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U. F.
weder Schaf noch Hirt
·

Eine Mitarbeiterin des Kantonsspitals Uri hat 10 PCR Tests genommen, geschüttelt, nicht verwendet und dann ins Labor gesendet. 3 Positive!! Aber halt das darf man ja nicht sagen. Das ist gegen den Strom. Sagen darf man nichts gegen diesen PCR Test, dem heiligen Gral der Covidioten (dieser Begriff ist zum Glück nicht geschützt und zudem Parteilos und damit für beide Parteien anwendbar. (Komisch dass dies bisher noch keinem aufgefallen war.)). Ah ja und übrigens die Kinderpsychiatrien sind schon längst überfüllt. Und eigentlich wäre es an der Zeit nebst dem Schimpfwort Aluhut das Schimpfwort Stoffmaske für das andere Extrem einzuführen.

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K. B.
Physiker
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Ein guter Artikel für eine andere Welt.
Solange Minderheiten mit rassistischer Gewalt konfrontiert werden, ist „all lives matter“ als Gegenparole zu „black lives matter“ eine Schwächung der Bewegung, die Gerechtigkeit einfordert. Dadurch wird von der Ausgrenzung und Unterdrückung abgelenkt und eine notwendige Veränderung erschwert.

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K. B.
Physiker
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Mein Diskussionsbeitrag betrifft die Analyse von Strassberg (20.10.).

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Danke Herr Binswanger, bleiben Sie beim Thema. Lassen Sie sich von den teils üblen Anfeindungen nicht unterkriegen. Es sind immer die gleichen Übeltäter, meist auch noch anonym. Ich hoffe die tragen alle einen Ausweis auf sich, wo darin steht, dass sie bei einer Ansteckung und schweren Komplikationen nicht behandelt werden!

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Liebe Republikaner
Ich würde gerne vorschlagen die Diskussion in eine andere Richtung zu führen. Bis jetzt beschäftigt sie sich mit Fallzahlen und Massnahmen. Spannender fände ich, wenn sich die Redaktoren Gedanken machen würden wie sich das gesellschaftliche Leben entwickeln soll oder wird. Allem Anschein nach werden wir das Virus nie besiegen können sondern womöglich auf Jahrzehnt hinaus uns mit Massnahmen herumschlagen müssen, da vorläufig weder eine Impfung noch Medikamente in Aussicht stehen. Ich habe den Eindruck, dass der Grossteil der Leserschaft sich mit dem Massnahmenkatalog der Regierungen mehr oder weniger einverstanden erklärt und auch bereit ist diese Massnahmen über Jahrzehnte zu tragen und all die Kolateralschäden in Kauf zu nehmen. Entsteht eine zunehmende Atomisierung der Gesellschaft und finden die Kontakt nur noch elektronisch statt? Brot ist für die meisten S. noch da, wo bleiben die Zirkusspiele?

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C. L.
· editiert

Die Frage ist durchaus interessant im Sinne eines Blicks in die etwas fernere Zukunft. Doch im Moment geht es ja vor allem darum, die zweite Welle zu überstehen. Und da bin ich mit Daniel Binswangers Analyse absolut einig und dankbar für die klaren Worte! Wenn es dann nachher tatsächlich so kommt, dass zur Verhinderung noch weiterer Wellen weiterhin einschneidende Massnahmen gebraucht werden, wird die Zeit kommen, um sich über die gesellschaftlichen Langzeitfolgen Gedanken zu machen. Und vielleicht werden die nicht einmal in allen Punkten negativ sein.

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So, es ist nun Sonntag und der Bundesrat hat gesprochen. Ich bin wirklich froh, dass die Saat der Panik, ausgebracht von ein paar Karrieremedizinern und vielen Journalisten, darunter auch Herrn Binswanger, nicht aufgegangen ist.

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Dass Ihre Saat, Herr Gassmann, nun uneingeschränkt wuchert, verdanken wir der Ignoranz unseres Bundesrates. Dieser zeigt sich in all seiner Pracht als sträflich kurzsichtig und inkompetent, allen voran der Finanzminister. Das ist der wirkliche Skandal, nicht Herr Binswanger, den Sie zum Sündenbock machen wollen, obwohl er die Tatsachen längst vorausgesehen und uns Lesenden zur Kenntnis gebracht hat.

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Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Die Epidemie ist noch lange nicht abgeschlossen.

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Christof Moser
Chefredaktion
·
· editiert

Wir schätzen uns dank journalistischer Umsicht und wissenschaftlicher Expertise in der publizistisch glücklichen Lage, seit Monaten exakt darauf hingewiesen zu haben, was jetzt passiert. Statt die Publizistik auf Halb- und Viertelwissen abgestützt und nach dem Wind ausgerichtet zu haben. Die Meldungen aus Spitälern, neuerdings im Kanton Wallis, sind besorgniserregend. Es kommen wieder schwierige Wochen auf uns zu. Bleiben Sie gesund.

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F. S.
Anderer 60
·

Zur Beruhigung. Der Kanton Bern verbietet Grossveranstaltungen mit über 1000 Personen.

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Herr Moser, denken Sie dass der Bundesrat nicht ebenso umsichtig und aufgrund wissenschaftlicher Expertise handelt? Denken Sie der Bundesrat handelt unverantwortlich und ist schlecht beraten?

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Ich vermisse die täglichen Newsletters der Republik zu Covid sehr. Jetzt wäre es doch an der Zeit sie wieder einzuführen oder wie sehen Sie das?

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Christof Moser
Chefredaktion
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Noch ein kleinwenig Geduld.

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(durch User zurückgezogen)

Die steigenden Fallzahlen sind ein Schlag ins Gesicht der vielen Ärzte, Pflegenden welche während der 1. "Welle" z.T. 12 hr. oder mehr im Einsatz waren.
So lang jeder nur sich selbst am nächsten ist, werden die Fallzahlen weiter steigen.

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Hans Knaus
Treuhandunternehmer
·

Treffende und schonungslose Analyse. 20 % der Neuinfizierten verursachen 80 % der Neuinfektionen. Wie kann man diesem Fakt Rechnungntragen?

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Fokus auf backward tracing, ganz einfach. So würden auch die Contact-Tracer entlastet. Haben Südkorea und Japan erfolgreich angewendet. Man muss rückwärts die grossen Spreader aufspüren. Nicht sich auf all die fokussieren, die Virus kaum oder gar nicht weitergeben. Siehe hier: https://www.theatlantic.com/health/…ic/616548/

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E. K.
· editiert

Weiter unten werden an verschiedenen Stellen die Schwierigkeiten bei der Interpretation der Reproduktionszahl Re erwähnt. Dies könnte auch damit zusammenhängen, dass es sehr starke Unterschiede in verschiedenen Regionen der Schweiz gab (vor Okt.) und besonders die hohen Fallzahlen in GE und VD das Gesamtbild stark verzerrten.
Nimmt man die Fallzahlenkurve von ZH ab Juni, erscheint manches etwas klarer.
Ein Link
Einen ersten Anstieg Ende Juni kann man dem Geschehen um den Club "Flamingo" zuordnen. Danach passiert wenig bis in den August hinein. Generell kann man wohl sagen, dass, wenn ein höheres Niveau erreicht wird, es schwierig ist, wieder herunterzukommen. Im restlichen August gibt es einen langsamen konstanten Anstieg (Ferienrückkehr aus dem Ausland?). Ab 27.Aug. gibt es zusätzliche Massnahmen (u.a. Maskenpflicht in Läden und ich glaube max. 100 in Clubs, was dann Ende Sept. wieder auf 300 erhöht wird). Im September ist die Tendenz gleichbleibend bis fallend. Anfangs Oktober setzt dann eine steile Aufwärtsbewegung ein. Die ersten hohen Zahlen werden noch in Verbindung zu Salsaschulen gebracht, aber der Anstieg geht ungebremst weiter und er findet nun in allen Kantonen statt. Deshalb die Überraschung aller über die neue Qualität des Geschehens und es gibt wohl bis jetzt nur Mutmassungen über die Gründe.

Wie man das Geschehen um Covid-19 auch sieht, die Gegend um Schwyz wäre jetzt sehr geeignet, die Art der Ausbreitung der Pandemie zu erforschen, viele Fälle innert kürzester Zeit in einem relativ eng begrenzten Gebiet. Irgendwo wurde eine Positivrate beim PCR-Test von 40 % erwähnt. Es gibt ja bis jetzt sehr wenig konkrete und quantifizierte Angaben darüber, wie das Virus weitergegeben wird, was alle Diskussionen und Entscheidungen erschwert.

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Sehr geehrter Herr Binswanger, vielen Dank für diese klare Analyse.Wir haben doch jetzt die Situation , vor der wir uns alle gefürchtet haben!
Ich bin froh , dass es Journalisten wie Sie und Ihre Kollegen von der Republik gibt.

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P. W.
Leser, 72 Jahre alt!
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Das Kommunikationsverhalten von Bundesrat Berset war in der von Ihnen erwähnten Situation nicht gerade optimal, einverstanden. Je nun denn. Was mich wirklich stört, ist das unsolidarische Verhalten vieler, bis jetzt nicht so stark betroffener, Kantone und deren Regierungen. Der Kantönligeist ist schon längst an seine Grenzen gestossen. Wenn es um den Finanzausgleich der Kantone geht, sind genau diese Kantone eher Nutzniessende. Und die sogenannte Selbstverantwortung ist doch vollkommen lächerlich. Menschen nehmen nun mal freiwillig kein noch so kleines "Nachteilchen" in Kauf. Das wissen wir auch schon seit 2000 Jahren. Die Zeit scheint jetzt gekommen, um die Massnahmen ohne wenn und aber gesamtschweizerich durchzustzen.

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Gut gebrüllt, Löwe!
Aber das Ganze ist halt nicht ganz so einfach;-)
Z.B. das mit dem den Wissenschaftlern glauben. Da spielen halt auch einige Faktoren mit rein. Der Erste: wenn ich das Maximum fordere und der Ernstfall eintrifft hatte ich recht. Wenn er nicht eintrifft, spricht später keine Sau mehr darüber. Hatten wir bereits jetzt mit Corona schon einige male. Der zweite: manche Zusammenhänge sind leider zu komplex um diese verständlich und antizipatorisch zu vermitteln. Wir sind und werden es niemals sein: alles Virologen, Mathematiker udg. (obwohl ich manchmal das Gefühl habe in der Schweiz hätten wir ca. 8 Mio. Forschungsinstitute). Der dritte Faktor: einige Wissenschaftler nutzen die Gunst der Stunde um Sendezeit zu bekommen. Nicht nur jene der Aluhutfraktion!
Was ich das Schlimme finde: momentan verlieren Wissenschaft und Regierung massiv an Reputation in der Bevölkerung. Um das auszuloten, müssen Sie sich nicht einmal in die total verseuchten Gefilde der Stammtische wagen. Es genügt auf der Strasse, in Kaffees und dergleichen, den Gesprächen unserer, ach so progressiven, Bevölkerung zu lauschen. Leider habe auch ich keine Rezepte wie die Reputation, der beiden wichtigsten Fraktionen in dieser Situation, wieder zu gewinnen wäre.
Jedoch nicht so wie gestern im Berner Komödianten-Stadel: "Wir wissen heute viel mehr über das Virus! Das Wichtigste: Hygiene einhalten, Hände waschen und Abstand halten."
Eine Wiederholung vom März konnte es nicht sein. Denn dann hiess es noch: "Wir wissen leider noch zu wenig über das Virus! Das Wichtigste: Hygiene einhalten, Hände waschen und Abstand halten." Und auch nicht mit dem grenzenlosen Glaube an die Vernunft der Bevölkerung, wie sie von einigen Politiker zur Schau getragen wird.
Wer glaubt dass so etwas emotionales wie z.B. ein Fussballspiel ohne Abgabe von potentiell hochansteckenden Körperflüssigkeiten ablaufen kann, ist einfach nur blöd. Wer glaubt dass sich jeder mit 0.3 bis 2.0 Promille noch an alle Massnahmen aus der Seuchenbekämpfung halten kann, ist ebenfalls nur blöde. Und wer glaubt dass in Discos, Bars, Club-, Partei- und Firmenfesten nur Milch getrunken wird, ist weltfremd.
Aber siehe! ein Licht geht auf! Die Kantone erkennen langsam den Zusammenhang. Uri merkt dass nicht alle Urner nur in Urnerdiscos verkehren. Schwyz merkt schmerzlich den Zusammenhang zwischen Kantons- und Landesgrenzen. Usw.. Die glücklichen dieser Tage sind die Unglücklichen von morgen. Nicht nur schweizweit. Sondern eben international.

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Frau Bertschinger, es ist nicht einfach das Ganze mit diesem PCR Test. Eines ist klar, die Zahlen mit diesen sog. Positivgetesteten sind nicht in diesem Sinne aussagekräftig, dass man sagen kann, dass diese Leute alle ansteckend sind und weggestellt ( Quarantäne)werden müssen. Daraus folgt, dass viel zu recht geschieht, weil viele falsch positiv Getestete nicht mehr arbeiten können, bestraft werden, wenn sie sich nicht dran halten etc und vor allem zu Unrecht ihrer Freiheit beraubt werden. Ich bin nicht Virologe, aber man kann sich sehr gut informieren auf Internet, Youtube und anderen privaten Medien und viel erfahren, was man einfach wissen muss zu diesem PCR Test. Das geschieht leider nicht, sonst würden nicht von den Behörden, den Politikern und vielen Medien so viel Unwahrheiten weiter verbreitet.
Prof. Dr. Bhagdi und Frau Dr. Karina Reiss haben ein Buch rausgegeben: Corona- Fehlalarm?
Prof. Dr. Streeck in Deutschland, wird jetzt auch von ZDF eingeladen !, von ihm kann man auf Youtube viel nachhören. Grad kürzlich hat Prof . Dr. M. Haditsch das Ganze um den Test erklärt auf Ovalmedia
etc., Es gibt auch eine österreichische Virologin, weiß den Namen nicht mehr Dr. A... , sie ist auch aufgrund YouTube immer wieder in Diskussionen zu hören. Ich finde, dass man auf YouTube viele Diskussionen zwischen Befürwortern und Skeptikern verfolgen kann, deutsche und Österreicher.
Und noch was : Liest die “ Great Barrington Declaration” ( im Google zu finden) Große Virologen und Epidemiologen von den bekanntesten Universitäten in Amerika und England und Israel äußern sich zu der Corona Pandemie und ... kann nur sagen, die sagen genau, was Dr. Bhagdi schon vor Monaten sagte...
Es ist dann einfach nur peinlich, wenn gewisse Leute von sog. Covidioten redeten ? Prof. Dr. Bhagdi wurde auch dazu gezählt...und viele andere Bürger auch, weil sie nicht der Mainstreammeinung huldigen..

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Herr oder Frau Anonym, bitte ziehen Sie die Möglichkeit in Betracht, dass Sie (aus welchen Gründen auch immer) im Internet in eine Skeptiker-Blase geraten sind. Bitte schauen Sie sich an, was gerade in vielen europäischen Ländern geschieht. Die Schweiz ist leider sogar in der „Spitzengruppe“ der Infektions-Anstiege.
Wenn Sie in 4 Wochen Ihren Kommentar nochmals lesen, wird er Ihnen sehr leid tun.

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C. D.
Ergänzerin
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· editiert

Sehr geehrter Herr S., bitte ziehen auch Sie in Betracht, dass Sie sich in einer Informationsblase befinden könnten und dadurch - getrieben von Massenpanik - viele Existenzen mit aufs Spiel setzen und damit am Ende auch Ihre eigene. Wir müssen die nächsten 2 Wochen beobachten, wie sich die Hospitalisierungen entwickeln.

Ganz nebenbei: Vom Notstand in den Spitälern sind wir weit entfernt. Ich weiß von einem Spital in einer Stadt, das wegen Unterbeschäftigung Leute entlassen muss. Vor Corona war das ein gesunder Betrieb und ausgezeichneter Arbeitgeber.

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C. D.
Ergänzerin
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Sehr geehrte Frau Bertschinger

Zu den von Herrn S. unten erwähnten Verdoppelungszyklen liegt ein Artikel der New York Times vor: https://www.nytimes.com/2020/08/29/…sting.html
Thurgauer SP-Kantonsrat Barbara Müller hat in diesem Zusammenhang nachgeforscht und erfahren, dass in der Schweiz beim PCR-Test bis zu 45 Zyklen gemacht werden. Das wären gemäss NYT-Artikel 15 Zyklen mehr als sinnvoll (zusätzlicher Vervielfältigungsfaktor von 32’768, das entspricht einem Verhältnis von z. B. 32,8 Litern zu 1 Milliliter).

Mit dem PCR-Test werden einzelne Virenbestandteile in der Grösse weniger Moleküle erkannt und nicht das gesamte Virus. Die Sensitivität der meisten Tests ist sehr gut (99-100%), aber die Resultate geben keine Auskunft darüber, ob die Bruchstücke Teil eines vermehrungsfähigen Virus sind, und auch nicht ob die Infektion schon vor Monaten durchgemacht wurde, erst am Beginn steht oder ob die betreffende Person gar immun ist. Gesunde zu testen, macht daher keinen Sinn, und auch bei Kranken ist das Testergebnis mit Vorsicht zu geniessen (vielleicht hatte die Testperson davor eine asymptomatischen Verlauf gehabt und leidet zum Testzeitpunkt an einer anderen Infektion). Anonymus meint in seiner Antwort vermutlich Frau Dr. Apfalter von der oberösterreichischen Ärztekammer, die von Labor-Tsunamis spricht und dafür plädiert, die Diagnostizierung wieder in die Hände der Ärzte zu geben.

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Wenn Sie meinen, ein bisschen einfach, das mit der Skeptikerfalle... haben Sie sich denn mal diese Erklärungen dieser Wissenschafter angehört oder gelesen?

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Seit Corona sterben weniger Leute: was will man mehr als so weiter machen wie bisher. Je mehr Masken usw. desto mehr Massnahmen und möglicherweise auch Tote, im Ausland auf alle Fälle. Wozu die Verbreitung des Virus eindämmen? Ich sehe die Logik hinter dem Ganzen nicht.

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Leo Huwyler
Pensioniert
·

Die Logik war und ist immer die selbe und sollte einfach verstanden werden können. Es geht darum, das Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu bewahren. Ohne Massnahmen würde das mit Sicherheit passieren. Und jetzt bleibt noch die Frage, welches die richtigen und zielführenden Massnahmen sind, die möglichst wenig Kollateralschaden produzieren. So einfach ist das.

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H. S.
· editiert

Und jetzt bleibt noch die Frage, welches die richtigen und zielführenden Massnahmen sind, die möglichst wenig Kollateralschaden produzieren. So einfach ist das.

Das ist eben nicht einfach, sondern überaus anspruchsvoll.

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T. S.
"Physiker"
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Siehe dazu auch https://www.zeit.de/2020/43/klaus-s…ung-kritik aus der aktuellen "Zeit". Der Epidemiologe Klaus Stöhr kritisiert die Corona-Strategie der deutschen Bundesregierung – und empfiehlt Schweden als Vorbild. Er sagt, dass es alle treffen wird. Leider Paywall, aber dieser Artikel ist online lesbar: https://www.zeit.de/kultur/2020-10/…mie-regeln
"Der Historiker Andreas Rödder sagt, bei der Bekämpfung der Pandemie seien anfangs die sozialen Folgen nicht bedacht worden. Er fordert von der Politik nun ein Umdenken."

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Das Schweden in welchem seit Monaten Veranstaltungen > 50 Personen untersagt sind, und welches jetzt über lokale/regionale Lockdowns nachdenkt? :-)

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Sehe ich auch so, hier die Details dazu:

  1. Mortalität 2020 im Mittelfeld seit 2010, Ausreisser Woche 14

Die BFS Statistik Tabellen ts-d-14.03.04.03-wr/-ZR liefern wöchentlich kumulierte, erwartete Todesfallstatistiken der letzten 10 Jahre. Aktuell sind wir 2020 im 10-Jahresvergleich im Mittelfeld.
Es gab einzig den sehr abrupten, kurzen Anstieg während Lockdown Wochen 12-16. Die BFS Tabelle cc-d-01.04.02.01.32 liefert uns ergänzend für 2020 die wöchentlichen Todesfallsummen in absoluten Werten pro Kanton seit 2015. Aus dieser Tabelle erkennen wir zwei Fakten:

a) Die Übersterblichkeit für die Schweiz während Lockdown wurde einzig durch die 3 Kantone TI, VD, GE verursacht – alle anderen Kantone hatten 2020 keine aussergewöhnlichen Peak-Wochen im Vergleich der Jahre seit 2015.

b) Der absolute Peak in den Kantonen TI, VD, GE war exakt zur gleichen Zeit in der Woche 14
Der so gleichzeitige, exorbitante Ausreisser in TI, VD, GE in Woche 14 ist dermassen auffällig, dass man sich fragen muss, was ist da so zeitgleich passiert? Mit dazu beigetragen haben hier sicher auch die negativen Auswirkungen der Teilnahme von 16 Spitälern in der Schweiz am WHO-Solidarity-Trial mit der bedauerlichen Panne von überdosierten Hydroxychloroquin versuchen.

  1. Anteil medizinische Kollateralschäden – jetzt mit Studie quantifizierbar

Diese sind inzwischen für die Schweiz in der Studie ‘ Barriers to seeking emergency care during the pandemic lead to higher mortality', publiziert Uni Spital Bern 11.8. aufgearbeitet (aufgeschobene, verpasste Interventionen bei Herzinfarkten etc. wegen Lockdown). Hinzu kommen erhöhte Anzahl Suizide (Basel-Stadt Zeit Mitte März bis Ende Mai mehr als im ganzen 2019)

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Das ist kein "Ausreisser" in Woche 14, sondern die Folge von überlastetem Gesundheitssystem und Spitalinfrastruktur. Genau das passiert wenn man die Kontrolle über die Ausbreitung verliert. Die Todesraten gehen buchstäblich durch die Decke.
Je nach Land gibt das dann eine Übersterblichkeit, Zwischenlager für Tote in Kühllagern oder Leichen auf den Strassen.

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J. W.
Muttersprache NL
·

Meiner Meinung nach hat es unseren "Verantwortungsträgern" nicht an Antizipation gefehlt. Nur wer etwas fürchtet steckt den Kopf in den Sand um sich dann bei lange voraussehbarer
Eskalation überrascht zu zeigen.
Leider sehe ich bei vielen Amtsträgern keinen Mut und keine Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Das Kollegialitätsprinzip als Grund für dieses Verhalten finde ich fadenscheinig.

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K. B.
Physiker
·

Viele zweifeln an der Dringlichkeit von Massnahmen, weil aktuell so wenige sterben trotz hoher Fallzahlen. Man kennt jedoch die Einflussfaktoren und weiss, das Virus ist genau gleich gefährlich wie im Frühjahr.
Wenn die Verdopplungsrate aktuell bei ein bis zwei Wochen liegt, werden die Spitäler zwangsläufig überlastet sein. In der ersten Welle lag die maximale Belegung der Intensivstationen bei ca. 40% der vorgehaltenen Kapazität. Heute sind die Fallzahlen höher als bei der ersten Welle aber zum Glück sind bisher die Jüngeren überproportional betroffen. Wenn die Älteren infiziert werden, kommt es rasch zum Kollaps der medizinische Versorgung - eine schlimme Vorstellung.
Wir haben es in der Hand: Sterberate wie in Norditalien, USA, Deutschland oder Südkorea? Die Wirtschaftsdaten zeigen inzwischen, was man erwarten konnte. Je besser ein Land die Pandemie im Griff hat, umso geringer ist der Schaden, trotz der Massnahmen, die dazu notwendig waren.

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Gestern an der Taskforce der Experten erläuterte der BAG-Mitarbeiter Boris Zürcher (SECO) auf die Fragen der Journalisten:
Die Aufhebung der Sperre des Parlaments gegen eine neue ausserordentliche Lage, damit der Bundesrat die Führung des Landes wieder übernehmen kann, würde zwei Monate dauern!!!!! Da braucht's nichts angefügt zu werden.

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Sehen wir am Ende den Elefanten im Raum nicht oder wollen wir ihn nicht sehen? Anstatt die Maskenpflicht auf ganzer Breite auszudehnen, sollte meines Erachtens dem gemeinsamen Essen mehr Bedeutung zukommen. Wenn ich in meiner Umgebung in den Restaurants beobachte, wie unbekümmert und sehr nahe zusammen gegessen, gesprochen und gestikuliert wird, erstaunen mich die vielen Ansteckungen nicht wirklich.

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Es ist die Gesundheitsdirektorin des Kantons Zürich persönlich, die den Bürgern in Zeitungsinterviews (Tages-Anzeiger) empfiehlt, Restaurants zu besuchen.

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Leo Huwyler
Pensioniert
·

Der Föderalismus, der in der Schweiz sehr weit geht, ist grundsätzlich eine gute Sache. Zusammen mit den direktdemokratischen Instrumenten, die wir kennen, führt er zu einer relativ hohen Identifikation der Bürger mit der Politik und deren Entscheiden. An mindestens zwei Orten hingegen führt er zu stark negativen Ergebnissen: im Steuerwettbewerb und eben in dieser Pandemie. Angesichts der weltweiten Ausbreitung dieses Virus scheint es mir grotesk, dass jede noch so kleine geographische Einheit das Gefühl hat, sie müsse differenziert auf die Gefahren antworten. Bei allen Unterschieden im Detail, die sinnvollen und (vertretbaren) Massnahmen gegen das Virus können einheitlich angewendet werden, sicherlich im Gebiet von 8,5 Millionen SchweizerInnen.
Aber wenn wir uns erinnern, wie sich sehr rasch nach dem ersten Schock der Pandemie gewisse Parteien und Politiker gegen die Führung durch den BR gestellt haben, verstehe ich, dass dieser die heisse Kartoffel nicht wieder aufnehmen will. Tatsache aber ist, dass die Kantone und die Eitelkeit der Repräsentanten dazu führen, dass wir sinnlose Diskussionen haben und die Wirkung der Pandemiebekämpfung unnötig geschwächt wird.

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A. F.
· editiert

jede noch so kleine geographische Einheit das Gefühl hat, sie müsse differenziert auf die Gefahren antworten. Richtig- angesichts der heutigen Mobilität ohnehin.

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Gerade wegen der hohen Mobilität braucht es einheitliche Massnahmen. Der Kantönligeist während einer Pandemie behindert mehr als nützt.

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Herr Binswanger, es wäre höchste Zeit, dass Sie und einige ( viele ) Ihrer Journalistenkollegen aufwachten aus diesem Corona-Irrsinn.
Wissen Sie immer noch nicht, dass der ganze Zahlen- und Massnahmenwahnsinn auf einem Labortest aufgebaut ist, der nicht aussagekräftig ist, eine positiver Test nichts darüber aussagt, ob eine Infektion vorliegt. Zudem ist der Test nicht gedacht, dass man Massentests macht und auch nicht, dass man Gesunde testet. Die Zahlen, die täglich von euch Journalisten einfach weiter verbreitet werden sind nichts wert. Dieser Test ( PCR) sind KEIN Diagnostiktest.
Wenn dem endlich Rechnung getragen würde, dann sähe die Corona-Situation ganz anders aus und viel Leid würde aufhören.

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K. B.
Physiker
·

Die Corona-Situation studieren sie z.B. anhand der 200000 Toten in den USA oder der 1 Mio. weltweit. Die Zahl der Infizierten (Dunkelziffer ist 5-10) ist ein Mass für die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Pandemie. Selbst wenn Messungen ungenau sind, bei einer Verdopplung der Fallzahlen alle 1-2 Wochen ist es höchste Zeit Massnahmen zu ergreifen.
Beim Klimawandel diskutieren wir auch nicht über die Zuverlässigkeit von Wettervorhersagen!

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Der Bundesrat positioniert den PCR-Test in seiner Begründung zur Ablehnung der Motion 20.3859 Ausweitung Teststrategie wie folgt:

"Aus Sicht des Bundesrats ist das systematische Testen der hauptsächlich gesunden und symptomlosen Bevölkerung kein geeignetes Mittel, um eine Information zur epidemiologischen Situation zu erhalten. Ein Virusnachweis bei einer symptomfreien Person ist schwierig zu interpretieren, da es sich um ein Überbleibsel einer geheilten Infektion handeln könnte. Zudem ist bei einer Stichprobe, die fast nur aus gesunden Personen besteht, die Wahrscheinlichkeit für falsche Testergebnisse sehr hoch. Bei der Entnahme der Probe handelt es sich ausserdem um einen invasiven Eingriff, der von staatlicher Seite nicht ohne Weiteres verordnet werden kann."

Insofern ist das Votum von Anonym 6 nicht ganz ohne Hintergrund und man muss sich fragen, wie es dazu kommt, dass wider besseres Wissen nun so viele symptomlose Menschen getestet werden.

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Aber bei dieser Motion ging es doch um epidemiologische Querschnittstudien und nicht wie aktuell hauptsächlich um symptomatische Patienten oder Kontaktpersonen. Die Aussage von Anonymous, dass die PCR kein Diagnostiktest sei, ist doch völlig absurd. Auch wenn es falsch-positive Tests gibt (und die gibt es z. B. aufgrund bereits abgelaufener unbemerkter Infektionen), ist es trotzdem ein ungefähres Mass, an dem man sich orientieren sollte. Aussagekräftiger sind natürlich die Hospitalisierungen und die Todesfälle, aber die steigen ja erst verzögert an.

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Wie schade, dass man Ihren Namen , den wahren Retter der Menschheit, nicht kennt!

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Antonia Bertschinger
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
·

Liebe(r) Anonym
wenn Sie immer der/dieselber Person sind, haben Sie schon mehrfach geschrieben, dass der PCR-Test kein diagnostischer Test sei. Können Sie mir und allen anderen, die hier mitlesen, verraten, was er denn sonst ist? Der PCR-Test weist das Erbgut des Virus nach, somit dessen Präsenz im Körper, somit eine Infektion. Aber ich lasse mich gerne belehren.
Vielen Dank.

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T. S.
"Physiker"
·

Ich finde auch, dass der Missbrauch bzw. die Fehlinterpretation des PCR-Tests ein Teil des Problems ist. Beim Test werden Genom-Sequenzen bis zu 40 Mal verdoppelt (2^40 ~ 10^12); er ist also ungeheuer empfindlich. Statt, wie möglich wäre, weniger Zyklen zu fahren, oder vom Verlauf der Zykeln einen tatsächlichen Konzentrationswert zu schätzen, kommt einfach eine digitale Ja-Nein Antwort heraus, der alle Leute "positiv" nennt, welche die geringsten Spuren toter SARS CoV2 Viren in sich tragen, plus lauter Fehler, z.B. teilweise auch anderer Viren und mathematisch bedingt falsche Positive. Ich glaube wir haben das woanders schon diskutiert. D.h. also, der PCR-Test könnte diagnostisch sein, aber der Aufwand für die bereits teilweise überlasteten Labore wäre wohl zu gross.

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Es gibt so viele Länder, die die Corona-Krise besser meistern als die Schweiz:
Taiwan, Südkorea, Neuseeland, Australien, Japan, Singapur, Norwegen, Finnland, Deutschland...

Der Mut, die Selbstlosigkeit und die Risikobereitschaft des Bundesrats im Frühling war beeindruckend (wenn man den einen Bundesrat ausnimmt, der keine Lust hat auf Wissenschaftler und Exponentialrechnung).

Schade, dass Parlament und Kantone meinten, das Heft wieder in die Hand nehmen zu müssen. Jetzt haben sie nichts aus dem Vorteil gemacht, den uns der lockdown verschafft hatte.

Dabei wäre es viel einfacher gewesen, aus dem lockdown heraus die Zahlen ganz tief zu halten. Auch die Wirtschaft hätte davon massiv profitiert.

Die Bilder aus den vollen Stadien Neuseelands sind beeindruckend. Bei uns in der Schweiz haben Gemeinsinn und politische Gestaltungskraft nicht ausgereicht, um so eine Topleistung hinzukriegen. Ich hätte mir eine handlungsfähigere Schweiz gewünscht, die mutig ihre Zukunft gestaltet.

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Wer Länder, die zu 100% vom Meer umgeben sind (oder im Fall von Südkorea eine unpassierbare Grenze haben ) als Vorbild für die Schweiz heranzieht, macht es sich definitiv zu einfach.

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Das ist mir zu einfach.

Es gibt Handlungsoptionen, die man umsetzen muss, um das Ziel zu erreichen. Wir haben das bisher nicht geschafft. Anders als andere Länder - auch solche, die lange und frequentierte Grenzen haben.

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Der Bundesrat kommt morgen unter Druck der berechtigt entsetzten Öffentlichkeit zusammen und stellt anschliessend die gedachten Massnahmen vor. Die Landesregierung ist durch die Sperre des Parlaments praktisch lahm gelegt. Sie kann doch nichts mehr anordnen. Das dürfen nur die 26 Kantone, die sich nie einig werden. Der grosse Dank geht an die Volksvertreter im Parlament, die sich während des Ausnahmezustandes im Frühjahr entmachtet fühlten, so sorgten sie mit der Sperre der ausserordentlichen Lage dafür, dass der Bundesrat nicht übernehmen kann. Die Zeit rennt davon. "Es ist etwas faules im Staate Dänemark".

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Es gibt keine Sperre, das Epidemiegesetz ist nach wie vor in Kraft.

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Das Epidemiegesetz kann das Parlament nicht sperren. Die ausserordentliche Lage ist vom Parlament gesperrt. Der Bundesrat kann nicht die Führung wie im Frühjahr übernehmen, sondern muss immer die Meinung von 26 Korporationen einholen und diese dem Volk in diplomatischer Art und Weise dolmetschen. Deswegen zieht sich alles so schleppend.

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Je länger je mehr wird der Satz denn ich vor Monaten lass: „Diese Pandemie ist auch ein Intelligenz Test“ spannender und wichtiger. Leider weiss ich nicht mehr für wenn dieser Satz denn nun gilt!
Keiner hat eine Ahnung und alle stochern im Nebel.
Gelinde gesagt entsetzt bin ich über die Expertinnen und Experten auf den jeweiligen Gebieten einer Pandemie betreffend. Wussten zwar alle das eine grosse Seuche irgendwann kommen wird scheint mir schon nicht viel in Sache Forschung zu Verbreitung und Ansteckungswegen gemacht worden zu sein.
SARS MERS Schweine- Vogelgrippe schienen wohl zu weit weg und fanden nie den Weg zu uns.
Und nun? Versuchen wir mit emotionalen Entscheide, z.B Schulschliessungen oder Symbolpolitik wie z.B Masken tragen beim Einkaufen der Pandemie Einhalt bieten zu wollen. Warum keine besseren Lösungen ergriffen werden?
Weil wir es nicht besser wissen? Globaler Hausarrest dürfte auch keine Lösung sein.
Ich denke die Diskussion was wir erreichen wollen mit den ergriffenen oder geforderten Massnahmen scheint mir längst überfällig!
Das warten und hoffen auf einen Impfstoff dürfte ja gerne noch mindesten ein Jahr dauern und wenn dieser Impfstoff nur zu 30- 70% schützt wie zu weilen bei der Grippeimpfung? Was dann?
Wir bauen unsere Wirtschaft und Gesellschaft gerade um ein einem Mass das uns nicht Ansatzweise bewusst ist! Dank Kurzarbeitsentschädigung und guten Sozialen Errungenschaften wird dieser Umbau auch erst mit Einführung der Impfung sichtbar.
Dies alles wegen einer Pandemie mit klar umrissenen Risikogruppen und der nicht erfolgten Diskussion um unser Risikoverhalten.
Und ganz zuletzt frage ich mich dann halt auch noch, wieso war Herr Shakiri positiv auf COVID 19 vor dem Länderspiel gegen Spanien getestet worden nur um dann zu erfahren das seine Antikörper die er entwickelt hat bei der Erkrankung früher im Jahr zu diesem falsch Positiven Test führte.
Wir wissen echt nicht viel aber das Virus aber das Flächendeckend und in allen Schichten.

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Nun geht das Geschrei los, man müsse schnell handeln, aber von den Politikern, es ist offensichtlich, hat niemand Lust, Verantwortung zu übernehmen. Ein Stück weit kann man das nachvollziehen: Jede politische Entscheidung könnte sich am Ende als falsch herausstellen. Statt Entscheide zu fällen, welche die Ansteckungen verringern, kommt man dann mit einer Verlegenheitslösung in Form der Maske, die man am besten auch gleich noch draussen an der frischen Luft zu tragen hat.

Aber vielleicht sollten wir sowieso langsam damit aufhören, dieses Virus isoliert zu betrachten. Ich habe mich bisher noch nie als Verschwörungstheoretiker oder sonstwie paranoide Person gesehen. Aber wenn ich, wie heute auf der Website vom SRF, einen Artikel über die ID 2020 lese, läuft es mir schon kalt den Rücken runter. Ein paar Klicks weiter erspähe ich die Nachricht, dass ein deutsches Pharmaunternehmen meint, demnächst mit Massenimpfungen beginnen zu können. Um die menschliche Meute im permanenten Angstmodus halten zu können, werden täglich die mehr oder weniger nichtssagende Zahlen von angeblichen Coronaansteckungen publiziert.
Was tun wir damit? Und ist dieses Virus nun schlimm oder nicht? Die einen Fachleute sagen dies, die andern das.
Ist es vielleicht so, dass es für diejenigen, die daran ernsthaft erkranken oder gar sterben, schlimm und für die andern nicht schlimm ist?
Aber warum brauchen wir dann Massentests und Massenimpfungen?
Möglicherweise darum, weil der Bundesrat schon so viele Geld für einen fiktiven Impfstoff ausgegeben hat?

Solche und noch viel mehr Fragen hätte ich von den Journalisten gerne recherchiert. Von Beginn weg bin ich erstaunt darob, wie gestandene und an sich kritische Journalisten wie z.B. Herr Binswanger es seit Monaten fertig bringen, derart einseitig über die Pandemie zu schreiben, scheinbar ohne je einmal kritisch nach links oder rechts zu gucken.

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Danke für den guten Beitrag. Etwas vermisst habe ich einen ausführlicheren Kommentar zur Rolle der Kantone. Diese haben mich doch sehr enttäuscht. Im Frühling hat man gesehen, dass die Pandemievorsorge nicht wie gefordert umgesetzt worden ist und in letzter Zeit wurde von kantonaler Seite (Gesundheitsdirektoren ...) ständig betont, wie gut sie alles im Griff haben und wie gut das Nachverfolgen der Fälle funktioniert. Ich konnte diese Aussagen nie richtig glauben. Die Kantone haben die Sommermonate mit tiefen Zahlen offensichtlich viel zu wenig für vorausschauende, vorsorgende Massnahmen genützt und aktuell bleibt für mich der Eindruck, dass beschönigt wird, statt ehrlich zu kommunizieren.
Mir kommt in der heutigen Zeit (auch bei vielen anderen Themen) oft der Titel eines Vortrags von Ingeborg Bachmann in den Sinn: 'Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar'. Etwas mehr Suche nach Wahrheit und weniger Show, weniger Angst vor neuen Einsichten und weniger bewusste Lügen wären allemal wohltuend.
Ich wünsche trotzdem allen Zuversicht, Mut und gute Laune.

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S. G.
Verlegerin
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Und im richtigen Zeitpunkt wieder ein guter Artikel von Herrn Binswanger um uns alle daran zu erinnern was wir eigentlich schon wissen, aber nicht sehen wollen. Vielen Dank!

Im Mai als eine Lockerung nach der anderen kam habe ich mir dieses Szenario für den Herbst ausgemalt. Nun ist es eingetroffen. Da wir in diesem Winter keine Impfung haben werden, will ich mir nicht ausdenken, was in den nächsten 6 Monaten noch kommt, bis wir alle wieder etwas mehr draussen sein können.

Ja, es brauchte eine Öffnung um den wirtschaftlichen und psychischen Schaden in Grenzen zu halten. Aber es gibt Lockerungen, die wirtschaftlich wenig bringen und die Infektionen auf die Höhe treiben. Wäre es nicht sinnvoller diese Branchen zu subventionieren?

Die Schweiz hat immer noch nicht ihre Hausaufgaben gemacht und hat nebenbei Schweden ständig an den Pranger gestellt. Sind wir besser als Schweden? Definitiv nein. Wo bleibt das kritische Denken mit sich selber als Nation?

  • Die Schweiz macht kein gutes Kontakt-Tracing (ausser in der Familie und Büro weiss man kaum woher die Infektionen kommen)

  • Die Schweiz testet immer noch viel zu wenig (Platz 53 weltweit, die meisten europäischen Länder testen mehr)
    Ein besseres Kontakt-Tracing und mehr Testen kostet „nur Geld“ und Organisation, was gut investiert wäre.

Was die Bevölkerung angeht:

  • Die meisten S. wollen keine Corona-App >> unsere Daten geben wir US-Firmen ohne zu überlegen, aber unserem Staat misstraut man am meisten

  • Die Abstands-und Hygiene-Regeln werden seit längerem nicht mehr eingehalten >> ja, mühsam, aber wohl weniger schlimm als alle anderen Massnahmen, die kommen werden

  • das mathematische Verständnis ist entweder nicht vorhanden oder man hofft, exponentielles Wachstum würde von alleine verschwinden

  • die meisten sind nicht mehr bereit sich einzuschränken, wenn es um den Schutz der anderen geht

Das Verhalten bei COVID-19 ist genau dasselbe wie bei der Klimafrage. Egoistisches und kurzsichtiges Verhalten.

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So, und jetzt übertragen Sie genau diese Dynamik mal auf die Klimadebatte, wo 1:1 dasselbe passiert. Auch hier ist es mindestens fünf vor Zwölf laut Wissenschaft - und keiner hört hin. Man mag sich die Konsequenzen nicht ausmalen.

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C. D.
Ergänzerin
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· editiert

Hmm. Es ist Herbst, wir hatten einen Kälteeinbruch. Nun werden die Hospitalisierungen mit Atemwegserkrankungen selbstverständlich zunehmen wie jedes Jahr. Die Testresultate der Risikopatienten im Zusammenhang mit tatsächlichen Symptomen gilt es im Auge zu behalten, aber doch nicht die Infizierung von symptomlosen Jungen, die ohnehin praktisch immun sind und wo die Zahlen nun explodieren. Worst-Case-Annahmen sollten immer Best-Case-Annahmen gegenübergestellt werden. Letztere haben sich bisher zum Glück weltweit als um ein Vielfaches realistischer herausgestellt. Wie immer dem sei, muss jetzt beobachtet werden, in welche Richtung es geht.

Ich empfehle allen Leser*innen das Buch des WEF-Leiters Klaus Schwabs “Covid-19: The Great Reset”. Interessant wird Schwabs Vision ab Kapitel 1.6 (Technological reset). Laut Schwab werden die Ängste der Bevölkerung vor Infektionen und die damit verbundenen Verhaltensänderungen von selbst eine massive Reduktion von Begegnungen und Begegnungsräumen verursachen (u.a. Restaurants, “Unterhaltungsindustrie”). Das vereinfacht und beschleunigt den angestrebten Reset enorm: AI und Überwachung bis in intimste Bereiche (Toilettensitz), Roboterisierung, Drohneneinsatz, digitale Transformation des Gesundheits- und des Bildungswesens usw. Natürlich sieht Schwab die Gefahr der Dystopie (Modell China), aber er sieht diesbezüglich nicht sich selbst - als Advokat des Great Resets - in der Verantwortung, sondern die jeweilige Bevölkerung.

Wollen wir eine solche Entwicklung ohne Debatte hinnehmen? Wie weit sind wir bereit, aus Sicherheitsüberlegungen und Zeitdruck im Rahmen einer Pandemie (sei deren Schwere nun suggeriert oder real) unsere gewachsenen Gesellschaftsstrukturen, unsere KMUs und unsere Grundrechte, ja unsere gesamte Kultur aufs Spiel zu setzen, ohne uns in den Diskurs der Finanz- und Wirtschaftseliten einzumischen?

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jede/jedi/ macht, was er/sie/ wott: lieber dfreiheitssiite vo dr medaille als dverantwortigssiite. däm sägi: mir sine chindischi gsellschaft.

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falschi alternative ?

  • freiheit beinhaltet verantwortig

  • d'alternative isch d'angscht ... und s'abschiebe vo verantwortig !

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es sie zwee siite vo dr gliiche medaille; mi iidruck isch, dass viu v.a. die siite vo dr freiheit beanspruche, die vo dr verantwortig aber nid wei wahrnäh.

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Seit Einführung der Maskenpflicht steigen die Infektionszahlen. Die Massnahme scheint nicht gut wirksam zu sein. Sollten unter diesen Bedingungen nicht auch andere Massnahmen diskutiert werden, wenn man die Infektionszahlen kleiner bekommen möchte?

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Ja, lieber Herr Birk, dann schlagen Sie doch mal etwas vor!

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Wir haben doch nun Erfahrung im Umgang mit diesem Virus. Wir wissen, welche Personen Risikogruppen angehören und welche nicht. Wir sind besser darin geworden, kranke Personen zu behandeln. Dazu haben wir gelernt, was dafür notwendig ist. Eine Pleite, wie die, dass keine Masken zur Verfügung gestanden haben, weshalb die irrsinnige Aussage in die Welt gesetzt wurde, dass Masken etwa wirkungslos wären bei einer Krankheit, die im Wesentlichen durch Tröpfcheninfektion übertragen wird, können wir nun vermeiden. Und wir wissen nun auch, wo die Grenzen der Masken sind: eine breite Maskenpflicht wie die in den Verkehrsmitteln hat keinen messbar positiven Einfluss.

Warum nicht aus diesen Erfahrungen lernen?

Schaue ich mir an, wie sich meine Mitmenschen verhalten haben, als es im April eng wurde, und schaue ich mir an, wie jetzt, so fällt mir etwas auf:

  1. Alle haben nun im Zug eine Maske auf.

  2. Das Händewaschen in der Toilette ist jedoch schon wieder aus der Mode gekommen.

  3. Dafür wird im Laden sterilisiert, obwohl nachweislich Seife gut wirkt.

  4. Nun sind Striche auf dem Boden überall. Aber die Menschen verhalten sich weniger vernünftig, was das Abstandshalten angeht.

Wir hatten ja eine Ansteckungswelle. Diese wurde im Wesentlichen durch Vernunft bezwungen. Sogar der dann beschlossene Lockdown hatte keinen nachweisbar wesentlichen Einfluss mehr.

Durch Länder wie beispielsweise Weissrussland wissen wir, wie das Virus wirkt, wenn es überhaupt nicht behandelt wird. Dort leben nur wenige alte Männer – die Notfallpatientengruppe Nummer 1. Und entsprechend gibt es keinen Notstand in den Krankenhäusern, obwohl nichts gegen die Ansteckungen getan wird.

Wenn Sie so konkret fragen, verdienen Sie auch eine konkrete Antwort:

  1. Sinnlose da wirkungslose Massnahmen sein lassen und auf wirksame konzentrieren (Spielzeug-Apps, breite Maskenpflicht, etc. funktionieren nicht)

  2. Immunsystem stärken: Vitamine C und D. Es wird viel zu wenig über den Aufbau des Immunsystems gesprochen, das die Menschen mit einer guten Abwehr versorgt. Die medizinischen Kenntnisse darüber müssen breit kommuniziert werden.

  3. Besonderer Schutz für Menschen in den Risikogruppen. Hier muss vorbereitet werden, wenn Personen krank werden, dass man sie schnell und sinnvoll behandeln kann. Zudem muss diesen Menschen Unterstützung gewährt werden, wenn sie sich isolieren wollen, dass man ihre Versorgung sicherstellen kann (sozialer Dienst). Die Oma und den Opa soll man besuchen, aber nicht, wenn man sich schlecht fühlt. Dann sollte man eine Maske tragen und Abstand halten, damit man niemanden ansteckt, der dann in Gefahr ist.

  4. Wenn man sich nicht wirklich gut fühlt, immer eine Maske tragen und Abstand halten, sobald man mit anderen Menschen in Kontakt kommt – und zwar völlig egal, ob das vor dem Bahnhof, auf dem Bahnhof oder im Zug passiert – oder sonstwo. Es geht um die Nähe, die vermieden werden muss.

  5. Regelmässig Hände waschen mit Seife. Vor allem auch immer dann, wenn man Gemeinschaftsräume besucht hat, Aufzüge bedient, oder auch die Pineingabe beim Bezahlen oder sonst irgend etwas, was gemeinschaftlich benutzt wird (Türklinken inclusive).

  6. Den Lockdown weglassen. Er bringt nichts Gutes, dafür Probleme. Es ist doch ein Treppenwitz, wenn Arztpraxen schliessen und Krankenhäuser Kurzarbeit anmelden mitten in einer Pandemie!

  7. Die Panikkommunikation einstellen. Das geht an alle Medienschaffende: nein, wir müssen nicht alle ständig in Angst gehalten werden mit Horrorzahlen und einer Angstdiskussion. Mit einer Krise geht eine Gesellschaft viel besser um, wenn alle die Ruhe bewahren und sich vernünftig verhalten als wenn alle eine App runterladen, die Maske aufsetzen im Zug, Striche auf den Boden malen – und dann auf der anderen Seite wieder schludrig werden mit dem Händewaschen und Nicht-ins-Gesicht-Fassen! Die medizinische Versorgung muss funktionieren. Das tut sie nicht, wenn die Leute Angst haben, zum Arzt zu gehen. Unser Gesundheitssystem verdient um einiges mehr an Vertrauen.

COVID-19 ist eine schwierige Krankheit, und eben doch um einiges unangenehmer und besonders für bestimmte Personen auch gefährlicher als andere Formen der Atemwegserkrankungen. Aber sie ist kein Ebola. So ein Coronavirus ist schwer beherrschbar, aber wir besitzen auch alle ein zur Abwehr geeignetes Immunsystem. Und wir haben nun gelernt, die Anfangsfehler zu vermeiden, so dass die Behandlung oft gut anschlägt. Das sind erfreuliche Nachrichten, die es auch Wert sind verbreitet zu werden.

Weshalb sollen wir also nicht die Ruhe bewahren?

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Ihre Arroganz deckt sich mit der unseres Berner Gesundheitsdirektors, Alain Schnegg (SVP), der letzte Woche unter anderem verlauten liess, dass, wenn man die Maskenpflicht ausweite, dies auch einen erzieherischen Effekt auf die Bevölkerung habe (Bieler Tagblatt. 10.10.20). Kein Wort zum möglichen Ansteckungsrisiko.
Und weiter, habe man ganz bewusst den Zeitpunkt vor dem Wintereinbruch gewählt, um nachmals ein Signal zu senden, so Schnegg.
Volker Birk hat weder die Macht noch die Gage, Massnahmen zu diskutieren, aber er kann offensichtlich denken, im Gegensatz zu den meisten Politikern und journalistischen Schaumschlägern sowie ihren Empfängern, die alles nachbeten.

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Obwohl wahrscheinlich alle ihr Bestes gaben, konnte es eher nicht klappen, regional bedingte Eigenheiten eingeschlossen, wirksam gegen die Pandemie vor zu sorgen. Denn es gibt wirklich kleine ländliche Kantone und Halbkantone, die selber entscheiden können und sollen. Ich bin in 15 min im Einkaufszentrum des Nachbarkantons...beide mit eigenen Praxisregeln. So verstehe ich nicht, da zur Zeit jeder erleichtert über einheitliche Massnahmen ist, warum
nicht z. B. die innerschweizer Kantone von Luzern bis Uri zu einem einzigen "Verwaltungsbezirk" in so Notzeiten eingeteilt werden. Regionale Eigenheiten bleiben dabei berücksichtigt. Es gäbe dann eifach ein paar Verwaltungsbezirke, Nordschweiz, Ostschweiz usw, das würde manchen Beschluss vereinfachen...

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Anonym 3
Was soll man denn dazu sagen!
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Danke für diese Kolumne! 2 Punkte: - die Science Task Force sei nicht überrascht worden? "Falls sich dieser Trend fortsetzt, müsste man noch im Oktober mit über 2000 Fällen pro Tag rechnen." Mich würde es nicht erstaunen, wenn wir noch im Oktober auf über 10'000 pro Tag kommen.

  • Viele Menschen (die Mehrheit?) handeln erst, wenn sie mitten in der Katastrophe drin stecken. Und in der Anfangsphase der Katastrophe schafft es rund ein Drittel, die Tatsachen lautstark zu verleugnen. Darin unterscheiden sich Politiker_innen nicht von gewöhnlichen Bürger_innen.
    Herzliche Grüße und einen schönen Tag.

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Um sowohl den Lockdown als auch die Überlastung des Gesundheits­systems zu vermeiden, gibt es nur eine Lösung: Die Entwicklung des Ansteckungs­geschehens muss antizipiert werden, und die Eindämmung muss frühzeitig erfolgen. Regieren heisst voraus­schauen: Nie ist dieser Leitspruch wahrer als in einer Pandemie.

Diese Aussage im Artikel erscheint mir zentral. Ein Hauptgrund für die jetzigen Probleme dürfte sein, dass man nie ernsthaft versucht hat, die Ansteckungswege exakt nachzuverfolgen und zu quantifizieren, obwohl die Situation im Mai/Juni dafür günstig gewesen wäre. Für mich hat, neben BAG, Bund und Kantonen, wo es offenbar niemand mit Flair für Zahlen und Digitalisierung gibt, auch die Wissenschaft versagt, die es nicht geschafft hat, irgendetwas zu entwickeln, das die zukünftige Entwicklung einigermassen verlässlich voraussagen könnte.

Zum Beispiel, neben dem bekannten Ausspruch von Herrn Salathé, gab es am 1.10. diesen Artikel bei 20 Minuten: "Darum zeigt die Corona-Kurve steil nach unten". Mehrere Experten sehen darin die Lage positiv. Soweit ich mich erinnere, dachte ich damals, dass man den Artikel sofort wieder zurückziehen müsste, weil gerade an dem Tag ein erneuter Aufwärtstrend ersichtlich war.

Niemand scheint sich in die verfügbaren Zahlen hineingekniet zu haben, obwohl es grosse Unterschiede in den einzelnen Kantonen gab, die gewisse Rückschlüsse geben könnten. Zum Beispiel gab es in den Kantonen GE und VD einen zeitweisen Rückgang der Fallzahlen nach Schliessung der Nachtlokale.

Dafür wurde Maskentragen als fast wirkungsvollstes Mittel dargestellt, was bei der Faktenlage absehbar zu grossen Diskussionen führte und anderes, wichtigeres in den Hintergrund rücken liess.

Wenn man Risiken, wie das Öffnen der grossen Stadien, eingeht, müsste man einen Kontrollmechanismus für die Auswirkungen einsetzen. Davon sind wir aber weit entfernt.

Ich sehe nicht, dass man grosse Fortschritte im Verstehen des Verlaufs der Pandemie erreicht hätte. Es wird wohl weiter nach dem Prinzip "trial and error" vorgegangen werden, was für die nächste Zeit nicht unbedingt Gutes verheisst.

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"...dass jetzt auch die Covid-Hospitalisationen wieder stark zunehmen, dass einzelne Kantone bereits wieder an ihre Kapazitäts­grenzen stossen..."

Es ist nun ein Monat seit den Apokalypse-Meldungen aus dem Kanton Waadt. Das müsste sich inzwischen in den Statistiken niedergeschlagen haben. Keine Spur davon.

.... einfach mal kurz tief durchatmen und die Zahlen im Schnitt der letzten Tage anschauen (BAG/BFS):

  • 20 Kranke mit "Labor" bestätigtem SARS-CoV-2 Nachweis mussten täglich in ein Akutspital;

  • 3650 Kranke wurden täglich aus einem anderen Grund in ein Akutspital eingeliefert;

  • 3-5 tägliche Todesfälle von Personen, mit "Labor" bestätigtem SARS-CoV-2 Nachweis;

  • 175 tägliche Todesfälle aus anderen Ursachen.

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Schauen Sie doch einmal hinter die 7 Berge. Z.B. nach Italien, Spanien, USA u.a. Dann könnten Sie sehen was geschehen kann. Oder sprechen Sie mit direkt Betroffenen.

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Lieber Herr Oettli, da haben Sie völlig recht: Covid-Hospitalisationen stand heute sind problemlos bewältigbar. Aber das ist nicht der Punkt: Der Punkt ist dass wir auch bei den Hospitalisationen jetzt wieder mit einem schnellen exponentiellen Wachstum konfrontiert sind. Die Zunahme erfolgt etwa im Gleichschritt mit den Fallzahlen, liegt also aktuelle bei einer wöchentlichen Verdopplung. In vier Wochen wären wir bei 320 täglichen Covid-Eintritten. Herzlich, DB

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T. S.
"Physiker"
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· editiert

Das Modell des exponentiellen Wachstums ist nicht anwendbar ohne Berücksichtigung der Randbedingungen. Was wir tatsächlich haben, sind Kurven, die zeitweise mit exponentiellem Wachstum korellieren, und zeitweise mit anderen Funktionen, gleichbleiben und zwischendurch auch sinken. Es ist ein unzulässige Extrapolation, ein exponentielles Wachstum weit in die Zukunft zu projizieren. Auf https://ibz-shiny.ethz.ch/covid-19-re/ sieht man, wie die Exponenten (durch Re dargestellt) rauf und runter gehen wie ein Yoyo.

Edit: Wir haben es auf Dauer eben nicht mit exponentiellen Wachstum zu tun, sondern zunächst mit logistischem Wachstum und wie schon jetzt ersichtlich, schlussendlich mit "Wellen". Ein beliebtes Schulbespiel für exponentielles Wachstum ist ein Teich mit rasch zunehmenden Seerosen, weil man für diese eine konstante Verdoppelungszeit annimmt. Ich habe selber einen Teich mit Seerosen und kann beobachten, dass sie seit drei Jahren zunehmen, aber immer langsamer, da sie den Bereich, wo sie gedeihen können, langsam ausgefüllt haben. Mit Viren, usw. ist es nicht anders.

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Zuerst hoffte ich bei dem Titel, dass Herr Binswanger endlich eingesehen hat, dass er bei anderen Themen besser aufgehoben ist.
Überraschend ist der Inhalt aber trotzdem nicht.
Nachdem Herr Binswanger schon monateweise falsch lag mit seinen düsteren Prophezeiungen und sich gerade Mitglieder der Taskforce sich vor nur gerade einer Woche darüber freuten, dass die Zahlen rückläufig sind und man Corona tatsächlich im Griff hat, scheint sich ja jetzt 'wirklich' etwas verändert zu haben.
Und dies in allen Ländern geografisch ähnlicher Lage, trotz den unterschiedlichsten Massnahmenkatalogen.
Und jetzt zeigen sich ein Teil der Wissenschaftler und Binswangers überrascht, dass sich die Epidemie eben genau nach den vorhergesagten Mustern verhält, die man schon von Anfang an vorhergesagt hatte. Leider hat man es versäumt im Sommer das Infektionsgeschehen kontrolliert schneller ablaufen zu lassen, wo die Sterblichkeit auf Grund niedrigerer Dosen, Ressourcen der Gesundheitsversorgung und des besseren Zustandes der menschlichen Immunabwehr geringer ist. Genau so sehr hat man es versäumt sich politisch zu einigen, wie man mit der 2. Welle umgehen soll.
Dies weil die Medien schon wochenweise eine 2. Welle herbeigeredet haben die es nicht gab und die Wissenschaftler geglaubt haben sie könnten den Virus mit den vorhandenen Lösungen kontrollieren, nicht wegen der Politik.

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F. S.
Anderer 60
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· editiert

Verstehe ich Sie richtig, dass Sie für Reiner Eichenbergers „strukturierte Durchseuchung“ plädieren?

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Zu diesen Thema hätte ich mir gerne eine Meinung gebildet. Leider wurde die Diskussion zu Alternativen nie geführt bzw. gleich in die Coronaleugnerecke abgeschoben.
Unser einziger 'Plan' beruht auf der Hoffnung auf der baldigen Verfügbarkeit eines Impfstoffes, über dessen Wirksamkeit bezüglich des Schutzes wie auch der Nebenwirkungen noch nichts bekannt ist. Zudem wird der Zuspruch sich impfen zu lassen wohl auch eher wie bei der App verlaufen.

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Lieber Her Staffacher, jetzt mal ganz ohne ira et studio. Wo lag ich falsch? Sehr herzlich, DB

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Lieber Herr Binswanger

  1. Als sie geschrieben haben man könne aus all den Corona-Schulden einfach wieder herauswachsen.

  2. Sie haben sämtliche Öffnungsschritte immer wieder kritisiert. Im Moment zeigt sich aber bei allen Ländern der gleiche Trend, ganz egal was für Massnahmen in Kraft sind oder waren.

  3. Die Bindung der Aufmerksamkeit. Anstatt die Menschen einfach über den ungefährlich(er)en Sommer mal etwas verschnaufen (vielleicht sogar anstecken) zu lassen, damit man Energie hat, wenn es wichtig ist.

  4. Ich sehe keinerlei Vision hinter den ganzen Texten. Klar macht man sich dadurch vielleicht angreifbar, aber einfach immer nur alles kritisieren, ohne eigenen Lösungsansatz, finde ich bei dem mittlerweile doch sehr umfangreichen Werk doch etwas mager.
    -> Nur so als Hinweis. So haben sich unterdessen mehrere Mitglieder der Taskforce dahingehend geäussert, dass mit der Verfügbarkeit der Impfung eine Durchseuchungsstrategie durchaus sinnvoll wäre. Wie wirksam muss denn diese Impfung sein, damit diese Lösung auch aus ihrer Sicht sinnvoll ist? Und was ist dann mit den Menschen aus der Risikogruppe, die nach den 'Zahlen' bis dahin schon 3x vor Corona gerettet wurden, und die dann trotzdem sterben?

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Der einzige Wert, der im Moment tiefer ist als vor dem ersten Lockdown light am 16. März, ist die Verdopplungszeit.

Wenn die letzten sieben Tage mit der Woche vor dem Lockdown light verglichen wird, dann sind heute:

  • Fallzahlen höher

  • Positivitätsrate höher

  • Inzidenz bei den Altersgruppen 60+ höher

  • Tägliche Hospitalisierungen höher

  • Todesfälle höher.

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Wobei die Hospitalisierungen im März noch nicht wirklich bekannt waren.

Am 27.3 wurde das erste mal die Hospitalisierungen gemeldet. Gemäss dem Bericht waren es damals 1’069. Mit den Nachmeldungen waren es schliesslich über 2'000.

Man kann nur hoffen, dass letzte Woche ein Ruck durch die Bevölkerung gegangen ist, ansonsten ist es unwahrscheinlich, dass diese Welle weniger schlimm wird, als die erste.

Das absolut schlimmste Szenario wäre natürlich, wenn die Massnahmen, die der Bundesrat am Sonntag beschliesst, nicht ausreichen um Re auf unter 0.8 zu bringen.

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F. S.
Anderer 60
·

Es war von Anfang an, dass der Bund den Kantonen viel zu viel überlassen mussten. Leider brauchten die Lobbyisten zuerst den Beweis. Der Föderalismus hat viele Vorteile wie beim Tracing. (Es wird sicher noch besser.) Vorschriften in der Pandemie ist aber eine Sache des Bundes. Im Strassenverkehr haben wir das auch.

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«Es war von Anfang an, dass der Bund den Kantonen viel zu viel überlassen mussten.»

Das ist nicht richtig. Der Bund nahm die Forderungen der Kantone dankbar ab, um nicht mehr in der Verantwortung stehen zu müssen, die er gemäss Gesetz aber immer hätte tragen müssen. Die Zuständigkeit lag und liegt beim Bund, die Kantone müssen bloss konsultiert werden.

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T. S.
"Physiker"
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· editiert

Der Titel ist gut, aber den Artikel lehne ich ab. Bitte bitte bitte Republik, lassen Sie doch jemand anders als Herrn Binswanger über Corona-Themen schreiben! Eine noch schlimmere Angst-Kampagne als z.B. von Tamedia.

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T. S., Ihre Angst ist berechtigt. Sie wird aber nicht verschwinden, indem Sie die paar wenigen schweizerischen Journalisten und Medien, welche evidenzbasiert über die Pandemie berichten, verunglimpfen … Ja, die Rolle der Medien wird auch aufgearbeitet werden müssen. Wieso, zeigt die heutige Berichterstattung über die menschenverachtende Haltung von SVP-Maurer.

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T. S.
"Physiker"
·

Es ist gerade umgekehrt. Die meisten Medien inklusive Republik berichten eben nicht durchgehend evidenzbasiert, sondern vor allem Zusammenfassungen und Meinungen. Das darf man auch, muss sogar, darf aber nicht so tun, als seien Meinungen Fakten. Dazu kommt eine völlig unnötige Polarisierung, denn wir wollen doch alle daselbe.

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Lieber Herr S., immerhin können wir uns darauf einigen, dass etwas ganz fundamentales aus dem Lot ist. Ich hätte ja gedacht, dass unter den heutigen Bedingungen vielleicht wieder eine etwas besseres Basis besteht für einen Austausch. Wie hoch müssen denn aus Ihrer Sicht die Hospitalisations- und Todesarten gehen, damit Presseberichte, die zum Handeln aufrufen, nicht als "Angstkampagnen" abgetan werden müssen? Halten Sie die vorliegenden Zahlen für falsch? Halten Sie die drohende Überlastung der Spitäler für fake news? Ich muss offen gestehen, dass mir schleierhaft ist, wie Sie argumentieren. Mit herzlichen Grüssen, DB

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Es gibt wohl Situationen, wo Angst - im Sinne von Furcht - im Grunde erstmal der einzig verlässliche Ratgeber ist, sofern aus diesem Initialzünder Angst dann mit der Vernunft kluge, vernünftige Schlussfolgerungen gezogen und Massnahmen zur Bekämpfung der Ursache der Angst ergriffen werden. Angst scheint in unserer Gesellschaft nicht mehr akzeptiert zu werden - diejenigen, die auf die Angst hören und sie ernst nehmen, werden bekämpft.

Verleugnete Angst jedoch kann im Untergrund ungehindert weiter wirken - und verwandelt sich unbemerkt immer mehr in blinde Wut und blinden Hass. Und solch blinde Wut wird dann oft ohne Rücksicht auf Verluste mehr oder weniger zerstörerisch ausagiert.

Es gibt eine heilige Angst - so wie es einen heiligen Zorn gibt. Sie beide sind Geschwister, die sich auflehnen gegen Obrigkeiten jeder Art, die sie zu unterdrücken versuchen im Bestreben, an der Oberfläche unbedingt alles möglichst ruhig weiter laufen zu lassen.

Antizipation ohne bewusstes Wahrnehmen der Angst ist nicht möglich. Wer die Angst verleugnet, wird blind für drohende Gefahren.

Lieber Herr Binswanger, ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihren mutigen Beitrag, in dem Sie solch heilige Angst und solch heiligen Zorn erneut so offen zur Sprache bzw. zur Vernunft bringen.

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T. S.
"Physiker"
·
· editiert

Lieber Herr Binswanger, ja, hauptsächlich unsere Psyche ist aus dem Lot. Ihre erste Frage ist nicht beantwortbar ohne weitere Kriterien zu nennen, z.B. die Zeiträume und Spitalkapazitäten. Laut https://ibz-shiny.ethz.ch/covid-19-re/ sind heute (Stand von vorgestern) diese Zahlen wieder am Sinken, wobei auch ich annehme, dass sie im Winter zunehmen könnten. Und vermute aber, dass die Übersterblichkeit, wie auf https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps (unten) ersichtlich, unterdurchschnittlich bleiben wird, weil die grössere Vorsicht für diese Saison weniger Grippe-Fälle bedeuten könnte. Ich habe jedenfalls seit 9 Monaten weder Grippe noch Erkältung bekommen (ein Rekord für mich), trotzt Reisen, Einkaufen usw. ohne Maske, ganz einfach mit einer gegenüber früher erhöhten Achtsamkeit.

Die Fallzahlen halte ich tatsächlich für falsch, d.h. sie sind extrem ungenau und die nie kommunizierten Fehlerbereiche sind teilweise oder zeitwiese grösser als die Werte selbst, was höchst unwissenschaftlich ist. Die Schweiz hat laut https://www.swissinfo.ch/ger/corona…-/45658756 ca. 25'000 Spitalbetten. Das müsste doch längstens reichen, auch wenn es kurzzeitig oder lokal zu Engpässen kommen kann. Eine Pflegerin in einem Thuner Spital, die ich kenne, sagte mir jedenfalls, dass sie diesen Frühling/Sommer kaum zu tun hatte, weil die meisten Betten für Covid-19 Patienten reserviert worden waren, die nicht kamen. Und jetzt sind die Zahlen der belegten Covid-19 Betten viel tiefer als damals, schätzungsweise 5 bis 15 fach, je nach Datum.

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Das konstante Oszillieren muss doch inzwischen anstrengend werden.

  • "Es gibt gar kein Virus, keiner hat die DNS gesehen! Der Test ist nicht validiert!" (wir sind immer noch hier)

  • "Fallzahlen sind nicht das einzige Kriterium! Es gibt falsch positive, die bei solch niedrigen Werten sogar überwiegen könnten!" (wir waren hier)

  • "Na dann gehen die Fallzahlen halt hoch, aber im Verhältnis gibt es immer noch mehr, weil wir mehr testen! Positivitätsrate ist tief!" (wir waren hier)

  • "Wie 15% positiv, ist doch egal! Wir haben keine Spitaleintritte wie im Frühling!" (wir sind hier)

  • "Na dann sind eben einige im Spital, aber wir haben keine Todesfälle, das Virus ist also weniger tödlich geworden!" (hier sind wir auch)
    ...

  • "Sind ja eh nur Alte und Kranke, mir egal!" (hier werden wir nicht sein, weil der Bund ja handeln muss, gemäss Gesetz.)

Die Lage wird gegenwärtig missverstanden und auch mies kommuniziert. Ja, wir haben mehr Fälle und mehr Tests als im Frühjahr. Logisch! Man denke zurück an die Testkriterien damals. Ein Faktor 3-10 je nach Zeitbereich blieb sicher unerkannt.

Das heisst, wir haben nun ein besseres Bild der Realität, und entsprechend ist auch das Verhältnis der Hospitalisationen oder Todesfälle stark nach unten gerutscht.

Wir sehen den Zug nun also nicht mehr in VHS-Qualität, sondern in HD auf uns zufahren. Ist das beruhigender? Mässig.

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Glaben macht selig ! - Ausreden und Nachbeten helfen dabei ...
Wirklich Hinschauen und Hinterfragen (nicht wildwütig kritisieren) - nicht Vor-Urteilen, sondern zur Diskussion stellen - das könnte wieder mehr Glaubwürdigkeit schaffen.
Wie hat jemand richtig festgestellt: Meinungen als Fakts Hinstellen schadet uns allen - und Andersdenkende Diskreditieren untergräbt unsere ganze Kommunikation.

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Was ist es denn nun, das Sie in Ihrem Kommentar hilfreich zur Diskussion stellen? Wo genau schauen Sie darin wirklich hin, wo kritisieren Sie nicht wild und wütig? Wo ist in Ihrem Kommentar Respekt vor anders Denkenden zu finden?
Und was in Ihrem Kommentar entspricht denn nun Fakten, was ist Ihre Meinung? Weisen Sie Ihre Meinung als Meinung aus oder stellen Sie Ihre Meinung als Faktum hin?
Dies stelle ich fragend zur Diskussion...

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D. W.
Studi
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· editiert

Ich bin alles andere als gläubig, danke sehr.
Ich habe nur sehr wenig Bock darauf, wieder 2 Monate im Miltärdienst zu verschwinden und meinen Kameraden Seelsorger spielen zu dürfen, weil diese innert einer Woche ein halbes Altersheim sterben sehen.

Es ist doch einfach und seit dem Frühling immer wieder empirisch beobachtbar: Wo die Fallzahlen und Positivitätsraten entsprechende Niveaus annehmen, folgen innert kurzer Zeit grosse Mengen an Einweisungen und Tote und auch kurz- bis längerfristige Überlastungen des Gesundheitswesens. Da ist nichts von Meinung dabei, das ist Fakt. Eine Extrapolation dessen lässt nichts Gutes vermuten.

Diskreditieren tut man sich nur selbst, indem man nicht über den Tellerrand in andere Länder schauen mag, die eben weniger erfolgreich im Umgang mit den Problemen waren/sind. Dass wir es hierzulande und in Europa bisher nicht völlig eskalieren sehen, verdanken wir in erster Linie guter Kapazität, Behandlung und Krisenorganisation.

Nachtrag: Ja, ich werde hier emotional, und da ist sicher auch ein Paket Meinung drin. Nichtsdestrotrotz habe ich mir ein Bild der Lage gemacht, das wohl besser und näher ist als das vieler anderer Personen. Auch im internationalen Vergleich, von "Augenzeugen" der ersten Linie.
Ich habe sehr Mühe damit, Menschen zu respektieren, die - so erlebe ich dies - den Tod anderer Personen aktiv oder auch passiv herbeiführen wollen.

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Bei alldem finde ich es frustrierend, dass die SwissCovid-App kaum eine Rolle spielt. Das Contact-Tracing würde stark entlastet.

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«Bei alldem finde ich es frustrierend, dass die SwissCovid-App kaum eine Rolle spielt. Das Contact-Tracing würde stark entlastet.»

Das ist ein Missverständnis: Der Zweck der App wäre, dass sie Fälle entdeckt, welche das tradtionelle CT nicht findet, oder dass sie Fälle früher als das traditionelle CT findet. Aber all diese Fälle landen genauso beim CT, das dadurch also mehr statt weniger Fälle erhält. Was eigentlich erwünscht sein müsste, überlastet das sowieso schon nicht mehr funktionierende CT noch mehr.

Zur Erinnerung: In der Schweiz ging das CT selbst zu den «besten Zeiten» nie mehr als 48 Stunden zurück. Um Cluster zu finden, müsste man aber 7+ Tage zurückgehen können.

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Jeder Kanton macht es anders. Jeder meldet anders. Man klopft sich auf die Schulter, weil man schon E-Mail benützt. Manche Kantone melden mehrmals täglich, einer nur einmal in der Woche. Das ist der Organisationsgrad nach sage und schreibe 5 Monaten. Es wäre zum Lachen, wenn es nicht zum Heulen wäre.

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und mit einem der teuersten gesundheitssysteme. im kt bern gibt es labors, die testen übers wochenende nicht, verweisen auf andere labors, wenn man testen lassen will. dort sind die teströhrli aber anders als beim gewohnten labor. ergo: zweimal bei derselben person testen, mit einem andern röhrli...geschieht so in unseren altetsheimen. was für ein ärger.

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Der Kanton Luzern hat nun übrigens angekündigt, CT auch am Sonntag durchzuführen … Nein, das ist kein Scherz!

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Nachdem selbst Statistikerin T. Stadler in der Tagesschau SF1, 14.10., von diesem abrupten Anstieg der «Fallzahlen» überrascht war und Epidemiologe M. Salathé noch vor wenigen Tagen sagte "... es sieht gerade wirklich, wirklich sehr gut aus..." stellen sich mir folgende Fragen:

  1. Vergleich mit abruptem Anstieg Ende März

Gemäss SF1 Tagesschau vom 23.3., Min 6:30, gab es damals einen abrupten Anstieg von einem Tag auf den anderen, nachdem die zuvor durchgeführte Zweit Validierung im Referenzlabor in Genf aufgegeben wurde. In den letzten Tagen wurde die fehlende Standardisierung der PCR-Tests in den verschiedenen Labors kritisiert (z.B. TV Interviews Kantonsrätin Barbara Müller TG vom 7., 13. Okt). Könnte es sein, dass wieder ad hoc etwas geändert wurde?

  1. Ferienzeit – Testanforderungen von Reisezielen / «Mehrfachfälle» pro Person?

Im Sommer mussten viele ihre Auslandsferien verschieben und bekamen nur Voucher von den Fluggesellschaften. Viele befürchten, diese vielleicht nie mehr einlösen zu können und reisen nun trotz Auflagen der Reiseziele für kurzfristige Tests vor Abreise. Ich gehe davon aus, dass alle mit positiven Resultaten aus eigener Initiative mindestens einen zweiten Test in einem anderen Labor machen lassen. Die gesellschaftlichen und beruflichen Konsequenzen eines positiven Resultates sind massiv. Da will man sicher sein. Das BAG weist bei den Fallzahlen explizit darauf hin, dass Mehrfachtests einer Person nicht auf einen Fall komprimiert werden.

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C. D.
Ergänzerin
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Könnte es sein, dass nun neu diese Schnelltests eingesetzt werden, z. B. in Zürich?

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D. V. B.
Wirtschaftsingenieur und Auswanderer
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Das gibt’s auch nur in der Schweiz: “Ich bin Positiv getestet? Ich teste einfach nochmal woanders.”

Es braucht, wie in Dänemark, eine zentrale, digitale Patientenakte, in der alle Testresultate abgelegt werden.

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Jetzt warnen wieder die erfolgsgewohnten Karrieremediziner mit ihrer eigenen Agenda und die Presse bläst zur allgemeinen Hysterie. Ich hoffe, dass die Behörden einen kühlen Kopf bewahren und vernünftige Massnahmen treffen. Die Ansteckungszahlen bei hohem Testniveau ist nicht das einzige Kriterium zur Beurteilung der Lage und Schwarzmalerei für die Zukunft ist ein beliebtes Hobby der Journalisten, um die Stimmung anzuheizen und die Aufmerksamkeit zu gewinnen. Ich hoffe, dass diese Mechanismen diesmal besser durchschaut werden.

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Was sind, lieber Herr Gassmann, Ihrer Meinung nach "vernünftige Massnahmen"? Wie wärs für einmal mit brauchbaren Vorschlägen, anstatt mit permanenter Kritik?

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Genau so verantwortungslos und taub für die seit langem eindringlich von der Wissenschaft vermittelten Erkenntnisse gehen wir doch mit der Biodiversitätskrise und der Klimakrise um! Vernunftbegabte Wesen?

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T. S.
"Physiker"
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Der Vergleich hinkt etwas. Bei Klima und Biodiversität spricht die Wissenschaft praktisch mit einer Stimme und die Konsequenzen sind enorm. Die Politik folgt halbherzig und zu wenig. Bei Corona gibt es noch weniger Wissen als Meinungen und die Politik prescht vor mit unausgegorenen Massnahmen.

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Wenn die Wissenschaft in Bezug auf die Biodiversitäts- und Klimakrise mit einer Stimme spricht, wäre ja rasches und entschlossenes Handeln von Politik und Gesellschaft umso logischer. Aber ich gebe Ihnen recht, dass der Vergleich etwas hinkt: bei Covid-19 geht jede/r davon aus, es könnte ihn/sie arg erwischen. Beim Klimawandel schon weniger. Und erst recht nimmt kaum jemand den anhaltenden drastischen Biodiversitätsverlust als existenzbedrohend wahr.

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Anonym 2
· editiert

Und wiedereinmal berichten die Zeitungen nur einseitig. Ich bin es langsam leid diese Berichterstattungen anzuhören! Wieso kommen unsere Spitäler an ihre Grenzen? Weil wir im Gesundheitswesen die letzten Jahre sparen wollten und ganze Spitäler aufgelöst/zentralisiert haben. Daher wundert es mich nicht, dass wir keinen Platz haben. Auch die ganze Angst und Panik macherei führt dazu dass Menschen ihre Symptome noch verstärkter wahrnehmen und viel schneller in ein Spital rennen, genau aus diesem Grund. Ich bitte euch da drausen, nehmt nicht alles für Bare Münze und hinterfragt und seid kritisch.

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L. S.
· editiert

Nein, die Spitäler kommen bei Covid19-Infektionen nicht an ihre Grenzen, weil Kleinspitäler geschlossen wurden. Diese verfügten nämlich sehr selten über Intensivstationen mit Beatmungseinrichtungen und dem entsprechend geschulten Personal. Kranke, die solcher Pflege bedürfen, wurden/werden normalerweise aus solchen Kleinspitälern in Zentrumsspitäler verlegt. Es geht ja nicht darum, dass die Spitäler insgesamt überfüllt würden - das werden sie nicht. Überfüllt werden die Intensivstationen mit Beatmungseinrichtungen samt dem geschulten Personal. Man kann nicht einfach eine Pflegekraft von der Kinderstation, die gerade wenig zu tun hat, zur Betreuung von Intensivpatienten an Beamtungsgeräten abstellen.
Menschen mit Covid19-Symptomen sollten auf jeden Fall "schneller ins Spital rennen" - denn sind sie infiziert, sind sie auch ansteckend für Dritte. Dazu müssen sie nicht erst Lungenprobleme haben und auf der Intesivstation landen.

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Menschen mit Covid19-Symptomen sollten auf jeden Fall "schneller ins Spital rennen" - denn sind sie infiziert, sind sie auch ansteckend für Dritte. Dazu müssen sie nicht erst Lungenprobleme haben und auf der Intesivstation landen.

Sorry, Frau S., keine gute Empfehlung, weil viel zu undifferenziert. Oder wollen Sie das Spital-Personal kirre machen damit, lauter Leute mit einem Kratzen im Hals wieder nach Hause schicken zu müssen?
Was man mit Erkältungssymptomen unbedingt tun sollte (wer traut es sich zu, im Anfangsstadium zwischen einer simplen Erkältung und Covid-19 zu unterscheiden? Sie vielleicht? Ich nicht. Das können ohne positiven Test mW auch Mediziner*innen nicht.), ist sicher nicht kopflos ins Spital rennen, sondern zuerst einmal nicht mehr unter die Leute gehen. Wenn nur das schon konsequent eingehalten würde, wäre viel geholfen.
Zuhause bleiben, Tee trinken, Fieber messen und sich zuerst einmal telefonisch in der Arztpraxis melden. Wir können alle dazu beitragen, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, indem wir überlegt und bedachtsam handeln. Damit meine ich nicht heroisches Zähne zusammenbeissen, bis man fast erstickt. Aber mit einem unkomplizierten Verlauf ohne besondere Risikofaktoren gehört man nicht ins Spital. Aber auch nicht unter Leute, sondern halt vielleicht zuhause ins Bett. Das sollten wir doch eigentlich zustandebringen, auch ohne dass uns eine Behörde dazu zwingt. Spitalplätze sollen jenen vorbehalten bleiben, die sie wirklich brauchen.

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Warum blicken wir gebannt auf das, was vonseiten der Behörden kommt, wo wir mittlerweile doch alle begriffen haben sollten wie man sich am besten schützt? Warum müssen erst Gebote und Verbote ausgesprochen werden, bevor man sich entweder fügt oder verwehrt? Ich meine, dass es längst klar ist, dass es hier um unsere Eigenverantwortung geht.

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P. H.
· editiert

Wie immer, wenn an die Eigenverantwortung appelliert wird, kommt das Gegenargument "Es funktioniert nicht. - Darum müssen die (ANDEREN) Leute gezwungen werden."
Eigenverantwortung setzt die Freiheit voraus, selbst zu entscheiden, was zu tun ist.
Es gehört aber auch dazu, Zugang zu allen Informationen zu haben.
Das ist die vordringliche Aufgabe unserer Institutionen, einschliesslich der Medien !

Maulkorb-Propaganda aufgrund unzuverlässiger Informationen, wie sie leider in diesem Bereich nun seit Monaten von unseren öffentlichen Institutionen, einschliesslich der Medien im grossen Stile gehandhabt wird, bewirkt aber das Gegenteil !

Dies führt zu einem verallgemeinerten Malaise bezüglich Informiertheit, persönlicher Meinungsbildung und damit persönlicher Souveränität. - Damit werden die BürgerInnen zu "Kleinkindern" degradiert anstatt in ihrer Eigenverantwortung unterstützt zu werden.

Funktionsorientierte denken eben lieber ohne mündige BürgerInnen - das ist Ihnen zu unbequem. Ein "Killer-Virus" als 'Killer-Argument' zu missbrauchen ist dagegen (für diese 'besserwissenden' und 'kompetenteren') wesentlich bequemer, um über die ANDEREN verfügen zu können.

Hinter dem allen bleiben die Frage nach und die Ansprüche an eine humanistische Ausrichtung unserer Gesellschaft stehen !
Die Entwicklung und Wirklichkeit einer "kollektiven Verantwortung" ist nur auf der Basis einer "individuellen Verantwortung" möglich; was fast automatisch "Rücksichtnahme" einschliesst.

Wenn wir aber dieses 'Risiko' nicht mehr eingehen wollen, sollten wir nicht mehr von Demokratie reden. Wenn wir bei jeder (vielleicht) ernstzunehmenden Gefahr gleich die 'feind-orientierten militärischen Denkmuster und Strategien' hervorholen, liegt der Ruf nach einem/r omni-kompetenten 'Kindergarten-DirektorIn' natürlich nahe ...

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Leider funktioniert Eigenverantwortung in der aktuellen Situation nicht mehr wirklich.
Wir sind darauf angewiesen, dass alle mitziehen. Und meiner Meinung sogar dazu gezungen werden müssen mitzuziehen.

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Sie sagen es S. H., exakt so wie man ein Kleinkind dazu zwingen muss, sich nicht in einen reissenden Fluss zu stürzen. Dass wir aber nicht fähig sind, Kleinkindern den Zugang zum Bundesrat zu verhindern, ist noch viel gefährlicher. Denn sie stürzen mangels Einsichtsfähigkeit nicht nur sich selbst in den Abgrund, sondern reissen gleich hundert Tausende mit sich. Und wo sonst liegt die Verantwortung für diesen Wahnsinn wenn nicht bei den vom "Volch" gewählten Volksvertretern, also beim "Volch".

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"Schluss mit dem Corona-Nonsens!" stimmiger Titel, gute Analyse. Nur eines ging vergessen: In Krisen kommt der Föderalismus an seine Grenzen. Die Eitelkeit der lokalen und regionalen Politikerkaste und die Führungsschwäche des Bundesrates bedingen sich gegenseitig. Sie verhindern rasches Handeln.Schluss damit in dieser Krise! "Habe fertig!" (Trapattoni, Ex-Bayern Trainer).

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B. J.
· editiert

Toll, haben wir unsere Sündenböcke gefunden. Damit bezwingen wir das Virus mit Garantie!

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Sorry, aber der Föderalismus mag ja an seine Grenzen kommen - aber der Zentralismus ist doch scbon dort angekommen. Oder sind Frankreich, das UK oder Italien etwa erfolgreicher mit ihren Strategien?

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