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Das Lachen über den inhaltlichen Irrsinn bleibt mir im Hals stecken.

Brandgefährlich ist das.

Und ohne die Brandbeschleuniger Social Media wäre es nicht erfolgreich.

Das passiert gerade weltweit. Stehen wir für unsere Demokratie ein!

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Ich finde es nicht angebracht, dass die Republik ein so tragisches Schicksal eines offensichtlich kranken Menschen (vermutlich manisch depressiv) so breit auswalzt!

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Sehr geehrter Herr L., ich bin kein Psychiater. Alles was ich sehe ist: Ein Mann radikalisiert sich mit rechtsextremer Gesinnung. Das ist nicht wirr, es ist eine Ideologie. Seine Bezüge sind glasklar, auch wenn Sie uns auf den ersten Blick wirr erscheinen mögen. Ich wiederum finde es wirklich nicht angebracht, Menschen vorschnell zu pathologisieren, was in erster Linie zu einer weiteren Stigmatisierung von psychischen Krankheiten führt. Wir walzen auch nicht aus. Wir berichten. Weil wir der Meinung sind, dass es von öffentlichem Interesse ist, wenn Menschen mit Geld und Einfluss auf zahlreichen Kanälen – Telegram, auf Bühnen, in Briefen, an Treffen – gestützt auf die rechtsextreme Reichsbürgerideologie zum Umsturz aufrufen und sich scheinbar immer weiter radikalisieren. Man hat das auch in den USA gerne immer abgetan als «Spinnereien» von Einzelnen. Am 6. Januar 2021 konnte man dann sehen, wozu das führt. DR

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Ist Christian Frei mit dem Thurgauer Unternehmer Daniel Model befreundet bzw. gibt's da Verbindungen? Models Hof (und Scheinstaat) "Avalon" in Müllheim TG war eine Zeitlang Sitz des "Global Common Law Court" und Model daran "Friedensrichter". Dieser "Gerichtshof" hat vor ein paar Jahren die österreichische Regierung in gleicher Art angegeangen wie es jetzt Christian Frei mit der Schweizer Regierung tut. Model wiederum hat im Rahmen seine "Avalon-Staatsgründung" auch Staatsvorstellungen geäussert, die jenen der "Reichsbürger" entsprechen. Die beiden "Herren" würden sich wunderbar ergänzen. Erst einmal staunt man ja immer über den Realitätsverlust solcher Leute, aber das bleibt ja nur lustig, so lange sich deren Anhängerschaft im maximal zweistelligen Bereich befindet. Wenn's mehr werden, wird's gruselig - siehe die deutschen Reichsbürger (von denen auch schon welche in der Schweiz wohnen und hin und wieder versuchen, mit eigenen Führerausweisen oder Autokennzeichen durchzukommen).

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Christoph J. Gassmann
Retraité
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· editiert

Herr Ryser, ist Herr Frei wirklich so vermögend? Alle reden hier er sei reich, stimmt das? Ich sehe, dass er kein Gastronom ist und ein bisschen Deutschunterricht und Prüfungsvorbereitungen für Schüler gibt. Ist das das Profil eines reichen Mannes? Oder haben bisher seine Brüder ihn mitgeschleppt, weil er ihr Bruder ist?

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J. K.
· editiert

Dann warten wir doch, bis die Republik über den ersten erschossenen Polizisten berichten kann. Besser?

Beachtliches Gefährdungspotential besteht in der Waffenaffinität der „Reichsbürger“ und „Selbstverwalter“

Zitat vom deutschen Bundesamt für Verfassungsschutz.

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Michael Rüegg
Freier Autor
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Facebook ist voll mit derartigem Müll. Man kann bloss staunen, was in gewissen Köpfen vorgeht. Wer Publikum erhält, queruliert weiter. Der Herr Frei hat sich hier jedenfalls eine schöne Bühne erspielt.

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Lieber Michi, auch wenn ich manchmal aus Gründen der Entspannung lieber wie Du unser Kolumnist für Kochrezepte wäre, abgesehen davon, dass ich wirklich beschissen koche, teile ich deine Meinung hier nicht: Nicht erst seit dem 6. Januar 2021 ist es in meinen Augen die Aufgabe von uns Journalist*innen, bei dieser Selbstradikalisierungsmaschine sehr genau hinzuschauen. Vor allem, wenn Menschen mit Geld und Reichweite involviert sind. Denn offensichtlich sind wir dabei, die Ebene von Facebook-Chats und Telegram zu verlassen, aus Worten scheinen Taten zu werden. Nicht zwingend von jenen, die in Chats oder auf Bühnen aufwiegeln, aber von solchen, die sich davon ermutigt fühlen. Der Bund bestätigt im Text eine deutliche Zunahme von justiziablen Drohungen. Dein Bühnen- und Plattform-Argument ist so alt wie der Journalismus selbst. Und ich glaube, es ist wichtig, dass man diese Orte, wo der Hass vor sich hin köchelt (sagt man das so?), mit einem grossen Scheinwerfer ausleuchtet.

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Michael Rüegg
Freier Autor
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Pardon, dann schweige ich nun wieder und gehe zurück an den Herd.

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das essvergnügen wird nach corona nicht mehr sein. ich kann es vor lauter absurditäten fast nicht glauben, ich werde tibitz mit seinem aberwitz nicht mehr bewitzen.

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War auch mein erster Gedanke. Aber im Artikel wird ja klar, dass hier nur einer der Brüder am Durchdrehen ist und zwar der, der die Restaurants nichts führt. Man sollte die anderen nicht für den Irrsinn ihres Bruders bestrafen.

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Ich habe jetzt alle Artikel zum Thema Verschwörungstheorien und auch den Artikel über Daniel Frei gelesen und bin froh, um die vielen Informationen. Das Spannende an der Coronakrise ist ja, dass vermehrt Menschen – nicht nur Narzissten, sondern viele aus einer echten inneren Not(wendigkeit) heraus – sich ganz klar positionieren. Darunter hat es verrückt und durchaus bedrohlich erscheinende Ansichten, die manche jetzt einem breiteren Publikum präsentieren (können). Das ermöglicht eine gewisse Auslegeordnung auf die man nun hinschauen kann. Vielleicht kommt man einen Schritt weiter, wenn man diese oft verzerrt anmutenden Weltanschauungen einfach mal als Ausdruck tiefsten Missbehagens über das aktuelle Weltgeschehen (nicht nur bezüglich Pandemie) betrachtet und versuchsweise mal dem Reflex widersteht, diese sofort im Abfallsack «Verschwörungstheorie» und «rechtsextrem» zu entsorgen. Genauso, wie wir es gelernt haben Abfall zu trennen, sollten wir es auch mit Gedanken halten. Dabei besteht die Gefahr nicht, dass ich mich mit der Idee der jeweiligen Weltanschauung als Ganzem verbinde. Gewaltandrohungen gehören dabei aber klar zum Sondermüll.

Ich wünschte mir von «den Linken» so viel Stärke, auch mal ganz selbstkritisch über den eigenen Tunnelblick zu reflektieren und auf die Dogmen und Tabus zu schauen, denen sie durchaus auch anhaftet. Auch in Bezug zur aktuellen Situation.

Ich werde einfach den Eindruck nicht los, sehr viele Menschen spüren, dass wir in eine Richtung steuern oder manövriert werden, in die sie nicht gehen wollen und/oder dass die Entwicklung zu schnell geht und sie nicht mehr mitkommen. Dabei entsteht das Gefühl ich werde mitgerissen, weggeschwemmt und fremdbestimmt. Das macht Angst und für den einen oder die andere erscheinen gewisse "Verschwörungstheorien" wie ein Rettungsring an dem sie sich festhalten. Die Pandemie macht dieses grosse und grösser werdende Unbehagen einfach wie durch eine Lupe sichtbar. Was braucht es um nicht unter zu gehen und alle mitzunehmen? Das Bewusstsein, dass wir schlussendlich eine Menschheit sind und es daher auch eine «Wissenschaft des Menschen» braucht? Diese Wissenschaft müsste dann allerdings wirklich frei von wirtschaftlichen Interessen sein.

Ich frage mich in letzter Zeit immer wieder, ob hinter dieser – so wie ich es erlebe – Fixierung auf das Thema «Verschwörungstheorien» vielleicht die Angst steckt sich tief mit der Frage zu befassen, was ist der Mensch denn eigentlich wirklich und wohin will und soll sich die Menschheit sinnvollerweise entwickeln? Stichwort «spiritueller Humanismus» (kann man aus dem Humanismus, die spirituelle Dimension wirklich streichen/wegrationalisieren:))? Oder: Viktor Emil Frankl: es gibt nicht nur das unbewusst Triebhafte, es gibt auch das unbewusst Geistige) oder Transhumanismus»? Oder: wollen wir uns betreffend «Human Enhancement» (Verbesserung des Menschen) wirklich nur auf die reine Physis fokussieren?

Ich hatte kürzlich ein anregendes Gespräch mit einem schweizerisch-ghanesischen Psychiater und Philosophen. Unter anderem auch im Zusammenhang mit der Coronakrise hat er gemeint, er stelle einfach fest, dass die Menschen in den Industrieländern viel Angst haben. Dieser Satz hat sich mir eingebrannt. Diese Angst von der er sprach kappt nicht nur die Freude am, sondern auch das Vertrauen ins Leben und die eigenen Kräfte (wozu ich durchaus auch das Immunsystem zähle). Die Steigerung von Angst ist Panik. Diese wird seit bald einem Jahr angeheizt und sie wirkt sich «psychotisierend» aus und bringt sowohl «Verschwörungstheoretiker», als auch völlig übertriebene Massnahmen zur Bekämpfung des Virus hervor.

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Christof Moser
Chefredaktion
·

Nur damit kein Missverständnis entsteht, Frau Kissling: die rechtsextremen Bezüge im vorliegenden Fall sind glasklar, die Ideologien dahinter sind im Beitrag dargelegt, es sind globale, weltweit vernetzte Bewegungen und Rechtsextremismus zu enttarnen ist kein "Reflex", dem man "widerstehen" muss, sondern eine demokratische Pflicht für jede Bürgerin und jeden Bürger in der Gesellschaft. Herzliche Grüsse aus der Redaktion.

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V. K.
· editiert

Lieber Herr M. Danke für Ihre Antwort. Wenn Sie meine Gedanken richtig verstanden hätten, hätte eigentlich klar werden sollen, dass ich mich damit nicht auf den vorliegenden Fall bezogen habe. Ich habe den Artikel zum Anlass genommen, ganz allgemein festzustellen, dass es diesen vorschnellen und daher sehr unreflektierten Reflex gibt und man nicht das dahinterliegende Missbehagen erkennt. Mag sein, bin ich naiv, wenn ich immer noch daran glaube, Dialoge sind möglich, wenn man sich wirklich bemüht den Menschen hinter seiner vordergründig zur Schau gestellten verzerrten Weltsicht aufzufinden. Ich möchte hier festhalten, dass ich mich mit dem Gedankengut von Herrn Frei nicht verbinde. Aber es würde mich interessieren, wie solche Gedanken entstehen und wie sie genährt werden.

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Fragt sich einfach Herr M., ob Sie mit Herrn Frei wirklich einen Vertreter einer rechtsextremen Bewegung portraitiert haben, oder ob Sie einem psychisch kranken Menschen eine Plattform geben, der von rechtsextremen Hirngespinsten verfolgt wird. Die Briefe lassen eher auf zweiteres schliessen.

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Anonym 3
ichfürchte...
·

Dieser Fall ist so schräg, dass ich eine psychische Erkrankung vermute. Ich meine das nicht despektierlich oder verharmlosend. Ich suche eine Erklärung. Es ist mir schon öfter passiert, dass ich mich extrem gewundert habe über gewisse Mitmenschen im näheren Umfeld, bis dann früher oder später eine Erkrankung bekannt wurde. Für mich darum der naheliegendste Schluss.
Und gerade, weil es so schräg ist, fällt es auch mir schwer zu glauben, dass von diesem konkreten Fall eine grosse Gefahr ausgeht. Der Fall zeigt aber ausgezeichnet auf, wie ein Teil unserer Gesellschaft immer mehr in eine Welt abgleitet, wo sie sich alles so zurechtbasteln, wie es ihnen grad in den Kram passt und für moderierende Gespräche nicht mehr zugänglich sind. Mir machen aber nicht nur diese (Rechts-)Extremisten Sorge, sondern auch die üblicherweise vorgeschlagenen Gegenmassnahmen (präventive Haft, Überwachung, etc.). Aus meiner Sicht braucht es nicht eine Stärkung der Staatsmacht, sondern eine Stärkung der Zivilgesellschaft, damit "solche Dinge" zwar vielleicht mal passieren, aber niemals virulent werden können.

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Christoph J. Gassmann
Retraité
·
· editiert

Auch hier, frei schwebender Dadaismus. Der Herr Frei ist sicher der Nachfolger von König Kraska, der generell ohne Ticket Tram fuhr. Ich kann in ihm keine ernstzunehmende Gefahr sehen. Der hat wohl einen Joint zu viel geraucht. Ich denke nicht, dass so einer viele Anhänger findet. Seine Brüder haben ihn vorsorglich schon mal ausgebootet.

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Lieber Herr Gassmann, lassen Sie bitte den Dadaismus aus dem Spiel. Der muss schon für genügend andere Dinge herhalten. Damit hat das nichts zu tun. Es geht um Rechtsextremismus. Um eine Ideologie, sich bei den Reichsbürgern anlehnt oder sogar identisch ist. Sie finden dazu im Netz viele Informationen. Zum Beispiel hier:
https://www.konex-bw.de/wp-content/…re_web.pdf

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Christoph J. Gassmann
Retraité
·
· editiert

Herr Ryser, ich glaube Sie nehmen Herrn Frei zu Ernst und zu wichtig. Gelegentlich beschleicht mich das Gefühl, dass auch eher links gerichtete Leute einer Verschwörungstheorie anhängen, der Verschwörung der Rechtsextremisten. Jeder Spinner ist der Kern eines möglichen Weltunterganges. Ihre Berichte und einige Leserkommentare zeugen von dieser Verschwörungsangst.

Ich bemühe übrigens den Dadaismus, weil beispielsweise Max Ernst mit Schere und Leim neue Bildkompositionen schuff, die sowohl bedeutsam, wie auch bedeutungslos sind. Heute geschieht dasselbe mit Sprache und Konzepten. Die Kompositionen sind dabei manchmal etwas eigenartig.

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Grüezi Herr Ryser,
Danke für den Artikel und den Link zur Studie der Reichsbürgerbewegung.
In der Studie gibt es auf Seite 45 einen Tabelle "Alterskategorien". Die Stichprobe erscheint mir zu klein für eine gesicherte Aussage, bestätigt aber meinen Eindruck, dass Anhänger solcher Bewegungen sich eher in den Altersgruppen befinden, welcher man Lebenserfahrung zusprechen kann. Hinweise warum das so ist, findet man dann auf Seite 37 "Versuch einer Tätertypologie".

Da Sie viel mehr im Thema drin sind als ich, darf ich fragen, ob sich dies so auch auf andere einschlägige Gruppierungen (z.B. Qanon) übertragen lässt oder jede Gruppe für sich eine unterschiedliche Typologie und Altersgruppe aufweist?

Früher™ war es eher die Jugend, welche Umsturz-Ideen vertrat. Ich bin versucht, durch die Verschiebung der Altersgruppe, die Behauptung aufzustellen, dass die aufgehende Schere zwischen Arm und Reich einer der wichtigsten Treiber der aktuellen Entwicklungen ist. Im Fall von Herrn Frei kann dies aber auch nicht die ganze abschliessende Erklärung sein. Vielleicht hat jemand Anregungen oder auch Widerspruch dazu.

Oder täuscht mich da mein Eindruck gänzlich?

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Irrsinn muss man ernst nehmen- einerseits weil er irrt und andererseits weil er Sinn suggeriert. Hier kann es durchaus mühsam werden, sollte der Herr eine Gefolgschaft hinter sich scharen können. Weltweite Vorbilder sind ja schon da.

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Spinner gibt es überall ! Was soll‘s ? Einfach nicht ernst nehmen.

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Gut bewaffnete, wütende Spinner, die den Staat stürzen wollen und sich organisieren, nimmt man besser rechtzeitig ernst.

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Ich habe bisher alle Beiträge dieser Reihe gelesen. Den Rest werde ich mir schenken. Es ist einfach aus dem Umfeld der Verschwörungen die herumschwirren ein paar besonders spektakulären Beispiele herauszupicken. Und dann auf deren Verteter mit hämischer Freude einzuschlagen. Gut oder schlecht gemacht ist diese Reportageserie doch nichts anderes als ein Beitrag zur Mainstreamberichterstattung. Und wer jetzt bereits zusammenzuckt, weil der Begriff Mainstream zum Vokabular der Verschwörungstheoretiker gehören soll, tut mir leid. Es sind nicht nur einige Spinner die der Entwicklung der Corona-Politik kritisch gegenüberstehen. Wenn nun die Spitze des Eisberges zum Eisberg erklärt wird, ändert das nichts an dem Unbehagen welches sich in den letzten Monaten schleichend verstärkt. Ich bin Auslandschweizer, war vor ein paar Tagen in Panama wo die Lockdown Massnahmen mit bewaffnetem Militär und rigidesten Vorschriften durchgedrückt werden. Solche Massnahmen, die bei Euch in CH bisher nicht stattfinden, machen auch mir Angst. Die ständige Panikmache ist nicht erfunden. Kontroverse, durchaus besonnene Meinungen, werden unterdrückt. Und die Republik stösst ins gleiche Horn. Nein, es ist nicht Bill Gates, auch sind es nicht verwirrte Reichsbürger vor denen wir uns fürchten, doch es gibt offenbar Wölfe im Schafspelz die vermeintlich zu unserem Schutz die Demokratie aushebeln. Dafür gibt es Anzeichen die zu denken geben. Da nutzt mir die Republik mit ihrem Beitrag gar nichts. Im Gegenteil. Wo ist der Journalismus geblieben der sich multipolar und ausgewogen mit Ereignissen beschäftigt, die unser Leben neu ausrichten, ohne das wir dazu befragt werden?

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Christof Moser
Chefredaktion
·

Sehr geehrter Herr Höner, Sie unterliegen gleich mehreren Missverständnissen. Dieser Beitrag ist nicht Teil der Serie «Eyes Wide Shut». Und Mainstream ist kein Schimpfwort. Und Kritiker der Corona-Politik nicht alles Verschwörungsgläubige (was ausser Ihnen in Ihrem Kommentar auch niemand behauptet). Und rechtsextremistische Reichsbürger, um deren Ideologie es in diesem Beitrag geht, sind keine harmlosen "Spinner", sondern eine gewaltbereite, vernetzte Bewegung. Freundliche Grüsse!

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Sehr geehrter Herr Höner, wir, die Republik, haben schon früh ein Interview mit einem Staatsrechtler geführt über die demokratiepolitischen Bedenken eines solchen Notstandes. Aber was Sie hier tun, ist infam, Sie tun nämlich das, was Sie uns vorwerfen: Sie verallgemeinern, so dass es nur zwei Positionen geben kann: Covid-19 ja oder nein.

Aber leider ist das alles komplizierter.

Ich bin grundsätzlich ein Kritiker staatlicher Repression, und wir haben regelmässig darüber berichtet. Jetzt werden Sie vermutlich sagen: Das stimmt nicht.

Sie sagen: Wir berichten einseitig? Sie sagen: «Es sind nicht nur einige Spinner die der Entwicklung der Corona-Politik kritisch gegenüberstehen.»

Bei Letzterem haben Sie völlig recht. Sofern ich als Nicht-Spinner durchgehe.

Das Interview mit der Uno-Sonderbeauftragten Fionnuala Ní Aoláin habe ich selbst geführt. Sie sagt dort etwa in Bezug auf den permanenten Ausnahmezustand: «Und mit der Pandemie hat sich das Problem noch einmal verschärft, denn zahlreiche Staaten benutzen jetzt ihren Sicherheits­apparat und ihren Anti-Terror-Apparat, um Covid-19 in den Griff zu bekommen.»

Hier: https://www.republik.ch/2020/09/17/…-interview

Deswegen haben wir, die Republik, auch regelmässig gegen die Verschärfungen der sogenannten Anti-Terrorgesetze angeschrieben.

Etwa hier: https://www.republik.ch/2020/06/15/…rschlaefer

Das Gespräch mit dem Staatsrechtsprofessor Markus Schefer zu Beginn der Pandemie finden Sie hier:
https://www.republik.ch/2020/04/17/…echtsstaat

Was Sie aber tun, ist folgendes: Sie sagen, ich muss mich entscheiden und mich in eine Linie stellen mit zum Beispiel Antisemiten, Rechtsextremen, weil es gibt ja nur schwarz oder weiss. Aber nein, das muss ich nicht: Ich kann sowohl überzogene staatliche Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie kritisieren (sollte dies der Fall sein) und gleichzeitig all jene Leute angreifen, die Sie hier verharmlosen: Die Verschwörungsgläubigen, die gegen Andersdenkende hetzen, andere Meinungen nicht respektieren, mit Kriegsgericht drohen und schliesslich genau das wollen, was Sie dem Staat vorwerfen: Unsere Freiheit abschaffen.

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Weder habe ich die Republik als Ganzes in Frage gestellt, noch fordere ich die Entscheidung für eine Linie. Mein Kommentar enthält keine solche Forderung. Dieser Artikel ist polemisch. Ganz einfach. Mein Kommentar mag nicht frei von Polemik sein, doch habe ich als Kommentator eine andere Rolle als Sie. Infam? Na ja? Mich dann gleich in die Reichsbürgerreihe einteilen zu wollen dürfte genau das sein. Das ich den Artikel missverständlich in die "Eys wide shut" Reihe eingordnet habe ist ein Irrtum. Sorry. (Warum wohl?) Ihrem Kollegen Ch. M. können sie ausrichten das "Freundliche Grüsse!" unschön, wenn nicht beleidigend ist.
Mit freundlichen Grüssen.

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Anfänglich schüttelte ich nur den Kopf. Dann fragte ich mich, ob Die Republik uns hier einen Bären aufbinden will? Das kann ja nicht wahr sein! Doch allmählich, beim Weiterlesen, fühlte ich so etwas wie Angst, ja Grauen in mir hochkriechen.
Nein, Sie haben diesem Menschen keine «Plattform» geboten. Sie haben uns informiert! Weil Sie die Gefahr, die von solchen «Spinnern» ausgehen kann, ernst nehmen. Dafür bin ich Ihnen dankbar.
Dazu gehört aber nicht, dass Sie oder wir LeserInnen Psychiaterlis spielen müssen! Wie und warum C.F. sich so radikalisiert hat, darüber haben vielleicht eines Tages GerichtspsychiaterInnen zu befinden. Öffentlich darüber zu spekulieren und mit Fachausdrücken um sich zu werfen, wie das in einigen Beiträgen geschieht, empfinde ich als unangebracht und anmassend.
Dieser C.F. ist ein Gefährder und also ein Fall für die Polizei. Und nicht für Hobbypsychologen.

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F. S.
Anderer 60
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Danke für den Beitrag. Was ich hier sehe, ist eine Vorverurteilung ohne Richter und ohne Anwältinnnen. Die Relevanz in dem Artikel finde ich immer noch nicht.

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Nur dass wir uns nicht falsch verstehen: Christian Freis Handlungen und seine Ideologie verurteile ich aufs Schärfste! Dazu brauche ich kein Mandat, nur mein Gewissen, mein Herz und meinen Verstand. Aber – öffentlich! – über ihn als Person oder gar als «Psychiatrischer Fall» zu urteilen, bin ich nicht befugt und masse ich mir nicht an. Das sind zwei Paar Schuhe!

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Liebe Frau W., selbstverständlich sollen wir uns darüber Gedanken machen, das ist sogar unerlässlich! Was wir aber nicht tun sollten, ist, einer bestimmten Person eine Krankengeschichte und eine Diagnose anzuhängen, ohne sie zu kennen und ohne dazu qualifiziert zu sein! Damit begeben wir uns auf rutschiges Gelände.

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Frau Esther
Was für eine Überraschung, Sie hier zu sehen. Sie waren meine Deutschlehrerin in 1998-1999. Wieso ich damals in den Deutschunterricht musste, habe ich nicht verstanden, weil ich dachte, dass ich ja schon Deutsch kann?
Freundliche Grüsse!

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Lieber Gökhan (sorry für das Du, aber du darfst mich gerne auch duzen, wenn du magst!), die Überraschung ist ganz meinerseits! Als ich eben deinen Namen las, dachte ich sofort, ob wohl du das bist? – Warum genau du zu mir in den Deutschunterricht kamst, weiss ich auch nicht mehr, wobei das mit dem Deutsch-Können natürlich so eine Sache ist, nicht nur für Kinder mit Türkisch als Muttersprache… Freue mich auf jeden Fall sehr, dich hier zu treffen und schicke dir ganz liebe Grüsse!
(Frau) Esther

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J. W.
· editiert

Liebe Frau R.,
Können wir wirklich warten bis Gerichtspsychiater befinden wie und warum Menschen Gefährder werden? Ist es nicht sinnvoll sich jetzt, wo Radikalisierung zunimmt, sich Gedanken darüber zu machen warum das so ist?

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B. J.
· editiert

Liebe Frau W., Radikalisierung nimmt zu, wenn Verunsicherung zunimmt. Verunsicherung nimmt zu in Zeiten politischer, sozialer, wirtschaftlicher, ökologischer Umbrüche, wenn Altes instabil wird und das Neue noch ungewiss ist. Verschwörungstheorien haben in Krisenzeiten immer Hochkonjunktur, das hat sich seit den Hexenprozessen im ausgehenden Mittelalter kaum geändert, weil sie einfache Antworten auf schwer oder gar nicht beantwortbare Fragen bieten. Antisemitismus ist ebenfalls seit Jahrhunderten latent da und blüht in Krisen wohl aus dem gleichen Grund regelmässig auf. Zu Verschwörungstheorien und QAnon hat die Republik schon einiges publiziert, ebenso zu psychischer Krankheit. Zur Frage, weshalb Menschen zu Gefährdern werden, finden Sie bspw. bei F. Urbaniok oder Reinhard H. reichlich Literatur, und da gibt es gewiss auch jüngere Autor*innen. Grundsätzlich würde ich mich bei der Ursachensuche auf seriöse Quellen aus der Wissenschaft abstützen und nicht auf Diskussionen in sozialen Medien. Nicht zuletzt, weil auch psychisch Kranke und sogar Straftäter ein Recht auf Privatsphäre haben.

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Bettina Gantenbein Meier
Fan und Hausärztin
·

es ist ein psychiatrische Krankheit/Diagnose solchen Wirrwar an Aemter und Behörden zu schicken.

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Liebe Frau Gantenbein Meier, wir sollten vorsichtig dabei sein, Menschen zu pathologisieren. Es gibt Menschen, die leiden an psychischen Krankheiten, ja. Viele. Auch Menschen aus meinem engsten Umfeld gehören dazu. Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es für viele Menschen nicht einfach. Sie leiden. Und dann gibt es Menschen, die vertreten Ideologien, die anderen als wahnhaft erscheinen mögen. Aber es sind Ideologien mit einem bestimmten Ziel. Etwa hier: Dem Sturz der Demokratie. In diesem Text geht es nicht um Wahn, es geht um eine rechtsextreme Ideologie.

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...und trotzdem würde es mich interessieren, wie eine Psychiaterin oder eine Psychotherapeutin dies einordnet.

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Ich kann die Logik Ihrer Argumentation nicht ganz nachvollziehen: Was ist denn, wenn jemand tatsächlich psychisch krank ist und deshalb unter Anderem wahnhaft einer extremistischen Ideologie anhängt (was vermutlich bei gewissen Krankheitsbildern recht typisch sein dürfte) bzw. vehement für diese "kämpft"? Nach Ihrer Logik wäre die Person dann automatisch, quasi per Definition nicht psychisch krank, nur weil sie für eine politische Ideologie kämpft? Das macht doch nicht wirklich Sinn, oder....? Ich denke, weder Sie noch ich können beurteilen, ob Herr Frei psychisch krank ist oder nicht. Die Tatsache, dass er sich höchst bizarr verhält, reicht für eine Ferndiagnose einer psychischen Erkrankung natürlich nicht aus, und schon gar nicht durch einen Laien. Aber die Tatsache, dass er für eine rechtsextreme Ideologie agitiert, reicht genauso wenig dafür, eine psychische Erkrankung auszuschliessen. Die eigentliche Frage bei diesem Artikel ist wohl, ob diese Geschichte tatsächlich von öffentlichem Interesse ist. Ich habe da eher Zweifel....

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P. B.
· editiert

Meiner Meinung nach können sich die beiden anderen Brüder nicht einfach so aus der Verantwortung stehlen. Entweder jemand ist Teil oder nicht mehr Teil einer Unternehmung. Besitze ich einen Schlüssel, so bin ich wohl noch Teil davon und diesen hätte man nach den Vorkommnissen auf dem Turbinenplatz wohl auch einfordern können. Für mich riecht das nach Schadensbegrenzung und PR Arbeit und mein Geld investiere ich von nun an in andere Gastronomiebetriebe. Wer kauft - entscheidet. Jedes. Mal.

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Anonym 3
ichfürchte...
·
· editiert

Das würde ich persönlich nicht so streng beurteilen. Ich glaube, da läuft grad ein ziemlich schlimmes Familiendrama. Mir tun alle Beteiligten leid.
p.s. es gibt aber auch andere Gründe, "Ketten" weniger und Kleinbetriebe mehr zu unterstützen.

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Michael Bimmler
Recht und anderes, in London.
·

Ich war immer grosser Fan des Tibits. Ich fände aber die Distanzierung etwas plausibler, wenn Christian Frei nicht
a) Stand heute immer noch im Handelsregister als Mitglied der Geschäftsleitung eingetragen wäre (Quelle: https://zh.chregister.ch/cr-portal/…12.412.870) mit derselben Kollektivunterschrift wie alle anderen...NB: nicht einmal Verwaltungsrat, sondern Geschäftsleitung

b) anscheinend 10 Monate nach seiner Entbindung von allen Tätigkeiten immer noch Schlüssel für die Tibits-Betriebe besitzt. (10 Monate sind lang genug um Schlüssel einzusammeln oder - bei Weigerung - die Schlösser auszutauschen).

Ich zweifle nicht daran, dass die anderen Gebrüder Frei die Wahrheit sagen, wenn sie angeben, die Ansichten ihres Bruders nicht zu teilen. Aber die Distanzierung scheint mir etwas inkonsequent. Und ich kenne die Aktionärsstimmenverhältnisse bei Tibits AG zwar nicht, aber wenn beide anderen Frei-Brüder (und wohl auch Rolf Hiltl als Mit-Aktionär?) Ch. Frei wirklich aus der Firma entfernen möchten, sollte dies ja nicht an den Mehrheitsverhältnissen scheitern können...

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Schon, aber das ist ja auch eine Familiengeschichte, nicht einfach eine normale Firmenangelegenheit, die mit einer nüchternen Entlassung mit Schlüsselabgabe etc. endet. Die mussten ihren Bruder aus der Verantwortungsposition entfernen, das war wahrscheinlich schon schmerzhaft und tragisch genug. Weitere Handlungen wie "Schlüssel wegnehmen" etc. sind emotional sehr stark besetzte Handlungen, vor denen man wahrscheinlich eher zurückschreckt, bis man nicht einen konkreten Grund, wie z.B. eben einen Missbrauch der Räumlichkeiten hat. Familie und Firma ist immer schwierig, ich kann nur heilfroh sein, dass ich nie in einer solchen Situation war. Etwas Verständnis dürfen wir da wahrscheinlich schon haben.

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Michael Bimmler
Recht und anderes, in London.
·

Ich verstehe die Familienkomponente. Aber wenn man jemanden aus einer Position entfernt bzw. freistellt (die Stellungnahme der Tibits ist ja nicht so klar), muss man auch entsprechende Konsequenzen ziehen - nur schon aus Versicherungsgründen. (Beispiel: Kader-Mitarbeiter wird im Streit suspendiert, behält aber seine Schlüssel, geht dann aus Rache eines Nachts in den leeren Betrieb und lässt Geld/Wertsachen/IT-Equipment mitlaufen. Viel Vergnügen dabei, von der Diebstahlsversicherung dann Geld erhalten zu wollen...).
Ich verstehe, dass man mit Familienmitgliedern anders umgeht, als mit anderen Arbeitnehmern. Aber wenn jemand im QAnon-Stil anfängt, zum bewaffneten Umsturz der Regierung durch die Armee aufzurufen und man als Mitgründer die Firma bzw. den Ruf und die Marke wirklich schützen will, dann muss man auch konsequent sein. 10 Monate Zeit hatten sie ja. Ob man mit dem Bruder privat weiterhin Kontakt haben will, ist ja eine ganz andere Frage und geht die Öffentlichkeit wiederum nichts an.

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Danke für den Hinweis. DR

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Michael Bimmler
Recht und anderes, in London.
·

Im Tages-Anzeiger (online) wird Daniel Frei nun übrigens bzgl. Handelsregister zitiert, dieser Eintrag müsse noch angepasst werden. Lustigerweise hatte die tibits AG aber im Juni 2020 und im Januar 2021 Zeit und Musse, verschiedene Einträge von anderen Mitarbeitenden zu löschen oder zu mutieren: https://shab.ch/shabforms/servlet/S…1004918445 und https://www.shab.ch/shabforms/servl…1005068367
Aber irgendwie hat man den anscheinend seit März suspendierten Mitgründer bei den zwei Register-Aktualisierungen vergessen. Als Versicherung der Tibits würde ich mich jetzt auch fragen, wieviele andere ehemalige/suspendierte Tibits-Mitarbeitende auch bis heute noch mit Betriebs-Schlüsseln herumlaufen... (Diebstahl, Haftpflicht etc.)

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Welche Dynamik ein Konflikt mit Behörden haben kann und mit welchen Folgen, zeigt der Dokumentarfilm über den Attentäter Friedrich Leibacher. Nach dem Attentat wurde in Zug eine Ombudsstelle geschaffen. Mit Querulanten muss das Gespräch gesucht werden, so die Erfahrungen der Zuger Behörden.

https://www.ombudsstelle-zug.ch/

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Anonym 5
Irgendwo in Nirgendwo
·

Genial, bräuchten wir dies nicht in jedem Kanton und auf Schweizer Ebene?

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B. J.
· editiert

Gibt es bereits an diversen Orten.
Ebenso die erwähnte Gefährderansprache: die Gefährlichkeit von Personen, die einschlägig auffällig werden, wird präventiv abgeklärt, mit allen Vor- und nachteilen, die so ein Profiling hat. In den Kantonen läuft das, wo vorhanden, über das auch hier schon mehrfach erwähnte Bedrohungsmanagement.

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Danke für die Veröffentlichung der unfassbaren Anmassungen. Ich kenne solche Äusserungen und Fantasien von sehr armen und randständigen Personen. Es wurde mir durch einen beruflichen Einblick in dieses Milieu klar, wie Not leidende Menschen manipuliert werden können und dass das sehr gefährlich ist. Aber jetzt taucht hier jemand auf mit materieller Macht, der brennt für seine Ideen. Das macht Angst.

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Florian Gysin
Software Engineer
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Wow. Meine erste Reaktion ist, dass da jemand wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank hat. Den Schuss nicht gehört. Einen Ecken ab. Aber damit macht man es sich sicher zu einfach...

Die zweite Reaktion ist dann die Frage, wie man sich von der Realität tatsächlich so weit entfremden kann, dass man in diesen Reichsbürger- und Verschwörungssümpfen (scheinbar unheilbar) steckenbleibt. Es wäre toll wenn die Republik dazu - also zum Radikalisierungs- und Ausstiegsprozess, und wie damit umgegangen werden könnte - mehr bringen würde. Dani Ryser, etwas für deine Verschwörungs-Serie?

Als dritte Reaktion stelle ich mir die Frage wieviele "solche" Personen in der Schweiz irgendwo ihr Nischendasein leben, fernab von Medien und Gesellschaft. Ich bin mit L. S. völlig einverstanden, sobald die Anhängerzahlen dreistellig werden macht man sich grössere Sorgen... Und dass in einem Land voller Sturmgewehre.

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J. W. M.
retired citizen
·

Ich kann mich Ihren Äusserungen nur anschliessen. Habe mir beim Lesen genau die gleichen Fragen gestellt. So jemand muss ziemlich durchgeknallt sein. Das kann man(n) doch nicht allen Ernstes glauben!

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Interessant welche Ideologien erträumt werden. Ironischerweise gehen die Träumer als erstes zu Grunde, wenn die Ideologie einmal Fuss fasst.

Man darf nicht vergessen, dass unsere Rechtsordnung zuerst die Schwachen schützt. Herr Frei überschlägt sich mit Arroganz. Wenn er doch nur wüsste wie sehr ihn unsere Demokratie, Rechtsordnung und so auch der Bundesrat in seinem Leben unterstützt hat.

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Michel Rebosura
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Zu Beginn der Lektüre dachte ich angesichts der Absurdität noch an Mani Matters «Dynamit». Beim Weiterlesen aber mit meiner folk psychology an einen psychotischen Schub eines paranoiden Schizophrenen, ausgelöst durch Krise und Stress. Tatsächlich spielen ja gewisse psychische Dispositionen bei Verschwörungsglauben und politischer Gewalt eine signifikante Rolle. Siehe etwa:

Das ist vom Schiff aus natürlich schwierig einzuschätzen. Aber ich würde – ebenfalls vom Schiff aus – den Brüdern von Christian Frei zu einer Intervention raten. Bevor Schlimmeres passiert. Oder Professionelle und Behörden zum Zuge kommen müssen.

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Ich möchte mich dem anschliessen, habe aber auch eine Bitte an die Redaktion: In diesem wie auch in anderen Beiträgen zeigt sich doch neben den politischen Inhalten deutlich die psychologische Seite der beschriebenen Vorgänge, z.B. ein ausgeprägter Realitätsverlust und eine krankhafte Selbsterhöhung (volkstümlich "aufgeblasenes Ego"). Das finde ich zwar irgendwie beruhigend, weil es die Wirkungsreichweite dieser Menschen und Gruppen von vornherein beschränkt (wobei ich die Schäden nicht unterschätze, die sie anrichten können). Aber andererseits wüsste ich doch gerne mehr über die psychologischen Hintergründe des beschriebenen Verhaltens, und wie mit ihnen umzugehen ist. Und wie wirkt sich die "besondere Lage" der Pandemiejahre darauf aus, resp. was geschieht nach der Rückkehr der Normalität?

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R. E.
Grafiker, Historiker, Schlagzeuger
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Muss wirklich jeder Vollpfosten eine Plattform erhalten? Glaubt ihr tatsächlich, diese Reportage nütze irgendwem ausser Christian Frei?

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Christof Moser
Chefredaktion
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· editiert

Ja, nicht zuvorderst, aber zum Beispiel den Eltern, die ihre Kinder zu ihm in das Lernatelier schicken, um sich auf Prüfungen vorzubereiten. Vorsicht übrigens bei der Wortwahl: "Vollpfosten" ist eine strafbare Beleidigung und kann Sie viel Geld kosten.

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M. W.
· editiert

Das tönt sehr nach Schizophrenie, traurige Geschichte. Ich hoffe, dass ihm geholfen werden kann.

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„Mit dem Leben verantworten“.
Als Jurist rate ich der Republik und dem
Autor des Artikels zu einer Strafanzeige.

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Ist diese Eskalation wirklich so erstaunlich? Nun haben wir doch vielfachen Anschauungsunterricht z.B. auch von ennet dem grossen Wasser von was passiert, wenn auf eine Bevölkerung willkürlicher Druck in existenziellen Belangen ausgeübt wird. Das ist dann natürlich nicht Nötigung, sondern Legitimität. Es ist aber auch eine Erziehung zur Auffassung, dass Gewalt (z.B. in staatlicher Gestalt) legitim ist. Es reicht nicht aus, solche Verzweiflungsakte wie bei diesem Gastronomen argumentativ nur mit der Keule der Verschwörungstheorien und Rechtsradikalität zu behandeln. Das mag ja sekundär ein Aspekt sein, aber es reicht nicht an den Grund heran, an die causa, Wie hier in der Debatte schon mal erwähnt: "Wer Wind sät, wird Sturm ernten". Da müsste man sich schon um das wirklich Grundlegende kümmern.

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Ein Gastro-Millionär empfindet durch die Massnahmen Druck in "existenziellen" Belangen? Vermutlich habe ich ein anderes Verständnis von "existenziell".

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Ich teile Ihre Einschätzung, dass in unserer Gesellschaft zu viel Druck herrscht. Alles soll noch besser und effizienter werden. Menschen werden von klein auf trainiert, ein Zahnrädchen zu werden, das dann bitteschön alle seine Lebensbedürfnisse selbständig und systemkonform abwickelt. Der Druck hat aber verschiedene Gesichter, Effizienzdruck, Spardruck, Bildungsdruck, Prestigedruck, Massnahmendruck ... und verschiedene Ursachen und Akteure.
Das kann ich allgemein als Unrecht und aus dem Lot geraten wahrnehmen, oder mich persönlich angegriffen fühlen und mich wehren.
Das wird aber gefährlich, wenn ich andere zu Unmenschen erkläre. Noch gefährlicher, wenn ich diesen auch schmerzhafte Massnahmen androhe, mich im Recht fühle und mich dabei auf einen Kreis von Gleichgesinnten abstützen kann.
Wo sehen Sie die Ursachen für den Druck? Und was würden Sie dagegen tun?

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B. K.
· editiert

Leute mit Berufsverbot werden doch auch entschädigt. Klar macht es das neoliberale Gedankengut in der Regierung nicht einfach die Schwachen ausreichend zu schützen, aber die Corono-Massnahmen kann man ja nicht isoliert betrachten. Der Staat fängt ja die Allermeisten, die mit diesen Massnahmen am meisten zu kämpfen hat auf. Das mag zwar zu einer temporären Abhängigkeit führen, aber daran ist ja auch der Staat nicht interessiert, weil das schlussendlich teuer wird und.. das neoliberale habe ich ja schon erwähnt.

Mir fällt es einfach enorm schwer zu glauben, dass die Maskenpflicht die Leute zu Gewalttaten zwingt. Dass Homeoffice-Empfehlung der Sturz der Regierung begründet. Dass selber Kochen bedeutet, dass wir uns nun auch noch Nazi-Propanda einflössen müssen. Scheint mir etwas unverhältnismässig.

Muss ich dann zum Brandstifter werden, weil die Stadt Zürich zu wenig vegane Restaurants fördert? Oder muss ich Amoklaufen damit wir endlich aufhören neue Gasheizungen einzubauen, statt Wärmepumpen?
Sorry, aber totaler Realitätsverlust ist nicht einfach nur der Sturm, der gezwungenermassen geerntet werden muss, wenn die Bevölkerung so halbwegs geschützt werden will.

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Was meinen Sie mit willkürlichem Druck in existenziellen Belangen genau?

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Können Sie das etwas ausführen? Ich verstehe nicht was sie sagen wollen.

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Kann schon mal vorkommen, dass wenn einer zu viel Geld kommt, er sich deswegen selbst überschätzt. Der Artikel schildert so einen Fall. Klar, dass sich über die sog. «social media» weitere Bevölkerungsschichten etwas mehr Gehör verschaffen und eine grössere Reichweite haben können, die früher grössere finanzielle Mittel vorausgesetzt hätten. Natürlich stösst so auch dieser eine Reiche auf mehr Resonanz, auch der findet bereits vorgeformte Filterblasen und Internetfreundschaften, in denen sich seit knapp zwei Jahrzehnten individuelle Defizite und Empfindlichkeiten so schön zur kollektiven Ungeduld und Empörung emporschaukeln können.
Es mag vielleicht daran liegen, dass ich völlig social-media-abstinent bin, aber mir entging tatsächlich jenes Momentum, das du mit «wenn auf eine Bevölkerung willkürlicher Druck in existenziellen Belangen ausgeübt wird» umschreibst.
Ich habe aber – ganz am Anfang der aktuellen Pandemie – im eigenen Freundeskreis auch schon mal die Erfahrung gemacht, dass meine bescheidene Aussage am Telefon: danke, mir gehe es ganz gut, und: ich würde mit den Einschränkungen ganz gut zurecht kommen und würde die Haltung unseres Bundesrates auch grundsätzlich begrüssen, mit förmlich einem Aufschrei am andern Ende des Drahtes quittiert wurde: «Bist du denn für Bill Gates?!» Ich fiel – ebenfalls förmlich! –aus allen Wolken. Nüme nüt, quasi Qanonisten im Freundeskreis!
Nun, Leseratten werden im Internet anscheinend immer schneller fündig, da ist Raum für emporgeschaukelte Empfindlichkeiten, Futter für Defizite, kistenweise Friedhöfe von Prag...

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Kaum zu fassen , dass es wirklich solche Verleumder und Radikale in der Schweiz gibt!
Als Vegetarierin liebe ich Tibits sehr , jetzt wird ( sofern wieder geöffnet ) dieses Essvergnügen nicht mehr dasselbe sein..

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Artikel richtig lesen. Die beiden Brüder, die das Tibits führen, distanzieren sich ja von dem Spinner.

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Machen es sich die zwei Brüder hier nicht gar zu einfach?
Des Christians krude Ideen (ja, ist eine gewollte Qualifizierung meinerseits) sind ja offenbar schon länger in Umlauf, oder? Zumindest haben sie diese Haltung ihres Bruders bislang nicht ernst genug genommen. Die Distanzierung kommt mir da ein klein wenig spät herüber. Nun fliegt ihnen ein gehöriger Reputationsschaden um die Ohren...

Aber dafür können ja die vielen Angestellten dieser Restaurantkette nichts und ein Boykott würde die Lage für diese nur noch schlimmer machen. Hoffentlich lernen die Gebrüder Frei aus dem Schlamassel wenigstens etwas.

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"Solche Verleumder und Radikale" gibt es in der Schweiz seit Jahren. Die Meinungen zu Staat und Staatswesen von Christian Frei findet man seit über 10 Jahren auch beim Thurgauer Industriellen Daniel Model - der gleich einen eigenen Staat "Avalon" gegründet (und dafür auch Silbermünzen als Währung geprägt) hat. In diesem "Staat" hatte ürbigens eine Weile dieser ominöse Gerichtshof seinen Sitz, auf den sich Frei beruft. Models Produkten können Sie aber nicht so euinfach aus dem Weg gehen, wie einem vegetarischen/veganen Rastaurant. Model produziert Karton und Wellkarton, dem wir alle täglich in Form unterschiedlichster Verpackungen begegnen.

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Michel Rebosura
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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· editiert

Wie gesagt, vom Schiff aus ist das schwierig einzuschätzen: Wie man vorschnell jemand psychopathologisieren kann, kann man jemand vorschnell in die rechte Ecke stellen.

Aber ich finde auch, dass in den bisherigen Diskussionen zum Thema Verschwörungsglaube, Radikalisierung und extremistische Gewalt der psychologische Aspekt unterbelichtet blieb. Überhaupt die psychologische Seite der Corona-Krise: Was löste diese gerade auch bei sog. «normalen» Menschen aus, also bei jenen, die sich zuvor «unauffällig» verhalten haben?

An Corona-Protesten gibt es ja auch – wie vor allem die Veranstaltenden hervorheben – die sprichwörtlichen «gewöhnlichen Leute», die sich jedoch auffallend oft als KMUler und Selbstständige (inkl. Künstler*innen) ausweisen. Was passierte mit ihnen – biographisch, psychisch, sozial –, dass sie den Schritt in die Öffentlichkeit wagten, um ihre Wut laut kundzutun? Was passierte, dass manche sogar in Denial und Delusion abdrifteten? Und was passierte, dass einige sich schliesslich politisch radikalisierten und in extremistischen Kreisen organisierten?

Es gibt womöglich nicht nur eine physische Nähe zu Verschwörungsgläubigen und Rechtsextremen, sondern auch eine psychische und durch die «Radikalisierungsmaschinen» (Ebner) auch eine technische.

Die Corona-Krise und mittelbar(!) die darauf folgenden Massnahmen stellen für diese eine, würd ich sagen, weit grössere existentielle Krise dar, als für Angestellte oder Grosskonzerne.

Gerade wenn Beruf oder Status «das Leben ausmacht», kann der (drohende) Verlust des Berufs oder des Status eine Existenz- und Identitätskrise auslösen. Erst recht bei narzisstisch veranlagten Menschen mit hohem Grandiositäts-Anteil.

Christian Frei ist ja ebenfalls erfolgreicher Unternehmer (Tibits) und Selbstständiger (Lernatelier). Die Frage ist nun:

  • War er schon vor Corona (tendenziell) rechtsextrem (Frage nach der Konsistenz)?

  • Zeigte er schon vor Corona (tendentiell) narzisstische Grandiosität (oder andere Dispositionen)?

War er ein «normaler» FDPler der wegen der Corona-Krise und die Massnahmen sich seiner Existenz und Freiheit beraubt sah, darob Angst, Wut und Denial entwickelte, sich im Netz radikalisierte und erst dort rechtsextremes Gedankengut aufnahm, so dass er ein extremer FDPler i. S. d. «Freiheits-Demonstranten-Partei» wurde? Und hatte eine (latente) psychische Disposition durch Krise und Trigger einen verstärkenden Einfluss, gerade was die Verschwörungsmythen anbelangt?

Oft gibt es ja auch einen Zusammenhang zwischen psychischer Disposition (bzw. fehlender Resilienz), sozialer/ökonomischer Situation, politischer Radikalisierung und Glauben an Ideologien und Verschwörungsmythen. Ich kenne leider selbst solche Menschen und es war schwierig, manchmal sogar unmöglich, wieder eine angemessene, «gute» Umgangsform zu finden.

Das wären Fragen, die zu stellen und zu beantworten wären, bevor jemand begründet entweder psycho-pathologisiert oder in die rechte Ecke gestellt werden darf.

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Vielen Dank Herr Rebosura für diese meiner Meinung nach zentralen Gedanken. Mich beschäftigt sehr, was Menschen dazu führt, in solche Wahnwelten abzudriften. Was sind das für Persönlichkeitsstrukturen, welche vorbestehenden grenzwertigen Verhaltensweisen liegen vor, welche Rolle spielen Existenzängste und Überforderungssituationen, welchen Einfluss haben gruppendynamische Prozesse usw. usw.?
Mit Sicherheit reichen psychopathologische Schubladisierungen allein nicht aus, um diese komplexen und wohl nicht über einen Leisten zu schlagenden Prozesse zu verstehen.
Ich hoffe sehr, dass die „Republik“ auf solche Fragen noch fundiert eingehen wird.

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Ich weise nur auf den Antisemitismus hin. QAnon schürt vor allem anderen den Hass auf Juden (Stichwort "Bankenvereinigung o.ä.) und bewegt sich damit in bekanntem Fahrwasser.
Und an Alec Schaerer hätte ich die Frage, wer denn da Wind sät. Er äussert sich bisschen verschwurbelt.

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Interessant in welchen Blasen Leute leben. Danke fuer den Beitrag.

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christian balke, der Fliegendruck
erst, einzig und letzter Fliegendruck
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danke, eine wilde Geschichte,
danke für Einordnung ohne erhobenem Finger.

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Spannend - Christian Frei ist mittlerweile nicht mehr auf der verlinkten Tibits-Seite gelistet, heute morgen hatte ich den Namen da noch entdecken können..

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Markus Dietschi
Grossrat Grüne Bremgarten
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Gefährliche rechtsradikale Ausgeburt! Dünger für solche Irrungen ist die latente Bestehensangst wegen dem sich bei wenigen Milliardären mittelalterlich angehäuften Vermögen...

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Albert America
Grafik und Webdesign
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Würde ein/eine Comedian am Arosa Humorfestival die gleichen Sätze wie Christian Frei auf die Bühne bringen, gäbe es genug Lacher. Die Frage bleibt, wie soll die Gesellschaft mit einem wütenden umgehen, der mit Worten wild um sich schlägt. Die Republik gibt ihm auf der einen Seite eine Bühne (zumindest denen die ähnlichen Ideen nachhängen, unter den RepublikleserInnen werden nur sehr wenige sein), andererseits sind es Informationen die wichtig sind, solchen Meinungen wiedersprechen zu können. Eine solche Radikalisierung braucht Entgegnung.

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Anonym 1
-
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· editiert

Man trifft sich im Keller... drinnen sitzt man nah aufeinander, ohne Abstand, ohne Maske. Gekommen sind Kleinunternehmer aus der ganzen Schweiz, auch eine Primarlehrerin ist dabei.

ein Artikel über die aktuelle Situation und Befindlichkeit der vielen Kleinunternehmer und Selbständigen ist wünschenswert im Kontext einer solidarische Gesellschaft. Ich finde darüber wird viel zu wenig geschrieben.
Gab es dazu schon etwas in der Republik zu lesen?

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Konstantin Appenzeller
Mathematiker in IT, Bildung und Beratung
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... wenn es 1. April wäre müsste man das ernst nehmen.
Doch irgendwie sollte man das trotzdem ernst nehmen.
Aber wie?

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Könnte die Republik nicht mal anfangen der Frage nachzugehen, wie wir eigentlich leben wollen und Leute mit Lösungsansätzen portraitieren? Menschen die bekämpfen, zerstören und abstruse Meinungen verbreiten wollen kenne wir zur Genüge und bringen uns als Gesellschaft keinen Schritt weiter. Ich finde das ihr als Republik vermehrt Menschen wie zum Beispiel Philippe Blom interviewen solltet. Ausgehend zum Beispiel von diesem super spannenden Interview das ihr in einem covid-newsletter mal verlinkt habt: https://www.srf.ch/play/tv/sternstu…ueck?urn=u
Danke

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J. W.
· editiert

Die Republik kann sowohl als auch machen .
Gefahren aufzeigen wie auf Philippe Blom hinweisen. Ich bin mit Ihnen einig dass Blom zu hören oder zu sehen sich lohnt und habe das Buch gekauft.

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Anonym 8
Verlegerin
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Für mich ist die Schwelle zu einer schizophren-paranoiden Störung überschritten. Der Mann braucht Hilfe.

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Diesen Menschen als krank oder als verwirrte Seele zu betrachten, dünkt mich zu einfach. Die heutige Eyes wide shut - Folge zeigt auf, wie Menschen in eine Parallelwelt abdriften können. Und wohin das im schlimmsten Fall führen kann, haben uns der 6. Januar in Washington und der versuchte Sturm auf das Reichstagsgebäude in Berlin gezeigt. Und wenn Herr Frei auch nicht so weit gehen will, so doch vielleicht andere. Sturmgewehre stehen genügend in "braven" Schweizer Kellern.
Darum halte ich es auch für richtig, dass die Republik solche Vorkommnisse veröffentlicht und damit eine breitere Diskussion ermöglicht.

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Lucia Herrmann
Community @ Republik
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· editiert

Einen ähnlichen Kommentar gab es gestern schon. Warum diese Beurteilung problematisch ist, vgl. Kommentar von Daniel Ryser

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Der Mann gehört psychiatrisch abgeklärt. Ein Realitätsbezug ist ihm abhandenge-kommen, in der Fachsprache wäre es dann wohl eher die Realitätsprüfung, die nicht mehr intakt ist - in der Psychiatrie ein Kriterium für Handlungsbedarf. Wenn dann noch Fremdgefährdung hinzukommt, ist der Handlungsbedarf angesagt.
Es kommt aber noch etwas hinzu: Ich halte es für hochproblematisch, solchen Menschen eine derartige Platform zu gewähren, noch dazu in extenso, wie das die Republik in ihrem Artikel tut. Die Art und das Ausmass an Aufmerksamkeit, einem Durchgeknallten, der noch dazu zur Tat schreitet, unwidersprochen zuzuhören, gibt ihm das Gefühl, doch noch zu den Normalen zu gehören.
Eines muss man ja einräumen: Der Artikel hat einiges an Unterhaltungswert. Aber allein die Möglichkeit, dass andere Verwirrte sich endlich verstanden fühlen und sich solchen Megalomanen anschliessen, ist denn doch etwas beunruhigend, wenn man auf die jüngsten Ereignisse im Capitol sieht. Amerika ist nicht so weit, wie wir es manchmal gerne hätten. AE

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Christof Moser
Chefredaktion
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Wie an verschiedenen Stellen in diesem Dialog bereits festgehalten: Rechtsextreme Ideologien per Ferndiagnose zum psychiatrisches Problem zu erklären, ist erstens ohne Evidenz und zweitens: sehr bequem. Wie Sie selbst schreiben: Die Ideologien der Kapitol-Stürmer ist weniger weit entfernt, als wir gerne meinen. Das zeigt u.a. diese Recherche.

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Mir scheint es aber ebenso zu bequem hier eine rechtsextreme Ideologie festzulegen.

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Echt jetzt...ein verfrühter Aprilscherz...ein Fall für den Psychiater? Leider ernster zu nehmen, als einem das lieb sein täte...
Übrigens, die Vegi-Szene, Hiltl, ist schon seit immer evangelikal verbandelt.

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Und dann gleich selber einen Aprilscherz nachdoppeln? Wie bitte schön soll die Vegi-Szene evangelikal verbandelt sein? Falls, ist es der Hinduismus, der vegetarisch verbandelt ist.

Auf den Gedanken, den Speziezismus zur Seite zu legen und die Wünsche und Leiden der anderen Tiere genau so zu achten und zu werten, wie eie eigenen, kommen Menschen unabhängig von Religion. Und dann werden sie vegan. (Oder aus anderen Gründen.)

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Wer bekommt dann eigentlich das Vermögen vom Ryser, Lüppken und Veréb? Frei hat ja sicher schon genug.

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Eigentlich kommt es nicht ganz überraschend, dass Leute die eine grosskapitalistisch organisierte Kette vegetarischer Restaurants besitzen, wirre marroni-grüne (aussen grün, innen B.) Ideen im Kopf haben. Diese Anstiftung zu einem Militärputsch hat nun aber schon eine ganz andere Dimension. Wann, wenn nicht bei so etwas ist Art. 265 des Strafgesetzbuches erfüllt? https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/…de#art_265 Schon die potentiell das gefährliche Virus verbreitenden Corona-Schwurbler*innendemos wurden und werden von der Polizei mit Samthandschuhen angefasst - wie das leider allzu häufig passiert, wenn gemeingefährliche Handlungen von rechts aussen kommen. Was braucht es eigentlich noch, bis die zuständige Behörden ihre Pflicht erfüllen? Der Angriff auf das Capitol in Washington zeigt, dass derartige Umsturzphantasien nicht immer blosse Hirngespinste bleiben.

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Sachte, Herr Zimmermann. In diesen völlig wirren, auf schon fast tragische Weise aussichtslosen Hetz-Briefen einen justiziablen Akt von Hochverrat zu erkennen, scheint mir recht abwegig. Wenn ich in krimineller Absicht bei meinem Nachbarn klingle, und, zum Äussersten Bereit, ihm zurufe: "abrakadabra, stirb Du Wicht!", wird mich auch niemand wegen versuchten Mordes vor Gericht stellen.

Und was die Samthandschuhe angeht: in der Schweiz ist es halt einfach unüblich, auf eine grosse Gruppe von nicht gewalttätig agierenden, "bloss" gewisse Regeln verletzenden Demonstranten mit harter polizeilicher Repression zu reagieren, und zwar weitgehend unabhängig vom jeweiligen politischen Kontext. Ich glaube auch nicht, dass die Polizeicorps in der Schweiz das mit der harten Repression gegen grosse Menschenmengen wirklich gut draufhaben. In den (zum Glück seltenen) Fällen, in denen sich bei uns die Polizei aufgrund von gewalttätigen Handlungen genötigt sieht, bei einer Demonstration hart durchzugreifen, wird das doch fast jedes Mal zu einem grossen Desaster....

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Grossartiger Ryser Journalismus!😂

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F. H.
Fotografin
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Eigenständiges Denken ist anstrengend! Dieses zu äussern, heisst auch gewillt sein zu müssen, sich zu exponieren.
Egal wo, die meisten von uns schweigen. Harmoniebedürftigkeit und Bequemlichkeit sind wohl die grundlegenden Antriebe dazu.
So gibt es in jeder Gesellschaft verschiedene Denker: die Lauten, die Anführer, die Mitläufer und das grosse Mehr der schweigenden Denker oder eben denen, die sich arrangieren und anpassen. - Die Fähnlein im Winde, die Stillen, die Zurückhaltenden, die Unsicheren, die Unmutigen. Alles legitim! Aber halt auch förderlich für die Ausbreitung von lauten Meinungen.
Wer keinen Riegel vorgeschoben bekommt, wer zu selten auf sich selbst zurückgeworfen wird, wer nicht gezwungen wird sein Handeln überdenken zu müssen oder auch die Konsequenzen davon tragen zu müssen, wer Verantwortung nie gesehen oder gefühlt hat; dieser Mensch nimmt sich jede Legitimation für Alles. Und desto kleiner die Rivalität, desto grösser der Acker auf dem posaunt und agiert werden kann.
Nun ist Einmischen in der heutigen anonymen Zeit sehr verpönt.
Die Freiheit ist höchstes Gut.
Jeder ist sein eigen S.
...und jeder will gefallen.
...und die Verunsicherung wächst.
Und die, die wissen was richtig ist, sind überzeugt.
Ein Dilemma.
Aber da ist ja noch Recht.
Nur, wenn jeder sich für sich rausnimmt: zu wissen, bis hin zum Besserwissen. Da wird jedem gesteckten Pfeiler der Boden gelöchert.
Ja und da ist am Ende Mensch. Und wer ist wohl Mensch? Wie menschlich? Wie tauglich? Wie egozentrisch? Wie empathisch? Wie gierig? Wie bedürftig? Wie bewusst all dessen, was ihn zu dem gemacht hat?
Ein Dilemma.
Lest den Artikel "Unser Sex ist immer Kultur" mit der Philosophin Bettina Stangneth. Das ist das Dilemma. Wir selbst.
Und so liegt es in unser aller Verantwortung: wo wir sind und wohin wir uns bewegen.

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P. M. H.
Interkultureller Coach
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· editiert

Wenn Führung und klare Orientierungslinien fehlen, füllen und missbrauchen andere das Vakuum.

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Hm, Ihre Aussage lässt etwas viel Interpretation offen. Was meinen Sie mit "wenn Führung fehlt"? Meinen Sie aus der Perspektive von Herrn Frei?

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P. M. H.
Interkultureller Coach
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Danke für den Hinweis. Ich meine damit unsere, in diesem Beitrag erwähnte Landesregierung aber sicher nicht aus der Perspektive von Herrn Frei. War nicht gut ausgeführt und formuliert. Aus der Sotomo Umfrage 6 geht hervor, dass nur noch zirka 20 % der Befragten unserer Landesregierung vertrauen. Zirka 80% haben wenig oder kein Vertrauen (https://sotomo.ch/site/wp-content/u…onitor.pdf). Das ist ein Machtvakuum.
Das Thema heisst in diesem Zusammenhang, wieviel direkte Führung verträgt unsere Konsens-Demokratie?

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Müsste dieser C. Frei nicht wegen (versuchtem) Hochverrat angeklagt werden?

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(durch User zurückgezogen)
M. M.
· editiert

Ungenügend recherchiert!

Zunächst müsste es im Abstract ihres Artikels ja "ehemaliger und entmachteter Gastro-Unternehmer" heissen, da Christian Frei, wie man erst spät in der Story erfährt, bereits im Frühjahr von seinen Brüdern wegen seiner psychotischen Ansichten entlassen wurde, die ja so ganz und gar nicht zum Leitbild des vegetarischen Bio-Restaurant Tibits passen.

Für die Öffentlichkeit interessant wäre diese tragische Geschichte dann, wenn sie sich nicht einfach in der Blossstellung eines psychisch verwirrten Menschen erschöpfen würde, sondern Auskunft über politisch wichtige Hintergründe geben könnte: Hat sich Christian Frei unabhängig radikalisiert, durch Zusammensuchen wirrer Verschwörungstheorien, oder gibt es in der Schweiz im Umfeld von QAnon bis Corona-Leugnern bereits Netzwerke von organisierten Gruppen, die nach leicht zu radikalisierenden Menschen Ausschau halten? Eventuell unter Einsatz entsprechender Social-Media Microtargeting Methoden à la Cambridge Analytica? Und vielleicht tatsächlich mit einflussreichen Geldgebern im Hintergrund, die psychisch keineswegs angeschlagen sind, sondern eine Demokratie Destabilisierungs-Agenda verfolgen für die Durchsetzung ihrer libertären Bedürfnisse?

Ihr Anruf beim Bundesamt der Polizei, der gerade mal bestätigt, dass - wie in Krisenzeiten kaum überraschend - Drohungen gegenüber Amtsträgern zugenommen haben, greift hier deutlich zu kurz.

Liebe Republik: Ich würde gerne einen echt informativen Artikel über den aktuellen (Bedrohungs-)Stand der verschiedenen libertären und rechtsradikalen Gruppierungen und ihrer Verschwörungstheorie-Ausprägungen in der Schweiz lesen. Wenn eine persönliche Geschichte, wie die von Christian Frei, als Einstieg oder Illustration dienen kann, dann macht sie Sinn. Aber auf eine Geschichte, die sich letzten Endes in Prominentenklatsch erschöpft, kann ich verzichten.

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Christof Moser
Chefredaktion
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· editiert

Danke für Ihre Anregungen, Herr M. Was QAnon betrifft, werden Sie schon morgen von einer Schweizer Fachfrau mehr erfahren. Die Bezüge zu internationalen Bewegungen sind im heutigen Beitrag erwähnt. Und um der Verbreitung falscher Darstellungen vorzubeugen: die Passagen «wegen psychotischen Ansichten» und «psychisch verwirrt» sind von Ihnen frei erfunden respektive nicht gedeckt durch diese Recherche.

Schönen Abend!

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Ok, schon klar, dass meine Bezeichnung "psychotisch" meine Interpretation war. Aber es muss Ihnen auch bewusst sein, dass Ihre Veröffentlichung die psychische Angeschlagenheit eines Menschen zur Schau stellt, unabhängig davon ob man sie dann auch noch als solche bezeichnet oder nicht. Ethisch gerechtfertigt, und nicht nur Prominentenklatsch, ist dies dann, wenn man ein für die Öffentlichkeit relevantes Gefährdungspotenzial in den Aktivitäten der beschriebenen Person erkennen kann, z.B. wenn man ernstzunehmender Radikalisierungs-Rekrutierungsaktivitäten von konkreten Gruppierungen entlarvt.
Da hätte ich mir etwas mehr Information gewünscht. Denn sonst bleibt es bezüglich der Wirkung des Artikels eventuell, wie in anderen Kommentaren schon erwähnt, bei dem Effekt, dass privat an Amtsträger adressierte Briefe mit durchgeknallten Verschwörungsideologien jetzt eine breite Plattform in der Öffentlichkeit erhalten haben.

Gruss,
Markus M.

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