Die Republik ist nur so stark wie ihre Community. Werden Sie ein Teil davon und lassen Sie uns miteinander reden. Kommen Sie jetzt an Bord!

DatenschutzFAQErste-Hilfe-Team: kontakt@republik.ch.



Leser, 72 Jahre alt!
·

Das Kommunikationsverhalten von Bundesrat Berset war in der von Ihnen erwähnten Situation nicht gerade optimal, einverstanden. Je nun denn. Was mich wirklich stört, ist das unsolidarische Verhalten vieler, bis jetzt nicht so stark betroffener, Kantone und deren Regierungen. Der Kantönligeist ist schon längst an seine Grenzen gestossen. Wenn es um den FinanzausgleiC. D.r Kantone geht, sind genau diese Kantone eher Nutzniessende. Und die sogenannte Selbstverantwortung ist doch vollkommen lächerlich. Menschen nehmen nun mal freiwillig kein noch so kleines "Nachteilchen" in Kauf. Das wissen wir auch schon seit 2000 Jahren. Die Zeit scheint jetzt gekommen, um die Massnahmen ohne wenn und aber gesamtschweizeriC. D.rchzustzen.

26
/
6

So, und jetzt übertragen Sie genau diese Dynamik mal auf die Klimadebatte, wo 1:1 dasselbe passiert. Auch hier ist es mindestens fünf vor Zwölf laut Wissenschaft - und keiner hört hin. Man mag siC. D.e Konsequenzen nicht ausmalen.

71
/
4

Genau so verantwortungslos und taub für die seit langem eindringlich von der Wissenschaft vermittelten Erkenntnisse gehen wir doch mit der Biodiversitätskrise und der Klimakrise um! Vernunftbegabte Wesen?

67
/
3
"Physiker"
·

Der Vergleich hinkt etwas. Bei Klima und Biodiversität spricht die Wissenschaft praktisch mit einer Stimme und die Konsequenzen sind enorm. Die Politik folgt halbherzig und zu wenig. Bei Corona gibt es noch weniger Wissen als Meinungen und die Politik prescht vor mit unausgegorenen Massnahmen.

10
/
28

Wenn die Wissenschaft in Bezug auf die Biodiversitäts- und Klimakrise mit einer Stimme spricht, wäre ja rasches und entschlossenes Handeln von Politik und Gesellschaft umso logischer. Aber ich gebe Ihnen recht, dass der Vergleich etwas hinkt: bei Covid-19 geht jede/r davon aus, es könnte ihn/sie arg erwischen. Beim Klimawandel schon weniger. Und erst recht nimmt kaum jemand den anhaltenden drastischen Biodiversitätsverlust als existenzbedrohend wahr.

20
/
1
"Physiker"
·
· editiert

Der Titel ist gut, aber den Artikel lehne ich ab. Bitte bitte bitte Republik, lassen Sie doch jemand anders als Herrn Binswanger über Corona-Themen schreiben! Eine noch schlimmere Angst-Kampagne als z.B. von Tamedia.

30
/
117

Lieber Herr S., immerhin können wir uns darauf einigen, dass etwas ganz fundamentales aus dem Lot ist. Ich hätte ja gedacht, dass unter den heutigen Bedingungen vielleicht wieder eine etwas besseres Basis besteht für einen Austausch. Wie hoch müssen denn aus Ihrer Sicht die Hospitalisations- und Todesarten gehen, damit Presseberichte, die zum Handeln aufrufen, nicht als "Angstkampagnen" abgetan werden müssen? Halten Sie die vorliegenden Zahlen für falsch? Halten Sie die drohende Überlastung der Spitäler für fake news? Ich muss offen gestehen, dass mir schleierhaft ist, wie Sie argumentieren. Mit herzlichen Grüssen, DB

73
/
11

Es gibt wohl Situationen, wo Angst - im Sinne von Furcht - im Grunde erstmal der einzig verlässliche Ratgeber ist, sofern aus diesem Initialzünder Angst dann mit der Vernunft kluge, vernünftige Schlussfolgerungen gezogen und Massnahmen zur Bekämpfung der Ursache der Angst ergriffen werden. Angst scheint in unserer Gesellschaft nicht mehr akzeptiert zu werden - diejenigen, die auf die Angst hören und sie ernst nehmen, werden bekämpft.

Verleugnete Angst jedoch kann im Untergrund ungehindert weiter wirken - und verwandelt sich unbemerkt immer mehr in blinde Wut und blinden Hass. Und solch blinde Wut wird dann oft ohne Rücksicht auf Verluste mehr oder weniger zerstörerisch ausagiert.

Es gibt eine heilige Angst - so wie es einen heiligen Zorn gibt. Sie beide sind Geschwister, die sich auflehnen gegen Obrigkeiten jeder Art, die sie zu unterdrücken versuchen im Bestreben, an der Oberfläche unbedingt alles möglichst ruhig weiter laufen zu lassen.

Antizipation ohne bewusstes Wahrnehmen der Angst ist nicht möglich. Wer die Angst verleugnet, wird blind für drohende Gefahren.

Lieber Herr Binswanger, iC. D.nke Ihnen ganz herzlich für Ihren mutigen Beitrag, in dem Sie solch heilige Angst und solch heiligen Zorn erneut so offen zur Sprache bzw. zur Vernunft bringen.

21
/
6
"Physiker"
·
· editiert

Lieber Herr Binswanger, ja, hauptsächlich unsere Psyche ist aus dem Lot. Ihre erste Frage ist nicht beantwortbar ohne weitere Kriterien zu nennen, z.B. die Zeiträume und Spitalkapazitäten. Laut https://ibz-shiny.ethz.ch/covid-19-re/ sind heute (Stand von vorgestern) diese Zahlen wieder am Sinken, wobei auch ich annehme, dass sie im Winter zunehmen könnten. Und vermute aber, dass die Übersterblichkeit, wie auf https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps (unten) ersichtlich, unterdurchschnittlich bleiben wird, weil die grössere Vorsicht für diese Saison weniger Grippe-Fälle bedeuten könnte. Ich habe jedenfalls seit 9 Monaten weder Grippe noch Erkältung bekommen (ein Rekord für mich), trotzt Reisen, Einkaufen usw. ohne Maske, ganz einfach mit einer gegenüber früher erhöhten Achtsamkeit.

Die Fallzahlen halte ich tatsächlich für falsch, d.h. sie sind extrem ungenau und die nie kommunizierten Fehlerbereiche sind teilweise oder zeitwiese grösser als die Werte selbst, was höchst unwissenschaftlich ist. Die Schweiz hat laut https://www.swissinfo.ch/ger/corona…-/45658756 ca. 25'000 Spitalbetten. Das müsste doch längstens reichen, auch wenn es kurzzeitig oder lokal zu Engpässen kommen kann. Eine Pflegerin in einem Thuner Spital, die ich kenne, sagte mir jedenfalls, dass sie diesen Frühling/Sommer kaum zu tun hatte, weil die meisten Betten für Covid-19 Patienten reserviert worden waren, die nicht kamen. Und jetzt sind die Zahlen der belegten Covid-19 Betten viel tiefer als damals, schätzungsweise 5 bis 15 fach, je naC. D.tum.

14
/
33

T. S., Ihre Angst ist berechtigt. Sie wird aber nicht verschwinden, indem Sie die paar wenigen schweizerischen Journalisten und Medien, welche evidenzbasiert über die Pandemie berichten, verunglimpfen … Ja, die Rolle der Medien wird auch aufgearbeitet werden müssen. Wieso, zeigt die heutige Berichterstattung über die menschenverachtende Haltung von SVP-Maurer.

27
/
6
Verlegerin
·

Und im richtigen Zeitpunkt wieder ein guter Artikel von Herrn Binswanger um uns alle daran zu erinnern was wir eigentlich schon wissen, aber nicht sehen wollen. Vielen Dank!

Im Mai als eine Lockerung naC. D.r anderen kam habe ich mir dieses Szenario für den Herbst ausgemalt. Nun ist es eingetroffen. Da wir in diesem Winter keine Impfung haben werden, will ich mir nicht ausdenken, was in den nächsten 6 Monaten noch kommt, bis wir alle wieder etwas mehr draussen sein können.

Ja, es brauchte eine Öffnung um den wirtschaftlichen und psychischen Schaden in Grenzen zu halten. Aber es gibt Lockerungen, die wirtschaftlich wenig bringen und die Infektionen auf die Höhe treiben. Wäre es nicht sinnvoller diese Branchen zu subventionieren?

Die Schweiz hat immer noch nicht ihre Hausaufgaben gemacht und hat nebenbei Schweden ständig an den Pranger gestellt. Sind wir besser als Schweden? Definitiv nein. Wo bleibt das kritische Denken mit sich selber als Nation?

  • Die Schweiz macht kein gutes Kontakt-Tracing (ausser in der Familie und Büro weiss man kaum woher die Infektionen kommen)

  • Die Schweiz testet immer noch viel zu wenig (Platz 53 weltweit, die meisten europäischen Länder testen mehr)
    Ein besseres Kontakt-Tracing und mehr Testen kostet „nur Geld“ und Organisation, was gut investiert wäre.

Was die Bevölkerung angeht:

  • Die meisten S. wollen keine Corona-App >> unsere Daten geben wir US-Firmen ohne zu überlegen, aber unserem Staat misstraut man am meisten

  • Die Abstands-und Hygiene-Regeln werden seit längerem nicht mehr eingehalten >> ja, mühsam, aber wohl weniger schlimm als alle anderen Massnahmen, die kommen werden

  • das mathematische Verständnis ist entweder nicht vorhanden oder man hofft, exponentielles Wachstum würde von alleine verschwinden

  • die meisten sind nicht mehr bereit sich einzuschränken, wenn es um den Schutz der anderen geht

Das Verhalten bei COVID-19 ist genau dasselbe wie bei der Klimafrage. Egoistisches und kurzsichtiges Verhalten.

66
/
6

Gemäss SRF-Kurznachrichten heute morgen habe Bundesrat Maurer vor einer Corona-Hysterie gewarnt: Haben wir solche Warnungen im Moment wirklich nötig. Und warum gibt SRF solchen Unsinn weiter? Vielleicht zur besseren Information der Bevölkerung?

65
/
9

Das Interview war in den AZ Medien. BR Maurer spricht ausdrücklich von einer «Grippe» und zählt sich mit seinen 70 Jahren nicht zur Risikogruppe.

33
/
3

Ein Beweis, dass Corona das Hirn angreift.

38
/
7

Danke für diesen hervorragend geschriebenen Beitrag.
Menschen tun sich schwer mit Mathematik. Dabei ist es zweifach einfach:

  1. Exponentialfunktion widerspricht aller Intuition (Bauchgefühl)

  2. Zeitverzögerung Ansteckung bis Intensivstation 3-6 Wochen ebenfalls

60
/
8

Es wäre die Aufgabe der Medien, insbesondere SRF, dies den Zuschauern immer wieder einzubläuen, bis es auC. D.m letzten klar ist.

26
/
7

Warum blicken wir gebannt auf das, was vonseiten der Behörden kommt, wo wir mittlerweile doch alle begriffen haben sollten wie man sich am besten schützt? Warum müssen erst Gebote und Verbote ausgesprochen werden, bevor man sich entweder fügt oder verwehrt? Ich meine, dass es längst klar ist, dass es hier um unsere Eigenverantwortung geht.

42
/
11
· editiert

Es geht um eine kollektive Verantwortung. Eine Pandemie reagiert auf ein kollektives Verhalten einer Gesellschaft.

53
/
2

Leider funktioniert Eigenverantwortung in der aktuellen Situation nicht mehr wirklich.
Wir sind darauf angewiesen, dass alle mitziehen. Und meiner Meinung sogar dazu gezungen werden müssen mitzuziehen.

24
/
3

Es braucht schlicht und einfach beides. Alle müssen rücksichtsvoll und eigenverantwortlich handeln. Dieses individuelle Handeln wird erleichtert durch klare behördliche Regeln, die auch uneinsichtige Menschen zu adäquatem Verhalten veranlassen sollten.
Das gilt nicht nur für die Corona-Pandemie, sondern für alle gemeinsamen Lebensbereiche.

20
/
1
Software Ingenieur
·

Bin ganz ihrer Meinung, so sollte es eigentlich sein.
Trotzdem es funktioniert nicht :(.

17
/
8

Es kann nicht funktionieren, weil wir die kollektive Verantwortung verlernt haben: jeder für sich und keiner für alle. Die Pandemie zwingt uns, dieses Verhalten wieder zu leben. Ein grosser Teil der zivilen Gesellschaft hat das schon begriffen und handelt der Vernunft folgend. In Gegenden, zum Beispiel im Tessin, wo Freunde, Nachbarinnen oder Berufskollegen wegen Corona gestorben sind, funktioniert das bereits sehr gut. In anderen Gebieten, zum Beispiel im Kanton Thurgau, wird man wohl noch viele Opfer zu beklagen haben, bis die Bevölkerung reagiert.

20
/
4

Der vernünftigste Artikel seit Wochen. Genau darum geht es: Um das zukünftige Ersticken auf den Fluren der Spitäler - und die wenigen Massnahmen, die dieses Szenario leicht verhindern könnten. Übrigens hindert uns niemand daran, sie jeden Tag selbst zu praktizieren, obwohl sie nicht verordnet sind.

64
/
13
Studi
·

Das konstante Oszillieren muss doch inzwischen anstrengend werden.

  • "Es gibt gar kein Virus, keiner hat die DNS gesehen! Der Test ist nicht validiert!" (wir sind immer noch hier)

  • "Fallzahlen sind nicht das einzige Kriterium! Es gibt falsch positive, die bei solch niedrigen Werten sogar überwiegen könnten!" (wir waren hier)

  • "Na dann gehen die Fallzahlen halt hoch, aber im Verhältnis gibt es immer noch mehr, weil wir mehr testen! Positivitätsrate ist tief!" (wir waren hier)

  • "Wie 15% positiv, ist doch egal! Wir haben keine Spitaleintritte wie im Frühling!" (wir sind hier)

  • "Na dann sind eben einige im Spital, aber wir haben keine Todesfälle, das Virus ist also weniger tödlich geworden!" (hier sind wir auch)
    ...

  • "Sind ja eh nur Alte und Kranke, mir egal!" (hier werden wir nicht sein, weil der Bund ja handeln muss, gemäss Gesetz.)

Die Lage wird gegenwärtig missverstanden und auch mies kommuniziert. Ja, wir haben mehr Fälle und mehr Tests als im Frühjahr. Logisch! Man denke zurück an die Testkriterien damals. Ein Faktor 3-10 je nach Zeitbereich blieb sicher unerkannt.

Das heisst, wir haben nun ein besseres Bild der Realität, und entsprechend ist auC. D.s Verhältnis der Hospitalisationen oder Todesfälle stark nach unten gerutscht.

Wir sehen den Zug nun also nicht mehr in VHS-Qualität, sondern in HD auf uns zufahren. Ist das beruhigender? Mässig.

51
/
6

Glaben macht selig ! - Ausreden und Nachbeten helfen dabei ...
Wirklich Hinschauen und Hinterfragen (nicht wildwütig kritisieren) - nicht Vor-Urteilen, sondern zur Diskussion stellen - das könnte wieder mehr Glaubwürdigkeit schaffen.
Wie hat jemand richtig festgestellt: Meinungen als Fakts Hinstellen schadet uns allen - und Andersdenkende Diskreditieren untergräbt unsere ganze Kommunikation.

7
/
14
Studi
·
· editiert

Ich bin alles andere als gläubig, danke sehr.
Ich habe nur sehr wenig BoC. D.rauf, wieder 2 Monate im Miltärdienst zu verschwinden und meinen Kameraden Seelsorger spielen zu dürfen, weil diese innert einer Woche ein halbes Altersheim sterben sehen.

Es ist doch einfach und seit dem Frühling immer wieder empirisch beobachtbar: Wo die Fallzahlen und Positivitätsraten entsprechende Niveaus annehmen, folgen innert kurzer Zeit grosse Mengen an Einweisungen und Tote und auch kurz- bis längerfristige Überlastungen des Gesundheitswesens. Da ist nichts von Meinung dabei, das ist Fakt. Eine Extrapolation dessen lässt nichts Gutes vermuten.

Diskreditieren tut man sich nur selbst, indem man nicht über den Tellerrand in andere Länder schauen mag, die eben weniger erfolgreich im Umgang mit den Problemen waren/sind. Dass wir es hierzulande und in Europa bisher nicht völlig eskalieren sehen, verdanken wir in erster Linie guter Kapazität, Behandlung und Krisenorganisation.

Nachtrag: Ja, ich werde hier emotional, und da ist sicher auch ein Paket Meinung drin. Nichtsdestrotrotz habe ich mir ein Bild der Lage gemacht, das wohl besser und näher ist als das vieler anderer Personen. Auch im internationalen Vergleich, von "Augenzeugen" der ersten Linie.
Ich habe sehr Mühe damit, Menschen zu respektieren, die - so erlebe iC. D.es - den Tod anderer Personen aktiv oder auch passiv herbeiführen wollen.

13
/
3

Sehr geehrter Herr Binswanger, vielen Dank für diese klare Analyse.Wir haben doch jetzt die Situation , vor der wir uns alle gefürchtet haben!
Ich bin froh , dass es Journalisten wie Sie und Ihre Kollegen von der Republik gibt.

51
/
11
Software Ingenieur
·

Danke.
Habe diese Woche seit einiger Zeit wieder einmal die Pressekonferenzen geschaut und exakt dasselbe gedacht bei den diversen Bemerkungen zu exponentiellem Wachstum und wir sind überrascht von der Geschwindigkeit.

48
/
8

"...dass jetzt auC. D.e Covid-Hospitalisationen wieder stark zunehmen, dass einzelne Kantone bereits wieder an ihre Kapazitäts­grenzen stossen..."

Es ist nun ein Monat seit den Apokalypse-Meldungen aus dem Kanton Waadt. Das müsste sich inzwischen in den Statistiken niedergeschlagen haben. Keine Spur davon.

.... einfach mal kurz tief durchatmen und die Zahlen im Schnitt der letzten Tage anschauen (BAG/BFS):

  • 20 Kranke mit "Labor" bestätigtem SARS-CoV-2 Nachweis mussten täglich in ein Akutspital;

  • 3650 Kranke wurden täglich aus einem anderen Grund in ein Akutspital eingeliefert;

  • 3-5 tägliche Todesfälle von Personen, mit "Labor" bestätigtem SARS-CoV-2 Nachweis;

  • 175 tägliche Todesfälle aus anderen Ursachen.

19
/
37

Lieber Herr Oettli, da haben Sie völlig recht: Covid-Hospitalisationen stand heute sind problemlos bewältigbar. Aber das ist nicht der Punkt: Der Punkt ist dass wir auch bei den Hospitalisationen jetzt wieder mit einem schnellen exponentiellen Wachstum konfrontiert sind. Die Zunahme erfolgt etwa im Gleichschritt mit den Fallzahlen, liegt also aktuelle bei einer wöchentlichen Verdopplung. In vier Wochen wären wir bei 320 täglichen Covid-Eintritten. Herzlich, DB

48
/
9
"Physiker"
·
· editiert

Das Modell des exponentiellen Wachstums ist nicht anwendbar ohne Berücksichtigung der Randbedingungen. Was wir tatsächlich haben, sind Kurven, die zeitweise mit exponentiellem Wachstum korellieren, und zeitweise mit anderen Funktionen, gleichbleiben und zwischendurch auch sinken. Es ist ein unzulässige Extrapolation, ein exponentielles Wachstum weit in die Zukunft zu projizieren. Auf https://ibz-shiny.ethz.ch/covid-19-re/ sieht man, wie die Exponenten (durch Re dargestellt) rauf und runter gehen wie ein Yoyo.

Edit: Wir haben es auf Dauer eben nicht mit exponentiellen Wachstum zu tun, sondern zunächst mit logistischem Wachstum und wie schon jetzt ersichtlich, schlussendlich mit "Wellen". Ein beliebtes Schulbespiel für exponentielles Wachstum ist ein Teich mit rasch zunehmenden Seerosen, weil man für diese eine konstante Verdoppelungszeit annimmt. Ich habe selber einen Teich mit Seerosen und kann beobachten, dass sie seit drei Jahren zunehmen, aber immer langsamer, da sie den Bereich, wo sie gedeihen können, langsam ausgefüllt haben. Mit Viren, usw. ist es nicht anders.

16
/
31

Schauen Sie doch einmal hinter die 7 Berge. Z.B. nach Italien, Spanien, USA u.a. Dann könnten Sie sehen was geschehen kann. Oder sprechen Sie mit direkt Betroffenen.

25
/
8

Herr Binswanger, es wäre höchste Zeit, dass Sie und einige ( viele ) Ihrer Journalistenkollegen aufwachten aus diesem Corona-Irrsinn.
Wissen Sie immer noch nicht, dass der ganze Zahlen- und Massnahmenwahnsinn auf einem Labortest aufgebaut ist, der nicht aussagekräftig ist, eine positiver Test nichts darüber aussagt, ob eine Infektion vorliegt. Zudem ist der Test nicht gedacht, dass man Massentests macht und auch nicht, dass man Gesunde testet. Die Zahlen, die täglich von euch Journalisten einfach weiter verbreitet werden sind nichts wert. Dieser Test ( PCR) sind KEIN Diagnostiktest.
Wenn dem endlich Rechnung getragen würde, dann sähe die Corona-Situation ganz anders aus und viel Leid würde aufhören.

20
/
65
Antonia Bertschinger
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
·

Liebe(r) Anonym
wenn Sie immer der/dieselber Person sind, haben Sie schon mehrfach geschrieben, dass der PCR-Test kein diagnostischer Test sei. Können Sie mir und allen anderen, die hier mitlesen, verraten, was er denn sonst ist? Der PCR-Test weist das Erbgut des Virus nach, somit dessen Präsenz im Körper, somit eine Infektion. Aber ich lasse mich gerne belehren.
Vielen Dank.

41
/
5
"Physiker"
·

Ich finde auch, dass der Missbrauch bzw. die Fehlinterpretation des PCR-Tests ein Teil des Problems ist. Beim Test werden Genom-Sequenzen bis zu 40 Mal verdoppelt (2^40 ~ 10^12); er ist also ungeheuer empfindlich. Statt, wie möglich wäre, weniger Zyklen zu fahren, oder vom Verlauf der Zykeln einen tatsächlichen Konzentrationswert zu schätzen, kommt einfach eine digitale Ja-Nein Antwort heraus, der alle Leute "positiv" nennt, welche die geringsten Spuren toter SARS CoV2 Viren in sich tragen, plus lauter Fehler, z.B. teilweise auch anderer Viren und mathematisch bedingt falsche Positive. Ich glaube wir haben das woanders schon diskutiert. D.h. also, der PCR-Test könnte diagnostisch sein, aber der Aufwand für die bereits teilweise überlasteten Labore wäre wohl zu gross.

13
/
10

Wie schade, dass man Ihren Namen , den wahren Retter der Menschheit, nicht kennt!

26
/
5
Physiker
·

Die Corona-Situation studieren sie z.B. anhand der 200000 Toten in den USA oder der 1 Mio. weltweit. Die Zahl der Infizierten (Dunkelziffer ist 5-10) ist ein Mass für die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Pandemie. Selbst wenn Messungen ungenau sind, bei einer Verdopplung der Fallzahlen alle 1-2 Wochen ist es höchste Zeit Massnahmen zu ergreifen.
Beim Klimawandel diskutieren wir auch nicht über die Zuverlässigkeit von Wettervorhersagen!

21
/
3

Der Bundesrat positioniert den PCR-Test in seiner Begründung zur Ablehnung der Motion 20.3859 Ausweitung Teststrategie wie folgt:

"Aus Sicht des Bundesrats ist das systematische Testen der hauptsächlich gesunden und symptomlosen Bevölkerung kein geeignetes Mittel, um eine Information zur epidemiologischen Situation zu erhalten. Ein Virusnachweis bei einer symptomfreien Person ist schwierig zu interpretieren, da es sich um ein Überbleibsel einer geheilten Infektion handeln könnte. Zudem ist bei einer Stichprobe, die fast nur aus gesunden Personen besteht, die Wahrscheinlichkeit für falsche Testergebnisse sehr hoch. Bei der Entnahme der Probe handelt es sich ausserdem um einen invasiven Eingriff, der von staatlicher Seite nicht ohne Weiteres verordnet werden kann."

Insofern ist das Votum von Anonym 6 nicht ganz ohne Hintergrund und man muss sich fragen, wie es dazu kommt, dass wider besseres Wissen nun so viele symptomlose Menschen getestet werden.

13
/
13

Aber bei dieser Motion ging es doch um epidemiologische Querschnittstudien und nicht wie aktuell hauptsächlich um symptomatische Patienten oder Kontaktpersonen. Die Aussage von Anonymous, dass die PCR kein Diagnostiktest sei, ist doch völlig absurd. Auch wenn es falsch-positive Tests gibt (und die gibt es z. B. aufgrund bereits abgelaufener unbemerkter Infektionen), ist es trotzdem ein ungefähres Mass, an dem man sich orientieren sollte. Aussagekräftiger sind natürliC. D.e Hospitalisierungen und die Todesfälle, aber die steigen ja erst verzögert an.

12
/
4

Es gibt so viele Länder, die die Corona-Krise besser meistern als die Schweiz:
Taiwan, Südkorea, Neuseeland, Australien, Japan, Singapur, Norwegen, Finnland, Deutschland...

Der Mut, die Selbstlosigkeit und die Risikobereitschaft des Bundesrats im Frühling war beeindruckend (wenn man den einen Bundesrat ausnimmt, der keine Lust hat auf Wissenschaftler und Exponentialrechnung).

Schade, dass Parlament und Kantone meinten, das Heft wieder in die Hand nehmen zu müssen. Jetzt haben sie nichts aus dem Vorteil gemacht, den uns der lockdown verschafft hatte.

Dabei wäre es viel einfacher gewesen, aus dem lockdown heraus die Zahlen ganz tief zu halten. AuC. D.e Wirtschaft hätte davon massiv profitiert.

Die Bilder aus den vollen Stadien Neuseelands sind beeindruckend. Bei uns in der Schweiz haben Gemeinsinn und politische Gestaltungskraft nicht ausgereicht, um so eine Topleistung hinzukriegen. Ich hätte mir eine handlungsfähigere Schweiz gewünscht, die mutig ihre Zukunft gestaltet.

40
/
5

Wer Länder, die zu 100% vom Meer umgeben sind (oder im Fall von Südkorea eine unpassierbare Grenze haben ) als Vorbild für die Schweiz heranzieht, macht es siC. D.finitiv zu einfach.

6
/
4

Das ist mir zu einfach.

Es gibt Handlungsoptionen, die man umsetzen muss, um das Ziel zu erreichen. Wir haben das bisher nicht geschafft. Anders als andere Länder - auch solche, die lange und frequentierte Grenzen haben.

12
/
0
· editiert

Und wiedereinmal berichten die Zeitungen nur einseitig. Ich bin es langsam leid diese Berichterstattungen anzuhören! Wieso kommen unsere Spitäler an ihre Grenzen? Weil wir im Gesundheitswesen die letzten Jahre sparen wollten und ganze Spitäler aufgelöst/zentralisiert haben. Daher wundert es mich nicht, dass wir keinen Platz haben. AuC. D.e ganze Angst und Panik macherei führt dazu dass Menschen ihre Symptome noch verstärkter wahrnehmen und viel schneller in ein Spital rennen, genau aus diesem Grund. Ich bitte euC. D. drausen, nehmt nicht alles für Bare Münze und hinterfragt und seid kritisch.

16
/
71

Zunächst zur Selbstverantwortung: Es ist schlimmer als bei den dümmlichen Diskussionen zur Pflicht, im Auto einen Sicherheitsgurt anzulegen. Heute aber geht es primär darum, dass Infizierte mit Maske nicht so viele Gesunde anstecken. Ohne Maske bringt man nicht nur sich in Gefahr, sondern hauptsächliC. D.itte. 'Selbstverantwortung' entpuppt sich als dummes Schlagwort. Es geht um Rücksichtname. Also etwas von den Linken.

Nun zur Verantwortung: Das Gesundheitswesen ist Sache der Kantone, 26 an der Zahl. Und in jedem hat es ein Gremium, das natürlich "breit abgestützt" ist. Und sie alle machen ein riesengrosses Durcheinander. Jeder etwas Anderes. Auch mit Blödsinn ist man nicht allein. Um den Salat noch grösser zu machen, hat es in manchen Kantonsregierungen Aluhüte. Erst am Schluss, wenn der Karren in den Dreck gefahren ist, bittet der Präsident der Konferenz der Gesundheitsdirektoren den Bund, das Kommando zu übernehmen. Und schon geht das Geheul von wegen 'Ermächtigungsgesetz' los. Peinlich.

40
/
6
· editiert

Nein, die Spitäler kommen bei Covid19-Infektionen nicht an ihre Grenzen, weil Kleinspitäler geschlossen wurden. Diese verfügten nämlich sehr selten über Intensivstationen mit Beatmungseinrichtungen und dem entsprechend geschulten Personal. Kranke, die solcher Pflege bedürfen, wurden/werden normalerweise aus solchen Kleinspitälern in Zentrumsspitäler verlegt. Es geht ja nicht darum, dass die Spitäler insgesamt überfüllt würden - das werden sie nicht. Überfüllt werden die Intensivstationen mit Beatmungseinrichtungen samt dem geschulten Personal. Man kann nicht einfach eine Pflegekraft von der Kinderstation, die gerade wenig zu tun hat, zur Betreuung von Intensivpatienten an Beamtungsgeräten abstellen.
Menschen mit Covid19-Symptomen sollten auf jeden Fall "schneller ins Spital rennen" - denn sind sie infiziert, sind sie auch ansteckend für Dritte. Dazu müssen sie nicht erst Lungenprobleme haben und auf der Intesivstation landen.

20
/
3

Menschen mit Covid19-Symptomen sollten auf jeden Fall "schneller ins Spital rennen" - denn sind sie infiziert, sind sie auch ansteckend für Dritte. Dazu müssen sie nicht erst Lungenprobleme haben und auf der Intesivstation landen.

Sorry, Frau S., keine gute Empfehlung, weil viel zu undifferenziert. Oder wollen Sie das Spital-Personal kirre machen damit, lauter Leute mit einem Kratzen im Hals wieder nach Hause schicken zu müssen?
Was man mit Erkältungssymptomen unbedingt tun sollte (wer traut es sich zu, im Anfangsstadium zwischen einer simplen Erkältung und Covid-19 zu unterscheiden? Sie vielleicht? Ich nicht. Das können ohne positiven Test mW auch Mediziner*innen nicht.), ist sicher nicht kopflos ins Spital rennen, sondern zuerst einmal nicht mehr unter die Leute gehen. Wenn nur das schon konsequent eingehalten würde, wäre viel geholfen.
Zuhause bleiben, Tee trinken, Fieber messen und sich zuerst einmal telefonisch in der Arztpraxis melden. Wir können alle dazu beitragen, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, indem wir überlegt und bedachtsam handeln. Damit meine ich nicht heroisches Zähne zusammenbeissen, bis man fast erstickt. Aber mit einem unkomplizierten Verlauf ohne besondere Risikofaktoren gehört man nicht ins Spital. Aber auch nicht unter Leute, sondern halt vielleicht zuhause ins Bett. Das sollten wir doch eigentlich zustandebringen, auch ohne dass uns eine Behörde dazu zwingt. Spitalplätze sollen jenen vorbehalten bleiben, die sie wirklich brauchen.

18
/
0

Einen grossen Dank an Daniel Binswanger für diese fundierte Einschätzung der aktuellen Pandemie-Situation!
Die Pressekonferenz vom Donnerstag hat mich irritiert und enttäuscht. Es kann doch nicht sein, dass die zuständigen Behörden überrascht werden von einem Szenario, das seit Monaten von vielen Wissenschaftern als möglich oder gar wahrscheinlich beurteilt wird.
Vorausschauendes Denken und Handeln scheint vielen Verantwortungsträgern wirklich schwer zu fallen, zumal wir nun ein halbes Jahr Erfahrung mit der Pandemie haben und neben weiterhin vielen offenen Fragen doch ein paar grundlegende Einsichten nun allgemein zugänglich sein sollten.
Ich versuche zu verstehen, warum präventives Handeln für unsere Behörden so schwer fällt:
--- Unser extrem föderalistisches System scheint Krisensituationen nicht gewachsen zu sein. Die Gefahr der Verzettelung, Verzögerung und des gegenseitigen Zuschiebens unangenehmer und kritisierbarer Entscheidungen ist offensichtlich gross.
--- Kurzfristige und einseitige wirtschaftliche Überlegungen wirken als grosser Bremsfaktor. Vielen Wirtschaftsvertretern scheint immer noch nicht klar zu sein, dass rechtzeitiges Handeln mit gezielten Einschränkungen und Massnahmen längerfristig weniger wirtschaftlichen Schaden anrichtet als eine aus dem Ruder laufende Pandemie. Ganz abgesehen davon, dass rechtzeitiges Handeln viel unnötiges Leid verhindern kann.
--- Der Bundesrat in der gegenwärtigen Zusammensetzung scheint nicht mehr willens und fähig zu sein, epidemiologisch sinnvolle, rasche und konsequente Massnahmen zu beschliessen. Das kann kaum erstaunen, wenn man bedenkt, dass mindestens vier Bundesrätinnen und Bundesräte in ihren Entscheidungen direkt von der Wirtschaft abhängig sind. Dasselbe, vermute ich, gilt auch für viele kantonale Regierungen.
--- Und letztlich erleichtert es präventives Handeln nicht, wenn eine nüchterne Einschätzung der Situation und daraus resultierenden Prognosen von gewissen Kreisen immer wieder als blosse Panikmache und Übertreibung dargestellt werden und gegen sinnvolle epidemiologische Massnahmen fragwürdiger Widerstand geleistet wird.

44
/
11
Retraité
·

So, es ist nun Sonntag und der Bundesrat hat gesprochen. Ich bin wirklich froh, dass die Saat der Panik, ausgebracht von ein paar Karrieremedizinern und vielen Journalisten, darunter auch Herrn Binswanger, nicht aufgegangen ist.

22
/
47
Chefredaktion
·
· editiert

Wir schätzen uns dank journalistischer Umsicht und wissenschaftlicher Expertise in der publizistisch glücklichen Lage, seit Monaten exakt darauf hingewiesen zu haben, was jetzt passiert. Statt die Publizistik auf Halb- und Viertelwissen abgestützt und naC. D.m Wind ausgerichtet zu haben. Die Meldungen aus Spitälern, neuerdings im Kanton Wallis, sind besorgniserregend. Es kommen wieder schwierige Wochen auf uns zu. Bleiben Sie gesund.

37
/
5
Retraité
·

Herr M., denken Sie dass der Bundesrat nicht ebenso umsichtig und aufgrund wissenschaftlicher Expertise handelt? Denken Sie der Bundesrat handelt unverantwortlich und ist schlecht beraten?

7
/
21

Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Die Epidemie ist noch lange nicht abgeschlossen.

15
/
4
Leo Huwyler
Pensioniert
·

Der Föderalismus, der in der Schweiz sehr weit geht, ist grundsätzlich eine gute Sache. Zusammen mit den direktdemokratischen Instrumenten, die wir kennen, führt er zu einer relativ hohen Identifikation der Bürger mit der Politik und deren Entscheiden. An mindestens zwei Orten hingegen führt er zu stark negativen Ergebnissen: im Steuerwettbewerb und eben in dieser Pandemie. Angesichts der weltweiten Ausbreitung dieses Virus scheint es mir grotesk, dass jede noch so kleine geographische Einheit das Gefühl hat, sie müsse differenziert auf die Gefahren antworten. Bei allen Unterschieden im Detail, die sinnvollen und (vertretbaren) Massnahmen gegen das Virus können einheitlich angewendet werden, sicherlich im Gebiet von 8,5 Millionen SchweizerInnen.
Aber wenn wir uns erinnern, wie sich sehr rasch naC. D.m ersten SchoC. D.r Pandemie gewisse Parteien und Politiker gegen die Führung durC. D.n BR gestellt haben, verstehe ich, dass dieser die heisse Kartoffel nicht wieder aufnehmen will. Tatsache aber ist, dass die Kantone und die Eitelkeit der Repräsentanten dazu führen, dass wir sinnlose Diskussionen haben und die Wirkung der Pandemiebekämpfung unnötig geschwächt wird.

35
/
3
· editiert

jede noch so kleine geographische Einheit das Gefühl hat, sie müsse differenziert auf die Gefahren antworten. Richtig- angesichts der heutigen Mobilität ohnehin.

6
/
5

Gerade wegen der hohen Mobilität braucht es einheitliche Massnahmen. Der Kantönligeist während einer Pandemie behindert mehr als nützt.

17
/
3

Bei alldem finde ich es frustrierend, dass die SwissCovid-App kaum eine Rolle spielt. Das Contact-Tracing würde stark entlastet.

26
/
7

Jeder Kanton macht es anders. Jeder meldet anders. Man klopft sich auf die Schulter, weil man schon E-Mail benützt. Manche Kantone melden mehrmals täglich, einer nur einmal in der Woche. Das ist der Organisationsgrad nach sage und schreibe 5 Monaten. Es wäre zum Lachen, wenn es nicht zum Heulen wäre.

34
/
2

... und das in einem Land, das sich rühmt, die besten Informatiker auszubilden.

17
/
0

Der Kanton Luzern hat nun übrigens angekündigt, CT auch am Sonntag durchzuführen … Nein, das ist kein Scherz!

12
/
0

"Schluss mit dem Corona-Nonsens!" stimmiger Titel, gute Analyse. Nur eines ging vergessen: In Krisen kommt der Föderalismus an seine Grenzen. Die Eitelkeit der lokalen und regionalen Politikerkaste und die Führungsschwäche des Bundesrates bedingen sich gegenseitig. Sie verhindern rasches Handeln.Schluss damit in dieser Krise! "Habe fertig!" (Trapattoni, Ex-Bayern Trainer).

46
/
16

Herzlichen Dank Herr Binswanger, dass Sie hartnäckig am Thema bleiben. Ich habe alle Ihre diesbezüglichen Berichte und Einsichten sehr interessiert gelesen, ebenso die Kommentare dazu. Das alles erinnerte mich an das Szenario in einem brennenden Haus wo Menschen im Tiefschlaf trotz allen Rufen nicht bereit sind aufzuwachen und irgendwie zur Kenntnis bringen, dass sie auf gar keinen Fall geweckt werden wollen, ihre Freiheit schlafen zu dürfen bewahren und Ihre Souveränität keiner Diktatur opfern werden. Die Analogie tönt sehr absurd, ist aber in meiner Sicht noch stark untertrieben. Die reale Absurdität wie sie auC. D.e oberste Behörde an den Tag legt ist weit grösser.

36
/
7

Frau Bertschinger, es ist nicht einfaC. D.s Ganze mit diesem PCR Test. Eines ist klar, die Zahlen mit diesen sog. Positivgetesteten sind nicht in diesem Sinne aussagekräftig, dass man sagen kann, dass diese Leute alle ansteckend sind und weggestellt ( Quarantäne)werden müssen. Daraus folgt, dass viel zu recht geschieht, weil viele falsch positiv Getestete nicht mehr arbeiten können, bestraft werden, wenn sie sich nicht dran halten etc und vor allem zu Unrecht ihrer Freiheit beraubt werden. Ich bin nicht Virologe, aber man kann sich sehr gut informieren auf Internet, Youtube und anderen privaten Medien und viel erfahren, was man einfach wissen muss zu diesem PCR Test. Das geschieht leider nicht, sonst würden nicht von den Behörden, den Politikern und vielen Medien so viel Unwahrheiten weiter verbreitet.
Prof. Dr. Bhagdi und Frau Dr. Karina Reiss haben ein Buch rausgegeben: Corona- Fehlalarm?
Prof. Dr. Streeck in Deutschland, wird jetzt auch von ZDF eingeladen !, von ihm kann man auf Youtube viel nachhören. Grad kürzlich hat Prof . Dr. M. HaditsC. D.s Ganze um den Test erklärt auf Ovalmedia
etc., Es gibt auch eine österreichische Virologin, weiß den Namen nicht mehr Dr. A... , sie ist auch aufgrund YouTube immer wieder in Diskussionen zu hören. Ich finde, dass man auf YouTube viele Diskussionen zwischen Befürwortern und Skeptikern verfolgen kann, deutsche und Österreicher.
Und noch was : Liest die “ Great Barrington Declaration” ( im Google zu finden) Große Virologen und Epidemiologen von den bekanntesten Universitäten in Amerika und England und Israel äußern sich zu der Corona Pandemie und ... kann nur sagen, die sagen genau, was Dr. Bhagdi schon vor Monaten sagte...
Es ist dann einfach nur peinlich, wenn gewisse Leute von sog. Covidioten redeten ? Prof. Dr. Bhagdi wurde auC. D.zu gezählt...und viele andere Bürger auch, weil sie nicht der Mainstreammeinung huldigen..

12
/
41

Herr oder Frau Anonym, bitte ziehen Sie die Möglichkeit in Betracht, dass Sie (aus welchen Gründen auch immer) im Internet in eine Skeptiker-Blase geraten sind. Bitte schauen Sie sich an, was gerade in vielen europäischen Ländern geschieht. Die Schweiz ist leider sogar in der „Spitzengruppe“ der Infektions-Anstiege.
Wenn Sie in 4 Wochen Ihren Kommentar nochmals lesen, wird er Ihnen sehr leid tun.

35
/
9
Ergänzerin
·
· editiert

Sehr geehrter Herr S., bitte ziehen auch Sie in Betracht, dass Sie sich in einer Informationsblase befinden könnten und dadurch - getrieben von Massenpanik - viele Existenzen mit aufs Spiel setzen und damit am Ende auch Ihre eigene. Wir müssen die nächsten 2 Wochen beobachten, wie siC. D.e Hospitalisierungen entwickeln.

Ganz nebenbei: Vom Notstand in den Spitälern sind wir weit entfernt. Ich weiß von einem Spital in einer Stadt, das wegen Unterbeschäftigung Leute entlassen muss. Vor Corona war das ein gesunder Betrieb und ausgezeichneter Arbeitgeber.

15
/
31
Retraité
·

Jetzt warnen wieder die erfolgsgewohnten Karrieremediziner mit ihrer eigenen Agenda und die Presse bläst zur allgemeinen Hysterie. Ich hoffe, dass die Behörden einen kühlen Kopf bewahren und vernünftige Massnahmen treffen. Die Ansteckungszahlen bei hohem Testniveau ist nicht das einzige Kriterium zur Beurteilung der Lage und Schwarzmalerei für die Zukunft ist ein beliebtes Hobby der Journalisten, um die Stimmung anzuheizen und die Aufmerksamkeit zu gewinnen. Ich hoffe, dass diese Mechanismen diesmal besser durchschaut werden.

16
/
91

Jaja, die Weiterschauer und Querdenker. Von denen und ihren Ideen bin ich mehr gernervt als vom Virus selbst. Nicht erst seit gestern, aber immer mehr.
Wenn bei jemandem jedes zweite Argument einem Faktentest nicht standhält ist es Zeitverschwendung mit ihm/ihr zu argumentieren.

34
/
8

Was sind, lieber Herr G., Ihrer Meinung nach "vernünftige Massnahmen"? Wie wärs für einmal mit brauchbaren Vorschlägen, anstatt mit permanenter Kritik?

17
/
4

Seit Corona sterben weniger Leute: was will man mehr als so weiter machen wie bisher. Je mehr Masken usw. desto mehr Massnahmen und möglicherweise auch Tote, im Ausland auf alle Fälle. Wozu die Verbreitung des Virus eindämmen? Ich sehe die Logik hinter dem Ganzen nicht.

11
/
42
Leo Huwyler
Pensioniert
·

Die Logik war und ist immer die selbe und sollte einfach verstanden werden können. Es geht darum, das Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu bewahren. Ohne Massnahmen würde das mit Sicherheit passieren. Und jetzt bleibt noC. D.e Frage, welches die richtigen und zielführenden Massnahmen sind, die möglichst wenig Kollateralschaden produzieren. So einfach ist das.

33
/
9

Danke für den guten Beitrag. Etwas vermisst habe ich einen ausführlicheren Kommentar zur Rolle der Kantone. Diese haben miC. D.ch sehr enttäuscht. Im Frühling hat man gesehen, dass die Pandemievorsorge nicht wie gefordert umgesetzt worden ist und in letzter Zeit wurde von kantonaler Seite (Gesundheitsdirektoren ...) ständig betont, wie gut sie alles im Griff haben und wie gut das Nachverfolgen der Fälle funktioniert. Ich konnte diese Aussagen nie richtig glauben. Die Kantone haben die Sommermonate mit tiefen Zahlen offensichtlich viel zu wenig für vorausschauende, vorsorgende Massnahmen genützt und aktuell bleibt für miC. D.r Eindruck, dass beschönigt wird, statt ehrlich zu kommunizieren.
Mir kommt in der heutigen Zeit (auch bei vielen anderen Themen) oft der Titel eines Vortrags von Ingeborg Bachmann in den Sinn: 'Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar'. Etwas mehr Suche nach Wahrheit und weniger Show, weniger Angst vor neuen Einsichten und weniger bewusste Lügen wären allemal wohltuend.
Ich wünsche trotzdem allen Zuversicht, Mut und gute Laune.

27
/
3

Zuerst hoffte ich bei dem Titel, dass Herr Binswanger endlich eingesehen hat, dass er bei anderen Themen besser aufgehoben ist.
Überraschend ist der Inhalt aber trotzdem nicht.
Nachdem Herr Binswanger schon monateweise falsch lag mit seinen düsteren Prophezeiungen und sich gerade Mitglieder der Taskforce sich vor nur gerade einer Woche darüber freuten, dass die Zahlen rückläufig sind und man Corona tatsächlich im Griff hat, scheint sich ja jetzt 'wirklich' etwas verändert zu haben.
Und dies in allen Ländern geografisch ähnlicher Lage, trotz den unterschiedlichsten Massnahmenkatalogen.
Und jetzt zeigen sich ein Teil der Wissenschaftler und Binswangers überrascht, dass siC. D.e Epidemie eben genau naC. D.n vorhergesagten Mustern verhält, die man schon von Anfang an vorhergesagt hatte. Leider hat man es versäumt im Sommer das Infektionsgeschehen kontrolliert schneller ablaufen zu lassen, wo die Sterblichkeit auf Grund niedrigerer Dosen, Ressourcen der Gesundheitsversorgung und des besseren Zustandes der menschlichen Immunabwehr geringer ist. Genau so sehr hat man es versäumt sich politisch zu einigen, wie man mit der 2. Welle umgehen soll.
Dies weil die Medien schon wochenweise eine 2. Welle herbeigeredet haben die es nicht gab und die Wissenschaftler geglaubt haben sie könnten den Virus mit den vorhandenen Lösungen kontrollieren, nicht wegen der Politik.

15
/
60

Lieber Her Staffacher, jetzt mal ganz ohne ira et studio. Wo lag ich falsch? Sehr herzlich, DB

25
/
3
Anderer 60
·
· editiert

Verstehe ich Sie richtig, dass Sie für Reiner Eichenbergers „strukturierte Durchseuchung“ plädieren?

7
/
1

Zu diesen Thema hätte ich mir gerne eine Meinung gebildet. Leider wurde die Diskussion zu Alternativen nie geführt bzw. gleich in die Coronaleugnerecke abgeschoben.
Unser einziger 'Plan' beruht auf der Hoffnung auf der baldigen Verfügbarkeit eines Impfstoffes, über dessen Wirksamkeit bezügliC. D.s Schutzes wie auC. D.r Nebenwirkungen noch nichts bekannt ist. Zudem wird der Zuspruch sich impfen zu lassen wohl auch eher wie bei der App verlaufen.

14
/
15

Jawohl, in Schweden galt immer nur das Versammlungsverbot für mehr als fünzig Menschen und nicht dieses Hin und Her, bei dem man nie weiss, was jetzt gerade wieder gilt.
Wichtig ist aber noch zu erwähnen: In Schweden gab es keine Maskenpflicht.
"Zu glauben, dass Masken unser Problem lösen können" findet Staatsepidemiologe Tegnell "gefährlich".

24
/
2

Die steigenden Fallzahlen sind ein Schlag ins Gesicht der vielen Ärzte, Pflegenden welche während der 1. "Welle" z.T. 12 hr. oder mehr im Einsatz waren.
So lang jeder nur sich selbst am nächsten ist, werden die Fallzahlen weiter steigen.

27
/
6

Leider reicht es in der aktuellen Lage nicht aus Re auf gerade 1 zu senken, denn 6'000 Fälle pro Tag sind nicht längerfristig haltbar.

Jetzt muss Re auf unter 0.8 sinken, damit die Fallzahlen wieder sinken.

Eine effektive Strategie hätte von Anfang an dafür gesorgt,m dass Re längerfirstig unter 1 bleibt. Auch mit dieser Strategie wäre es wohl die letzten drei Wochen zu einem starken Anstieg gekommen. Jedoch ist es deutlich weniger schlimm, wenn die Fallzahlen von 25 pro Tag auf 300 pro Tag steigen als von 500 auf 6'000.

25
/
5
Johanna Wunderle
Muttersprache NL
·

Meiner Meinung nach hat es unseren "Verantwortungsträgern" nicht an Antizipation gefehlt. Nur wer etwas fürchtet steckt den Kopf in den Sand um siC. D.nn bei lange voraussehbarer
Eskalation überrascht zu zeigen.
Leider sehe ich bei vielen Amtsträgern keinen Mut und keine Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Das Kollegialitätsprinzip als Grund für dieses Verhalten finde ich fadenscheinig.

22
/
3

Nachdem selbst Statistikerin T. Stadler in der Tagesschau SF1, 14.10., von diesem abrupten Anstieg der «Fallzahlen» überrascht war und Epidemiologe M. Salathé noch vor wenigen Tagen sagte "... es sieht gerade wirklich, wirklich sehr gut aus..." stellen sich mir folgende Fragen:

  1. Vergleich mit abruptem Anstieg Ende März

Gemäss SF1 Tagesschau vom 23.3., Min 6:30, gab es damals einen abrupten Anstieg von einem Tag auf den anderen, nachdem die zuvor durchgeführte Zweit Validierung im Referenzlabor in Genf aufgegeben wurde. In den letzten Tagen wurde die fehlende Standardisierung der PCR-Tests in den verschiedenen Labors kritisiert (z.B. TV Interviews Kantonsrätin Barbara Müller TG vom 7., 13. Okt). Könnte es sein, dass wieder ad hoc etwas geändert wurde?

  1. Ferienzeit – Testanforderungen von Reisezielen / «Mehrfachfälle» pro Person?

Im Sommer mussten viele ihre Auslandsferien verschieben und bekamen nur Voucher von den Fluggesellschaften. Viele befürchten, diese vielleicht nie mehr einlösen zu können und reisen nun trotz Auflagen der Reiseziele für kurzfristige Tests vor Abreise. Ich gehe davon aus, dass alle mit positiven Resultaten aus eigener Initiative mindestens einen zweiten Test in einem anderen Labor machen lassen. Die gesellschaftlichen und beruflichen Konsequenzen eines positiven Resultates sind massiv. Da will man sicher sein. Das BAG weist bei den Fallzahlen explizit darauf hin, dass Mehrfachtests einer Person nicht auf einen Fall komprimiert werden.

9
/
20
Wirtschaftsingenieur und Auswanderer
·

Das gibt’s auch nur in der Schweiz: “Ich bin Positiv getestet? Ich teste einfach nochmal woanders.”

Es braucht, wie in Dänemark, eine zentrale, digitale Patientenakte, in der alle Testresultate abgelegt werden.

20
/
1
Physiker
·

Viele zweifeln an der Dringlichkeit von Massnahmen, weil aktuell so wenige sterben trotz hoher Fallzahlen. Man kennt jedoC. D.e Einflussfaktoren und weiss, das Virus ist genau gleich gefährlich wie im Frühjahr.
Wenn die Verdopplungsrate aktuell bei ein bis zwei Wochen liegt, werden die Spitäler zwangsläufig überlastet sein. In der ersten Welle lag die maximale Belegung der Intensivstationen bei ca. 40% der vorgehaltenen Kapazität. Heute sind die Fallzahlen höher als bei der ersten Welle aber zum Glück sind bisher die Jüngeren überproportional betroffen. Wenn die Älteren infiziert werden, kommt es rasch zum Kollaps der medizinische Versorgung - eine schlimme Vorstellung.
Wir haben es in der Hand: Sterberate wie in Norditalien, USA, Deutschland oder Südkorea? Die Wirtschaftsdaten zeigen inzwischen, was man erwarten konnte. Je besser ein Land die Pandemie im Griff hat, umso geringer ist der Schaden, trotz der Massnahmen, die dazu notwendig waren.

28
/
10

Der einzige Wert, der im Moment tiefer ist als vor dem ersten Lockdown light am 16. März, ist die Verdopplungszeit.

Wenn die letzten sieben Tage mit der Woche vor dem Lockdown light verglichen wird, dann sind heute:

  • Fallzahlen höher

  • Positivitätsrate höher

  • Inzidenz bei den Altersgruppen 60+ höher

  • Tägliche Hospitalisierungen höher

  • Todesfälle höher.

24
/
6

Wobei die Hospitalisierungen im März noch nicht wirklich bekannt waren.

Am 27.3 wurde das erste mal die Hospitalisierungen gemeldet. Gemäss dem Bericht waren es damals 1’069. Mit den Nachmeldungen waren es schliesslich über 2'000.

Man kann nur hoffen, dass letzte Woche ein RuC. D.rC. D.e Bevölkerung gegangen ist, ansonsten ist es unwahrscheinlich, dass diese Welle weniger schlimm wird, als die erste.

Das absolut schlimmste Szenario wäre natürlich, wenn die Massnahmen, die der Bundesrat am Sonntag beschliesst, nicht ausreichen um Re auf unter 0.8 zu bringen.

11
/
2

Um sowohl den Lockdown als auC. D.e Überlastung des Gesundheits­systems zu vermeiden, gibt es nur eine Lösung: Die Entwicklung des Ansteckungs­geschehens muss antizipiert werden, und die Eindämmung muss frühzeitig erfolgen. Regieren heisst voraus­schauen: Nie ist dieser Leitspruch wahrer als in einer Pandemie.

Diese Aussage im Artikel erscheint mir zentral. Ein Hauptgrund für die jetzigen Probleme dürfte sein, dass man nie ernsthaft versucht hat, die Ansteckungswege exakt nachzuverfolgen und zu quantifizieren, obwohl die Situation im Mai/Juni dafür günstig gewesen wäre. Für mich hat, neben BAG, Bund und Kantonen, wo es offenbar niemand mit Flair für Zahlen und Digitalisierung gibt, auC. D.e Wissenschaft versagt, die es nicht geschafft hat, irgendetwas zu entwickeln, das die zukünftige Entwicklung einigermassen verlässlich voraussagen könnte.

Zum Beispiel, neben dem bekannten Ausspruch von Herrn Salathé, gab es am 1.10. diesen Artikel bei 20 Minuten: "Darum zeigt die Corona-Kurve steil nach unten". Mehrere Experten sehen darin die Lage positiv. Soweit ich mich erinnere, dachte iC. D.mals, dass man den Artikel sofort wieder zurückziehen müsste, weil gerade an dem Tag ein erneuter Aufwärtstrend ersichtlich war.

Niemand scheint sich in die verfügbaren Zahlen hineingekniet zu haben, obwohl es grosse Unterschiede in den einzelnen Kantonen gab, die gewisse Rückschlüsse geben könnten. Zum Beispiel gab es in den Kantonen GE und VD einen zeitweisen Rückgang der Fallzahlen nach Schliessung der Nachtlokale.

Dafür wurde Maskentragen als fast wirkungsvollstes Mittel dargestellt, was bei der Faktenlage absehbar zu grossen Diskussionen führte und anderes, wichtigeres in den Hintergrund rücken liess.

Wenn man Risiken, wie das Öffnen der grossen Stadien, eingeht, müsste man einen Kontrollmechanismus für die Auswirkungen einsetzen. Davon sind wir aber weit entfernt.

Ich sehe nicht, dass man grosse Fortschritte im Verstehen des Verlaufs der Pandemie erreicht hätte. Es wird wohl weiter naC. D.m Prinzip "trial and error" vorgegangen werden, was für die nächste Zeit nicht unbedingt Gutes verheisst.

21
/
4
Was soll man denn dazu sagen!
·

Danke für diese Kolumne! 2 Punkte: - die Science Task Force sei nicht überrascht worden? "Falls siC. D.eser Trend fortsetzt, müsste man noch im Oktober mit über 2000 Fällen pro Tag rechnen." Mich würde es nicht erstaunen, wenn wir noch im Oktober auf über 10'000 pro Tag kommen.

  • Viele Menschen (die Mehrheit?) handeln erst, wenn sie mitten in der Katastrophe drin stecken. Und in der Anfangsphase der Katastrophe schafft es rund ein Drittel, die Tatsachen lautstark zu verleugnen. Darin unterscheiden sich Politiker_innen nicht von gewöhnlichen Bürger_innen.
    Herzliche Grüße und einen schönen Tag.

24
/
7

Sind die Leute, die unsere Regierung bilden, fähig, um bei Sturm und Nebel auf ein Ziel hin zu navigieren? Ich vermute, dass es einige gibt, die wenig darin geübt sind.

20
/
4

Gut gebrüllt, Löwe!
Aber das Ganze ist halt nicht ganz so einfach;-)
Z.B. das mit dem den Wissenschaftlern glauben. Da spielen halt auch einige Faktoren mit rein. Der Erste: wenn iC. D.s Maximum fordere und der Ernstfall eintrifft hatte ich recht. Wenn er nicht eintrifft, spricht später keine Sau mehr darüber. Hatten wir bereits jetzt mit Corona schon einige male. Der zweite: manche Zusammenhänge sind leider zu komplex um diese verständlich und antizipatorisch zu vermitteln. Wir sind und werden es niemals sein: alles Virologen, Mathematiker udg. (obwohl ich manchmal das Gefühl habe in der Schweiz hätten wir ca. 8 Mio. Forschungsinstitute). Der dritte Faktor: einige Wissenschaftler nutzen die Gunst der Stunde um Sendezeit zu bekommen. Nicht nur jene der Aluhutfraktion!
Was iC. D.s Schlimme finde: momentan verlieren Wissenschaft und Regierung massiv an Reputation in der Bevölkerung. Um das auszuloten, müssen Sie sich nicht einmal in die total verseuchten Gefilde der Stammtische wagen. Es genügt auf der Strasse, in Kaffees und dergleichen, den Gesprächen unserer, ach so progressiven, Bevölkerung zu lauschen. Leider habe auch ich keine Rezepte wie die Reputation, der beiden wichtigsten Fraktionen in dieser Situation, wieder zu gewinnen wäre.
Jedoch nicht so wie gestern im Berner Komödianten-Stadel: "Wir wissen heute viel mehr über das Virus! Das Wichtigste: Hygiene einhalten, Hände waschen und Abstand halten."
Eine Wiederholung vom März konnte es nicht sein. Denn dann hiess es noch: "Wir wissen leider noch zu wenig über das Virus! Das Wichtigste: Hygiene einhalten, Hände waschen und Abstand halten." Und auch nicht mit dem grenzenlosen Glaube an die Vernunft der Bevölkerung, wie sie von einigen Politiker zur Schau getragen wird.
Wer glaubt dass so etwas emotionales wie z.B. ein Fussballspiel ohne Abgabe von potentiell hochansteckenden Körperflüssigkeiten ablaufen kann, ist einfach nur blöd. Wer glaubt dass sich jeder mit 0.3 bis 2.0 Promille noch an alle Massnahmen aus der Seuchenbekämpfung halten kann, ist ebenfalls nur blöde. Und wer glaubt dass in Discos, Bars, Club-, Partei- und Firmenfesten nur Milch getrunken wird, ist weltfremd.
Aber siehe! ein Licht geht auf! Die Kantone erkennen langsam den Zusammenhang. Uri merkt dass nicht alle Urner nur in Urnerdiscos verkehren. Schwyz merkt schmerzliC. D.n Zusammenhang zwischen Kantons- und Landesgrenzen. Usw.. Die glücklichen dieser Tage sind die Unglücklichen von morgen. Nicht nur schweizweit. Sondern eben international.

19
/
3
Anderer 60
·

Es war von Anfang an, dass der Bund den Kantonen viel zu viel überlassen mussten. Leider brauchten die Lobbyisten zuerst den Beweis. Der Föderalismus hat viele Vorteile wie beim Tracing. (Es wird sicher noch besser.) Vorschriften in der Pandemie ist aber eine Sache des Bundes. Im Strassenverkehr haben wir das auch.

20
/
5

Der Bundesrat kommt morgen unter DruC. D.r berechtigt entsetzten Öffentlichkeit zusammen und stellt anschliessend die gedachten Massnahmen vor. Die Landesregierung ist durC. D.e Sperre des Parlaments praktisch lahm gelegt. Sie kann doch nichts mehr anordnen. Das dürfen nur die 26 Kantone, die sich nie einig werden. Der grosse Dank geht an die Volksvertreter im Parlament, die sich während des Ausnahmezustandes im Frühjahr entmachtet fühlten, so sorgten sie mit der Sperre der ausserordentlichen Lage dafür, dass der Bundesrat nicht übernehmen kann. Die Zeit rennt davon. "Es ist etwas faules im Staate Dänemark".

19
/
5

Seit Einführung der Maskenpflicht steigen die Infektionszahlen. Die Massnahme scheint nicht gut wirksam zu sein. Sollten unter diesen Bedingungen nicht auch andere Massnahmen diskutiert werden, wenn man die Infektionszahlen kleiner bekommen möchte?

23
/
35

Ja, lieber Herr Birk, dann schlagen Sie doch mal etwas vor!

20
/
6

Ihre Arroganz deckt sich mit der unseres Berner Gesundheitsdirektors, Alain Schnegg (SVP), der letzte Woche unter anderem verlauten liess, dass, wenn man die Maskenpflicht ausweite, dies auch einen erzieherischen Effekt auf die Bevölkerung habe (Bieler Tagblatt. 10.10.20). Kein Wort zum möglichen Ansteckungsrisiko.
Und weiter, habe man ganz bewusst den Zeitpunkt vor dem Wintereinbruch gewählt, um nachmals ein Signal zu senden, so Schnegg.
Volker Birk hat weder die Macht noC. D.e Gage, Massnahmen zu diskutieren, aber er kann offensichtliC. D.nken, im Gegensatz zu den meisten Politikern und journalistischen Schaumschlägern sowie ihren Empfängern, die alles nachbeten.

13
/
5

Sehen wir am Ende den Elefanten im Raum nicht oder wollen wir ihn nicht sehen? Anstatt die Maskenpflicht auf ganzer Breite auszudehnen, sollte meines Erachtens dem gemeinsamen Essen mehr Bedeutung zukommen. Wenn ich in meiner Umgebung in den Restaurants beobachte, wie unbekümmert und sehr nahe zusammen gegessen, gesprochen und gestikuliert wird, erstaunen miC. D.e vielen Ansteckungen nicht wirklich.

17
/
3

Es ist die Gesundheitsdirektorin des Kantons Zürich persönlich, die den Bürgern in Zeitungsinterviews (Tages-Anzeiger) empfiehlt, Restaurants zu besuchen.

9
/
1

Ich vermisse die täglichen Newsletters der Republik zu Covid sehr. Jetzt wäre es doch an der Zeit sie wieder einzuführen oder wie sehen Sie das?

18
/
5
Chefredaktion
·

Noch ein kleinwenig Geduld.

16
/
2

Gestern an der TaskforC. D.r Experten erläuterte der BAG-Mitarbeiter Boris Zürcher (SECO) auf die Fragen der Journalisten:
Die Aufhebung der Sperre des Parlaments gegen eine neue ausserordentliche Lage, damit der Bundesrat die Führung des Landes wieder übernehmen kann, würde zwei Monate dauern!!!!! Da braucht's nichts angefügt zu werden.

15
/
2

jede/jedi/ macht, was er/sie/ wott: lieber dfreiheitssiite vo dr medaille als dverantwortigssiite. däm sägi: mir sine chindischi gsellschaft.

18
/
9

falschi alternative ?

  • freiheit beinhaltet verantwortig

  • d'alternative isC. D.angscht ... und s'abschiebe vo verantwortig !

3
/
2

es sie zwee siite vo dr gliiche medaille; mi iidruck isch, dass viu v.a. die siite vo dr freiheit beanspruche, die vo dr verantwortig aber nid wei wahrnäh.

10
/
1
· editiert

Weiter unten werden an verschiedenen Stellen die Schwierigkeiten bei der Interpretation der Reproduktionszahl Re erwähnt. Dies könnte auC. D.mit zusammenhängen, dass es sehr starke Unterschiede in verschiedenen Regionen der Schweiz gab (vor Okt.) und besonders die hohen Fallzahlen in GE und VD das Gesamtbild stark verzerrten.
Nimmt man die Fallzahlenkurve von ZH ab Juni, erscheint manches etwas klarer.
Ein Link
Einen ersten Anstieg Ende Juni kann man dem Geschehen um den Club "Flamingo" zuordnen. Danach passiert wenig bis in den August hinein. Generell kann man wohl sagen, dass, wenn ein höheres Niveau erreicht wird, es schwierig ist, wieder herunterzukommen. Im restlichen August gibt es einen langsamen konstanten Anstieg (Ferienrückkehr aus dem Ausland?). Ab 27.Aug. gibt es zusätzliche Massnahmen (u.a. Maskenpflicht in Läden und ich glaube max. 100 in Clubs, was dann Ende Sept. wieder auf 300 erhöht wird). Im September ist die Tendenz gleichbleibend bis fallend. Anfangs Oktober setzt dann eine steile Aufwärtsbewegung ein. Die ersten hohen Zahlen werden noch in Verbindung zu Salsaschulen gebracht, aber der Anstieg geht ungebremst weiter und er findet nun in allen Kantonen statt. Deshalb die Überraschung aller über die neue Qualität des Geschehens und es gibt wohl bis jetzt nur Mutmassungen über die Gründe.

Wie man das Geschehen um Covid-19 auch sieht, die Gegend um Schwyz wäre jetzt sehr geeignet, die Art der Ausbreitung der Pandemie zu erforschen, viele Fälle innert kürzester Zeit in einem relativ eng begrenzten Gebiet. Irgendwo wurde eine Positivrate beim PCR-Test von 40 % erwähnt. Es gibt ja bis jetzt sehr wenig konkrete und quantifizierte Angaben darüber, wie das Virus weitergegeben wird, was alle Diskussionen und Entscheidungen erschwert.

9
/
1

Liebe Republikaner
Ich würde gerne vorschlagen die Diskussion in eine andere Richtung zu führen. Bis jetzt beschäftigt sie sich mit Fallzahlen und Massnahmen. Spannender fände ich, wenn siC. D.e Redaktoren Gedanken machen würden wie siC. D.s gesellschaftliche Leben entwickeln soll oder wird. Allem Anschein nach werden wir das Virus nie besiegen können sondern womöglich auf Jahrzehnt hinaus uns mit Massnahmen herumschlagen müssen, da vorläufig weder eine Impfung noch Medikamente in Aussicht stehen. Ich habe den Eindruck, dass der Grossteil der Leserschaft sich mit dem Massnahmenkatalog der Regierungen mehr oder weniger einverstanden erklärt und auch bereit ist diese Massnahmen über Jahrzehnte zu tragen und all die Kolateralschäden in Kauf zu nehmen. Entsteht eine zunehmende Atomisierung der Gesellschaft und finden die Kontakt nur noch elektronisch statt? Brot ist für die meisten S. noC. D., wo bleiben die Zirkusspiele?

15
/
8