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1908 waren die Frauen noch einige Jahre entfernt vom Wahlrecht: Una Duval erklärt einer Männergruppe in Newcastle die Ideen der Suffragetten. Museum of London/Getty

Die Suffragetten haben die Frauen mächtiger gemacht

Vor hundert Jahren erhielten die ersten Frauen in England das Recht zu wählen – und für das Parlament zu kandidieren. Vor welchen Herausforderungen stehen Politikerinnen heute?

Von Helen Lewis (Text) und Sarah Fuhrmann (Übersetzung), 27.04.2018

Man braucht ein paar Minuten, um die richtige Kammer zu finden. Sie ist versteckt unter einer Treppe hinter der Orgel in der Chapel of St Mary Undercroft, in unmittelbarer Nähe der Westminster Hall. Hier hat Tony Benn, ein inzwischen verstorbener Labour-Abgeordneter, ein Messingschild heimlich anbringen lassen. «In dieser Besenkammer versteckte sich Emily Wilding Davison, unerlaubterweise, in der Nacht der Volkszählung im Jahre 1911», steht darauf. «Auf diese Weise konnte sie das House of Commons in der Nacht jener Volkszählung als ihren Wohnsitz angeben und so dieselben politischen Rechte wie Männer fordern.»

Sieben Jahre später war es dann so weit. Am 6. Februar 1918 erhielten in Grossbritannien alle Frauen, die über dreissig Jahre waren, durch den «Representation of the People Act» das Wahlrecht.

Hundert Jahre ist das nun her. Zeit, Bilanz zu ziehen. Über den Kampf der Frauen damals. Und heute.

Emily Davison erlebte das Frauenwahlrecht nicht mehr. Sie starb am 4. Juni 1913. Sie rannte mit einer Flagge der WSPU, der Women’s Social and Political Union, beim Epsom-Derby auf die Rennbahn. Sie wollte sie dem Pferd des Königs anheften. Erfolglos. Der Gaul überrannte sie. Vier Tage später erlag sie ihren Verletzungen.

«Deeds Not Words» – Taten statt Worte. Bis zum bitteren Ende hielt sich Davison an das Motto der WSPU. Die Organisation war 1903 von Emmeline Pankhurst und ihrer Tochter Christabel gegründet worden. Die Vereinigung mobilisierte gegen die Volkszählung von 1911. Im ganzen Land weigerten sich Frauen, zu Hause zu bleiben und gezählt zu werden – wenn das politische System ihre Stimmen ignorierte, indem es ihnen das Wahlrecht vorenthielt, warum sollten sie dann mit diesem System kooperieren?

Am 18. November 1910 hatten sie noch Hoffnung gehabt, dass sich dieses System verändern lasse. Fehlanzeige. Der Freitag wurde zum «Black Friday» der Stimmrechtlerinnen. Suffragetten hatten sich bei der Caxton Hall in Westminster versammelt, dem Sitz des britischen Parlaments. Sie hofften, etwas über den Verlauf der ersten «Conciliation Bill» zu erfahren, die versprach, das Wahlrecht auf besitzende Frauen auszudehnen. Stattdessen verkündete der damalige liberale Premierminister Herbert Asquith, dass er das Parlament auflöse und allgemeine Wahlen abhalte.

Die Suffragetten waren bitter enttäuscht. Annie Kenney, eine frühere Spinnereiarbeiterin, war eine der wenigen Frauen aus der Arbeiterklasse im Umfeld der Spitze der WSPU, die von den Pankhursts aus dem Mittelstand dominiert wurde. Annie Kenney verglich die Reaktion mit dem «Hereinbrechen eines Sturms». In ihrer Autobiografie «Memories of a Militant» schrieb sie: «Die Wolken, die sich seit Wochen zusammengebraut hatten, brachen plötzlich auf, und der Platzregen war fürchterlich. Es gab keine unter uns, die in jenem Moment nicht in den Tod gegangen wäre, wenn Christabel [Pankhurst] es gefordert hätte.»

Wie Diane Atkinson in ihrem neuen Buch über die Geschichte der Suffragetten, «Rise Up, Women!», berichtet, versuchte eine Gruppe anschliessend, ins Parlament einzudringen, um mit dem Premierminister zu sprechen. Zur Gruppe zählten vier Frauen: Emmeline Pankhurst, die Anführerin der WSPU; die 74-jährige Elizabeth Garrett Anderson, die erste ausgebildete Chirurgin in Grossbritannien; die Physikerin Hertha Ayrton, die eine Hughes-Medaille für ihre Arbeit über elektrisches Licht erhalten hatte, der jedoch die Mitgliedschaft in der Royal Society verwehrt worden war; und Prinzessin Sophia Duleep Singh, Tochter eines Sikh-Maharadschas und Patentochter von Königin Victoria.

Emily Davison rannte 1913 beim Epsom-Derby mit einer Fahne auf die Rennbahn, sie wurde vom Pferd des Königs niedergetrampelt und starb wenig später an ihren Verletzungen. Arthur Barrett/Getty
Im Polizeigriff: Emmeline Pankhurst, Anführerin der Women’s Social and Political Union (WSPU), wird 1914 bei einem Protestmarsch festgenommen und abgeführt. Getty
New York, 1911: Emmeline Pankhurst spricht zu einer eindeutig männlich dominierten Menge. Getty

Insgesamt versammelten sich dreihundert Frauen beim St.-Stephen’s-Eingang, durch den Touristen heute das Parlament betreten. Sie wurden durch eine polizeiliche Absperrung zurückgehalten, und die Demonstration wurde schnell gewaltsam. Die Polizei vergriff sich an einigen Demonstrantinnen. Mrs Saul Solomon beschwerte sich später per Brief bei Winston Churchill, dem damaligen Abgeordneten für Dundee und Vorsitzenden des Handelsministeriums, dass man ihr «an die Brüste gefasst» habe.

Eine der Hauptlehren aus Atkinsons Buch ist, wie viel staatliche Gewalt den Suffragetten zugefügt wurde. Zwangsernährung wird heute allgemein als Folter angesehen. May Billinghurst, eine körperbehinderte Suffragette, wurde am Black Friday aus ihrem Invalidenfahrzeug mitten in eine feindselige Menge gekippt. Am nächsten Tag veröffentlichte der «Daily Mirror» ein Foto der 50-jährigen Ada Wright, die am Boden liegt, nachdem sie von einem Polizisten niedergeschlagen worden war.

Emily Davison war eine von 119 Personen, die am «Black Friday» festgenommen wurden, aber sie kam nicht ins Gefängnis. Das ärgerte sie. Sie kehrte am nächsten Tag zurück, warf einen Hammer durch ein Fenster des Unterhauses und kam für einen Monat in Haft.

Der nackte Churchill braucht sich keine Sorgen zu machen

1918 erhielten weibliche Hauseigentümerinnen über dreissig nicht nur das Stimmrecht, sie durften nun auch für das Parlament kandidieren. Constance Markiewicz trat ihren Sitz – St Patrick’s in Dublin – jedoch nie an, weil sie eine irische Republikanerin war. Sie war gerade erst aus dem Gefängnis von Aylesbury entlassen worden, wo sie wegen ihrer Beteiligung am Osteraufstand im Jahr zuvor eingesperrt worden war. Bei der Wahl im Dezember sass sie im Holloway-Gefängnis. Statt dem britischen Parlament von Westminster entschied sie sich, dem Dáil beizutreten, dem Parlament der revolutionären irischen Republik.

Die erste weibliche Abgeordnete war daher die Adelige Nancy Astor, eine Konservative, deren Jungfernrede im Jahr 1920 über die Mässigung des Alkoholkonsums ihre einsame Stellung bestätigte. (Sie blieb bis 1945 im Unterhaus.) Sie sagte: «Ich bin ziemlich sicher, dass Frauen auf der ganzen Welt nicht vergessen werden, dass es die kämpferischen Männer von Devon waren, die es wagten, die erste Frau auszusenden, die Frauen in der Mutter aller Parlamente vertritt.»

Später stritt Astor mit ihrem alten Freund Winston Churchill. «Ich empfinde das Eindringen einer Frau in das Unterhaus als so peinlich, als würde sie in mein Badezimmer platzen, wenn ich nichts hätte, um mich zu verteidigen, noch nicht einmal einen Schwamm», sagte er. Astor soll daraufhin bemerkt haben, er sei nicht attraktiv genug, um sich in dieser Hinsicht Sorgen machen zu müssen.

Endlich im Parlament angekommen: Nancy Astor war 1919 die erste Frau, die ins Unterhaus gewählt wurde. G. Adams/Getty
Siegerinnenjubel: 1929 hatte die sogenannte Flapper-Wahl Premiere, an der Frauen bereits ab 21 Jahren mitmachen durften. Puttnam/Getty

Nach der sogenannten Flapper-Wahl von 1929, der ersten Wahl, bei der Frauen über 21 abstimmen durften, lancierte die BBC sogar eine politische Radiosendung für Frauen. Sie brachte kurze Reden von weiblichen Abgeordneten und war laut dem Generaldirektor der BBC, Lord Reith, «hauptsächlich für Hausfrauen gedacht, deckt aber auch ein grosses, durchmischtes Publikum aus Schichtarbeitern, Arbeitslosen, Invaliden usw. ab». Ein BBC-Produzent versuchte Nancy Astor zu überzeugen, in der Sendung aufzutreten, und schrieb ihr: «Wir wagen diesen Herbst ein neues Experiment und lassen eine weibliche Abgeordnete einen einfachen, erläuternden Vortrag über die Woche im Parlament halten, jeden Mittwochmorgen um 10 Uhr 45 – die Zeit, wenn vielbeschäftigte, arbeitende Frauen unserer Erfahrung nach am besten zuhören können, während sie eine Tasse Tee trinken.»

Was ursprünglich «The Week in Parliament» hiess, wurde schliesslich zu «The Week in Westminster» (eine Sendung, die die Autorin dieses Textes heute moderiert). Ab 1931 durften Männer Teil der Sendung sein, und heute besteht das Problem darin, sie nicht dominieren zu lassen – kein Wunder, wenn heute zwei Drittel der Abgeordneten und drei Viertel der zugelassenen Parlamentsberichterstatter Männer sind.

Vor der Wahl im Jahr 1997 und dem Erdrutschsieg von New Labour, der 101 weibliche Labour-Abgeordnete (von 120 Frauen im Unterhaus) in einem einzigen Schwung aus hellen Jacketts und Bobfrisuren hereinspülte, war Frauen immer bewusst, dass sie Teil einer winzigen Minderheit waren.

Im Jahr 2016 wurde ein bittersüsser Meilenstein im Unterhaus erreicht. Die Zahl der jemals gewählten Frauen betrug 455 – die gleiche Anzahl wie Männer, die zu der Zeit Abgeordnete waren. Es ist peinlich, dass es 98 Jahre bis zu diesem Punkt dauerte, und doch müssen sogar Pessimistinnen zugeben, dass es sich heute anders anfühlt im Parlament.

Die Politik besteht immer häufiger den Bechdel-Test, die Formel, die die Comiczeichnerin Alison Bechdel geprägt hat, um die Darstellung von Frauen im Film zu beurteilen. (Gibt es zwei benannte Sprechrollen für Frauen? Sprechen die Frauen miteinander? Und geht es dabei um etwas anderes als einen Mann?) Der Bechdel-Test versucht, etwas über reine Zahlen hinaus zu erfassen, und konzentriert sich stattdessen auf Beziehungen. Das ist entscheidend: Endlich sind Frauen nicht mehr nur dann erfolgreich in der Politik, wenn sie sich einem Männerverein anpassen können. Ihre Bündnisse und Verhandlungen mit anderen Frauen spielen ebenfalls eine Rolle.

Anders als Margaret Thatcher, die in ihren elf Jahren als Premierministerin nur eine Frau in ihrem Kabinett einsetzte und sich einer endlosen Reihe von konkurrierenden männlichen Staatsoberhäuptern und Oppositionsführern gegenüber sah, muss ihre aktuelle Nachfolgerin Theresa May mit mächtigen Frauen reden, um Dinge durchzusetzen. Viele ihrer schwierigsten Verhandlungen führt sie mit anderen weiblichen Führungspersonen: Nicola Sturgeon in Schottland, Arlene Foster von der Democratic Unionist Party in Nordirland, Angela Merkel in Deutschland. Sie gewann den Führungsposten ihrer Partei gegen Andrea Leadsom. Zu ihren potenziellen Nachfolgern zählen Amber Rudd und Ruth Davidson, Chefin der schottischen Konservativen.

Morddrohungen sind sehr zeitraubend

Gleichwohl: Weibliche Politikerinnen sind noch immer mit respektloser Berichterstattung in den Medien konfrontiert. Die «Daily Mail» war May immer wohlgesonnen, betonte dennoch im Bericht über ihren Besuch bei Sturgeon, wie toll ihre Beine auf dem offiziellen Foto aussehen. Der reisserische Aufmacher: «Never mind Brexit, who won Legs-it!» (Vergesst den Brexit, wer hat den Beine-Wettbewerb gewonnen).

Es fühlte sich an wie der Nachhall einer anderen Zeit. Doch auch in dieser Hinsicht hat sich jedoch etwas verändert. Während Mays Presseteam keinen Kommentar zu dem «Daily Mail»-Artikel abgeben wollte, vermutlich aus Angst, eine so mächtige Unterstützerin zu verärgern, hatte Sturgeon keine derartigen Bedenken. «Der Brexit könnte Grossbritannien zurück in die frühen 70er-Jahre katapultieren. Aber es besteht keine Notwendigkeit, dass die Berichterstattung über die Ereignisse die Richtung weist», sagte ihr Sprecher knapp zu den Medien.

Egal ob sie mit Ablehnung oder Unernst reagieren, Frauen in der Politik müssen sich zunehmend weniger zurückhalten, was Sexismus betrifft, aus Angst, nicht ernst genommen zu werden: Sie wissen, dass viele Kommentatoren und Wählerinnen und Wähler auf ihrer Seite sein werden.

Während allerdings sexistische Kommentare abnehmen, nimmt eine andere Bedrohung zu. Alle Politiker müssen mit Beschimpfungen online und offline umgehen, aber Frauen werden oft herausgegriffen, und die Sprache, die ihnen gegenüber benutzt wird, ist häufig offen frauenfeindlich. Die Innenministerin der Opposition, Diane Abbott, erhielt während des Wahlkampfs 2017 45 Prozent aller beleidigenden Tweets an weibliche Abgeordnete. «Es ist in hohem Masse rassistisch gesteuert und ausserdem geschlechtsspezifisch, weil die Leute von Vergewaltigung sprechen und auf eine Art und Weise über mein Äusseres reden, wie sie es bei einem Mann nicht tun würden», sagte Abbott damals. «Ich werde als weibliche Politikerin beschimpft, und ich werde als schwarze Politikerin beschimpft.» Ihre Kollegin Emily Thornberry, die Aussenministerin der Opposition, bemerkte: «Auf einer praktischen Ebene sind die ganze Gewalt und die Morddrohungen einfach sehr zeitraubend.»

Für Frauen in der Politik oder für jene, die darüber berichten, ist es riskant, einfach nur ihre Arbeit zu machen. Manche weiblichen Abgeordneten haben Notfallknöpfe dabei, viele lassen zusätzliche Schlösser oder Sicherheitsausrüstung bei sich zu Hause oder in ihren Wahlkreisbüros anbringen. Die Politikredaktorin der BBC, Laura Kuenssberg, musste wegen der Drohungen gegen ihre Person einen Bodyguard zum Labour-Parteitag in Brighton mitnehmen.

Wenn ich in den vergangenen paar Jahren eine weibliche Abgeordnete fragte, wie es ihr gehe, erhielt ich oft die Antwort: «Ach, ich musste mich gerade mit einer weiteren Morddrohung herumschlagen.»

Die Auswirkungen sollten nicht unterschätzt werden, auch wenn Abgeordnete oft nur zögerlich über Beschimpfungen reden. Entweder aus Angst, «schwach» zu erscheinen, oder weil sie wissen, dass grosse Teile der Öffentlichkeit schlicht mit einer Variante von «Aber du hast es verdient» reagieren. Man sollte meinen, die desinteressierten Teile der Medien würden mehr Sympathie zeigen seit dem Mord an der Labour-Abgeordneten Jo Cox durch einen Rechtsextremen. Aber das ist falsch.

An der Spitze

Rückblickend wird es nie wieder einen solchen Donnerschlag in der britischen Politik geben wie 1918. Da das Stimmrecht ausser auf die Frauen auch auf jüngere Männer übertragen wurde, verdreifachte sich das Stimmvolk. Der Kampf für das Stimmrecht vereinte Frauen jeglicher Herkunft, auch wenn die Geschichtsschreibung dazu neigt, sich auf die charismatischen, manchmal diktatorischen Pankhursts zu konzentrieren. Heute sind die Ungleichheiten, die Frauen betreffen, unschärfer, und ihre Lösungsansätze sind zwangsläufig voreingenommener.

Nicht zu leugnen ist, dass die politische Mitte sich verlagert hat. Wir haben in England eine konservative Premierministerin, die sich selbst als Feministin bezeichnet; eine Chefin der Scottish National Party und Ministerpräsidentin, die regelmässig über ihren Wunsch spricht, ein Vorbild für Mädchen zu sein; und eine stellvertretende Parteivorsitzende der Freidemokraten, Jo Swinson, die mit ihrem zweiten Kind schwanger ist (und mitverfolgt hat, wie ihr Partner Duncan Hames der erste Abgeordnete wurde, der ein Baby durch den Gang zur Unterhausabstimmung trägt).

Frauen an der Spitze? Nicht ganz. Aber ein Jahrhundert, nachdem die erste Frau das Wahlrecht erhielt, sind wir mächtiger denn je.

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Zur Autorin

Helen Lewis ist stellvertretende Herausgeberin des «New Statesman». Sie ist regelmässig bei «The Week in Westminster» auf BBC Radio 4 zu hören und beim «News Quiz» und «Sunday Politics» auf BBC 1.

Dieser Text ist eine Adaption des Textes «After the suffragettes: how women stormed Westminster» aus dem «New Statesman».

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