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B. G.
Köchin
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Wir verteilen die Hilflosigkeit in Zeilen und wissen nicht, was es heisst.

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Tanja Messerli
Präsidentin Genossenschaftsrat
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Vielen Dank für diesen Beitrag, ich gebe zu, ihn sehnlichst erwartet zu haben. Vieles kommt vor und einiges, was mir Hoffnung macht, wie z.B. die kantonsübergreifende Unterstützung der Sexarbeiterinnen. Aus meiner Freiwilligenarbeit könnte ich viel ergänzen und wüsste kaum, wo anfangen. Bei den Entlassenen aus den Hotels? Einer Branche, die, wie die Republik auch berichtet hat, ja offen haben dürfte, was absurd ist. Oder bei deren Kindern, die von zu wenig Heilpädagoginnen im Homeoffice beraten werden? Oder in drastischen Fällen mit viel Glück von Psychologinnen, die seit dem BR-Entscheid vom 2.4. neu generöse 360 Minuten für Telefon- und Onlinegespräche und alle weiteren Leistungen in Abwesenheit des/der Patient*innen pro Halbjahr verrechnen dürfen? Oder bei den Migrantinnen-Familien, die aufgrund des Lockdowns denken, Corona sei wie Läuse aber tödlich, springe und bleiben auf Stuhllehnen und in Kissen? Den älteren Frauen aus dem Jugoslawienkrieg, die mir sagen, wenn du kein Haarfärbemittel mehr bekommst, weisst du, dass der Krieg so nah ist, dass du deine Söhne verlierst? Oder bei meinem Büro oben in einem Schulhaus mit einer sauberen Toilette, das nun nicht mehr zu zweiten Infrastruktur mitten in der Stadt Bern gehört, weil geschlossen? Da, wo Obdachlose abends vorbeikamen, denen ich begegnete, wenn ich Überzeit machte und vielleicht auch mal für sie ein Telefonat an eine Pfarrin. Es ist eine sehr harte Zeit für sehr viele Menschen, denen wir mit Hashtags und glatten Tweets der Landesregierung nicht gerecht werden. Doch wie eingangs gesagt: Der Artikel macht das bewusst und ist ein Lichtblick.

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Yvo Wüest
Trainer Didaktische Reduktion
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Menschen vom Rand wieder zur Mitte führen. Dazu braucht es engagierte und emphatische Persönlichkeiten. Dazu eine Gesellschaft, die aufklärendem, erhellenden Journalismus zugänglich ist und sich für Rahmenbedingungen einsetzt, welche auch die schwächeren Mitbürger:innen schützen.

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Wäre es nicht primär von Nöten, Bedingungen zu Schaffen, welche Menschen gar nicht erst an den Rand drängen? Diese Frage stellt sich weltweit. Doch niemand ist wirkliche bereit, die damit verbundenen Veränderungen einzuleiten. Zu viele profitieren von den ausbeuterischen und menschenverachtenden Systemen. Auch und vor allem hier in der Schweiz, welche diese Systeme weltweit aus Eigennutz systematisch unterstützt. Nur auf grossen Druck von aussen wurde z.B. die Deponierung von Geldern kriminellen Ursprungs etwas eingeschränkt.

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Yvo Wüest
Trainer Didaktische Reduktion
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Danke für diesen Gedanken. Doch wie gelingt es, diese neuen, die Fairness fördernden Bedingungen zu schaffen? Manchmal denke ich, die derzeitige Stagnation in unserer in Interessengruppen gespaltenen Gesellschaft schuldet sich nicht nur der weitgehenden Unfähigkeit der etablierten Politik, eine attraktive Perspektive für eine faire und nachhaltige Welt zu entwerfen. Sondern auch in der besitztstandswahrenden Trägheit eines respektablen Anteils der Wähler:innen, die in Teilen durch die Tendenz zu problemverleugnenden, abspaltendem Denken geprägt ist. Menschen, die stets mit dem Rückspiegel unterwegs sind und sich an bewährte (?) Verhaltensweisen und Lebensentwürfe klammern.
Claus Otto Scharmer (MIT) schlug in seiner "Drei-Schritt-Teorie U" vor "Open your mind - open your heart - open your will". Statt immer nur zu hören und lesen, was unsere bestehende Meinung bestärkt, geht es zuerst einmal darum, die eigenen Zuhörfähigkeit zu entwickeln. Mit dem -anspruchsvollen- Schritt des "generierenden Zuhörens" gelingt es leichter, zu zu neuen Zukunftsaussichten zu gelangen.

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B. J.
· editiert

Man würde es ihm ja gönnen, aber wohnt Herr Z. jetzt tatsächlich in einem überirdischen Dreierzimmer? Oder eher in einem oberirdischen? Eindeutig unterirdisch ist hingegen der Vorschlag, Asylsuchende könnten bei der Anhörung ja auf Rechtsvertretung verzichten, damit weniger Menschen im Raum seien.
Eindringliche, stimmungsvolle Fotos zu einem ebensolchen Bericht von den Rändern der Gesellschaft, in deren Mitte manche nicht müde werden, tausenderlei Statistiken auf- und gegeneinander ins Feld zu führen. Wie wenn Statistiken Zinnsoldaten wären.

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Liebe Frau J., Ihrem scharfen Auge entgeht wohl gar nichts! Allerdings ist es nach Duden wohl in Ordnung, in der Nebenbedeutung wird dort bei "überirdisch" tatsächlich "oberirdisch" angegeben – wenn auch nicht so geläufig. Ich meine auch, das literarisch schon so gelesen zu haben. Und es verleitet die Gedanken doch auf ein spannendes (ironisches, bei mir) Nebengleis, nicht?

https://www.duden.de/rechtschreibung/ueberirdisch

Ich wünsche Ihnen frohe Ostern!

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Trotzdem habe ich im Newsletter nur 6 Eier gefunden. Wahrscheinlich war der Hase vor dem siebten gedownlocked. Oder so.
Danke, das wünsche ich Ihnen auch!

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Vielen Dank für diese erhellende Sicht auf leider eher dunkle Seiten dieser Gesellschaft. In Zeiten wie diesen, braucht diese Art von journalistischer Arbeit auch noch einigen Mut. Respekt dafür!

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M. E.
freie Redaktorin
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Stimmungsvolle Bilder zu dieser lesenswerten, nahe gehenden Reportage. Danke an die Schreibenden und Dominic Nahr.

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Würdig. Geschrieben von Menschen aus Menschlichkeit. Danke.

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