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Da scheinen einige den Sinn des Artikels nicht verstanden zu haben. Am Schluss wird ja sogar festgestellt, dass Skifahren dann nicht unser grösstes Problem sein wird. Das Ziel ist es hingegen, plastisch aufzuzeigen, was sich bei UNS verändern wird. Dies scheint mir sehr gut gelungen. Klar ist der Anstieg des Meeresspiegels weltweit von höherer Relevanz. Für uns Bergler in der Schweiz doch aber sehr weit weg. Es ist nunmal so, dass der Mensch vor allem von den Dingen betroffen sind, die sich in seiner Lebenswelt verändern. Deshalb braucht es eben auch grad diesen lokalen Ansatz unter dem sich alle vorstellen können, was der Klimawandel bei uns bewirkt. Zu Wetter und Schnee haben alle einen direkten Bezug und können die Veränderung schon jetzt mit eigenen Augen beobachten.

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Vielen Dank für Ihre treffenden Worte, Frau W. Der eine oder andere Kommentar in dieser Debatte à la "Skifahren ist eh blöd" befremdet schon ein wenig. Tatsächlich ist die unmittelbare Lebenswelt eben durchaus wichtig für die Frage, was relevant ist. Ich habe ein paar Jahre lang im Berner Oberland gewohnt, und dort ist es in den meisten Tälern von grösster Wichtigkeit, wie die Schneesportanlagen ausgelastet sind. Man darf dazu gern mal "Wiriehornbahnen" googeln und nachlesen, wie wichtig ein solcher Arbeitgeber für eine Talschaft ist, Kreativität hin oder her. Jedenfalls: Ich fand die Fragestellung und den Artikel spannend.

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Um Himmels Willen, was ist denn das für ein Zugang zum Thema Klimawandel?! Who cares? Hey Leute, Schneesport ist im Fall nicht überlebenswichtig, weder für die TouristInnen noch für die Ferienorte! Tourismus kann auch ohne Schnee funktionieren, wenn man sich nur früh genug darauf einstellt und gute Ideen entwickelt. (Tipp: mehr Schneekanonen oder höher gelegene Skilifte sind nicht die Lösung.)
Also, liebe Republik: bringt uns Informationen über die Ernährungssicherheit 2060, die Sicherheit der Strassen und Bahnen 2060, die Migrationsbewegungen 2060, den Meeresspiegel 2060, etc. etc., aber vergesst das Skifahren. Ok? Danke.

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Liebe Frau Bertschinger
Herzlichen Dank für Ihre Kritik und für die thematischen Anregungen! Sicher, ob und wo wir 2060 noch Skifahren können, ist nicht die dringendste Frage. Das schreiben wir ja auch im Text. Aber Skifahren ist ein Hobby, das viele Leute gerne betreiben. Und: Es ist eine Aktivität, mit der viele von uns sehr gut vertraut sind, gerade auch was die meteorologischen Bedingungen anbelangt (wann schneit es, wie viel, etc.)
Gerade deshalb scheint uns das Beispiel des Skifahrens gut geeignet, um aufzuzeigen, wie drastisch die globale Erwärmung tatsächlich ausfallen könnte, falls sich der Ausstoss von Treibhausgasen nicht reduziert. Nach wie vor zweifeln viele Leute daran, dass es überhaupt einen Klimawandel gibt, oder halten dessen Ausmass für vernachlässigbar (siehe zB den FIS-Präsidenten). Dieser Notion wollen wir mit diesem Artikel entgegenwirken. Die Idee ist, über diesen Zugang eine grössere Sensibilität für das Thema zu schaffen, als es zB mit Themen wie dem Meeresspiegel möglich wäre, der die Menschen in der Schweiz weniger direkt und weniger emotional betrifft.
Herzliche Grüssse
Simon Schmid

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Lieber Herr Schmid
danke für die Antwort! Leider bezweifle ich, dass der FIS-Präsident diesen Artikel (oder andere seriöse) je lesen wird... und auch sonst scheint mir die Gefahr gross, dass die Problematik der schwindenden Wintersportmöglichkeiten für sich allein wahrgenommen wird statt stellvertretend für andere, wichtigere Probleme. Der Mechanismus funktioniert beim Lesen doch so: Ein Artikel in Republiklänge über Skifahren 2060=Skifahren 2060 ist definitiv sehr wichtig. Und da würde halt wirklich sagen: Nein, das ist definitiv überhaupt nicht wichtig.
Aber wie ich den vielen negativen Klicks unter meinem Beitrag entnehme, bin ich mit dieser Meinung in einer sehr verschwindenden Minderheit:-).
Freundliche Grüsse
Antonia Bertschinger

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Antonia Bertschinger, sie haben natürlich recht, dass Skifahren nicht lebenswichtig ist. Ich denke aber, als sehr anschauliches Beispiel für die Auswirkungen der globalen Erwärmung ist der Schneesport sehr gut geeignet. Das Beispiel steht aber bestimmt nur stellvertretend für die von Ihnen angesprochenen Themen.

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Danke Antonia!
Genau dasselbe habe ich mir beim lesen auch gedacht. So ein wichtiges Thema mit einem dermassen belanglosen Beispiel abgehandelt.
Ich bezahle dieses Abo sicher nicht, um solch oberflächliche Luxusproblemanalysen zu bekommen.
Republik: ich verlange mehr Intellekt und Sensibilität, sonst kann ich ja auch Blochers Gratiszeitung lesen.

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Der Schönheitsfehler an der gestrigen Medaillenübergabe an der Ski-WM war, dass die Plämpel von einem Leugner des Klimawandels umgehängt wurden. Und der ist auch Schweizer... wieder ein CH-Sportfunktionär, für den man sich fremdschämen muss.

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Nicht vergessen, dass alle CH-SkifahrerInnen bis vor wenigen Jahren noch Heizöl-Werbung gemacht haben.. Da kam die Einsicht auch spät und jetzt empören sich alle..

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Viel Recherche für wenig Schnee von Morgen, das muss man den Herren Moor und Schmid zugestehen. Allerdings liegen die Probleme des Wintersports definitiv nicht im Klimawandel. Skifahren hat sich zu einer äusserst elitären Angelegenheit entwickelt, die sich die deutliche Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr leisten kann oder nicht leisten will.
Ökologisch und ökonomisch steckt der Wintersport in einer lähmenden Krise. Der Aufwand um tausende Pistenkilometer für eine schrumpfende Klientel zu befrieden macht wenig Spass. Jeder Pistenbully pustet unmengen Diesel in die nächtlich frische Bergluft - Kilometerweise werden im Sommer Gräben gelegt welche Wasser und Strom zu den Schneekanonen führen, um nur zwei von vielen andern Kostenfaktoren zu nennen.

Klimabewusste Zeitgenossen wünschen sich schon lange ökologische Berggebiete, die mit weniger Aufwand und folglich kleineren Kosten ein vertretbares Angebot schaffen.

In gewisser Weise passt sich das Klima einfach dem Lebenswandel der Menschheit an, je mehr wir uns bewegen, konsumieren, verbrauchen umso wärmer wird's. Jeder der länger im Bett bleibt, sich in ein Buch vertieft oder einen Spaziergang vor der Haustür unternimmt, schafft Abkühlung. - Mit anderen Worten jeder einzelne kann agieren, sofern er das überhaupt will. - Denn ob die Klimaveränderung nur negativ ist, möchte ich erstmals im Raum stehen lassen, weil ich es schlicht nicht weiss. Leben ist Veränderung - sei es nun beim Klima oder bei jedem einzelnen von uns.

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Ich frage mich wer sich unter den kommenden Umständen noch für den Wintersport interessiert. Ich denke dass der allg. Wassermangel eh kein Kunstschnee mehr erlauben wird. Wir müssen uns eher Sorgen um die Wasserversogung machen. Denn wenn kein Schnee mehr fällt, haben wir zwei Szenarien: Trockenheit/ Überwschemmungen. Da interessiert Skifahren niemanden mehr.

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Ui nei! Wenn Skitourismus zum "Premiumprodukt" werden sollte, dann, also dann bekomme auch ich Angst vor dem Klimawandel. Mag ja sein, dass man den Anzugträgern solche Dinge immer aus der wirtschaftlichen Perspektive erklären muss und betonen, dass auch wir "Wohlstand verlieren könnten" (!!!)
Aber für mich klingt dieses Gebrunz manchmal wirklich zynisch. Andernorts sterben bereits jetzt Menschen an den Folgen des Klimawandels und Ressourcenkonflikte spitzen sich zu - und wir fragen uns, ob unser Lieblingsskilift in 20 Jahren mit viel Kunstschnee nicht vielleicht doch noch betrieben werden kann. Danke für die Info.

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Tolle Tools - und sehr eindrucksvolle (und deprimierende) Ergebnisse! Ein Zeitungsartikel mit jahrzehntelangem update-potenzial

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Die Frage nach unseren zukünftigen Skigebieten ist vergleichsweise harmlos.
ich zum Beispiel benötige zukünftig überhaupt keine Skigebiete mehr, da mir das Skifahren verleidet ist.
Aber wo sollen die Bauern in Bangladesh zukünftig Landwirtschaft betreiben können?
Diese Frage ist schon wesentlich existenzieller!
Obwohl, wenn ich es mir genauer überlege, dann sind schwindende Möglichkeiten für das Skifahren für die gesamte, mit dem Skifahren direkt und indirekt zusammenhängende Wirtschaft und die dortigen Arbeitsplätze genauso existenziell, wie das wegen Überflutung und Versalzung des Grundwassers schwindende Land für die Landwirtschaft und für die Bauernfamilien in Bangladesh existenziell Lebensbedrohend ist!
Besonders bedrohlich wird es, wenn die Veränderungen schnell gehen, so dass keine schleichenden Anpassungen möglich sind.
Und die Klimaveränderungen und die Folgen gehen schnell!
Daran kann heute kein Zweifel mehr bestehen.
Es wird also drunter und drüber gehen in der "vom Menschen beherrschten Natur"...
Auch diese falsche Sicherheit betreffend "Linearem Fortschritt dank Zivilisation" wird zusammen mit den Ufern und Küsten Bangladeshs erodieren.
Die Natur ist ALLES ANDERE ALS BEHERRSCHT!
Und jetzt wird sie erst mal richtig wild und unberechenbar, so dass den Technokraten-Nerds mit ihrer Künstlichen Intelligenz die Computer, Lab-Tops und selbstfahrenden Autos um die Ohren fliegen!
Die Natur kommt immer mehr ausser Rand und Band, je mehr wir versuchen, sie zu beherrschen und für unsere egoistischen Bedürfnisse nutzbar zu machen!
Und das gilt auch für die menschliche Natur!
Die Menschen radikalisieren sich in ähnlicher Weise, wie sich die Naturkräfte radikalisieren!
Eine Besänftigung dieser entfesselten und kaum mehr zu regulierenden Naturgewalten wird erst dann wieder möglich sein, wenn wir die Natur und die Menschen so akzeptieren, wie sie sind!
"Akzeptanz" ist das Schlüsselwort, nicht "Toleranz" und auch nicht "Christliche Nächstenliebe", Akzeptanz auch gegenüber dem "Negativen", denn das "Negative" ist einfach da! Es verschwindet nicht wie durch Zauberhand, wenn wir wie Primarschüler mit dem Finger darauf zeigen und sagen: "Äätschibäätschi, Du bist neeegatiiv!"

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War von ferne an einer Arbeit zum Thema Klimawandel und Permafrost in den Schweizer Alpen beteiligt - inkl. Befragungen von Stakeholdern von Fremdenverkehrsorten. VertreterInnen von von längerfristig schneesicheren Orten sehen mit Genugtuung, dass immer mehr Touris aus den weniger sichereren Orten in den tiefen und mittleten Lagen zu ihnen kommen müssen. Und im Sommer sehen sie viel neues Business: Klimawandel von ganz nah erleben - Katastrophen-Tourismus: zurückweichende Gletscher, Bergstürze, neue Berg- und Gletscherseen, Wandel in Flora und Fauna, Downhill-Trails, erträglichere Sommertemperaturen (!)... Kurz: Die Klimaerwärmung ist im hochalpinen Tourismus-Business vermutlich nicht bloss ein Schreckgespenst - in den nächsten Jahrzehnten sieht man in diesen Gebieten darun durchaus auch neue Erwerbsquellen. Dort dürfte das Engagement gegen die Klimaerwärmung vermutlich auch eher lau ausfallen.
Die Republik-Beiträge zur Schneesicherheit illustrieren den Klimawandel auf sehr interessante Weise - aber offenbar ziehen daraus nicht alle dieselben Schlussfolgerungen und Handlungsmaximen. Dies muss man ganz sachlich sehen, auch wenn man selber nicht deren Sicht teilt. Es ziehen noch lange nicht alle am selben Strick und vor allem nicht in dieselbe Richtung, um den Karren namens Klimaerwärmung aus dem Dreck zu ziehen. Da gibt es noch enorm viel zu klären.
PS. Die erwähnte Arbeit ist in keiner Weise repräsentativ für alle Gemeinden, aber es gibt eben auch solche, in denen so gedacht wird. Warten wir z.B. ab, ob die alpinen Gebiete grenzüberschreitend ihre vereinte Stimme gegen den Klimawandel erheben und koordinierte, synergetische Aktionen starten - oder jede Gemeinde bloss für sich schaut. Könnte ja sein, dass die Zeit 2060 nicht stehen bleibt und in the long run -dies ein schlechter Ökonomen-Witz - nicht schon alle tot sind...

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Wenn ich die Kommentare lese, dann staune ich zum Teil schon. Schrumpfende Klientel? Elitär? Geht keiner mehr Skifahren?
Ich meine, wie billig war denn Skifahren mal? Aber bitte im Vergleich zum damaligen Durchschnittseinkommen. Mit all den Sparbilleten ist Skifahren heute doch sehr günstig. Letzte Woche war z.B. die Bettmeralp komplett ausgebucht. Die Zahlen sprechen einfach ganz eine andere Sprache als das Bauchgefühl mancher Kommentatoren.
Die Recherche insgesamt finde ich sehr eindrücklich. Man könnte sie noch erweitern mit den Szenarien (1°C Ziel 2°C Ziel) um den Unterschied politischer Aktivität deutlich zu machen.

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Solche Einnahmeausfälle sollten eigentlich von den Autofahrern bezahlt werden. Ohne Verursacherprinzip wird sich nie was ändern.

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Ich fahre nur noch in Skigebieten, wo nicht oder nur ganz wenig künstlich geschneit oder "gesnowfarmt" wird, und geniesse es umso mehr, einfach den lokalen Schnee zu geniessen, wenn er da ist, oder in kleine Skigebiete zu gehen, wo die Lifte einfach laufen, wenn Schnee da ist, und sonst nicht. So spare ich auch ganz viel Geld. Meistens nehme ich eine einfache Fahrt zum höchsten Punkt (oft mit Halbtax) und fahre dann soweit ins Tal hinunter wie es geht, und laufe den Rest. Der Vorteil von (wegen Schneemangel, nicht Lawinen) abgesperrten Pisten ist, dass man alleine ist, das Naturerlebnis geniessen kann, und nicht von behelmten Schnellfahrern bedrängt wird.

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In den betrachteten Dekaden wird sich auch die Vegetation im alpinen Raum stark verändern. Einladende Sommerfrischen in den Höhen kann man sich in der Hitze ja gut vorstellen. Was geschieht mit den üppig heranwachsenden Gebirgswälder, den Alpen und den neuen Arten?
Werden sie, bevor die Schneekanonen einfahren, zurecht gestutzt und abgeräumt wie die Kulissen eines Sommermärchens?

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Aufgewachsen auf 1800ü.M. und die ganze Entwicklung des Skisports erlebt, selbst in kompetitiver Art dazu beitragen, dass es noch mehr Lifte und Seilbahnen geben sollte, bin ich am Ende. Meide jede Form von Wintersport, ausser spontanes Loslaufen, im kargen Schnee meines Hausbergs.

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Ein viel zu aufwändiger Artikel mit zu komplexen und wenig aussagekräftigen Graphiken. Kürzer und einfacher, das spart Lesezeit und Produktionskosten.

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