorin der Zeitung «Al Safa» in Beirut arbeitete. Der hybride Text von «Apocalypse arabe», der in dieser Zeit entstand, wirkt wie ein surrealistisches Bild und erzählt doch eindringlich von der Gewalt des Krieges. Die Oper, die im Rahmen des Festival d’Aix-en-Provence aufgeführt wird, entzieht sich zweifelsfrei jeder Festschreibung – und passt damit auch viel mehr zu einer Institution, die auf Glissants «Tout-Monde» aufbaut, als die big names in Frank Gehrys Turm.

Man darf diesen Turmbau zu Arles deshalb ruhig verlassen, um sich über das visionäre Potenzial dieser Institution zu freuen: Verbunden wird der Turm mit den Hallen nämlich durch einen Park, der öffentlich zugänglich ist und das wüstenartige Klima, das auf dem Gelände herrschte, verändern konnte. Ursprünglich war alles zubetoniert, und es gab weit und breit keine Bäume. Der belgische Landschafts­architekt Bas Smets legte deshalb einen kleinen Teich an, der zusammen mit immerhin 80’000 Pflanzen die Temperaturen senken soll. Es ist eine Parkoase, in der man Stunden verbringen kann. Ausserdem gibt es einen Skatepark, den die koreanische Künstlerin Koo Jeong A mit fluoreszierender Farbe ausgemalt hat, die in der Dämmerung anfängt, die Fahrbahnen wie Skulpturen aussehen zu lassen. Es ist auch die Uhrzeit, in der die Kids aus der Umgebung mit ihren Skateboards anrollen und sich den Ort zu eigen machen. Schöner kann man sich die Nutzung einer Kultur­einrichtung eigentlich nicht vorstellen.

Ob diese Jugendlichen dann auch noch hinein in die Hallen der Kunst gehen, bleibt abzuwarten. Immerhin erhebt die Luma Foundation keine Eintritts­preise. Und unterscheidet sich damit von den meisten anderen privaten Kunst­häusern wie der Fondazione Prada in Mailand (kostet 15 Euro) oder der Pariser Bourse de Commerce, die vom Kunst­sammler François Pinault betrieben wird (14 Euro). Das Guggenheim-Museum in Bilbao (16 Euro Eintritt) zieht dafür jährlich eine Million Touristen in die Stadt.

Bevor Arles solche Zahlen erreichen kann, wird noch einige Zeit vergehen – und nicht zuletzt eine Pandemie überwunden werden müssen. Für all jene, die bis dahin in ihren Wohnungen vereinsamen, gibt es jedoch ein kleines Trost­pflaster. Es ist eine Telefon­nummer, die auf einem Poster steht, das im Archiv­keller von Édouard Glissant hängt. Rufen Sie doch einmal an: +33 465 888 888. Denn ob man es glaubt oder nicht: Er wird Ihnen antworten.

Zur Autorin

Laura Helena Wurth ist freie Journalistin, sie lebt in Berlin und schreibt unter anderem für «Zeit online», die «Frankfurter Allgemeine Sonntags­zeitung» und das «Kunstforum International».

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