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Vielleserin
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Das Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) wurde vor 36 Jahren vom Volk angenommen. Es war damals umstritten. Die Linke wollte, statt der 2. Säule, eine existenzsichernde AHV, die Rechte eine 2. Säule. Da man die 2. Säule nicht verhindern konnte, wurden 2 "alternative" Pensionskassen gegründet, die NEST in Zürich und Abendrot in Basel. Ziel war, die angesparten Gelder fair - im Sinne und zu Gunsten der Versicherten - zu verwalten. So haben diese beiden Kassen als erste und freiwillig z.B. Konkubinatspartner mitversichert oder überschüssige Gewinne, welche nicht für obligatorische Reserven zurückgestellt werden mussten, den Alterskonti gutgeschrieben. Die meisten anderen Versicherer haben sich an den Vorsorgegeldern bereichert und z.T. bis zu 25% für Verwaltungskosten und Bankgebühren verrechnet (sog. Rentenklau). Als die Börse noch boomte und mit den Vorsorgegeldern viel Gewinn erzielt wurde, haben die Bürgerlichen nie danach geschrien, den Umwandlungssatz zu erhöhen, lieber die Verwaltungskosten erhöhen und in die eigene Tasche wirtschaften.

Für mich gibt es deshalb nur eine sinnvolle Lösung des Problems: Zurück an den Start. Pensionskasse abschaffen und Bildung einer existenzsichernden AHV für alle. Das müsste auch im Sinne der Arbeitgeber sein. Der Administrationsaufwand in den Personalabteilungen würde sich bei Ein- und Austritten halbieren.

Ich wundere mich immer wieder, warum ich diese Forderung von linker Seite nicht höre.

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Noch besser wäre die Weiterentwicklung der Sozialsysteme mit einem geschickt gestalteten bedingungslosen Grundeinkommen. Dann würde auch die unbezahlte Hälfte der Arbeit mitberücksichtigt, die heute täglich zum Erfolg unserer Gesellschaft beiträgt.
Die grösste Ungerechtigkeit ergibt sich doch da, wo Menschen sich unbezahlt um Familie und Gemeinwohl kümmern und deswegen nur Teilzeit oder gar keiner bezahlten Arbeit nachgehen können.

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Vielleserin
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Sie haben selbstverständlich recht, Herr B. Unbezahlte, gemeinnützige Arbeit könnte man problemlos in eine existenzsichernde AHV integrieren. Dies geschieht ja heute schon mit der Gutschrift für Kinderbetreuung, welche so niedrig ist, dass sie als Witz bezeichnet werden muss.

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· editiert

Zum Grundeinkommen: Viele erwerbstätige Schweizer, und das ist die Mehrheit der Stimmbevölkerung, stören sich am B in BGE. Sie verstehen nicht, dass da jemand ohne Leistung Rechte bekommt. Wie auf dem Sozialamt, und sogar bei der AHV heisst es immer wieder: "Ich habe dafür schliesslich ein Leben lang eingezahlt".
Was zweimal falsch ist: Das Geld wurde sofort an "die Alten" verteilt und die einzig wirkliche Bedingung für die AHV ist die Erreichung des Rentenalters ;-).

Ich verzichte deshalb jeweils auf das 'bedingungslos' und wenn ich im Gespräch einen obligatorischen Bürgerdienst erwähne, sagen alle: "So kann ich es mir vorstellen". Auch ein FDP-Präsident hier in Zürich. Bürgerdienst kann alles sein, von Militär über Landdienst, Care- und Jugendarbeit bis zu Praktika bei politischen Aktivitäten. So würden Bereiche heutiger Gratisarbeit entlastet und Junge profitierten von ihren Erfahrungen in gemeinnütziger Arbeit.

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Mich stören Formulierungen, wie heute auch in der Republick:
"Berset hatte beide Socken gleich­zeitig flicken wollen – und blieb auf zwei Löchern sitzen." - "doch wir wollten die beiden Löcher behalten" würde die Verantwortung für Volksentscheide richtig adressieren.

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Und das sich Drücken vor Verantwortung übernehmen geht weiter: Rahmenabkommen, so nicht!! "Der Ball liege nun klar bei der EU, sagt Ständerat Christian Levrat." Plan B ?? Die richtige Antwort schon damals an Suppenkaspers 'Diese Suppe ess ich nicht': "Dann koch sie dir doch endlich selber!"

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Dorothee Brumann
Fachführung Sourcing & Empowerment Coach
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Schade, berücksichtigt die Gleichstellungsstrategie die Mütter, sowie alle unbezahlten und bezahlten Kinderbetreuerinnen nicht. Die EKdM hatte Anfangs Dez 2020 mit einer Stellungnahme interveniert, jedoch wurde diese ignoriert.

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