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Klingt absolut plausibel auch aus der Sicht einer Mutter und erklärt mir die vielen Parallelen zwischen Auseinandersetzungen im britischen Parlament und im heimischen Sandkasten.

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Da versucht wieder einer die Psychologie und damit den Menschen in ein simples Wenn-Dann-Schema zu pressen. So einfach ist es eben nicht. Verschiedene Menschen reagieren auf das gleiche Umfeld unterschiedlich. Auch vergangene, aktuelle und zukünftige Etonians.

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Solche Kommentare sind von einem Anoniemuss besonders lästig. Wenn einer über Psychologie besser Bescheid weiss, als ein Psychologe, der auf seinem Spezialgebiet über 30 Jahre geforscht hat, dann soll er doch wenigstens den Kopf hinhalten, d.h, sein Gesicht zeigen.

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Ich bin kein Anonymous-Fan (wobei ich nicht einmal weiss,ob dies ein Pseudonym ist, dass viele verwenden, oder es sich um ein konkretes Individuum handelt). Hier hat er aber Recht. Man kann das Trauma, das Etonians erleiden, analysieren und das kann ein Psychotherapeut, der seit 30 Jahren am Thema arbeitet, sicher hundert Mal besser als Anonymus und ich. Der vermutlich journalistisch verkürzte Standpunkt, dass eine solche Behandlung zwingend zu einer permanenten schweren Persönlichkeitssstörung führen muss, ist aber deterministisch und damit ideologisch und nicht wissenschaftlich. Es gab KZ-Überlebende, die sich nie mehr von ihrem Trauma erholten und invalide blieben, und es gab Simone Veil, die unter Giscard Ministerin wurde. Wenn ein so schweres Trauma, wie es durch einen KZ-Aufenthalt verursacht wurde, nicht zwingend zu Persönlichkeitsstörungen oder anderen psychischen Problemen führt, dürfte das Gleiche auch für einen Internatsaufenthalt gelten.

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Sie teilen also das deterministische Menschenbild?

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Nach der Lektüre dieses Artikels verstehe ich endlich, warum mir die Johnsons, Camerons und Blairs immer wie Schnuderbuben vorgekommen sind... 🤪

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Trump ist zwar nicht auf einem englischen Elite-Internat gewesen, dennoch treffen die Aussagen von Nick Duffell auch 1:1 auf ihn zu. Trump wurde von seinem dominant-autoritären Vater als 13-Jähriger aus dem Haus gejagt und kam in eine brutale Kadettenanstalt, wo schwere Misshandlungen an der Tagesordnung waren. Auch wenn man keine Liebe im Elternhaus bekommen hat, bleibt man sein Leben lang ein siebenjähriger Schnuddergoof. Deshalb verstehen sich die beiden auch so prächtig.

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· editiert

Es gibt im Bereich des Psychischen keine zwingenden Kausalitäten, das ist schon richtig, wohl aber erhöhte Wahrscheinlichkeiten. Das macht die Frage ja auch so faszinierend, wie unterschiedlich unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Umständen umgehen. Was bei solchen Überlegungen manchmal zuwenig bedacht wird: nicht einmal innerhalb der gleichen Familie sind die Bedingungen für alle Kinder gleich, weil wir vom ersten bis zum letzten Atemzug das uns Begegnende mitgestalten und unaufhebbar in reziproke Zirkel eingebunden sind, mit Menschen, aber auch mit Dingen: wir machen etwas mit ihnen, sie machen etwas mit uns und vice versa und immer weiter.

Den Artikel finde ich witzig, weil er eine einleuchtende Hypothese liefert für das doch auf- und ausfällige Verhalten eines Boris Johnson und Konsorten. Ob diese Hypothese genau so zutrifft wie beschrieben muss offenbleiben, aber das ist aus meiner Sicht auch nicht das Wesentliche. Es ist ja ein Medienbeitrag und keine wissenschaftliche Arbeit. Populärpsychologie ist notwendigerweise verkürzt.

Was die Anonymität anbelangt, finde auch ich es störend und schwer nachvollziehbar, aus welchen Gründen Kommentare zu ichfremden Sachfragen, bei denen man mit gutem Recht unterschiedlicher Meinung sein kann, anonym verfasst werden. Vielleicht mag der Verfasser/ die Verfasserin dazu etwas sagen? Damit wir uns nicht noch weitere unbelegte Hypothesen aus den Fingern saugen müssen ^^

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Herrn Duffells Analyse sagt mir, dass Politiker, die durch eine englische Eliteschule gingen, um im englischen Gesellschaftssystem Karriere zu machen, infolge ihres Internattraumas ein charakterliches Defizit aufweisen. Der "Beweis" dafür - Boris Johnson, David Cameron und Tony Blair - leuchtet mir zwar ein, ist jedoch meines Erachtens etwas dünn. Zudem lässt Duffell die Auswirkungen eines jahrzehntelangen Verweilens im politischen Biotop "Parlament" unberücksichtigt. Als politischer "Indianer" konnte ich nämlich immer wieder beobachten, dass "Häuptlinge" ohne ausreichende Charakterstärke und emotionale Intelligenz im Laufe ihres politischen Lebens charakterliche Zerfallserscheinungen zeigten, interessanterweise vor allem dann, wenn sich ihr Leben ausschliesslich in Parlamenten, also in der legislativen Wolfsgrube, abspielte. Aber aufgepasst, ich bin weder Psychologe noch sonst was Gscheites, sondern lediglich ein beobachtender Politindianer!

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Ein sehr interessanter Artikel. Er beschreibt das Phänomen des Narzissmus, ohne diese Bezeichnung auch nur einmal zu erwähnen. Auch sein Therapie-Vorschlag ist einleuchtend - nur schade, dass die Betroffenen selten bis nie genügend Selbstreflexion haben, um etwas ändern zu wollen.

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Am Narzissten leiden die andern. Er selber erst, wenn die illusionäre Grossartigkeit zusammenbricht. Und dann wird es manchmal erst richtig übel: narzisstische Wut ist bodenlos.

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