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Dieser Politikertyp kommt mir auch aus unseren Landen sehr bekannt vor. Es ist diese toxische Mischung aus jovialem Stammtischgebaren, fehlendem Rückgrat und Mäntelchen nach dem Wind hängen, entwaffnend naiven Unverbindlichkeiten, unklaren Abhängigkeiten, dubiosen Verstrickungen und zynischem Nihilismus, die einen schaudern lässt.
Sicher ist, mit solchen Politikern schaffen wir das nicht.

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Muttersprache NL
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Danke für die präzise Beschreibung der " toxischen Mischung". Ich halte diese Art Politikern für die gefährlichsten, weil sie so täuschend harmlos daherkommen. Leider scheinen viele Stimmbürger zufrieden, wenn es "normal" weitergehen kann. Beflissenheit den Wählern gegenüber gehört auch zum Repertoire der wenig Gewissenhaften.

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Merkel war ein Glücksfall; Vermutlich haben ihre (Parlaments-)wähler von diesem Glück auch nichts geahnt, sonst wäre sie nicht Kanzlerin worden. Wie in der Schweiz wählen Parlamente eine Regierung, die sie nicht überragt, sondern Werkzeuge ihrer Macht bleibt. Vor fähigen Leuten besteht daher eine Wahlhemmung, die Durchschnittliches begünstigt. Bei uns meint ja auch nur die FDP, sie sei die Partei der klugen Köpfe. Wer aber ihre Bundersratsmitglieder der letzten Jahrzehnte vor seinem innern Auge Revue passieren lässt, merkt wenig von dieser Klugheit, aber viel vor ihrem Parteigehorsam. Das wird in Deutschland ganz ähnlich geschehen. Laschet wird ein williges Werkzeug seiner Partei(en) sein, und damit stets auch auf Parteikurs zu lenken sein. Man wird dann in einer kommen Krise bald merken, dass Fähigkeit doch auch zum Regieren gehörte. - aber dann ist es wie immer zu spät. So taumeln wir durch die Geschichte und füllen weitere Kapitel von Barbara Tuchmans Buch: "Die Torheit der Regierenden".

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Nur schon, wenn man sich die Laschet-Zitate anschaut, wird man depressiv. Ein solcher Mensch als Mann an der Spitze des einflussreichsten Staates in Europa steht wahrscheinlich allem entgegen, was ein Umbruch oder sogar Neubeginn sein sollte. Nicht mal Hoffnung scheint da übrig zu bleiben! Sehen das die deutschen Wähler*innen vielleicht nicht so?

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stimmt irgendwie Peter K...trotzdem:
soweit ich das als Doppelbürgerin Deutsch/Schweiz seit 60 Jahren beobachte, ist die Hoffnung noch nicht ganz begraben. Ist der Durchschnitt der Wähler nicht eher etwas unsicher. Zum einen lebt man nach wie vor mit Schuldgefühlen, eher zögerlich, was politische Spontanität betrifft. Zumindest betrifft das die Situation im Rheinland.

Will man nicht einfach "Ruhe und Frieden"? Es ging doch inzwischen nicht ganz daneben. Wirtschaftliche Sicherheit ist vielleicht ein massgebliches Kriterium der "Hoffnung" vieler Deutscher Bürger.
Ich verstehe , wenn nun ein "Wechsel" oder "Neubeginn startet, will man lieber nicht zu viel riskieren. Mit FRau Merkel lief es einfach mal weiter, ohne dass man besonders "aufpassen" musste.
So wagemutig oder aufrührerisch oder machtversessen sind die Deutschen von mir aus gar nicht. Wenigstens nicht im Rheinland. Was in den Ostländern läuft, kann ich zu wenig beurteilen. Ich empfinde das Ganze eher als eine kleine Schockstarre.
Armin Lachet wird eventuell nicht zu viel durcheinander bringen. Für mich ist er ein "überschaubareres Risiko". Warten wir einfach mal in Ruhe ab. Dass England nicht mehr in der EU ist, finde ich bedauerlich.
Trotzdem ist Deutschland eingebettet in diese Verträge, auch gewissermassen "kontrolliert" oder immerhin organisiert.
Kommt gut, glaube ich. Einfach mal abwarten.

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Liebe Frau A., Ihre Beiträge finde ich immer sehr gut. Danke.

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Michel Rebosura
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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In aller Klarheit und Kurzweil: Rezo – Die Zerstörung, Teil 1: Inkompetenz.

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Volltreffer. Ich wollte schon darauf hinweisen, dass bei einem solchen Portrait der Rezo doch nicht fehlen darf.

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Michel Rebosura
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Diez kommentiert Rezos Kommentar, nachdem dieser zerstörte, was er (einen Tag später) zerstören wollte. Und bemüht dabei Gramsci – ihr wisst schon: «Die alte Welt liegt im Sterben, die neue ist noch nicht geboren: Es ist die Zeit der Monster.» –, als ob es nicht die Essenz des Konservatismus' wäre, «überlebt» zu sein. Doch hier wie dort gilt wohl eher Marx' Kommentar: «das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.»

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Annegret Rumpelstilz schäumt sicher wieder wie einst im Mai und wird bereits Massnahmen fordern von Armin Gartenzwerg gegen diese unflätige Einmischung von Kollege Blauhaar in geordnete Politik: Ein deutsches Märchen. (Zynismus aus)

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Die Grünen haben es dermassen verbockt - wenn ich das plumpe Wortspiel mal gebrauchen darf. Wenn ich zwei gleich gute KandidatInnen habe, nimmt man die Frau, klar. Aber wenn man einen Habeck hat, nimmt man doch nicht Frau Baerbock.

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Die eine mag Äpfel lieber, der andere Birnen. Sie reduzieren die beiden bzw. deren Auswahlprozess aufs Geschlecht.
PS. Ja klar: Baerbock intellektualisiert, Habeck schwurbelt. Der Schwurbler hat beim Wähler die besseren Chancen.

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Ich reduziere ganz und gar nicht aufs Geschlecht. Das haben die Grünen schon selbst getan. Man hat Baerbock aufgestellt, WEIL sie eine Frau ist.

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Zum Glück hat es auch die CDU verlatscht - wenn ich das plumpe Wortspiel mal gebrauchen darf. Wenn ich zwei gleich gute Kandidaten habe, nimmt man den CDUler, klar. Aber wenn man einen Söder hat, nimmt man doch nicht den Laschet ,-).

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Kanzlertriell heute abend um 20.00 Uhr auf RTL und ntv. Viel Spass, mfG SH

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Aktuell Wahlarena in der ard, Baerbock ist sattelfest! sicher auch in der mediathek
https://www.ardmediathek.de/live/Y3…FzRXJzdGU/
https://www.ardmediathek.de/

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Aussen- und innenpolitischer Klartext aktuell von Baerbock im Bundestag, genau deshalb ist sie Kandidatin der Grünen. Man muss es nur sehen/estimieren.

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Simon Reber
Software Entwickler, Familienvater
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Warum müssen wir uns ständig Gedanken zur deutschen Politik machen? Die Deutschen sind seit weit über hundert Jahren ein europäischer Problemfall. Wenn es darauf ankommt, tun die sie zuverlässig das Falsche. Als es galt Einigkeit gegen aussen zu zeigen, liessen sie sich zu kleinlichen Nachbarstreitigkeiten anstacheln und verheerten ihr Land in einem jahrzehntelangen Söldnerkrieg. Als es galt Adel und Kaisertum zu entmachten, zogen sie begeistert in einen vernichtenden Krieg, als es galt die Folgen dieses Krieges aufzuarbeiten, wählten sie den Faschismus mit schnellen, brutalen Lösungen, welche keinen Bestand hatten. Zur Demokratie mussten sie von den westlichen Siegermächten gekauft werden, im Osten errichteten sie die nächste Diktatur. Als eine neue Generation den verstaubten Konservatismus ihrer Eltern zu hinterfragen begann, warfen sie ihre engagiertesten Kinder als Terroristen ins Gefängnis, während sie den Rest im materiellen Wohlstand ertränkten. Als der Osten kollabierte, und sich die Chance Auftat eine neue Weltordnung zu etablieren, war ihnen ein protziges Auto das Wichtigste und sie unterwarfen sich blind der Diktatur einiger Konzerne, eine Diktatur welche bis heute anhält und deren willige Vollstrecker die konservativen Politiker sind.
Nicht dass andere Länder nicht auch Defizite und problematische Politiker hätten, aber die Deutschen stehen immer wieder mit dem brennenden Streichholz in der Hand an der Lunte des Pulverfasses. So war es am Vorabend des ersten Weltkrieges, vor dem zweiten Weltkrieg, nach dem Zusammenbruch des Kommunismus, während der Eurokrise und sie sind es auch heute, vor dem drohenden Klimakollaps.
Und die Deutschen? Tun nichts, bis es explodiert, jemand anderes muss das Streichholz ausmachen, dazu fehlt Deutschland der Mut.

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Lucia Herrmann
Community @ Republik
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Guten Morgen in die Runde! Eine kleine Grundsatzbemerkung: Ich fände es sinnvoller, wenn wir hier über konkrete Dinge und Fragen diskutieren würden. Thesen zu «den Deutschen» oder anderen allgemeinen Kollektivbezeichnungen bringen eine Diskussion selten weiter, fördern aber viele diffuse Vorurteile zu Tage. Herzlich, LH

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"fördern diffuse Vorurteile" ist ja nett ausgedrückt :-) Es ist ja eher so, dass diese Vorurteile schon massiv vorhanden sind

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Einfach lachhaft, das Ganze. Mit einer solch einseitigen Sicht können Sie jeden Staat in die Pfanne hauen. Die Schweiz auch. Wir projizieren ganz gerne unser eigenes Ungenügen auf unsere deutschen Nachbarn. Nur zwei Beispiele: In der Schweiz waren die Frauen noch in der Küche eingeschlossen, als sie in Deutschland längst wählten und in Parlamenten sassen. Und finden Sie nicht auch, dass in Deutschland die AfD wesentlich erfolgreicher von der Macht fern gehalten wird, als bei uns die SVP?
Ich finde "die Deutschen" weder besser noch schlechter als "die Italiener", da interessiert mich die jeweilige Haltung der Einzelnen wesentlich mehr, als sein Pass.

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Das mit SVP und AfD ist nun aber doch etwas übers Ziel hinausgeschossen, schliesslich sass SVP/BGB mit Minder und Gnägi schon vor Jahrzehnten im Bundesrat. Sämi Schmid und Leon Schlumpf in AfD-Nähe zu rücken ist absurd.
Schreiben Sie lieber von Autopartei, Freiheitspartei oder PNOS und wie diese in der Schweiz keinen Boden finden. Seit die Nationale Aktion das Zeitliche segnete.

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"Jede Nation spottet über die andere, und alle haben Recht."

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Mit Spott hätte ich keinerlei Probleme - jedes Land "verdient" Spott. Aber mit einer derartigen Suada, wie sie @Simon Reber absondert..... Da ist erstmal der "jahrzehntelange Söldnerkrieg", zu dem sich Deutschland angeblich anstacheln liess. 30-jähriger Krieg? Oder was ist da gemeint? Zu Zeiten des 30-jährigen Krieges gab es "Deutschland" noch gar nicht. Und man sollte dann schon Frankreich und Schweden bei diesen "Söldnern" nicht vergessen und nicht die gesamte Grundlage dieses Krieges. Ansonsten ist mir kein "jahrzehntelanger Söldnerkrieg" auf deutschem Boden bekannt. (Nebenbei ist es ein bisschen billig, sich als Angehöriger eines söldnerliefernden Landes über Söldner aufzuregen). In den Ersten Weltkrieg sind nicht die Deutschen allein gezogen - der kam auch noh ein paar anderen Staaten gelegen. Den Faschismus haben auch andere gewählt - der deutsche wäre ohne die finanzielle Unterstützugn durch die italienischen Faschisten z.B. schon in den späten 20er Jahren "mangels Masse" untergeangen. Keine Frage, dass der Nationalsozialismus eine menschenverursachte Katastrophe war und, dass Deutschland dafür historische Schuld trägt. Aber so zu tun, als ob die Deutschen die Einzigen gewesen wären, die menschenverachtenden Bewegungen nachgelaufen wären, ist auch Geschichtsklitterung.

Die Unterwerfung unter den Kapitalismus als spezifisch deutsch darzustellen ist ja wohl ein Witz wenn man - wie wir alle - in der Schweiz lebt. (Die Baader-Meinhof-Gruppe und die RAF als die "engagiertesten Kinder" zu bezeichnen, die den Konservatismus aufberchen wollten, ist eine Zumutung.) Der drohende Klimakollaps ist nun wirklich kein rein deutsches Problem - auch nicht die (passive) Weigerung, dagegen etwas zu unternehmen. Die ganze Reber'sche Suada tönt wahnsinnig nach enttäuschter Liebe....

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naja, dass man die Deutschen in der Schweiz nicht mag, weiss man, Simon Reber.
So krass habe ich es lange nicht mehr gehört. Vor allem nicht als Kommentar zur Politik Angela Merkels.
Eigentlich haben es Frau Merkel und ihre Deutschen doch gar nicht so schlecht gemacht in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg.
Die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung in ihrem Land hatte durchaus auch positive Impulse in der EU. Ein ruhiges politisches Klima förderte auch soziales Zusammenleben. Manchmal denke ich sogar, da könnte man in der Schweiz noch etwas dazu lernen.
Ich persönlich würde es schätzen, wenn die SPD sich wieder mal durchsetzen könnte.
Dann könnte man hoffen, es ginge so erfreulich weiter wie bisher.

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Ob das was bisher läuft so erfreulich ist, lasse ich mal dahingestellt. Mit der SPD wird es aber definitiv nicht erfreulicher. Zum einzigen Bündnis, das wirklich was bewegen könnte - grün - rot - rot wird es nicht kommen, da die Grünen schwächeln und Scholz einen Teufel tun wird, daraus dann rot - grün - rot zu machen. Besser wird es mit der Ampel 🚦 nicht, rot steht ja für Stop, gelb für Achtung - Veränderung (iiih) - und nur grün für vorwärts. Das wird nichts.
Das Deutschland einiges für Europa getan hat und bewirkt hat, auch positiv, das bestreite ich nicht. Nur dass es mit der SPD positiv weiterginge.

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Die Deutschen haben nach 1945 überhaupt nichts gemacht. Die paar Meter Film der ach so fleissigen Trümmerfrauen sind schon lange als "fake news" entlarvt. Wenn nicht Johnny aus Kentucky und Georgie aus Alabama mit den grossen amerikanischen Baumaschinen mal die Strassen freigemacht hätten und französische und britische Mineure die einsturzgefährdeten Gebäudereste gesprengt hätten - eine Arbeit, die vorher durch Kriegsgefangene verrichtet wurde ! - wärt ihr heute noch am Steineklopfen !
Wenn die britische Bevölkerung bei der Berlinblockade nicht auf einmal in den zweifelhaften Genuss einer Weizenrationierung gekommen wäre, die es nicht einmal während des Krieges gegeben hat, dann wäre die Berliner Bevölkerung verhungert. Wenn die Franzosen nicht abseits der Kameras - und der Russen - auf den Seen rund um Berlin mit Wasserflugzeugen bei Nacht dringend nötige Medikamente und Brennstoff angelandet hätten, dann wären die Verluste noch höher gewesen.
Und Ihr ach so geliebtes Köln gäbe es ohne GM und anderen amerikanischen Industrieinvestionen gar nicht mehr !

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Auch nach dem dritten Mal lesen, kann man nur fassungslos den Kopf schütteln.

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Mir gefällt der Vergleich von Laschet mit anderen Clowns wie Johnson oder Trump. Die zwei letzteren sind böse Clowns, Laschet eher ein langweiliger. Aber die Analyse, dass sich Konservative ein polarisierendes Frontend aussuchen, um von ihren knallharten finanziellen Interessen abzulenken, finde ich stimmig.
Weniger überzeugend finde ich die Aussage: "Seine Karriere verlief stockend, zeugt von so viel Opportunismus, dass man sich fragen muss, wie er überhaupt in die Nähe der Macht kam." Wenn wir die Riege unserer Krawatten und Deux-pièces durchsehen, finden wir jede Menge Personal, welches genau über diesen Weg zur Macht kam: Ignazio Cassis, Johann Schneider-Ammann. Yvette Estermann, Melanie Mettler. Albert Rösti, Beat Walti...

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Vielleicht braucht es ab und zu diese Clowns, damit die Bürger wieder den Wert ernsthafter Politik schätzen lernen.

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Stadtteilredaktor in Deutschland
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Gerade nach diesem Text kann ich nur hoffen, dass der nächste Kanzler in Deutschland eben nicht Armin Laschet heißt. Und anders als der Teaser es ankündigt, halte ich das inzwischen für immer wahrscheinlicher. Wie beschrieben werden vor allem die Koalitionsverhandlungen nach der Wahl den Ausschlag geben. Und wenn Union, SPD und Grüne weiterhin fast gleichauf bleiben, kommt es nur auf wenige Stimmen an, die bestimmen könnten, wer die nächste Regierung anführt. Wobei die stärkste Kraft natürlich auch nicht immer automatisch Teil der neuen Regierung sein muss. Es ist zum Glück noch vieles offen und Armin Laschet scheint sich in einer Abwärtsspirale zu befinden.

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".....und ganz besonders mit der Einsicht in die Tragweite dieser Wahlen, die entscheidend sein werden für die Frage, ob wir die Folgen der menschen­gemachten Klima­katastrophe noch halbwegs in den Griff bekommen; und zwar vor allem die Menschen aus dem reichen Nordteil des kaputten Planeten......" Könnte stimmen, doch
ist Armin Lachet persönlich dafür verantwortlich?
Ist das überhaupt ein spezifisches Problem der speziell deutschen Politik?
Ehrlich gesagt, wenn ich in Köln bei meinen Verwandten bin, stelle ich fest, dass man Umweltschutz ernst nimmt wie hier und selten jemand abfällig über die Schweizer Politik spricht.
Nicht einmal über die Bankenaffinität..... unseres Landes.
Herr Lachet ist klein gewachsen, deshalb ist er kein Clown.

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… vielleicht eher ein Hampelmann (Im übertragenen Sinn bezeichnet man mit Hampelmann umgangssprachlich und übertrieben einen willensschwachen und von anderen leicht beeinflussbaren Menschen. [wikipedia]). Man wird sehen - hoffentlich lieber nicht!

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ich persönlich glaube kaum, dass es nach so viel Jahren CDU Präsenz weiter damit gehen wird. Es ist wieder mal Zeit für die SPD.

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ausserdem hat die CDU nun lange genug regiert, warum nicht mal wieder einen Kandidat der SPD aufbauen...! Auch dafür ist Herr Lachet nicht Schuld....

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Wenn man mal die Twitter-Aufgeregtheiten in den Blasen der Corona-Kritikasten, der Wokeria und der Gehässigen bei der AfD weglässt: Es gibt in Deutschland schlicht keine Wechselstimmung. Wie es sie zett Beh nach dem Wechsel von Kohl (16 Amtsjahre) zu Gerhard Schröder gegeben hat.

Das hat damit zu tun, dass der damalige Wechsel und seine Versprechungen sich für viele Normalverdiener als Verlustgeschäft erwiesen haben. Die Regierung Schröder hat mit Hartz IV die Rechte der Arbeitslosen beschnitten und mit der Riester-Rente einen Flop gestartet, der nur den Versicherungskonzernen etwas brachte, nicht aber den Versicherten. Dadurch ist Deutschland vielleicht nicht mehr "der kranke Mann Europas", wie ein Journalisten-Wort gelautet hat. Aber der rheinische Kapitalismus, also die soziale Marktwirtschaft im Stile Adenauers, Erhards, Brandts, riecht wieder mehr nach Niederiglohn und Manchester.

Nicht nur bei der Bundestagswahl, stärker noch bei Landtagswahlen in Deutschland haben sich außerdem Koalitionen der Beliebigkeit gebildet: weil eine oder zwei Parteien keine Regierungsmehrheit gegen die AfD zusammenbekommen hätten. Bei manchen Wählern weckt das den Eindruck, man könne bei den Etablierten wählen, wen man wolle. Man erhalte doch nur die immerwährende Koalition des Ewiggleichen, nur in den Farben anders sortiert.

Vermutlich auch deshalb kommt es verstärkt zur Gründung von Kleinparteien. An der Bundestagswahl 2021 nehmen 53 Parteien teil. Das sind fünf mehr als 2017. 2013 waren es nur 34 Parteien.

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Meine Haupterkenntnis der diesjährigen Bundestagswahl: die grossen Parteien reden nicht wirklich über die wichtigen, drängenden Themen, alle reden von „Normalität“ und Sicherheit und wollen damit an die Schalthebel der (deutschen) Macht kommen (ja, auch die Grünen!). Die Wählenden müssen offenbar „geschont“ werden.
Und die kleinen Parteien? Die FDP lebt immer noch im Neoliberalismus, dessen Zeit abläuft. Die AFD sammelt die rechte Ecke auf und träumt von der guten alten Zeit (die es nicht gab) und bietet Retro-Scheinlösungen. Und die Linke hat (zum Teil) etwas seltsames Personal und liegt irgendwie nicht im Zeitgeist.
In der Tat sind alle drei Kanzlerkandidaten sehr medioker. Die junge, regierungsunerfahrene Baerbock hat wirklich blöde Fehler gemacht, die sie unreif aussehen lassen und ihren USP (Faktentreue, Detailwissen) beschädigt haben. Laschet (den ich bei der Spitzenkandidat-Ausmarchung mit Söder noch bevorzugt habe) wird in diesem Artikel treffend beschrieben und steht für Stillstand, was Rückschritt ist. Und Scholz ist das personifizierte Anti-Charisma, das nie direkt auf heikle Fragen antwortet, endlos rumeiert und keine Verantwortung für eigene Entscheidungen übernimmt.
Fazit: gesellschaftspolitischer Stillstand in DE, keine Aufbruchstimmung, keine Vision. Wahrhaftig gute Gründe, diese Wahl als frustrierte Wählerin auszulassen…
Trotzdem hoffe ich, dass die Grünen möglichst stark werden und die Zeit nach den Wahlen nutzen werden, die Bevölkerung in eine karbonarme Gesellschaft zu transformieren und nicht so regieren, um möglichst wenig Wähler zu vergellen. Ich lasse mich gerne positiv überraschen!

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Gorbatschow war vor seiner Wahl zum Generalsekretär "das personifizierte Anti-Charisma", dann hat er die Welt verändert. Lincoln musste anonym zur Amtseinführung reisen, er rettete später die Union. Scholz könnte es richten und zusammen mit den Grünen verkörpert er für Deutschland die aktuell beste Hoffnung. Es wird aber wohl eine sehr komplizierte Regierungsbildung.

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Danke lieber Georg Diez für die pointierte Politbiografie! Die Tragödie am Ganzen ist wohl, dass in einem Land mit 80 Milionen EinwohnerInnen kein geeigneter Kandidat oder Kandidatin gefunden werden kann. Also, ich meine nicht, dass es sie oder ihn nicht gibt, sondern dass es immer wieder möglich ist, dass sich ein Mensch so durchmogeln, durchwursteln und/oder durchgünsteln kann. Es ist einfach nur zum Schreien, zum Heulen und ein klein wenig zum Schmunzeln!

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Besten Dank, Herr O., hin und wieder gibt man seinen Kommentar einfach ab, wenn man das Gefühl hat, es sei so ok....

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Es ist die Zeit. Zeit für durchschnittliche Politiker. Eben weil sie als Lakaien der Wirtschaft agieren (müssen). Auch Schweizer Politik läuft auf diesen Schienen. Die Allmacht der Ökonomen und Unternehmer am oberen Rand des Profits mit unbeschränkten Mitteln betäubt ein Miteinander der Gesellschaft mit sozial verträglichen Stufen von unten nach oben.

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Deutschland ist seit den 50er-Jahren praktisch geteilt, gemäss aktuellen Umfragen:

SPD + Grün + Linke = 45 +/- 2 Prozent
CDU + FDP + AfD = 45 +/- 2 Prozent
Verschiebungen in der Wählergunst passieren praktisch ausschliesslich innerhalb der beiden Lager.

Da werden Zufall und/oder Überhangmandate über den Kanzler entscheiden und danach will die SPD nicht mit den Linken und die CDU nicht mit der AfD. Liberale und Maassen würden dies schon wollen. Wie schon anno '33.
So kann nichts Gutes entstehen und in anderen demokratischen Ländern sieht es ähnlich aus.

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Rein faktisch: Die Story mit dem Regenschirm scheint nicht korrekt, der Gesprächspartner genoss ebenso den Schutz dieser Gerätschaft. Mehr dazu bei den Volksverpetzern (https://www.volksverpetzer.de/wahlk…schnipsel/). Die "Volksverpetzer" sind ein deutsches Blog, das sich der Beschäftigung mit Fake News und ähnlichem verschrieben hat.

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Chefredaktion
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Sehr geehrter Herr Finger, vielen herzlichen Dank für Ihre Fehlermeldung. Wir prüfen den Sachverhalt und korrigieren nötigenfalls die Passage im Beitrag mit Hinweis.

Nachtrag: Der Fall ist etwas knifflig. Im Beitrag steht: «Ein paar Tage später wurde Laschet fotografiert, wie er einem Flutopfer zuhört, unter einem grossen Regen­schirm, gehalten von einem Mitarbeiter – und der Mann vor ihm im Regen: klitschnass.» Das ist eine korrekte Bildbeschreibung, kann aber den (falschen) Eindruck erwecken, der Mann sei von Laschet und seiner Entourage im Regen stehen gelassen worden. Wir ergänzen diese Stelle mit einem Satz, damit der genaue Sachverhalt klar wird.

Vielen Dank nochmals für Ihre Meldung!

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Vielen Dank für diesen Hinweis. Die verlinkte Seite zeigt überzeugend auf, dass es in diesem Wahlkampf eben auch viel Manipulation und Desinformation gibt und man/frau – auch als Laschet-Gegner/in – nicht alles glauben sollte, was über Laschet geschrieben wird.

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· editiert

Lula (Lusche Laschet) Europas? Zumindest war ich schockiert, als ich gewisse Aussagen vernommen habe vor ein paar Wochen, welche klar darauf hin deuten, dass sich dieser Mensch ohne eigene Überzeugungen in der Politik aufhält (wohl nur der Macht und des Prestige wegen)

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Muttersprache NL
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Der Gedanke, dass jemand wie Armin Laschet Bundeskanzler werden könnte, beunruhigt mich sehr.
Trotzdem hinterlässt der Beitrag von Georg Diez einen zwiespältigen Eindruck.
Angesichts der Ernsthaftigkeit des Themas scheint er mir zu salopp geschrieben.

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Ich stimme dem Artikel zu, störe mich jedoch an besonders einem Absatz: Die Studentenverbindungen in denen Laschet Mitglied ist, sind allesamt dezidiert pro-EU und, obgleich sicher nicht modern und links, so doch ebenso gewiss auch kein Hort rechten Denkens. Außerdem: Das Opus Dei ist weder ein Orden (ich finde Präzision gerade bei einem Journalisten, auch bei einer gut gesetzten Polemik wie dieser, doch sehr wichtiges Handwerkszeug) noch geheim - im Gegenteil betreibt es für meinen Geschmack etwas zu aktiv Werbungsarbeit. Hier hätte der Autor vielleicht Dan Brown nicht mit Sachbüchern verwechseln sollen.

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Theologe & Religionspädagoge
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[gestatten, ich bin ein arschloch.] (https://www.spektrum.de/rezension/b…ch/1744708)
Beispiele kennen wir alle aus Politik und Berufsleben, überall halt, wo es Lorbeeren zu holen gibt.

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interessierter Leser
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Die Frage, ob Herr Laschet der schlechteste Kanzlerkandidat ist, den die CDU aufgestellt hat, läßt sich nur beantworten, wenn Herr Diez Herrn Laschet mit den bisherigen Kanzlerkandidaten vergleichen würde.
Das tut Herr Diez aber nicht, sondern begibt sich auf den billigen Pfad der Abqualifizierung eines Politikers mit z.T. verdrehten Tatsachen ( Jenninger , Regenschirmfoto ) und mit der Gewissheit, dass man nahezu jeden Politiker schlecht reden kann und dafür immer von allzu vielen Menschen
Beifall erhält.
Daß Herr Laschet sich in seinem bisherigen Wahlkampf bisher mehr als ungeschickt angestellt hat, weiß doch jeder, der sich nur ein wenig für Politik interessiert. Für diese Erkenntnis benötigt man den Artikel von Herrn Diez sicherlich nicht. Herr Diez folgt letztendlich nur einem Urteil, dass sich die meisten Medien und Bürger längst über Herr Laschet gemacht haben und tritt nochmal kräftig hinterher.
Herr Diez ist wohl der Meinung, dass er die Bühne, die man ihm gegeben hat, partout dazu nutzen muss, Politiker schlecht zu schreiben. Denn Frau Baerbock und Herr Scholz genügen ja offensichtlich auch seinen Wertvorstellungen auch nicht und wahrscheinlich auch kein/e andere/r
Politikerin bzw. Politiker. Der ganze Artikel dient nur der billigen Stimmungsmache und dem Ego des Herrn Diez und verschafft dem Leser keine sonderlich neuen Erkenntnisse. Genaus gut hätte Herr Diez auch nochmal schreiben können, dass Donald Trump ein grauenhafter Präsident war.

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Werte Frau A., mit Verlaub, aber "Ruhe und Frieden" - das drückt genau diese Verdrängung gegenüber den aktuellen Krisen und Problemen aus, die gerade ältere Menschen an den Tag legen und damit die "Ruhe und den Frieden" für Millionen von Menschen in Deutschland unmöglich machen. Für Menschen, die sich keine überteuerte Wohnung mehr leisten können, die ihren Kindern keine Klassenfahrt finanzieren können, die eine Armutsrente haben, die ihr Haus in den Fluten verloren haben, die durch Luftverschmutzung krank geworden sind, die keine Arbeit finden, die diskriminiert und ausgegrenzt werden weil sie ein Kopftuch aufhaben ... und und und. Diese "Augen zu und weiter so" Politik führt direkt in die noch grösseren Auseinandersetzungen um Platz, um Recht, um Ressourcen, um Ernährung, ums Überleben. Aber das betrifft natürlich viele ältere Leute nicht mehr. Leider sind 50% der dt. Wähler*innen über 54 Jahre alt. ... ich bin deutsch und 50 J.

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Zumindest hat Georg Diez sein Versprechen, ein etwas anderes Politikerportrait zu verfassen, voll und ganz eingehalten. Leider ist der Beitrag mit seinen vielen bösartigen Attributierungen (Clown der Macht, Politiker ohne Vision, Politiker ohne Eigenschaften, Schönwetterkandidat um nur einige zu nennen) ziemlich misslungen.
Absolut inakzeptabel ist aber das aus dem Zusammenhang gerissene Zitat von Philipp Jenninger und der Versuch Armin Laschet im Zusammenhang mit seinem Buch zur Rechtfertigung Jenningers in die braune Ecke zu drängen. Was soll z. B. die Bemerkung dazu, dass das Buch im schwarz-rot-goldenen Deutschland-Design gehalten sei? Für mich ist das hochgradig manipulativer Journalismus, der dem Vergleich mit der sonst sehr guten journalistischen Qualität der Republik überhaupt nicht standhält.

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Chefredaktion
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Vielen Dank für Ihre geschätzte Kritik, Herr S. Ich kann sehr gut verstehen, dass diese pointierte, kritische Betrachtung eines Politikertypus am Beispiel von Armin Laschet nicht jeden Geschmack trifft. Und hoffe, dass wir Ihnen bald wieder etwas liefern, dass Ihren Ansprüchen standhält. Zurückweisen muss ich den Vorwurf, aus dem Zusammenhang zu zitieren. Freundlicher Gruss!

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Sehr geehrter Herr M.
Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass Sie nochmals darüber nachdenken, ob die Zurückweisung meines Vorwurfs an Georg Diez gut überlegt war. Zumindest hätte ich von Ihnen eine klare, nachvollziehbare Begründung erwartet, falls sie bei Ihrem Standpunkt geblieben wären. Sehr gefreut haben mich hingegen die beiden zustimmenden Reaktionen auf meine Replik.
Freundliche Grüsse
R. S.

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Ich bleibe bei meiner Beurteilung, dass das Zitat aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Googeln Sie doch bitte einfach. Sie finden dann z. B. unter Wikipedia die Einbettung dieser Aussage in der Rede Jenningers und werden dann hoffentlich auch erkennen, dass Jenninger das Gegenteil von dem meinte, was ihm unterstellt wurde. Ob die von Jenninger in seiner Rede verwendeten sprachlichen Stilmittel die richtigen waren, ist selbstverständlich diskutabel.

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(durch User zurückgezogen)

Laschet ist für Deutschland ein Glücksfall. Aus edelster Blutlinie abstammend wird er wie einst sein grosser Vorfahre Karl Europa unter die deutsche Herrschaft zwingen und die nichtchristlichen Gegner wie einst die heidnischen Sachsen abschlachten; er ist ja nicht umsonst bei der CDU. Auch die Norditaliener werden wieder ihr Haupt beugen müssen und werden ihre Länder - wie es sich gehört - höchstens zu Lehen bekommen und Bungabunga Silvio wird ihm seine Tricks verraten müssen. Auch im Osten wird alles besser werden mit Laschet.
Wie er allerdings mit dem vermeintlich ererbten westlichen Frankenreich verfahren will, weiss er noch nicht recht. Militärisch seien - wie ihm die Krampfbäuerin zuflüstert, trotz übermässiger Völlerei und Sauferei - bombenmässig besser ausgerüstet als alles, was die Wehrmacht nach dem Debakel am Hundikusch noch übrig habe.
Hauptsache wieder eine anbetungswürdige Führerfigur, die den Deutschen das Denken abnimmt.
Und wenns nicht klappt, dann bezahlt halt Resteuropa den Schaden mal wieder...

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wizard of unseen university
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Schreckliches Geschwurbel! Habe beim Lesen immer wieder neu die Zeile gesucht, weil ich dachte 'das kann doch nicht derselbe Satz sein'.
Zum Glück machen die Republikanerinnen das viel besser!

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