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Debatte

Bürdet die Gesellschaft den Eltern zu viel Verantwortung auf?

Debattieren Sie mit Anke Moors, Co-Geschäftsführerin von a:primo, und Daniela Melone, Geschäftsführerin der Elternbildung CH.

02.08.2018

Wie geht Kindererziehung? Blogs, Ratgeber und Experten halten unzählige Ratschläge für die Bewältigung ihrer Erziehungsaufgabe bereit. Doch bieten sie Orientierung oder erhöhen die Ratschläge die Komplexität?

Aber sind die Eltern wirklich der entscheidende Faktor in der Erziehung ihrer Kinder? Oder ist der Ansatz des Eltern-Determinismus ein Mythos? Sind Kinder oft überbetreut? Wie stellen Sie sich eine machbare, verantwortungsbewusste Erziehung vor?

Lesen Sie den Artikel «Eltern, entspannt euch», und diskutieren Sie heute von 14 bis 16 Uhr mit Anke Moors, Co-Geschäftsführerin von a:primo, und von 15 bis 17 Uhr mit Daniela Melone, Geschäftsführerin der Elternbildung CH.

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

Sie haben in diesem Artikel viele Worte gelesen …

… aber die wichtigsten drei fehlten. Seit je beruht jede funktionierende Gemeinschaft auf diesen drei Worten. Liebende sagen sie zueinander. Gute Politiker sagen sie ihren Wählern, gute Priester ihrer Gemeinde, gute Eltern ihrem Kind. Sie lauten: Fürchte dich nicht! – Wir von der Republik glauben, dass auch im Journalismus gilt, was Franklin D. Roosevelt einst zur Politik sagte: «Wir haben nichts zu fürchten als die Furcht selbst.»


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Der Artikel hat gut gestartet, endet aber im selben Dünkel, indem er eine Lösung sucht. Dann sehe ich hier die tldr; Kommentare mit "Parenting" Ratschlägen. Habt Ihr den Artikel nicht gelesen?

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Auch in diesem lesenswerten Artikel wird klar, wer gemeint ist, wenn es um die Erziehung und Entwicklung der Kinder geht: die Mutter. Während die Autorin das Thema vielschichtig, sogar zeitweilig dialektisch, vertieft. Schwingt doch die Mutter latent überall mit. Dies ist für mich eines der grundlegenden gesellschaftlichen Probleme. Wie im Artikel erwähnt sind die ausserfamiliären Strukturen wichtig und prägend, auch der ewig widerholte Satz, dass es ein Dorf braucht um ein Kind zu erziehen, darf nicht fehlen. Doch nebst diesen wichtigen Einflüssen, ist es meines Erachtens auch die fehlende wirklich partnerschaftliche Familie die fehlt. Was ist schwierig daran, wenn sich Eltern die Familienarbeit einfach teilen. Im ganzen Bericht wird immer auf die mittelständischen Familien verwiesen. Diese können grundsätzlich frei entscheiden, wer wieviel ausser Haus, heute sogar Homeoffice, arbeiten will und wer wieviel Familienarbeit übernimmt. Dies löst sicher nicht das Problem des Determinismus, doch verursacht gerade die normale Präsenz von verschiedenen Personen im Haushalt ein heterogeneres Klima. Welches dem Tunnel-Ratgeber-Dasein einer einzelnen Erziehungsperson vorbeugen kann.
Wir als vierköpfige Familie haben immer im engen Verhältnis mit anderen Personen zusammengelebt, mit Alleinerziehenden Müttern und Vätern, mit kinderlosen Paaren. Zum ersten Mal eine eigene kleine Wohnung als Familie hatten wir, als die Töchtern 8 resp. 10 Jahre alt waren. Klar tönt dies nach alternativer Romantik und Kommune, ich empfand dies nie so. Die Verantwortlichkeit als Eltern haben wir nicht delegiert, auch wir fochten Kleinkriege mit unsere Töchtern aus. Doch gerade in der Schlussphase der Kindheit, während der Pubertät, half es uns wirklich sehr, dass wir den Alltag die letzten 14 Jahre partnerschaftlich getragen haben. Denn die Klärung der Verantwortlichkeiten bezüglich Haushalt, Teamarbeit versus Hotel, dies muss nicht erklärt werden, die ist ziemlich transparent für alle Beteiligten ersichtlich.
Ich päldiere aus Erfahrung deshalb für mehr partnerschaftliche Systeme, dies löst nicht die Erziehungsproblem, doch relativert es sie bis zu einem gewissen Grad, davon bin ich überzeugt!

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Endlich! Ich bin als Vater in allen Punkten mangels Beweisen entlastet und damit faktisch freigesprochen! Uff…

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Sara Alfort schreibt, wir müssten lernen, in neuen Bahnen zu denken. Stimmt. Ein Kind denkt ständig in neuen Bahnen, Neugierde hat es von alleine, man kann sie ihm ab-, aber nicht anerziehen. Ein Kind braucht keinen Rollator, um Gehen zu lernen. Es muss hinfallen, um Gehen zu lernen.

Es scheint ein Grundprinzip der menschlichen Entwicklung zu sein, dass Kinder, sobald sie erwachsen und Eltern geworden sind, bezüglich ihrer eigenen Kindheit in eine großzügige Amnesie verfallen. Die eigene Persönlichkeit wächst am Widerstand gegen elterliche Regeln und am Widerstand der Eltern gegen deren Übertretung. „Ich möchte nur dein Bestes“ kann von einem selbstbewußten Kind nur beantwortet werden mit: „Bekommst du aber nicht.“

Die Frage, ob die Erziehung gelungen ist, wird das Kind als Erwachsener beantworten. Der wird sich auch damit befassen, ob er Nietzsches Imperativ umsetzen konnte: „Werde, der du bist“. An den Gründen für seine Antwort hat er spätestens ab Mitte Vierzig den Hauptanteil, nicht seine Eltern. Je näher er dem gekommen ist, der er ist, desto besser für seine Kinder; denn die wünschen sich als Vorbild einen Menschen, der sein Leben lebt und mit ihnen teilt.

Ich glaube, das Schwierige ist nicht die Kindererziehung. Das Schwierige ist die Selbstentwicklung zu einem selbstbewußten Menschen. Dafür müssen wir in Bewegung kommen und bleiben. Kinder, die nur im Fahrradanhänger chauffiert werden, kommen nicht vom Fleck. Sie müssen selbst in die Pedale treten.

PS: Mal wieder lesen: „Der Tod der Familie“ von David Cooper (1971)

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Erziehung ist ein komplexer Prozess und nur schwer zu steuern - das weiß eigentlich jeder, und jeder Lehrer kennt Beispiele, wo ehemalige Schüler berichten, dass die eine oder andere Aktion oder Bemerkung auf deren Lebensweg eine großen Einfluss hatte, ohne dass der Lehrer sich im entferntesten an die Situation erinnern kann. Das geschieht natürlich noch viel häufiger innerhalb der Familien und in den Wirkungen solcher Schlüsselstellen spielt oft Glück und Zufall die ausschlaggebende Rolle. Das spricht jetzt nicht gegen planvolles Bemühen in der Erziehung, denn dies schafft die Basis für all das Andere. Die wichtigen Weichenstellungen sind jedoch nicht exakt planbar, zumal es auch kein klar definiertes Ziel der Erziehung gibt. Jeder möchte irgendwie, dass aus seinen Kindern 'etwas wird', dass sie glücklich werden, aber letztendlich sind das diffuse Vorstellungen. Das Diffuse zu akzeptieren fällt allerdings vielen schwer.
In der heutigen (digitalen) Arbeitswelt hat das unklare, diffuse aber keinen guten Ruf und wird demnach ins Aus gedrängt, von Kennzahlen, Evaluationen, Umfragen, Statistiken, Algorithmen etc. die den Anspruch auf Exaktheit postulieren - und wenn dieser Anspruch an der Wirklichkeit scheitert, dann ist nicht diese Methode falsch, sondern dann war halt die Datenbasis nicht ausreichend. Dieses weitgehend 'ökonomische' Modell hat sich auch auf die Erziehung übertragen und deshalb werden auch die Problemlösungsstrategien daran ausgerichtet. Mehr Daten, exaktere Handlungsanweisungen, mehr Ratgeber, mehr technische Hilfsmittel und natürlich mehr Geld für die Schulen, Kindergärten und am Besten noch Smartphones in die Grundschulen. Das ist nicht alles falsch, vieles sogar richtig aber es wird seine Wirkung verfehlen, wenn es der Gesellschaft nicht gelingt, die permanente Aufregungsspirale zu bremsen und den Eltern die Möglichkeit zu geben, selbst zur Ruhe zu kommen.

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Sehr gut gesehen!
Irgendwo steht im Artikel schon, dass das auch allgemeiner mit der Gesellschaft zu tun haben muss.
Ich vermute, das sich verschärfende Problem der Eltern resultiere aus dem Zusammentreffen von zwei gesamtgesellschaftlichen Grundtendenzen, deren Folgen schwer auf den Einzelmenschen lasten. Einmal aus der wachsenden Komplexität der Gesellschaftsorganisation, die den Koordinationsaufwand im Alltagsleben zunehmen lässt. Zum zweiten aus der ebenfalls zunehmenden Individualisierung, die den Rückgriff auf informelle Unterstützung im persönlichen Umfeld immer schwieriger macht, und die auf kulturell-ideologischer Ebene durch die immer stärker vorherrschende Vorstellung vom der Eigenverantwortung jeder Person für ihre Erfolge, aber auch für ihre Misserfolge betoniert wird (das hiess mal American Dream, ist aber längst nicht mehr auf Nordamerika beschränkt). Dies wird noch pseudowissenschaftlich gestützt durch das immer monopolistischer werdende, seinerseits tiefgehend individualistische Menschenbild der Oekonomie.
Also wirklich: davon müssen wir uns endlich befreien, und es geht nur gemeinsam!

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Es steht ja noch die Frage im Raum. ob die Gesellschaft Eltern zu viel Verantwortung aufbürdet.
Wenn eine Gesellschaft, wie im Artikel formuliert, für alles, was Kindern passiert, die Eltern verantwortlich macht, die Verantwortung individualisiert - dann muss ich diese Frage mit "ja" beantworten. Wenn ich diesen Faden noch weiter ziehe, dann denke ich, dass das eben auch ganz praktisch ist, wenn man sich so aus bestimmten Fragen dann herausnehmen kann - ist ja Sache der Eltern, der Erziehung...
Ich wünsche mir in Zukunft mehr solche Artikel, solche Debatten, die eine Diskussion anstossen!

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Ein guter Freund aus Burkina Faso hat mir einmal gesagt:
Ihr seid kompliziert. Eltern müssen den Kindern nichts beibringen, das lernen sie alles im Rudel der Kinder. Eltern müssen den Regel-Rahmen setzen.
Ohne diesen Erziehungsstil zu verklären: Uns ist der Kontext der Grossfamilie verloren gegangen, in denen es erstens grosse Rudel verschiedenalteriger Kinder gibt die aufeiander aufpassen und voneinander lernen können, und in welchem der Erfahrungsschatz in Sachen Kindererziehung kontiniuerlich weitergegeben wird. Ich selber hatte ca. 20 Jahre meines Lebens nichts mit Kindererziehung zu tun bis ich dann mit 30 selber Kinder hatte und, mir schiens, alles von neu auf lernen musste/durfte.

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Jetzt setzte ich schon zu dritten mal an, meine Gedanken zu Thema zu formulieren.
Daran merke ich, wie komplex ich das Thema finde.

Zuerst weiss ich gar nicht, was denn das Ziel einer gelungenen Erziehung sein soll.
Ich weiss zwar, dass die meisten Eltern sich sozialkompetente, gut ausgebildete und selbständig denkende und handelnde junge Menschen, die Ihren Weg in eine glückliche, erfolgreiche und möglichst sorgenfreie Zukunft unter die Füsse nehmen, als Endprodukt ihrer Bemühungen wünschen. Es mag dies sogar hie und da tatsächlich mal gelingen. Aber in den allermeisten Fällen ist das doch so nicht einfach "machbar".

Und doch tun wir so und es scheint mir auch, dass Abweichungen von dieser "Norm" immer weniger toleriert werden, dass die Räume enger, dass die Ängste grösser werden. Und das Bewusstsein schwindet, dass es viele andere Lebenswege gibt, dass Scheitern, Umwege, Brüche etc. ein Teil des Menschseins sind und dass wir uns nicht davor schützen können (und auch nicht unsere Kinder), selbst wenn wir alles "richtig" machen.

Eine verantwortungsbewusste Erziehung besteht für mich darin, zu versuchen zu erkennen, wer mein Kind ist und es wo möglich und notwendig in dem zu unterstützen, was es an Interessen und Begabungen zeigt.
Wenn ich selber als Mutter sportlich und gerne unter Menschen bin, heisst das, dass ich meinen phlegmatischen und einzelgängerischen Sohn in diesem Teil seiner Persönlichkeit genauso annehme und nicht nur in den Eigenschaften, die mich an ihm vielleicht freuen oder stolz machen.

Ich denke, auf die Idee, dass die Zukunft immer ein unsicheres Konstrukt ist und dass wir nicht alles kontrollieren und optimieren können, reagieren wir entweder mit Angst und noch grösserer Anstrengung zu kontrollieren oder wir entspannen uns tatsächlich einfach und suchen in uns nach Vertrauen und geben es an unsere Kinder weiter.

Jetzt hoffe ich, dass ich mich einigermassen verständlich ausgedrückt habe (es ist wirklich sehr heiss... ;-) )- und verzichte auf weiteres kontrollieren und optimieren dieses Textes.

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Eltern kommen nicht umhin ihren eigenen Kompass für die Erziehung ihrer Kinder auszurichten. Für manche Fragen werden sie Unterstützung haben wollen, für andere nicht. Ich habe mir als meine Kinder jung waren, sehr gut überlegt, wenn ich um Rat frage. Viele Ratschläge kommen ungebeten und sind, wie Frau Melone beschreibt verdeckte Vorwürfe oder Ansprüche an die Eltern.

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Spannender Artikel. Ich ziehe selber zwei Kinder gross und bin Oberstufenlehrerin.
Der Grundpfeiler heisst für mich Vertrauen. Wenn man das nicht in sich spürt- und das kann und darf selbstverständlich so sein- wird es schwierig.
Meine Erfahrung: Eltern stärken und entlasten, das überträgt sich eins zu eins auf die Kinder.
Wenn die Eltern beruhigt sind, fühlt sich auch das Kind sicher.
Ich sehe meinen Job als Lehrerin in den letzten Jahren vermehrt auch als Elternbegleiterin und Elternentlasterin,
natürlich im Beisein der Jugendlichen.
Interessant, dass fast alle Kommentierenden eine Website oder ähnliches posten...
Diesbezüglich kann ich nichts bieten ;-)

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Ich freue mich darauf, mich nun mit Ihnen über das Thema "Eltern-Determinismus" auszutauschen!
Meine Name ist Daniela Melone und nehme in meiner Funktion als Geschäftsführerin von Elternbildung CH teil. Ich selber arbeite seit über dreissig Jahren mit Eltern zusammen - in ganz verschiedenen Rollen, zu ganz verschiedenen Themen. Ich hoffe, dass ich mit meinem Erfahrungshintergrund eine Bereicherung für die Debatte sein kann.

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Ich gehe mit der Aussage von Helene Guldberg einig, dass es besonder wichtig ist "... Vertrauen zwischen Erwachsenen zu schaffen." Vertrauen darauf, dass der andere Elternteil zwar anders, aber deshalb nicht schlechter erzieht, dass es in der Nachbarschaft so viele positive Erziehungsstile wie Familie gibt und dass das grundsätzlich als Bereicherung erlebt werden kann. Aber auch, dass darauf vertraut wird, dass z.B. in der Fadenspule bereichernde Unterstützung und nicht professionelle "Übergriffe" stattfinden. Das Haar in der Suppe zu suchen, anstatt vertrauensvolle Wertschätzung entgegen zu bringen, führt zu Verunsicherung und damit zum Griff zu den unsäglich vielen Ratgebern und zu halbherzig übernommenen pädagogischen Verhaltensvorgaben.

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Ich ergänze die Diskussion gerne aus der Perspektive des Vereins a:primo. Wir engagieren uns stark für sozial belastete Familien. In diesem Kontext sprechen wir von einem erhöhten Risiko der Kinder für ein gesundes Aufwachsen. Statistisch gesehen leben in der Schweiz ca. 10% der Kinder in Familien mit sozialen Belastungen. Die Eltern, die am Programm schritt:weise teilnehmen, sind froh für die Informationen und Anregungen, die sie im Rahmen des Programms bekommen. Die Eltern entscheiden, ob und welche Anregungen, sie in ihren Familienalltag integrieren wollen. Die in der Schweiz verbreitete Art der Kindererziehung ist vielen der Familien wenig bis gar nicht vertraut. Die Eltern beeinflussen mit ihrem Interesse an der hiesigen Erziehungshaltung die Möglichkeiten für ihre Kinder.

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Die Eltern haben zweifellos einen enorm wichtigen Einfluss auf ihre Kinder!
Das können wir auch in der Natur bei Vögeln und Säugetieren beobachten.
Wenn bei einer Geburt das Mutterschaf abgelenkt und gestresst wird, so dass etwas bei der Geruchs-Bindung schief läuft, wird sie das Jungtier ablehnen, was für dieses Jungtier meist den sofortigen Tod bedeutet.
Manchmal kann sich ein Jungtier aber auch "durchmogeln", wenn es eine Starthilfe von einem wohlmeinenden Schäfer bekommt, der es schöppelt.
Dann kann es sich später von hinten an andere Mutterschafe heranmachen und so unerkannt frische Milch ergattern.
Solche unerwünschten Schafe entwickeln sich aber meist "serbelig", weil sie einfach zu wenig Milch und Zuwendung durch die Mutter erhalten. Sie bleiben oft klein und kränklich.
Solche herzzerreissenden Beobachtungen bei Problemfällen, sowie ein wohliges Gefühl der Rührung beim Anblick von gesunden Lämmern, die normal und geborgen aufwachsen, lassen sich in gewissem Masse auch auf die Menschen und ihre Kinder übertragen.
Wir brauchen da gar nicht moralisieren!
In der Regel lenkt es die Natur wie von alleine und können wir auf unsere spontanen Gedanken und Gefühle vertrauen.
Aber manchmal kommt etwas durcheinander und es stimmt überhaupt nicht mehr.
Auch in einem solchen Spezial-Fall wird es die Natur richten, nur diese Mal auf unkonventionelle Weise und auf Neben- und Abwegen.
Familien- und Dorf-Verbände stigmatisieren Aussenseiter und verstossen sie.
Die Aussenseiter müssen lernen, sich draussen in der Wildnis durchzuschlagen und sich anderen Familien und Dorf-Verbänden anzuschliessen.
Letztlich sind hier auch tief im Erbgut verankerte Triebkräfte am Wirken, welche einer Inzucht entgegen wirken.
Auch wohlbehütete Sprösslinge müssen früher, oder später einmal möglichst weit weg ziehen! Nur glauben sie dann, dass sie das freiwillig tun würden...

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Ich habe beim Begleiten meiner nun 19- und 16jährigen Kindern versucht, dieser Entspanntheit einen Namen zu geben und ab und zu über die Erfahrungen, die ich damit machte, zu schreiben. „Hands Off Parenting“. Insgesamt habe ich damit nur gute Erfahrungen gemacht.

https://handsoffparenting.wordpress.com/

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Die Fadenspule möchte das Dorf ersetzen, das wir in der modernen Gesellschaft verloren haben, und das für die Sozialisation der Kinder so wichtig ist.
www.diefadenspule.ch
https://m.facebook.com/pages/Die-Fa…7617926138

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An mich selber glauben, wissen, woher ich komme, die Kinder Erfahrungen machen lassen und wo nötig Grenzen setzen. Der Rest ist sein, streiten, lieben, sich gemeinsam entwickeln. (Flasche leer - habe fertig).

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Es ist aber auch hauptsächlich der Zwiespalt, den uns die Gesellschaft aufbürdet, der die Erziehung (und Begleitung) unserer Kinder zu einer beinahe unerfüllbaren Aufgabe macht! Einerseits sollen die Mutter und der Vater bitteschön Arbeiten und die Kinder schön brav (immer früher schon!) zur Schule gehen, andererseits sollen wir uns möglichst gut um unsere Kinder kümmern. Das geht ja gar nicht, wenn wir unsere Kinder nur am Morgen und am Abend sehen! Kleine Kinder brauchen ihre Eltern! Kinder brauchen aber auch einfach viel Zeit um ihre Potenziale zu entfalten und um zu Spielen. Diese Zeit wird ihnen von der Gesellschaft gestohlen. Schaut mal, was André Stern dazu sagt (http://www.andrestern.com/de/startseite.html)

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