Die Republik ist nur so stark wie ihre Community. Werden Sie ein Teil davon und lassen Sie uns miteinander reden. Kommen Sie jetzt an Bord!

DatenschutzFAQErste-Hilfe-Team: kontakt@republik.ch.



Wirtschaftsinformatiker
·

Moment, Putin dreht doch nicht einfach den Gashahn zu, die Russen wollen eigentlich so viel verkaufen wie möglich, schliesslich müssen sie ihren Krieg ja irgendwie finanzieren. Fakt ist doch: die Ukrainer haben ihre Pipeline geschlossen, genauso die Polen.

Und wer beschäftigt bitteschön die Mitarbeiter meiner GmbH, wenn die Computer am Arbeitsplatz nicht mehr laufen und das Internet down ist? Herzlichen Dank!

0
/
0
Verlegerin
·

Ja, wir müssen offen sein für Veränderungen. Aber: bei der Lösungssuche darf weder Biodiversitäts- noch Klimakrise ausgeblendet werden! Es geht darum, Synergien zu suchen und Kollateralschäden zu vermeiden.
Ich weigere mich, neuen Wasserkraftprojekten zuzustimmen bevor wir das mit dem Energiesparrn ernsthaft angepackt haben. Ich weigere mich, ein neues Ölkraftwerk gutzuheissen, bevor ... eben.
Besteuerung von Energie statt Arbeit ist keine neue Idee. Energielenkungsabgaben ebenso. Solar auf Industriedächern generieren keine Einsprachen und sind rasch gemacht. Mit der gleichzeitigen Dachbegrünung win win.
Klimagerechtigkeit nicht vergessen.

Es gibt die Lösungen. Sie werden bisher verhindert weil einflussreiche Kreise wie Rohstofflieferanten und Stromkonzerne Verluste zu befürchten haben bei ihren satten Gewinnen.

Ach ja, noch eine alte Idee: Südafrika zahlte ihrem Energieriesen bereits in den Nullerjahren eine Prämie fürs Energiesparen der Bevölkerung.

1
/
0

Die Lösung wäre so einfach. Man verteuert den Strom, aber alles Geld, das durch den Mehrpreis des Stromes eingenommen wird, wird wieder gleichmässig an die Bevölkerung zurückverteilt. Dann bleibt bei denen, die wenig Strom brauchen, unter dem Strich mehr übrig, als sie ausgegeben haben und bei den Vielverbrauchern eben weniger. So einfach wäre das, sozial gerecht, stromsparend, kein Zwang, sondern für jeden transparent und dementsprechend kann sich jeder so verhalten, wie er will. Aber eben, gute Lösungen haben in der Schweiz momentan einen sehr schweren Stand, weil die Kompromissfähigkeit gleich null ist. Auf was warten wir eigentlich noch, bis wir reagieren?

10
/
0

Ralph Moser, vielen Dank, einem solchen Vorschlag würde ich in einer Abstimmung wohl zustimmen. Aber: das mit dem "sozial gerecht" stimmt nicht wirklich. Denn auch bei diesem Vorschlag kann, wer es sich leisten kann, immer noch nach Belieben Strom verbraten. Zwar muss in dem Fall mehr bezahlt werden, aber ansonsten gibt es kein Hindernis. Schon heute gilt, dass wer viel zahlen kann und will, deswegen nicht aufhört etwas zu tun, was eigentlich nicht getan werden sollte. Hingegen wer es sich nicht leisten kann, "spart" weiterhin Strom, vielleicht sogar mehr als früher, und bekommt sogar noch Geld dafür. Aber das ist erstens immer noch lange nicht gerecht (die Spiesse sind weiterhin total ungleich) und zweitens kann, wer es sich leisten kann und will, immer noch die Welt an die Wand fahren, ganz alleine, alle anderen haben dazu immer noch nichts zu sagen. Immerhin würden sie dafür etwas "entschädigt". Aber mehr bzw. echte "Gerechtigkeit" wäre immer noch nicht vorhanden.
Daher: ich würde Ihrem Vorschlag zustimmen, obwohl er systematisch nicht ganz aufgeht. Aber vermutlich kommen wir nicht darum herum, den Strom- und auch sonstigen Energieverbrauch schlicht und einfach mit Limiten und Rationierungen nach unten zu drücken, auf ein klimaverträgliches Niveau.
Variante: Wenn alle Rationen in ihrer Summe wirklich klimaverträglich sind (=obligatorische Bedingung!), dann dürften sie von mir aus auch gehandelt werden. So könnten Vielverbrauchende zusätzliche Rationen erwerben bei Wenigverbrauchenden. Denn egal ob alle zusammen oder jemand alleine: das Klima wäre nicht bedroht; und alle Inhaber:innen von solchen Verbrauchsrationen könnten souverän darüber befinden, ob sie sie selber aufbrauchen oder verkaufen oder verfallen lassen wollen. Das wäre klimaschonend und gleichzeitig gerecht.

0
/
0
· editiert

Antwort auf mich selber: auch mein Vorschlag ist eigentlich immer noch nicht ganz gerecht, denn wer in prekären Verhältnissen lebt und gerade Geld braucht, ist versucht Energie zu sparen, nur um sie verkaufen zu können. Wer diesen Druck nicht hat, ist in seinem Energiekonsum freier und kann u.U. sogar noch Energie hinzukaufen, nur um z.B. noch ein paar Runden mehr mit dem Motorboot zu fahren o.ä. Auch das ist nicht gerecht (Motorboot fahren, während andere darum kämpfen, ihren Kindern eine adäquate Ausbildung zu ermöglichen).
(Edit: zwei Tippfehler)

0
/
0

Bei dem Eifer, mit dem SBB Züge immer noch auf arktische Temperaturen gekühlt werden hat man das Gefühl, der Winter sei sogar schon da. Mein Fazit: Wenns für die Klimaanlage reicht, ist das mit dem Stromsparen wohl noch nicht so dringend.

3
/
0

Interessant: ausgerechnet jetzt, wo der kriegsstrategische Missbrauch eines AKW die Welt besorgt, ebenso die vielen AKW, die wegen der Erderhitzung Mühe haben mit ihrer Kühlung, ausgerechnet jetzt wird nach neuen AKW gerufen. Ist es so erstrebenswert, mit Kriegs- und Trockenheits-Wahrscheinlichkeiten Russisches Roulette zu spielen?

17
/
0
Märchentante*onkel
·

Nach neuen AKWs rufen vor allem die, die von den AKW-Betreibern dafür bezahlt werden.

13
/
0
ichfürchte...
·

Wieder mal eine super Titel-Setzung 🤗

6
/
0
· editiert

...vor allem, wenn man bedenkt dass der Winter in dieser Fantasy-Serie jahrelang dauerte, beziehungsweise man nicht wusste, wie lange er dauern würde.

4
/
0

Und es nicht nur der Winter an sich war, sondern auch weiss der Geier sonst noch für Kreaturen auf den Plan rief und entsprechende Migrationsströme verursacht hat. Insofern wirklich sehr passend.

0
/
0

Liebe Frau Imboden, hätten Sie nicht auch als weitere Ursache für die Strommangellage erwähnen sollen, dass Deutschland Ende 21 drei grosse KKW abgestellt hat? Deren Stromproduktion, die nun im System fehlt, war halt gerade im Winter besonders wichtig und eigtl unverzichtbar. Ein Riesenfehler. Die KKW wären jetzt sehr hilfreich - zumal es sich um vergleichsweise grosse, junge und technisch einwandfreie Werke handelte. Man bedenke: Nur schon ein mittleres KKW erzeugt so viel Strom wie 450 Gondosolar-Anlagen... Es ist , so scheint mir, auch mit die verfehlte Energiepolitik Deutschlands, das primär auf Denuklearisierung statt Dekarbonisierung setzte, welche die Energieprobleme in Mitteleuropa nun verschärft. Und die Umweltprobleme noch dazu. Schliesslich kommen nun wieder massiv Kohlekrafterke zum Einsatz. Und auch bei uns sollen jenste Diesel angeworfen werden - Luftreinhalteverordnung hin oder her. Der Natur- und Klimaschutz soll (wieder!) Konzessionen machen. Als ob die Natur inkl. Klima nicht schon mehr als genug belastet wäre.

4
/
7
Priscilla Imboden
Bundeshausredaktorin
·

Liebe Frau W., Sie haben Recht: man hätte noch einige Dinge zur Deutschen Energiepolitik der letzten Jahre sagen können, die das Problem nun verschärft, beispielsweise auch die starke Abhängigkeit vom russischen Gas. Aber ich habe mich auf die Schweizerische Energiepolitik konzentriert, da mir das schon komplex genug erscheint und weil die Schweiz das Problem mangels Zusammenarbeit mit der EU mehr oder weniger allein wird lösen müssen.

10
/
0

Liebe Frau W.,
Sie haben aber auch mitbekommen, dass die Betreiber genau dieser AKW's selber die notwendigen Investitionen in die Sicherheit als nicht mehr tragbar erachteten?

11
/
0

Ein Freund hat mir am Wochenende erzählt, dass gerade zum 2.Mal ein Bauantrag für Solarpanels auf seinem Dach abgelehnt wurde. Begründung (erneut): Ortsbildveränderung. Das Haus steht in der Kernzone, aber IN ZWEITER REIHE (also von der Strasse praktisch nicht sichtbar). Er hofft jetzt auf ein Gesetz im nächsten Jahr, um solche Installationen zu vereinfachen. Einem anderen Freund ist es ähnlich gegangen, dort geht es um eine Dachfläche, die von keiner Strasse aus sichtbar ist, aber das Haus geniesst wohl Denkmalschutz.

In Basel hatte die Lonza mal für ihr spezielles Gebäude mit einer riesigen Fläche gegen Süden Pläne für eine PV-Anlage geäussert und wurde von der "Stadtbildkommission" ausgebremst. Immerhin hat da dann der Regierungsrat diese Kommission zurückgepfiffen.

Wenn ich sowas höre denke ich immer: die zuständigen Behörden agieren immer noch wie vor 30 Jahren und berufen sich auf Argumente, die einfach so nicht mehr relevant sein dürften. Da gibt es noch extrem viel Potential, und es muss schnell etwas passieren.

34
/
0

Da gibts zwei Wege:

  1. Öffentlichkeit suchen und maximal viel Krawall veranstalten.

  2. Beschwerde weiterziehen an nächsthöhere Instanz, wenn nötig bis vor Bundesgericht. Vorzugsweise kombiniert mit Punkt 1) :)

Ist natürlich aufwendig und mühsam und wird deshalb kaum jemand machen, leider...

0
/
0
"Physiker"
·

Das Potential an nicht geschützten Dächern ist jedoch sehr viel grösser.

4
/
0

Vermutlich schon. Aber warum jemanden, der ein pseudo-geschütztes Dach hat, der "willig" ist das zu tun stoppen?

Ich sehe keinen Grund, warum ein nicht einsehbares Dach keine Genehmigung bekommt. Auch auch die "Ortsbildregeln" zum Typ des einzusetzenden Ziegels halte ich für total unsinnig, insbesondere, wenn das Haus in der zweiten Reihe steht.

Das kommt mir vor wie die Windräder, die angeblich das Panorama verschandeln, aber nebenan Skilifte nicht. Das sind vorgeschobene Gründe.

21
/
1

Wenn im Winter alle sparen müssen, sitzt der Gutverdiener im Minergiehaus mit Fenster nach Süden in einer kuscheligen Wohnung. Die ganzen Leute mit Einfamilienhaus brüsten sich, wie toll sie Strom sparen können, weil sie diese oder jene Anlage installiert haben. Und in der Zwischenzeit sitzen Geringverdiener, die die steigenden Strompreise am meisten treffen, in schlecht isolierten Plattenbauten und werden dazu aufgefordert, zu frieren. In Deutschland werden jetzt die Mindesttemperaturen in Mietwohnungen ausgesetzt. Wer also vorher schon die Stromrechnung nicht zahlen konnte, hat nun Anreize und Möglichkeit, auf Aussentemperatur zu heizen. Das Risiko von Schimmelbefall tragen dann natürlich auch die Mieter.
Wenigstens darf man in der Kommentarspalte der Republik nachlesen, wie sehr wir alle über unsere Verhältnisse leben - das hält bestimmt warm.

Stromsparen - meinetwegen. Aber jedes Mal, wenn ich was von Solidarität lese, könnte ich kotzen.

9
/
3
· editiert

Den Reichen geht es immer besser. Das ist eine historische Konstante. Aber ich würde frieren im heutigen Westeuropa nicht (mehr) mit Armut in Verbindung bringen. Das was Sie mit 'frieren' beschreiben, war noch vor nicht allzulanger Zeit einfach Normaltemperatur im Winter. Sie machen Ferien in einem alten Stadel auf einer Walliser Alp? Heizen mit Holz? Voila, sie frieren proportional zum Abstand vom Giltsteinofen. Ich glaube nicht, dass mehr als das verlangt wird von uns im Winter. Eher weniger. Von den Armen und den Reichen. Letztere haben den Nachteil, mehr und grössere Räume heizen zu müssen, Minergie hin oder her. Sorgen muss man sich sicher trotzdem nicht um sie machen.

Aber für exorbitante Nebenkostenabrechnungen sollten schon Lösungen gefunden werden. Gutscheine für Prämienverbilligungsbezüger oder ähnliches. Die FDP war ja im Frühling schon an einer Benzinpreisbremse dran. Konsequenterweise müsste sie sich unterdessen einer Strompreisbremse annehmen.

4
/
1

Wenn jeder Familienhaushalt, der für das Trocknen der Wäsche einen Trockner benutzt, auf diesen verzichtet, kann bis zu 50% des Stroms gespart werden. Unsere Erfahrung mit der Mietwohnung: Wir hatten bei Einzug zuvor noch nie einen Trockner benutzt und hatten dann im Gegensatz zu den Vormietern 50% weniger Stromkosten. Inzwischen. Trocknen wir nur Handtücher - die werden sonst brettsteif.

Ich habe schon oft gedacht, dass das ein Komfort wäre, auf den leicht verzichtet werden könnte „ohne einen Handstand machen zu müssen“.

In der Schweiz ein unterschätztes Sparpotential.

18
/
0

Können Sie bitte zeigen, wie Sie ausgerechnet haben, dass alkein der Verzicht auf Tumbler 50% des Schweizer Strombedarfs einsparen würde? Für mich tönt das sehr unwahrscheinlich.

3
/
0

Die Stromrechnung betrug die Hälfte bei bei ca gleichermaßen restlichen Bedingungen. Ich habe deshalb geschrieben „bis zu 50 %“

1
/
0
· editiert

Die ganze Sache ist (auf Privathaushalte konzentriert) ein absolutes non-Problem. Die Gesellschaft würde gesünder, wenn weniger geheizt und mehr kalt geduscht und früher ins Bett gegangen würde!

21
/
4

Hier wird viel über Bäume geredet, die CO2-Senken sind und auch viel darüber, wie alt die Bäume sein müssen, damit das funktioniert.
Vor langer Zeit habe ich in der Schule gelernt, dass alle Pflanzen, die 'grün' sind, CO2-Senken sind:
Der Vorgang heisst Photosynthese (Photosynthesis (englisch tönt man immer ein bisschen 'smarter').

Die chemische Reaktion lautet vereinfacht:

CO2 + 2 x H2O + 'Licht' -> CH2O + O2 + H2O

Die rechte Seite liefert Sauerstoff und 'baut' die Pflanzen (das CH2O).
Ohne die Photosynthese wäre uns der Sauerstoff schon lange ausgegangen (geatmet oder verbrannt).

Dh. alle 'grünen' Pflanzen sind CO2-Senken, nicht nur die grossen Bäume.

2
/
1

Wie schon andere geschrieben haben, wird ein Teil der Kohlenwasserstoffe schlicht auch wie bei Menschen durch die Pflanzen wieder verbrannt - die brauchen ja auch Energie zum Leben. Der längerfristig verbleibende Teil dürfte in Ligninen oder ähnlichem gebunden sein.
Die Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Lignin schätzt etwa 20 Milliarden Tonnen pro Jahr.

Ein Teil davon wird wieder verrotten, echte Senken sind eigentlich nur diejenigen Biomassen, die nach dem Absterben nicht an der Luft sind, also vereinfacht irgendwo unter Wasser. Kurzfristig kann natürlich auch mehr lebende Biomasse (sprich Wälder, Moore) mehr Kohlenstoff binden.

Dann gibt es aber noch andere Treibhausgase wie Methan oder Lachgas, bei denen Kreisläufe anders funktionieren und andere Umweltbelastungen (bspw. Wasserverbrauch bei Naturfasern). CO2 ist einfach der Dollar der Treibhausgase, weil man irgendetwas braucht, um verschiedene Umweltbelastungen in Bezug auf Klima miteinander zu vergleichen.

8
/
0

Ja, aber wie viel wird versenkt und für wie lang? Der Rasen vor meinem Haus ist auch grün (wenn nicht grad Hitzewelle ist), aber wird nach ein paar Wochen geschnitten, die Biomasse verwertet, und das CO2 wieder freigesetzt. Ein Baum kann Jahrhunderte überdauern, und sein Holz bei fachgerechter Lagerung (zum Beispiel als Baumaterial in Gebäuden) weitere Jahrhunderte.

Und natürlich ist es so, dass ein alter Baum grösser ist als junger, und auch mehr Blätter hat. Der dichte Wald bindet mehr CO2 als der lichte Wald.

4
/
0

Kennen Sie denn die Zahlen? Wieviel CO2 bindet denn ein Nutzwald mit vorwiegend gesunden Bäumen und wieviel bindet der Naturwald mit mehrheitlich alten und modernden Bäumen?

0
/
0

Wollen wir so weiterleben wie heute? Hoffentlich nicht!

12
/
2

Steht eigentlich auch eine künstliche Erhöhung der Strompreise zur Diskussion? Mit einer temporären Steuer wäre das doch eine marktkonforme Lösung, eine elegante liberale Lösung. Die Preise müssten so hoch sein, dass alle nur noch die nötigsten Verbraucher einschalten. Sozial wäre das nicht. Aber es geht ja nur um eine kurze Zeit.

12
/
6

Ein Verbot vom Mengenrabatten würde reichen. Jeder Anbieter wäre frei seinen Strompreis selber fest zu legen, müsste diesen dann aber ALLEN Verbrauchern anbieten. Null Aufwand, sehr sozial, sehr effizient.

0
/
0

Man kann es durchaus sozial getalten. Man erhöht die Mehrwertsteuer und gibt es pro Kopf zurück. Wer viel Strom braucht zahlt viel und wer wenig Strom braucht macht sogar Gewinn. Im übrigen nimmt der Bund durch die gestiegenen Energiepreise über die Mehrwertsteuer wesentlich mehr ein. Grob geschätzt 5 Millarden pro Jahr. Das ist mehr als die erwartetewn hören Erträge durch die Erhöung des Frauenrentenalters und die Erhöhung der Mehrwertsteuer bei der kommenden Abstimmung im September.

9
/
0

Die künstliche Erhöhung ist ein Zwang nichts von liberal denke ich

0
/
2

Liberal ist es nicht, da haben Sie Recht. Aber marktkonform.

4
/
0
· editiert

Wenn wir den Preis noch an das Einkommen des Verbrauchers koppeln, wäre ich dafür.

12
/
1

Oder, wie bei Krankenkassenprämien, eine (pauschale) Verbilligung basierend auf dem Einkommen. Das ist ein Prozess, der bereits existiert, die Formulare gibt es und wer jetzt Krankenkassenprämienverbilligung bekommt, wäre dann auch gleich für die "Stromkostenverbilligung" qualifiziert.

6
/
0
Ingenieur
·

Besser wäre, die Zusatzeinnahmen pro Kopf zurückzuverteilen. Dann wäre es sozial, würde arme Haushalte sogar günstiger kommen und trotzdem wären sie gewillt zu sparen, da sie zusätzlich profitieren, wenn sie wenig verbrauchen.

39
/
0

Oder ab einer gewissen Menge (pro Haushalt) mit exponentiellem Preisanstieg. Das wäre sowieso überfällig - unabhängig von einer Strommangellage.

12
/
1

So etwas ähnliches (billigerer Preis für eine bestimmte Menge) ist hier in Québec umgesetzt. Hier gibt es einen monopolistischen Versorger.
Allerdings sollten wir nicht eine Fehüberlegung aus den 80ern wiederholen: Wenn der Verbrauch eines knappen Gutes subventioniert wird, steigt der Verbrauch. Wenn Bahn billiger ist, wird mehr Bahn gebraucht - aber der Effekt auf den Strassenverkehr war beispielsweise bei der Zürcher S-Bahn vernachlässigbar. Insgesamt wurde einfach mehr Mobilität konsumiert. Es ist also nicht einfach, kleineren Einkommen genügend Energie zur Verfügung zu stellen, ohne insgesamt einen Verbrauchsanstieg zu subventionieren.

0
/
0

Wie funktioniert denn Klimaneutralen Diesel? Habe ich etwas verpasst?

10
/
0

Es gibt die Möglichkeit aus den Reststoffen der Lebensmittelproduktion, aus gebrauchten Speiseöl (Friteusen) usw. synthetischen Diesel herzustellen. Dieser Diesel sollte primär genutzt werden zu Deckung der Resudallast (Strom der gebraucht wird wenn keine Sonne scheint und kein Wind bläst) und keinesfalls als Treibstoff oder gar zum Heizen.

2
/
0

Und das wäre klimaneutral? Das Öl muss doch auch erst aufwändig eingesammelt und verarbeitet werden. Erst wenn all diese vielen Transport- und Prozessschritte mit CO2-frei laufen und die Geräte dazu klimafreundlich hergestellt wurden, kann das gegen klimaneutral gehen. Davon sind wir weit entfernt. Deswegen ist die CO2-Bilanz bei Strom aus Biomüll auch mit rund 200g/kWh die schlechteste aller erneuerbaren Energien. Gerade klimaneutrales Biogas... ein schlechter Werbescherz, dem wieder mal alle aufsitzen.

2
/
1

Aha. Meinen Sie z.B. das klimaneutrale Diesel vom Familienunternehmen Zieglmeier? Ich habe bei meinem Beitrag das Projekt von Synhelion gemeint. Das ist wohl aber noch nicht so ausgereift, dass es für den normalen Verbraucher zur Anwendung kommt. Dort kommt die Energie für die Treibstoffherstellung aus Sonnenenergie. Ich weiss nicht ob das bei Zieglmeier auch der Fall ist, es scheint aber eine wirklich coole Sache zu sein.

1
/
0

Da werden negative CO2 Emissionen verwendet, um daraus mittels Sonnenenergie nachhaltigen Treibstoff herzustellen. In der Sunme hat man dann tatsächlich viel weniger CO2 ausgestossen. Könnte meiner Meinung nach Potenzial haben als Energiespeicher.

Hier ist ein sehr informatives und sachliches Video dazu.

5
/
0

Danke Wie gesagt, es sollte nur zur Deckung deer Residuallast eingesetzt werden und ersetz nicht die Massnahme Strom zu entschwenden.

1
/
0

Danke für den Video-Link - so hab sogar ich verstanden, worum es geht :-)

2
/
0

Vermutlich bezahlt man irgendwen, der behauptet, die durch den Diesel verursachte C02 Belastung durch irgend eine CO2 bindende Aktivität zu kompensieren. Zum Beispiel Bäume zu pflanzen wo es länger keine mehr gab (warum denn?). Ob man damit heute eine Aktivität verbucht, die erst im Laufe der Jahre die versprochene Wirkung haben kann, da blicke ich nicht mehr durch.

Kein Geld bekommt aber meines Wissens aus dem Topf, wer in der Schweiz jahrelang einen Wald ziemlich nachhaltig bewirtschaftet hat.

6
/
0

Das Problem: Die grossen Stromproduzenten der Schweiz wie Alpiq, axpo, Repower haben wenig kleine Endkunden. Daher verkaufen sie ihren kostengünstigen CH-Strom zu sensationellen Preisen an den Markt. Die vielen grossen und kleinen Endkunden-Versorger wie AEW, SAK, Primeo haben wenig eigene Produktion, daher müssen sie ihren Strombedarf zu exorbitanten Preisen vom Markt kaufen. Und wir Endkunden müssen deshalb massive Tariferhöhungen hinnehmen. Die Lösung: Die Produzenten werden gesetzlich verpflichtet, ihre CH-Produktion in erster Priorität zu kostendeckenden Preisen den schweizerischen Versorgern anzubieten. Die Folge: Die Produzenten haben kostendeckende Einnahmen, die Versorger verkraftbare Beschaffungskosten, die Endkonsumenten stabile Tarife, und nur der sehr kleine Ueberschuss/Fehlbetrag muss über den extrem schwankenden Markt abgedeckt werden. Voraussetzung dafür: Die Liberalisierung des Strommarktes wird (vorübergehend ?) ausser Kraft gesetzt.

37
/
0
Priscilla Imboden
Bundeshausredaktorin
·

Sehr geehrter Herr Baumgartner, ich würde dem Thema, das sie aufwerfen, gerne vertiefter nachgehen. Könnten Sie mir allenfalls Ihre Kontaktinfo schicken für ein paar weitere Fragen? Priscilla.imboden@republik.ch Danke!

2
/
0

Insbesondere von Primeo weiss ich, dass die in den letzten Jahrzenten massiv in Solar- und Windparks im Ausland investiert haben.

Dumm nur, wenn sie aufgrund des geplatzten Rahmenabkommens mit der EU (woran nicht die "links-grünen", sondern primär die SVP wohl die Hauptschuld trägt - also genau die, die jetzt rumwettern) den dort produzierten Strom ab 2024 nicht mehr importieren können.

2
/
0

Es geht nicht darum ! Im Rahmen der sog. Liberalisierung sind die traditionellen langfristig ausgerichteten, kostenbasierten Liefer-/Bezugsbeziehungen zwischen Produzenten und Verteilern zerschlagen worden. Verkäufe und Käufe müssen jetzt über den ‚Markt‘ gehen. Als Folge davon sind die extremen , fossil geprägten Preisschwankungen des ‚Marktes‘ sehr gewichtig in das Geschäftsmodell der Schweizer Stromversorgung eingedrungen, obwohl 90 % der CH-Stromerzeugung seit Jahren stabile Kosten aufweist. Ohne diesen Zwang, über den ‚Markt‘ zu gehen, wären die CH-Tarife nach wie vor sehr stabil.

1
/
0

Die Überlegung ist grundsätzlich richtig. Das ganze wird auch heute schon in der Schweiz so praktiziert, da die Stromversorger mehrheitlich den Kantonen und den Gemeinden gehören. Die Probleme liegen bei Alpiq, Axpo Repower und der BKW jeweils etwas anders. Alpiq hat viel zu viel verkauft zu tiefen Preisen und nicht die entsprechenden Mengen eingekauft. Sie haben sich schlicht verspekuliert. Weshalb Sommaruga solche Zocker auch noch belohnen will, ist nicht nachvollziehbar. Bei der Axpo liegt es etwas anders. Sie haben sich mit zu wenig Winterstrom eingedeckt. Den sie nun extrem teuer importieren müssen. Das führt zu stark steigenden Strompreisen. Andersseits verdienen sie durch Sommerstromüberschüsse zur Zeit in einem nie dagesenen Ausmass. Wie stark die Preise tatsächlich steigen wir sich in den komenden Monaten zeigen und je nach Versorger voraussichtlich stark schwanken.. Bei der BKW sieht es tendenziell gleich aus wie bei der Axpo. Bei RePowert kenne ich die Zahlen nicht. Die richtige Massnahme ist jedoch die Strompreise durch Lenkungsabagben zu erhöhen oder hoch zu halten und die Einnahmen pro Kopf zurück zu verteilen. Damit fördern wir das Entschwenden, erhöhen die Versorgungssicherheit und schaffen mehr Gerechtigkeit.

7
/
0
Mensch
·

Danke für die wertvolle Info. Das wusste ich nicht.

3
/
0

Die SVP will im Energienotstand alle möglichen Massnahmen schnellstmöglich umsetzen. Da bin ich gespannt. Weit schneller als ein AKW gingen Windkraftprojekte, z.B.
https://www.ee-news.ch/de/article/48713
Wieso soll es Jahre dauern, bis gebaut werden darf? Ohne politischen Gegenwind ginge es schneller.

Anderseits würde es mich interessieren, wie bei einer Strommangellange konkret vorgegangen wird. Bevor wirklich die Lichter ausgehen, können wohl viele grössere Verbraucher - Elektroboiler und Wärmepumpen - über das Rundsteuersignal einfach nicht freigeben werden, richtig? (Hei, zum Glück haben wir eine Holzpellet-Heizung; den Wärmepumpen-Hype fand ich noch nie wirklich vielversprechend.)

3
/
3

Auch die Holzpelletheizung wird nicht ohne Strom laufen.

3
/
0

Holz als Brennstoff ist auch nicht ohne: steht nicht unbegrenzt zur Verfügung und gerade kleine und mittelgrosse Anlagen emittieren bedenkliche Mengen an Feinstaub. Ziemlich ungesund.

11
/
2
Priscilla Imboden
Bundeshausredaktorin
·

Wenn ich richtig informiert bin ist es nicht möglich, einzelne grössere Verbraucher in den privaten Haushalten zentral gesteuert vom Netz zu nehmen. Das wäre zwar technologisch via Smart Meter möglich, wurde aber so nicht installiert. Die Stromversorger könnten individuell nur Grosskunden, die direkt versorgt werden, abhängen, wie etwa Stahlwerke oder Papierfabriken. Deshalb ist für den Notfall die sehr grobe Massnahme der rollenden Netzabschaltungen vorgesehen, wobei dann gar kein Strom mehr fliesst. Hier eine Übersicht: https://www.ostral.ch/system/files/…enkung.pdf

6
/
0

Also zumindest Primeo Energie bietet einen Stromtarif für Nutzer von Elektrofahrzeugen, der rund-um-die-Uhr günstiger als Nachtstrom ist, aber als Voraussetzung hat, dass die dazugehörige Wallbox "abgeworfen" werden kann. Dafür braucht es einen eigenen Zähler, das ist unabhängig vom Haushalt. Die Technik und die Infrastruktur ist also wohl schon da. Ist nur von der Installation her im Normalfall so teuer, dass es auch über 10+ Jahre finanziell nicht lohnt.

In Deutschland war im letzten Jahr die staatliche Subventionierung von Wallboxen ebenfalls an die Möglichkeit gebunden, diese bei Mangellage abwerfen zu können.

2
/
0
Verband Tel143 - Die Dargebotene Hand
·

Das mit den sehr groben Massnahmen stimmt auch für sogenannt "systemrelevante" Institutionen. Hier die Antwort der Ostral auf meine Anfrage, wer bei einer Strommangellage noch Strom bekommt (Spoiler: es geht wieder mal um Eigenverantwortung):

Betreff: Ihre Anfrage betreffend OSTRAL vom 21.07.2022

Sehr geehrte Frau B.

Besten Dank für Ihre Anfrage betreffend OSTRAL. Ich kann Ihnen die dazu die folgenden Informationen weitergeben:

Ziel von Verbrauchseinschränkungen und Kontingentierungen von Grossverbrauchern ist es, Angebot und Verbrauch auf reduziertem Niveau ins Gleichgewicht zu bringen, damit es nicht zu Netzabschaltungen kommen muss. Diese hätten für ALLE, Bevölkerung und Wirtschaft, massiv höhere Konsequenzen als die vorangehenden Massnahmen.
Betreiber kritischer Infrastrukturen wie auch grundversorgungsrelevante Verbraucher werden grundsätzlich gleich behandelt wie Grossverbraucher, die nicht zu einer dieser Gruppen gehören. Situationsabhängig können bestimmte grundversorgungsrelevante Verbraucher teilweise oder ganz von Bewirtschaftungsmassnahmen ausgenommen werden. Diese Beurteilung ist aber nur in der konkreten Krisensituation möglich. Entsprechend sind auch Betreiber kritischer Infrastrukturen und versorgungsrelevante Unternehmen angehalten, ihr Energiesparpotenzial im Falle einer Strommangellage auszuschöpfen.
Im Falle von Netzabschaltungen sind Ausnahmen aufgrund der technischen Rahmenbedingungen (Anschluss ans Stromnetz, Netztopologie) nur in Einzelfällen möglich. Die Information der im Einzelfall betroffenen Kunden erfolgt durch die Netzbetreiber.

Empfehlen würde ich Ihnen, mit Ihrem Telecom-Anbieter Kontakt aufzunehmen und abzuklären, ob bspw. eine Handy-Umleitung eine dankbare Möglichkeit wäre.

Freundliche Grüsse,
Susanne Weidmann

0
/
0
Ingenieur
·

Boiler, Wärmepumpen und Waschmaschinen werden nach wie vor über Rundsteuersignale gesperrt oder freigegen. Das wird seit Jahrzehnten so gemacht und braucht sicher keine Smartmeter. Das die Sperrungen immer seltener geschaltet werden, hat mit dem immer grösseren PV-Stromangebot während dem Tag zu tun.

6
/
0
"Physiker"
·
· editiert

Bei uns ist immer noch die Fernsteuerung installiert. Sie hat 3 Schalter für Tag/Nacht oder eine frühere Waschmaschine, für eine frühere Elektrospeicherheizung und einem früheren Elektroboiler, je ein paar Kilowatt. Zumindest dies ist pro Haus möglich, wo vorhanden, auch ohne Smart Meter.

3
/
0

Es jammert in Schaffhausen
"Rolf Tanner sagt mit Blick auf die kommenden Monate: «Die exportierende Industrie droht einzugehen.»" wegen seiner langen Problemliste.
Das zerrüttete Verhältnis zur EU fehlt auf seiner Liste. Hatte denn Blocher am 1, August dort keine guten Vorschläge?

21
/
1

Wer ist Herr Blocher?

2
/
0

Der abgewählte Alt Bundesrat, der in Schaffhausen seine 1. August Rede halten durfte, wo er sicher viele, gute, konkrete Vorschläge an den Mann bringen konnte. Ich hab von der Rede nur ganz wenig mitbekommen, um mich nicht zu deprimieren.

0
/
0
Meeresbiologe, Fotograf
·
· editiert

Bei Energieschweiz kann man sich das Sonnenenergie-Potenzial von Schweizer Gemeinden berechnen lassen. Es ist gigantisch!

Das Solarstrom-Potenzial meiner Wohngemeinde beträgt demnach 23.87 gWh pro Jahr. Um das einordnen zu können: Ein typischer Vier-Personen-Haushalt verbraucht pro Jahr rund 4500 kWh oder 0.0045 gWh Strom. Meine Gemeinde könnte Strom für gut 5000 Familien erzeugen. In der Gemeinde leben gerade mal gut 4000 Menschen.

Nun sagen wir wieder einmal: Hätten wird doch nur früher beherzt gehandelt.

56
/
1
Hans Knaus
Treuhandunternehmer
·

Sie reden vom Potential. Wie bringen Sie Produktion und Verbrauch ins Gleichgewicht?

0
/
0
Meeresbiologe, Fotograf
·

Vorweg: Die Sonne ist die Primärenergie allen Lebens auf der Erde. Selbst Wasserkraft ist ursprünglich Sonnenenergie. Der Energiebedarf der Menschheit kann locker mit Sonnenenergie gestillt werden. Wenn wir das noch nicht so schaffen, wie wir es gern hätten, haben wir eben noch nicht genug nachgedacht.

Zu Ihrer Frage: Die kurze Antwort lautet: Mit Zwischenspeichern und intelligenten Energienetzen.

In der Biologie wird überschüssige Energie chemisch in organischen Molekülen gespeichert. Dem Menschen stehen zudem anorganische chemische Speicher zu Verfügung. Verschiedene Batterien und elektrolytisch gewonnener Wasserstoff. Solarwärme kann in Boilern gespeichert werden.

Da jede Form von Energiespeicherung mit Energieverlusten einhergeht, wären intelligente Stromnetze gut. Wenn viel Solarstrom anfällt, wird die Produktion anderer Stromgeneratoren gedrosselt und umgekehrt.

«Auf Dächern und Fassaden der Schweiz könnten 67 Terawattstunden, respektive 110% des heutigen jährlichen Strombedarfs mit Photovoltaik erzeugt werden.» Quelle: Swissolar. Zusammen mit der bereits bestehenden Wasserkraft kämen wir auf 180 %.

1
/
0

Angaben von Jahresproduktionen helfen uns nicht weiter, weil der Strom im Winter fehlt und wir im Sommer schon genug haben. Und PV liefert leider kaum im Winter. Solange wir also nicht im Grossmassstab ökologisch und ökonomisch veträglich speichern können, fehlt diesen 4000-5000 Haushalten weiterhin der Strom dann, wenn sie ihn wirklich brauchen.

0
/
1

Jetz müssen wir nur noch einen Öltank finden in den wir den Photvoltaik Strom rein stecken können und an kalten trüben Wochentagen wieder herauszaubern.

3
/
2

Die Technik ist da. Nennt sich Batterie. Wird beispielsweise in Australien bereits im grossen Stil umgesetzt.
Und dann gibt es da noch eine Technik, die ich noch nicht so richtig verstanden habe über die Erzeugung von Eis und dem nachfolgendem Schmelzvorgang, insbesondere wohl sinnvoll für Platz, der durch entfallende Öltanks entsteht.

Und je nach Überschuss wird auch an der Herstellung von Wasserstoff geforscht, der dann in einer Bedarfslage via industriellen Brennstoffzellen wieder eingespeist wird. Das ist zwar sehr ineffizient, aber bevor Windkraftanlagen abgeschaltet werden, weil der erzeugte Strom nicht abgenommen werden kann, wäre das vielleicht eine Variante, könnte ich mir vorstellen.

2
/
0

Wie wäre es mit Stauseen wieder auffüllen?

2
/
0
· editiert

'ist wieder die bekannte Kakophonie der Politik und Verbände. Die einen schieben die Schuld zu den anderen. Magdalena Blocher zielt auf die Grünen und die Grünen auf die Hellgrünen und wer ein Solardach wollte schon vor Jahren, konnte nicht, weil da auch noch Störche sind. Manchmal. Oder passt nicht zur Dachschräge des Hauses des Nachbarn. Sagt die Denkmalpflege. Die gewachsene Einheit der architektonischen Schaulage werde geritzt. Das Hochhaus in Sichtweite aber ist der Denkmalpflege schnuppe. Die verdichteten Wohnkuben ebenfalls. Skilifte und Bergbahnen zerstören Alpenwelt, aber Windräder dort nein danke. Und Solarzellen auch nicht. Und mit der EU geht auch nicht wegem Blocher, Chiesa und Matter. Man darf nicht einknicken. Lieber frieren im Winter. Die einen jedenfalls. Die andern bezahlen dreifache Strompreise aus der Portokasse. Und für die vierten die Staumauern erhöhen. Geht nicht, weil das flutet Paarungsorte der Gämsen. Sagt die Stiftung für Gamsschutz.

45
/
0

Versuchen wir es doch einfach mit Stromentschwenden.

3
/
0

Ich habe gerade das Bild von ertrinkenden Gämsen vor Augen, die sich unter Wasser paaren wollen. Oder von enthaltsam lebenden Gämsen, die nicht ertrinken wollen. Sich auf der Staumauer zu paaren ist ja regulatorisch nicht erlaubt in der Schweiz…

30
/
0

Wir könnten auch im Wallis alle Alpentäler überschwemmen oder gleich das ganze Wallis einstauen. Dann hätten wir die Schafs und Wolfprobleme auch gleich gelöst. Und Sprachprobleme mit diesen Wallisern hätten wir auch nicht mehr.

5
/
0

Die gesamte Natur, in und von der wir Leben, funktioniert nur in einem Kreislauf. Länder- oder Sprachgrenzen spielen dabei keine Rolle. Wie kann da ein Staat auf die Idee kommen, zu meinen, dass man im Bereich Energie oder Ernährungssicherung autark sein kann?
Mich macht diese Hilflosigkeit auf zu vielen Seiten mittlerweile fast sprachlos! Jahrelang wurde der Ausbau erneuerbarer Energien vertrödelt, weil es „nicht wirtschaftlich“ ist.
Kein einziges Auto ist wirtschaftlich, trotzdem besitzen sehr viele Menschen eines.
Auf jedes Dach gehört eine Solaranlage! Diskutiert werden muss nur, wie die so gewonnene Energie gespeichert werden kann, vllt sogar länderübergreifend.
Wir könnten all diese Krisen nutzen, um auf gute, neue Wege zu gelangen. Stattdessen droht ein Winter, in dem rundrum mit Holz geheizt werden wird, noch mehr CO2, noch mehr Klimaschaden…

21
/
1

Ja wenn bloss dieses saublöde Speicherproblem nicht wäre. Wir könnte auch versuchen die Erdachse senkrecht zu stellen, dann würde zumindest in Sommer und Winter die Sonne jeden Tag gleich lang scheinen, wir hätten keinen Winter. Warum ost Elon Mask bloss noch nicht auf diese Idee gekommen.

4
/
1

Muss er ja nicht. Er lebt ja bald auf dem Mars.

2
/
0

Und noch mehr Feinstaub (dabei haben wir schon genug davon von den Autos - auch in Form von Reifenabrieb, auch der Elektroautos)!

5
/
0

Da muss man schon differenzieren: Der in Städten diskutierte für die Atmung gefährliche Feinstaub kommt nicht durch Reifenabrieb, sondern von der Verbrennung von Diesel (und in geringerem Masse von Benzinern).

Reifenabrieb ist auch ein Problem, die Partikel sind aber viel grösser und "lediglich" ein Problem für das Grundwasser. Darum gibt es immer mehr entsprechende Regenwasser-Reinigungsanlage entlang der Autobahnen.
-> https://www.srf.ch/sendungen/autoba…r-autobahn

Der Feinstaub durch die Bremsanlagen gilt auch nicht als atmungsgefährlicher Feinstaub und entsteht bei Elektroautos in sehr viel geringerem Masse.

0
/
0

Heizen mit Energieholz ist CO2 neutral, bitte beachten.

9
/
12

Wir haben leider etwas zu wenig.

2
/
0
· editiert

Zum wiederholten Male: diese Aussage ist nicht haltbar.

  1. CO₂-Neutralität würde bedeuten, es wächst genausoviel Holz nach, wie geschlagen wird. Es können aber nur 1:1 junge Bäume gepflanzt werden, die jahrzehntealte Bäume ersetzen. Junge Bäume speichern aber nur einen Bruchteil CO₂ der alten Bäume. Neutralität gäbe es nur, wenn die Ersatzbäume schon seit Jahrzehnten wachsen würden. Dann müsste es aber unangetastete Ersatzwälder geben (die es selbstverständlich nicht gibt). Man denke an Brot, dass aus dem Backofen genommen und gegessen wird. Als Ersatz sät man Weizen aus. Bis aus der Saat ein fertiges Brot wird, vergeht ein Jahr. Was isst man in der Zwischenzeit und ist das weizenneutral?

  2. Zum Heizen wird seit einigen Jahren Holz importiert, das hauptsächlich aus osteuropäischen Urwäldern stammt, die dadurch unwiederbringlich geplündert werden. Das Märchen vom Schweizer Bergwald, aus dem nur Reste verheizt werden, ist, was es ist: ein Märchen.

  3. Ausser in grossen Fernwärmeanlagen mit Industrielevel-Abgasreinigung ist die Holzverbrennung die grösste Dreckschleuder und ein Rückfall in vorindustrielle Zeiten. Es ist allabendlich in Siedlungsgebieten zu riechen. Und was man riecht, ist zu viel Feinstaub. Das "Holzofengate" ist mittlerweile grösser als das "Dieselgate".

23
/
4

Es fliessen noch 20% steht im Artikel… warum füllen sich dann die Speicher in Deutschland? Das muss mir einer erklären. Ich hab eine Knopf in der Leitung. Füllen kann man nur wenns mehr als genug hat.

1
/
0

Wir haben diese Jahr sehr früh die Speicher gefüllt, als Folge der extremen Gletscherschmelze. Wir dürfen sie jetz tnoch nicht komplett füllen. Da diese auch dem Hochwasserschutz dienen. Deutschland und Frankreich haben keine Stromspeicher sie benötigen diesen Strom dringend und die Betreiber der Kraftwerke verdienen zu Zeit Geld in einer nie dagewesen Höhe.

0
/
0

Ich rede von den Gasspeichern

0
/
0

«Die Mensch­heit muss toleranter werden für Neuerungen. Auch wenn sie unbequem sind und Wind­räder Geräusche machen oder Vögel gefährden.»

Dem zweiten Satz möchte ich folgende Argumente hinzufügen:

Ich lese gerade "NoNonsense Renewable Energy" (ISBN 978-1-78026-243-7).
Dort begegnete ich folgender Tabelle (Figure 8.3):

Average bird deaths per GWh generated:
Solar PV: negligible
Wind (onshore and offshore): 0.3
CSP: 0.6
Nuclear plant: 0.6
Fossil-fuelled power station: 9.4

Falls diese Zahlen stimmen sollten, wir das Vogelargument als nichtig betrachten.

In Vergangenheit habe ich oft "Verwüstung der Natur" als Argument gegen Windkraft gehört. Das ist vielleicht etwas subjektiver, aber ich finde Windräder wesentlich ästhetischer als Kernkraftwerke, Kohleminen, Raffinerien, Bohrtürme etc.

Generell scheint hier das Problem: Wir sind sehr sensibel für Veränderungen vor unserer Haustür. Auch wenn die noch so klein sind. Das ist auch okay. Aber wir müssen uns bewusst sein, dass die Alternative ein vermutlich grosser Eingriff irgendwo anders auf der Welt ist (Rohstoffabbau, Waldrodung, Vertreibung und Unterdrückung der lokalen Bevölkerung, ...). Das kann ja kaum die Lösung sein.

Also ja, besonders der reiche Teil der Mensch­heit muss toleranter werden für Neuerungen vor der eigenen Haustür.

39
/
0

Das Vogelargument ist Kokolores. Wenn das Vorgelsterben tatsächlich interessieren würde und nicht nur Stimmungsmache gegen Windräder wäre, müsste man zuallererst grossflächige Fensterscheiben verbieten. Es sterben jährlich Abemillionen Vögel, weil sie gegen Scheiben fliegen. Allein der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) schätzt, "dass auf diese Weise jährlich wohl über 100 Millionen Vögel in Deutschland umkommen." Birdlife Schweiz erklärt: "Hunderttausende von Vögeln kommen allein in unserem Land jedes Jahr um, weil sie mit Glas kollidieren. Wollte man wirklich Vögel retten, wäre es vordringlicher dort etwas zu tun, wo sie wirklich massenhaft sterben, statt dort, wo ab und zu ein Vogel vom Windrad erschlagen wird (was auch nicht schön ist, aber jede Art der Energie-Erzeugung hat leider auch Nebenwirkungen - und man nicht seinen Arzt oder Apotheker fragen)

26
/
0

Das stimmt so in einer sehr allgemeinen Betrachtungsweise - heisst, wenn alle Vogelarten Vögel sind.
Vogelschlag bei Windrädern trifft vermehrt kreisende Greifer, Vogelschlag bei Glas trifft meist Kleinvögel wie Amseln, Spatzen, Meisen. Die ergeben auch die grosse Zahl.
Greifer donnern in der Regel nicht in Glasscheiben. Bei Windrädern werden sie in der Regel vom absteigenden Flügel erwischt. Den sehen sie aus Verhaltensgründen nicht. Weiter sind bei einigen Arten die empfindlichen Augen durch einen Knochenwulst abgeschattet und das Sehfeld nach oben ist eingeschränkt.
Und wenn Sie 100 Rotmilane mit Windrädern vom Himmel holen, wiegt das für die Rotmilanpopulation schwerer, als wenn 1000 Spatzen gegen Scheiben donnern
Beides möchte ich nicht verharmlosen und Windräder finde ich positiv. Jedoch verdient das Problem eine differenzierte Betrachtungsweise.

8
/
0

off topic: Da die meisten Vögel im UV sehen, könnte eine Beschichtung oder wegen der Zimmerpflanzen ein aufgedrucktes Muster bei den Scheiben helfen. Dazu braucht es Farbe, welche UV filtert, im sichtbaren Bereich aber Licht durchlässt. Sowas gibt es, man müsste es nur wollen.

4
/
0

Auch Katzen töten in der Schweiz jährlich Tausende von Vögeln. Ganz zu schweigen von vielen Vögel welche vom Aussterben bedroht sind weil ihnen Rückzugsorte, und Biodiversität fehlt. Gerade Bodenbrüter leiden sehr unter der intensiven Landwirtschaft. Aber ich will hier nicht Whataboutism betreiben, ich finde man sollte den Vogelschutz oder ganz allgemein den Artenschutz ernst nehmen und bei der Planung mit einbeziehen. Dann könnte man die Windkraft auch mit einer breiteren Unterstützung ausbauen.

12
/
0
Andreas Koch
Leser, Biotech, Jazz, Sport
·

Bin gerade in Schottland, dessen Bevölkerung den Schuss längst vor der Schweizer Eidgenossenschaft gehört hat: 40% der Stromversorgung wird durch Windenergie abgedeckt. „Machen, nicht schnorren“! Im übrigen verweise ich auf Anton Gunzinger https://youtu.be/ZtX6Gt68pao

18
/
0

Schottland, Skandinavien etc. haben völlig andere, sprich bessere, Windverhältnisse als die Schweiz. 2500-3000 Vollaststunden pro Jahr statt unsere 1500 h.

5
/
1

Das Jahr hat übrigens 8760 h.

0
/
0
Andreas Koch
Leser, Biotech, Jazz, Sport
·

Das wäre doch ein respektabler Anteil an einen zukunftsträchtigen Strom Mix?

3
/
0

Auch witzig ist, dass genau die Generation, welche über die damalige heutige Jugend schimpfte, dass diese wohl alle glauben, die Milch komme aus der Migros und der Strom aus der Steckdose, nun diejenige zu sein scheint, die mit Verzicht das grössere Problem hat.
Der Wirtschaft indes kann das nur recht sein, denn am Verzicht verdient man im Gegensatz zum panischen Ausbau der Energiegewinnung auch nichts..

14
/
0

Man kann sehr wohl mit Stromentschwenden Geld verdienen.

0
/
0
Gerhard Gerber
Projektleiter Ingenieurtiefbau
·

Ich empfehle parallel zum Artikel auch den Besuch der verlinkten Homepage des Bundes unter https://www.bfe.admin.ch/bfe/de/hom…stik.html/.
Die Schweiz versorgt seit Jahren auch in kalten Wintermonaten die Nachbarstaaten tagsüber mit Strom. Die schönen Grafiken von Herr S. Schmid könnten das deutlich aufzeigen (wäre ein Vorschlag für das Datenbriefing "Auf lange Sicht"). Die Stromdeklaration hat seit 2018 Transparenz gebracht über Produktion und Herkunft elektrischer Energie. Versorgungsengpässe sind nur dann ein Thema, wenn es in Europa zu grossen Verlagerungen kommt, weil fossile Energien nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen (das weiter unten beschriebene "Elektro-Öfeli"). In der Diskussion geht dann oft vergessen, dass wir tagsüber teuren Strom aus unseren Speicherseen ins Ausland verkaufen, auch in der kalten Jahreszeit, und nachts die europäischen Überschüsse beziehen (bis 30% des Eigenbedarfs). Unsere europäischen Nachbarn sind auch abhängig von uns, nicht nur wir von ihnen...

10
/
0
· editiert

Den Antrag für eine "Auf lange Sicht" zum Thema kann ich nur unterstützen. Auch weil es in der CH elend vertrackt ist, herauszufinden, wieviel Strom wie produziert wird. Denn die Deklarationspflicht besteht nur für die einzelnen Lieferanten. So kann man auf strom.ch nur den Mix einzelner Stromkonzerne ansehen. Dabei gibt es noch die reichlich seltsame Kategorie "Geförderter Strom". Als PV-Besitzerin mit einem gewissen Interesse am Thema schaue ich halt bei swissolar nach: Im ersten Halbjahr 2022 stammt über 6% unserer Elektrizität aus Solarpanels, Tendenz stark steigend dank fallender Preise. Warum können/wollen hiesige Stromkonzerne keine Transparenz schaffen? In Deutschland werden diese Zahlen publiziert. Ausserdem wird das Beobachten der nationalen Energiebilanzen dort langsam zum Volkssport: https://www.zeit.de/wirtschaft/ener…versorgung Wünsche ich mir für die Schweiz auch!

(edit: typo)

1
/
0

Danke für den Link, kannte nur den Energiemix-Monitor der FAZ (https://m.faz.net/aktuell/wirtschaf…32227.html) und wünsche mir ebenfalls sowas für die Schweiz. Halt so wie die ganzen Covid-Dashboards, da haben wir es auch hingekriegt.

1
/
0

Leider haben unsere Nachbarn diese Überschüsse im Winter in zunehmenden Masse nicht mehr. Farnkreich betreibt zu Zeit nur etwa 50% ihrer alten Atomkraftwerke. Wieviel im Winter wieder ans Netz gehen ist völlig unklar. In Deutschland werden zur Zeit Wärmepumpen gefördert wie verrückt. Wir rechnen mit einer Steigerung der Winterspitzen last von heute 80 GW auf 230 GW. Diese Problem bleibt selbst, wenn Deutschland bis 2040 80% seines Strombedarfs regenerativ deckt. Es wird ohne Entschwendung nicht gehen.

2
/
0
Ernstfallromantiker
·

Es könnte möglicherweise 5 bis 10 Prozent weniger Strom geben. Achtung, alle sofort in den Panikmodus umschalten! Wichtig ist jetzt, dass sich alle 4 Millionen Schweizer Haushalte einen eigenen Stromgenerator mit 2000 Liter «klimaneutralem Diesel» (??) besorgen. Und Gaskocher. Mit klimaneutralem Gas. Es droht schliesslich auch Gasknappheit. Und ganz viel WC-Papier. Denn wie die Erfahrung zeigt, droht da immer auch WC-Papier-Knappheit. So bewaffnet, können wir mit gehamsterten Elektroöfeli überleben. Eine sinnvolle und durchdachte Vorbereitung ist das A und O für den Ernstfall!

25
/
3
Verband Tel143 - Die Dargebotene Hand
·

Tja, im Orell Füssli gibt es jetzt schon Kochbücher zum Thema: "Das Kochbuch für Notfall & Krise". Rezepte für 28 Tage für 4 Personen. Nach den Empfehlungen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe". Vermutlich aus Deutschland. Ich dacht ich glaubs nicht...Mein Mann meinte, der Name des Verlags sei identisch mit einem Konservenfabrikant :-)!

1
/
0
Ingenieur
·

Wichtig wären auch Aufklärungsprogramme. Viele Leute haben keine genaue Vorstellung über die Unterschiede zwischen Lichter löschen, Kochen oder dem Aufladen des Smartphones. In einigen Köpfen bringen E-Autos gar das Netz zum Zusammenbruch, während sie grad zwei Elektroöfeli gepostet haben, die mindestens gleichviel Energie verbrauchen.
Ein Nachbar beklagte sich mal über seine hohe Stromrechnung. Ein Blick auf die Rechnung zeigte mir, dass er den Elektroboiler auf "Tag" statt "Nacht" eingestellt hatte. Er hatte keine Ahnung, dass es so einen Schalter überhaupt gibt.

Es braucht wirklich gute Aufklärungsprogramme. Apelle zum diffusen Begriff Sparen reichen nicht aus. Nur 'Lichter löschen' ist zu wenig.

54
/
0

Dem stimme ich absolut zu.

5
/
0

Sicher gut. Wirkungsvoller sind grosse Zahlen auf der Stromrechnung und an der Zapfsäule. Die versteht jeder. Selbsterklärend.

5
/
0
Ingenieur
·

Wird nicht funktionieren, wenn der Zusammenhang nicht klar ist. Nicht selten zahlt auch nicht dieselbe Person die Rechnung, wie diejenige, die den Verbrauch unmittelbar verursacht. Noch schwerer wiegt, dass die Rechnung bis zu einem halben Jahr nach dem Einschalten des Verbrauchers ins Haus flattert.

9
/
0

Ist das so? Wissen das wirklich so viele Leute noch immer nicht??
Oder ist das nur ein Argument, um sich nicht aktiv bewegen zu müssen?

1
/
4
Timon Zielonka
Sales @ zukunft.com
·

Ich stehe öfters an einem Stand, bei dem ich unter anderem über Stromsparen informiere und rede dabei mit "ganz normalen Passanten". Die allermeisten kennen die Höhe ihrer Stromrechnung nicht, was wohl bedeutet, dass der Betrag insgesamt so klein ist, dass es als "nicht wichtig" empfunden wurde. Das wäre ja auch kein Problem, aber wenn man versucht, die Menschen zum umstieg auf nachhaltigeren Strom zu bewegen, werden die wenigsten aktiv. Konkret haben wir durch die ganzen Aktionen vermutlich nicht einmal 10% zum Umstieg bewegt.

Zum Glück konnte der Gemeinderat überzeugt werden, den Unterlassungsfehler zu nutzen. Wenn man nicht angegeben hat, welchen Strom mal will, bekommt man automatisch die etwas nachhaltigeren Strom. Das Ergebniss war, dass sich praktisch keiner beschwert hat und die allermeisten beim etwas nachhaltigeren Strom gebleiben sind.

Ich denke, diesen Unterlassungsfehler sollte man so viel wie möglich beim Klimaschutz nutzen.

2
/
0

...oder eine separate Republikenergiefragestellungsunddebattierdialogseite für Verleger:innen...

13
/
0
Souri Thalong
Community-Support
·

Tolle Idee! Das nehmen wir gerne in unsere Ideensammlung auf. Vielen Dank.

3
/
0

Warum nicht?

2
/
0

Nume churz u nid zum eigentleche Thema:
Könnten wir die Anglifizierung unserer Sprache helfen etwas einzudämmen? Ich weiss, dass die Republik da eigentlich ein Vorbild ist.
Mein Titelvorschlag deshalb: "D'r Winter cunnt" Nicht ganz ernst gemeint, aber von Herzen ;-)

6
/
3
Priscilla Imboden
Bundeshausredaktorin
·

Lieber Herr S., danke für den Vorschlag! Ich bin durchaus mit Ihnen einverstanden, dass wir es mit den Anglizismen nicht übertreiben sollten. (Auch wenn Englisch meine Muttersprache ist). In diesem Fall hat aber der englische Ausdruck eine andere Bedeutung als sie die deutsche Übersetzung hätte: "Winter is coming" ist auf Englisch Sinnbild dafür, das schwierigere, entbehrungsreiche Zeiten anstehen, unabhängig von der Jahreszeit. Deshalb auch die Verwendung bei Garry Kasparov und in der TV-Serie Game of Thrones. Wir finden dass das zur aktuellen Situation passt.

18
/
0

Haben Sie besten Dank für die - für mich nötige - Belehrung welche ich nun nachvollziehen kann. Mir sind weder das Buch, noch die damit verbundene Redewendung bewusst gewesen - sie passt in der Tat bestens. Man lernt jeden Tag etwas Neues! Somit ziehe ich meinen Rant in aller Form zurück (uiii... auch ich verwende Anglizismen... habe eine Weile in den USA gelebt... so wegen Wasser predigen und Wein trinken...) .

Danke an Sie und all die Anderen, welche hier meinen Horizont erweitert haben!

3
/
0

Erinnert mich an einen (uralten) Werbeslogan der Firma Rheinischer Braunkohlenbrikett-Verkauf GmbH, den es früher mal in Deutschland kam und der deckungsgleich mit der englischen Bedeutung ist: "Der nächste Winter kommt bestimmt" :-)

1
/
0
· editiert

A propos Eigenverantwortung und Energiesparen im privaten Bereich: Kürzlich hat mir jemand, der es wissen müsste erzählt, dass im Moment aus Angst vor drohenden Einschränkungen beim Heizen massenhaft Elektroheizöfeli für den Winter gekauft werden. Wie soll das klappen, wenn viele dann ihre 20 Grad in der Wohnung unkontrolliert mit solchen Energieschleudern wieder auf 24 Grad oder mehr erhitzen wollen? Wer reagiert da JETZT?

Ich mag mich erinnern, dass ich vor ca 35 Jahren in meiner damaligen Wohngemeinde während der Mittagszeit gar nicht waschen konnte. Die Energie für die Waschmaschine wurde ferngesteuert ausgeschaltet, um Energiespitzen zu brechen. Ich lebte trotz Kleinkindern im Haushalt ganz gut damit. In Anbetracht der letzten Erfahrungen mit Eigenverantwortung und dem jetzigen Anschaffungsboom von Elektroheizöfen braucht es wohl technische Massnahmen, damit wirklich flächendeckend eingespart wird.

Wenn es dazu kommt, dass zeitweise ausgeschaltet werden muss oder es durch Unvernunft und nicht rechtzeitig verfügten Sparmassnahmen sogar zu einem Blackout kommen würde, wäre dann da nicht auch an den meisten Orten die Wasserversorgung betroffen? Trinkwasser kann man ja im Vorrat haben - aber was wäre dann mit der Klospülung? Bei einer ganzen Familie nützten da dann wohl auch Hamsterkäufe von Klopapier nichts mehr. Mit Mineralwasser spülen?

21
/
0

Sie sprechen zentrale Riskiken an. In Deutschland hat man unter Fachleuten riesige Angst davor, sollten die Leute aufgefordert werden ihre Gasheizungen zu reduzieren. Man rechnet damit, dass sie unzählige kleine Elekroöfen in Betrieb nehmen. Dies kann nicht kontrolliert werden und überlastet jedes Stromnetz und führt ohne Stromabschaltungen unweigerlich zum Blackout. Ein solches Blackout würde die Schweiz ohne Stromabkopplung von Deutschland mit ins Blackout reisen. Das Netz könnte in Deutchland um über 20 GW zusätzlich belastet werden. Im Vegleich dazu die höchste Last der Schweiz liegt bei 10 GW. Es ist richtig, dass innert kürzester Zeit die Wasserversorgung an vielen Orten zusammenbricht. Das gleiche gilt für die Abwasserentsorgung, wenn dieses hochgepumpt wird und im schlimmsten Fall die Kläranlagen ausfallen. Dieses Szenario ist meinsês Wissens bei den zuständigen Stellen in der Schweiz nie durchgespielt worden.

3
/
0
Ingenieur
·

Ja, die Elektroöfeli sehe ich als echtes Problem. Diese sind spotbillig, verbrauchen aber gewaltige Mengen an Strom, weil sie stundenlang eingeschaltet sind, im Gegensatz etwa zu einer Kochplatte. Und leider ist es technisch unmöglich, diese von fern abzuschalten, wie das z.B. mit dem Warmwasserboiler bereits seit Jahrzehnten gemacht wird.

Zwischen einer Stromabschaltung und einem Blackout (unkontrollierter grossflächiger Stromausfall) gibt es einen sehr grossen Unterschied. Lange bevor es zu einem Blackout kommt, werden gezielt Grossverbraucher, einzelne Dörfer oder Stadtteile abgeschaltet. Allerdings nie die wichtige Infrastruktur wie Mobilnetz oder Wasserversorgung. Für diese Grundfunktionen haben unsere Stauseen immer genügend Wasserreserven.

9
/
0

Haben sie das einmal überprüft oder handelt es sich um Hoffnung das so ist?

2
/
0

Die Pandemie hat gezeigt, dass sinnvolle Dinge (wie eine Maske im ÖV) erst von der ganzen Bevölkerung getragen werden, wenn es staatlich verordnet wird.
Beim Stromsparen wird es nicht anders sein. Die Minderheit von solidarischen Menschen (wie beispielsweise meine Eltern) sparen schon jetzt an allen Ecken, die Mehrheit macht sich kaum Gedanken, schränkt sich nicht ein.
Daher nützt ein Aufruf zum bewussten Energieverbrauch leider kaum. Es lässt nur diejenigen nicht kalt, die eh schon sparsam und bewusst leben.

86
/
1
Meeresbiologe, Fotograf
·

Mit den herkömmlichen Vorgehensweisen, politischen und bürokratischen Prozessen etc. setzen wir die vielen vorhandenen Lösungen nicht schnell genug um. Es braucht einen «Wahlen Plan», wie ich ihn weiter unten skizziert habe. Wir können schnell handeln, wenn wir nur wollen. Auch das hat die Pandemie gezeigt.

3
/
0
Urs Anton Löpfe
Entschwender
·
· editiert

Besser wäre die Einführung einer Energielenkungsabgabe. Gemäss Forschungen des National Fonds ist dies 5 mal wirksamer als vorschreiben. Als dies Bundesrätin Widmer Schlumpf als wichtigste Massnahme für eine Energiewende, die nicht zum Blackout führt vorgeschlagen hat, ist keine einzige Partei im Parlament darauf eingetreten. Die Vorlage (KELS) ist sang und klanglos untergegangen. Ich denke es wäre an der Zeit, dies wieder zur Diskussion zu stellen.

47
/
0
Timon Zielonka
Sales @ zukunft.com
·

Würde dies aus ihrer Sicht in die richtige Richtung gehen? Das wichtige wäre aus meiner Sicht der Punkt 3 (Klimazoll) um das sogenannte Carbon Leakage zu vermeiden.

0
/
0
seit 2018

Republik AG
Sihlhallenstrasse 1
8004 Zürich
Schweiz

kontakt@republik.ch
Medieninformationen

Der Republik Code ist Open Source