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danke für diesen interessantem beitrag. speziell die vielen konkreten beispiele waren informativ.

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Folgendes ist mir durch den Kopf gegangen. Wenn es in der EU Einstimmigkeit braucht um die Subventionen zu beseitigen, wie wäre es dann mit einem Anreiz um z.B. erneuerbare Energien zu fördern und so die fossilen auszuhungern. Mir ist schon klar das man nicht alte Subventionen mit neuen Subventionen bekämpfen sollte. Aber es könnten doch die willigen Länder langsam die Subventionen auf den fossilen reduzieren und gleichzeitig z.B.gut bezahlte Jobs in den erneuerbaren anbieten. Als junger Mensch vor der Berufswahl werde ich mich dann schon fragen wo ich mich engagieren soll. In einer Technologie auf dem absteigenden Ast oder in einer zukunftsträchtigen Technologie. Der Nachteil ist, dass der Umbruch langsam von statten geht.

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R. V.
· editiert

Ist eigentlich noch nie jemand auf den Gedanken gekommen, dass Importe (z.B. von Industrieprodukten) von ausserhalb Europas auch einfach entsprechend den hier geltenden oder einzuführenden Steuern mit Zöllen belegt werden könnten? Das würde doch das Abwanderungs-Argument auflösen oder verstehe ich etwas grundlegendes nicht?

Edit: erst mal fertiglesen. Wir machen also tatsächlich so konservative Politik, dass die am wenigsten rückständigen Vorschläge von den Wirtschaftsführern kommen...

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Es ist immer wieder deprimierend, wie sich die starren und wenig demokratischen Entscheidungsstrukturen der EU in unbefriedigenden Politikergebnissen widerspiegeln.

Gut schaut die Republik genau hin — danke für die Recherche!

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Kein Wunder hat die EU laut Eurostat in den letzten fünf Jahren beim Klimaschutz nichts vorwärts gemacht: Der Ausstoss von Treibhausgasen hat in dieser Zeit nur um 2,7 % abgenommen. Man würde jetzt schon gern mal Taten statt vieler leerer grüner Worte sehen.

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Timon Zielonka
Sales @ zukunft.com
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"Als Kompensation dafür würden Subventions­gelder für Industrie­produkte wie «grünen Stahl» ausbezahlt." - Wieso das? Es heisst im Artikel, sonst würde Stahl teurer. Ja, und genau das ist ja auch der Sinn. Das einzige, was man fördern könnte ist Forschung, wenn die Ergebnisse dann allgemein verfügbar sind und es wegen Patentzahlungen zu weiteren Verzögerungen kommt.

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S. B.
· editiert

Hammer Arbeit, die Investigate Europe für die Recherche leistete, toll! Und schön, dass die Republik in der Person Simon Schmids daraus einen so dichten, wohlformulierten Artikel gemacht hat! Vielen herzlichen Dank – und bitte noch mehr von der Sorte! 🙃

Und wie heisst's so schön? Put your money where mouth is. Wer (wie ich) Investigate Europe mit einer (regelmässigen) Spende unterstützen möchte: Die nehmen jeden Euro. 😉

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S. S.
· editiert

Vielen Dank für die tiefgründige Recherche. Ich habe viel gelernt.

Eine Frage zum Marktmechanismus der Emissionszertifikate: Wenn die Menge an Zertifikaten begrenzt ist, dann müsste die Vergabe von Gratiszertifikaten doch eigentlich dazu führen, dass die verbleibenden Zertifikate teurer (weil rarer) sind. Das scheint nicht der Fall zu sein, aber warum nicht? Wäre dies der Fall, wären Gratiszertifikate nur insofern problematisch als dass sie die Empfänger bevorzugen, aber die Menge eingespartes CO2 müsste eigentlich konstant bleiben...

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Ich kenne die Details des Handels mit Emissionszertifikaten nicht, doch grundsätzlich haben Sie Recht. Wichtig ist einzig die gesamte Menge an Zertifikaten, diese bestimmt das CO2-Volumen. Wenn Zertifikate gratis an Firmen abgegeben werden, die diese andernfalls kaufen würden, mag das unfair erscheinen, es spielt aber für die Emissionen keine Rolle, und für den Preis der übrigen Zertifikate auch nicht.

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Diesel ist doppelt subventioniert. Diesel enthaelt mehr Kohlenstoff pro Volumen wie Benzin, daher auch mehr Kohlendioxid. Und mehr Energie. Bedeutet es waere schon subventioniert wenn es gleich teuer waere.

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Laut https://www.engineeringtoolbox.com/…_1085.html setzt die Verbrennung von Diesel 3.15 kg CO2/kg frei, oder 0.25 kg CO2/kWh. Bei Benzin sind es 3.3 kg CO2/kg oder 0.26 kg CO2/kWh. Also müsste Diesel ganz wenig besser sein. Ich fand aber auch Belege für das Gegenteil und bin etwas verwirrt. Auf jeden Fall sind die Werte nahe beieinander und das Hauptproblem ist es, überhaupt diese Treibstoffe so viel zu benutzen und eben zu subventionieren.

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Danke fuer den Link. Der Unterschied der beiden Treibstoffe liegt in den Kettenlaengen. Beide sind Kohlenwasserstoff Fraktionen, dh nicht rein. Benzin ist leichter fluechtig, hat kuerzere Ketten. Die kuerzeren Ketten haben einen erhoehten Wasserstoff Anteil, pro Molekuel. Benzin ist spezifisch leichter wie Oel, in kg/m^3 ( 737kg vs 846kg/m^3). Fluessige Brennstoffe werden in Volumen gehandelt, gerechnet und besteuert.

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Das Klimaproblem ist längst aus aller Augen. Weil wir nicht anerkennen wollen, dass es bedingt ist durch das, was wir auf keinen Fall aufgeben wollen. All das Gerede und die Pseudomassnahmen dienen einzig der Verdrängung des wirklichen Problems.

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B. K.
· editiert

Super Beitrag, der gut zeigt, wie plump die Anreize gesetzt wurden und man damit völlig die Kontrolle verliert, aber auch was zu tun ist, um wieder die richtigen Anreize zu setzen. Gleichzeitig scheint mir aber auch klar, dass wir viel zu spät dran sind. So oder so wird eine CO₂-Steuer oder richtig gesetzte Subventionen schmerzen und je länger wir zuwarten, desto mehr werden sie der Wirtschaft schmerzen und nicht einfach nur lenkend wirken.

Grösstenteils scheint mir da die Wirtschaftsnähe der Politik ein Riesenproblem. Das gibt aber offenbar niemand zu, sondern bedient sich lieber der faulsten aller Ausreden: "Och, ich fahr ja auch einen Diesel."

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Wenn man das Thema noch etwas breiter ansieht, kommt durch den Verbrauch und die Subventionierung fossiler Energieträger noch die Untestützung ölexportierender Länder dazu, die doch mindestens zum Teil als Diktaturen bezeichnet werden können. Da gibt es bessere Investitionsmöglichkeiten in zukunftsfähige Energieprojekte im In- und Ausland und in Entwicklungsprojekte zu Gunsten benachteiligter Menschen und zur Stärkung demokratischer Strukturen.

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Es gibt kein Recht, Menschen zu töten, und es gibt auch kein Recht, Menschen durch verschmutzte Luft zu töten.
Die medizinische Wissenschaft und die WHO sind eindeutig: die menschengemachte Luftverschmutzung tötet jedes Jahr weltweit zwischen 5 und 9 Millionen Menschen. Das sind im 21. Jahrhundert zwischen 100 und 150 Millionen, wobei die Industrieländer durch Produktion und Konsumation etwa drei Viertel dieser jetztzeitigen Massenvernichtung verursachen.
"Leben schützen" ist die erste Aufgabe der Ärzte und der Medizin; "Gesundheit fördern und bewahren" die zweite. Alles andere kommt nachher. Die gleiche Ordnung sollte gelten für den Staat, das Bundesamt für Gesundheit und den Gesundheitsminister, unterstützt vom Arzt und Präventivmediziner Dr I. Cassis im Bundesrat.
Der 2015 vom Bundesamt für Umwelt BAFU veröffentlichte Bericht "Luftverschmutzung und Gesundheit" hält fest: jährlich verlieren in der Schweiz Menschen durch verschmutzte Luft 30'000 Lebensjahre und die Luftverschmutzer töten legal 3'000. Der Bericht dokumentiert nicht, wieviele Menschen weltweit sterben durch die von der Schweiz ausgelagerte industrielle Produktion und Konsumation; bekannt ist hingegen, dass die Schweiz führend ist im Handel mit Verschmutzungszertifikaten (im Pariser Abkommen: "les permis de polluer").
Leben und Gesundheit zukünftiger Generationen in einer dem Leben gerechten Welt fordern unsere Einsicht und unseren Einsatz dafür. Die Luftdiskussion zwingt uns einzusehen, dass das Schweigen zur jetzt stattfindenden anthropogenen Massenvernichtung von Menschen durch den Missbrauch der Luft als Abfalleimer hier und in der Welt letztlich Bedingung ist für die Glaubwürdigkeit jedweden Einsatzes für langfristige klimatische Ziele.
Das erste ärztliche Gebot: "Leben schützen" gilt jetzt in der Luftverschmutzungspandemie. Diese stellt der Gesellschaft die Frage, welche Medizinische Wissenschaft und Praxis sie heute will: wieviele Millionen Menschen will sie dem "Recht auf Luftverschutzung" und dessen Markt mit Verschmutzer-Zertifikaten opfern? (vgl. SÄZ 2020;101(25-26):798-801)
Dr. med. R. N., Genf, Mitglied FMH und Ärzte für Umweltschutz.

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Danke für den Einsatz.

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R. N., Sie legen offen, was wir mit unserer Lebensweise verursachen. Die Tatsache, dass unser Luxus-Lebensstandart einzig durch die Zerstörung von Millionen von Menschenleben und des Planeten überhaupt möglich ist, stellt die Ärzte vor eine unlösbare Aufgabe: "Leben schützen" würde demzufolge auch heissen, das ganze auf Ausbeutung und Zerstörung beruhende Wirtschaftssystem durch ein lebensförderndes zu ersetzen.

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Ich bin positiv überrascht, dass ein Grossteil der Misstände in der Schweiz auf der politischen Agenda sind/waren.
Sowohl die Steuerabzüge für Pendler wurden thematisiert und auch beim Bund und auch in Teilen der Kantone angepasst.
Bezüglich der Flugbenzinbesteurung erwarte ich, dass die EU endlich mal vorwärts macht und sich die Schweiz vorbehaltslos anschliesst. Dieses Problem erfordert offensichtlich, dass eine einheitliche Lösung gefunden wird, damit keine Wettbewerbsverzerrung stattfindet.

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L. H.
Hobby Klima Arithmetiker
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Es ist zu begrüssen, dass Energieintensive Produkte teurer werden. Dadurch werden auch weiter hinten in der Verwertungskette Alternativprodukte eher konkurrenzfähig (Holzbau z.B).

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Hier muss ich anmerken, dass es zum Beispiel bei Holzbauten weniger das Problem vom Preis ist. Holz hat den kleinen (aber entscheidenden) Nachteil gegenüber Beton, dass der Lastabtrag nur über eine Achse erfolgt. Das erfordert Seitens der Bauherrschaft von Anfang an ein klares Bekenntnis zum Holzbau und auch dass man bereit ist beim Grundriss gewisse Kompromisse einzugehen um ein optimales ökonomisches und ökologisches Produkt zu gewährleisten.

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Können Sie diese Kompromisse etwas erläutern? Ich hab das Bauen von Holz schon seit einiger Zeit auf dem Schirm, aber noch keine gute Diskussion über Vor- und Nachteile gefunden, die über oberflächliche Argumente hinweg geht.

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M. S.
Leserin
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Ein sehr wichtiger, toll recherchierter Beitrag! Schön, dass neben der tragischen, da folgeschweren Subventionspolitik - wieder mal stehen der Eigennutz und die Angst vor dem Verlust an Popularität im Vordergrund - auch Lösungswege aufgezeigt werden. Ob es Europa gelingt hier zusammen zu spannen? Es muss...

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L. M.
Informatik-Ingenieur und Ökonom
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· editiert

Schön, dass hier auf Missstände aufmerksam gemacht wird! Ich würde es aber bevorzugen, wenn Steuererleichterungen strikt von Subventionen getrennt würden.

Eine Subvention ist eine Zahlung vom Staat an bestimmte Wirtschaftszweige zu deren Förderung. Steuererleichterungen, bei denen auf das Eintreiben von Steuern verzichtet wird, sind demnach keine Subventionen.

Darüber ärgern darf man sich trotzdem, besonders beim Kerosin oder dem Beispiel aus Griechenland.

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Lieber Luzius

Ausbezahlte Fördergelder und nicht eingetriebene Steuergelder, die eigentlich geschuldet wären bzw. von anderen Branchen bezahlt werden müssen, sind aus ökonomischer Sicht dasselbe. Deshalb werden sie in Wirtschaftsstatistiken auch beide als Subventionen aufgeführt. Ich denke, das hat schon seine Richtigkeit. Schliesslich geht es ja beide Male um Geld, das ein Betrieb hat oder nicht hat, bzw um Geld, das man als Konsument für den Verbrauch eines bestimmten Rohstoffs ausgeben oder nicht ausgeben muss. Wenn Produkt A gegenüber Produkt B mit einer Nicht-Besteuerung bevorteilt wird, ist das eine Subvention.

Herzlichen Gruss
Simon

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L. M.
Informatik-Ingenieur und Ökonom
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· editiert

Das heisst, wenn Deutschland die Steuern auf Benzin anheben würde, dann wäre die Schlagzeile "Bundestag verabschiedet Vorlage zur Ausweitung der Dieselsubventionen" oder gar "Neue Subventionen für fossile Energieträger!" aus Deiner Sicht korrekt? Ich persönlich fände das irreführend.

Herzliche Grüsse
Luzius

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Danke für diesen super Artikel. Bestätigt mit vielen Fakten, was man so unterschwellig ahnt. Gut auch, dass republik dafür sorgt, dass wir neben Corana nicht das Klimaproblem aus den Augen verlieren!

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(durch User zurückgezogen)
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