Dialog

Beiträge zu «Vor unseren Augen kreiert sich ein mörderisches System»



Die Republik ist nur so stark wie Ihre Community. Werden Sie ein Teil davon und lassen Sie uns miteinander reden. Kommen Sie jetzt an Bord!

DatenschutzFAQErste-Hilfe-Team: kontakt@republik.ch.



neu laden

Genau dazu: Verständlich dass das Interview mit Nils Melzer weiterhin für Aufsehen sorgt. Schliesslich handelt es sich bei Melzer um einen Juristen mit hoher Reputation und langjähriger Erfahrung als Delegierter des IKRK, also um jemanden, der weiss, was er sagt, wenn er von Folter spricht.
Nun setzt sich in der NZZ Frau Hörnle, Juristin von der Humboldt Universität Berlin, mit den Argumenten von Melzer auseinander und kommt zu einem gänzlich anderen Ergebnis als Melzer .
Ein Passus in der Argumentation von Frau Hörnle allerdings lässt stutzen. Sie räumt ein: "Es gibt Konstellationen, in denen das Eindringen in Computersysteme von als geheim klassifizierten Daten ethisch wie rechtlich gerechtfertigt" ist. Jedoch müsse "nach Abwägung des Einzelfalls das öffentliche Interesse an der Enthüllung rechtswidriger Praktiken" überwiegen. Von einer solchen Abwägung könne bei Assange nicht ausgegangen werden. Denn "Wer hunderttausende von Dokumenten veröffentlicht, kann nicht ernsthaft und verantwortungsbewusst für jedes einzelne Dokument durchdacht haben, welche Konsequenzen die Veröffentlichung....haben könnte." Konkret, wie soll das gehen? Etwas so: Anfrage bei der NSA oder der US Air Force: "Trifft es zu, dass von ihren Helikoptern in Bagdad Jagd auf Zivilisten stattgefunden hat? Falls Sie das bestätigen, werden wir es veröffentlichen..."
Vor solcher juristischer Argumentation bewahre uns der Allmächtige, welchen Namens auch immer.

8
/
0

In der NZZ gibt es eine Replik zum Interview mit Herrn Melzer & Nennung der Republik
https://www.nzz.ch/international/ju…ld.1541522

1
/
0

Von der Republik erwarte ich kritischen, hinterfragenden Journalismus. Ungeachtet meiner persönlichen Einstellungen sollen Fakten nüchtern und differenziert berichtet werden, auch wenn es mir nicht passt. Wenn unter dem Deckmantel «UNO» einer einzigen Person eine unkritische Plattform gegeben wird, ist das unseriös. Und wenn ich dann in einem anderen (Leid) Medium, das kürzlich in der Republik genau für solche Strategien kritisiert wurde, eine sachliche und unaufgeregte Darstellung lesen kann, frage ich mich, ob es denn allen wirklich nur um die Reichweite geht.

2
/
12

this is the reason why we support the republik!

7
/
0
G. B.
· editiert

Nachdem ich als Erstverleger nach dem ersten Jahr ausgestiegen bin, weil ich genau auf all die Indizien im Fall Assange bei der Republikredaktion hinweisen wollte und auf taube Ohren stiess, bin ich nun (mal für einen Monat) wieder dabei.

Ganz herzlichen Dank für die Publikation! Das ist der wichtigste journalistische Beitrag der vergangenen 5 Jahre. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird vor unseren Augen ein Enthüllungsjournalist zu Tode gefoltert oder in einem unfairen Prozess für immer weggesperrt!
Handelt mit: https://www.asylassange.ch/

16
/
1

Melzer bringt es erschreckend auf den Punkt, wie "Bevölkerung" sich verhält:

"An der Wurzel solcher Entwicklungen stehen immer Strukturen mangelnder Transparenz und unkontrollierter politischer oder wirtschaftlicher Macht, kombiniert mit der Naivität, Gleich­gültigkeit und Manipulierbarkeit der Bevölkerung."

11
/
0
Anonym
Grenzgänger*in
·

Danke für das spannende Interview.
Ich wusste nicht viel davon und hätte eigentlich zumindest ein bisschen geschockt oder erstaunt sein sollen. Schlimm jedoch, dass es das nicht wirklich tat. Das hat mich am meisten geschockt! Wahrscheinlich habe ich in den letzten Jahren zuviel miterlebt wie auch in der Schweiz bestimmte Menschen kriminalisiert werden und Ihre elementarsten Menschenrechte und Verfahrensrechte missachtet werden. Den Glauben an die Polizei, die Justiz und die Politik habe ich längst verloren. Wenn man sich weder in der Schweiz, noch in Schweden auf die Justiz verlassen kann, wo dann dann?
Ich habe keine Zweifel, dass Melzers Prophezeiung eintritt. Viel davon ist schon da...

6
/
2
Anonym
Ehemaliger Zürcher Staatsanwalt
·
· editiert

Ich studierte Jura, weil das Recht der einzige Schutz der Schwachen ist. Die Starken brauchen kein Recht, sie kaufen sich ein paar Schläger oder eine PR-Kampagne, und die Sache ist erledigt. Aus den gleichen Motiven wurde ich Staatsanwalt und begann zur Zeit der Zürcher Jugendunruhen. Und lernte schnell, dass sich immer jemand findet, der das Recht bzw. das Strafrecht zu instrumentalisieren bereit ist. Aber ich hatte Glück, denn in der dann ruhigen Zeit funktionierten Straf- und Strafprozessrecht viele Jahre lang sehr gut. (Und obwohl die Schweizer Justiz problematisch organisiert ist (z.B. eine Volkspartei wie in Polen Bundesrichter wegen missliebiger Urteile bedrohen kann), ist unsere Justiz insgesamt sehr gut. Denn alles ist breitestens abgestützt und Extremfälle kaum möglich. Anders ist es nur in kleinen Verhältnissen.)

Nach dieser pathetischen Einleitung ('tschuldigung): Den Beitrag zu Assange konnte ich nicht am Stück lesen. Auch in mehreren Anläufen nicht. Dieser krasse Missbrauch des Straf- und -prozessrechts ist eine Katastrophe. Und dann noch mit Schweden und der Wiege der Magna Charta im Zentrum. Eine Katastrophe ist es, weil die Kernfunktion des Rechts, der Schutz der Schwachen, beschädigt wurde. Aber nicht nur das und nicht nur für die betroffenen Länder und den Journalismus ist der Fall eine Katastrophe, sondern für uns alle, die glauben, dass man auch eine abweichende Meinung vertreten und über die zugrunde liegenden Fakten reden und Klarheit bekommen kann.

Und das alles geschah zur Zeit des Friedensfürsten Obama. Heute regiert in den USA das orange Grab-'em-by-the-pussy-Monster und auch die Briten leisten sich einen Clown als Chef, der prompt die Medien angreift. Folglich sind die Aussichten, dass die Kernfunktion des Strafrechts in den genannten Ländern repariert werde, d.h. Rechtsmittel ernsthaft gewürdigt und Fehler korrigiert werden, heute schlechter als früher. Umso wichtiger scheint mir ein Beitrag, was die 'Rechtsgläubigen' unternehmen können, diese Aussichten zu verbessern.

Ich habe bei der Wau Holland Stiftung gesehen, dass ihre letzte veröffentlichte Jahresrechnung von 2016 ist. Zudem gab es am Schluss weniger zusätzliche Dokumente.

8
/
1

Wow... ich muss leider selbstkritisch eingestehen: auch ich habe Assange als Verbrecher vorverurteilt. Ich bin geschockt und ertappe mich im inneren Streitgespräch, ob nicht vielleicht eher dieser Artikel eine Lüge sein könnte? Denn Staaten wie Schweden oder England lügen doch nicht?!? Unglaublich, wie solche Storys den Glauben an das Gute und Ehrliche trüben. Gefählich!

11
/
2

Leiser Verdacht hätte man schon haben müssen, wenn jemand, welcher solche brisante Informationen veröffentlicht, alsbald der Vergewaltigung bezichtigt wird. Und auch wenn die Sache stimmen würde, ist es ein Hetzkampagne. Die Veröffentlichung von Dokumenten und Vergewaltigung sind zwei verschiedene Tatbestände und dürfen nicht vermischt werden. Nein, bei solchen Dingen muss man hellhörig werden. Es ist doch oft dieses Muster: Jemand deckt ein Skandal auf, welcher gewissen Staaten zur Gefahr werden könnten und man löst daraufhin eine Schlammschlacht aus - was immer zieht sind Sexualdelikte, Affären oder Hinterziehung Geld, etc. um vom eigentlichen Problem abzulenken.

0
/
0

Herzlich willkommen ausserhalb der Matrix/Bubble

Seien Sie nicht beunruhigt, das unangenehme Gefühl der kognitiven Dissonanz geht auch wieder vorbei, mensch muss einfach sein Weltbild der Realität anpassen.

Aber seien Sie versichert, dass der Fall Assange nur ein extremes Beispiel für ein ständiges Muster ist, welches aber nur solange Bestand haben wird, wie die Mehrheit mitmacht –und daran können wir zum Glück alle arbeiten...

Bitte bleiben Sie dran und machen Sie sich – natürlich mit gebotener kritischer Distanz – daran, freie/alternative Medien im Netz zu verfolgen! Sie werden nicht mehr aus dem Staunen herauskommen – das kann ich guten Gewissens versprechen! (Bin bei Interesse gerne bereit, Ihnen gewisse Perlen aus der Gegenöffentlickeit des Internets zu empfehlen; dann sparen Sie viel Zeit.)

0
/
1

ein echter schocker das gespräch, danke für diese hintergründe ... dass die geäusserten düsteren zukunftsaussichten nicht eintreffen werden, davon war ich auch schon überzeugter

5
/
1

Die letzten Puzzle Steine zum Frame Assange. Grossen Dank an Nils Melzer und die Republik. Wer sich von den Lesern aber derart die Augen reibt, wie hier in Forum artikuliert, sollte sich selbst maximal hinterfragen. Viele Einzelheiten wie jene der Nicht-Befragung waren nie nicht kolportiert. Dazu gab es längst umfangreiche Recherche-Artikel zum Frame Assange wie jene der Zeit und The Intercept. Doch sogenannte Leitmedien werden weiterhin bewusst vernebeln oder - fast gleich perfid - alles als Meinung relativieren, wie eben wieder passiert im gestrigen NZZ Artikel zum Republik Interview. Rückgrat ist eben ein rares Gut.

9
/
0

Bin ein digital immigrant - habe versucht, meine Emailkorrespondenz mit SRF vom letzten Herbst zu posten und bin kläglich gescheitert. Hier nochmal mein Austausch mit SRF Teil 1

Frage, Anregung, Bemerkung: Wie kommt es, dass einem der wichtigsten und
brisantesten Themen unserer Zeit, Julian Assange, so wenig Beachtung geschenkt
wird? Soeben ist ein Buch erschienen, von Tariq Ali und Margaret Künstler "In defense
of Julian Assange" es gibt neue Äusserungen von Nils Melder, dem Folterbeauftragten
der UNO und wir sehen und hören nichts davon auf unserem öffentlich-rechtlichen
Sender. Liegt es daran, dass die Gegner der Informations- und Pressefreiheit schon
lange gewonnen haben? Dass ich mich informieren kann, habe ich in den letzten Jahren
dem Internet zu verdanken; srf, welches ich per Gesetz genötigt bin, finanziell zu
unterstützen, offenbar, um eine umfassende und ausgewogene Berichterstattung zu
gewährleisten, trägt leider dazu kaum etwas bei. Ich wäre dankbar für eine
Stellungnahme

Am 27.11.2019 um 09:07 schrieb Schweizer Radio und Fernsehen srf@srf.ch [mailto:srf@srf.ch]:
Sehr geehrte Frau B.
Danke für Ihr Mail. Wir haben bei unserem Nachrichtenchef, Gregor Meier, nachgefragt
und senden Ihnen gerne seine Antwort:
«Ob der Fall Assange eines der wichtigsten Themen unserer Zeit ist, darüber liesse sich
sicher streiten. Tatsache ist, dass wir in unseren täglichen News-Sendungen, die nach
unserer publizistischen Einschätzung wichtigsten Themen behandeln. Dabei sind wir
gänzlich frei in unserer Auswahl. Wir geniessen die sogenannte Programmautonomie.
Bei uns haben die Gegner der Pressefreiheit ganz sicher nicht gewonnen. Über den Fall
Assange haben wir auch immer wieder publiziert – gemäss dem Gewicht, dem wir
diesem Thema zumessen.»
Freundliche Grüsse
<image184449985477425293.

9
/
1

Danke für den Beitrag -/Users/cash/Desktop/Fwd Julian Assange Pressefreiheit ausgewogene Berichterstattung.pdf - Ich würde euch gerne meine "BILLAG"-Beiträge zukommen lassen.

4
/
1

Bedenklich - danke

5
/
1

Pflichtlektüre für alle, die sich - in welcher Rolle auch immer - mit Rechtsstaatlichkeit und Justiz befassen. Und natürlich ein Paradebeispiel für die die immer wichtiger werdende Bedeutung eines unabhängigen und gründlichen Journalismus!

23
/
1

Ein exzellenter Beitrag, vielen Dank! Ich erinnere mich noch gut daran, als Assange plötzlich zum Sexualtäter gebrandmarkt wurde und war damals schon skeptisch; es wirkte zu konstruiert.

13
/
1

Gratuliere Heise berichtet und bezieht sich auf die Republik!

„Assange: UN-Folterexperte wirft Behörden "konstruierte Vergewaltigung" vor | heise online“

https://heise.de/-4652122

15
/
0

Man kann sich keine Vorstellung machen wie korrupt das Justizsystem ist. Auch in der Schweiz.

13
/
0
Rolf Müller
Intellektueller Landarbeiter
·

Wie kommen sie zu diesem erschütternden Urteil (ohne Folgen für dieses angeblich korrupte Justizsystem)?

1
/
3

Bundesrat stoppt Spionage-Untersuchung auf Druck der USA:
https://www.tagesanzeiger.ch/schwei…y/28546514

Indirekt, hat der Bundesrat den US-Geheimdiensten damit das ausspionieren der CH-Bevölkerung erlaubt.

16
/
1
Anonym
· editiert

Danke diese Worte zu erfragen und weiterzuleiten, ein hervorragendes Interview.
Die abschliessende Bildwahl verstehe ich nicht. Steht Nils Melzer für die Autoren schräg in der Welt? Oder stand er gerade in einer schrägen Welt und ihr habt sie ins Lot gebracht und dabei ihn gekippt?
Das Bild widerspricht seinen klaren Aussagen. Wozu?

7
/
3

Ich finde Nils Melzer lehnt sich gegen den Wind... für mich passt dieses Bild perfekt:)

4
/
0

Das ist mir auch aufgefallen, und zwar negativ. Was soll dieses Bild, wo er schräg in der Landschaft steht, aussagen?
Sonst super Artikel, und auch ein bisschen Angst einflössend ...

3
/
4
Brigitte Meyer
Bildchefin Republik
·

Liebe Frau Schläfli, lieber Anonymous, vielleicht interpretieren sie etwas zu viel in das Bild hinein. Dass Niels Melzer schräg im Bild steht hat eher mit seiner Bewegung beim Gehen zu tun. Dass die zwei Bilder von ihm im Nebel ein Gefühl von Verlorenheit evozieren, kann ich aber sehr gut nachvollziehen und ist durchaus beabsichtigt. Daneben hat es aber auch fokussiertere Portraits von ihm. Dadurch ergibt sich ein differenziertes Bild von ihm, denke ich. herzliche Grüsse!

12
/
0

Schliesse mich meinen Vorredner*innen an: der Text ist wichtig und sollte von möglichst vielen gelesen werden, denn wie Melzer dürfte es vielen von uns ergangen sein: man kam zum Schluss, dass Assange vielleicht doch nicht ganz unschuldig sei. Mich hat damals Collateral Murder sehr aufgerüttelt. Dennoch verlor ich Assanges Schicksal mit der Zeit aus den Augen. Dieses Interview zeigt aber, dass wir unbedingt wieder hinschauen sollten.
Und dabei, beim Hinschauen, fallen mir die Bilder des Artikels negativ auf. Das schräge Stehen ist eines, insgesamt finde ich diese einsam-nachdenklich-im-Nebel-Ästhetik unpassend. Zu gross, zu sehr auf die Person fokussiert, zu artsy. Die Bilder sprechen nicht dieselbe Sprache wie der Text, das ist schade.

6
/
3
Rolf Müller
Intellektueller Landarbeiter
·

Vielen Dank für dieses Interview!
Dass "der freie Westen" der russisch-Putin'schen Mafia-Willkür-Herrschaft bereits sehr nahe gekommen ist, "dank" rechtsnationalistischen- und faschistischen Bestrebungen, "Ruhe und Ordnung" und "Stabilität" zu sichern, habe ich geahnt und befürchtet.
Dass es aber bereits SO schlimm steht, hätte ich in meinen schlimmsten Alpträumen nicht gedacht!
"Schweden" bedeutet für mich "Sozialstaatlich abgesicherte Prosperität und Gleichberechtigung" und "Vorbildliches, Skandinavisches Erfolgsmodell"!
Und nun erfahre ich von einer neuzeitlichen Inkarnation von Wikinger-Brutalität...
Dass die USA und Gross Britannien immer tiefer im Sumpf von neoliberalem, neokolonialem und neoimperialem Sadismus versinken, war mit bereits klar.
Aber dass mit Schweden auch ein sehr wichtiges Land der "Europäischen Union" dermassen infiziert und zerrüttet ist, schockiert mich jetzt doch ziemlich!
Und diese bedenklichen Entwicklungen gehen ja ähnlich exponentiell weiter, wie die "kumulativen Effekte" den Klimawandel beschleunigen!
Ich würde sogar behaupten, dass diese Zerstörungen der Rechtsstaatlichkeit und der Rolle der Medien als "4. Gewalt" ein weitere kumulative Effekte zu den bisherigen kumulativen Effekten beisteuern!
Während also der Whistleblower-Held Julian Assange einen Schrecken ohne Ende durchleiden muss, wird die Menschheit möglicherweise schneller, als gedacht, ein brutales Ende mit sehr viel Schrecken haben...

15
/
1

Ich kann Ihnen das Buch von Patrick Baab "Im Spinnennetz der Geheimdienste", empfehlen. Seine Recherchen zum Olof Palme Mord 1986 zeigen, welche zwielichtige Rolle schwedische Polizei-und Geheimdienstkreise damals schon spielten. Dieser Mord war Staatsterrorismus und darum wurde er bis heute nicht richtig aufgeklärt.

5
/
0
Anonym
Interessiert am präzisen Blick
·

Herzlichen Dank für das interessante Interview. Als Jurist mit ebenfalls menschenrechtlichem Hintergrund hätte ich folgende Bemerkungen:

  1. Als UN-Sonderberichterstatter ist es Herrn Melzers Aufgabe, Bericht zu erstatten. Somit wäre es für die Leser*innen hilfreich, zu wissen, ob er in seiner Funktion zum Fall Assange bereits einen offiziellen Bericht an die zuständigen UN-Organe verfasst hat oder ob (und wann) das zu erwarten ist.

  2. Es erscheint mir auch die Feststellung wichtig, dass Assange nicht an die USA ausgeliefert werden wird, sofern er an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) gelangt. Voraussetzung hierfür ist die Erschöpfung der nationalen Rechtsmittel in Grossbritannien. Es darf wohl davon ausgegangen werden, dass seine britischen Anwält*innen eine entsprechende Beschwerde beim EGMR einreichen werden, sobald diese Voraussetzung gegeben ist. Der EGMR hat eine klare Praxis sowohl zu Auslieferungsfällen in die USA im Folterkontext wie auch zu illegalen Verschleppungen (durch europäische Staaten) zugunsten der USA im sogenannten „war on terror“ seit 9/11. Der EGMR wird angesichts der deutlichen Ausführungen von Herrn Melzer eine Auslieferung in die USA unterbinden.
    (Klarstellung: Der Brexit berührt die Verpflichtungen Grossbritanniens gegenüber dem EGMR - der mit der EU nichts zu tun hat, sondern auf die Europäische Menschenrechtskonvention zurückgeht - in keiner Weise.)

  3. Das Gesagte ändert natürlich nichts daran, dass die geschilderten Vorgänge absolut erschreckend sind und die Pressefreiheit massivst gefährden, zumal ein vergleichbarer Schutz wie durch die EMRK ausserhalb Europas nicht existiert.

  4. Es würde mich interessieren, wie das Interview zustandekommen ist, d.h. auf wessen Initiative. Aber es ist mir bewusst, dass dies möglicherweise nicht offengelegt werden kann.

Vielen Dank, Herr Ryser, wenn Sie zu diesen Punkten etwas ausführen könnten.

38
/
2
Christof Moser
Chefredaktion
·

Zur Frage 4: Interviews kommen immer und ausschliesslich auf Initiative der Redaktion zustande.

14
/
3

Ich frage mich schon, warum die Republik bzw. die Redaktion jetzt plötzlich (zu so spätem Zeitpunkt) den Fall Assange aufgreift bzw. noch schnell auf den Zug aufstpringt, den andere seit Jahren mühsam ins Rollen gebracht haben...

Ich habe hier bei der Republik schon mindestens 2-mal (mit diversen Quellenverweisen) auf diesen Skandal des Jahrzehnts hingewiesen, wurde aber ignoriert oder mit besserwisserischen Antworten abgespeist (sinngemäss: Wir berichten dann schon, wenn mal etwas wirklich Relevantes passiert). Diese Reaktionen haben genau gezeigt, dass sich keiner für meine Hinweise/Anregungen interessiert hat und nie irgendetwas gelesen wurde, was ich verlinkt habe. Dabei habe ich - in der Hoffnung ernst genommen zu werden und dem Ausmass dieses Skandals der Skandale gerecht zu werden - kaum an alarmierenden Worten und Superlativen gespart.

Mich würde also sehr interssieren, durch wen/was Sie auf dem Fall wirklich aufmerksam wurden bzw. welchen Kanal mensch in Zukunft wählen muss, wenn mensch wirklich von Ihnen gehört werden will.

4
/
4
Agnès Laube
Designerin, Dozentin, Autorin
·

Es wundert einen doch ziemlich, warum in all den vielen Jahren - in denen Assange (ungerechtfertigt) angeschuldigt und inhaftiert war – keine anderen Journalisten dieser Geschichte nachgegangen, sie so aufgedeckt haben, wie nun die Republik. Wie kam es, dass Daniel Ryser dieses Interview führen konnte? Der Kontext dazu wäre spannend.

29
/
2

Die Antwort ist wenig spektakulär: Ich habe gesehen, dass sich Nils Melzer in seiner Funktion als Uno-Sonderberichterstatter für Folter dem Fall angenommen hat. Und dass er in einem knappen Statement schwere Vorwürfe erhoben hat. Auch im Hinblick auf die drohende Auslieferung an die USA. Das Statement war zwar sehr deutlich, liess aber offen, wie Herr Melzer zu diesen eindeutigen Schlüssen gekommen war. Das wollte ich wissen. Ich schrieb ihm eine Mail. Er war bereit, mich zu treffen. Wir trafen und unterhielten uns lange. Ich stellte viele Fragen. Er antwortete auf alles (und ja, ich traute manchmal meinen Ohren nicht). Aber letztlich ist das Gespräch das Ergebnis alltäglicher journalistischer Arbeit, wie ich sie vor zwanzig Jahren auf einer kleinen Lokalredaktion gelernt habe.

70
/
0

Was einen stolz macht, die Republik all ihren Schwächen zum Trotz ein kleines bisschen mitzufinanzieren. merci.

21
/
1

Dieser Bericht/Artikel ist so so wichtig, dass er von jedem gelesen werden sollte. Wie wäre es, wenn ihr ihn allen frei zugänglich macht?

36
/
2

Lieber Herr Galic-Aumund
Der Artikel, wie alle Republik Artikel, kann frei geteilt werden. Sie können den Link weiter leiten, dann könne ihn die Leute lesen, die ihn erhalten.
Falls Sie die Details interessieren: In diesem Artikel erklären wir Hintergründe zu Verkäufen und Reichweite und Bezahlschranke: https://www.republik.ch/2020/02/04/…r-republik
Liebe Grüsse!

5
/
0

Mutiger Beitrag! Es wäre wünschenswert, wenn dem Interview auch noch ein investigativer Teil folgen könnte. Müsste es nicht möglich sein, ein Recherchenetzwerk wie damals bei den cum-ex-files zu mobilisieren? Bleibt dran!

16
/
0

Auch wenn nur ein Zehntel davon zutreffen sollte, was wir hier lesen, wäre das Grund genug, an dieser Welt zu verzweifeln.
Und wenn ich dann noch in den Kommentaren darüber aufgeklärt werde, dass die WOZ berechenbares Ideologiegeschwurbel in die Welt setzt und mir dann dazudenke, dass derjenige, der das behauptet hat, wohl denkt, dass die NZZ oder die Weltwoche von Ideologie frei sind, dann habe ich Lust, meinen Koffer zu packen und auf den Mars zu fliegen – CO2-neutral selbstverständlich.

22
/
3

Ein Gruss, toller Artikel gell,
Gruss in die Schule, Rudy

0
/
0

Well done, Mr. Ryser! Danke!

25
/
1
Rudi Neumaier
Graswurzler
·

...eine wichtige Ergänzung zum Interview!

3
/
1

Im Interview werden verschiedene wichtige Themen angesprochen. Melzer hat diese Aussagen schon in verschiedenen Medien gemacht: Was mich hier etwas irritiert, ist dass die offenbar verfügbaren Dokumente nicht klarer kontextualisiert werden. Die britische E-Mail oder auch die Vorwürfe an die schwedischen Behörden sind für mich nur innerhalb der Erklärungen von Melzer verständlich. Gibt es auch andere Perspektiven darauf? Was sagen andere Beteiligte und Betroffene? Woher hat Melzer diese Informationen? Kurz: Mir fehlt eine kritische Prüfung dieser Aussagen.
In einem Guardian-Artikel von 2017 wird die Anwältin Massi Fritz zitiert, eine anerkannte Fachfrau für sexualisierte Gewalt: »It is a scandal that a suspected rapist can escape justice and thereby avoid the courts,. My client is shocked and no decision to [end the case] can make her change [her view] that Assange exposed her to rape.« Gerne hätte ich gelesen, wie diese Expertin die Aussagen von Melzer beurteilt.

20
/
19

Lieber Philipp (wir kennen uns ja bestens aus früheren Dialogen woanders).

Du bist wohl irritiert, weil die von Melzer gemachten Aussagen nicht mit deinem Weltbild übereinstimmen. Klassischer Fall von kognitiver Dissonanz: Es darf nicht sein, dass die haltlosen Vorwürfe gegen Assange tatsächlich haltlos sind und schon immer waren (alle Indizien sprechen ganz klar dafür, aber lesen kannst du ja - nur glauben anscheinend nicht?). Denn dann müsste man sich plötzlich eingestehen, welcher unglaublichen, nie dagewesenen Rufmordkampagne man erlegen ist - als einer, der vorgibt Verschwörungstheorien zu kennen, sogar Bücher darüber schreibt. LOL! Aber wenn eine der grössten Verschwörungen aller Zeiten, mit Beteiligung von mehreren Regierungen, vor dir liegt, erkennst du sie nicht. Dann doch lieber so lange an jedem Strohhalm festhalten, der das eigene Weltbild und die Autorität aufrecht erhält, anstatt mal den Verstand einzuschalten und sich einzugestehen, dass man falsch lag und es grauenhaft ist, was die Amis alles durchdrücken! Erinnerst mich an Knackeboul, der sogar noch weiterging und Melzer auf Facebook (stolz!!) als Verschwörungstheoretiker betitelt und Ganser gleichstellt. Du bist nur eine Stufe besser!

0
/
0

Gino: Was vor mir liegt, ist ein Interview, in dem auf Belege verweisen wird, die aus irgendwelchen Gründen nicht publiziert werden. Mehr nicht. Darüber denke ich gerne kritisch nach. Und ich weiß, dass das gewisse Menschen immer wieder ärgert.

1
/
4
Anonym
Ehemaliger Zürcher Staatsanwalt
·

Bei Anwälten muss man immer Folgendes im Auge behalten:

-- Anwälte haben die Pflicht, alles zu tun, was ihren Klienten nützt, und alles zu unterlassen, was ihnen schaden könnte. Folglich gehört nicht dazu, die Wahrheit zu sagen, denn diese ist ein sehr scharfes Schwert, krumm und gezackt, und verletzt, wenn sie ausgegraben wurde, sehr leicht mehr Leute, als man sich vorstellte. Verboten ist den Anwältinnen nur, wider besseres Wissen zu reden, d.h. zu lügen. Aktenwidrige Unwahrheiten sind aber erlaubt, wenn die Anwälte begründen können, dass es Gegenbeweise geben könnte. Wäre das nicht so, könnten Anwälte z.B. Zivilklagen fast nicht ablehnen.

-- Beim Ihrem Zitat ist wichtig, dass nicht die Anwältin schockiert ist, sondern berichtet, dass ihre Klientin es sei. Auch ist die Formulierung "exposed to rape" eigenartig. Vorliegend wird das Ganze noch unübersichtlicher, wenn man bedenkt, unter welchem Druck die Sexpartnerinnen standen. Wie auch immer: Heute ist klar, dass belastende Protokolle manipuliert wurden. Noch mehr. Im Beitrag heisst es: "Auf dem als Beweis­mittel eingereichten Kondom konnte keine DNA von Assange oder A. A. nachgewiesen werden." Ein benutztes und defektes Kondom ohne DNA des Benützers und seiner Partnerin? Das ist schlicht unmöglich. Melzer ist extrem zurückhaltend.

-- Das alles spricht nicht gegen Anwälte. Sie sind extrem wichtig. Aber man muss ihre Rollen verstehen. Dann weiss man, wie ihre Aussagen zu würdigen sind.

-- Vielleicht erinnert sich die eine oder der andere an den Fall Kachelmann. Unterdessen ist gerichtlich festgestellt, dass er das Opfer einer falschen Anschuldigung wurde. Man erinnert sich, wie z.B. die Medien über ihn herzogen. Man erinnert sich auch, wie die Steuerhinterzieherin Schwarzer sich zur Expertin aufschwang und ihn immer wieder krass öffentlich verurteilte.

5
/
0

Was Sie am Anfang sagen, stimmt halt auch in die andere Richtung: Einige Aussagen von Melzer beziehen sich auf das, was Assanges Anwaltsteam sagt. Das Kondom, das Sie etwa erwähnen, ist eines von zwei Kondomen – das einige trägt die entsprechenden DNA-Spuren und war einer der Gründe, weshalb das Verfahren überhaupt eröffnet wurde. Das wird aber oft unterschlagen, diese Darstellungen wechseln zwischen den beiden betroffenen Frauen um zu suggerieren, es gäbe tatsächlich nichts, was eine Anzeige und ein Verfahren legitimiert hätte. Das ist aber eine einseitige Darstellung.

0
/
1

Gibt es im Guardian-Artikel eine kritische Überprüfung der Aussagen, von Anwältin Massi Fritz? Das (Republik-) Interview zeigt klar auf, dass die Anklage wegen Vergewaltigung eine Schmierkampagne gegen Assange ist, bei der der Angeklagte sich nicht im gesetzlichen Rahmen gegen die Vorwürfe verteidigen kann.

Sollte nicht das erste Gebot im Rechtsstaat sein jedem ein faires Verfahren zuzugestehen -unabhängig von der Art der Anschuldigung?

17
/
1

Nils Melzer hat Schweden, siehe Verlinkung im Gespräch, 50 Fragen gestellt, wie die Untersuchung gegen Julian Assange mit den Menschenrechten kompatibel sei. Eine Woche später stellt Schweden das Verfahren ohne Antworten und nach fast einer ganzen Dekade ein. Aus Mangel an Beweisen. Und verweigert Melzer Antworten (Schweden ist also gar nicht interessiert daran, seine Sicht darzulegen). Melzers Kernaussage als Uno-Sonderberichterstatter für Folter in diesem Gespräch: Es ging Schweden nie darum, die Wahrheit in dieser Sache herauszufinden, um Gerechtigkeit für die beiden Frauen oder für Julian Assange, sondern darum - und unter anderem mit einem manipulierten Beweismittel, siehe Einvernahme-Dokument im Interview -, Assange mit willkürlicher Prozessführung und auf Kosten der Wahrheit politisch zu verfolgen, weil er Kriegsverbrechen aufdeckte. Während die Kriegsverbrecher nie verfolgt wurden und sich in einem rechtsfreien Raum bewegen. Assange hat sich, entgegen den Darstellungen Schwedens, auch nie dieser Untersuchung entziehen wollen, wie Nils Melzer sorgfältig und in seiner Funktion als Sonderberichterstatter im Interview darlegt.

30
/
0

Ja: Das ist die Sicht von Melzer, die im Interviews (und in allen Interviews, die er in den letzten Monaten gab) zum Ausdruck kommt. Journalismus besteht in meinem Verständnis aber nicht darin, diese Sicht zu übernehmen, sondern mit unterschiedlichen Fachleuten zu sprechen. Z.B. mit der Anwältin der Frauen. »Schweden« ist keine Person, sondern besteht aus vielen Menschen, die Dinge unterschiedlich beurteilen und über interessante Informationen verfügen.

21
/
39

Und gleichzeitig könnte man recherchieren, ob diese Anwältin nicht auch Teil des Komplotts ist.

16
/
0

Aber dann würde man schnell nicht mehr Journalismus betreiben…

5
/
23

Das ist ein guter Punkt. Letzten Endes ist der Artikel ja nicht investigativ im eigentlichen Sinne, sondern ein Interview. Und dadurch abhängig von der einen Person. Es bedürfte eines kontextualisierenden Folgeartikels.

36
/
6
Patrick Recher
Software-Entwickler @Republik
·
· editiert

Eine spannende Diskussion zu diesem Artikel findet aktuell auch auf Hacker News statt: https://news.ycombinator.com/item?id=22201381

10
/
1

Ein absolut hervorragendes Interview! Äusserst informativ und lehrreich. Diese Klarstellung zeugt von grossem Verantwortungsbewusstsein der Beteiligten. Man muss als Bürger handeln. Man muss die Republik lesen. Mit jedem Tag liefern Sie mehr Gründe dazu. Danke!

59
/
0
Florian Gysin
Software Engineer
·
· editiert

Ich fände es hochgradig spannend zu erfahren wie die Schwedische Öffentlichkeit und die dortigen Medien mit dem Thema umgehen. Wäre das vielleicht etwas für ein Follow-up?

66
/
0

Die virale Verbreitung dieses Artikels sind wir unseren Journalisten und Whistleblowern schuldig.

53
/
0

Super Artikel, gleichzeitig erschreckend! Danke Republik. Und recht bald habe ich mich gefragt: Wie steht es denn um den whistleblower der Football leaks?

10
/
2
Beat Ambord
CEO
·
· editiert

Liebe Redaktion von Republik.ch,

vielen Dank für diesen wirklich eindrucksvollen und mutigen Beitrag in der „Republik“ vom 31.01.2020.

Ich bin wirklich beeindruckt von der Ehrlichkeit und dem Streben nach journalistischer Qualität, die diesem Interview-Beitrag zugrunde liegt. Das ist in den sogenannten europäischen Leitmedien unserer Zeit in dieser Form und Tiefe leider nicht mehr zu erwarten. Um so wichtiger erscheint es mir, dass es noch mutige Medien gibt, die den Begriff des investigativen Journalismus nicht einfach nur so als Fahne vor sich her tragen, sondern tatsächlich umsetzen und leben. Dazu meinen aufrichtigen Glückwunsch!

Nachdem ich den Beitrag in aller Ruhe und in einzelnen Passagen auch mehrmals gelesen hatte, entwickelte sich in mir ein Bild von dem, was im Fall Assange tatsächlich gelaufen ist. Und ich muss sagen, das erinnert schon sehr an einen Krimi oder Polit-Thriller, wie ihn kaum jemand besser erfinden könnte.

Und zugleich stimmt es mich traurig, dass es so etwas in unserer Zeit und in dem Anschein nach demokratischen Ländern tatsächlich gibt. Mein Interesse an diesem Beitrag resultiert auch aus der Tatsache heraus, dass ich selbst sehr aktiv im und mit dem Medium Internet arbeite und immer wieder auch froh bin, wenn es Menschen gibt, die trotz aller Gefahren öffentlich machen, was Regierungen und in Polit-Hinterzimmern unter Zuhilfenahme staatlicher Polizei und Gerichte am liebsten unter Verschluss halten würden. Und ebenso wichtig wie die Arbeit dieser Menschen ist auch ein ehrlicher investigativer Journalismus, der unverblümt aufdeckt, was hinter den schönen Fassaden moderner Demokratien und vermeintlich liberaler Regierungen wirklich läuft.

Noch einmal meinen Glückwunsch zu diesem Beitrag verbunden mit der Hoffnung, dass es noch viel mehr und öfter solche Beiträge gibt, die durchaus geeignet sind, das Weltbild der Menschen von Heute vom Kopf wieder auf die Füsse zu stellen.

Es bedankt sich recht herzlich

Beat Ambord - Verleger

52
/
1
Christof Moser
Chefredaktion
·

Danke, Herr Ambord, dass Sie an Bord sind. Motivierend, Ihre Worte. Gutes Wochenende!

1
/
0

...das deprimierende ist, beat, daß diese art engagierten journalismus' das adjektiv "mutig" braucht. und das tut es. danke daß du es ausdrücklich benannt hast.

6
/
0

Dieses Interview spricht für sich. Die Tonalität entfaltet Kraft. Ich habe das über Wikileaks verbreitete Bagdad-Video mit den US-Helikoptern angeschaut. Fast in voller Länge. Sie kreisen in der Luft und schiessen - sogar auf Verletzte. Das ist allerhand. Material für schlechte Träume.

16
/
0

Danke für diesen ausgezeichneten Artikel!

27
/
0
M. J.
Partizipant
·

Etwas vom Wichtigsten, Spannendsten, Besorgniserregendsten und Eindringlichsten, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Pflichtlektüre.

73
/
0

Danke für dieses Highlight. Ist eine Übersetzung auf englisch geplant?

7
/
0
Christof Moser
Chefredaktion
·

Sie finden die Übersetzung im Magazin-Feed oder direkt hier.

18
/
0
Urs Sigg
· editiert

Herzlichen Dank für diesen Artikel

2010 wurden die Geldflüsse an Wikileaks durch die USA unterbunden. Als einziger Spendenkanal gab es noch den über die Wau Holland Stiftung. Dann wurden Spenden über PayPal an die Stiftung ebenfalls unterbunden. Für ein Sit-In wurden in den USA
Menschen verurteilt...

Wau Holland unterstützt Menschen wie Chelsea Manning, Barrett Brown, Jeremy Hammond oder Edward Snowden... mit der Aktion Zivilcourage.
Die Wau Holland Stiftung fördert die Zivilcourage im digitalen Raum und unterstützt verfolgte Whistleblower, Journalisten und (politische) Hacktivisten wie Snowden, Manning, Hammond, Brown oder die PayPal14.

Wau Holland Stiftung
http://www.wauland.de/de/projects/moral-courage/

„ Nach vier Jahren Auseinandersetzung um die Straftat-Vorwürfe des US-Justizministeriums wegen eines friedlichen digitalen “Sit-Ins” gegen die PayPal-Webseite wurde heute in San Jose, Kalifornien das Urteil gegen die PayPal14 gesprochen. Die Angeklagten hatten sich 2010 wegen der Sperrung des WHS-PayPal-Kontos, auf dem auch Spenden für WikiLeaks gesammelt wurden, an dieser digitalen direkten Aktion zusammen mit Tausenden anderen Personen weltweit beteiligt.

Letzes Jahr bekannten sich elf Angeklagte schuldig, um einen Deal mit dem Justizministerium annehmen zu können - die anderen verweigerten diese Vereinbarung und bekannten sich nur zu einer Ordnungswidrigkeit.

Gestern wurden bei der Urteilverkündung in San Jose alle Strafttats-Vorwürfe gegen die Anklagten fallen gelassen. Sie wurden zu einer Reparationszahlung an PayPal in Höhe von jeweils 5.600 USD verurteilt; ihre Zeit zwischen Prozess und Urteilsverkündung wird auf ihre Bewährungsfrist angerechnet. Die zugehörige “finanzielle” Bewährungszeit dauert so lange, bis alles Geld an PayPal bezahlt worden ist. Diejenigen, die sich nur der Ordnungswidrigkeit schuldig bekannt haben, müssen einen 60-90 tägigen Arrest in einer geschützten Wohnung absitzen.“

17
/
0
Carole Lauper
MSc in Sozialer Arbeit
·

Viel zu selten noch nehme ich mir die Zeit, Republik-Artikel von A - Z zu lesen. Diesen hier schon. Mein herzlicher Dank. Ich weiss nicht, wem meine Hochachtung mehr gehört, Herrn Melzer oder den MacherInnen der Republik... wohl einfach Ihnen beiden. Nötiger denn je. Nie aufgeben und lassen Sie sich nichts gefallen, lassen Sie sich nie aufhalten, das zu tun, wovon Sie überzeugt sind. Je vous remercie encore et encore.

78
/
0
P. Z.
M.Sc. Psychologie
·

Sehr gut, kümmert sich nun der Uno-Sonderberichterstatter und danke für das Interview! Ich selbst habe schon lange ungute Gefühle, auch, wie mit Snowden umgegangen wird. Das stinkt zum Himmel und ist 180 Grad verkehrt. Nicht der Überbringer der Nachricht gehört bestraft!

59
/
0

Merci! Merci! Merci!

Das ist so wichtig! Jeder Mensch hat Anrecht auf einen fairen Prozess.

Verlängert!

31
/
0
L. B.
Politologin | Universität Oxford
·

Vielen vielen Dank! Echt das Beste, was ihr bisher gebracht habt

29
/
0

Danke, Republik, dass Ihr endlich darüber berichtet.

33
/
0
B. M.
Borist
·

Der Artikel hat mir die Augen geöffnet dafür, dass ich diese hinterlistige Horrorvorstellung mit kafkaesker Trübung wie so viele nicht durchschaut habe. Man sieht Assange zum ebenso ekligen Dessert verwirrt und mit absurd-zotteligem Bart, dabei durchlebte er psychische Folter und hatte wohl sehr lange gar keine Möglichkeit sich zu rasieren. 'Republik' wird jetzt fest abonniert!!

54
/
0

Herzlich willkommen ausserhalb der Matrix/Bubble!

Seien Sie versichert, dass der Fall Assange nur ein extremes Beispiel für ein ständiges Muster ist, welches aber nur solange Bestand haben wird, wie die Mehrheit mitmacht –und daran können wir zum Glück alle arbeiten...

Bitte bleiben Sie dran und machen Sie sich – natürlich mit gebotener kritischer Distanz – daran, freie/alternative Medien im Netz zu verfolgen! Sie werden nicht mehr aus dem Staunen herauskommen – das kann ich guten Gewissens versprechen! (Bin bei Interesse gerne bereit, Ihnen gewisse Perlen aus der Gegenöffentlickeit des Internets zu empfehlen; dann sparen Sie viel Zeit.)

0
/
0

Ich komme zeitlich fast nicht dazu, die Republik zu lesen. Diesen Beitrag aber habe ich gelesen. Journalismus, wie ich ihn mag und bitter nötig ist! Gratulation!

37
/
0
Rudi Neumaier
Graswurzler
·

Investigativ-Journalismus at its best!
Ich habe mir gerade überlegt, ob diese Informationen ähnliche Kreise ziehen werden, wie z.B. die 'Globe Garden'-Artikel... Wohl eher nicht, weil die Mainstream-Medien selbst wichtiger Teil der Vertuschung sind.
Umso notwendiger ist, dass jede Republik-Leserin überlegt, wie dieser Artikel weiter verbreitet werden kann!

Zu Recht wird hier bei den Kommentaren wiederholt auf die Praktiken in der Schweiz hingewiesen. Leider ist das nicht nur im Unterengadin so, sondern geschieht auch im sog. 'Alltag'.
Z.B. habe ich in den vergangenen Jahren wiederholt erlebt, wie in verschiedenen Asyl-verfahren Entscheide manipuliert werden: Das Gesetz schreibt zwei Anhörungen vor: Eine davon oder beide werden NICHT in der Muttersprache gemacht - und der ablehnende Entscheid wird dann mit "widersprüchlichen Aussagen" begründet.
Inzwischen gibt es dazu auch eine Entscheidung des UN-Antifolterkomitees, in der die Schweiz für diese rechte Stammtisch-Taktik gerügt wird.
Die Schweiz hat die Antifolter-Konvention ratifiziert und ist politisch an solche Urteile gebunden. Die praktischen Konsequenzen sind heute noch offen...

53
/
1

Guten Morgen. Danke für das tolle Feedback. Wo ich entschieden entgegenhalten möchte ist bei den «Mainstreammedien, die Teil der Vertuschung sind». Ich kenne persönlich viele mutige Kolleginnen und Kollegen in anderen Redaktionen, die für die innere und die äussere Pressefreiheit kämpfen.

42
/
1
Rudi Neumaier
Graswurzler
·

Wir werden sehen, wie mutig (ohne Anführungszeichen) Ihre "Kolleginnen und Kollegen in anderen Redaktionen" sind.... Denn von der Bedeutung des Themas her gehört es auf Seite 1!

35
/
1

Danke, Republik, dass ihr dieses Interview gebracht habt - ohne euch hätte ich den amerikanisch-transatlantischen Diffamierungskampagnen gegen Assange, die von allen Medien munter verbreitet wurden, weiterhin Glauben geschenkt! Ich reibe mir verwundert die Augen und bin betroffen angesichts meiner vorverurteilenden Leichtgläubigkeit.

104
/
0

Herzlich willkommen ausserhalb der Matrix/Bubble!

Aber seien Sie versichert, dass der Fall Assange nur ein extremes Beispiel für ein ständiges Muster ist, welches aber nur solange Bestand haben wird, wie die Mehrheit mitmacht –und daran können wir zum Glück alle arbeiten...

Bitte bleiben Sie dran und machen Sie sich – natürlich mit gebotener kritischer Distanz – daran, freie/alternative Medien im Netz zu verfolgen! Sie werden nicht mehr aus dem Staunen herauskommen – das kann ich guten Gewissens versprechen! (Bin bei Interesse gerne bereit, Ihnen gewisse Perlen aus der Gegenöffentlickeit des Internets zu empfehlen; dann sparen Sie viel Zeit.)

0
/
0
Christof Moser
Chefredaktion
·
· editiert

Das Beispiel Assange/Melzer zeigt ja gerade, sehr geehrter Herr S., dass die Unterscheidung zwischen Medien/Alternativmedien geradewegs in die Irre führt. Messen muss man Journalismus an den festgelegten Pflichten (glaubwürdige Zeuginnen, überprüfbare Fakten). Eine alternative Bubble zu haben, wo fröhlich rumbehauptet wird, ist das Gegenteil von Journalismus – und tatsächlich kommt man aus dem Staunen nicht heraus, was sich viele für Bären aufbinden lassen. Selbst dann, wenn sich irgendwann für irgendwas Belege finden lassen, macht das übrigens viele Alternativen rückwirkend noch lange nicht zu Journalismus. Aber ja, Sie haben recht: Das Bedürfnis nach einer klaren Sicht auf die Welt ist in Krisenzeiten noch viel grösser als sonst, deshalb verfangen sich ja auch so viele Leute in Bullshit-Spiegelkabinetten. Doch genau deshalb und nur deshalb, weil wir bei der Republik beim grossen Bullshit-Bingo im Internet nicht mitmachen (trifft durchaus auch auf klassische Medien zu), kann dann ein Gespräch wie dieses mit Melzer auch weltweit für Aufsehen sorgen.

2
/
1

Ich bin mit dem sorgfältigen Lesen des Artikels noch nicht durch. Klar war aber immer schon, dass Assange kaputt grmacht werden sollte. Was ich nicht verstehe: Warum geht jemand zur Polizei um zu erreichen, dass jemand einen HIV-Test macht? Zunächst redet man ja mit der betroffenen Person. Dann kann man zur Polizei gehen, falls diese das ablehnt (warum auch immer sie das tun sollte). Und dann den Namen zu nennen ist nicht nötig wenn es nur um eine rechtliche Auskunft geht. Finde ich ein eigenartiges Vorgehen.

22
/
0

Wenn ich mich richtig an Berichte von vor x-Jahren erinnere, hat sie das gemacht, wobei er sich nicht kooperativ zeigte.

1
/
0

Danke. Das muss wohl so gewesen sein. Eigenartig zwar.

0
/
0

Ich war gestern lange in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme bei Hamburg. Heute morgen lese ich diesen Republik-Artikel. Wenn ich eins und eins zusammenzähle, komme ich auf 1933. Ich weiss noch nicht, wie ich damit umgehen soll. Eine stille Empörung schiene mir gar billig. Und noch dies: Allein dieser Beitrag ist mir das ganze Jahres-Abo 2020 wert.

120
/
1

Das Ergebnis Ihrer Addition ist erscheckend und erfordert ebenso dringend wie der Klimawandel sofortige Gegenmassnahmen. Bleiben beide aus, steuern wir zweigleisig und direkt in eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmasses.

11
/
0

Es wäre schön gewesen, wenn die Republik den Aspekt aufgebracht hätte ob Assange nicht Teil des russischen Geheimdienstes ist. Mit den Leaks bei Hillary Clinton etc. hat er einseitig demokratische Wahlen beeinflusst. Für mich ist nicht klar, dass Assange ein Journalist ist. Snowden, Manning, Glen Greenwald und Rui Pinto sind Menschen die wir schützen müssen

7
/
43

Wie kann mensch Wikileaks Wahlbeeinflussung vorwerfen, wenn die Organisation nur die tatsächliche Wahlbeeinflussung durch Clinton offenbart?! Die Unterstellung gegenüber Wikileaks, die Sie hier wiedergeben, ist vollkommen aus der Luft gegriffen, weil niemand von ausserhalb beurteilen kann, ob Wikileaks Dokumente selektiv veröffentlicht oder geheim hält. Solche grundlosen Behauptungen würde ich getrost als Propaganda bezeichnen.

Wenn Wikileaks nur Material veröffentlicht, das Hillary undemokratisch aussehen lässt, ist das doch nicht Wikileaks Schuld! Entweder die Republikaner verhalten sich demokratischer und machen so Dinge nicht, oder sie passen besser auf, dass nichts an die Öffentlichkeit kommt, oder es gab halt keine Whistleblower etc.

In meinen Augen trifft das Gegenteil zu: Es wäre eine verwerfliche Wahlmanipulation gewesen, wenn Wikileaks diese Leaks der Öffentlichkeit vorenthalten hätte.

2
/
1

Inwiefern hängt die Beurteilung, ob Assange Journalist ist oder nicht, damit zusammen, ob ein*e Whistleblower*in schützenswert ist oder nicht? Es sei nur angemerkt, dass ausser Greenwald keine, der von ihnen genannten Personen, Journalist*innen waren oder sind, sondern CIA-Angestellter (Snowden), US-Armee-Soldatin (Manning) und Sprecher von Football Leaks (Pinto aka "John").

20
/
2

Journalisten geniessen in den meisten Ländern zusätzliche Schutzrechte (Quellen, Vertraulichkeit etc.). Diese Rechte stehen Journalisten, im Gegensatz zu Spionen/Lobbyisten zu, da sie eine gesellschaftlich wichtige Rolle wahrnehmen.

Snowden und Manning haben Journalisten gebraucht (wie Greenwald) um ihre Erlebnisse der Welt zeigen zu können. Ohne Guardian etc. hätte Ihnen die Glaubwürdigkeit/Wucht initial gefehlt

4
/
8

Das klingt jetzt für mich wie billigster Whataboutismus. Dass ein Mensch nach Jahren der Isolation und Verzweiflung nach jedem Strohhalm greift ist für mich völlig nachvollziehbar. Sonst informieren sie sich mal über das Schicksal von Snowden. Der ist jetzt auf Gedeih und Verderb vom Wohlwollen Putins abhängig und kann jederzeit für irgendwelche Machtspielchen geopfert werden. So sollte es nicht laufen, unabhängig wie unsympatisch ein Mensch scheint.
So werden die falschen Menschen gefördert, nur Sadisten und Speichellecker gedeihen in so einem Klima, während die Ehrlichen, Mutigen auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Das Ergebnis ist so etwas wie das Frankreich des Sonnenkönigs oder das dritte Reich Hitlers

13
/
17

Herr Reber, wir diskutieren hier anständig und konstruktiv miteinander.

8
/
5

Gut gebrüllt und gleich werde ich in die Nazi-Ecke gestellt. Traurig ist ihr Niveau. Hätten Sie die Diskussion zwischen Herrn Fuchs und mir bis zum Ende gelesen, dann wäre Ihnen vielleicht aufgefallen, dass ich Unterstützung und Schutz für Snowden fordere (und Asyl für ihn in der Schweiz unterstützen würde). Assange ist für mich kein Journalist, da er politische Interessen vertritt.

2
/
25

Aus dem Artikel:

Ich sage nicht, Julian Assange sei ein Engel. Oder ein Held. Aber das muss er auch nicht sein. Denn wir sprechen von Menschen­rechten und nicht von Engels- oder Helden­rechten.

47
/
0

Niemand muss perfekt sein, darum geht es mir nicht. Es geht mir darum, dass für mein Gefühl Assange zu eng mit russischen Geheimdienste kooperiert hat. Ich kann verstehen warum manche Einschätzungen dazu kommen, dass Assange kein Journalist ist, sondern Zuarbeiter russischer Interessen

2
/
16

Guten Morgen. Danke für den Einwand, aber das hat alles mit den hier beschriebenen Vorgängen nichts zu tun. Denn was Nils Melzer beschreibt, ereignete sich grösstenteils Jahre vor den Wahlen 2016.

23
/
0

Chelsea Manning hat sich dem Gerichtsverfahren gestellt und wurde von Obama begnadigt. Diesen Weg hätte Assange auch gehen können.

0
/
26

Naja, wer ein bisschen recherchiert wird bald auf seine unappetitlichen Verbindungen zu Russia Today und seine Rolle in der Kampagne gegen Hillary Clinton (und die US Demokraten) stossen. Ich hoffe die Republik endet nicht wie die WOZ als berechenbares Ideologieprodukt.

3
/
62

Es ist unangebracht und unnötig, die WoZ hier an den Pranger zu stellen. Es gehört weder hierher, noch ist es korrekt. Es sind eben gerade die anderen Medien, die berechenbare Ideologieprodukte sind.

37
/
1

Guten Morgen. Danke für den Einwand, aber Sie sprechen über Ereignisse, die sich Jahre später abgespielt haben. Was Nils Melzer beschreibt bezieht sich auf die Jahre von "Collateral Murder" und des "Afghanistan war diary".

50
/
0

Habe soeben meine Meinung über den Fall Assange geändert. Danke Republik - einmal mehr zeigt ihr auf, dass es euch, Wikileaks und den Investigativjournalismus mehr denn je braucht! Es ist einfach unglaublich. Ich hoffe, dass dieser Report schnell weitere Kreise in die richtige Richtung zieht.

68
/
1

Ja, das waren jetzt nützliche 20 Minuten. Interviews mit der primärsten Quelle, an die ich als Normalo kommen könnte. Ross und Reiter, Zusammenhänge. Und die Notwendigkeit, das gerade entstandene digitale Netz der Welt so zu reparieren, dass sowohl Anonymität als auch persönliche, authentische, transparente Verantwortlichkeit von jedem Teilnehmer selbst gewählt werden können. Das ist jetzt eine persönliche Baustelle und Aufgabe für jeden der diesen Artikel gelesen hat. Viel Spass bei der Rückeroberung dieses neuen öffentlichen Raums!

4
/
0

seit 2018