«Willkommen im Salon der Republik!»

  Abo #10

Richard Höchner

Mitgründer Republik

Das Interessante am Journalismus ist, dass man mit jedem einen Grund zum Reden hat: von der Bundesrätin bis zum Bauarbeiter. Und das Interessante an einer Redaktion ist, dass die verschiedensten Leute vorbeikommen. Leute mit Ideen, mit Interessen, mit Fragen, mit Informationen – kurz: Verrückte aller Art. Richard Höchner ist unser Mann, der diese Vielfalt zusammenbringen wird. Seine Eltern lernten sich in einem kaputten Zug in Italien kennen. Das Resultat dieser Zugpanne, Richard Höchner, wuchs danach in zwei Familien auf: Die schweizerische war ruhig und seriös, die italienische laut, politisch und so herzlich wie chaotisch. Höchner besuchte die Schule in Rheineck SG: einer kleinen Grenzstadt, die nicht nur aussah, als käme sie aus dem Mittelalter. Sondern sich auch so anfühlte. Er floh: erst nach Neuseeland zu einem Auslandjahr, dann – noch im Gymnasium – als Trendscout zur Bieler Firma Brainstore. Höchner machte schnell Karriere: zum Organisator von 3000 freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund um den Planeten. 2010 wechselte er zu Warm Decent Human Beings (WDHB) – einer Firma, die Informationsreisen für andere Firmen organisiert: Höchner führte Ingenieure, Financiers und Manager in Dinge wie digitales Business, Detailhandel oder Marketing ein – an Orten wie Doha, Bangalore oder Bogotá. Sieben Jahre flog er pro Jahr dreimal um den Planeten. (Und veranstaltete als Hobby in Zürich Partys.) Als Resultat, sagt er, haben unter seinen Freunden kaum zwei Leute denselben Pass. Bei Republik und Project R wird Höchner zum ersten Mal sesshaft. Er ist zuständig für das, was er schon immer tat: das Zusammenbringen von Leuten und Ideen. Also für die Vernetzung von Experten und Lesern aller Art. Und sonstigen Verrückten.

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