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A. N.
· editiert

Ich bin seit 20 Jahren selbständig und betreibe seit 11 Jahren ein Online-Fachmagazin zu erneuerbaren Energien (www.ee-news.ch) und über Pelletpreise (www.pelletpreis.ch). Ich erhalte kein Geld vom Bund, weil ich meine Plattformen ja nicht schliessen musste. Der einzige Weg wäre ein zinsloses Darlehen. Das ist aus meiner Sicht aber überhaupt keine Lösung, weil die Werbeerträge, über die ich meine Online-Produkte betreibe, noch sehr lange sehr tief sein werden. Sich zu verschulden ist aus meiner Sicht nicht sinnvoll. Dass ich keine Hilfsgelder erhalte ist für mich etwas seltsam: Denn ich bezahle seit 20 Jahren in die Arbeitslostenkasse ein, und zwar der volle Betrag, als Person und als Firma.

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Der Artikel nimmt gegen Ende hin - Richtung Green Deal - eine doch noch sinnvolle Wendung. Was die Konjunkturpolitik angeht: Wir erleben eine erzwungene Abkehr vom Wirtschaftswachstum - vielleicht realisieren wir, dass es sich mit weniger Konsum und Arbeit durchaus auch gut leben lässt. Wird die Gesellschaft post-wachstumsfähig? Geniessen wir die Sonne und lassen uns nicht verängstigen!

Ökonomische Nebenwirkungen:

  • Videokonferenzen setzen sich in der Geschäftswelt endlich durch. Ineffiziente Fliegerei für Meeting mag zurück gehen. Werden die Flugbewegungen nachhaltig dezimiert?

  • Die eingebrochene Erdölnachfrage und der von Russland und Saudiarabien gewollte tiefe Erdölpreis kann die hoch verschuldete Erdöl-Fracking-Industrie der USA ruinieren.

  • Die nicht-rückzahlbaren US-Fracking-Milliarden-Schulden und die allgemeine Wertvernichtung an der Börse, sowie die Staatsdefizite zur „Wirtschaftsrettung“, mögen der westlichen Wirtschaftsdominanz ein Ende setzen. Wieso der US-Dollar als stabile Leitwährung akzeptiert wird, ist seit langem fraglich - wird die „Corona-Krise“ das Fass zum Überlaufen bringen?

Aus meiner Sicht müssen - oder können - wir nicht zum Business as Usual zurück. Eine Welt mit neu ausbalancierten Wirtschaftskräften wird mit erneuerbaren Energie funktionieren.

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A. M.
Informatikingenieur, Buchautor, Musiker
·

Die Geldmenge ist heute in allen Ländern immer noch dieselbe wie vor der Corona-Krise. Geld kann ja nicht einfach so verschwinden, ausser wenn Kredite zurückbezahlt werden, was momentan eher nicht der Fall ist. Wohin ist das Geld also geflossen während dieser Krise?

KMU und Selbständige verspüren zurzeit einen Geldmangel. Sie sind die Verlierer der Krise. Wer sind die Gewinner? Ist das Geld bei den Vermögenden gelandet, welche momentan weniger konsumieren können, aber trotzdem noch über ihre Kapitaleinkommen (z.B. Mieteinnahmen, Dividenden etc) verfügen, und so einen Geldzuwachs verspüren?

Die Geldmenge wird nun um 42 Mia. erhöht, indem die Banken Kredite sprechen dürfen (Geldschöpfung durch Kredite). Ich finde es stossend, dass die Banken in dieser Notsituation Kreditzinsen verlangen dürfen (gemäss Ueli Maurer), und erst noch Bürgschaften durch den Bund erhalten, falls die Kredite nicht bedient werden können. Die Banken gehören so zu den Profiteuren der Coronakrise. Das ist meiner Meinung nach ein Skandal, der leider in den Medien überhaupt nicht diskutiert wird.

Die reichsten 300 Menschen der Schweiz besitzen zusammen rund 600 Mia. CHF. Wäre es nicht solidarisch, wenn diese Multimilliardäre diese 42 Mia. spenden würden? Sie wären danach immer noch superreich und würden sich beim Volk sehr beliebt machen. Die Geldmenge müsste nicht erhöht werden, die Inflationsgefahr dadurch verringert. Ich meine damit Familiendynastien wie Hofmann-Oeri, Schmidheiny oder Blocher.

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Diese Milliardäre haben die Milliarden nicht in unter der Matratze oder in der Bank. Sie sind investiert in Firmen und können nicht so einfach abgehoben und gespendet werden ohne riesige Kollateralschäden zu erzeugen.

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A. M.
Informatikingenieur, Buchautor, Musiker
·
· editiert

Nein, diese 600 Mia. CHF sind natürlich als Kapital investiert in Immobilien, Aktien und sonstigen Wertschriften. Typischerweise wirft ein solcher Betrag eine Rendite von etwa 5% ab. Das macht 30 Mia. CHF jährlich. Diese Gewinne landen auf Bankkonten und können sehr wohl gespendet werden.

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es ist schon erstaunlich wieviel Geld jetzt in diese Systeme gepumpt werden, in den USA, Europa und auch in der Schweiz, Griechenland konnte man aber nicht wirklich unterstützen in der Not. Oder für die Flüchtlingskrise hat man kein Geld und keine Ideen. Armes Europa. Leider ist auch die Schweiz mit Ministern wie Maurer und Parmelin und ... nicht viel besser aufgestellt. Jetzt wäre der Zeitpunkt, das Grundeinkommen mit einer Transaktionssteuer, das dann auch zu einer Demokratisierung und ökologisch verträglicheren Wirtschaft beitragen täte, einzuführen. Vielleicht verbunden mit dem Vorschlag Thomas Pikettys jedem 25 jährigen einen grösseren Betrag auszuhändigen. Wer nicht die Schweiz, das wieviele Milliarden Potentaten und Sklavengelder bunkert, soll dieses Experiment starten. Ich hoffe die Kulturszene verweigert sich Parmelins Plästerlipolitik.
Ich schlage Carin Mauch vor, am Sechsiläuten statt den Bögg Escher auf dem Bahnhofplatz schwarz (Thema Sklaverei) oder rosa (Thema Patriarchat) anzumalen oder ganz abzubauen und in die Folterkammer des Landesmuseum zu bringen

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Ich denkees ist allen mehr geholfen wenn die Firmen überleben und so die echen Löhne weiter bezahlt werden statt virtuelle Löhne (= Grundeinkommen) zu bezahlen.

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Das Grundeinkommen sollte in einem reichen Land in der Verfassung stehen, also überhaupt nicht "virtuell" sein, sondern finanziert durch die Besteuerung der virtuellen Finanztransaktionen.

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Um "echte Löhne" zu bezahlen muss man die Wirtschaft ankurbeln bis zum Klimakollaps.

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M. R.
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Eine «Schock-Strategie» für den «Green New Deal»Naomi Klein hätte ihre Freude daran.

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Zum Punkt 1: Vertrauen hat die hektische Reaktion der Notenbanken eben gerade nicht ausgelöst. Die Börsen tauchten wie schon lange nicht mehr. Es rächt sich nun, dass man in den letzten Jahren immer nur auf Geldvermehrung gesetzt hat. Zinssenkungen sind kaum mehr möglich und Liquidität ist schon lang und übermässig vorhanden.

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Raphaël Conca
Facilitator DT & Lean Startup
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Ich wäre allgemein für „the Green Deal“, Infrastruktur sanieren, handwerkliche Berufe, Bildung und Pflege aufwerten (Anerkennung und Lohn).

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Wir haben eine wirksame Epidemieprävention verschlampt, aus welchen Gründen auch immer. Eines der wichtigsten Abwehrmittel (Testroboter wie Cobas-6000/8000: "testen, testen, testen!") werden in der Schweiz hergestellt, wurden aber offenbar nicht gekauft, zur Vorsorge. Was hätten ein Dutzend dieser Maschinen gekostet (50'000 Tests am Tag)? Soviel wie ein Jagdflugzeug? Zwei Kampfpanzer? Weiss das jemand?
Bill Gates z.B. hat 2015 gewarnt, dass wir nach SARS 2005 nicht vobereitet sind und relativ zuviel für Militär und zuwenig für Seuchenprävention ausgeben. Modellrechnungen, Simulationen und Abwerhstrategien haben viele Epidemiefachstellen in vielen Ländern angestellt- beherzigt wurde offenbar nicht viel davon. In Südkorea z.B. schon. Darüber wird noch zu reden sein.

Egal - nun müssen wir ins dicke Tuch bei der Bekämpfung der Folgen dieser folgenschwerden Unterlassung:
https://www.freitag.de/autoren/pep/…entmachten

Zitate:
"Wenn die Staaten nicht massiv eingreifen, wesentlich stärker als 2009, dann halte ich einen Totalkollaps möglich. Eine Finanzschmelze.
...
Das wird aber nicht passieren!
...
Nein, denn die Notenbanken werden auf jeden Fall unbeschränkt Liquidität vorhalten, davon bin ich fest überzeugt. Worauf es aber noch viel mehr ankommen wird, ist, ob die Regierungen den explosiven Anstieg der Arbeitslosigkeit in bestimmten Bereichen radikal abstoppen.
...
Wie lange kann sich eine Regierung das leisten?
...
Das ist vollkommen egal."

Meine Meinung:
Wenn wir nicht ganz entschlossen handeln, dann werden die Steureinnahmen so einbrechen und die Sozialkosten so ansteigen, dass die Schulden von heute relativ grösser sind am Edne dieser Krise.

Und beten, beten, beten für ein wirksames, spezifisches C19-Medikament (am liebsten in einem Monat schon, was theoretisch möglich wäre) und einen Impfstoff in z.B. 12 Monaten.

Keep calm and carry on

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Was wir dringend benötigen ist eine verlässliche Versorgung der Grundbedürfnisse. Leider wird das immer mit Arbeitsplätzen gleichgesetzt, was aber nicht dasselbe ist. Es müssen bei weitem nicht alle Leute arbeiten, um eine Grundversorgung sicher zu stellen. Die Herausforderung ist jedoch, wie diese erzeugte Grundversorgung fair an die Bürger verteilt werden kann. Ein Grundeinkommen könnte helfen.

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Warum werden eigentlich nicht auch die Kapitaleinkommen ausgesetzt? Zinszahlungen, Leasinggebühren, Wohnungsmieten, Abzahlungsraten und vieles mehr.
Ein Vermieter kann doch relativ schmerzlos auf ein paar Monate Mieteinnahmen verzichten, wenn er seinerseits auch den Hypozins aussetzen kann.

Wirklich schwer getroffen werden allerdings die Unternehmen, vor allem die KMU. Würden allen Bürgern ein Grundeinkommen ausbezahlt und gleichzeitig den KMU erlaubt, die Löhne um diesen Betrag zu kürzen, wäre sehr viel schneller, effektiver und wahrscheinlich auch billiger geholfen, als mit umständlichen Kurzarbeitsregelungen, Bürgschaften und ähnlichen Massnahmen. Ausserdem würde dies auch denen helfen, die keine Arbeitsstelle haben oder selbständig sind.

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Das mit den Mieten hat etwas. Ich kenne einen Vermieter, der ohne einen Finger zu rühren zu Millionen CHF gekommen ist. Seine Wohnungen sind teuer und jeder ausziehende Mieter wird mit ungerechtfertigten Kost schikaniert. Der Vermieter kriegt den Hals nicht voll. Er ist sichere einer, der eher aus der Krise noch mehr Geld scheffeln will, statt einer Mieterin zu helfen.

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Keine Zinszahlungen, keine Leasinggebühr mehr? Damit der geleaste SUV billiger ist, als der gekaufte Smart? Oder die kleine abbezahlte Wohnung billiger, als die grosse gemietete?
So einfach ist es wohl nicht. Ein kleines Grundeinkommen wäre fairer.

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Leasinggebühren wären natürlich nur zu stunden und nicht zu erlassen.
Bei der Miete wären Obergrenzen möglich.
Mir geht es aber nicht um solche Details, sondern um das Grundprinzip, wie Kapitaleinkommen auch ihren Anteil an der Lösung leisten könnten.

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T. F.
Meeresbiologe, Fotograf
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Das Geldsystem basiert global auf Schuldenmachen. Die kummulierten Schulden auf der Erde belaufen sich auf rund 244 Billionen. Dem gegenüber steht eine reale Geldmenge von rund 36 Billionen. Wollte die Menschheit also schuldenfrei werden, wir hätten niemals genug Geld. Heisst: Wir können jetzt problemlos Geld ad libitum drucken, weil Geld die ganz grosse Illusion ist, die uns in den ökologischen und ökonomischen Ruin treibt.

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Geld hat viele Gesichter. Wertaufbewahrung und Schulden sind nur zwei davon.

Unser Wohlstand besteht nicht aus Geld (oder Gold), sondern aus Gütern, Dienstleistungen und Fabriken, sowie die Fähigkeit, diese effizient zu organisieren. Geld ist ein Mittel dazu.

Geld ist auch ein Machtmittel, mit dem sich jeder einen Teil des Wohlstandes sichern kann. Geld ermächtigt uns, im Supermarkt ein Brot zu holen. Wenige haben so viel davon, dass sie sich auch eine Villa oder eine Yacht vom Güterberg ergattern können. Geld ist somit ein Verteilsystem der erzeugten Güter.

Die Frage ist, welche Aufgabe dem Geld und der aktuellen Krise zukommen soll. Ich meine, es sollte als Organisationsmittel für eine ausreichende Versorgung aller Bürger genutzt werden. Die Güter für die Grundversorgung sind nämlich da und der Nachschub funktioniert. Eine effiziente und faire Verteilung ist über ein Grundeinkommen gut zu organisieren, jedenfalls technisch gesehen. Weil etwas ungewohnt, klemmt es eher an unserer Vorstellung.

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T. F.
Meeresbiologe, Fotograf
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Unser ganzes System basiert auf Geld. Sie haben recht, Geld hat viele Gesichter. Aber, was ist Geld' Was ist dieses Unfassbare, das alles bestimmt? Allan Greenspan konnte diese Frage nicht beantworten. Wer es verstehen will, dem sein das Büchlein «Geld verstehen» von Christoph Pfluger ans Herz gelegt.

Ich bleibe dabei, die Staaten müssen jetzt Geld drucken, damit in dieser Krise alle ihre monetären Verpflichtungen erfüllen können. Denn im Moment sind wir gefangen in einer alles bestimmenden Illusion. Nach dieser Krise müssen wir uns dringend an eine Reform des Geldsystem machen. So, wie wir über ganz viele Selbstverständlichkeiten nachdenken werden müssen, die uns in den ökologischen, ökonomischen und sozialen Kollaps treiben.

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Das Finanzsystem ist nicht mehr zu retten. Die Krise von 2008/09 hat gar nie geendet. In der Zwischenzeit sind die Derivate so unüberschaubar und riesengross, dass die Blase einfach platzen muss. Die Verschuldung hat unheimliche Anmasse angenommen. Das Spiel ist aus.
Jetzt fragt sich natürlich, wer wird Gewinner aus diesem bevorstehenden Zusammenbruch. Geraten wir gar in eine Inflation? Werden wir im Immobilienbereich wieder eine Stagnation erleben wie in dem 90er Jahren? In jedem Falle wird der Deckungsgrad der Pensionskassen fallen. Ich rechne bereits seit Jahren damit, dass ich nur die Hälfte bis zwei Drittel meiner einzigen Ersparnisse (Alterskapital Pensionskasse) erhalten werde. Als Mensch im unteren Mittelstand und bescheidenen Ansprüchen komme ich so über die Runden. Was geschieht mit den gering Verdienenden? (Weitere Baustelle, gehe da nicht mehr weiter ein).
Nun, ich bin sehr gespannt, wie die Unternehmen geschützt werden sollen. Ich hoffe sehr, dass die trägen Grossunternehmungen nicht noch mehr Fett ansetzen.
Einen wichtigen Erfolg erhoffe ich mir aus dieser Krise: Entschleunigung.

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