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Liebe Sibylle Berg,
wenn ich Ihre Mail hätte, dann würde ich Ihnen gerne persönlich schreiben: Einerseits möchte ich Ihnen von Herzen für dieses wichtige und ausgezeichnete Interview danken. Andererseits möchte ich Ihnen etwas eindringlich ans Herz legen!
Sie haben tatsächlich eine unfassbare Aussage in ihrem Text stehen: „Wenn sie (Frauen) schreien, klingt es schrill, wenn sie sich wehren, brauchen sie Waffen oder jahrelanges Kampftraining.“
Das ist schlicht NICHT wahr. Und sollte deshalb nicht immer und immer wieder gesagt, behauptet oder geschrieben werden!
Denn fatalerweise glauben die meisten Frauen, dass dem tatsächlich so ist. Die Hollywood- und TV-Produktionen zeigen uns täglich, seit der Film erfunden worden ist, dass Frauen fast immer wehrlose Opfer sind die kreischen, panisch herumfuchteln, hysterisch weinend um Verschonung bitten. Genau diese tausendfach abgespeicherten Bilder in unseren Köpfen ist wohl einer der Gründe weshalb auch Sie mithelfen die Vorstellung, Frauen seien hilflose Wesen zu zementieren! Bitte tun Sie das nicht!
Ich bin ausgebildete Selbstverteidigungstrainerin für Mädchen und Frauen, und weiss aus Erfahrung und Beobachtung wie unglaublich wehrhaft selbst kleine, zierliche Mädchen oder sehr alte Frauen sein können - ohne Pfefferspray, Pistolen oder Messer und ohne jahrelanges Training!
Frauen SIND wehrhafte Wesen wenn sie wissen WIE. Dazu gehört die Liebe zu sich selbst, die innere klare Bereitschaft sich verbal und tatkräftig für sich und den eigenen Körper schützend einzusetzen. Und richtig Schreien - das kann jede Frau lernen. Ja, es ist sogar eine unserer stärksten Waffen.
Ich BITTE Sie aufrichtig und ermutigend recherchieren Sie weiter in diese Richtung!

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"Der Mangel an Frauen führt zum Beispiel in vielen ländlichen Gebieten Deutschlands, aus denen Frauen mangels Perspektiven weggezogen sind, zu einem drastischen Zuwachs an rechtsradikalem Gedankengut. " gibt es dazu eine Quelle?

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Danke für die Frage. Zuhauf. Zum Beispiel hier, hier oder hier. Beste Grüsse!

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Danke! Ich habe das nicht gewusst …

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Zu "Bruderschaft" eine Hypothese:

Eines Menschen allererste Begegnung und Beziehung ist die mit seiner Mutter, der Vater kann sogar unbekannt bleiben.
Die Mutterbeziehung könnte man also als die engere bezeichnen, und Mädchen haben also mit ihrer Mutter und mit allen Frauen ein enges, gleichgeschlechtliches, natürliches enges Netz, das man den "Mütterkuchen" nennen könnte.
(Das begünstigt dann später unbewussterweise scharfes Konkurrenzverhalten)
Buben hingegen haben in diesem Frauenreich kein entsprechendes Netz mit ihren Vätern, die sie erst mal finden müssen; sie sind erst mal ver-einzelt, wie etwas verloren.
(Finden sie ihn ohne dass er seine Vorstellung von ihnen ihnen aufzwingt, haben sie Glück gehabt)

Unbewusst bleibende Angst vor Verlorenheit kompensieren sie später unbewusst durch Bildung von Gangs, Sport- und anderen Vereinen, Horden, Rudeln, Armeen, Stammtischrunden, etc., wilden oder geordneten, wirklich sinnvollen oder idiotischen, egoistischen Männernetzwerken, um sich aneinander halten zu können, Halt beim eigenen Geschlecht zu haben, ohne direkt gleichgeschlechtliche Liebe ansprechen zu müssen.

Bewusstseinsbildung und (als Kette über mindestens drei Generationen funktionierende) Vaterliebe, die die oft ganz anders geartete Persönlichkeit des Sohnes -und der Tochter- ganz zulässt, respektiert und annimmt, und Mutterliebe, die Freiheit lässt, könnten männliche negative Tendenzen unnötig machen.

Soweit die Ideen dazu.

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Endlich eine Wissenschaftlerin, die aus den Erkenntnissen der Biologie, Soziologie und Psychologie eine kohärente Sicht zu vermitteln vermag. Hier nur ein Widerspruch: die beiden Schöpfungsgeschichten der Genesis schildern unsere evolutionäre Vergangenheit weit präziser als die der Mormonen. Und es soll doch trotz der paternalistischen Prägung der zweiten Schöpfungsgeschichte noch erlaubt sein, unsere gelebte Gegenwart und die Erziehung unserer Kinder auch danach auszurichten „ ... dass Männer und Frauen voreinander und vor Gott als Gleichgestellte stehen und dass die Ehe eine aufrichtig gleiche Partnerschaft sein soll.“

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Ganz herzlichen Dank. Frau Berg ist als Interviewerin ein Ausnahmetalent!

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Während ich dieses wunderbare, wenn auch hochtraurige Interview lese, schminkt sich im Zug mir gegenüber eine Frau. Mit sorgfältigen Pinselstrichen werden die Lippen feurig rot gefärbt, mit dem Stift die Augenwimpern schwarz nachgezogen und mit dem breiten Haarpinsel die Gesichtshaut matt gemacht. Mal abgesehen davon, dass ich der Auffassung bin, die persönliche Toilette gehöre nicht in den öffentlichen Raum, frage ich mich, warum die junge Dame das macht. Was bringt sie dazu, ihren natürlichen Ausdruck mit kosmetischen Mitteln zu verändern? Und da fällt mir auf, dass die Antwort vermutlich im Interview gefunden wird.

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Während ich ihren Beitrag lese, frage ich mich, weshalb so viele ältere Männer ungefragt das Verhalten von Frauen dauern bewerten, ja abwerten müssen. Und habe die Antwort auch im Interview gefunden. Bei der Abneigung gegenüber Menschen, die ihre Badezimmertätigkeiten im Zug ausüben müssen bin ich aber ganz bei ihnen.

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Bleiben Sie fair und unterstellen Sie mir nicht Bewertung! Ich habe beobachtet (was mein Recht ist) und Fragen gestellt (was auch mein Recht ist). Und müssen tu‘ ich gar nichts.

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