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Danke für diesen interessanten Artikel.

Hätten wir vorbereitet sein können?
Zum Beispiel mit

  • Anreizen für bessere Heizungen in Häusern

  • effizienteren Autos

  • Lenkungsabgabe für Geschäfts- und Privatjets

  • erhöhter CO2-Abgabe

  • Lenkungsabgabe für Flugtickets

  • Fonds für die Sanierung von Gebäuden?

Ja, mit dem CO2-Gesetz.

Parteien, die dafür waren: EVP, FDP, GLP, GPS, KVP, Mitte, SD, SPS.
Parteien, die dagegen waren: EDU, Lega, PdA, SVP.

Wegen der SVP fehlt der Schweiz jetzt die Vorbereitung durch das CO2-Gesetz.

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Sündenböcke finden ist die mediale Lieblingsbeschäftigung. Ich frage mich, wie die 26 % SVP Wähler eine Mehrheit von 52 % Nein-Stimmen erwirken konnten? Haben andere Parteimitglieder und Sympathisanten auch nein gestimmt? Und hatte nicht eine welsche Umweltbewegung ebenfalls für 'nein' votiert? Und was ist mit den 40 % Nicht-Wählern.
Was ist mit Dir und mir im Engagement für ein 'JA'?

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Politisch uninteressierte Abstimmungsberechtigte vertrauten der PR-Arbeit von SVP und Öl-Lobby.

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Die Medien selbst sind Sündenböcke, weil sie nicht genügend dringlich über die heutigen und kommenden Miseren berichten (Klimaerhitzung, Handlungsbedarf - auch auf der Nachfrageseite etc.). Alle Medien, ausser die WOZ und ein paar wenige andere.

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Beobachter
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Liebe Republik, da ist wohl ein Reporter durch die Blick Schule gesaust. Dieser Bericht reisserisch und diffamierend, Quote das Kaff nahe dem Entlebuch, der Bund werkelt und alles auf Panikmache Unquote weiter mag ich nicht zitieren. Muss es ja nicht lesen schade für darin enthaltenen Informationen.
Dennoch ein schöner Tag

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Oliver Fuchs
Chefredaktor a.i.
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Danke für die Rückmeldung! Interessant: Ich komme aus einem Kaff in der Nähe von Olten. Und habe die Bezeichnung noch nie als Abwertung verstanden.

Wie geht es anderen Landkindern hier mit dem Begriff?

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Ich bin selbst in einem Weiler mit 20 Einwohnern aufgewachsen. Da gab es mehr Hühner und Schafe als Menschen. Ein Kaff. So haben wir es auch selbst genannt – nicht diffamierend, sondern liebevoll.

Zu ihrer restlichen Kritik: Sprache ist Geschmackssache. Aber Panikmache? Ich lasse zahlreiche Expertinnen und Experten zu Wort kommen, die sich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigen. Sie warnen in diesem Text. Nicht ich. Vor meiner Recherche hatte übrigens auch das Gefühl, das sei alles übertrieben. Heute, nachdem ich mit fast 20 Personen gesprochen habe, die wirklich etwas davon verstehen, sehe ich das anders.

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Anderer 60
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Kaff: umgangssprachlich abwertend (Duden). In der Nähe von Olten mag es anders sein. Ich wohne in der Stadt Bern. Für mich ist Kaff abwertend.

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Beobachter
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Ich hatte das Gefühl Kaff sei irgendwie abwerten da habe ich noch nachgeschaut
Quote: Eine umgangssprachlich gebrauchte Bezeichnung für eine kleine langweilige, als unattraktiv angesehene Ortschaft Unquote
Spielt ja keine Rolle aber lag doch nicht so falsch mit meinem Gefühl.

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Ja, ja der Bund werkelt; er muss halt eben erst in die Vernehmlassung und das dauert und was herauskommt ist dann ein Kompromiss. So geht Demokratie in der Schweiz, ich wünschte es mir - nicht! - anders.

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Ich habe noch selten so gelacht wie Ende Mai, als ich las, die Schweiz strebe mit Deutschland ein Solidaritätsabkommen zur Gasversorgung an. Da wurde von unserern Magistraten doch tatsächlich gesagt, die beiden Länder könnten einander gegenseitig helfen; ja womit denn, wenn die Schweiz keine eigenen Gasspeicher hat?
Ausgerechnet die Firma Schweiz, die ewige Rosinenpickerin, die nur solidarisch ist, wenn es ihr nützt, möchte ein Solidaritätsabkommen. Diese Chuzpe ist schon fast wieder bewundernswert.

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Es gibt eine Region der Schweiz, für die einzig die Erdgasversorgung Deutschlands wichtig ist, die zum Schweizer Erdgasnetz gar keine Verbindung hat: Die Region Kreuzlingen/Untersee im Thurgau. Kreuzlingen wird direkt über das benachbarte Konstanz (D) versorgt und verteilt selbst dann weiter an Unterseegemeinden. Bekommt also Konstanz nicht genug Gas, wird's auch um Kreuzlingen herum kühl. Dabei ist es völlig egal, wie der Rest der Schweiz versorgt und wie kalt es dann dort in den Häusern ist. Das Solidaritätsabkommen Schweiz-Deutschland existiert da schon :-)
Nachtrag: Durch die beschriebene Verbindung, wird diese Region ab dem 1. Oktober tatsächlich auch die deutsche Gasumlage mitbezahlen.

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Nur der Vollständigkeit halber: wer hat sanktioniert und erklärt: kein Gas und Oel von Russland (lieber von anderen Unrechtsstaaten) und wer hat Russland aus dem Zahlungssystem ausgeschlossen?

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Zur Vollständigkeit halber: Das Gas aus Russland wird nicht sanktioniert.

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Baerbock: „Deutschland wird für immer ! auf russische Energie verzichten.“

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Und wieder plaudern der Bundesrat und die Kantonsregierungen vor sich hin. Taskforce da, runder Tisch dort. Energieknappheit, Energie sparen, Corona, Klimaerwärmung, fehlende Medikamente, fehlende Solarzellen auf den Dächern und zu wenig Lehrerinnen, AHV im Argen, medizinische Versorgung am Anschlag, exorbitante Inflation, Überhitzte städtische Plätze wegen sinnlos gefällten Bäumen; irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass das Anforderungsprofil für Politikerinnen nicht mehr den aktuellen Realitäten entspricht. Selbst der Wolf entkommt immer wieder zum Schafe und Kühe Reissen. Immerhin wird Pussy Riot verhaftet, weil sie an eine bereits versprayte Wand die Distanz bis zum Krieg Putins schreiben. Politik an Wänden geht nicht. Und Politik, die voraus denkt auch nicht mehr.

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Wieder einmal vielen Dank für den erhellenden und gut recherchierten Beitrag. Mit der panischen Angst der Politik vor einer verordneten Beschneidung der "Freiheit des Konsums" beschäftigt sich Philipp Lepenies in seinem Buch "Verbot und Verzicht, Politik aus dem Geist des Unterlassens" (https://www.umweltnetz-schweiz.ch/b…zicht.html).
Die Handlungsverantwortung der politisch Verantwortlichen wird wieder einmal auf die "Eigenverantwortung" abgeschoben, obwohl die letzten zwei Jahre gezeigt haben, dass diese, wenn überhaupt, nur marginal greift. Gemeinschaftssinn und Gemeinwohl bleiben auf der Strecke.....

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"Physiker"
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Der Artikel zeigt eine einfache Möglichkeit auf, Gas zu sparen: es muss weniger produziert und gekauft werden. Auch ich sitze in einem Pyjama von Calida und habe zu viele davon. Gerade Kleider werden viel zu viele produziert und gekauft, oft nur kurz oder kaum getragen und weggeworfen. Klar dass das die Firmenchefs anders sehen.

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Secondhand-Shopping!

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«Es soll niemandem Geld geschenkt werden», sagt Schellenberg, der auch im Vorstand des Wirtschafts­dachverbands Economiesuisse tätig ist. «Aber es benötigt jetzt gescheite Fördermittel. Ein zinsloses Darlehen würde mir reichen...»

Ja was nun? Schenken oder nicht schenken? Wenn ein zinsloses Darlehen kein Geschenk ist, dann weiss ich auch nicht. Mir würde ein zinsloses Darlehen übrigens auch helfen.

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Meeresbiologe, Fotograf
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Das ist bei Neoliberalen immer so. Solange sie sich an was oder wem auch immer bereichern können, wollen sie von staatlicher Regulierung nichts wissen. Sobald ihr Geschäftsmodell ins Wanken kommt, rufen sie nach staatlicher Unterstützung.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Nunja... Das ist jetzt eine etwas sehr plakative Sicht auf die Dinge. Nicht?

Herr Schellenberg sagt ja explizit, dass er keine Subventionen will, sondern Unterstützung benötige bei der Dekarbonisierung. In der Schweiz kann man vielen einen Vorwurf machen, sie hätten ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Die produzierende Industrie ist der einzige Sektor, der 2020 das langfristige Klimaziel erreicht hat. Es reicht noch nicht. Aber bei Recherchen merke ich immer wieder, dass in vielen Bereichen das ökologische Bewusstsein in den KMUs deutlich weiter ist als bei den Parlamentariern, Verbänden und Regierungspolitikern. Leider.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Ein zinsloses Darlehen ist kein Geschenk, sondern für die Förderung von erneuerbaren Energien und die Dekarbonisierung ein sehr probates Mittel. Für viele Unternehmen (und auch Private) wird es schwierig, bei hohen Preisen und hohen Upfront-Investments Geld aufzuwerfen. Deshalb denkt man in Bern auch gerade über eine Klimabank nach, die Kredite zu guten Konditionen vergeben könnten, damit sich Firmen dekarbonisieren können. Viele Firmen wollen vorwärtsmachen. Sie benötigen aber auch Unterstützung.

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Die Verzinsung ist geschenkt, also in diesem Sinne schon auch ein Geschenk, oder?

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Meeresbiologe, Fotograf
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Die Sache mit den Bankkrediten ist eben so eine Sache. Auf Seite 18 der Broschüre «Die Nationalbank und das liebe Geld» steht: «Durch diese Kreditvermittlung schaffen die Banken neues Geld. Banken sind deshalb "Geldschöpfer"». Weiter unten lesen wir : «Dies führt abermals zu einem Anstieg der Geldmenge; die Geldschöpfung geht weiter.» Das bedeutet, dass Banken durch die Vergabe von Krediten virtuelles Geld «drucken». Geld produzieren, das sie nicht haben. Das führt unausweichlich zu einer zunehmenden Verschuldung.

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Dieses zinslose Darlehen wäre ja Zweckgebunden - und die Zinsen dafür kämen aus Förder/Subventionstöpfen des Staates. Oder ist jede Subvention (die ja immer ein Ziel verfolgt) ein Geschenk, wenn sie an Bedingungen geknüpft ist?

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Ja, bei immerhin noch 19 Grad etwas bibbern, kann nicht schaden und ist zumutbar. Die Klöster in früheren Zeiten hatten nur einen Raum, der geheizt war, geschlafen wurde auch im Winter in ungeheizten Räumen. Habe gerade meinen Kleiderschrank inspiziert und gesehen, dass ich genug warme Kleidung habe für eine 19 Grad Stube. Die ersten Tage werden etwas unangenehm sein, aber das ist Gewöhnungssache, auf immer noch recht hohem Niveau.

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Mein Input zu dem Thema heute: Valentin Vogt sagt, die Wirtschaft hat schon viel unternommen um Energie zu sparen. SRF meldet, dass KMU ein riesiges Einsparpotenzial haben und dieser sehr gute Artikel.
Ein heilloses Chaos verursacht durch einen handlungsunfähigen oder -unwilligen Bundesrat. In Nachbarländern wird getan, was geht, um gut durch den Winter zu kommen. Und hier: Ja, wir warten mal und schauen mal und setzen auf Eigenverantwortung und Freiwilligkeit.

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anonyme Verlegerin
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Danke für den gut recherchierten Artikel, der für mich die richtigen Fragen aufwirft. Verzeihen Sie mir den nachfolgenden leichten Spott, ich liebe die Republik, und kann es mir doch nicht verkneifen: Mir fällt am Rande beim Lesen auf, dass in der Schweiz Energieversorgung ein reine Männersache zu sein scheint. Im Artikel gibt es überhaupt keine einzige Frauenstimme. „Männer“ überwachen Monitore, mit „mannshohen“ Turbinen wird Gas verdichtet, Sinigalia „und seine Männer“ kontrollieren das Gelände, auch der interviewte Unternehmer flitzte als Kind „durch die Hallen des Vaters“- doch „Direttore Ennio Sigaglia“ wähnt sich jederzeit bereit…eine Atmosphäre, nun ja, beinahe wie damals bei „TKKG“ ;) Ist das wirklich in der Branche so? Ich musste schon etwas schmunzeln. Jaja, nun wird es also E. Wohlan, auf einen angenehmen - und hoffentlich nicht zu abenteuerlichen Winter!

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Guten Tag.

Ja, das ist mir auch aufgefallen. Ich habe noch selten eine Branche erlebt, die so von Männern dominiert ist wie die Gasbranche. Gilt auch für die Experten. Nur Männer. Wenn Sie eine Frau finden, die auf diesem Feld tätig ist oder sich gut auskennt, können Sie mir das gerne mitteilen. Ich habe aber leider wirklich keine Frau gefunden.

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anonyme Verlegerin
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Hallo Herr Blülle, schön dass Sie meinen Eindruck teilen. Ob das nun eine belegbare Tatsache ist, müsste wohl recherchiert werden. Nun, ich denke nicht, dass das unbedingt meine Aufgabe wäre- vieleicht meldet sich ja zufällig noch eine sachkundige Person zu Wort, wer weiss? In der Unternehmerschaft (KMU), bei jenen, die etwas zu entscheiden haben, dasselbe Bild?

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Beobachter
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Liebe Anonyme Verlegerin, kann es mir schon wieder nicht verkneifen, als Ergänzung als in den 1980er Jahren die "Frauhohen" Turbinen überholt wurden war der Leiter der ganzen Überholung eine Leiterin, "Mechanical Engineer".
Natürlich nicht in der Schweiz das war BP UK, die haben damals schon auf Emanzipation gesetzt, aber da hatten die Frauen ja auch seit Jahren schon das Frauenstimmrecht.
Wünsch noch einen schönen Abend.

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20% Energiesparen soll ein optimistisches Ziel sein? Da bin ich anderer Meinung, beim Warmwasser ist eine Reduktion von 50% problemlos möglich wenn konsequent kaltes Wasser gebraucht wird zum Hände waschen, Zähne putzen oder Geschirr vorspühlen. Mit einer Kilowattstunde Strom können in einem konventionellen Warmwasserboiler etwa 17 Liter Wasser auf 60 Grad erwärmt werden. Wenn beim Duschen noch die Temperatur und Wassermenge reduziert wird, sind nochmals 50% Einsparung möglich. Einsparungen pro Person und Tag von zwei Kilowattstunden wären mit kleinen Verhaltensänderungen sehr schnell und einfach möglich. Leider meinen die Menschen immer noch, dass sie mit Lichter löschen Strom sparen. Ja sicher, so 0,1 Kilowatt pro Tag und Haushalt sind da schon möglich. Wenn eine 4 Watt LED Lampe eine Stunde brennt hat sie 0,004 Kilowattstunden verbrauch. Ich hoffe der Bund weiss was er macht bei der Energiesparkampagne

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Natürlich ist es möglich. Die Frage ist: Werden die Menschen freiwillig sparen?

Die Preise werden insbesondere bei Miethaushalten erst spät durchschlagen, solange wird es keine Preissignale und entsprechende Anreize geben. Deshalb die Skepsis.

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Deshalb versenden ja viele Liegenschaftsverwaltungen Briefe um die Mietenden auf Preiserhöhungen aufmerksam zu machen. Und der Bund plant eine Informationskampagne. Aber wenn in den Medien die Meinung unwidersprochen wiedergegeben wird, 20% Einsparungen seien unrealistisch, dann werden sich viele Menschen entmutigt fühlen und ihre Energiesparanstrengungen schnell aufgeben. Schreibt doch bitte eine Anleitung, wie ohne Komfortverlust 20% Energie eingespart werden können. Es braucht hier ermunternde Beispiele, nicht eine „oh mein Gott das schaffen wir eh nicht“ Haltung.

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Die Argumentation find ich nicht grad überzeugend: Ist Warmwasser wirklich der Löwenanteil des Schweizer Gasverbrauchs? Ich glaube ihnen ja, dass man beim Warmwasser 50% sparen kann, aber wie ist es beim Heizen der Wohnung? Und bei der Prozesswärme in der Industrie?

Fachleute schreiben dazu:

Der durchschnittliche Gasverbrauch im Einfamilienhaus mit einer Fläche von etwa 160 Quadratmetern liegt knapp bei 23.000 kWh jährlich. Reihenhäuser mit 120 Quadratmetern Fläche benötigen etwa 17.000 kWh pro Jahr. Eine durchschnittliche Mietwohnung mit rund 83 Quadratmetern Fläche verbraucht im Jahr etwa 12.000 kWh. Diese Richtwerte beziehen sich jedoch nur auf den Verbrauch, der auf Heizwärme entfällt. Zur eigenen Orientierung können Sie mit der Formel – 140 mal Quadratmeter der Wohnfläche – Ihren Gasverbrauch schätzen. Möchten Sie die Warmwasserbereitung berücksichtigen, nehmen Sie am besten den Faktor 160.

Warmwasser ist also etwa 15% des Gesamtverbrauchs, wenn sie das halbieren haben sie 7% gespart. Und wie sparen sie die anderen 13%?

Die deutsche Verbraucherzentrale schreibt dazu:

Und jedes Grad weniger senkt Ihren Verbrauch um etwa 6 Prozent.

Also 18°C statt 20°C im Wohnzimmer. 16°C statt 18°C im Schlafzimmer. Auf freiwilliger Basis.

"problemlos möglich"? Ich kann die Zweifel der Experten gut nachvollziehen.

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Tatsache ist, dass viele ihre Wohnung auf 23-25 Grad heizen indem sie den Thermostat der Bodenheizung voll aufdrehen weil sie gerne einen warmen Fussboden haben da das angenehm ist um darauf ohne Socken zu gehen (das hab ich schon mehrfach so gesagt bekommen). Weil es dann zu warm ist in der Wohnung, lassen sie ein Fenster gekippt. Das ist halt so die Logik vieler Menschen. Energie ist einfach da und steht zur freien Verfügung. Wenn alle ihre Wohnungen nur auf 20-21 Grad heizen würden und keine Fenster kippen auch nicht im Bad, könnten wir den Energieverbrauch beim Heizen um 12% senken. Meine Raumtemperatur war letzten Winder zeitweise auf 19 Grad gefallen, weil die Stellventile der Bodenheizung defekt waren. Ich bin nicht gestorben, aber es war schon etwas kühl. Ich könnte jedoch problemlos damit leben und mich damit abfinden.

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Die beiden Boiler für Bad und Küche haben wir in unserer Mietwohnung kürzlich abgeschaltet. Für die Heizperiode nehmen wir uns eine Raumtemperatur von höchstens 19 Grad vor. Geschirrspüler und Waschmaschine werden seit je her meist über Nacht betrieben. Soweit zum individuellen Beitrag. Für Sparkampagnen von Bund, Kanton und Gemeinde sind wir offen.

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Nur nebenbei: Ich frage mich, ob Calida die Qualität der Pyjamas weiterhin „aus Biobaumwolle“ bezeichnen darf, wenn diese in der Firma Schellenberg für die Bearbeitung der Materialien bis zu 700 Chemieprodukte benötigen?

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Die Angabe "aus Biobaumwolle" wird durch die Bedruckung nicht verändert. Die Baumwolle kommt dadurch ja nicht auf einmal aus mit Insektiziden gespritzten Plantagen.

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Physiker
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Corona und der Ukraine Krieg haben uns aufgezeigt, wie fragil unser Wirtschaftssystem ist und wie Marktmechanismen, die zu Preisexplosionen und insolventen Firmen führen, die Krisen massiv verschärfen.
Mit dem Umstieg von russischem Erdgas auf Flüssiggas geht der Vorteil einer geringeren CO2 Belastung der Umwelt gegenüber Heizöl verloren. Europa wurde dadurch um Jahre zurückgeworfen beim Erreichen der Klimaziele. Die Klimakatastrophe aufzuhalten, ginge nur mit einer weltweiten Kooperation. Dazu gehören m.E. auch die Handelsbeziehungen mit Staaten, in denen noch nicht oder nicht mehr unsere Grundwerte wie Freiheit und Gleichheit verwirklicht sind.

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Maschinenbauer
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Bezüglich CO2 Ausstoss kommt es darauf an, in welcher Zeitperiode man das betrachtet. Ich denke das ist ein guter Anstoss um in der Bevölkerung auch ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Energie nicht selbstverständlich ist und die Abhängigkeit von autokratischen Staaten die eigene Souveränität tangiert und somit eine hohe Diversifikation und Zusammenarbeit mit europäischen Staaten in der Energiepolitik angestrebt werden muss. In den nächsten Jahren werden wir sehen, dass die Energiewende möglich ist, wenn man endlich mal an einem Strang zieht und dass wir deswegen längerfristig keine Wohlstandeinbussen haben werden.
Zudem bevorzuge ich es im Winter Energie sinnvoll einzusetzen, statt beim skrupellosen Mörder putin nach Gas zu betteln.

Edit: Schreibfehler

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Interessant, worüber man sich aufregt. Warum nicht erschüttert sein über die Erkenntnis, wie die Schweiz in die europäischen Energieflüsse eingebunden ist?

Warum wühlt statt dem Wort Kaff nicht folgende Aussage auf?

Die EU-Regelung sei klar, sagt auch Georg Zachmann, Energie­spezialist bei Bruegel, einer renommierten wirtschafts­wissenschaftlichen Denkfabrik mit Sitz in Brüssel: «Unterbricht Deutschland den Gasmarkt, würden zuerst die geschützten Kunden in den EU-Mitglied­staaten bedient, zum Beispiel Haushalte oder kritische Einrichtungen wie Spitäler. Dann würde man schauen, wie viel noch für die eigene Industrie übrig bleibt. Und dann, ganz am Schluss, wenn alle bedient sind, käme die Schweiz an die Reihe.»

Vielleicht soll der Wirbel um das Kaff ablenken von den Möglichkeiten, die sich laut
Artikel auftun:

Die Schweiz ist zwar extrem abhängig von der Pipeline, aber gleichzeitig ist sie auch das einzige Schweizer Pfand im Ringen um die einheimische Gasversorgung. Laut Konzessions­vertrag dürfte die Schweiz – ohne sich mit Nachbar­ländern abzusprechen – Erdgas von der Pipeline abzwacken, sollte das Land in eine Notlage schlittern. Die regionalen Schweizer Gas­netzwerke verfügen über Ventile zu den Leitungen und können so eigenständig Gas entnehmen – in einer Notlage theoretisch auch Erdgas, das bereits bezahlt und für Kunden in den Nachbar­ländern bestimmt ist.
Selbstverteidigung in der Not oder Plünderung?
Damit sich der Bundesrat diese Frage erst gar nicht stellen muss, verhandelt er mit Italien und Deutschland um Solidaritäts­abkommen, die im Ernstfall greifen und eine Isolation der Schweiz verhindern sollten.

Der Bundesrat fängt an zu verhandeln, derweil in jeder Region schon mal vorsorglich sondiert wird, wo die wichtigen Ventile sind. Abwegig? Gut gibt es Medien, die für die anstehenden stürmischen, kalt-heissen Zeiten schon ein paar Fakten und Diskussionsgrundlagen bereit stellen und Licht ins stromlose Dunkel bringen.

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Der Weg der Schweiz sollte also sein, bestehende Verträge zu brechen? Mit der Hoffnung, das dies keiner merkt??
Sicher kein zukunftssichernder Weg.

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Beobachter
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Ihren Ausführungen stimme ich voll zu. Es gibt jedoch immer Leute die sagen was alles nicht geht und dank findiger Köpfe geht es doch immer weiter. Heute Morgen erhalten.
https://www.elconfidencial.com/tecn…d_3482672/
Das wird nicht die einzige Lösung sein aber es wird sicher ein Beitrag leisten, wenn es dann soweit ist.

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Einfach zur Info: Bei diesem spanischsprachigen Artikel geht es um schwimmende Offshore-Windanlagen einer norwegischen Firma: https://worldwidewind.no/

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Danke für den Einblick in die Gas-Versorgung.

Ein Solar-Contractor würde Schellenberg die Photovoltaik inkl. Dachsanierung finanzieren, das kann nicht das Problem sein. Hätten solche Unternehmen sich in den letzten Jahren überzeugen lassen, hätten sie jetzt günstigen Solarstrom. Es tut einfach weh, wie ignorant so viele im den letzten Jahrzehnten waren. (Ich würde gar behaupten, die Welt sollte weiterdrehen, auch wenn ein paar Nachthemde weniger bedruckt werden.)

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Das Problem ist nicht die Solaranlage, sondern das Dach. Und das saniert Ihnen kein Contracter für ein paar Millionen Franken.

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Wir haben als Contractor auch schon sanierungsbedürftige 20‘000 m2 mit PV Dachintegration gelöst. Schade, fehlt jetzt die Zeit.

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Der Grimselpass, die Grimsel.

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Yes, vielen Dank, haben wir angepasst. Gute Lektüre und herzlich! DM

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Weitere Kleinigkeit:

Sein CO₂-Ausstieg wird diesen Winter um ein Drittel steigen.

Müsste "Ausstoss" heissen.

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Guten Morgen, natürlich, besten Dank für den Hinweis, ist angepasst. Gute Lektüre, herzlich, DM

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Jakob Federer
Grenzbewohner
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Danke für diesen, auch technisch, erhellenden Beitrag. Als Grenzbewohner habe ich eine Rückfrage zum Gasnetz. Im Rheintal oberhalb des Bodensees, dort ganz an der Grenze zu Österreich ist auch eine Leitung vergraben. Sie ist durch die orangefarbenen Schilder gekennzeichnet und im letztmöglichen Moment verlässt diese Leitung die Schweiz nach Österreich. Worum handelt es sich bei dieser Leitung? Und wie ist diese ins Netz eingebettet?

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produzierende Industrie
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Da ganz links auf der Karte meinen Sie? Vorarlberger Energienetze, scheint eine Gasleitung zu sein: https://www.gasconnect.at/fileadmin…017_DE.pdf

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Jakob Federer
Grenzbewohner
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Danke, nun habe ich selbst recherchiert. Es handelt sich dabei um die Überreste der oleodotto del Reno, die von Genua nach Ingoldsatt führte. Heute werden in Teilen dieser Leitung Gas für die regionale Versorgung transportiert. Wikipediabeitrag zu diesem Thema (https://de.wikipedia.org/wiki/Centr…opean_Line) Zwischen St.Margrethen und Höchst gibt es eine Verbindung nach Österreich.

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Aus gegebenem Anlass möchte ich daran erinnern, dass Frauen im Schnitt höhere Umgebungstemperaturen bevorzugen und bei Abweichungen nach unten einen deutlichen Produktivitätsverlust im Vergleich zu Männern erleiden. Ich habe jetzt keine Metaanalyse durchgeführt, aber man liest oft, dass 22-25 Grad als angenehm empfunden werden. Die angepeilten 19 Grad sind davon ziemlich weit weg.

Ist im Vergleich zur Stromkrise nicht so relevant, man muss schliesslich Prioritäten setzen. Ich bin sicher, dass sich das im Anschluss wieder bessern wird...

Edit: Zynismus runtergeschraubt.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Guter und interessanter Punkt. Darauf hat mich gestern auch jemand hingewiesen. Wir tun so, als ob 19 Grad ohne grossen Komfortverlust möglich wäre. Ich kann mich erinnern, dass zum Beispiel mein Grosseltern ihre Wohnung immer auf 25 Grad hochgeheizt haben. Ich fand das schrecklich. Bei 19 Grad hätten sie aber geschlottert.

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Interessanter und gut recherchierter Artikel!

Gerne würde ich Ihnen am Rande noch den Unterschied zwischen thermischer Energie (~Anergie) und mechanischer Arbeit bzw. elektrischer Energie (~Exergie) nahelegen. Wenn bei Gas über Energieeinheiten gesprochen wird, wurde das typischerweise über den Heizwert gerechnet und bezeichnet eine thermische Energiegrösse. Ein Kernkraftwerk produziert in erster Linie elektrische Energie und gibt deshalb seinen Output entsprechend an. Um beide Grössen miteinander vergleichen zu können, muss also beim KKW noch ein Wirkungsgrad von grob geschätzt 30% berücksichtigt werden. 120 TWh_th beim Gas gegenüber etwa 30 TWh_th beim KKW vor der Elektrifizierung.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Danke für die Ergänzung.

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Demnächst wird mit dem sehr aufwendigen stufenweisen Ablass des Gigerwald-Stausees im Calfeisental begonnen. Ein Blick hinter die Kulissen des Megaprojekts.
Mehr hier:
https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/…ld.2335611

Interessanter Ausbau zum falschen Zeitpunkt. Stoppen aber schnell - wäre Gebot der Stunde. Wer?

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Rudolf Weiler
Literat, Enthusiast und Feedbäcker
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Ich habe vor ein paar Wochen gelesen, dass die Schweiz beträchtliche Gasvorkommen im Tessin habe. Hier ein Artikel zur möglichen Gasförderung ab 2025: https://www.nau.ch/news/schweiz/im-…n-66214488

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Das wird uns wohl kaum helfen, wenn im 2022 oder 2023 Gas knapp wird ...

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