«Audiovisuelle Kreation und Produktion»

Abo #15

Marco Di Nardo

Producer

Marco Di Nardo wuchs als Sohn eines Italieners und einer Schweizerin in Stäfa am Zürichsee auf. Sein Einstieg in die Medienbranche machte er 1997 während der Handelsschule beim Jungunternehmer-Magazin «Boom». Das Start-up scheiterte. Egal, unbändige Experimentierfreude und freundliche Hartnäckigkeit sollten fortan seine Triebfedern sein. Er wechselte in die Werbung und «produzierte für Kunden alles, was man herstellen konnte». Sein Herz fürs Digitale schlug bald höher, und so gründete er eine Agentur für Webapplikationen mit – die nicht scheiterte. Ihn zog es trotzdem weiter zum Bewegtbild, und er absolvierte seine Filmschule gleich on the Job: bei Condor Films in Zürich. «Eine superspannende Zeit: Reorganisation einer 60-jährigen Traditionsfirma, Einblicke in die Realisation aller audiovisuellen Gattungen – Werbespots, Unternehmensfilme, TV-Formate, Dok- und Spielfilme, mit Ton- und Bildstudio unter einem Dach.» Zu gut, um wahr zu sein – die hochfliegenden Unternehmenspläne schrumpften nach vier Jahren ohne ihn weiter. Er landete wiederum auf den Füssen und produzierte neu: Motion-Graphics und 3-D-Animationen. Und dann, im Oktober 2009, machte er eine schicksalhafte Begegnung: Er lernte Christof Moser kennen, der bereits damals für die Republik weibelte. Di Nardo war fasziniert von der Idee eines unabhängigen, polymedialen Verlags und angesteckt von der kreativen Leidenschaft. Er half beim Anlauf mit, bis die Zukunftsaussichten des damaligen Kernteams beim besten Willen nicht mehr zu harmonisieren waren. Er zog sich daraufhin bei einer gestandenen Digitalagentur als Seniorberater zurück und gründete nebenbei den Verein «Kombo» für Kulturproduktionen. Das Leben war ziemlich entspannt, bis die Republik erneut vor der Tür stand: dieses Mal aber reifer und mit der Anfrage von Moser, das Crowdfunding-Video zu produzieren. Der Rest ist Geschichte. Und Di Nardo macht als kreativer Producer die Republik in Zukunft noch multimedialer.

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