Die Republik ist nur so stark wie ihre Community. Werden Sie ein Teil davon und lassen Sie uns miteinander reden. Kommen Sie jetzt an Bord!

DatenschutzFAQErste-Hilfe-Team: kontakt@republik.ch.



Daniel Reichenbach
Filmer, Fotograf
·
· editiert

Seit sich zu meinen frühkindlichen Reflexen das Denken zugesellte und später im Sandkasten andere heranreifenden Quartierbewohner:innen, frage ich mich: Wieso gibt es Menschen, die andere mit List oder Gewalt dazu bringen, ihnen Vorteile zu beschaffen? Anfangs war das vergleichsweise harmlos, bestand im sublimen Tausch eines kleinen roten Sandschäufelchens gegen ein grösseres blaues. Später, in der Schule, lernte ich, dass sogenannte Streber und Heulsusen wie ich solange Ziel von Attacken sind, bis sie eines Tages mit der Kraft des aufgestauten Zorns zurückschlagen - und im Rudel plötzlich akzeptiert werden.
Wieso lassen wir es zu, dass Sandkastenspiele die Dimension eines möglichen 3. Weltkrieges annehmen? Wieso schauen wir solange weg, bis Gewalt und Repression die einzigen Mittel sind, die noch zum Ziel führen? Wieso ist unsere Solidarität zu Ukraiener:innen grösser als Beispielsweise zu Flüchtlingen aus Syrien? Wieso fühle ich mich grad so elend und in meiner Wohlstandsverwahrlosung so hilflos? Was weder Ablass an Hilfswerke, noch Solidarität mit Flüchtenden mildern?
Müssen wir uns alle die Köpfe an- oder abschlagen, bis für ein paar Jahrzehnte wieder Demut und gelebte Solidarität einkehren?
Sicher ist: Wir brauchen mehr Recherchen wie diese eben gelesene. Wir brauchen mehr Aufklärung und weniger Wegsehen inklusive Brechreiz, Rauskotzen und die Hoffnung auf Veränderung. Und während ich das schreibe, schreit sich irgendwo ein Mensch auf die Welt, dem wir frühzeitig beibringen müssen, dass rote und blaue Sandschäufelchen je nach Einsatzzweck gleiches bewirken: nämlich im kleinen Sandkasten eine Welt zu schaffen, die später auch im Grossen geprägt ist von Demut, Rücksicht, Solidarität und all dieser schönen Wörter mehr.

106
/
0

Sicher ist: Wir brauchen mehr Recherchen wie diese eben gelesene. Wir brauchen mehr Aufklärung und weniger Wegsehen…

Gerade in dieser Minute schauen fast alle weg, während Julian Assange in der Folterzelle schmort, und wenn dann eine hübsche Patel ihn an die USA ausliefern wird, an die Handlanger der unbehelligten, noch nie sanktionierten Oligarchen, die fast alle diese Kriege verantworten. Deren Weltrettungsplänen die Welt komischerweise vertraut…

38
/
6

Gerade in dieser Minute schauen fast alle weg, während Julian Assange in der Folterzelle schmort

Diesbezüglich: Zustimmung!

Oligarchen, die fast alle diese Kriege verantworten. Deren Weltrettungsplänen die Welt komischerweise vertraut…

Wen und was genau meinen Sie damit - können Sie das konkretisieren?

18
/
0

Schön auf den Punkt gebracht. Spricht aus meiner angewiederten und sich hilflos anfühlenden Seele.

26
/
0
Simon Reber
Software Entwickler, Familienvater
·

Wann hat es in der zivilisierten Welt denn zum letzten Mal 'gelebte Solidarität' und Demut gegeben?
Das muss weit über tausend Jahre her sein, und keinerlei historische Spuren hinterlassen haben.
Seit die Menschen Dinge als ihr Eigentum betrachten, hat sich die Gier, immer mehr zu besitzen, wie ein Krebsgeschwür in die Gemeinschaften gefressen, um mit Industrialisierung und Kapitalismus einen traurigen Höhepunkt zu erreichen. Selbst der Kommunismus, welcher angeblich die Gier der Eliten überwinden sollte, war nichts anderes als Staatskapitalismus, mit dem Hauptziel, den Parteibonzen ein Leben in protziger Verschwendung zu ermöglichen.
Wir müssen damit anfangen, unsere Kinder anders zu erziehen. Nicht Konkurrenz und Leistung soll der Mittelpunkt von Spiel, Schule und Lehre sein, sondern das gemeinsame Wohlbefinden, das niemanden ausschliesst.
Die Vernunft müsste ein Grundeinkommen begrüssen. Aber noch ist der Neid grösser.

13
/
0
Interessierte Durchschnittsbürgerin
·

Danke für diesen Artikel, der mich zutiefst aufwühlt. Die vorangegangenen Kommentare bringen es auf den Punkt, besser als ich es könnte. Viel mehr von diesen Fakten und Gedanken müsste man in den Medien lesen. Und dazu die Frage stellen, wieviel ein einzelner Mensch überhaupt an Vermögen anhäufen darf. Wir sollten aufhören von Armutsgrenze zu sprechen und dringend anfangen, eine Vermögensgrenze auszuhandeln. Es sollte kein Mensch auf dieser Erde verhungern, während sich ein anderer vor lauter Geld einfach alles erlauben darf. Seit wir* Milliarden statt Millionen schreiben/lesen, ohne den Unterschied zu kapieren, haben wir die lascheste Anstandsgrenze gesprengt. Ich bin dauernd entsetzt.

96
/
0

Schöner Gedanke: Vermögensgrenze - oder besser: Vermögensobergrenze?
Diese könnte dynamisch ausgestaltet sein, z.B. in Abhängigkeit zum Durchschnitt des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf der 50 ärmsten Länder der Welt oder noch besser zum verfügbaren Einkommen der ärmeren Hälfte der Privathaushalte dieser Länder.
Um reicher zu werden, müssten so die von der Vermögensobergrenze Betroffenen dafür sorgen, dass es den Ärmsten besser geht.

37
/
0

Genau...das Lied von Mani Matter lässt grüssen...dene wos guet geit, giengs besser.....

17
/
0

Danke für Ihre Gedanken.

12
/
0

Unterschriften sammeln?

2
/
0

Russlands Krieg gegen die Ukraine beenden wir umso schneller bevor er sich zum Atomkrieg auswächst, je entschlossener die friedlichen Nationen der Welt die russischen Oligarchen sanktionieren. Klare Sanktionen gegen Russland können auch für China ein abschreckendes Beispiel sein und es von einem zukünftigen Angriff auf Taiwan abhalten. Angriffskriege dürfen sich nicht lohnen. Nur so erreichen wir dauerhaften Frieden.

Für die Schweiz ist das jetzt schwierig.

Russische Oligarchen finanzieren in der Schweiz eine ganze Industrie an Helfern: Treuhänder, Steuerberater, Finanzberater, Notare, Anwälte. Die Schweiz gehört zu den fünf Ländern der Welt, die am meisten Offshore-Firmen verwalten.

Diese Helfer wollen ihr Geschäftsmodell Geldwäsche schützen.

Darum wird in der Schweiz nicht aktiv mit einer Taskforce nach Oligarchenvermögen gesucht, sondern auf Meldungen gewartet.

Darum müssen Treuhänder und Rechtsanwälte in der Schweiz einen Verdacht auf Geldwäsche immer noch nicht melden - obwohl die Panama Papers und die Pandora Papers zahllose Geldwäschefälle bei Schweizer Treuhändern und Rechtsanwälten ans Licht gebracht hatten.

Darum kann die Finma keine Banken büssen, die Geldwäschemeldungen unterlassen.

Dass damit der Angriffskrieg Russlands verlängert wird, und dass sich damit Krieg, Korruption und Kleptokratie in der Welt ausbreiten - egal. Hauptsache das Geld stimmt.

Das ist eine teure Rechnung.

77
/
0

Unglaublich widerlich, dieser schamlose, primitive Reichtum. Und unglaublich widerlich auch all die Leute hierzulande, die mit solchen Oligarchen Geschäfte machen, sich von ihnen blenden und auch kaufen lassen und denen es gleichgültig ist, dass sie so Diktaturen und schlimmste Kriegsverbrechen unterstützen. Danke für diese gute Recherche!

66
/
0

Ist nur ein Detail, aber warum lässt sich ein ETH-Architekturprofessor (heute emeritiert) für den Bau einer solchen Retro-Promi-Villa eines mehr als suspekten russischen Superreichen einspannen? Money, Money, Money… Ich hoffe, wir Boomer – ob etwas jünger oder etwas älter – wachen auf aus einer Dekade, in der wir wenig Haltung gezeigt haben.

53
/
1
Roman Burger
Grundbuchverwalter
·
· editiert

Ich habe soeben ein weiteres Mal unser Grundeigentümer mit den Personen auf der Sanktionsliste abgeglichen, ohne dass es eine Übereinstimmung ergab. Wir haben auch einige russische Staatsangehörige, die allermeisten in der gehobenen Vermögenklasse angesiedelt, im Register als Grundeigentümer verzeichnet. Alle haben Wohnsitz in der Schweiz oder gar bei uns vor Ort. Die meisten erscheinen mir absolut unbedenklich und man soll auch nicht alle in denselben Topf werfen.
Aber bei 3 davon bin ich persönlich auch erstaunt, dass diese nicht auch auf der Sanktionsliste erscheinen, denn bereits früher im Internet gemachten Recherchen meinerseits haben wenig schmeichelhaftes zu Tage gefördert, insbesondere auch eine starke Nähe zu den aktuellen Regierungskreisen in Moskau.
Dass diese möglicherweise bewusst verschont werden, liesse sich zumindest in einem Fall ohne weiteres herleiten, wenn man weiss, in welchen Kreisen diese Person bei uns verkehrt und hofiert wird.
Aber darin sind wir ja schon immer gut gewesen, im Wegschauen und Kasse machen. Immerhin macht unser Land jetzt aber überhaupt bei ernsthaften Sanktionen mit, immerhin, aber auch da hätte es noch Luft nach oben.

56
/
0
Loka Samastha Sukhino Bhavanthu
·

Ein mutiger Beitrag. Danke!

4
/
0
Dennis Bühler
Autor Bundeshaus
·

Lieber Herr Burger, vielen Dank für Ihre sehr interessanten Ausführungen an mehreren Stellen hier im Dialog. Wenn Sie mögen, nehmen Sie bitte direkt per E-Mail mit mir Kontakt auf: dennis.buehler@republik.ch. Vielen Dank & freundliche Grüsse aus Bern, Dennis Bühler

1
/
0
Simon Reber
Software Entwickler, Familienvater
·

Russische Staatsangehörige der gehobenen Vermögensklasse sind niemals unbedenklich.
Warum glauben sie, dass diese Leute ihren Reichtum ausser Landes schaffen?

5
/
5
Roman Burger
Grundbuchverwalter
·

Was soll die Hexenjagd? Es leben doch einige gut ausgebildete und erfolgreiche russische KünstlerInnen, MedizinerInnen, ForscherInnen, ManagerInnen, SportlerInnen etc. in unserem Land, die wie viele andere Ausländer und Schweizer auch ihr überdurchschnittliches Vermögen nicht auf fragwürdige Weise in Russland oder sonst wo erworben haben. Und die eine oder andere attraktive Russin hat sich ja bekanntlich den einen oder anderen vermögenden Schweizer geangelt….

7
/
1
interessierter Leser
·

Danke! Der Beitrag hilft, die Vorgänge rund um die russischen Oligarchen besser zu verstehen. Das ist wichtig, weil die Schweiz bzw. ihre „Steuerparadiese“ sowie die dort domizilierten Dienstleistungsunternehmen massiv von den Oligarchennetzwerken (es gibt ja nicht nur russische) profitieren dürften. Da könnte noch einiges ans Tageslicht kommen, das die Schweiz schlecht aussehen lässt.

54
/
0

Danke für diese Rückmeldung, Herr M.!

5
/
0
· editiert

Schon wieder ein sack starker Republik -Artikel, danke dafür!

Der «Dialog der Zivilisationen» dient dazu, Verbindungen zu rechten Parteien in ganz Europa zu vertiefen.

Darüber würde ich gerne mehr erfahren. Wie stark hängen SVP, AFD und Konsorten da an Putins Tropf? Die aktuelle Kommunikation der Rechtsparteien lässt nichts gutes erahnen…

50
/
0

Danke für diese Rückmeldung, Herr S., die uns freut. Und betreffend «Dialog der Zivilisationen»: Das Thema haben wir auf die Liste genommen, um mal genauer hinzuschauen.

23
/
0

Vielen Dank, bin jetzt schon gespannt darauf!

13
/
1

Wenn's denn bloss ein Tropf wäre - es sind Töpfe, randvolle Töpfe...

14
/
0

Danke für diesen Artikel - auch wenn Wut und Ohnmacht dadurch etwas zugenommen haben. Die Tatsache, dass es überhaupt Milliardäre geben kann, zeigt doch, dass an unserem weltweiten Finanzsystem etwas faul ist. Das haben aber schon viel gescheitere Köpfe festgestellt, wie zum Beispiel Heiner Geissler CDU, der gesagt hat, seine Partei solle endlich zugeben, dass der Kapitalismus ebenso gescheitert sei wie der Sozialismus. Und ein winzig kleiner Trost: Langeweile fühlt sich auf einer Millionen-Jacht genau gleich beschissen an wie auf einem Ruderboot.

48
/
0

Was für ein merkwürdiger Zufall. Vor einigen Tagen habe ich mich gewundert, wie es möglich ist, dass Ausländer mit Geld Grundstücke, Aufenhaltsbewilligungen einen schweizerischen Pass bekommen. Diese Frage habe ich an die Direktion der Justiz und des Innern des Kanton Zürich gestellt. Die Antwort ist umgehend gekommen: Die Voraussetzungen sind für alle gleich. Eine Umgehung durch finanzielle Mittel ist nicht möglich. Mir scheint es ist etwas faul im Staate.

43
/
0
Brot
·
· editiert

Russische Steuerflüchtlinge aufnehmen JETZT! Tagtäglich werden Oligarchen dazu gezwungen, ihr Hab und Gut vor den Fängen mafiöser Staatsstrukturen in Sicherheit zu bringen. Die humanitäre Tradition der Schweiz verpflichtet uns, verfolgten Milliardärsminderheiten Schutz zu bieten. Dank unserer jahrzehntelangen Erfahrung mit undurchsichtigen Firmenkonstrukten können wir einen wertvollen Beitrag zur Vorsorgebildung dieser diskrimierten Leistungsträger bieten. Es ist zu befürchten, dass viele russische Rohstoffhändler für lange Zeit von ihren Offshore-Konten abgeschnitten sind. Es ist umso wichtiger, dass die betroffenen Menschen rasch Ihr Privateigentum mit Sicherungsmechanismen ausstatten können und ausreichenden Zugang zu Steueroptimierungsangeboten erhalten. Nur so können sich die traumatisierten Immobilienspekulanten langfristig eine Perspektive ohne überbordendes Fiskalsystem aufbauen.

45
/
2

Absolut. Ihre Frage ist durchaus berechtigt. Die Inspiration dafür von Bankier Konrad Hummler war ja ernst gemeint. Zitat:

Steuerhinterziehung wird zum Problem hochstilisiert. Wenn man den Vorsorgegedanken ausserhalb des Systems zu Ende bringt, ist Steuerhinterziehung ja nicht das Ziel, sondern lediglich Mittel zum Zweck der Vorsorgebildung. Man muss sich vor einem Fiskalsystem in Sicherheit bringen dürfen, ohne physisch auszuwandern, weil Fiskalsysteme falsch gebaut sein können. Das erfordert einen Bruch mit der Legalität. Es ist Notwehr.

(Erwähnt in Roger De Wecks Buch «Die Kraft der Demokratie», die ganze Aussage von 2008 gegenüber der Weltwoche habe ich nur noch auf dieser popligen Seite frei zugänglich gefunden.)

15
/
0

Davon gehen wir sehr stark aus.

6
/
0

Ich würde es ganz toll finden, wenn jemand, der die Übersicht hat [ein(e) journalist(in)?], eine Liste der willigen Schweizer Helfer und Profiteure veröffentlichen würde.
Damit kann man dann zB. als Stimmbürger wirklich etwas machen.

34
/
0
Informatik-Ingenieur und Ökonom
·
· editiert

"Die Hälfte der Personen, die nach der russischen Besetzung der Krim von der EU sanktioniert wurden, haben erfolgreich geklagt und wurden wieder von der Sanktions­liste entfernt."

Die EU sei das schwache Glied in der inter­nationalen Sanktionskette.

Genauso wie es denkbar ist, dass jemand fälschlicherweise nicht auf die Liste gesetzt wird, ist es auch denkbar, dass jemand zu unrecht auf der Liste landet. Dass man in der EU gegen einen falschen Eintrag den Rechtsweg beschreiten kann, ist nicht eine Schwäche, sondern ein Merkmal eines funktionierenden Rechtsstaats!

Im Gegensatz dazu gibt es kein Rechtsmittel, wenn man als Schweizer auf die amerikanische no-fly Liste oder eine UNO-Sanktionsliste gesetzt wird. Und wie die Vergangenheit zeigt, kann man einen Missbrauch dieser Listen leider nicht ausschliessen. So wurden beispielsweise 2010 zwei amerikanische Muslime auf die no-fly Liste gesetzt, weil sie sich weigerten, für das FBI zu spionieren. [1]

[1] https://www.bbc.com/news/world-us-canada-55268741

25
/
1

Lieber Herr M., danke für diese Rückmeldung. Ich glaube nicht, dass Maria Shagina sich mit der Aussage, die EU sei das schwache Glied in der internationalen Sanktionskette, darauf bezog, dass man generell die Möglichkeit hat, sich auf rechtlichem Weg gegen Sanktionierungen zu wehren. Aber wenn die Hälfte der Personen sich wieder von der Liste entfernen lassen kann, ist das schon auffällig. Dazu passt auch die Tatsache, dass es offensichtlich reicht, dass sich ein einziges EU-Land gegen eine Sanktion stellt, damit diese gekippt wird. Zudem erwähnt Maria Shagina, dass die USA generell mehr Möglichkeiten und Instrumente zur Verfügung haben, um korrupte Personen zu sanktionieren.

6
/
0

Da "niemand da" ist, könnte doch die Gemeinde Küsnacht prüfen, ob die Anisimov-Villa für Füchtende aus der Ukraine zur Verfügung gestellt werden kann.

Wieso wohl das Radarbild der EU und der Schweiz solche blinden bzw. wie in Google Streetview verschwommene Flecken hat?
In Streetview vermutlich Zufall. Bei der wirklich hässlichen Anisimov-Villa ist neben einem dennoch wohl gut erkennbaren Passant und einigen Autonummern auch eine Parkverbotstafel beim Eingang verschwommen. Aber das richterliche Verbot wegen Betreten und Fotografieren auf dem Gelände ist lesbar, die Hausnummern stimmen aber nicht ganz mit den Hausnummern beim Eingang überein.

21
/
0
Märchentante*onkel
·

"Und über eine Quartier­strasse rollt zuerst ein Bentley, dann ein Mercedes und zuletzt ein Porsche." Der im Mercedes war wohl die arme Kirchenmaus.

12
/
0
Simon Reber
Software Entwickler, Familienvater
·

Mercedes gibt es in der Variante protzig, sehr protzig und lächerlich protzig. Leider steht hier nicht, welche Kategorie es war. Wenn es nur protzig war, könnten sie recht haben...

6
/
0
Severin Gallo
Unternehmer: gammaRenax AG
·

Lieber Dennis,

Als Republikaner 1) (Gönner) und gut im Quartier vernetzen 2) unmittelbaren Nachbar 3) von Anisimow fand ich den durchaus legitimen Bericht irgendwie unnötig mit tendenziösen Prädikaten und Anspielungen gespickt: Adlat Anisimows Fantasiesummen, Bentley, dann ein Mercedes und zuletzt ein Porsche. Zudem sind die, aus der eigenen Wahrnehmung geborenen und dem geneigten Leser als stimmig vorgegaukelten Passagen wie, "Als störend erachtet die "lokale Bevölkerung", "Sturm der Entrüstung" etc. so nicht wahr und bedienen undifferenziert irgendwelche Clichées.

Ich weiss, dass man mit Russen-Bashing" heutzutage nichts falsch machen kann 😊, aber auch oder gerade als Journalist sollte man selbst merken, ob man von der Seite der "Information" zur "Polemik" gewechselt hat. Kleiner Tipp: wenn's zu sehr aus der Baugegend kommt, bitte nochmals durchlesen!

  1. & Pazifist und 100%-Demokrat

  2. Elternratspräsident, Mitglied der Liegenschaftenkommission

  3. Ein Haus steht dazwischen, mein Vater wohnt sogar im Nachbarhaus

Liebe Grüsse

Severin

1
/
0
Dennis Bühler
Autor Bundeshaus
·
· editiert

Lieber Severin,

in einem Punkt gebe ich Dir Recht: Die Aufzählung der Automarken, die meinen beiden Co-Autor:innen bei ihrem Augenschein in Küsnacht an jenem Vormittag vor zwei Wochen halt tatsächlich begegneten, bedient gewiss vorhandene Klischees über die Goldküste (die so falsch allerdings nicht sind, wie ich als Zolliker weiss). Dass wir uns dem bewusst sind, machen wir im Text aber ja immerhin postwendend deutlich, lautet der zweite Abschnitt doch wie folgt: «So viel zu den Klischees der Zürcher Goldküste.»

Die Zitate der Nachbarschaft (z.B. «Fantasiesummen») entstammen einem Artikel der damaligen Split-Ausgabe rechtes Zürichseeufer des «Tages-Anzeigers» vom 20. November 2008 (online nicht verfügbar, ich schicke ihn Dir per E-Mail). Angesichts der dortigen Schilderungen und weiterer damals in der «Zürichseezeitung» und im «Sonntagsblick» erschienener Berichte dünkt es mich, dass wir die damalige Stimmung durchaus angemessen wiedergeben, wenn wir von einem «Sturm der Entrüstung» schreiben und davon, dass sich viele Küsnachterinnen und Küsnachter an der Architektur des Tempels störten, die überhaupt nicht ins Ortsbild passe (übrigens erachte zumindest ich Anisimows Tempel weiterhin als Fremdkörper – aber das ist wohl Geschmackssache).

Herzliche Grüsse, Dennis Bühler

3
/
0
seit 2018

Republik AG
Sihlhallenstrasse 1
8004 Zürich
Schweiz

kontakt@republik.ch
Medieninformationen

Der Republik Code ist Open Source