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zu 1) Verkaufszahlen
Seit mindestens 15 Jahren steigen die Verkaufszahlen von EAutos exponentiell. Extrapoliert man das durchschnittliche Wachstum von 60% bis 80% ein paar Jahre in die Zukunft, wird dann schnell klar, dass 15% bis 2022 mit guter Wahrscheinlichkeit erreicht werden können.

zu 3) und 4) CO2
Es geht gar nicht darum, wie die Situation heute aussieht, sondern wie sie in 10 oder 30 Jahren aussehen soll. Unter anderem soll die Energie dann CO2-frei erzeugt werden. Werden dann mit dieser Energie Batterien gebaut und Auto-Batterien geladen, sieht die Bilanz ganz anders aus. Es geht darum, sich auf den Weg zu machen und nicht den Status Quo zu berechnen.

zu 5) Kilometerleistung
EAutos werden über eine Million Kilometer ohne nennenswerte Servicekosten leisten können, inkl. der Batterie (Tesla arbeitet auf dieses Ziel). Das wird vor allem dann auch notwendig werden, wenn die Autos autonom fahren und den ganzen Tag unterwegs sind. Politisch richtig gesteuert, führt dies auch nicht zu mehr Verkehr, sondern zu weniger Autos, die besser genutzt werden und so den CO2-Fussabdruck weiter gesenkt wird; bei gleichbleibender Mobilitätsleistung, wohlgemerkt.

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lanjähriger E-Autobesitzer, El. Ing. ETH
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Jeder langjährige Besitzer weiss, dass die Verwendung eines E-Autos mehr ist, als einfach ein "anderes" Auto zu fahren. Ich meine dabei nicht das "andere" Fahrgefühl, das es zweifelsfrei gibt und das äusserst angenehm ist. Nein, es geht darum, dass man mit einem E-Auto wohl auch bewusster fährt. Da der Bereich, den man heutzutage mit einem modernen E-Auto ohne "nachzutanken" fahren kann, für ca. 70% aller Fahrten genügt(!) - mit dem 5-Plätzer Zoe von Renault kommt man über 8 Monate des Jahres 320-340 km weit -, gibt es aus meiner Sicht keinen Grund, nicht zumindest als Zweitwagen ein E-Auto zu fahren. Und wenn man dann feststellt, dass ein solches Auto pro 100 km umgerechnet rund 1.3 Liter Diesel braucht - entspricht 13 kWh - zu einem Preis von rund 30 Rappen, man kein Getriebeöl wechseln muss, man mit einem Auto fährt, das mit einem Zwanzigstel an beweglichen Teilen eines konventionellen Autos, die kaputt gehen können, konstruiert wird, man das Auto immer nur mit Ökostrom lädt, das über die eigene Wallbox geladen wird und man beim Fahren feststellt, dass das, was bei konventionellen Autos als Bremswärme abgeführt, in die Batterie rekuperiert wird, dann gibt es wohl kaum gute Gründe, sich heute noch einen Wagen mit Verbrennungsmotor anzuschaffen.
Ein Elektroauto muss kaum in die Werkstatt und wenn, dann nur, um die Fahrzeugdaten auszulesen und festzustellen, ob da irgendwelche Fehler aufgetaucht sind. Solche Dinge könnte man heute bereits schon standortunabhängig machen, im Übrigen.
Es ist mir auch klar, dass die Verbreitung der E-Autos beispielsweie einen grossen Einfluss auf die Anzahl der notwendigen Werkstätten haben wird. Es wird nur noch wenige brauchen. Ein solcher absehbarer Strukturwandel ist wohl schmerzhaft und schafft auch Ängste und damit Widerstände, nicht zuletzt bei den Ingenieuren und Technikern, die sich ihr Leben lang mit Verbrennunsgmotoren beschäftigt haben und nichts anderes mehr lernen wollen oder lernen können. Vor rund drei Jahren gab es in der NZZ einen Artikel über die "Ineffizient" der E-Motoren in einem weiteren Sinn, in dem sich ein ETH-Professor - ein Spezialist für effiziente Benzin-Verbrennungsmotoren - äusserst vernichtend zur E-Mobilität geäussert hatte. Dabei stützte er sich auf einen "wissenschaftlichen" Bericht. Auf zweimalige direkte Nachfrage erhielt ich diesen Bericht dann auch. Es handelte sich um eine Studie eines österreichischen Instituts aus dem Jahre 2008, wobei dieses Institut seine Expertise ausschliesslich in Verbrennungsmotoren hatte und sich bei seinen Untersuchungen auf Daten aus der Experimentierphase der E-Auto-Herstellung abstützte. Das Fatale daran war nicht dieses Studie, sondern die Tatsache, dass sich ein renommierter Professor noch um 2015 auf einen solchen Uraltbericht abstützte. Hier lässt sich erahnen, wie gross die Widerstände gegen E-Auto sind und wohl auch noch weiter sein werden.
Aber lassen wir uns davon nicht abschrecken: Beurteilen wir nicht eine aufkommende Technologie anhand einer Technologie, die über 100 Jahre Zeit hatte, sich zu optimieren. Dass auch E-Autos ihre Problematiken haben, ist unbestritten. Mobilität hat ihre Schattenseiten. Tragen wir viel mehr dazu bei, dass einer Technlogie zum Durchbruch verholfen wird, die langfristig betrachtet über den ganzen Lebenszyklus wohl nur noch eines Zehntels des Energieaufwandes bedarf, als es dies die heutigen Autos auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung benötigen. Hüten wir uns auch davor, quasi den Bock zum Gärtner zu machen: Experten für E-Mobilität können nicht die heutigen Spezialisten für Verbrennungsmotoren sein, die sich dann zudem noch selber zu Experten für Batterien ernennen.
Nun eine Bitte an den Leser, die Leserin: Streitet nicht über obige Aussage eines Zehntels. Das ist nicht das Relevante!

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Habe mich als langjähriger E-Auto Verkäufer auf diesem Artikel gefreut. Bin leider etwas enttäuscht. Viele Argumenten sind wenig recherchiert. Erstmals wird nicht von Tesla geredet. Das Model 3 ist das meistverkaufte E-Auto mit riesigem Abstand. Einen Tesla Model 3 kann weniger kosten als einen Golf 4Motion wenn man sich die Gesamtkosten (inkl. Service, Versicherung, Verkehrsabgabe usw.) anschaut. Ladestationen braucht es weniger als Tankstellen da 1. die meisten Übernacht zuhause oder Tagsüber ins Büro aufladen können und 2. die meisten E-Autos bieten heutzutage weit über 100-150km (bei Teslas sogar über 450km) Reichweite an, somit muss auch nicht unbedingt Täglich aufgeladen werden, da der Durchschnittsschweizer nicht mal 50km/Tag zurücklegt (Daten vom BfS).

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Mir fehlt die Frage, welche über die CO2-Perspektive hinausgeht: “Wie umweltfreundlich sind E-Autos über die CO2-Bilanz hinaus?” bzw. “können wir uns den Individualverkehr aus ökologischer Sicht leisten?”

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Es ist wie mit der Hausheizung. Die ersetzt man sinnvollerweise auch nicht, bevor man nicht das Haus besser isoliert hat.
Zuerst kommt vermeiden (z.B. Siedlungspolitik), verlagern (z.B. Veloschnellwege) und erst was übrig bleibt dann 100% elektrisch.

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«Super Credits» - führt das Ganze ins Absurde. Darüber ärgere ich mich schon lange.
Jedes verkaufte eAuto ermöglicht so den Verkauf von zwei Riesendreckschleudern.

Ökologischer sind Autos nur, wenn sie auch kleiner und leichter sind und zudem lange gefahren (nicht rasch ersetzt) werden.

Die Entwicklung geht in die falsche Richtung - Richtung mehr des Selben in neuer Verpackung.

Ein Fiat Panda der 20 Jahre benutzt wird ist wahrscheinlich ökologischer als ein Tessla Modell S. (Nutzungsgrad 1.5 Personen und ein Karton Bier oder so...)

Es müssen auch endlich Faktoren wie Reifen berücksichtigt werden. Gummi gibt es nicht Co2 neutral. Da werden ganze Ökosysteme vernichtet - Brandrodungen etc.
Diese SuperEMobile verbrauchen mehr Gummi als der erwähnte Panda...

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Helen F. aus B.
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Ohne die Vergangenheit glorifizieren zu wollen: Es gab mal eine Zeit, in der Autos (2CV) beworben wurden mit Slogans wie «Einfach nur von A nach B kommen.» Die auf den Markt kommenden E-Autos sind alle unvernünftig: sämtliche Teslas – übermotorisiert, VW id3 – übermotorisiert, BMW i3/i8 – übermotorisiert, usw.
Meine Potenz liegt immer noch in den Eierstöcken und nicht unter der Motorhaube einer E-Blechkiste. Solange die Autohersteller keine vernünftige Modelle herstellen, sieht man(n) mich auf dem Radweg – übrigens ohne E-Unterstützung. Etwas sportliche Betätigung ist der Potenz auch nicht abträglich.
Kuss Helen

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Radfahren ist bestimmt eine vernünftige und angenehme Fortbewegungsart. Trotzdem argumentieren Sie hier bezüglich E-Autos innerhalb der alten Kategorien eines Verbrennungsmotors. Die von Ihnen als unvernünftig bezeichnete Übermotorisierung spielt in Bezug auf die Effizienz bei Elektroautos kaum eine Rolle. Ein "übermotorisiertes" Tesla Model 3 benötigt real weniger Energie (ca. 13kwh pro 100km / entspricht 1,5l Benzin) als z.b der Kleinwagen Renault Zoe. Aerodynamik und hoher Wirkungsgrad des Antriebs sind hier relevant. Es stimmt auch nicht, dass ein Angebot an Kompaktwagen fehlt (Nissan Leaf, Hyundai Ioniq/Kona, E-Golf usw.) und ab nächstem Jahr wird auch das Angebot an Kleinstwagen dramatisch erweitert. (VW E-Up, Seat Mii, Skoda Citigo e-iv usw.) Im übrigen gibt es nach meiner Erfahrung unter Tesla oder BMW i3 Fahrern verschiedenste Charaktere aber Potenzprotze mit Machoalluren sind mir wirklich selten begegnet.

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Helen F. aus B.
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Lieber Herr P., es ist gut möglich, dass ich einige Modelle ausser acht gelassen habe. Dennoch haben Sie meine Fundamental-Kritik am männlichen Autokäufer nicht ganz verstanden: Wenn ein Kleinwagen wie der VW id3 nur in den Varianten 150 PS oder 204 PS angeboten wird, so läuft auch in der E-Autoentwicklung etwas genauso schief wie in der Herkömmlichen. Als ich in meiner Kindheit mit meinen Brüdern noch die Autoquartetts spielen musste, gehörten Autos mit über 100 PS schon zu den «Sportcars». Als ich mein erstes Auto (mit Verbrennungsmotor) kaufte, genügten mir 45 PS komplett, obwohl wir nicht selten zu fünft unterwegs waren. Zum Vergleich: VW e-up – 82 PS, Seat Mii – 83 PS, Skoda Citigo – 83 PS.
Diese unvernünftige Verschiebung, die auch die E-Autoindustrie unhinterfragt mitmacht und zum Teil noch vorantreibt kreide ich an.
Ich: «Dörf's es bizeli weniger sii?» – Autoindustrie: «Nei! Uf kei Fall!»

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Mal überlegt, dass es nicht nur um co2 geht? Beim Verbrenner dampfen noch andere Schadstoffe direkt hinten aus dem Auspuff raus. Der Treibstoff kommt von sehr weit her. Angeblich benötigt man für 6Liter ca 40kwh Energie. Da fährt zb ein Model 3 ca 250km weit bevor der Verbrenner überhaupt startet und dann noch einmal 350km weit während der Verbrenner mit diesen 6Litern nur 100km schafft.

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Das Tolle hier ist ja auch meist, dass bei der Förderung der Rohstoffe für Elektroautos häufig über die ach so unmenschlichen Bedingungen oder deren Umweltproblematik in den Herkunftsländern gesprochen wird, aber die Förderbedingungen für Rohöl in Saudi Arabien oder dem Iran, die höchst umweltschädliche Fracking-Methode in den USA, die dramatischen Umwelttragödien von Ölbohrplattformen wie im Golf von Mexico oder denen von havarierten Öltankern vergessen wird.

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Auch Elektrizität wird nicht verlustfrei hergestellt und sofort verbraucht.

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... kann aber in der Autobatterie hervorragend gespeichert werden. 500 km reichen den meisten Leuten für mindestens eine Woche.

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Oh, da ist ja der lange erwartete seriöse Artikel der „Republik“ zu diversen Themen rund um die Elektromobilität. Sehr gut gelungen, herzlichen Dank!

(Abgesehen vielleicht vom etwas fehlenden Optimismus des Schreiberlings zur Entwicklung. Man sei noch weit vom Ziel von 15 Prozent der Neuzulassungen entfernt. Letztes Jahr waren es etwa 2.5, dieses 4.8 Prozent - na dann extrapolieren Sie mal etwas...)

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Genau! Das exponentielle Wachstum läuft seit mindestens 15 Jahren. Jedes Jahr im Durchschnitt 60% bis 80% mehr. Die absoluten Zahlen waren bisher klein, doch nun werden sie langsam sichtbar.

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Das Umsatteln auf Elektromobilität erscheint gemäss diesen Berechnungen ökologisch sinnvoll. Ist es das immer noch wenn immer mehr Menschen mit immer mehr Elektromobilen durch die Gegend kurven? Wohl kaum. Wir kommen nicht umhin weniger zu fahren und weniger zu kaufen, das heisst zu teilen. Autos als Statussymbole oder individuelle Verwirklichung eines bestimmten Charakters oder Lebensgefühls sind definitiv out . Das Fahrzeug braucht nur noch zwei Dinge zu erfüllen: zu fahren und verfügbar zu sein. Ein Zug, ein Tram, ein Mobility Car oder Catch a car oder ein pick-e bike. Das Aussehen ist so was von egal. Nutzfahrzeuge für alle. Maserati und Bentleys sind einfach nur peinlich. 3 Elektromobile der neusten Generation (Einkaufen, Ferien, Geschäft) vor der eigenen Haustür ebenso.

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Genauso wie das Fachsimpeln darüber, ob nun der Tesla oder der E-Porsche im Nürburgring schneller sei.
Solange wir nicht bereit sind, unsere Werte zu hinterfragen, hat die Umwelt keine Chance, auch wenn wir alle elektrisch herumsurren.

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Interessant auch, dass man viele Kilometer fahren muss, damit ein Elektroauto „rentiert“. Wie wäre es grundsätzlich mit weniger motorisierter Mobilität? Das ist natürlich ein Witz. Aber mit dem Auto ins Fitnessstudio zu fahren, statt den Einkauf nach Hause zu tragen, das ist ja total normal und sorry, diese Worte haben natürlich nichts mit den Vorzügen des einen oder anderen Blech im Wege Objekt zu tun .

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Das ist tatsächlich etwas scheps dargestellt. Ab 50000 km ist es einfach im positiven Bereich. E-Autos halten aber voraussichtlich erheblich länger als die bei Verbrennern üblichen 150000 oder so km. Die Rede ist von 500000 Kilometern und mehr. Von daher ist da noch viel Luft drin, den schon bei den aktuellen 150000 km deutlichen Vorsprung auszubauen.

Bezüglich Vermeidung des Verkehrs haben Sie natürlich Recht: Es gilt „vermeiden, verlagern, verbessern“, und Elektromobilität betrifft nur das letzte. Wir müssen also alle Anstrengungen unternehmen, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren. Aber den Rest, der hoffentlich am Ende klein ist, den müssen wir elektrifizieren.

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In einem eher nicht so guten Beitrag bei 10vor10 (Elektro nur für Kurzstrecke, stehend vor einer H2-Zapfsäule) wurden sogar nur 37'500km erwähnt (bei Minute 2:50)

https://www.srf.ch/play/tv/10vor10/…ac1ecae817

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Ich fahre seit 2013 einen Opel Ampera (E-Auto mit Benzin Range Extender) und bin damit zufrieden. Wer sich der Schweiz bewegen will (nicht nur für den Arbeitsweg) ist mit einem reinen E-Auto schlecht dran (Ausnahme Tesla).
Es hat zuwenig Ladesationen und wenn man eine findet, passt der Stecker nicht, oder man hat die dafür erforderliche Karte nicht, oder es stehen Fahrzeuge des Stationenbetreibes oder andere Fahrzeuge dort, oder die Säule ist ausser Betrieb, oder die Stastion braucht WLAN, steht aber in einem Parkhaus, oder der Strom ist extrem überteuert usw.
Das ist so, wie wenn jede Benzintankstelle eine andere Zapfpistole hätte.
Die Politik muss für eine einheitliche verfügbare Infrastruktur sorgen (jetzt kocht fast jeder Energieversorger sein eigenes Süppchen) und nicht die Fahrzeuge "verbilligen".

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Also ich fahre seit fünf Jahren E-Auto und kann Ihnen nur sagen: So dramatisch wie Sie die Situation schildern, ist sie bei Weitem nicht. Ich komme selbst mit einem E-Auto mit geringer Reichweite (Smart electric drive von 2012) heute problemlos überall in der Schweiz hin, Schnelllader gibt es bald an jeder Ecke. Und so lange ich einen Lademöglichkeit zu Hause habe, sind die zusätzlichen Kosten auch vernachlässigbar (mal 10, mal 20 Franken im Monat, zusätzlich zu den 25 Franken für den Strom zu Hause).

Das einzige was fehlt, sind öffentliche Ladestationen, wo man das Auto auch mal länger laden und stehen lassen kann (in der Blauen Zone oder dergleichen). Für Leute, die keinen eigenen Parkplatz haben. Hier müssen die Gemeinden endlich vorwärts machen. Die Stadt Zürich zum Beispiel schläft weiterhin tief. Man könnte meinen, unsere linken StadträtInnen seien insgeheim Petrolheads, so vehement wie sie sich gegen die Elektromobilität wehren.

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Ich glaube, die Vergleich-Rechnung zwischen dem Bezin-Golf und dem Strom-Golf hat einen wesentlichen Fehler. Benzin-Golf: nimmt man ca. 6,5l/100km an und einen Preis von CHF 1.60 pro Liter, dann sind es tatsächlich etwa 10.4 Rappen pro km Fahrleistung.

Beim Strom-Golf wurde aber die massiv bessere Energie-Effizienz vergessen. Ich fahre seit 2016 einen Kia Soul EV, also ein vergleichbares Fahrzeug in der Klasse. Der EV verbraucht nur ein Drittel der Energie des gleichen Benziners. Ich gehe also davon aus, dass dies beim Golf auch so ist und schätze mal, dass 15kWh pro 100km reichen.

Ergo: 150000km verbrauchen etwa 22500kWh. Selbst wenn man diese ausschliesslich im Hochtarif zu 20 Rappen pro kWh lädt, beträgt der Preis pro km nur 3 und nicht 6 Rappen. Mit Niedertarif-Strom sind es dann nochmal etwa die Hälfte. Damit spart man gut und gern einen Tausender mehr pro Jahr.

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Ganz grundsätzlich ist der Wirkunsgrad der Elektroautos massiv besser. Dadurch verbraucht eMobilität generell weniger Energie, egal, wie diese hergestellt wird. Was bei der Erbsenzählerei ebenfalls immer vergessen geht: eMobilität erhöht die Lebensqualität. Wir nehmen es gar nicht mehr wahr, dass wir täglich ungesunde Abgase einatmen. Ebensowenig realisieren wir den Grundlärmpegel, dem wir ständig ausgesetzt sind.

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Journalist
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Sehr geehrter Herr Künzler

Vielen Dank für Ihren kritischen Blick auf die Kalkulation!

Was die Stromkosten betrifft, hat der TCS nach eigenen Angaben einen Mischwert angenommen. Und dabei eher defensiv gerechnet, um die Vorzüge des E-Autos nicht übertrieben günstig darzustellen. Zum Beispiel mit dem Hochtarif und nicht mit dem Niedertarif, der für "Daheim-Lader" ja leicht zur Verfügung steht.
Aber nicht alle E-Mobil-Fahrer haben schliesslich die Möglichkeit, zu Hause und über nacht zu laden. Zudem wird, wer – gelegentlich oder häufig – auswärts oder unterwegs Strom benötigt, hier und dort noch tiefer in die Tasche greifen müssen. (Einige beispielhafte Preise finden Sie auf hier: https://www.swisscharge.ch/fahrer/)

Unter dem Strich haben Sie natürlich Recht; man kann günstiger unterwegs sein – aber das hängt eben sehr stark von dem Umständen ab, in denen das E-Auto betrieben wird.

Was den Verbrauch des E-Golfs betrifft: Auch da ist der Wert eher auf der "sicheren Seite". Bei einem Test des ADAC (https://www.adac.de/infotestrat/tes…DTest=5678) kamen die Prüfer auf einen Durchschnittswert von 17,3 kWh/100 km – dies im "Normalmodus" und beim Betrieb innerorts, ausserrorts und auf der Autobahn. Man kann ihn auch sparsamer fahren, zum Beispiel in einem Eco-Antriebsmodus. Doch auf der anderen Seite hängt der Verbrauch auch von Jahreszeit, Beladung und anderen Faktoren ab und kann entsprechend höher ausfallen.

Fazit: Die TCS-Kalkulation bewegt sich sicher eher auf der konservativen und sicheren Seite, aber ich glaube, sie ist – je nach realen Umständen – wiederum nicht unrealistisch. Und wir lernen: Wer sich für ein E-Auto interessiert, sollte zuvor bei der Kalkulation die Umstände des Betriebs genau anschauen.

Merci nochmals für Ihren Beitrag!

Freundliche Grüsse
N. R.

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Ich finde den TCS Vergleich trotzdem unredlich. Offensichtlich wurde von 17,3kWh/100km Verbrauch grosszügig auf 20kWh aufgerundet und kalkuliert mit einem fast nirgends bezahlten Strom-Tarif, während man beim Benziner den Katalog-Verbrauch berechnet (wer fährt schon tatsächlich mit 6,5 Litern?! - es ist immer mehr!). Beim Stromer rechnet man "konservativ", beim Benziner "super-optimistisch", damit der Stromer nicht besser als unbedingt nötig dargestellt wird - Zitat: "[...] und dabei eher defensiv gerechnet, um die Vorzüge des E-Autos nicht übertrieben günstig darzustellen."

Sie sind den Leuten des TCS also auf den Leim gegangen. "Glaub nie einer Statistik, es sei denn, du hast sie selber gefälscht."

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Mein Tesla Model 3 Performance hat auf bald 7000 km im Schnitt 17.1 kWh/100 km verbraucht und ist leistungsmässig eine ganz andere Liga als ein eGolf. Ich lade von meinem Stromanbieter Ökostrom zum Nachttarif von CHF 0.17 pro kWh. Ausserhalb meines Wohnortes müsste ich nur nachladen, wenn ich wirklich weit fahren würde. Z.B. Zürich–Genf oder Zürich–Chiasso retour. Der TCS verwendet (wie der ADAC in Deutschland), meiner Meinung nach geschönte Zahlen beim Verbrenner und schlecht gerechnete beim Elektroauto. Gehört zur Desinformationskampagne von Big Oil und ihrer Apologeten.

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Schade, dass hier nichts über die Rohstoffe steht, die in die Batterien verbaut werden und die erstens (soweit ich weiss) nur knapp vorhanden sind (Kobalt) und zweitens unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut werden. Und deren Recycling anscheinend extrem schwierig und teuer ist.

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Als Fahrer eines Elektrofahrzeuges, der sich vor dem Kauf sehr gründlich informiert hat muss ich sagen, dass dies fast schon "Fake News" sind. Zum einen können die Batterien praktisch vollständig recyclet werden und haben vorher ein "Second Life" als stationäre Stromspeicher beispielsweise zur Unterstützung einer Photovoltaik-Anlage, der Zyklus beträgt etwa 25-30 Jahre. Zum Anderen sind auch genau die immer als kritisch benannten Rohstoffe weder selten noch nur in Elektrofahrzeugen verbaut. Kobalt ist ein "Abfallprodukt" bei der Förderung von Kupfer und wird beispielsweise zur Härtung in ähnlicher Menge auch in einem üblichen Verbrennermotor gebraucht und ist keinesfalls selten. Die Bedingungen des Abbaus sind auch nicht so menschenunwürdig wie häufig beschrieben, weil die Förderung, die von den Autoherstellern genutzt wird aus der Grossförderung stammt und nicht etwa von Kongolesischen Kleinminen mit Kinderarbeit. Lithium ist ebenfalls ein Abfallprodukt bei der Förderung anderer Stoffe, überhaupt nicht selten und ist ebenfalls auch in klassischen Autos enthalten, nebenbei aber auch in vielen Alltagsgegenständen.

Ich empfehle diesen Artikel, der sich auf eine sehr einseitige Doku in der ARD bezieht und einiges erklärt:
https://graslutscher.de/wie-eine-ar…erstaerkt/

[edit: schreibfehler]

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Danke für die Richtigstellung beiden Abbaumethoden. Ich habe in Sambia und Kongo gearbeitete und kann ihre Informationen nur Bestätigen.

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Gerade fällt mir doch dieser Artikel in die Hände, der die Fragen auch aufgreift und ein wenig zum Denken anregt (zumindest bei mir):

https://olavdreier.ch/2019/05/18/wi…cht-reden/

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Zur Gewinnung von Lithium hat Andreas P. hier schon vor längerem auf folgendes Factsheet hingewiesen, das ich sachlich und weniger tendenziös finde.

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Ich würde mir ebenfalls wünschen, dass in einem solchen Artikel die Probleme beim Gewinnen von Litium erwähnt würden. Wie da komplette Landschaftsteile umgegraben werden, wie den Dörfern der umliegenden Region das Grundwasser entzogen wird etc. . Das ist dann aus der Sicht der Umwelt wohl genauso verheerend wie die Fracking-Methode beim Erdöl. Es darf nicht sein, das Litium weiterhin mit solch verheerenden Methoden gewonnen wird. Aber reden tut darüber kaum jemand. Mehr Forschung im Bereich der Förderung der Rohstoffe wäre nötig. Aber die Autohersteller scheint dies nicht zu interessieren. Auch deshalb gehört das Thema unbedingt in einen solchen Artikel hinein.

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Debattierfreudiger
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Im Strom-Mix sitzt eine grosse Crux, und ein gutes Stück Selbstbetrug. Wenn neue Elektroautos in Betrieb genommen werden, bleibt der Strom-Mix nicht konstant. Denn wegen einem neuen Elektroauto werden keine zusätzlichen nachhaltigen Energieerzeuger ins Netz geschaltet. Diese sind schon da, oder werden unabhängig von der Anzahl Elektroautos aufgebaut. Wie auch immer - es hat heute noch viel zu wenig davon, und dann müssen sie auch noch den rückläufigen Atomstrom ersetzen. Fazit: Mit jedem zusätzlichen Elektroauto wird zusätzlicher deutscher Kohlestrom importiert. Mit jedem zusätzlichen Elektroauto verschlechtert sich der Strommix für alle Schweizer Stromverbraucher.
Es wäre ehrlicher, wir würden nicht mit dem Strommix, sondern mit der Grenzerzeugung rechnen. Die Grenzerzeugung für neue Verbraucher ist Kohlestrom. Aber dann sieht es aschgrau aus für das Elektroauto. Mit den Erzeugungs- und Uebertragungsverlusten ist dieser Strom weniger effizient und weniger ökologisch als Benzin und Diesel.
Solange wir noch in grösserem Masse fossilen Strom importieren - oder vielleicht mal in Gaskraftwerken selber herstellen - machen Elektroautos keinen Sinn. Schade! es wäre so schön gewesen, ohne schlechtes Gewissen zu cruisen.

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Mit dem gleichen Argument kann man aber auch sagen, dass mit jedem zugebauten Windgenerator und jeder zugebauten PV-Anlage alle bereits existierenden EVs sauberer werden.
Es geht doch gar nicht darum, den heutigen Zustand zu vermessen, sondern wo wir aus technischer Sicht hinkommen können, wollen und müssen. Nämlich auf eine CO2 freie Energieerzeugung. Das geht fast nur mit Strom und um mit Strom die Mobilität zu betreiben, brauchen wir Eisenbahnen und Elektroautos. Jeder, der eine PV-Anlage baut und jeder der ein Elektroauto kauft (nur falls er sonst einen Verbrenner gekauft hätte), hat sich bereits auf den Weg gemacht, um dieses Ziel zu erreichen.

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Sie erzählen das leider oft gehörtes Märchen vom dreckigen importierten Kohlestrom. Ein beliebtes Argument der Verbrennerfraktion das Elektroauto schlechtzureden. Wenn ich bei meinem Stromerzeuger Ökostrom einkaufe, dann muss dieser diesen auch bereitstellen. Klar kommt aus der Steckdose ein Strommix, das ist ja technisch auch gar nicht anders möglich. Und das ist staatlich geregelt und wird kontrolliert. https://www.admin.ch/opc/de/classif…index.html

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Debattierfreudiger
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Sorry, mit Märchen kann ich nicht dienen. Sie machen zwei Denkfehler:

  1. setzen Sie einfach so voraus, dass Elektroautos mit zertifiziertem Oekostrom betrieben werden. Natürlich ist das keineswegs so.

  2. Aber auch die üblichen Oekostromlabels der grossen Erzeuger retten Ihre Argumentation nicht. Bei den meisten werden einfach ohnehin produzierte Wasserkraftkilowattstunden dem neuen Oekostromkunden bzw. seiner Autoladestation zugeschrieben, währenddem die Industrie rechnerisch einen höheren Anteil Kohlestrom erhält. Alles nur auf dem Papier, an der Wirklichkeit ändert sich nichts. Solange der Versorger nicht mehr Wasserstrom verkauft, als er produziert, ist alles auch gesetzeskonform. Aber Wasserkilowattstunden gibt es noch viele zum Umteilen.
    Anders ist es, wenn jemand zertifizierten Sonnen-, Windkraft- oder Biogasstrom kauft. Der ist aber teuer, das tun nur Wenige.

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Sie sind in Stein gemeisselt, die zitierten "Eigenheiten des Schweizer Marktes": dickes Portemonnaie und Freude an Allrad und hoher Motorleistung. Ziehen darum so viele Schweizer ein grünes Mäntelchen an und kaufen einen Tesla oder einen elektrischen Geländepanzer? Als Drittauto empfehle ich einen schmalbrüstigen, Ressourcen schonenden Elektrozwerg. Prima Ersatz fürs Velo! Ja, das Klima liegt uns am Herzen.

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Stichwort Drittauto - die Erfahrung, wenn man ein Elektroauto als Zweit- oder Drittauto kauft, ist dem Vernehmen nach immer ähnlich: Nach sechs oder acht Monaten finden Sie im hinteren Teil Ihrer Garage so ein staubiges Etwas. Nach etwas Nachdenken erinnern Sie sich plötzlich, dass Sie ja noch einen Verbrenner hatten.

Fazit: Kaufen Sie das E-Auto als Erstauto, mit vernünftiger Reichweite, und vertschutten Sie die anderen Karren lieber sofort.

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Natürlich, mit meinem Vorschlag mache ich mich über Freundinnen von Drittautos lustig. Obwohl: Damit bleibt man trocken, wenn man bei Regenwetter zum Joggen fährt.

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In einem aktuellen Artikel über Elektromobilität den Hersteller Tesla fast vollständig zu ignorieren ist fast schon ein Kunststück, da Tesla doch immerhin zu den Gründern der modernen Elektromobilität gehört (Elektroautomobile hat es schon vor über 100 Jahren gegeben). Ein Hersteller also, der im März die Verkaufsrangliste angeführt hat, nicht etwa bei Elektrofahrzeugen, sondern bei allen verkauften Autos.

https://www.nzz.ch/mobilitaet/auto-…ld.1473810

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In der Tat, in dieser Hinsicht könnte man fast den Eindruck erhalten, man läse den „Spiegel“ ;)

Edit: Ahh, der Autor ist Deutscher ;))

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Jack Müller
Besserwisser
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Es ist immer das Gleiche: Kommt was Neues, wird der Preis so angesetzt, dass der Gewinn möglichst hoch ist, auch wenn die Verkaufszahlen darunter leiden, bzw. in der Annahme dass diese sich nur langsam entwickeln. Ich lese ständig, um wieviel einfacher e Autos technisch sind, d.h. doch sie können viel billiger sein! Und nicht teurer als vergleichbare Verbrenner! Wann kommt der e- Volkswagen?

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Für Leute, die viel fahren müssen, ist ein Elektroauto schon heute günstiger. Die Grenze liegt derzeit bei geschätzten 40'000 km im Jahr. Diese Grenze kommt nun von Jahr zu Jahr weiter runter, bis es auch für den Durchschnittsfahrer gilt, der in der Schweiz etwa 15'000 km pro Jahr fährt. Die Rede ist von TCO (Total Cost of Ownership), also ALLE Kosten auf den Kilometer herunter gerechnet.
Dass es heute noch nicht soweit ist, liegt an den Stückzahlen, die über die nächsten Jahre noch gesteigert werden. Natürlich auf Kosten der Verbrenner, die dann teurer werden, weil deren Stückzahlen sinken.

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Im Beitrag "Elektroauto-check" wird nur immer von Batteriebetriebenen E-Autos geredet. Das diese zwar eine Nische in der Automobilität abdecken können, ist zweifellos richtig. Niemals kann jedoch die ganze Individualmobilität mit Batteriengespiesenen Fahrzeugen abgedeckt werden. Die kurzen Reichweiten, langen Ladezeiten, das hohe Gewicht und der enorme Ressourcenverschleiss bei der Batterieherstellung werden eine vom Markt bestimmte Einschränkung auf 10-20% des Strassenverkehrs bewirken. Kommt dazu das es unmöglich ist eine Ladeinfrastruktur bereitzustellen die mehr als diesen Anteil abdeckt. Das individuelle Laden an der Steckdose oder einer Wallbox ist ohnehin nur bei einer eingeschränkten Zahl von Anwendern möglich (praktisch nur bei Eigenheimbesitzer). Somit bleiben flüssige oder gasförmige Energieträger nach wie vor die Hauptstütze des Strassenverkehrs, auch wenn deren energetischer Wirkungsgrad erheblich schlechter als bei Batterien ist. Um der Forderung eines CO2 neutralen Strassenverkehrs langfristig gerecht zu werden, bleiben als Energieträger Wasserstoff, Methan, Biogas, synthetische Flüssigtreibstoffe die aus erneuerbarer Energie (Photovoltaik, Solarthermik) gewonnen werden. Ihre Umsetzung in elektrische Energie im Falle des Wasserstoffes ist mittels Brennstoffzellen technisch absolut möglich das Haupthindernis sind im Moment die Kosten. Doch diese werden mit Sicherheit wie bei den Lithium-Ionen Batterien steil heruntergekommen. Zwar gibt es in Europa noch kaum eine Wasserstofftankstelleninfrastruktur (im Gegensatz zu Japan), doch dies aufzubauen ist genauso möglich wie es ein flächendeckendes Benzin und Dieseltankstellennetz gibt.

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Sie fahren ganz offensichtlich kein Elektroauto und sind daher in einem alten Denkschema gefangen. Es wird genau umgekehrt sein: In weniger als zehn Jahren werden 80% der weltweit neu verkauften Autos elektrisch sein. Ein paar Prozent mit Wasserstoff und der Rest, für die es sich dann noch leisten können, mit Benzin oder Diesel.

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"Nehmen wir an, die Schweiz setze das Klimaabkommen von Paris (...) konsequent um. In diesem Fall wird der gesamte motorisierte Strassenverkehr 2050 elektrisch angetrieben. Nehmen wir weiter an, dass dieser Elektroverkehr im Jahr 2050 einen Viertel so viel Energie in Form von Strom verbraucht wie der heutige Verkehr im Jahr 2017 in Form von Benzin und Diesel. Dann steigt der jährliche Strombedarf in der Schweiz von 2017 bis 2050 um 15 Milliarden Kilowattstunden (kWh) auf total 76 Mrd. kWh.

Auf der andern Seite wird die Stromproduktion in der Schweiz – bei gleichbleibender Produktion der Wasserkraftwerke – sinken, nämlich von 61 Mrd. kWh im Jahr 2017 auf 42 Mrd. kWh im Jahr 2050; dies weil in diesem Zeitraum wohl alle alten Atomkraftwerke vom Netz gehen und keine neuen gebaut werden dürfen. Damit entsteht in der inländischen Stromversorgung eine Lücke von 33 Mrd. kWh pro Jahr." Ende Zitat.

Diese von Hanspeter Guggenbühl (dem wohl kompetentesten Energie- und Umweltfachmann unseres Landes) bei Infosperber vorgelegte Rechnung sollten sich all jene zu Gemüte führen, die immer noch glauben, die heutige an Wahnsinn grenzende individuelle Mobilität könne in eine unbestimmte Zukunft weiter geführt werden. Jetzt halt einfach mit Strom.
Nebenbei: Die gesamte Atomstrom-Produktion in der Schweiz beläuft sich jährlich auf 25 Mrd kWh. Alle diese grünen Phantasten, die heute vorauseilend für die E-Mobilität weibeln (weil es politisch schmackhaft ist) statt die notwendige radikale Reduktion des automobilen Verkehrs einzuforden (was zu Aerger mit den öko-hedonistischen Stammwählern führen würde) werden am Ende des Tags für den weiteren Ausbau der Atomkraft gerade stehen müssen.

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Ich halte mich an das Buch «Kraftwerk Schweiz» von Unternehmer und ETH-Professor Anton Gunzinger, der darin aufzeigt, dass die Schweiz bis auf wenige Tage im Jahr absolut energieautark sein könnte. Wenn sie denn will! Übrigens: Die Herstellung von sechs Liter Diesel benötigt 42 kWh Energie! https://www.springerprofessional.de…t/16673694

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Klimawandel:
Ein E-Auto produziert also etwa 50% der Klimagase eines Verbrennungsstinkers. Das ist super. Aber es ist immer noch viel zu viel um die Klimaziele zu erreichen.

Zukunft:
Wieviel lässt sich das vermindern wenn in Zukunft 100% der Energie aus erneuerbaren Quellen stammen? Auf 40%? Immer noch nicht gut genug. Auf 10%? Immer noch knapp. Könnte es sein, dass die einzige Lösung das Velo ist?

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Wie ich weiter unten schon geschrieben habe:
Zuerst kommt vermeiden (z.B. Siedlungspolitik), verlagern (z.B. Veloschnellwege), dann ÖV (sofern elektrisch) und erst was dann als Individualverkehr übrig bleibt dann 100% elektrisch, selbstverständlich immer mit Strom aus Erneuerbaren.
Die CO2-Belastung von Elektroautos auf Grund des heutigen Strommixes zu berechnen ist der total verkehrt Ansatz. Richtig ist die Fragestellung, wie wollen wir zukünftig Energie erzeugen und wie wollen wir mobil sein. Sagen wir in 30 Jahren. Beides gehört zusammen: In 30 Jahren wollen wir 100% erneuerbare Energie und hundertprozentige Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern, gerade auch in der Mobilität. Unsere Industrie dahin umzubauen benötigt diese 30 Jahre, mindestens. Deshalb ist es geradezu absurd, jene zu beschimpfen, die nun endliche damit anfangen und z.B. ein Elektroauto anschaffen. Dass dieses teilweise mit Kohlestrom geladen werden muss, ist nicht die Schuld des Elektroautos, sondern die Schuld der Stromlieferanten, die mit dem Umbau auf Erneuerbare nicht schnell genug vorwärts machen.

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Vielen Dank für diesen Artikel. Nur etwas irritierend, dass der Elektroautopionier Tesla im Artikel mit keinem Wort erwähnt wird. Mit mittlerweile über 10'000 Fahrzeugen voraussichtlich auch das meistverkaufte Elektroauto der Schweiz (ich habe leider auf die Schnelle keine genaue Rangliste gefunden). Auch beim Vergleich des Golf Benziner mit eGolf habe ich einige Vorbehalte. Stichwort schönrechnen Benziner, schlechtrechnen Elektroauto.

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Kostenvergleich:
Interessant wäre es auch die externen Kosten mit einzurechnen. Autoabgase vergiften ja bekanntlich unsere Kinder und fordern etwa 1000 Tote pro Jahr. Diese Kosten sollte man eigentlich bei einem Kostenvergleich auch einbeziehen. Auch die Kosten der Schneekanonen die jetzt dank Klimaerwährmung notwendig werden. Würde man so rechenen, wäre es offensichtlich, dass nur Idioten noch Verbrennungsmotoren fahren.

Kostenwahrheit:
Gut, vielleicht sind es nicht Idioten, sondern Egozentriker, die nur die Kosten berücksichtigen die bei ihnen selbst anfallen. Genau darum brauchen wir CO2 Abgaben in der Höhe in der externe Kosten anfallen. Wenn das so gemacht würde, würde schon im 2020 kein einziges Verbrennungsauto mehr verkauft. Der Umstieg auf E-Autos wäre ein absoluter No-Brainer und diese ganze Diskussion wäre überfüssig.

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