«Guter Journalismus beginnt mit kritischem Hinterfragen, auch sich selbst.»

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Mona Fahmy

Mona Fahmy wuchs zwischen New York und Beirut auf. Ihr Vater, ein Ägypter, starb, als sie 4 war. Ihre Mutter, eine Schweizerin, war Geschäftsfrau. Ihr Gebiet waren schlüsselfertige Grossprojekte. Als der Bürgerkrieg Beirut erreichte, zog die Familie in die Schweiz. Drei Jahre nach Abschluss des Betriebswirtschaftsstudiums ging Fahmy auf die Journalistenschule. Es war der Anfang einer 17 Jahre währenden Flipperball-Karriere zwischen «Blick», «SonntagsBlick», «Facts», «Annabelle», «SonntagsZeitung» und «Tages-Anzeiger»/Newsnetz, mal als Reporterin, mal als Chefin. Fahmy schrieb über Terroristen, Guerilleros, Geldwäscher, Kriege und den Nahen Osten; ihre Recherchen führten sie an Orte wie Kolumbien, Tschad und Libyen. Von 2007 bis 2009 machte sie an der Hochschule Luzern den Master in «Economic Crime Investigation». Sie hatte den Plan gefasst, ihren Job zu verlassen: «Denn kaum jemand wühlt noch im Dreck.» 2013 beerdigte sie den Journalismus. Sie recherchierte nun für Firmen. Ihr Job wurden Backgroundchecks zu möglichen Geschäftspartnern, Mitarbeitern, Märkten und Partnerfirmen – zu Bonität, Ruf und kriminellen Verwicklungen. Daneben gab sie Recherchekurse für Profiermittler. 2015 erschien ihr Buch «Der Tod, das Verbrechen und der Staat» über organisierte Kriminalität in der Schweiz. Im Herbst 2017 entschloss sich Fahmy zu zwei neuen Abenteuern. Sie gründete eine eigene Firma: Universal Risk Consulting. Und sie schreibt wieder, nun für die «Republik»: zu Politik und Verbrechen

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