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Verena Rothen
fotografie, texte, webpub&lektorin
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Stimmt um Himmels willen am 13. Juni NEIN zum PMT, das jegliche verbliebene Rechtssicherheit praktisch komplett aushöhlte noch.
Es schafft die Sicherheit geradezu ab !!
Ganz sicher schafft es keine.
Anti-demokratisch ist es sowieso. Unmenschlich darüber hinaus.
Grenzt 12-Jährige aufgrund gar nicht mehr prüfbarer Annahmen aus; radikalisiert sie genau dadurch!
Wenn das nicht eine geradezu gezielte Radikalisierung ist …
Und eine Legitimierung genau solcher Umstände, wie sie hier in diesem Artikel beschrieben wurden.
Wollen wir wirklich unkontrollierte und für die Zukunft auch unkontrollierbare Brutalität noch fördern??
Das was die Zeugin und ihr Hund Barbarei nennen? Wollen wir das wirklich???
Ohne Anklagen, ohne Einsicht, ohne Rekursmöglichkeiten?? - Ein Miniatur-Guantanamo, à la carte, pardon: à la Suisse???

Nun gut. Ich freue mich schon auf den Tag, wo wir nächtliche Flutlichter (ohne jegliche weiteren Probleme) in Hausarrest schicken können, da sie im gesamten Tier- und Pflanzenreich Angst und Schrecken verbreiten. Dieses terrorisieren; im wahrsten Sinn des Wortes.
Genial. Das ist doch schon mal ein Start in die richtige Richtung! Dürfte neben den Pestiziden ausserdem das sein, was die Insekten am meisten dezimiert; die allgegenwärtige Lichtverschmutzung in der Nacht.

Furcht verbreiten ist erst noch sprachlicher Blödsinn. Angst kann man allenfalls verbreiten; fürchten kann man sich nur selber (schon das müsste uns zu denken geben). Obschon wir dann allenfalls ängstliche Menschen sind. Auch Ängstlichkeit inkl. vorgegebener Angst wird also in Zukunft massiv mehr Anerkennung finden, mehr Macht haben. — Alle Macht der Furcht! — Toll.

Und nochwas: wir müssen uns dringendst jetzt schon wappnen:
Es wird viele weitere Angriffe auf den demokratischen Rechtsstaat, auf die Menschenrechte noch geben, gerade auch in unserem Land.
Dagegen braucht es Langzeitstrategien; nicht nachlassendes Engagement.
Und vor allem ein Bewusstsein, also genaue Infos, Diskussionen, Veranstaltungen, Informationen, Artikel über all die unabdingbaren Elemente für die Wirksamkeit einer Demokratie; eines Rechtsstaats; der Menschenrechte, die um die Kategorie: für alle! , die um Tier- und Pflanzen-, Luft-, Wasser, Klimaelemente erweitert werden müssen, ganz sicher aber nicht abgeschafft werden dürfen.

Und dass wir dermassen schlecht mit reinen Äusserlichkeiten wie dem Äusseren von Menschen umgehen können (oder auch von Hunden, da grassiert die Idee Liste, also böse; die Kategorie Fellfarbe; ja komplett hemmungslos inzwischen, seit einer ganzen Weile nun offenbar schon) - das begreife ich wohl noch in hundert Jahren nicht; da hilft alle Lektüre nicht; alle Behauptungen; geschweige denn der ganze Unsinn, der immer wieder kursiert. — Wieso sollten meine Arme nicht braun übersät sein, meine Haare nicht rot?; diejenigen anderer Menschen nicht anders?; das hab ich schon als Kind nicht begriffen; und nun, mit über sechzig, wird das wohl auch nichts mehr mit dem Begreifen dieser Ablehnung, dieser „Ängste“.

Womit wir wieder bei der Angst wären, der irrealen, irrgeleiteten, politisch gewollten. Statt diejenige zu verhindern, die den Menschen aufgezwungen wird. Durch Staatsgewalt.

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!!! Say their name !!! Herzlichen Dank für diese wichtige Aufarbeitung von rassistischen Verbrechen und Morden in der Schweiz. Schwarze Menschen und Körper und Leben matter. Was kann ich als eine Person aus der Mehrheitsgesellschaft konkret tun, damit diese Verbrechen in einem juristischen Prozess aufgearbeitet werden, unter der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit? Kenne nur die Allianz gegen racial profiling, die wichtige Tips für ZeugInnen und Betroffene in Polizeikontrollen erstellt haben. Was jedoch nach diesen Morden tun?

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Ein Smartphone ist ein tolles Werkzeug. Wer solche Übergriffe bemerkt: Öffentlichkeit herstellen, Licht drauf werfen, filmen, aufbewahren, Anzeige erstatten. Vielleicht wäre es noch gut, auf die rechtliche Situation des Zeugen, der Zeugin einzugehen. Mein Stand: Situation generell filmen ist erlaubt, einzelne Personen rausgreifen nicht. Polizisten müssen für Konfiskation des Geräts den Rechtsweg beschreiten. Sie dürfen dafür Personalien aufnehmen. Das Gerät einfach einziehen dürfen sie nicht. Je heller die Hautfarbe und je höher der Passstatus (und das Alter - einen Vorteil muss das ja haben), desto sicherer ist der Zeuge, die Zeugin.

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Danke für den traurigen Artikel. Ich schäme mich für die Schweiz. Und es macht mir Angst um meinen Sohn... muss ich ihm nun wirklich beibringen, dass er sich vor der Polizei fürchten muss nur weil er Schwarz ist?

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Ich fahre zur Zeit oft am Espace Autogéré vorbei, die Namen auf der Liste sagten mir jedoch nichts. Ich bin froh konnte ich zumindest einen Teil der Lücken dank diesem Artikel füllen. Danke!

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Herzlichen Dank für den Artikel!
Die (ausbleibende) Resonanz bestätigt, dass wir es bitter nötig haben, uns damit auseinanderzusetzen.

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Ich habe mich gefragt, ob die flächendeckende Einführung von Body-Cams hilfreich wäre, um solche Übergriffe zu verhindern oder zumindest deutlich zu erschweren. Soweit ich weiss, wird das ja teilweise auch von Bürgerrechtlern in den USA gefordert. Dagegen stehen natürlich Bedenken bezüglich Datenschutz.

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Bruno Bucher
Suuri Läberli gefällig?
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Wenn fünf schwer bewaffnete, schwarz gekleidete und Kugelwesten tragende Polizisten einen (schwarzen oder weissen Mann, spielt eigentlich auch keine Rolle) „arretieren“, weil er seine ID erst zeigen will, nachdem sich die Polizisten ausgewiesen haben und sich dann auf den Mann niederknien, um ihm Handschellen anzulegen und ihn abzuführen, und diese Polizisten dann vom Staatsanwalt, und Richter in einer Person, geschützt werden und obwohl dem so behandelten Mann keine Straftat nachgewiesen werden kann, dafür ihm aber Gewalt an Beamten angehängt wird, dann bleibt bei diesem Mann ein Leben lang ein gestörtes Verhältnis gegenüber diesem Staat, dem man viele Reformen, aber kein PMT, erlauben mag. Und nicht nur diesem Mann, der in diesem Fall ein Schwarzer war, bleiben irreparable Verletzungen zurück, sondern auch bei dessen Familie und dessen und ihrem sozialen Umfeld. Für uns ist es bloss eine Frage der Zeit bis wir einen Fall George Floyd zu beklagen haben.

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B. C.
Leserin
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Ich schreibe nochmals, weil mich das ganze ziemlich beschäftigt. Hat die Zeugin dieses schrecklichen Vorfalls in Lausanne kein Recht, über das Verfahren informiert zu werden? Kommt hinzu dass sie unter dem Geschehenen leidet.

Ein weiteres Problem ist der illegale Aufenthalt und als Folge davon die Mittellosigkeit dieser Menschen. Die Polizei dort hat das ausgenutzt und in einem quasi rechtsfreien Raum die Menschen geplagt (physische Gewalt, Aussetzungen usw wie geschildert). Natürlich lässt sich all dies, so wie ich es lese, nicht bewiesen. Auch wenn sie keinen legalen Aufenthaltsstatus haben, sind sie trotzdem da. Wie heisst es so treffend: „Kein Mensch ist illegal“.

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Liebe Frau C.,
Nein, als Zeugin hat sie keinen Anspruch darauf, über das Verfahren informiert zu werden.
Viele Grüsse

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D. T.
Student
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Ich finde den Artikel absolut spannend und glaube auch daran, dass Polizeigewalt gegen Schwarze in der Schweiz verharmlost wird.
Allerdings hätte ich mir über den Fall Mandundu noch mehr Details gewünscht. Mit der beschriebenen Faktenlage ist es Beweislage zur Darstellung der Polizei und der Staatsanwaltschaft als Rassisten zu kurz gegriffen. Je nach dem kann ein Messer sehr gut dazu geeignet sein, einen Polizisten lebensgeführlich zu verletzen (geschweige denn, dass es keine gute Idee ist auf einen Polizisten mit einem Messer loszustürmen). In der Polizei sowie im Militär rechtfertigt der Einsatz eines Messers unter Umständen oft einen Einsatz von Schusswaffen. Vor allem die Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft zuerst auf einen Schuldspruch plädierte und dann davon absah, lässt die Vermutung aufkommen, dass im Prozess mehr Beweismittel präsentiert wurden, welche den Polizisten entlasteten. Es wäre wünschenswert gewesen, hier mehr Fakten aus dem Prozess zu haben, um sich wirklich ein Urteil darüber bilden zu können, ob der Polizist ungerechtfertigt seine Waffe gebrauchte.

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Guten Abend Herr T.,
Es ist tatsächlich so, dass der Fall Mandundu - so knapp beschrieben - einige Fragen offen lässt. Drei Anmerkungen dazu: 1. Ich musste mich beschränken und konzentrierte mich auf den Fall Mike Ben Peter. Den Fall Mandundu streifte ich nur. 2. Ich war, als der Mandundu-Fall öffentlich verhandelt wurde, gerade mit Aladin Dampha und Nathalie Caruel unterwegs, dh. ich kenne nur die Presseberichte über den Prozess Mandundu. 3. Gemäss diesen Berichten blieb die Sache eben auch im Gerichtssaal sehr unscharf, weil man sich vor allem auf die ballistischen Fragen konzentrierte - und gar nicht so sehr auf die für uns Aussenstehenden interessante Erstellung des Sachverhalts siehe zum Beispiel hier im Courrier:

Alors que le verdict est sans équivoque, un sentiment de malaise subsiste. Après quatre ans de procédure, de nombreuses auditions et expertises, peu d’éléments ont été examinés lors du procès. L’affaire éminemment complexe a été expédiée en un peu plus d’une journée et demi sur les trois jours planifiés au tribunal. Beaucoup de temps a été consacré aux expertises techniques, pour retracer le moment des tirs. Aucune des nombreuses personnes présentes dans l’immeuble n’a été appelée comme témoin à la barre pour apporter sa version des faits. La nouvelle procédure pénale incite certes à entendre les témoins essentiellement lors de l’instruction. Mais dans un dossier aussi délicat, un respect du principe de la transparence aurait mérité d’être priorisé. Il est regrettable de ne pas avoir entendu en procès public le témoignage du premier policier qui a fait face à Hervé brandissant son couteau et qui a décidé de fuir plutôt que de sortir son arme. Ni celui du voisin qui a assisté à la première interaction entre la police et Hervé Mandundu ce soir-là. Ceci malgré les demandes de la partie plaignante.

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B. C.
Leserin
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· editiert

Ich finde solche Beiträge eminent wichtig. Es geht um Menschen die in „gewöhnlichen“ Medien nicht vorkommen. Wenn sie dennoch vorkommen dann meist als Problem. Was mir besonders gefällt, das die Betroffenen mit ihren eigenen Worten zitiert werden. Also zB diese Aussage von Aladin Dampha, die mir etwas die Augen öffnete:

„Ich glaube, als ich in Sizilien angekommen war: Ich ging durch eine enge Gasse und sah, dass Leute, die mir entgegenkamen, plötzlich umkehrten und wegliefen. Mir dämmerte, dass diese Leute Angst hatten. Da dachte ich zum ersten Mal: Shit, die rennen weg, weil sie sich vor mir fürchten. Weil sie Angst vor einem Schwarzen haben. Das machte mich unfassbar wütend.»

Auch die Links in diesem Beitrag waren wertvoll.

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M. M.
Texterin, Schreibcoach und Redaktorin
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Danke für diesen Bericht Carlos. Ich habe mich heute daran erinnert, wie ich früher nach den Ferien am Schweizer Zoll häufig gemustert und kontrolliert wurde, während meine - meist blonden - Mitreisenden unbesorgt die Landesgrenze passieren durften. Ich fragte mich immer, ob es vielleicht an meinen krausen Haaren lag. Manchmal schäumte ich deswegen fast vor Wut. Heute passiert mir das alles nicht mehr und trotzdem beginne vor jedem Zollübertritt - egal wo - zu schwitzen. Ich beuge für diesen Mann und für alle anderen Opfer demütig mein Knie.

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Danke für das Teilen deiner Erfahrungen.

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R. T.
Engagierter Bürger
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Ich bin der (wohl unpassenden) Ansicht, dass das PMT-Gesetz nicht mehr Rechte gibt sondern die Art wie ein bis dahin nicht geregelter Fall (Gefährder-Verdacht) behandelt werden soll - eine neue Aufgabe = neue Verantwortung und - so hoffe ich - ergänzende Ausbildung. Wenn ich diese Geschichten lese überfällt mich auch das Grauen - aber man stelle sich vor zwei kleine(re) Polizisten stehen vor einem grossen schwarzen Mann, sie haben Angst und treten entsprechend unsicher und gleichzeitig agressiv auf: das Ende ist absehbar.
Polizist ist ein Beruf mit viel Verantwortung, ein Polizist muss über stabile psychische und physische Voraussetzungen und eine AUSBILDUNG verfügen. (zu den Beispielen: haben die Polizisten die Bauchlage als kritische Situation geübt (auch als Opfer) etc?).
Das PMT läuft ins Leere, wenn nicht gleichzeitig die Voraussetzungen für einen korrekten Einsatz geschaffen und die dafür erforderlichen Mittel gerade in der Personalauswahl und der Ausbildung zur Verfügung gestellt werden.

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Es mag eine neue Verantwortung sein, aber wird die Polizei auch in die Verantwortung genommen? Dieser Fall, der eigentlich offensichtlich sein sollte (Eine Gruppe Polizisten schafft es nicht einen unbewaffneten Mann zu verhaften ohne ihn zu töten?) dümpelt jahrelang vor sich her und Sie wollen der Polizei mehr und schlechter kontrollierten Spielraum geben? Meinen Sie echt die Polizei als Institution wird mit weniger Kontrolle, dieser neuen Verantwortung gerecht und wird in diese grösseren Schuhe wachsen?

Ich bin auch dafür, dass wir die Polizei besser ausbilden. Ich finde auch wir müssen an einer besseren Fehlerkultur innerhalb der Einheit arbeiten, dass Probleme auch angesprochen werden (dürfen) und angegangen werden bevor die Bevölkerung (oder eine Minderheit am Rande der Gesellschaft) darunter leiden muss. Das PMT macht das nicht. Das PMT gibt der Polizei mehr Rechte und beschneidet unsere, ohne zusätzliche Kontrollorgane oder -prozesse. Das ist meiner Meinung nach im Angesichts dieses Artikels mehr als fahrlässig.

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J. W.
Antwort an Herr Fuchs
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Die Unschuldsvermutung befremdet mich hier. Wieviel Jahre soll diese noch gelten? Bis der Fall verjährt ist? Und wäre der Prozess auch noch nicht abgeschlossen wenn ein weisser Mann gestorben wäre?

Es ist eine Katastrophe wenn das PMT angenommen wird. Damit wird potentieller Machtmissbrauch -eventuell sogar auf Kosten von Menschenleben- legalisiert.
Und Denunziation dürfte an der Tagesordnung sein. Ich befürchte, dass auch davon, Benachteiligten am meisten betroffen sein werden.

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Herzlichen Dank an die Republik für diesen wichtigen Artikel!

Ich hatte mich letztes Jahr im Zuge der BLM-Proteste ein bisschen in die Situation in der Schweiz versucht "einzulesen". Dabei stiess ich unter anderem auf diese Ausgabe von Temps Présent von RTS aus dem Jahr 2018 (mit englischen Untertiteln), die auch über diesen Fall und andere Fälle berichtet: https://m.youtube.com/watch?v=vnyqWk_pIYI.

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M. S.
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Barbarei = Härte, Aggressivität, Brutalisierung, Brutalität, Destruktivität, Enthemmung, Fühllosigkeit, Gefühlskälte, Gleichgültigkeit, Grausamkeit, Herzlosigkeit, Härte, Intoleranz, Lieblosigkeit, Mordlust, Rohheit, Ruchlosigkeit, Skrupellosigkeit, Teilnahmslosigkeit, Unbarmherzigkeit, Unmenschlichkeit, Verrohung. (Wortschatz Uni Leipzig)

Caruel hat das Wort sehr treffend gewählt. Und ihre Frage nach dem „Warum“ ist berechtigt. Ich kann es nicht nachvollziehen. Angst kann es nicht sein.

Danke für diesen erschütternden, wichtigen Beitrag.
Versenkt PMT.

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M. L.
Schüler (ausser Freitags)
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Zuerst einmal vielen Dank für diesen Artikel! Unglaublich, dass in der Deutsch-Schweiz kaum darüber geschrieben wird.

Ich frage mich noch was es mit dem Kokain auf sich hat, weiss man da nichts Genaueres drüber? (Nicht, dass es einen Unterschied machen würde in Bezug auf das Handeln der Polizei). Aber ist der Dealer-Vorwurf von der Polizei frei erfunden oder was? Warum habt ihr nicht mehr darüber geschrieben? Wisst ihr nicht mehr oder fandet ihr es irrelevant?

LG, Malik

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Lieber Malik,
Ganz nüchtern gesehen ist es so:
Wir wissen nicht, ob er gedealt hat oder nicht.
Wir wissen, dass die Polizei angab, sie habe Kokainkügelchen bei ihm gefunden.
Wir wissen, dass er kein Kokain im Blut hatte.

Hätte die Antwort auf deine Frage (Was war da mit dem Koks?) einen Einfluss darauf, wie der Tod eines Menschen zu bewerten wäre?

Ich habe nicht viel Energie auf diese Frage verwendet, bzw. kann hier nur die Antwort von Aladin anbieten:

«Und selbst wenn die Drogen ihm gehört hätten, selbst wenn er gedealt hätte: Was würde das ändern? Wäre es dann in Ordnung gewesen, ihn zu töten?»

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Hundertprozent einverstanden!

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demnächst stimmen wir ab, auch über das neue Polizei Gesetz

Das neue Polizei Gesetz
.....Zu Polizeiliche Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus» (PMT) sieht vor, dass das Bundesamt für Polizei deutlich mehr präventive Handlungskompetenzen erhält. Gegen das Gesetz gibt es aus menschenrechtlicher Sicht Bedenken......

Lagebedingter Erstickungstod

Guten Tag, unser Sohn starb 2007 am Lage bedingten Erstickungstod. Er war k e i n dunkelhäutiger Mensch.
Auch er flehte und bat darum atmen zu dürfen, auch er wurde 10 min in Bauchlage mit auf dem Rücken gefesselten Händen zu Boden gedrückt, vor meinen Augen, morgens um 04.00 Uhr.
Im "Todesfall" wird folgend immer ein Verfahren eröffnet. Daran muss man teilnehmen.
Vielleicht gelang unser mehrjährige Kampf um ein wenig Wahrheit, weil wir einfach "Schweizer" sind. Darüber bin ich heute froh. Es wurde öffentlich auf das "Phänomen - lagebedingter Erstickungstod" - hingewiesen.

Schliesslich mussten die Polizisten zwar ihre Schuld zugeben - mehr nicht, sie wurden lediglich mit "Tagsätzen" bestraft, die zu zahlen sind. Jedoch erhielten wir Wiedergutmachungs - Entschädigungen.
Es stimmt definitiv nicht, dass sich in der Schweiz Polis wenigstens entschuldigen sollten. Das machten sie nie. Auch nicht in unserem Fall, wo es um einen "Schweizer" ging. Immerhin wurden sie - schuldig - gesprochen.

Können einzelne Personen, Polizisten überhaupt strafrechtlich in der Schweiz verfolgt werden? So viel ich weiss, kann nur das ganze Revier belangt werden. Höchstens kann man die Polis aus ihrem Amt entlassen.

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Auch ich bin erschüttert!
Was ist mit der Frau und den Kindern nach diesem schrecklichen Unglück passiert?

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Guten Tag Frau E.,
Ich selbst bin mit der Familie nicht in Kontakt. Aber dieser Artikel von letztem Sommer gibt Ihnen vielleicht ein Stück weit Antwort. https://www.illustre.ch/magazine/af…dune-veuve

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Ganz herzlichen Dank, Herr Hanimann, für diesen erschütternden Bericht. Auch ich habe jetzt zum ersten Mal den Namen des so brutal durch Schweizer Polizisten ermordeten Herr Mike Ben Peter gelesen. Und bei der Lektüre wird jedem und jeder klar: Es ist eine Schande für die Schweiz!
Und ich finde es empörend, dass unsere redegewandte Bundesrätin, Frau Keller-Sutter, anstatt sich um Recht und Gerechtigkeit auch für unsere schwarzen Gäste und für die Einhaltung der Menschenrechte durch unsere Polizei gegenüber diesen, offensichtlich oft so drangsalierten schwarzen Mitmenschen einzusetzen, mit Helikopter und weiss ich was für Verkehrsmitteln durch das ganze Land düst und für ein sehr fragwürdiges, aufgrund der von Bush angegeizten Anti-Moslem-Hysterie für dieses sogenanntes Antiterrorgesetz Propaganda macht Dieses PMT macht nämlich die Schweiz um kein Jota sicherer; im Gegenteil, dieses SVP-konforme Gesetz verstärkt die fremdenfeindliche Stimmung in unserem Lande zusätzlich und öffnet der Willkür Tür und Tor.
Wie sagte doch die einzige (weisse) Zeugin dieser Polizeiwillkür: "Wie könnte ich die richtigen Sätze finden, die richtigen Wörter?" Es gibt nur einen Ausdruck, den sie treffend findet: la barbarie!
Die umtriebige, siegessichere Frau Keller-Suter wir wohl nie Zeit finden, diesen aufrüttenden, notwendigen Bericht zu lesen. Und Sie, Herr Hanimann, sehen Sie eine Chance, diesen Text in einer grossen Schweizer Zeitung zu veröffentlichen?

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Ich finde den Fall auch erschütternd. Trotzdem möchte ich Sie bitten, die Unschuldsvermutung gegenüber den Polizisten zu wahren. Sie ist ein hohes Gut und der Prozess ist noch nicht abgeschlossen.

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Wenn es um Polizeigewalt geht, scheint es sich in der Schweiz eher um ein Unschuldsgesetz denn um eine Unschuldsvermutung zu handeln.

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Erschütternd und jetzt will man mit dem neuen Anti-Terrorgesetz der Polizei noch mehr Macht geben!

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Vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag - und die gesamte Serie. Leider braucht es in der (Deutsch)schweiz überhaupt mal ein Bewusstsein für das Problem, bevor sich etwas ändert. (Ich habe all die Nicht-Betroffenen satt, die salbungsvoll behaupten, in der Schweiz gebe es keinen Rassismus und es handle sich jeweils bloss um tragische Einzelfälle; die aufschreien, wenn sie gewisse Wörter "nicht mehr sagen dürfen", aber schweigen, wenn Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe ermordet werden.)

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Unglaublich !

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Ich bin erschüttert und mir fehlen die Worte. Vielen Dank, dass die Republik hinschaut wo die Mehrheit wegschaut!

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S. S.
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Danke für den wichtigen Artikel. Ich habe vor gut 2 Jahren das zweite Gesicht der Schweiz kenngelernt, als ich mehr Kontakt zu BIPoC hatte. Das Ausmaß an racial profiling, Repressionen und Willkür hatte mich überrascht und schockiert. Seit der BLM-Bewegung frage ich mich, wann die Schweiz den Blick hinter ihre humanitäre und neutrale Fassade zulässt, um ihre blinden Flecken zu sehen. Danke auch an den Verein AUGENAUF.

Das aktuelle PMT erweitert allerdings die Möglichkeiten der Polizei und damit auch potenzielle Willkür. Das Votum von Frau Keller-Suter, dass es nur als Ultima Ratio angewendet werden soll, stimmt mich nach diesem Artikel besorgt.

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