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Muss man als gebürtiger Ostdeutscher die Wiedervereinigung feiern?

Sicherlich nicht. Die Indianer feiern schliesslich die Besiedlung Amerikas auch nicht...

..extrem das Beispiel? Sicherlich. Aber es zeigt auch ein generelles Problem. Die Ostdeutschen haben sich vom Joch der Diktatur befreit, um dann sich dem Diktat des Westens unterwerfen zu müssen. Denn das ist der "vergessene" Teil der Betrachtung. Jedoch der entscheidende.

Die "Wiedervereinigung" Kohlscher Art war - O-Ton "Die Anstalt" - nichts anderes als die Kolonisierung der Ex-DDR durch die BRD. Man muss sich einfach nur mal anschauen, wer im Osten nach der Wiedervereinigung das Sagen hatte. Wer den Osten "reformierte", "privatisierte", real: deindustrialisierte. Dazu noch die "Bodenreform", bei der die "Alteigentümer" ihren Grund und Boden wieder bekamen - und die Eigentümer aus DDR-Zeiten entgeltlos enteignet wurden.

Um das ganze etwas besser zu erklären: dem Osten widerfuhr das, was China heute in Afrika macht - er wurde modernisiert. Nur, dass das Fachpersonal zu 100% aus dem Westen kam, die Hilfsarbeiterjobs jedoch die "Locals" ausführen durften.
Im Gegensatz zu Afrika beschränkte sich das jedoch nicht nur auf die Arbeiten in der Privatwirtschaft. Nein, auch das gesamte leitende Behördenpersonal Ministerpräsidenten inklusive wurde aus dem Westen importiert.
Vermögensaufbau im Osten war - von den glücklichen Altkadern mal abgesehen - schlichtweg nicht möglich.

Dazu sollte man wissen, dass sich dieser Zustand bis heute nicht geändert hat. Ostdeutsche in Führungspositionen gibt es defacto keine. Eigentlich irre, wenn man bedenkt, dass Thüringen und Sachsen lt. Pisa seit Jahren die beste Schulausbildung in DE besitzen.

So gesehen können Kennzahlen auch lügen. Zwar liegt der Medianlohn im Osten bei mittlerweile 85% (?) des Westlohns. Hilft nur wenig, wenn die lukrativen Gehälter mehrheitlich an Bürger aus dem "Westen" des Landes gehen. Sprich: der finanzielle Segen geht an den Ostbürgern vorbei. Sie waren und bleiben die "Billigheimer" der BRD. Und werden als das auch angepriesen und verkauft.
Auf die Art lassen sich auch keine wirtschaftlichen Wunder erwarten. Denn dies setzt einen Vermögensaufbau zuerst voraus...

...für Ostdeutsche spannender ist ein Blick in den Osten. Die DDR galt ja nicht als der marodeste Teil des Ostblocks. Sondern als der produktivste. (Ob wahr ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen). Nun ist es aber so, dass in nahezu allen Ostblockstaaten eine finanzstarke Oberschicht herausbilden konnte, die auf der maroden Industrie aufbauen konnte. Wie gut die Treuhand ihre Arbeit im Auftrag des westdeutschen Industrie verrichtet hat, erkennt man daran, dass es in Ostdeutschland diese finanzstarke Oberschicht nicht gibt. Sie nie entstehen konnte, denn alles, was auch nur ansatzweise Potential hatte, wurde erfolgreich in den Westen weitergereicht. Zu Teils unverschämten Konditionen. Und zwar nicht nur zu Lasten der Ostdeutschen, sondern auch zu Lasten der westdeutschen Steuerzahler.

...und das ist, was ich als Ostdeutscher nie verstanden habe: warum sind die Westdeutschen eigentlich auf die Ostdeutschen und den "Soli" sauer? Es sind doch ihre eigenen Politiker und Manager, die westdeutsches Steuergeld im grossen Masse via Treuhand oder "Aufbau Ost" Programmen veruntreut haben... Geld, dass angeblich für den Osten bestimmt war, aber viel zu selten dort ankam...

...das Ergebnis lässt sich heute bestaunen. Zwar hat Ostdeutschland "moderne" Autobahnen und Strassen (die so miserabel gebaut wurden, dass fast alle von ihnen bereits einmal saniert werden mussten), sowie schöne Innenstädte (vielfach bezahlt von Westdeutschen übers Ohr gehauenen Westdeutschen) - nur war es das dann auch.

...was man im Osten stattdessen im grossen Stil findet, sind Callcenter, Fabriken zu Billigstlöhnen, Landwirtschaft - und massenhaft Pendler, die in den alten Bundesländern arbeiten, weil die Löhne zu Hause immernoch viel zu niedrig sind, um ohne Unterstützungsleistung zu überleben.

...und dann wundert man sich, warum zu viele Ostdeutsche keinen Grund zu feiern haben?

...kurz zu mir:
Nimmt man nur die Lebensumstände, dann gehöre ich sicherlich zu den Gewinnern der Nachwendegeneration. Das dieser Gewinn aber nur möglich war, weil ich ausgewandert bin... Spricht Bände... Das Leben, dass jetzt möglich ist, verdanke ich den Möglichkeiten, die ich im Grossraum Frankfurt vorfand. Im gesamten Osten Deutschlands wäre dies für mich schlichtweg nicht möglich gewesen.

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Intellektueller Landarbeiter
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In Russland kam es ja ebenfalls zu "wilden Privatisierungen".
Die Leute erhielten Eigentumsscheine, mit denen sie nichts anfangen konnten und die in der realen Not nach dem Zusammenbruch des sowjetischen Riesen-Bluffs für sie wertlos waren. Nun traten diejenigen auf den Plan, die als Einzige noch über finanzielle Mittel verfügten: Die ehemaligen "Genossen Direktoren".
Sie kauften die Eigentumsscheine -überspitzt gesagt- zum symbolischen Preis von 1 Rubel auf und waren quasi über Nacht zu "Oligarchen" geworden.
Diese Oligarchen bildeten eine neue Regierung und riefen den "Wilden Osten" aus, den Frühkapitalismus nach dem Realsozialismus, in dem für "die schlauen Füchse" sehr viel zu holen und zu verdienen war, währenddem die breiten Massen über den Tisch gezogen und degradiert wurde. Ergänzt wurde dieser Ausverkauf mit der freien Einladung an ausländische Investoren und Kapitalisten, in dieser Goldgräberstimmung mit neuen Riesenmärkten mitzumischen.
Dass Boris Jelzin nicht nur dem Alkohol verfallen war, sondern auch von US-Interessen "gedopt" wurde, zeigte sich immer deutlicher.
Und in dieser Situation trat der "Militärstaat im Staate" auf den Plan: Die Armee und die Geheimdienste. Sie wollten sich ihren Anteil an der Konkursmasse sichern und wieder für "Stabilität" sorgen. Boris Jelzin hat -obwohl wieder mal besoffen- instinktiv gemerkt, dass er dieser grössten und gewalttätigsten Organisation im Rest-Imperium nicht würde trotzen können. Also machte er den KGB-Chef Putin zu seinem Nachfolger.
Putin gab dann nach seiner Amtseinsetzung den Oligarchen sofort den neuen Tarif durch:
Macht Nummer Eins im Staate: Militär und Geheimdienste!
Die Oligarchen durften weiter Geschäfte machen, wenn sie sich Putin's Diktat beugten und unterordneten.
Einige wehrten sich, wie Chodorkowski und Boris Nemzow.
Chodorkowski wanderte für ca. 10 Jahre in ein sibirisches Arbeitslager.
Boris Nemzow wurde in der Nähe des Kreml von hinten erschossen.
Am Ende dieser sich überstürzenden Ereignisse haben wir eine ausserodentlich üble, verlogene und brutale Militärdiktatur mit einem privatwirtschaftlichen Teil, der Oligarchen-Wirtschaft, die ihre Arbeit-Sklaven so weit antreiben kann, bis sie den Anschluss an westliche Standards erreicht und sogar übertrifft!
Putin hat sich dabei offensichtlich ein Beispiel genommen am "Grossen Bruder" China.
Und in der Produktion von Rüstungsgütern liegt Russland heute ganz vorn!
So sehr ich die tristen Verhältnisse in den heutigen "Neuen Bundesländern" (die mit 30 Jahren auch schon in die Jahre gekommen sind) mit bedauere, so muss ich doch froh sein, dass diese "russische Art" der Selbstbehauptung der "abgewickelten Konkursmasse DDR" erspart blieb.
Denn Putin-Russland ist heute genau das, was die Sowjetunion doch nicht war:
Ein Reich des Bösen, der Brutalität, der Verlogenheit, der Homophobie, des Zynismus, der Geldgier, der Machtgier, des Sadismus, des Masochismus, der sektiererischen Neo-Religiosität, und und und.
Kurz und gut: Ich bin froh, dass Ostdeutschland "nur" Ostdeutschland ist und hoffentlich auch bleibt! Halten Sie die Ohren steif! Ich wünsche Ihnen und Ihren Landsleuten alles Gute! Wior schaffen däs! ;)

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Vielen Dank für ihre Antwort.

Ich musste nicht lange überlegen, woher mir diese Art der Gegenargumentation bekannt vorkam. Aus Namibia. Von deutschstämmigen Farmern. Meine Frau hat dort als Praktikantin an einer deutschsprachigen Privatschule gelebt/gearbeitet, so dass wir einige Einblicke in die Denkweise der Weissen erhalten konnten.

Ihre Argumentation, warum die Weissen die einzigen Garanten der Ordnung sein konnten, waren ziemlich einfach zusammen zu fassen:

  1. Für komplexe Aufgaben, wie das Betreiben einer Farm, sind die schwarzen zu faul und zu dämlich.

  2. Wenn man das Experiment doch startet, dass ist das Ergebnis siehe Simbabwe oder (auf halben Weg zu den Zuständen) Südafrika.

Sie haben also das gleiche gemacht, wie die Weissen in den ehemaligen Kolonien: das Extrembeispiel ausgewählt und mehr oder weniger direkt gesagt "seid doch froh, dass es euch nicht so ergangen ist".

Das blöde war aber, dass das sinnvollere Beispiel aus namibianischer Sicht nicht Zimbabwe war - sondern Botswana. Der direkte Nachbar. Und das gleiche gilt für ihr Beispiel.
Warum haben sie Russland gewählt, anstatt die wesentlich sinnvolleren Beispiele wie die baltischen Staaten, Tschechien/Slowakei oder Slowenien? Meinetwegen auch Polen, Ungarn oder Bulgarien?
Weil dann deutlich geworden wäre, dass es den einen Weg nach der Wende nicht gab? Sondern es viele verschiedene, mal mehr mal weniger erfolgreiche Varianten gab?

Warum soll ich als Ostdeutscher dankbar sein, dass man Ostdeutsche - ähnlich wie die Schwarzen in Namibia - für komplett plemplem abgestempelt hat, mit der Konsequenz, dass bis heute eine Art Vormundschaft herrscht?

Natürlich ist es schwer zu sagen, wie es abgelaufen wäre, wenn die Ostdeutschen tatsächlich ein Mitspracherecht bekommen hätten, wie es mit ihnen nach dem Zusammenbruch der DDR weitergegangen wäre.
Aber 30 Jahre nach der Wende sollte man schon meinen, dass es den ein oder anderen Ostdeutschen geben sollte, der das aktuelle System verstanden hat - und daher das Potential für Führungsaufgaben hätte. Und zwar auch in Ostdeutschland und nicht nur überall sonst auf der Welt.

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Man muss doch einfach mal festhalten, dass Ostdeutschland vom Westen de facto kolonialisiert wurde. Was irgendwelchen Wert hatte wurde von Westdeutschen übernommen, was keinen mehr hatte verblieb im Osten. Der Aufbau der Ostwirtschaft, war in Tat und Wahrheit ein totales Grounding einer ganzen Volkswirtschaft. Die ganze Versorgungskette wurde vom Westen übernommen, vom Osten blieb nichts mehr übrig. Dann wurden im grossen Stil Fabriken für Billiglohnarbeiter aus dem Boden gestampft, die Gewinne aus diesen Tätigkeiten flossen in den Westen.
Nachdem klar wurde wie die Vereinigung von statten gehen würde, haben sich alle die das konnten aus dem Staub gemacht. Darunter waren überproportional viele junge Frauen, da diese im Westen einen Mann finden, und sich so integrieren konnten. Zurück blieben die wenig Gebildeten, die Mutlosen und die Berufsleute welche im Westen nicht gebraucht wurden.
Dazu kam die unverhohlene Arroganz der Westdeutschen, welche allen ernstes erwarteten, dass die Ostdeutschen dankbar und zufrieden sein sollen, dass man sie so grosszügig aufgenommen hatte.
Die Eile der Wiedervereinigung aber war von beiden Seiten gepusht worden. Weder wollten die Ostdeutschen weitere 20 Jahre auf die Segnungen des Westens warten, noch wollte die westdeutsche Industrie unliebsame Konkurrenz im Osten erwachsen sehen, darum ist so gelaufen wie es halt gelaufen ist.
Das Problem war, dass sich der Osten, nicht nur die DDR, viel zu spät eingestanden hat, dass ihr Staatskapitalismus nicht funktioniert und sie die Last des Wettrüstens mit den USA und die Herausforderungen der asiatischen Industrialisierungen nicht stemmen können. Es ist immer schwierig sich in einer Situation wo der eigenen Bevölkerung Hunger droht mit anderen Staaten zu verhandeln. Der Zusammenbruch der Regierungen ist dann auch mehr oder weniger überall chaotisch verlaufen. Wenn man die Ergebnisse in Ungarn, der Ukraine oder Russland selbst anschaut, sind die Ostdeutschen tatsächlich mit einem blauen Auge davongekommen.
Das hindert die Leute die im Osten Deutschlands verblieben sind allerdings nicht daran, ein weiteres gefährliches Experiment zu wagen. Wenn es so weitergeht, werden in Kürze die ersten Bundesländer von rechtspopulistischen Parteien regiert. Es braucht nicht sehr viel Weitblick um vorauszusehen, dass diese für die wirklichen Probleme keinerlei Lösungen anzubieten haben. Hasserfüllt auf Flüchtlinge einzudreschen wird niemandem ein selbstbestimmtes Leben im Osten ermöglichen.
Auch die AfD Chefideologen sind ausschliesslich Westdeutsche. Die Ostdeutschen täten gut daran 30 Jahre nach der Wende endlich aufzuwachen und eine eigene Vision für ihr Land zu entwickeln und umzusetzen, und nicht einfach wie trotzige Kinder alles zu wollen ohne selbst etwas beizutragen. Im Gegensatz zu vielen anderen ehemaligen kommunistischen Staaten haben sie die Möglichkeit dies zu tun.

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ich finde es peinlich, wenn hier eher emotional argumentiert wird.
Wie bereits erwähnt, kann man den Marshall Plan nicht einfach wegleugnen. Das sind Fakten.
Dafür sollte man dankbar sein, angesichts des Holocaust, der für alle präsent bleiben muss, in Zukunft.
Auch Missachtung der Menschenrechte in der Nazi Zeit, aber auch in der SED ZEIT, bleiben präsent. Als ehemalige „Deutsche“ sollte man besser einfach still sein, höchstens über den Mauerfall dankbar sein und wirklich das Beste geben, egal in welchen Bundesländern man lebte oder lebt. Übrigens sagt man schon lange nicht mehr "Osten" sondern neue Bundesländer.
Siehe oben Marshall Plan, es ging den westlichen Teilen ähnlich, wie es hier in den Kommentaren von ehemaligen Ostbewohnern bemängelt wird.
Man war ehrlich dankbar, wenn einem geholfen wurde, auch wenn dann alles ein wenig „amerikanisch“ heraus kam. Ich möchte damit sagen, dass es den Wessis gleich ging, die Industrie wurde von den Alliierten wieder aufgebaut. Doch beklagte man sich nicht darüber, sondern nahm es an.
Man übernahm tatsächlich Verantwortung. Die Steuerzahler haben sehr viel Geld für die „Osterweiterung“ bezahlt. Das geht bis heute zu Lasten der westdeutschen Steuerzahler. Mit Sicherheit weiss ich, dass Nordrhein Westfalen seit letztem Jahr die „Kulturbeiträge“ die man jährlich für die neuen Länder bezahlte, einstellen m u s s t e . Deshalb, weil Baufälligkeit eigener Schulen und öffentlicher Gebäude so arg wurde, dass man es künftig schlicht nicht mehr aufbringen k a n n.
Wann ist man denn endlich mal zufrieden? Wenn hauptsächlich Landwirtschaft ähnlich wie bei Kolchosen betrieben wurde, wie will man dann von einem Tag auf den anderen Luxus Meilen herzauben. Es stimmt nicht ganz so, wie man das gerne in den Ost Ländern den Wessis vorwirft..
Leider versäumte man auch tatsächlich den Holocaust auf zu arbeiten.
Da haben Angela Merkel und auch Helmut Kohl viel beigetragen.

Ich finde es passt eher zu AFD Anhängern, den alten Bundesländern ständig Steine in den Weg zu legen……

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Liebe Frau A.
Es ist faszinierend zu lesen, wie Sie weitgehend fakten- und reflektionsfrei munter Phrasen dreschen. Es erinnert mich sehr stark an das Zentralorgan der SED, das NEUE DEUTSCHLAND, das seinerzeit genau wie Sie absurde Zusammenhänge hergestellt hat, um, zum Beispiel die Verderbtheit des Kapitalismus und dessen baldigen Tod zu "beweisen". Ich kann Ihnen verraten: es ist ein schöner Tod! So haben wir über die DDR - Probaganda gelacht und so muss ich auch über Ihren Text lachen!
Ein Beispiel gefällig? Sie schreiben "Übrigens sagt man schon lange nicht mehr "Osten" sondern neue Bundesländer." Damit haben Sie Recht,doch erkennen Sie nicht, dass das ein ernstes Problem ist. Die Absicht der DDR, die Bevölkerung zu einer homogenen Masse zu formen, statt den Individuen ihr Recht auf Individualität zuzugestehen, lebt in dieser Formulierung fort. Diese Bundesländer haben Namen, verschiedene Charakteristika, mehr als fünf Besonderheiten usw. Doch das stört Sie nicht. Die Ostdeutschen stört es aber sehr wohl und es stört sie vor allem, dass SED-gleich demokratisch nicht legitimierte Besserwisser ihnen fast keine Möglichkeit lassen, selbst Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.

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ich finde es peinlich, wenn hier eher emotional argumentiert wird.
Wie bereits erwähnt, kann man den Marshall Plan nicht einfach wegleugnen. Das sind Fakten.
Dafür sollte man dankbar sein, angesichts des Holocaust, der für alle präsent bleiben muss, in Zukunft.
Auch Missachtung der Menschenrechte in der Nazi Zeit, aber auch in der SED ZEIT, bleiben präsent. Als ehemalige „Deutsche“ sollte man besser einfach still sein, höchstens über den Mauerfall dankbar sein und wirklich das Beste geben, egal in welchen Bundesländern man lebte oder lebt. Übrigens sagt man schon lange nicht mehr "Osten" sondern neue Bundesländer.
Siehe oben Marshall Plan, es ging den westlichen Teilen ähnlich, wie es hier in den Kommentaren aus ehemaligen Ostbewohnern bemängelt wird.
Man war ehrlich dankbar, wenn einem geholfen wurde, auch wenn dann alles ein wenig „amerikanisch“ heraus kam. Ich möchte damit sagen, dass es den Wessis gleich ging, die Industrie wurde von den Alliierten wieder aufgebaut. Doch beklagte man sich nicht darüber, sondern nahm es an.
Man übernahm tatsächlich Verantwortung. Die Steuerzahler haben sehr viel Geld für die „Osterweiterung“ bezahlt. Das geht bis heute zu Lasten der westdeutschen Steuerzahler. Mit Sicherheit weiss ich, dass Nordrhein Westfalen seit letztem Jahr die „Kulturbeiträge“ die man jährlich für die neuen Länder bezahlte, einstellen m u s s t e . Deshalb, weil Baufälligkeit eigener Schulen und öffentlicher Gebäude so arg wurde, dass man es künftig schlicht nicht mehr k a n n.
Wann ist man denn endlich mal zufrieden? Wenn hauptsächlich Landwirtschaft ähnlich wie bei Kolchosen betrieben wurde, wie will man dann von einem Tag auf den anderen Luxus Meilen herzauben. Es stimmt nicht ganz so, wie man das gerne in den Ost Ländern den Wessis vorwirft..
Leider versäumte man auch tatsächlich den Holocaust auf zu arbeiten.
Da haben Angela Merkel und auch Helmut Kohl viel beigetragen.
Ich finde es passt eher zu AFD Anhängern, den alten Bundesländern ständig Steine in den Weg zu legen……

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Dafür sollte man dankbar sein, angesichts des Holocaust, der für alle präsent bleiben muss, in Zukunft.
Auch Missachtung der Menschenrechte in der Nazi Zeit, aber auch in der SED ZEIT, bleiben präsent. Als ehemalige „Deutsche“ sollte man besser einfach still sein, höchstens über den Mauerfall dankbar sein und wirklich das Beste geben, egal in welchen Bundesländern man lebte oder lebt. Übrigens sagt man schon lange nicht mehr "Osten" sondern neue Bundesländer.
Siehe oben Marshall Plan, es ging den westlichen Teilen ähnlich, wie es hier in den Kommentaren aus ehemaligen Ostbewohnern bemängelt wird.
Man war ehrlich dankbar, wenn einem geholfen wurde, auch wenn dann alles ein wenig „amerikanisch“ heraus kam. Ich möchte damit sagen, dass es den Wessis gleich ging, die Industrie wurde von den Alliierten wieder aufgebaut. Doch beklagte man sich nicht darüber, sondern nahm es an.
Man übernahm tatsächlich Verantwortung. Die Steuerzahler haben sehr viel Geld für die „Osterweiterung“ bezahlt. Das geht bis heute zu Lasten der westdeutschen Steuerzahler. Mit Sicherheit weiss ich, dass Nordrhein Westfalen seit letztem Jahr die „Kulturbeiträge“ die man jährlich für die neuen Länder bezahlte, einstellen m u s s t e . Deshalb, weil Baufälligkeit eigener Schulen und öffentlicher Gebäude so arg wurde, dass man es künftig schlicht nicht mehr k a n n.
Wann ist man denn endlich mal zufrieden? Wenn hauptsächlich Landwirtschaft ähnlich wie bei Kolchosen betrieben wurde, wie will man dann von einem Tag auf den anderen Luxus Meilen herzauben. Es stimmt nicht ganz so, wie man das gerne in den Ost Ländern den Wessis vorwirft..
Leider versäumte man auch tatsächlich den Holocaust auf zu arbeiten.
Da haben Angela Merkel und auch Helmut Kohl viel beigetragen.
Ich finde es passt eher zu AFD Anhängern, den alten Bundesländern ständig Steine in den Weg zu legen……

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Sehr geehrte Frau A.,

offensichtlich leben wir in 2 verschiedenen Welten.

  1. Von "neuen" Bundesländern ist ausschliesslich in der Politik die Rede. Ottonormalbürger verwendet bis heute "Ossi" oder "Osten". Teilweise sogar noch "Zone".

  2. Wenn sie über Dinge wie den Marshall-Plan reden, dann sollten sie sich mal über die Geschichtsbücher beugen.
    Der Zweck des Marshall-Planes war es, ein starkes Bollwerk gegen die Sowjetunion aufzubauen. Dies ging nur, in dem die Wirtschaft wieder aufgebaut und starke deutsche Unternehmen geschaffen wurden.
    Zur gleichen Zeit hat die SU alles in der DDR mitgenommen, was nicht niet- und nagelfest war.
    Interessanterweise verdankt die BRD die Nichtzerschlagung nicht den USA sondern den Engländern, die als erse begriffen haben, was für eine Gefahr aus dem Osten droht.

Der Unterschied zwischen Mashallplan und "Abbau Ost"?

Eigentlich offensichtlich. Im Gegensatz zum Marshallplan, wo das komplette Vermögen den deutschen nicht nur überlassen wurde, sondern geholfen wurde es massiv zu mehren, war das Ziel des "Aufbau Ost" und der "Privatisierung durch die Treuhand" die komplette Zerschlagung der Ostindustrie und Überführung sämtlicher werthaltigen Teile (egal ob Industrie oder Grund und Boden) in Westdeutschen Besitz.

ZUSÄTZLICH wurden Milliarden von Euros via Treuhand oder sonstigen "Ost"-Subventionen WESTDEUTSCHEN Unternehmen und Privatpersonen überschrieben.

Ich erzähl ihnen mal, was sich real zwischen 90 und 94 zugetragen hat.

Firma A aus München kauft Firma B aus BRB. Sie zahlt 10 Mio, bekommt 200 Mio an Subventionen. Bedingung: Firma B musste 3 Jahre überleben. Im ersten Jahr durften 60% entlassen werden, im zweiten 30% und nach Ende der 3 Jahre der Rest.

Gesamtgewinn der Firma B: Zwischen 150 und 170 Mio DM. Risikolos.

Wenn sie sich also beschweren, wo das Geld hingegangen ist, dann fragen sie bitte in den Parteizentralen von CDU, FDP und SPD nach. Die werden ihnen es sehr genau erklären können. Die oft genannten 2 Bio sind zwar Richtung Osten gewandert. Davon aber ging locker 1,5 Bio direkt wieder zurück.

Wäre also der Marshall-Plan genau so umgesetzt worden, wie der "Aufbau Ost", dann würde 99% der Unternehmen nicht deutscher Herkunft sein, die kompletten Innenstädte Westdeutschlands in der Hand von Eigentümern aus den Alliertenländern und Westdeutschland hätte sich als verlängerte Werkbank der USA entwickelt. Von einer starken Wirtschaft, wie sie heute vorhanden ist, könnten sie in 100 Jahren noch träumen.

DAS ist die Realität. Und nicht das, was sie glauben, als Realität wahrnehmen zu wollen.

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Die Chance zur Wiedervereinigung des geteilten Deutschlands war historisch. Hätte man das besser machen können? Vielleicht. Aber auch sehr viel schlechter.

Natürlich wurden damals Weltbilder und Biografien entwertet. Aber die Wiedervereinigung war ohnehin ein Drahtseilakt. Wieviel 1990 rasend schnell erledigt werden musste, kann man sich heute kaum vorstellen - schon gar nicht in der stabilen Schweiz.

Wenn heute die Bauernfänger von der AfD erfolgreich sind, dann, weil sich die Schuld an der eigenen Kränkung so angenehm auf die Anderen schieben lässt: Flüchtlinge, “die da oben“, Städter, Westler, Demokraten, Modernisierer, Frauen, Fachleute.
Hauptsache, die AfD-Wähler müssen sich nicht eingestehen, dass auch sie selbst für ihre Lage mitverantwortlich sind.

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Vielen Dank für die erhellenden Berichte zum Mauerfall! (Ich bin zufälligerweise in Berlin.)
Das 1:1 Währungs-Tauschverhältnis war wohl ein symbolisch starkes „Entgegenkommen“ der BRD - aber wäre der psychologisch schwer verdaubare Niedergang der ostdeutschen Industrie (mit entsprechender Arbeitslosigkeit und Abwanderung) womöglich weniger heftig gewesen, wenn das Tauschverhältnis objektiver statt symbolisch festgestellt worden wäre?

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gute Frag, Herr Lüthi,

ich wuchs in Köln auf, dass zu 80 % zerstört war, 20 Jahre lang. Dann wanderte ich in die Schweiz aus. Wir hatten Verwandte in der DDR.
War es für die Kölner ideal unter amerikanischer, englischer und französischer Besatzung? Die Armut für uns Kinder, die von nichts etwas verstanden, nur Militär und Trümmer sahen, ging so weit, dass wir Bauchweh vor Hunger hatten. Sicher war das so angebracht am Kriegsende nach all den schrecklichen Gräueltaten.

Die Kölner haben gefolgt, ihre Witzchen gemacht und Tag und Nacht gearbeitet. Ich weiss auch, wie man sich bemühte "Versäumtes" an der DDR gut zu machen. Haben die West Deutschen am Ende mehr dazu beigetragen als die Ossis?
Das sollte man auch mal fragen, wenn ein Landes Teil ständig nur Forderungen stellt, statt sich selber in der Verantwortung zu fühlen, endlich mal nach 70 Jahren...
Sorry, das muss man auch mal sagen. Die AFD nutzt die Situation elend aus. Es ist Erpressung aller Beteiligten. Ziemlich fies, ohne Weitsicht eine positive "Wende" zu blockieren. Tut man sich hüben und drüben ohne hin schwer, die Vergangenheit zu bewältigen. Ossis gegen Wessis aus zu spielen bringt niemanden weiter!

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Gute Frau A.
Meinen Sie wirklich, dass Sie den Menschen, die es als einzige geschafft haben, eine Diktatur in Deutschland mit einer friedlichen Revolution zu beseitigen, irgendwie glaubhaft vorwerfen können, keine Verantwortung übernehmen zu wollen? Mit Verlaub, das ist lächerlich.
Zudem, was hat Ihr Hunger, den es überall in Deutschland nach dem irrsinnigen, von Deutschen begonnenen und verlorenen Krieg gab, mit vermeidbaren Fehlern der Vereinigung zu tun? Könnten Sie das eventuell freundlicher Weise einmal ausführen? Danke!

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Intellektueller Landarbeiter
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Pech war wohl auch, dass Zinsen der Zeit des Zusammenbruchs der Sowjetunion im Westen die ultra-liberalen Markt-Fetschisten und "Nachtwächter-Staat"-Befürworter von Reagan über Thatcher bis Kohl das Sagen hatten.
Ich denke, mit sozialdemokratischen Regierungen im Westen wäre die deutsche Wiedervereinigung um Einiges behutsamer und schmerzloser abgelaufen.
Aber auch SozialdemokratInnen wären wohl mit dieser Wiedervereinigung von zwei Welten mit einer einzigen Gemeinsamkeit, nämlich der deutschen Sprache, ziemlich überfordert gewesen...
Die knallharten Kapitalisten und Voll-Privatisierer kamen jedenfalls nicht, weil sie einer vom Joch einer total verlogenen und abgewirtschafteten Riesen-Gefängnis-Leitung befreiten Bevölkerung dabei helfen wollten, die gewonnene Freiheit neu zu organisieren und beim Aufbau einer anschlussfähigen Wirtschaft mit zu helfen, sondern sie kamen (oh Wunder!), um Geschäfte zu machen und um sich alles zum Schnäppchenpreis unter den Nagel zu reissen, was einmal sogenanntes "Volkseigentum" war.
Natürlich war dieser Besitz der Produktionsmittel nicht wirklich unter der Kontrolle von Arbeitern und Bauern, wie es die Marx'sche Utopie vom Sozialismus vorsah, sondern sie gehörten in Wirklichkeit der Kommunistischen Partei, die wie eine militärisch straff geführte Gross-Sekte funktionierte, von oben nach unten, und "ganz oben" hiess Kreml in Moskau.
Dieses System war also nicht "sozialistisch", sondern "staatskapitalistisch", was für Arbeiter und Bauern die extremste Form von Abhängigkeit und Bevormundung mit sich brachte, weil sie ja als Individuen ohne Gewerkschaften EINEM EINZIGEN Arbeitgeber gegenüber standen, ihre eigenen Interessen aber weder ausdrücken, noch vertreten lassen konnten, weil ja die "Genossen Direktoren" selber die allerbesten Arbeiter- und Bauernvertreter waren... (gemäss der verlogenen Doktrin)
Weil dieses System kein Sozialismus war, konnte man es auch nicht reformieren!
In 40 Jahren Verlogenheiten hatten sich Mentalitäten und Verhaltensweisen eingeprägt und verfestigt, die so weit von einem Sozialismus weg waren, wie sie nur weg sein konnten!
Dieses Warten auf den "Guten Diktator" zum Beispiel, der alles zum Guten wenden würde.
Und dann kamen anstelle der unfähigen und korrupten Stasi-Beamten und "Schweine" (aus "Farm der Tiere", in der Realität waren es menschliche Apparatschiks, aber tatsächlich auffällig fette Funktionäre, die besser mit Lebensmitteln versorgt waren, als die Schlange stehenden Volksgenossen.) eben die raffgierigen Geschäftemacher und Spekulanten aus dem Westen...
Da die BRD-Gesellschaft eine Autofahrer-Gesellschaft war, konnte man auch nichts anfangen mit diversen Bahn-Anschlüssen und Infrastrukturen in der ehemaligen DDR.
Alles wurde geschleift und mit Strassen zugepflastert.
Heute, in der Zeit des zunehmenden Klima- und Umweltbewusstseins, wäre man froh, man hätte die damals vorhandene "Wahre E-Mobilität" weiterentwickelt.
Aber sie ist weg, dem Privatverkehr und Privat-Transport geopfert...
Es kam, wie es kommen musste.
Und jetzt kommt es vielleicht noch schlimmer:
Die AfD will den Hitler-Faschismus rehabilitieren und modernisieren.
Wenn DAS geschieht, dann sage ich definitiv: Gute Nacht Ostdeutschland! Gute Nacht Deutschland! Gute Nacht Europa! Gute Nacht Schweiz! Gute Nacht Welt!

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Herr Müller ich meine es so, wie ich es geschrieben habe, etwas anderes kann ich Ihnen dazu nlcht erläutern..

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Alles klar, es ist eine Meinung. Das akzeptiere ich vollkommen. Argumente wären interessanter gewesen.

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lieber Herr Loose, die ganze Argumentation dieses Berichtes ist für mich hinsichtlich des Problems, so riesige Länder "gerecht" oder "angepasst" wieder zu vereinigen, nicht wirklich überzeugend, sus "Deutscher* Sicht, auch nicht aus "europäischer Sicht".
Jedoch die Integration in "der Europäischen Union" des Landes setzt Schwerpunkte, die über nationalem Denken stehen könnten!. Das ist für mich das Einzige was relevant ist.
ich schreibe mal Schlüsselsätze aus dem Bericht auf, die für mich teilweise widersprüchlich sind, die schlicht als Argumentation einfach nicht verstehe:

  1. ... - Ohne das Engagement und die harte Arbeit dieser sehr zahlreichen West¬deutschen wäre der Aufbau einer modernen Verwaltung, des Rechts¬staates und konkurrenz¬fähiger Betriebe in so kurzer Zeit wohl nicht möglich gewesen. Doch das tiefe Empfinden, fremd¬bestimmt worden zu sein, bleibt.... -
    Frage: wie könnte man es anders machen, China "koloniasiert" zu Zeit halb Afrika.
    2...- Es stimmt: Der Umbau von der Plan¬wirtschaft zur Markt¬wirtschaft war in allen Ostblock¬staaten brutal, und den Bürgern der DDR erging es dabei oft besser als denen der ehemaligen Bruder¬staaten...
    Frage: geht es nicht allen Ostblockstaaten so, dass sie eigentlich nicht nur vom kommunistische System befreit sind, sondern auch ihre Identität und ihre gewohnte "Heimat* verloren habe? Trotzdem stellt niemand soviel Fordrungen wie hier in diesem Bericht beschrieben ist. (höchstens Orban macht das)

  2. ... -Ebenso rettete die Währungsreform die östlichen Sparguthaben, die anderswo durch Inflation dezimiert wurden. Und – was oft vergessen wird – Ostdeutschland wurde mit der Einheit automatisch in die EU aufgenommen, was auch neue Finanz¬quellen und bald die Arbeitsmöglichkeit in ganz Europa öffnete....
    Frage: warum erwartet man immer noch mehr finanzielle Unterstützung?

  3. ...Der neue Einheitsstaat sanierte öffentliche Einrichtungen, Schulen und Universitäten, Krankenhäuser und Verwaltungsgebäude, ja die gesamte Infra-struktur im Osten. Sie ist heute teilweise in besserem Zustand als im Westen.

Frage. warum muss Nordthein Westfalen trotzdem immer weiter bezahlen, wenn die eigenen Gebäude bröckeln?
Wie kann man dabei immer weiter reklamieren, man werde quasi vergewaltigt und von einem fremden System einverleibt?

5....Das Ende der DDR war das Ende eines Unrechtsstaates und seiner politischen Repression, kultureller Gängelung und Stasi-Überwachung.
5 b....Der mutige Schritt war Kohls historischer Verdienst...

Frage: mit welchem Recht wird dann ständig rum gemeckert? So etwas braucht eigentlich regelrecht eine Umerziehung, wovon n i e die Rede sein kann. Helmuth Kohl und Angela Merkel ( die selber aus der DDR kam) gaben sich jegliche erdenkliche Mühe eine Wiedervereinigung im gegenseitigen Vernehmen wieder her zu stellen, das beste aus der Sache zu machen.

6... «Kommt die D-Mark nicht zu uns, gehen wir zu ihr.» Von November 1989 bis März 1990 verliessen über 350’000 Menschen die DDR....
6b. Wir wollten Gerechtigkeit und bekamen den Rechts-staat», argumentierten DDR-Bürgerrechtlerinnen wie Bärbel Bohley.
Frage: wo hat man bei all den Fragen irgend etwas wie tatsächliches Entgegenkommen und Vertändnis der Situation bemerkt, von Seiten der neuen Länder?

7...Sie traten immer wieder für ein solidarisches Gemeinwesen ein und forderten die Demokratisierung des Sozialismus als Gegenmodell zum Anschluss an den Westen.
Frage: Westdeutschland wurde industrialisiert mit dem Marshall Plan. Aus verschiedenen Gründen.
Was würde man in der Schweiz sagen, wenn man die freie Marktwirtschaft in diesem Land abschaffen wollte? Und Sie wollen aus Deutschland einen sozialistischen Staat machen, damit man den Wünschen der Ostdeutschen gerecht werden kann.

S o r r y j e d e r e i n z e l ne P u n k t ist es wert diskutiert zu werden, doch
a l l e s zusammen i s t i n si c h n i c h t l o g i s c h.

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Feiner Artikel.
Bei der Verwendung des Begriffs "Unrechtsstaat" ist allerdings etwas (mehr) Sorgfalt angeraten. Dieses Wort wurde geprägt für die Prozesse gegen Naziverbrecher und damit für das "dritte Reich". Verwendet man nun denselben Begriff für die DDR und das Nazireich, ist das eine krasse Verharmlosung der Naziverbrechen. Diese Verharmlosung ist bis heute sehr weit verbreitet und hilft niemanden ausser den neuen Nazis, die sich damit wie die Wölfe im Schafspelz kleiden.

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ich habe den link gesehen, etwas muss ja tatsächlich an der Sache dran sein, traurig aber war.
besten Dank R. A.

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Habe mich grade an ein Video aus der Anstalt erinnert. Das war schon 2013! Also kann niemand davon sprechen, dass die Unzufriedenheit gerade erst bei der letzten Wahl entstanden ist.
Manche Dinge sind nur erträglich, wenn sie in Satire verpackt werden:
https://www.youtube.com/watch?v=vFRuk4vqowY

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Geschafft. Der erste Republik Artikel, den ich wirklich nicht den Republik Standards entsprechen finde. Sprunghaft, unklar und mit sachlichen Fehlern. Das Präparat ist gefährlich, das sehe ich auch so. Der Artikel ist leider nicht solid und daher nicht wirklich hilfreich. Schade.

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