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Der Chipperfieldbau IST ein kultureller Meilenstein. Irgendwann wird eine Plakette daran hängen mit dem Text: Hier begann im Jahr 2021 die Aufarbeitung von Zürichs Verhältnis zum Bührleclan und seinem Geld und gab damit Bundesbern den Anstoss das Washingtonerabkommen....

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Diese Unterscheidung zwischen Raub- und Fluchtkunst - irgendwie erinnert mich das an die Unterscheidung zwischen Steuerflucht und Steuervermeidung, an der die Schweiz jahrzehntelang festhielt, die eigentlich auch niemand ausser uns, den Schweizern, verstand, die gebaut wurde, um unserem Interesse zu dienen und die unterdessen auf dem vielzitierten Müllhaufen der Geschichte landete. Ðie aktuelle Diskussion scheint ähnlich zu laufen. Es ist halt so eine Sache mit diesen "Sonderfällen"!

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Die andere Sichtweise
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Da kommt mir doch ganz kurz die deutsche Regierung in den Sinn, welche ach so peinlich genau und sogar mittels illegalen Mitteln den Steuern nachrennt, aber gleichzeitig die Büste der Nofretete in Berlin behalten will: "Kolonialkunst" ist nun mal nicht gleich "Raubkunst" und "was wir gefunden haben, gehört uns".
Denn die Nofretete haben ja nicht Nationalsozialisten ausgegraben, sondern Archäologen unter der Leitung der Deutschen Orient Gesellschaft, deren Gründerväter und Stifter zum grossen Teil Juden waren.

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Lieber Anonym, jüdische Wissenschaftler waren in allen Altertumswissenschaften in Deutschland gut vertreten zu der Zeit, und ja die archäologische Praxis wurde in allen europäischen Ländern vom imperialistischen Rassismus bestimmt. Was Sie hier treffen, ist eine banale Nullaussage. Die Restitution der Nofretete ist ein legitimes Anliegen, hat aber mit dem deutschen Judentum nichts zu tun. Der Zweck Ihrer Interventionen ist ganz offensichtlich das versprühen antisemitischer Galle. Ich finde das uninteressant und bemühend. Es gäbe doch weiss Gott genug Themen für eine echte Auseinandersetzung. Bitte treiben Sie es nicht zu bunt, sonst werden wir Sie blocken. Herzlich, DB

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Anonym 1: es ist doch eher selten, dass sich in der Republik jemand so ungeschminkt antisemitisch äussert. Vielleicht sollte ich Ihnen dankbar sein: Sie machen etwas sichtbar, was eher wie ein Schwelbrand mottet, nämlich latent antisemitische Gefühle. Interessant wird sein, wie viele likes Sie bekommen.

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Die andere Sichtweise
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Sicher, man kann immer über Nationalsozialisten diskutieren und damit viel Zeit verplämperlen. Oder auch über die Planwirtschaft, die in sozialistisch geführten Staaten zu Hungersnöten mit Hunderten von Millionen Toten geführt hat. Oder etwa über die Kriege und Morde des Herrn Che Guevara, dessen Antlitz manches T-Shirt der linken Berner Reithallenszene ziert.

Dabei geht vergessen, dass Zeit auch die Wunden heilen soll und es absolut nichts bringt, ewig über alte Wunden zu diskutieren. Das erleben wir seit Titos Tod in blutiger Art und Weise auf dem Balkan. Denn, wer kann heute, 75 Jahre nach dem Ende des Dritten Reiches, noch für dessen Treiben verantwortlich gemacht werden? Oder ist neuerdings Schuld wieder vererbbar, wie es unter den Nazis der Fall war?

Drei weitere Bemerkungen:
Erstens:
Die Schweiz bzw. Schweizer Firmen haben mit dem Vertrag von Washington von 1946 auf rund 1.5 Milliarden (heutiger Wert: 13 Milliarden) verzichtet, die das Dritte Reich Schweizer Firmen schuldete. Weiter zahlte die Schweiz damals rund 250 Millionen (ca. 2 Milliarden), um die Ansprüche der Westmächte an Deutschem Vermögen, welches aus Deutschland in die Schweiz gelangte, abzugelten. Unterm Strich waren also die Kriegsmaterial- und Vermögensgeschäfte der Schweiz nicht sehr "rentabel".

Zweitens:
Wie heute mit der EU war die Schweiz auch damals von einem von Deutschland geführten Machtapparat umgeben. Mit wem anderen als dem Dritten Reich hätte die Schweiz damals Handel treiben sollen? Zumal, abgesehen vom Kriegszustand, es noch keine Staatsverträge gab, die der Schweiz den Zugang zu den Seehäfen garantiert hätte. Allerdings, wie man im Frühjahr 2020 sah, nützen auch solche Staatsverträge nichts, wenn die Deutschen auf Anweisung des designierten Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD) einfach für die Schweiz bestimmte Hilfsgüter zu stehlen versuchen; was übrigens unter die Kategorie Verbrechen gegen die Menschlichkeit fällt.
Das übrigens an all jene, die meinen, die Schweiz bräuchte kein Rahmenabkommen mit der EU und auch keine übergeordneten Gerichte.

Drittens:
Die Schweiz ist als Industrienation auf den internationalen Handel angewiesen. Die produzierende Schweizer Industrie steht direkt für rund 600'000 Arbeitsplätze gerade, was nicht ganz ein Viertel aller Jobs ausmacht. China spielt dabei eine wichtige Rolle, die Handelsbilanz mit China kann durchaus auch positive Werte erreichen. Betrachtet man allerdings die jüngere Geschichte der aktuellen Regierungspartei Chinas mit Umerziehungslagern, Genoziden, Verhinderung von Demokratie und Liberalem Denken und letztendlich Hunderten Millionen von Hungertoten und einem faktischen Genozid an den Uiguren, so dürfte die Schweiz weder Waren aus China importieren, noch Waren nach China exportieren. Dennoch wird das so gemacht.
Und jeder der "Bührle-Skandal-Prediger" hat ein Produkt aus China bei sich zuhause....

Weshalb man, liebe Leute, bevor man Moral predigt, zuerst das Wischen zuerst mal bei sich selbst üben sollte.

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Lieber Herr Anonym: für welche PR-Agentur schreiben Sie? Wirtschaften können, mit wem auch immer, hat für Sie oberste Priorität. Warum wohl hat die Menschheit in ihrer Geschichte immer auch um Regeln im Umgang miteinander gerungen? Wahrscheinlich macht es doch sogar wirtschaftlich Sinn, wenn wenige sich nicht für längere Zeit bereichern können, in dem sie alle Regelverstösse relativieren. Vom Unfrieden im Land und unter verschiedenen Ländern profitieren nur die Waffenfabrikanten.

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Die beste PR machen doch die neutralen Schweizer. Da ist Ihre Frage schon sehr “loaded” as we say in English. I haven’t any idea how that is expressed in your aweful German Hochdeutsch to quote Mark Twain…..

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Die andere Sichtweise
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Ach, immer diese persönlichen Anfeindungen. Was soll das? Der Grund schlechthin, warum man, wenn man nicht das Rote Parteibuch schwingt und die Internationale singt, sich hier anonym äussern muss, ansonsten man am nächsten Tag entweder einen Hundsgagel an der Türfalle hat oder das Auto zerkratzt ist. Bin übrigens gelernter Physiker.

Wenn Sie meinen Text lesen würden, dann würden Sie verstehen, dass es Gegebenheiten gibt, wo man halt mal den idealen Gutmenschen beiseite schieben muss. Ich kritisiere mit Recht die Art und Weise, wie die sozialistische Regierung Chinas gegen demokratische und liberale Gesinnungen vorgeht. Aber dennoch steht auf vielen Produkten die mein tägliches Leben bestimmen "Made in China" drauf. So ist das bei mir nun mal und so wird es auch bei Ihnen sein.

Ich will Ihnen noch kurz ein Wort von Deng Xiaoping mitgeben, unter welchem China den Schritt aus der Hungersnot aufgrund der sozialistischen Mangelwirtschaft Maos hin zur blühenden Wirtschaftsnation ohne Hungersnöte schaffte. Deng Xiaoping sagte damals: "Man muss den Menschen die Gelegenheit geben, Reich zu werden".
Genau das ist das Rezept, dank welchem wir Schweizer heute in der Lage sind, Entwicklungshilfe zu leisten, Umweltschutz zu finanzieren, Flüchtlingen Obhut zu bieten oder etwa Milliarden in die Bekämpfung einer Pandemie zu pumpen. Wären wir nicht "reich", könnten wir das nicht (und ohne "Reichtum" könnten wir auch nicht all die Parlamentarier wie etwa ein Glättli, ein Wermuth etc. einfach so durchfüttern, denn diese Jungs haben ja noch nie Mehrwert erarbeitet).

Diesbezüglich wäre es für Sie sicher noch interessant, die Begründung zu lesen, warum Berlin die Nofretete nicht an Ägypten zurück gibt....

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Lieber Herr Anonym, für moralischen Relativismus lassen sich immer treffliche Gründe herbeizitieren. Es ist dennoch nicht erkenntnisleitend alles mit allem zu vergleichen. Und auch nicht besonders appetitlich, das Schändliche im Namen des ebenfalls Schändlichen schon beinahe gutzuheissen. Herzlich, DB

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Michel Rebosura
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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«Raub­kunst» und «Flucht­kunst», «Steuerbetrug» und «Steuerhinterziehung»… Ach, es ist doch immer dasselbe mit der guten alten neutralen Schweiz und ihrer humanitären Tradition (My ass!). Sei es beim Geld, sei bei der Kunst. Geld – und diesem Fall Kunst – stinkt nicht, man sieht nichts, hört nichts und sagt nichts, die Schweiz ist nur eine nicht direkt beteiligte Dritte und kann ihre Hände daher in Unschuld waschen.

Danke, Daniel Binswanger, dass Du den Finger – immer wieder – auf die Wunde legst.

Die lapidare, aber eigentlich skandalöse Feststellung «Doch die Schweiz ist bisher in diesem Feld nicht aktiv geworden» provoziert die problematisierende Frage: «Warum nicht?» – What took you so long?

Die Gründe, weshalb sie jetzt endlich, auch hier zu spät, re-agieren sollten, geben zugleich auch Hinweise darauf, weshalb sie bis jetzt nicht (pro-)aktiv geworden sind:

  • «Die Eidgenossenschaft hat als neutrales, nicht besetztes Land während des Zweiten Weltkriegs eine führende Rolle als Umschlag­platz für Kultur­güter gespielt […].

  • «Drittens hat sich in der Schweiz im Bereich der NS-belasteten Kultur­güter eine Unter­scheidung etabliert, die überwunden werden sollte: die Unter­scheidung zwischen ‹Raubkunst› und ‹Flucht­kunst›».

  • «[E]s gebe in der Schweiz nur wenige Fälle von strittigen Rückgabe­forderungen – und deshalb auch keinen Handlungs­bedarf.»

Letzteres ist so, als ob jemand in eine stockfinstere Höhle geht, mit einer schwachen Taschenlampe nur einmal kurz auf eine Stelle schaut und dann sagt: «Ah, da gibt's nichts! Da brauchen wir also nichts mehr auszuleuchten!».

Die zwei vorderen Punkte erinnern nur allzu sehr an die Schweizer «Nazigold»-Affäre und Steuerbetrugsaffär-en: Während des Zweiten Weltkriegs und noch heute eine führende Rolle als Umschlag­platz für Raubgold, Raubgeld und Raubkunst. Um die profitable Klientel nicht zu verärgern und zu vergraulen, schaut man nicht zu genau hin. Ja, Politik und Wirtschaft lobbyiert erfolgreich und legiferiert die haarspalterische Unterscheidung «Steuerbetrug» und «Steuerhinterziehung» bzw. «Raub­kunst» und «Flucht­kunst».

Der Grund also, warum die Schweiz nicht aktiv geworden ist, ist ein ganz einfacher: Die Schweiz hat davon profitiert, will weiter davon profitieren – Bis.Es.Einfach.Nicht.Mehr.Geht!

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Lieber Michel, vielen Dank für Deine Unterstützung. Und ja, ich kann Deiner Analyse nur zustimmen. Vielleicht als Ergänzung: Ein ganz entscheidender Faktor bei dieser Sache ist auch, dass sich in den Schweizer Privatsammlungen natürlich sehr viele belastete Werke befinden. Die Sammler sind eine extrem potente Lobby. Nur die grössten Vermögen haben bedeutende Sammlungen, und sie sind bestens organisiert. Der langjährige Sekretär der Schweizer Vereinigung der Kunstsammler ist kein geringerer als Alexander Jolles, der heutige Stiftungsratspräsident der Bührle-Stiftung. Mehr braucht man eigentlich nicht zu wissen.
Herzlich, DB

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Die andere Sichtweise
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Klar, viele Menschen mussten ihr Hab und Gut verkaufen, um fliehen zu können und einige haben das schamlos ausgenutzt.
Hier "unsere Familiengeschichte":
Meine Grosseltern, erfolgreiche Landwirte (damals wohl als "Grossgrundbesitzer" bezeichnet), wurde von Mussolinis sozialistischen Truppen kurzerhand enteignet. Sie konnten zumindest ihr und das Leben ihrer Kinder retten, indem sie ins Ausland flüchteten.
Das enteignete Vermögen wurde nach dem 2. Weltkrieg ganz in sozialistischer Manier unter den "armen" Lokalbauern verteilt oder gelangte in Staatsbesitz.

Wir Geschwister können heute in italienische Museen gehen und auf Meisterwerke an der Wand zeigen und sagen: Die würde von rechtswegen uns gehören. Auch fruchtbare Äcker und Mostereien, welche heute lokalen Bauern oder Genossenschaften gehören, "wären eigentlich uns".

Wir haben anlässlich der Diskussionen um "nachrichtenlose Vermögen" in den 1990ern auch von x-Staranwälten Offerten erhalten, die uns versprachen, unser "Vermögen" inkl. Entschädigung "wiederzubeschaffen".

Ja, was wohl die dortigen Bewohner sagen würden, wenn jetzt da ein paar Schweizer Erben mit einer Horde von Anwälten von den Museen, Bauern und Genossenschaften eine Rückgabe der Habe verlangen würden?

Es ist besser so wie es ist. Wir sind nicht arm (obwohl wir nie entschädigt wurden und die Familie meines Vaters nach dem Krieg hungern musste) und es ist vollkommen richtig, dass die Bilder dort hängen, wo das breite Publikum sie sehen kann. Es ist richtig, dass heute Bauern dort Leute beschäftigen, wo unser Grossvater seine Leute beschäftigt hat.
Der Bezug zum Südtirol ist ganz einfach der, dass es ein wunderschöner Flecken Erde ist, wo wir sehr gerne Ferien machen und wo ein Teil unserer familiären Geschichte ist. Mehr ist nicht. Nicht einmal ein italienischer Pass.

Denn alte Wunden aufreissen, bringt nur neue Wunden mit sich.

Und mal ehrlich: Was mach ich mit einem superteuren Meisterwerk eines berühmten Malers zuhause? Mein zukünftiges Haus als militärischer Bunker auslegen? Es für Millionen an einen Japaner verkaufen, der es seinerseits in den Tresor stellt, um zu warten, bis er es zu einem höheren Preis an einen Chinesen verscherbeln kann, der es wiederum in den Tresor stellt? Chabis. Ich bin froh, dass es so ist, wie's ist.
Genau so sind die Bilder der Bührle-Sammlung zu bewerten. Öffentlich zugänglich, mit einer Geschichte. Es ist schön, dass sie gezeigt werden.

So geht es den meisten "Erben von einstmals Verfolgten" die ich im Verlaufe solcher Diskussionen kennengelernt habe.

Es stellte sich auch heraus, dass einzig Leute, die von dieser Geschichte absolut nicht betroffen sind, geifern und keifen und meinen, sie müssten jetzt irgendwie die Welt gerechter machen.
Immerhin, schafft man es dadurch, zwar ungewollt, beste Werbung für einen Besuch der Ausstellung zu machen, die ich übrigens jedem empfehle.

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Michel Rebosura
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Woher kommt eigentlich immer dieser Verweis auf reiche Chinesen – wie auch fast gleichlautend bei D. B. – oder bei Ihnen auch auf Japaner, die all die teuren und tollen Kunstwerke aufkaufen und in den Tresor stellen würden? Waren und sind Nicht-Chinesen und -Japaner dahingehend besser? Sollen oder dürfen Chinesen und Japaner nicht wie alle anderen solche Kunstwerke kaufen? Sind Chinesen und Japaner dieser Kunstwerke nicht würdig? Sollen sie und andere Nicht-Westler bei ihren eigenen Kunstwerken bleiben? Sofern sie nicht schon durch die Kolonialisten und Kapitalisten in deren Tresoren und Museen gelandet sind?

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Michel Rebosura
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Immerhin:

Acht Schweizer Museen haben sich unter Führung des Museums Rietberg zusammengeschlossen, um gemeinsam die Herkunft ihrer Sammlungen aus dem Königtum Benin in Nigeria zu untersuchen.

Das Ende der chauvinistischen Selbst-Gerechtigkeit «des Westens» und «Globalen Nordens» ist längst überfällig.

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Judihui. Da kommt die Wiedergutmachung. Living people don’t count just like dead Jews count ever more for the educated classes than the living ones do….

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Lieber Herr E., ich verstehe den Zynismus Ihres Kommentars nicht ganz. Erstens ist liegt das Problem ja genau darin, dass eben auch „dead jews“, wie Sie sich ausdrücken, bzw. ihre Nachfahren häufig überhaupt nicht zählen. Zweitens finde ich es absurd, die Forderung nach Restitution von Kulturgütern, die NS-verfolgungsbedingt entzogen wurden, auszuspielen gegen die Forderung nach Restitution von Kulturgütern aus kolonialen Kontexten. Beide Anliegen sind hochlegitim, bei beiden herrscht Nachholbedarf. Es ist kein Zufall sondern sinnfällig, dass beide jetzt auf den Tisch kommen. Herzlich, DB

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Die andere Sichtweise
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Ich denke, es ist schon wichtig, dass Artefakte wieder zurück in ihre Heimatländer kommen. Vorausgesetzt natürlich, dass sie dort denselben Schutz geniessen, wie hierzulande. Was nicht immer der Fall ist, gerade in Nigeria (siehe Biafra-Krieg, etc.).

Es sind übrigens bereits einige Samlungen aus hiesigen Museen nach Nigeria zurückgebracht worden, bislang immer mit gutem Ausgang.

Aber Vorbehalte sind da durchaus angebracht. Man schaue, was für viel Geld alles geschossen werden kann (Bestechlichkeit), hinzu kommt noch der Umstand, dass gewisse primitive Islamisten die kulturellen Güter andersgläubigen zestören müssen.

Aber grundsätzlich geht die Sache in die richtige Richtung.

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Kunstwerke sind nicht von ihrer Geschichte trennbar. Was wären denn Ihre Voraussetzungen für den Schutz der Kunst und damit der Anerkennung eines Raubes? Ein dunkler Safe oder ein faules Museum kann es doch nicht sein.

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Michel Rebosura
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Nun, zumindest ich hab's gesehen ;) Vielen Dank für den wertvollen Literaturtipp!

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Interessant übrigens, dass es das SP-Parteipräsidium heute noch durchaus legitim findet, "Reiche Besitzer" zu enteignen (siehe SP-Co-Chef Cédric Wermuth, Vorschlag zur Enteignung der Pharmafirmen, Februar 2021).
Letztendlich haben die Nationalsozialisten nichts anderes getan, als die reichen jüdischen Bankiers und Geschäftsleute etc. "zugunsten der Allgemeinheit" enteignet.

Es würde mich schon wunder nehmen, was es genau für Unterschiede zwischen den Enteignungen der Nationalsozialisten und den von Cédric Wermuth geforderten Enteignungen gibt.
Kann mich da jemand aufklären? Oder ist der vogehaltene Spiegel für unsere Linksparteien eher unangenehm?

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das ist ja sehr selten, dass jemensch sich Aufklärung wünscht. Falls das Interesse aber echt ist, dann würde ich empfehlen, die Themen Rassismus und Machtverhältnisse zu untersuchen. (ich versuche in der Regel Menschen nicht aufzuklären sondern zu ermächtigen sich selber zu informieren, da das nachhaltiger ist.)

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Ich würde gerne die Pedition unterschreiben aber will keinen googleaccount.Geht das nicht ohne?

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Gute Frage. Obwohl einem ja Anonymität garantiert wird. Vielleicht sollten Sie einfach mal bei der Kontaktadresse anfragen. Herzlich, DB

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Theologin/Kirchenhistorikerin in spe
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Ich wohne wenige Minuten Fussweg vom Chipper-Kasten entfernt. Früher befand sich am selben Ort ein waldähnlicher und romantischer Park mit Holzbaracken der Kantonsschulen. Man konnte unterwegs Richtung Bellevue quer durch die alte Parkanlage laufen. Heute darf ich als Anwohnende grosszügigerweise nur tagsüber, covidzertifiziert und den hässlichen Hinter"garten" querend durch das hallenbadähnliche Gebäude laufen. Videoüberwachung im "Garten" inklusive. Und was sehe ich? Das Haus ist nahezu täglich überlaufen mit KunstliebhaberInnen, wohltätige Stiftungen laden ihre glitzernden Mitglieder zu Galaabenden - kurz, das Haus ist immer voll. Man würde angesichts der historischen und journalistischen Aufregung meinen, die Besuchenden wären informiert? Nichts davon ist vor Ort zu sehen. Niemandem fällt auf, dass jeder Raum kontextuell bis zum Überdruss mit "Bührle" angeschrieben ist. Das Haus ist Touristenattraktion und Bühne der Eitelkeiten unserer Lokalprominenz gleichzeitig.
Im Chipper-Kasten geht es nicht nur um Bilder und genau darum bin ich mir nicht sicher, ob die Stimmen der HistorikerInnen nachhaltig und durchgreifend laut sind.

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Michel Rebosura
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Wen's interessiert: Medienkonferenz des Kunsthauses Zürich im Livestream (TA).

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Michel Rebosura
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Was für ein Whitewashing! Es ist und bleibt die Königsdisziplin der Schweiz.

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Zur Fluchtkunst. Der Passus... "hat unter Wert verkaufen muessen" ist ausserordentlich problematisch. Zum Einen habe ich auch dauend das Gefuehl mich unter Wert verkaufen zu muessen. Zum Anderen hat der Vorbesitzer sicher auch unter dem Wert verkaufen muessen.
Leider entwerten solche Aktionen alle zukuenftigen Bilder- und Kunstverkaeufe welche allenfalls unter Wert, heisst nicht bei Christies, verkauft werden. Jeder kann einmal widrige Umstaende haben. Da diese Werke unverkaeuflich sind, kann die Buehre Stiftung sie eigentlich nur noch wegwerfen. Allenfalls wird ein reicher Chinese sie kaufen koennen und zuhause aufhaengen. Dann sind sie auch weg... etwas mehr Nachdenken bitte. Jetzt sind sie hier um bewundert zu werden.
Die Schweizer Loesung. Ein paar "Experten" und Anwaelte duerfen sich sich noch bereichern.
Erinnert mich an die nachrichtenlosen Vermoegen. Da haben sich auch ein paar Anwaelte bereichert.

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