Dialog

Beiträge zu «Seismografie der Krise»



Die Republik ist nur so stark wie Ihre Community. Werden Sie ein Teil davon und lassen Sie uns miteinander reden. Kommen Sie jetzt an Bord!

DatenschutzFAQErste-Hilfe-Team: kontakt@republik.ch.



neu laden
S. B.
· editiert

Spannend! Und toll, dass die einzelnen Indikatoren näher beschrieben und verlinkt wurden!

Bloss mit folgendem Absatz bin ich nicht so ganz glücklich (Hervorhebung von mir):

So oder so dürften Echtzeit-Indikatoren, wie sie in den vergangenen Monaten entwickelt wurden, in der Wirtschafts­forschung eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Denn das Volumen an hoch­frequenten Daten nimmt zu – nicht weil Forscherinnen explizit solche Daten generieren, sondern automatisch, gewisser­massen als Abfall­produkt der omni­präsenten Digitalisierung.

Der letzte Teilsatz blendet so ziemlich alles relevante aus, was man über solche Datenquellen sagen könnte. Tatsächlich ist die ganze Thematik hochpolitisch – Stichwort Open Data.

Google Trends etc. sind überhaupt kein Abfallprodukt, sondern einfach der spärliche Einblick, den Google der Öffentlichkeit in seinen reichen Fundus an Suchmaschinen-Daten gewährt. Dass die erwähnten Indikatoren allesamt Open Data sind, ist ausserodentlich löblich. Dass der Artikel dies unerwähnt lässt hingegen weniger.

4
/
0
Anonym
Brot
·
· editiert

Dass Google Trends für Forschungszwecke eingesetzt werden kann, klingt natürlich toll. Als Nutzer sollte man sich aber besser zwei Mal überlegen, ob man solche Suchanfragen bei Google eingeben will. Offensichtlich ist, dass man weil verletzlich als attraktives Werbeziel markiert ist. Weniger offensichtlich: Google scheint auch nicht davor zurückzuschrecken, einem bei solchen Suchanfragen auf zwielichtige Arbeitsvermittler weiterzuleiten. Meldet man sich dort an, werden die Daten weitergereicht an Versicherungen und andere Interessierte.

Google mag sich so darstellen, dass sie mit den Behörden kooperieren und Forschung ermöglichen. Schlussendlich fühlen sie sich aber nicht den Nutzern verpflichtet, sondern nur ihren Werbekunden - auch Betrüger, Hauptsache sie bringen Cash.

Insofern betrachte ich sogar Zahlen von Google Trends eher skeptisch. Ich hoffe, das ist jetzt etwas zu weit gegriffen, aber wie kann man sich darauf verlassen, dass die Zahlen nicht manipuliert werden, wenn es in den Business-Plan passt? Wahrscheinlich ist das hier nicht der Fall, aber als Forscher würde ich nicht blind darauf vertrauen.

11
/
3

An könnte ja auch die Statistiken von DuckDuckGo etc nehmen und dann prozentual miteinander verrechnen. Denke mal das Bild hier würde gleich bleiben.
Aber ja, man muss sicherlich vorsichtig sein.

2
/
0

Die letzte Kurve, die Fieberkurve ist jetzt nicht sehr überraschend. Da könnte man auch einfach die Börsenkurse nehmen. Ich denke, dass die Fieberkurve nicht viel mehr ist als ein Abbild der Börsenkurse. Schliesslich basieren die Kommentare in den Zeitungen häufig auch auf den Börsenkurven. Da erstaunt es nicht wenn die Kurve dann so rauskommt. Gibt es in der Vergangenheit Beispiele dafür wo die Fieberkurve von dem Verlauf der Börsenkurve abweicht? Erst wenn das gezeigt und entsprechend interpretiert werden kann, macht ein neuer Indikator Sinn.

11
/
0

Die Börsenkurse variieren viel stärker und geben daher kein verlässliches Signal für den Wirtschaftsgang. Daher haben wir die Volatilität, Risikoprämien und Zeitungsartikel genommen. Aber sie haben recht die Zeitungsindikatoren sind stark mit den Fimanzmarktinformationen korreliert.

1
/
0

Danke für die Antwort. Sie haben den Indikator ja auch in die Vergangenheit hinein berechnet. Wo gibt es signifikant andere Verläufe als dies z.B. der SMI oder SPI zeigt. Und wie ist dann die Interpretation? Dass würde mich wirklich interessieren.

2
/
0

seit 2018