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Wissenschaftler
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Aktive Teilnahme in der Lokalpolitik ist für im Baugewerbe Tätige vielerorts einträglich, bzw. Teil des Geschäftsmodells.
Um den Erhalt der Bausubstanz mit den Anforderungen der Zeit zu vereinen ist seitens Denkmalpflege Offenheit - bzw. aktive Unterstützung ! - bei Sanierungen gefordert. In unserer Nachbarschaft steht eine alte Villa leer, da (angeblich) der Denkmalschutz die Installation einer Doppelverglasung verweigert. Wie wäre es, wenn der Auftrag des Denkmalschutzes derart angepasst würde, die weitere Nutzung mit dem Erhalt der schützenswerten Elemente zu kombinieren und so eine Kombination von alt und neu zu erreichen?

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da käme es natürlich darauf an, welche art von doppelverglasung. es gibt zum glück noch fensterbauer, die ihr metier beherrschen und doppelverglasungen auch in historischen gebäuden zur freude des betrachters einbauen können. und klar, ist die verquickung von lokalpolitik und gewerbe für die einzelnen einträglich, da muss garnicht vornehm drumrum geredet werdet.

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Wissenschaftler
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Genau. Es gibt technische Lösungen. Mit geht es um den Mindset: Behörden, Eigentümer, Architekten und das Sanierungsgewerbe sollten gemeinsam konstruktiv an Lösungen arbeiten, um Erhaltenswertes zu erhalten und neuen Anforderungen zu genügen. Miteinander geht es.

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Ganz die 'Hüüsli'-Schweiz! In den letzten 40 Jahren erlebte ich einen zunehmend übergriffigen Denkmalschutz, welcher einen Objektstillstand verursacht und organische Gebäudeentwicklungen verunmöglicht. Und 'Ortsbild' ist zu oft gleichgesetzt mit 'Aussenbild eingefrohren'. Deshalb gratuliere ich zur hier gelungenen Totalaufwertung des Objektes. Freude herrscht!

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Simon Reber
Software Entwickler, Familienvater
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Dass sie hier ein möglicherweise korruptes Verhalten freudig begrüssen, spricht nicht gerade für sie.
Es könnt nämlich durchaus auch mal andersherum kommen, wenn der Typ vom Heimatschutz mehr an der Sanierung verdienen kann, als an einem Neubau den ein anderer Architekt ausführen würde.
Dass der Heimatschutz als Verein konstituiert ist, zeigt einmal mehr auf, wie in der Schweiz Korruption legalisiert werden kann.
So etwas gehört in eine Behörde, welche nicht wirtschaftlich mit dem Baugewerbe verflochten sein darf.
Solch lusche Konstruktionen haben wir leider zuhauf. Von der FIFA, zur FINMA, zum ENSI, Swissmedic oder auch IP-Suisse. Alles latent korrupte Vermauschelungen von Politik, Wirtschaft und mächtigen Partikularinteressen, wo die Beteiligten locker flockig in verschiedene Rollen hin und herswitchen, wie es dem Eigeninteresse gerade am dienlichsten ist.

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Äh, danke für die Ein- und Wertschätzung. Hier an Korruption zu denken, ist sehr phantasievoll:
Denkmalschutz ist übrigens eine behördliche Aufgabe. Und auch im vorligenden Fall liegt sicher ein Bauentscheid vor.

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Rudolf Weiler
Feedbäcker und Mäander
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Ich (76) lebe seit sechs Jahren in so einer Villa, werde mich nächstens darum bemühen, diese dem Denkmalschutz zu zeigen und wenn möglich eine Schutzverfügung zu erwirken. Baujahr: 1922. Ich bin zwar nicht Besitzer, habe aber ein lebenslanges Wohnrecht und versuche durch gesundes Leben uralt zu werden, um so den Abbruch möglichst lange zu verhindern. Rundherum ist schon alles abgerissen und durch 0815 Rendite-Architektur ersetzt worden. Es gibt im Ortsteil wo ich wohne noch eine Handvoll alter Villen. Es sind wohl alle gefährdet.

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wunderbar! mir gefällt auch, dass Sie mit und für die Villa uralt werden wollen.
Ich wünsche ein langes Leben in altem Bau!

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Villenarchitektur ist und war in der Regel Architektur für solche, die von grosser Rendite profitieren und diese Tatsache dann in Stein meisseln. So gesehen ist eine Villa die Quintessenz der Rendite-Architektur. Es freut mich, dass Sie nun von dieser vergangenen Rendite profitieren können. Dennoch darf man sich fragen, ob eine solche Wohnform nachhaltig und sozial ist und evt. Neuem Platz machen kann oder gar sollte.

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Liebe Republik, jetzt vereinfacht ihr etwas arg. Die Thematik der Verdichtung und der Veränderung der Bedürfnisse einer Gesellschaft blendet ihr aus. Sätze wie "es entscheidet die zahlende Bauherrschaft" ist einfach bashing. Es entscheidet die oft willkürliche Stadtbild- Ortsbild- oder Heimatschutzkommission ist m.E. auch keine Lösung. Planungssicherheit versus willkürliche Behördenentscheide würde der Wohnungsknappheit entgegenwirken. Entsprechend würden die Kosten kalkulierbarer.
Natürlich ist die im Artikel beschriebene Rolle eines Architekten auf beiden Seiten störend. Da bedürfte es etwas seriöseren Journalismus, um Licht ins Dunkle zu bringen.

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Sie schreiben von «Heimatschutzkommission» und gleichzeitig von «Behördenwillkür». Offenbar ist Ihnen nicht bekannt, dass der Schweizer Heimatschutz ein Verein bzw. eine Vereinigung und somit wie die restlichen tausenden Vereine bzw. Vereinigungen dem ZGB unterstellt (wobei «unterstellt sein» womöglich nicht juristisch korrekt ausgedrückt ist). Was ich sagen will, der SHS ist eben genau keine Behörde. Die Verdichtung ist auch für den SHS kein Fremdwort, geht es dabei doch gleichzeitig um den Erhalt von viel ebenfalls sehr wertvoller Landschaft. Im beschriebenen Fall, ausreichend recherchiert und m. E. gut dargelegt, scheint mir die Willkür genau entgegengesetzt. Durch das ebenso plötzliche wie klammheimliche Entfernen aus einem Schutzinventar. Plus Verheimlichung der Kommissionsmitglieder, wohl ein Fall für die zuständige Kommission für Transparenz und Mediation. Auch «etwas seriöserer» Journalismus allein, wie von Ihnen gefordert, kann da nichts bewirken. Die beschriebenen Basteleien und willkürlichen Entscheide tragen jedensfalls nichts einer Planungssicherheit bei, wie Sie es fordern, nur grad für den genannten Bauherrn und dessen Architekten.

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Sehr geehrter Herr G. die Arbeit der Ortsbild und Heimatsschutzkommissionen und der Denkmalpflege einfach als Behördenwillkür darzustellen ist nicht nur nicht der Wahrheit entsprechend sondern grob verletzend.

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Sehr geehrte Frau L., wenn sie sich da nur nicht täuschen. Wie Herr Dräck richtig anmerkt, ist der Heimatschutz ein Verein. Der Entscheid ist oft von Meinungsmachern in diesen Kommissionen oder eben Vereinen abhängig. Es sind Meinungen von Einzelpersonen die über Privatbesitz entscheiden. So werden zonenkonforme Rechte übersteuert. Ich gestehe Ihnen und anderen zu, dass Sie bauen dürfen, was mir nicht gefällt und umgekehrt, im Rahmen des Erlaubten. Persönliche Vorlieben von Engagierten hat da nichts zu suchen. Und wen habe ich nun verletzt?

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anonyme Verlegerin
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Dieser Artikel überzeugt mich fachlich weniger als die anderen in der Serie. Worauf genau wollen Sie hinaus? Ist es wirklich das drängendste, Fälle von Partikularinteressen beim Heimatschutz (welche klar nicht i.O. sind) anzugehen? Wäre es nicht lohnender, auch weniger , entschuldigung, populistisch, über die Gründe für die finanziellen Anreize solcher Ersatneubauten nachzudenken? Und darüber, was sich politisch dagegen tun liesse.

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heftig. diese gier.

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ja genau, diese gier und das privateigentum an grund und boden, dass es so nicht geben dürfte.

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Intetessantes Thema. Gerade auch den Bezug zum Klimaschutz.

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Altbau-Bewohner
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Gier. Besitztum. Missbrauch von Macht.. usw.
Die (beiden) gierigen Herren sollten verpflichtet werden die Villa wieder 1:1 herzustellen.
Wer was ohne Genehmigung baut, muss meistens auf eigene Kosten den Ursprungszustand wiederherstellen.
Es ist zu hoffen dass sich Widerstand bildet und es dank Willen und Zusammenhalt zu einer Klage mit entsprechenden Folgen kommt.
Dies wäre Wegweisend (und dringend nötig) gegen solche Geschäfte.

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Nicht besonders interessant oder gut geschrieben, diese Reportage. Bin mir bessere Texte gewohnt von der Republik.

Zum Thema: Indirekt Klimaschutz betreiben zu wollen über subjektiv-ästhetische Kriterien wie

nennenswerte architektonische, städte­bauliche Qualität oder kultur­historische Relevanz

bzw. eine

Bedeutung für die Umgebung oder das Ortsbild

muss ja fast zum Scheitern verurteilt sein. 🙄

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