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Besten Dank für den spannenden und lehrreichen Artikel.
Immer wenn ich mit dem Thema jugendliche Straftäter in Berührung komme, muss ich an Brian Keller denken. Und wie die Schweizer Justiz mit diesem jungen Menschen umgeht.
Macht mich schon sehr wütend.

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Brigitte Hürlimann
Gerichtsreporterin
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Liban, lass uns die Wut in positive Energie umwandeln. Uff, das klingt ja beinahe esoterisch...

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Johanna Wunderle
Einheit in der Vielfalt
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Liebe Frau Hürlimann, gerechter Zorn darf doch sein. Und wenn die Wut erkannt wird, ändert sie sich da nicht meist von alleine?

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antiautoritärer Bossgegner
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Danke für das genaue Hinschauen. Hier geht es um ein reines Ablenkungsmanöver und Blendung der Stimmbürger:innen. Eine Gesetzeslücke schliessen, um mittels Verwahrung den einen Fall zu vermeiden, in dem ein Jugendlicher im Erwachsenenalter vielleicht erneut zusticht? Junge Menschen ins Gefängnis stecken im Namen der Sicherheit aller? Verlogener geht nicht.
Die Sicherheit der Bevölkerung liegt dem FDP-Mann am Herzen? Dann kümmere er sich bitte um sichere Schulwege, Velowege, Geschwindigkeitslimits, PS- und Hubraumbeschränkungen, mehr Kapazitäten in Familienunterstützung und Heilpädagogik oder auch um mehr Konzernverantwortung!

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............ oder um Lücken im Steuerrecht, Sanktionsrecht, der Geldwäscherei etc.
Herr Caroni hat eben eine Stimme für die nächsten NR-Wahlen verloren.

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Sehr schön auf den Punkt gebracht. FDP...

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Ganz genau: Reine Ablenkung vor den echten Problemen, denen wir uns stellen müssen; darum wohl nichts als Wahlpropaganda - traurig, aber typisch!

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Ja da gebe ich Ihnen recht. Leider befürchte ich., funktioniert diese Propaganda. Und somit ist das Problem nicht bei den Politikern zu suchen sondern in unserer Gesellschaft. Maximale Sicherheit wird gefordert. Und dass wir ja nicht aus unserer Komfortzone müssen, Stichwort Klimakrise.

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Großartig, Herr Caroni will unser Land sicherer machen und uns vor dem Risiko einer schweren Straftat pro Jahr bewahren. Sicher gibt es von ihm auch schon eine Motion zum Missbrauch durch die Angestellten der katholischen Kirche. Das sind dann pro Tag mehr als eine Straftat, die Herr Caroni verhindert. Und das nicht auf dem Rücken von Kindern, sondern zu deren Sicherheit, also zum Schutz der Schwächsten in unserer Gesellschaft. Großartig dieser Caroni. Warum finde ich nun nur seine entsprechende Motion nirgends? Sicher falsch gesucht, diese Motion gibt es ganz bestimmt von ihm. Ein echter Kämpfer für die Sicherheit in unserem Land.

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Multifunktional
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· editiert

Wir erinnern uns: in der Vergangenheit der Schweiz wurden Kinder verdingt, aufmüpfige Frauen weggesperrt und „Kinder der Landstrasse“ ihren Eltern weggenommen. All dies im Namen der Moral und dem Ziel einer guten Gesellschaftsordnung. Heute entschuldigen sich Politiker für das Verhalten der Vergangenheit und Entschädigungszahlungen an die Opfern werden gefordert und teilweise bezahlt.
Wir schauen 40 Jahre in die Zukunft: Politiker entschuldigen sich für die unmenschliche Verwahrung minderjähriger Straftäter in der Schweiz. Die Betroffenen erhalten Entschädigungszahlungen und werden auf freien Fuss gesetzt. Die verlorenen Jahre kann dies aber nicht ersetzen. Ob es so kommt? Ich hoffe nicht. Auch Politiker dürfen aus der Vergangenheit lernen.

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Ein wirklich grossartiger Überblick über die laufende Änderung des Jugendstrafrechts. Vielen Dank! Es bleibt zu hoffen, dass die Parlamentarier:innen den Expert:innen zuhören und von dieser irrsinnigen Verschärfung absehen.

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Journalistisch beeindruckend (fundierte Recherche, nachvollziehbare Schlüsse, differenzierte Argumentation; didaktisch mustergültige Struktur)

Sprachlich stark (präzise Terminologie, anschaulich, auch in der juristischen Argumentation nachvollziehbar)

Inhaltlich eine für mich wertvolle Übersicht, ohne eine auch nur im Ansatz tendenziöse “Imprägnierung”

Wirkungsvoll: im Sinne der Aufklärung ist dieser Artikel nichts anderes als der Appell zum Mut, meinen eigenen Verstand zu brauchen und dabei zu erkennen, dass das Jugendstrafrecht auch in meinem Kopf einer Revision bedarf.

Ihre Arbeit, Frau Hürlimann, beeindruckt mich tief. Auch diese.

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Brigitte Hürlimann
Gerichtsreporterin
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Lieber Herr Brogli, tausend Dank, Ihr Kompliment wird mich anspornen. Danke Ihnen, dass Sie im Dialog regelmässig mitdenken, Anregungen und Kritik liefern. Das ist ungemein wertvoll.

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Schade, wenn sich Politiker mehr für einfache Stories interessieren als für das Wissen der Fachleute über die Wirklichkeit.

Entsprechend schlechter können Politiker dann ihren Job machen:
Die Probleme lösen, die uns alle betreffen.

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Martin Hafen
Präventionsfachmann, Soziologe
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· editiert

Ein wichtiges Thema. Leider passt der Aufhänger "Minority Report" nicht. Im Fokus des Textes steht die höchst bedeutsame Frage zum Umgang mit Menschen, die bereits eine Straftat begangen haben. Die Beantwortung dieser Frage beinhaltet zwangsläufig auch präventive Aspekte, die im Text umsichtig und kompetent bearbeitet werden - z. B wie eine Wiedereingliederung gelingen kann, ohne dass es zu einer Wiederholung der Straftat kommt.

Der Fokus von Minority Report liegt jedoch auf der eigentlichen Prävention. Menschen, die noch keine Straftat begangen haben, sollen aufgrund von Beobachtungen inhaftiert werden dürfen, die darauf hindeuten, dass sie eine solche begehen WERDEN. "Predective Policing" ist hier das Schlagwort. Ein hoch brisantes Thema - gerade in Zeiten immer potenter werdender Überwachtungstechnologien, KI und gigantischen Datenbanken. Die Schweiz ist gemäss Amnesty International einer der Pionierstaaten in diesem Bereich. Das wäre ein weiteres spannendes Thema für die Republik.

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Brigitte Hürlimann
Gerichtsreporterin
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Ich finde, der Aufhänger passt (sonst hätte ich mich nicht dafür entschieden...). Es geht im Film um Gewaltverbrechen, die in naher Zukunft passieren sollen. Thema ist nicht, ob die mutmasslich zukünftigen Gewaltverbrecher:innen in ihrem früheren Leben schon einmal straffällig geworden sind oder nicht. Und bei der Verwahrung geht es genau darum: Um Prävention. Mögliche künftige Verbrechen sollen verhindert werden. Menschen bleiben aufgrund prognostizierter Verhaltensweisen eingesperrt. Prognosen treffen nie zu Hundertprozent zu, also bleiben Menschen auf Vorrat hinter Gittern.

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Martin Hafen
Präventionsfachmann, Soziologe
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Ich kann ihre Argumentation nachvollziehen - ausser, dass beim predictive policing jeder und jede in den Fokus rücken kann, in ihrem Text jedoch "nur" verurteilte Straftäter:innen. Dieser Unterschied mag in einer "Demokratie" wie der unsrigen wenig Bedeutung haben; allzu sicher dürfte man sich jedoch auch hier nicht sein, vor allem wenn man eine dunkle Hautfarbe hat.

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Artist
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... meiner Meinung nach ist es unfachlich und wissenschaftlich völlig entgegenstehend, generell bei Tötungsdelikten eine Verwahrung auszusprechen bei einem jungen Menschen. Und dies im Namen der 'Prävention'. Basisraten, Tatgeschehen, psychische Erkrankungen und Möglichkeiten der Behandlung sind nur einige Schlagworte die eine wichtige Rolle spielen in so einem Fall. Die Schweiz würde sich bei so einer Entscheidung ein weiteres Mal 'ins Abseits' begeben. Es fällt mir schwer zu verstehen, dass Emotion den Zugang zu Information und Wissen scheinbar verstellt. Danke für den Bericht.

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christian balke, der Fliegendruck
erst, einzig und letzter Fliegendruck
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Letzter Satz aus den Film, gem. Bericht: lottoähnlich mit ner Holzkugel ausgelobt..
Bin dankbar, ds Jugendstrafgericht nutzt Fakt (ehm_meist) und pflegt das Kindswohl, der Gesellschaft zlieb. Das andre wär die Holzkugelmethode.

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Johanna Wunderle
Einheit in der Vielfalt
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· editiert

Vielen Dank für die klare Darstellung eines schwierigen Themas Frau Hürlimann.
Ohne Ihren Artikel hätte ich nicht erkennen können, dass es sich um eine Verschärfung des jetzigen Jugendstrafrechts geht.

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Danke für diesen Artikel, der so sauber und klar gehalten wird, dass sogar ich als Laie alles begriffen habe. Trotzdem konnte ich die Botschaft zwischen den Zeilen lesen/spüren. Gut, dass das Thema nun ruht und erst nach den Wahlen nochmals aufgerollt wird.

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