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Anonym
Anderer
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· editiert

Es geht nicht um den einzelnen Fall, sondern um das System. Es fehlen an finanziellen Ressourcen, an mehr Personal. Die Kita Idee ist eigentlich gut. (Dazu gehört auch die Integration. Man braucht „Ausländer“ und „Schweizer“ Kinder in den Gruppen.)
Ich verstehe nicht, weshalb die Kitas nicht staatlich sind und die Lehrer*innen nicht anständig bezahlt werden.

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Anonym
Anderer
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PS Zu meinem Diskussionsbeitrag hätte ich eine Kritik erwartet. Die fehlenden Ressourcen ist eine Vermutung.
Mein generelles Anliegen ist hier das Thema Leistungsvertrag. Ich vermute, dass unter einem Leistungsvertrag Kunden und Angestellte leiden können. Er ist wohl kein Allzweckwerkzeug.
Ich bin in diesem Fach kein Profi, aber es würde mich interessieren, wo meine Vermutungen zutreffen oder wo nicht.

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Anonym
Erzieherin
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· editiert

« Dass in einer Kita mal ein Kind zu viel angemeldet sei, komme in den besten Einrichtungen vor » - Stimmt nicht: in unserer Kita (nicht globegarden) wird zuerst geschaut, ob es noch Platz hat, falls Eltern ihr Kind zusätzlich bringen wollen. Wenn es keinen Platz hat, sagt man dies auch den Eltern. Was soll denn daran schwierig sein?
Es hatte noch nie zu viele Kinder.

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Meine Partnerin und ich sind zu gleichen Teilen, also 50/50, für die Betreuung unserer zwei Kinder zuständig. Wir ermöglichen uns durch diese Aufteilung, dass beide gleichberechtigt einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen um damit Geld für den Unterhalt unserer Familie verdienen zu können. Es ist für uns ein Privileg, bei den Kindern zu sein und sie aufwachsen zu sehen, und wir lieben es mit unserer Arbeit Geld für die Familie zu verdienen. Doch können weder meine Partnerin und ich in der Kinderzeit Geld verdienen - und das ist auch gut so.
Schaut man sich nun die aktuelle Haushaltbudgeterhebung des Bundes an, so fällt einem auf, das die Kinderbetreuung und die Hausarbeit nicht berücksichtigt sind. Der Grund dafür ist, dass es nicht als Lohnarbeit gilt... Das hinterlässt in mir ein mulmiges Gefühl. Nach meinem Ermessen müsste für eine repräsentative Erhebung des Haushaltsbudget zwingend diese unentgeltliche Kinderbetreuung berücksichtig sein. Es geht hier nicht zuletzt um Wertschätzung und Respekt dieser Arbeit gegenüber (die erwiesenermassen zu einem Grossteil von unseren Frauen und unseren Grosseltern getragen wird). Wird es missachtet, passieren solche unschönen Geschichten wie in den Artikeln der Republik jetzt veröffentlicht wurden. Danke Republik für eure wichtige Arbeit!

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Danke, R. B., für dieses Votum. Dieses „mulmige Gefühl“, das Sie beschreiben kenn‘ ich in verschiedenen „Tönen“, die von Empörung bis zur lauthalsen Wut und wieder zurück in die stille Annahme der Aufgaben gehen, die wir uns eingebrockt haben, indem wir uns für Kinder entschieden haben: ja, diese Arbeit gehört nicht nur aufgenommen in die „repräsentative Erhebung des Haushaltbudgets des Bundes“ sondern auch gebührt ihr Lohn! Und - Löhne in den KiTas dürfen keinesfalls gedumpt werden (auf Kosten wiederum von meist jungen Frauen)!

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Vielen Dank für die Einblicke in die Kitawelt. Vermutlich ist Globalgarden nur die "Spitze des Eisbergs". Drei Hinweise für eine Vertiefung der Debatte:
a) Es gibt weitere (private) KitaanbieterInnen, deren Hochglanzbroschüren hinterfragt werden könnten/sollten.
b) Der Betreuungsschlüssel ist nur ein Indikator für gute Qualität und nicht der wichtigste. Genügend qualifiziertes Betreuungspersonal ist eine Voraussetzung für gute Betreuungsqualität, sichert sie aber nicht.
c) Die familienergänzende Bildung, Betreuung und Erziehung im Vorschulbereich hat - insbesondere im Vergleich mit anderen Bildungsinstanzen - wenig Ressourcen zur Verfügung. Dies erschwert die Qualitätsentwicklung und -sicherung generell.

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Philipp Albrecht
Redaktor Wirtschaft
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Hallo Herr S., erlauben Sie mir, Ihnen bei Hinweis b) zu widersprechen: Ich würde schon sagen, dass der Betreuungsschlüssel der wichtigste Indikator für gute Qualität ist. Schliesslich umfasst er auch ausgebildetes Fachpersonal. Wer eine dreijährige Lehre abgeschlossen hat, weiss, was er/sie tut. Aber in vielen Kitas, insbesondere bei Globegarden, werden zu viele Praktikantinnen mit Kindern alleine gelassen.

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ich stimme R. S. zu, der ausbildung kommt eine wichtige bedeutung zu. wenn zb nur mit ausgebildetem personal gearbeitet würde, könnte der betreuungsschlüssel angepasst werden. ich weiss, in anderen ländern kann der betreuungsschlüssel tiefer (schlechter) sein, dafür arbeiten aber keine lernenden oder praktikant/innen mit. die situation in der deutschen schweiz mit einem relativ „guten“ betreuungsschlüssel, dafür rund der hälfte des personals ohne ausbildung, ist meines wissens europaweit eher die ausnahme. der verband kibesuisse möchte die verschiedenen ausbildungen gewichten, praktikant/innen hätten zb. nur einen kleinen wert, fachfrauen betreuung oder erzieherinnen mit hf ausbildung hätten einen grösseren wert. so könnte der leidigen praktikant/innengeschichte endlich einhalt geboten werden. aber mit den heutigen gesetzlichen vorgaben, wird die anstellung von unausgebildetem personal begünstigt... ob sich da mal was tut?

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Rolf Müller
Intellektueller Landarbeiter
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· editiert

Ich lese diese Aufdeckung der Kita-Missstände durch "die Republik" sehr aufmerksam, da mein Enkel auch bald in eine Kita gehen wird.
Die Kombination "Sozialarbeit" und "Geschäft" ist ja nicht unproblematisch.
Als unser Sohn eine Zeit lang bei einer Tagesmutter war, bekam ich da den Eindruck, dass diese Frau die kleinen Kinder als eine Art "KleinVieh-Einheit" betrachtete und sie dementsprechend Einkommen generierend nutzte.
Die Frau war "pummelig" und hatte -wie ich später realisierte- zwei Gesichter.
Ein Gesicht sah ich auf dem Spielplatz, wenn sie mit den kleinen Kindern ausgelassen, spontan und herzlich spielte.
Das andere Gesicht sah mein Sohn jeweils, sobald er sich schreiend und flehend von mir verabschieden musste und ich mit einem schlechten Gefühl und mit einem Kloss im Hals auf den Zug und zur Uni ging...
Später erzählte mir mein Sohn, dass er sich vor allem darüber aufregte, dass er einmal den Esstisch nicht verlassen durfte, obwohl er dringend aufs Klo musste.
Und mir fiel irgendwann auf, dass mein Sohn anderen Leuten immer wie ein dressiertes Äffchen das Händchen entgegen streckte, um zu grüssen. Die Leute reagierten dann wie ich: Verwundert und irritiert über solch unkindlich korrektes Benehmen...
Die Schreikrämpfe beim Abschied nahmen nicht ab.
Die "Janusköpfige" Tagesmutter erklärte das damit, dass mein Sohn nur Terror mache, um seinen Willen durchzudrücken und dass er ZU WENIG bei ihr sei! Sie schlug vor, die Anzahl Tage für seine Betreuung bei ihr zu erhöhen.
Aber mein Gefühl sperrte sich gegen diese "Lösung im Sinne eines noch besser florierenden und ausgelasteten Tagesmutter-Geschäfts". Eine andere Mutter hatte sich mit der gleichen Tagesmutter zerstritten und suchte für ihren Sohn eine andere Möglichkeit der Tagesbetreuung.
Und so entschloss ich mich kurzerhand dazu, zu meinem eigenen Sohn selber zu schauen und Tages-Vater zu werden für den Jungen der anderen Frau.
So muss man schauen, wie man das mit der Kinderbetreuung organisieren kann und auf die Reihe kriegt. Gut beobachten, und zwar MIT GEFÜHL, ist sicher das beste...

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Anonym
Datenanalystin
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Was genau wollen Sie damit sagen, dass die Tagesmutter “pummelig” war?

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Rolf Müller
Intellektueller Landarbeiter
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· editiert

Ich wollte sie einfach ein wenig beschreiben, so dass man sie sich ein wenig vorstellen kann beim lesen.
Haben Sie ein Problem mit "Körperlichkeit" und wollen vielleicht darum anonym bleiben?

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S. R.
Software Ingenieur
·
· editiert

Erschreckende neue Erkenntnisse.
Aber ich verstehe den Satz « Dass in einer Kita mal ein Kind zu viel angemeldet sei, komme in den besten Einrichtungen vor » nicht wirklich. Wenn wir unsere Kinder einen Extratag in die Krippe geben, dann fragen wir jeweils und nachdem die Krippe herausgefunden hat ob genügend Personal vorhanden ist können die Kinder kommen oder dann eben nicht. Wir haben bisher fast immer Glück gehabt und durften unsere Kinder bringen, aber es ist auch schon vor gekommen, dass es nicht möglich war weil z.bsp 1 Betreuer/in krank war.
Als Eltern kann man nicht erwarten, dass die Krippe immer kurzfristig einspringt! Das ist in meinen Augen eine wahnsinnig entgegenkommende Leistung wenn es möglich ist und keine Selbstverständlichkeit.

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Philipp Albrecht
Redaktor Wirtschaft
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Hallo Frau R., vielen Dank für Ihren Beitrag. Wir haben mit Betreibern von mehreren Krippen gesprochen. Aus der Erfahrung heraus, sind die Krippen an vielen Tagen nicht zu 100% besetzt. Darum rechnet man hin und wieder eine kleine Überbelegung ein. Das ist nicht verboten, solange man es nicht systematisch macht.

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S. R.
Software Ingenieur
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Danke für die Antwort. Ok ja das macht auch Sinn. Kinder sind ja auch mal krank oder mit den Eltern in den Ferien...

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Anonym
Erzieherin
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Stimmt nicht: Es ist verboten mehr Kinder zu betreuen, als in der Bewilligung erlaubt. Ausnahme sind Kinder während der Eingewöhnung, wenn Eltern dabei sind.

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Ich denke, die angemeldeten Kontrollen der Aufsicht in der Stadt Zürich sind Zeit- und Geldverschwendung. Ich sehe nicht, warum die KiTa-Aufsicht in dieser Hinsicht anders vorgehen soll als das Lebensmittelinspektorat oder die Kontrollen ob die Taxifahrer betrunken sind.

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Kompakt, neu, sachlich und aufdeckend. Danke für den tollen Artikel. Weiter so!!

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Jesses, so ein Drama wegen einem oder zwei Kindern mehr als erlaubt. Und einmal war zu wenig Essen da. Wahnsinn, sind wahrscheinlich mehrere Kinder verhungert. Ein Kind geht für kurze Zeit verloren; kommt glaub ich schnell mal vor. Einzig der Fall vom Wickeltisch, das darf nicht passieren. Und jetzt sollen es Vorschriften, Kontrollen und sogar der Staat richten. Ja sicher, dann wird alles besser: kein Absturz vom Wickeltisch mehr, Essen im Überfluss, nie mehr Kindsmissbrauch und alle Kinder ständig unter Kontrolle. Ja seid Ihr denn alle von Sinnen? Was hätten denn nun die Eltern gern: eine Betreuung von Herzen oder eine zwar perfekte Begleitung ohne Wärme?
Es geht hier primär um liebevolle Zuwendung. Ja, Zuwendung braucht der Mensch; von Geburt bis zum Tod. Kann man Zuwendung und Empathie in einer Ausbildung lernen? Überall diese Professionalisierung und dieser Kontrollwahn: Kindergarten, Spitex, Pflege, Vormundschaft, Medizin etc. wozu? Ist irgendwas besser geworden? Es wurde nur teurer!
Es ist höchste Zeit, eine Partei des gesunden Menschenverstands zu gründen. Dieser scheint immer mehr verloren zu gehen.
Missstände aufdecken in Ehren, aber das hier finde ich völlig übertrieben. Versuchen Sie doch mal herauszufinden, ob die Kinder gerne in die Globegarden Kitas gehen und ob die Eltern zufrieden sind.

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Es geht hier primär um liebevolle Zuwendung.

So liebevoll sogar, dass man ein paar Franken beim Essen spart, Kinder mal kurz im Keller versteckt,...

Und jetzt sollen es Vorschriften, Kontrollen und sogar der Staat richten.

Weder Vorschriften noch Kontrollen noch staatliche "Einmischung" sind hier neu. Was (unter anderem) verlangt wird, ist, dass die Einhaltung der Spielregeln auch ernsthaft überprüft wird. Selbst wenn es Sie nicht stört, dass "einmal zu wenig Essen" da war etc. (wobei ich diesen Punkt ganz anders sehe), sollte zumindest klar sein, dass es unfair und marktverzerrend ist, wenn sich die einen an die Regeln halten und andere nicht.

Es ist vor diesem Hintergrund auch müssig, darüber zu diskutieren, ob die Kinder gerne gehen oder nicht; es gibt sicher welche, die gerne gehen und die Zustände sind nicht in allen Globegarden-Kitas gleich (was der Artikel im Übrigen auch nicht behauptet). Aber es wäre ja absurd zu sagen: Aha, diese und jene Kita missachten zwar regelmässig verschiedene Vorschriften, aber die Kinder und Eltern sind ja so zufrieden, da lassen wir das nochmals durchgehen.

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Ich will Ihnen die haarsträubenden Umstände meiner Kindheit hier nicht schildern, aber ich kann Ihnen versichern: Wir hätten uns sehr gewünscht, wenn nur einmal ein Behördenmitglied aufgetaucht und uns herausgeholt hätte. Aber Sie kennen sicher das Bild der drei Affen, die sich Augen, Ohren und Mund zuhalten.

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Rolf Müller
Intellektueller Landarbeiter
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Diese "Partei des (angeblich) gesunden Menschenverstandes" gibt es doch bereits!
Ist Ihnen das denn noch nie aufgefallen?
Dann muss ich aber an ihrem "gesunden Menschenverstand" zweifeln...

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Bin fassungslos, dass das Erstens passiert und Zweitens scheinbar Null Konsequenzen für die Betreiber zu haben scheint.

Eine Firma, die für so einen Sensiblen Bereich wie die Betreuung von Kleinkindern verantwortlich ist, müsste doch bei solchem systematischen Betrug mit schlimmeren Konsequenzen rechnen: Entziehung der Bewilligung, Bussen in einem Bereich, wo es weh tut oder Ähnliches?

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