Die Republik ist nur so stark wie ihre Community. Werden Sie ein Teil davon und lassen Sie uns miteinander reden. Kommen Sie jetzt an Bord!

DatenschutzFAQErste-Hilfe-Team: kontakt@republik.ch.



Die grosse Gereiztheit hier in der Kommentarspalte. Hab's geahnt, schon beim Teaser lesen. Überhaupt scheint mir, sobald das Stichwort "Verschwörungstheorie" fällt, steigt die Zahl der Kommentare steil an.
Ich hab den Text sehr gerne gelesen und fand ihn witzig und klug - und als Kolumne darf er auch absolut pointiert eine Ansicht darlegen, die jetzt nicht alle Seiten und jede Nuance des Farbspektrums ausgewogen darstellt.

93
/
6
D. F.
· editiert

Mit Verlaub, dieser Erklärungsversuch ist äusserst hochmütig. Ich bin immer wieder erstaunt, wie gerade Intellektuelle unfähig sind, über diese Krise sachlich nachzudenken. Der Absatz “Natürlich hatten weder Regierung noch Expertinnen eine Ahnung vom Virus, als die Pandemie ausbrach.... “ bringt es auf den Punkt.
Was hier (einmal mehr) passiert, ist, dass sich die Politik die Unwissenheit nicht zugesteht und ziellos Massnahmen verordnet die Angst verbreiten. Die Medien spüren das Sensationspotenzial und nutzen es gnadenlos aus (was wiederum auch die PolitikerInnen beeinflusst). Wer versucht, die Sache pragmatisch anzugehen wird sofort als VerschwörungstheoretikerIn beschimfpt.

«Le Monde diplomatique» → Wahrheitskiller http://www.taz.de/!5709142/

https://m.youtube.com/watch?feature…XuJ2F91Tng

27
/
40

Ich hatte eigentlich nie Angst durch die 'ziellos verordneten Massnahmen', sondern eher durch die Unfähigkeit vieler meiner Mitbürger*innen, mit Flexiblität und Gelassenheit diese anzuwenden as best we can.

88
/
4
(durch User zurückgezogen)
D. F.
· editiert

Ich habe die ursprüngliche Antwort gelöscht weil hier meine ursprüngliche Kritik am Artikel auf die Maskenpflicht reduziert wird.

1
/
5
D. G.
Skeptiker
·

Sie sollten nicht von sich auf alle anderen schliessen, Frau F. Ausserdem "verdrehen" Sie mit Ihrer Antwort Herrn F.'s Worte. Oder besser gesagt: Sie reduzieren dessen Beitrag auf die von Ihnen angesprochene Thematik, welche so gar nicht im Vordergrund stand.

2
/
5

Zwischen Schwarz und Weiss gibt es jede Menge Grautöne. Oder sogar bunte.

Kritisch und wach das politische Geschehen beobachten, hinterfragen und wenn nötig intervenieren - gerade weil man begriffen hat, dass die Eltern sprich PolitikerInnen nicht Göttin und Gott sind. Das soll pubertär sein?

29
/
5

Vielen Dank für Ihren Kommentar, der mir Gelegenheit zur einer Klarstellung gibt: Pubertär ist kein Schimpfwort. Tatsächlich ist das kritische Hinterfragen eine wichtige Aufgabe, die in der Pubertät gelernt und eingeübt wird, nicht nur der Eltern, sondern auch der Gesellschaft und der Politik. Und da ist es auch legitim, erst mal alles in Frage zu stellen.
Ich habe früher viel psychotherapeutisch mit Adoleszenten gearbeitet, und dabei folgende Feststellung gemacht: Schwierig wird es für die Jugendlichen dann, wenn sie mit der Enttäuschung darüber, dass die Eltern nicht allwissend sind, nicht fertig werden und in einem Zustand diffuser Wut gegen alles und jedes verharren, und gefährlich wird es, wenn sie sich aus Wut, Enttäuschung und Verunsicherung totalitären Ideologien unterwerfen.
Ich hoffe, das klärt die Frage der Grautöne ein wenig

48
/
5

Danke für Ihre Ausführung und ja, es bringt Grautöne rein. Diffuse Wut ist wahrhaft gefährlich, eine konstruktiv kritische Haltung m. E. das Gegenteil.

5
/
0

Die Theorie ist schon weit hergeholt. Viel einfacher wäre eine andere Erklärung:

Die Regierung entscheidet höchst intransparent. Aus politischem Kalkül wird auch nicht offen kommuniziert. Da fühlen sich gewisse Bürger angelogen - ja gar der Demokratie beraubt. Sie werden nicht ernst genommen.

Beispiele sind wohl nicht nötig.

14
/
22
Christof Moser
Chefredaktion
·
· editiert

Ich würde es anders sagen, Herr Plutschow: Man kann und muss der Schweizer Regierung den Vorwurf machen, dass sie a) entgegen gesetzlicher Vorgaben schlecht auf den Ernstfall vorbereitet war (die anschaulichste Recherche dazu lieferte Dok von SRF) und b), dass sie sich von Lobbys zu – aus epidemiologischer Perspektive – unsinnigen Lockerungen (z.B. grünes Licht für Grossveranstaltungen) treiben lässt. Darüber hinaus scheint mir als langjähriger politischer Beobachter eher das zu passieren, was hier in diesem Forum auch schon diskutiert wurde: während Antiterrorpakete vom Parlament gebilligt werden, die unsere Grundrechte massiv und auf Jahrzehnte hinaus schleifen, und keinen interessierts, vergeuden Teile der Bevölkerung ihren politischen Einfluss und ihre Widerstandskräfte an Nebensächlichkeiten. Das hat eine gewisse Tragik.

An Ihrer Sicht respektive konkreten Beispielen wäre ich durchaus interessiert.

Herzliche Grüsse.

46
/
5

Herr M.,
Danke für die Antwort. Sie können besser schreiben als ich, und sie haben komplett recht. Gut gesagt!
Für eine sinnvolle Diskussion ist meine Sicht irrelevant (1:1 gerne), finde ich. Die Beispiele, ich merk mir das, die würden helfen.
Liebe Grüße

0
/
0
S. O.
· editiert

So langsam wird's einfach nur noch peinlich mit ihren „ Corona- Skeptiker „ Recherchen! Übrigens, weder Leugnen viele Menschen das Virus, noch wird es banalisiert. Es wird einfach hinterfragt und ein bisschen breiter Gedacht. Schreiben sie doch bitte nicht einfach so ein Müll. Ihr Medienmenschen schafft es ja prima, Menschen gegen einander aufzuhetzen! Und sorry ein Virologe oder Wissenschaftler zu sein Bedeutet noch lange nicht die ganze Wahrheit zu kennen! Die sehen vielleicht den Baum, haben aber den Wald komplett aus den Augen verloren

22
/
75

Sie, liebe Frau O., sind ein lebendiges Anschauungsbeispiel für die These von Herrn Strassberg: Offensichtlich haben Sie den Text nicht vollständig gelesen, fühlen sich aber, ganz in puperärer Manier, dazu genötigt, "die Medien" als ganzes anzugreifen.

46
/
9

Okey, das mit dem Müll war etwas emotional und unkorrekt, wenn sie das hören wollen. Aber eigentlich bin ich noch ganz froh drum, eine rebellische Seite in mir zu haben! Eine Seite die nicht immer nur schön brav angepasst, eben so wie man es gelernt hat, reagiert! Sie werfen mir vor, dass ich in meiner Pupertärer Manier die Medien als ganzes angreife. Was machen den „ die Medien“ seit Wochen mit den Menschen, welche eine andere, breitere und offenere Meinung zum Corona Thema haben? Was sollen all die Beiträge und recherchen über die Menschen, die nun eben mal die Lage mit anderen Augen betrachten? Wer hat den nun mit wem Probleme? Man könnte das Ruder auch umdrehen und in einem Rhetorisch starken Text etwas über Angst und Manipulation, Tiefenpsychologie ect schreiben, warum die Menschen gerade so verrückt werden mit diesem Thema? Doch leider fehlt es da anscheinend an mutigem Journalismus. So weit sind wir schon.

13
/
41
D. G.
Skeptiker
·

Gefällt mir, das mit dem Baum.

3
/
6
D. G.
Skeptiker
·
· editiert

Herr Strassberg denkt wohl, dass es sich einfacher leben lässt, wenn man Menschen mit anderen Ansichten von hohem Rosse aus aburteilt und dann in ein paar wenige Schubladen steckt. Ja, unsere Welt ist komplex und Herr Strassberg's Strategie so gesehen gar nicht dumm. Vielleicht sollter er seine Sicht der Dinge aber lieber für sich behalten, trägt sie doch nur zu weiteren Spannungen bei.

14
/
64

Ich habe die Aussagen anderes verstanden - warum fühlen Sie sich so angegriffen? Ich verstand es eher als Analyse(-Versuch) denn als "aburteilen". Und Hinweis, dass wir in einer Entwicklung stecken, die um keinen Krieg zu provozieren die Polarisierung durch Erkenntnis des menschlichen Verhaltens mindert.

35
/
3
D. G.
Skeptiker
·
· editiert

Guten Tag Herr Scheuring

Ich werde es versuchen.

Schon zu Beginn des Artikels steckt Herr Strassberg eine riesen Menge Menschen in ein paar wenige Schubladen:

bunte Mischung aus Neonazis, Reichs­bürgerinnen, Impf­gegnern, Esoterikerinnen, Natur­verehrern, Grundrechts­bewahrerinnen, Staats­rechts­professoren, Haus­ärztinnen und Verschwörungs­theoretikern

Ich war auf keiner Corona-Demo und trage die Maske in den ÖV. Mir gefällt aber das gänige Corona-Narrativ nicht und ich hinterfrage unseren Umgang mit diesem "neuen" Virus. Gemäss Herr Strassberg gehöre ich also auch in eine dieser Schubladen. Ich befände mich wohl irgendwo zwischen Grundrechtsbewahrer und Naturverehrer mit einem Hauch Esoterik. Aber ich lasse mich nicht gerne schubladisieren, weil es dazu viel zu viele Schubladen bräuchte. Das ist bei jedem Menschen so.

Die Unzufriedenheit der Menschen mit der aktuellen Situation wird mit einer Pubertätskrise verglichen. Wir, die unreifen Schubladisierten, müssen schweren Herzes erkennen, dass Politiker und Beamte auch nur Menschen sind und Fehler machen. Wir sind enttäuscht und machen unserer Enttäuschung Luft.

Irgendwann kommt für alle Eltern der schmerzhafte Moment, an dem die Kinder merken, dass Mama und Papa nicht allwissend, sondern voller Wider­sprüche sind.

Mama und Papa, nicht Mutter und Vater. Stilistisch sagen solche Sätze schon einiges aus. Wir sind also pubertierende Teenager, noch nicht erwachsen, aber im Begriff dazu. Auch wenn es gemäss Herr Strassberg welche gibt, die ewig Kind bleiben.

Diesen Kindern unterstellt Herr Strassberg, dass sie sich heimlich einen allwissenden Monarchen wünschen, welcher sie in Sicherheit wiegt und das Zepter erhobenen Hauptes schwingt. EmP.nden Sie das nicht als sehr anmassend? Ich für meinen Teil hatte schon immer eine natürliche Abneigung gegenüber Obrigkeiten. Gegenüber einem Monarchen hätte ich diese erst recht. Die Schublade klemmt.

Die guten passen sich an, werden zu "versöhnten Liberalen". Die Unreifen hoffen auf royale Allwissenheit.

Herrn Strassberg's neueste Kolumne ist für meinen Geschmak sehr wertend und zeigt kein Verständnis für die Anliegen der von ihm beurteilten Menschen.

28
/
18

Das Beste was wir, mein Mann und ich, heute von Ihnen Herr Strassberg mit viel Vergnügen gelesen haben.Die Vergleiche sind genial und treffend. Sie erklären auch, warum jegliche Diskussion mit den Skeptikern müssig ist, denn die Vergleiche sprechen für sich.Herzlichen Dank für diesen Beitrag.

38
/
12
C. D.
· editiert

Sehr geehrte Frau Baumgartner Steinbeck, schauen Sie, ich bin so eine Hinterfragerin. Ich habe mir die Daten und Studien seit Beginn der Pandemie in China genauer anschaut und von Anfang an den Unsinn der publizierten Statistiken realisiert (ich bin zahlenaffin und habe einen wissenschaftlichen Hintergrund). Am Schlimmsten finde ich die Diskussionsverweigerung (sei es im privaten Bereich oder in den Medien), die sich insbesondere in der Diffamierung und Lächerlichmachung der Gegenseite zeigt. Psychologisch gesehen handelt es sich bei der Entwertung um eine Projektion auf das Gegenüber, die den realen Wissensaustausch erschwert bis verunmöglicht. Ich zweifle übrigens nicht an vereinzelt schweren Verläufen und finde, dass diese gebührend ernstgenommen werden müssen, und ich bin grundsätzlich sehr interessiert, konkrete Informationen von der Front (Krankheitsverläufe) und andere fundierte Sichtweisen der Pandemie zu erhalten. All dies gehört in die Waagschale, wenn man etwas differenziert betrachten möchte!

Meine Erfahrung: Ich bin sehr vorsichtig am Anfang einer Diskussion und gebe mich gleich zu Beginn als Skeptikerin zu erkennen. Oft bin ich derart viel breiter informiert - ich investiere ja überdurchschnittlich viel Zeit, um mich à jour zu halten -, dass ich mein Gegenüber überfordere, weil es eigentlich gar nicht mithalten kann. Es beruft sich lediglich auf die öffentlich portierten Informationen und weiss in der Regel nicht, wie man selber wissenschaftlich recherchiert. Dann wechsle ich aus Rücksicht das Thema. Das hat m. E. rein gar nichts mit einer „pubertären Verhaltensweise“ zu tun, ist aber gelegentlich mit Enttäuschung und Trauer über den verunmöglichten Austausch verbunden.

5
/
0

Dieser Artikel überzeugt mich sehr, deckt spannende gesellschaftliche und geschichtliche Zusammenhänge auf und zeigt, dass es eigentlich nichts Neues unter der Sonne gibt und wir Menschen wohl meist in vorgegebenen Bahnen denken und handeln. Der Text bestätigt mich auch in meinem Eindruck, dass in diesen Protesten gegen Corona-Massnahmen neben verständlichen Ängsten und Verunsicherungen eben auch viel pubertäres Verhalten mitschwingt.

41
/
15

Während mir die Locke'sche Entgegensetzung im heutigen Kontext eher wie eine falsche Alternative klingt, also etwas deplaciert, fehlt mir in der Strassberg'schen Analyse das die unkritischen Corona-Befürchter verbindende Element: ihre eigene Angst vor etwas, mit dem sie sich nicht fundamental auseinandersetzen. So bleibt ihre vordergründige Teil-Rationalität letztlich (oder im Ganzen gesehen) irrational. Aus der Unklarheit resultieren viele eigentlich unnötige Worte. Der Hochmut, eine Kritik an der verbreiteten Gläubigkeit als pubertäre Bewegung abzutun, zeugt seinerseits auch nicht von Reife. Warten wir ab wie die Geschichtsschreibung in 50 Jahren über die heutige Situation urteilt. Wer zuletzt lacht, lacht am besten.
Hier noch eine ähnliche Debatte anderswo: https://ef-magazin.de/2020/09/18/17…iIiPJhzYYU

16
/
20

Bevor ich einen empohlenen Link zu einer Informationsquelle öffne pflege ich in der Regel die entsprechende Startseite zu öffnen. Beim ef-Magazin (EF = eigentümlich frei) hat mich da folgende Schlagzeile empfangen:
Jetzt offiziell: FDP nun offen sozialistisch
Ich habe den Tab dann gleich wieder geschlossen. Tut mir leid.

28
/
2

Das ist das Problem bei vielen Corona-Infos: man findet sie in Ecken des Internets, wo man sich normalerweise nicht aufhält. Sogar beim politischen Gegner. Das macht die Sache noch komplizierter.

10
/
2

Vorsicht mit dem Stichwort 'Sozialismus', denn jetzt tritt die Idee zunehmend 'von oben verordnet' auf - vielleicht mögen Sie sich diese Stellungnahme in der EU-Kommission anhören, die ja die Exekutive dort ist: https://www.linkedin.com/posts/ugcP…72576-WPZG

2
/
2

Was gibt es da zu lachen? Lassen Sie all die Opfer unbeeindruckt? NIEMAND weiss mit Sicherheit wann die reale Bedrohung nicht mehr existiert.

14
/
3
M. H.
IT-Consultant, 2 Töchter
·
· editiert

Herr Strassberg. Zuerst einmal möchte ich mich für das Verhalten meiner sächsischen Landsleute entschuldigen. Auch wenn man in gewissen Sachverhalten anderer Meinung sein sollte, so gehört es sich, den Ton zu waren.

Auf Locke wäre ich in diesen Zusammenhang nun gar nicht gekommen. Deshalb danke für diese interessante Betrachtungsweise. Nun gut, eine Demokratie lebt vom Widerspruch. Und davon werden wir noch recht viel aushalten müssen, damit eine Veränderung entsteht.

Ich mache mir eher Sorgen, wenn es keine Demos oder Diskussionen mehr gibt. Wichtig ist allerdings, dass wir nicht dem Cancel Culture Problem aufsitzen. Andere Meinungen gilt es zu respektieren und dann in der Auseinandersetzung zu klären.

Es ist aber immer wieder erstaunlich, wie sich die Phänomene wiederholen. Ich muss immer an die Maschinenstürmer denken, wenn es aktuell gegen 5G und andere neue Technologien geht. Aber auch sie hatten ihre wichtige Funktion am Beginn der industriellen Revolution.

27
/
4

Klares Thema, klare Argumentation, Hinweis auf einen interessanten Text. Eine streitbare These gut formuliert: Genau so wünsche ich mir die Philosophie-Kolumne.

36
/
13

Das sehe ich anders: Wer eine Philosophie-Kolumne schreibt, ist nur schon deshalb auch der Wahrheit verpflichtet. Dass in Deutschland nur ein geringer Prozentsatz der Demonstranten aus der rechtsradikalen Ecke kam ist jedoch gut dokumentiert (z.B. in ausführlichstem Videomaterial von Ken Jebsen et. al.) und die merkwürdigen Vorfälle vor dem Reichstag sind alles andere als ein Beweis des Gegenteils.

Vielleicht sollte ich ja einfach persönlich froh sein, dass ich inzwischen nicht mehr als Nazi, sondern nur noch als Verschwörungstheoretiker und Impfgegner gelte, das ist schon mal ein Fortschritt. Allerdings würde ich mich auch gegen diese zwei Bezeichnungen mit jugendlichem Trotz wehren.
Ebenfalls mit jugendlichem Trotz wehre ich mich:

  • gegen kantonale Willkür bei der Demontage unserer Kultur

  • gegen 'moving targets' und nicht-falsifizierbare Behauptungen bei unserer nationalen Strategie

  • gegen menschenrechtlich zumindest fragwürdige Quarantänen für deren Anordnung ein 'Infektionsbeweis durch PCR' genügt (man lese dazu Beda Stadler)

  • und gegen das Perpetuieren der Covid-Angst in der Bevölkerung durch Maskenpflicht allüberall - es ist schliesslich bekannt und gut erforscht, dass Angst und Stress auch wirksame Immunsuppressiva sind.

Persönlich finde ich kindliche Naivität ('nützts nüt so schadts nüt') ja herzig.
Der Glaube, dass durch brave Folgsamkeit irgendwann schon alles wieder gut wird, wird uns aber beim jetzigen Regierungsversagen auch nicht retten - sorry.

16
/
32
A. N.
Dr. iur. Rechtsanwalt
·

Gibt‘s keine anderen Themen mehr als Corona? Z.B. der Auslieferungsprozess gegen Julian Assange, der seit dem 7.9. im Gang ist, in dem darüber entschieden wird, ob Medienfreiheit auch dann gilt, wenn sie für keine Lacher am Morgen sorgt, sondern kritisiert, aufdeckt und jene anklagt, die unseren Auftrag dazu missbrauchen, Verbrechen zu begehen und sich persönlich zu bereichern? Sie Herr Strassberg haben den Appell an den Bundesrat doch seinerzeit auch unterschrieben (asylassange.ch). Wundern Sie sich nicht, warum man in unseren Breiten - auch in der Republik nicht - seit über zwei Wochen nichts darüber liest? Eigentlich sollten doch gerade die Journalisten um ihre Pressefreiheit kämpfen, sie durch breite Berichterstattung verteidigen. Warum tut das hier niemand? Sind am Ende - und hier der Bogen zu Locke und Ihrem Text - am Ende die westlichen Journalisten gar keine Demokraten mehr, sondern im Herzen längst Royalisten, lapdogs der Reichen und Mächtigen? Gestern beispielsweise, sagte Cassandra Fairbanks aus. Sie hatte ein persönliches Telefongespräch mit Arthur Schwartz aufgezeichnet, einem engen Berater Trumps. Er sagte ihr wörtlich, dass Julian Assange "on the orders of the President" aus der Ecuadorianischen Botschaft gezerrt wurde. Früher sagte Daniel Ellsberg aus, der Whistleblower der seinerzeit die Pentagon-Papers veröffentlichte und dadurch für die Beendigung des Vietnamkrieges sorgte. Niemand berichtet. Stattdessen schreibt man sich Tag ein Tag aus über Corona zu Tode, brandmarken anders Denkende mit abwertenden Begriffen. Das ist keine besonders hochstehende demokratische Diskurskultur. Demokratie heisst mieinander statt gegeneinander. Stattdessen ist man heute nicht mehr in der Lage Spannungen auszuhalten, anderen Meinungen auch eine gewisse Berechtigung zuzuerkennen und betreibt stattdessen pubertäres Mobbing, indem man sich auf die Seite der Stärkeren stellt. Das nennt man Opportunismus. Und Opportunismus ist im Kern sehr royalistisch.

Wir sind drauf und dran uns als Individuen freiwillig in eine mit Gelée gefüllte Wanne zu legen, uns an alle wichtigen Schnittstellen der Nervenbahnen die Drähte selbst in unseren Körper zu stossen, um uns in den Dienst der Maschine - um Locke nochmals aufzugreifen - zu stellen und unser Leben in der Matrix zu versenken, weil uns Demokratie schlicht zu anstrengend ist und wir unsere Lebensenergie lieber gegen ein wohliges Unterhaltenwerden eintauschen.

Bravo! Macht weiter so, ihr braven Demokraten! Denn frei seid Ihr jetzt schon nicht mehr!

28
/
24
Lucia Herrmann
Community Redaktorin @ Republik
·
· editiert

Guten Morgen! Mit dem Prozess gegen Julian Assange sprechen Sie ein wichtiges Thema an, das wir bestimmt nicht vergessen haben und an dem wir dranbleiben. Anfang September haben wir auf den Prozessbeginn hingewiesen und noch einmal auf die Problematik fehlender Pressefreiheit aufmerksam gemacht. Ihr Eindruck, dass die Republik «keine anderen Themen mehr als Corona» kenne, überrascht mich. Hier finden Sie einen Überblick über unsere aktuellsten Artikel, zum Beispiel zu den anstehenden Abstimmungen oder zur Wirecard-Recherche oder zu TikTok. Gute Lektüre und schönen Tag!

26
/
3
A. N.
Dr. iur. Rechtsanwalt
·
· editiert

Liebe Frau Herrmann. Das ist richtig. Allerdngs findet sich im Hinweis nur ein Satz und ein link auf ein im Februar erschienenes Interview mit Hrafnsson. Ich habe in meiner Wortmeldung mehr Informationen zum Fall Assange kolportiert als die Republik seit der Eröffnung des Prozesses im Februar 2020. Dabei gäbe es so viel zu berichten und aufzuklären - soweit sind wir ja einer Meinung-, z.B. Lawyers4Assange [https.//www.lawyersforassange.org/] oder 160 world leaders and other politicians support Assange oder bei NBC News.

Zu berichten wäre etwa auch darüber, dass man die beidenvorgenannten News-Beiträge (Independent und NBC News) über eine Google-Suche (mit den Begriffen "160 world leaders Assange") nicht findet, währdend sie bei DuckduckGo gleich auf der ersten Seite auftauchen. Dass Google News zensuriert, so z.B. auch bei der Präsidentschaftskandidatin Tulsi Gabbard (vgl. globalresearch und NYT), ist doch auch etwas, was es zu thematisieren gälte. Die eine Seite sind Fake-News, die andere Seite sind Concealed-News. Über Wesentliches nichts zu berichten, ist sogar verheerender als Falsches zu berichten, weil im zweiten Falle die Unwahrheit aufgedeckt werden kann. Werden wesentliche Nachrichten verheimlicht, lässt sich über Verheimlichtes nur spekulieren. Und genau das ist doch der Boden für Verschwörungstheorien. Und genau deshalb sind Whistleblower das Lebenselixir einer Demokratie. Wenn die Medien über Wesentliches nichts berichten, dann legen sie nicht nur die Grundlage für Verschwörungstheorien, sondern decken auch echte Verschwörungen, wie sie eben Assange - und auch die Republik, indem sie Nils Melzer die entsprechnde Plattform bot - noch publik machte, nicht mehr auf. Die besten Verschwörungen sind ohnehin jene, die nicht nur nicht auffliegen, sondern über die sich gar keine Verschwörungstheorien zu ranken beginnen.

Also, da wären wir wieder bei Assange als Journalisten und Demokraten: Verschwörungen und Verschwörungstheorien zu trennen, gelingt nur, wenn Transparenz herrscht. Und das gelingt nur, wenn radikale Aufklärung betrieben wird, Aufklärung um jeden Preis. Und genau das ist die hehre Aufgabe der Medien. Nur so kann Demokratie auf lange Sicht gelingen. In diesem Sinne, liebe Republik: Ran an die Fettnäpfe der Reichen und Mächtigen!

13
/
5

Darüber wundere ich mich in aller Bescheidenheit auch schon eine geraume Weile...

2
/
2

Ein sehr interessanter Artikel über das verharrende Pubertäre mit der ständigen Angst ungerecht behandelt zu werden. Die Pandemie ist ein sehr guter Test unserer Solidarität, insbesondere gegenüber Schwächeren, die geschützt werden müssen. Wir leben in einer funktionierenden Gesellschaft, die nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten hat. Hier in der Schweiz werden die verordneten Massnahmen auf ein Minimum beschränkt, dazu zähle ich auch das Masken tragen. Und wer glaubt, dass die Pandemie nicht Ernst zu nehmen ist, soll sich nochmals die Bilder von Italien oder von New York anfangs Jahres vor Augen führen.

29
/
9

Anfangs Jahres… ja, aber jetzt haben wir September und seit dem Ende der Pandemie anfangs Mai wird die «Spaltung der Gesellschaft» medial durch eine künstliche Kontroverse «Gesundheit» vs «Egoismus» geschürt und bewirtschaftet. Das «Bedrohungsbild» der ersten Phase wird gehegt und gepflegt. Nur eine grossflächige Impfung soll eine Lösung bringen können.

Die Beobachtung von absoluten «Fallzahlen» (positive PCR-Testresultate) als alleinige Entscheidungsgrundlagen für Massnahmen hinterfragen Staatsrechtsrechtler, Mediziner und Massnahmenkritiker seit Monaten.

Der Lockdown wurde zur Verflachung der Infektionskurve eingeführt, um Engpässe bei Beatmungsplätzen zu vermeiden.

Seit Januar hat sich viel verändert:

  1. Behandlungsrichtlinien angepasst. Intubationen bei Covid-19 häufig kontraproduktiv, heute nur noch als ‘ultima ratio’. Zuvor in den ersten Hotspots Wuhan, Bergamo, New York überlebten nur 20% der Patienten, wurden sie einmal intubiert [1]

  2. WHO-Panne: Studie mit toxischen Hydroxychloroquin Dosierungsempfehlungen zurückgezogen. Hohe Übersterblichkeit in den Spitälern, die am WHO «Solidarity»-Programm mit den überdosierten Hydroxychloroquin Versuchen teilnahmen [2]

  3. Medizinische Kollateralschäden durch Lockdown in Studie am Berner Unispital vom 11.8. ‘Barriers to seeking emergency care during the pandemic lead to higher mortality' aufgearbeitet. [3]

  4. seit Anfang Mai gibt es bei den klinisch relevanten Parametern Hospitalisierungsrate, Letalität gem. BV Art 36 §3 und EpG § 818.101 4c keine gesetzliche Grundlage mehr für Massnahmen.

[1] Eskalation N.Y. März nach Studie L. Gattioni 'COVID-19: different respiratory treatments for different phenotypes’
[2] 6.6. FranceSoir: M. Landray, Interview mit Author WHO-Studie
[3] 10.441/smw.2020.20331

19
/
15

Ich danke für Ihre sachliche Rückmeldung. Ich glaube nicht, dass wir uns grundsätzlich widersprechen. Sie beschreiben die aktuelle Situation und was man bis jetzt lernen konnte. Die Pandemie ist aber leider noch da und niemand weiss wie wir ihr mit Sicherheit Herr werden. Hier ist von Allen eine gewisse Demut im Know-how und Solidarität gefordert.

12
/
1

Ich verstehe Sie nicht. Wollen Sie etwas verändern? Sollen die Masken im ÖV nur noch freiwillig getragen werden?
Oder noch besser, zeigen Sie mir einfach, wie es anders weitergehen soll.

8
/
3
D. G.
Skeptiker
·

Vielen Dank für diese interessanten Infos, Herr Oettli.

4
/
3

„Seit dem Ende der Pandemie“ - leben Sie auf einem anderen Planeten, oder hat Donald Trump das Ende der Pandemie verkündet?

8
/
7

Super Glosse! Danke für den Lacher am Morgen...

28
/
10
D. G.
Skeptiker
·

Herr Z., ich muss Fragen. Ist Ihr Kommentar als Lob an Herrn' Strassbergs Kolumne gemeint oder als Kritik? Auf Grund einer Ihrer früheren Kommentare und der Definition von Glosse hätte ich gesagt letzteres. Das würde Ihren Kommentar umso besser machen, ginge ich dann nämlich davon aus, dass die meisten "Upvoter" die Message nicht verstanden haben.

2
/
1

Bingo! Sie haben so viele Waschmaschinen gewonnen, wie sie tragen können! ;) Jetzt mal im Ernst: Kann man diesen Text auch anders als ironisch verstehen? Die Alternative wäre grauenhaft.

4
/
3

Wunderschön dargelegt und zusammengefasst! Nun ist auch klar, weshalb es keine links/rechts Einteilung gibt

26
/
9

Liebe Post-Pubertierende, (nicht) Velo- oder sonstige Helmträgerinnen, Massnahmenskeptikerinnen, weise und laut Rebellierende, Schweigsame, Kritikerinnen, Verzweifelte, rational Denkende und - um es à la Magazin-Republikanerin abzukürzen - alle darüber hinaus: Vielen Dank für all diese Statements und Kommentare in allen Nuancen zu diesem Artikel heute, und Ihnen, Herr Strassberg, dass Sie diese erst ermöglicht haben.
Es darf ja schliesslich auch beim heutigen Thema nicht nur darum gehen, einen sprachlichen Diversitäts- Gap zu füllen. Genau wegen dieser Vielfalt an Meinungen der Verlegerinnen, welche die Kommentarspalte widerspiegelt, bin ich gerne Republik- Leserin. Ich merke, ich bin nicht alleine mit all den zwiespältigen, widersprüchlichen Gedanken, der manchmal gefühlten Überforderung im ganzen Diskurs. Und zum Polarisieren braucht es wohl mindestens immer zwei...

In diesem Sinne wünsche ich allen noch genug Energie, um sich auch jenseits der "Politischen Pubertätskrise" all den Themen konstruktiv zuzuwenden, die uns wichtig sind,
da, wo wir handlungsfähig bleiben dürfen und nicht einfach warten müssen, bis all die von Herrn Strassberg diagnostizierten und ausser Kontrolle geratenen, politischen Hormonschwankungen ausgestanden sind.

16
/
0

Einen interessanten Beitrag! Danke für diese Analyse, mit Locke und Empirismus, all makes sense! Ernst und spassig. So etwa wie ich solche "enttäuschte Monarchisten" warnehme: nicht zu ernst aber auch nicht unterschätzen.
Dass gewisse Phänomene sich wiederholen wundert micht nicht (mehr): viele Phänomene auf unsere Erde sind zyklisch.. Zyklisch heisst aber nicht im Kreis drehen, denn die Zeit vergeht und daher ist es nicht die genaue Wiederholung solcher Phänomene sondern Varianten, welche anhand komparativen Analysen sich differenzieren bzw vergleichen lassen. Eben Empirismus.

22
/
6

Herzlichen Dank! Eine Analyse, die das Phänomen sehr gut erklärt.

22
/
8

Ich finde den präsentierten Erklärungsansatz sehr inspirierend. Versuche, die coronabewegten Demos als Versammlungen besorgter Bürger/innen, zu Orten gelebter Demokratie und Verfassungstreue umzudeuten, halte ich wahlweise für naiv-blauäugig oder verharmlosend. Dem grösseren Teil der mitmarschierenden Verwirrten ist es doch völlig egal, ob es nun gerade um die Errettung des Abendland es vor dem Ansturm von Flüchtlingen oder islamischen Horden, gegen den Impfzwang oder behauptete Coronalügen geht. Hauptsache gegen "die da oben". Nicht, dass ich den Groll dieser Leute nicht verstehen würde. Aber der Ersatz beispielsweise von Hartz IV durch ein Sozialsystem, welches den Namen verdient, würde mutmasslich grössere Lücken in diese Aufmärsche reissen, als jeder Versuch, diese Leute "auf den Weg der Vernunft" zurückzuführen.

13
/
6
D. G.
Skeptiker
·
· editiert

Waren Sie bei den Demos vor Ort und sprachen mit einer genügend grossen Anzahl Menschen, so dass Sie Ihre Anschuldigungen "belegen" können? Das müsste ja ein ziemlicher Marathon gewesen sein, an einem Tag tausende Menschen zu ihrem Hartz IV Status und ihren Idealen befragt zu haben.
Ich war nicht vor Ort, weder in der Schweiz noch in Deutschland und erlaube mir deshalb kein Urteil. Die wenigen Demo-Teilnehmer*innen, welche in den Medien zur Sprache kamen sind doch nicht aussagekräftig. Dabei gab es unter diesen auch Menschen, welche durchaus citoyens normals sind und deren berufliche Situation auf Grund SARS-CoV-2 bzw. den damit zusammenhängenden Massnahmen gefährdet ist.

9
/
5

Ich war nicht vor Ort, natürlich nicht. Aber ich habe genügend Interviews mit Leuten gesehen, die dort teilgenommen haben. Wer an einer Kundgebung teilnimmt, an welcher solche Aussagen gemacht werden, stösst sich im Minimum nicht daran, sonst würde er/sie die Demo verlassen. Wer sich wohl fühlt, an einem Ort, wo Reichskriegsflaggen, Q-Anon-Plakate und sonstige toxische Symbole gezeigt werden, braucht mir von seiner/ihrer Sorge um die Demokratie nichts mehr zu erzählen. Wer einen Marco Rima oder Andreas Thiel applaudierend oder stillschweigend erträgt, muss neben Jobängsten noch durch andere Probleme geplagt sein.
Ja, ich erlaube mir auf Grund all dessen eine Einordnung.

15
/
3

Ich denke auch, dass ein Sozialsystem und überhaupt eine Gesellschaft, die Solidarität wirkungsvoll lebt und tatsächlich auffängt, vielen Ängsten und dem Bedürfnis „geführt zu werden“ den Nährboden entziehen könnte.
Das bedeutet nicht, dass alle Demonstrierende Hartz IV Empfänger sind, sondern vielmehr, dass eine grosse Angst besteht, zu welchen werden zu können.
Deshalb sehe ich das gleich, wenn die Angst nicht mehr bestehen würde ganz tief fallen zu können (im Leben/in der Gesellschaft), würde das Vertrauen schaffen anstatt es zu vernichten.
Der Aspekt "...verharren ein Leben lang in der Enttäuschung, dass sich niemand um sie kümmert, dass sie nicht von der Regierung versorgt werden und dass diese nicht allwissend und manchmal sogar wider­sprüchlich ist..." würde dann abgeschwächt.
Im Moment leben wir nach dem Paradigma „fressen oder gefressen werden“ und leider werden viele gefressen und das beobachten die Leute und das verbreitet Angst.

1
/
0
A. S.
Leser
·

Besten Dank für diesen sehr anregenden Beitrag, der sich (endlich einmal!) auf andere Quellen beruft als die bis zur Bewusstlosigleit ziterten Damen und Herren Doktores, Professores und Politiker*innen jeglichen Couleurs. Ich hätte Putin nicht namentlich erwähnt. Es ist nicht sinnvoll, einen solchen Nagel einzuschlagen. Die Familie Blocher wurde (glücklicherweise) auch nicht genannt... Solche Lektüre bereitet Feude, weil man/frau zu überlegen beginnt.

13
/
2
V. P.
Gwunderer
·
· editiert

Die Pandemie fordert die Gesellschaft heraus, zeigt auf, wie es um die geltenden Werte steht, stellt sie in Frage und bringt Bewegung ins überforderte System. Endlich. Auch mich überfordern Solidaritätsverweigerer. Dieser Beitrag an den Diskurs ist allerdings enttäuschend. Einen Teil des Phänomens so intellektuell süffisant zu diskreditieren, trägt zu Spaltung bei. Wir Überforderten fühlen uns gut, statt bei uns hinzuschauen. Aber auch das ist menschlich.

22
/
12

Ha, ha ... so einen unkritischen Vergleich habe ich in meinem Leben noch nie gelesen...der Staat soll unserer liebender Vater sein, der schon weis was für uns gut ist.... das ist ja auf "ich glaube an den Osterhasen Nivo...."ich lache mich krumm... und ich kann Ihnen auch sagen was alle die "unreifen, pubertierenden Anti Corona Kinder da draussen verbindet.... Sie denken selbstständig, benutzen Ihr Hirn, anstatt es nur zufällig mit dabei zu haben, im Gegenzatz zu den meisten anderen braven Schafen.... määhhh.... möchte mal wissen was mit der grossen Gegenbewegung ist. Das kannn man doch von einer unabhängigen Zeitung wie die Republik verlangen.

14
/
66

Herzliche Gratulation Herr von Allmen. Sie haben den Beitrag gelesen und verstanden

15
/
6

Herr von Allmen, der Beitrag war offensichtlich etwas zu hoch für Sie. Um zu verstehen, von was Herr Strassberg schreibt, muss man halt schon vorher etwas über Locke gehört haben.

3
/
5
(von der Redaktion verborgen)
(von der Redaktion verborgen)
(von der Redaktion verborgen)
A. C.
Märchentante*onkel
·
· editiert

Aus Sicht des Pubertären ist die Erwachsene pubertär.

3
/
1

Wir halten das zu Hause so. Wir haben beide "Die Pubertät". Für beide finden DIE VERÄNDERUNGEN gelegentlich in Überschalltempo statt. Dass wir "Die Pubertät" teilen, das macht es einfacher, erträglicher. Für beide Seiten. Nicht immer, klar, aber doch oft. Versöhnlicher auch. Kann ich empfehlen.

5
/
0

Danke Herr Strassberg. Einmal aus einem anderen Blickwinkel. Es scheint wirklich so, wie wenn zu viele während der Pubertät etwas verpasst haben, und dies jetzt nachholen möchten. Nur ist es nicht tolerierbar, andere mit dem Verhalten zu gefährden. Was geschieht wenn das Virus mutiert, und nicht die 2.6 Mio älteren und vorerkrankten Menschen bei uns gefährdet sind, sondern Kinder. Oder ein neues Virus vor allem Kleinkinder gefährdet. Wird man die dann auch in eine Kategorie nicht schützenswert ablegen? Würde ja keine Rolle spielen, die vielzitierte Übersterblichkeit würde ja nicht tangiert. Man könnte dann auch die Fussgängerstreifen und 30er Zonen aufheben. Die paar Kinder und älteren Leute würden diese Statistik wohl kaum trüben. Es ist widerlich, wie sich immer wieder ein paar ewig Pupertierende darüber äussern, wer schützenswert ist und wer nicht.

5
/
8

Der Gefahren kein Ende. Danke für den Hinweis. Meine Sorge ist im Moment mehr, dass es nach Corona zum coronalen Massenauswurf von Plasma auf der Sonne kommen könnte.

Die NASA hatte 2016 für 2020 den grössten Sonnensturm aller Zeiten vorausgesagt. Informationen gibt es beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS hier.
Die Massenauswürfe sind begleitet von intensiver Gamma-, Röntgen- und ultravioletter Strahlung. Die Strahlendusche kann die Erde in weniger als zehn Minuten erreichen.

Zur Not kann man wenigstens den Kopf mit Aluminiumfolie schützen, als Ergänzung zur Virenmaske.

5
/
2

Und hat das etwas mit meinem Beitrag zu tun ? Oder haben sie verlässliche Informationen darüber, ob es einen Einfluss auf das Virus hat? Übrigens bei einem Weltuntergang braucht es auch keinen Impfstoff mehr.
Also Schuster bleib bei deinen Leisten.

2
/
4

Auf oder neben dem Fussgängerstreifen?

2
/
2

Besser auf dem Fussgängerstreifen.

2
/
2
P. M.
Leser
·

Meines Wissens gilt die Maskentragpflicht für Personen älter als 12 Jahre. Finden Sie diese Grenze als angemessen?

1
/
1
E. H. H.
Leserin
·

Angesichts unserer Hilflosigkeit — einschliesslich der Hilflosigkeit derer, die uns regieren — hoffe ich, die Gier auf ein Ämtli und die damit zu erhaschenden Pfründe möge jetzt nachlassen. Wer will schon so etwas Verwirrtes regieren? Zeit für Demut, nicht fürs Fingerzeigen.

10
/
7
(von der Redaktion verborgen)
(von der Redaktion verborgen)
(von der Redaktion verborgen)
(durch User zurückgezogen)
(durch User zurückgezogen)
Lucia Herrmann
Community Redaktorin @ Republik
·
· editiert

Liebe Frau O., da Ihr Kommentar eine Antwort auf den Beitrag von Sieglinde Geiser ist und an eine Debatte weiter unten anschliesst, darf ich Sie bitten, das auch dort zu posten? Hier fehlt der Zusammenhang.

0
/
0
(durch User zurückgezogen)
J. W. M.
retired citizen
·

Wie ich heute Abend den Club im SRF gesehen habe, kam mir unweigerlich dieser Beitrag in den Sinn und wie treffend dieser diese „Post-Pubertierenden„ beschreibt. Nun kann ich zufrieden mein Haupt niederlegen und noch etwas davon träumen. Vielen Dank an den Verfasser!

8
/
7

Wow! Eine sehr treffende Beschreibung des Phenomens.

1
/
0
L. H.
Web-Kiosk
·

Ganz erfreulich - endlich mal wieder ein für mich erhellender Text, den ich in wenigen Minuten und zu nächtlicher Stunde mit Genuss schlürfen und im Traum noch vertiefen kann. Mehr solche Artikel würden meinen Glauben an die Republik wieder festigen. Kurz aber prägnant ist und bleibt mein Wunsch. Danke!

8
/
8

Was Daniel sagt "...verharren ein Leben lang in der Enttäuschung, dass sich niemand um sie kümmert, dass sie nicht von der Regierung versorgt werden und dass diese nicht allwissend und manchmal sogar wider­sprüchlich ist..." klingt nach (klassischen) Sozialdemokrat*innen. Fand von diesen aber bisher wenige unter den Corona-S_e_ptikern. Wir müssen wohl noch weiter nachdenken. Trotzdem: ein guter Anfang. Danke.

4
/
4

Wieso klingt es für Sie nach klassischen Sozialdemokrat*innen?
Für mich klingt diese Passage im Gegenteil eher nach rechtem Flügel...

1
/
0

Vielleicht meinen wir ja die gleichen? Mir klang das vor allem bei den Passus "von der Regierung versorgt werden" und "dass diese nicht allwissend [...] ist" an. Aber ... sonst würde das wohl den Rahmen einer 'Diskussion' hier sprengen.

1
/
1

Was für ein hervorragender Artikel! Vielen Dank! Ich habe manchmal auch den Eindruck, dass viele Corona-Demonstrierende bloss ein Haufen ewig Pubertierender sind, die jeden Halt verloren haben.

9
/
9
P. M.
Leser
·

Also keine Gefahr für die Gesellschaft?

2
/
5

Nur falls sie sich mit den rechtsnationalen verbinden bzw. wenn die Coronaskeptiker gleichzeitig auch rechtsnational sind. Dies scheint mir aber in der Tendenz genau der Fall zu sein...

2
/
0
P. M.
Leser
·
· editiert

Wie heute (23.09.2020) das Bundesamt für Gesundheit BAG mitteilt, wird Frau Anne Lévy ab 1. Oktober 2020 die Stelle des zurücktretenden Herrn Stefan Kuster übernehmen.
Was sind die Gründe, was meinen die Leser?

4
/
5

Ich gebe zu, nur den Titel gelesen zu haben. Die Einordnung ist einfach Blödsinn!
Skeptiker hinterfragen, und zwar immer! Also würden diese auch einen Monarchen hinterfragen.
Die Mehrheit einer Gesellschaft läuft den "Monarchen" jedoch blindlings hinterher. Dafür gibt es weiss Gott genug beweise und sozialstudien. Ich nenne hier nur mal Deutschland unter Hitler und das US-Experiment, welches vom Film "die Welle" aufgenommen wurde.
Nein, Skeptiker und Monarchen passen nicht zusammen. Sie sind sogar die letzte Bastion gegen eine Diktatur!

0
/
2

Werter Herr G.
Da Sie ein ausgewiesener Skeptiker sind und meine Einordnung recht skeptisch hinterfragt haben, möchte ich Ihnen gerne ein Update zukommen lassen. Gestern hat ja der Verein «Freunde der Verfassung» das Referendum gegen das Covid-19-Gesetz lanciert. In Ihrer Vorstellung wahrscheinlich einfach ein Verein besorgter Bürger.
Der nachfolgende Link führt zu einem Video einer Galionsfigur der Coronaskeptiker in der Romandie, François de Siebenthal, der zu den Köpfen des bereits früher lancierten Referendums "Stop Swiss Covid" gehört. https://youtu.be/-30SJBIyLbo
Ich warte gespannt auf Ihre skeptischen Relativierungen.

0
/
3

Nichts Neues im Artikel. Einfach eine langweilige Bestätigung der schon so oft aufgelisteten 'Fakten'. Der Einschub mit dem 'Adam' macht das Ganze noch schlechter und vor allem unglaubwürdig.

11
/
16

Es wäre interessant zu wissen Wieviel bipolare Menschen unter den Coronaskeptikern sind und wieviele davon ohne Schutz durch und vor den Eltern aufgewachsen sind und darum nie die besprochene Schutz bietende Allmacht der Obrigkeit erfahren haben und weiterhin danach suchen. Es tut mir so leid um diese Menschen ohne selbstverständliche Sicherheit.

0
/
7
Stephan Huwiler
Unternehmer KMU Metall + IT
·

Als erstes in Ihrem Beitrag fällt mir auf, dass Sie den sächsischen Akzent des jungen Mannes erwähnen. Als Psychoanalytiker sollten Sie eigentlich wissen, was Sie damit von sich selbst preisgeben. Dann fällt mir weiter auf, dass Sie versuchen, die Teilnehmer der Demos lächerlich zu machen, indem Sie diese als bunte Mischung von Neonazis, Reichsbürgerinnen, Impfgegnern usw. bezeichnen. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Reihenfolge, welche Sie, wahrscheinlich unbewusst wählen, aber auch damit entlarven Sie sich ein weiteres Mal. Wer das Ganze pragmatisch angeht, muss feststellen, dass bei den Demos der grösste Teil der Teilnehmer ganz normale, jedoch um ihre Rechte besorgte Menschen sind, nur der kleinste Teil sind Rechtsextremisten, gegen welche aber der Staat kaum etwas unternimmt. Nun bedient man sich, leider auch in der "Republik" dieser kleinen Gruppe, um die ganze Bewegung als "Covidioten" zu diffamieren. Wenn Sie nun glauben, uns die Welt mit Gottes-, Königs- oder Vaterbildern aus dem Mittelalter, oder mit der Geschichte von Adam im Paradies erklären zu wollen, dann erübrigt sich eigentlich jeder Kommentar.

30
/
48

Lieber Herr Huwiler, Sie sprechen mir aus dem Herzen. Danke, dass Sie gegen den (vermuteten) Mainstream der Republik schwimmen. Als langjähriger Richter fühle ich mich keinem "Lager" zugehörig, sorge mich aber um die Verhältnismäßigkeit der Grundrechtseingriffe.

18
/
29

Ein bisschen sehr theoretisch, Ihr Beitrag. Ausserdem 1680, wenn ich richtig gelesen habe, also aus 350 Jahren weit hergeholt... Da spielten auch religiöse Motive eine entscheidende Rolle, was man von unserem Zeitalter nicht behaupten kann.
Im übrigen: Familie und Staat sind Gegensätze: entweder funktioniert die Familie bestens und sie reisst sich alles unter den Nagel, dann hat der Staat das Nachsehen- manchmla in afrikanischen Staaten zu sehen, oder der Staat funktioniert sehr gut und die Familie hat das Nachsehen oder ist nicht nötig, siehe westliche Staaten und Single-Haushalte.
Für mich ist der Protest gegen die Corona-Massnahmen nicht nachvollziebar. Es scheint etwas Irrationales mitzuschwingen.

7
/
21

Ja, Nase voll, aber nicht von der "Politischen Pubertätskrise", sondern von der "Medialen Pubertätskrise" bei Corona.
Können Sie das genauer erklären? Nein, hab' die Nase voll.

13
/
43
seit 2018

Republik AG
Sihlhallenstrasse 1
8004 Zürich
Schweiz

kontakt@republik.ch
Medieninformationen

Der Republik Code ist Open Source