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M. S.
Leserin
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· editiert

Sehr schön und ja, hoffen wir, dass die „Stay the Fuck Home“-vom-Balkon-Schreienden Blut geleckt haben. Danke für diesen Text, musste ein paarmal lauthals lachen. Hui, was denken jetzt meine Nachbarn? Immerhin war’s at home, also keine Gefahr für exzessive Tröpfchenverbreitung. Der mit dem ultra-riskanten, da vielleicht kontaminierten Plastiksäckli ist super – der Verkäufer kannte ja gar nichts und nimmt mich Wunder, was Sie danach mit dem Inhalt gemacht haben.

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Cooler Text, merci.

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Wirtschaftsberater würden sagen, dass Unternehmen mit einem 35% Ausfall im Umsatz umgehen können müssen, ansonsten sind sie nicht robust genug, unabhängig vom Grund der Krise, sei das nun Coronoa oder sonst was. Gut, das mag wohl für klassische Unternehmen mit einer gewissen Grösse richtig sein. Wie immer in der Gesellschaft gibt es aber viele Ausnahmen. Ich behaupte sogar, dass diese Ausnahmen ausschlaggebend sind für gesellschaftliche Diversität, die letztendlich für die Lust am Leben echt ausschlaggebend ist. Viele solcher kleiner Businesses sind in der Kultur- und Kunstbranche tätig, sowie Musiker, Streetfoodfestivals oder andere Veranstalter, die nicht gerade das Oktoberfest oder die Olma organisieren. Ein Teil ihrer Identität ist eben, dass sie selbständig sind.
Mein Mann hat eine Firma zusammen mit seinem Bruder. Ihre Dienstleistungen konzentrieren sich vor allem auf Marktstände an europäischen Musik- und Streetfood-Festivals. Man könnte sagen, dass sie zu den letzten Fahrenden gehören. Denn langsam werden sie und andere Anbieter von Marktständen langsam aber sicher von grossen Sponsoren verdrängt, die den Festivals jeden Spirit rauben aber einfachere Finanzierungsgrundlagen bieten. Sie kämpfen also auch ohne Corona um ihr Überleben. Festivals sind Kulturgatherings. Alles abgesagt bis ende August, dieses Jahr gibt es keine Festival-Season. Kein Einkommen für mitwirkende Leute. Ich möchte an dieser Stelle nicht nach staatlicher Unterstützung schreien. Ich möchte unterstreichen, dass Kultur, Heimat von Musik, Kunst und Kritik, in einer demokratischen Gesellschaft den selben Stellenwert haben sollte, wie andere Branchen, die ihre Türen langsam wieder öffnen dürfen. Ähnlich ergeht es den Kitas. Dass es keine finanziellen Lösungen für Kinderbetreuungsangebote gibt, zeigt, wie sekundär Familienpolitik für die Schweiz ist. Gleiches gilt für die Musikbranche. Auch das Paléo Festival von Nyon ist abgesagt, Gampel und St. Gallen, alles abgesagt. Die Standortmarketing-Faktoren dieser Festivals sind aber wirtschaftlich und kulturell enorm wichtig für ganze Regionen. Ständig reden die Politiker von Coiffeuren und Homeoffice. Damit verdrängen sie aber eine Realität, die für die Vielfalt, für den kulturellen Reichtum, das Gefühl von Gemeinsamkeit usw. grosse Bedeutung. hat. Hier entsteht ein Vakuum, dass wahrscheinlich vor allem auch für jüngere Leute problematisch werden kann. Deswegen, Musik, Kultur, Kunst, sie alle sind von elementarer Wichtigkeit für die Lebendigkeit einer Gesellschaft - auch in Zeiten von Corona muss dem Sorge getragen werden. Doch die Schweiz schweigt dazu lieber. Deswegen, danke für diesen Artikel, denn er hinterfragt Solidarität und verlangt, dass wir differenzierter damit umgehen. Genau für diesen differenzierten Umgang brauchen wir kulturelle Vielfalt.

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Lachen, lauthals! Yes! ... Danke ... Fulminaner Einstieg ...und dann grillieren im Park, mit „echten Menschen“!, das sag ich amig au, wenn ich denen begegne und ... Sicherheitsabstand hin oder her „a big hug“ wage, weshalb auch nicht ... sind ja alle seit Wochen in Quarantäne ... doch öppis nähm‘ mi Wunder: was verstehen Sie unter Eso-Hippies? Und wo begegnen Sie „Nazis“ ... sind alles au Menschen, oder?

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Michael Rüegg
Freier Autor
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Las ich persönlich etwas lieber als Muschg.

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